1706/2024
Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus der Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün vom 07.03.2024 betr.: "Einsatz von Pferden im Karneval" (AN/0376/2024)
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3232 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/57 Vorlagen-Nummer 05.06.2024 1706/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 13.06.2024 Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus der Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün vom 07.03.2024 betr.: "Einsatz von Pferden im Karneval" (AN/0376/2024) Die Verwaltung nimmt zu den Fragen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wie folgt Stellung: 1. Dopingeinsatz: Beim diesjährigen Rosenmontagszug wurden durch die amtlichen Veterinäre 40 Blut- proben gezogen und im Labor der Deutschen Sporthochschule Köln auf dopingrele- vante Substanzen ausgewertet. Von den 40 Proben war keine Probe positiv auf Seda- tiva, d. h. beruhigende oder das Bewusstsein beeinträchtigende Substanzen. Bei drei der 40 Proben konnten andere Substanzen nachgewiesen werden. Zwei Proben wa- ren positiv auf Phenylbutazon, einen Entzündungshemmer, Schmerzmittel. Eine Probe war positiv auf Clenbuterol, ein Medikament welches bei Pferden mit chronischem Husten zum Einsatz kommt. Gegen die Besitzer der Pferde wird zeitnah ein Bußgeld- verfahren eingeleitet. Die anfallenden Laborkosten von 7.425 Euro für die 40 Dopingproben werden in die- sem Jahr auf das Umwelt- und Verbraucherschutzamt und das Festkomitee aufgeteilt. Die Verwaltung prüft derzeit eine verursachergerechte Zuordnung der anfallenden Kosten. 2. Reiter- und Pferdegewicht: Das absolute Gewicht jeweils von Reiter und Pferd wurde am Tag des Rosenmontags- zugs nicht gewogen. Bei der amtlichen Überwachung wurde mit Augenmerk auf ein stimmiges Gewichtsverhältnis zwischen Reitern und Pferden geachtet. Gewichtsanga- ben zu den einzelnen Pferden lagen dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt bereits vor dem Zug vor. 3. Einsatzzeiten der Pferde: Die reine Einsatzzeit der Pferdegruppen im Zug betrug ca. 4 h. Die Vorbereitung und Aufstellung der Tiere vor Beginn des Zuges, erfolgt ca. 3 h vorher mit Pause im Auf- stellbereich. Hier werden die Pferde noch einmal getränkt und gefüttert. Pferde, bei denen von einer deutlich längeren Anfahrtszeit als 2h auszugehen war, wurden bereits am Vortag angeliefert. 4. Gruppenführung und Zugposition: Die Pferde wurden nach vorheriger Rücksprache und Abstimmung mit dem LANUV in den jeweiligen Gruppen verteilt im Zug geführt. Dies erfolgte bei dem größten Karne- 2 valsumzug von NRW vor allem aus Gründen der Sicherheit. Ein Zugriff auf die einzel- nen Pferde war anhand eines vom Festkomitee vorgelegten Sicherheitskonzeptes auch innerhalb des Zugs an benannten Austrittsstellen jederzeit möglich. 5. Laut Medienberichten wurde ein Pferd noch vor dem Zugbeginn und sechs wei- tere Pferde im Laufe des Zuges ausgeschlossen: Nach Informationen des Veranstalters wurden insgesamt 6 Pferde aus dem Zug ge- nommen. Zwei Pferde wurden vor Beginn des Zuges ausgesondert, eines davon we- gen Lahmheit und ein anderes weil es dem Reitercorpsführer zu nervös erschien. Vier weitere Pferde wurden im Laufe des Zugs durch die Pferdekontrolle des Festkomitees ausgesondert. Weder das Veterinäramt noch das LANUV haben Pferde vom Zug aus- geschlossen. Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1706/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 05.06.2024
- Erstellt
- 27.05.2024 07:46