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AN/0131/2025

Hochwasserschutz in Köln-Dünnwald

SPD Anfrage nach § 4 24.01.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 12.06.2025, TOP 1.1

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

5118 Zeichen

An die Vorsitzende des 
Ausschusses Klima, Umwelt und Grün 
Frau Denise Abé 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 24.01.2025 
 
AN/0131/2025 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 30.01.2025 
 
Hochwasserschutz in Köln-Dünnwald 
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die SPD-Fraktion bittet, nachstehende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
zu setzen:  
 
In den Abendstunden des 14. Juli 2021 wurde die „Leuchterbruchsiedlung/Haus Haan" in 
Köln-Dünnwald nach stundenlangem Starkregen von einer Flutwelle überschwemmt. Über 
Stunden verwandelte sich u.a. der nahegelegene Mutzbach in einen ausufernden Sturzbach 
und trat oberhalb des Dünnwalder Waldbades aus seinem Bett und floss durch den Wildpark 
in die Leuchterbruchsiedlung. Gegen 20 Uhr lief zudem das Hochwasserrückhaltebecken 
über Stunden (mindestens bis 23:30 Uhr) über und verwandelte den Mutzbach in einen 
reißenden Strom, die Keller nahezu aller Häuser standen unter Wasser. In einige Häusern 
drang das Wasser sogar bis ins Erdgeschoss ein, so dass mehrere Häuser abgerissen 
werden mussten und sich aktuell in der Wiederaufbauphase befinden (Demuntweg). Die 
ungewöhnliche Flutwelle wurde durch zahlreiche Foto- und Videodateien der Betroffenen 
dokumentiert.   
 
Ein Großteil der Wassermassen stammt aus dem Rückhaltebecken an der Diepeschrather 
Mühle, welches unbeaufsichtigt die ungewöhnlich großen Regenmengen nicht mehr 
aufnehmen konnte und nicht verschlossen wurde. Das Rückhaltebecken auf Bergisch-
Gladbacher Stadtgebiet hat ein Fassungsvermögen von ca. 250.000 Kubikmetern und gehört 
zum rechtsrheinischen Kölner Randkanal, eine zwölf Kilometer lange, unterirdische Röhre in 
Richtung Rhein, die in den 1970er- und 1980er-Jahren gebaut wurde, um bei Hochwasser 
mehrere rechtsrheinische Bachläufe zu entlasten und Überflutungen zu verhindern.  
 
Eine Idee der Bürgerinitiative Hochwasserschutz Dünnwald/Höhenhaus ist es, den Bergisch-
Gladbachern partnerschaftlich mit in Dünnwald/Höhenhaus vorhandenen Retentionsräumen

- 2 - 
 
auszuhelfen. Mögliche Retentionsräume könnten sein: der Gänseweiher, das Becken am 
Kalkweg (gegenüber Wildpark) bzw. die große Lösung des Höhenfelder Sees. 
Voraussetzung ist ein Sanierungskonzept, welches greift, wenn Wasser aus dem 
rechtsrheinischen Randkanal im absoluten Notfall eingeleitet und nach diesem 
Ausnahmeereignis wieder abgepumpt wird. Diese Retentionsräume sollen ausschließlich zur 
Katastrophenabwehr genutzt werden, nicht zum Regelbetrieb; insbesondere, wenn der 
rechtsrheinische Randkanal durch ein Naturereignis an seiner maximalen Leistungsfähigkeit 
angekommen ist. Es ist abzuwägen, ob vorhandener Retentionsraum in der Natur genutzt 
wird, oder ob es zu Überschwemmungen in Wohngebieten in Köln und Bergisch Gladbach 
kommt, die katastrophale Auswirkungen haben können. 
 
 
Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um Beantwortung der folgenden 
Fragen:  
 
1. Kann die Verwaltung bestätigen, dass das HRB Diepeschrath zukünftig bei einem Füll-
stand von 58mNN verbindlich geschlossen wird und geschlossen bleibt, so dass ein Überlau-
fen zu 100 % ausgeschlossen für die Zukunft wird 
  
2. Stimmt es, dass das Bachsystem Mutzbaches/Handbaches/Weidenbaches nicht in das 
HRB Diepeschrath abfließen kann und wenn ja, warum nicht und welche Einleitungen (An-
zahl und Größenordnung in cbm) werden in das Bachsystem Mutzbaches/Handbaches/Wei-
denbaches auf Bergisch Gladbacher Grund und Boden vorgenommen und wie groß ist das 
Einzugsgebiet des gesamten Bachsystems?  
  
3. Würde es bedeuten, dass das Wasser, dass an der Diepeschrather Mühle/Katterbachstr. 
aus mehreren Bächen zusammenfließt, derzeit immer ungebremst und ohne genutzten Re-
tentionsraum den Trichter runter nach Köln Dünnwald/Höhenhaus fließt und was bedeutet 
dies für den Unterlieger Dünnwald-Höhenhaus? 
  
4. Wenn das aktuell in Auftrag gegebene Gutachten durch die Firma Hydrotech voraussicht-
lich im Dezember fertig erstellt und ausgewertet ist, sind dann noch irgendwelche As-
pekte/Fragen offen und müssten per weiterem Gutachten erneut beauftragt werden, oder ha-
ben die Handelnden durch die bisherigen und das ausstehende Gutachten einen vollumfäng-
lichen und abschließenden Blick auf die Situation auf die Ereignisse vom 14.7.21 und welche 
Maßnahmen sind bereits jetzt konkret geplant und könne kurz/mittelfristig umgesetzt wer-
den?  
  
5. Welche Wechsel-/Rückwirkung hat das Verschließen des HRB Diepeschrath auf mögliche 
Überschwemmungen beim Oberlieger in Bergisch-Gladbach und welche Maßnahmen muss 
der Oberlieger ergreifen, um diese Wechsel-/Rückwirkung durch das Verschließen des HRB 
Diepeschrath abzumildern bzw. in Gänze zu vermeiden? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Thomas Breustedt  
SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

12.06.2025 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Demuntweg
  • Kalkweg
  • Katterbachstraße

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Details

Aktenzeichen
AN/0131/2025
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
24.01.2025
Erstellt
24.01.2025 11:08