AN/0131/2025
Hochwasserschutz in Köln-Dünnwald
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SPD Anfrage nach § 4
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An die Vorsitzende des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün Frau Denise Abé Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 24.01.2025 AN/0131/2025 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 30.01.2025 Hochwasserschutz in Köln-Dünnwald Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet, nachstehende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen: In den Abendstunden des 14. Juli 2021 wurde die „Leuchterbruchsiedlung/Haus Haan" in Köln-Dünnwald nach stundenlangem Starkregen von einer Flutwelle überschwemmt. Über Stunden verwandelte sich u.a. der nahegelegene Mutzbach in einen ausufernden Sturzbach und trat oberhalb des Dünnwalder Waldbades aus seinem Bett und floss durch den Wildpark in die Leuchterbruchsiedlung. Gegen 20 Uhr lief zudem das Hochwasserrückhaltebecken über Stunden (mindestens bis 23:30 Uhr) über und verwandelte den Mutzbach in einen reißenden Strom, die Keller nahezu aller Häuser standen unter Wasser. In einige Häusern drang das Wasser sogar bis ins Erdgeschoss ein, so dass mehrere Häuser abgerissen werden mussten und sich aktuell in der Wiederaufbauphase befinden (Demuntweg). Die ungewöhnliche Flutwelle wurde durch zahlreiche Foto- und Videodateien der Betroffenen dokumentiert. Ein Großteil der Wassermassen stammt aus dem Rückhaltebecken an der Diepeschrather Mühle, welches unbeaufsichtigt die ungewöhnlich großen Regenmengen nicht mehr aufnehmen konnte und nicht verschlossen wurde. Das Rückhaltebecken auf Bergisch- Gladbacher Stadtgebiet hat ein Fassungsvermögen von ca. 250.000 Kubikmetern und gehört zum rechtsrheinischen Kölner Randkanal, eine zwölf Kilometer lange, unterirdische Röhre in Richtung Rhein, die in den 1970er- und 1980er-Jahren gebaut wurde, um bei Hochwasser mehrere rechtsrheinische Bachläufe zu entlasten und Überflutungen zu verhindern. Eine Idee der Bürgerinitiative Hochwasserschutz Dünnwald/Höhenhaus ist es, den Bergisch- Gladbachern partnerschaftlich mit in Dünnwald/Höhenhaus vorhandenen Retentionsräumen - 2 - auszuhelfen. Mögliche Retentionsräume könnten sein: der Gänseweiher, das Becken am Kalkweg (gegenüber Wildpark) bzw. die große Lösung des Höhenfelder Sees. Voraussetzung ist ein Sanierungskonzept, welches greift, wenn Wasser aus dem rechtsrheinischen Randkanal im absoluten Notfall eingeleitet und nach diesem Ausnahmeereignis wieder abgepumpt wird. Diese Retentionsräume sollen ausschließlich zur Katastrophenabwehr genutzt werden, nicht zum Regelbetrieb; insbesondere, wenn der rechtsrheinische Randkanal durch ein Naturereignis an seiner maximalen Leistungsfähigkeit angekommen ist. Es ist abzuwägen, ob vorhandener Retentionsraum in der Natur genutzt wird, oder ob es zu Überschwemmungen in Wohngebieten in Köln und Bergisch Gladbach kommt, die katastrophale Auswirkungen haben können. Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Kann die Verwaltung bestätigen, dass das HRB Diepeschrath zukünftig bei einem Füll- stand von 58mNN verbindlich geschlossen wird und geschlossen bleibt, so dass ein Überlau- fen zu 100 % ausgeschlossen für die Zukunft wird 2. Stimmt es, dass das Bachsystem Mutzbaches/Handbaches/Weidenbaches nicht in das HRB Diepeschrath abfließen kann und wenn ja, warum nicht und welche Einleitungen (An- zahl und Größenordnung in cbm) werden in das Bachsystem Mutzbaches/Handbaches/Wei- denbaches auf Bergisch Gladbacher Grund und Boden vorgenommen und wie groß ist das Einzugsgebiet des gesamten Bachsystems? 3. Würde es bedeuten, dass das Wasser, dass an der Diepeschrather Mühle/Katterbachstr. aus mehreren Bächen zusammenfließt, derzeit immer ungebremst und ohne genutzten Re- tentionsraum den Trichter runter nach Köln Dünnwald/Höhenhaus fließt und was bedeutet dies für den Unterlieger Dünnwald-Höhenhaus? 4. Wenn das aktuell in Auftrag gegebene Gutachten durch die Firma Hydrotech voraussicht- lich im Dezember fertig erstellt und ausgewertet ist, sind dann noch irgendwelche As- pekte/Fragen offen und müssten per weiterem Gutachten erneut beauftragt werden, oder ha- ben die Handelnden durch die bisherigen und das ausstehende Gutachten einen vollumfäng- lichen und abschließenden Blick auf die Situation auf die Ereignisse vom 14.7.21 und welche Maßnahmen sind bereits jetzt konkret geplant und könne kurz/mittelfristig umgesetzt wer- den? 5. Welche Wechsel-/Rückwirkung hat das Verschließen des HRB Diepeschrath auf mögliche Überschwemmungen beim Oberlieger in Bergisch-Gladbach und welche Maßnahmen muss der Oberlieger ergreifen, um diese Wechsel-/Rückwirkung durch das Verschließen des HRB Diepeschrath abzumildern bzw. in Gänze zu vermeiden? Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Demuntweg
- Kalkweg
- Katterbachstraße
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0131/2025
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 24.01.2025
- Erstellt
- 24.01.2025 11:08