2018/0305
Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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Punkt 3: Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2019/0305) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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Punkt 3: Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2018/0305) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD-Fraktion
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Punkt 11: Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2018/0305) Stadtv. Siebel (SPD) verlässt unter Hinweis auf § 25 HGO den Sitzungssaal und nimmt weder an der Beratung noch an der Beschlussfassung teil. Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD und FDP
2018/0305
10998 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
13.02.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat II
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0305
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 363100
Kostenstelle: 051-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3631-10 Sachkonto: 7128740
Betreff: Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 22.01.2019
Beschlussvorschlag :
1. Der Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der
vorliegenden Form wird zugestimmt .
2. Die für die Umsetzung der Weiterentwicklung notwendigen zusätzlichen Haushaltsmittel in
Höhe von 200.000 Euro stehen unter der Kostenstelle 051-004-1000, SK 7128740, KT
3631-10 zur Verfügung.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.01.2019:
1. Auftragsgrundlage der Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit ist eine wichtige präventive Kinder- und Jugendhilfeleistung gemäß
§ 13 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII, die kooperativ mit den beteiligten Akteur*innen zum Wohl der
Kinder und deren Familien in Darmstadt erbracht wird. Verankert ist sie weiterhin in den §§ 1, 11
und 81 des SGB VIII. Die Steuerungsinstanz der Schulsozialarbeit ist die Fachstelle
Schulsozialarbeit und Jugendberufshilfe. Diese ist in der Abteilung Kinder- und Jugendförderung
des Jugendamtes angesiedelt und für die fachliche und administrative Bearbeitung des
Themenfeldes zuständig.
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat 2009 (Vorlage Nr. 2009/0004) beschlossen,
die Schulsozialarbeit in den jeweiligen Sozialräumen anzusiedeln. Dazu wurden vier Planungsräume
auf Grundlage der Grundschulbezirke gebildet:
Darmstadt Nord/Waldkolonie, Innenstadt Nord, Innenstadt Süd und Darmstadt Süd. In jedem
Sozialraum wird die Schulsozialarbeit von einem Träger umgesetzt. Ausgenommen davon sind die
beruflichen Schulen. Diese werden sozialraumübergreifend von einem fünften Träger bedient.
Im Jahr 2010 (Vorlage Nr. 2010/0497) wurde ein stufenweiser Ausbau der Schulsozialarbeit
beschlossen, der 2012/13 mit der dritten Ausbaustufe endete. Die Personalausstattung orientiert
sich an den Schüler*innenzahlen der jeweiligen Schule, der Schulform und dem Standort einer
Schule, um eine erforderliche Integrationsleistung zu ermöglichen.
Mit Abschluss des Ausbaus konnte an allen Schulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
flächendeckend Schulsozialarbeit umgesetzt werden. Zurzeit wird Schulsozialarbeit an 17
Grundschulen, fünf Gesamtschulen, einer Haupt- und Realschule, sieben Gymnasien, vier
Förderschulen und zwei Berufsschulzentren umgesetzt.
2. Weiterentwicklung der Qualitätsstandards der Schulsozialarbeit
Die Struktur der sozialraumorientierten Schulsozialarbeit ist durch die Rahmenkonzeption
Schulsozialarbeit und dem Magistratsbeschluss zum Ausbau der Schulsozialarbeit von 2010
vorgegeben. Um den stetigen gesellschaftlichen, schul- und bildungspolitischen Veränderungen
gerecht zu werden und um an der Lebenswelt der Kinder- und Jugendlichen zu partizipieren, muss
sich auch Schulsozialarbeit ständig weiterentwickeln. Arbeitsschwerpunkte müssen stets neu
ermittelt, verändert und evaluiert werden.
Auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Prozess AG 78-Weiterentwicklung der Kinder- und
Jugendarbeit- soll das Konzept der Schulsozialarbeit, gemeinsam mit den Trägern der
Schulsozialarbeit, nach 9 Jahren Erprobung und Durchführung evaluiert und weiterentwickelt
werden. Der Umsetzungsplan sieht zunächst die Sichtung der Konzepte und deren Fortschreibung
in den Sachberichten (seit 2011) vor. Die Fortschreibung der sozialräumlichen Schulsozialarbeit in
Darmstadt die regionalen Begebenheiten und die Entwicklungen in der Bildungsregion sowie auch
auf Hessischer Ebene berücksichtigen. Daher findet, das von der AG Leitlinien für
multiprofessionelles Arbeiten an Schule entwickelte Papier, das als Handreichung für die
Zusammenarbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte an Schule genutzt werden kann,
Berücksichtigung.
- 4 -
Die Umsetzungsschritte sind im Folgenden differenziert dargestellt:
Ziel
Bis wann
Fortschreibung Rahmenkonzept Schulsozialarbeit
TZ (1) Arbeitsschwerpunkte und Ziele ermitteln
Konzepte Schulsozialarbeit, Sachberichte und Rahmenkonzept
sichten und abgleichen Ende 2018
Arbeitsschwerpunkte identifizieren und clustern Ende 2018
Bedarfe ermitteln, Abgleich mit anderen Angeboten der
Jugendhilfe, Angebotsermittlung in den Sozialräumen/Stadtteilen Ende 2018
Vorstellung der Ergebnisse bei den Trägern Schulsozialarbeit Ende 2018
TZ (2) Erstellung Basiskonzept – Gemeinsame Entwicklung stadtweites Portfolio Schulsozialarbeit
Definition Grundverständnis Schulsozialarbeit Sommer 2019
Definition Erläuterung rechtliche Grundlagen Sommer 2019
Definition Ziele, Methoden und Arbeitsansätze Sommer 2019
Definition Anforderungen an das Personal Sommer 2019
Definition Anforderungen an das Struktur und Kooperation Sommer 2019
TZ (3) Kooperationsverträge Schule – Träger Ende 2019
TZ (4) Leistungsvereinbarung Träger – Stadt Ende 2019
TZ (5) Controlling Konzept Sommer 2020
TZ (6) Berichtswesen/Datenerhebung - ist bereits erfolgt
Testphase Erfassung Bis Sommerferien 2018
Auswertung Testphase September 2018
Einführung in neue Datenerhebung September/Oktober 2018
Umstellung auf neue Datenerhebung Ab Herbst 2018
Überarbeitung Berichtswesen Schuljahr 2018/19
Einführung neues Berichtswesen ab Schuljahr 2019/2020
Der Prozess soll mit einem überarbeiteten, dem aktuellen Forschungsstand entsprechenden
Rahmenkonzept und neuen Leistungsvereinbarungen abschließen.
- 5 -
3. Entwicklung Schulsozialarbeit
3.1. Entwicklung der Schüler*innen -Zahlen
Die Entwicklung der Schüler*innenzahlen hat seit Beginn und Ausbau der Schulsozialarbeit 2009
stetig zugenommen. Im Schuljahr 2013/2014 nach Abschluss der Ausbaustufen betrug die
Schüler*innen-Zahl an den Grund- und Allgemeinbildenden Schulen 15.009 Schüler*innen und an
den beruflichen Schulen 7.206 Schüler*innen. Im Schuljahr 2017/2018 beträgt die
Schüler*innenzahl an den Grund- und Allgemeinbildenden Schulen 15.437 Schüler*innen und an
den beruflichen Schulen 10.415 Schüler*innen. Mit steigenden Bevölkerungszahlen und damit
einhergehender Wohn- und Schulbauentwicklung ist auch mit einem stetigen Anstieg der
Schüler*innenzahlen zu rechnen.
3.2. Entwicklung der Schüler*innen nach Sozialräumen
Die Sozialräume DA-Nord und DA-Süd verzeichnen einen Zuwachs von Schüler*innen. Die
Sozialräume Innenstadt-Nord und Innenstadt-Süd verzeichnen hingegen einen Rückgang der
Schüler*innenzahlen. Dies wurde in den Berechnungen berücksichtigt. Die prozentual
unterschiedliche Verteilung resultiert folglich aus den sinkenden bzw. steigenden
Schüler*innenzahlen von 2009 bis heute.
3.3. Verteilung/Aufstockung der Mittel
Zur Umsetzung der Weiterentwicklung werden zusätzliche Mittel (200.000 Euro) notwendig, die im
Rahmen der Haushaltsberatungen 2019 bereits etatisiert wurden. Die Verteilung erfolgt auf der
Grundlage der aktuellen Schüler*innenzahlen Schuljahr 2017/2018 und dem Verteilschlüssel (siehe
Rahmenkonzept) Schulsozialarbeit. Das Einzugsgebiet der Schulen wurde auf Grundlage des
Sozialatlas 2018 mit einem Zuschlag für Integrationsleistungen berücksichtigt.
Aus den Berechnungen ergibt sich folgende Verteilung:
Sozialraum Aufplanung HH 2019 in % Zuschuss gesamt in Euro
DA Nord + Waldkolonie 21,83% 386.217,15
Innenstadt Nord 10,23% 404.608,44
Innenstadt Süd 13,41% 533.347,49
DA Süd 28,60% 257.478,10
Berufsschulen (nur Dynamisierung) 1,97% 153.163,81
Gesamt 15,26% 1.734.815,00
- 6 -
3.4. Mittelbedarfe im Einzelnen ab 2019
Schule/Planungsraum Schulform
Schüler*
innen-
Zahl
17/18
Schüler*
innen
in % im
Vgl. 2009
Förderung
2018 in Euro
Förderung
2019 in Euro
DA Nord + Waldkolonie
Georg-August-Zinn Grundschule 210 12,30%
317.098,97
386.217,15
Stadtteilschule Arheilgen Koop Gesamt 812 49,54%
Astrid-Lindgren-Schule Grundschule 425 3,66%
Wilhelm-Busch-Schule Grundschule 252 -9,03%
Erich-Kästner-Schule IGS/Grundschule 990 19,28%
Käthe-Kollwitz-Schule Grundschule 185 -28,02%
Summe 2.874 +14,78%
Innenstadt Nord
Eleonorenschule Gymnasium 851 -19,94%
367.167,24 404.608,44
Justus-Liebig-Schule Gymnasium 813 -20,14%
Goetheschule Grundschule 352 4,45%
Christian-Morgenstern-
Schule Grundschule 238 5,78%
Bertolt-Brecht-Schule Gymnasium 643 -1,08%
Bernhard-Adelung-Schule IGS 564 -2,42%
Ernst-Elias-Niebergall-
Schule Förderschule 236 -22,37%
Christoph-Graupner-
Schule Förderschule 138 12,20%
Schillerschule Grundschule 392 12,32%
Summe 4.227 -9,04%
Innenstadt
Bessunger Schule Grundschule 438 6,83%
Friedrich-Ebert-Schule Grundschule 322 25,78%
470.418,97 533.347,49
Heinrich-Heine-Schule Grundschule 189 10,53%
Wilhelm-Leuschner-
Schule Haupt/Real 620 16,32%
Mornewegschule GS/IGS 824 10,46%
Lichtenbergschule Gymnasium 1.264 -19,80%
Herderschule Förderschule 189 -6,90%
Heinrich-Hoffmann-Schule Grundschule 157 19,85%
Ludwig-Georgs-
Gymnasium Gymnasium 695 -14,83%
Viktoriaschule Gymnasium 824 -21,30%
Elly-Heuss-Knapp-Schule Grundschule 302 5,59%
Georg-Büchner-Schule Gymnasium 720 -29,89%
Summe 6.544 -9,14%
- 7 -
Schule/Planungsraum Schulform
Schüler*
innen-
Zahl
17/18
Schüler*
innen
in % im
Vgl. 2009
Förderung
2018 in Euro
Förderung
2019 in Euro
Eberstadt
Andersenschule Grundschule 163 0,62%
200.273,04 257.478,10
Frankensteinschule Grundschule 298 53,61%
Ludwig-Schwamb-Schule Grundschule 294 36,74%
Wilhelm-Hauff-Schule Grundschule 243 35,00%
Gutenbergschule Koop. Gesamt 460 -15,13%
Mühltalschule Förderschule 48 11,63%
Summe 1.506 +12,72%
Berufsschulen
Friedrich-List-Schule Berufsschule 2.162
150.204,78 153.163,81
Heinrich-Emanuel-Merck-
Schule Berufsschule 1.359
Martin-Behaim-Schule Berufsschule 2.091
Erasmus-Kittler-Schule Berufsschule 1.488
Peter-Behrens-Schule Berufsschule 2.097
Alice-Eleonoren-Schule Berufsschule 1.218
Summe Gesamt 10.415
Darmstadt, 22.01.2019
51-KiJufö
Dezernat I Dezernat II
Jochen Partsch Rafael Reisser
Oberbürgermeister Bürgermeister
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 1
11084 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
13.02.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Dezernat II
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I II 40
IV 20
V 51 JHA
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0305
Magistratsbeschluss-Nr.
73
Internetfähig
Produkt-Nr.: 363100
Kostenstelle: 051-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3631-10 Sachkonto: 7128740
Betreff: Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 22.01.2019
Beschlussvorschlag:
1. Der Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der
vorliegenden Form wird zugestimmt .
2. Die für die Umsetzung der Weiterentwicklung notwendigen zusätzlichen Haushaltsmittel in
Höhe von 200.000 Euro stehen unter der Kostenstelle 051-004-1000, SK 7128740, KT
3631-10 zur Verfügung.
Anlagen:
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 20.02.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22.01.2019:
1. Auftragsgrundlage der Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit ist eine wichtige präventive Kinder- und Jugendhilfeleistung gemäß
§ 13 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII, die kooperativ mit den beteiligten Akteur*innen zum Wohl
der Kinder und deren Familien in Darmstadt erbracht wird. Verankert ist sie weiterhin in den §§
1, 11 und 81 des SGB VIII. Die Steuerungsinstanz der Schulsozialarbeit ist die Fachstelle
Schulsozialarbeit und Jugendberufshilfe. Diese ist in der Abteilung Kinder- und
Jugendförderung des Jugendamtes angesiedelt und für die fachliche und administrative
Bearbeitung des Themenfeldes zuständig.
Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat 2009 (Vorlage Nr. 2009/0004)
beschlossen, die Schulsozialarbeit in den jeweiligen Sozialräumen anzusiedeln. Dazu wurden
vier Planungsräume auf Grundlage der Grundschulbezirke gebildet:
Darmstadt Nord/Waldkolonie, Innenstadt Nord, Innenstadt Süd und Darmstadt Süd. In jedem
Sozialraum wird die Schulsozialarbeit von einem Träger umgesetzt. Ausgenommen davon sind
die beruflichen Schulen. Diese werden sozialraumübergreifend von einem fünften Träger
bedient.
Im Jahr 2010 (Vorlage Nr. 2010/0497) wurde ein stufenweiser Ausbau der Schulsozialarbeit
beschlossen, der 2012/13 mit der dritten Ausbaustufe endete. Die Personalausstattung
orientiert sich an den Schüler*innenzahlen der jeweiligen Schule, der Schulform und dem
Standort einer Schule, um eine erforderliche Integrationsleistung zu ermöglichen.
Mit Abschluss des Ausbaus konnte an allen Schulen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
flächendeckend Schulsozialarbeit umgesetzt werden. Zurzeit wird Schulsozialarbeit an 17
Grundschulen, fünf Gesamtschulen, einer Haupt- und Realschule, sieben Gymnasien, vier
Förderschulen und zwei Berufsschulzentren umgesetzt.
2. Weiterentwicklung der Qualitätsstandards der Schulsozialarbeit
Die Struktur der sozialraumorientierten Schulsozialarbeit ist durch die Rahmenkonzeption
Schulsozialarbeit und dem Magistratsbeschluss zum Ausbau der Schulsozialarbeit von 2010
vorgegeben. Um den stetigen gesellschaftlichen, schul- und bildungspolitischen Veränderungen
gerecht zu werden und um an der Lebenswelt der Kinder- und Jugendlichen zu partizipieren,
muss sich auch Schulsozialarbeit ständig weiterentwickeln. Arbeitsschwerpunkte müssen stets
neu ermittelt, verändert und evaluiert werden.
Auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Prozess AG 78-Weiterentwicklung der Kinder- und
Jugendarbeit- soll das Konzept der Schulsozialarbeit, gemeinsam mit den Trägern der
Schulsozialarbeit, nach 9 Jahren Erprobung und Durchführung evaluiert und weiterentwickelt
werden. Der Umsetzungsplan sieht zunächst die Sichtung der Konzepte und deren
Fortschreibung in den Sachberichten (seit 2011) vor. Die Fortschreibung der sozialräumlichen
Schulsozialarbeit in Darmstadt die regionalen Begebenheiten und die Entwicklungen in der
Bildungsregion sowie auch auf Hessischer Ebene berücksichtigen. Daher findet, das von der AG
Leitlinien für multiprofessionelles Arbeiten an Schule entwickelte Papier, das als Handreichung
für die Zusammenarbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte an Schule genutzt werden kann,
Berücksichtigung.
- 5 -
Die Umsetzungsschritte sind im Folgenden differenziert dargestellt:
Ziel
Bis wann
Fortschreibung Rahmenkonzept Schulsozialarbeit
TZ (1) Arbeitsschwerpunkte und Ziele ermitteln
Konzepte Schulsozialarbeit, Sachberichte und Rahmenkonzept
sichten und abgleichen Ende 2018
Arbeitsschwerpunkte identifizieren und clustern Ende 2018
Bedarfe ermitteln, Abgleich mit anderen Angeboten der
Jugendhilfe, Angebotsermittlung in den Sozialräumen/Stadtteilen Ende 2018
Vorstellung der Ergebnisse bei den Trägern Schulsozialarbeit Ende 2018
TZ (2) Erstellung Basiskonzept – Gemeinsame Entwicklung stadtweites Portfolio Schulsozialarbeit
Definition Grundverständnis Schulsozialarbeit Sommer 2019
Definition Erläuterung rechtliche Grundlagen Sommer 2019
Definition Ziele, Methoden und Arbeitsansätze Sommer 2019
Definition Anforderungen an das Personal Sommer 2019
Definition Anforderungen an das Struktur und Kooperation Sommer 2019
TZ (3) Kooperationsverträge Schule – Träger Ende 2019
TZ (4) Leistungsvereinbarung Träger – Stadt Ende 2019
TZ (5) Controlling Konzept Sommer 2020
TZ (6) Berichtswesen/Datenerhebung - ist bereits erfolgt
Testphase Erfassung Bis Sommerferien 2018
Auswertung Testphase September 2018
Einführung in neue Datenerhebung September/Oktober 2018
Umstellung auf neue Datenerhebung Ab Herbst 2018
Überarbeitung Berichtswesen Schuljahr 2018/19
Einführung neues Berichtswesen ab Schuljahr 2019/2020
Der Prozess soll mit einem überarbeiteten, dem aktuellen Forschungsstand entsprechenden
Rahmenkonzept und neuen Leistungsvereinbarungen abschließen.
- 6 -
3. Entwicklung Schulsozialarbeit
3.1. Entwicklung der Schüler*innen -Zahlen
Die Entwicklung der Schüler*innenzahlen hat seit Beginn und Ausbau der Schulsozialarbeit
2009 stetig zugenommen. Im Schuljahr 2013/2014 nach Abschluss der Ausbaustufen betrug
die Schüler*innen-Zahl an den Grund- und Allgemeinbildenden Schulen 15.009 Schüler*innen
und an den beruflichen Schulen 7.206 Schüler*innen. Im Schuljahr 2017/2018 beträgt die
Schüler*innenzahl an den Grund- und Allgemeinbildenden Schulen 15.437 Schüler*innen und
an den beruflichen Schulen 10.415 Schüler*innen. Mit steigenden Bevölkerungszahlen und
damit einhergehender Wohn- und Schulbauentwicklung ist auch mit einem stetigen Anstieg der
Schüler*innenzahlen zu rechnen.
3.2. Entwicklung der Schüler*innen nach Sozialräumen
Die Sozialräume DA-Nord und DA-Süd verzeichnen einen Zuwachs von Schüler*innen. Die
Sozialräume Innenstadt-Nord und Innenstadt-Süd verzeichnen hingegen einen Rückgang der
Schüler*innenzahlen. Dies wurde in den Berechnungen berücksichtigt. Die prozentual
unterschiedliche Verteilung resultiert folglich aus den sinkenden bzw. steigenden
Schüler*innenzahlen von 2009 bis heute.
3.3. Verteilung/Aufstockung der Mittel
Zur Umsetzung der Weiterentwicklung werden zusätzliche Mittel (200.000 Euro) notwendig,
die im Rahmen der Haushaltsberatungen 2019 bereits etatisiert wurden. Die Verteilung erfolgt
auf der Grundlage der aktuellen Schüler*innenzahlen Schuljahr 2017/2018 und dem
Verteilschlüssel (siehe Rahmenkonzept) Schulsozialarbeit. Das Einzugsgebiet der Schulen
wurde auf Grundlage des Sozialatlas 2018 mit einem Zuschlag für Integrationsleistungen
berücksichtigt.
Aus den Berechnungen ergibt sich folgende Verteilung:
Sozialraum Aufplanung HH 2019 in % Zuschuss gesamt in Euro
DA Nord + Waldkolonie 21,83% 386.217,15
Innenstadt Nord 10,23% 404.608,44
Innenstadt Süd 13,41% 533.347,49
DA Süd 28,60% 257.478,10
Berufsschulen (nur Dynamisierung) 1,97% 153.163,81
Gesamt 15,26% 1.734.815,00
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3.4. Mittelbedarfe im Einzelnen ab 2019
Schule/Planungsraum Schulform
Schüler*
innen-
Zahl
17/18
Schüler*
innen
in % im
Vgl. 2009
Förderung
2018 in Euro
Förderung
2019 in Euro
DA Nord + Waldkolonie
Georg-August-Zinn Grundschule 210 12,30%
317.098,97
386.217,15
Stadtteilschule Arheilgen Koop Gesamt 812 49,54%
Astrid-Lindgren-Schule Grundschule 425 3,66%
Wilhelm-Busch-Schule Grundschule 252 -9,03%
Erich-Kästner-Schule IGS/Grundschule 990 19,28%
Käthe-Kollwitz-Schule Grundschule 185 -28,02%
Summe 2.874 +14,78%
Innenstadt Nord
Eleonorenschule Gymnasium 851 -19,94%
367.167,24 404.608,44
Justus-Liebig-Schule Gymnasium 813 -20,14%
Goetheschule Grundschule 352 4,45%
Christian-Morgenstern-
Schule Grundschule 238 5,78%
Bertolt-Brecht-Schule Gymnasium 643 -1,08%
Bernhard-Adelung-Schule IGS 564 -2,42%
Ernst-Elias-Niebergall-
Schule Förderschule 236 -22,37%
Christoph-Graupner-
Schule Förderschule 138 12,20%
Schillerschule Grundschule 392 12,32%
Summe 4.227 -9,04%
Innenstadt
Bessunger Schule Grundschule 438 6,83%
Friedrich-Ebert-Schule Grundschule 322 25,78%
470.418,97 533.347,49
Heinrich-Heine-Schule Grundschule 189 10,53%
Wilhelm-Leuschner-
Schule Haupt/Real 620 16,32%
Mornewegschule GS/IGS 824 10,46%
Lichtenbergschule Gymnasium 1.264 -19,80%
Herderschule Förderschule 189 -6,90%
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Heinrich-Hoffmann-Schule Grundschule 157 19,85%
Ludwig-Georgs-
Gymnasium Gymnasium 695 -14,83%
Viktoriaschule Gymnasium 824 -21,30%
Elly-Heuss-Knapp-Schule Grundschule 302 5,59%
Georg-Büchner-Schule Gymnasium 720 -29,89%
Summe 6.544 -9,14%
Schule/Planungsraum Schulform
Schüler*
innen-
Zahl
17/18
Schüler*
innen
in % im
Vgl. 2009
Förderung
2018 in Euro
Förderung
2019 in Euro
Eberstadt
Andersenschule Grundschule 163 0,62%
200.273,04 257.478,10
Frankensteinschule Grundschule 298 53,61%
Ludwig-Schwamb-Schule Grundschule 294 36,74%
Wilhelm-Hauff-Schule Grundschule 243 35,00%
Gutenbergschule Koop. Gesamt 460 -15,13%
Mühltalschule Förderschule 48 11,63%
Summe 1.506 +12,72%
Berufsschulen
Friedrich-List-Schule Berufsschule 2.162
150.204,78 153.163,81
Heinrich-Emanuel-Merck-
Schule Berufsschule 1.359
Martin-Behaim-Schule Berufsschule 2.091
Erasmus-Kittler-Schule Berufsschule 1.488
Peter-Behrens-Schule Berufsschule 2.097
Alice-Eleonoren-Schule Berufsschule 1.218
Summe Gesamt 10.415
Darmstadt, 22.01.2019
51-KiJufö
Dezernat I Dezernat II
Jochen Partsch Rafael Reisser
Oberbürgermeister Bürgermeister
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
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361 Zeichen
Punkt 4: Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2018/0305) Stadtv. Siebel (SPD) verlässt unter Hinweis auf § 25 HGO den Sitzungsraum und nimmt weder an der Beratung noch an der Beschlussfassung teil. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0305
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 22.01.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00