Stand der Entwicklung eines selbstverwalteten Wohn- und Arbeitsprojektes in der Winterberger Str. 9
Mitteilung Ausschuss 1189/2024 vom 16.04.2024
Stand: Am 25.04.2024 in der Bezirksvertretung 8 (Kalk) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle V/50/507 Vorlagen-Nummer 11.04.2024 1189/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.04.2024 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 25.04.2024 Stand der Entwicklung eines selbstverwalteten Wohn- und Arbeitsprojektes in der Winterberger Str. 9 Nach Beendigung des Versuchs der Entwicklung eines selbstverwalteten Wohn- und Arbeitsprojektes in der Gummersbacher Str. 25 wurde die Idee der Schaffung eines solchen weiterverfolgt und ein neues Projekt ins Leben gerufen. Dieses ist lokal in der Winterberger Str. 9 verortet. Das neue Projekt startete im August 2023 mit Bezug des Wohnobjektes. Dem vorgeschaltet war ein mehrmonatiger Prozess der Auswahl der Projektteilnehmenden zur Erhöhung der Erfolgschancen des neuen Projektes. In der Winterberger Str. 9 haben sich obdachlose Menschen zusammengefunden, die gemeinsam und unterstützt durch einen Trägerverbund ein solches selbstverwaltetes Wohnprojekt aufbauen. Von den aktuell im Wohnprojekt lebenden 12 Personen haben vier Personen einen Bezug zum Zusammenschluss „Obdachlose mit Zukunft“ (OMZ) und lebten mit Vertre- ter*innen dieser Gruppierung und anderen zusammen in der Gummersbacher Str. 25 bis zu deren Aufgabe im späten Frühjahr 2023. Zwei von ihnen haben eine polnische Staatsbürgerschaft. Die Gruppe setzt sich aktuell aus fünf Frauen und sieben Männern zusammen. Die strategische Entscheidung, zunächst nur die Frauen einziehen zu lassen und die Männer zeitlich versetzt erst Anfang Oktober letzten Jahres, hat einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung einer positiven Teamkultur und Atmosphäre im Projekt ge- leistet. Mit ins Projekt eingezogen sind auch zwei Hasen. Temporär lebte dort auch ein Hund. Die Projektteilnehmenden haben sich als Team zusammengefunden, treffen gemeinsame Entscheidungen und unterstützen sich wechselseitig. Regelmäßig findet wöchentlich eine Sitzung des Bewohner*innenplenums statt, an dem neben den Bewohner*innen auch die Mitarbeiter*innen der unterstützenden Trä- ger teilnehmen. Behandelt werden dort Themen des Zusammenlebens im Projekt, Planungen zur erweiterten Nutzung der Räumlichkeiten sowie deren Ausgestaltung. Trägerseitig unterstützt wird an der konzeptionellen Entwicklung von weiteren Be- schäftigungsmöglichkeiten im Objekt und Nutzungsmöglichkeiten anderer Leistungen 2 und Angebote außerhalb des Wohnobjektes gearbeitet. Letzteres geschieht zusam- men mit den Verantwortlichen für das niedrigschwellige Wohnprojekt in der Ostmer- heimer Str. 220. Dieses hat ein Portfolio von verschiedenen Räumlichkeiten, die dafür in Frage kommen. Insbesondere stehen auf dem Grundstück fünf Garagenräume zur Verfügung, die auch als kleine Werkstätten nutzbar wären (z. B. für eine Fahrradwerk- statt). Entwickelt werden auch Ideen, die sich problemlos im Wohnobjekt umsetzen lassen. So bietet etwa einer der Projektteilnehmenden seit Jahresbeginn Kochkurse für an- dere Teilnehmende an und gastronomieerfahrene Projektteilnehmende möchten ihre Mitbewohner*innen gern mit Kaffee-Spezialitäten verwöhnen. Das dafür erforderliche Kaffeezubereitungsgerät wird derzeit beschafft. Dies zeigt sehr anschaulich, wie gut es schon jetzt gelungen ist, ein positives und konstruktives „Wir-Gefühl“ zu schaffen. Sechs der zwölf Bewohner*innen gehen regelmäßig einer sozialversicherungspflichti- gen Beschäftigung nach, vier beziehen SGB II-Leistungen. Die restlichen Bewoh- ner*innen beziehen andere Einkünfte. Bei diesen wird aktuell die Möglichkeit ergän- zender Transferleistungen geprüft. Das Projekt hat sich in seinem beschließenden Gremium die Regel der absoluten Ge- waltfreiheit (verbal und nonverbal) gegeben, woran sich alle Projektteilnehmenden halten. Ein zuletzt aufgenommener hundehaltender Projektteilnehmer hat mehrfach gegen diese Regel verstoßen und wurde auf Wunsch der Projektteilnehmenden des- halb wieder aus dem Projekt herausgenommen. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf
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18.04.2024
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
25.04.2024 zuletzt
TOP 10.2.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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