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AN/1213/2024

Konzeption für Störungen auf der Schiene im Kölner Westen

Antrag nach § 3 der GeschO des Rates 09.09.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 23.09.2024, TOP 8.1.1

Sachstandsbericht BV

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Gemeinsamer Antrag von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, SPD-Fraktion, Linke, FDP

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Sachstandsbericht BV

6886 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/02-3/0 
 
 
Vorlagen-Nummer 
AN/1213/2024
Stand: 19.11.2024 
Sachstandsbericht  
Konzeption für Störungen auf der Schiene im Kölner Westen 
Gemeinsamer Antrag von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, SPD-
Fraktion,  
Lothar Müller / Die Linke und Prof. Dr. Klaus Reinartz / FDP 
Beschluss: Die Bezirksvertretung regt den Verkehrsausschuss an zu beschließen:  
Die Mitglieder der Stadt Köln in den Gremien des Verkehrsverbundes „goRheinland“ auf-
zufordern, sich für Konzepte im Falle von Störungen im Schienennetz der DB InfraGo ein-
zusetzen, damit die Fahrgäste an ihr Zie l kommen und gut informiert werden.  
Das Konzept soll einen guten Ersatzverkehr vorsehen – möglichst mit der Schiene bis zur 
Störung und nachrangig einen Schienenersatzverkehr mit Bussen.  
Zudem sollen die Informationen verbessert werden und in Deutsch und  Englisch gegeben 
werden.

2 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt

Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Verwaltung steht in stetigem Austausch mit dem Zweckverband go.Rheinland, u. a. 
auch zum Thema Störungen im Schienensetz und entsprechenden Ersatzkonzepten.  
Grundsätzlich setzt sich go.Rheinland nach eigener Aussage gemeinsam mit den Eisen-
bahnverkehrsunternehmen (EVU) und den Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) für 
eine Verbesserung der Betriebsqualität - auch im Störfall - ein. 
Nach Auskunft durch go.Rheinland kann mitgeteilt werden, dass es bei „geplanten“ Groß-
störungen (z. B. Sperrung der Hohenzollernbrücke) übergeordnete vorab festgelegte Stör-
fall- bzw. Dispositionskonzepte gibt. Da es aus Sicht von go.Rheinland jedoch nicht mög-
lich sei, für alle denkbaren Störszenarien entsprechende Kon zepte „auf Vorrat“ durchzu-
planen, würden „kurzfristig“ auftretende Störungen in der Regel eigenständig durch Ent-
scheidungen der EVU und EIU gelöst. Dabei sind die Unternehmen von verschiedenen 
Randbedingungen abhängig, die bei der Planung des Ersatzverkehrs berücksichtigt wer-
den müssen:  
- EIU-seitig bspw. vom Vorhandensein geeigneter Bahnhöfe zum Wenden der Züge.  
- EVU-seitig u. a. durch die Verk nüpfung der Umläufe und der Schichtplanung für 
das Fahrpersonal, damit Fahrzeuge und Personal am „richtigen“ Ort sind und ge-
setzlich geregelte Arbeitszeiten nicht überschritten werden.  
Darüber hinaus führen nach Aussage von go.Rheinland die derzeit massive n Personal-
eng-pässe in der Verkehrsbranche dazu, dass eine Bestellung ausreichenden Fahrperso-
nals, die in derartigen Notfällen kurzfristig einsatzfähig wären, oft nicht möglich ist und 
sich die gewünschten Kapazitäten für den Ersatzverkehr dadurch nicht er reichen lassen. 
Im Begründungstext zum Beschluss wurde beispielhaft die Störung am 23.08.2024 be-
schrieben, bei der in Horrem ein LKW von der Brücke auf die Gleise gefallen war und den 
Bahnbetrieb auf der Strecke Köln -Aachen blockiert hatte. Hierzu hat sich  go.Rheinland 
wie folgt geäußert: 
„Im konkreten Fall der Strecke Köln – Düren – Aachen gibt es leider infrastrukturseitige 
Beschränkungen. So ist ein Wenden von S -Bahnen aus Richtung Köln in den vorhande-
nen Wendeanlagen in Horrem und Köln Hansaring betrieb lich am günstigsten und ohne 
größeren Kollateralschaden auch kurzfristig umsetzbar. Auch Köln -Ehrenfeld (S -Bahn-
Gleise) eignet sich mit gewissen Einschränkungen zum Wenden von Zügen. Sehr einge-
schränkt können auch Züge in Köln -Müngersdorf Technologiepark g ewendet werden. All 
dies führt im Fall von Störfällen oder auch Baumaßnahmen leider zu großen Ausfallab-
schnitten im SPNV, der dann durch Busse ersetzt werden muss.  
Um dies perspektivisch effizienter umsetzen zu können, setzt sich go.Rheinland dafür ein, 
den Haltepunkt Köln-Weiden West zum Bahnhof auszubauen. Dies setzt den Einbau zu-
sätzlicher Weichen und die Ertüchtigung der Signaltechnik voraus. Im Fall von Störungen 
oder Baumaßnahmen soll dadurch ermöglicht werden, Züge aus Richtung Köln oder aus 
Richtung Horrem in Weiden West zu wenden. Dies würde neben dem kürzeren Ausfallab-
schnitt einen guten Übergang zum kommunalen ÖPNV, insbesondere zur Stadtbahnlinie 
1, bieten. Durch den kürzeren Ausfallabschnitt könnten dann auch die Ersatzbusse effizi-
enter bzw. in einer höheren Taktung eingesetzt werden.“  
Zur Forderung nach besseren Informationen, auch auf englischer Sprache, hat go.Rhein-
land Folgendes gemeldet:  
„Informationen am Bahnsteig in englischer Sprache auszugeben ist prinzipiell möglich. Als 
Dauerlösung wird davon abgesehen, da sich auch bei entsprechenden Tests herausge-
stellt hat, dass durch das hohe Störfallaufkommen eine Wiedergabe aller Informationen in 
englischer Sprache eine stetige audiovisuelle „Informationsüberflutung“ auslöst, die die 
Fahrgäste überfordert und gleichzeitig dafür sorgt, dass wichtige kurzfristige Informatio-
nen nicht rechtzeitig beim Fahrgast landen (bspw. Gleiswechsel).  
Einzelne Informationen wie Gleiswechsel werden bereits heute an größeren Stationen, die

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über eine entsprechende Ausstattung an neuwertigen Fahrgastinformationsanzeigen ver-
fügen, auch ins Englische übersetzt und sind so auf den Anzeigern zu finden.  
Kurzfristige Sonderinformationen, die von Standardmeldungen abweichen, können aktuell 
jedoch nicht spontan in englischer Sprache ausgegeben werden.  
Für konkrete Großveranstaltungen ist es prinzipiell möglich eine Informationsausgabe von 
Standardinformationen auch in engl ischer Sprache vorzusehen. Hierzu bedarf es entspre-
chender Vorbereitung und einheitlicher Regelungen.“  
Zum Thema Fahrgastinformation in Bezug auf den im Begründungstext beschriebenen 
Fall am 23.08.2024 hat go.Rheinland wie folgt Stellung genommen:  
„Daten zu Fahrplanabweichungen bzw. Betriebsstörungen werden von den EVU über eine 
Art Drehscheibe in die verschiedenen Fahrgastinformationssysteme eingespielt. Hierfür 
werden Textvorlagen genutzt. Dies erklärt, warum bei dem Unfall am 23.08.2024 (LKW im 
Gleis) „Gegenstände im Gleis“ in den Informationssystemen angezeigt wurde. Eine manu-
elle Korrektur und Aktualisierung des Textes war nicht möglich, jedoch wurde damit die 
Kernbotschaft transportiert, dass der Gleiskörper nicht befahrbar war.“  
 
Nächste Schritte: 
Nach Aussage von go.Rheinland, wird aktuell ein neuer, NRW -weiter Prozess für die Be-
stellung von Bus-Notverkehr erarbeitet, um bei unvorhersehbaren Betriebsstörungen bes-
ser vorbereitet zu sein (z. B. Verfügbarkeit von Bussen für Schienenersatzverkehr).  
Die Verwaltung wird sich beim go.Rheinland konkret dafür einsetzen, dass der Ausbau 
von Köln-Weiden West zum Bahnhof konsequent weiterverfolgt wird.  
Weiterhin wird die Verwaltung darauf hinwirken, dass Durchsagen auf Englisch zumindest 
in den Zeiten mit einem er höhten Aufkommen ausländischer Gäste (Vorweihnachtszeit, 
Messen, internationale Events) standardmäßig erfolgt.  
 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
-

Gemeinsamer Antrag von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, SPD-Fraktion, Linke, FDP

3227 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
CDU-Fraktion
SPD-Fraktion
Lothar Müller / Die Linke
Prof. Dr. Klaus Reinartz / FDP
 
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersdorf 
Frau Bezirksbürgermeisterin
Cornelia Weitekamp
 
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Köln, 23.8.2024
Konzeption für Störungen auf der Schiene im Kölner Westen 
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der 
Bezirksvertretung Lindenthal am 23.9.2024 zu setzen:
Die Bezirksvertretung regt den Verkehrsausschuss an zu beschließen:
Die Mitglieder der Stadt Köln in den Gremien des Verkehrsverbundes „goRheinland“ 
aufzufordern, sich für Konzepte im Falle von Störungen im Schienennetz der DB 
InfraGo einzusetzen, damit die Fahrgäste an ihr Ziel kommen und gut informiert 
werden. 
Das Konzept soll einen guten Ersatzverkehr vorsehen – möglichst mit der Schiene 
bis zur Störung  und nachrangig einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. 
Zudem sollen die Informationen verbessert werden und in Deutsch und Englisch 
gegeben werden. 
Begründung:
In den letzten Jahren werden Störungen auf der Schiene durch zahlreiche 
Vorkommnisse deutlich mehr: Störungen an der Infrastruktur, Störungen durch 
Unfälle etc. 
So ist am Fr 23.08. 2024 ein LKW in Horrem von der Brücke auf die Gleise gefallen 
und hat  so den Bahnbetrieb auf der Strecke Köln-Aachen blockiert. 
Doch für den RE1, RE9, RB 38 S12 und S19 lag kein Konzept vor, wie mit dieser 
Störung umzugehen ist. (Offizielle Angabe in DB Infosystem). Die Folge sind 
Einzelfallentscheidungen. 
Seit Jahren schreiben nach jeder Störung auf den Schienenstrecken im Kölner 
Westen Mitglieder der Bezirksvertretung Lindenthal an das Qualitätsmanagement

von VRS / Nahverkehrrheinland und jetzt GoRheinland eine E-Mail, wo ein Konzept 
für den Störungsfall eingefordert wurde. Doch es gibt vom Aufgabenträger daran kein 
Interesse. 
Zudem sind die Informationen deutlich zu verbessern und zu präzisieren. In Köln 
Müngersdorf war auf der schriftlichen Tafel von a) Gegenstände im Gleis die Rede. 
Die können kurzfristig weggeräumt werden, doch einen LKW im Gleis kriegt die Bahn 
nicht so schnell vom Gleis.
b) Störung an einer Brücke – das kann alles und nichts bedeuten. 
Für den Fahrgast sind solche Aussagen sinnlos. 
Die Durchsagen kündigten nur „fällt aus“ an. Dass ein hoch zu lobender Mensch 
einen Zug der S12 nach Köln-Müngersdorf schickte, der dann wieder zum 
Hauptbahnhof zurückfuhr, wurde nicht angekündigt. Da hatte Müngersdorf Glück, 
Lövenich und Weiden-West bekamen kein Angebot. 
Fahrgäste, die nach Düren wollten, bekamen gar keine Information, dass es an 
diesem Freitag nichts mehr wird. 
Und unsere internationalen Gäste (gamescom) wurden gar nicht informiert. 
Für Standardstörungen kann ein Konzept digital erarbeitet werden, dafür haben die 
Schweizer Bahnen eine gute Software. 
Ute Ackermann                             Svenja Führer          Friedhelm Hilgers 
Fraktion Bündnis 90/Grüne         CDU-Fraktion          SPD-Fraktion 
Lothar Müller / Linke                Klaus Reinartz / FDP

Beratungsverlauf (1)

23.09.2024 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 8.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Hohenzollernbrücke
  • Hansaring

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Details

Aktenzeichen
AN/1213/2024
Typ
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
Datum
09.09.2024
Erstellt
09.09.2024 07:57