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SV-2026/0062

Antrag der Fraktionen CDU, UFFBASSE, FDP und SPD vom 26. August 2026 betr. Modulbau bei Darmstädter Schulneubauten

Antrag 27.08.2026

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Nächste Beratung: Stadtverordnetenversammlung, Sitzung am 17.09.2026, TOP 11

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SV-2026/0062

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Antrag der Fraktionen CDU, UFFBASSE und FDP  
zur Magistratsvorlage: 2026/0181 -Kommunale Infrastruktur Ludwigshöhviertel, 
Bildungscampus, Baubeschluss Grundschule Ludwigshöhviertel- 
Modulbau bei Darmstädter Schulneubauten 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 
1. Neu begonnene Schulbauprojekte der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollen 
künftig grundsätzlich im Wege einer funktionalen Ausschreibung und unter 
Anwendung modularer bzw. systematisierter Bauweisen geplant und realisiert 
werden. Ziel ist es, Planungs- und Bauzeiten deutlich zu verkürzen, Kosten zu 
reduzieren und eine höhere Kosten- und Terminsicherheit zu erreichen. 
2. Die Vergabe soll dabei grundsätzlich so ausgestaltet werden, dass Planung und 
Ausführung gebündelt an einen General- oder Totalübernehmer vergeben 
werden können. Anstelle einer detaillierten Vorgabe einzelner baulicher Lösungen 
sollen insbesondere die funktionalen, pädagogischen, räumlichen, qualitativen, 
energetischen und wirtschaftlichen Anforderungen an das zu errichtende 
Schulgebäude definiert werden. 
3. Von diesem Grundsatz soll nur abgewichen werden, wenn der Magistrat 
nachvollziehbar darlegt, dass eine modulare bzw. systematisierte Bauweise oder eine 
funktionale Ausschreibung für das konkrete Schulbauprojekt aus technischen, 
städtebaulichen, denkmalrechtlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll ist. 
Eine entsprechende Abweichung ist dem zuständigen Ausschuss vor Beginn des 
Vergabeverfahrens zu begründen. 
4. Der Magistrat wird beauftragt, hierfür einen standardisierten Anforderungskatalog 
für Darmstädter Schulneubauten zu entwickeln. Dieser soll insbesondere 
pädagogische Anforderungen, Raumprogramme, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit, 
Energieeffizienz, Aufenthaltsqualität, Flexibilität der Gebäudenutzung sowie 
Anforderungen an Außenanlagen berücksichtigen. Dabei soll zugleich geprüft 
werden, welche Bauteile, Raumtypen und Ausstattungsstandards schulübergreifend 
standardisiert werden können. 
5. Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind neben den reinen Errichtungskosten 
insbesondere Planungsdauer, Bauzeit, Kosten- und Terminsicherheit sowie die 
Kosten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes zu berücksichtigen. 
6. Der Magistrat berichtet der Stadtverordnetenversammlung, bei welchen anstehenden 
Schulbauprojekten dieses Verfahren erstmals angewendet werden kann und welche 
Auswirkungen auf Baukosten und Realisierungszeiten gegenüber einer 
konventionellen Planung und Vergabe erwartet werden.

Begründung 
Darmstadt steht in den kommenden Jahren vor erheblichen Investitionen in seine 
Schulinfrastruktur. Gleichzeitig zeigen die derzeit laufenden und zuletzt geplanten 
Schulbauprojekte, dass die bisherige Form der Planung und Realisierung zunehmend an 
finanzielle und zeitliche Grenzen stößt. Die Baukosten erreichen Größenordnungen, die 
angesichts der angespannten Haushaltslage der Wissenschaftsstadt auf Dauer nicht mehr 
leistbar sind. Gleichzeitig vergehen von den ersten Planungen bis zur tatsächlichen Nutzung 
neuer Schulgebäude oftmals viele Jahre. 
Darmstadt braucht gute Schulen – aber gute Schulen müssen auch bezahlbar und 
rechtzeitig fertig sein. 
Andere Kommunen zeigen, dass Schulgebäude durch modulare und systematisierte 
Bauweisen erheblich schneller und wirtschaftlicher errichtet werden können. Moderne 
Modulbauten haben dabei mit den früher häufig mit diesem Begriff verbundenen Provisorien 
oder Containerlösungen nichts gemein. Sie können architektonisch hochwertig, langlebig, 
energieeffizient und auf die konkreten pädagogischen Anforderungen einer Schule 
zugeschnitten werden. 
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Verbindung von funktionaler Ausschreibung, 
standardisierten Bauweisen und der Bündelung von Planungs- und 
Ausführungsverantwortung. Die Stadt beschreibt dabei nicht jedes bauliche Detail, 
sondern definiert, was das Gebäude leisten muss: Welche Räume werden benötigt? Welche 
pädagogischen Konzepte müssen möglich sein? Welche Anforderungen bestehen an 
Qualität, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Gestaltung? Die konkrete technische 
Umsetzung wird anschließend im Wettbewerb entwickelt. 
Durch die Vergabe an einen General- oder Totalübernehmer können Schnittstellen zwischen 
Planung, Ausschreibung und Bauausführung erheblich reduziert werden. Gleichzeitig besteht 
bereits zu einem deutlich früheren Zeitpunkt eine größere Sicherheit hinsichtlich Kosten und 
Fertigstellungstermin. 
Hinzu kommt die Möglichkeit, wiederkehrende Anforderungen an Schulgebäude stärker zu 
standardisieren. Nicht jede neue Schule muss in allen Bereichen von Grund auf neu geplant 
werden. Klassenräume, Fachräume, Sanitärbereiche, Verwaltungsbereiche oder technische 
Lösungen weisen zahlreiche wiederkehrende Anforderungen auf. Eine intelligente 
Standardisierung kann deshalb Planungsaufwand und Kosten reduzieren, ohne die 
pädagogische oder architektonische Qualität einzuschränken. 
Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Absenkung der Standards für unsere Schulen. 
Im Gegenteil: Die Stadt soll weiterhin hohe Anforderungen an Aufenthaltsqualität, 
Pädagogik, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stellen. Entscheidend ist 
jedoch, diese Anforderungen so zu formulieren, dass Anbieter im Wettbewerb die 
wirtschaftlichste und schnellste Lösung entwickeln können. 
Angesichts der finanziellen Situation Darmstadts kann die Antwort auf steigende Baukosten 
nicht darin bestehen, notwendige Investitionen in Schulen immer weiter aufzuschieben. 
Vielmehr müssen wir die Art und Weise verändern, wie wir bauen. 
Modulares und systematisiertes Bauen, funktionale Ausschreibungen sowie eine stärkere 
Bündelung der Verantwortung bieten die Chance, notwendige Schulgebäude schneller, 
planbarer und wirtschaftlicher zu errichten – bei gleichbleibend hoher Qualität. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sollte diese Möglichkeiten künftig konsequent nutzen.

Darmstadt, den 26.08.2026 
   
 
      
Dr. Annette Brunert,  Caroline Groß  CDU Fraktion 
 
 
Kerstin Lau       UFFBASSE Fraktion 
 
 
Sven Beißwenger      FDP Fraktion

SV-2026/0062

140 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2026/0062 
 
 
Antrag der Fraktionen CDU, UFFBASSE und FDP vom 26. August 2026 
betr. Modulbau bei Darmstädter Schulneubauten

Beratungsverlauf (11)

02.09.2026 Ausschuss für Bildung, Schule und Digitalisierung
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02.09.2026 Ausschuss für Bildung, Schule und Digitalisierung
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17.09.2026 Stadtverordnetenversammlung
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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2026/0062
Typ
Antrag
Datum
27.08.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00