AN/1661/2019
Gesundes aus der Region – Mehr Bio-Produkte und regionale Lebensmittel in städtischen Kantinen, Schulen und Kitas!
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (SPD)
4393 Zeichen
SPD-Fraktion
CDU-Fraktion
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Fraktion DIE LINKE
An den
Vorsitzenden
des Ausschusses für Umwelt und Grün
Herrn Rafael Struwe
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.11.2019
AN/1661/2019
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Ausschuss für Umwelt und Grün 28.11.2019
Gesundes aus der Region – Mehr Bio-Produkte und regionale Lebensmittel in
städtischen Kantinen, Schulen und Kitas!
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrter Herr Vorsitzender,
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung
des Ausschusses für Umwelt und Grün am 28.11.2019 zu nehmen:
In seiner Sitzung am 27.06.2019 hat der Umweltausschuss einstimmig beschlos-
sen, die Verpachtung städtischer landwirtschaftlicher Flächen künftig verstärkt an
ökologischen Zielsetzungen auszurichten und die Verwaltung mit der Entwicklung
einer entsprechenden Umsetzungsstrategie beauftragt.
Mit der Zielsetzung, auf den landwirtschaftlichen Flächen ökologische Landwirt-
schaft zu fördern, die Biodiversität zu erhöhen und den Artenschutz zu verbes-
sern, sollen nunmehr weitere Schritte folgen.
Beschluss:
1. Der Ausschuss Umwelt und Grün beschließt, den Anteil an vorzugsweise
regional erzeugten1 Bioprodukten sowie die Anteile an regional produzier-
ten und saisonalen Lebensmitteln bei städtischen Kantinen, Schulen, Kitas
1 unter regional wird ein Umkreis von ca. 100 km um Köln verstanden
- 2 -
und bei städt. Veranstaltungen/Empfängen schnellstmöglich und dyna-
misch ansteigend zu erhöhen.
2. Neben Regelungen für städtische Einrichtungen soll darüber hinaus auch
ein entsprechender Prozess für die städtischen Kliniken, Gesellschaften
und Unternehmen angestoßen und umgesetzt werden, um den Einsatz von
Bio-Produkten und regionalen Lebensmitteln in allen Einflussbereichen der
Stadt zu erhöhen
3. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen:
wie der Anteil an regionalen, biologischen und saisonalen Lebens-
mitteln in den zubereiteten Essen schrittweise erhöht werden kann,
wobei die perspektivische Zielsetzung die Erreichung eines Bio-
Anteils von 90 Prozent bis 2030 sein sollte. Die Verwaltung legt dem
Rat hierzu einen Handlungsvorschlag incl. eines möglichen Kosten-
rahmens vor.
wie sichergestellt werden kann, dass in den künftigen Ausschreibun-
gen von Verpflegung bzw. bei der Gestaltung von Verträgen mit
Kantinenbetreibern die Anteile für vorzugsweise regionale Bio-
Produkte bzw. regional erzeugte und saisonale Lebensmittel ver-
bindlich nach o.g. Kriterien vorgeben werden können.
Begründung:
Bei der Diskussion zur Ausrichtung der Kölner Landwirtschaft auf eine ökologi-
schere Bewirtschaftung wurde deutlich, dass der Umstellungsprozess mit der Er-
schließung und Sicherung neuer Vermarktungswege einhergehen muss. Aktive
Handlungsmöglichkeiten bieten sich der Stadt Köln im eigenen Einflussbereich:
im Rahmen der Ausschreibung von Verpflegung in Schulen, Kindertagesstätten
und in städtischen Kantinen bzw. durch entsprechende Festlegungen in den Ver-
trägen oder auch bei städtischen Veranstaltungen.
Wesentliches Ziel dabei ist es, eine qualitativ bessere und gesündere Ernährung
zu fördern - bevorzugt mit in der Region erzeugten Produkten.
Erkenntnisse aus anderen Städten zeigen, dass die Umstellung auf Bio-Essen in
Schulen und städtischen Kitas bei geringen Mehrkosten umsetzbar ist. Bei der
Erhöhung der Bio-Quote für Schul-, Kita- und Kantinen-Essen in Köln ist daher
sicherzustellen, dass die Verpflegung für alle Eltern und Mitarbeitende der Stadt
Köln bezahlbar bleibt.
Eine Win-Win-Situation entsteht zusätzlich durch die Erschließung neuer Koope-
rations- und Partizipationsmöglichkeiten (Stichwort Umweltbildung), die durch
den gesteigerten Absatz regionaler und vorzugsweise in der Region erzeugter
Bio-Produkte in Schulen und Kitas entstehen können.
Begründung der Dringlichkeit erfolgt mündlich.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Niklas Kienitz
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin CDU-Fraktionsgeschäftsführer
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gez. Lino Hammer gez. Michael Weisenstein
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1661/2019
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (SPD)
- Datum
- 27.11.2019
- Erstellt
- 27.11.2019 12:11