Mandari Insight

2017/0213

Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2016

Magistratsvorlage 13.07.2017

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Jugendamt 
  Jugendhilfeplanung 
 
 
 
Jugendamt , Jugendhilfeplanung  1 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bericht zum 
Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung  
 
 
2016

2 
Kinder unter 3 Jahren – Krippe und Kindertagespflege 
•  Am 31.12.2016 liegt die Versorgungsquote für den U3-Bereich bei 
42,7%. Für 4.705 Kinder  unter 3 Jahren stehen 2.007 Betreuungsplätze  
in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege zur Verfügung. Dies bedeu- 
tet einen Anstieg um 30 Plätze bzw. 1,5% gegenüber dem Jahr 2015. 
•  In den Jahren 2011 bis 2016 wurden in Darmstadt 781 Betreuungsplät- 
ze für unter 3-Jährige geschaffen , davon 606 in Tageseinrichtungen und 
rund 175 in der Tagespflege. 
•  Die Zahl der Kinder unter drei Jahren ist gegenüber dem Vorjahr um 
319 gestiegen (+7,3%).  Zugleich wurden in 2016 um 273 Kinder mehr 
geboren als im Vorjahr. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die ak- 
tuelle Versorgungssituation im Betreuungsbereich U3 und zeigt sich in 
der gesunkenen Versorgungsquote 2016 (-2,4%-Punkte).   
•  Im Rahmen des Betreuungsausbaus wurden in der  ersten Jahreshälfte 
2017 bereits weitere 44 Krippenplätze in Betrieb genommen. Weitere 
154 Krippenplätze befinden sich in der Umsetzung und werden in den 
kommenden Jahren sukzessive in Betrieb genommen.   
 
Kinder 3 bis 6,5 Jahren – Kindergarten 
•  Am 31.12.2016 liegt die Versorgungsquote für den Ü3-Bereich bei 
99,3%. Für   5.112 Kinder  zwischen 3 und 6,5 Jahren stehen 5.075 Be- 
treuungsplätze  in Tageseinrichtungen zur Verfügung. Dies bedeutet einen 
Zuwachs um 21 Betreuungsplätze.  
•  In den Jahren 2011 bis 2016 wurden in Darmstadt 531 Betreuungsplät- 
ze für 3 bis 6,5jährige Kinder geschaffen. Es befinden sich zudem weite- 
re 572 Plätze in der konkreten Umsetzung. 
•  Die Zahl der Kinder zwischen 3 und 6,5 Jahren ist gegenüber dem Vor- 
jahr geringfügig gestiegen (+34).   Die Versorgungsquote sank infolge- 
dessen geringfügig gegenüber dem Jahr 2015 (-0,2%-punkte). 
•  Im Rahmen des Betreuungsausbaus wurden in der ersten Jahreshälfte 
2017 bereits weitere 66 Kindergartenplätze in Betrieb  genommen. Wei- 
tere 506 Kindergartenplätze befinden sich in der baulichen Umsetzung 
und werden in den kommenden Jahren sukzessive in Betrieb genommen. 
 
•  Für die kommenden Jahre ist insgesamt von einem weiteren Anstieg 
der Kinderzahlen auszugehen.  Dies verlangt eine Fortsetzung des Be- 
treuungsausbaus in allen Segmenten. Hierbei sind die mittel- und lang- 
fristigen Bevölkerungsdaten des Amtes für Statistik und Stadtforschung 
sowie die stadtplanerischen Vorhaben zu berücksichtigen.

3 
Inhalt  
1. Vorbemerkungen ........................................................................................................ 4 
2. Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslage n 2016 .................................. 6 
2.1. Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder ........................................ 6 
2.2. Betreuungsangebote für 3- bis 6,5-jährige Kind er ..................................... 9 
2.3. Betreuungsangebote für 6,5 bis unter 12-jährig e Kinder ........................ 11 
3. Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt – Resümee un d Ausblick ....................... 13 
3.1. Bisherige Entwicklung des vorschulischen Betreuungsangebotes                      15  
3.2.1. U3 – Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 20 16 .................................. 16 
3.2.2. Ü3 – Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 20 16 .................................. 17  
3.2.3.      Voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung 2016 – 2030……………………… 18

4 
1. Vorbemerkungen 
 
Der vorliegende Bericht gibt im Sinne einer jährlic hen Berichterstattung Aus- 
kunft zur stadtweiten und den sozialräumlichen Vers orgungslagen in der Kin- 
derbetreuung im Jahr 2016. Die Daten des jeweiligen  Vorjahres werden syste- 
matisch fortgeschrieben und um aktuelle Entwicklungen ergänzt.   
 
 
Aufgrund ihrer grundsätzlichen Bedeutung und häufig  unklaren Verwendung 
werden die Begrifflichkeiten „Versorgungsquote“ und  „Betreuungsquote“ an 
dieser Stelle nochmals erläutert:
 
 
Die Versorgungsquote  weist den Anteil der Betreuungsplätze aus, 
die für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung steh en. Die auf dem 
Krippengipfel 2007 vereinbarte Zielvorgabe von 35% bezieht sich 
auf die Versorgungsquote. Sie ist als Orientierungs wert für einen 
bedarfsgerechten Stand von Kinderbetreuung zu werten. Tatsächlich 
kann die bedarfsgerechte Versorgungslage aufgrund s pezifischer lo- 
kaler Rahmenbedingungen unter oder – wie im Falle D armstadts – 
über 35% liegen. Die Versorgungsquote stellt das Ve rhältnis der in 
Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege vorg ehalten Be- 
treuungsplätze bezogen auf die Gesamtzahl der Kinde r im genann- 
ten Alter in der jeweiligen Gebietskörperschaft dar. 1  
 
Die Betreuungsquote  wird auf das Land Hessen bezogen einmal pro 
Jahr durch die Kinder- und Jugendhilfestatistik erm ittelt. Sie bezif- 
fert den Anteil der in Kindertageseinrichtungen ode r in öffentlich ge- 
förderter Kindertagespflege betreuten Kinder unter drei Jahren an 
allen Kindern dieser Altersgruppe in der jeweiligen  Gebietskörper- 
schaft. Sie dient als Anhaltspunkt für das Ausmaß d er tatsächlich 
betreuten Kinder hinsichtlich der genannten Prozent zahl und kann 
somit als Indikator der Inanspruchnahme von Kindert agesbetreuung 
gewertet werden.  
 
Die im Bericht verwendeten Aufschlüsselungen der Ve rsorgungsquoten folgen 
der räumlichen Gliederung des Kindertagesstättenentwicklungsplans: 
2 
                                                           
1 Lesebeispiel: Im Falle einer 35%igen Versorgungsquote stünden rein rechnerisch 35 Betreuungsplätze 100 Kindern 
im jeweiligen Alter gegenüber.   
2 Institut Wohnen und Umwelt (1994): Entwicklungsplan Kindertagesstätten in Darmstadt. 
Kernaussage   
Die Versorgungsquote 
ergibt sich aus der Platz-
Kind-Relation. Sie ist 
Gradmesser einer be- 
darfsgerechten Versor- 
gungslage.

5 
 
 
 
 
Die sozialräumliche Auswertung nimmt Bezug auf die in einem Planungsbezirk 
verfügbaren Betreuungsplätzen sowie die dort mit Hauptwohnsitz gemeldeten 
Kinder der jeweiligen Altersgruppe (d.h. U3, Ü3, Schulkind).

6 
2.  Kinderbetreuung im Stadtgebiet – Versorgungslagen 2016 
2.1.  Betreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder  
Am 31.12.2016 waren 4.705  Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren in Darm- 
stadt gemeldet. Der Planungsbezirk Darmstadt-Nord i st im städtischen Ver- 
gleich derjenige mit der größten Anzahl an Kinder d ieser Altersgruppe (2016: 
984); in Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kind er dieses Alters gemeldet 
(2015: 221). 
 
Gegenüber dem Vorjahr 2015 zeigt sich für Darmstadt  ein deutlicher Anstieg 
der Anzahl unter 3-jähriger Kinder um 319 (+7,3 Pro zent). Dies ist der höchste 
Zugewinn in dieser Altersklasse innerhalb eines Jah res seit mehr als zehn Jah- 
ren und hat direkte Auswirkungen auf Versorgungslagen in der Kinderbetreuung.  
 
Diese aufgezeigte Bevölkerungsentwicklung ist im We sentlichen auf die zwei 
Faktoren Geburtenanstieg und die Zuwanderung nach D armstadt zurückzufüh- 
ren. So wurden im Jahr 2016 insgesamt 273 mehr Gebu rten verzeichnet als 
im Vorjahr, dies bedeutet einen Anstieg der Geburte nzahl um rund 18 Pro- 
zent.  
 
Am 31.12.2016 standen in Darmstadt insgesamt 2.007 Betreuungsplätze für 
unter 3-jährige Kinder zur Verfügung. Hiervon wurde n 1.492 Plätze in Tages- 
einrichtungen und 515 in der Kindertagespflege bere itgestellt. Somit wurde 
zum Stichtag eine gesamtstädtische Versorgungsquote von 42,7% erreicht. 
 
Gegenüber dem Vorjahr 2015 konnte die Anzahl der Be treuungsplätze um 30 
Plätze gesteigert werden. Während insgesamt 54 Betr euungsplätze in Krip- 
penplätzen hinzugewonnen werden konnten, sank die Z ahl der Betreuungs- 
plätze in der Tagespflege zugleich auf 515 (-24 Plätze).  
 
In Darmstadt besteht eine vielfältige Betreuungslan dschaft für unter 3-jährige 
Kinder, die sich in zahlreichen verschiedenen Träge rschaften, Einrichtungskon- 
zepten und Methoden widerspiegelt. Die Stadt Darmst adt hat diese Entwicklung 
in den vergangenen Jahren im Rahmen des Betreuungsa usbaus aktiv unter- 
stützt und den im SGB VIII verankerten Rechtsgrunds ätzen Wunsch- und Wahl- 
recht, Trägerpluralität und Subsidiarität damit umfassend Rechnung getragen.     
 
Zum Stichtag 31.12.2016 wird nahezu die Hälfte des Betreuungsangebotes für 
Kernaussage  
Am 31.12.2016 leben 4.705 
Kinder unter 3 Jahren in 
Darmstadt. 
 
Der Zuwachs in der Alters- 
gruppe beträgt rund 7 
Prozent gegenüber dem 
Vorjahr. 
Kernaussage  
Am 31.12.2016 wird eine 
Versorgungsquote von 
42,7% erreicht.

7 
unter 3-jährige Kinder von freien Trägern 3 (zusammengefasst: 892 Plätze) be- 
reitgestellt. Rund ein Viertel der Betreuungsplätze  stehen in der Kindertages- 
pflege (515 Plätze) zur Verfügung. Einen jeweils ge ringeren Anteil am U3-
Gesamtangebot machen die Betreuungsplätze in Träger schaft der Wissen- 
schaftsstadt Darmstadt (240 Plätze), privat-gewerbl icher Anbieter (223 Plätze) 
sowie der evangelischen Kirche (125 Plätze) aus. De n geringsten Anteil am 
stadtweiten Betreuungsangebot für unter 3-jährige K inder hält die katholische 
Kirche (12 Plätze).     
 
Abb. 2: Kinderbetreuung 0 bis unter 3 Jahren nach Trägerschaft (Anteil in %)  
 
Quelle: Jugendhilfeplanung - eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2016 
 
Es gibt im Stadtgebiet 79 Krippenstandorte. An 34 S tandorten mit insgesamt 
760 Betreuungsplätzen wird ausschließlich eine Betr euung für unter 3-jährige 
Kinder angeboten (sog. reine Krippen). Bei 45 Stand orten mit insgesamt 732 
U3-Betreuungsplätzen handelt es sich um altersüberg reifende Einrichtungen, in 
denen neben den U3-Plätzen auch Betreuungsplätze fü r andere Altersgruppen 
(i.d.R. 3 Jahre bis Schuleintritt) zur Verfügung stehen.         
 
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darms tadts stellt sich am Stich- 
tag 31.12.2016 recht unterschiedlich dar. Das Platz angebot und die somit er- 
reichten Versorgungsquoten differieren zwischen den  Planungsbezirken erheb- 
lich. Im stadtweiten Vergleich zeigt sich eine sehr  gute Versorgungslage in den 
Planungsbezirken Bessungen (53,2%), West (51,5%), N ord (44,3%), Arheilgen 
und (47,9%).  Eine unterdurchschnittliche Versorgun gslage besteht hingegen 
                                                           
3 Unter der Bezeichnung freie Träger sind im vorliegenden Bericht die AWO, der ASB sowie kleine freie Träger (bspw. 
Elterninitiativen, Vereine) zusammengefasst. 
Kernaussage  
Etwa die Hälfte der U3-
Plätze werden durch freie 
Träger bereitgestellt.  
Kernaussage  
Rund die Hälfte der Krip- 
penplätze befindet sich in 
altersübergreifenden Ein- 
richtungen. 
Kernaussage  
Die sozialräumlichen Ver- 
sorgungsquoten variieren 
stark, bei VQ zwischen 
34,1% und 53,2%.

8 
insb. in Eberstadt (34,1%) sowie – wenn auch in ger ingem Ausmaß – in den 
Planungsbezirken Stadtmitte (36,7%) sowie Kranichstein (37,1%).   
 
Abb. 3: Versorgungslagen U3 in den Planungsbezirken (Versorgungsquoten in %) 
 
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung  (Bevö lkerungsdaten); Jugendhilfeplanung - eigene 
Berechnung; Stichtag: 31.12.2016  
 
Bei der Bewertung der sozialräumlichen Versorgungs-  und Ausbaubedarfe gilt 
es allerdings verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. 
•  Es befinden sich stadtweit insgesamt 6 Betreuungsst andorte in Umset- 
zung, u.a. in den Planungsräumen West (22 Plätze), Nord (22 Plätze) 
Bessungen (77 Plätze). Mitte 2017 wurden zudem in A rheilgen 33 Krip- 
penplätze sowie in Eberstadt 11 Krippenplätze in Betrieb genommen. 
•  Im U3-Bereich besteht erfahrungsgemäß eine erhöhte Mobilitätsbereit- 
schaft, d.h. die Wohnortnähe eines Betreuungsangebo tes ist oftmals ein 
weniger wichtiges Auswahlkriterium als in anderen A lterssegmenten 
(insb. Kiga). 
•  Zwischen den verschiedenen Regionen bestehen zum Te il enge sozial- 
räumliche Bezüge (z.B. Bessungen und Stadtmitte). E s können folglich 
Mitversorgungseffekte zwischen einzelnen Planungsbe zirken unterstellt 
werden. 
•  Zahlreiche U3-Einrichtungen haben aufgrund ihrer sp ezifischen pädago- 
gischen Ausrichtung (bspw. Natur, Bilingualität, Wa ldorf) einen stadtwei- 
ten Einzug. 
 
Kernaussage  
In der ersten Jahreshälfte 
2017 wurden weitere 44 
Krippenplätze in Betrieb 
genommen.

9 
Die skizzierten Punkte tragen mutmaßlich zu einer E ntlastung der Versorgungs- 
lage in Darmstadt-Ost, Stadtmitte und zum Teil auch  in Eberstadt bei. Eine Ver- 
besserung der Versorgungslage in Eberstadt konnte z udem die Inbetriebnahme 
von 11 Krippenplätze (Waldorfkrippe Oberstraße) in der ersten Jahreshälfte 
2017 erzielt werden; die Versorgungsquote im Eberst adt stieg somit zwischen- 
zeitlich auf 35,7%.    
 
Im Stadtteil Arheilgen wurden Mitte 2017 weitere 33  Krippenplätze (SG Arheil- 
gen) in Betrieb genommen. Die Versorgungsquote stie g infolge dessen auf 
54,2%. Das Betreuungsangebot der SG Arheilgen trägt  zudem wesentlich zur 
Entlastung der angespannten Versorgungssituation in Kranichstein bei.  
 
2.2.  Betreuungsangebote für 3- bis 6,5-jährige Kinder  
Am 31.12.2015 waren 5.112 Kinder im Alter von 3 bis  6,5 Jahren in Darmstadt 
gemeldet. Dem Planungsbezirk Darmstadt-Nord ist im städtischen Vergleich 
derjenige mit der größten Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe (2016: 999); 
in Wixhausen sind hingegen die wenigsten Kinder die ses Alters gemeldet (2016: 
195). 
Im Vergleich zum Vorjahr (2015) ist die Anspruchsgr uppe der 3- bis 6,5-
jährigen Kinder um insgesamt 34 bzw. 0,7% angestieg en. Damit hat sich der 
Anstieg der Kinderzahl in dieser Altersgruppe in 20 16 fortgesetzt, wenn auch in 
geringerem Maße als im Jahr zuvor. 
 
Am 31.12.2016 standen in Darmstadt insgesamt 5.075 Betreuungsplätze für 
Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt zur Verfü gung. Zum Stichtag wird 
somit eine gesamtstädtische Versorgungsquote von 99 ,3% für diese An- 
spruchsgruppe erreicht. Gegenüber dem Vorjahr 2015 bedeutet dies eine An- 
gebotssteigerung um 21 Plätze. Aufgrund der oben sk izzierten Bevölkerungs- 
entwicklung ist die gesamtstädtische Versorgungsquo te dennoch um 0,2%-
punkte gesunken. 
         
 
Betreuungsangebote im Bereich Kindergarten werden z u jeweils rund einem 
Drittel von der evangelischen Kirche (1732 Plätze),  der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (1445 Plätze) sowie freien Trägern (zusam mengefasst: 1271 Plätze) 
bereitgestellt. Weitere Betreuungsangebote werden i n Trägerschaft der katholi- 
schen Kirche (501 Plätze) sowie privat/ gewerbliche r Anbieter (126 Plätze) ge- 
führt. 
Auch im Ü3-Bereich besteht somit eine vielfältige B etreuungslandschaft, die den 
Kernaussage  
Am 31.12.2016 gibt es 
5.112 Kinder (3-6,5 Jahre) 
und 5.075 Kiga-Plätze.  
Die Versorgungsquote Ü3 
liegt bei 99,3%.

10  
im SGB VIII formulierten Grundsätzen – Wunsch- und Wahlrecht, Trägervielfalt, 
Subsidiarität – Rechnung trägt .   
 
Abb. 3: Kinderbetreuung 3 Jahre bis Schuleintritt n ach Trägerschaft (Anteil in %)  
 
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung; Stichtag: 31.12.2016  
 
Am 31.12.2016 gibt es in Darmstadt 89 Kiga-Standort e. In 31 Einrichtungen 
mit insgesamt 1.893 Plätzen werden ausschließlich K inder im Alter von 3 Jah- 
ren bis zum Schuleintritt betreut; es handelt sich um sog. reine Kindergärten. 
Eine durchgehende Betreuung vom Krippen- bis zum Ho rtalter wird an 11 
Standorten angeboten. Darüber hinaus gibt es an 47 Standorten eine Kiga-
Betreuung sowie entweder ein U3- oder ein Hortangeb ot. Knapp zwei Drittel der 
Ü3-Plätze in Darmstadt – insgesamt 3.182 Plätze – w erden somit in altersüber- 
greifenden Einrichtungen bereitgestellt. 
 
Die sozialräumliche Versorgungslage innerhalb Darms tadts stellt sich am Stich- 
tag 31.12.2016 verschieden dar. Das Platzangebot un d die somit erreichten 
Versorgungsquoten in den Planungsbezirken sind sehr  unterschiedlich. Im 
stadtweiten Vergleich zeigt sich eine sehr gute Ver sorgungslage in Bessungen 
(136,5%), den Planungsgebieten Nord (108,1%) und Os t (111,5%) sowie Ar- 
heilgen (109,3%). Eine unterdurchschnittliche Verso rgungslage besteht hinge- 
gen in den Planungsbezirken Stadtmitte (66,1%), Kra nichstein (85,3%) und 
Eberstadt (95,3%). 
   
  
Freie Träger 
25% 
Evangelische 
Kirche 
34% Katholische 
Kirche 
10% 
Stadt 
Darmstadt 
28% 
Privat-
gewerbliche 
Träger 
3% 
Kernaussage  
Jeweils rund ein Drittel der 
Plätze besteht in evangeli- 
scher, städtischer und 
freier Trägerschaft.  
   
Kernaussage  
Die Ü3-Versorgungslagen in 
den Planungsbezirken 
variieren bei VQ von 66,1% 
bis 136,5%.

11  
   
Abb. 6: Betreuung 3 bis 6,5Jähriger – Versorgungslagen in den Stadtteilen (in %) 
 
Quelle: Amt für Statistik und Stadtforschung  (Bevö lkerungsdaten); Jugendhilfeplanung - eigene 
Berechnung; Stichtag: 31.12.2016 
 
Im Planungsbezirk West wird mit dem gegenwärtig bestehenden Betreuungsan- 
gebot (472 Plätze) eine Versorgungsquote von lediglich 81,0% erreicht. Aller- 
dings befinden sich zwei weitere Standorte (insg. 198 Plätze) in Umsetzung, so 
dass die Versorgungsquote bei Fertigstellung (voraussichtlich: 2018) maßgeb- 
lich steigen wird. Zudem schafft die sehr gute Versorgungslage im angrenzen- 
den Stadtteil Bessungen bereits jetzt Entlastung sowohl für den Stadtteil West 
aber auch für die Stadtmitte.   
 
Im Stadtteil Arheilgen wurden in der ersten Jahreshälfte 2017 weitere 66 Kin- 
dergartenplätze in Betrieb genommen. Die Versorgungsquote ist infolge dessen 
auf 120,2% angestiegen. Dies hat zugleich positive Effekte auf die Betreuungssi- 
tuation im angrenzenden Stadtteil Kranichstein, der eine unterdurchschnittliche 
Versorgungslage aufweist.   
2.3.  Betreuungsangebote für 6,5 bis unter 12-jährige Kinder 
Am 31.12.2016 gibt es 7.593 Kinder im Alter von 6,5  bis unter 12 Jahren in 
Darmstadt. Die Planungsbezirke Eberstadt und Nord s ind im städtischen Ver- 
gleich diejenigen mit der größten Anzahl an Kindern  dieser Altersgruppe (2016: 
1.420 bzw. 1.316). In Wixhausen leben hingegen die wenigsten Kinder dieses 
Alters (2016: 316). Im Vergleich zum Vorjahr gab es  in der Anspruchsgruppe 
der 6,5-12jährigen Kinder einen Zuwachs von insgesamt 194 bzw. 2,6%.      
Kernaussage  
Am 31.12.2016 gibt es 
7.593 Kinder zwischen 6,5 
bis unter 12 Jahren  und 
3.221 Betreuungsplätze.  
Die Versorgungsquote liegt 
bei 42,4%. 
Kernaussage  
In der ersten Jahreshälfte 
2017 wurden weitere 66 
Krippenplätze in Betrieb 
genommen.

12  
 
Am 31.12.2016 stehen in Darmstadt insgesamt 3.221 B etreuungsplätze für 
Schulkinder zur Verfügung. 1.218 der Betreuungsplät ze werden in Horten be- 
reitgestellt (37,8%); 2.003 Plätze (62,2%) bestehen  im Rahmen der Schul- 
kindbetreuung an Schulen. Zum Stichtag wird somit e ine gesamtstädtische 
Versorgungsquote von rund 42,4% erreicht 4. Gegenüber dem Vorjahr 2015 
bedeutet dies einen Rückgang der gesamtstädtischen Versorgungsquote um 
3%-Punkte. 
 
Der größte Teil des Hortangebotes (676 Plätze) wird  in städtischer Trägerschaft 
geführt. Rund ein Drittel der Hortplätze werden von  weiteren freien Trägern vor- 
gehalten (zusammengefasst: 419 Plätze). In geringer em Umfang stellen auch 
die evangelische Kirche (93 Plätze) sowie privat- g ewerblicher Anbieter (30 Plät- 
ze) Hortplätze zur Verfügung.   
 
Abb. 5: Hortangebote nach Trägerschaft (in %)   
 
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung, Stichtag: 31.12.2016 
 
Auch im Bereich der Schulkindbetreuung ergibt die sozialräumliche Betrachtung 
der Versorgungslagen ein sehr unterschiedliches Bild. Ein überdurchschnittli- 
cher Versorgungsgrad besteht in den Planungsbezirken Nord (61,3%), Bessun- 
                                                           
4 Es ist zu beachten, dass die genannte Versorgungsquote unter Bezugnahme der gesamten Anspruchsgruppe ermit- 
telt wird. Dies sind in der Logik der vorliegenden Berichterstattung die in Darmstadt wohnhaften Kinder von 6,5 bis 
unter 12 Jahren (Hauptwohnsitz). Diese Betrachtungsweise weicht jedoch ab von der des Schulamtes. Dort werden 
die tatsächlichen Schülerzahlen in diesem Alterssegment als Bezugsgröße herangezogen. Beide Betrachtungsweisen 
sind legitim, erlauben jedoch keine vergleichende Darstellung. 
Kernaussage  
Die Mehrheit der Hortplät- 
ze befindet sich in 
städtischer Trägerschaft.

13  
gen (49,1%), aber auch Ost (48,2%), während der Angebotsumfang in der Regi- 
on West (18,4%), in Kranichstein (29,9%) sowie in der Stadtmitte (34,3%) weit 
unter dem städtischen Durchschnittswert liegt.  
 
Abb. 6: Schulkindbetreuung in Horten und an Schulen - Versorgungslagen in den Pla- 
nungsbezirken (in %)  
 
Quelle: Jugendhilfeplanung – eigene Berechnung, Stichtag: 31.12.2016 
 
Im Gegensatz zu den vorschulischen Betreuungsbereichen (U3, Ü3) besteht ab 
dem Zeitpunkt der Einschulung kein subjektiver Rechtsanspruch auf einen Be- 
treuungsplatz. Jedoch ist die Kommune gemäß SBG VIII zur Vorhaltung eines 
bedarfsgerechten Betreuungsangebotes auch im Schulkindbereich und zu ent- 
sprechenden Planungsverfahren verpflichtet. 
 
Der Ausbau der Schulkindbetreuung geschieht in Darmstadt vorrangig in Form 
der Schulkindbetreuung an Schulen unter Federführung des kommunalen 
Schulamtes, unterstützt durch Förderprogramme wie bspw. dem Pakt für den 
Nachmittag. In geringem Ausmaß sind in den vergangen Jahren auch Hortplätze 
in Einrichtungen des Jugendamtes geschaffen worden; jedoch liegt der Fokus 
der Ausbaubemühungen hier eindeutig auf dem vorschulischen Bereich. Der 
Ausbau der Betreuungsangebote für Schulkinder wird jedoch auch zukünftig in 
Abstimmung zwischen Jugendamt und Schulamt praktiziert.   
3.  Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt – Resümee und Ausblick 
Die Weiterentwicklung frühkindlicher Betreuungsstrukturen – insbesondere der 
Angebote für unter 3jährige Kinder -  wurde mit Inkrafttreten des Tagesbetreu- 
ungsausbaugesetzes (TAG) am 01.01.2005 erstmals forciert. In diesem wurde

14  
das Ausbauziel von bundesweit 300.000 weiteren Betreuungsplätzen bis zum 
Jahr 2010 definiert. Diese sollten sowohl in Tageseinrichtungen als auch die 
Tagespflege realisiert werden. Zum anderen wurde der Förderauftrag bezogen 
auf die Trias Erziehung, Bildung und Betreuung präzisiert und für alle Betreu- 
ungsstrukturen – Tageseinrichtungen und Tagespflege – als verbindlich erklärt. 
 
Ergänzt durch das zum 01.10.2005 in Kraft getretene Gesetz zur Weiterentwick- 
lung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) erfuhr insbesondere die Kindertages- 
pflege eine Aufwertung zu einer den Tageseinrichtungen gleichrangigen Betreu- 
ungsalternative für unter 3-jährige Kinder. Grundlage hierfür war u.a. die nun- 
mehr verbindlich vorgesehene Qualifizierung von Tagespflegepersonen nach 
standardisiertem Curriculum. 
 
Am 18.12.2008 trat das Kinderförderungsgesetz (Kifög) in Kraft, welches den 
Ausbau eines bedarfsgerechten Betreuungsangebotes für unter 3-jährige Kinder 
bis zum 15. Juli 2013 verbindlich vorschrieb und die Kommunen zu einem stu- 
fenweisen Ausbau verpflichtete. Zugleich wurde hiermit der nunmehr seit  dem 
01.08.2013 geltende, subjektive Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für 
Kinder zwischen dem vollendeten ersten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr 
verankert. 
 
Als bedarfsgerechtes Ausbauziel wurde zum damaligen Zeitpunkt eine 35%ige 
Versorgungsquote angenommen. Diese Annahme fußte auf den Ergebnissen der 
Kinderbetreuungsstudie 2006 des Deutschen Jugendinstituts 5, war jedoch 
gleichsam als Richtwert zu verstehen, da die lokalen sozio-ökonomischen Rah- 
menbedingungen unmittelbaren Einfluss auf die tatsächlich notwendigen, als 
bedarfsgerecht zu verstehende Angebotsstrukturen haben. Des Weiteren sollte 
die Realisierung der U3-Betreuungsangebote zu 70% in Tageseinrichtungen und 
30% in der Kindertagespflege geschehen.  
 
Flankiert wurde das  Kinderförderungsgesetz durch das Investitionsprogramm 
des Bundes "Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 – 2013“ (Volumen: 2,15 Milli- 
arden) sowie den Nachfolgeprogrammen „Kinderbetreuungsfinanzierung 2013 – 
2014“ (Volumen: 580,5 Millionen) und „Kinderbetreuungsfinanzierung 2015 – 
2018“ (Volumen: 550 Millionen). 
 
                                                           
5 Bien, Walter/ Rauschenbach, Thomas/ Riedel, Birgit (Hrsg.)(2006): Wer betreut Deutschlands Kinder? DJI-
Kinderbetreuungsstudie. Weinheim

15  
Das Bundessprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“ wurde kürzlich 
durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet und steht kurz vor der Umsetzung. 
Vorgesehen ist die Aufstockung der Fördertopfes um 1,126 Milliarden mit dem Ziel, 
die Schaffung weiterer 100.000 Betreuungsplätze bundesweit zu unterstützen. Erst- 
mals soll hierbei auch die Neuschaffung von Kindergartenplätzen zuschussfähig sein.  
3.1.  Bisherige Entwicklung des vorschulischen Betreuungsangebotes in Darm- 
stadt   
In den Jahren 2011 bis 2016 wurden in Darmstadt insgesamt 1.356 Betreu- 
ungsplätze geschaffen. Mehrheitlich handelt es sich um Betreuungsplätze für 
unter 3-jährige Kinder (57,6%), jedoch entstanden auch zahlreiche Kindergar- 
tenplätze (37,6%). Darüber hinaus wurden in geringem Umfang auch Hortplätze 
neu errichtet (4,8%), auf die jedoch im Weiteren nicht dezidiert eingegangen 
werden soll. 6  
 
Tab. 1: Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt 2011-2016 in Plätzen (absolut) 
Jahr U3-Plätze in … 
Ü3-Plätze 
Einrichtungen Kindertagespflege  
2011 150 rd. 64 45 
2012 208 62 125 
2013 45 34 80 
2014 130 11 220 
2015 40 4 40 
2016 33 0 0 
Darmstadt ge- 
samt 
606 175 510 
Quelle: Jugendhilfeplanung  –  eigene Berechnung; Stichtag 31.12.2016 
 
Unter Berücksichtigung der in 2017 in Betrieb genommenen Betreuungsange- 
bote (SGA Arheilgen, Waldorfkrippe Eberstadt) sowie der für 2017 projektierten 
Inbetriebnahmen (Kita Alnatura, Kiga Klausenburger Straße) steigt die Versor- 
gungsquote bei stabilen Einwohnerzahlen im U3-Bereich auf 44,1%, im Ü3-
Bereich auf 105,7%. 
Einschränkend zu dieser Annahme ist zu sagen, dass ausgehend von der Bevöl- 
kerungsprognose u.a. des Hessischen Statistischen Landesamtes für Darmstadt 
von einem weiteren, kontinuierlichen Bevölkerungszuwachs in den kommenden 
                                                           
6 Der vorliegende Bericht legt das Augenmerk auf die gesetzlich verpflichtenden Betreuungsstrukturen im vorschuli- 
schen Bereich (SGBVIII §24). Daher wird der Vollständigkeit halber zur Entwicklung der Horte an einzelnen Punkten, 
jedoch nicht umfassend und detailliert Stellung genommen. Es bedarf für diesen Betreuungssektor einer umfassen- 
den Betrachtung der Entwicklung sowohl der Hort- als auch Betreuungsoptionen an Schulen.  
Kernaussage  
In den Jahren 2011 bis 2016 
wurden insgesamt 1.356 
Betreuungsplätze in allen 
Bereichen geschaffen.

16  
Jahren auszugehen ist (vgl. Kapitel 3.2.2.).  
 
Es befinden sich darüber hinaus weitere 374 Betreuungsplätze in der Realisie- 
rung und werden in den kommenden Jahren in Betrieb genommen, unter ande- 
rem im Stadtquartier Lincoln.  
 
Tab. 2: Kinderbetreuungsausbau in Darmstadt 2017ff  
 
Quelle: Jugendhilfeplanung  –  eigene Darstellung; Stichtag 31.12.2016 
 
Es wird deutlich, dass die positive Ausbaubilanz der vergangenen Jahre von der 
Dynamik der Bevölkerungsentwicklung nahezu kompensiert wird. 
 Dies betrifft 
bereits jetzt den Bereich U3, wird sich jedoch in die anschließenden Betreu- 
ungssegmente Kindergarten und Schulkindbetreuung fortsetzen und ist dem- 
nach in den weiteren Planungen unbedingt zu berücksichtigen. 
 
3.2.  Voraussichtliche Entwicklung des Platzbedarfes 
3.2.1.  U3 – Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2016 
Der Anspruchsgruppe U3 werden die Altersjahrgänge 0 , 1 und 2 Jahre vollstän- 
dig zugerechnet. Die Anzahl der Kinder in der Anspr uchsgruppe bestimmt sich 
durch die Geburtenzahl und die Wanderungsbilanz ein es Jahres (Stichtag: je- 
weils 31.12.). 
    
  
Name Reg. Bez. Träger Plätze U3 Plätze Ü3 
2017 
Alnatura West Freier Träger 22 66 
SGA Arheilgen Sportkindergarten Arheilgen Freier Träg er 33 66 
Waldorfkrippe Eberstadt Freier Träger 11 0
Klausenburger Str,  (Interim) West Stadt Darmstadt 0 132 
2018 
Hedwig-Dohm-Haus II Nord-West Stadt Darmstadt 22 66 
Lincoln (Interim) Bessungen Stadt Darmstadt 33 66 
2020ff 
Lincon (Schule) Bessungen Stadt Darmstadt 22 88 
Lincoln (Quartierspark) Bessungen Stadt Darmstadt 55 88
Ausbauvolumen gemäß 
Beschlusslage (gesamt) 198 572

17  
 
Abb. 11.: U3-Jahrgänge nach Geburten und Stichtagen 2006-2016 (absolut) 
 
Quelle: Statistikstelle der Stadt Darmstadt; Jugend hilfeplanung – eigene Darstellung; Stichtag: 
31.12.2016 
 
Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre ist durc h einen kontinuierlichen 
Anstieg der U3-Kinderzahl gekennzeichnet. Dieser ve rlief in den Jahren 2006-
2009 zunächst sehr stark (+434), bedingt sowohl dur ch einen Geburtenanstieg 
als auch durch Zuwanderung. Im Jahr 2010 war bei gl eichbleibend hohem Ge- 
burtsniveau ein Rückgang der U3-Kinderzahl (-97) zu verzeichnen. In den Jahren 
2011 bis 2014 gab es einen kontinuierlichen, modera ten Zuwachs der Kinder- 
zahlen U3 (+57), wobei der Wert aus dem Jahr 2009 n icht erreicht wurde. Im 
Jahr 2016 nahm die Kinderzahl U3 schließlich nochma ls deutlich zu (+319) und 
stieg somit auf den Spitzenwert von 4.705 Kindern. 
 
3.2.2.  Ü3 – Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2016 
Der Anspruchsgruppe Ü3 werden die vollen  Altersjah rgänge 3, 4, 5 sowie der 
halbe 6. Altersjahrgang zugerechnet. Die Anzahl der  Kinder in der Anspruchs- 
gruppe, bestimmt sich durch die Geburtenzahl und di e Wanderungsbilanz 
(Stichtag: jeweils 31.12.). 
  
Kernaussage  
Die Zahl der Kinder unter 3 
Jahren ist seit 2011 konti- 
nuierlich gestiegen auf den 
Spitzenwert von 4.705 
Kindern in 2016.

18  
Abb.12.: Ü3-Jahrgänge nach Geburten und Stichtagen 2007-2016 (absolut)   
 
Quelle: Statistikstelle der Stadt Darmstadt; Jugend hilfeplanung – eigene Darstellung; Stichtag: 
31.12.2016 
 
Die Entwicklung der vergangenen Jahre ist durch ein en kontinuierlichen Anstieg 
der Ü3-Kinderzahl geprägt. Nachdem im Jahr 2008 zun ächst ein gravierender 
Rückgang der Kinderzahl gegenüber dem Vorjahr zu ve rzeichnen war (-493), ist 
seit dem Jahr 2009 ein erneuter, kontinuierlicher A nstieg bis zum Jahr 2015 
festzustellen (+613). Im Jahr 2015 nahm die Anzahl der 3 bis 6-Jährigen sehr 
deutlicher zu (+178). Dieser Trend setzte sich auch  im Jahr 2016 fort, auch 
wenn der Anstieg moderater als im Jahr zuvor ausfiel (+34).   
 
3.2.3.  Voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung 2016 – 2030 
Das Hessische Statistische Landesamt Hessen prognos tiziert in der Regionalen 
Bevölkerungsvorausberechnung 2014 – 2030 
7 hohe Zuwachsraten für die Alters- 
gruppen 0 – 3 Jahre (+ 12,6%) und 3 – 6 Jahre (+ 19 ,3%) für die Wissen- 
schaftsstadt Darmstadt. Der Betrachtungszeitraum um fasst die Jahre bis 2030 
und gibt somit eine erste Grundlage für die weitere  mittel- und langfristige Aus- 
bauplanung in Darmstadt. 
 
Demnach ist für die Altersklasse U3 (0 bis unter 3 Jahre) insbesondere in den 
nächsten drei bis vier Jahren von einem weiteren, s tarken Anstieg der Kinder- 
zahlen auszugehen. In den folgenden Jahren stabilis iert sich die Kinderzahl auf 
hohem Niveau, das aller Voraussicht nach über der d erzeitigen Kinderzahl in 
der Altersklasse U3 liegt (Stand 2016). 
                                                           
7 Hessisches Statistisches Landesamt , 2016: Bevölkerung in Hessen 2060, Regionalisierte Bevölkerungsvorausbe- 
rechnung für Hessen bis 2030 (Basisjahr: 31.12.2014) 
Kernaussage  
Die Zahl der Kinder zwi- 
schen 3 und 6,5  Jahren ist 
seit 2008 um  647 gestie- 
gen. 
   
Kernaussage  
Es ist von einem deutlichen 
Anstieg der Kinderzahl U3 
und Ü3 bis zum Jahr 2030 
auszugehen.

19  
 
Eine ähnliche Entwicklung lässt sich für die Alters klasse Ü3 (3 bis 6 Jahre) ab- 
leiten. Auch in dieser Altersklasse ist von einem z unächst deutlichen Anstieg der 
Kinderzahlen in den kommenden fünf bis sieben Jahre n auszugehen. Trotz an- 
schließend rückläufiger Entwicklung verbleibt die K inderzahl laut Prognose im 
Jahr 2030 ebenfalls deutlich über der derzeitigen Kinderzahl Ü3 (Stand 2016).       
 
Abb. 12.: Entwicklung der Alterskohorten 0 bis u3 J ahre sowie 3 bis 6 Jahre bis zum 
Jahr 2030 (Trend) 
 
Quelle: Statistisches Landesamt Hessen, Amt für Statistik und Stadtforschung; Jugendhilfeplanung – 
eigene Berechnung 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sieht sich somit v or der Herausforderung die 
soziale Infrastruktur und insbesondere die Angebote  der Kinderbetreuung ge- 
mäß der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung ad äquat weiter zu entwi- 
ckeln mit dem Ziel, die Bildungsgerechtigkeit zu st ärken und die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf voranzutreiben.  
 
Daher sollten Planungsräume mit bestehender Unterve rsorgung im Rahmen 
eines weiteren Ausbaus vorrangig bedient werden. Da rüber hinaus muss sich 
der Kinderbetreuungsausbau stets an der konkreten s tädtebaulichen Entwick- 
lung orientieren und bspw. im Kontext zur Entwicklu ng von Großprojekten mit- 
gedacht werden. Hierzu ist es auch notwendig die Pl anungszahl anhand der 
kommunalen Bevölkerungsprognose zu überprüfen, soba ld die entsprechenden 
Daten vorliegen.   
 
Die Umsetzung der bereits beschlossenen Ausbaumaßna hmen (vgl. 3.1) ist ein

20  
Baustein auf diesem Weg. Die Fortschreibung der Aus bauplanung wird inner- 
halb der Verwaltung kontinuierlich erarbeitet. Es b efinden sich gegenwärtig ver- 
schiedene weitere Ausbauoptionen in der Prüfung, u. a. in der Stadtmitte, in 
Eberstadt und im Planungsraum West.

21  
Anhang 
 
Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebi eten 
 
Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgeb ieten

22  
Anlage I: U3 – Versorgungslagen in den Planungsgebi eten 
 
Betreuung von unter 3jährigen Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege  
Planungsbezirk 0- unter 
3jährige  
Plätze (absolut) Quoten (in %)  
gesamt  davon: 
Krippe  
davon: Ta- 
gespflege 
Versorgungsquote 
(VQ)  
Anteil: Tagesein- 
richtungen  
Anteil: Ta- 
gespflege 
100 DA-MITTE 531 195 171 24 36,7 87,7 12,3 
200 DA -NORD  984  436  367  69  44,3  84,2  15,8  
300 DA -OST  389  152  102  50  39,1  67,1  32,9  
400 DA-BESSUNGEN  412 219 192 27 53,2 87,7 12,3 
500 DA -WEST  526  271  208  63  51,5  76,8  23,4  
Darmstadt -
Innenstadt 2.842 1.273 1.040  233 44,8 81,7 18,3 
600 DA -ARHEILGEN  528  253  166  87  47,9  65,6  34,4  
700 DA -EBERSTADT  712  243  131  112  34,1  53,9  46,1  
800 DA-WIXHAUSEN 221 89 50 
 
39 40,3 56,2 43,8 
900 DA -
KRANICHSTEIN 402 149 105 44 37,1 70,5 29,5 
Darmstadt -
Außenbezirke 1.863 734 452 282 39,4 61,6 38,4 
Stadtgebiet  
insgesamt 4.705 2.007 1.492  515 42,7 74,3 25,7

23  
Anlage II: Ü3 – Versorgungslagen in den Planungsgeb ieten  
 
Betreuung von 3-6,5jährigen Kindern in Tageseinrichtungen  
Planungsbezirk 3-6,5 
Jahre 
Plätze 
(absolut)  
Versorgungsquote 
(VQ) 
100 DA -MITTE  454  300  66,1  
200 DA -NORD  999  1.080  108,1  
300 DA -OST  393  438  111,5  
400 DA -BESSUNGEN  446  609  136,5  
500 DA -WEST  583  472  80,9  
Darmstadt -
Innenstadt 2.875 2.899 100,8 
600 DA -ARHEILGEN  605  661  109,3  
700 DA -EBERSTADT  874  833  95,3  
800 DA -WIXHAUSEN  195  202  103,6  
900 DA -
KRANICHSTEIN 563 480 85,3 
Darmstadt -
Außenbezirke 2.237 2.176 97,3 
Stadtgebiet  
insgesamt 5.112 5.075 99,3

2017/0213

3343 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
01.08.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0213 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2016  
 
Vorlage vom: 13.07.2017  
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung für das Jahr 2016 wird zur 
Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
 
Anlagen: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2016  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  13.07.2017  
 
Der vorliegende Bericht für das Jahr 2016 zum Versorgungsgrad in der 
Kindertagesbetreuung in Darmstadt schreibt die Berichte der vergangenen Jahre fort. 
Er gibt einen aktualisierten Überblick zur Entwicklung der U3- und Ü3-Betreuung und 
stellt diese sowohl in gesamtstädtischer als auch sozialräumlicher Perspektive dar. 
Berichtet wird insbesondere zu den derzeitigen Versorgungsquoten, zur Angebots- und 
Trägerstruktur sowie – unter Berücksichtigung bereits projektierter Vorhaben – zu den 
zukünftigen Ausbaunotwendigkeiten. 
 
Am 31.12.2016 liegt die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 42,7% (Vorjahr: 
45,1%). Die Versorgungsquote ist somit trotz eines Zugewinns an Betreuungsplätzen 
gesunken; Grund hierfür ist der Bevölkerungszuwachs in der Alterskohorte U3 im Jahr 
2016. Zur Erfüllung des individuellen Rechtsanspruches und aus planerischer Sicht 
wird in der prosperierenden Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Versorgungsquote von 
stadtweit 50% als bedarfsgerecht angesehen.  
 
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3 bis 6,5jährigen 
Kinder liegt zum Stichtag 31.12.2016 bei 99,3% (Vorjahr: 99,5%). Zurückzuführen ist 
diese Entwicklung auf die ebenfalls leicht gestiegene Anzahl der Kinder in der 
Alterskohorte 3 bis 6,5 Jahre. Aufgrund der mutmaßlich auch zukünftig steigenden 
Kinderzahlen und einer zunehmenden Anzahl von Integrationsmaßnahmen in dieser 
Altersgruppe ist die Versorgungsquote von 105% als Ausbauziel für den Ü3-Bereich 
definiert.  
 
In der ersten Jahreshälfte 2017 wurden zusätzlich 44 Krippenplätze sowie 66 
Kindergartenplätze in Betrieb genommen, so dass in beiden Segmenten U3 und Ü3 
eine Verbesserung der Versorgungslagen zwischenzeitlich erreicht werden konnte. 
 
Ein weiterer Platzzuwachs in den kommenden Jahren ist durch projektierte 
Maßnahmen sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich bereits heute gewährleistet. Die 
für Darmstadt prognostizierte Bevölkerungsentwicklung macht einen darüber 
hinausgehenden, weiteren Ausbau notwendig, der insbesondere sozialräumlich und 
konzeptionell fokussiert vorangetrieben werden sollte. 
 
 
Darmstadt, 13.07.2017 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin

anlage 2

3414 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
01.08.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Jugendamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
V 51 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0213 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
266 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2016  
 
Vorlage vom: 13.07.2017  
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung für das Jahr 2016 wird zur 
Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2016  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 09.08.2017 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.07.2017  
 
Der vorliegende Bericht für das Jahr 2016 zum Versorgungsgrad in der 
Kindertagesbetreuung in Darmstadt schreibt die Berichte der vergangenen Jahre fort. 
Er gibt einen aktualisierten Überblick zur Entwicklung der U3- und Ü3-Betreuung und 
stellt diese sowohl in gesamtstädtischer als auch sozialräumlicher Perspektive dar. 
Berichtet wird insbesondere zu den derzeitigen Versorgungsquoten, zur Angebots- und 
Trägerstruktur sowie – unter Berücksichtigung bereits projektierter Vorhaben – zu den 
zukünftigen Ausbaunotwendigkeiten. 
 
Am 31.12.2016 liegt die Versorgungsquote im U3-Bereich bei 42,7% (Vorjahr: 
45,1%). Die Versorgungsquote ist somit trotz eines Zugewinns an Betreuungsplätzen 
gesunken; Grund hierfür ist der Bevölkerungszuwachs in der Alterskohorte U3 im Jahr 
2016. Zur Erfüllung des individuellen Rechtsanspruches und aus planerischer Sicht 
wird in der prosperierenden Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Versorgungsquote von 
stadtweit 50% als bedarfsgerecht angesehen.  
 
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für die Altersgruppe der 3 bis 6,5jährigen 
Kinder liegt zum Stichtag 31.12.2016 bei 99,3% (Vorjahr: 99,5%). Zurückzuführen ist 
diese Entwicklung auf die ebenfalls leicht gestiegene Anzahl der Kinder in der 
Alterskohorte 3 bis 6,5 Jahre. Aufgrund der mutmaßlich auch zukünftig steigenden 
Kinderzahlen und einer zunehmenden Anzahl von Integrationsmaßnahmen in dieser 
Altersgruppe ist die Versorgungsquote von 105% als Ausbauziel für den Ü3-Bereich 
definiert.  
 
In der ersten Jahreshälfte 2017 wurden zusätzlich 44 Krippenplätze sowie 66 
Kindergartenplätze in Betrieb genommen, so dass in beiden Segmenten U3 und Ü3 
eine Verbesserung der Versorgungslagen zwischenzeitlich erreicht werden konnte. 
 
Ein weiterer Platzzuwachs in den kommenden Jahren ist durch projektierte 
Maßnahmen sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich bereits heute gewährleistet. Die 
für Darmstadt prognostizierte Bevölkerungsentwicklung macht einen darüber 
hinausgehenden, weiteren Ausbau notwendig, der insbesondere sozialräumlich und 
konzeptionell fokussiert vorangetrieben werden sollte. 
 
 
Darmstadt, 13.07.2017 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin

anlage 3

139 Zeichen

Punkt 25: Bericht zum Versorgungsgrad in der Kindertagesbetreuung 2016 
 (V-Nr. 2017/0213) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (4)

TOP 25
TOP 8
TOP 9 zur Kenntnis
TOP 266

Orte (2)

  • Klausenburger Straße
  • Oberstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2017/0213
Typ
Magistratsvorlage
Datum
13.07.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00