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SV-2024/0034

Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 9. September 2024 betr. Erhalt des OHA Osthangs

Antrag 10.09.2024

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SV-2024/0034

5347 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2024/0034 
 
 
Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 9. September 2024 betr. Erhalt des OHA 
Osthangs 
 
 
 
 
 
 
 
Pützerstraße 6 
64287 Darmstadt 
www.uffbasse-darmstadt.de 
 
 
 
Darmstadt, 09.09.2024 
 
Antrag: Erhalt des OHA Osthangs 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten,  
 
den Kulturverein OHA e.V. am Standort Mathildenhöhe zu erhalten und die kulturellen 
Angebote in das Marketingkonzept für das Welterbe Mathildenhöhe als „alternatives Welterbe – 
Kunst und Kultur an der Mathildenhöhe“ werbewirksam aufzunehmen. 
 
Maßnahme 1: 
• die Pläne für einen Neubau des Besucherzentrums an der Mathildenhöhe 
(Bebauungsplan O32.1) werden gestoppt  
• es wird ein Prüfverfahren eingeleitet mit dem Ziel, das Besucherzentrum in 
repräsentativer Funktion im baulichen Bestand in einer der vorhandenen Jugendstil-
Villen repräsentativ unterzubringen 
• der OHA Osthang wird als unkommerzieller Kulturraum mitsamt seinen Grünflächen 
erhalten und gefördert 
Maßnahme 2: 
• Sollte es nicht möglich sein, das Besucherzentrum in einer der Jugendstil Villen 
unterzubringen, wird geprüft, ob der Verein OHA e.V. mitsamt seinem Angebot auf den 
unteren Terrassen des Osthangs erhalten bleiben kann und das Gebiet nicht als Zugang 
zum Besucherzentrum bzw. zur Mathildenhöhe erschlossen wird.  
Begründung: 
 
Die neuen Pläne für das Informationszentrum/Besucherzentrum an der Mathildenhöhe liegen 
vor. Hier zeigt sich: Zeitweise „in Stein gemeißelte“ Pläne sind nie alternativlos. Nach der jetzt 
radikalen Schrumpfkur für das Besuchszentrum, fordern wir einen Stopp der Pläne für einen 
Neubau – und damit den Erhalt des Kulturprojektes OHA Osthang e.V.. 
Den OHA Osthang gilt es als beliebten und etablierten Raum für junge, unabhängige, 
unkonventionelle und unkommerzielle Kultur unbedingt zu erhalten und zu fördern. Seit seiner 
Formierung 2014 hat sich dieser als besonders lebhafter Kulturort etabliert. Mit offenem 
Charakter lädt das Team zu Partizipation ein und schafft so für viele Menschen nicht nur die 
Möglichkeit Kultur zu erleben, sondern auch aktiv mitzugestalten. Das Programm ist 
niedrigschwellig konzipiert und ermöglicht bei freiem Eintritt breite Teilhabe unabhängig des 
Einkommens. Design, Kunst, Architektur, Film, Tanz, Theater, Konzert, Workshops oder 
Fotografie – all das findet am OHA Osthang Raum und Publikum. Für den Verein OHA e.V. gibt 
es keinen anderen Platz in Darmstadt, der auch nur annähernd diese Möglichkeiten bietet und 
so zentral liegt.

2 
Vormals waren für das geplante Informationszentrum knapp 900 qm Gesamtfläche 
veranschlagt, jetzt soll der Bau mit weniger als der Hälfte der Fläche auskommen können: 
400qm sollen reichen. 
Wenn ein Bauvorhaben so deutlich schrumpfen kann, lassen sich auch andere Lösungen 
finden. Als Uffbasse fordern wir daher, das Informationszentrum nicht in einem Neubau 
unterzubringen, sondern in einer der bestehende Jugendstil Villen an der Mathildenhöhe 
repräsentativ unterzubringen. Zum Beispiel im Haus Deiters oder in der Villa Ostermann (auch 
bekannt als Designhaus). Das Haus Deiters wird derzeit zur Unterbringung des Kulturamts 
genutzt. Die Villa Ostermann ist im Besitz der Hochschule Darmstadt. Für diese Nutzungen 
lassen sich sicherlich Alternativen finden – und welches Gebäude könnte repräsentativer sein 
und das Thema „Jugendstil“ besser vermitteln als eine der zum Welterbe gehörenden Villen? 
Wenn es gelingt, das Informationszentrum im baulichen Bestand repräsentativ zu integrieren, 
wird nicht nur der OHA Osthang erhalten und die Versiegelung von Grünflächen verhindert. Die 
Angebote des OHA Osthangs sind eine wertvolle Ergänzung für die Besucher*innen des 
Welterbe Mathildenhöhe. Der Verein wäre gerne bereit, sein Angebot auszubauen, um noch 
mehr Menschen anzusprechen. Verschiedene Kooperationen zwischen der Stadt und dem OHA 
e.V., wie jetzt auch Ende September zum Welterbefest, verdeutlichen den Gewinn im Konzept 
des Welterbes, wenn der OHA Osthang erhalten bleibt.  
Neben dem Erhalt des OHA Osthangs wäre die Stadt vor finanziellen Risiken geschützt. Der 
Bebauungsplan O32.1 sieht einen Baustart im dritten Quartal 2025 vor. Bereits jetzt ist der 
Bausektor von extremen Preissteigerungen und Unwägbarkeiten gezeichnet, während die 
Haushaltslage unserer Kommune stark angespannt ist.  
Im Rahmen des Architekturwettbewerbs wurden die Baukosten 2018 mit 7,6 Millionen Euro 
skizziert. Seitdem hat sich der Baupreisindex für um mehr als 46 Prozent erhöht. Jetzt werden 
die Baukosten nicht mehr im „nur“ hohen einstelligen Millionenbereich liegen. Heute müssten 
mindestens 11 Millionen Euro verplant werden. Auch die zugesagten Drittmittel der Familie 
Merck (3,5 Millionen Euro) und 4,5 Millionen an Bundesmitteln für „Nationale Projekte des 
Städtebaus“ können diese Mehrbelastung für den Darmstädter Haushalt nicht auffangen.  
Ob sich die Veränderung der Baupläne, die Verkleinerung der Grundfläche merklich auf die 
Baukosten auswirkt, ist derzeit unklar. Klar ist hingegen: Die Kosten und Folgen für den Bau 
des Informationszentrums sind nicht absehbar und bergen ein unkalkulierbares finanzielles 
Risiko für Darmstadt. 
 
Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank.  
 
Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz

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Punkt 14: Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 9. September 2024 betr. Erhalt des OHA 
Osthangs 
 (V-Nr. SV-2024/0034) 
 
Der Antrag wird abgelehnt. 
 
Gegen die Ablehnung: UFFBASSE, Die Linke. und AfD sowie 
Stadtve. Dietrich (FW) und Stadtv. Pingel (Die Partei) 
Stimmenthaltung:  1 Stimme aus UWIGA/WGD

Beratungsverlauf (1)

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Orte (1)

  • Pützerstraße 6

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2024/0034
Typ
Antrag
Datum
10.09.2024
Erstellt
29.09.2026 00:00