2019/0336
Realisierungswettbewerb Ostbahnhof; Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses zur Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof
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2019/0336
5428 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
23.10.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Mobilitätsamt
Finanzverwaltung
Grünflächenamt
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0336
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-001-4010 Investitionsnummer: 17061-4002
Kostenträger: 5110-21 Sachkonto: 0953010
Betreff: Realisierungswettbewerb Ostbahnhof; Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses zur
Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof
Vorlage vom: 17.10.2019
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Durchführung des Verhandlungsverfahrens und der
Beauftragung von Planungsleistungen nach § 80 Vergabeverordnung über die Vergabe
öffentlicher Aufträge (VgV) zur Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses im Bereich des
Umfelds Ostbahnhof zu.
2. Die zur Erteilung von Planungsleistungen voraussichtlich erforderlichen Mittel in Höhe von
geschätzten 500.000 € (alle Leistungsphas en nach Honorarordnung Architekten und
Ingenieure) stehen beim Stadtplanungsamt unter der Kostenstelle 061 -001-4010 und der
Investitionsnummer 17061 -4002 zur Verfügung.
Anlagen: Wettbewerb LGS 2022_Ergebnis
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.10.2019
Ende März 2017 wurde der europaweite landschaftsarchitektonische Realisierungs -
wettbewerb Landesgartenschau 2022 mit Ideenteil ausgelobt. Gegenstand des Wettbewerbs
war als wichtiges Teilprojekt die Neugestaltung des Umfelds des Ostbahnhofs. Trotz
zwischenzeitlicher Absage der Landesgartenschau 2022 wurde das bereits begonnene
Wettbewerbsverfahren aus rechtlichen Gründen zum Abschluss gebracht. Lösungsvorschläge
zur verkehrlichen, freiraumplanerischen und städtebaulichen Verbesserung der Situation am
Ostbahnhof waren zu erarbeiten . Ziel war es dabei ebenfalls, den östlichen Stadteingang,
auch im Hinblick auf die laufende Welterbebewerbung für die Mathildenhöhe aufzuwerten.
Nicht zuletzt stellen d ie Flächen rund um den Ostbahnhof einen wichtigen Baustein de s
Mobilitätskonzeptes der möglichen Welterbestätte dar. So sollen dort Bushaltestellen, eine
Mobilitätsstation sowie ein Café und öffentliche Toiletten entstehen.
Am 24.08.2017 fand die Preisgerichtssitzung statt, die 3 Preise und 3 Anerkennungen hervor
brachte:
1. Preis Büro RMP Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekten, Bonn
2. Preis Büro Planorama Landschaftsarchitektur Berlin
3. Preis Büro geskes.hack Landschaftarchitekten GmbH, Berlin.
Die Dokumentation des Wettbewerbsergebnisses zur Landesgartenschau 2022 ist a ls Anlage
dieser Vorlage beigefügt.
Nach haushaltsbedingter Absage der Landesgartenschau durch die Wissenschaftsstadt
Darmstadt konnte das Teilprojekt „Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof“ in das
Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen werden. N achdem nun
verschiedene Fragestellungen zur Verkehrsführung rund um den Ostbahnhof geklärt werden
konnten (veränderter Anschluss des Fiedlerweges an die B 26 und Einrichtung einer Busspur)
soll das Ergebnis des Wettbewerbs für den Teilbereich Ostbahnhof nu n umgesetzt werden.
Hierzu ist es erforderlich mit den 3 Preisträgern ein Verhandlungsverfahren gemäß § 17
Vergabeverordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) durchzuführen. Dabei
werden Eignungskriterien, Bürostruktur, Herangehensweise an die A ufgabenstellung sowie
die Honorarvorstellung der mit Preisen ausgezeichneten Büros geprüft, verglichen und
bewertet. Danach kann die Auftragsvergabe an das am besten geeignete Planungsbüro
erfolgen. Zunächst werden ausschließlich Grundlagenermittlung und V orentwurfsplanung
(Leistungsphasen 1 und 2 HOAI) beauftragt. Die abgeschlossene Vorentwurfsplanung wird
dann der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt.
Die Maßnahme „Umgestaltung Ostbahnhof“ ist im Integrierten Städtebaulichen
Entwicklungskonzept zum Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof
aufgeführt, welches von der Stadtverordnetenversammlung am 17. Mai 2018 zur
Realisierung beschlossen wurde.
- 4 -
Die Finanzierung der Planungs - und Bauleistungen erfolgt über das Förderp rogramm
„Stadtumbau in Hessen“. Aktuell sind 4 Millionen aus dem Förderprogramm vorhanden.
Diese werden in den betreffenden Haushaltsjahren in den Haushalt eingeplant.
Darmstadt, den 21.10.2019
Dezernat I Dezernat III
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dez ernat V
André Schellenberger Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
Anlage: Dokumentation Wettbewerbsergebnis Landesgartenschau 2022
anlage 3
280 Zeichen
Punkt 17: Realisierungswettbewerb Ostbahnhof; Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses zur Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof (V-Nr. 2019/0336) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen AfD und FDP
anlage 5
240 Zeichen
Punkt 25: Realisierungswettbewerb Ostbahnhof; Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses zur Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof (V-Nr. 2019/0336) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: AfD, UWIGA und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)
anlage 4
285 Zeichen
Punkt 28: Realisierungswettbewerb Ostbahnhof; Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses zur Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof (V-Nr. 2019/0336) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: UWIGA Stimmenthaltung: AfD und FDP
anlage 2
5480 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
23.10.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Mobilitätsamt
Finanzverwaltung
Grünflächenamt
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 68
III 61
IV 20
V 67
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0336
Magistratsbeschluss-Nr.
421
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-001-4010 Investitionsnummer: 17061-4002
Kostenträger: 5110-21 Sachkonto: 0953010
Betreff: Realisierungswettbewerb Ostbahnhof; Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses zur
Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof
Vorlage vom: 17.10.2019
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat stimmt der Durchführung des Verhandlungsverfahrens und der
Beauftragung von Planungsleistungen nach § 80 Vergabeverordnung über die Vergabe
öffentlicher Aufträge (VgV) zur Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses im Bereich des
Umfelds Ostbahnhof zu.
2. Die zur Erteilung von Planungsleistungen voraussichtlich erforderlic hen Mittel in Höhe von
geschätzten 500.000 € (alle Leistungsphasen nach Honorarordnung Architekten und
Ingenieure) stehen beim Stadtplanungsamt unter der Kostenstelle 061 -001-4010 und der
Investitionsnummer 17061-4002 zur Verfügung.
- 3 -
Anlagen: Wettbewerb LGS 2022_Ergebnis
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 30.10.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.10.2019
Ende März 2017 wurde der europaweite landschaftsarchitektonische Realisierungs -
wettbewerb Landesgartenschau 2022 mit Ideenteil ausgelobt. Gegenstand des Wettbewerbs
war als wichtiges Teilprojekt die Neugestaltung des Umfelds des Ostbahnhofs. Trotz
zwischenzeitlicher Absage der Landesgartenschau 2022 wurde das bereits begonnene
Wettbewerbsverfahren aus rechtlichen Gründen zum Abschluss gebracht. Lösungsvorschläge
zur verkehrlichen, freiraumplanerischen und städtebaulichen Verbesserung der Situation am
Ostbahnhof waren zu erarbeiten. Ziel war es dabei ebenfalls, den östlichen Stadteingang,
auch im Hinblick auf die laufende Welterbebewerbung für die Mathildenhöhe aufzuwerten.
Nicht zuletzt stellen die Flächen rund um den Ostbahnhof einen wichtigen Baustein de s
Mobilitätskonzeptes der möglichen Welterbestätte dar. So sollen dort Bushaltestellen, eine
Mobilitätsstation sowie ein Café und öffentliche Toiletten entstehen.
Am 24.08.2017 fand die Preisgerichtssitzung statt, die 3 Preise und 3 Anerkennungen hervor
brachte:
1. Preis Büro RMP Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekten, Bonn
2. Preis Büro Planorama Landschaftsarchitektur Berlin
3. Preis Büro geskes.hack Landschaftarchitekten GmbH, Berlin.
Die Dokumentation des Wettbewerbsergebnisses zur Landesgartenschau 2022 ist a ls Anlage
dieser Vorlage beigefügt.
Nach haushaltsbedingter Absage der Landesgartenschau durch die Wissenschaftsstadt
Darmstadt konnte das Teilprojekt „Neugestaltung des Umfelds Ostbahnhof“ in das
Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen werden. N achdem nun
verschiedene Fragestellungen zur Verkehrsführung rund um den Ostbahnhof geklärt werden
konnten (veränderter Anschluss des Fiedlerweges an die B 26 und Einrichtung einer Busspur)
soll das Ergebnis des Wettbewerbs für den Teilbereich Ostbahnhof nu n umgesetzt werden.
Hierzu ist es erforderlich mit den 3 Preisträgern ein Verhandlungsverfahren gemäß § 17
Vergabeverordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) durchzuführen. Dabei
werden Eignungskriterien, Bürostruktur, Herangehensweise an die A ufgabenstellung sowie
die Honorarvorstellung der mit Preisen ausgezeichneten Büros geprüft, verglichen und
bewertet. Danach kann die Auftragsvergabe an das am besten geeignete Planungsbüro
erfolgen. Zunächst werden ausschließlich Grundlagenermittlung und V orentwurfsplanung
(Leistungsphasen 1 und 2 HOAI) beauftragt. Die abgeschlossene Vorentwurfsplanung wird
dann der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt.
Die Maßnahme „Umgestaltung Ostbahnhof“ ist im Integrierten Städtebaulichen
Entwicklungskonzept zum Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof
aufgeführt, welches von der Stadtverordnetenversammlung am 17. Mai 2018 zur
Realisierung beschlossen wurde.
Die Finanzierung der Planungs- und Bauleistungen erfolgt über das Förderp rogramm
„Stadtumbau in Hessen“. Aktuell sind 4 Millionen aus dem Förderprogramm vorhanden.
Diese werden in den betreffenden Haushaltsjahren in den Haushalt eingeplant.
Darmstadt, den 21.10.2019
Dezernat I Dezernat III
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dez ernat V
André Schellenberger Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
Anlage: Dokumentation Wettbewerbsergebnis Landesgartenschau 2022
anlage 1
151599 Zeichen
Dokumentation
Offener einphasiger
landschaftsarchitektonischer
Realisierungswettbewerb mit Ideenteil,
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Wissenschaftsstadt Darmstadt
1
Stadtbauplan
Rheinstraße 40 - 42
64283 Darmstadt
vertreten durch:
Herrn Günter Reeg
Telefon: 06151 - 99 57 0
Fax: 06151 - 99 57 30
E-Mail: lagada@stadtbauplan.de
Bearbeitung:
Frau Eva Baumgarten-Weng
Frau Stefanie Buchholz
Frau Andrea Macioszek
Herr Carsten Schlosser
Frau Chantal Schuchmann
Wettbewebsbetreuung/
Dokumentation
in Zusammenarbeit mit:
Landschaftsarchitektur und Ökologie
Ludwigshöhstraße 13
64285 Darmstadt
Ansprechpartner:
Frau Angela Bezzenberger
Telefon: 06151 - 94 64 0
Fax: 06151 - 94 64 19
Impressum
Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Grünflächenamt
Bessunger Straße 125
64295 Darmstadt
Ansprechpartner:
Frau Doris Fath
Frau Ingrid Pilz
Darmstadt, Januar 2018
2
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Wettbewerbsgebiet 5
Wettbewerbsaufgabe 7
Wettbewerbsverfahren 8
Preisgericht 9
Preisträger 12
Anerkennung 44
Weitere Beiträge 52
3
Vorwort
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im
Jahr 2014 beschlossen, sich um die Durch-
führung der Landesgartenschau im Jahr
2022 zu bewerben und im Jahr 2016 dafür
auch den Zuschlag erhalten. Nach einer
mehrmonatigen Vorbereitungsphase fand im
Februar 2017 eine Bürgerbeteiligungsveran-
staltung in Kooperation mit der Schaderstif-
tung statt, in der zahlreiche Bürgerinnen und
Bürger sowie Interessenvertretungen ihre
Ideen und Anregungen eingebracht haben.
Diese wurden in die Auslobungsunterlagen
eingearbeitet und der Wettbewerb im März
2017 als offener einphasiger landschaftsar-
chitektonischer Realisierungswettbewerb
mit Ideenteil ausgelobt.
Aufgrund der nicht vorhersehbaren Ent-
wicklung der städtischen Finanzen traf der
Magistrat den Beschluss, das Großprojekt
aus finanziellen Gründen abzusagen. Eine
solche Entscheidung fällt niemandem leicht
und trifft die bis dahin Beteiligten hart. Daher
sei auch an dieser Stelle nochmals allen,
die sich professionell oder ehrenamtlich für
die Landesgartenschau engagiert haben,
herzlich für ihren großen Einsatz gedankt.
Die Absage der Landesgartenschau fiel in
die Phase des laufenden Wettbewerbs. Da-
raufhin wurden die Wettbewerbsleistungen
auf Planungsbeiträge für die Daueranlagen
im Landesgartenschaugebiet und für das
Ostbahnhofumfeld reduziert. Auf die tempo-
rären Beiträge zur Ausrichtung des Events
Landesgartenschau sowie auf Ideenteile
wurde komplett verzichtet. Die Preisgelder
wurden vollumfänglich ausgeschüttet.
Auch wenn die Landesgartenschau abgesagt
wurde, so ändert dieser Umstand nichts an
der ursprünglichen übergeordneten Zielset-
zung für das Projekt. Denn trotz der vorhan-
denen naturräumlichen Ausstattung und
dem bedeutenden bau- und gartenkulturellen
Erbe, besteht weiterhin erheblicher Hand-
lungsbedarf bei der zukünftigen Stadtgestal-
tung und Entwicklung im Osten der Stadt.
Denn Darmstadt ist eine stark wachsende
Stadt mit all den Herausforderungen, die
ein solches Wachstum bei einer Innenver-
dichtung mit sich bringt. Die vorhandenen
Grünzüge und Parkanlagen sollen daher auch
unabhängig von der Landesgartenschau
künftig besser miteinander vernetzt und
aufgewertet, vorhandene Barrieren abgebaut
bzw. neue Verbindungen geschaffen wer-
den. Ein Großteil der geplanten Investitionen
war ohnehin für notwendige Stadtreparatu-
ren und Sanierungen vorgesehen. Vor allem
das Ostbahnhof-Umfeld bedarf aus freiraum-
und stadtplanerischer Sicht als Verkehrskno-
tenpunkt und Stadtentree einer dringend
notwendigen Aufwertung. Es ist auch nach
wie vor politische Zielsetzung, dieses Projekt
zeitnah umzusetzen.
Der Wettbewerb erfolgte auf Grundlage der
Regeln für die Durchführung von Archi-
tektenwettbewerben (RPW 2013). Beim
Wettbewerbsverfahren wurde das Grünflä-
chenamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt
durch das Darmstädter Büro Stadtbauplan
unterstützt. Insgesamt wurden 14 Arbeiten
eingereicht. Das Preisgericht unter dem
Vorsitz von Prof. Till Rehwaldt aus Dresden
tagte am 24. August 2017. Die Jury aus
fach- und sachverständigen Landschaftsar-
chitekten und Verkehrs- und Stadtplanern,
Vertretern aus Politik und Verwaltung,
Interessenvertretern und drei ausgewählten
Bürgerinnen und Bürgern diskutierte die
eingereichten Entwürfe kompetent und
sachkundig.
Mit dem 1. Preis wurde das Büro RMP
Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
aus Bonn prämiert, das das Preisgericht
einstimmig überzeugt hat. Hervorzuheben
4
ist bei diesem Entwurf die konsequente
Vernetzung der Teilbereiche und die vorge-
schlagenen Ergänzungen, die die Qualität
und Erlebbarkeit der Freiräume ebenso
steigern wie deren Nutzbarkeit verbessern.
Der Entwurf des ersten Preisträgers besticht
vor allem auch durch seinen überzeugenden
Gestaltungsvorschlag zum Ostbahnhof-Um-
feld. Den 2. Preis erhielt das Büro Planorama
Landschaftsarchitektur aus Berlin, das mit
seiner Arbeit die räumlichen Qualitäten der
unterschiedlichen Orte sehr gut herausge-
arbeitet hat und damit langfristig ein gutes
Grundgerüst für die weitere Entwicklung
bieten kann. Der 3. Preis ging schließlich an
das Büro geskes.hack Landschaftsarchitek-
ten GmbH in Berlin, dem vom Preisgericht
bescheinigt wurde, mit eher punktuellen
Eingriffen auf gelungene Weise eine positive
Vernetzung von Freiflächen und Stadt zu
erreichen.
Dr. Barbara Boczek
Stadträtin
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Unter der Voraussetzung, dass Mittel für
Planung und Realisierung im Haushalt 2018
ff zur Verfügung stehen, werden in den an-
stehenden Verhandlungsgesprächen mit den
Preisträgern zunächst alle Fragen zur Reali-
sierung geklärt, um weitere Planungsschritte
einleiten und durchführen zu können.
Mit dem Ergebnis des Wettbewerbs ist eine
hervorragende Grundlage gelegt worden,
um insbesondere das Ostbahnhofumfeld,
das viele Jahrzehnte vernachlässigt wurde,
endlich aufzuwerten und Bürgerinnen und
Bürgern wie auch Besucherinnen und Besu-
chern der Stadt ein attraktives Stadtentree
zu bieten. Dies ist vor allem auch vor dem
Hintergrund der Weltkulturerbebewerbung
für die Mathildenhöhe von herausragender
Bedeutung. Ich freue mich auf diese nun vor
uns liegende Aufgabe.
Vorwort
5
Großer WoogRudolf-Mueller-Anlage
Park Rosenhöhe OberfeldMathildenhöhe
Ostbahnhof
Botanischer Garten
TSG Sportanlagen
Mercksplatz
Wettbewerbsgebiet
Landesgartenschau 2022
Realisierungsbereich
Daueranlagen
Realisierungsbereich
Ausstellungsanlagen
Realisierungsbereich
Ostbahnhof
Ideenteile
Geltungsbereich des Wettbewerbs
Wettbewerbsgebiet
6
Wettbewerbsgebiet
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine
wirtschaftlich prosperierende Großstadt im
Rhein-Main-Gebiet mit einer besonderen
Natur- und Kulturlandschaft. Diese zeichnet
sich u.a. durch das Jugendstilensemble
Mathildenhöhe, die denkmalgeschützten
Parkanlagen Herrngarten, Orangerie, Rosen-
höhe, den innerstädtischen Badesee Woog,
den Waldgürtel, die Streuobstwiesen sowie
das Schloss im Herzen der Stadt aus.
Im Rahmen der Erarbeitung der Mach-
barkeitsstudie hatte sich bereits im Jahr
2001/2002 der Darmstädter Osten als poten-
tieller Standort für die Durchführung einer
Landesgartenschau heraus kristallisiert. Mit
den Kernbereichen Woogspark (Rudolf-Mu-
eller-Anlage, Großer Woog) und Rosenhöhe/
Oberfeld sowie den Erweiterungsbereichen
Residenzschloss, Herrngarten, Erich-
Ollenhauer-Promenade und Olbrichweg/
Mathildenhöhe bietet die Entwicklung eines
„grünen Rings“ aufgrund der Vielschichtig-
keit der vorgesehenen einzelnen Projekte
und Maßnahmen eine Verbesserung der
Anbindung der Innenstadt sowie der umlie-
genden Stadtquartiere an die Freizeit- und
Erholungsangebote der Grünräume. Ein
zentrales Anliegen der Stadt Darmstadt ist
dabei auch die qualitative Aufwertung des
Umfeldes rund um den Ostbahnhof, der als
Stadtentree und Verkehrsknotenpunkt eine
wichtige Bedeutung vor allem auch mit Blick
auf das laufende Bewerbungsverfahren zur
Anerkennung der Mathildenhöhe als Welter-
bestätte besitzt.
Der Wettbewerb wurde als Realisierungs-
wettbewerb mit Ideenteil ausgelobt. Der
Realisierungsteil umfasst das Daueranlagen-
konzept für die beiden Teilbereiche Rudolf-
Mueller-Anlage/Großer Woog/und Teile
des TSG-Geländes westlich der Bahnlinie/
B26 sowie dem Park Rosenhöhe mit einem
Teil des angrenzenden Oberfeldes jenseits
der Bahn. Dazwischen liegt der Bereich
des Ostbahnhofumfeldes. Für den engeren
Bereich des Ostbahnhofumfeldes ist eine
Realisierung vorgesehen. Die Kernbereiche
des TSG-Areals, der westliche Mercksplatz
sowie ein Teil der privaten Flächen im Park
Rosenhöhe waren Bestandteil der Auslo-
bung im Ideenteil.
Ostbahnhofumfeld nördlich des denkmalgeschütz-
ten Bahnhofsgebäudes
Ostbahnhofumfeld
7
Wettbewerbsaufgabe
Die Landesgartenschau wurde als Projekt
ins Leben gerufen, um die vorhandenen
städtebaulichen und strukturellen Defizite
insbesondere im Bereich Ostbahnhof/TSG/
Woog/Mercksplatz abzubauen und den
Erhaltungszustand von Park Rosenhöhe und
Rudolf-Mueller-Anlage nachhaltig zu verbes-
sern. Die Verbesserung der Wegeverbindun-
gen zwischen den einzelnen Stadtquartieren,
der Innenstadt, dem Landesgartenschauge-
biet und den Erholungsräumen im Darm-
städter Osten sollten es Fußgängern und
Radfahrern ermöglichen, sich lärmreduziert,
gefahrlos und erlebnisreich durch die Stadt
zu bewegen.
Im Bereich der Rudolf-Mueller-Anlage
wurden Vorschläge zur Verbesserung des
Wegenetzes, der Vegetationsstruktur und
der Spiel- und Sportinfrastruktur erwartet,
damit sich die Aufenthaltsqualität auf Dauer
verbessert und sich der Pflegeaufwand
durch die Wahl geeigneter Materialien und
Gestaltungsvorschläge minimiert.
Der Bereich der Woogsparklandschaft rund
um den Großen Woog war unter Einbezie-
hung der Beckstraße und des Froschweges
gestalterisch aufzuwerten. Der Konflikt von
Fußgängern und Radfahrern im Bereich der
Kinderspielplätze war zu entschärfen und
das Potenzial, das der innerstädtische Ba-
desee im stadträumlichen Gefüge birgt, soll
gehoben werden, ohne ihn als eintrittspflich-
tiges Badegewässer in Frage zu stellen.
Der Bereich rund um die Tennishalle und
das Areal zwischen Heinrich-Fuhr-Straße und
Darmbach soll durch Sport- und Bewe-
gungsangebote sowie Trendsportarten und
Angebote für den vereinsungebundenen
Sport unter Berücksichtigung von Lärm-
schutzvorschriften attraktiver gestaltet
werden.
Die Flächen am Ostbahnhof sind gestalte-
risch wie verkehrstechnisch neu zu ordnen.
Zur besseren Orientierung ist die Wegefüh-
rung zwischen dem TSG-Areal über den Ost-
bahnhof zur Rosenhöhe zu verdeutlichen,
um Passanten besser lenken zu können. Die
provisorischen Parkplätze werden aufgege-
ben und die Fläche als Platzfläche mit Auf-
enthaltsqualität hergerichtet. Auf der Fläche
ist eine Mobilitätsstation (Fahrradparkhaus,
Verleihstation für Fahrräder) in Verbindung
mit einer Restauration geplant. Auf dem
Vorplatz des Ostbahnhofes am Schwarzwal-
dring soll eine Bushaltestelle für Shuttlebus-
se und zwei Regionalbuslinien angelegt wer-
den. Der Bunker soll als Fledermausquartier
erhalten bleiben. Die Wegeverbindung vom
Ostbahnhof zum Seitersweg ist als Grünzug
attraktiv zu gestalten.
Die Grundstruktur des Parks Rosenhöhe soll
unverändert erhalten bleiben. Der derzeiti-
ge Erhaltungszustand (Ränder des Parks,
Wege, Stauden- und Rosenbeete) ist jedoch
zu verbessern und es sind Vorschläge zur
Ergänzung des vorhandenen Wegenetzes
denkbar.
Aufgrund der Absage des Projektes Landes-
gartenschau hat die Stadt Darmstadt auf den
temporären Ausstellungsteil in der Wettbe-
werbsaufgabe verzichtet.
8
Wettbewerbsverfahren
Für die Durchführung der Landesgarten-
schau Darmstadt 2022 hatte die Stadt
Darmstadt einen offenen einphasigen land-
schaftsarchitektonischen Realisierungswett-
bewerb mit Ideenteil nach den Richtlinien für
Planungswettbewerbe (RPW 2013) ausge-
lobt. Das Verfahren wurde in Abstimmung
mit der Architekten- und Stadtplanerkammer
Hessen durchgeführt.
Der Prozess zur Durchführung der Landes-
gartenschau wurde durch einen breit ange-
legten Planungs- und Beteiligungsprozess
gestartet. So wurden am 11. Februar 2017
mehrere Führungen durch das Landesgar-
tenschaugebiet durchgeführt. Die Bürger-
beteiligungsveranstaltung zur Vorbereitung
des Wettbewerbs fand am 18. Februar 2017
mit großer Beteiligung im Schaderforum
statt. Die Bürgerinnen und Bürger konnten
sich bei den Anforderungen einbringen. Die
Ergebnisse dieser Veranstaltung sind in den
Auslobungstext eingeflossen.
Insgesamt haben 14 Planungsbüros Ihre
Beiträge eingereicht. Eine Jury aus sach-
und fachkundigen Preisrichter/innen,
sachverständigen Berater/innen und Bür-
gervertretungen beurteilte die Qualität der
eingereichten Arbeiten im Hinblick auf die
Aufgabenstellung.
Das Preisgericht unter Vorsitz von Till
Rehwaldt aus Dresden tagte am 24. August
2017.
Die Kriterien für die Beurteilung der Wettbe-
werbsbeiträge waren:
- Leitidee und Grundkonzept
- gestalterische und freiraumplanerische
Qualität (Vernetzung)
- städtebauliche Qualität (Einfügung in
das städtebauliche Umfeld)
- Funktionalität
- Barrierefreiheit
- Ressourceneffizienz/Nachhaltigkeit
- Technische und wirtschaftliche
Realisierbarkeit
Es wurden Preise und Anerkennungen in
Höhe von 220.000 Euro (gerundet) ausgelobt
(zzgl. Mehrwertsteuer):
1. Preis 88.000 Euro
2. Preis 55.000 Euro
3. Preis 33.000 Euro
sowie für
Anerkennungen 44.000 Euro.
9
Preisgericht
Fachpreisrichter
1. Herr Till Rehwaldt,
Landschaftsarchitekt, Dresden
2. Frau Prof. Christa Reicher,
Architektin und Stadtplanerin, Aachen
3. Frau Rebekka Junge,
Landschaftsarchitektin, Bochum
4. Frau Prof. Ulrike Kirchner,
Landschaftsarchitektin, Koblenz
5. Herr Thomas Wirth,
Landschaftsarchitekt und Stadtplaner,
Kitzingen
6. Herr Dr. Harald Heinz,
Architekt und Stadtplaner, Aachen
7. Frau Dr. Barbara Boczek,
Architektin und Stadtplanerin,
Baudezernentin, Darmstadt
8. Herr Detleff Wierzbitzki,
Landschaftsarchitekt, Rimbach
Fachpreisrichter-Vertreter
9. Frau Jutta Herrmann-Burkart,
Landschaftsarchitektin, Herbolzheim
10. Herr Jochen Krehbiehl,
Leiter Stadtplanungsamt Darmstadt
11. Herr Victor Kamphausen,
Landschaftsarchitekt, Wiesbaden
Sachpreisrichter
1. Herr Jochen Partsch
Oberbürgermeister, Darmstadt
2. Frau Anna Zdiara,
Vertreterin Fraktion Bündnis 90/
Die Grünen
3. Herr Klaus von Prümmer,
Vertreter CDU-Fraktion
4. Herr Michael Siebel,
Vertreter SPD-Fraktion
5. Frau Doris Fath,
Leiterin Grünflächenamt
6. Frau Ingrid Pilz,
stellv. Leiterin Grünflächenamt
7. Herr Wilhelm Sörries,
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen,
Kassel
Sachpreisrichter-Vertreter
8. Herr Steffen Landsiedel,
Leiter Straßenverkehrs- und
Tiefbauamt
9. Herr Karsten Hain,
Fachverband Garten-, Landschafts-
und Sportplatzbau (FGL), Gedern/
Frankfurt/Main
10. Frau Hildegard Förster-Heldmann,
Vertreterin Fraktion Bündnis 90/
Die Grünen
11. Frau Irmgard Klaff-Isselmann MdL,
Vertreterin CDU-Fraktion
12. Herr Tim Huß,
Vertreter SPD-Fraktion
10
Preisgericht
Sachverständige (ohne Stimmrecht)
1. Herr Norbert Stoll,
Stadtplanungsamt/
Mobilität und Öffentlicher Raum
2. Frau Angela Eichenauer,
Stadtplanungsamt/
Stadtumbau Hessen
3. Herr Christoph Beck,
Stadtplanungsamt/
untere Denkmalpflegebehörde
4. Herr Wenzel Bratner,
Landesdenkmalamt -
Gartendenkmalpflege
5. Herr Frank Aulbach,
Landesdenkmalamt -
Baudenkmalpflege
6. Herr Manfred Rachut,
EB Bäder
7. Herr Michael Müller,
CBF Darmstadt e.V., Sachverständiger
für barrierefreies Planen und Bauen
(HTWG)
8. Frau Eva Pelikan,
Jugendbildungsreferentin
9. Herr Helmut Eigemann,
Hessisches Ministerium für Umwelt,
Klimaschutz, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz
10. Herr Klaus Diehl
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen,
Kassel
11. Brigitte Martin (Lisa Stehling),
Naturschutzbeirat Stadt Darmstadt
12. Herr Günter Franke
(Thomas Goebel),
Vorstand Stiftung Hofgut Oberfeld
13. Herr Karl-Heinz Isselmann,
Erster Vorstand TSG 1846
14. Herr Stefan Jagenteufl,
Förderverein Park Rosenhöhe
15. Donatus Landgraf von Hessen,
Hessische Hausstiftung
16. Herr Prof. Dr. Volker Blees,
Verkehrsplaner, Darmstadt
Vertreter Bürgerschaft
17. Frau Theresia Geiger,
Anwohnervertretung Bereich
Rosenhöhe
18. Herr Markus Lang,
Anwohnervertretung Bereich
Woogsviertel
19. Herr Werner Fichter,
Anwohnervertretung Gesamtstadt
11
12
Preisträger
1009
13
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
1. Preis
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
14
Gesamtkonzept
Die heterogene und facettenreiche Stadt-
struktur Darmstadts bietet für die Revitalisie-
rung des Planungsgebietes mit Themen der
Kultur, Ökologie und auch Freizeiterholung
ein sehr hohes Grundpotenzial, welches
zugleich eine fordernde und komplexe Auf-
gabenstellung formuliert.
Aufgrund der Heterogenität der vorhan-
denen Qualitäten wird unter dem Motto
„Charaktere stärken – Räume verbinden“
versucht, die unterschiedlichen Potenziale
zu unterstreichen, anstatt diese durch ein
übergestülptes Thema in ihrer Einzigartigkeit
zu schwächen oder unterzuordnen. Die Ver-
netzung der unterschiedlichen Stadträume
wie der Mathildenhöhe, der Rosenhöhe oder
dem Großen Woog haben dabei eine sehr
hohe Priorität. Sowohl die intuitive Leitung
als auch die Schließung von Verbindungs-
lücken im Freiraumnetz werden so in den
Fokus genommen.
In Bereichen mit extensivem Nutzungsdruck
werden ökologisch wertvolle Flächen ge-
schaffen, während die bereits vorhandenen
durch gezielte Eingriffe noch eine Aufwer-
tung erfahren sollen.
Fahrradnetz
Der Umbau der Heinrich-Fuhr-Straße mit
einer neuen Fahrradspur [Planung Stadt
Darmstadt] verbessert die Situation im Pla-
nungsgebiet deutlich, jedoch wird ergänzend
die Integration einer Fahrradspur in der Beck-
straße vorgeschlagen. Die ergänzende Fahr-
rad- und Fußgängerbrücke am Botanischen
Garten inklusive einer neuen Anbindung zum
Ostbahnhof bis hin zum Löwentor kom-
plettiert diese Route und ermöglicht auch
eine deutlich verbesserte Anbindung des
Edelsteinviertels, der Rosenhöhe und des
Umlandes. Der Froschweg wird ebenfalls
entsprechend mit einer Fahrradspur erwei-
tert, die im Anschluss auch eine Route über
den Ostbahnhof bietet.
Erläuterungsbericht
Barrierefreiheit
Die barrierefreie Fortbewegung im gesam-
ten Planungsgebiet wird durch ergänzende
Rampen und Wege ermöglicht. Eine neue
Rampe am Café des Großen Woogs und
vom Froschweg zum Ostbahnhof sorgen für
einen komplett barrierefreien Ausbau der
Rudolf- Mueller-Anlage und des Parks am
Großen Woog. Die Integration der beiden
barrierefreien Wege in der Rosenhöhe er-
möglicht dort ebenfalls eine bequeme Andie-
nung aller Bereiche, wobei am Ostbahnhof
lediglich eine Rampe zum Eingang des Bike
Shops nötig war, sowie die Rampenanlage
der Aufenthaltsinsel, um diesen Bereich
komplett barrierefrei zu machen.
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
1. Preis
1009
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Vertiefung Woogspark Lageplan
1. Preis
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
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Mercksplatz + Rudolf-Mueller-Anlage Großer Woog + TSG Gelände
Der Entwurf formuliert als Lösungsansatz
für den zurzeit fehlenden Parkeingang an der
Rudolf-Mueller-Anlage einen Vorschlag aus
und formt das Entrée des Jugendstilbades
mit dem „Grünen“ Mercksplatz. Ermöglicht
würde dies durch eine bewirtschaftete „Grü-
ne“ Parkpalette [4-geschossig - 320PKW],
die die entfallenden Parkplätze vollständig
kompensiert und sich mit ihrer grünen Fas-
sade gut in das Parkbild integriert.
Temporäre Festveranstaltungen könnten
weiterhin auf der Festwiese des Mercksplat-
zes stattfinden, eine klare Grünverbindung
von der Rosenhöhe bis hin zum Mercksplatz
wird geschaffen und könnte zukünftig über
eine fußgängerfreundlichere Landgraf-Ge-
org-Straße bis hin zum Stadtzentrum führen.
Die Rudolf-Mueller-Anlage erfährt in den
Bereichen des Darmbachs und des Teiches
durch die Bepflanzung des Ufers eine gestal-
terische Aufwertung.
Die Spielgeräte am Teich werden durch
einen attraktiven Wasserspielplatz ergänzt.
Die Gebiete um den Großen Woog und das
TSG Gelände werden klarer strukturiert und
Verbindungen gestärkt. Während die Schilfzo-
ne erhalten und im Süden des Großen Woogs
erweitert wird, soll der Erlebniswert des
Wassers ebenfalls hervorgehoben werden.
Die Betonstege des Familienbades werden
durch gestufte Holzstege sensibel ergänzt
und im Süden des Großen Woogs wird mit
der ‚Woog Terrasse‘ eine einladende Aufent-
haltszone mit Blick übers Wasser geboten.
Die Terrasse befindet sich an der tiefsten
Stelle 2,10 Meter über dem Wasser [+0,90m
Brüstung]. Durch diesen Höhenunterschied,
der eine Barriere für den Zugang zum See
ausbildet, kann der Zaun um den Großen
Woog an dieser Stelle entfallen, obwohl der
See optisch erlebbar bleibt. Der Spielplatz
in unmittelbarer Nähe an der Heinrich-Fuhr-
Straße wird attraktiv ergänzt und weiterentwi-
ckelt. Am Standort des ehemaligen Schul- und
Trainingsbades kommt mit einem einladenden
Parkeingang ein Entrée mit direktem Blick auf
das Wasser hinzu, wobei die Fahrradstell-
plätze zwischen dem Parkeingang und dem
neuen Multi-Use Sportfeld an zentraler
Stelle Ersatz finden. Der Froschweg soll
als einladende Promenade ausgebaut und
durch eine Fahrradspur ergänzt werden.
Um die Anbindung an das Edelsteinviertel
barrierefrei und sicher auszugestalten wird
eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke über
die Hanauer Straße und die Bahnschienen
angedacht, welche zudem die neue Frei-
zeitspange mit dem Multi-Use Sportfeld,
der Felsinghalle und der neuen Rollsportan-
lage, sowie der Wiesenlichtung erschließt.
Die vorhandene und in die Jahre gekom-
mene Rollsportanlage wird dabei zurück-
gebaut und durch die neue an der Felsing-
halle ersetzt, wobei die Infrastrukturen wie
Umkleideräume für beide Sportaktivitäten
genutzt werden könnten. Das Kernareal
des TSG bleibt eingezäunt, wobei die neue
Freizeitspange bis auf die Felsinghalle und
das Rollsportfeld nun frei zugänglich sind.
Woogspark RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
1. Preis
Diese sind nun Element einer wichtigen neu-
en Wegeverbindung des Parks, wobei mit
der Renaturierung des Darmbaches [Planung
Grünflächenamt], sowie der extensiv ge-
nutzten Wiesenlichtung obendrein wertvolle
ökologische Nischen geschaffen werden.
1009
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Vertiefung Ostbahnhof Lageplan Detail Ostbahnhof Sitzstufen
1. Preis
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
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Der Vorplatz des Ostbahnhofes wird als
Platz mit Aufenthaltsqualität umformuliert.
Es steht dabei die Intuitive Orientierung im
Vordergrund, die vor allem nun auch eine
direkte Anbindung zur Mathildenhöhe bietet.
Eine erhöhte Aufenthaltsterrasse mit ange-
nehmen baumüberstandenen und sonnigen
Bereichen, die durch den Erhalt des „Fle-
dermaus-Bunkers“ entsteht, sorgt für den
Hauptcharakter des Bahnhofsplatzes.
Das neue Fahrradparkhaus, dessen Fassade
eine moderne Interpretation des historischen
Ostbahnhofes ist, bietet sowohl ausreichend
B+R Stellplätze, als auch Mieträder. Ein
Bäcker im EG des Parkhauses belebt den
Platz und ist eine angenehme Bereicherung
für die Nachbarschaft.
Der Platz selbst soll ausschließlich durch
Fahrräder, Busverkehr und Anlieger befahren
werden, wobei die Verkehrsführung durch
die Entwässerungsrinne angedeutet ist.
Stellplätze für die Anwohner des westlichen
Wohnblockes werden am Platzrand ge-
schickt integriert.
Die Bushaltestellen, Taxi- und Carsharing-
Stellplätze (3 x Taxis, 5 x Carsharing) werden
an zentraler Stelle vor dem Ostbahnhof
untergebracht.
Ostbahnhof
Perspektive Sitzstufen am Ostbahnhof
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
1. Preis
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Vertiefung Park Rosenhöhe Lageplan
1. Preis
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
20
Vertiefung Rosenhöhe Übergang zum Oberfeld
Da die Rosenhöhe in Bezug auf die Bar-
rierefreiheit problematisch ist, wird vom
Eingang des Pförtnerhauses aus ein neuer
barrierefreier Parkweg geschaffen, der auf
dem historischen Wegenetz basiert. Dieser
schließt an den barrierefreien Lichterpfad
an, der für die Anbindung an das Rosarium
sorgt, dabei aber mit einem „Parkfenster“
für einen spannenden Ausblick sorgt und mit
dem Schattengarten eine neue Attraktion
bietet. Das Amphibiengewässer wird wegen
seiner Ökologischen Qualität durch eine
neue Wasserfläche ergänzt. Das Rosarium
selbst erfährt einen barrierefreien Ausbau
durch die sensible Integration von Rampen
und auch eine Erweiterung um neue The-
mengärten. Die extensiven Wildwiesen in
der Rosenhöhe sowie die Streuobstwiesen
werden erhalten und erweitert.
Als Krönung der Rosenhöhe wird am Spa-
nischen Turm ein Landschaftsbalkon ge-
schaffen, der die vorhandene Qualität des
Blickes über das Oberfeld unterstreicht. Im
Spanischen Turm selbst wird ein Event Café
angedacht, welches temporär mit Festzelten
ergänzt werden kann, aber durch die nur
temporäre Event Nutzung mit Zelt die Ruhe
in der Rosenhöhe nicht stört.
Der Eingang am Löwentor wird durch die
Verkehrsberuhigung des Bernhard-Sälzer-
Platzes besser mit der Mathildenhöhe
verbunden, wobei die Anbindung an den
Ostbahnhof über die verkehrsberuhigte
Wolfskehlstraße führt.
Park Rosenhöhe RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
1. Preis
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Perspektive Woog Terasse
1. Preis
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
22
Der Beitrag verfolgt klar und konsequent
seine Leitidee „Charaktere stärken – Räu-
me verbinden“, sodass aus dem Bestand
behutsam ein gut vernetztes Grünsystem
entsteht und Lücken geschlossen werden.
Die neuen Anbindungen ans bestehende
Wegenetz, die umgebenden Stadtquartiere
und die Mathildenhöhe sind hier besonders
positiv zu erwähnen.
Das Konzept für die Rudolf-Mueller-Anlage
bezieht den Mercksplatz mit ein und bildet
damit sowohl für das Jugendstilbad ein ad-
äquates Vorfeld als auch für den Park einen
klaren Auftakt. Ersatz für die entfallenden
Stellplätze bietet ein 4- geschossiges Park-
haus. Hier besteht jedoch ein Widerspruch
zur Auslobung.
Positiv wird insgesamt das hierarchische
Wegesystem gesehen, das zwischen einem
umlaufenden schnellen Radweg und inlie-
genden Fußwegen unterscheidet und von
seiner Dichte angemessen erscheint. Der
neu geplante Wasserspielplatz an der klei-
nen Teichanlage ist eine positive Ergänzung.
Während im Woogspark die am südlichen
Ufer liegende Woogterrasse einen deutli-
chen Gewinn darstellt und das sonst einge-
zäunte bzw. unzugängliche Wasser erlebbar
macht, wird die Notwendigkeit einer Ergän-
zung der Betonstege am Familienbad infrage
gestellt und aus denkmalpflegerischer Sicht
kritisch gesehen. Auf der Südseite erfolgt
die Anbindung am Tor der Jugend durch
eine platzartige Aufweitung und klare Wege-
struktur in Richtung Froschweg. Dabei wird
der hier liegende Eingang und Zaun zum
Woogsbad selber zurückversetzt.
Zur Wohnbebauung benachbarte Spielange-
bote werden auch hier weiterentwickelt. Im
Bereich des TSG-Geländes werden vor-
handene Sportanlagen zu einer räumlichen
Spange von Sportangeboten zusammenge-
fasst und um ein neues Multi-Use-Sportfeld
erweitert.
Während für den westlichen Parkteil das
Konzept überzeugt, dürfte der Übergang
zum Ostbahnhof im Bereich der Tennis-
halle durch ein stärkeres Öffnen deutlicher
Preisgerichtsbeurteilung RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
1. Preis
ausgebildet werden.Lediglich zur Beckstraße
fehlt eine Aussage zur Verbesserung der
Aufenthaltsqualität und zur Querung auf den
Woogdamm.
Der Ostbahnhof als Gelenk und Verbin-
dungelement ist durch die Anordnung der
Baukörper und je vorgelagerte Teilplätze
klar formuliert. Es integriert Bunker und
Baumbestand über eine Abtreppung durch
Sitzstufen. Der Übergang zur Rosenhöhe ist
sowohl über die Stellung (Fuge) der Gebäu-
de als auch über Materialwechsel im Platz
gut erkennbar. Die funktionalen Anforderun-
gen sind hier alle erfüllt. Positiv wird hier an
dieser Stelle insbesondere gesehen, dass
die Platzfläche über den Schwarzwaldring
hinweg geht. Weiterführende Fußwegever-
bindungen über die Erbacher Straße wären
ergänzend noch wünschenswert.
Das Konzept für die Rosenhöhe arbeitet
sensibel mit dem Bestand und schlägt
kleinere Interventionen vor, wie z.B. den
Wassergarten sowie barrierefreie Wege. Die
Ausbildung des östlichen Landschaftsbal-
kons mit einem Wildblütenwall wird jedoch
kritisch gesehen.
Die Belange der Barrierefreiheit sind in
diesem Entwurf besonders gut gelöst. An-
gemerkt werden lediglich die schwierige Zu-
gänglichkeit der Sitzstufen am Ostbahnhof.
Insgesamt überzeugt der Beitrag durch
seine konsequente Vernetzung und über-
legten Ergänzungen, die die Qualität und
Erlebbarkeit der Freiräume ebenso steigern
wie deren Nutzbarkeit verbessern.
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
WOOG
GRÜNER RING_ DARMSTADT
Mit dem Entwurf wird ein wichtiger Teil des `Grünen Rings´ im Ostteil der Stadt entwickelt, der die Stadt durchzieht und wichtige
ökologische Rückzugs- und soziale Erholungsräume im Stadtgebiet anbietet. Ziel ist es wichtige bestehende Grün- und Erholungs -
strukturen in der Stadt zu stärken und besser miteinander zu vernetzen. Von der Innenstadt ausgehend vereint der `Grüne Ring´ un-
terschiedliche landschaftliche und kulturelle Höhepunkte wie unter anderem das Residenzschloss, die neue Woogparklandschaft,
die Rosenhöhe oder die Mathildenhöhe.
Planungswettbewerb
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Mit der Durchführung der Landesgartenschau 2022 ergreift die Stadt Darmstadt die große Chance, den ‚Grünen Ring‘
im Ostteil der Stadt zu schließen und dabei das Altstadtzentrum an die offene Naturlandschaft anzubinden. Wichtige
bestehende Grün- und Erholungsstrukturen in der Stadt werden gestärkt und besser miteinander vernetzt. Der Bezug
zum Wasser wird als bedeutende Standortqualität erlebbarer gemacht.
Gesamtkonzept
An den Altstadtkern anschließend entsteht ein Grünes Band, das die Stadt durchzieht und wichtige ökologische Rück-
zugs- und soziale Erholungsräume im Stadtgebiet anbietet. Über ein durchgängiges Wegeband können Anwohner und
Besucher von den Altstadtanlagen über den Woogspark mit Gewässernähe entlang der neuen Sport- und Spielflächen
im Osten und den Botanischen Garten in die freie Naturlandschaft gelangen. Gleichzeitig bietet sich ein Ringschluss,
der über Rosen- und Mathildenhöhe wieder an das Stadtzentrum anschließt. Es entsteht eine Kette ganz unterschiedli-
cher Gartenarchitekturen und Naturlandschaften, die einen spannungsvollen Wechsel mit sich bringt. Gut akzentuierte
Eingriffe respektieren dabei das hohe Potential des Ortes und nutzen die malerische Lage um Qualitäten zu schärfen.
Rudolf-Müller-Anlage | Woogspark | Sportanlagen
Die Achse Lindenhofstraße als direkte Verbindung zwischen Marktplatz/ Residenzschloss und Zugang Rudolf-Müller-
Anlage wird in Ihrer Funktion gestärkt und qualitativ für den Fußgänger aufgewertet. Die bereits hohe Grünqualität der
Rudolf-Müller-Anlage wird dahingehend gestärkt, dass störende Intarsien entnommen und konzentrierter in den Rand -
bereichen angeordnet werden. Dadurch gelingt es die Mitte frei zu lassen für eine Aneignung ohne Vorgaben. Die Wege
werden deutlicher hierarchisiert. Entlang der Südkante beginnt der Hauptweg, der weiter nach Osten in die anderen
Parkteile überführt.
Am Woogspark setzt sich diese Südtangente entlang des Sees fort. Der stärkere Einbezug des Wassers als erlebbare
Qualität auch für nicht zahlende Badegäste steht hier im Vordergrund. Weitere Angebote werden auch hier räumlich an
den Rändern konzentriert um auch einfache freie Grünflächenangebote zu bieten. Die Wasserkante wird in einem Pro -
menadenband mit Sitzgelegenheiten und kanzelartigen Austritten inszeniert. Die Abgrenzungsfunktion zum Bad wird
nicht sichtbar über einen Höhenunterschied integriert.
Weiter östlich werden die Flächen bereits nicht mehr genutzter Sportflächen in qualitativ hochwertige Parkflächen für
Alle umgewandelt. Im Mittelpunkt steht hier der revitalisierte Darmbach. Punktuell gesetzte Sport- und Spielangebote
ohne Vereinsbindung bieten zusätzliche Attraktionen. Der Vereinssport wird klarer abgegrenzt auf der nördlichen Seite
des Baches gefasst. Mittelfristig wäre zu überlegen, ob die Felsinghalle an diesem Standort ganz entfallen kann. Bis
dahin könnte ein Attraktivierung der Fassaden z.B. für Klettersport für eine Aufwertung sorgen.
Eine neu ausgebaute Wegeverbindung mit Brücke bildet im Folgenden die Anknüpfung an die Bereiche nördlich der
Bahntrasse und Bundesstraße. Das Erfahren von Enge und Weite des Raumes entlang der Wegeführung erhöht die
Qualität des Grünerlebnisses.
Ostbahnhof
Als wichtiges Bindeglied und Übergang zwischen Woogspark, Mathildenhöhe und Rosenhöhe wird der Bereich rund
um den Ostbahnhof zu einem städtischen Platz ausgebaut, der den vielschichtigen Anforderungen an Transitraum,
Mobilität und Verweilen gerecht wird. Ein einheitlicher Platzbelag beruhigt dabei optisch den Raum und fasst verschie-
dene Teilräume zusammen. Dadurch entsteht eine wohltuende Großzügigkeit. Im nordwestlichen Teil wird der Raum
durch ein neues Bauvolumen ergänzt, das es ermöglicht den Platz stärker zu fassen. Das Gebäude nimmt eine Fahr-
radgarage sowie gastronomische Angebote auf. Einflugöffnungen für die Fledermäuse werden in die Gebäudefassa -
de integriert. Die Mitte des Platzes bleibt tendenziell frei und ist dem Aufenthalt vorbehalten. Nur einige gut gesetzte
Elemente wie ein Brunnen, Mobiliar und Solitärgehölze bespielen diesen Teil. Alle wichtigen funktionalen Angebote und
die Abwicklung von Verkehren werden in den Rändern angeordnet. Dies trägt auch zu einer Minimierung der Konflikte
unterschiedlicher Geschwindigkeiten bei.
Rosenhöhe
Im denkmalgeschützten englischen Landschaftspark Rosenhöhe steht die Revitalisierung der historischen Wegestruk -
tur im Fokus, welche sich am Parkpflegwerk orientiert. Die Instandsetzung der Parkbauten und points des vues sowie
die behutsame Entnahme und Ergänzung einzelner Gehölze ergänzen die Maßnahmen um historische Blickbezüge und
Raumkompositionen wiederherzustellen. Über die zentrale Parkachse erfolgt der Anschluss an die Mathildenhöhe und
den Ostbahnhof sowie östlich über das Oberfeld an den Woogspark/ Botanischen Garten.
Barrierefreiheit
Alle Bereiche werden barrierefrei/ barrierearm und stufenlos zugänglich für Mobilitätseingeschränkte gestaltet. Borde
werden wo möglich niedrig, z.B. mit 3 cm Höhe ausgeführt, so dass an jeder beliebigen Stelle gequert werden kann.
Notwendige Stufen werden ausreichend kontrastreich hergestellt. Sinnvolle Leitlinien aus taktilen Elementen werden
z.B. an Übergängen eingebaut.
Technische Infrastruktur
Alle notwendigen Versorgungen für Veranstaltungen auf den Plätzen wie Strom, Wasser und Abwasser werden bei
Bedarf als überfahrbare Unterflurverteiler in der Fläche verteilt angeboten.
Beleuchtung
Die schnellen Wegebeziehungen der umlaufenden Ränder werden mit niedrigen Mastleuchten ausgeleuchtet. An den
Straßen werden die Leuchten fahrbahnbegleitend als Mastleuchte verortet. Alle Hauptwegebeziehungen und Fahr-
bahnflächen werden normgerecht und sicher ausgeleuchtet. Die offenen Grünräume und Platzzentren verbleiben eher
zurückhaltend beleuchtet, leicht abgedunkelt, zum Verweilen an lauen Sommerabenden. Inszenierende Beleuchtung
wird in Mastleuchten integriert um die Anzahl an Leuchtenstandorten so weit möglich zu minimieren.
Nachhaltigkeit
Zum Einsatz kommen nur nachhaltige Baustoffe aus ressourcenschonender Herstellung und nicht ausbeuterischer
Arbeit. Wo möglich werden auch Materialien wiederverwendet oder Gebrauchtmaterial aus anderen Regionen verbaut.
Ein aktives Bodenmanagement und eine Bodenaufbereitung vor Ort soll zu möglichst wenig Ab- und Anfuhr von Mate-
rial führen. Wo zulässig und möglich sollen Recyclingbaustoffe zum Einsatz kommen oder vor Ort aufbereitet werden.
Auch eine aktive Niederschlagswasserbewirtschaftung kann Folgekosten reduzieren. Die Leuchtentechnik wird auf den
aktuellen energiereduzierten Standard modernisiert. Ziel ist die Reduktion eingesetzter Energie bei der Herstellung, ein
möglichst geringer Materialverbrauch sowie niedrige Folgekosten im Sinne des Unterhalts und der Pflege im angesetz -
ten Lebenszyklus.
Konzeptplan 1:2000
ROSENHÖHE
ROSENHÖHE
OBERFELD
BOTANISCHER
GARTEN
SPORTAUENPARK
WOOGPROMENADE
OSTBAHNHOF
WOOG-
TERRASSE
RUDOLF-MÜLLER-ANLAGE
TSG
MATHILDENHÖHE
GRÜNER RING
OSTPARKWEG
SPORTAUENPARK
BOTANISCHER GARTEN
OSTPARKWEG
GRÜNER RING
GROSSER WOOG PARK
WOOGLANDSCHAFTRUDOLF-MÜLLER-ANLAGE
ALTSTADTANLAGE
RESIDENZSCHLOSS
MATHILDENHÖHE
DARMSTADTIUM
OBERFELD
OSTBAHNHOF
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2. Preis
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
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Mit der Durchführung der Landesgarten-
schau 2022 ergreift die Stadt Darmstadt die
große Chance, den ‚Grünen Ring‘ im Ostteil
der Stadt zu schließen und dabei das Alt-
stadtzentrum an die offene Naturlandschaft
anzubinden. Wichtige bestehende Grün- und
Erholungsstrukturen in der Stadt werden
gestärkt und besser miteinander vernetzt.
Der Bezug zum Wasser wird als bedeutende
Standortqualität erlebbarer gemacht.
Gesamtkonzept
An den Altstadtkern anschließend entsteht
ein Grünes Band, das die Stadt durchzieht
und wichtige ökologische Rückzugs- und
soziale Erholungsräume im Stadtgebiet
anbietet. Über ein durchgängiges Wegeband
können Anwohner und Besucher von den
Altstadtanlagen über den Woogpark mit
Gewässernähe entlang der neuen Sport- und
Spielflächen im Osten und dem Botanischen
Garten in die freie Naturlandschaft gelangen.
Gleichzeitig bietet sich ein Ringschluss, der
über Rosen- und Mathildenhöhe wieder an
das Stadtzentrum anschließt. Es entsteht
Erläuterungsbericht
eine Kette ganz unterschiedlicher Gartenar-
chitekturen und Naturlandschaften, die einen
spannungsvollen Wechsel mit sich bringen.
Gut akzentuierte Eingriffe respektieren dabei
das hohe Potential des Ortes und nutzen die
malerische Lage um Qualitäten zu schärfen.
Barrierefreiheit
Alle Bereiche werden barrierefrei/ barriere-
arm und stufenlos zugänglich für
Mobilitätseingeschränkte gestaltet. Borde
werden wo möglich niedrig, z.B. mit 3 cm
Höhe ausgeführt, so dass an jeder beliebi-
gen Stelle gequert werden kann. Notwendi-
ge Stufen werden ausreichend kontrastreich
hergestellt. Sinnvolle Leitlinien aus taktilen
Elementen werden z.B. an Übergängen
eingebaut.
Technische Infrastruktur
Alle notwendigen Versorgungen für Ver-
anstaltungen auf den Plätzen wie Strom,
Wasser und Abwasser werden bei Bedarf
als überfahrbare Unterflurverteiler in der
Fläche verteilt angeboten.
Beleuchtung
Die schnellen Wegebeziehungen der umlau-
fenden Ränder werden mit niedrigen Mast-
leuchten ausgeleuchtet. An den Straßen
werden die Leuchten fahrbahnbegleitend als
Mastleuchte verortet.
Alle Hauptwegebeziehungen und Fahrbahn-
flächen werden normgerecht und sicher
ausgeleuchtet. Die offenen Grünräume und
Platzzentren verbleiben eher zurückhaltend
beleuchtet, leicht abgedunkelt, zum Ver-
weilen an lauen Sommerabenden. Inszenie-
rende Beleuchtung wird in Mastleuchten
integriert, um die Anzahl der Leuchtenstand-
orte so weit wie möglich zu minimieren.
Nachhaltigkeit
Zum Einsatz kommen nur nachhaltige
Baustoffe aus ressourcenschonender
Herstellung und nicht ausbeuterischer
Arbeit. Wo möglich werden auch Materialien
wieder verwendet oder Gebrauchtmaterial
aus anderen Regionen verbaut. Ein aktives
Bodenmanagement und eine Bodenaufbe-
reitung vor Ort soll zu möglichst wenig Ab-
und Anfuhr von Material führen. Wo zulässig
und möglich sollen Recyclingbaustoffe zum
Einsatz kommen oder vor Ort aufbereitet
werden. Auch eine aktive Niederschlagswas-
serbewirtschaftung kann Folgekosten redu-
zieren. Die Leuchtentechnik wird auf den
aktuellen energiereduzierten Standard mo-
dernisiert. Ziel ist die Reduktion eingesetzter
Energie bei der Herstellung, ein möglichst
geringer Materialverbrauch sowie niedrige
Folgekosten im Sinne des Unterhalts und
der Pflege im angesetzten Lebenszyklus.
Gesamtkonzept PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
Entwurfsplan Woogparklandschaft 1:1000
WOOG
Schilfzone
Badeinsel
Woogpromenade
Teich
Woog-
terrasse
Gastro
Spiel
Fahrrad
Zaun
Spiel
Rasen
Darmbach
Parken
Parken
Innenstadtpromenade
Tor der
Jugend
AUENSPORTPARK
RUDOLF-MÜLLER-ANLAGE
RUDOLF-MÜLLER-ANLAGE RUDOLF-MÜLLER-ANLAGE
RUDOLF-MÜLLER-ANLAGE
INNENSTADT
BOTANISCHER GARTEN
OBERFELD
MATHILDENHÖHE
WOOG
SPORTAUENPARK
SPORTAUENPARK SPORTAUENPARK
WOOGPARKLANDSCHAFT
WOOG
MATHILDENHÖHE
INNENSTADT
OSTBAHNHOF & ROSENHÖHE
FASSUNG AUS INTENSIVEN NUTZUNGEN, DICHTEREN
BAUMBESTÄNDEN UND TOPOGRAPHIEN
OFFENE PARKFLÄCHEN MIT
EINZELBÄUMEN UND BAUMGRUPPEN
OBERFELD & ROSENHÖHE
BOTANISCHER GARTEN
Wiese
Badebereich
OSTBAHNHOF
ROSENHÖHE
TSG VEREINSSPORT
BOTANISCHER
GARTEN
OSTPARKWEG_DER WEG INS GRÜNE
Der Ostparkweg ist ein zentrales Element der neuen Woogparklandschaft und verbindet die Innenstadt mit der landschaftlichen Umgebung
Darmstadts. Dadurch werden attraktive Landschaftsräume, wie der Rudolf-Müller-Anlage, der Woog und die Darmbachaue miteinander verbun -
den. Es entsteht eine neue, sichere und naturnahe Wegeverbindung vom Marktplatz zum Oberfeld bis hin zum Steinbrücker Teich/ Oberwald-
haus bzw. zur Darmbachquelle.
CIRCUIT_KURZE WEGE, SCHNELLE VERBINDUNGEN
Die einzelnen Parkabschnitte werden neben dem linearen Ostparkweg über drei Rundwege erschlossen. Dies ermöglicht eine leichte
Orientierung und schnelle Verbindungen innerhalb der Parklandschaft sowie eine optimale Vernetzung und Anbindung mit den
angrenzenden Quartieren.
ZONIERUNG_ VIELFÄLTIGE FUNKTIONEN & NUTZUNGEN
Die neue Wooglandschaft zeichnet sich durch vielfältige und unterschiedlich atmosphärische Bereiche aus. Dabei wird die Wooglandschaft von
den Rändern ausgehend bespielt. Hier ordnen sich intensive Nutzungen wie Spiel- und Sportbereiche sowie Platzflächen mit gastronomischen
Angeboten an. Diese werden punktuell in den Baumbestand eingearbeitet und ergeben eine Sequenz aus verschiedenen Nutzungsangeboten.
Die zentralen Parkbereiche werden als offene Rasen- und Wiesenflächen mit Einzelbäumen und Baumgruppen gestaltet.
Aue
Sport
1012
25
Vertiefung Woogspark Lageplan
PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
SPORTAUENPARK
DARMSTADT
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
480391
WOOG
Rasenfläche mit Bestandsbäumen
Gehweg
Sitzmauer
Spielplatz
Zaun
Ostparkweg Fussball / Basketball
Beachvolleyball
Wiese
Erhalt
Bestandsbäume
Neues Mausoleum Altes Mausoleum
Formhecken
Rasen
Bank
wassergebundene
Wegedecke
Bestand
Zaun/ Mauer
wassergebundene
Wegedecke
wassergebundene
Wegedecke
Rasentopographie
Skatepark
naturnahe Aue
Bestandsbäume mit
standortgerechten Ergänzungen
Sitzelemente
Ostparkweg
Bolzplatz, öffentlich
Spiel- und Liegewiese
Brüstung
Sitzwürfel
naturnahes Ufer
renaturiertes Ufer /
Darmbach
Sitzstufen, Holz
Aussichtsplattform
WOOGTERRASSE
Die Dammkrone erhält wasserseitig eine Terrasse mit auskragender Brüstung.
Dadurch werden einerseits Aufenthaltsflächen am Wasser geschaffen, zum
anderen übernimmt das neue Element die Funktion des Zauns.
WOOGSTUFEN / WOOGPROMENADE
Die Woogstufen und die Aussichtsplattformen ermöglichen Weitblicke über
den Woog bis zur Mathildenhöhe und Aufenthalt am Wasser. Die Brüstung
ersetzt auch hier die notwendige Abgrenzung zum privaten Badebetrieb.
AUENSPORTPARK
Der Darmbach wird im Auensportpark renaturiert und bietet direkten
Zugang zum Wasser. In Verbindung mit öffentlichen Sportflächen ent-
steht ein vielfältiger Park für Sport und Erholung.
Vertiefung Woogparklandschaft 1:200 Vertiefung Sportauenpark 1:200
Vertiefung Rosenhöhe Mausoleum 1:200
Schnitt Woogterrasse 1:200
Perspektive Woogstufen
Schnitt Woogstufen 1:200 Schnitt Auensportpark 1:200
26
Die Achse Lindenhofstraße als direkte
Verbindung zwischen Marktplatz/ Residenz-
schloss und Zugang Rudolf-Mueller-Anlage
wird in Ihrer Funktion gestärkt und qualitativ
für den Fußgänger aufgewertet.
Die bereits hohe Grünqualität der Rudolf-
Mueller-Anlage wird dahingehend gestärkt,
dass störende Intarsien entnommen und
konzentrierter in den Randbereichen ange-
ordnet werden.
Dadurch gelingt es die Mitte für eine
Aneignung ohne Vorgaben frei zu lassen.
Die Wege werden deutlicher hierarchisiert.
Entlang der Südkante beginnt der Haupt-
weg, der weiter nach Osten in die anderen
Parkteile überführt.
Am Woogspark setzt sich diese Südtan-
gente entlang des Sees fort. Der starke
Einbezug des Wassers als erlebbare Qualität
auch für nicht zahlende Badegäste steht hier
im Vordergrund. Weitere Angebote werden
auch hier räumlich an den Rändern konzent-
riert um auch einfache freie Grünflächenan-
gebote zu bieten. Die Wasserkante wird in
einem Promenadenband mit Sitzgelegenhei-
Rudolf-Mueller-Anlage, Woogspark,
Sportanlagen
ten und kanzelartigen Austritten inszeniert.
Die Abgrenzungsfunktion zum Bad wird
nicht sichtbar über einen Höhenunterschied
integriert.
Weiter östlich werden die Flächen bereits
nicht mehr genutzter Sportflächen in qua-
litative Parkflächen für alle umgewandelt.
Im Mittelpunkt steht hier der revitalisierte
Darmbach. Punktuell gesetzte Sport- und
Spielangebote ohne Vereinsbindung bieten
zusätzliche Attraktionen. Der Vereinssport
wird klarer abgegrenzt auf der nördlichen
Seite des Baches gefasst.
Mittelfristig wäre zu überlegen, ob die Fel-
singhalle an diesem Standort ganz entfallen
kann. Bis dahin könnte eine Attraktivierung
der Fassaden z.B. für Klettersport für Auf-
wertung sorgen. Eine neu ausgebaute We-
geverbindung mit Brücke bildet im Folgen-
den die Anknüpfung an die Bereiche nördlich
der Bahntrasse und Bundesstraße.
Das Erfahren von Enge und Weite des Rau-
mes entlang der Wegeführung erhöht die
Qualität des Grünerlebnisses.
Detail Promenadenband mit Sitzgelegenheiten am Woog
Woogspark PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
Stelenleuchte
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
SICHTBEZIEHUNG
NEUES TOR
FASSUNG
PLATZ
ÜBERFAHRT
BUS
Neubau
Café / Fahrradparkhaus / WC
Ostbahnhof
Sporthalle
Brunnen
Café
Grünzug
Mathildenhöhe
Rosenhöhe
Überfahrt
Beton
Überfahrt
Pflaster, Naturstein
Platten, Naturstein
Neues Tor
Platten, Naturstein
Ostbahnhof
Bank Brunnen Bank
Café,
Fahrradparkhaus
& WC
Platten, NatursteinPlatten,
Naturstein
Bestand Überfahrt BetonWassergebundene Wegedecke Platten, Naturstein
Bus
Bäume in wassergebundener
Wegedecke
Haltestelle
Bäume in wassergebundener
Wegedecke
Bank
STÄDTEBAULICHE FASSUNG_NEUER BAUKÖRPER
Mit dem nördlich an den Bahnhof anschließenden Baukörper entsteht eine dem Ort ange-
messene Fassung und Platzfläche. Der Durchgang zwischen Ostbahnhof und Neubau stärkt
die Blickbeziehung und Verbindung zum Neuen Tor der Rosenhöhe.
ZONIERUNG_PLATZ & RAHMEN
Die zentrale Platzfläche wird durch eine Pflasterintarsie ausformuliert die unterschiedlichste
Aufenthaltsqualitäten bietet und ermöglicht. Die südlichen und westlichen Ränder werden mit
Hilfe von Baumalleen gefasst.
Pflaster, NatursteinPflaster, Naturstein
Querschnitt Ostbahnhof 1:200
Belagsdetail & Elemente 1:50 Vertiefungsbereich Ostbahnhof 1:250
Längsschnitt Ostbahnhof 1:200
Perspektive Ostbahnhof
offene
Entwässerungsrinne
Sitzelement
Metall & Holz
Blühgehölz in
Baumscheibe mit
Kiesfüllung
Brunnen mit Sitzkante
Kleinsteinpflaster Naturstein
(Passeverband)
Plattenbelag Naturstein
offene Rinne
mit Punktablauf
Kleinsteinpflaster Naturstein,
(Passeverband)
1012
27
Vertiefung Ostbahnhof Lageplan
Stelenleuchte
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
SICHTBEZIEHUNG
NEUES TOR
FASSUNG
PLATZ
ÜBERFAHRT
BUS
Neubau
Café / Fahrradparkhaus / WC
Ostbahnhof
Sporthalle
Brunnen
Café
Grünzug
Mathildenhöhe
Rosenhöhe
Überfahrt
Beton
Überfahrt
Pflaster, Naturstein
Platten, Naturstein
Neues Tor
Platten, Naturstein
Ostbahnhof
Bank Brunnen Bank
Café,
Fahrradparkhaus
& WC
Platten, NatursteinPlatten,
Naturstein
Bestand Überfahrt BetonWassergebundene Wegedecke Platten, Naturstein
Bus
Bäume in wassergebundener
Wegedecke
Haltestelle
Bäume in wassergebundener
Wegedecke
Bank
STÄDTEBAULICHE FASSUNG_NEUER BAUKÖRPER
Mit dem nördlich an den Bahnhof anschließenden Baukörper entsteht eine dem Ort ange-
messene Fassung und Platzfläche. Der Durchgang zwischen Ostbahnhof und Neubau stärkt
die Blickbeziehung und Verbindung zum Neuen Tor der Rosenhöhe.
ZONIERUNG_PLATZ & RAHMEN
Die zentrale Platzfläche wird durch eine Pflasterintarsie ausformuliert die unterschiedlichste
Aufenthaltsqualitäten bietet und ermöglicht. Die südlichen und westlichen Ränder werden mit
Hilfe von Baumalleen gefasst.
Pflaster, NatursteinPflaster, Naturstein
Querschnitt Ostbahnhof 1:200
Belagsdetail & Elemente 1:50 Vertiefungsbereich Ostbahnhof 1:250
Längsschnitt Ostbahnhof 1:200
Perspektive Ostbahnhof
offene
Entwässerungsrinne
Sitzelement
Metall & Holz
Blühgehölz in
Baumscheibe mit
Kiesfüllung
Brunnen mit Sitzkante
Kleinsteinpflaster Naturstein
(Passeverband)
Plattenbelag Naturstein
offene Rinne
mit Punktablauf
Kleinsteinpflaster Naturstein,
(Passeverband)
1012
Detail Brunnen mit Sitzkante und Detail Bodenbeläge am Ostbahnhof
PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
Stelenleuchte
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
SICHTBEZIEHUNG
NEUES TOR
FASSUNG
PLATZ
ÜBERFAHRT
BUS
Neubau
Café / Fahrradparkhaus / WC
Ostbahnhof
Sporthalle
Brunnen
Café
Grünzug
Mathildenhöhe
Rosenhöhe
Überfahrt
Beton
Überfahrt
Pflaster, Naturstein
Platten, Naturstein
Neues Tor
Platten, Naturstein
Ostbahnhof
Bank Brunnen Bank
Café,
Fahrradparkhaus
& WC
Platten, NatursteinPlatten,
Naturstein
Bestand Überfahrt BetonWassergebundene Wegedecke Platten, Naturstein
Bus
Bäume in wassergebundener
Wegedecke
Haltestelle
Bäume in wassergebundener
Wegedecke
Bank
STÄDTEBAULICHE FASSUNG_NEUER BAUKÖRPER
Mit dem nördlich an den Bahnhof anschließenden Baukörper entsteht eine dem Ort ange-
messene Fassung und Platzfläche. Der Durchgang zwischen Ostbahnhof und Neubau stärkt
die Blickbeziehung und Verbindung zum Neuen Tor der Rosenhöhe.
ZONIERUNG_PLATZ & RAHMEN
Die zentrale Platzfläche wird durch eine Pflasterintarsie ausformuliert die unterschiedlichste
Aufenthaltsqualitäten bietet und ermöglicht. Die südlichen und westlichen Ränder werden mit
Hilfe von Baumalleen gefasst.
Pflaster, NatursteinPflaster, Naturstein
Querschnitt Ostbahnhof 1:200
Belagsdetail & Elemente 1:50 Vertiefungsbereich Ostbahnhof 1:250
Längsschnitt Ostbahnhof 1:200
Perspektive Ostbahnhof
offene
Entwässerungsrinne
Sitzelement
Metall & Holz
Blühgehölz in
Baumscheibe mit
Kiesfüllung
Brunnen mit Sitzkante
Kleinsteinpflaster Naturstein
(Passeverband)
Plattenbelag Naturstein
offene Rinne
mit Punktablauf
Kleinsteinpflaster Naturstein,
(Passeverband)
1012
Perspektive Bahnhofsplatz mit Neubau und Bestand
28
Als wichtiges Bindeglied und Übergang
zwischen Woogspark, Mathildenhöhe und
Rosenhöhe wird der Bereich rund um den
Ostbahnhof zu einem städtischen Platz aus-
gebaut, der den vielschichtigen Anforderun-
gen an Transitraum, Mobilität und Verweilen
gerecht wird. Ein einheitlicher Platzbelag be-
ruhigt dabei optisch den Raum und fasst ver-
schiedene Teilräume zusammen. Dadurch
entsteht eine wohltuende Großzügigkeit. Im
nordwestlichen Teil wird der Raum durch ein
neues Bauvolumen ergänzt, welches ermög-
licht den Platz stärker zu fassen.
Das Gebäude nimmt eine Fahrradgarage so-
wie gastronomische Angebote auf. Einflug-
öffnungen für die Fledermäuse werden in
die Gebäudefassade integriert. Die Mitte des
Platzes bleibt tendenziell frei und ist dem
Aufenthalt vorbehalten. Nur einige gut ge-
setzte Elemente wie ein Brunnen, Mobiliar
und Solitärgehölze bespielen diesen Teil.
Ostbahnhof PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
Alle wichtigen funktionalen Angebote und
die Abwicklung von Verkehren werden in
den Rändern angeordnet. Dies trägt auch zu
einer Minimierung der Konflikte unterschied-
licher Geschwindigkeiten bei.
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
WOOG
OSTBAHNHOF
ROSENHÖHE
TSG VEREINSSPORT
Entwurfsplan Rosenhöhe 1:1000
Spanischer
Turm mit Außenterrasse
Altes
Mausoleum
Neues
Mausoleum
Rosarium
ehemaliges
Palais
Altes Tor
Neues Tor
Grünzug
Mathildenhöhe
Löwentor
Teehäuschen
Schindelhaus
Streuobstwiesen
Oberfeld
Badebereich
1012
29
Vertiefung Park Rosenhöhe Lageplan
PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
SPORTAUENPARK
DARMSTADT
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
480391
WOOG
Rasenfläche mit Bestandsbäumen
Gehweg
Sitzmauer
Spielplatz
Zaun
Ostparkweg Fussball / Basketball
Beachvolleyball
Wiese
Erhalt
Bestandsbäume
Neues Mausoleum Altes Mausoleum
Formhecken
Rasen
Bank
wassergebundene
Wegedecke
Bestand
Zaun/ Mauer
wassergebundene
Wegedecke
wassergebundene
Wegedecke
Rasentopographie
Skatepark
naturnahe Aue
Bestandsbäume mit
standortgerechten Ergänzungen
Sitzelemente
Ostparkweg
Bolzplatz, öffentlich
Spiel- und Liegewiese
Brüstung
Sitzwürfel
naturnahes Ufer
renaturiertes Ufer /
Darmbach
Sitzstufen, Holz
Aussichtsplattform
WOOGTERRASSE
Die Dammkrone erhält wasserseitig eine Terrasse mit auskragender Brüstung.
Dadurch werden einerseits Aufenthaltsflächen am Wasser geschaffen, zum
anderen übernimmt das neue Element die Funktion des Zauns.
WOOGSTUFEN / WOOGPROMENADE
Die Woogstufen und die Aussichtsplattformen ermöglichen Weitblicke über
den Woog bis zur Mathildenhöhe und Aufenthalt am Wasser. Die Brüstung
ersetzt auch hier die notwendige Abgrenzung zum privaten Badebetrieb.
AUENSPORTPARK
Der Darmbach wird im Auensportpark renaturiert und bietet direkten
Zugang zum Wasser. In Verbindung mit öffentlichen Sportflächen ent-
steht ein vielfältiger Park für Sport und Erholung.
Vertiefung Woogparklandschaft 1:200 Vertiefung Sportauenpark 1:200
Vertiefung Rosenhöhe Mausoleum 1:200
Schnitt Woogterrasse 1:200
Perspektive Woogstufen
Schnitt Woogstufen 1:200 Schnitt Auensportpark 1:200
30
Vertiefung Park Rosenhöhe mit Mausoleum
Im denkmalgeschützten englischen Land-
schaftspark Rosenhöhe steht die Revitali-
sierung der historischen Wegestruktur im
Fokus, welche sich am Parkpflegewerk
orientiert. Die Instandsetzung der Parkbau-
ten und points de vues, sowie die behut-
same Entnahme und Ergänzung einzelner
Gehölze, ergänzen die Maßnahmen um
historische Blickbezüge und Raumkomposi-
tionen wieder herzustellen. Über die zentrale
Parkachse erfolgt der Anschluss an die
Mathildenhöhe und den Ostbahnhof sowie
östlich über das Oberfeld an den Woogs-
park/Botanischen Garten.
Park Rosenhöhe PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
SPORTAUENPARK
DARMSTADT
LANDESGARTENSCHAU 2022 // DARMSTADT
Woogparklandschaft // Ostbahnhof // Parkanlage Rosenhöhe
WOOG
Rasenfläche mit Bestandsbäumen
Gehweg
Sitzmauer
Spielplatz
Zaun
Ostparkweg Fussball / Basketball
Beachvolleyball
Wiese
Erhalt
Bestandsbäume
Neues Mausoleum Altes Mausoleum
Formhecken
Rasen
Bank
wassergebundene
Wegedecke
Bestand
Zaun/ Mauer
wassergebundene
Wegedecke
wassergebundene
Wegedecke
Rasentopographie
Skatepark
naturnahe Aue
Bestandsbäume mit
standortgerechten Ergänzungen
Sitzelemente
Ostparkweg
Bolzplatz, öffentlich
Spiel- und Liegewiese
Brüstung
Sitzwürfel
naturnahes Ufer
renaturiertes Ufer /
Darmbach
Sitzstufen, Holz
Aussichtsplattform
WOOGTERRASSE
Die Dammkrone erhält wasserseitig eine Terrasse mit auskragender Brüstung.
Dadurch werden einerseits Aufenthaltsflächen am Wasser geschaffen, zum
anderen übernimmt das neue Element die Funktion des Zauns.
WOOGSTUFEN / WOOGPROMENADE
Die Woogstufen und die Aussichtsplattformen ermöglichen Weitblicke über
den Woog bis zur Mathildenhöhe und Aufenthalt am Wasser. Die Brüstung
ersetzt auch hier die notwendige Abgrenzung zum privaten Badebetrieb.
AUENSPORTPARK
Der Darmbach wird im Auensportpark renaturiert und bietet direkten
Zugang zum Wasser. In Verbindung mit öffentlichen Sportflächen ent-
steht ein vielfältiger Park für Sport und Erholung.
Vertiefung Woogparklandschaft 1:200 Vertiefung Sportauenpark 1:200
Vertiefung Rosenhöhe Mausoleum 1:200
Schnitt Woogterrasse 1:200
Perspektive Woogstufen
Schnitt Woogstufen 1:200 Schnitt Auensportpark 1:200
1012
31
Perspektive Promenadenband mit Sitzgelegenheiten am Woog
PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
32
Das Grundkonzept, mit einem breiten Haupt-
weg an der Südseite des Woogsparks ein
Grünes Band zwischen Stadt und Botani-
schem Garten zu schaffen, erscheint klar
und tragfähig.
Der östliche Mercksplatz erhält mit einer
nördlichen und südlichen Baumreihe eine
wohltuende Raumkante, die Bäume auf
dem Platz sind jedoch eher kontraproduktiv,
zumal sie auch die Nutzung als Festplatz
stark einschränken. Die Wegeführung aus
der Stadt scheint noch etwas unklar.
Wohltuendes Pendant zum südlichen
Parkweg bildet der gerade geführte, schnelle
Weg im Norden. Mit nur einer Verbindung
der beiden Wege wird der kleine Teich in
Szene gesetzt und es werden offene Wie-
senflächen geschaffen.
In der Verlängerung des Südweges liegt
folgerichtig eine neue Treppenanlage zur
Woogterrasse, mit der barrierefreien Er-
schließung über den südlichen Parkweg wird
kein Eingriff im Damm erforderlich.
Aussagen zur Beckstraße fehlen.
Entlang der Südkante des Ufers führt der
Parkweg mit zwei Bastionen, die in Lage
und Proportion gelungen sind, nah an das
Wasser. Die dazwischen angeordneten,
langgestreckten Holzsitzelemente erschei-
nen jedoch überdimensioniert, sie werden
insbesondere aus Sicht der Barrierefreiheit
eher problematisch gesehen.
Die Wegestruktur bildet zum Botanischen
Garten einen logischen Endpunkt und kann
langfristig bis zum Edelsteinviertel geführt
werden.
Im Osten des Woogsparks differenziert der
renaturierte Darmbach mit einem zweiten
Weg in sinnfälliger Weise die vereinsgebun-
denen und freien Sportflächen. Allerdings
werden die gewünschten Sportangebote
nicht umgesetzt.
Der Platz am Ostbahnhof erhält mit dem
neuen L-förmigen Baukörper eine gute
räumliche Fassung. Die Verbindung Cafe
und Mobilitätszentrum in einem Gebäude,
das auch die Einfluglöcher für die Fleder-
mäuse integriert, ist stimmig und fördert
Synergien. Unklar ist aber, wie genau mit der
Überbauung des Bunkers und dem nördli-
chen Einflugloch umgegangen wird.
Die Einbeziehung der westlichen Gebäude-
kante als Platzkante wird gewürdigt, auch
die Positionierung des ÖPNV-Haltepunkts
als gut wahrnehmbarer, selbstverständlicher
Teil des Platzraums ist gelungen.
Der Brunnen erscheint an dieser Stelle
verzichtbar.
Die Öffnung zur Rosenhöhe zwischen
Bahnhof und neuem Gebäude lässt eine
gute Verknüpfung erwarten, allerdings ist die
Verbindung zum Woogspark wenig erkenn-
bar und nicht ausgeprägt.
Auch der Übergang des Platzraumes nach
Norden in einen grüngeprägten Ort ist eher
diffus.
Der Umgang mit der Rosenhöhe erscheint
sehr behutsam und folgt dem Parkpflege-
werk, nur im Bereich der Mausoleen ist
nicht erkennbar, auf welcher Grundlage sich
die Gestaltung begründet.
Preisgerichtsbeurteilung PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Hoffmann Leichter Ingenieurges. mbH, Berlin (Verkehr)
2. Preis
Insgesamt wird die Arbeit als sehr guter Bei-
trag gesehen, der die räumlichen Qualitäten
der unterschiedlichen Orte herausarbeitet
und stärkt und damit ein gutes langfristiges
Grundgerüst bieten könnte.
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Mercks Platz Rudolf-Mueller-Anlage Großer Woog
TSG 1846
Spiel- und Sportpark
Botanischer Garten
Edelsteinviertel
Olbrichweg
Spessartring
ehem. Palais
Rosenhöhe
Ostbahnhof
Aussichtspunkt
Rosenhöhe
OberfeldMathildenhöhe
Erich-Ollenhauer-Promenade
Er gliedert sich in drei Bereiche: einen offenen, repräsentativen Bahnhofsvorplatz und zwei, mit lo-
ckeren Baumhainen beschirmte, Nebenplätze. Hier ordnen sich Nutzungen wie Außengastronomie,
Wartebereiche, Ticketautomaten und offene Fahrradstellplätze an.
Der Bahnhofsvorplatz wird durch ein Wasserspiel und zwei Solitärbäume akzentuiert. Eine breite
Wegeachse verbindet den Bahnhofsplatz über einen Fußgängerübergang mit dem Großen Woog.
Ein exponierter Stadtbalkon markiert hier einen attraktiven Parkeingang.
Der Übergang zur Rosenhöhe wird durch eine lineare Plattenintarsie und eine Reihe aus Lichtstelen
betont.
Im nördlichen Bereich bündelt ein Mobilitätszentrum mehrere Angebote:
- eine Fahrradgarage mit ca. 250 Stellplätzen
- ein Café mit ca. 50 Innensitzplätze samt Außengastronomie
- ein öffentliches WC
- geschützte Wartebereiche für die Bushaltestelle am Schwarzwaldring
- Stadtinformation
Der Gebäuderiegel gliedert sich sich an den Schwarzwaldring an und arrondiert dadurch sowohl den
Straßenraum als auch den Bahnhofsvorplatz. Er schirmt zudem die Außengastronomie zur Straße
hin ab. Das Funktionsgebäude überdeckt teilweise die alte Bunkeranlage. Deren Eingangsschächte
bleiben jedoch, nach einer gestalterischen Intervention, als Einflugsluken für die Fledermäuse weiter
frei zugänglich.
Die Rosenhöhe
Die Vorgaben des Parkpflegewerks Rosenhöhe und der naturschutzfachlichen Stellungnahme wer-
den berücksichtigt. Das Wegekonzept des Parkpflegewerks wird übernommen. Die eigenständigen
Charaktere der verschiedenen Parkbereiche wie Allee, Ruhegarten, Rosarium etc. werden heraus -
gearbeitet.
Über die Vorgaben des Parkpflegewerks hinaus wird der Wiederherstellung der historischen
Blickachsen zum Großen Woog und zum Hochzeitsturm besondere Bedeutung zugemessen. Das
ehemalige Herrenhaus war dabei der historische Ausgangs- und Zielpunkt der Sichtachsen. Eine
Rauminstallation aus Metallstelen zeichnet den Baukörper des ehemaligen Palais Rosenhöhe nach.
Eine eingehängte Treppe führt zu einem Aussichtsbalkon. Aus der Ferne (Woog, Mathildenhöhe)
können somit diese historischen Blickbezüge wieder erlebt werden.
Auf dem Aussichtspunkt Rosenhöhe ermöglichen große Ruhebänke den Besuchern einen längeren
Aufenthalt. Robuste Holzdecks verwandeln einen Teilbereich der Obstplantage in eine naturnahe
„Bürger-Picknickwiese“.
Landschaftspark Darmbach-Woog
Der Entwurf versucht, die einzelnen, zum Teil fragmentierten Parkanlagen entlang des Darmbachs,
durch Flächenarrondierungen und Nutzungsverlagerungen zu einem zusammenhängenden und öf-
fentlich zugänglichen Grünzug „Darmbach-Woog“ zu verbinden.
Dabei fungieren neue Stadtplätze und Parkterrassen als Bindeglieder zwischen den einzelnen Par-
kanlagen. Die Aufenthaltsbereiche verweben zudem als attraktive Parkentrées den neuen Grünzug
mit den angrenzenden Stadtteilen.
Die denkmalgerecht sanierte Rosenhöhe wird dabei über das städtebauliche Scharnier Ostbahnhof
mit dem Grünzug verknüpft.
Die historischen Anlagen Mathildenhöhe, Großer Woog und Rosenhöhe nehmen konzeptionell auf-
einander Bezug. Insbesondere durch das konsequente Herausarbeiten wichtiger Sichtbeziehungen
zwischen diesen Orten wird diesem Umstand Rechnung getragen. Die Vorgaben aus dem Denk-
malschutz und den weiteren Voruntersuchungen fließen vollständig in die Entwurfskonzeption ein.
Östlicher Mercksplatz
Der nördliche Abschnitt der Martin-Buber-Straße wird derzeit nicht mehr als Verkehrsraum benötigt.
Es wird daher vorgeschlagen den Straßenabschnitt bis zur Landgraf-Georg-Straße als Fußgänger-
bereich umzugestalten. Der lineare Quartiersplatz formuliert einen Übergang zum östlichen Mercks-
platz und bildet einen attraktiven Eingang zum Park.
Rudolf-Mueller-Anlage
Der bestehende Park ist geprägt durch die sanfte Geländemodellierung des Darmbachtals und sei-
ne landschaftliche Wegeführung. Dieses reizvolle Potential wird durch eine räumliche Öffnung der
Parkmitte wieder besser erlebbar. Die großzügige Spiel- und Liegewiese im Parkinneren wird im
Norden und Süden durch Strauchpflanzungen etwas von den benachbarten Verkehrswegen abge-
schirmt.
Gräser- und Staudenpflanzungen begleiten die Spaziergänger entlang der Wege. Der sanierte Teich
bildet das Zentrum des Parks. Zwei kleine Spielbereiche werden nördlich des Teiches, außerhalb
der beiden zentralen Blickachsen, angeordnet. Eine Sitzstufenanlage im Hangbereich zur Beckstra-
ße verbindet die Rudolf-Mueller-Anlage mit dem Großen Woog.
Beckstraße
Die Beckstraße trennt die Rudolf-Mueller-Anlage vom Großen Woog. Es wird daher vorgeschlagen
die Straße dem Durchgangsverkehr zu entziehen und als attraktiv gestalteter Shared-Space-Be -
reich in den Park zu integrieren. Durch den reizvollen Ausblick auf die Rudolf-Mueller-Anlage bietet
sich die Beckstraße als exponierter Treffpunkt für Anwohner und Studenten an.
Die neue Platzfläche verbindet die beiden Parkanlagen und stellt insbesondere auch für Besucher,
die von der Mathildenhöhe kommen, einen attraktiven Eingangsbereich zum neuen Landschaftspark
Darmbach-Woog dar. Durch den Raumgewinn könnten im nördlichen Abschnitt, wie im Mobilitäts-
konzept Mathildenhöhe gefordert, sehr gut Fahrradstellplätze samt Fahrradmietsystem angeordnet
werden.
Großer Woog
Der denkmalgeschützte „Große Woog“ ist eine beliebte, zentrumsnahe Grünanlage. Seine Flächen
sind jedoch weitgehend durch halböffentliche und private Nutzungen wie den beiden Freibädern, der
Jugendherberge, dem Sportgelände der TSG 1846 und dem Schul- und Trainingsbad belegt. Durch
eine behutsame Flächenarrondierung wird der Große Woog stärker für eine dezidiert öffentliche
Nutzung erschlossen: Die Verlegung der alten Tennishalle nach Süden, die partielle Neutrassierung
des vorhandenen Rundwegs sowie geringfügige Anpassungen der Zaunverläufe von TSG und Frei-
bad ermöglichen die Schaffung von großzügigen, offenen Parkbereichen. Durch das behutsame
Auslichten des dichten Gehölzbestandes entstehen wieder deutliche Blickbezüge zum Wasser. Die
konsequente Verlagerung des Fahrradverkehrs in die Heinrich-Fuhr-Straße vermeidet Konflikte mit
den Fußgängern.
Besondere Anziehungspunkte bilden die neuen, exponierten Parkterrassen auf dem Woogsdamm,
im Bereich des ehemaligen Trainingsbads und am Übergang zum Ostbahnhof. Sie verbinden zudem
den Woog als attraktive Parkentrées mit den angrenzenden Stadtteilen.
TSG 1846
Das Areal der TSG nördlich des Darmbachs bleibt eingezäunt. Durch den Verzicht trennender und
einengender Gehölzpflanzungen wird das Vereinsgelände jedoch visuell mit dem Woogspark ver-
woben.
Die vorhandene, sanierungsbedürftige Tennishalle verhindert die Öffnung des Woogs zum Ostbahn-
hof und zur Rosenhöhe. Es wird daher vorgeschlagen auf dem unmittelbar südlich angrenzenden,
brachliegenden Sportfeld einen modernen Ersatzbau zu realisieren. Dies ermöglicht an dieser neu-
ralgischen Stelle eine wichtige räumliche Öffnung des Woogsparks zur Stadt.
Spiel- und Sportpark
Das Sportgelände südlich des Darmbachs wird für die Öffentlichkeit geöffnet und erweitert den neu-
en Grünzug bis zum Botanischen Garten. Der Darmbach wird in diesem Abschnitt renaturiert. Der
Ostparkweg verknüpft insbesondere die Wohngebiete jenseits der Hanauer Straße über eine neue
Brücke mit dem Park.
Spiel- und Sportinseln entlang des Darmbachs bieten attraktive Freizeitangebote für alle Generati-
onen. Dabei betonen die Spielobjekte die Bedeutung der Raumfahrt für Darmstadt. Neues aus dem
Weltall - alles dreht sich um das Forschen und die Bewegung im All.
Das denkmalgeschützte „Tor der Jugend“ bildet in Zukunft wieder den funktionalen Haupteingang.
Ostbahnhof
Der Bereich um den Ostbahnhof bildet das städtebauliche Scharnier zwischen dem Großen Woog
und der Rosenhöhe. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude markiert den östlichen Stadtein-
gang. Neben diesen stadträumlichen Aspekten erfüllt der Bereich gemäß dem Mobilitätskonzept
auch wichtige verkehrstechnische Aufgaben.
Der Bahnhofsbereich erhält einen einheitlichen, seiner stadträumlichen Bedeutung entsprechend
hochwertigen und robusten Naturstein-Pflasterbelag aus Granit.
Früherer Blick (vor 1869) über den Großen Woog zur Rosenhöhe
(Stadtarchiv Darmstadt) Die historischen Anlagen Mathildenhöhe, Großer Woog und Rosenhöhe nehmen
konzeptionell aufeinander Bezug. Blickachsen verbinden die Parkanlagen.
Konzept 1:2000
1004
33
3. Preis
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
34
Erläuterungsbericht
Landschaftspark Darmbach-Woog
Der Entwurf versucht, die einzelnen, zum
Teil fragmentierten Parkanlagen entlang
des Darmbachs, durch Flächenarrondierun-
gen und Nutzungsverlagerungen zu einem
zusammenhängenden und öffentlich zu-
gänglichen Grünzug „Darmbach-Woog“ zu
verbinden. Dabei fungieren neue Stadtplätze
und Parkterrassen als Bindeglieder zwischen
den einzelnen Parkanlagen. Die Aufenthalts-
bereiche verweben zudem als attraktive
Parkentrées den neuen Grünzug mit den
angrenzenden Stadtteilen.
Die denkmalgerecht sanierte Rosenhöhe
wird dabei über das städtebauliche Scharnier
Ostbahnhof mit dem Grünzug verknüpft.Die
historischen Anlagen Mathildenhöhe, Großer
Woog und Rosenhöhe nehmen konzeptio-
nell aufeinander Bezug. Insbesondere durch
das konsequente Herausarbeiten wichtiger
Sichtbeziehungen zwischen diesen Orten
wird diesem Umstand Rechnung getragen.
Die Vorgaben aus dem Denkmalschutz und
den weiteren Voruntersuchungen fließen
vollständig in die Entwurfskonzeption ein.
Barrierefreiheit
Die Rudolf-Mueller-Anlage, der Große Woog
und der Bereich am Ostbahnhof werden
durchgehend barrierefrei gemäß DIN 18040-
3 erschlossen.
In der Rosenhöhe können durch die neuen
Wegeverbindungen die Gefällesituationen
etwas verbessert werden. Partielle Längs-
gefälle von 4,5 % bis ca. 5,5 % bleiben hier
jedoch bestehen. Alle Bereiche sind stufen-
frei erreichbar.
Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit
Alle Maßnahmen sind dauerhaft angelegt.
Sowohl die zu realisierenden Maßnahmen
an sich als auch die dabei verwendeten
Materialien und Bautechniken erfüllen die
Standards der Ressourceneffizienz.
Technische und wirtschaftliche Realisier-
barkeit
Die Gestaltungssprache ist zurückhaltend
und orientiert sich an der Bestandssituation.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen, insbe-
sondere die Umgestaltung der Beckstraße,
die beiden Woogsterrassen, der Stadtbalkon
und der Bahnhofsplatz werden hochwertig
und robust angelegt. Sie entsprechen den
anerkannten Regeln der Technik und sind
gut in dem vorgegebenen Kostenrahmen
realisierbar.
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
Gesamtkonzept
3. Preis
Lageplan
M 1:1000
Längs-Schnitt Bereich Ostbahnhof 1:200
Woog-Terrasse
Familienbad
Spielplatz
Spiel- und Liegewiese
Entrée
östlicher MercksplatzMercksplatz
Jugend-
stilbad
Quartiersplatz
Beckstraße
(Shared Space)
Parkeingang
„Tor der Jugend“
Spiel- und Sportpark
Bolzplatz
Spielinseln
Erhalt Felsinghalle
Freibad
Freibad
öffentliche Liegewiese Woog-Terrasse
öffentliche Spiel- und
Liegewiese
Neubau Tennishalle
Blick zum See
Rundweg
Stadtbalkon
Ostbahnhof
Mobilitätszentrum
Matildenhöhe
Rosenhöhe
ehem. Palais
Rosenhöhe
TSG 1846
Eingang Tennis
neue Fuß- und
Radwegebrücke
Edelsteinviertel
Verbindung zum
botanischen Garten
Renaturierung
Darmbach
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Konzept Woogspark 1:1.000
Woog Freibad öffentliche Spiel- und Liegewiese Stadtbalkon Fußgängerüberweg Bahnhofsvorplatz mit Wasserspiel historischer Ostbahnhof
Blick auf dem See
1004
35
Östlicher Mercksplatz
Der nördliche Abschnitt der Martin-Buber-
Straße wird derzeit nicht mehr als Verkehrs-
raum benötigt. Es wird daher vorgeschlagen
den Straßenabschnitt bis zur Landgraf-
Georg-Straße als Fußgängerbereich umzuge-
stalten. Der lineare Quartiersplatz formuliert
einen Übergang zum östlichen Mercksplatz
und bildet einen attraktiven Eingang zum
Park.
Rudolf-Mueller-Anlage
Der bestehende Park ist geprägt durch die
sanfte Geländemodellierung des Darmbach-
tals und seine landschaftliche Wegeführung.
Dieses reizvolle Potential wird durch eine
räumliche Öffnung der Parkmitte wieder
besser erlebbar. Die großzügige Spiel- und
Liegewiese im Parkinneren wird im Norden
und Süden durch Strauchpflanzungen etwas
von den benachbarten Verkehrswegen
abgeschirmt.
Gräser- und Staudenpflanzungen begleiten
die Spaziergänger entlang der Wege. Der
Vertiefung Woogspark Lageplan
3. Preis
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
36
sanierte Teich bildet das Zentrum des Parks.
Zwei kleine Spielbereiche werden nördlich
des Teiches, außerhalb der beiden zentralen
Blickachsen, angeordnet. Eine Sitzstufen-
anlage im Hangbereich zur Beckstraße
verbindet die Rudolf-Mueller-Anlage mit dem
Großen Woog.
Beckstraße
Die Beckstraße trennt die Rudolf-Mueller-
Anlage vom Großen Woog. Es wird daher
vorgeschlagen die Straße dem Durchgangs-
verkehr zu entziehen und als attraktiv gestal-
teter Shared-Space-Bereich in den Park zu
integrieren. Durch den reizvollen Ausblick
auf die Rudolf-Mueller-Anlage bietet sich die
Beckstraße als exponierter Treffpunkt für
Anwohner und Studenten an.
Die neue Platzfläche verbindet die beiden
Parkanlagen und stellt insbesondere auch
für Besucher, die von der Mathildenhöhe
kommen, einen attraktiven Eingangsbereich
zum neuen Landschaftspark Darmbach-
Woog dar. Durch den Raumgewinn könnten
im nördlichen Abschnitt, wie im Mobilitäts-
konzept Mathildenhöhe gefordert, sehr gut
Fahrradstellplätze samt Fahrradmietsystem
angeordnet werden.
Großer Woog
Der denkmalgeschützte „Große Woog“ ist
eine beliebte, zentrumsnahe Grünanlage.
Seine Flächen sind jedoch weitgehend durch
halböffentliche und private Nutzungen wie
den beiden Freibädern, der Jugendherber-
ge, dem Sportgelände der TSG 1846 und
dem Schul- und Trainingsbad belegt. Durch
eine behutsame Flächenarrondierung wird
der Große Woog stärker für eine dezidiert
öffentliche Nutzung erschlossen: Die Verle-
gung der alten Tennishalle nach Süden, die
partielle Neutrassierung des vorhandenen
Rundwegs sowie geringfügige Anpassun-
gen der Zaunverläufe von TSG und Freibad
ermöglichen die Schaffung von großzügigen,
offenen Parkbereichen. Durch das behutsa-
me Auslichten des dichten Gehölzbestandes
entstehen wieder deutliche Blickbezüge zum
Wasser. Die konsequente Verlagerung des
Fahrradverkehrs in die Heinrich-Fuhr-Straße
vermeidet Konflikte mit den Fußgängern.
Besondere Anziehungspunkte bilden die
neuen, exponierten Parkterrassen auf dem
Woogsdamm, im Bereich des ehemaligen
Trainingsbades und am Übergang zum Ost-
bahnhof. Sie verbinden zudem den Woog als
attraktive Parkentrées mit den angrenzenden
Stadtteilen.
TSG 1846
Das Areal der TSG nördlich des Darmbachs
bleibt eingezäunt. Durch den Verzicht tren-
nender und einengender Gehölzpflanzungen
wird das Vereinsgelände jedoch visuell mit
dem Woogspark verwoben.
Die vorhandene, sanierungsbedürftige
Tennishalle verhindert die Öffnung des
Woogs zum Ostbahnhof und zur Rosenhö-
he. Es wird daher vorgeschlagen, auf dem
unmittelbar südlich angrenzenden, brachlie-
genden Sportfeld einen modernen Ersatzbau
zu realisieren. Dies ermöglicht an dieser
neuralgischen Stelle eine wichtige räumliche
Öffnung des Woogsparks zur Stadt.
Spiel- und Sportpark
Das Sportgelände südlich des Darmbachs
wird für die Öffentlichkeit geöffnet und
erweitert den neuen Grünzug bis zum Bota-
nischen Garten. Der Darmbach wird in die-
sem Abschnitt renaturiert. Der Ostparkweg
verknüpft insbesondere die Wohngebiete
jenseits der Hanauer Straße über eine neue
Brücke mit dem Park.
Spiel- und Sportinseln entlang des Darm-
bachs bieten attraktive Freizeitangebote
für alle Generationen. Dabei betonen die
Spielobjekte die Bedeutung der Raumfahrt
für Darmstadt. Neues aus dem Weltall - alles
dreht sich um das Forschen und die Bewe-
gung im All.
Das denkmalgeschützte „Tor der Jugend“
bildet in Zukunft wieder den funktionalen
Haupteingang.
Woogspark geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
3. Preis
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
öffentliche Spiel- und
Liegewiese
Blick zum See
Fußgänger-
übergang
Fußgänger-
übergang
Rosenhöhe
Außengastronomie
Bahnhofsvorplatz
Haltestelle (Bus)
Außengastronomie
wasserbed. Wegedecke
Baumhain aus
Zierkirschen
Plattenband, Granit
Platzbelag: Granit Kleinsteinpflaster
Verlegeart: in Passe
Terrasse
Blick zum
Hochzeitsturm
Blick zum
Woog Balkon
Aussichtstreppe
ehemaliges
Palais Rosenhöhe
Metallstelen
historisches
Portal
Einfassung: Stahl
Wasserspiel
Steinbank: Granit
Oberfläche: poliert
Leuchtstele
Haltestelle (Bus)
Haltestelle (Bus)
Landgraf-Georg-Straße
Erbacher Straße
historischer
Ostbahnhof
Freibad
Woog
Zaunverlauf
Rundweg
Ersatzneubau
Tennishalle
Detail Ostbahnhof 1:50 Lageplan Ostbahnhof, samt Umfeld 1:500
Perspektive Ostbahnhof samt Umfeld
TSG 1846
Stadtbalkon
Mobilitäts-
zentrum
Eingang zum
Bunker
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Haltestelle (Bahn)
Ticketverkauf
Wartebereich
Fahrradstellplätze
Spessartring
Olbrichweg Bernhard-Sälzer-Platz
Seiterswegbrücke
Löwentor
Detail Rosenhöhe 1:200
1004
öffentliche Spiel- und
Liegewiese
Blick zum See
Fußgänger-
übergang
Fußgänger-
übergang
Rosenhöhe
Außengastronomie
Bahnhofsvorplatz
Haltestelle (Bus)
Außengastronomie
wasserbed. Wegedecke
Baumhain aus
Zierkirschen
Plattenband, Granit
Platzbelag: Granit Kleinsteinpflaster
Verlegeart: in Passe
Terrasse
Blick zum
Hochzeitsturm
Blick zum
Woog Balkon
Aussichtstreppe
ehemaliges
Palais Rosenhöhe
Metallstelen
historisches
Portal
Einfassung: Stahl
Wasserspiel
Steinbank: Granit
Oberfläche: poliert
Leuchtstele
Haltestelle (Bus)
Haltestelle (Bus)
Landgraf-Georg-Straße
Erbacher Straße
historischer
Ostbahnhof
Freibad
Woog
Zaunverlauf
Rundweg
Ersatzneubau
Tennishalle
Detail Ostbahnhof 1:50 Lageplan Ostbahnhof, samt Umfeld 1:500
Perspektive Ostbahnhof samt Umfeld
TSG 1846
Stadtbalkon
Mobilitäts-
zentrum
Eingang zum
Bunker
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Haltestelle (Bahn)
Ticketverkauf
Wartebereich
Fahrradstellplätze
Spessartring
Olbrichweg Bernhard-Sälzer-Platz
Seiterswegbrücke
Löwentor
Detail Rosenhöhe 1:200
1004
Detail Bahnhofsvorplatz
37
Vertiefung Ostbahnhof Lageplan
3. Preis
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
öffentliche Spiel- und
Liegewiese
Blick zum See
Fußgänger-
übergang
Fußgänger-
übergang
Rosenhöhe
Außengastronomie
Bahnhofsvorplatz
Haltestelle (Bus)
Außengastronomie
wasserbed. Wegedecke
Baumhain aus
Zierkirschen
Plattenband, Granit
Platzbelag: Granit Kleinsteinpflaster
Verlegeart: in Passe
Terrasse
Blick zum
Hochzeitsturm
Blick zum
Woog Balkon
Aussichtstreppe
ehemaliges
Palais Rosenhöhe
Metallstelen
historisches
Portal
Einfassung: Stahl
Wasserspiel
Steinbank: Granit
Oberfläche: poliert
Leuchtstele
Haltestelle (Bus)
Haltestelle (Bus)
Landgraf-Georg-Straße
Erbacher Straße
historischer
Ostbahnhof
Freibad
Woog
Zaunverlauf
Rundweg
Ersatzneubau
Tennishalle
Detail Ostbahnhof 1:50 Lageplan Ostbahnhof, samt Umfeld 1:500
Perspektive Ostbahnhof samt Umfeld
TSG 1846
Stadtbalkon
Mobilitäts-
zentrum
Eingang zum
Bunker
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Haltestelle (Bahn)
Ticketverkauf
Wartebereich
Fahrradstellplätze
Spessartring
Olbrichweg Bernhard-Sälzer-Platz
Seiterswegbrücke
Löwentor
Detail Rosenhöhe 1:200
1004
38
Der Bereich um den Ostbahnhof bildet das
städtebauliche Scharnier zwischen dem
Großen Woog und der Rosenhöhe. Das
denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude
markiert den östlichen Stadteingang. Neben
diesen stadträumlichen Aspekten erfüllt der
Bereich gemäß dem Mobilitätskonzept auch
wichtige verkehrstechnische Aufgaben.
Der Bahnhofsbereich erhält einen einheit-
lichen, seiner stadträumlichen Bedeutung
entsprechend hochwertigen und robusten
Naturstein-Pflasterbelag aus Granit.
Er gliedert sich in drei Bereiche: einen offe-
nen, repräsentativen Bahnhofsvorplatz und
zwei, mit lockeren Baumhainen beschirmte
Nebenplätze. Hier ordnen sich Nutzungen
wie Außengastronomie, Wartebereiche,
Ticketautomaten und offene Fahrradstellplät-
ze an.
Der Bahnhofsvorplatz wird durch ein Was-
serspiel und zwei Solitärbäume akzentuiert.
Eine breite Wegeachse verbindet den Bahn-
hofsplatz über einen Fußgängerübergang mit
dem Großen Woog.
Ein exponierter Stadtbalkon markiert hier
einen attraktiven Parkeingang.
Der Übergang zur Rosenhöhe wird durch
eine lineare Plattenintarsie und eine Reihe
aus Lichtstelen betont.
Im nördlichen Bereich bündelt ein Mobili-
tätszentrum mehrere Angebote:
- eine Fahrradgarage mit ca. 250
Stellplätzen
- ein Café mit ca. 50 Innensitzplätzen
samt Außengastronomie
- ein öffentliches WC
- geschützte Wartebereiche für die
Bushaltestelle am Schwarzwaldring
- Stadtinformation
Der Gebäuderiegel gliedert sich an den
Schwarzwaldring an und arrondiert dadurch
sowohl den Straßenraum als auch den
Bahnhofsvorplatz. Er schirmt zudem die
Außengastronomie zur Straße hin ab. Das
Funktionsgebäude überdeckt teilweise die
alte Bunkeranlage. Deren Eingangsschächte
bleiben jedoch, nach einer gestalterischen
Intervention, als Einflugsluken für die Fleder-
mäuse weiter frei zugänglich.
Ostbahnhof
Perspektive Ostbahnhof Übergang zum Woogspark
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
3. Preis
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
Lageplan
M 1:1000Quer-Schnitt Bereich Ostbahnhof 1:200
Neubau Tennishalle
Blick zum See
Rundweg
Stadtbalkon
Ostbahnhof
Mobilitätszentrum
Spessartring
Bernhard-Sälzer-Platz
Löwentor
Altes
Mausoleum
Rosenhöhe
Tor
ehem. Palais
Rosenhöhe
TSG 1846
Rosarium
Bürger Picknickwiese
spanischer Turm
Obstplantage
Aussichtsplatz
Aussichtsplatz
Spiel und
öffentliche Liegewiese
Freibad
Zaun Freibad
Oberfeld
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Konzept 1:1.000
Hain aus Zierkirschen Außengastronomie Weg zur Rosenhöhe Wasserspiel Bahnhofsvorplatz Sitzbänke Hain aus Zierkirschen Wartebereich
1004
39
Vertiefung Park Rosenhöhe Lageplan
3. Preis
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
170 602
öffentliche Spiel- und
Liegewiese
Blick zum See
Fußgänger-
übergang
Fußgänger-
übergang
Rosenhöhe
Außengastronomie
Bahnhofsvorplatz
Haltestelle (Bus)
Außengastronomie
wasserbed. Wegedecke
Baumhain aus
Zierkirschen
Plattenband, Granit
Platzbelag: Granit Kleinsteinpflaster
Verlegeart: in Passe
Terrasse
Blick zum
Hochzeitsturm
Blick zum
Woog Balkon
Aussichtstreppe
ehemaliges
Palais Rosenhöhe
Metallstelen
historisches
Portal
Einfassung: Stahl
Wasserspiel
Steinbank: Granit
Oberfläche: poliert
Leuchtstele
Haltestelle (Bus)
Haltestelle (Bus)
Landgraf-Georg-Straße
Erbacher Straße
historischer
Ostbahnhof
Freibad
Woog
Zaunverlauf
Rundweg
Ersatzneubau
Tennishalle
Detail Ostbahnhof 1:50 Lageplan Ostbahnhof, samt Umfeld 1:500
Perspektive Ostbahnhof samt Umfeld
TSG 1846
Stadtbalkon
Mobilitäts-
zentrum
Eingang zum
Bunker
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Haltestelle (Bahn)
Ticketverkauf
Wartebereich
Fahrradstellplätze
Spessartring
Olbrichweg Bernhard-Sälzer-Platz
Seiterswegbrücke
Löwentor
Detail Rosenhöhe 1:200
Detail Rosenhöhe mit Rauminstallation und Aussichtsbalkon
40
Die Vorgaben des Parkpflegewerks Ro-
senhöhe und der naturschutzfachlichen
Stellungnahme werden berücksichtigt. Das
Wegekonzept des Parkpflegewerks wird
übernommen. Die eigenständigen Charak-
tere der verschiedenen Parkbereiche wie
Allee, Ruhegarten, Rosarium etc. werden
herausgearbeitet.
Über die Vorgaben des Parkpflegewerks
hinaus wird der Wiederherstellung der
historischen Blickachsen zum Großen
Woog und zum Hochzeitsturm besondere
Bedeutung zugemessen. Das ehemalige
Herrenhaus war dabei der historische Aus-
gangs- und Zielpunkt der Sichtachsen. Eine
Rauminstallation aus Metallstelen zeichnet
den Baukörper des ehemaligen Palais
Rosenhöhe nach. Eine eingehängte Treppe
führt zu einem Aussichtsbalkon. Aus der
Ferne (Woog, Mathildenhöhe) können so-
mit diese historischen Blickbezüge wieder
erlebt werden.
Auf dem Aussichtspunkt Rosenhöhe
ermöglichen große Ruhebänke den Besu-
chern einen längeren Aufenthalt. Robuste
Holzdecks verwandeln einen Teilbereich der
Obstplantage in eine naturnahe „Bürger-
Picknickwiese“.
Park Rosenhöhe geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
3. Preis
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Woog Blick
„Neues aus dem All“
Renaturierter Darmbach
Zaunverlauf
Heinrich-Fuhr-Straße
Rundweg
öffentliche Liegewiese
Café + WC
Eingang Freibad
Boule
Tischtennis
Trampolin
Woog - Terrasse
Fahrradstellplätze
Freibad
„Tor der Jugend“
Perspektive Woog-Terrasse
Detail Woog-Park 1:200
„Unbekante
Flugobjekte“
Rundweg
Eingang TSG 1846Zaunverlauf
1004
Perspektive Woogterasse
41
3. Preis
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
42
Die Grundidee des Entwurfes ist die
Wiederherstellung nicht oder nicht mehr
vorhandener Blickbezüge: vom Ostbahn-
hof zum Woog, aber auch zwischen der
Rosenhöhe und der Mathildenhöhe oder von
der Rosenhöhe zum Odenwald. Teilweise
werden diese Blickbezüge durch Entnahme
von Bäumen hergestellt, teilweise – wie an
der neuen Woogterrasse - auch durch neue
bauliche Anlagen.
Die Vernetzung der Grünanlagen unterein-
ander und mit der Stadt wird darüber hinaus
auch durch eine Stärkung vorhandener oder
den Bau neuer Wegeverbindungen erreicht.
Die Verbindung vom Ostbahnhof zum Woog
wird durch einen großzügigen Trichter
betont, über den sich vom Bahnhofsplatz ein
attraktiver Blick auf die Wasserfläche öffnet.
Diese Grundidee sollte auch dann beibehal-
ten werden, wenn die Tennishalle nicht –
wie im Entwurf vorgesehen – „verschoben“
werden kann.
Entlang des südlichen Woogufers schlägt
der Entwurf anstelle der heutigen Spiel-
anlagen eine großzügige Liegewiese vor;
diese Anlage bietet attraktive Blicke auf den
Woog und das Freibad, die Verlagerung der
Spielanlagen in den Bereich der heutigen
Sportflächen kann dort allerdings zu Schwie-
rigkeiten führen.
Die vorgeschlagene neue Woogterrasse
stellt eine angenehme und reizvolle Mög-
lichkeit dar, den Woog auf eine neue Weise
zu erleben. Die Möglichkeit, von hier das
Geschehen im gegenüberliegenden Freibad
mit dem großen Sprungturm zu beobachten,
gibt dem Ort einen besonderen Reiz. Außer-
dem lockt das Panorama mit Elisabethenstift
und Mathildenhöhe.
Der Vorplatz vor dem Ostbahnhof über-
springt die Bundesstraße, indem auf der
südwestlichen Straßenseite ein „Stadtbal-
kon“ mit großzügigen Sitzmöglichkeiten
ausgebildet wird. Durch die Anordnung des
Mobilitätszentrums auf der vorhandenen
Bunkeranlage wird der Bahnhofsvorplatz
nördlich gefasst.
Die Änderungen und Ergänzungen im Park
Rosenhöhe sind angenehm zurückhaltend,
die vorgeschlagenen Wegeergänzungen
innerhalb des Parks greifen alte Wege auf
oder ergänzen sie subtil. Im ehemaligen
Palais Rosenhöhe wird vorgeschlagen, die
frühere Baumasse durch eine Installation
aus Metallstelen nachzuzeichnen; über eine
eingehängte Treppenanlage wird ein Aus-
sichtsbalkon erreicht, von dem aus sich ein
Blick bietet wie aus der früheren Belle Etage
des Palais.
Das Ziel der Barrierefreiheit ist nicht in allen
Bereichen beachtet. Der Woogsdamm ist
barrierefrei nur sehr umwegig erreichbar.
Der Entwurf erreicht mit eher punktuellen
Eingriffen auf gelungene Weise eine positive
Vernetzung von Freiflächen und Stadt. In sei-
nen überwiegenden Teilen erscheint er ohne
wesentliche Änderungen realisierbar.
Preisgerichtsbeurteilung geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
3. Preis
Planungsbüro v. Mörner+Jünger, Darmstadt (Verkehrsplanung) / Planquadrat Part GmbH, Darmstadt (Stadtplanung)
43
44
Anerkennung
45
Anerkennung
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
Gerber Architekten Gmbh, Dortmund
ARGUS Stadt und Verkehr, C. Ludwig, M.Sc., Hamburg
46
Die Grundidee des Entwurfes basiert auf
bänderförmig verlaufenden Verbindungs-
wegen und Bepflanzungen, welche die 3
Parkbereiche verbinden sollen. Während die
Wegeführung wirkungsvolle Verbindungen
ermöglicht, wirkt das als Daueranlage vorge-
schlagene Gräser-Staudenband insbesonde-
re im Park Rosenhöhe als zu überzogen.
Richtigerweise bindet der Weg durch die
Rudolf-Mueller-Anlage beide Teile des
Mercksplatzes an und umfasst den als zen-
tralen Bereich der Anlage neu gestalteten
kleinen Teich mit Holzdeck und Spielflächen
als attraktiven Mittelpunkt. Der renaturierte
Darmbach ist gelungen in die Gestaltung
eingebunden.
Die Wegeführung südlich des Woogs führt
drei Stege als Aussichtspunkte über das
Gewässer und bindet damit die umliegenden
Quartiere an den Park an. Der Holzsteg am
Cafe Woogdamm wird in seiner Höhenlage
kritisch beurteilt. Ein attraktiver barrierefreier
Zugang ist nicht erkennbar. Die bestehende
Zäsur durch die Beckstraße bleibt leider
unverändert.
Der großzügige Zugang am Tor der Jugend
mit Eingang zum Bad ist funktional, jedoch
gestalterisch wenig ausformuliert. Die
angrenzenden neuen Sportflächen zeigen
wenig verbindende Qualitäten. Der Weg am
nördlichen Ufer umfasst die Tennishalle mit
zwei Platzbereichen und schafft trotz des
vorhandenen Gebäudes eine wirkungsvolle
Öffnung zum Woogspark.
Aus dem Wegeverlauf heraus führt eine
Pflasterintarsie über die B26 über den
Bahnhofsplatz zum Pförtnerhaus Rosenhö-
he. Die Mobilitätsstation und Gastronomie
bilden eine gelungene neue Platzkante am
Bahnhof. Das WC liegt zu abgeschieden. Die
Vorgaben der Verkehrsplanung sind erfüllt.
Die vorgeschlagenen Belagsdifferenzierun-
gen zur Straße und die Baumstandorte auf
dem Platz wirken schematisch und wider-
sprechen dem verbindenden Gedanken.
Der Park Rosenhöhe bleibt mit Ausnahme
des Bereiches um das Palais weitgehend
unverändert. Die benannten barrierefreien
zusätzlichen Wege sind nicht erkennbar. Die
gestalterische Ausformung der „Künstler-
bühne“ am Palais wird durch die umfang-
reiche Veränderung der Topographie als zu
starker Eingriff in das Gartendenkmal gese-
hen. Die Ergänzungen am Spanischen Turm
sind dagegen zurückhaltender formuliert. Die
vorgeschlagene Nutzung wird kontrovers
diskutiert.
Insgesamt wird die Idee der „geschwunge-
nen Bänder“ - Verbindungsbänder - als zu
schwaches Traggerüst für die anstehenden
Gestaltungsaufgaben gesehen. Die Stärken
der Arbeit liegen in der Aufwertung der
Rudolf-Mueller-Anlage und des Bahnhofs-
platzes.
Gerber Architekten Gmbh, Dortmund
ARGUS Stadt und Verkehr, C. Ludwig, M.Sc., Hamburg
Preisgerichtsbeurteilung
Anerkennung
47
Anerkennung
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
ARGE bbz landschaftsarchitekten berlin gmbH und bbz landschaftsarchitekten freiburg
48
Die Grundidee der Verfasser, alle drei Ent-
wurfsbereiche zu einem großen, zusammen-
hängenden Landschaftspark mit vielfältigen
Verknüpfungspunkten an das städtische
Erschließungsnetz hin zu entwickeln, wird
ausdrücklich begrüßt und stellt ein tragfähi-
ges Konzept dar.
Der Parkplatz auf dem öffentlichen Mercks-
platz wird zu Gunsten eines großzügigen
Zugangs zur Rudolf-Mueller-Anlage aufge-
geben. Die entfallenden Stellplätze sollen in
einem Parkhaus am Südrand der Parkfläche
ersetzt werden. Der Vorschlag entspricht
nicht der Auslobung des Wettbewerbes.
Die vorhandenen Gehölzstrukturen werden
verdichtet, um bei gleichzeitiger Entfernung
einzelner Bäume eine stärkere Raumbildung
im Park zu ermöglichen. Auch das Wegenetz
wird zu diesem Zwecke stark verändert.
Auf diese Weise entsteht ein spannendes
Spiel zwischen besonnten und verschatteten
Flächen. Die Spielbereiche werden an einem
der beiden neuen Hauptwege konzentriert.
Lage und Führung der Nebenwege greifen
die natürlichen Laufbeziehungen nicht auf.
Der kleine See wird durch eine Flachwasser-
zone erweitert.
Der öffentliche Raum von Beckstraße und
Woogsdamm wird durch Anpflanzung von
zwei zusätzlichen Baumreihen aufgewertet.
Anpflanzungen im Dammkörper müssen aus
technischer, aber auch denkmalpflegerischer
Sicht kritisch geprüft werden. Gleiches gilt
für den an und für sich guten Vorschlag, die
barrierefreie Erreichbarkeit der Dammkrone
durch den Bau von zwei Rampen zu ermög-
lichen. Blickbezüge vom Woogsdamm in die
Rudolf-Mueller-Anlage sollten auch weiterhin
angeboten werden, insofern ist auch die
Baumreihe westlich der Beckstraße zu
unterbrechen.
Das Südufer des Woogs wird durch eine
Schilfzone ergänzt. Ein großzügiges Wege-
band bis zum Botanischen Garten begleitet
ein vielfältiges Spiel- und Sportangebot,
das auch die Fläche des bisherigen Schul-
und Trainingsbades einschließt. Die neuen
Seeterrassen bieten ein reizvolles, nichtkom-
merzielles Aufenthaltsangebot für Bürge-
rinnen und Bürger. Lage und Geradlinigkeit
des neuen Wegenetzes werden in weiten
Teilen kritisch gesehen. Die Aussagen zum
geforderten Sportpark auf dem TSG-Gelände
sind nicht ausreichend differenziert.
Eine hervorzuhebende Besonderheit des
Entwurfsvorschlags stellt der Entfall der
Tennishalle auf dem TSG-Gelände und die
Anlage einer sehr großzügigen, begrünten
Terrasse als attraktive Verbindung zwischen
Woog und Ostbahnhof an ihrer Stelle dar.
Die Dimension der Terrassenanlage wird
negativ bewertet.
Das Gelände des Ostbahnhofs wird durch
eine Mobilitätsstation in südlicher Verlänge-
rung des historischen Bauwerks vorgeschla-
gen, das gastronomische Angebot wird auf
der Bunkeranlage angeordnet. Die Verbin-
dung zwischen Woogspark und Rosenhöhe
ist kraftvoll ausgebildet, die formale Ausprä-
gung der Bushaltestelle als Verkehrsfläche
wird jedoch kritisiert. Die vorgesehenen
Parkkanten können deshalb die gestellte
Entwurfsaufgabe nicht lösen. Die dargestell-
ten Gestaltungselemente mit großformatigen
Platten, Solitärbäumen und Fontänenfeld
lassen ansprechende Aufenthaltsqualität auf
dem Bahnhofsvorplatz erwarten.
Die Eingriffe in die Rosenhöhe sind insgesamt
zurückhaltend, einige der neuen Wegeführun-
gen werden dennoch kritisch gesehen. Die
vorgeschlagene Baumallee im Olbrichweg
wird insbesondere in denkmalpflegerischer
Hinsicht infrage gestellt. Für den Spanischen
Turm wird ein gastronomischer Betrieb mit
Biergarten vorgeschlagen, zu dessen Andie-
nung jedoch keine hinreichenden Aussagen
getroffen werden. Die Grenzen des Parks
nach Osten sind zu respektieren.
Die Arbeit stellt insgesamt einen qualitätsvol-
len Beitrag dar, der in Teilbereichen jedoch
Defizite aufweist.
ARGE bbz landschaftsarchitekten berlin gmbH und bbz landschaftsarchitekten freiburgPreisgerichtsbeurteilung
Anerkennung
1013
49
Anerkennung
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
faktorgruen Partnergesellschaft mbB, Landschaftsarchitekten & Beratende Ingenieure, Freiburg im Breisgau
50
Die Leitidee des Verfassers ist es, entspre-
chend dem Leitbild der Wissenschaftsstadt
Darmstadt „Aus Tradition innovativ“ die
Innovationslinien der Stadt des Jugendstils
und der Wissenschaft zu stärken.
Durch die Anlage von Pflanzbändern ver-
sucht der Verfasser den grünen Wandel zu
versinnbildlichen. Die zweite Leitidee ist die
Vernetzung der angrenzenden Quartiere mit
den Parkanlagen. Dies geschieht über kleine
Entreeplätze an die die Wegebeziehungen
aus den Quartieren angebunden werden.
In diesem Gedanken liegt die Stärke dieser
Arbeit.
Die Entreeplätze befinden sich an drei zent-
ralen Orten rund um den Woog. Der Platz an
der Darmstraße – Ecke Gerviniusstraße wan-
delt einen Nicht-Ort in einen angemessenen
Zugang aus dem Quartier in den Park.
Der Platz am Portal der Jugend schafft ein
Gelenk zwischen den Quartiersstraßen, der
Woogspromenade, der Fahrradstraße Hein-
rich Fuhr Straße und bindet den Ostbahn-
hofsbereich über den Froschweg an. Die
Würdigung des Portals der Jugend gelingt
durch Freistellung auf einer erweiterten
Platzfläche. Diese Fläche schafft die Mög-
lichkeit, die bereits vorhandene Gastronomie
auf den Außenbereich zu erweitern.
Ein weiterer Entreeplatz markiert den Ein-
gangsbereich in die Parkanlage aus Richtung
des Ostbahnhofes. Der sich nach Westen
öffnende Platz ermöglicht den Blick zum
See. Die Terrassierung der Fläche akzentu-
iert den Gedanken des Verfassers.
Zur Verbesserung der Quartiersvernetzung
trägt auch die Umgestaltung der Beckstraße
mit platzartigen Aufweitungen an deren En-
den bei. Die Verbindung der Rudolf Mueller
Anlage mit der Krone des Woogsdamms
geschieht über eine Treppenanlage, die über
die terrassierte Westflanke des Damms
führt.
Ungelöst bleibt die Fuß- und Radwegeanbin-
dung von der Innenstadt zur Rudolf-Mueller-
Anlage. Ein barrierefreier Zugang von der
Beckstraße/Rudolf-Mueller-Anlage wird nicht
geschaffen. Es bleibt bei der bereits vorhan-
denen Rampe.
Der Ufererlebnisweg entlang des Südufers
des Woogs ist ein gelungener Beitrag zur
Verbesserung der Erlebbarkeit der Was-
serfläche. Die Idee der Verlängerung der
historischen Betonstege ist interessant. Die
Abgrenzung zwischen historischem Bestand
und Erweiterung sollte ablesbar sein.
Die Seebühne im Osten ist nicht zwingend
erforderlicher Gestaltungsbeitrag.
Der Südrand der Grünanlage ist durch ein
Spiel- und Sportband gefasst, das bis zum
botanischen Garten fortgeführt wird. Die
Versetzung der Felsing-Halle wird vom
Verfasser vorgeschlagen. Aus Gründen des
Lärmschutzes ist zu erwägen, die Spiel- und
Sportfelder im östlichen Bereich mit der
Spielwiese zu tauschen.
Das zentrale Element der Pflanzbänder ist
insbesondere für die Rosenhöhe kritisch zu
sehen, ebenso wie die Anlage neuer Wege
am Rand des Rosenhöhe-Parks.
Der Entwurf sieht am Ostrand des Rosenhö-
he Parks, um den Spanischen Turm herum,
ausgreifende Flächen für Gastronomie,
Umweltforum und Ausstellungen vor. Diese
sind zu groß dimensioniert.
Der Bereich des Ostbahnhofes bleibt im
Entwurf weitgehend unklar. Die Fortführung
des Grünzuges entlang der Odenwaldbahn
bis an den Seitersweg strukturiert die Nord-
Süd-Achse im Umfeld des Ostbahnhofes.
Preisgerichtsbeurteilung
Anerkennung
faktorgruen Partnergesellschaft mbB, Landschaftsarchitekten & Beratende Ingenieure, Freiburg im Breisgau
51
52
Weitere Beiträge
572468
DARMSTADT IS(S)T. . !
LECKER! DIGITAL!
KULTURELL! NACHHALTIG!
SCHÖN! BÜRGERNAH!
WOOG
WOOG WAY
OSTPARKWEG
FROSCHWEGHOCHZEITSWEG
KULTURACHSE
ROSENHÖHE
MATHILDENHÖHE
„So wird Darmstadt zum internationalen Showcase für die Stadt der Zukunft
– zum Nutzen der Menschen vor Ort.“ Jochen Partsch
Die „Digitale Stadt“ vernetzt und verbindet die Menschen die in ihr wohnen. Ziel dabei ist die Steigerung
der Lebensqualität und Attraktivität für den Menschen. Dies wird erreicht duch Ressourcen- und
Mobilitätseffizienz die auch dem Klima und der Umwelt zu Gute kommt. Die „Digitale Stadt“ kann aber
auch ein wichtiges Werkzeug für die Verwaltung sein, die Wünsche ihrer Bürger und der Wirtschaft
wahrnehmen zu können und umzusetzen.
„Wir wollen Darmstadt zur »Essbaren Stadt« machen und laden Euch alle
herzlich dazu ein, mitzumachen und mitzugestalten!“ essbaresdarmstadt.de
Die essbare Stadt steht für mehr als den Anbau von Lebensmitteln. Es steht für ein nachhaltig
denkendes Darmstadt und dafür, dass die Stadt mit Ihren Bewohnern als Ökosytem verstanden wird.
Der Anbau von Wasserpflanzen im Woog reinigt das Wasser zum Baden, wandelt sich später um zu
Biokompost und lässt somit Gemüse und Kräuter aufblühen. Ein lokaler Cradle to Cradle (C2C) Kreislauf
ist produktiv und lässt keine Abfälle entstehen.
„Ich wahß net, ich hab heit schon de ganze Daag so en vasteckte Dorscht.“
Der Datterich
Der Datterich steht für Darmstadt und für regionale Kultur, am neuen Woog und seiner Umgebung fühlt
er sich wohl. Er erzählt Besuchern und Touristen mehrsprachig über die essbare und digitale Stadt hilft
ihnen dabei sich zurecht zu finden. Ein Audioguide und eine neue digitale Besucherführung wird mit
Abstimmung mit der Stadt Darmstadt und den Bürgern erarbeitet und hilft Informationen barrierefrei
darzustellen und zugänglich zu machen.
DIE DIGITALE STADT
DARMSTADT IST WISSENSCHAFT
DIE ESSBARE STADT
DARMSTADT IST LEBEN
DER DATTERICH
DARMSTADT IST KULTUR
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Ökologische Qualität Ökonomische Qualität Soziokulturelle- und
funktionale QualitätERHAL T UND FÖRDERUNG DER
BIOLOGISCHEN VIELFAL T
NUTZUNG VON VORHANDENER
INFRASTRUKTUR
STÄRKUNG DES SOZIALEN MIT-
EINANDERS UND AUSTAUSCHS
STEIGERUNG DES WOHLBEFINDENS
UND DER GESUND
PRODUKTIVE NUTZUNG
VON FLÄCHEN
LEBENSZYKLUSANALYSE DER
GEPLANTEN MASSNAMEN
MINIMIERUNG DER VERSIEGELUNG
NAHRUNGSMITTELANBAU
REGENWASSERMANAGEMENT UND
LOKALE REINIGUN & INFIL TRATITON
Leitidee und Grundkonzept
Die konzeptionellen Leitideen des Entwurfs sind die “Essbare Stadt”, “Digitale Stadt”
und “Der Datterich”, eine freie Interpretation der Darmstädter Themen - Leben,
Wissenschaft und Kultur . Die Leitideen erlauben leicht eine konkrete Umsetzung in
realisierbare Maßnahmen.
Diese Maßnahmen sind sehr geeignet, die Bürgerschaft in die Planungs- und
Gestaltungs-prozesse mit einzubinden und eine nachhaltige Stadtentwicklung
zu fördern um Darmstadt zukunftssicher zu gestalten. Die funktionalen Ziele
des Entwurfs sind der Ausbau der barrierefreien Vernetzung, die Schaffung von
gemeinsamen Treffpunkten und die Steigerung des Wohlbefindens der Nutzer .
Diese Ziele soll mit minimalen Eingriffen in den Bestand und möglichst geringen
Investitionen erreicht werden. Die Minimierung des zukünftigen Pflegeaufwandes
wird dabei berücksichtigt. Der Entwurf “Darmstadt is(s)t..!” erreicht die definierten
Ziele durch eine Konzentration auf die urbanen städtebaulichen Gelenke mit
einer durchdachten Gestaltung. Unter Berücksichtigung der funktionalen und
gestalterischen Ziele möchte der Entwurf jedoch vor allem eines sein: Ein
demokratisch genutzter Freiraum für alle. Ein Stadtraum, der sozialökologische
Mobilität fördert, verschiedene Nutzergruppen mit einbezieht und die Artenvielfalt in
der Stadt erhöht.
Gestalterisches und räumliches Konzept
Um eine offene und inkludierende Stadt zu
gestalten, bedarf es Freiräumen, die diversen
Ansprüchen gerecht werden und attraktiv
für ihre Nutzer sind. D.h. eine balancierte
Mischung aus Multifunktionsräumen, die von
allen genutzt werden können, aber auch Räume
mit spezifisch zugeordneten Nutzungen,
um sozial schwächer gestellte Gruppen im
öffentlichen Raum zu stärken.
Die Gestaltung sieht vor, die zwei Hauptachsen
am Woog und auf der Rosenhöhe gestalterisch
abzuheben und dadurch die Orientierbarkeit
der Nutzer zu erleichtern. Entlang dieser
Achsen sind die städtischen Gelenke
angeordnet, an denen sich die Wege verzweigen
und die Querverbindungen angelegt sind.
Die wichtigste Verbindungsachse stellt hier
der Froschweg dar, der den Woogsplatz über
das Bürgerlabor und den Ostbahnhof mit
der Rosenhöhe verbindet. Dieser hat eine
Breite von sieben Metern, mit ausreichend
Raum für Radfahrer und Fußgänger - kleine
Plätze entlang des Froschwegs laden darüber
hinaus zum Verweilen und Spielen ein. Auf der
Rosenhöhe werden Parkwege an benötigten
Verbindungen ergänzt und die Hauptallee im
Osten ins Oberfeld gehend verlängert. Somit
wird der denkmalgeschützte Park um die
Barrierefreiheit
Die Stadt für alle, ein „Darmstadt für alle“,
soll im Rahmen dieser Umgestaltung erreicht
werden. Das bedeutet eine bauliche Gestaltung
und eine Darstellung des Informations-
Angebots, so dass diese von Menschen mit
Beeinträchtigungen ohne Hilfen genutzt werden
können, bspw. geringe Steigungen auf Wegen,
barrierefreie Rampen statt Treppen, angepasste
Schriftgrößen auf Informationstafeln,
mehrsprachiges Leitsystem, etc..
Den Öffentlichen Raum barrierefrei zu
gestalten, bedeutet aber nicht nur rein
technisch-gestalterische Lösungen für
beeinträchtigte Menschen anzubieten, sondern
auch Möglichkeiten bereit zu stellen, die eine
Teilhabe aller gesellschaftlicher Gruppen
unterstützt. Ungeachtet von Herkunft,
Interessen, Einschränkungen und Bedürfnissen,
die die Nutzergruppen mitbringen, soll die
Nutzung des öffentlichen Raums ermöglicht
werden. Barrierefreiheit meint somit auch
eine Gestaltung, die den Prinzipien des Gender
Mainstreaming folgt. Fußballspielende Mädchen,
sportliche RentnerInnen und gärtnernde Jungs
sollen ihren Platz am Woog finden können.
Je mehr Nutzer für den Freiraum gewonnen
werden können, desto größer werden die
Schnittmengen und die soziale Segregation wird
vermindert. Durch eine intensivere Nutzung wird
ebenfalls die gefühlte Sicherheit im öffentlichen
Raum erhöht.
Ressourceneffizienz/Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit bedeutet die Umwelt und
natürlichen Ressourcen zu schonen, den
Komfort und das Wohlbefinden der Nutzer des
Quartiers zu stärken sowie die Betriebskosten
über den gesamten Lebenszyklus des Projekts
zu minimieren. Nachhaltigkeit bedeutet aber
auch, dass für eine erfolgreiche Umsetzung
die Bürgerschaft aktiv in den Prozess mit
eingebunden werden muss und an der Planung
der neuen Freianlagen teilnimmt. Der Entwurf
möchte daher nicht nur partizipatorische
Prozesse früh in die Planung integrieren,
sondern auch Freiflächen bereitstellen, die
von den Nutzern in der späteren Nutzung aktiv
betreut werden können. Beispiele dafür sind
Mietgärten, Patenschaften, Urban Farming,
etc.. Die “essbare Stadt” wird zum Thema
der Freiflächen, die Landschaft wird somit
zum ökologischen Nahrungsmittellieferanten
für die Bewohner und Besucher und erfüllt
ebenfalls eine pädagogische Funktion. Die
aktive Bürgerbeteiligung führt u.a. auch zu
höherer Identifikation der Bürger mit ihrer
Stadt und zu einem pfleglicheren Umgang mit
den Freiflächen.
Der Entwurf „Darmstadt is(s)t..!“ sieht
Beteiligungsprozesse auf mehreren Ebenen
vor, die in den Planungs- und Bauprozess
eingebunden werden. Flächen zur aktiven
Bürgerbeteiligung, wie das Bürgerlabor,
werden daher im Entwurf bewusst freigehalten.
Funktionalität
Im Planungsgebiet wird das Pilotprojekt “Mobilität
4.0” gestartet, hier kann Darmstadt neue Formen
der Mobilität testen und flexibel an die Nutzer
anpassen. Intermodale Mobilität bedeutet die
optimale Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel
auf der gesamten Reisestrecke unter
Berücksichtigung von Verkehrsbeinträchtigungen,
Nutzerwünschen, Koordination von ruhendem
Verkehr und intelligenter Verkehrslenkung. In der
digitalen Stadt funktioniert dies mit Live-Feedback
an die Nutzer über das Smartphone durch ein
zentral verwaltetes System. Die Umgestaltung
des Ostbahnhofs spielt hier eine zentrale Rolle
um das Gebiet um den Woog und die Rosenhöhe
anzuschließen. Dieser wird zum zukunftssicheren
Mobilitätshub verwandelt. Im Gebiet wird der
Radverkehr entlang der Hauptwegebeziehungen
mit breiten (>2,5m) Fahrstreifen, ausreichend
Fahrradabstellplätzen und wenigen Kreuzungen
erleichtert.
Technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit
Um eine erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten,
bietet der Entwurf die Möglichkeit einer etappenweisen
Umsetzung. So können Mittel nach Verfügbarkeit und
Bedarf eingesetzt werden. Als wichtigster Knotenpunkt
und konzeptionelles Rückgrat soll der Ostbahnhof in
Etappe 1 umgesetzt werden, dieser verknüpft frühzeitig die
Rosenhöhe mit dem Wooggelände. Anschließend können
der Froschweg und das Bürgerlabor umgesetzt werden, um
diese danach an den Woogsplatz anzuschließen. Unabhängig
von diesem Zeitplan kann die Rudolf-Müller-Anlage nach
Bedarf modernisiert werden. Die verwendeten Materialien
werden auf ihre Lebens-Zykluskosten hin untersucht und
ausgewählt, um so die Instandhaltungskosten zu reduzieren.
Im Entwurf “Darmstadt is(s)t..!” wird besonderes Augenmerk
darauf gelegt, dass die Grundinvestitionen gering gehalten
werden. Vorhandene Wege und Infrastrukturen sollen, soweit
möglich, weiter genutzt werden, um Investitionskosten zu
minimieren. Lebenszykluskosten sollen für alle verwendeten
Materialien ermittelt werden und als Grundlage zur
Materialwahl dienen, z.Bsp. haltbare Spielgeräte, usw..
Kulturlandschaft des Oberfelds im Osten
erweitert.
Entlang der Allee auf der Rosenhöhe wird die
geschützte Parklandschaft um zeitgemäße
Formen der Lern- und Erlebnispädagogik
sensibel ergänzt, wie z.B. urban
gardening, Schauimkerei und nachhaltige
Regenwasserbewirtschaftung. Abschluss der
historischen Achse bildet der spanische Turm,
um nach den Mietgärten an den Ostparkweg
anzuschließen. Im Süden des Planungsgebiets
wird der neue Woog-Way angelegt, das Herz
des Gebietes stellt dabei der Woogsplatz
dar, mit einer multifunktionalen Fläche für
Märkte, Veranstaltungen oder zum freien
Spiel. Der Woogsplatz öffnet den Zugang zum
Woog, so dass man die Nähe zum Wasser
findet ohne Eintritt zahlen zu müssen. Das
Baden wird jedoch durch dichte Schilf- und
Wasserpflanzungen verhindert und wird
weiterhin in den Badeanlagen gefunden.
Ausgehend von der Rudolf-Müller-Anlage
verbindet der Woog-Way die Stadt, über
den Woogsplatz, zum Ostparkweg. Bevor
der Besucher diesen über den Woog-Way
erreicht, passiert er den renaturierten
Darmbach mit den neu angelegten Gärten und
Spielmöglichkeiten.
Einfügung in das räumliche und
frei räumliche Umfeld
Der Entwurf “Darmstadt is(s)t..!” verbindet
die Innenstadt mit den offenen Flächen des
Oberfelds.
Auf dieser Achse befindet sich das städtebaulich
und landschaftlich zu entwickelnde Gebiet um
den Woog und die Rosenhöhe.
Zusammen mit der Mathildenhöhe bilden
diese drei Gebiete ein abwechslungsreiches
Ensemble variierter Freiräume und Treffpunkte.
Im Norden stellt die kulturell geprägte Achse
durch die Künstlerkolonie der Mathildenhöhe
die Verbindung zum Oberfeld her und im
Süden befindet sich die vorwiegend der
Erholung dienende Achse am Woog und an
den Sportfeldern. Zwischen diesen beiden
Hauptachsen werden Querverbindungen über
Wege in sekundärer Hierarchie hergestellt.
Die Hauptachsen bilden gemeinsam mit den
Querverbindungen ein optimal verzweigtes Netz
für die lokale und überregionale Mobilität und
fördern das aktive Stadtleben.
ÜBERSICHT 1:2000
BÜRGERLABOR
NATURBAD
FAMILIENBAD
NATURPFAD
WOOGSPLATZ
ESSBARE STADT
WOOG-WAY
WOOG-WAY
GROßER WOOGRUDOLF-MÜLLER-ANLAGE
INNENSTADT
SPORTPARK
OSTBAHNHOF
PARK ROSENHÖHE
LÖWENTOR
MATHILDENHÖHE
ROSENHÖHE
ROSEN-ALLEE
ESSBARE STADT
ESSBARE STADT
ANSCHLUSS
OSTPARKWEG
HOFGUT OBERFELD
BOTANISCHER GARTEN
ARGE Bittkau-Bartfelder + Ing. GbR Landschaftsarchitekten, Wiesbaden und Daniel Gornik Landschaftsarchitektur, Heidelberg
Durth-Roos Consulting GmbH, DA/ Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt
53
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
Weitere Beiträge
bauchplan ).(, München
54
Einphasiger, offener,
landschaftarchitektonischer
Realisierungswettbewerb,
Landesgartenschau Darmstadt 2022
Wissenschaftsstadt Darmstadt
DA passiert was!
Dieser Beitrag zur nicht in Darmstadt
stattfindenden Landesgartenschau
2022 ist eine utopische Vision.
WAS WÄRE WENN?
Könnten die Darmstädterinnen und Darm-
städter ihre Gartenschau in einer mode-
rierten Bottom-up-Bewegung nicht einfach
selbst realisieren?
Eine Neuinterpretation der wirtschaftlichen
Schwäche als große Chance zu einer
neuen Eigenständigkeit und Identität!
Gemeinschaft Bauen
Um das Prinzip des gemeinschaftlichen,
ökonomischen und nachhaltigen Bauens optimal
in die nun eher als „Rundschau“ zu bezeichnen-
de Landesgartenschau einzubinden, werden alle
neuen Interventionen aus bereits vorhandenen
Strukturen und mit recyclebaren Material ge-
plant.
Zur Realisierung wird dabei ein moderierter
Eigenbau durch die Darmstädter angedacht,
wodurch die Identifikation mit der Rundschau
verstärkt und Chancen für einen Erhalt der Neu-
anlagen über den Sommer hinaus erhöht wer-
den.
Es gilt, die Rückeroberung öffentlicher Freianla-
gen durch die Anwohner nachhaltig zu fördern
und neue Freizeitareale zu schaffen.
Rundschau Darmstadt
Als Auftakt der Rundschau wird in Richtung
Stadt ein temporäres Holzgebäude als inner-
städtisches Entree angedacht. Errichtet aus den
Bäumen der inzwischen entstandenen neuen
Spiellichtung in der Rudolf-Müller-Anlage am
kleinen Woog entspricht es den Ansprüchen
an ein Gebäude aus recyclebaren Material und
stellt eine Neuinterpretation des Blockhauses
dar. Im Gegensatz zu einer LGS wird in die-
sem Falle beim Betreten des Areals kein Eintritt
verlangt. Diese neue Offenheit wird unterstützt
durch das Wegfallen einer sonst
nötigen Umzäunung.
Das Prinzip des Re- bzw. Upcyclings ist im kom-
pletten Gebiet der Rundschau immer wieder
aufzufinden; so wird beispielsweise der Steg
über den Woog aus upgecycleten Pet-Flaschen,
zusammengetragen durch die Darmstädter
Bevölkerung, realisiert. Schwimmflügel- oder
Tennisballblumen ergänzen dabei das Bild der
wiederverwend- baren Materialien und schlagen
wiederum den Bezug zum klassischen Wech-
selflor einer LGS.
«Loop» Konzept: Verbindung von Stadt-See-Rosenhöhe
Bürger, Firmen und private Sponsoren beteiligen sich an der Rundschau
Ausstellungskonzept Lageplan. M 1:2000
Steg über den Woog
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«Wechselflore»
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Tribüne
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Aussichtswarte und Streichelzoo
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Interaktiver Weltacker
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multifunktionaler Ostbahnhof
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Generelle Themenstruktur Loop
Selfmade Garten Rosenhöhe
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Spiellichtung der Rudolf-Müller-Anlage
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Entrée Mercksplatz
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Rundschau Darmstadt
Anbindung an weitere Grünstrukturen
Oberfeld
Botanischer
Garten u.
Lichtwiese
Mathildenhöhe
Einfluss der umliegenden Stadtviertel
Ostbahnhof
Der Ostbahnhof wird als neues
Kuriositätenkabinett interpretiert und als
Sponsorenplatz inszeniert. Nicht mehr benötigte
Gartenmöbel der Bevölkerung gestalten den
neuen nachhaltigen Mobilitätspunkt mit E-Bike
Ladestation und Car-Sharing Parkplätzen (P&R
Darmstadt), auf dem Windstangen kinetische
Energie zur Beleuchtung des Platzes erzeugen.
Rosenhöhe
Im Osten des Gebietes werden auf der
Rosenhöhe Rosenpatenschaften zum direkten
Einbezug der Darmstädter in die Pflege der
neuen Freiflächen einbezogen.
Darüberhinaus ergänzt eine extensive Beweidung
das langfristige Unterhaltungskonzept der
Übergangsflächen der Rosenhöhe zum Oberfeld.
Temporär soll zur Initiation desselben ein
Streichelzoo mit Berglamas stattfinden, während
eine recycelte Aussichtswarte am Hochpunkt
der Rosenhöhe zum Aufenthalt einlädt. Es
entsteht eine direkte (Blick-)Beziehung zum
Fünffingerturm auf der Mathildenhöhe. Am
Oberfeld wird indes das Thema Landwirtschaft
in den Fokus gerückt und mit gemeinschaftlicher
Agrikultur und Erntefeldern ein Übergang zur
freien Landschaft geformt. Alle Interventionen
sind über den verbindenden barrierefreien
Flanierweg zu erreichen.
Insgesamt sollen die Bürgerinnen und
Bürger stark in den Gestaltungsprozess
eingebunden werden, um so gemeinsam neue
Erlebniswelten zu schaffen - zurück bleibt nach
einer spektakulären Nachnutzungsschau ein
einzigartiges Wir-Gefühl in einer nachhaltig als
Lebenswelt inszenierten Stadt.
Spiellichtung
Entrée
Loop
Petflaschensteg
Schwimmflügelblumen
Tennisballblumen
Windsegel
(Garten)Möbel
Ostbahnhof
Recycletes Landmark
Rosenpark
Streuobstwiese
Streuobstwiese
Streichelzoo
Urban Farming
Weltacker
E-Bike
barrierefreier
Verweilweg
barrierefreier
Verweilweg
Loop
Rundweg
Tennisballblumen
Bierkastentribüne
Schwimmflügelblumen
kleiner Woog
1002
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
Weitere Beiträge
hutterreimann, Berlin
Knut Zech, ZECH-CON Beratende Ingenieure GmbH, Berlin
55
REALISIERUNGSWETTBEWERB DARMSTADT 2022
Lageplan Gesamtkonzept, M 1:2000
Großer Woog
Oberfeld
Spanische Terrasse
Platz am
Ostbahnhof
Mercksplatz
Rosenhöhe
Mathildenhöhe
Botanischer Garten
Botanische Terrasse
Landgraben
Parksinfonie – Harmonielehre in Grün
Die Stadt Darmstadt als „Zentrum des Jugendstils“ kann eine große
Anzahl bestehender meist historischer Grünanlagen und Freiräume
aufweisen, wie Herrngarten, Prinz-Georgs-Garten, Schlossgraben, Er-
ich-Ollenhauer-Promenade, Mathildenhöhe, Rosenhöhe, Oberfeld, Bo-
tanischer Garten, Vivarium, Lichtwiese, Woogspark und Altstadtanlage.
Diese Anlagen sollen zu einem „Grünen Ring“ verknüpft werden, um
die bestehenden Grünverbindungen aufzuwerten und die vorhandenen
Grünanlagen und Freiraume zukünftig besser miteinander zu vernet-
zen.
So versucht dieser Entwurf vom Bereich des Jugendstilbades in der In-
nenstadt Darmstadts bis zum Spanischen Turm bzw. zum Botanischen
Garten und weiter in die umliegende Kulturlandschaft ein Parknetz zu
knüpfen, dass gleichzeitig spannende Orte der Darmstädter Historie
verbindet und diese in einen gemeinsamen Kontext setzt.
Die Parks Rudolf-Müller-Anlage, Woogspark, Sportpark und Rosenhöhe
werden als Parksequenz mit Wegenetzen und jeweils variierenden An-
bindungen an die Stadt entwickelt, jeder Park wird in dem ihm eigenen
Charakter gestärkt und weiterentwickelt.
Rhythmisiert und verbunden werden die historischen Parkanlagen
durch markante, materialeinheitliche Stadtscharniere aus regionalem
Naturstein (Mercksplatz, Woogdammplatz, Platz am Ostbahnhof, Spani-
sche Terrasse und Botanische Terrasse) mit Parkbalkonen.
Sie sind jeweils Auftakt und Bindeglied der Parkanlagen untereinander.
Gleichzeitig dienen sie als Anknüpfungspunkte zu den umgebenden
Stadtquartieren.
Parkbrücken wiederum ergänzen die Stadtscharniere und verknüpfen
die Parkanlagen direkt mit den Quartieren.
Die Parksequenz – Variationen eines Themas
Die Rudolf-Müller-Anlage im Westen stellt sich als kleiner ruhiger Gar-
tenraum mit Volksgartencharakter dar. In ihrer Mitte ruht ein Teich, der
Kleine Woog, als kontemplatives Zentrum. Um diesen Teich verläuft ein
landschaftlich geschwungener Rundweg mit Aufenthaltsbereichen.
Dieser Weg entwickelt sich zu einem Wegenetz und wird so an die um-
liegenden Quartiere angeschlossen. An das Wegenetz schmiegen sich
naturnahe, pfl egeleichte Stauden- und Gräserbänder.
Am Mercksplatz startet ein Aktivitätsband mit Angeboten für Spiel, Sport
und Freizeit (hier Generationenfi tness, Lounge, Spielplatz, Picknick),
das sich bis in den Sportpark zieht und so die südliche Parkabfolge ver-
knüpft.
Der Darmbach wird in weiten Teilen im Bereich der Rudolf-Müller-An-
lage renaturiert.
Die Rudolf-Müller-Anlage wird somit ein schlichter und zurückhaltend
gestalteter Anwohnerpark mit Angeboten für alle Generationen. Hier fi n-
det die gesamte Familie Ruhe, Entspannung, Erholung.
Der sich im Osten anschließende Woogspark ist ein Freizeitpark mit Na-
turschwimmbad, Spiel- und Sportplätzen mit direktem Anschluss an
den Sportpark. Den Auftakt bildet hier der Woogdammplatz, der das
Dammkronen- und -fußniveau miteinander verbindet. Das Ufer des
Großen Woog umspannt ein barrierefreier Rundweg, der das Wegenetz
der Rudolf-Müller-Anlage fortsetzt. Er variiert in seiner Breite und passt
sich leicht geschwungen an Baum – und Wegebestand an, akzentuiert
von Staudenbändern und Sitzmöglichkeiten. Wegeaufweitungen bieten
platzartige Aufenthaltsbereiche.
Das begleitende Aktivitätsband mit Spielplätzen und Freizeitsportange-
boten, dessen Schwerpunkt am Südufer entwickelt wird, verknüpft hier
den Lebensbereich der Woogbewohner (Fische, Muscheln, Wassermän-
ner) spielerisch mit dem der Kinder. Der Rundweg wird über Parkbrü-
cken (ebenso barrierefrei) an die Stadt angebunden.
Im Süden bindet eine dieser Parkbrücken das Tor der Jugend als Eingang
zum Sportpark mit dem Eingangsbereich zum Schwimmbad zusammen.
Hier werden alle Fahrradstellplätze für die Schwimmbadnutzung ange-
ordnet, der Eingangskiosk für das Bad bietet mit einem kleinen Café und
Sitzstufen zum Wasser eine neue Aufenthaltsqualität am Südostufer
des Woogs, außerhalb des eintrittspfl ichtigen Bereiches. Ein schmaler,
zusätzlicher Weg bietet entlang des Ostufers ein potentiell zusätzliches
Angebot für die öff entliche Wegeerschließung an der östlich des Woogs,
der den Spaziergänger näher an den Woog und an den renaturierten
Darmbach führt ohne die vorhandenen Liegewiesen zu beschränken.
Der Weg kann aber auch eingezäunt werden und als ergänzende, inter-
ne Erschließung des Bades fungieren.
Stadt
Grünring
Darmstädter Waldring
Mercksplatz
Woogdammplatz
Mathildenhöhe
Platz am
Ostbahnhof
Botanische Terrasse Rudolf-Müller-Anlage
Woogspark
Sportpark
Rosenhöhe Oberfeld
Botanischer Garten
Spanische Terrasse
Die Parksequenz wird durch Stadtscharniere rhythmisiert, die sich durch analoge Gestaltelemente verbin-
den, jedoch jeweils sehr eigen und eigenständig sind. Sie sind jeweils Auftakt und Bindeglied der Parkanlagen
untereinander. Gleichzeitig dienen sie als Anknüpfungspunkte zu den umgebenden Stadtquartieren. Parkbrü-
cken wiederum ergänzen die Stadtscharniere und verknüpfen die Parkanlagen direkt mit den Quartieren.
Die Parks Rudolf-Müller-Anlage, Woogspark, Sportpark und Rosenhöhe werden als Parksequenz mit
Wegenetzen und jeweils variierenden Anbindungen an die Stadt entwickelt, jeder Park wird in dem
ihm eigenen Charakter gestärkt und weiterentwickelt.
Am Mercksplatz startet ein Aktivitätsband mit Angeboten für Spiel, Sport und Freizeit, das sich bis in den Sport-
park zieht und so die südliche Parkabfolge verknüpft. In der Rosenhöhe präsentiert sich Darmstadt vor allem als
touristisches und kulturelles Zentrum. Kontemplation, Kultur, Kunst, Genuss und Ökologie treff en hier zusam-
men zwischen den gepfl egten, überarbeiteten und ergänzten Schaugärten, Mausoleen und besonderen Orten.
Rudolf-Müller-Anlage
Woogspark
Woogdammplatz
1005
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
Weitere Beiträge
Heinisch Landschaftsarchitekten, München
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Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
Weitere Beiträge
LK Argus GmbH, Dipl.-Ing. Alexander Reimann, Berlin (Verkehrsplanung)
relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen PartGmbB, Berlin
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1008
Lageplan Wettbewerbsgebiet mit Konzeptidee
Weitere Beiträge
Matthias Richter, Hoffmann-Leichter Ingenieursgesellschaft mbH (Verkehrsplanung)
Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin
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/// Gesamtkonzept Gartenschau /// 1 : 2000
Mercks Platz
Rudolf-Mueller-
Anlage
TSG Sportanlagen
Mathildenhöhe
Park Rosenhöhe
Ostbahnhof
Oberfeld
Botanischer Garten
Großer Woog
Hofgut Oberfled
Edelsteinviertel
Bernhard-
Sälzer-Platz
1
02 /// Themenfelder_Modern vs. Historie
03 /// Nutzungen_Aktivität und Kontemplation
01 /// Spannungsfeld_Stadt-Landschaft
Konzept
Der Dreiklang aus den beiden Parks Rosenhöhe, Großer Woog und der Mathildenhöhe befindet sich im Spannungsfeld zwischen
Stadt und Natur. Die Mathildenhöhe als zukünftiges Weltkulturerbe ist die östlichste Spitze der Innerstädtischen Stadtstruktur
Darmstadts. Südlich wird sie gefasst vom Großen Woog und westlich von der Rosenhöhe. Das Zentrum dieses Dreiklangs bildet
der Ostbahnhof, als Verkehrsknotenpunkt und Eingang zur Stadt.
In diesem Konzept soll die räumliche Nähe der drei Gebiete über neue Verbindungen und besonders über den Ostbahnhof neu
gestärkt werden und das größte Innerstädtische Naherholungsangebot der Stadt geschaffen werden. Besonders der Woog, aber
auch die Rosenhöhe bilden die Spitze eines großen Grünzuges, der sich über diese beiden Parks bis in das Zentrum der Stadt
fortsetzt, welches eine einzigartige Qualität und ein enormes Potential darstellt.
Trotz der räumlichen Nähe und dem thematischen Zusammenhang der drei Gebiete, weisen die Parkanlagen sehr unterschiedli-
che Charaktere und Atmosphären auf. In diesem Konzept sollen die Eigenheiten der beiden Parks herausgearbeitet und en-
twurflich manifestiert werden. Dabei stellt sich der Große Woog im Zentrum zwischen Rudolf-Mueller-Anlage und Botanischen
Garten als zeitgenössischer Stadtpark mit einem hohen Nutzungswert für alle Generationen dar. Im Gegensatz dazu ist der Park
Rosenhöhe ein historisches Gartendenkmal, welches über viele Jahrhunderte sukzessive zu einem Park zusammen gewachsen ist.
Der Charakter des historischen Landschaftsparks, mit einmaliger Topographie, wundervollem Baumbestand und der einmaligen
Situation mit dem Oberfeld einen fließenden Übergang in die offene Landschaft zu haben, bedarf keiner neuen Codierung, hier
werden nur die vorhandenen Potentiale herausgearbeitet und behutsam durch punktuelle Maßnahmen ergänzt.
Der Große Woog hingegen, als zeitgenössischer Stadtpark, soll durch eine moderne Formensprache und neue Attraktionen für
den Nutzer attraktiver werden und gleichzeitig dem steigenden Nutzungsdruck standhalten können. Durch das Herausarbeiten
der beiden unterschiedlichen Charaktere - Zeitgenössischer Stadtpark vs. historischer Landschaftspark werden die Kontraste her-
vorgehoben und das Erleben der Besucher intensiviert. Nicht nur formal gestalterisch werden sich diese Räume in Zukunft unter-
scheiden, sondern auch von ihren Nutzungen und Funktionen, im Woog werden Themen wie Spiel, Sport und Bewegung domi-
nierende Themen sein, dagegen werden in der Rosenhöhe die Themen Ruhe, Gartenhistorie und Kontemplation überwiegen.
Zeitgenössischer Stadtpark
Gesamtkonzept
Die Rudolf-Mueller-Anlage, die Flächen der TSG und der Große Woog werden konzeptionell als eine zusam-
menhängende Parkanlage verstanden. Auch der Botanische Garten als süd-westlicher Abschluss wird in diese
Konzeption einbezogen, jedoch nur angebunden und nicht verändert.
Die Gestaltung der gesamten Parkanlage orientiert sich maßgeblich am Bestand. Die vorhanden räumliche
Situation, aus unterschiedlichen Böschungs- und Topografiekanten bilden den Rahmen für die ebenen Frei-
flächen innerhalb des Parks, und schirmen die Flächen vom Verkehrslärm ab. Bestehende und neu geschaff-
ene Hauptwege orientieren sich an den Raumkanten und betonen so die Weite der Flächen, zerschneiden sie
nicht und schaffen Ausblicke, dort wo sie entlang von Uferböschungen führen. Einen Zweite Ebene von Wegen
wird neun hinzugeführt, kleinere Nebenwege, die die Hauptwege untereinander verbinden und bestehende
sowie neue Nutzungen verknüpfen und einbetten. Um den Woog verläuft nun lückenlos der Woog - Loop,
zudem auch der neue Froschweg gehört. Der Loop schließt sich ringförmig um die Wasserflächen des Woogs.
Rudolf-Mueller-Anlage
Die Rudolf-Mueller-Anlage bildet die westlichste Spitze der gesamten Parkanlage und liegt innerstädtisch
eingeklammert von Wohngebieten. Zwei fast parallele Hauptwege entlang der topographischen Raumkant-
en rahmen eine großzügige Wiesenflächen über die Beckstraße hinweg, um über den Woogdamm zu sprin-
gen und in einem Holzdeck über dem Woog zu enden. Durch diese Geste Verbinden sich Rudolf-Mueller-An-
lage und Woog neu. Die neu geschaffenen Nebenwege vernähen die beiden Hauptwege und integrieren
Nutzungen wie Spiel und Bewegung. Der denkmalgeschützte Auslauf des Darmbaches wird neu inszeniert.
Durch seichte Rasenstufen rückt der Darmbach innerhalb der Wiesenfläche wieder ins Blickfeld der Besuch-
er. Die bestehenden Spielflächen werden beibehalten und um neue Angebote ergänzt. Der Merksplatz wird
in seiner Form beibehalten und um eine Mobilitätszentrale mit Parkverwaltung ergänzt.
Großer Woog und TSG
Der Große Woog als Wasserelement des Landschaftsparks der Rosenhöhe und heute eine der
wichtigsten Naherholungsflächen innerhalb Darmstadt unterliegt einem starken Nutzungs-
druck. Deshalb wird mit einer neuen Wegestruktur ein solides Raumgerüst geschaffen, welches
die heutigen und zukünftigen Ansprüchen gerecht wird. Das westliche, südliche Ufer und das
Freibad sind den Besuchern des Parks als Flächen für Aktivität und Wasserkontakt gewidmet.
Das nördliche und östliche Ufer des Sees wird von Naturräumen gebildet, in denen der Mensch
Zuschauer ist und die Natur sich erholen kann. An der süd-östlichen Seeecke treffen diese
beiden Räume aufeinander. Hier wurde durch den Wegfall der Schwimmhalle eine Erweiter-
ung des Sees geschaffen, die genau dieses Zusammentreffen von Mensch und Natur inszeniert.
Südlich laden großzügige Sitzstufen zum Verweilen und Genießen ein, Nördlich wird einen
naturnahe Uferkante mit einem Einlauf des Darmbaches geschaffen. Eine Brücke erschließt
jetzt das Freibad Das Kassenhaus befindet sich auf der Insel des Schwimmbades. Dieses Geste
generiert nicht nur einen zusätzlichen Erholungsraum sondern akzentuiert auch den Start-
punkt des Froschwegs als wichtige Nord-Süd Verbindung. Der Darmbach wird in Richtung Bot-
anischer Garten renaturiert und durch einen neuen Weg begleitet. Südlich des Baches finden
sich bestehende und neue Sportangebote, wie ein Bolzplatz und ein Skaterpark. Das Gebiet
der TSG wird durch das Portal der TSG vom Froschweg getrennt erschlossen und kann somit
nutzerspezifisch begangen werden. Die Kleinarchitekturen der TSG werden teilweise belassen,
andere werden zusammengefasst und durch neue Gebäude ergänzt. Die nördliche Tennishalle
erhält einen neuen Vorplatz und südlich weitere Sportflächen, unter anderem auch Beachvol-
leyballfelder. Nördlich der Tennishalle führt ein Weg barrierefrei auf den neu gestalteten Bahn-
hofsplatz. Es wird vorgeschlagen in den denkmalgeschützten Wettkampfbecken eine Schwim-
mpflanzenkläranlage zu integrieren, welche die Wasserqualität verbessert und von dem neuen
Holzdeck erlebbar wird.
Historischer Landschaftspark
Gesamtkonzept
Der Park Rosenhöhe ist ein sukzessive gewachsener Park mit historischen Parkteilen aus unter-
schiedlichen Epochen. Dieses Gesamtkunstwerk soll in seinem Charakter erhalten bleiben und nicht
verfälscht werden. Am östlichen Ende des Parks öffnet er sich in die freie Landschaft des Oberleders
und offeriert einen einzigartigen Blick in die freie Landschaft. Zudem sind die Topographie und der
Baumbestand zwingend erhaltenswert und in ihrer Zusammensetzung einzigartig. Deshalb sieht
das Konzept vor, nur Veränderungen im Bereich der Wege und im Bereich des Übergangs zum
Oberfeldes vorzunehmen.
Rosenhöhe und Oberfeld
Die Wegstruktur der Rosenhöhe wird nach historischem Vorbild und heutigen Ansprüchen ergänzt
und in ihrer Qualität aufgewertet. Dadurch können alle Parkteile optimal erlebt und barrierefrei
durchwandert werden. Thematisch werden Schmuckpflanzungen im Bereich des ehemaligen Pal-
ais ergänzt und die Fläche unterhalb des Rosariums durch eine neue Wageverbindung als Picknick-
wiese erschlossen.
Am Übergang zum Oberfeld in die freie Landschaft wird abgeleitet von den im Feld bestehenden
Gehölzsäume mit Gärten eine Bastion mit Blütenhain geschaffen. So wird nördlich des Spanischen
Turms eine längliche Bastion auf Basis der bestehenden Topographie geschaffen die sich eben in
die freie Landschaft schiebt und zentral zwischen den beiden bestehenden Gehölzsäume liegt.
Ein Rundweg über die Bastion führt den Besucher auf eine Aussichtsterrasse und inszeniert einen
einzigartigen Blick in die Landschaft des Oberfeldes. Vegetativ wird das Motiv der Streuobstwiese
aufgegriffen und zu einem Blütenhain zusammengefasst. Die artifiziell gestaltetet Seite der Bas-
tion aus Gabionen und Cortenstahl bildet auch einen neue Terrasse vor dem Spanischen Turm aus,
welcher um ein Café ergänzt wird.
Ostbahnhof
Der Ostbahnhof als Bindeglied und Verteiler zwischen Mathildenhöhe, Großer Woog und Rosenhöhe ist stadtstrukturell ein sehr bedeutender
Ort. In seiner heutigen Anmutung ist er nicht als Platz zu erkennen und kann diese Funktion nur sehr bedingt übernehmen.
Großmaßstäblich betrachtet liegt der Bahnhof in einem Grünband welches von Südwest nach Nordost führt. Dieses Grünband wird durch die
Fläche des Bahnhofs unterbrochen. Um den Platz einen Rahmen zu geben wird dieses Grünband in Form von Grünintarsien auf dem Platz fort-
geführt, dadurch erhält der Platz seine nördliche und südliche Fassung. In Ost West Richtung verschneiden sich die beiden Hauptwege, die in
die Rosenhöhe bzw. in den Großen Woog führen. Zwischen diesen Achsen spannt sich die eigentliche Platzintarsie des Bahnhofsplatzes auf. Die
anderen Platzkanten werden durch die umgebende Bebauung sowie hauptsächlich durch die bestehenden Baumalleen gebildet. Der Platzbe-
lag aus Pflaster setzt sich über den Schwarzwaldring bis hin zur westlichen Bebauung ebenerdig fort, um einen großzügige, verkehrsberuhigte
Fläche zu genieren. Die Bundesstraße 26 wird am Platz vorbei geführt und verbleibt in ihrer Materialität und durch ein Hochbord vom Platz get-
rennt. Die Querung in Richtig Woog wird wie im Bestand über einen Ampelanlage geregelt. Die Nördliche Querung zur Rosenhöhe wird über
einen Fußgängerüberweg sichergestellt.
Die Nördliche Grünintarsie des Platzes ist topografisch erhöht, um die Bunkeranlage zu überdecken und ist teils von Bestandsbäumen und teils
von Neupflanzungen überstanden. Die für die Fledermäuse wichtigen Bunkerzugänge bleiben erhalten. Die Topographie wird zum Platz hin
durch ein großzügiges Bankelement mit Rückenlehne aufgefangen. In dieser Intarsie, in Fortführung des Bahnhofsgebäudes ist das Fahrradpar-
khaus integriert und wird von Süden erschlossen. Die südliche Grünintarsie integriert einen Baumbestandenen Parkplatz. Dieses Baumpaket
wird nach Norden fortgesetzt, wodurch ein Baumpaket entsteht welches die Platzintarsie schärft und Sitzmöglichkeiten und Fahrradständer be-
inhaltet. Die Platzintarsie aus Natursteinplatten akzentuiert das Bahnhofsgebäude, schafft einen klaren, hochwertigen Bahnhofsplatz der durch
einen Brunnen in Wert gesetzt wird. Der Neue Bahnhofsplatz ist ein klar ablesbarer Platz, welcher sowohl als Stadteingang als auch als Verteiler
funktioniert.
Dreiklang - Wissenschaftsstadt Darmstadt 1010
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Blumenahlle
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themengärten
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Grümes klassenzimmer
Skate
rollsport
Bachgärten
naturschutz
Wasserspielplatz
Seebalkon
parkbalkon
Haupteingang Stadt
Gärtnermarkt
Spiel
Spiel
SEEBALKON
Die Promenade baut einen intensiven Bezug um
Wasser auf ohne direkt an das Wasser heranzufüh-
ren. Sie bleibt oben, wart die Distanz, bietet jedoch
einen weiten Panoramablick über den Großen Woog.
Der Woogsbalkon wird zum zentralen Element der
Promenade. Zwei lange Holzsitzstufen führen auf
halber Höhe die Böschung hinab. Ein breites Holz-
deck bietet hier einen Aufenthaltsbereich am Sü-
dufer mit Blick auf die historischen Schwimmanla-
gen und die Insel. Staudenbänder mit Uferstauden
begleiten, auch über die Gartenschau hinaus, die
Woogspromenade.
LAnDESGArtEnScHAu DArMStADt 2022
Gartenschaukonzept M 1:2000
SPIELPLATZ WASSERWOOGE
Ein Wasserspeilplatz entlang der Woogspromena-
de stellt die Verbindung zur Großen Woog her. Eine
leichte Toptpgraphie mit unterschiedlichen Spiel-
stationen wie Wasserfall, Nebelwald, Spritzdüsen-
labyrinth aber auch Matschbereiche und Sandberei-
che bilden das Thema Wasser in all seinen facetten
ab.
PLATZSKULPTUREN OSTBAHNHOF
Die nördliche Platzfläche wird durch eine grüne
„Platzinsel“ geprägt. Eine Sitzkante umschließt sie
und wird zum Platzmöbel und Aufenthaltsbereich
für Wartende. Die Zugangsöffnungen für die Fleder-
mäuse in die unterirdische Bunkeranlage werden in
die grüne Insel integriert. Markante Einhausungen
lassen sie zu den Platz prägenden Elementen wer-
den. Ein Platzcafé bespielt den zentralen Platzbe-
reich.
TENNISGARTEN
Die Blumenhalle wird in der ehemaligen Tennishal-
le untergebracht. In unmittelbarer Nachbarschaft
schafft ein temporärer „Tennisgarten“ einen spiele-
rischen Verweis auf die angrenzenden Vereins-Ten-
nisspielfelder. Ein Blütenteppich aus ballartigen,
gelb blühenden Stauden mit den markanten Hoch-
sitzstühlen verleihen dem temporären Ausstel-
lungsgarten einen spielerisch ironischen Aspekt.
OBSTBAUMHAIN
Durch die Streuobstwiese führt ein temporärer Weg
entlang des Waldsaums. Hier werden Naturschutz-
fachliche Themen sowie ein summender Hain mit
Bienenstöcken angeordnet. Gemähte Bereiche mit
Picknickdecks schaffen stimmungsvolle Aufent-
haltsbereiche in der Wiese.
PARKPROMENAdE - AUS dER ENGE dER STAdT IN dIE WEITE dES OBERFELdS
Der „Grüne Ring“ vernetzt bedeutende Darmstädter Freianlagen. Er reicht vom Herrngarten über den Park Großer Woog, die
Mathildenhöhe und Rosenhöhe bis zum Botanischen Garten und führt in die landschaftliche Weite des Oberfelds. Das Ge-
lände der Landesgartenschau Darmstadt 2022 im Park Großer Woog und auf der Rosenhöhe wird das zentrale Bindeglied
des „Grünen Rings“. Als Scharnier zwischen dem denkmalgeschützten Park Rosenhöhe und den Grünzügen Rudolf-Mül-
ler-Anlage und Großer Woog kommt dem Ostbahnhof eine herausgehobene Bedeutung zu.
Die neuen Freianlagen der Landesgartenschau vernetzen bestehende Freiraumstrukturen, setzen sie in Wert und bauen
neue Beziehungen auf. Eine klare Wegebeziehung führt aus der Stadt in die Weite der Landschaft des Oberfelds. Entlang
dieser Wegeführung wird die Reichhaltigkeit der Darmstädter Freiräume sinnlich erlebbar: Vom städtischen, durch urbane
Freiraumnutzungen geprägten, Park Großer Woog, dem lebendigen Platz am Ostbahnhof, dem beeindruckenden Land-
schaftspark der Rosenhöhe, über das Kleinod des Rosengartens bis zu den malerischen Streuobstwiesen und der Weite
der Feldlandschaft des Oberfelds.
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Regenwassermanagement im
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Darmstadt 2022
change your space
AUSSTELLUNGSKONZEPT
Das Ausstellungskonzept zur Landesgarten -
schau change your space fordert auf aktiv bei
der Gestaltung seines Umfelds und seiner Stadt
teilzunehmen. Change your space fordert eben-
so auf, seine Denkweise zu erweitern, neues zu
Entdecken und alte Muster aufzubrechen. Statt
nur Wege, Bäume und Blumen zu sehen, soll der
Garten als Lebensqualität, der Freiraum als Ent-
faltungspotential gesehen und als Lebensraum
begriffen werden. Blumen können ebenso Klima-
forscher und Innovatoren sein.
Die moderne Lebensweise des Menschen ist
schnell, dynamisch und fordert neue Ansprü-
che an den privaten und Freiraum. Neben vielen
neuen technischen Anforderung wie Gärten in
luftigen Höhen oder auf engstem Raum muss
auch das Gefühl der Behaglichkeit unter mo -
dernen Anforderungen jenseits des Einfamilien-
hauses und nicht nur im Privatgarten zu finden
sein. Ebenso das Schöne und die Kunst sollen
sich ganz im Geiste der Kulturstadt Darmstadt
im Freiraum wiederfinden dürfen.
Change your space definiert 5 thematische
Leitstränge, die durch die Landesgartenschau
führen. Mit unterschiedlicher Gewichtung in den
verschiedenen Teilbereichen greifen sie aktuel -
le Themen auf, breiten sie gestalterisch und flo-
ristisch aus und leiten den Landesgartenschau -
besucher durch die bestehenden fantastischen
Sichtbeziehungen und Grünräume.
SMART CITY (hotspots Ostbahnhof und Plätze)
Mobilität, digitale Vernetzung, Resourcenmana -
gement: was ein Freiraum alles kann.
Hier werden Thematiken wie Energieerzeugung,
Regenwassermanagement und Materialrecyc -
ling behandelt. WLAN-Hotspots in der Rudolf-
Möller-Anlage als moderner Stadtpark, für die
kurzen Aufenthalte. Als Daueranlagen werden
3 Fahrradstation angelegt. Eine am Merksplatz
mit Mobilitätsstaition an der neuen Sichtbezie -
hung über den Merksplatz zum Jugenstilbad. Die
zweite im kombinierten Neubau am Ostbahnhof
und die dritte Spanischen Turm sodass eine eng-
maschige Verknüpfung zum Naherholungraum
entsteht. Urban Farming wird im Gebäude der
alten Schwimmhalle betrieben um einen opti -
malen Wasser-und Sonnenenergieverbrauch zu
demonstrieren. Das Regenwasser vor dem Ost-
bahnhof wird gesammelt und in der skulpturalen
Pflanzung vor dem Bahnhof gefiltert.
CHANGE LANDSCAPE
(hotspots Ausstellung Weltklima an der Tennis-
halle/Woogbach_Brückenkopf)
Freiraum im Wandel, dynamische Landschaft,
Klimawandel: alles verändert sich.
Kulturhistorisch durchwandert die Gartenschau
von Merksplatz bis zur Rosenhöhe rückwärts die
Zeit beginnend in der Zukunft/Gegenwart in der
Rudolf-Möller Anlage über den Woogspark mit
seinen Zügen als Bürgerpark bis zur fürstlich ge-
schlossenen Parkanlage und der Urbarmachung
der Landschaft im Oberfeld. Bereits am Merks -
platz wird durch die Pflanzung neuer erforschter
Stadtbäume darauf aufmerksam gemacht, dass
sich durch den Kimawandel auch das konkre -
te persönlich Umfeld ändert. Die Ausstellungen
über das Mikroklima Utopia (Schwimmhalle) in -
formiert zudem über den Bruch zwischen per -
sönlicher Vorstellung und der Realität. Im Be-
reich um den Brückenanlauf wird neben seiner
Funktion als Brücke, Lärmschutzwall und Rena -
turierungsmaßnahme zudem eine Landschafts -
skulptur ausgebildet und zusätzliche Aussichts-
punkt gescahffen.
NATURE DIVERSITY
(hotspot entlang Woog, Weltenacker, Zubringer
Darmstadt)
Agrikulture, Natur+Technik, Grüne Forschung:
was wir lernen können.
Moderne Landwirtschaft (auch ohne Land) und
wir durch einfache Mittel mehr Vielfalt in einer
produktiven Landschaft entstehen kann. Die
Erforschung neue Materialien u.a. auch in der
Raumforschung mit der Natur als Vorbild. Wie
wir Techniken der Natur, bspw. Statik in moder-
ne Bauweisen übertragen können. Am Beispiel
über Waldkunst in der Rosenhöhe.
URBAN LIVESPACE
(hotspot Rudolf-Möller-Anlage, , Ostbahnhof,
Rosenhöhe)
Behaglichkeit vs. Sport?, schnelle Landschaft
Event+Network: draußen zuhause.
Freiraum wird individuell genutzt. In
diesem Bereich wird der heimische Garten ge -
nauso behandelt wir urban gardening, vertikale
Gärten, guerilla gardening und viele weiter For -
men der Freiraumnutzung. Im Bereich Ostbahn-
hof wird beispielhaft die informelle Okkupation
des Freiraum in Form einer Mitmachaktion durch
bepflanzte Gummistiefel und Ähnliches darge -
stellt. Neben der offiziellen Gestaltung der Frei -
räume sind es vor allem die Nutzer, die einen
Ort behaglich machen. Entlang des westlichen
Woogufers wird der Hotspot der schnellen Land-
schaften errichtet auf der Hauptradachsen wird
auf der restaurierten Promenade eine langgezo-
gene Figur. Diese dient als Sitzgelegenheit, Fit -
ness und Spielgerät für alle Altersstufen. Gene-
rationsübergreifende Fitnessgeräte werden hier
unter der neuen Baumallee untergebracht. Die
Eventlokation währen der Landesgartenschau
verteilen sich auf den Bereich der TGS, auf den
Wassergärten sowie einer kleinen Bühne auf
dem Oberfeld.
DAUERANLAGEN
Alle bestehenden Planungen wurden in den
Entwurf intergriert und in die Entwicklung neuer
klarer Raumstrukturen umgesetzt
Merksplatz: der Flexible. Die Parkplatzsituati-
on wurde neu organisiert. Das Jugentstilbad
bildet als Anbindepunkt zwischen Stadt und
Rudolf-Möller-Anlage über eine Sichtachse auf
dem Merksplatz einen Bezugspunkt. Aufgrund
der notwenigen Größe und Gestaltung für den
Veranstaltungsbetrieb wurde der Platz so mit
Bäumen eingefasst, dass an den Randbereichen
kleinere Aufenthaltsbereiche entstehen, die
während Veranstaltungen immer noch von klei-
neren Aufstellern genutzt werden können.
Rudolf-Möller-Anlage: die Moderne. Der Park
wird als Stadtteilpark entwickelt. Zudem ist
er als innerstädtischer Park für kurze Aufent-
halte und moderne Nutzung um die Mittags-
zeit ausgerichtet. Das Schaffen einer kleinen
durchgrünten Platzsituation, sowie die süd-
ausgerichtete Modellierung zum Sonnen in der
Mittagspause, sind ebenfalls Teil dieses Konzept
wie die ruhigen Zonen um den kleinen Woog
und der Konzertierung der Spielereiche in ei-
nem Spielbogen.
Der Woogspark: der Sportliche. Zusätzlich zu
der oben genannten Westpromenade wird im
Bereich des ehemaligen Schwimmbads ein
Roll- und Basketballbereich integriert. Neue
Verknüpfungen über die Bahntrasse und ent-
lang der Tennishalle verbinden den Park mit der
Rosenhöhe. Die in der Landesgartenschau als
schwimmende Gärten genutzten Plateaus kön-
nen als Schwimminseln nachgenutzt werden.
Um die Woog auch für Nichtfreibadbesucher
zugänglich zu machen, wird auf der Sonnensei-
te der Woog ein neuer Holzbrücke entlang des
Ufer gebaut. Die Umzäunung des Woog kann
hier in diesem Teilbereich unter der Konstrukti-
on verschwinden. Entlang des Froschwegs wird
partiell der südliche Zaun zurückgesetzt, sodass
sich der schlauchartige Grünstreifen aufweitet,
so entsteht ein die Woog vollständig umschlie-
ßender Park.
Die Rosenhöhe: die Liebliche. In dem viel-
schichtigen historischen Bestand wird sich
vor allem auf die Wiederherstellung von We-
geverbindungen und Sichtachsen konzertiert.
Punktuelle Überarbeitungen im Bestand wie
am Löwentor und am Mausoleum werden mit
einer zurückhaltenden Überarbeitung der Park-
struktur einhergehen. Der Bereich um den
Spanischen Turm wird als Versorgungspunkt
ausgebaut. Ein gläserner Pavillion bietet ausrei-
chend Platz als Veranstaltungsort. Zudem wird
er als homebase für die bikings acts verwen-
det. Sollten die sich während der Gartenschau
bewähren, bietet sich eine Fortführung dieser
denkmalverträglichen Versorgung im Park an.
Verkehr
Lageplan Ausstellungskonzept 1:2000
Grünvernetzung Zugang Versorgung
Der moderne Part
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Shuttlebus
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Fitness im Außenbereich
Agaplesion Elisabethenstift
Elisabethen-Hospiz
Schaustaudenflächen
am Rosengarten
barrierefreie
Erschließung Rosengärten
Ein-/Ausgang
Neugestaltung
Palais Rosengarten
Aussichtsplateau mit
Sitzgelegenheiten
Gelände des Darmstädter TSG
Wechselflor
Kassenbereich
Sportwiese für
Trendsportarten
Ostbahnhof
Schaufläche Stauden
Café mit
Außenbereich
einjährige Streupflanzen-Fläche
Backstagebereich Bühne
Ostparkweg
dynamische Wasserlandschaften
Fußgängerbrücke
Eingänge
Einzäunung
Gastronomie
Rüstflächen
Bike StationenShuttle Bus
Grüner Ring
Grünverbindungen
Ostbahnhof
FriedhofsbeitragKirchenbeitrag
Beratungsgarten
Land Hessen
Weltenacker
Hausgärten - Thema
Regenwassermanagement Hausgärten - Thema
Energieerzeugung
Rosenausstellung
Café
Restaurant
WC
Weidenplantage
Thema Energiegewinnung
Ein-/Ausgang
Neu angelegter Weg
Grüne Klassenzimmer
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Ausschnitt 1:200
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0336
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 17.10.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00