0674/2026
Beantwortung einer schriften Anfrage der Fraktion FDP/KSG im Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln vom 05.03.2026 bezüglich der Optimierung der Weihnachtsbäumeabholung AN/0288/2026
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
8142 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/3 Vorlagen-Nummer 14.04.2026 0674/2026 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 30.04.2026 Beantwortung einer schriftl. Anfrage AN/0288/2026 der Fraktion FDP/KSG im Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb vom 05.03.2026 bezüglich der Optimierung der Weihnachtsbaumabholung Die FDP/KSG-Fraktion bittet um die Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Wie bewertet die Verwaltung gemeinsam mit der AWB GmbH die diesjährige Weihnachtsbaumabholung insgesamt, insbesondere im Vergleich zum Vorjahr und der bis 2024 geübten Praxis? 2. In welchen Stadtbezirken kam es zu erhöhtem Beschwerdeaufkommen oder längeren Liegezeiten, und welche Ursachen wurden hierfür identifiziert? 3. Inwieweit sieht die Verwaltung die Möglichkeit, den Abholungszeitraum vom 06.01. bis 02.02. zu erweitern, die Anzahl der Abholtermine in besonders stark betroffenen Quartieren zu erhöhen oder flexiblere Abholmodelle zu prüfen? 4. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um das achtlose Abstellen von Weih- nachtsbäumen außerhalb der vorgesehenen Termine zu reduzieren, etwa durch verstärkte Kommunikation, Kontrollen oder alternative Entsorgungsange- bote? 5. Inwieweit könnten digitale Informationsangebote, Erinnerungsfunktionen oder eine noch quartiersgenauere Terminkommunikation dazu beitragen, die Abho- lung weiter zu optimieren? Antwort: Zu Frage 1: Das neue Konzept wird von AWB und Verwaltung insgesamt als erfolgreich bewertet: Wie schon im Vorjahr konnte stadtweit ein besseres und ordentlicheres Stadt- bild geschaffen werden, indem nicht mehr über in längeren Zeitraum (teils bis nach Ostern) Weihnachtsbäume auf Grundstücken, im öffentlichen Straßen- land oder auch in Bereichen lagen, in denen die AWB nicht zuständig ist. Ebenfalls mussten nur noch wenige Weihnachtsbäume vor dem Sammelter- min zur Erhaltung der Verkehrssicherheit frühzeitig beseitigt werden. Dabei wurden analog zum Vorjahr ca. 70.000 Weihnachtsbäume mit einer Tonnage von ca. 500t gesammelt. Diese Werte beinhalten keine Weihnachts- bäume, die über die Bio - oder Restmülltonne bzw. im öffentliche n Straßen- land als Littering aufgenommen wurden. Die Beschwerdesituation hat sich 2 2026 im Vergleich zum Vorjahr noch weiter verbessert. Insgesamt gab es nur noch 742 Anfragen zur Weihnachtsbaumsammlung (Vorjahr 923). Davon wa- ren 625 Reklamationen. Neben de m Ausbau der separaten Erfassung (Vorgaben Abfallwirtschafts - und „Zero Waste“-Konzept), einem Ausbau der stofflichen Verwertung, einer Optimierung der Sammellogistik und einem verbesserten Mitarbeitenden- schutz war auch die Aufwertung des Stadtbilds ein Zi el der neuen Weih- nachtsbaumsammlung. Bei der Sammlung in 2026 wurden verschiedene Optimierungen umgesetzt. Diese stammen aus der umfassenden Analyse der neuen Weihnachtsbaumsammlung im Jahr 2025, welche die gewonnenen Daten systematisch auswertete, um die Touren- planung weiter zu optimieren und effizienter zu gestalten. Die Optimierungen wurden am 15.05.2025 (1128/2025) im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft vorgestellt und in 2026 wie folgt umgesetzt: Ein früherer Start der Weihnachtsbaumsammlung zum 08.01.2026 (Be- rücksichtigung des 06.01. Heilige Drei Könige zzgl. Eines Tages zum Ab- schmücken), ein noch früherer Start der Kommunikationsmaßnahmen (Ende Novem- ber statt Anfang Dezember) und zusätzliche dezentrale Sammelstellen (+ 50 Sammelplätze im Vergleich zu 2025), insbesondere im rrh. Köln, und damit stadtweit über 180 Stück Für 2027 wird eine weitere positive Entwicklung ohne größere Schwierigkeiten erwar- tet, da sich das neue Sammelsystem bei der Kölner*innen etabliert. Darüber hinaus wird die Sammlung auch im kommenden Jahr aufgrund aktueller Erkenntnisse (z.B. dezentrale Sammelplätze) weiter optimiert. Zu Frage 2: Die 625 Reklamationen zur Weihnachtsbaumsammlung verteilten sich mit durch- schnittlich ca. 40-70 pro Bezirk gleichmäßig auf das gesamte Stadtgebiet. Lediglich die beiden Bezirke Rodenkirchen (126) und Lindenthal (128) fallen höher aus. Diese Erkenntnisse werden für das kommende Jahr im Rahmen der alljährlichen Optimie- rung berücksichtigt. Bei der Stadtverwaltung ist keine besondere Beschwerdelage auf- gelaufen. Zu Frage 3: Die diesjährige Weihnachtsbaumsammlung fand vom 08.01. bis 23.01.2026 statt. Die frühere Abfuhr ab dem 08.01. wurde sehr positiv aufgenommen. Der mögliche Zeit- raum für die Weihnachtsbaumsammlung ist jedoch limitiert. Einerseits steht Anfang Januar noch die Silvesterreinigung bei der AWB GmbH an. Darüber hinaus ist der 06.01. (Heilige Drei Könige) für viele Kölner*innen ein wichtiger Stichtag, vor dem die Sammlung nur schwer zu starten ist. Darüber hinaus sind die Karnevalstage ein ein- grenzender Faktor ab Februar. Der Sammelzeitraum wird daher anhand der vorhan- denen Möglichkeiten festgelegt. Auf Basis der jährlich gewonnenen Erkenntnisse erfolgte und erfolgt, wie beschrieben, zudem eine jährlich optimierte Standort- und Tourenplanung bei der AWB GmbH. Hierunter fallen z.B. Erfahrungen zu Bereichen, in denen besonders viele Weihnachts- bäume gesammelt und/oder das Sammelgewicht besonders hoch war. 3 Zu Frage 4: Die Verantwortung für die Weihnachtsbaumsammlung liegt primär bei der Müllabfuhr. Seit dem vergangenen Jahr besteht ein verstärkter Austausch mit der Stadtreinigung. Diese ist aufgrund ihres flächendeckenden Einsatzes im gesamten Stadtgebiet sehr präsent und erkennt sowohl stark frequentierte als auch neu entstandene, durch Bür- ger*innen initiierte Sammelstellen zeitnah. Die Stadtreinigung informiert die Betriebs- höfe unmittelbar, sodass eine schnelle Beseitigung nicht termingerecht abgelegter Weihnachtsbäume gewährleistet ist. Diese enge Zusammenarbeit hat nachweislich zu einer deutlichen Verbesserung des Stadtbildes gegenüber dem Vorjahr geführt. Insge- samt präsentierte sich die Stadt sauberer, und es mussten nur wenige Weihnachts- bäume nachträglich entsorgt werden. Die Entsorgungsmöglichkeiten für Weihnachtsbäume sind sehr vielfältig sowie und lie- gen – wie bereits in der Stellungnahme vom 15.05.2025 im BAA beschrieben – deut- lich über dem Angebot vergleichbarer Städte und Kommunen im bundesweiten Ver- gleich. Neben den Abholtermin bestehen durch die dezentralen Sammelplätze in den Veedeln, den Wertstoff-Centern und der Nutzung der Biotonne neben dem eigentli- chen Weihnachtsbaum-Sammeltermin weitere Möglichkeiten, um flexibel eine pas- sende Verwertungslösung für den eigenen Weihnachtsbaum zu wählen. Es gab vielseitige und frühzeitige Kommunikationsmaßnahmen der AWB GmbH. Die Kampagne startete für 2026 bereits Ende November 2025v und umfasste wieder eine intensive Presse- und Medienarbeit, die von den Print-, Hörfunk und Fernsehmedien wieder aufgegriffen wurde und zahlreiche Social-Media-Aktivitäten. Aktuell wird ge- prüft, ob beispielsweise der jährliche Gebührenbescheid für die Grundstückseigentü- mer als eine weitere Informationsquelle genutzt werden kann. Zu Frage 5: Wie beschrieben, wird die Tourenplanung jährlich bestmöglich optimiert. Das ist auch bei allen anderen Sammelfraktionen ein übliches und regelmäßiges Vorgehen. Auch die Kommunikationsmaßnahmen werden stetig überprüft und bei Bedarf angepasst. Hinsichtlich digitaler Informationsangebote und Erinnerungsfunktionen bietet die AWB bereits eine passende und niederschwellige Lösung über die AWB-App an. Einerseits können Bürger*innen hier Informationen zur Weihnachtsbaumsammlung erhalten. An- dererseits können neben den Leerungsterminen der anderen Fraktionen (Restmüll, Bio, Papier, Wertstoffe) auch die Termine für die Weihnachtsbaumsammlung nach Adressen abgefragt werden. Wer darüber hinaus die Erinnerungsfunktion einstellt, er- hält rechtzeitig eine Meldung zum Sammeltermin. Falls ein Abholtermin verpasst wurde, stehen die zahlreichen stadtweit verteilten Sammelstellen sowie die Wertstoff- Center und die Biotonne als alternative Entsorgungswege zur Verfügung. Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0674/2026
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 14.04.2026
- Erstellt
- 05.03.2026 13:26