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V/0888/2017

Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung – Teilprojekt: Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen

Vorlagen 10.10.2017

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 06.12.2017, TOP 15

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

8255 Zeichen

V/0888/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung – Teilprojekt: Weiterentwicklung der 
Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
21.11.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Rat beschließt als weiteres Teilprojekt einer integrie rten Jugendhilfe - und Schulentwick-
lungsplanung die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und 
Grundschulen.  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, 
 
 in ämter- und fachübergreifender Zusammenarbeit und auf der Grundlage von Daten zur 
frühkindlichen Bildungsbeteiligung neue Ansätze, Strukturen und Ideen zur Weiterentwick-
lung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule zu erarbeiten, 
 
 mit Blick auf die Qualifizierung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und  
Grundschule eine Bestandsaufnahme schon vorhandener  Angebote und Strukturen in 
Münster sowie Konzepte anderer Kommunen vorzunehmen, 
 
 in Kooperation mit Bildungsexperten und -expertinnen aus dem Hochschulbereich und der 
AG Kita-Grundschule (40/51) modellhafte Ansätze für sozialräumliche Kooperat ions- und 
Entwicklungsansätze in projektierten Einrichtungen bzw. an ausgewählten Standorten für 
eine Pilotierung zu entwickeln. 
 
3. Der Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL an den Rat "Kit a 
und Schule zusammen als 'Bildungshäuser' planen und konzipieren" vom 14. 03.2017 (A -
R/0011/2017), in der Ratssitzung vom 22.03.2017 an den Haupt - und Finanzausschuss verwie-
sen, ist damit aufgegriffen. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0888/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Ehling 
Frau Pohl 
Ruf: 
492 40 00 
492 51 00 
E-Mail: 
Ehling@stadt-muenster.de  
PohlA@stadt-muenster.de 
Datum: 
09.10.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0888/2017 
 
 
Begründung: 
 
Bildungschancen werden in hohem Maße vo n familiären und gesellschaftlichen Faktoren beei nflusst. 
Niedriges Bildungskapital, Armut, ein belastender sozialer Hintergrund, begrenzte soziale Netzwerke 
und Desintegration sind die Hauptursachen für Bildungsbenachteiligungen. 
 
Ziel kommunaler Bildungspolitik ist es, allen Kindern eine Bildungsbiographie ohne Brüche zu ermö g-
lichen. Der Blick auf eine durchgängige Bildungsbiografie des Kindes weist der partnerschaftl ichen 
Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen sowie Institution en aus wei-
teren Unterstützungssystemen eine hohe Bedeutung zu. 
 
In Münster existieren vielfältige Kooperationsbeziehungen zwischen den 183 Kindertageseinrichtun-
gen und 45 städtischen Grundschulen. In der Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und 
Schulen werden erprobt und haben sich als förderlich erwiesen: 
 
 wechselseitige Hospitationen, 
 
 Beteiligung der pädagogischen Fachkräfte beider Institutionen an schulischen Konferenzen und 
Mitarbeiterbesprechungen der Kindertageseinrichtungen, 
 
 Erfahrungsaustausch, 
 
 gemeinsame Fortbildungen und Fachtage, 
 
 Verabredung von pädagogisch sinnvollen Vorgehensweisen zum Beispiel bei  der Gesta ltung 
des Übergangs, der Sprachentwicklung und der Sprachförderung,  der Familienorientierung und 
Elternbeteiligung und 
 
 Planung und Durchführung gemeinsamer Projekte, z.B. Kontakt -, Informations-, Bildungs- und 
Beratungsangebote für Familien, Entwicklung von eltern - und kindbezogenen Angeboten und 
Projekten. 
 
Die Ausgestaltung der Kooperationen ist vielfältig und hängt insbesondere a uch von der sozialräumli-
chen Ausgangslage ab (Anzahl der Kitas und Schulen, die miteinander kooperieren). 
 
Im Jahr 2016 hat die Verwaltung den Trägern der Kindertageseinrichtungen und den Schulen eine 
umfangreiche - auf gesetzlichen Vorgaben beruhende - Arbeitshilfe zur Gestaltung des Übergangs 
von der Kita in die Schule zur Verfügung gestellt. 
 
Um die Bildungsbiografie der Kinder frühzeitig positiv zu gestalt en, ergänzen zielgruppenspezifische, 
thematisch ausgerichtete und sozialraumorientierte Unterstützu ngsprojekte bestehende A ngebote, 
z.B.:  
 
 die Schulvorbereitungskurse an der Eichendorffschule Angelmodde und der Ludgerussch ule 
Hiltrup,  
 
 das Kooperationsprojekt Amelsbüren unter Beteiligung der Davertschule, der städt. Kita So n-
nentau und der kath. Kita St. Sebastian,  
 
 die Projekte „Erziehungs- und Bildungspartnerschaften“ in Nienberge, Wolbeck und Hiltrup,

- 3 - 
V/0888/2017 
 15 Standorte, an denen Erzieherinnen im Berufsanerkennungsjahr im Offenen Ganztag eing e-
setzt sind, mit dem Arbeitsschwerpunkt, Kinder im Übergang von  der Kita  in die Schule zu b e-
gleiten und 
 
 der Arbeitskreis Kita-Grundschule im Kontext des Arbeitskreises Südviertel. 
 
Die konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung der Verzahnung von Elementar- und Primarbe-
reich ist zudem Aufgabe der AG Kooperation Kita - Grundschule mit Vertreterinnen und Vertretern der 
Schulaufsicht, des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien  und des Amtes für Schule und We i-
terbildung sowie aus Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. 
 
Das Konzept der „Bildungshäuser“ - verstanden nicht im Sinne einer durchgehenden und einheitl i-
chen Pädagogik, sondern verstanden als ideelles Dach, unter dem Kindertageseinrichtung und 
Grundschule zusammenarbeiten - zielt auf die Weiterentwicklung der Kooperationen und damit auch 
von Elementar- und Primarpädagogik.  
 
 
Verfahrensvorschlag 
 
Der Antrag an den Rat "Kita und Schule zusammen als 'Bildungshäuser' zu planen und konzipi eren" 
verfolgt das Ziel, Bildungsallianzen weiterzuentwickeln.  
 
Die Zielsetzung des Antrags trifft in Münster auf langjährige Erfahrungen und Strukturen. 
Deshalb erscheint aus Sicht der Verwaltung die Bestandsaufnahme schon vorhandener  
Angebotsstrukturen in Münster sowie  Konzepte anderer Kommunen unerlässlich.  
 
Mit Blick auf die Qualifizierung der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule 
erscheint es aus Sicht der Verwaltung darüber hinaus sinnvoll, in ämter - und fachübergreifender Zu-
sammenarbeit neue Ansätze, Strukturen und Ideen zur Qualifizierung der Kooperation zwischen Ki n-
dertageseinrichtung und Grundschule in bestehenden Einrichtungen zu erarbeiten. Dazu sollen vo r-
handene Netzwerke aufgegriffen und genutzt werden. Sie sind aufeinander abzustimmen,  weitere 
Kooperationen sind bedarfsabhängig aufzubauen. 
 
In seiner Sitzung am 16.12.2015 hat der Rat der Stadt Münster die Einführung einer integrierten J u-
gendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in Verbindung mit einem Bildungsmonitoring sowie einer 
sozialraumbezognenen Bildungsberichterstattung und -planung beschlossen. (Hierzu wird derzeit 
eine Vorlage zum Thema: „Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung -Übergang von der 
Kita in die Grundschule am Beispiel der Sozialräume Coerde und dem Südviertel“ erstellt).  
 
Die Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Kita und Schule soll als Teilprojekt einer integrierten 
Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung die bisherigen Erkenntnisse aus Bildungsm onitoring und 
Bildungsmanagement mit einbeziehen (Daten und Analysen) sowie insbesondere bei der Entwicklung 
von Modellprojekten Prozesse aufeinander abstimmen.  
 
Die Verwaltung prüft darüber hinaus die Einbeziehung wissenschaftlicher Projekte wie bspw. das 
Promotionsprojekt „Unterstützungs- und Kooperationsmaßnahmen für Transition von Kita und Grund-
schule - Vergleich auf kommunaler Ebene“ der Uni Münster, Institut für Erziehungswissenschaft.   
 
Für die Umsetzung der Schritte 
 
 Bestandsaufnahme 
 
 Datenaufbereitung und 
 
 Entwicklung eines Modellprojektes

- 4 - 
V/0888/2017 
hat sich eine Projektgruppe bestehend aus Vertreter/-innen des Amtes für Schule und Weiterbi ldung, 
des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien, des Bildungsmanagements sowie des Bildungsm o-
nitorings gebildet. 
 
Über die weitere Entwicklung wird die  Verwaltung den Gremien Bericht erstatten.  
 
 
 
I.V. 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (3)

21.11.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.11.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.12.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 15 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0888/2017
Typ
Vorlagen
Datum
10.10.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37