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2024/0060

Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021 der Darmstädter Stadtwirtschaft

Magistratsvorlage 09.02.2024

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Punkt 3: Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021 der Darmstädter Stadtwirtschaft 
 (V-Nr. 2024/0060) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

2024/0060

3463 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
15.02.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Rechtsamt - 
Stadtwirtschaftskoordina
tion 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0060 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021 der Darmstädter Stadtwirtschaft  
 
Vorlage vom: 09.02.2024 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Nachhaltigkeitsbericht für die Berichtsjahre 2020 und 2021 der Darmstädter Stadtwirtschaft 
wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
Anlagen: Nachhaltigkeitsbericht_Stadtwirtschaft_20_21  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  09.02.2024 
 
 
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist der um die Berichtsjahre 2020 und 2021 
fortgeschriebene Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft (ehemals 
Klimabericht). Dieser wurde von der HEAG in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und den Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft erstellt. 
 
Der Bericht orientiert sich mit seinen Leitlinien an den Vorgaben des Deutschen 
Nachhaltigkeitskodex (DNK). 
 
Durch den Einbezug der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im 
Jahr 2017 wurde der Bericht vom Klima- zum Nachhaltigkeitsbericht weiterentwickelt. 
Ziel der im Bericht definierten Leitlinien ist es, die Treibhausgasemissionen der 
Darmstädter Stadtwirtschaft zu erfassen und durch geeignete Maßnahmen zu 
reduzieren. Weiteres Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu steigern und das 
gesellschaftliche Engagement zu sichern. 
 
Erstmalig orientiert sich der Bericht an den ESG-Kriterien (Environmental, Social, 
Governance) für Nachhaltigkeitsberichterstattung und legt neben Klimaschutzaspekten 
ein noch größeres Augenmerk auf die soziale und gesellschaftliche Verantwortung der 
wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft. Entsprechend sind die 
ESG-Kriterien der Bereiche Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmens-
führung mitberücksichtigt. 
 
Die Umsetzung der Maßnahmen soll regelmäßig überprüft werden. Daher wird der 
Nachhaltigkeitsbericht alle zwei Jahre fortgeschrieben und auf der hierzu geschaffenen 
Webseite https://nachhaltigkeit.heag.de/ veröffentlicht. Diese dient dazu, das 
Engagement der Stadtwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung den Bürgerinnen und 
Bürgern vorzustellen. 
 
 
 
 
Hanno Benz 
Oberbürgermeister

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NACHHALTIGKEITSBERICHT
der Darmstädter Stadtwirtschaft
BERICHTSJAHR 2020 / 2021
Den Nachhaltigkeitsbericht und mehr  
zu den Aktivitäten und Projekten  
der Stadtwirtschaft finden Sie unter: 
nachhaltigkeit.heag.de

3
NACHHALTIGKEITSBERICHT
der Darmstädter Stadtwirtschaft

4
 VORWORT  
DER WISSENSCHAFTSSTADT DARMSTADT
SEHR GEEHRTE DARMSTÄDTERINNEN UND DARMSTÄDTER, 
Hanno Benz
Oberbürgermeister der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt
ich freue mich, dass Sie sich für den Nachhaltigkeitsbericht der 
Darmstädter Stadtwirtschaft interessieren. Die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt ist ein attraktiver Ort zum Wohnen und Arbeiten, von 
Grünflächen umgeben und von kultureller Vielfalt und Weltoffenheit 
geprägt. Ebenso fördert sie den Klima- und Umweltschutz, 
unterstützt die Biodiversität in der Stadt, setzt sich für nachbar-
schaftliches Engagement und Vereine ein.
Dies wird nicht zuletzt durch die leistungsstarken Unternehmen 
der Stadtwirtschaft ermöglicht. Nachhaltige Entwicklung setzt 
neben Aspekten der Ökologie auch soziale Aspekte und eine 
umsichtige Unternehmensführung voraus, die der gesellschaft-
lichen und unternehmerischen Verantwortung der Darmstädter 
Stadtwirtschaft gerecht wird. Sie bedarf vieler Mitwirkender auf 
verschiedenen Handlungsebenen sowie definierter Qualitäts-
standards. 
Der Ihnen vorliegende Nachhaltigkeitsbericht für die Berichtsjahre 
2020 und 2021 ist eine der in der Stadtverordnetenversammlung 
am 10. Oktober 2013 beschlossenen Maßnahmen des Klima-
schutzkonzeptes der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dieses Konzept 
wurde durch das Institut Wohnen und Umwelt, mit einer breiten 
Beteiligung der Bürgerschaft und unter Einbezug von Darmstädter 
Unternehmen, Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen, 
Verbänden und weiteren Akteuren der Stadtgesellschaft erarbeitet. 
In der Zwischenzeit wurde das Klimaschutzkonzept weiterentwickelt 
und als Klimaschutzplan 2035 durch die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt beschlossen.
Dieser Bericht orientiert sich erstmals an den ESG-Kriterien 
„Environment“, „Social“ und „Governance“. Der ursprüngliche 
Berichtsansatz mit besonderem Augenmerk auf Klima- und 
Umweltschutz wird fortgeführt und um soziale Aspekte sowie 
Kennzahlen umsichtiger Unternehmensführung ergänzt.
Dazu gehört im Besondern, die Emissionen der Unternehmen 
zu quantifizieren und offenzulegen. Als Datengrundlage dienen 
hierbei die Verbrauchswerte seit dem Jahre 2013 bis ein-  
schließlich 2021. Neben den Zahlen, Daten und Fakten zum 
Energie- und Ressourceneinsatz, zu den Beschäftigten und den 
Stakeholdern der Darmstädter Stadtwirtschaft lege ich Ihnen die 
Good-Practice Beispiele aus der Darmstädter Stadtwirtschaft 
ans Herz. 
Mit der regelmäßigen Veröffentlichung dieses Berichts unterstrei-
chen wir, dass die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft 
sich dem Ziel verpflichtet haben, aktive Beiträge zu einer nachhal-
tigen Entwicklung zu leisten. Diese Ausrichtung ist ein fester 
Bestandteil des Selbstverständnisses der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und ihrer Unternehmen.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und hoffe, dass wir 
mit dem Nachhaltigkeitsbericht unserer Stadtgesellschaft mit 
gutem Beispiel voran gehen. Bei Fragen und Anregungen können 
Sie jederzeit gerne auf mich zukommen.
Mit freundlichen Grüßen

5VORWORT   
DES HEAG-VORSTANDS
LIEBE DARMSTÄDTERINNEN UND DARMSTÄDTER,
Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend 
HEAG Holding AG 
– Beteiligungsmanagement der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) 
Dr. Markus Hoschek 
HEAG Holding AG 
– Beteiligungsmanagement der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) 
die HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (HEAG) will, gemeinsam mit den 
Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft, Wegweiserin 
einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Daseinsvorsorge sein. 
Sowohl privatrechtliche als auch kommunale Unternehmen 
verankern eine nachhaltige und klimabewusste Unternehmens-
kultur. Denn die Stakeholder der Unternehmen erwarten mehr 
als gute Qualität zu einem angemessenen Preis. Sie erwarten 
eine Unternehmensführung, die in der Region verwurzelt ist und 
aktiv für Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz eintritt.
Die fünfte Auflage dieses Berichts legt einen Schwerpunkt auf 
die ESG-Kriterien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Damit 
einher geht auch eine weitere Öffnung des Nachhaltigkeitsberichts 
der Darmstädter Stadtwirtschaft. Hieß er zu Beginn noch Klima-
bericht und behandelte ausschließlich Klimaschutzaspekte, wird 
seit 2016 auch über gesellschaftliche Nachhaltigkeitsaspekte 
berichtet. Basierend auf einem Beschluss der Stadtverordneten-
versammlung wird der ihnen vorliegende Bericht um Kennzahlen 
zur Ökologie, zu sozialen und gesellschaftlichen Themen sowie 
verantwortungsvoller Unternehmensführung ergänzt. Damit 
einher geht eine Verdopplung der berichteten Kennzahlen im 
Vergleich zum letzten Nachhaltigkeitsbericht.
Mit der Veröffentlichung der Zahlen und der Good Practice-  
Beispiele für die Jahre 2020 und 2021 werden der Status quo 
des Engagements in der Darmstädter Stadtwirtschaft zusammen-
gefasst und die CO2-Emissionen der wesentlichen kommunalen 
Unternehmen zusammengefasst. 
Die HEAG und die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirt -
schaft fördern eine Nachhaltige Entwicklung. So bringt sich die 
ENTEGA aktiv in die Umsetzung der Energiewende ein. Dazu  
hat sie bereits in 2005 ein millionenschweres, ambitioniertes 
Investitionsprogramm zum Ausbau der erneuerbaren Energien 
aufgelegt. Gemeinsam mit Partnern hat die ENTEGA seitdem 
Wind- und Solarparks mit einer Leistung von rund 800 Megawatt 
erworben oder selbst errichtet.
Die bauverein AG und der Eigenbetrieb Immobilienmanagement 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt investieren kontinuierlich in   
die energetische Sanierung ihrer Immobilien und leisten einen 
wichtigen Beitrag zur CO 2-Reduktion in der Darmstädter 
Stadtwirtschaft. Außerdem schaffen sie bezahlbaren und 
modernen Wohnraum in der Schwarmstadt Darmstadt.
Die HEAG mobilo GmbH betreibt ihre Straßenbahnen aus -
schließlich mit Ökostrom der ENTEGA, stellt die Busflotte 
sukzessive auf Elektroantrieb um und reduziert damit die CO2-, 
Lärm- und Feinstaubemissionen in Darmstadt und Umgebung. 
Besonders stolz sind wir auf die Inbetriebnahme der Lichtwiesen-
bahn. Sie bindet den Campus Lichtwiese der TU Darmstadt, 
sowie das Hochschulstadion direkt an die Innenstadt und den 
Hauptbahnhof an und ermöglicht Studierenden, sowie Arbeit-
nehmerinnen und Arbeitnehmern ein angenehmes und ressour-
censchonendes Pendeln zum Campus. Zusätzlich steigert sie die 
Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner im benachbarten 
Woogsviertel durch eine Entlastung der Buslinien insbesondere 
zu Vorlesungszeiten.
Das klare Bekenntnis der Unternehmen der Darmstädter 
Stadtwirtschaft zur regionalen Nähe und das Vertrauen der 
Bürgerinnen und Bürger in ihre Stadtwirtschaft bilden die Basis 
für eine nachhaltige Daseinsvorsorge. Wir möchten uns daher   
bei allen Beschäftigten der Unternehmen der Stadtwirtschaft 
bedanken, die durch ihr Engagement diese Ausrichtung der 
Stadtwirtschaft mit Leben füllen. Zugleich danken wir allen, die 
an der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts mitgewirkt 
haben.
Haben Sie Vorschläge, wie wir unser Nachhaltigkeitsenga-
gement ausbauen können, dann nehmen Sie Kontakt mit  
uns auf.
Mit freundlichen Grüßen

6
iStock | www.pixxelmixx.de

7INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
ESG – DREI KRITERIEN DER NACHHALTIGKEIT
Unternehmensporträt der Darmstädter Stadtwirtschaft
17 UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung 
ENVIRONMENT
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
 Emissionsquelle Treibstoff
 Emissionsquelle stationäre Verbrennung
 Emissionsquelle Stromverbrauch
 Emissionsquelle Fernwärmenutzung
 Wasserverbrauch
 Zusammenfassung
SOCIAL
SOZIALE VERANTWORTUNG
 Die Darmstädter Stadtwirtschaft als Arbeitgeber
 Regionale Wertschöpfung
 Einbezug der Öffentlichkeit
 
GOVERNANCE
VERANTWORTUNGSVOLLE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
  Unternehmensführung in der  
Darmstädter Stadtwirtschaft
 Spenden und Sponsoring
 Förderung Gründungsregion 
8
9
10
12
14
26
30
Impressum
Herausgeber 
HEAG Holding AG – Beteiligungsmanagement  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG)  
Im Carree 1, 64283 Darmstadt

8 EINLEITUNG
ie Verknappung von Ressourcen und die soziale Ungleichheit 
zählen neben dem konsequenten Klimaschutz zur Verhinderung 
der Klimakrise zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen 
unserer Zeit. Nachhaltige Entwicklung ist entsprechend ein wich- 
 tiger Aspekt der Daseinsvorsorge, dem sich die Darmstädter 
Stadtwirtschaft besonders verpflichtet hat. Ihr diesbezügliches 
Engagement zeigt die Stadtwirtschaft auch durch die auf 
kommunaler Ebene führende Unterstützung des Deutschen 
Nachhaltigkeitskodex. 
Inzwischen haben die meisten Nationen die völkerrechtlich 
verbindliche Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen von 
1992 unterzeichnet, mit deren Hilfe eine weitere Beeinträchti-
gung des Klimasystems vermindert werden soll. In ihrer Folge 
wurden fortlaufend Verhandlungen über die Reduktionsziele von 
Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen), die im ursprünglichen 
Kyoto-Protokoll verzeichnet sind, geführt. 
Auf die weiteren Meilensteine auf diesem Weg konnte sich die 
Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) im Dezember 2015 
verständigen. Die Mehrheit der Länder hat das Übereinkommen 
von Paris, in Nachfolge des Kyoto-Protokolls, ratifiziert und sich 
auf drei wesentliche Ziele geeinigt:
•  Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur 
auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau, 
wenn möglich auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau.
•  Die Stärkung der Fähigkeit, sich durch eine Förderung der 
Klimaresistenz und geringeren Treibhausgasemissionen an die 
nachteiligen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. 
Dies soll in einer Weise geschehen, die nicht die Nahrungs -
mittelproduktion bedroht.
•   Vereinbarkeit der Finanzströme mit einem Weg hin zu 
niedrigen Treibhausgasemissionen und klimaresistenter 
Entwicklung.
Auf Ebene der Europäischen Union (EU) herrscht eine weitgehende 
Übereinstimmung über eine gemeinsame Klima- und Energiepolitik. 
Mit dem Artikel 194 des Vertrags über die Arbeitsweise der 
Europäischen Union (AEUV) verfügt die EU auch ausdrücklich 
über die Kompetenz, eine umfassende europäische Klima- und 
Energiepolitik zu gestalten. Im Sinne einer Senkung der Netto-
Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % 
gegenüber 1990 hat die EU-Kommission konkrete Vorschläge  
für eine neue Klima-, Energie-, Verkehrs- und Steuerpolitik 
vorgelegt. Klimawandel und Umweltzerstörung sind existenzielle 
Bedrohungen für Europa und die Welt. Mit dem europäischen 
D Green Deal soll bis 2050 der Übergang zu einer modernen, 
ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft 
geschaffen werden, die
• keine Netto-Treibhausgase mehr ausstößt,
•   ihr Wachstum von der Ressourcennutzung abkoppelt,
• niemanden, weder Mensch noch Region, im Stich lässt.
Auch auf Bundes- und Länderebene werden Klimaschutzziele 
und Nachhaltigkeitsstrategien ausgearbeitet.
Ein wichtiger Baustein um den Beitrag der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt zum globalen Klimaschutz zu erreichen, ist der im 
Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung beschlossene 
Klimaschutzplan 2035. Vorausgegangen war der wegweisende 
Beschluss „Höchste Priorität für Klimaschutz – Weltklima in Not 
– Darmstadt handelt“ im September 2019 in welchem sich 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung klar zu den Zielen 
des Pariser Klimaschutzabkommens bekannt haben.
Auf Dauer soll so die deutsche Volkswirtschaft weitgehend frei und 
unabhängig von der Verbrennung von Kohlenstoffen sein – die 
sonst als THG-Emissionen ihre klimaschädliche Wirkung entfalten. 
Der vorliegende Bericht informiert über die THG-Emissionen der 
Darmstädter Stadtwirtschaft und über die Maßnahmen, die in 
Bezug auf die Energie- und Verkehrswende, einer Nachhaltigen 
Entwicklung, die Stärkung der Wertschöpfung sowie den Wirt-
schaftskreisläufen in Darmstadt und der Region verfolgt werden.
Dieser Bericht schreibt den Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter 
Stadtwirtschaft um zwei weitere Berichtsjahre (2020 / 2021) fort. 
Erstmalig orientiert sich der Bericht an den ESG-Kriterien für 
Nachhaltigkeitsberichterstattung und legt neben Klimaschutz-
aspekten ein noch größeres Augenmerk auf die soziale und 
gesellschaftliche Verantwortung der wesentlichen Unternehmen 
der Darmstädter Stadtwirtschaft.
Ergänzt wird der Bericht um Beispiele aus der unternehmerischen 
Praxis der Stadtwirtschaft, die den regionalen Beitrag zu den 
UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung aufzeigen.
Einzelne Unternehmen (z. B. ENTEGA AG, HEAG mobilo GmbH, 
bauverein AG) der Stadtwirtschaft veröffentlichen zudem eigen-
ständige (Nachhaltigkeits-)Berichte, die über die Inhalte des 
gemeinschaftlichen Nachhaltigkeitsberichts der Darmstädter 
Stadtwirtschaft hinausgehen.

9ESG – DREI KRITERIEN DER NACHHALTIGKEIT
 ENVIRONMENT – VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
Nach wie vor werden die verursachten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) der 
wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft und deren Beteiligungen 
offengelegt. Berücksichtigung im Rahmen des Berichts finden die direkten (Scope 1) 
und indirekten Treibhausgasemissionen der Unternehmen durch die Bereitstellung von 
Energie (Scope 2), sowie jene durch Netzverluste in der Stromverteilung (Scope 3).
Dabei umfasst Scope 1 konkret alle THG-Emissionen, die direkt in den Unternehmen 
anfallen und somit deren direktem Einfluss unterliegen. Das sind z. B. THG-Emissionen 
aus der Verbrennung durch stationäre (z. B. Heizkessel) oder mobile Quellen (z. B. 
unternehmenseigener Fuhrpark). Scope 2 umfasst alle indirekten THG-Emissionen, die 
durch die Bereitstellung von Energie außerhalb der Organisation durch ein Energieversor-
gungsunternehmen entstehen. Dazu gehören Strom, Fernwärme und Fernkälte. Die 
THG-Emissionen in Scope 3 werden aufgrund der teilweise komplexen Erhebung und mit 
Rücksicht auf die kleinen Unternehmenseinheiten im aktuellen Bericht nicht ermittelt. 
Eine Ausnahme hiervon bilden die oben genannten Netzverluste in der Stromverteilung.
Für die Berechnung der THG-Emissionen in CO2-Äquivalente und der DEFRA werden 
die Umrechnungsfaktoren des Greenhouse Gas (GHG)-Protokolls verwendet. Dies 
entspricht dem Standard in der Nachhaltigkeitsberichterstattung.
 SOCIAL – SOZIALE VERANTWORTUNG
Neben Aspekten zum Klimaschutz geht nachhaltiges Wirtschaften auch mit der sozialen 
Verantwortung der Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft einher. Dieser Bericht 
legt den Beitrag der Unternehmen zur regionalen Wertschöpfung sowie den Beitrag zum 
Einbezug der Öffentlichkeit, beispielsweise im Rahmen von Kundenbefragungen, Koopera-
tionen mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder das Stadtwirtschaftsportal „Darmstadt 
im Herzen“, offen. Darüber hinaus gibt der Bericht einen Überblick über Kennzahlen, die  
in die Bereiche Arbeitnehmerbelange, Vielfalt, Gesundheit, Arbeitnehmerschutzmaßnahmen 
sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte fallen.
  GOVERNANCE – VERANTWORTUNGSVOLLE  
UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Auch die Art und Weise der Unternehmensführung und -kontrolle der Darmstädter 
Stadtwirtschaft werden in diesem Bericht dargestellt. Dieser Bereich umfasst unter 
anderem die Gestaltung der Unternehmenskultur, die Unternehmensführung, ethische 
Grundsätze, Integrität, Transparenz, Vorstandszusammensetzung, unabhängige Prüfung 
und die Einhaltung von Vorschriften. Zudem gibt der Bericht Auskunft über Compliance, 
Datenschutz und den Frauenanteil in den Geschäftsleitungen und Aufsichtsgremien der 
Unternehmen.
ESG – DREI KRITERIEN  
DER NACHHALTIGKEIT

10
ie Darmstädter Stadtwirtschaft zählt zu den größten Arbeit- 
 gebern der Region, bietet mehr als 9.000 Menschen einen 
Arbeitsplatz und erwirtschaftete in 2021 eine Gesamtleistung von 
2,8 Mrd. Euro bei einer Bilanzsumme von 5,4 Mrd. Euro. Nähere 
Informationen, wie die Anteilsquote der Beteiligungsunternehmen, 
entnehmen Sie dem Darmstädter Beteiligungsbericht 1.
Die HEAG befindet sich in kommunaler Hand. Sie versteht sich 
als aktives Beteiligungsmanagement und verankert vor allem bei 
den Mehrheitsbeteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
die städtischen Ziele. Somit ist die HEAG die zentrale und maß - 
gebliche Beraterin der Wissenschaftsstadt Darmstadt in allen 
wirtschaftlichen Angelegenheiten der Stadtwirtschaft. Sie entwickelt 
die Geschäftsfelder der Stadtwirtschaft strategisch weiter. Eine 
nachhaltige Konzernpolitik und die Steigerung der Wertschöpfung 
in der Region sind Grundlagen der strategischen Ausrichtung.
 
Einbezogene Unternehmen
Der Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft 
berücksichtigt die wesentlichen Beteiligungen der Wissenschafts-
stadt Darmstadt. Als wesentliche Beteiligung gilt grundsätzlich 
ein Unternehmen, an der die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
mittelbar oder unmittelbar eine Anteilsquote von mehr als 50 
Prozent hält.
Für die Berichterstattung der ökologisch, sozial und gesellschaftlich 
relevanten Aspekte sowie Kennzahlen gilt, dass diese zu 100 
Prozent abgebildet werden. Eine Ausnahme bilden Beteiligungen 
an Kraftwerksgesellschaften. Diese werden entsprechend der 
Höhe der jeweiligen Beteiligung einbezogen. 
Bei der bauverein AG werden nur die Emissionen der Haupt-
verwaltung erfasst. Die Emissionen des Eigenbetriebs Immobilien-
management der Wissenschaftsstadt Darmstadt umfassen den 
Verbrauch von Schulen, Kindertagesstätten und -gärten, Jugend-
zentren, gemeinnützigen Gebäuden, Sportstätten, Friedhöfen und 
weiteren Gebäuden im städtischen Besitz. Abweichungen von 
den vorgenannten Definitionen des Berichtsumfangs sind im Text 
kenntlich gemacht.
Berichtsprofil
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht bezieht sich auf die 
Geschäftsjahre 2020 und 2021. Das Geschäftsjahr 2022 wurde 
nicht berücksichtigt, da die energetischen Verbrauchswerte für 
2022 noch nicht vollständig ermittelt werden konnten. Die 
Entwicklung der THG-Emissionen sowie der regionalen Wert-
schöpfung wird für den Zeitraum von 2012 bis 2021 dargestellt. 
Der Ansprechpartner für den Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter 
Stadtwirtschaft ist Daniel Pfeffer (daniel.pfeffer@heag.de).
Datenerhebung und Darstellung von Informationen 
Die Erhebung der Daten für den Nachhaltigkeitsbericht der 
Darmstädter Stadtwirtschaft erfolgte über direkte Ansprache 
der einbezogenen Unternehmen. In einem Auftaktworkshop 
wurden gemeinsam mit den Unternehmen die Struktur des 
Nachhaltigkeitsberichts, die einzubeziehenden Unternehmen 
sowie die zu berichtenden Emissionsquellen abgestimmt. Die 
Erfassung der emissions- und umweltrelevanten Daten erfolgte 
unternehmensintern über ein seitens der HEAG zur Verfügung 
gestelltes Formular. 
Darüber hinaus wurden folgende ESG-Kennzahlen erfasst:
• Gesamtwasserentnahme 
•   Beschäftigte 
• Azubi 
• Altersdurchschnitt Beschäftigte 
• Beschäftigte über 50
• Beschäftigte in Teilzeit 
• Frauenanteil Beschäftigte 
• Frauenanteil Azubi 
• Tarifangestellte
• Nicht-Tarifangestellte 
• Diskriminierungsvorfälle 
• Arbeitsbedingte Verletzungen
• Arbeitsbedingte Todesfälle 
• Fortbildungsstunden / MA in h 
• Vorschläge betriebliches Vorschlagswesen 
• Anzahl Jobtickets 
D
UNTERNEHMENSPORTRÄT 
DER DARMSTÄDTER STADTWIRTSCHAFT
1 https://www.heag.de/stadtwirtschaft/beteiligungsbericht/

11
• Anzahl Dienstfahrräder
• Frauenanteil innerhalb der Geschäftsleitungen 
• Frauenanteil innerhalb des Aufsichtsgremien 
• Bestätigte Korruptionsfälle 
• Bestätigte Datenschutzverstöße
Als Teil des Nachhaltigkeitsberichts sind des Weiteren wie in  
den vorherigen Jahren folgende Schwerpunkte berücksichtigt:
• Lokale und regionale Wertschöpfung
• Einbezug der Öffentlichkeit
• Förderung der Gründungsregion
• Gesellschaftliches Engagement
Die Darstellung der Kennzahlen erfolgt in den folgenden  
drei Kapiteln:
• Environment / Verantwortung für die Umwelt
• Social / Soziale Verantwortung
• Governance / Verantwortungsvolle Unternehmensführung
Energie & Wasser
• ENTEGA AG
• Beteiligungen der ENTEGA AG
Immobilien
• bauverein AG
• Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)
•  Wissenschafts- und Kongresszentrum  
Darmstadt GmbH & Co. KG
•  Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte (Bürgerhäuser) 
Mobilität
• HEAG mobilo GmbH
• Beteiligungen der HEAG mobilo GmbH
Gesundheit & Teilhabe
• Klinikum Darmstadt GmbH
•  Zweckverband Verwaltungsverband für das Gesundheitsamt 
der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg 
(bis 2019)
• Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
Kultur & Freizeit
• Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
•  Zoo Vivarium (EAD)
• Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkt (Märkte)
Telekommunikation & Digitalisierung
• ENTEGA Medianet GmbH
• Beteiligungen der ENTEGA Medianet GmbH
• COUNT+CARE GmbH & Co. KG
• Digitalstadt Darmstadt GmbH
Entsorgung & Abwasser
•  Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben  
und Dienstleistungen (EAD)
Strategie, Finanzen & Innovationen
• HEAG Holding AG
•  Sparkasse Darmstadt  
(nicht in den Zahlen 2018 und 2019 enthalten)
In den Nachhaltigkeitsbericht einbezogene Unternehmen 
der Darmstädter Stadtwirtschaft und Zuordnung zu  
den Geschäftsfeldern

12
ie 17 UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable 
Development Goals – kurz „SDG“) gehen zurück auf die bereits 
1972 veröffentlichte Studie des Club of Rome „Grenzen des 
Wachstums“. Die zentrale These der Studie war, dass das aktuelle 
individuelle lokale Handeln aller globale Auswirkungen hat, die 
jedoch nicht dem Zeithorizont und Handlungsraum der Einzel-
nen entsprechen. 
Mit der Veröffentlichung des Brundtland-Berichts, den die 
Vereinten Nationen mit dem Titel „Unsere gemeinsame Zukunft“ 
in 1987 publizierten, begann ein weltweiter Gedankenaustausch 
über das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung. Einen frucht-
baren Nährboden für weitere Diskussionen lieferte der Bericht, 
indem die Brundtland-Kommission einen Konsens fand und Teile 
des Konzepts einer Nachhaltigen Entwicklung wie folgt definierte:
„Eine Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die  
die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, 
dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht 
befriedigen können.“ 
 
Wenn heute von einer nachhaltigen Entwicklung gesprochen 
wird, dann ist auch die Gerechtigkeit zwischen der heutigen und 
den zukünftigen Generationen ein wesentlicher Aspekt der Debatte.
Als eine der Folge dieser Debatten luden die Vereinten Nationen 
im Jahr 1992 zu einer Konferenz über Nachhaltigkeitsentwicklung 
in Rio de Janeiro ein. Mit dem Leitbild der Nachhaltigen Entwick-
lung wurde durch die Rio-Konferenz 1992 erstmals ein ganzheit-
licher und globaler Ansatz entwickelt. In Folge der Konferenz haben 
zahlreiche Akteure anerkannt, dass wirtschaftliche Entwicklung 
ohne Rücksichtnahme auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit 
(soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ökologi-
sche Tragfähigkeit) unkalkulierbare Risiken mit sich bringt. 
Im Jahr 2002 verabschiedete die Generalversammlung der Verein- 
ten Nationen acht Millenniums-Entwicklungsziele für das Jahr 
2015. Die Agenda 2030 ist die Fortsetzung der Agenda 21 und 
dabei werden im Rahmen der Agenda 2030 zwei Entwicklungs-
stränge miteinander verbunden: die Armuts- und Entwicklungs-
agenda der Millenniums-Entwicklungsziele und die Nachhaltig -
keitsentwicklung aus Rio de Janeiro. Die so entworfenen 17 
globalen Ziele traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 
15 Jahren (bis 2030) in Kraft. Die SDG gelten grundsätzlich für 
alle Staaten der Vereinten Nationen.
Die Abbildung unten zeigt die 17 Ziele der UN. Sie wurden in 
169 Unterziele untergliedert. Die Unterziele dienen als Fort-
schrittsindikatoren, denn sie machen eine Nachhaltige Entwick-
lung durch Daten messbar und bringen die globalen Ziele in 
einen umsetzungsorientierten Kontext. Die globalen Ziele sollen 
national-, länder-, und kommunalspezifisch umgesetzt und  
ergänzt werden. Die Basis für die Umsetzung der SDG in 
Deutschland ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie aus dem 
Jahre 2017. Die Bundesregierung überwacht den Erfolg 
anhand von 63 ihrerseits definierten Indikatoren und berichtet 
über den Fortschritt der Zielerreichung alle zwei Jahre in einem 
Bericht des Statistischen Bundesamtes 2. 
Übersicht über die 17 UN-Ziele 
für Nachhaltige Entwicklung
D
17 UN-ZIELE  
FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
United Nations
2  https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/Nachhaltigkeitsindikatoren/International/
Indikatorenbericht_SDG.pdf?__blob=publicationFile

13
Zur Identifizierung der relevanten SDG für die Darmstädter 
Stadtwirtschaft wurden die Unternehmen konkret nach dem 
Beitrag ihrer Unternehmensaktivität zur Erreichung der SDG 
befragt. Die fünf wesentlichen SDG sind die Folgenden:
Implizit wird auch dem SDG 17 „Partnerschaften zur Erreichung 
der Ziele“ in Darmstadt eine sehr hohe Bedeutung beigemessen. 
Die Zusammenarbeit der Unternehmen der Stadtwirtschaft, die 
Förderung der regionalen Wertschöpfung und die Kooperationen 
mit Wissenschaft und Wirtschaft haben mit dazu beigetragen, 
dass Darmstadt in 2019 zum fünften Mal in Folge die Zukunfts-
stadt Nr. 1 in Deutschland war.
Die SDG wurden auch auf Länderebene in die Gestaltung der 
Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen. Dazu hat die Hessische 
Landesregierung die Hessische Nachhaltigkeitsstrategie verfasst 
und in einem gemeinsamen Dialog mit Akteuren aus Wirtschaft, 
Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft fortgeschrieben. Im 
Jahre 2017 wurde ein Indikatorenset eingeführt, bei deren 
Erstellung auch die HEAG mitgewirkt hat, das sich direkt an 
den SDG orientiert.
Wichtige Ansatzpunkte zur Erreichung der SDG findet man im 
Besonderen auch in den Geschäftsfeldern der Stadtwirtschaft. 
Beispiele sind die Gestaltung einer klimaneutralen, preisgünstigen 
und sicheren Energieversorgung, das Angebot von ökologischen 
und vernetzen Verkehrslösungen sowie die Verfügbarkeit von 
hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum. 
Unternehmen sind zunehmend in der Verantwortung ihre 
Geschäftsmodelle nachhaltiger zu gestalten. Wichtige Bereiche 
sind das Angebot von ökologisch und / oder sozial verantwortlichen 
Leistungen, die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungs-
ketten, sowie die Ansprache der Kunden für einen nachhaltigeren 
Lebensstil.
Ein wichtiger Baustein um den Beitrag der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt zum globalen Klimaschutz zu erreichen, ist der im 
Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung beschlossene 
Klimaschutzplan 2035. Vorausgegangen war der wegweisende 
Beschluss „Höchste Priorität für Klimaschutz – Weltklima in Not 
– Darmstadt handelt“ im September 2019 in welchem sich 
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung klar zu den Zielen 
des Pariser Klimaschutzabkommens bekannt haben. Auch die 
Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft tragen Verantwor-
tung für den Klimaschutz und eine Nachhaltige Entwicklung in 
der Region – und darüber hinaus.
Für die Darmstädter Stadtwirtschaft sind die SDG auch im Sinne 
ihrer unternehmerischen Verantwortung von Bedeutung. Sie 
stellen einen Rahmen für Nachhaltige Entwicklung und gleichzeitig 
auch eine unternehmerische Chance für die Weiterentwicklung 
der Geschäftsmodelle der Darmstädter Stadtwirtschaft dar. Mit 
dem Handeln und Wirtschaften der Akteure der Darmstädter 
Stadtwirtschaft soll ein regionaler Beitrag zur Erreichung der 
SDG geleistet werden.

14   ENVIRONMENT  
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
Elektromobilität bei der ENTEGA
Mit Unterstützung des Landes Hessen bringt ENTEGA die Elektro-
mobilität in der Region voran. Bereits 2018 konnten Kommunen  
von uns ein E-Auto zum Preis eines vergleichbaren Fahrzeugs mit 
Verbrennungsmotor mieten. 50 E-Fahrzeuge standen dafür drei 
Jahre zur Verfügung und waren bis ins Jahr 2020 in der Region 
unterwegs. 43 Kommunen, der Landkreis Darmstadt-Dieburg, der 
Odenwaldkreis und die Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main 
beteiligten sich. Aufgrund der großen Nachfrage haben wir 2021  
ein Nachfolgeprojekt aufgelegt. Im Rahmen dessen wurden den 
teilnehmenden Kommunen 49 Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. 
Im Auftrag der Kommunen bieten wir zudem in vielen Orten Elektro-
autos zum Carsharing an. Die Kommune bezahlt eine monatliche 
Grundgebühr und stellt einen Parkplatz zur Verfügung. Die Nutzer 
können das Elektrofahrzeug über eine ENTEGA-App reservieren, 
schlüssellos öffnen und am Ende erhalten sie eine automatisch 
generierte Rechnung. 18 Kommunen bieten ihren Bürgerinnen  
und Bürgern das E-Carsharing bereits an.
Auch Elektrofahrräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. 
ENTEGA hat deshalb E-Bikes, E-Lastenräder und E-Tretroller ange-
schafft und stellt diese den Kommunen testweise zur Verfügung. 
Wenn Kommunen sich diese Fahrzeuge anschaffen, erhalten sie vom 
Land Hessen einen Zuschuss von bis zu 90 Prozent der Beschaffungs-
kosten. ENTEGA unterstützt die Kommunen bei der Antragstellung. 
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ENTEGA

15
EMISSIONSQUELLE  
TREIBSTOFF
nsgesamt sind auf die Unternehmen der Darmstädter Stadt-
wirtschaft 1.639 Firmenfahrzeuge (im Wesentlichen Personen-
wagen und Nutzfahrzeuge) zugelassen. Damit stieg die Zahl im 
Vergleich zu 2020 um 74 Fahrzeuge.
930 (57 %) Prozent der Firmenfahrzeuge befinden sich im 
Fuhrpark der ENTEGA. Von diesen sind 97 Fahrzeuge mit 
Elektroantrieb ausgestattet. Einen weiteren signifikanten Anteil  
am Fuhrpark der Stadtwirtschaft haben der EAD (20,8 %) und 
die HEAG mobilo GmbH (13,1 %). Bei der ENTEGA wird der 
Fuhrpark durch Fahrzeuge im Geschäftsfeld Netze dominiert 
(Montagefahrzeuge, LKW, selbstfahrende Arbeitsmaschinen etc.). 
Die Fahrzeuge des EAD werden zur Müllentsorgung, Straßenreini-
gung, Kanalreinigung und Essensversorgung im Darmstädter 
Stadtgebiet eingesetzt. Bei den Fahrzeugen der HEAG mobilo 
GmbH handelt es sich zu einem Großteil um Busse für den 
Linienverkehr sowie um Montage- und Reparaturfahrzeuge.
Zum Großteil sind die Fahrzeuge mit Verbrennungskraftmaschine 
betrieben. Der Treibstoffverbrauch betrug in 2021 insgesamt 
3,81 Mio. Liter. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Treibstoffver-
brauch um ca. 138 Tsd. Liter. Seit dem höchsten Jahresverbrauch 
aus dem Jahr 2014 ist der Treibstoffverbrauch um 1,4 Mio. Liter 
(27,7 %) gesunken. Insgesamt sind in 2021 in den Unternehmen 
der Stadtwirtschaft 277 Elektroautos unterwegs.  
I
ENTEGA
11 89
62
Abb. 1 Fuhrpark 
Zweiräder
Nutzfahrzeuge
Personenwagen
Busse
Sonstige
+4,7 %
65
49
2021 
insgesamt 
1.639
792
626
107
36
2020 
insgesamt 
1.565
786
590
91
Abb. 2 Treibstoffverbrauch  
nach Fahrzeugart in 2021 (in Tsd. Liter)
227
Pkw 
insgesamt 
465
Nfz 
insgesamt 
2.826
Busse 
insgesamt 
2.013
2.013 Diesel
Benzin
Erdgas
Sonstige 
insgesamt  
227
Fahrzeuge 
insgesamt 
5.531
193
261
120
2.617

16
Die Elektroautoquote steigt stetig an und beträgt (ohne 
Berücksichtigung von E-Bikes oder Pedelecs) 17,4 % 
(Vj.: 12,0 %) im Jahr 2021.
53 % des Treibstoffs entfällt dabei auf den Linienbus-
verkehr des ÖPNV, der durch die HEAG mobibus, einem 
Tochterunternehmen der HEAG mobilo, angeboten 
wird. Dank des Ausbaus der Elektrobusflotte sank 
dieser Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich.
Für den Treibstoffverbrauch3 des Fuhrparks der Darm-
städter Stadtwirtschaft ergeben sich Emissionen von 
9.774 Tonnen CO2 in 2021 (2020: 10.151 Tonnen CO2). 
Durch die weitere kontinuierliche Ersatzbeschaffung 
von energieeffizienteren Fahrzeugen sollen die CO2-
Emissionen langfristig reduziert werden.
So sollen neue Fahrzeuge nach Möglichkeit mit Elektro-
antrieb ausgestattet und die Nutzfahrzeugflotte regel- 
 mäßig auf Erneuerungsbedarf hin überprüft werden. Im 
Bereich des ÖPNV soll die Einführung von Elektrobussen 
weiter vorangetrieben werden. Der Anteil an Elektro -
fahrzeugen am Fuhrparkbestand soll kontinuierlich 
ausgebaut und bis 2035 auf 75% erhöht werden.
Dazu arbeitet der EAD kontinuierlich am Ausbau der 
Elektromobilität für die Eigenbetriebe und Ämter der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt.
3 1 kg Erdgas = 1,5 Liter Benzin
HEAG mobilo
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  ENVIRONMENT  
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
Abb. 3 Treibstoffverbrauch nach Unternehmen 
der Darmstädter Stadtwirtschaft
2020 2021
HEAG mobilo: 53,0 %
ENTEGA: 22,5 %
EAD: 22,3 %
Weitere: 2,2 %
HEAG mobilo: 54,1 %
ENTEGA: 22,4 %
EAD: 20,8 %
Weitere: 2,7 %
HeinerLiner für Darmstadt
Sie sind blau, Lieblinge der Heiner und Verfechter der 
Nachhaltigkeit. Seit April 2021 machen 35 eVito 
Tourer von Mercedes-Benz als HeinerLiner das Darmstädter 
Verkehrsgebiet (un)sicher. Als kleine Brüder der Busse 
und Straßenbahnen nehmen sie mit ihrem modernen 
Außendesign zwar Bezug auf die orange HEAG mobilo-
Familie, heben aber mit dem dunklen, eleganten Blau 
zugleich die Exklusivität der Pooling-Fahrten hervor. Die 
Karte auf den Fahrzeugen macht auf den ersten Blick 
klar, wo sie hingehören: nach Darmstadt! Ausgestattet 
mit den neuesten Assistenzsystemen und einer luftgefe-
derten Hinterachse machen sie die Fahrten noch sicherer 
und angenehmer. Der Einstieg durch die elektrisch 
betriebene Schiebetüre ist komfortabel, die Sitze in den 
drei Reihen bequem und bei warmen Temperaturen lässt 
sich die Klimaanlage im Fahrgastraum losgelöst von 
der Fahrerkabine steuern. Doch die Kleinbusse 
sammeln nicht nur durch den hohen Komfort und die 
leisen Fahrgeräusche Pluspunkte bei den Heinerinnen, 
sondern vor allem durch den nachhaltigen Ansatz. Denn 
sie alle fahren voll elektrisch und bringen bis zu sieben 
Menschen beim Ride-Pooling zuverlässig und schnell an 
ihre Wunschziele. Sie können schon wirklich viel – fertig 
ist die Fahrzeugentwicklung jedoch noch nicht. Als 
nächstes steht der behindertengerechte Ausbau künftig 
Passagiere im Rollstuhl befördert werden können. 
Außerdem werden weitere Fahrzeuge umgebaut, um die 
Mitnahme von größeren Gepäckstücken zu ermöglichen.

17
Elektromobilität beim EAD
Für das Schaffen eines innerstädtischen Fahrzeugpools 
arbeitet der EAD aktuell mit Partnern intensiv am 
Aufbau einer professionellen Buchungsplattform, die 
die elementare Basis für das Fahrzeugpooling darstellt. 
Die wesentlichen Handlungsfelder sind eine leicht 
bedienbare Oberfläche der Buchungsplattform und die 
technische Ausgestaltung der Buchungsprozesse.
Vom Bundesministerium für Verkehr und digitale 
Infrastruktur erhält der EAD für die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt im Förderzeitraum 2020 / 2021 4,9 Millionen 
Euro aus der Förderrichtlinie Elektromobilität im Rahmen 
des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 – 2020“. 
Bereits 2018 gab es für den EAD eine Förderzusage in 
Höhe von 840.000 Euro aus der Förderrichtlinie. Diese 
wurde für die Anschaffung von 35 Elektrofahrzeugen  
in verschiedenen Segmenten, von Kleinwagen bis zu 
Transportern und Nutzfahrzeugen, inklusive der 
entsprechenden Ladeinfrastruktur sowie einer Klein-
kehrmaschine mit Elektroantrieb genutzt.
Über die aktuelle Fördersumme ist die Anschaffung von 
weiteren Elektrofahrzeugen geplant. Außerdem sollen 
vorhandene Fahrzeuge auf Elektroantrieb umgerüstet 
und die Ladeinfrastruktur erweitert werden. Mittels der 
Fördersumme soll der städtische Fuhrpark um weitere 
45 Elektrofahrzeuge, darunter eine zusätzlich Kehrma-
schine mit Elektroantrieb, erweitert werden.  
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Der EAD hat sich für seinen Fuhrpark das Ziel gesetzt, unter 
Berücksichtigung der aktuellen technischen Möglichkeiten, die 
CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Gleiches gilt für die HEAG 
mobilo, die durch die schrittweise Umstellung auf Elektrobusse, 
ebenfalls einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen beiträgt. 
Abb. 4 CO2-Emissionen  
in Tonnen nach Fahrzeugart
Weitere
Busse
Nutzfahrzeuge
Personenwagen
2020 
insgesamt 
10.151
2021 
insgesamt 
9.774
-3,7 % 
1.123
2.827
5.234
590
5.503
2.905
1.218
525
Abb. 5 CO2-Emissionen  
in Tonnen nach Treibstoffart
-3,7 %
Diesel: 9.603
Benzin: 430
Erdgas: 118
2020 
insgesamt 
10.151
Diesel: 9.120
Benzin: 544
Erdgas: 110
2021 
insgesamt 
9.774

18
Hinterlüftete Fassade
e-netz Südhessen ertüchtigt Hauptlager energetisch durch vorgehängte Fassade mit Luftisolierung und dazugehöriges Verwal-
tungsgebäude mittels Wärmeverbundsystem: 
Die vorgehängte Fassade des Gebäudekomplexes dient nicht nur als schützende Hülle, sondern beherbergt auch eine durchdachte 
Luftisolierung, die dazu beiträgt, den Energieverbrauch zu minimieren und legt somit einen starken Fokus auf energetische 
Effizienz und Nachhaltigkeit.
Die Fassade agiert als eine zweite Haut, die das Gebäude vor Witterungseinflüssen schützt und gleichzeitig eine effektive 
thermische Barriere bildet. Diese Luftisolierung gewährleistet eine optimale Temperaturregulierung im Inneren des Gebäudes, 
wodurch Heiz- und Kühlenergie effizient genutzt werden können.
Das Verwaltungsgebäude, das nahtlos mit dem Hauptgebäude verbunden ist, setzt ebenfalls auf innovative Energielösungen. 
Ein zentrales Element hierbei ist das implementierte Wärmeverbundsystem, das eine nachhaltige Wärmeversorgung sicherstellt. 
Dieses System nutzt die Prinzipien des Wärmeverbunds, um eine effiziente Verteilung und Nutzung von thermischer Energie 
zu gewährleisten.
Die intelligente Integration dieser energetischen Technologien trägt nicht nur zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks 
bei, sondern optimiert auch die Betriebskosten des Gebäudekomplexes. Durch die Synergie von vorgehängter Fassade, 
Luftisolierung und dem Wärmeverbundsystem wird nicht nur ein komfortables und angenehmes Raumklima geschaffen, 
sondern auch ein Beitrag zum globalen Bestreben nach umweltfreundlicher Bauweise und Energieeinspeisung geleistet.
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  ENVIRONMENT  
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
ENTEGA / Jürgen Mai
EMISSIONSQUELLE  
STATIONÄRE VERBRENNUNG

19
er Energieverbrauch 4 durch Energieerzeugung vor Ort 
(stationäre Verbrennung) beträgt in 2021 in der Darmstädter 
Stadtwirtschaft 826 Gigawattstunden. Dominiert wird der 
Energieverbrauch von den Erzeugungsanlagen der ENTEGA.  
Im Vergleich zu 2020 ist der Energieverbrauch um 49 % 
gestiegen. Dieser Anstieg liegt im Wesentlichen in der höheren 
Auslastung der Gaskraftwerke begründet, an denen die ENTEGA 
beteiligt ist oder die ENTEGA selber betreibt. Das Gaskraftwerk der 
ENTEGA auf der Knell befindet sich weiterhin in der Netz reserve. 
Das Gemeinschaftskraftwerk Irsching, an dem die ENTEGA eine 
Beteiligung von 9 % hält, kehrte im Oktober 2020 aus der Netz - 
reserve in den Regelbetrieb zurück, weil sich die wirtschaft -
lichen Bedingungen in den Energiemärkten verbesserten. 
Durch den Betrieb des Gaskraftwerks in Irsching wird u.a. 
auch die Kohleverstromung substituiert. Darüber hinaus trägt 
die Absatzsteigerung im Geschäftsfeld Wärme der ENTEGA zu 
einem Anstieg der CO 2-Emissionen bei.
Hauptenergieträger bei der stationären Verbrennung ist Erdgas. 
Weitere Energieträger für die stationäre Verbrennung sind unter 
anderem leichtes Heizöl, Pellets und Biogas. 
Hauptverbraucher ist aufgrund des Einsatzes von fossilen 
Energieträgern in Erzeugungsanlagen die ENTEGA, gefolgt von 
der Klinikum Darmstadt GmbH, die Ökogas zur umweltfreund-
lichen Energieversorgung nutzt. Aufgrund von Umbau- und 
Modernisierungsmaßnahmen war das Blockheizkraftwerk des 
Klinikums nicht in Betrieb. Die Inbetriebnahme der neuen 
Energiezentrale ist für Ende 2023 bzw. Anfang 2024 geplant.
Durch die stationäre Verbrennung entstanden CO2-Emissionen 
in 2021 von insgesamt 130.058 Tonnen.
Im Bezug auf die 9 % Beteiligung am Gemeinschaftskraftwerk 
Irsching wirkt die ENTEGA gegenüber dem Betreiber Uniper 
darauf hin, dass das Kraftwerk zukünftig klimaneutral betrieben 
wird. Der Betreiber hat zugesichert, dies bis spätestens 2035 
umzusetzen, sofern die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind. 
Eine entsprechende ergebnisoffene Prüfung hinsichtlich der 
Erreichung dieses Ziels wird gerade durchgeführt. Das Klinikum 
Darmstadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch für 
den Standort Innenstadt zu nachhaltig zu reduzieren. Dazu führt 
das Klinikum Darmstadt bis 2024 ein Energiemanagement-
system ein und wird im Anschluss an die Modernisierung der 
Energiezentrale ein neues und effizientes Blockheizkraftwerk  
in Betrieb nehmen. 
D
4 siehe Umrechnungsfaktoren im Anhang
Abb. 6 Energieverbrauch in MWh durch 
stationäre Verbrennung (oben) und 
induzierte CO2-Emissionen in Tonnen (unten)
Weitere: 35.343
Biogas: 31.953
Erdgas: 758.716
2020 
insgesamt 
554.996
Weitere: 34.859
Biogas: 76.428
Erdgas: 443.709
2021 
insgesamt 
826.012
+49 %
Weitere: 3.072
Biogas: 0
Erdgas: 126.986
Weitere: 3.668
Biogas: 0
Erdgas: 71.917
2020 
insgesamt 
75.585
2021 
insgesamt 
130.058
+49 %

20
EMISSIONSQUELLE  
STROMVERBRAUCH
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Straßenbeleuchtungskonzept
Von 2013 bis 2020 hat die ENTEGA das „Straßenbeleuchtungskonzept 2020“ 
umgesetzt, in dessen Rahmen rund 24.000 Leuchten mit Quecksilber 
Dampfleuchten auf energiesparende LED-Technik umgerüstet wurden. Das 
entspricht einer jährlichen Stromeinsparung von ca. 2,3 Mio. kWh. Nach 
dem erfolgreichen Austausch der besonders ineffizienten Quecksilber-Dampf-
leuchten wurden die Langfeldleuchten in den Fokus genommen. Hier tauschte 
die ENTEGA in den Jahren 2020 und 2021 knapp 5.000 dieser Leuchten 
gegen moderne LED-Leuchten und erschlossen damit ein beträchtliches 
Einsparpotenzial. 
  ENVIRONMENT  
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
HEAG mobilo GmbH 
HEAG mobilo – Die Zukunft fährt elektrisch
Das leben auch wir bei der HEAG mobilo: 2021 sind wir unserem Ziel, die Busflotte 
kontinuierlich auf Elektromobilität umzustellen, eine gute Meile nähergekommen. Die 
neuen 25 hochmodernen und klimaschonenden E-Busse sind die größte Busanschaf-
fung in der Unternehmensgeschichte und vergrößern unsere E-Bus Flotte auf insge- 
samt 30 Fahrzeuge. Zu den Bussen gehören auch zwölf Elektro-Standardbusse. Neu 
auf Darmstadts Straßen sind außerdem die 13 elektrisch betriebenen Gelenkbusse. 
Mit ihnen können wir noch mehr Menschen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt- 
Dieburg emissionsfrei befördern. Und das nicht nur ohne CO2-Ausstoß, dank Ökostrom 
der ENTEGA, sondern vor allem mit mehr Komfort für unsere Fahrgäste sowie geringer 
Lärmemission – für mehr Lebensqualität in der Wissenschaftsstadt und im Landkreis. 
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hier am Ziel:

21
ie Darmstädter Stadtwirtschaft bezieht ihren Strom nahezu 
ausschließlich von der ENTEGA Plus. Insgesamt beläuft sich der 
Stromverbrauch der wesentlichen Unternehmen der Darmstädter 
Stadtwirtschaft auf 76,8 Gigawattsunden, im Vergleich zum 
Vorjahr blieb der Stromverbrauch nahezu konstant (2020: 74,3 
Gigawattstunden). Die Unternehmen beziehen nahezu aus-  
schließlich Ökostrom. Daher fallen, unter Berücksichtigung des 
Betrachtungswinkels (Scope 1 und 2), keine CO2-Emissionen an.
Gleichwohl haben sich die Unternehmen der Darmstädter Stadt - 
wirtschaft das Ziel gesetzt den Stromverbrauch zu reduzieren. 
Dazu werden die Hauptstromverbraucher in den Unternehmen 
identifiziert und zusätzliche Energieeinsparmöglichkeiten im 
Bereich der IT und Gebäudetechnik geprüft. Die HEAG mobilo 
wird u. a. an allen wesentlichen Stellen auf LED-Technik bis 
2025 umstellen. Das Klinikum Darmstadt prüft die Nutzung von 
Photovoltaik für Dach und Fassaden. 
Aufgrund des Ausbaus der Elektrobusflotte der HEAG mobilo wird 
sich der Stromverbrauch perspektivisch in Summe jedoch nicht 
reduzieren, sondern ansteigen. Dies liegt darin begründet, dass 
der Treibstoff Diesel für den Antrieb konventioneller Busse mit 
Verbrennungskraftmaschine durch Strom für die Betankung von 
Elektrobussen substituiert wird. Diese Substitution ist im Hinblick 
auf die Reduktion der gesamten CO2-Emissionen zielführend.*
D
Die Beleuchtung der Werkstatt- und Fahrzeug-
hallen auf dem Betriebsgelände des EAD im 
Sensfelderweg 33 bestand überwiegend aus 
Halogenstrahlern und Leuchtstoffröhren. Diese 
sind zwischen 2019 und 2021 gegen ein 
energieeffizientes LED-Beleuchtungssystem 
ausgetauscht worden. Das Projekt wurde gefördert 
vom Bundesministerium für Umwelt, Natur -
schutz und nukleare Sicherheit auf der Basis 
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Umrüstung Innenbeleuchtung 
der EAD-Werkstatt & Lager-
hallen auf LED-Technik
Wir arbeiten  
hier am Ziel: 
HEAG mobilo GmbH 
Abb. 7 Stromverbrauch in MWh
Weitere: 6.213
IDA: 9.189
Klinikum: 15.406
HEAG mobilo: 13.992
ENTEGA: 29.997
2020 
insgesamt 
74.797
Weitere: 6.548
IDA: 9.641
Klinikum: 17.296
HEAG mobilo: 14.685
ENTEGA: 30.013
2021 
insgesamt 
78.183
+4,5 %
* Unter Berücksichtigung der Vorkettenemissionen und der Betankung mit Ökostrom emittiert ein Elektrofahrzeug ca. 1/40 der CO2-Emissionen wie ein Fahrzeug mit konventionellem Antrieb.

22
EMISSIONSQUELLE 
FERNWÄRMENUTZUNG
on den wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadt-
wirtschaft sind neun Unternehmen ganz oder teilweise an das 
kommunale Fernwärmenetz angeschlossen: 
•  Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben  
und Dienstleistungen (EAD)
•  Eigenbetrieb Immobilienmanagement  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
• Eigenbetrieb Bürgerhäuser der Wissenschaftsstadt Darmstadt
• Eigenbetrieb Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt
• ENTEGA AG und Tochtergesellschaften 
• Klinikum Darmstadt GmbH
• Sparkasse Darmstadt
•  Wissenschafts- und Kongresszentrum  
Darmstadt GmbH & Co. KG (WKD)
• bauverein AG 
Der Energieverbrauch durch Fernwärmenutzung der Darmstädter 
Stadtwirtschaft beläuft sich auf insgesamt 35.060 MWh in 2021. 
Im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 8,8 %. Der Energie-
verbrauch durch Fernwärmenutzung korreliert in hohem Maße 
mit der durchschnittlichen Außentemperatur. Je kälter der 
Winter, umso höher der Bedarf an Energie und damit auch  
die CO2-Emissionen. In diesem Zusammenhang besteht ebenfalls 
eine Korrelation mit der energetischen Qualität der Gebäude sowie 
den energetische Verlusten bei hohen Leitungstemperaturen.
Die ENTEGA hat das Ziel die Nutzung von Fernwärme in Darm-
stadt zu erhöhen. Dazu sollen, durch eine Kooperation mit der 
bauverein AG, Liegenschaften in unmittelbarer Nähe des aktuellen 
Fernwärmenetzes an dieses angeschlossen werden. Darüber 
hinaus werden Energieeffizienzmaßnahmen geprüft. Beispielhaft 
sei hier das Projekt DELTA genannt. Durch die Integration eine 
Wärmeübergabestation mit Wärmepumpe soll die im industriellen 
Kühlwassernetz gesammelte Abwärme der Firma Merck auf ein 
höheres Temperaturniveau gehoben und zusammen mit der 
Abwärme im Niedertemperaturnetz an die Fernwärmeversorgung 
der ENTEGA zur Wärmeversorgung von Wohnquartieren übergeben 
werden. Das Klinikum Darmstadt prüft die Umsetzung von 
Effizienzmaßnahmen durch Wärmerückgewinnung und plant die 
Nutzung von Abwärme zur Energieversorgung bis 2030.
V
  ENVIRONMENT  
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
Abb. 8 Energieverbrauch in MWh durch Fernwärmenutzung (oben)
und induzierte CO2-Emissionen in Tonnen (unten)
+3,7 %
+3,7 %
2020 
insgesamt 
7.760
2020 
insgesamt 
35.272
2021 
insgesamt 
36.589
Weitere: 2.909
Klinikum: 15.363
IDA: 17.000
Weitere: 3.593
Klinikum: 13.253
IDA: 19.743
2021 
insgesamt 
8.050

23
 
WASSERVERBRAUCH
eben den vorgenannten Emissionsquellen ist auch der 
Wasserverbrauch eine Kennzahl der Nachhaltigkeitsbericht-
erstattung. Die Unternehmen der Stadtwirtschaft verbrauchten  
in 2021 insgesamt 343.383 m3 Wasser (-9,9 % zu 2020).
Der Rückgang ist auch auf die Witterung zurückzuführen. 
Hauptwasserverbraucher sind der Eigenbetrieb IDA, das Klinikum 
Darmstadt und die ENTEGA. Um den Wasserverbrauch zukünftig 
zu reduzieren, sollen in der Darmstädter Stadtwirtschaft intelligente 
Messsysteme zum Einsatz kommen, die unterstützen Leckagen 
im Wassernetz frühzeitig zu identifizieren bzw. bestenfalls vor 
Eintritt einer Leckage vorherzusagen. Darüber hinaus sollen Boden-
feuchtesensoren dabei helfen, die Bewässerung zu optimieren. 
Aktuelle Prognosen für Darmstadt gehen davon aus, dass es 
aufgrund des Klimawandels zu längeren und stärkeren Hitze- 
und Trockenperioden kommt. Aufgrund dieser Entwicklungen ist 
mit einem weiter steigenden Wasserverbrauch und einem Anstieg 
des Spitzenbedarfs in sommerlichen Hitzeperioden zu rechnen.
N Abb. 9 Gesamtwasserverbrauch in m3  
(ohne Berücksichtigung der Verbräuche des EAD) 
-9,9 %2020 
insgesamt 
381.086
2021 
insgesamt 
343.383
ENTEGA: 60.176
Weitere: 53.611
Klinikum: 85.223
IDA: 182.076
ENTEGA: 38.720
Weitere: 53.022
Klinikum: 78.873
IDA: 172.768
Adobe Stock | mintra

24
 
ZUSAMMENFASSUNG
m Rahmen des Nachhaltigkeitsberichts wurden folgende 
Emissionsquellen der Unternehmen der Darmstädter Stadtwirt-
schaft analysiert: 
• Treibstoffverbrauch Fuhrpark
• Stationäre Verbrennung
• Stromverbrauch
• Fernwärmeerzeugung und -nutzung
Ergänzt wird die Aufstellung um die Netzverluste der ENTEGA 
bzw. der e-netz Südhessen, die durch die Verteilung von 
Fernwärme und Strom entstehen.
Insgesamt emittierte die Darmstädter Stadtwirtschaft in 2021 
147.545 Tonnen CO2 ohne die Berücksichtigung der Netzverluste 
und 195.750 Tonnen CO2 unter Berücksichtigung dieser. Die 
Verteilung auf die Emissionsquellen stellt sich, wie in der Grafik 
Abb. 10 veranschaulicht, dar 5.
Unter den Netzverlusten werden die Verluste verstanden, die in 
den Stromverteil- und Wärmenetzen der ENTEGA anfallen. 
Ohne Berücksichtigung der Netzverluste sind die CO2-Emissionen 
in 2021 um 59 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
I Unter Berücksichtigung der Netzverluste sind die CO2-Emissionen 
im Vergleich zu 2020 um 41 % gestiegen. 
Im Bezug auf die Netzverluste in den Stromverteil- und Wärme-
netzen ist es das Ziel der ENTEGA, diese bis 2025 klimaneutral 
zu stellen.
Allerdings verhindert das derzeit geltende Energierecht, dass 
Stromnetzbetreiber Ökostrom für den Ausgleich ihrer Netzverluste 
beschaffen können. Zusammen mit anderen Netzbetreibern 
arbeitet die ENTEGA daran, diese Hürde zu beseitigen. Im März 
2022 wurde dazu ein gemeinsames Positionspapier an das 
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geschickt. 
Denn deutschlandweit liegt hier ein großes Potenzial brach. Die 
Verlustenergie macht insgesamt rund sechs Prozent des Brutto-
stromaufkommens in Deutschland aus.
  ENVIRONMENT  
VERANTWORTUNG FÜR DIE UMWELT
Abb. 10 CO2-Emissionen der Darmstädter Stadtwirtschaft 
in Tonnen mit Netzverlusten
2012 
insgesamt 
183.394
2013 
insgesamt 
187.630
2014 
insgesamt 
113.800
2015 
insgesamt 
122.538
2016 
insgesamt 
131.098
5  Abweichungen bei den Vorjahreszahlen ergeben sich aufgrund von Korrekturmeldungen seitens 
der Unternehmen.

25
Netzverluste Fernwärme Treibstoffverbrauch Energieverbrauch durch stationäre Verbrennung
2017 
insgesamt 
134.162
2018 
insgesamt 
107.312
2020 
insgesamt 
138.152
2019 
insgesamt 
114.026
2021 
insgesamt 
195.750
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hier am Ziel: 
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hier am Ziel: 
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hier am Ziel: 
Energieeffiziente Neubauten in der Moltkestraße
Der Neubau der Mehrfamilienwohnhäuser mit KiTa und Schulbetreuung erfolgte im Rahmen des 
 Forschungsprojekts SWIVT unter Beteiligung der TU Darmstadt, der Universität Stuttgart, des Instituts 
Wohnen und Umwelt (IWU), der ENTEGA und der bauverein AG. 
Bei dem Forschungsprojekt geht es um energieeffiziente Energieversorgung eines Quartiers. Neben den 
Neubauten in der Moltkestraße werden auch die Bestandsbauten der Bessunger Straße 166 – 188 durch 
die gemeinsame Energiezentrale versorgt. Die Wärmeversorgung der Neubauten erfolgt über ein Nieder-
temperaturnetz mit Geothermie-Wärmepumpen mit 21 Bohrungen in 125 m Tiefe. Zur Regeneration der 
Geothermie wird im Sommer über die Bauteilaktivierung der Fußbodenheizung den Wohnungen Wärme 
entzogen und so das Erdreich wieder aufgewärmt. Zudem wird in den Wohnungen über Wärmetauscher im 
Duschablauf die Wärme des Duschwassers zurückgewonnen und so der Wärmebedarf zusätzlich minimiert.
Die Bauteile der Gebäudehülle entsprechen hinsichtlich der energetischen Qualitäten Passivhausbauteilen.
Um der Bebauungsdichte des Quartiers entgegenzuwirken und das Mikroklima zu verbessern, sind die 
Fassadenseiten nach Westen / Südwesten sowie an der Moltkestraße nach Südosten mit Fassadenbegrünung 
versehen. Die zugehörige Fassadenbewässerung wird vor dem nächsten Sommer in Betrieb genommen.
Zur regenerativen Stromversorgung sind auf den Dächern Photovoltaikanlagen mit ca. 230 KWpeak 
installiert, der Eigenverbrauch wird durch Batterien mit ca. 50 Kwh Kapazität erhöht. Ein eigener Trafo des 
Quartiers gibt die Möglichkeit, eine Vielzahl der Tiefgaragenstellplätze mit Ladeinfrastruktur für E-Mobilität 
auszustatten. Zur Vervollständigung des regenerativen Gesamtkonzepts sollen zudem noch weitere etwa   
90 KWpeak Photovoltaik-Leistung als Fassadenanlagen ergänzt werden. In den Mehrfamilienwohnhäusern 
sind 131 Wohnungen für 1 bis 8 Personen, eine 5-gruppige KiTa sowie eine Schulbetreuung mit ca. 500 qm 
Fläche untergebracht.
planungsgruppe DREI Part GmbH

26
DIE DARMSTÄDTER STADTWIRTSCHAFT  
ALS ARBEITGEBER
achhaltige Unternehmen erkennen die Bedeutung sozialer 
Verantwortung, berücksichtigen soziale Auswirkungen ihrer 
 Geschäftstätigkeit und befassen sich mit den Beziehungen eines 
Unternehmens zu seinen Mitarbeitern, Kundinnen, Lieferanten 
und der Gesellschaft im Allgemeinen. Schlüsselthemen im 
sozialen Bereich sind Arbeitsbedingungen, Vielfalt, Gesundheit, 
Sicherheit am Arbeitsplatz, Wertschöpfung für die Region und 
Einbezug der Öffentlichkeit.
Die Darmstädter Stadtwirtschaft beschäftigte in 2021 insgesamt 
9.223 Menschen. Unter Berücksichtigung der einbezogenen 
Unternehmen im Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadt-
wirtschaft wurden 436 Auszubildende (Vj. 455) beschäftigt. 
Der Altersdurchschnitt der Beschäftigten in der Darmstädter 
Stadtwirtschaft lag bei 45 Jahren. Insgesamt waren 3.669 
Menschen über 50 Jahren in der Stadtwirtschaft beschäftigt.
Der Frauenanteil in der Darmstädter Stadtwirtschaft lag bei  
den Beschäftigten bei ca. 50 % und war damit konstant zu  
2020. Bei den Auszubildenden betrug der Anteil der weiblichen 
Beschäftigten 55 % (2020: 56 %).
Ein wesentlicher Bestandteil eines attraktiven Arbeitgeberimages 
ist auch die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten. In der Darmstädter 
Stadtwirtschaft machten in 2021 insgesamt 3.030 Beschäftige 
von diesem Angebot Gebrauch. Dies entspricht einer Zunahme 
von mehr als 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch weitere 
Angebote wie berufliche Fortbildungsmöglichkeiten, berufliche 
Angebote zur Gesundheitsförderung, Jobtickets und ein sicherer 
und diskriminierungsfreier Arbeitsplatz sind Merkmale eines 
verantwortungsvollen Arbeitgebers.
Die Ausgaben für die Gesundheitsförderung stiegen von 153 TEUR 
in 2020 auf 192 TEUR in 2021. Auch die Fortbildungsstunden, 
welche die Beschäftigten in ihre berufliche und persönliche Weiter - 
bildung investierten, stiegen von 2020 auf 2021 deutlich an.
N
  SOCIAL 
SOZIALE VERANTWORTUNG
2020 2021
Azubi 455 436
Altersdurchschnitt Beschäftigte 44,71 45,13
Beschäftigte über 50 3533 3669
Beschäftigte in Teilzeit 2681 3030
Frauenanteil Beschäftigte [%] 50 50
Frauenanteil Azubi [%] 56 55
Tarifangestellte 6051 6340
Nicht-Tarifangestellte 1106 1440
Diskriminierungsvorfälle* 0 0
Arbeitsbedingte Verletzungen* 297 268
Arbeitsbedingte Todesfälle* 0 0
Ausgaben Gesundheitsförderung [EUR] 152.998 191.770
Vorschläge betriebliches Vorschlagswesen* 60 86
Anzahl Jobtickets* 2.562 2.589
*  Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte, EAD, Eigenbetrieb Kultur, Eigenbetrieb Werkstätten, 
ENTEGA , KLinikum und Darmstadt Marketing haben keine Daten zur Verfügung gestellt.

27
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
Das erste Dezentralisierungsprojekt des Eigenbetriebes im Bereich der Besonderen Wohnform im Pulver-
häuserweg 48 wurde im Juni 2021 eröffnet. Die Einrichtung mit bis zu 18 Plätzen war bis Dezember 
2021 mit neun Bewohnerinnen und Bewohnern bezogen. Eine Vollbelegung ist im Jahr 2022 zu erwarten. 
Weiterhin befindet sich eine vergleichbare Wohneinrichtung auf dem Gebiet der „Lincolnsiedlung“ in  
der Umsetzung. Mit einem dritten geplanten Standort führen diese Maßnahmen zu einer Neustrukturie-
rung des gesamten Wohnbereiches. Ziel ist die weitere Verbesserung von Teilhabemöglichkeiten. 
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iStock | FG Trade

28
EINBEZUG 
DER ÖFFENTLICHKEIT
it dem Begriff des Public Value wird der Einbezug  
der Öffentlichkeit durch eine aktive Informationspolitik und 
Teilhabe an der Entwicklung des Unternehmens verbunden. 
Dabei erstreckt sich der Begriff der Öffentlichkeit nicht nur auf 
die Kundinnen und Kunden der Unternehmen, sondern auch auf 
die mittelbaren Eigentümer des Unternehmens und damit bei 
kommunalen Unternehmen auf die Bürgerinnen und Bürger. 
Die wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft 
nutzen u. a. folgende Medien zum Einbezug der Öffentlichkeit:
•  CSR- bzw. Nachhaltigkeitsberichterstattung, z. B. bauverein, 
ENTEGA, HEAG, WKD
•  Darmstädter Beteiligungsbericht
•  Kundenbeirat, z. B. bauverein, HEAG mobilo, Klinikum
•  Stakeholderbefragung, z. B. bauverein, ENTEGA, HEAG mobilo
• Mieterbefragung, z. B. bauverein
•  Darmstädter Feste, z. B. Jugendstiltage, Weinfest,  
Kunsthandwerkermarkt
•  Beratungsangebote, z. B. ENTEGA (Energieberatung)
•  Bürgerbeteiligung, z. B. bauverein, ENTEGA
•  Veranstaltungen, z. B. Tag der Stadtwirtschaft, Vortragsreihe 
„Energie für die Zukunft“ des ENTEGA NATURpur Instituts, 
EAD-Umwelt- und Familientag, Werksgeländebesichtigungen, 
Tag der offenen Tür
•  Soziale Netzwerke 
•  Fallstudien, Wettbewerbe und Preisverleihungen,  
z. B. Darmstädter Impuls
•  Mobilätsberatung und ÖPNV-Training der HEAG mobilo
Darüber hinaus wird auch das Engagement von Beschäftigten im 
Rahmen von gemeinnützigen gesellschaftlichen Aufgaben gefördert. 
Dies umfasst z. B. Vereinsarbeit, Bildungsaufgaben, soziale 
Projekte, kulturelle Aktivitäten und politische Mandate. Dabei 
verdeutlicht die Wahrnehmung von Ehrenämtern durch Mitglieder 
der Organisation die enge Bindung des Unternehmens mit der 
Region. Ergänzt wird der Einbezug der Öffentlichkeit seitens der 
Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft durch die Koopera-
tion und die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und 
Institutionen in der Region.
Die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft unterhalten 
u. a. Kooperationen (auch im Rahmen von Praktika oder 
Exkursionen) mit: 
•  Technische Universität Darmstadt 
•  Hochschule Darmstadt
M
REGIONALE
WERTSCHÖPFUNG
ür die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Region haben 
die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft eine besondere 
Bedeutung. Um den Nutzen für die lokale und regionale Wirtschaft 
zu beschreiben und zu messen, wurde im Rahmen des Nachhaltig-
keitsberichts auch die lokale und regionale Wertschöpfung 6 7, unter 
Berücksichtigung folgender Positionen berechnet:
• Personalaufwand (exkl. Lohnsteuer) 
• Aufwendungen für bezogene Leistungen
• Sonstige betriebliche Aufwendungen
• Investitionen in Sachanlagen
• Steuern
  I.  Kapitalertragsteuer 
  II.  Gewerbesteuer
  III.  Lohnsteuer
  IV.  Umsatzsteuer
• Dividende 
In Bezug auf die Steuerarten (Gemeindesteuern- und 
Gemeinschafts steuern) wurden für die Wertschöpfung die 
kommunalen Anteile an der Gesamtposition berücksichtigt.8
Bei den weiteren Positionen wurden die lokalen und regionalen 
Anteile an der Gesamtposition unternehmensspezifisch ermittelt:
Für die Darmstädter Stadtwirtschaft ergibt sich durch Aggregation 
der Daten eine Wertschöpfung von 785 Mio. EUR für 2021. 
Werttreiber für die lokale und regionale Wertschöpfung ist im 
Besonderen der Personalaufwand (u. a. Löhne und Gehälter). Im 
Jahr 2020 lag die regionale Wertschöpfung bei 770. Mio Euro.
6  Zur Berechnung der Wertschöpfung wird als Region folgendes Gebiet definiert: Die Region wird 
westlich begrenzt durch den Rhein, nördlich durch den Main, südlich durch den Neckar und im 
Osten durch die hessische Landesgrenze. Darüber hinaus werden die Städte Frankfurt, Mainz, 
Wiesbaden und Aschaffenburg ebenfalls als Teil der Region im Sinne dieser Definition 
verstanden.
7 definiert als regionaler Cashflow
8 Kapitalertragsteuer: 12 %; Gewerbesteuer: ca. 84 %; Lohnsteuer: 15 %; Umsatzsteuer: 2 %
F
  SOCIAL 
SOZIALE VERANTWORTUNG
2020 2021
Regionale Wertschöpfung [TEUR] 770.577 785.270

29
•  Evangelische Hochschule Darmstadt 
•  Forschungseinrichtungen (z. B. Fraunhofer-Institute) 
•  Kulturinstitutionen (z. B. Staatstheater, Hessisches  
Landesmuseum)
•  Verbände (z. B. Industrie- und Handelskammer Frankfurt am 
Main, Handwerkskammer Rhein-Main)
•  Stiftungen (z. B. Bürgerstiftung Darmstadt)
•  Organisationen der Zivilgesellschaft (z. B. CBF-Darmstadt e. V.)
 
Eine Quantifizierung der Effekte aus dem Einbezug der Öffent-
lichkeit ist nicht möglich. Dieser dient aber der lokalen und 
regionalen Kundenbindung. Das Ziel der Darmstädter Stadtwirt-
schaft ist es, die Öffentlichkeit durch eine aktive Informations-
politik und Teilhabe an der Entwicklung der Unternehmen 
weiterhin einzubinden. Dazu wurde für die Bürgerinnen und 
Bürger eine Informationsbroschüre über die Produkte und 
Dienstleistungen der Darmstädter Stadtwirtschaft veröffentlicht. 
Ergänzt wird dieses Angebot um das Stadtwirtschaftsportal 
Darmstadt im Herzen (www.darmstadtimherzen.de) sowie die 
gleichnamige Nachbarschafts-App.  
www.darmstadtimherzen.de. 
Darmstadt im Herzen
Ob Energie, bezahlbarer Wohnraum, ÖPNV, Kulturangebote, 
Entsorgung und vieles mehr – die Unternehmen der 
Darmstädter Stadtwirtschaft bieten den Darmstädterinnen 
täglich qualitativ hochwertige Leistungen der Daseinsvor-
sorge. Mit ihrem vielfältigen Angebot tragen die kommunalen 
Unternehmen einen großen Teil zur hohen Lebensqualität 
in Stadt und Region bei.
Das Stadtwirtschaftsportal unter www.darmstadtimherzen.de 
bietet eine Übersicht zu allen Leistungen und Services 
der Darmstädter Stadtwirtschaft nach Geschäftsfeldern. 
Webcams, freie Wohnungen, vakante Jobs und noch 
vieles mehr – all das gibt es ebenfalls auf Darmstadt im 
Herzen. Übrigens: Im Vereinsregister können Darmstädte-
rinnen und Darmstädter die regionale Vereinslandschaft 
erkunden und den idealen Verein für sich finden.
Darmstadt im Herzen möchte das Miteinander in Darmstadt 
und in der Nachbarschaft lebendiger gestalten und 
Impulse für mehr Nachhaltigkeit im Alltag 
geben. Hierfür gibt es die lokale Nachbarschafts-
App „Darmstadt im Herzen“. Nachbarn helfen, 
Dinge tauschen oder leihen oder auch Fahrge -
meinschaften suchen und anbieten, kann in der App 
erfolgen. Nachhaltiges Mobilitätsverhalten wird mit 
Klimaherzen und attraktiven Prämien belohnt, alles 
Wichtige und Aktuelle rund um das Leben in Darmstadt 
findet sich beispielsweise in den News, dem elektronischen 
Entsorgungskalender oder auch in den Veranstaltungs-
tipps. Mieterinnen der bauverein AG können zudem ihr 
Kundenportal direkt über die App erreichen. 
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30   GOVERNANCE 
VERANTWORTUNGSVOLLE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
ie Darmstädter Stadtwirtschaft zählt zu den größten 
Arbeitgebern der Region und bietet mehr als 9.200 Menschen 
einen Arbeitsplatz und erwirtschaftete in 2021 eine Gesamtleis-
tung von 2,8 Mrd. Euro bei einer Bilanzsumme von 5.47 Mrd. Euro. 
Nähere Informationen, wie die Anteilsquote der Beteiligungs -
unternehmen entnehmen Sie dem Darmstädter Beteiligungs-
bericht 2021 9 unter www.heag.de.
Die verantwortungsbewusste Unternehmensführung ist ein 
weiterer wesentlicher Aspekt, der bei der Betrachtung unter 
ESG-Gesichtspunkten von Bedeutung ist. Es befasst sich im 
Wesentlichen mit der Art und Weise, wie ein Unternehmen 
geführt, kontrolliert und reguliert wird und ist entscheidend, um 
das Vertrauen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu 
gewinnen und langfristigen Erfolg zu sichern.
Als ein Instrument der verantwortungsvollen, zielgerichteten  
und nachhaltigen Unternehmensführung im Sinne von 
Unternehmensleitung, -steuerung und -transparenz hat die 
HEAG, gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
und den Unternehmen der Stadtwirtschaft den Darmstädter 
Beteiligungskodex entwickelt. Dieser stärkt die besondere 
Verantwortung kommunaler Unternehmen bei der Wahrneh -
mung von Aufgaben der Daseinsvorsorge und trägt daher den 
Anforderungen an die kommunale Wirtschaft Rechnung. Der 
Darmstädter Beteiligungskodex wird von allen Mehrheits-
beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt angewendet. 
Die Entsprechenserklärungen der jeweiligen Unternehmen 
werden jährlich im Beteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt veröffentlicht. 
Die wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft 
werden über ein Aufsichtsgremien gesteuert und überwacht. In 
Abhängigkeit von Rechtsform bzw. Beschäftigtenzahl setzen sich 
die Kontrollgremien der Unternehmen aus Vertreterinnen und 
Vertretern der Kapitalseite und der Arbeitnehmerseite zusammen. 
Gemäß dem Beteiligungskodex der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
soll bei der Zusammensetzung der Geschäftsleitungen und der 
Aufsichtsgremien auf eine Beteiligung von Frauen und Männern 
zu gleichen Anteilen hingewirkt werden.
In den Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft stellen die 
weiblichen Mitglieder in der Geschäftsleitung einen Anteil von 
33,6 % (Vorjahr: 35,2 %) und in den Aufsichtsgremien einen 
Anteil von 38.2 % (Vorjahr 32,4 %) dar.
In 2013 wurde eine Compliance Richtlinie für die Darmstädter 
Stadtwirtschaft erarbeitet. Über einen Compliance-Officer, an 
den sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens 
direkt und vertraulich wenden können, wird die Einhaltung der 
Compliance-Richtlinie überwacht. Compliance bedeutet die 
Einhaltung aller vom Unternehmen und seiner Beschäftigten zu 
beachtenden Rechtsvorschriften (Gesetze, Verordnungen, Verträge), 
stadtweiten und internen Regelwerke und Regeln sowie Verhaltens-
grundsätzen inklusive den Aspekten der Nachhaltigkeit. Im Rahmen 
der führungsbezogenen Compliance wurden die Vorgaben des 
UN Global Compact beachtet.
Die Anzahl der erfassten Korruptionsfälle (in 2020 und 2021 
jeweils einen Fall) zeigt, dass die durch die Unternehmen 
eingeführten Maßnahmen wirken. Auch im Bereich des Daten-
schutzes zeigt sich die hohe Sensibilität der Unternehmen der 
Darmstädter Stadtwirtschaft. Verstöße gegen die Datenschutz-
grundverordnung werden dem Datenschutzverantwortlichen der 
Unternehmen gemeldet. Insgesamt wurden den Datenschutz-
beauftragten der im Nachhaltigkeitsbericht einbezogenen 
Unternehmen 24 Datenschutzverstöße in 2021 gemeldet. Dies 
sind fünf weniger als im Vorjahr.
D
9 https://www.heag.de/stadtwirtschaft/beteiligungsbericht/
FRAUENANTEIL 2020 2021
Geschäftsleitung [%] 35,2 33,6
Aufsichtsrat [%] 32,4 38,2
COMPLIANCE 2020 2021
Bestätigte Korruptionsfälle 1 1
Bestätigte Datenschutzverstöße 29 24
UNTERNEHMENSFÜHRUNG IN DER  
DARMSTÄDTER STADTWIRTSCHAFT

31
Darmstadt geht den Mehrweg
Mit der Gründung der HEAG FairCup als Gemeinschaftsunternehmen der HEAG und  
FairCup aus Göttingen werden die Potentiale der HEAG als regional gut vernetztem innovativen 
Unternehmen mit der Expertise von FairCup hinsichtlich des Betriebs eines überregionalen Mehrweg-
pfandsystems verbunden.
Das Ziel der HEAG FairCup ist die Einführung, Etablierung und Weiterentwicklung von Mehrweglösun-
gen für Darmstadt und die Region sowie ein attraktives und nutzerfreundliches Mehrwegpfandsystem 
für Bürgerinnen und Bürger anzubieten.
Um von Anfang an ein großes Netzwerk an Systempartnern und damit Akzeptanzstellen für die Mehrweg-
produkte zu haben, hat die HEAG die Partnerschaft mit FairCup gesucht und sich gegen ein räumlich 
beschränktes Mehrwegsystem wie in anderen Städten entschieden. Die HEAG FairCup versteht sich als 
Möglichmacher und Multiplikator bei der Einführung eines Mehrwegpfandsystems in Darmstadt und 
der Rhein-Main-Necker-Region. Sie unterstützt die Entwicklung neuer Produkte, berät interessierte 
Systempartner bei der Einführung des FairCup-Mehrwegpfandsystems, steht als Berater für Kommunen 
bei der Einführung von Mehrweglösungen zur Seite und fördert die Akzeptanz von Mehrweglösungen in 
der Gesellschaft durch Kommunikationsmaterialien. 
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HEAG FairCup

32
SPENDEN UND 
SPONSORING
FÖRDERUNG  
GRÜNDUNGSREGION 
ls gesellschaftliches Engagement wird im Sinne des Public 
Value das unternehmerische Engagement für das Gemeinwohl 
verstanden. Die wesentlichen Unternehmen der Darmstädter 
Stadtwirtschaft engagieren sich regional durch Sponsoring und 
Spenden in den Bereichen Soziales, Kunst, Musik, Bildung, 
Geschichte und Sport. 
Das Volumen an Spenden und Sponsoring der Darmstädter 
Stadtwirtschaft trug im Jahr 2021 insgesamt 8,6 Mio Euro. 
(2020:  5 Mio Euro).
Neben den Zuwendungen wirkt das gesellschaftliche Engagement 
der Darmstädter Stadtwirtschaft auch durch dafür errichtete 
Organisationseinheiten, wie z. B. die ENTEGA Stiftung oder das 
ENTEGA NATURpur Institut. 
A eugründungen aus regionalen Hochschulen bzw. Ausgrün-
dungen aus der Unternehmensgruppe tragen zur regionalen 
Beschäftigung und Wertschöpfung bei. Darüber hinaus kann die 
Stadtwirtschaft auch durch die Förderung junger und nachhaltiger 
Unternehmen einen Beitrag zur Standortentwicklung leisten. 
Die Darmstädter Stadtwirtschaft hat für Unternehmensgründe -
rinnen und -gründer sowie junge Unternehmen, die Anknüpfungs-
punkte zu den Geschäftsfeldern der Stadtwirtschaft haben, u.a. 
folgende Angebote: 
• HEAG Gründercoaching, HEAG GründerKick
• ENTEGA Startup-Programm
•  Beteiligung bzw. Ausrichtung von Ideen- / Gründerwettbewerben
• Beratung als Mentor von Gründerinnen und Gründern
•  Mitwirkung in Gründernetzwerken, z. B. HIGHEST der 
Technischen Universität Darmstadt
•  Schaffung des Zugangs zu Netzwerken in der Stadtwirtschaft 
über die HEAG
•  Kontaktpflege zu Gründungsförderern, insbesondere zur 
kommunalen Wirtschaftsförderung und IHK
•  Bereitstellung von Räumlichkeiten, technischer Infrastruktur 
und weiteren Sachleistungen in der Stadtwirtschaft.
N
  GOVERNANCE 
VERANTWORTUNGSVOLLE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Jubiläumsstiftung
Die Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt 
unterstützt schon seit vielen Jahren soziales, 
gesellschaftliches und kulturelles Engagement 
in der Region. Hierbei liegt der Sparkasse 
Darmstadt die Förderung von Kindern und 
Jugendlichen besonders am Herzen.
Sie richtet sich mit „Pro Natur und Umwelt 
– von Anfang an“ an Kindergärten, Kinderta-
gesstätten und Grundschulen und möchte 
damit zur Stärkung des bewussten Umgangs 
von Kindern mit Natur und Umwelt sowie zum 
nachhaltigen Gebrauch von natürlichen 
Ressourcen beitragen.
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Sparkasse Darmstadt

33
FÖRDERUNG  
GRÜNDUNGSREGION 
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Förderung Biodiversität
Das Artensterben zählt neben dem Klimawandel zu den größten Bedrohungen für die 
Menschheit. Auch in Deutschland hat das Artensterben besorgniserregende Ausma-
ße angenommen. Unternehmen sind von der Bundesregierung und vom hessi-
schen Umweltministerium aufgerufen, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt 
einzusetzen. Auch ENTEGA leistet dazu einen wertvollen Beitrag.
Bereits im Jahr 2019 hat ENTEGA das Programm „ENTEGA schafft Naturräume“ 
gestartet. Dabei werden sukzessive firmeneigene Flächen ökologisch aufgewertet 
und kleine, aber wertvolle Biotope geschaffen. Bislang hat ENTEGA an sechs 
Standorten Maßnahmen umgesetzt. 
An der Hauptverwaltung der ENTEGA wurden bereits in der Vergangenheit ein 
Wildstaudenbeet angelegt, heimische Sträucher und Bäume gepflanzt sowie ein 
Regenversickerungsbecken und ein Teich mit Schilfgürtel angelegt. Im Rahmen des 
Programms wurden 2020 ein zweites Wildstaudenbeet angelegt, zusätzliche 
Bäume und Sträucher gepflanzt, ein Totholzhaufen errichtet und Nisthilfen für Vögel 
und Wildbienen aufgestellt. 
In 2021 wurden am Parkplatz eines benachbarten Verwaltungsgebäudes auf rund 
120 Metern Länge Vogelschutzhecken und wildbienenfreundliche Stauden gepflanzt. 
In direkter Nachbarschaft, an einem großen Wärmespeicher, wurde auf über 2.000 
Quadratmetern Fläche eine Wildblumenwiese eingesät. 
Auf einer Fläche von über 30.000 Quadratmetern existierte am Wasserhochbehälter 
Oberfeld in Darmstadt bereits seit Jahren eine wertvolle Grünfläche mit Bäumen, 
Sträuchern und Wiesen. Diese wurde nun ökologisch aufgewertet. So wird die rund 
14.000 Quadratmeter große Wiese nur noch zweimal pro Jahr gemäht. Das fördert 
heimische Wildblumen und schafft neue Nahrungsgrundlagen für Wildbienen und 
Schmetterlinge. Außerdem wurden Strukturen wie eine Eidechsenburg und ein 
Totholzhaufen angelegt und damit neue Lebensräume geschaffen.
In zwei Umspannanlagen in Dieburg und Breuberg haben ENTEGA und die e-netz 
Südhessen im Jahr 2020 auf ehemaligen Rasenflächen Wildblumenwiesen 
angelegt, die Bewirtschaftung weiterer Rasenflächen extensiviert, heimische 
Sträucher gepflanzt sowie Eidechsenburgen und Totholzhaufen errichtet. Die 
Umgestaltung einer dritten Umspannanlage wurde im Frühjahr 2021 im Reinheimer 
Stadtteil Georgenhausen in Angriff genommen. Dort wurde nach dem Abriss eines 
Gebäudes ein Magerrasen angelegt, die Bewirtschaftung von Rasenflächen extensi-
viert, heimische Sträucher gepflanzt sowie einen Totholzhaufen errichtet. Steinhaufen 
und Trockenmauern wurden dort bereits vor Jahren zur Hangstabilisation und zum 
Schutz von Eidechsen angelegt.
In 2021 hat ENTEGA zudem mit der Planung zur ökologischen Aufwertung der 
Freiflächen am Standort Dornheimer Weg begonnen. Im Jahr 2022 werden dort 
nach und nach verschiedenen Biotope wie Totholzhaufen, Wildblumenwiese und 
Vogelschutzhecken angelegt. Auch in den folgenden Jahren wird ENTEGA weitere 
Liegenschaften in das Projekt einbeziehen. Und noch etwas ist wichtig: Auf allen 
unseren Anlagen und Firmenflächen verzichtet ENTEGA auf den Einsatz von 
Pestiziden und synthetischen Düngern.
iStock| enviromantic

HEAG Holding AG –  
Beteiligungsmanagement der  
Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) 
Im Carree 1
64283 Darmstadt 
www.heag.de
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Luisenplatz 5 A
64283 Darmstadt
www.darmstadt.de

anlage 2

3540 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
15.02.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Rechtsamt - 
Stadtwirtschaftskoordina
tion 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 308 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0060 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
65 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021 der Darmstädter Stadtwirtschaft  
 
Vorlage vom: 09.02.2024 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Nachhaltigkeitsbericht für die Berichtsjahre 2020 und 2021 der Darmstädter Stadtwirtschaft 
wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
Anlagen: Nachhaltigkeitsbericht_Stadtwirtschaft_20_21  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 21.02.2024 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.02.2024  
 
 
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist der um die Berichtsjahre 2020 und 2021 
fortgeschriebene Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft (ehemals 
Klimabericht). Dieser wurde von der HEAG in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und den Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft erstellt. 
 
Der Bericht orientiert sich mit seinen Leitlinien an den Vorgaben des Deutschen 
Nachhaltigkeitskodex (DNK). 
 
Durch den Einbezug der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im 
Jahr 2017 wurde der Bericht vom Klima- zum Nachhaltigkeitsbericht weiterentwickelt. 
Ziel der im Bericht definierten Leitlinien ist es, die Treibhausgasemissionen der 
Darmstädter Stadtwirtschaft zu erfassen und durch geeignete Maßnahmen zu 
reduzieren. Weiteres Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu steigern und das 
gesellschaftliche Engagement zu sichern. 
 
Erstmalig orientiert sich der Bericht an den ESG-Kriterien (Environmental, Social, 
Governance) für Nachhaltigkeitsberichterstattung und legt neben Klimaschutzaspekten 
ein noch größeres Augenmerk auf die soziale und gesellschaftliche Verantwortung der 
wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft. Entsprechend sind die 
ESG-Kriterien der Bereiche Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmens-
führung mitberücksichtigt. 
 
Die Umsetzung der Maßnahmen soll regelmäßig überprüft werden. Daher wird der 
Nachhaltigkeitsbericht alle zwei Jahre fortgeschrieben und auf der hierzu geschaffenen 
Webseite https://nachhaltigkeit.heag.de/ veröffentlicht. Diese dient dazu, das 
Engagement der Stadtwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung den Bürgerinnen und 
Bürgern vorzustellen. 
 
 
 
 
Hanno Benz 
Oberbürgermeister

Beratungsverlauf (2)

TOP 3
TOP 65

Orte (6)

  • Moltkestraße
  • Sensfelderweg 33
  • Bessunger Straße 166
  • Dornheimer Weg
  • Im Carree 1
  • Luisenplatz 5a

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2024/0060
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.02.2024
Erstellt
29.09.2026 00:00