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2488/2017

Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Humboldt / Gremberg und Kalk"

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 31.08.2017

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Anlage 3_ISEK_Humboldt-Gremberg-Kalk_final

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Anlage 1 20170720_Lesehilfe zur Ratsvorlage ISEK Hu_Gr_Ka

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Anlage 2 Kostenübersicht zur Ratsvolage ISEK Hu_Gr_Ka

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 0 ISEK Humboldt_Gremberg und Kalk

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Anlage 4, 20170926_Synopse Veränderung Maßnahmen gegenüber Leitkonzept

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Anlage 3_ISEK_Humboldt-Gremberg-Kalk_final

389942 Zeichen

Starke Veedel – Starkes Köln               Mai 2017  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressionen aus dem Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“  
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten  
 
Integriertes Stadtentwicklungskonzept  
für den Sozialraum  
„Humboldt / Gremberg und Kalk“

2 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
 
Kontakt / Impressum 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
 
Telefon 0221 / 221-22267 
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de 
 
Sachbearbeiterin: Karola Hildebrandt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stand Mai 2017 
 
 
 
 
 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 3 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Mein Standpunkt 
 
Liebe Kölnerinnen und Kölner in Humboldt / Gremberg und Kalk, 
sehr geehrte Damen und Herren! 
Angesichts wachsender Armut bei Kindern und Jugendl ichen sowie bei älteren Menschen, 
Alleinerziehenden, Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen ist mir der soziale Ausgleich 
in unserer Stadt sehr wichtig. lch freue mich desha lb sehr, Ihnen mit dem lntegrierten Stadt- 
entwicklungskonzept ein Programm für lhr Veedel vorlegen zu können, das insbesondere die 
Lebenslage der von Armut bedrohten oder betroffenen  Bürgerinnen und Bürger in den Blick 
nimmt. 
Jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichbere chtigte Chance haben, am gesellschaftli- 
chen Leben teilzuhaben. Dies ist unser Leitbild, au f dem das soziale Handeln unserer Stadt- 
gesellschaft basiert. Hierzu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und 
Ausbildung ebenso wie auf einen Arbeitsplatz oder e ine angemessene Wohnung in einem 
lebenswerten, attraktiven Veedel. 
Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekte n und Maßnahmen kommen wir die- 
sem Leitbild in den nächsten Jahren ein gutes Stück  näher. Das Programm enthält Maß- 
nahmen zur Verbesserung von Bildungschancen von Kin dern und Jugendlichen sowie von 
Erwachsenen, Maßnahmen zur Verbesserung der Integra tion von Menschen mit Zuwande- 
rungsgeschichte sowie beschäftigungsfördernde Maßna hmen für Langzeitarbeitslose. Ent- 
halten sind auch Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen und lnvestitionen in die örtliche 
Infrastruktur, mit denen Ihr Veedel attraktiver werden soll. 
Ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und sich zu beteiligen. 
 
Henriette Reker 
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

4 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 5 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Vorwort 
 
 
Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. 
Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht. 
Diese Vielfalt spiegelt nicht nur die unter- 
schiedlichen Entstehungszeiten und Funk- 
tionalitäten der einzelnen Stadtteile wider, 
sondern auch die Weltoffenheit Kölns.  
 
Die ausgewogene Entwicklung aller Vee- 
del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. 
Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt 
als auch für die soziale Balance in der 
Stadt. Hierfür müssen wir frühzeitig Maß- 
nahmen ergreifen, damit alle Stadtteile 
den „Anschluss behalten“.  
 
Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die 
Stadt Köln an dem Aufruf „Starke Quartie- 
re – starke Menschen“ des Landes Nord- 
rhein-Westfalen und nutzt so die Chancen 
der aktuellen EU-Förderperiode. Im Fokus 
stehen dabei Armutsbekämpfung und die 
Vermeidung von Ungleichheit.  
 
Die Stellschrauben der Quartiersentwick- 
lung sind dabei vielfältig. Die im Integrier- 
ten Stadtentwicklungskonzept „Starke Ve- 
edel – Starkes Köln“ vorgeschlagenen 
Maßnahmen widmen sich sowohl der Ge- 
staltung des öffentlichen Raumes, als 
auch sozialen Themen wie Prävention, 
Bildung, Qualifizierung sowie dem Klima- 
schutz und der Umweltgerechtigkeit.  
 
Dabei bauen wir auf dem seit 2005 etab- 
lierten Programm „Lebenswerte Veedel“ 
auf, bei dem die elf Sozialräume Kölns im 
Mittelpunkt stehen. In den Sozialräumen 
ist der Bedarf an unterstützenden Angebo- 
ten kontinuierlich besonders hoch.  
 
Unter breiter Beteiligung vor Ort wurde 
das Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ entwickelt, in das sich das vorlie- 
gende Integrierte Stadtentwicklungskon- 
zept für den Sozialraum Humboldt / 
Gremberg und Kalk einordnet.  
 
 
 
Der zentrumsnahe Sozialraum Humboldt / 
Gremberg und Kalk ist durch eine starke 
Nutzungsmischung von Wohn- und Ge- 
werbegebieten geprägt. Der Strukturwan- 
del, den diese beiden Stadtteile durchlau- 
fen haben, hat spürbare städtebauliche 
und sozial-integrative Handlungsbedarfe 
im Sozialraum nach sich gezogen. Bereits 
in der jüngeren Vergangenheit hat sich 
einiges in den Quartieren getan. So wur- 
den sowohl altindustrielle Flächen neuen 
Nutzungen zugeführt als auch ver- 
schiedenste Angebote zur Unterstützung 
der Bewohnerschaft geschaffen. Mit dem 
Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
soll an diesen Entwicklungen angeknüpft 
werden, um die Quartiere weiter zu stär- 
ken.  
 
Die Quartiersentwicklung in den elf Sozial- 
räumen stellt uns in den kommenden Jah- 
ren vor vielschichtige Herausforderungen. 
Mit dem vorgesehen Maßnahmenpaket für 
den Sozialraum Humboldt / Gremberg und 
Kalk werden die Kräfte aus unterschiedli- 
chen Handlungsfeldern in einem Ansatz 
gebündelt. Ich bin mir sicher, dass wir 
durch diesen integrierten Ansatz der Quar- 
tiersentwicklung, einen guten Schritt für 
die Stadtteile nach vorne machen. 
 
 
Ihr  
 
Franz-Josef Höing

6 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 7 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Inhaltsverzeichnis 
1.  Vorbemerkung ......................................................................................... ................... 9 
2.  Ausgangslage: Die aktuelle EU-Förderperiode und ihre Umsetzung in Köln ........ 9 
3.  Projektidee und Zielsetzung .......................................................................... ...........11  
4.  Gebietsauswahl und methodische Vorgehensweise ..............................................17  
5.  Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklung des Programms  „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ ............................................................................... ..............21  
6.  Bestandsanalyse ...................................................................................... .................27  
6.1  Demographische, soziale und Bildungssituation ................................................... 32  
6.2  Situation des öffentlichen Raums ..................................................................... ..... 38  
6.3  Wirtschaftliche Situation ............................................................................ ............ 43  
6.4  Wohnsituation ........................................................................................ ............... 44  
6.5  Ökologische und klimatische Situation ................................................................ .. 46  
7.  Stärken- und Schwächenanalyse sowie Ableitung der Handlungsbedarfe ...........49  
8.  Ziele und Handlungsfelder ............................................................................ ............51  
9.  Festlegung des Gebietes der „Sozialen Stadt“ Humboldt / Gremberg und Kalk ..59  
10.  Maßnahmen für den Sozialraum ......................................................................... ......61  
10.1  Einbindung der Maßnahmen in die kommunale Präventionskette ......................... 61  
10.2  Maßnahmen im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk ................................. 71  
10.3  Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung ........................................... 74  
10.4  Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen ............................................................. 86  
10.5  Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum ...................................................................  135  
10.6  Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung ................................................... 139 
10.7  Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und 
Lärmminderung ........................................................................................ .......... 142  
10.8  Handlungsfeld 5: Wohnen .............................................................................. ..... 158  
11.  Umsetzungsplanung – Organisation und Steuerung ............................................ 167  
11.1  Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplanung ............................................................ 169  
12.  Anhang ............................................................................................... ...................... 175

8 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 9 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
1. Vorbemerkung 
Das vorliegende Integrierte Stadtentwicklungskonzep t (ISEK) ist ein Bestandteil des Pro- 
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“, das insgesamt elf Sozialräume umfasst. Bereits seit 
2006 ist die Stadt Köln in diesen elf Gebieten mit dem Programm "Lebenswerte Veedel – 
Sozialraum- und Bürgerorientierung" aktiv, so dass zahlreiche Vorhaben realisiert oder an- 
gestoßen wurden. Die Sozialraumkoordinatorinnen und  -koordinatoren sind für die Men- 
schen in den Veedeln mittlerweile zu festen Ansprec hpartnerinnen und Ansprechpartnern 
geworden.  
Ziel des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist es, verbesserte Lebensbedingungen 
der Menschen im allen elf Sozialräumen des Programm gebiet zu schaffen und auf den Ar- 
beiten des Programms „Lebenswerte Veedel“ aufzubaue n. Für das hier vorliegende ISEK 
„Humboldt / Gremberg und Kalk“ wird nun ein Sozialraum betrachtet, der Teil eines Gesamt- 
programms ist. Zur Herleitung, Beschreibung und Ums etzung der Maßnahmen im Sozial- 
raum liegt hiermit ein für sich stehendes Konzept v or – alle für den Raum Humboldt / Grem- 
berg und Kalk notwendigen Informationen sind im ISE K „Humboldt / Gremberg und Kalk“ 
enthalten.  
 
2. Ausgangslage: Die aktuelle EU-Förderperiode und ihre Umsetzung in Köln 
Die Stadt Köln steht, wie auch viele andere Städte,  derzeit vor dem Hintergrund der Globali- 
sierung, der Internationalisierung, der Digitalisie rung, des Klimawandels, der Energiewende, 
der Zu- und Abwanderungen und des demographischen W andels vor großen Herausforde- 
rungen. Diese globalen strukturellen Entwicklungen werden von einer zunehmenden Ein- 
kommenspolarisierung sowie steigenden Anteilen arme r und benachteiligter Bevölkerungs- 
gruppen begleitet, die sich räumlich konzentrieren.  Zwischen einzelnen Stadtteilen nehmen 
strukturelle Ungleichgewichte und eine kleinräumige Polarisierung zu. Die in den letzten Jah- 
ren festzustellende zunehmende räumliche Segregatio n führt folgerichtig dazu, dass die 
Quartiersebene in den Fokus der Stadtentwicklung ge rät. Das Quartier, in Köln auch Veedel 
genannt, ist das direkte Lebensumfeld der Menschen:  Hier wohnen und leben sie, treten 
miteinander in Beziehung und beteiligen sich somit am Gemeinwesen.  
In der neuen Förderperiode der EU-Strukturfonds 201 4 bis 2020 hat die Europäische Union 
mit der Europa-2020-Strategie die Prioritäten „Inte lligentes, nachhaltiges und integratives 
Wachstum“ gesetzt und damit fünf Kernziele zu den T hemenfeldern „Beschäftigung“, „For- 
schung und Entwicklung sowie Innovation“, „Klimawan del und Energie“, „Bildung“ sowie 
„Armut und soziale Ausgrenzung“ festgelegt. Zur Umsetzung dieser Strategie hat das Land 
Nordrhein-Westfalen Operationelle Programme (OP) fü r die Strukturfonds: Europäischer 
Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Europäische r Sozialfonds (ESF) sowie Europäi- 
scher Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) erarbeitet. Alle 
Operationellen Programme müssen einen Beitrag zur P räventionsstrategie des Landes 
Nordrhein-Westfalen leisten. Gemeinsam mit den euro paweiten Strategien definieren vier 
Leitthemen den Rahmen für den Europäischen Sozialfonds (ESF) und weiterer europäischer 
Fördermöglichkeiten 1:  
  
                                                
1 Vergleich http://www.soziale-stadt.Nordrhein-Westfalen.de/downloads/EU-
Strukturfonds_Okt.2014.pdf (14.08.2015)

10 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Themen: 
− Früh ansetzende Hilfen („Kein Kind zurücklassen“)  
− Verbesserung des Übergangs Schule – Beruf („Kein A bschluss ohne Anschluss“ – 
Übergang Schule – Beruf Nordrhein-Westfalen) 
− Integrierte und nachhaltige Stadt- und Quartiersen twicklung (zum Beispiel durch städ- 
tebauliche, gesundheitsfördernde oder Jugendhilfemaßnahmen) 
− Armutsbekämpfung 
Aus den Operationellen Programmen heraus veröffentl icht das Land Aufrufe, auf die eine 
Bewerbung erfolgen kann. Am 10.02.2015 wurde der Aufruf mit dem Thema „Starke Quartie- 
re – starke Menschen“ – Gemeinsamer Aufruf zu den P rogrammen des EFRE, des ELER 
und des ESF (2014 bis 2020) zur präventiven und nac hhaltigen Entwicklung von Quartieren 
und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung“ gestartet. Die Stadt Köln 
bewirbt sich mit dem vorliegenden Programm (ISEK) „ Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwir- 
ken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ für die neue Europäische Förderperiode. 
Die Stadt Köln hat die Europäische Förderphase 2014  bis 2020 und die dahinterliegende 
„Europa 2020 Strategie“ zum Anlass genommen, die ei genen städtischen Ziele zu prüfen 
und neu aufzustellen. Die von der Europäischen Unio n aufgestellten Prioritäten und die fünf 
Kernziele werden ebenso ausdrücklich unterstützt wi e die Präventionsstrategie des Landes. 
Der Stadtvorstand, in dem alle Dezernate vertreten sind,  hat deshalb das Konzept „Europa 
2020 Handlungsprogramm: Kölner Handlungserfordernisse“ als Orientierung der Verwaltung 
in zentralen städtischen Handlungsfeldern am 23.09. 2014 beschlossen. Dies sind die Berei- 
che (1) Bildung, (2) Soziale Balance / Quartiersentwicklung, (3) Beschäftigung, (4) Infrastruk- 
tur / Mobilität, (5) Klimawandel und nachhaltige En ergiewirtschaft, (6) Forschung, Entwick- 
lung und Innovation sowie (7) Kultur / Baukultur / öffentlicher Raum. Diese sieben Hand- 
lungsfelder werden in einem fachübergreifenden Proz ess umgesetzt. Als wesentliche Ziele 
wurden unter anderem die Quartiersentwicklung und d ie damit angestrebte soziale Balance 
in der Stadt und zwischen den Quartieren benannt.  
Im Vordergrund des städtischen Handelns stehen dami t die benachteiligten Quartiere sowie 
die in diesen Quartieren lebenden Bewohnerinnen und  Bewohner. Ziel ist, Rahmen-
bedingungen zu schaffen und geeignete Maßnahmen zur  Verbesserung der Lebensbedin- 
gungen vor Ort zu entwickeln. Betrachtet werden dab ei immer die Gesamtstadt und die 
Wechselwirkungen zwischen den Quartieren untereinan der. So führt eine Verbesserung der 
Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner be lasteter Quartiere auch zur Auf-
wertung der Gesamtstadt.  
Für die Verbesserung der Lebenssituation der Bewohn erinnen und Bewohner ist eine inte- 
grierte Betrachtung der verschiedenen Themenfelder der Stadtentwicklung, wie zum Beispiel 
Wohnen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Soziales, Bildung , Gesundheit, Mobilität, Öffentlicher 
Raum, Klima, Umwelt und Grün besonders wirkungsvoll . Daher werden auch bestehende 
und derzeit in der Entwicklung befindliche Konzepte  der Stadt Köln in dem Programm „Star- 
ke Veedel – Starkes Köln“ aufgegriffen und dementsp rechend Maßnahmen priorisiert und 
aneinander angepasst 
2. Durch diese integrierte und gesamtstädtische Betr achtung werden 
die Verstetigung und die Nachhaltigkeit von Quartie rsentwicklungen gesichert, da sie in ge- 
samtstädtische Strategien und Konzepte eingebunden sind und nicht isoliert betrachtet wer- 
den.  
 
 
 
                                                
2 Eine kurze Beschreibung der städtischen Konzepte befindet sich im Kapitel 12 Anhang 1

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 11  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3. Projektidee und Zielsetzung  
Mit dem ISEK Humboldt / Gremberg und Kalk knüpft di e Stadt Köln an bereits erfolgreich 
gestartete Programme zur Verbesserung der Lebenssit uation an. Das ISEK baut auf dem 
Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ auf. Das Ziel 
des Programms „Lebenswerte Veedel“ liegt in der Begründung und Optimierung von Unter- 
stützungsleistungen und der Stärkungen der Selbsthi lfekräfte, indem die Zusammenarbeit 
und Vernetzung aller städtischen Dienststellen, der  freien Träger, Verbände und sonstiger 
Akteure im Quartier vorangetrieben wird. Dazu wird in jedem Sozialraum eine Sozialraumko- 
ordination eingesetzt, die – bis auf eine Ausnahme – bei den freien Trägern angesiedelt ist. 
Sie fungiert als „Informationsdrehscheibe“ und Bindeglied zwischen Verwaltung, Wirtschaft, 
Politik, Verbänden und Bewohnerschaft. Sie unterstü tzt oder initiiert Kooperations- und Ver- 
netzungsstrukturen im Sozialraum, nutzt diese, um besondere Bedarfslagen zu identifizieren, 
und entwickelt gemeinsam mit den Diensten und Einri chtungen der freien Träger vor Ort be- 
darfsgerechte Projekte und Maßnahmen.  
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk zählt m it rund 39.000 Einwohnern zum ein- 
wohnerstärksten der elf Sozialräume. Ein wesentliches Potential Kalks ist die innenstadtnahe 
Lage. Das Bezirkszentrum auf der Kalker Hauptstraße  liegt ungefähr drei Kilometer von der 
Kölner City entfernt. Dabei ist der Wohnraum im Ver gleich zu anderen Kölner Vororten trotz 
der günstigen Lage deutlich preiswerter. 
Die starke Nutzungsmischung von Wohnen und Gewerbe kennzeichnen den dichtbesiedel- 
ten Stadtteil ebenso wie die städtebaulichen und so zial-integrativen Herausforderungen, die 
sich in dem industriell geprägten Stadtteil durch den Strukturwandel ergeben.  
Bis zur Schließung der Chemischen Fabrik Kalk im Ja hre 1993 wurden insgesamt fast 8.500 
Industriearbeitsplätze abgebaut, wovon ausländische  Beschäftigte in besonderem Maß be- 
troffen waren. Aber auch strukturelle und ökologisc he Probleme durch die circa 85 Hektar 
zurückgebliebenen Gewerbe- und Industriebrachen sow ie kontaminierte Böden galt es zu 
bewältigen.  
Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes is t es, den Sozialraum Humboldt / Grem- 
berg und Kalk zu stärken, die Armut zu bekämpfen, d en sozialen Zusammenhalt auszubau- 
en, Präventionsansätze zu systematisieren und die L ebenssituation der in diesen Quartieren 
lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Erwartet werden auch positive Effekte auf die 
gesamtstädtische Entwicklung und den sozialen Zusam menhalt in der Gesamtstadt. Dabei 
verfolgt das Programm auch das Ziel, strukturelle V erbesserungen bei der Entwicklung und 
Umsetzung integrierter Quartiersentwicklung als Strategie der Stadtentwicklung zu erreichen. 
Dazu gehört die stärkere Entwicklung sozialraumorie ntierten Denkens in der Verwaltung 
ebenso, wie die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen  den in den Quartieren aktiven Akt- 
euren einerseits und die Abstimmung ihres Handels m it den Dienststellen der Stadt anderer- 
seits. Gleichzeitig ist die Bewohnerschaft von alle n an der Programmumsetzung Beteiligten 
aktiv einzubinden. Hiermit wird dem Querschnittszie l „Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ 
Rechnung getragen. Ein weiteres, wesentliches Ziel der Maßnahmen ist, durch Barrierefrei- 
heit und Chancengleichheit allen Bevölkerungsgruppe n eine Teilnahme am Gesellschaftsle- 
ben zu ermöglichen. Beide Aspekte finden bei der Du rchführung der Maßnahmen Berück- 
sichtigung.

12 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Vorangegangene Aktivitäten und Förderungen in Kalk 
Der Stadtteil Kalk wurde bereits im Zeitraum 1994 b is 2004 vor dem Hintergrund der zu be- 
wältigenden Folgen des industriellen Strukturwandel s über das Städtebauförderprogramm 
„Soziale Stadt“ gefördert. Dabei ging es in erster Linie um die Nachnutzung der industriellen 
Brachen. 
Seit den 90er Jahren wurden im Programmgebiet Kalk annähernd 2.000 Wohnungen mit 
einem hohen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen  errichtet. Im Rahmen der Wohnungs- 
belegung wurde angestrebt, eine ausgewogene Bewohne rstruktur zu schaffen. Ebenso hat 
das Wohnungsangebot in den letzten Jahren durch Mod ernisierungsarbeiten im Bestand an 
Qualität gewonnen und die Wohnungswirtschaft hat er hebliche Investitionen im hausnahen 
Wohnumfeld getätigt. Der wesentlich durch Wohnbebau ung geprägte Kalker Norden stand 
bei diesem Programm jedoch nicht im Fokus. Gleichwo hl konnten durch das Engagement 
der Wohnungswirtschaft in Kalk-Nord in den letzten Jahren gemeinsam eine Aufwertung des 
Quartiers vorangebracht werden. In den Jahren 2009 bis 2013 entstanden insgesamt 178 
landesgeförderte Mietwohnungen.  
In den Jahren 2011 bis 2013 ist gemeinsam mit der „ Montag Stiftung Urbane Räume“ das 
Projekt „KALKschmiede*“ im Programmgebiet Kalk Nord durchgeführt worden. Im Rahmen 
diese Projektes haben unterschiedlichste Akteure au s den Bereichen Wohnungswirtschaft, 
Bildung, Kultur, Soziales, Verwaltung, in einem übe r zweijährigen Arbeits- und Beteiligungs- 
prozesses Vorschläge für konkrete Maßnahmen erarbei tet. Erste Ergebnisse dieses Prozes- 
ses sind die Schaffung nachhaltiger Dialog- und Koo perationsstrukturen, Etablierung eines 
„Veedelshausmeisters“, sowie Nachbarschaftsprojekte und Projekte der Bürgerteilhabe. Die- 
se Formen der Beteiligung und Vernetzung sind darau f angelegt, das Bürgerengagement 
und die Identifikation mit dem öffentlichen Raum zu  stärken und die Bereitschaft der Bewoh- 
nerschaft zu mehr Verantwortung zu erhöhen.  
Im Rahmen dieses Prozesses ist ein Integriertes Han dlungsprogramm „Kalk Nord“ erstellt 
und dem Land vorgelegt worden. Von dort wurde die E mpfehlung ausgesprochen, die Hand- 
lungsfelder „Städtebauliche Mängel“ und „Lokale Ökonomie“ mit in die Betrachtung einzube- 
ziehen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. In dem  jetzt vorgelegten Integrierten Stadt- 
entwicklungskonzept wurden die Anregungen des Lande s aufgenommen, wobei die positi- 
ven Ansätze und Erfahrungen der begonnenen Prozesse eine wertvolle Grundlage bildeten.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 13  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 1: Lage des Sozialraums Humboldt / Gremberg und Kalk  
im rechtsrheinischen Köln  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stand Dezember 2016

14 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Sozialraumorientierte Handlungsweise  
Die Umsetzung der Idee der Sozialraumorientierung ist je nach Handlungsfeld in den Dienst- 
stellen der Verwaltung unterschiedlich stark ausgep rägt. Bislang ist die Zusammenführung 
dieses Ansatzes zu einem gesamtstädtischen, integri erten Handlungsansatz nur teilweise 
gelungen. Deshalb hat der Stadtvorstand am 17.03.20 15 die sozialräumliche Ausrichtung 
des Verwaltungshandelns als verbindliches Handlungs prinzip noch einmal bekräftigt. In der- 
selben Sitzung hat der Stadtvorstand beschlossen, d ie elf Sozialräume aus dem Programm 
„Lebenswerte Veedel“ sowie die diesem Konzept zugrunde liegende Handlungsstrategie der 
Quartiersorientierung zur Grundlage der geplanten I ntegrierten Stadtentwicklungskonzepte 
für den EFRE- / ESF-Aufruf des Landes „Starke Quart iere – Starke Menschen“ zu machen. 
Die Entwicklung integrierter, sozialraumorientierte r Handlungskonzepte ist eine notwendige 
Aufgabe, die für alle städtischen Dienststellen ein e Herausforderung bedeutet. Sie formulie- 
ren auch neue Anforderungen an die Stadtgesellschaft und geben der Stadtverwaltung inno- 
vative Anstöße für die Entwicklung neuer, adäquater Angebotsformen und -strukturen. 
Die Stadt Köln baut bei der Bearbeitung des Program ms „Starke Veedel – Starkes Köln“ auf 
den Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLH EIM 2020 auf und strebt erstmals 
die systematische Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, quartiersorientierten Hand- 
lungsansatzes in einem Programmgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Diesem Ansatz 
liegt die Leitfrage zugrunde, wie erfolgreich Stadt entwicklung aus dem Quartier heraus erfol- 
gen kann, welche Faktoren zum Gelingen beitragen un d wie die Bewohnerinnen und Be- 
wohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden werden können.  
Zum einen wird erstmalig für elf Sozialräume ein Ma ßnahmenpaket entwickelt, das in allen 
Sozialräumen mit einem vergleichbarem Vorgehen umge setzt, dabei jedoch explizit auf die 
Bedarf und Erfordernisse vor Ort angepasst wird. Di es sind insbesondere Maßnahmen, die 
zur Präventionskette 
3 gehören. Zum anderen werden zusätzlich gebietsspez ifische städte- 
bauliche und sozial-integrative Lösungen passgenau für die Bedürfnisse und Anforderungen 
der unterschiedlichen Sozialräume entwickelt. Beson deres Augenmerk wird bei den 
sozial-integrativen auf den niedrigschwelligen Zuga ng zu den Angeboten und ihrer Verknüp- 
fung gelegt. Bei den gebietsspezifischen Maßnahmen werden auch Maßnahmen mit Modell- 
charakter vorgeschlagen. Eine Übertragbarkeit der d ort erzielten Erkenntnisse wird ange- 
strebt.   
                                                
3 Unter einer kommunalen Präventionskette soll die G esamtheit der präventiven Hilfsangebote ver- 
standen werden, die biografisch entlang der Bedarfe  in den einzelnen Lebensphasen und Lebensla- 
gen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erforderlich sind.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 15  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 2: Übersicht über die elf Sozialräume des Pro gramms "Lebenswerte Veedel - 
Lebenswertes Köln"

16 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 17  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
4. Gebietsauswahl und methodische Vorgehensweise 
Die Grundlage für die Auswahl des Sozialraums Humboldt / Gremberg und Kalk sowie für die 
weiteren zehn Programmgebiete bildet die bestehende  Gebietsabgrenzung des Programms 
„Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ (vergleiche Karte 2). Mit 
Hilfe des Monitorings Stadtentwicklung wurde geprüf t, ob es sich hierbei tatsächlich um Ge- 
biete mit besonderen Handlungserfordernissen handel t, die im Vergleich zur Gesamtstadt 
überdurchschnittlich stark von sozialer Benachteiligung betroffen sind.  
Das Monitoring Stadtentwicklung beobachtet systemat isch die Entwicklung der Gesamtstadt 
Köln und ihrer Teilräume. Betrachtet werden in eine r einheitlichen Vorgehensweise (Index- 
werte) verschiedene Themenfelder, wie zum Beispiel Soziale Lage, Demographischer Wan- 
del oder Wohnen. Für die Auswahl der elf Sozialräume wird im Folgenden der Index „Soziale 
Lage“ zugrunde gelegt, der die wirtschaftlichen, po litisch-kulturellen und gesundheitlichen 
Aspekte von Benachteiligung berücksichtigt. Er setz t sich zusammen aus verschiedenen 
Statistikdaten sowie aus Ergebnissen der Umfrage „Leben in Köln“ und berücksichtigt somit 
sowohl „harte“ statistische Daten als auch „subjektive“ Einschätzungen der Befragten.  
Der Index wird durch die Vielfalt an Indikatoren de r Tatsache gerecht, dass sich Benachteili- 
gung in weit mehr als nur monetären Aspekten widerspiegelt. 
Abbildung 1 zeigt die Zusammensetzung des Indexes „ Soziale Lage“ für die Gesamtstadt. 
Grundlage der Berechnung des Indexes sind die 86 Kö lner Stadtteile. Für die vorliegende 
räumliche Abgrenzung wurden Stadtteile zusammengefasst, um in etwa gleich große Räume 
von 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und Räume mit einer vergleichbaren sozial- 
ökonomischen Bevölkerungsstruktur bilden zu können.

18 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 1: Zusammensetzung Index Soziale Lage 
4  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Die bestehenden Sozialräume, die im Programm „Lebenswerte Veedel“ enthalten sind, zäh- 
len zu den Gebieten mit besonderen Handlungserforde rnissen und entsprechen demnach 
den im Aufruf „Starke Menschen – Starke Quartiere“ geforderten Kriterien zur Auswahl des 
Programmgebietes (vergleiche Karte 3).  
Ein kurzer Überblick über die historische Entwicklu ng Kalks verdeutlicht, dass der industriell 
geprägte Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk he ute noch die Folgen des Struktur- 
wandels zu bewältigen hat: Mitte des 19. Jahrhunderts prosperierte Kalk im Zuge der Indust- 
rialisierung zu einer wohlhabenden Stadt. 1910 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Köln. 
Im 2.Weltkrieg wurde Kalk zu 90 Prozent zerstört. N ach dem Wiederaufbau war Kalk über 
Jahrzehnte einer der größten Industriestandorte Köl ns. Die Rezession in den 70er Jahren 
führte zu Werksschließungen und damit zu Arbeitspla tzverlusten für große Teile der Kalker 
Bevölkerung. Seitdem vollzieht sich ein Strukturwan del zum Wohn- und Verwaltungsstand- 
ort, so dass sowohl städtebauliche als auch sozial- integrative Handlungsbedarfe deutlich 
werden. 
Das Stadtbild wird heute von Wohnhäusern aus der Gr ünderzeit, Kriegsbaulücken füllenden 
Mietshäusern aus den 50er und 60er Jahren in Schlic htbauweise, einigen Industriedenkmä- 
lern, Verwaltungsbauten sowie großen Industriebrachen geprägt. 
 
  
                                                
4 Der Hinweis S verweist auf Statistikdaten, der Hinweis U auf Umfrageergebnisse.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 19  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Die Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskon zeptes für den Sozialraum Humboldt 
/ Gremberg und Kalk werden von den ermittelten Handlungsbedarfen abgeleitet.  
In der Bestandsanalyse wird der Sozialraum Humboldt  / Gremberg und Kalk ausführlich dar- 
gestellt und mit aussagekräftigen Indikatoren hinsi chtlich seiner sozialen, demographischen, 
ökonomischen, klimatischen, ökologischen und städte baulichen Situation hinterlegt sowie 
der Bildungssituation beschrieben, um den Anforderungen des Aufrufes gerecht zu werden.

20 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 3: Programmgebiet (Sozialräume) „Starke Veedel – Starkes Köln"

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 21  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
5. Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklu ng des Programms  
„Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Die Erstellung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der ISEKs für die elf So- 
zialräume erfolgte unter intensiver Beteiligung der  Fach- und Bürgerämter sowie den Sozial- 
raumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren. D ie Projektleitung lag bei der Amtslei- 
tung des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik u nd wurde durch die Wirtschaftsprüfungs- 
gesellschaft BDO AG unterstützt (vergleiche Abbildung 2).  
Beteiligt waren die nachfolgend aufgelisteten Dezernate und Fachämter: 
Dezernat Oberbürgermeisterin: Büro der Oberbürgerme isterin, Amt für Presse- und Öffent- 
lichkeitsarbeit 
Dezernat I Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht : Bürgeramt Rodenkirchen, Bürger- 
amt Ehrenfeld, Bürgeramt Nippes, Bürgeramt Chorweil er, Bürgeramt Porz, Bürgeramt Kalk, 
Bürgeramt Mülheim, Amt für Personal, Organisation und Innovation 
Dezernat II Finanzen: Kämmerei 
Dezernat III Wirtschaft und Liegenschaften: Amt für Wirtschaftsförderung 
Dezernat IV Dezernat für Bildung, Jugend und Sport: Amt für Schulentwicklung, Amt für Wei- 
terbildung, Familienberatung und Schulpsychologisch er Dienst, Sportamt, Amt für Kinder, 
Jugend und Familie, Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 
Dezernat V Soziales, Integration und Umwelt: Amt fü r Soziales und Senioren, Punktdienst- 
stelle Diversity, Gesundheitsamt, Amt für Wohnungsw esen, Umwelt- und Verbraucher- 
schutzamt, Koordinationsstelle Klimaschutz 
Dezernat VI Stadtentwicklung, Planen und Bauen : Am t für Stadtentwicklung und Statistik, 
Stadtplanungsamt, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 
Dezernat VII Kunst und Kultur: Kulturamt, Stadtbibliothek, Museumsdienst Köln 
Dezernat VIII Mobilität und Verkehrsinfrastruktur: Amt für Straßen und Verkehrstechnik 
Zur Projektsteuerung wurde ein Projektteam im Amt für Stadtentwicklung und Statistik einge- 
richtet. Zur inhaltlichen Bearbeitung wurden die fo lgenden fünf themenspezifische Arbeits- 
gruppen gebildet, die dezernats- und ämterübergreifend zusammengearbeitet haben: 
− AG 1: Früh ansetzende Hilfen 
− AG 2: Öffentlicher Raum 
− AG 3: Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen 
− AG 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinh altung und Lärmminderung 
− AG 5: Sozialraumorientierung als Strategie der Sta dtentwicklung 
Neben unterschiedlichen Fachämtern haben auch weitere Akteure an der Programmentwick- 
lung und den Arbeitsgruppensitzungen teilgenommen, wie zum Beispiel das Jobcenter, die 
stadteigene Wohnungsbaugesellschaft GAG Immobilien AG, die Regionalagentur Region 
Köln und der für die regionale Zusammenarbeit zuständige Verein „Region Köln/Bonn e.V“. 
Die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Inhalte wurd en regelmäßig in Ämterrunden einge- 
bracht, diskutiert, abgestimmt und die weitere Vorgehensweise festgelegt.  
Zur Steuerung des Gesamtprogramms richtete das Amt des Oberbürgermeisters einen Len- 
kungskreis mit Vertreterinnen und Vertretern der Dezernate ein.  
Zusätzlich wurden die Sozialraumkoordinatorinnen un d Sozialraumkoordinatoren sowie die 
Leitungen der Bürgerämter zu zentralen Veranstaltun gen eingeladen und mit in den Diskus-

22 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
sionsprozess eingebunden. Insbesondere waren sie an  der Qualifizierung der Bestandsana- 
lyse sowie an der Entwicklung von Maßnahmen beteiligt. 
Abbildung 2: Projektstruktur Stadtverwaltung  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Über diese regelmäßig durchgeführten Sitzungen mit der Projektgruppe, den Arbeitsgrup- 
pen, dem Lenkungskreis und den Fachämterrunden wurd en anlassbezogen Gespräche mit 
weiteren Akteuren geführt, wie zum Beispiel:  
− Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung un d Verkehr des Landes Nord- 
rhein-Westfalen 
− Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales d es Landes Nordrhein-Westfalen 
− Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpf ung 
− Regionalagentur Region Köln 
− Bezirksregierung Köln 
− Liga der Wohlfahrtverbände 
− Seniorenvertretung der Stadt Köln 
− Personalrat  
− Steuerungsgremium „Lebenswerte Veedel“ 
Die verschieden politischen Gremien wurden über Mit teilungen regelmäßig über das Pro- 
gramm und den Programmfortschritt informiert.  
Zur inhaltlichen Qualifizierung des Programms fanden zwei Workshops statt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 23  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Erster Workshop am 27. April 2015 – Qualifizierung der Bestandsanalyse 
Gegenstand des ersten Workshops, der am 27. April 2 015 stattfand, waren die Ergebnisse 
der Bestandaufnahme. Rund 60 Teilnehmerinnen und Te ilnehmer aus den Fachdienststel- 
len, dem Jobcenter, der Sozialraumkoordination, den Bürgerämtern und der GAG Immobilien 
AG qualifizierten die vorliegenden Ergebnisse, stel lten Querbezüge her und zeigten Schnitt- 
stellen zu anderen Themenbereichen auf. So wurden d ie Analyseergebnisse geschärft und 
ausdifferenziert. Die Atmosphäre in diesem Workshop  war sehr arbeits- und ergebnisorien- 
tiert, so dass die Rückmeldungen am Ende des Workshops sehr positiv waren. 
Abbildung 3: Rückmeldung der Teilnehmenden aus dem ersten Workshop zur Be- 
standsanalyse am 27. April 2015 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Abbildung 4: Kartenmaterial für die Diskussion zum Sozialraum Humboldt / Gremberg 
und Kalk 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

24 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Zweiter Workshop am 27. Mai 2015 – Qualifizierung der Maßnahmen 
Der zweite Workshop fand am 27. Mai 2015 zur Qualif izierung der gemeldeten Maßnahmen 
statt. Der Teilnehmerkreis war identisch mit dem de s ersten Workshops. Im Vorfeld hatten 
die Fachdienststellen, Bürgerämter und Sozialraumko ordinatorinnen und -koordinatoren, die 
in den Sozialräumen vernetzt arbeiten, auf der Grun dlage einer vorgegebenen Struktur die 
Möglichkeit Projektideen einzubringen. Rund 180 Maßnahmen und Projekte konnten somit in 
die Vorbereitung des Workshops einfließen. Nicht al le Ideen konnten berücksichtigt werden, 
da sie teilweise nicht in dem Förderzeitraum umsetz bar waren, keinen oder nur einen gerin- 
gen Beitrag zur Zielerreichung leisteten, oder aber  nicht ausreichend qualifiziert worden wa- 
ren. Schlussendlich wurden mehr als 70 Projektideen  für die Bewohnerveranstaltung her- 
ausgearbeitet. Die Projekte wurden erläutert, quali fiziert, zusammengefasst und in das erar- 
beitete und abgestimmte Zielsystem eingeordnet. Auc h dieser Workshop war von einer ho- 
hen Arbeitsintensität und einer großen Bereitschaft zur Zusammenarbeit geprägt.  
 
Abbildung 5: Workshop am 27. Mai 2015  
                  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung am 1. Juni 2015 
Am 1. Juni 2015 fand von 18:00 bis 22:00 Uhr eine ö ffentliche Bewohnerveranstaltung im 
Forum der Volkshochschule statt. Das Ziel lag darin , über das Programm und die geplanten 
Projekte zu informieren, dazu Meinungen der Bewohne rschaft einzuholen und weitere Ideen 
aufzunehmen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der elf  Programmgebiete sowie weitere 
Teilnehmende hatten damit die Möglichkeit, an der E rstellung und Qualifizierung des Maß- 
nahmenprogramms für ihren Sozialraum aktiv mitzuwir ken. Beworben wurde die Veranstal- 
tung über eine Pressemitteilung, Flyer und Plakate. Rund 250 Teilnehmende haben sich hier 
aktiv in das Programm eingebracht, vorhandene Ideen  bewertet und Ideen für Maßnahmen 
entwickelt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 25  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 6: Einladungsplakat für die Öffentlichkeitsbeteiligung am 01. Juni 2015 
  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Im Rahmen der Veranstaltung wurden nach einer kurze n Einführung an Arbeitstischen, die 
nach den einzelnen Sozialräumen aufgeteilt waren, i n kleinen Gruppen gearbeitet. Jede 
Gruppe verfügte über eine Moderatorin beziehungswei se einen Moderator, deren / dessen 
Aufgabe es war, die Ausgangssituation vorzustellen und die Diskussionsergebnisse festzu- 
halten. Abschließend stellten die Bürgeramtsleitungen zusammen mit den Sozialraumkoordi- 
natorinnen und –koordinatoren die Ergebnisse für den jeweiligen Sozialraum im Plenum vor. 
 
Abbildung 7: Öffentlichkeitsveranstaltung am 01. Juni 2015 
 
Quelle: Stadt Köln (Fotos: Abbis Photodesign) 
Die Gesamtveranstaltung wurde durch einen externen Moderator geleitet. 
Diese Veranstaltung ist als Auftakt des Beteiligung sverfahrens zu verstehen. Die Beteiligung 
wird ein fester Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ sein.

26 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 8: Öffentlichkeitsveranstaltung am 01. Ju ni 2015 – Sozialraum Humboldt / 
Gremberg und Kalk 
  
Quelle: Stadt Köln (Fotos: Abbis Photodesign) 
 
Diskriminierungsfreie Auswahl der Maßnahmen 
Am 18. Juni, 28. Juli und 25. August 2015 tagte die  Zwischengeschaltete Stelle (light) und 
nahm eine diskriminierungsfreie Auswahl der Maßnahm en vor. Mitglieder dieser Stelle sind 
Vertreterinnen und Vertreter aller Dezernate. Die L eitung des Gremiums lag beim Beigeord- 
neten des Dezernates für Stadtentwicklung, Planen u nd Bauen, der durch die Leiterin des 
Amtes für Stadtentwicklung und Statistik vertreten wurde. Die Auswahl der Maßnahmen 
wurde begründet, protokolliert und einvernehmlich beschlossen. 
 
Abbildung 9: Diskriminierungsfreie Auswahl durch die Zwischengeschaltete Stelle 
(light) 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Die schriftliche Zusammenstellung des Programms „St arke Veedel – Starkes Köln“ und der 
elf Integrierten Stadtentwicklungskonzepte für die Sozialräume erfolgte im Amt für Stadtent- 
wicklung und Statistik. Nach Fertigstellung wurde d as Programm von allen Dezernaten mit- 
gezeichnet.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 27  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Der für die Erstellung des Programms initiierte Pro zess wird im Rahmen der Umsetzung des 
Konzeptes fortgesetzt. 
6. Bestandsanalyse 5 
Die Bestandsanalyse für den Sozialraum Humboldt / G remberg und Kalk nimmt die folgen- 
den zentralen Handlungsfelder in den Blick:  
− Demographie, Soziales und Bildung 
− Öffentlicher Raum und Verkehr 
− Wirtschaft 
− Wohnen 
− Ökologie und Klima 
  
                                                
5 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren ( Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statis-
tik):  
− Die Angaben zur sozialen und demografischen Situatio n beziehen sich auf das Jahr 2015. Um zeitliche 
Entwicklungen darzustellen, wurden zudem die Werte v on 2007 in den Steckbrief aufgenommen. (Quelle: 
Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik).  
− Die Beschreibungen zum öffentlichen Raum entspreche n dem Stand aus dem Jahr 2015.  
− Die Ausgangssituation zum Themenbereich Wirtschaft und Wohnen umfassen verschiedene Datengrundla- 
gen: 
o Gewerbe- und Industrieflächen; Stand 2015  
o Einzelhandel- und Zentrenkonzept; Stand 2013 
o Beschäftigungssituation, Anteil öffentlich gefördert er Wohnungen; jeweils Stand 2015 
o Wohnungsbestand der GAG Immobilien AG, Stand 2016 
o Kaufkraftindex; Stand 2007  
o Wohnzufriedenheit: Demografie-Umfrage der Stadt Köln, 2009  
Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden i m Jahr 2013 berechnet, die Daten zu Grün- und Frei-
flächen stammen aus dem laufend fortgeführten Grünf lächenkataster und wurden in 2015 berechnet, die Ber ech- 
nung der Luftschadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014.

28 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 4: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Qualifizierung und Soziales 
 
  
Stand Dezember 2016

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 29  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 5: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Bildung 
 
Stand Dezember 2016

30 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Tabelle 1: 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung 6 im Sozialraum  
 
2007-2015 Zunahme von Einwohnern mit Migrationshint ergrund, minimaler Rückgang des Anteils 
an Leistungsempfängern nach SGB ll, verglichen mit dem städtischen Mittel jedoch sehr hohe Wer- 
te, insbesondere der Anteil an Kindern und Jugendli chen in Bedarfsgemeinschaften ist deutlich 
erhöht, sehr geringer Anteil an Gymnasiasten, im Ve rgleich zur Gesamtstadt ein unterdurchschnitt- 
licher Anteil an Seniorinnen und Senioren. 
 
Charakteristik des Sozialraumes (stadträumliche Besonderheiten) 
Lage im 
Stadtge- 
biet 
Bezirk: 
Kalk 
Stadtteile:  
Humboldt / Grem- 
berg und Kalk 
angrenzende Sozial- 
räume:  
5,6 
Fläche:  
343 ha 
Siedlungs-
entwick- 
lung 
Rechtsrheinische Vororte des 1. Vorortgürtels, Kalk : ab Mitte des 19. Jahrhundert 
Ansammlung von Industriebetrieben, vorher einzelne Höfe, Wiederaufbau nach dem 
2. Weltkrieg mit Arbeitersiedlungen, Humboldt / Gre mberg: ab Mitte des 20. Jahrhun- 
dert Entwicklung zum Wohngebiet für die Arbeiter de r benachbarten Fabriken, wirt- 
schaftlichen Strukturwandel in den 1980er Jahren (V erwaltungs- und Technologie- 
standort), Wegfall von Arbeitsplätzen insbesondere für Geringverdienende. 
Nahver- 
sorgung 
Kalk: Bezirkszentrum entlang der Kalker Hauptstraße , mit Köln Arcaden Zentren prä- 
gendes Sortiment des mittelfristigen Bedarfs vorhan den, Abwertungstendenzen an 
der Kalker Hauptstraße (Leerstand Gebäude Kaufhof, aktuell Projektideen vorhanden; 
s. auch Kapitel 6.3), Verbesserung des städtischen Erscheinungsbildes erforderlich, 
Humboldt / Gremberg: Nahversorgungszentrum, zum Teil Leerstände. 
Anbindung 
ÖPNV, 
MIV 
Kalk: sehr gute Anbindung an den öffentlichen Perso nennahverkehr (Stadtbahnlinien 
1 und 9), diverse Buslinien und S-Bahn (Haltestelle  Trimbornstraße) Humboldt / 
Gremberg: Stadtbahnhaltestellen im benachbarten Kal k, motorisierter Individualver- 
kehr über Kreuz Köln-Gremberg und Kreuz Köln-Ost se hr gut an das Autobahnnetz 
angebunden. 
Grün / 
Freizeit 
Geringer Anteil an Grünflächen in Kalk, neu entstan dener Bürgerpark und Kalker 
Stadtgarten, Humboldt / Gremberg benachbart Grember ger Wäldchen und Humboldt-
Park in zentraler Lage, eher kleinteilige Grünfläch en vorhanden, zum Teil verwahrlost 
und zweckentfremdet (Drogenkonsum), fehlende Wegeverbindungen. 
                                                
6 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (vergleiche Kapi - 
tel 12 Anhang 15)

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 31  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Gewerbe Technologie- und Industriepark in Kalk-Süd,  Gewerbe und Dienstleistungen auf dem 
ehemaligen Gelände der Chemischen Fabrik Kalk, rech tsrheinisches Technologie 
Zentrum (RTZ) und Hagen Campus in Humboldt / Gremberg 
soziale 
Akteure 
Diverse soziale Akteure (z.B. Bürgervereine, divers e niederschwellige Beratungsan- 
gebote der GAG Immobilien AG für die Bewohnerschaft , Sozialraumkoordination, 
Gemeinwesenarbeit, Kirche, alternative Akteure wie „Raum-ganz schön Kalk“, Pflanz- 
stelle 
Kita / 
Schulen 
4 Grundschulen, 1 Gymnasium, 1 Hauptschule, 2 Förde rschulen, Auffangklassen in 
der Grundschule von Humboldt / Gremberg (Flüchtling skinder aus Poll), diverse Kin- 
dertagesstätten. 
 
Stabilisierungsmaßnahmen 
Sozial- 
raum-
koordinati- 
on 
Seit Januar 2009 angegliedert an den Kinderschutzbu nd Köln, Herr Alexander 
 
Tschechowski, im Sozialraum unter anderem mit dem s ogenannten VEHIKEL, mit 
Informationen für die Bewohnerinnen und Bewohner, u nterwegs, Stärkung der Nach- 
barschaft durch Verschönerungsaktion Kalk-Nord, aktuell Kalker Markt  
Gemein- 
wesenar- 
beit 
Zum 01.01.2017 wurden Mittel der Stadt Köln für ein e halbe Stelle Gemeinwesenar- 
beit zur Bewohneraktivierung bereitgestellt. Die ha lbe Stelle ist beim Veedel e.V. an- 
gesiedelt. 
Städtische. 
Maßnah- 
men 
Sanierungsgebiet (1992 bis 2009), Kalkprogramm (199 4 bis 2004), Immobilien- 
standortgemeinschaft Taunusstraße (HID), Immobilien - und Standortgemeinschaft 
Köln Kalk (ISG), Entwicklung des ehemaligen Geländes der Chemischen Fabrik Kalk. 
Private 
Maßnah- 
men 
GAG saniert und erneuert Teile ihres Siedlungsbesta ndes, Montag Stiftung (IHP Kalk-
Nord, Wohndialog), Stiftung KalkGestalten 
 
Fazit 
Gemischt genutzte zentrumsnahe Stadtteile mit einem  Anteil gründerzeitlicher Bebauung und „offe- 
nen städtebaulichen Strukturen und Potenzialflächen “, hohe soziale Belastung im gesamten Sozial- 
raum (ähnliche statistische Werte in allen Quartier en, Ausnahme Neubaugebiet ehemaliges Gelän- 
de der Chemische Fabrik Kalk), hoher Anteil an Kind ern unter 15 Jahren in SGB II Bedarfsgemein- 
schaften, konstant geringe Gymnasialquote. Zuzug ju nger Familien und Studierender erwünscht. 
Mangel an entsprechendem Wohnraum, wenig zusammenhä ngende vernetzte Grünflächen, Flä- 
chenpotenzial für neuen Wohnungsbau in Humboldt / G remberg. Konzepte für Leerstände der La- 
denlokale erforderlich.

32 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
6.1 Demographie, Soziales und Bildung  
Der im äußersten Westen gelegene Stadtteil Kalk wei st eine hohe Bevölkerungsdichte bei 
einem hohen Anteil an Geschosswohnungsbau auf. Der Sozialraum ist hinsichtlich seiner 
Sozialstruktur sehr homogen und zeigt mit Blick auf die sozialen und demografischen Indika- 
toren deutliche Handlungsbedarfe auf. Eine Ausnahme  bildet das Neubaugebiet auf dem 
Gelände der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk, welc hes eine deutlich stabilere Sozial- 
struktur aufweist.  
Im Stadtbezirk leben Menschen aus unterschiedlichen  Herkunftsländern, wodurch sich zum 
einen eine hohe kulturelle Vielfalt ergibt, aber zu m anderen Integrationsbedarfe im Sozial- 
raum deutlich werden. Hinzu kommt, dass der Sozialr aum als „Ankommensstadtteil“ dient, 
was den Integrationsbedarf noch einmal verstärkt.  
Die Altersstruktur zeigt wenig Auffälligkeiten. Der  Jugendquotient liegt auf vergleichbarem 
Niveau mit der Gesamtstadt, wohingegen der Altenquo tient niedriger ausfällt (19,8 Prozent, 
Stadt Köln 26,5 Prozent). Die Quote der Empfängerin nen und Empfänger von Grundsiche- 
rung im Alter ist hingegen zwischen 2007 und 2015 d eutlich gestiegen und liegt weit über 
dem städtischen Durchschnitt (15,9 Prozent, Stadt Köln 7,6 Prozent), sodass die Altersarmut 
zunimmt. 
Bedarfe bei der Bildungsteilhabe zeigen sich anhand der auffallend niedrigen Gymnasialquo- 
te, die auf primäre und sekundäre Herkunftseffekte hinsichtlich Bildungsbeteiligung und Bil- 
dungserfolg hindeuten. Die Gesamtschulquote liegt m it 19,5 Prozent vergleichbar auf dem 
gesamtstädtischen Niveau von 20,3 Prozent. Die Haup tschulquote liegt mit 22,8 Prozent 
jedoch erheblich über dem stadtweiten Durchschnitt von 12,5 Prozent.  
Im Bereich Gesundheit bestehen Unterstützungsbedarf e bei psychischen Erkrankungen und 
Suchtproblemen.  
Im Sozialraum kann auf verschiedene Unterstützungsa ngebote und soziale Infrastrukturein- 
richtungen aufgebaut werden, die bereits in den Qua rtieren vorhanden sind. Darüber hinaus 
sind Ansätze bürgerschaftlichen Engagements erkennbar.  
 
Bevölkerungsstruktur 
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk ist mit  ungefähr 39.000 Einwohnern der ein- 
wohnerstärkste der elf Sozialraume. Die rund 15.200  Bewohnerinnen und Bewohner in 
Humboldt / Gremberg und 23.500 in Kalk entsprechen dabei einem Anteil von knapp 33 Pro- 
zent der Bevölkerung des Stadtbezirks. In den verga ngenen 10 Jahren ist die Bevölkerung 
im Sozialraum um 8,2 Prozent gestiegen. Ein überpro portional hoher Zuwachs in Vergleich 
zur Gesamtstadt, die im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent gewachsen ist.  
 
Auffällig hinsichtlich der Sozialstruktur ist der h ohe Bevölkerungsanteil mit Migrationshinter- 
grund. Rund 60 Prozent der im Sozialraum lebenden M enschen haben einen Migrationshin- 
tergrund (Stadt Köln rund 37 Prozent). Bei den Juge ndlichen unter 18 Jahren liegt dieser 
Wert sogar bei 82,2 Prozent. Mit dieser Quote verzeichnet der Sozialraum Humboldt / Grem- 
berg und Kalk zusammen mit den Sozialräumen Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord 
sowie Mülheim-Nord und Keupstraße die höchsten Werte aller Sozialräume. 
Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer liegt e rheblich über dem städtischen Durch- 
schnitt. (Humboldt / Gremberg, 31 Prozent, Kalk 37,1 Prozent, Stadt Köln 21,6 Prozent).

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 33  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Neuzugewanderte 
In jüngerer Vergangenheit hat sich die Debatte um d ie Integration von Neuzugewanderten 
vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereig nisse in verschiedenen Krisen- und 
Kriegsregionen mit daraus resultierendem starkem Flüchtlingszustrom wieder verstärkt.  
Köln-Kalk ist ein einwanderungsgeprägter Stadtteil.  Menschen aus unterschiedlichen Her- 
kunftsländern siedeln sich im Stadtteil an. In jüng ster Zeit ist verstärkt ein Zuzug aus Osteu- 
ropa festzustellen.  
Im Jahr 2015 sind 1.606 Ausländerinnen und Auslände r, davon 456 Personen zwischen  
15 und 25 Jahren, zugezogen. Abzüglich der Fortzüge ergibt sich ein Zuwachs von 665 aus- 
ländischen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. 
Die Gruppe der Neuzugewanderten ist dabei sehr hete rogen, so dass sie spezifische Unter- 
stützungsbedarfe bei der Integration vor Ort benöti gt und damit eine Zielgruppe mit eigenen 
Bedarfen bildet. Zu nennen sind hier beispielsweise  Alltagsstrukturierung, Sprachförderung, 
Hilfe bei Behördengängen und psychologische Betreuung bei traumatischen Erlebnissen.  
Die Akteure vor Ort sehen sich mit der wachsenden Herausforderung konfrontiert, dass Köln-
Kalk als ein „Ankommensstadtteil“ fungiert und mit der Integrationsleistung in den ohnehin 
durch soziale Problemlagen betroffenen Quartieren ü berlastet und überfordert ist. Die fach- 
lich zuständigen Ämter der Stadtverwaltung setzten sich bereits intensiv mit dieser in ihrer 
Intensität neuen Entwicklung und Herausforderung auseinander. Sie haben im Jahr 2014 auf 
Grundlage einer weitgehenden Bedarfsanalyse einen g emeinsamen „Handlungsrahmen Zu- 
wanderung“ mit einem Maßnahmenpaket entwickelt, das  eng an den größten Bedarfen an- 
knüpft. Dabei wird auch außerhalb des Programms „St arke Veedel – Starkes Köln“ auf die 
bisherigen Erfahrungen aufgebaut. So wurden im Rahm en von MÜLHEIM 2020 gute Erfah- 
rungen mit dem Sprachförderprojekt DemeK (Deutsch in mehrsprachigen Klassen) gemacht.  
Seit Frühjahr 2017 werden an der Thessaloniki-Allee  in Köln-Kalk Flüchtlinge untergebracht. 
Die Stadt Köln hat hierfür 6 Wohnhäuser mit insgesa mt 53 Wohneinheiten mit unterschiedli- 
chen Wohnungsgrößen langfristig angemietet. Die Woh nungen werden insbesondere aner- 
kannten Flüchtlingsfamilien mit Daueraufenthaltsrec ht bzw. Familien mit längeren Bleibe- 
rechten zur Verfügung gestellt. Die Betreuung der G eflüchteten wird durch Sozialarbeiterin- 
nen und Sozialarbeiter der Stadt Köln sichergestell t, die auch als Ansprechpersonen für das 
benachbarte Umfeld zur Verfügung stehen.

34 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 10: Lage der Wohnhäuser an der Thessaloni ki-Allee für die Unterbringung  
von Flüchtlingsfamilien 
 
 
                      
Quelle: Stadt Köln, Amt für Wohnungswesen

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 35  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Im Stadtteil Humboldt / Gremberg wurde an der Weste rwaldstraße eine zweigeschossige 
Containerunterkunft errichtet. Seit dem Frühjahr 20 17 werden in dieser Einrichtung geflüch- 
tete Menschen untergebracht. Die Unterkunft mit int egrierten Küchen und Gemeinschaftssa- 
nitärräumen bietet Platz für bis zu 68 Personen. 
 
Abbildung 11: Flüchtlingsunterkunft an der Westerwaldstraße   
 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Wohnungswesen 
 
Vor diesem Hintergrund nimmt die Integrationsleistung im Stadtteil Humboldt / Gremberg und 
Kalk zu. Die Stadt Köln bietet für die Zielgruppe d er geflüchteten Menschen bereits ver- 
schiedenste Unterstützungs- und Integrationsangebot e an. Zu nennen sind hier beispiels- 
weise Maßnahmen wie das „Auszugsmanagement“, welches dabei unterstützt Flüchtlingen 
eine neue Wohnperspektive zu bieten, die Integratio n zu erleichtern und so auch neue Ka- 
pazitäten für weitere für Köln zugewiesene Flüchtli nge zu schaffen. Neben den lokalen An- 
geboten gibt es seit dem 1. Dezember 2015 in Köln d en „Integration Point“. Die Agentur für 
Arbeit und das Jobcenter Köln arbeiten in einer gem einsamen Anlaufstelle für Flüchtlinge 
sowie Asylbewerber und Asylbewerberinnen eng zusamm en. Ziel ist die Unterstützung bei 
der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. 
Aufgrund des hohen Handlungsdrucks werden dennoch weitere Unterstützungsangebote vor 
Ort notwendig sein. Exemplarisch hervorzuheben sind  Angebote zur Sprachförderung sowie 
Kinder- und Jugendarbeit.

36 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Haushaltsstruktur 
Der Anteil der Haushalte mit Kindern entspricht mit 18 Prozent in etwa dem der Gesamtstadt 
mit 18,3 Prozent. Im Sozialraum leben überdurchschnittlich viele alleinerziehende Mütter und 
Väter. Ihr Anteil liegt bei 28,7 Prozent aller Haushalte und somit 5,2 Prozentpunkte über dem 
gesamtstädtischen Durchschnitt.  
Der Jugendquotient von 24,2 liegt leicht über dem d er Stadt Köln von 23,9, wohingegen der 
Altenquotient mit 19,8 erheblich unter dem gesamtstädtischen von 26,5 liegt.  
Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist mit 43,8 Pr ozent vergleichsweise gering (Stadt Köln 
50,6 Prozent).  
 
Sozialstruktur 
Ein Blick auf die Sozialstruktur zeigt, dass erhebl iche Handlungsbedarfe im Sozialraum 
Humboldt / Gremberg und Kalk erkennbar sind.  
Die Zahl der erwerbslosen Menschen ist zwar entspre chend dem gesamtstädtischen Trend 
seit Jahren kontinuierlich rückläufig. Jedoch liegt  die Arbeitslosenquote mit 15,6 Prozent 
deutlich über dem gesamtstätischen Anteil von 8,8 P rozent. Ausländische Mitbürgerinnen 
und Mitbürger sind fast zu einem Viertel von Arbeitslosigkeit betroffen.  
Eine besondere Herausforderung stellt die Integrati on von langzeitarbeitslosen Menschen 
dar: Nachdem in den Jahren 2009/2010 die Zahlen zun ächst leicht rückläufig waren, steigen 
die Werte seit 2013 wieder an und liegen zzt. bei 53,9 Prozent. 
Jede 4. Bewohnerin bzw. jeder 4. Bewohner bezieht SGB II-Transferleistungen. Das Quartier 
Kalk-Nord liegt mit einem Anteil von 34,2 Prozent S GB II-Leistungsbeziehern an der Spitze 
des gesamten Sozialraums. Die Quote bei den unter 1 5-Jährigen liegt bei annähernd 40 
Prozent. Im gesamtstädtischen Vergleich sind die Za hlen im Sozialraum fast doppelt so 
hoch, was den Handlungsbedarf unterstreicht.  
Auch der Anteil der Personen, die Grundsicherung im  Alter beziehen liegt mit 15,9 Prozent 
über dem städtischen Durchschnitt von 7,6 Prozent u nd hat sich in den vergangenen Jahren 
erhöht, so dass das Risiko der Altersarmut steigt.   
Eine geringe gesellschaftliche und gesellschaftspol itische Teilhabe spiegelt sich unter ande- 
rem in der geringen Wahlbeteiligung in den Stadttei len Humboldt / Gremberg und Kalk wie- 
der: 
 
Tabelle: 2
 Wahlbeteiligung in den Stadtteilen  
Stadtteil  Landtagswahl 
2012  
Kommunalwahl 
2014  
OB-Wahl 
2015  
Humboldt / Grem- 
berg 
44,7% 33,7% 24,8% 
Kalk 44,2% 34,3% 24,5% 
Stadt Köln 59,3% 49,7% 40,3% 
 
Die geringe Wahlbeteiligung kann auch Indikator für  geringe Bildungsteilhabe und subjektiv 
empfundene fehlende Mitwirkungsmöglichkeiten sein. Daher kommt den aktivierenden Un- 
terstützungsangeboten im Bereich Prävention, Bildun g und Qualifizierung eine hohe Bedeu-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 37  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
tung zu. Sie bilden durch eine niedrigschwellige Wi llkommensstruktur – auch in Verbindung 
mit der Sozialraumkoordination – eine gute Grundlag e für die Entwicklung von Kooperati- 
onspartnerschaften zum Aufbau einer Präventionskett e. Sie eröffnen Zugänge zu und für 
Menschen, die für das „Regelsystem“ und unterstützende Angebotsstrukturen häufig schwer 
erreichbar sind. 
Soziale Infrastruktur 
Im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk sind ber eits eine Vielzahl von Angeboten 
etabliert, auf die mit diesem Programm aufgebaut wird. Zu nennen sind insbesondere:  
− im Bereich der Regelangebote der Bildungs- und soz ialen Infrastruktur: Kitas, Famili- 
enzentren, Grundschulen, Jugendangebote, Migrations beratung, Jobbörse, Interkul- 
turelle Zentren,  
− sowie Ergänzungsangebote im Bereich der Bildungs- und sozialen Infrastruktur: 
Frühförderung, Familienberatung, Jugendmigrationsdienst, Sozialberatung, Beratung 
/ Vermittlung in Arbeit, Kleiderkammer. 
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner weisen gesundheitliche und soziale Problemlagen 
auf, die nicht selten zu einer Sucht- oder einer ps ychischen Erkrankung führen. Teilweise 
halten sich die Menschen mit Suchtproblematik im öf fentlichen Raum auf und konsumieren 
dort legale wie auch illegale Drogen. Nicht selten leben die Betroffenen aber auch sehr zu- 
rückgezogen, entziehen sich zunehmend familiärer Verantwortung und / oder vermeiden den 
direkten Kontakt nach außen.  
Im Sozialraum kann auf verschiedene Unterstützungsa ngebote und soziale Infrastrukturein- 
richtungen aufgebaut werden, die bereits in den Qua rtieren vorhanden sind. Darüber hinaus 
sind Ansätze bürgerschaftlichen Engagements erkennbar.

38 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
6.2 Öffentlicher Raum und Verkehr 
Ein Ziel der Stadtentwicklung in Köln ist es, durch  die Verbesserung des öffentlichen Rau- 
mes und die Gestaltung des unmittelbareren Wohnumfe ldes, lebendige, bunte und generati- 
onsgerechte Quartiere für und mit den Kölnerinnen u nd Kölnern zu schaffen. Dies umfasst 
auch die Inwertsetzung bislang untergenutzter Fläch en. Durch die Schaffung von Räumen 
mit „guter“ Aufenthaltsqualität soll auch soziale Ausgrenzung vermieden bzw. abgebaut wer- 
den. Insbesondere für einkommensschwächere Haushalt e stellt das unmittelbare Wohnum- 
feld, aufgrund ihrer oftmals geringeren Mobilität, einen zentralen Bezugspunkt dar. 
Der Süden und Westen von Kalk wurde in den vergange nen Jahren großflächig umgestaltet: 
es entstanden u. a. Gewerbehöfe, die AbenteuerHalle n Kalk, neue Wohnungsbauten, ein 
Einkaufszentrum sowie der Bürgerpark an der Barcelo na-Allee. Hier entstand eine großzügi- 
ge Spiel- und Kletterlandschaft mit hohem Spiel- un d Erlebnisreiz für Kinder unterschiedli- 
cher Altersgruppen. Spiel- und Liegewiese eröffnen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die 
größte zusammenhängende öffentliche Grünanlage im S tadtteil verbessert die Freiraumsitu- 
ation und stärkt die Wohnfunktion für die dort lebenden Einwohnerinnen und Einwohner. 
 
Wohnumfeld 
Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen (1992 bis 2009) u nd durch das Kalkprogramm 
(1994 bis 2004) wurden bereits verschiedene Aufwert ungen im öffentlichen Raum umge- 
setzt, die positive Impulse erzielen konnten. Denno ch bestehen weiterhin städtebauliche 
Defizite und Mängel in der Aufenthaltsqualität, sod ass weiterer Handlungsbedarf erkennbar 
ist. 
So ist die Situation im öffentlichen Raum und des W ohnumfeldes in einigen Quartieren des 
Sozialraumes problematisch. Insbesondere die Themen  „Sauberkeit und Müll“ nehmen in 
diesem Zusammenhang einen hohen Stellenwert ein.  
Mit dem im Rahmen des Kalker Wohndialoges 
7 seit März 2012 etablierten Veedelshausmeis- 
ters ist eine augenscheinliche Verbesserung des Woh numfeldes, insbesondere in den von 
Vernachlässigung geprägten Zwischenräumen im Quarti er Kalk-Nord, erreicht worden. 
Durch die aufsuchende, engagierte Arbeit des Veedel shausmeisters ist nach Aussage der 
Beteiligten auch eine Steigerung des Verantwortungs bewusstseins der Bewohnerinnen und 
Bewohner für ihren Stadtteil spürbar.  
 
 
  
                                                
7 Kölner Wohndialog: Zusammenschluss von GAG Immobil ien AG, Deutsche Annington, Genossen- 
schaft GWG zu Köln und Haus- und Grundbesitzerverein

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 39  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 12: Wohnumfeldsituation im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Begegnungsräume 
Im Sozialraum gibt es verschiedene Begegnungsstätten sowie kulturelle Angebote, durch die 
sich Anknüpfungs- und Vernetzungsmöglichkeiten erge ben. Seit 1990 existiert das Bürger- 
haus Kalk, wo Angebote im sozialen, pädagogischen u nd kulturellen Bereich für den Stadt- 
bezirk entwickelt werden. Weitere Begegnungsstätten  sind das Mehrgenerationenhaus des 
Caritas-Zentrums, der Nachbarschaftstreff KalkNord in der Koordination des Interkulturellen 
Dienstes des Bezirksjugendamtes Kalk der Stadt Köln  mit barrierefreiem Zugang zu den An- 
geboten, das Jugendzentrum in Gremberg und das „Mil chhäuschen“ im Humboldt-Park, be- 
trieben vom Bürgerverein Humboldt / Gremberg. 
Im März 2017 wurde in Kalk-Nord eine neue barrieref reie Einrichtung der offenen Kinder- 
und Jugendarbeit des Pavillon e. V. in Betrieb genommen. 
 
Abbildung 13: Bürgerhaus Kalk  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Mit der „Pflanzstelle“ besteht im Sozialraum ein mobiler, interkultureller und öffentlicher Ge- 
meinschaftsgarten auf einer Brachfläche in Köln-Kal k. Mitglieder des Vereins „grenzenlos 
garten“ pflanzen dort gemeinsam mit Freiwilligen und Interessierten Gemüse an. 
Von der Sozialraumkoordination, die durch den Kinde rschutzbund Köln e.V. wahrgenommen 
wird, wurde der Wunsch einer Begegnungsmöglichkeit in Kalk-Nord für Flüchtlinge und Ein- 
heimische, z.B. in Form eines Willkommenscafés thematisiert.

40 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Die Katholische Kirche bietet in Trägerschaft des C aritasverbandes für die Stadt Köln im 
Stadtteil Kalk im Klarissenkloster eine zentrale Ko ntakt-, Begegnungs- und Beratungsstelle 
für Flüchtlinge an. Das Flüchtlingszentrum dient so wohl der Beratung der geflüchteten Men- 
schen als auch als Kontaktstelle zwischen Flüchtlin gen, ehrenamtlich Tätigen und Nachbarn 
aus dem Stadtteil. Die Anlage bietet verschiedene R äumlichkeiten für Gruppenangebote wie 
z. B. Qualifizierungsmaßnahmen. Eine Fläche für ein  ehrenamtlich geführtes Café ist vor- 
handen. 
 
Spiel- und Bewegungsräume 
Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters- und bedarfsgerechte Spiel-, 
Kommunikations- und Bewegungsräume und damit adäqua te Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten zu können, ist ein Angebot an attraktiven,  qualitativ guten und bedarfsorientierten 
sportlichen Angeboten dringend erforderlich. Kinder  und Jugendliche verbringen einen nicht 
unerheblichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen R aum. Sie bewegen sich aufgrund fehlender 
Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausgewiesenen Flächen.  
Aufgrund des gegebenen Bedarfs sind verstärkt niede rschwellige, kostenfreie Angebote oh- 
ne Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen . Aufgrund des hohen Anteils an Kin- 
dern und Jugendlichen besteht ein hoher Bedarf für Spiel- und Bewegungsräume. Auch un- 
ter dem Aspekt, dass im Sozialraum neuer Wohnraum für Flüchtlinge entsteht, ist dringender 
Handlungsbedarf gegeben. Die im Sozialraum bestehen den Spielflächen weisen teilweise 
einen geringen Spielwert auf. Als Potenzialfläche s teht die Umgestaltung des Spiel- und 
Bolzplatzes Eythstraße zur Verfügung sowie die Entw icklung von Spiel- Sport- und Bewe- 
gungsangeboten im Zuge der Maßnahme „Revitalisierung Westerwaldstraße“. 
 
Abbildung 14: Spielplätze im Sozialraum  
  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 41  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Mobilität 
Der Stadtteil Kalk verfügt mit zwei Straßenbahn-, d rei Bus- und drei S-Bahnlinien sowie ver- 
schiedenen Regionalbahnen über eine sehr gute Anbin dung an den öffentlichen Personen- 
nahverkehr. Die Kölner Innenstadt kann mit der U-Ba hn innerhalb von 10 Minuten erreicht 
werden. Die stark frequentierte U-Bahn-Haltestelle „Kalk Post“ wird derzeit barrierefrei 
umgebaut. Die Baumaßnahme soll im Herbst 2018 abgeschlossen sein. 
Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr im Sta dtteil Humboldt / Gremberg erfolgt - 
sofern keine räumliche Nähe zu den S- und Straßenba hnhaltestellen des angrenzenden 
Stadtteils Kalk gegeben ist – ausschließlich über zwei Buslinien.  
Mit einem gut ausgebauten Straßennetz in Verbindung mit Zubringern zu Stadtautobahn und 
verschiedenen Bundesautobahnen ist der gesamte Sozi alraum im Hinblick auf den motori- 
sierten Individualverkehr gut angebunden. 
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk weist im Modal Split einen Radverkehrsanteil 
von rund 8,5 Prozent auf und liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt im Stadtgebiet Köln 
(12 Prozent). 
Im Kontrast zur guten Anbindung an die Innenstadt s tehen die Übergänge in die Nachbar- 
stadtteile. Die Infrastruktur, die Kalk einfasst – Eisenbahntrassen, Güterbahnhof, Autobahn -, 
stellt zwischen den beiden Stadtteilen und in die a ngrenzenden Nachbarschaften eine Barri- 
ere dar.  
 
Kannebäckersiedlung in Köln-Humboldt / Gremberg 
Die Kannebäckersiedlung wurde Ende der 60er Jahre g ebaut. Geprägt ist sie durch einen 
fast ausschließlichen Geschosswohnungsbau von drei bis achtgeschossigen Gebäuden mit 
Flachdach. Die Bebauung ist aufgelockert mit einem hohen Abstandsflächenanteil und  zwei 
von Nord/Ost Richtung Süd/West, bzw. Nord/West Richtung Süd/Ost verlaufenden Grünach- 
sen. Im Westen wird das Quartier durch den Deutzer Ring und im Süden durch den Östli- 
chen Zubringer abgegrenzt. Aufgrund dieser Lage ver fügt die Siedlung nur an wenigen Stel- 
len über Verbindungen zu den umgebenden Quartieren.  
Die Gebäude und Wohneinheiten befinden sich nahezu ausschließlich im Eigentum der 
GAG. In den nächsten Jahren ist hier die energetisc he Modernisierung der Bestandswoh- 
nungen mit einem Investitionsvolumen von etwa 70 bi s 80 Millionen Euro geplant. Über die 
baulichen Investitionen hinaus werden im Rahmen eines integrierten Quartierskonzepts auch 
Maßnahmen zur Wohnumfeld- und Freiflächenverbesseru ng angestrebt, sowie mögliche 
Nachverdichtungspotentiale geprüft. Das Engagement der GAG und der Stadt Köln soll im 
Quartier zusammenwirken und sich positiv ergänzen: Im Rahmen des Integrierten Stadtent- 
wicklungskonzeptes für den Sozialraum Humboldt / Gr emberg und Kalk ist die Maßnahme 
4.7.1 „Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revitalisieru ng Westerwaldstraße“, vorgese- 
hen. Der Straßenzug, der nördlich an der Kannebäcke rsiedlung entlangläuft, soll durch die 
Herstellung von Wegeverbindungen, Schaffung von Grü n- und Erholungsräumen sowie 
Spiel- Sport- und Bewegungsangeboten vielfältige Nu tzungsmöglichkeiten für die im nahen 
Umfeld liegenden Quartiere entfalten. Mit der Planu ng der Maßnahme wurde bereits begon- 
nen. 
Die Stadt prüft im Rahmen einer straßenbautechnisch en Optimierung die Sanierung der 
Radwege in der Kannebäckersiedlung und Erhöhung der  sozialen Sicherheit im Bereich des 
Quartierseingangs, vom Deutzer Ring kommend, zum Be ispiel im Rahmen einer Beleuch- 
tung in der Unterführung und Rückschnitt des Pflanzenbewuchses.  
In diesem Zusammenhang wird auch die Kreuzung Deutz er Ring / Kannebäckerstraße hin- 
sichtlich der Optimierungsmöglichkeiten, insbesonde re der Fuß- und Radfahrerquerung,

42 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
überprüft. Diese Kreuzung liegt außerhalb des Sozia lraums, stellt aber für die Bewohnerin- 
nen und Bewohner des Quartiers eine wesentliche Verbindung in den Stadtteil Deutz dar. 
Karte 6: Straßenanbindung des Sozialraums Humboldt / Gremberg und Kalk 
 
Stand Dezember 2016

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 43  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
6.3 Wirtschaft 
Gewerbe und Industrie  
Im Sozialraum befinden sich die Gewerbegebiete Kalk -West und Kalk-Süd (Technologie- 
und Industriepark) mit 18,7 Hektar Gewerbe und 27,9  Hektar Industrieflächen. Hier sind un- 
ter anderem die Deutz AG, der Technikhof Kalk sowie  das rechtsrheinische Technologie- 
und Gründerzentrum (RTZ) auf dem Gelände der ehemal igen Batteriefabrik Hagen angesie- 
delt. 
Als zentraler Teil des altindustrialisierten, gründ erzeitlichen rechtsrheinischen Vorortgürtels 
ist das Gebiet in besonderem Maße vom tiefgreifende n wirtschaftlichen Strukturwandel ge- 
prägt. Einige ehemalige Industrieflächen wurden ber eits umgenutzt und neu gestaltet. Auf 
dem Gebiet der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk (K alk-West) ist neben dem Einkaufs- 
zentrum Köln Arcaden und dem Polizeipräsidium inzwi schen ein neues Wohnquartier ent- 
standen. Insgesamt ist die städtebauliche Entwicklu ng im Sozialraum aber noch nicht abge- 
schlossen. Viele Grundstücke sind für büroaffines Gewerbe nutzbar. 
Seit 2012 steht das Gebäude der ehemaligen Kaufhof-Filiale an der Kalker Hauptstraße leer. 
Vorausgegangen war ein sukzessiver Niedergang des W arenhauses der sich sowohl mit 
wirtschaftlichen Gesichtspunkten als auch einer Ver nachlässigung der Gebäudesubstanz 
seit den 70er Jahren erklären lässt. In 2017 beginn t eine umfangreiche Neu- und Umgestal- 
tung des Gebäudes. Unter Beachtung des Denkmalschut zes bleibt die Fassade des Gebäu- 
des erhalten. Die neue Nutzung sieht Geschäfte für den täglichen Bedarf, eine Tiefgarage 
mit Abstellflächen für Pkw und Fahrräder sowie 106 Wohneinheiten zwischen 30 und 120 
Quadratmetern vor. Mit der Fertigstellung des „Kalk hofs“ wird zu Beginn des Jahres 2018 
gerechnet. 
 
Beschäftigungssituation 
Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zwischen 2007 und 2015 analog 
der Entwicklung in der Gesamtstadt um ca. 5 Prozent gestiegen. Die Quote liegt dennoch  
7 Prozent niedriger als der städtische Durchschnitt . Insbesondere die Quote der sozialversi- 
cherungspflichtig beschäftigten Frauen liegt 10 Pro zent unter dem städtischen Durchschnitt 
(50,6 Prozent), wohingegen die Quoten der Ausländer innen und Ausländer sowie der unter 
25-Jährigen annähernd auf vergleichbarem Niveau mit der Gesamtstadt liegen. Knapp  
16 Prozent der im Sozialraum lebenden Menschen ist arbeitslos, wobei der Anteil bei den 
ausländischen Bewohnerinnen und Bewohnern um 10 Pro zent höher liegt als bei der deut- 
schen Bevölkerung. Insgesamt benötigen viele Bewohnerinnen und Bewohner zunächst her- 
anführende, niedrigschwellige Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote.  
Die zum Teil prekäre Beschäftigungssituation drückt  sich auch in der geringen Kaufkraft der 
Bewohnerschaft aus, die deutlich unter dem städtischen Durchschnitt liegt. 
 
Versorgung  
Der Sozialraum weist mit der Anbindung an das Bezir kszentrum Kalk und weiteren Nahver- 
sorgungszentren in Humboldt mit die beste Versorgun gsstruktur im Programmgebiet auf. 
Auch in der fußläufigen Nahversorgung sind kaum Defizite erkennbar.

44 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
6.4 Wohnen 
Gebäudestruktur und -Zustand  
Das Stadtbild im Sozialraum wird von Wohnhäusern au s der Gründerzeit und Mietshäusern 
aus den 50er und 60er Jahren in Schlichtbauweise ge prägt. Diese als Arbeitersiedlungen 
errichteten Wohnblöcke sind heute überwiegend stark sanierungsbedürftig bzw. werden suk- 
zessive durch Ersatzbauten ersetzt. Eine Ausnahme b ildet das Neubaugebiet auf dem ehe- 
maligen Gelände der Chemischen Fabrik Kalk.  
Bei der Umsetzung des Haus-, Hof- und Fassadenprogr amms ist darauf zu achten, dass 
neben den größeren Bestandshaltern vor allem auch d ie privaten Einzeleigentümer ange- 
sprochen und mobilisiert werden. 
 
Mit dem Ziel, die Wohnsituation zu verbessern und a uf eine lebendige Nachbarschaft im 
Kalker Norden hinzuwirken, wurde das Projekt KALKsc hmiede von der Montag Stiftung Ur- 
bane Räume und der GAG Immobilien AG initiiert (Her bst 2009 bis Frühjahr 2013). In die- 
sem Zusammenhang wurden unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt sowie Netzwerkstruk- 
turen und Kooperationen vor Ort ausgebaut, auf die im Rahmen dieses Programms aufge- 
baut werden kann. Die GAG Immobilien AG zeigt sich im Sozialraum als starke Kooperati- 
onspartnerin. 
 
Abbildung 15: Eindrücke zum Sanierungsbedarf der Wohnhäuser   
      
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Abbildung 16: Bautätigkeit für Ersatzbauten  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 45  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Eigentümerstruktur  
Vorherrschend im Sozialraum sind Mehrfamilienhäuser , die einen Anteil von 88 Prozent des 
Wohnungsbestandes ausmachen.  
Neben privaten Kleineigentümern verfügt die GAG Imm obilien AG über rund 2.800 
Wohneinheiten. Zu den weiteren großen Wohnungsanbie tern zählen die Aachener Sied- 
lungs- und Wohnungsgesellschaft, die Genossenschaft  GWG zu Köln sowie die Vonovia 
(vormals Deutsche Annington). 
 
Öffentlich geförderter Wohnungsbau  
Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen am Gesa mtbestand liegt im Stadtteil Kalk mit 
12,1 Prozent über dem städtischen Durchschnitt von 6,8 Prozent und ist damit fast doppelt 
so hoch wie im Stadtteil Humboldt / Gremberg mit 6,2 Prozent.  
 
Wohnzufriedenheit  
Wie auch in vielen anderen Sozialräumen zeigt sich eine hohe Zufriedenheit der Bewohner- 
schaft mit ihrer Wohnung. Fast zwei Drittel der Bew ohnerinnen und Bewohner gaben im 
Rahmen der Demografie-Umfrage 2009 an, mit ihrer Wohnung zufrieden oder sehr zufrieden 
zu sein.  
Bei der Bewertung des Wohnumfelds zeigt sich hingeg en nur ein Drittel der Bewohnerschaft 
zufrieden oder sehr zufrieden. Mit den im Rahmen des Kalker Wohndialoges* durch die GAG 
Immobilien AG etablierten Veedelshausmeisters ist s eit März 2012 eine augenscheinliche 
Verbesserung des Wohnumfeldes, insbesondere in den von Vernachlässigung geprägten 
Zwischenräumen im Stadtteil Kalk-Nord, erreicht worden. Durch die aufsuchende, engagierte 
Arbeit des Veedelshausmeisters ist nach Aussagen der Beteiligten auch eine Steigerung des 
Verantwortungsbewusstseins der Bewohnerinnen und Bewohner für ihren Stadtteil spürbar.

46 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
6.5 Ökologie und Klima 
Für eine nachhaltige und präventive Stadtentwicklun g sind der Klimaschutz sowie der Erhalt 
beziehungsweise die Förderung guter Umweltbedingung en zentral. Insbesondere Städte 
sind durch ihren hohen Versiegelungsgrad sowie höhe re Umweltbelastungen durch Verkehr 
und Industrie besonders von Klimafolgen, wie zum Be ispiel Hitzeperioden, aber auch von 
schlechten Umweltbedingungen, wie mangelnde Grün- u nd Erholungsflächen, Lärm- oder 
Luftschadstoffbelastung betroffen 
8.  
Die kombinierte Betrachtungsweise von ökologischen,  klimatischen sowie sozialen und ge- 
sundheitlichen Aspekten wird in Deutschland seit ei nigen Jahren verstärkt unter dem Stich- 
wort „Umweltgerechtigkeit“ 9 diskutiert. Im Vordergrund des Ansatzes steht dabei das präven- 
tive Ziel, umweltbezogene gesundheitliche Beeinträc htigungen zu vermeiden und zu beseiti- 
gen. Weiter verfolgt wird der Gedanke auch im Zusam menhang mit der „Herstellung gleich- 
wertiger Lebensbedingungen“ und dem damit verbunden integrativen Ansatz zum Abbau von 
sozialen Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Stadtquartieren.  
 
Grün- und Freiflächen 
Der Sozialraum verfügt im Vergleich zur Gesamtstadt  über wenig Grün- und Freiflächen, die 
untereinander wenig vernetzt sind. Lediglich rund 5  Quadratmeter Grün- und Erholungsflä- 
chen stehen jeder Einwohnerin / jedem Einwohner zur  Verfügung. Unter Einbezug des an- 
grenzenden 500-Meter-Radius erhöht sich dies zwar auf rund 50 Quadratmeter je Einwohne- 
rin und Einwohner, dennoch bleibt das Gebiet relativ deutlich unterversorgt. Positiv zu sehen 
sind die vielen Straßenbäume (rund 50 Bäume pro Straßenkilometer).  
Der Schwerpunkt der Maßnahmen im Handlungsfeld „ökologische und klimatische Situation“ 
für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk lie gt sowohl im Bereich der Schaffung 
von Spiel- und Bewegungsräumen sowie dem Ausbau ein er Wegeverbindung in den Grün- 
gürtel als auch in den Bereichen Lärmschutz, Umwelt bildung sowie der Anpassung an den 
Klimawandel. Dies wird im Folgenden näher erläutert:  
 
Lärm- und Schadstoffbelastung 
In einer dicht besiedelten Stadt wie Köln ist die H auptquelle der Luftemission der Straßen- 
verkehr. Kritische Belastungen werden im Wesentlich en für die Luftschadstoffe Feinstaub 
und Stickstoffoxide festgestellt
10 . Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk liegt  inner- 
halb der 2008 eingeführten und 2012 erweiterten Umweltzone.  
Lärm stellt insbesondere in großen Städten ein zent rales Umweltproblem dar. Bei der hier 
durchgeführten Analyse der Sozialräume wurden nicht  alle Lärmbelastungen betrachtet, 
sondern nur solche Bereiche, die erhebliche Belastu ngen aufweisen. Zumeist wurde bei den 
nachfolgenden Auswertungen auf die in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der EU-
                                                
8 Die im Folgenden durchgeführten flächenbezogenen A nalysen und Berechnungen beziehen sich 
ausschließlich auf bewohnte Stadtquartiere. Größere  Gewerbe- oder Grünflächen wurden aus der 
Berechnung herausgenommen, um die Werte nicht zu verzerren. 
9 „Umweltgerechtigkeit wird als normatives Leitbild verstanden, das auf die Vermeidung und den Ab- 
bau der sozialräumlichen Konzentration gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen sowie die Gewähr- 
leistung eines sozialräumlich gerechten Zugangs zu Umweltressourcen ausgerichtet ist.“ Böhme, C., 
Preuß, Th. u. C. Bunge (2014): Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum – Erfolgsfaktoren für eine 
Implementierung im kommunalen Handeln. Umid 2, S. 5-10, S. 6. 
10  Erläuterungen zur Erhebung von Luftqualität und Sc hadstoffbelastung können dem Kapitel 12  
Anhang 9 bis 13 entnommen werden.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 47  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Umgebungslärmrichtlinie definierten Auslösewerte Be zug genommen 
11 . Gegenstand dieser 
Richtlinie sind Straßen-, Flug- und Schienenverkehr slärm sowie durch Industrieanlagen und 
große Hafenanlagen ausgelöster Lärm. 
Der gesamte Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  ist einer starken Umweltbelastung 
ausgesetzt. In Screeningberechnungen wurde bezüglich der Schadstoffbelastungen die Ach- 
se Kalker Hauptstraße – Rolshover Straße/Kalk-Mülhe imer Straße sowie, neben weiteren 
einzelnen Straßenabschnitten, der Zubringer zur Stadtautobahn als Belastungsschwerpunkte 
identifiziert.   
Im Stadtteil Kalk ist der Kreuzungsbereich Kalker H auptstraße - Rolshover Straße und die 
Kalk-Mülheimer Straße, im Stadtteil Humboldt / Grem berg der Kreuzungsbereich Grember- 
ger Straße – Rolshover Straße erheblich durch Straß enlärm belastet. In Humboldt / Grem- 
berg kommt eine hohe Belastung durch Schienenverkehr entlang der Bahntrasse hinzu.
 
 
Stadtklima 
Durch eine systematische Untersuchung des Kölner St adtklimas wird deutlich, dass es zu- 
künftig in Köln heißer wird und Wetterextreme (Star kregenereignisse) zunehmen werden. 
Daher ist es wichtig frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den nicht mehr aufzuhal- 
tenden Klimawandel anzupassen. Die Betroffenheit od er Anfälligkeit eines Stadtgebietes 
ergibt sich zum einen aus der klimatischen Belastun g (zum Beispiel durch Hitze) und zum 
anderen aus der Sensitivität der dortigen Stadtbewo hnerinnen und -bewohner. So löst zum 
Beispiel eine hohe Wärmebelastung je nach Anteil der anfälligen Personengruppe über  
65 Jahre (Sensitivität) eine intensive Betroffenheit eines Stadtteils aus.  
Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhund erts für das Stadtgebiet Köln im Ver- 
gleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnisse n, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und 
die Zahl der heißen Tage kann sich verdoppeln. In d en dicht bebauten Stadtquartieren gibt 
es nur wenige wirksame Maßnahmen entsprechende Kühl punkte zu schaffen. Durch die 
Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit möglichen Verdunstung bei Hitzeer- 
eignissen, könnte die Entsiegelung und Bepflanzung von gepflasterten und betonierten Stell- 
plätzen, Höfen, Vorgärten oder Garagenauffahrten zu r klimatische Abmilderung beitragen. 
Der Anteil versiegelter Fläche beträgt im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  
55 Prozent und bietet daher Entsiegelungspotenziale, die es noch genauer zu definieren gilt.  
Die zukünftige Wärmebelastung ist im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk sehr hoch. 
Nahezu der gesamte Sozialraum weist hoch bzw. sehr hoch belastete Siedlungsflächen auf 
und liegt damit an der Spitze aller Sozialräume des  Programmgebietes. Der Anteil an klima- 
aktiven Freiflächen ist verschwindend gering. Insof ern verschärft der Klimawandel und die 
Zunahme an Tagen mit hohen Temperaturen im Sozialraum die klimatische Gesamtsituation, 
so dass frühzeitig über den richtigen Umgang mit Hi tze, insbesondere (Klein-) Kinder sowie 
ältere und gesundheitlich eingeschränkte Menschen, informiert werden muss. Bei Hitzeperi- 
oden wurden höhere Sterberaten gemessen und das wär mere Stadtklima führt zu erhöhten 
gesundheitlichen Belastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen gegen- 
über Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken. Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit und soziale 
Vereinsamung oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beisp iel ausreichende Flüssigkeitsver- 
sorgung und -aufnahme unterlassen werden. 
                                                
11  Erläuterungen zur Erhebung von Lärmbelastungen nac h EU-Umgebungslärmrichtlinie können dem 
Kapitel 12 Anhang 13 entnommen werden.

48 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 17: Übersichtskarte zur Lärm-, Schadstoff- und Wärmebelastung  
 
Quelle: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 49  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
7. Stärken- und Schwächenanalyse sowie Ableitung de r Handlungsbedarfe  
In der Gesamtschau ergeben sich im Sozialraum Humbo ldt / Gremberg und Kalk deutliche 
Handlungsbedarfe über alle Handlungsfelder hinweg.  
 
Tabelle 3: Stärken-Schwächen-Analyse und Ableitung der Handlungsbedarfe im Sozi- 
alraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
Ist-
Analyse 
Stärken Herausforderungen Handlungsbedarf 
Demogra- 
phische, 
soziale und 
Bildungs-
situation 
Ausgeprägte  
kulturelle Vielfalt 
Hohe Kreativität, das 
Leben zu meistern 
Gut ausdifferenziertes 
bürgerschaftliches Enga- 
gement  
Aktivierungsprobleme 
Hoher Anteil von SGB II - 
Bezieherinnen und Bezie- 
hern sowie Langzeitarbeits- 
losen, starke Betroffenheit 
von Kindern und Jugendli- 
chen 
„Ankommensquartiere“ mit 
hohem Integrationsbedarf 
Unzureichende Bildungsteil- 
habe 
Optimierung präventiver integrierter 
Angebotsstrukturen mit Lücken- 
schluss, speziell für Kinder und Ju- 
gendliche 
Aktivierung und Empowerment, vor 
allem von SGB II - Bezieherinnen und 
Beziehern sowie Langzeitarbeitslosen 
Verbesserung und Sicherung der 
Teilhabechancen (insbesondere 
Sprachförderung, Bildung, Beschäfti- 
gung) 
Wirtschaft Gut erschlossene Ge- 
werbegebiete 
 
Hohe Arbeitslosenquote, 
insbesondere bei Frauen, 
Ausländern und jungen 
Menschen 
Höchste Anzahl Langzeitar- 
beitsloser der gesamten 
Sozialräume 
 
Aktivierung und Empowerment von 
Langzeitarbeitslosen 
Unterstützungsangebote insbesonde- 
re für Langzeitarbeitslose, Übergang 
Schule – Beruf, beruflicher Wiederein- 
stieg, Sprachförderung 
Aktive aufsuchende Ansprache der 
vor Ort ansässigen Unternehmerinnen 
und Unternehmer 
 
Wohnen Sehr gute Nahversor- 
gungsstruktur 
Hohes Engagement der 
GAG  
Bestehender Wohndialog 
mit bedeutenden Woh- 
nungsmarktakteuren / 
Veedelshausmeister 
 
Geringe Aufenthaltsqualität 
Kalker Hauptstraße 
Wohnungsbestände privater 
Eigentümer zum Teil unsa- 
niert 
Geringe Teilhabe / Selbsthil- 
fe der Bewohnerinnen und 
Bewohner 
Aktivierung und Empowerment der 
Bewohnerinnen und Bewohner in 
Kalk-Nord

50 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Ist-
Analyse 
Stärken Herausforderungen Handlungsbedarf 
Ökologische/ 
klimatische 
Situation 
Neu entstandener Bür- 
gerpark, Kalker Stadt- 
garten und die geplante 
Grünverbindung zwi- 
schen Neuerburgstraße 
und Wiersbergstraße 
bieten Potenziale 
Benachbartes Grem- 
berger Wäldchen und 
Humboldt-Park bieten 
Naherholungsqualitäten 
Wenig Grün- und Spielflächen 
Mangelnde Wegverbindung in 
den Grüngürtel (Westerwald- 
straße) 
Hohe Wärme-, Lärm- und 
Luftschadstoffbelastung 
Freiflächen aufwerten 
Wegeverbindungen ausbauen (Wes- 
terwaldstraße) 
Spiel-und Bewegungsräume schaffen 
Informations- und Beratungsangebote 
zum Klimawandel schaffen 
Öffentlicher 
Raum 
Gute ÖPNV-Anbindung 
Umbau Kalker Haupt- 
straße 
Begegnungsräume 
sowie kulturelle Ange- 
bote sind vorhanden 
Aufenthaltsqualität verbessern Maßnahmen zur Wohnumfeldverbes- 
serung (Müllproblematik) 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 51  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
8. Ziele und Handlungsfelder  
Den Rahmen für die Ziele des Programms „Starke Veed el – Starkes Köln“ und damit auch 
für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk bil det das im Aufruf des Landes Nord- 
rhein-Westfalen vom 10.02.2015 „Starke Quartiere – starke Menschen“ enthaltene Ziel der 
nachhaltigen Quartiersentwicklung sowie der Bekämpf ung von Armut und Ausgrenzung. Die 
Landesregierung Nordrhein-Westfalens „…will die Arm utsvorbeugung und die Entwicklung 
von Präventionsketten unterstützen, mit denen die u nterschiedlichen Zielgruppen erreicht, 
Hilfen insbesondere im Lebens- und Sozialraum der M enschen angeboten und die Lebens- 
lagen berücksichtigt werden. Dabei soll insbesonder e die frühzeitige Förderung von Kindern 
und Familien in den Blick genommen werden.“ (vergle iche Aufruf des Landes Nordrhein-
Westfalen vom 10.02.2015, Seite 4).  
Die im Aufruf des Landes enthaltenen Ziele, die in der Bestandsanalyse identifizierten Stär- 
ken und Schwächen sowie die sich daraus ergebenden Handlungsbedarfe bilden die Grund- 
lage für die Zielsetzung für das Programm „Starke V eedel – Starkes Köln“. Daher wird fol- 
gendes Leitziel festgelegt: 
 
„Verbesserte Lebensbedingungen der Menschen im Programmgebiet“ 
 
Dieses Leitziel entspricht dem des Programms „Lebenswerte Veedel“, knüpft gleichzeitig an 
die vom Stadtvorstand beschlossenen „Europa-2020-St rategie“ der Stadt Köln an und gibt 
die langfristige Zielrichtung für das Programmgebiet vor.  
Die Operationalisierung des Leitziels für die strat egische und für die operative Ebene erfolgt 
durch einen Top-Down-Ansatz. Die sich aus der Stärk en-Schwächen-Analyse ergebenden 
Schwerpunkte für Handlungsbedarfe und -prioritäten wurden mit den Entwicklungsvorgaben 
des Leitziels des Programms gespiegelt, so dass sic h im Ergebnis folgende fünf Handlungs- 
felder, die das Programm themenspezifisch ausrichten, ergeben: 
1. Früh ansetzende Hilfen 
2. Wirtschaft und Qualifizierung 
3. Wohnen 
4. Öffentlicher Raum 
5. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltu ng und Lärmminderung 
Bevor für diese Handlungsfelder die strategischen u nd operativen Ziele erarbeitet werden 
konnten, wurden die aus dem Aufruf vorgegebenen Que rschnittsziele, die für das gesamte 
Programm gelten und beachtet werden müssen, in das Zielsystem eingebracht. Hierbei han- 
delt es sich um folgende Ziele: 
− Gleichstellung von Männern und Frauen 
− Nichtdiskriminierung (Chancengleichheit / Barriere freiheit) 
− Nachhaltigkeit 
Die Stadt Köln hat diese Querschnittsziele um zwei weitere ergänzt, nämlich um das Ziel 
„Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ sowie das Zie l „Sozialraumorientierte Stadtentwick- 
lung“. Dabei geht es um die Frage, wie Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus unter Be- 
teiligung der dort aktiven Akteure und lebenden Men schen erfolgen kann. Ziel ist, die sozial- 
raumorientierte Ausrichtung des Handelns sowohl in der Verwaltung als auch bei den Akteu- 
ren und den unterschiedlichen Zielgruppen in den So zialräumen zu verankern. Der Zielgrup- 
penbezug steht dabei im Mittelpunkt des Handelns. D ie Umsetzung dieser Querschnittsziele

52 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
im Programm „Starke Veedel - Starkes Köln“ bedeutet  einen Paradigmenwechsel in der 
Stadtentwicklung und berücksichtigt gleichzeitig al le Querschnittsziele des Aufrufs. Insbe- 
sondere die Nachhaltigkeit wird durch die aktiviere nde und teilnehmende Form der Stadt- 
entwicklung gefördert.  
Im nächsten Schritt wurden für die fünf Handlungsfe lder strategische Ziele festgelegt. Sie 
beschreiben den angestrebten Zustand, der in den fü nf Handlungsfeldern erreicht werden 
soll.  
 
Tabelle 4: Handlungsfelder und Strategische Ziele  
Nr.  Handlungsfeld Strategische Ziele 
1 Früh ansetzende Hilfen 
− Verbesserte Bildungsstrukturen und erhöhtes (Aus-)  Bil- 
dungsniveau 
− Verbesserte gesundheitliche Situation 
2 Wirtschaft und Qualifizie- 
rung 
− Gefestigte und verbesserte Erwerbsfähigkeit sowie erhöhte 
Erwerbstätigkeit 
− Strukturell verbesserte wirtschaftliche Situation  
3 Wohnen 
− Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wo hn- 
und Lebensumfeld 
− Gefestigte und gestärkte Wohnfunktion 
4 Öffentlicher Raum 
− Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wo hn- 
und Lebensumfeld 
5 
Umweltgerechtigkeit - Kli- 
maschutz, Luftreinhaltung 
und Lärmminderung 
− Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wo hn- 
und Lebensumfeld 
− Umweltgerechteres und klimaangepasstes Leben  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Um die strategischen Ziele für die Entwicklung von Maßnahmen zu operationalisieren, wur- 
den insgesamt 14 operative Ziele definiert. Sie kön nen nicht trennscharf für die einzelnen 
Handlungsfelder festgelegt werden, da sie aufgrund des integrativen Ansatzes ihre Wirkung 
vielfach über mehrere Handlungsfelder hinweg entfal ten. Die strategischen Ziele hingegen 
können – bis auf eine Ausnahme (Lebenswertes und ök ologisch gerecht gestaltetes Wohn- 
und Lebensumfeld) – eindeutig einem Handlungsfeld zugeordnet werden.  
Deshalb sind die operativen Ziele im Zielsystem meh reren Handlungsfeldern zugeordnet 
(vergleiche Abbildung 18). Besonders deutlich wird der integrative Ansatz bei den Hand- 
lungsfeldern „Früh ansetzende Hilfen“ und „Wirtschaft und Qualifizierung“. Hier wirken die 
operativen Ziele in der Regel in beiden Handlungsfe ldern. Dies entspricht dem Ziel, im Pro- 
grammgebiet Humboldt / Gremberg und Kalk eine Präve ntionskette aufzubauen. Ähnliche 
starke Zielwirkungszusammenhänge sind auch bei den Handlungsfeldern „Öffentlicher 
Raum“ und „Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung“ festzu- 
stellen. Die operativen Ziele dieser beiden Handlungsfelder wirken darüber hinaus auch noch 
im Handlungsfeld „Wohnen“.  
Um die festgelegten Ziele erreichen zu können, wurden Maßnahmen für die Handlungsfelder 
entwickelt, die einen Beitrag zur Zielerreichung le isten. Die Zielfestlegung wird in der aus- 
führlichen Maßnahmenbeschreibung deutlich. Zusätzli ch werden Ziele für jede konkrete 
Maßnahme definiert, deren Erreichung durch festgele gte Indikatoren über ein Controlling 
gemessen wird. Sowohl die maßnahmenbezogenen Ziele als auch die entsprechende Zu- 
ordnung der Maßnahmen zu den operativen Zielen sind  in den Maßnahmenbeschreibungen 
dokumentiert.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 53  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Die Entwicklung des Zielsystems erfolgte in Abstimm ung mit den involvierten Fachämtern . 
Damit sind alle relevanten fachlichen Anforderungen  in der Strategie- und Zieldiskussion 
berücksichtigt. Das Zielsystem bildet den Konsens für die zukünftige Entwicklung des Sozial- 
raumes und ist damit Grundlage für alle notwendigen  im Integrierten Stadtentwicklungskon- 
zept enthaltenen Maßnahmen.  
Für das gesamte Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ergibt sich das folgende Zielsys- 
tem (vergleiche Abbildung 18).  
 
Die für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  vorgesehenen Maßnahmen bilden 
entsprechend der örtlichen Bedarfssituation einen B eitrag zur Erreichung der Ziele des I- 
SEKs (vergleiche Abbildung 19).  
 
Auf Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlun gsbedarfe werden nicht in jedem Sozi- 
alraum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die fol gende Übersicht verdeutlicht, zu wel- 
chen operativen Zielen die Handlungsansätze Humbold t / Gremberg und Kalk einen beson- 
deren Beitrag leisten (grün hervorgehoben).

54 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 55  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Abbildung 18 : Zielsystem des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

56 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 57  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Abbildung 19:Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

58 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 59  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
9. Festlegung des Gebietes der „Sozialen Stadt“ Hum boldt / Gremberg und 
Kalk 
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk weist d urchgängig soziale Missstände und  
Problemlagen auf, deren Verringerung oder Behebung durch geeignete Maßnahmen zur 
Stabilisierung und Aufwertung im öffentlichen Inter esse - und besonders auch im Interesse 
der dort lebenden Menschen - liegt. Dem besonderen Entwicklungsbedarf dieses Sozialrau- 
mes wird mit dem vorliegenden Integrierten Stadtent wicklungskonzept durch eine aufeinan- 
der abgestimmte Bündelung von investiven und sonstigen Maßnahmen entsprochen.  
Damit erfüllt der Sozialraum die grundlegenden Anfo rderungen des Besonderen Städtebau- 
rechts im Baugesetzbuch zur Festlegung von Gebieten  der „Sozialen Stadt“ gemäß  
§ 171e Baugesetzbuch (BauGB).  
Der Einsatz und die Absicherung staatlicher Förderm ittel im Sozialraum Humboldt / Grem- 
berg und Kalk erfordert die Festlegung einer geeign eten „Fördergebietskulisse“ gemäß Bau- 
gesetzbuch. Aufgrund der Ausgangslage, den Entwickl ungszielen und dem integrierten 
Maßnahmen- beziehungsweise Stadtentwicklungskonzept ist hierfür die Festlegung des So- 
zialraums als Gebiete der „Sozialen Stadt“ geeignet  und zielführend. Die Alternativen des 
Baugesetzbuches – Sanierungsgebiete beziehungsweise  Stadtumbaugebiete – sind nicht 
entsprechend anwendbar. 
Nachdem Nordrhein-Westfalen bereits 1994 Gebiete de r „Sozialen Stadt“ für „Stadtteile mit 
besonderem Erneuerungsbedarf“ in der landesseitigen  Städtebauförderung eingeführt hat, 
wurde dieser Gebietstypus als „Fördergebietskulisse“ 2004 mit einer Novellierung des Städ- 
tebaurechts mit dem neuen § 171e „Maßnahmen der Soz ialen Stadt“ ins Baugesetzbuch 
eingefügt. Bezüglich des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ sind neue Gebiete der 
„Sozialen Stadt“ durch Ratsbeschluss festzulegen. Dies gilt auch für den Sozialraum Hum- 
boldt / Gremberg und Kalk. Ein entsprechender Besch luss des Rates der Stadt Köln zur 
Festlegung des Sozialraums als Gebiet der „Sozialen Stadt“ gemäß § 171e Absatz 3 Bauge- 
setzbuch (BauGB) erfolgte am 20.12.2016. 
Unmittelbare finanzielle Auswirkungen ergeben sich aus der Festlegung der Gebiete der 
„Sozialen Stadt“ gemäß § 171e BauGB nicht. Diese Festlegung ist vielmehr eine Vorausset- 
zung für die Inanspruchnahme insbesondere von Bunde smitteln, jedoch ohne Ansprüche 
hierauf zu manifestieren. In § 171e Absatz 6 Bauges etzbuch heißt es, das die §§ 164a und 
164b (Einsatz von Städtebauförderungsmitteln) im „S oziale-Stadt-Gebiet“ entsprechend an- 
zuwenden sind, womit ein Einsatz von Städtebauförde rungsmitteln wie in Sanierungsgebie- 
ten ermöglicht wird. 
Der Beschluss über die Gebietsfestlegungen ist ortü blich bekanntzumachen. Rechtliche Wir- 
kungen für die ansässige Bevölkerung, Eigentümer, W irtschaft und sonstige Personen im 
festgelegten Gebiet ergeben sich (im Unterschied zu r förmlichen Festlegung eines Sanie- 
rungsgebietes nach § 142 Baugesetzbuch) nicht. 
Entsprechend den Maßgaben des § 171e Baugesetzbuch folgt die Abgrenzung des Gebietes 
der „Sozialen Stadt“ für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk den räumlichen 
Festlegungen des städtischen Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraum- 
orientierung in Köln“. Großflächige Gewerbe- und In dustriegebiete ohne strukturelle Umbrü- 
che wurden dementsprechend bei der Gebietsabgrenzung grundsätzlich nicht berücksichtigt. 
Außerdem wurden teilweise die Grenzen der Sozialräu me in der Abgrenzung der Gebiete 
der „Sozialen Stadt“ arrondierend begradigt. Aus dem Gebiet des Sozialraums wird der aktu- 
ell in der Errichtung befindliche Bürocampus Deutze rfeld ausgenommen. Das so abgegrenz- 
te Soziale-Stadt-Gebiet Humboldt / Gremberg und Kalk ist rund 354 Hektar groß.

60 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Karte 7: Gebiet der „Sozialen Stadt“ Humboldt / Gremberg und Kalk 
 
 
Festlegung entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 
  
Stand Dezember 2016

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 61  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
10. Maßnahmen für den Sozialraum  
Abgeleitet aus der Stärken-Schwächen-Analyse und de n daraus resultierenden Handlungs- 
bedarfen konzentrieren sich die Maßnahmen inhaltlich aufgrund der besonderen städtebauli- 
chen und sozialen Anforderungen im Bereich von Scha ffung von Spiel- und Begegnungs- 
räumen und Prävention – hier in den Themenfeldern „Früh ansetzende Hilfe“ und „Qualifizie- 
rung beziehungsweise Erhöhung der Beschäftigungsfäh igkeit“ durch niedrigschwellige An- 
gebote und im Handlungsfeld Wohnen. Die damit verbu ndenen Angebotsstrukturen sind 
überwiegend gebietsübergreifend angelegt.  
 
10.1 Einbindung der Maßnahmen in die kommunale Präv entionskette  
Bei allen ausgewählten Maßnahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurde 
darauf geachtet, dass nur solche vorgeschlagen werd en, die einen Beitrag zur Präventions- 
kette leisten und bestehende Lücken schließen. Unter der kommunalen Präventionskette soll 
die Gesamtheit der präventiven Hilfsangebote versta nden werden, die biografisch entlang 
der Bedarfe in den einzelnen Lebensphasen von Kinde rn, Jugendlichen sowie Erwachsenen 
aller Altersgruppen erforderlich sind. Dabei ist ei n besonderes Augenmerk auf die einzelnen 
Schnittstellen im Hilfesystem zu legen. Diese Übergänge gilt es unter besonderer Beachtung 
der Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten. 
Zentral ist dabei die zielgruppenspezifische Betrac htung. So werden beispielweise die im 
Rahmen der Bedarfsanalyse festgestellten Unterstütz ungsnotwendigkeiten für Kinder und 
Jugendliche in den Maßnahmen zu früh ansetzenden Hi lfen berücksichtigt, die Zielgruppe 
der Seniorinnen und Senioren wird unter anderem dur ch die Aktivierungsmaßnahme wie 
„Zuhause im Veedel“ (Projekt Nummer 5.0.2) unterstützt (nur Modul A, nur in Kalk-Nord).  
 
Bereits bestehende Präventionsansätze  
In der Stadt Köln gibt es bereits eine Vielzahl an Präventionsangeboten für Kinder und Ju- 
gendliche. Diese reichen von der Kindertagesbetreuung der unter 3-Jährigen über die Offene 
Ganztagsschule im Primarbereich bis hin zu weiterführenden gebundenen Ganztagsschulen. 
In diesen Bereichen hat die Stadt Köln in den vergangenen Jahren erhebliche auch finanziel- 
le Anstrengungen unternommen mit dem Ziel, die Betr euungsquote deutlich zu erhöhen. 
Darüber hinaus verfügt die Stadt Köln über umfassen de Hilfesysteme in verschiedenen 
Handlungsfeldern (zum Beispiel Weiterbildung/Grundb ildung, Arbeitsmarkt- und Beschäfti- 
gungsförderung, Freizeit, Integrations-, Gesundheit s- und Sportförderung), die sich an ver- 
schiedene Zielgruppen richten (Kinder und Jugendlic he, Familien, kranke und behinderte 
Menschen, Seniorinnen und Senioren, Flüchtlinge und  Zuwanderer, Arbeitslose, Wohnungs- 
lose und vom Wohnungsverlust bedrohte Menschen, Lei stungsempfängerinnen und Leis- 
tungsempfänger, Eltern und Alleinerziehende). Die bestehenden Hilfesysteme sind durchweg 
präventiv ausgerichtet. 
Für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen verfolgt die Stadt Köln eine „Doppelstrategie“: 
1. Es wird entschieden in die Regelsysteme der Bild ung investiert, um die Bildungs- und 
Entwicklungschancen aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern.  
2. Die Stadt Köln kommt der zentralen Maxime städti scher Armutsbekämpfung in einem 
sozialräumlichen Bezug, „Ungleiches ungleich behand eln“, auch mit Blick auf das 
Handlungsfeld „Bildung, Jugend und Sport“ nach und fördert gerade solche Einrich- 
tungen und Angebote noch einmal verstärkt, die viel en Kindern und Jugendlichen in 
prekären sozialen Lebenslagen verbesserte Bildungs-  und Entwicklungschancen er- 
öffnen.

62 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Mit Blick auf die Präventionskette lässt sich festh alten, dass es in der Stadt Köln eine Viel- 
zahl guter Ansätze gibt. Dass über die entsprechend e Bundesinitiative in Köln etablierte 
„Netzwerk frühe Hilfen“ mit seinen Kinderwillkommen sbesuchen und Familienhebammen 
kann als das erste Glied der kommunalen Präventions kette der Stadt Köln angesehen wer- 
den. Das in Köln umgesetzte Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ stellt einen 
weiteren Baustein im Wirkungsbereich des Übergangs von der Schule in den Beruf dar. In 
Köln werden des Weiteren die Bausteine „Kindertages betreuung – Familienzentren, plus- 
KITA, Sprachförderung“ und „Ganztagsschulen – Offene Ganztagsschulen im Primarbereich 
und gebundene Ganztagsschulen im Sekundarbereich“ stark akzentuiert, zum einen in ihrer 
Breitenwirkung für alle Kölner Eltern und Kinder, z um anderen „in der Tiefe“ zur Verbesse- 
rung von Bildungschancen in Stadtgebieten mit erhöh tem Armuts- und Bildungsrisiko. 
Schulsozialarbeit wird – wie angeführt – (als knapp es Gut) insbesondere nach Kriterien der 
sozialen Benachteiligung, der Inklusion und der Integration eingesetzt. 
Auch im Arbeitsfeld „Senioren“ ist die Präventionsk ette seit langem etabliert. Wichtige Ket- 
tenglieder sind beispielsweise: offene Mitmach-Ange bote in Bürgerzentren und Senioren-
Netzwerken, Informationsarbeit über das Monatsmagazin „KölnerLeben“ oder eine Informati- 
onskarte („rote Info-Karte“) für alle neun Stadtbez irke mit allen wichtigen Informationen zu 
Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Seniorin nen und Senioren, verschiedenste 
Formen der Beratung, Angebote in der Wohnung, Entla stungsangebote für pflegende Ange- 
hörige, Stationäre Hilfen sowie Hospize. Die Ketten glieder vernetzen sich an sogenannten 
„Runden Tischen“ in den Bezirken. Hier besteht Intensivierungsbedarf. 
Dem Thema Gesundheit als Grundlage für Bildungschan cen sowie sozialer und beruflicher 
Teilhabe wird in Köln ebenfalls ein hoher Stellenwe rt eingeräumt. So gibt es ein differenzier- 
tes Angebot an Gesundheitsförderung und ein sehr br eit aufgestelltes ambulantes und stati- 
onäres Versorgungssystem. Die Stadt Köln begleitet und unterstützt seit Jahren kontinuier- 
lich die Weiterentwicklung sowie die Abstimmung und  Evaluation der Gesundheitsförderpro- 
jekte in Köln, unter anderem im Rahmen der kommunal en Gesundheitskonferenz sowie in 
ressortübergreifender Zusammenarbeit im Bereich Ges undheit mit anderen Schwerpunkten 
wie Kinder und Jugendhilfe, Schule, Soziales, Senio rinnen und Senioren. Bei Kindern wird 
zum Beispiel „Gruppenprophylaxe“ für die Zahngesundheit in Kindertageseinrichtungen und 
Schulen vom Kinder- und Jugendzahnärztlichen Dienst  des Gesundheitsamtes im Auftrag 
des „Kölner Arbeitskreis Zahngesundheit“ durchgefüh rt. Darüber hinaus wurden von der 
Stadt Köln, dort wo an Nahtstellen zum Versorgungss ystem Lücken auftreten, sozialkom- 
pensatorische Angebote eingerichtet, wie beispielsw eise im Rahmen der oben erwähnten 
Frühen Hilfen. Diese Angebote sind niedrigschwellig  konzipiert und erreichen gezielt auch 
Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Ebenso gibt es bedarfsorientiert Einrichtungen für 
Erwachsene wie beispielsweise sozialpsychiatrische Angebote, Suchtberatungsstellen und 
Präventionsangebote für Seniorinnen und Senioren. 
Trotz dieses bereits engmaschig angelegten Systems der Gesundheitsförderung leben in 
Köln Menschen, die davon noch nicht erreicht werden und daher gezielt Angebote wie zuge- 
hende Hilfen oder Gesundheitslotsen benötigen, um mit dieser Unterstützung der Weg in das 
System der Gesundheitsförderung und -versorgung und  zu dem für sie geeigneten Angebot 
zu finden. 
Im Bereich der Arbeitsmarktintegration bestehen vie lfältige Angebote für die unterschiedli- 
chen Zielgruppen, die immer wieder überprüft und an  sich verändernde Bedarfslagen ange- 
passt werden. Neue Beratungsansätze des Jobcenters Köln wie zum Beispiel der „Work First 
Ansatz“ bei „befit4job“, einem sechswöchigen Intensivprogramm für Jugendliche und junge 
Erwachsene, sozialraumorientierte Beratung wie bei „U25 Hotspot Chorweiler“ oder das 
U25-Angebot „moDUle“ bieten Jugendlichen individuel le Möglichkeiten der Weiterentwick- 
lung und Integration in den Ausbildungs- oder Arbei tsmarkt. Weitere beispielhafte Angebote 
für Jugendliche sind die Jugendbüros, die Fachberat ung, Joblinge, die Joblotsen U25 und 
ein Eingliederungscoaching. Zudem setzt jeder der J obcenter-Standorte in den Stadtbezir-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 63  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
ken auf Netzwerkarbeit im Sozialraum, um die Jugend lichen dort bestmöglich zu erreichen. 
Dabei geht es neben der Integration in den Arbeitsmarkt auch um soziale Integration. Für die 
Zielgruppe der Alleinerziehenden werden spezifische  Beratungsangebote und Maßnahmen 
vorgehalten, zum Beispiel „Kölner Alleinerziehende im Aufbruch“, Betriebliche Einzelumschu- 
lung für Alleinerziehende, Projekte für alleinerzie hende Migrantinnen sowie das Projekt ‚NA- 
VI‘ (Nachhaltige Aktivierung-Vermittlung-Integration) für Erziehende. Für Langzeitleistungs- 
beziehende mit multiplen Vermittlungshemmnissen (z.B. fehlende Qualifikation, gesundheitli- 
che oder familiäre Probleme, fehlende Motivation) g ibt es weitere, zum Teil sehr nied- 
rigschwellige Angebote, die eng mit den kommunalen Eingliederungsleistungen nach  
§ 16a SGB II verbunden sind. Das ganze Bündel der M aßnahmen wird individuell und pass- 
genau genutzt und je nach Bedarf auf längere Zeit a ls Förderkette angelegt, um die Integra- 
tionsfähigkeit schrittweis zu verbessern mit dem Ziel, die Hilfebedürftigkeit zu verringern oder 
zu überwinden.  
Entwicklung einer Gesamtstrategie für eine kommunale Präventionskette  
Trotz des großen Engagements der Stadt im Präventio nsbereich ist Armut mit ihren unter- 
schiedlichen Ausprägungsformen und Folgewirkungen i nsbesondere bei Kindern, Jugendli- 
chen sowie Seniorinnen und Senioren im Programmgebi et weiterhin überdurchschnittlich 
hoch. Die bislang auf- und ausgebauten präventiven Hilfsangebote haben offenbar Lücken, 
die mit dem vorliegenden Integrierten Stadtentwickl ungskonzept „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ geschlossen werden sollen. Tabelle 4 zeigt die zentralen Bausteine der Kölner Präven- 
tionskette, untergliedert nach Zielgruppen, zentral en Handlungsfeldern, wichtigen Partnern, 
Angebotsstrukturen und Lücken, auf.

64 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Tabelle 5: Zentrale Bausteine der Kölner Präventionskette  
Zentrale Bausteine der Kölner Präventionskette (1) 
Zielgruppen /  
Lebenslagen 
Zentrale 
Handlungs-
felder 
Wichtige  
Partner 
Angebotsstrukturen Lücken 
0 bis 3 (Kita)  Gesunde Kin- 
der, Frühe 
Förderung 
Familie, Famili- 
enzentren, 
Frühförderung, 
Gesundheits- 
amt, Jugendamt 
Frühe Hilfen, Clearing- 
stelle - Gesunde Zu- 
kunft für Kinder in 
Köln, Jusch, Familien- 
hebamme, KiWi, Hilfen 
zur Erziehung, 
Frühförderung, Kita  
U-3, Sprachliche Ent- 
wicklung 
Prävention durch  
Information, Erreich- 
barkeit der Zielgrup- 
pen, Sprach-und Kul- 
turmittler 
3 bis 6 (Kita) Altersgerechte 
Entwicklung, 
Förderung der 
Erziehungs- 
kompetenz 
Familie, Famili- 
enzentren, 
Frühförderung, 
Gesundheits- 
amt, Jugendamt 
Kindertagesstätten, 
Frühe Bildung, 
Sprachförderung, 
Übergang Kita / 
Grundschule, Hilfen 
zur Erziehung, Schu- 
leingangsuntersu- 
chung 
Prävention durch  
Information, Erreich- 
barkeit der Zielgrup- 
pen, Sprach-und Kul- 
turmittler 
6 bis 10 
(Grund-
schule) 
Erfolgreicher 
Bildungsteil- 
habe, Ge- 
sundheitser- 
ziehung, ge- 
sundheitliche 
Teilhabe 
Familie, Schule, 
OGS, Jugend- 
amt, Freizeitträ- 
ger, Gesund- 
heitsamt 
Schuleingangsunter- 
suchung, Sprachförde- 
rung, Elternmitwirkung 
in der Schule, Über- 
gang Grundschule Sek 
I, Hilfen zur Erziehung, 
Gesunde Ernährung, 
Lernpaten (intergene- 
rative Angebote), OGS 
plus Träger im Umfeld 
Schule 
Prävention durch  
Information, adressa- 
tengerechte  
Erziehungshilfen,  
Bildungsberatung und 
Gesundheitsförde- 
rung, Sprach- und 
Kulturmittler 
10 bis 16 
(Sek. I) 
Erfolgreicher 
Bildungsteil- 
habe und Er- 
weiterung der 
Teilhabe-
chancen  
Familie, Schule, 
OGS, Jugend- 
amt, Freizeitträ- 
ger 
Elternmitwirkung in der 
Schule, Hilfen zur Er- 
ziehung, Freizeitange- 
bote, Suchtprävention, 
Berufswahlorientie- 
rung, KAoA, Übergang 
Schule / Ausbildung, 
Lernpaten (intergene- 
rative Angebote), OGS 
plus Träger im Umfeld 
Schule 
Prävention durch  
Information, adressa- 
tengerechte  
Erziehungshilfen,  
Bildungsberatung und 
gesundheitliche  
Prävention, unter an- 
derem Suchtpräventi- 
on, Sprach- und Kul- 
turmittler 
16 bis 19 
(Sek. II) 
Erfolgreicher 
Bildungsteil- 
habe und Er- 
weiterung der 
Teilhabechan- 
cen  
Familie, Schule, 
Jugendamt, 
Freizeitträger, 
Soziale lokale 
Netzwerke  
Zusammenarbeit 
Schule / Eltern, Hilfen 
zur Erziehung, Frei- 
zeitangebote, Sucht- 
prävention, Berufs- 
wahlorientierung, 
KAoA, Übergang 
Schule / Ausbildung 
Prävention durch  
Information, adressa- 
tengerechte  
Erziehungshilfen,  
Bildungsberatung und 
gesundheitliche  
Prävention, unter an- 
derem Suchtpräventi- 
on, Sprach- und Kul- 
turmittler

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 65  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Zentrale Bausteine der Kölner Präventionskette (2)  
Zielgruppen /  
Lebenslagen 
Zentrale 
Handlungs-
felder 
Wichtige  
Partner 
Angebotsstrukturen Lücken 
19 bis 34 (jun- 
ges Erwach- 
senenalter) 
Übergang 
Schule / Beruf, 
Berufsausbil- 
dung, Studium 
und Einstieg in 
den Beruf, 
Familiengrün- 
dung, Ge- 
sundheitsför- 
derung   
Schule, KAoA, 
Kammern, Loka- 
le Ökonomie, 
Weiterbildungs- 
träger, Jobcen- 
ter 
Bildungsberatung, 
KAoA, Praktikum, dua- 
le Ausbildung, IHK, 
HWK, Berufsbezogene 
Sprachförderung, 
Grundbildungsträger, 
Bürgerzentren, MOQI 
– Entwicklung berufli- 
cher Perspektiven für 
benachteiligte junge 
Erwachsene 
Prävention durch  
Information, Grund-
bildung, Ausbildungs- 
Qualifizierungs- und 
Berufsberatung, Stär- 
kung soziale Netzwer- 
ke, gesundheitliche 
Prävention 
34 bis 65 (Er- 
wachsenenal- 
ter, Familien-
phase) 
Förderung der 
Erziehungs- 
kompetenz, 
Erwerbstätig- 
keit, Lebens- 
langes Lernen 
Jobcenter, Qua- 
lifizierungsträ- 
ger, Familien- 
zentren, Weiter- 
bildungsträger, 
Arbeitslosen- 
zentren, 
Schuldnerbera- 
tung 
Bildungsberatung, 
Beschäftigungs-
förderung, Qualifizie- 
rungsträger, Gesund- 
heitsförderung, Bür- 
gerzentren 
Grundbildung,  
Qualifizierungs- und 
Berufsberatung, Stär- 
kung soziale Netzwer- 
ke, Aktivierung / Em- 
powerment, Erzie- 
hungshilfen, gesund- 
heitliche Prävention 
65 bis 80 (Ru- 
hestand) 
Bürgerschaftli- 
ches Enga- 
gement, Kul- 
tur, Sport, 
Bildung, Frei- 
zeit, Gesund- 
heit 
Diverse Dienst- 
leister im Quar- 
tier, Familie/ 
Nachbarschaft, 
Anbieter von 
Sport, Kultur, 
Bildung, Ge- 
sundheit, Bera- 
tung, Informati- 
on 
Soziale Netzwerke, 
Freizeitträger,  
Gesundheitsförderung, 
Lebenslanges Lernen,   
Begegnungsräume, 
Senioren-Netzwerke, 
VHS, Bürgerzentren, 
Selbsthilfegruppen, 
Initiativen, Projekte, 
Seniorenberatung 
Prävention durch  
Information, Soziale 
Netzwerke, altersge- 
rechte Lern- und  
Gesundheitsförde- 
rung, Intergenerative 
Win-Win Strukturen, 
gesundheitliche Prä- 
vention, Prävention für 
mobilitätseinge- 
schränkte Menschen, 
Menschen mit gerin- 
ger Rente / Transfer- 
einkommen und an- 
ders teilhabe-
eingeschränkter Men- 
schen, Steuerung und 
Vernetzung der Prä- 
ventionskette 
80 und älter Selbständiges 
Leben mit 
Unterstützung, 
Pflege/ Ge- 
sundheit, Teil- 
habe 
Familie, Nach- 
barschaft, Kran- 
ken- und Pfle- 
gekassen, Amt 
für Soziales und 
Senioren, Wohl- 
fahrtsverbände 
und andere 
Dienstleister, 
Gesundheits- 
system 
Haushaltsnahe Dienst- 
leistung, häusliche 
Pflege, Seniorenbera- 
tung/Pflegeberatung/ 
Wohnraumanpas- 
sungsberatung und 
andere Dienst-
leistungen zum selb- 
ständigen Leben, ge- 
rontopsychiatrische 
Beratung 
Prävention für haus- 
gebundene und pfle- 
gebedürftige  
Menschen, Steuerung 
und Vernetzung der 
Präventionskette 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

66 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Bislang fehlt eine konsequente, ganzheitliche Analy se möglicher Lücken beziehungsweise 
Optimierungsbedarfe in der Präventionskette und die  Etablierung einer kommunalen Ge- 
samtstrategie. Die vorangestellten Beispiele zeigen, dass sich durch das Trägerengagement 
im Verbund mit den Angeboten des Regelsystems ein s tarkes Angebotsprofil entwickeln las- 
sen kann. Hierfür sollen die Voraussetzungen geschaffen werden.  
Durch eine Neuorientierung der Hilfesysteme sollen bislang voneinander getrennt erbrachte 
Leistungen und Angebote aufeinander abgestimmt und koordiniert werden. Ziel ist es eine 
durchgängige Förderung und Unterstützung zu gestalt en, bei denen die einzelnen Angebote 
sinnvoll miteinander verknüpft und Wirkungszusammen hänge aufgezeigt werden können – 
unabhängig davon, wer sie erbringt.  
Hierzu gehören unter anderem: 
− Präventive Leistungen im Bereich der Frühen Hilfen  
− Unterstützungen im Übergang Schule und Beruf 
− Beratungsleistungen für Familien  
− Präventive Angebote in den Bereichen Sport und Fre izeit  
− Gesundheitsförderung, zum Beispiel Angebote für Me nschen mit Sucherkrankung 
und junge Erwachsene mit psychischen Erkrankungen oder Ernährung 
− Unterstützung und Aktivierung von Seniorinnen und Senioren zum Beispiel Senioren- 
netzwerke 
− Verbesserung der Integration 
− Beschäftigungsförderung 
Abbildung 20 zeigt die Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette in Köln sowie die 
einzubindenden Akteure.  
Ein wichtiger Ansatzpunkt für Verbesserungen der be stehenden Ansätze der Kölner Präven- 
tionskette wird in den Bereichen der „Bildungsberat ung“ beziehungsweise allgemein im Be- 
reich der niedrigschwelligen, zugehenden Unterstütz ungsleistungen für Eltern und Familien 
gesehen. Diese sind in Verbindung mit Grundbildungs - und Alphabetisierungsangeboten für 
Eltern beziehungsweise Erwachsene sowie in den Bere ichen einer proaktiven offenen Kin- 
der- und Jugendarbeit, der Gestaltung offen zugängl icher, attraktiver Sport-, Spiel- und Be- 
wegungsräume sowie der Unterstützung von Seniorinnen und Senioren zu sehen. Ein weite- 
rer zentraler Baustein ist die Qualifizierung und Professionalisierung des Systems, mit denen 
das armutssensible und präventiv wirkende Denken un d Handeln von Fachkräften in Bil- 
dungsinstitutionen verstärkt werden soll. 
Die Idee besteht darin, im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ systema- 
tisch-strukturbildende Schwerpunkte zu setzen und E inzelmaßnahmen, die sich wechselsei- 
tig ergänzen, entsprechend zu „clustern“. Die benan nten, neu als Bausteine der Präventi- 
onskette zu qualifizierenden Themen „Bildungsberatung“, „Jugendarbeit“, „Sport und Bewe- 
gung“ und „Qualifizierung“ haben grundsätzlich das Potenzial, die Präventionskette insge- 
samt engmaschiger zu weben und gewinnbringend weiter zu entwickeln, da die Maßnahmen 
für unterschiedliche Altersgruppen und Bildungssettings übergreifend wirken können.  
Die Entwicklung dieser Präventionsstrategie soll - ausgehend von den Bedürfnissen der Be- 
wohnerinnen und Bewohner - als Prozess gestaltet we rden. Für die dafür erforderliche Akti- 
vierung der Bewohnerschaft im Programmgebiet sind i m Programm „Starke Veedel – Star- 
kes Köln“ mehrere Maßnahmenvorschläge in verschiede nen Handlungsfeldern enthalten. 
Sie können für den anstehenden Prozess der sozialra umorientierten integrierten Stadtent- 
wicklung genutzt werden. Bei diesem Prozess handelt es sich um einen Paradigmenwechsel 
in der Stadtentwicklung, der darin besteht, die Sta dt weniger aus der Angebotsperspektive

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 67  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
zu entwickeln, sondern vielmehr die Sozialräume und  die darin lebenden Menschen sowie 
die Akteure in den Mittelpunkt des Handelns zu stel len. Diese Veränderung des Blickwinkels 
kommt auch in dem Beschluss des Stadtvorstandes der  Stadt Köln vom 17.03.2015 zum 
Ausdruck, mit dem die sozialräumliche Ausrichtung d es Verwaltungshandelns als Hand- 
lungsmaxime für die Verwaltung festgelegt wurde.  
 
Teilnahme der Stadt Köln am Präventionsprogramm „Kein Kind zurücklassen“ 
 
Seit Januar 2017 nimmt die Stadt Köln am Landesprog ramm „Kein Kind zurück lassen! Für 
ganz Nordrhein-Westfalen“ (KeKiz) teil. Ziel dieser  NRW-Initiative ist es, allen Kindern und 
Jugendlichen von Anfang an bestmögliche Bildungs-, Teilhabe- und Entwicklungschancen 
unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und der fina nziellen Situation der Eltern zu ermögli- 
chen.  
 
Mit Beratungs- und Unterstützungsressourcen des Lan des und der anteiligen Förderung ei- 
ner Stelle für kommunale Koordinierung möchte das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport 
der Stadt Köln in Zusammenarbeit mit der KeKiz-Land eskoordinierungstelle eine Präventi- 
onsstrategie aufbauen, damit Kinder und Jugendliche  vor allem in Stadträumen mit hohem 
Bildungs- und Armutsrisiko von klein auf unterstützt werden können.  
 
Das Landesprogramm zielt insbesondere auf drei Entwicklungsaufgaben ab: 
o Entwicklung eines Präventionsleitbilds 
o Aufbau/Weiterentwicklung von Maßnahmen einer kommu nalen Präventions- 
kette bei gesamtkommunaler Steuerung und integrierter Planung 
o Etablierung eines Präventionsmonitorings inklusive  wirkungsorientierter 
Steuerung 
 
Sowohl im Rahmen der Landesinitiative als auch im R ahmen des ISEKs sollen die bereits 
bestehenden Angebote in der Stadt Köln gebündelt werden, wie etwa die Frühen Hilfen wäh- 
rend der Schwangerschaft, KinderWillkommen-Besuche bei Neugeborenen, die Lese- und 
Sprachförderung sowie besondere Förderungen von Kit as und Schulen in Stadtteilen mit 
erhöhten Armuts- und Bildungsrisiken. Gemäß dem Gru ndsatz „vorbeugen ist besser als 
heilen“ werden Maßnahmen der Bereiche Bildung, Gesu ndheit, Kinder- und Jugendhilfe so- 
wie Soziales im Programm „KeKiz“ optimal miteinander verknüpft und durch innovative An- 
gebote ergänzt. 
 
Die Stadt hatte sich mit Antrag im Oktober letzten Jahres um die Teilnahme am Programm 
„Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfal en“ beworben, das von der Landesre- 
gierung Nordrhein-Westfalen und der Bertelsmann Sti ftung ins Leben gerufen wurde. Zwi- 
schen 2012 und 2016 bauten bereits 18 Kommunen im R ahmen eines Modellprogramms 
lückenlose Präventionsketten auf. Eine Evaluation z eigt, dass die Städte durch die Umset- 
zung Erfolge verzeichnen konnten. Im Januar 2017 wu rde das Programm neben Köln auf 
insgesamt 40 Kommunen ausgeweitet.

68 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 69  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Abbildung 20: Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette in Köln  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

70 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 71  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
10.2 Maßnahmen im Sozialraum Humboldt / Gremberg un d Kalk  
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die M aßnahmen im Sozialraum Humboldt / 
Gremberg und Kalk. Eine detailliertere Maßnahmenbes chreibung findet sich in den folgen- 
den Maßnahmenblättern  
 
Tabelle 6: Übersicht der Maßnahmen im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Nummer Maßnahme 
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung im Soz ialraum Humboldt / Gremberg und 
Kalk 
0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Nummer Maßnahme  
1.0.5 Integration von zugewanderten Kindern, Jugendlichen  und jungen Erwachsenen mit 
Flüchtlingsstatus in die bestehenden Regelsysteme d urch aufsuchende mobile Arbeit im 
Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugenda rbeit Köln in Humboldt / Gremberg 
und Kalk 
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Jugendlich e und junge Erwachsene zwischen 
16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen Deutschke nntnissen im Rahmen von Ju- 
gendintegrationskursen im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und  Entwicklung einer beruflichen Per- 
spektive für junge Menschen mit psychischen Problem en bis 27 Jahre in allen Sozial- 
raumgebieten; hier: Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.17 Stadtteileltern im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familienbildung m it Schwerpunkt Kooperation mit 
Kita, Familienzentren, Schulen im Primarbereich und  Sekundarstufe I (SEK I), Trägern 
des Offenen Ganztags im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.21 Ferienschulen im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk

72 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
Nummer Maßnahme  
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln 
Neuordnung und Neugestaltung der Spielplatzfläche Eythstraße  
 
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung  
Nummer Maßnahme  
3.7.1 Jobcoach im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung  
Nummer Maßnahme  
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze“ 
Maßnahme im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. In formationsmaterial für die Bevölke- 
rung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels 
Maßnahme im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
4.0.9  Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung der  Identifikation der Bürgerinnen und 
Bürger mit ihrem Sozialraum und gleichzeitiger Erhö hung der Biodiversität sowie der Auf- 
enthaltsqualität im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
4.0.11 Reduzierung der Lärmbelastung an erheblich betroffe nen Straßen in der Baulast der Stadt 
Köln durch Einbau von lärmoptimierten Belägen 
4.7.1 Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revitalisierung „Westerwaldstraße“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 73  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Handlungsfeld 5: Wohnen  
Nummer Maßnahme  
5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und W ohnumfeldpflege im Quartier Kalk-
Nord“ 
Modul A: Mieter- und Nachbarschaftsarbeit   
5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenprogramm im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

74 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
10.3 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwir kung  
Laufende Nummer  
0.0.1  Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivieru ng im Sozialraum 
Humboldt / Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk liegt i m Stadtbe- 
zirk Kalk. Mit 39.112 Bewohnerinnen und Bewohnern l ebt knapp 
ein Drittel der Bevölkerung des Stadtteils im Sozia lraum. Köln-
Kalk ist ein einwanderungsgeprägter Stadtteil. Er f ungiert bereits 
seit Jahren als „Ankommensstadtteil“.   
Mit der Belegung von sechs Wohnhäusern mit Flüchtlingsfamilien 
und dem Neubau einer Containerunterkunft für geflüc htete Men- 
schen steht der Sozialraum vor großen Herausforderu ngen hin- 
sichtlich der Integrationsleistung.  
Ein Blick auf die Sozialstruktur zeigt, dass erhebl iche Hand- 
lungsbedarfe in den Stadtteilen Humboldt / Gremberg  und Kalk 
erkennbar sind. Eine überdurchschnittliche Zahl von  erwerbslo- 
sen Menschen, ein hoher Anteil von Kindern unter 15  Jahren in 
SGB II-Bedarfsgemeinschaften, eine geringe Gymnasia lquote 
und eine überdurchschnittliche Hauptschulquote spie geln die 
hohe soziale Belastung des Sozialraums wider. 
Das Stadtbild ist von Wohnhäusern aus der Gründerze it, Miets- 
häusern aus den 50er und 60er Jahren mit hohem Sani erungs- 
bedarf, einigen Industriedenkmälern, Verwaltungsgeb äuden so- 
wie großen Industriebrachen geprägt.  
Im Sozialraum vereinen sich bauliche Missstände, Ve rschmut- 
zungen des Wohnumfeldes und soziale Probleme wie Ar beitslo- 
sigkeit, Armut, Verschuldung und Suchtprobleme. Der  Anteil an 
Menschen mit Migrationshintergrund (59,1 Prozent), die Zahlen 
der SGB II- Bezieherinnen und Bezieher (25,5 Prozent) sowie die 
Zahlen der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung 
(15,9 Prozent) sind dementsprechend hoch.  
Aufgrund einer oftmals geringen Teilhabe der Bewohn erinnen 
und Bewohner an unterschiedlichen Lebensbereichen u nd den 
damit einhergehenden Netzwerkstrukturen wird die ho he Bedeu- 
tung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten sow ie der 
Aktivierung der Bewohnerschaft im Sozialraum Humbol dt / 
Gremberg und Kalk deutlich. Auch die Imageaufwertun g des So- 
zialraums stellt eine große Herausforderung dar. Ei n positiveres 
Bild ist für die Entwicklung des Sozialraums von gr oßer Bedeu- 
tung.  
 
Im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk besteht bereits ein 
vielseitiges Hilfesystemen, welches unmittelbare Au swirkungen 
auf die Quartiersentwicklung nimmt. Mit Hilfe einer  „Bestandser- 
hebung und eines Schnittstellenmanagements“ sollen die vor- 
handenen Strukturen in den Blick genommen werden, u m so

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 75  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
potenzielle Lücken aufzeigen zu können.  
 
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:  
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 
in elf Sozialräumen konsequent ein integriertes soz ialraumorien- 
tiertes Stadtentwicklungskonzept verfolgt.  
Die Sozialraumkoordination ist organisatorisch an d ie Bürgeräm- 
ter angebunden. Mit der Koordination in den Sozialr äumen sind 
zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erf olgt in städti- 
scher Trägerschaft. Diese arbeiten nach den methodi schen Prin- 
zipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orient ierung an den 
Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nut zung der 
Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Resso urcen 
des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eigen initiative und 
Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen  Ressour- 
cen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansät ze, 6. Ko- 
operation und Vernetzung der Aktivitäten und Angebo te im Sozi- 
alraum.  
Die Sozialraumkoordination nimmt seit Jahren erfolg reich eine 
aktive Koordinationsfunktion wahr und arbeitet akti v an der Si- 
cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. 
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramms „Starke Veedel  – 
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann durch die el f vorhande- 
nen Sozialraumkoordinatorinnen/Sozialraumkoordinato ren nicht 
zusätzlich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs- und Abstim- 
mungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des  Hand- 
lungsprogramms kann in den Sozialräumen aber nur ge lingen, 
wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm sensibi- 
lisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden . Die Maß- 
nahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung “ soll in 
enger Abstimmung mit den Sozialraumkoordinationen d ie Um- 
setzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum einen in den 
spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere de r Aufbau 
von Präventionsketten – sowie zum anderen bei Bedar f – seien 
dies problematische Wohnquartiere und Nachbarschaft en oder 
auch die Ertüchtigung von Einkaufsstraßen. 
Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements z ur Um- 
setzung des Programms sind demnach mit der Sozialra umkoor- 
dination und den institutionellen Akteuren vor Ort eng abzustim- 
men. 
 
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramtslei- 
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmst euerung 
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umzu- 
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.

76 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
                                 Bürgeramtsleitung  
                                   
Steuerungsfunktion 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sozialraumkoordination                        Programmsteuerung  
   Vernetzung vor Ort                                     „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Projektbeschreibung 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslag en an. 
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich S tadtent- 
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, wel che Fakto- 
ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinne n und 
Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden werden 
können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt 
sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivier ung“ aus 
vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  
− Quartiersmanagement 
− Verfügungsfonds 
− Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  
− Öffentlichkeitsarbeit  
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ bündelt 
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf ab- 
zielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumorien- 
tierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivie- 
rung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren orts- 
ansässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quartiers- 
management und Aktivierung“.  
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivieren dem Cha- 
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Verne tzung, die 
durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersm anage- 
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird e ine gemein- 
same räumliche Verortung vorgenommen.  
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für s ich als inhalt- 
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschi edlichen 
Projektträgern umgesetzt werden können. Bei der Maß nah- 
menumsetzung wird jedoch vorausgesetzt, dass eine e nge Zu- 
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbaustein en erfolgt 
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 77  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Projektbaustein: Quartiersmanagement 
Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungsprogram ms „Star- 
ke Veedel – Starkes Köln“ sind für den Sozialraum H umboldt / 
Gremberg und Kalk insgesamt 21 Maßnahmen geplant, d ie ei- 
nen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand fü r den So- 
zialraum auslösen, der durch die schon bestehenden Strukturen 
der Sozialraumkoordination nicht gedeckt werden kan n. Das 
Quartiersmanagement übernimmt die Aufgabe, die maßn ahmen- 
umsetzenden Träger in Abstimmung mit der Sozialraumkoordina- 
tion bei den Zugängen zu den Zielgruppen und bei de r Akquise 
der Teilnehmenden im Sinne eines „One-face-to the-c ustomer“ 
zu unterstützen. Darüber hinaus stellt das Quartier smanagement 
die Vernetzung der Maßnahmen sicher.  
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle 
Belange des Sozialraumbezogenen Programms und bilde t die 
Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als  lokal verortete 
Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlu ng. Es 
sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen A kteure für das 
Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vorhande- 
nen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des Inte- 
grierten Stadtentwicklungsprogramms. Neben der Ansprache der 
Bewohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch ze ntraler 
Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure se in. Darüber 
hinaus soll auch das geplante Haus, -Hof- und Fassa denpro- 
gramm im Sozialraum entsprechende Beachtung finden.  Im Pro- 
jektbaustein „Verfügungsfonds“ wird das Quartiersma nagement 
unterstützend und begleitend mitwirken, die Maßnahm e „Be- 
standserhebung und Schnittstellenmanagement“ wird e benfalls 
durch das Quartiersmanagement unterstützt. 
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am G esamtpro- 
gramm wird die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgaben feld des 
Quartiersmanagers darstellen.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreib ung vorge- 
sehen ist.  
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die Um- 
setzung von Projektideen im Sozialraum Humboldt / G remberg 
und Kalk. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger vor Or t sowie 
Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise etc. können Ant räge für die 
Förderung von Projektideen beantragen. Voraussetzun g ist da- 
bei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum So zialraum 
haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hi lfe des Ver- 
fügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche Engag ement mo- 
bilisiert werden.  
Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen  Maßnah- 
men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligung sprozesse 
vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsm aßnahmen 
wie Malwettbewerbe zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) oder

78 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur Mieter- und Ei- 
gentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen kon krete Be- 
züge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Di e Richtli- 
nien des Verfügungsfonds werden dementsprechend aus gestal- 
tet.  
Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Akti- 
vierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagem ent bei- 
spielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner  sowie 
weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung z um Verfü- 
gungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen 
und Vorstellung zu unterstützen.  
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im So zialraum 
verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu stel- 
len. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätzliche 
Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmun g mit der 
Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf priori- 
siert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement e ine Arbeits- 
gruppe zur fachlichen (Vor-) Bewertung der Anträge eingerichtet. 
Die letztendliche Beschlussfassung von Förderanträg en erfolgt 
durch ein entsprechendes Entscheidungsgremium für d en Sozi- 
alraum Humboldt / Gremberg und Kalk. Die operative Abwicklung 
des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeitsteilung zwisc hen dem 
Quartiersmanagement und der zentralen Koordinierung sstelle 
beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik.  
 
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstelle n-
management 
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stadt- 
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht dabei 
zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umset zung des 
Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklu ng. Die um- 
fasst die Analyse der lokalen Akteurs- und Angebots struktur, die 
Ableitung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen vo n Schnitt- 
stellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt d ie detaillierte 
Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wissensm a- 
nagement (laufende Bereitstellung der Informationen  für alle Ak- 
teure im Programmgebiet).  
Im Rahmen des Projektbausteins „Bestandserhebung un d 
Schnittstellenmanagement“ zeigt das Quartiersmanage ment die 
Zugänge zu den ortsansässigen Akteuren auf und bene nnt An- 
gebote und Systeme.  
Für die Erbringung der  Leistungen wird zusätzliche  Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Aussch reibung 
vorgesehen ist.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 79  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Projektbaustein Öffentlichkeitsarbeit  
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedliche n Instrumen- 
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusa mmen. Es 
wird ein Strategie- und Kommunikationskonzept zur Ö ffentlich- 
keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. Der 
Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwirkung 
und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgruppen 
niederschwellig und bedarfsgerecht zu erreichen und  die dafür 
erforderlichen Instrumente zu entwickeln. Darüber h inaus wird 
auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeits arbeit zurück- 
gegriffen, um das Programm zu kommunizieren.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und 
Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreib ung vorge- 
sehen ist.  
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestell t. Die Maßnahme kommt 
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohne- 
rinnen und Bewohnern im Sozialraum zugute. Aber auc h die 
Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche In stitutionen auf 
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und So zial- 
raumkoordinatoren, weitere (organisierte) lokale Ak teure und 
Interessensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.  
Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement  
Querschnittsziele 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
 
Operative Ziele 
− Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebens-
räume 
− Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
 
Projektziele 
− Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewohn er- 
schaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren  und 
zu unterstützen. Es handelt sich um eine niedrigsch welli- 
ge und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von 
Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die Maßnahmen 
des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms „Starke  
Veedel – Starkes Köln“ die Verantwortung der Bewohn e- 
rinnen und Bewohner sowie weiterer Akteure für das „ei- 
gene“ Veedel langfristig zu stärken, zu stabilisier en und 
selbsttragende Strukturen auszubauen. Darüber hinau s 
werden folgende Ziele verfolgt: 
o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Inte-
grierten Stadtentwicklungskonzeptes vorgesehenen 
Bewohnerbeteiligungen und –aktivierungen sowie wei-
terer Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Sozial-
raumkoordination 
o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerscha ftli- 
chen und ehrenamtlichen Engagements durch den 
Verfügungsfonds 
o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Ak -

80 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
teure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrierte n 
Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
verankerten Maßnahmen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds  
Querschnittsziele 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
 
Projektziele  
− Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Be woh- 
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozi al- 
raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubezie hen. 
Im Focus steht die Intensivierung des nachbarschaft li- 
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engage-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzun g ei- 
ner Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen so ll 
zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum füh - 
ren. Forciert werden soll insbesondere eine Verbesserung 
in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der B ür- 
gerschaft des Sozialraumes Humboldt / Gremberg und 
Kalk sowie eine Stärkung der Kooperation der Akteur e 
untereinander.  
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstelle n-
management“ 
Querschnittsziele  
− Sozialraumorientierte Stadtentwicklung  
 
Projektziele 
− Im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk werden 
bereits eine Vielzahl an Aktivitäten und Maßnahmen wirk- 
sam, stehen in der Praxis aber oftmals zu stark neb enei- 
nander. Mit dem Baustein „Bestandsanalyse und Schni tt- 
stellenmanagement“ sollen im Sinne einer sozialraum ori- 
entierten Handlungsweise, die Maßnahmen vor Ort ver - 
netzt werden und vorhandene Lücken über ergänzende 
Maßnahmen geschlossen und Dopplungen aufgezeigt 
werden. Ziel ist es die Zusammenarbeit in allen Fac hbe- 
reichen der Verwaltung sowie mit der Bürgerschaft u nd 
den weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. Dabei knü pft 
der Prozess bei den bestehenden Strukturen sowie de n 
Aktivitäten und Angeboten der Akteure vor Ort an, d ie be- 
reits eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen umsetzen.  
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
Querschnittsziele 
− Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung 
 
Operative Ziele 
− Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
− Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 81  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Projektziele  
− Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiv en Prozess 
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in  des- 
sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiv en 
„Stadtteil-Gefühls" steht. 
− Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit die nt dar- 
über hinaus der Information und Aktivierung der Akt eure 
im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk. Sie richten 
sich im Wesentlichen an Bewohnerinnen und Bewohner,  
Multiplikatoren und Unternehmen sowie weitere Akteu re 
und verfolgt dabei das Ziel, das Programm und die d amit 
verbundenen Maßnahmen bekannt zu machen und eine 
positive Aufbruchsstimmung im Sozialraum zu erzeugen.  
− Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten be i der 
Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akt eu- 
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag z ur Mit- 
gestaltung des Programms durch die Bewohnerschaft.  
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement  
− Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des 
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft 
− Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r- 
anstaltungen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
− Anzahl der beantragten Maßnahme 
− Anzahl der durchgeführten Maßnahmen 
− Anzahl der beteiligten Personen 
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstelle n-
management“ 
− Anzahl der Prozessbeteiligten 
− Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebo te im 
Konsens 
− Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwal tung 
− Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wu rden 
− Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o- 
zessbeteiligten 
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
− Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, etc .) 
Kosten Verfügungsfonds: 410.676,00 € 
Quartiersmanagement: 286.863,50 € 
Öffentlichkeitsarbeit: 150.661,00 € 
Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement: 52.360,00 €

82 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Gesamtkosten: 900.560,50 € 
Davon 2019 291.795,50 €
 
Davon 2020 247.433,00 €  
Davon 2021 241.542,50 €  
Davon 2022 119.789,50 €  
  
Projektlaufzeit / Zeitraum Für alle Arbeitsmodule i st prozessbegleitend eine Projektlaufzeit 
von 42 Monate vorgesehen. Da die Maßnahme einen wic htigen 
Rahmen für das Gesamtprogramm bildet und ihr eine w ichtige 
Grundlage für die Erarbeitung und Implementierung e iner sozial- 
raumbezogenen Arbeitsweise zukommt, ist die Maßnahm e von 
Beginn an bis zum Abschluss des Programms vorzusehen.  
01.01.2019 bis 30.06.2022 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadten twicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung  
Bemerkung Zum Stadterneuerungsprogramm 2017 wurde e in Förderantrag 
gestellt. Laut Veröffentlichung des MBWSV vom 18.04 .2017 ist 
für dieses Sozialraumgebiet keine Förderung vorgese hen. Sollte 
eine frühere Umsetzung der Maßnahme durch eine Förd erzusa- 
ge möglich werden, wird diese im Sinne der zügigen Programm- 
umsetzung durchgeführt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 83  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer  
0.0.2  
Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung  
Maßnahme Prozessbegleitende Evaluation im Sozialrau m Humboldt / Grem- 
berg und Kalk 
Inhalt Projektbeschreibung  
Die Evaluation bildet einen wichtigen Beitrag zur B ewertung, 
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Programmum setzung 
im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk. Sie ist  prozess- 
begleitend angelegt und nimmt das gesamte Maßnahmen paket 
im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk in den Blick. Dabei 
wird besonders die Wirkung der städtebaulichen Maßn ahmen 
betrachtet und im Sinne des integrierten Ansatzes d er Quartiers- 
entwicklung vor allem Beteiligungs- und Aktivierung sprozesse in 
den Mittelpunkt gestellt.  
Die Evaluation ist auf den Sozialraum Humboldt / Gr emberg und 
Kalk ausgerichtet, wobei die Ergebnisse der Evaluat ion der drei 
Sozialräume Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord , 
Meschenich und Rondorf sowie Mülheim-Nord, Keupstra ße und 
Buchheim, Buchforst einfließen werden. Im Kontext d es Pro- 
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ findet die Bü ndelung 
und Vernetzung der Ergebnisse aus den einzelnen Sozialräumen 
statt und wird im laufenden Prozess in die zu einem  späteren 
Zeitpunkt hinzukommenden Sozialräume zurückgespiege lt. So- 
mit zeigt die Evaluation frühzeitig die Wirkung der  Maßnahmen 
im Sozialraum wie auch im Kontext des Gesamtprogram ms auf 
und notwendige Veränderungen können eingeleitet werden.  
 
Vorgehen und Methode  
Die Evaluation ist prozessbegleitend und damit form ativ ange- 
legt. Sie verfolgt das Ziel laufend Bewertungen über den Prozess 
zu erhalten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. E inerseits 
muss hierfür auf konkreten Daten aufgebaut werden, die im 
Rahmen des Controllings erhoben werden. Aus diesem Grund ist 
eine Beteiligung beim Aufbau des Controllings siche rzustellen. 
Andererseits erfolgt die Bewertung des Prozesses im  Rahmen 
von diskursiven Prozessen, wie Workshops, Einzelges prächen, 
World-Cafés u. ä.  
Die prozessbegleitende Evaluation nimmt ein breites  Spektrum 
an Themen in den Fokus. Eine parallele Bearbeitung aller The- 
men ist in der erforderlichen Intensität nicht mögl ich. Aus diesem 
Grund ist vorgesehen, Schwerpunkte zu unterschiedli chen Zeit- 
horizonten zu setzten. Die konkrete Abfolge ist im Rahmen des 
Prozesses festzulegen.  
Parallel hierzu ist eine kontinuierliche Selbsteval uation im Rah- 
men der Einzelmaßnahmen vorgesehen. Die Träger der Einzel- 
maßnahmen werden bei der Selbstevaluation unterstüt zt und 
qualifiziert (z. B. über Leitfragen, Erhebung von K ennwerten), so 
dass der laufende Prozess kontinuierlich bewertet u nd die Er- 
gebnisse in die „prozessbegleitende Evaluation“ zur ück gespie-

84 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
gelt werden können. Die Ergebnisse bilden einen ele mentaren 
Beitrag für die Gesamtevaluation.  
Die Gesamtsteuerung der Maßnahme „prozessbegleitend e Eva- 
luation“ sowie die Einbindung in das gesamte Maßnah menpro- 
gramm liegen bei der zentralen Koordinierungsstelle  der Stadt- 
verwaltung (Amt für Stadtentwicklung und Statistik) . Auch das 
Controlling wird im Aufgabenbereich der zentralen K oordinati- 
onsstelle der Stadt Köln umgesetzt. Es wird sicherg estellt, dass 
eine enge Zusammenarbeit zwischen Evaluation und Co ntrolling 
erfolgt und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. 
Für die Erbringung der Leistungen der einzelnen Mod ule wird 
zusätzliche externe Expertise und Ressourceneinsatz  benötigt, 
so dass eine Ausschreibung der Leistungen vorgesehe n ist. Bie- 
tergemeinschaften können zugelassen werden.  
Zielgruppe Die Maßnahme kommt allen im Sozialraum a dressierten Ziel- 
gruppen zugute. Die Zielgruppe ist dabei sehr breit  aufgestellt 
von der Verwaltung über Träger, Politik, sonstige s taatliche Insti- 
tutionen auf kommunaler Ebene, Sozialraum-koordinat orinnen 
und immer -koordinatoren bis hin zu weiteren (organ isierten) 
Akteuren und Interessensvertretungen im Quartier so wie Be- 
wohnerinnen und Bewohner. 
Ziele Querschnittsziel 
− Sozialraumorientierte Stadtentwicklung 
Projektziele  
Die Evaluation verfolgt das Ziel laufend Bewertunge n über den 
Prozess zu erhalten und Handlungsempfehlungen abzul eiten. 
Die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Progra mmumset- 
zung steht im Fokus der Evaluation. 
Indikatoren − Anzahl der durchgeführten Methoden (Expertengesprä - 
che, World Café, etc.) 
− Bereitstellung von Zwischenergebnissen  
Kosten Kalkulierte Tagessätze Brutto: je 1.130,50 €  
39 Tage:       44.089,50 € 
Gesamtkosten für den Sozialraum: 44.089,50 € 
davon 2019: 11.305,00 € 
davon 2020: 11.305,00 € 
davon 2021: 11.305,00 € 
davon 2022: 10.174,50 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 42 Monate  
01.01.2019 bis 30.06.2022 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadten twicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 85  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Bemerkung Zum Stadterneuerungsprogramm 2017 wurde e in Förderantrag 
gestellt. Laut Veröffentlichung des MBWSV vom 18.04 .2017 ist 
für dieses Sozialraumgebiet keine Förderung vorgese hen. Sollte 
eine frühere Umsetzung der Maßnahme durch eine Förd erzusa- 
ge möglich werden, wird diese im Sinne der zügigen Programm- 
umsetzung durchgeführt.

86 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
10.4 Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Laufende Nummer  
1.0.5 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen  
Maßnahme Integration von zugewanderten Kindern, Jug endlichen und jun- 
gen Erwachsenen mit Flüchtlingsstatus in die besteh enden Re- 
gelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit im Sozia lraum 
Humboldt / Gremberg und Kalk (Nachrichtlich) 
Inhalt Ausgangslage 
Die gesellschaftliche Situation im Sozialraum Humbo ldt / Grem- 
berg und Kalk ist durch den überdurchschnittlich ho hen Anteil 
von Menschen mit Migrationshintergrund und schlecht en Per- 
spektiven auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt gep rägt. Dies 
wirkt sich auf das Verhalten der Kinder und Jugendl ichen im 
Stadtteil spürbar aus. Geringe Akzeptanz von kultur ellen Unter- 
schieden, eine latente Feindlichkeit dem anderen ge genüber, 
Selbstbezug und Abgrenzung auf die eigene Herkunfts gruppe ist 
vor allem in sozial benachteiligten Familien, unabh ängig von der 
jeweiligen Nationalität, auszumachen. Durch aufsuch ende Ju- 
gendarbeit soll hier insbesondere die Zielgruppe mi t Flüchtlings- 
status niederschwellig erreicht und in die bestehenden Regelsys- 
teme integriert werden. 
Die Anbindung insbesondere der Kinder, Jugendlichen  und jun- 
gen Erwachsenen an Jugendeinrichtungen und Schulen,  die 
Bindung von Kapazitäten an Integrationsleistungen ( z.B. Sprach- 
kurse, familienunterstützende Angebote) und die akt ive Freizeit- 
gestaltung der Kinder und Jugendlichen sind nur ein  Teil der ört- 
lichen Herausforderungen. Hier gilt, wie generell i n der Offenen 
Kinder- und Jugendarbeit, eine adäquate Planung und Bereitstel- 
lung von adressatengerechten Angeboten mit dem Ziel  der In- 
tegration von jungen Flüchtlingen in die bestehende n Regelan- 
gebote. 
 
Projektbeschreibung 
Neben Gesprächs- und Beratungsangeboten vor Ort bei nhaltet 
die mobile aufsuchende Arbeit insbesondere eine Unt erstützung 
der Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Wünsche un d Interes- 
sen im Freizeitbereich, Kulturbereich und Bildungsbereich 
Im Rahmen von Gemeinwesenarbeit ist die Mobile Arbe it mit 
unterschiedlichen Institutionen im Stadtgebiet wie Schulen, Ver- 
einen und Kirchen, sowie der städtischen Streetwork  etc. ver- 
netzt. 
Die Angebote in mobiler und aufsuchender Arbeit kön nen für die 
heranwachsenden Flüchtlinge z.B. vor einer Flüchtli ngsunter- 
kunft oder auf einem öffentlichen Spiel- oder Bolzp latz stattfin- 
den. Es handelt sich dabei um niederschwellige Spie l-, Sport- 
und Kreativangebote, die zumeist gemeinsam mit Kind ern und 
Jugendlichen aus dem Stadtteil durchgeführt werden.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 87  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendlich e und junge Erwachsene 
mit Flüchtlingsstatus im Alter von 10 bis 25 Jahren. 
Ziele Übergeordnetes Ziel Mobiler Jugendarbeit ist die Integration und 
die Verbesserung der Lebenswelt Jugendlicher. In Hi nblick auf 
den öffentlichen Raum gilt es insbesondere, Prozess e der Aus- 
grenzung, Vorverurteilung und Stigmatisierung von J ugendlichen 
zu verhindern oder zu verringern. Entsprechend ist die Förde- 
rung gesellschaftlicher Akzeptanz und Toleranz gege nüber Ju- 
gend und Jugendkultur und umgekehrt zu fördern. 
Ziel der Projekte ist, insbesondere die Zielgruppen  der nicht an- 
gebundenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Flücht- 
lingsstatus zu erreichen und diesen den Zugang zur Infrastruktur 
des Sozialraumes und damit der gesellschaftlichen T eilhabe zu 
ermöglichen, um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern 
(Heranführung an die Regelsysteme). Aufgrund der in dividuellen 
Multiproblemlagen der Zielgruppe ist eine individue lle Begleitung 
des Einzelnen nötig.  
Nachhaltiges Wirken und Veränderung von Verhaltensw eisen 
und Ansichten durch eine frühzeitige Unterstützung der Kinder, 
Jugendlichen und Familien durch Beziehungsarbeit, B eratung, 
Information und Begleitung; Verbesserung der Integr ation in den 
Stadtteil und darüber hinaus ist ein weiteres Ziel. 
Eine Vernetzung und Einbindung in bestehende Strukt uren vor 
Ort, z.B. in die Jugendeinrichtung, den Sportverein  etc. wird zu- 
sätzlich angestrebt. 
Indikatoren - Anzahl der Kontakte differenziert nach Zielgruppe n,  
- Dokumentation der Themen von Jugendlichen und ihr er 
Bearbeitung,  
- Zahl der Vermittlungen zu sonstigen unterstützend en An- 
geboten/ Kooperationspartnern, 
- Zahl der Vermittlung in Qualifizierungsangebote o der 
Ausbildung 
- Vermittlung in bestehende Institutionen 
Kosten Für das Projekt im Sozialraumgebiet Humboldt  / Gremberg und 
Kalk werden folgende Kosten angesetzt: 
 
Personalkosten: 
1 Stelle Projektleitung kleine und mittlere Projekte 
88.200 € pro Jahr / 176.400 € für 2 Jahre 
 
Sachkosten: 
Sachkosten enthalten Honorar- und Materialkosten 
40.800 € pro Jahr / 81.600 € für 2 Jahre

88 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Gesamtkosten: 
258.000 € 
Davon 2019: 129.000 € 
Davon 2020: 129.000 € 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
Laufzeit 24 Monate  
01.01.2019 bis 31.12.2020 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die kon- 
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Bet rachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen M aßnah- 
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder,  Jugend und Familie, Abteilung Kin- 
derinteressen und Jugendförderung 
Förderung ESF-Einzelprojekt  
 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und s ind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Das mobile Angebot wird in enger Abstimmu ng mit den Akteuren 
im Sozialraum konzipiert. 
Die Maßnahme ZuBeFa (Zugehende Beratung von neu zug e- 
wanderten Familien aus Südosteuropa und deren Kinde rn) wird 
zurzeit mit einem vergleichbaren Ansatz über EHAP ( Europäi- 
scher Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligt en Personen) 
vom 01.01.16 – 31.12.18 in den Stadtbezirken: 
Rodenkirchen 
Ehrenfeld 
Nippes 
Chorweiler 
Porz 
Kalk  
Mülheim 
durchgeführt.  
 
Die Maßnahme wird nachrichtlich im Programm aufgefü hrt, eine 
Förderung über das Programm „Starke Veedel – Starke s Köln 
erfolgt nicht. Seitens der Stadt Köln wird eine alt ernative Maß- 
nahme geprüft.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 89  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.7 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- un d Jugendarbeit Köln in 
Humboldt / Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Die Abfrage bei Trägern der freien Jugendhilfe in d er Stadt Köln 
zu Handlungsnotwendigkeiten im Handlungsfeld „Früh anset- 
zende Hilfen“ hat als einen wichtigen Handlungsbeda rf das 
Thema „Professionalisierung des Systems durch Quali fizierung“ 
ergeben. Dies gilt aufgrund der spezifischen Ausgan gslage auch 
für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk. 
Dabei sind sowohl Setting-interne Qualifizierungsan gebote in- 
nerhalb der Kinder- und Jugendhilfe als auch Settin g- übergrei- 
fende Angebote mit kooperierenden Systemen wie Kita , Famili- 
enzentren, Schule, Übergangssystem Schule / Beruf, Prävention 
als Bedarfe genannt worden. 
Entsprechende übergreifende Qualifizierungsangebote  sind bis- 
her nicht verfügbar, bieten aber große Chancen hins ichtlich der 
Optimierung von Präventionsketten durch besser aufe inander 
ausgerichtete Teilsysteme. 
Gleichzeitig soll über die Qualifizierungsoffensive  ein Beitrag zur 
Fachkräftesicherung in der Offenen Kinder- und Juge ndarbeit 
geleistet werden. Es sollen sowohl die vorhandenen Fachkräfte- 
potenziale  gestärkt und weiterentwickelt werden, a ls auch Auf- 
stiegsmöglichkeiten der Beschäftigen zu Fachkräften  durch Fort- 
bildungen verbessert werden. 
Projektbeschreibung 
Im Rahmen des Projektes soll eine Qualifizierungsof fensive rea- 
lisiert werden, die sozialräumliche Bezüge – hier f ür den Sozial- 
raum Humboldt / Gremberg und Kalk – ebenso wie eine  gesamt- 
städtische Ausrichtung umfasst. Die Qualifizierungs inhalte las- 
sen sich dabei in fachübergreifende Themen (z.B. Pr ojektma- 
nagement) und fachspezifische Inhalte (zum Beispiel  Kindes- 
wohl) unterscheiden. 
Um über die Setting-übergreifenden Qualifizierungen  einen Bei- 
trag zur Stärkung der sozialräumlichen Präventionsk etten zu er- 
reichen, wird innerhalb des Curriculums ein Schwerp unkt in der 
Durchführung von Qualifizierungen in den Sozialräum en  unter 
Einbeziehung der jeweils vor Ort aktiven Kooperatio nspartner 
liegen. Setting-interne Qualifizierungen werden zen tral umge- 
setzt. 
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in den folgende n Arbeits- 
paketen: 
− Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes aller relev anten 
Akteure 
− Entwicklung eines bedarfsgerechten Qualifizierungs kon- 
zeptes

90 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
− Umsetzung und Durchführung des Qualifizierungskon-
zeptes 
− Evaluierung der durchgeführten Qualifizierung 
 
Das Projekt wird in allen 11 Sozialräumen zeitgleich durchgeführt, 
da angesichts der dezentralen, bezirklich ausgerich teten Struktu- 
ren der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Köln nu r so sicher- 
gestellt werden kann, dass das gesamte System und n icht nur 
einzelne Akteure qualifiziert werden.   
 
Mögliche Themenschwerpunkte der Qualifizierungsoffe nsive auf 
der Grundlage der Bedarfsabfrage: 
− Armutssensibles Handeln in der Offenen Kinder- und  Ju- 
gendarbeit  
− Sprachförderung  
− Anerkennung und Sichtbarmachung Non-formaler Bil- 
dungsprozesse 
− Interkulturelles Lernen 
− Netzwerken und Projektmanagement 
− Berufswahlorientierung in der Jugendarbeit 
− Primärpräventive Suchtberatung 
− Bewegung, Ernährung und Stressregulation in Kinder - 
und Jugendeinrichtungen 
− Digitalisierung und Medienpädagogische Präventions ar- 
beit 
− Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung 
− Ökologische Bildung (z.B. Urban Gardening) 
− Kulturelle Bildung 
− Inklusion 
Zielgruppe − Beschäftigte in der Offenen Kinder- und Jugendarbe it in 
Köln 
− Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Familienze ntren 
− Lehrkräfte im Primar- und Sekundarbereich 
− Träger des Offenen Ganztags 
− Träger im Übergangssystem Schule / Beruf 
− Träger im Präventionsbereich 
Ziele Operative Ziele 
− Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukture n  
− Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 91  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
− Verbesserung Übergangsmanagement –Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
− Stärkung der vorhandenen Fachkräftepotenziale und 
Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit als Fachkräf te 
durch Fortbildungen  
Projektziele 
− Kompetenzstärkung der handelnden Akteure durch 
Vermittlung praxisrelevanter Fortbildungsinhalte 
− Stärkung der sozialräumlichen und gesamtstädti- 
schen Präventionsstrukturen durch bessere Kenntnis-
se über die Arbeitsfelder benachbarter Professionen  
und damit einhergehend weitere wissensbasierte 
Vernetzung aller Akteure  
− Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Offenen Kin - 
der- und Jugendarbeit 
Indikatoren − Anzahl der durchgeführten Setting-internen und übe rgrei- 
fenden Qualifizierungen 
− Anzahl der Teilnehmenden 
− Relevanz der Qualifizierungsinhalte für die berufl iche 
Praxis (auf der Grundlage der Teilnehmenden-
Befragung)

92 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kosten 
Kosten für 11 Sozialräume  
Kosten für den 
Sozialraum  
Humboldt/Grem-
berg und Kalk  
  
pro Jahr  2 Jahre 
Stel- 
lenan- 
teile  
für den 
Sozial- 
raum  
anteilige 
Kosten 
Personalkosten 
1 Stelle Koordination  
(Projektleitung kleine Projekte) 88.200 € 176.400 € 0,09  16.036 € 
0,5 Stelle Assistenz 30.060 €  60.120 € 0,09  5.465 € 
Personalkosten gesamt:    236.520 €  - 21.501 € 
Davon Haushaltsjahr 2018:    118.260 €  - 10.751 € 
Davon Haushaltsjahr 2019:   118.260 €  - 10.751 € 
Sachkosten 
Honorare Dozentinnen und Dozenten 22.500 € 45.000 € - 4.091 € 
Materialien für Fortbildungen 3.000 €  6.000 € - 545 € 
Raummieten für Fortbildungen 6.500 €  13.000 € - 1.182 € 
Sachausgaben gesamt:    64.000 €  - 5.818 €  
Davon Haushaltsjahr 2018:    32.000 €  - 2.909 € 
Davon Haushaltsjahr 2019:    32.000 €  - 2.909 € 
  
Gesamtkosten 
 
Davon Haushaltsjahr 2018: 
Davon Haushaltsjahr 2019: 
   
300.520 €
 
 
150.260 €  
150.260 € 
 
- 
27.320 € 
 
13.660 € 
13.660 € 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  2 Jahre / 24 Monate 
01.01.2018 – 31.12.2019 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die kon- 
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Bet rachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen M aßnah- 
me.  
 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder,  Jugend und Familie / Offene Kinder- 
und Jugendarbeit 
Förderung − ESF (gegebenenfalls Fachkräfteinitiative) 
− Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind 
nicht erkennbar.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 93  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.12 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Sprachförderangebote für neu eingereiste J ugendliche und jun- 
ge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren mit keinen oder ge- 
ringen Deutschkenntnissen im Rahmen von Jugendinteg rations- 
kursen im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  
Inhalt Ausgangslage  
Zunehmend reisen Jugendliche ab 16 Jahren neu zu, e ntweder 
als Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus  oder viel- 
fach aus Südosteuropa. 
In der Regel verfügen sie weder über Schulabschlüss e noch 
über die erforderlichen Deutschkenntnisse, um Schul abschlüsse 
in absehbarer Zeit erreichen zu können. 
Durch die geringen Deutschkenntnisse besteht darübe r hinaus 
ein sehr erschwerter Zugang zu Praktikumsplätzen oder gar zum 
Arbeitsmarkt.  
In den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk sind  in 2015 
insgesamt 456 Jugendliche und junge Erwachsene zwis chen 15 
und 25 Jahren neu zugewandert 
12 . Die Chancen auf kurzfristige 
Aufnahme in ein Regelsystem zur Verbesserung der Bi ldungs- 
und Berufsperspektive sind der Zielgruppe entweder nicht kurz- 
fristig möglich oder strukturell nicht zugänglich. Den persönli- 
chen und gesellschaftlichen Folgen fehlender Perspektiven kann 
mit dem kurzfristig zugänglichen Angebot der Jugend integrati- 
onskurse präventiv begegnet werden. 
 
Projektbeschreibung 
Projekt-/Aufgabenbeschreibung 
Der Zugang zu bestehenden Jugendintegrationskursen wird den 
Jugendlichen ermöglicht, die keinen Anspruch auf ei ne BAMF-
(Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) geförderte Maßnahme 
haben, und nicht im Regelsystem Schule einen Platz finden. Zur 
Teilnahme erteilt das Kommunale Integrationszentrum  (KI) Köln 
einen Gutschein für den Jugendintegrationskursträge r, der ent- 
sprechend seine Kosten von ca. 3.000 €/ Teilnehmend em ab- 
rechnet. Vorangegangen ist eine Einzelfallprüfung u nd 
 
-entscheidung durch das KI Köln. 
Bestehende Jugendintegrationskurse werden durch die se Maß- 
nahme für die beschriebene Zielgruppe geöffnet.  
Die Maßnahme ist ein wirksamer Teil der Präventions kette im 
Bereich (Aus-) Bildung und Beruf. 
in 3 obligatorischen Modulen á 300 Stunden werden d ie Jugend- 
lichen und jungen Erwachsenen in die Lage versetzt,  mit der 
                                                
12  Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation ist in  der Gesamtschau für die Sozialräume ein deutli- 
cher Anstieg dieser Bevölkerungsgruppe zur verzeichnen.

94 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Sprache und den Lebensverhältnissen im Bundesgebiet  so ver- 
traut zu werden, dass sie ohne Hilfe oder Vermittlu ng Dritter in 
allen Angelegenheiten des täglichen Lebens selbstst ändig han- 
deln können.  
Sie  
− werden durch fachliche Kenntnisse auf ein zukünfti ges 
Weiterlernen in einer schulischen oder beruflichen Bil- 
dungseinrichtung oder in einem Betrieb vorbereitet 
− werden mit dem Ziel der Ausbildungs- und Berufsvor be- 
reitung mit dem Schul- und Ausbildungssystem vertra ut 
gemacht 
− erwerben und erweitern Allgemeinwissen zu verschie de- 
nen Bereichen des Lebens in Deutschland wie Gesund-
heitswesen, Alkohol- und Drogenprävention,  
Ein Orientierungskurs über 60 Stunden vermittelt Ke nntnisse 
und Verständnis zu deutschen rechtsstaatlichen Zusa mmen- 
hängen, Rechten, Pflichten und zu interkultureller Kompetenz. 
Während des Jugendintegrationskurses werden die Tei lneh- 
menden durch Jugendmigrationsdienste und die Kurstr äger 
selbst beraten. Der Übergang in weiter führende Bil dung und 
Ausbildung bzw. den Beruf soll nahtlos gesichert werden. 
Zielgruppe Neu Zugewanderte zwischen 16 und 25 Jahr en ohne Anspruch 
auf BAMF- finanzierte Jugendintegrationskurse, die entweder im 
Sozialraum wohnen, einen Jugendintegrationskurs bes uchen 
können oder dort ihre sozialen Bezüge haben. 
Ziele Verbesserung der Integrationschancen in das S chul- und Aus- 
bildungssystem  und in den Arbeitsmarkt 
Indikatoren Zahl der von der Zielgruppe abgeschloss enen Jugendintegrati- 
onskurse 
Kosten Sachkosten 
Die Kosten für einen Jugendintegrationskurs belaufen sich aktu- 
ell auf 3,10 €/Stunde Für 960 Stunden ergeben sich Gesamtkos- 
ten von 2.976 € pro Kursplatz. 
Für 20 angestrebte Plätze /Jahr im Sozialraum betragen die Pro- 
jektkosten 59.520 €/Jahr , auf 2 Jahre  sind dies 119.040  €. 
 
Personalkosten 
Mit der Projektabwicklung ist ein zusätzlicher Pers onalmehrbe- 
darf verbunden. Als Teilprojekt ergänzend zu den So zialräumen 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord und Mülheim -Nord, 
Keupstraße und Buchheim, Buchforst entfallen 20 Pro zent einer 
halben Stelle „Projektmitarbeit“ (die Hälfte von 76 .440 €/Jahr) 
auf diesen Sozialraum mit zusätzlich 7.644 €/Jahr u nd 15.288 € 
auf die Projektlaufzeit.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 95  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Gesamtkosten 134. 328 
Davon 2018: 67.164 € 
Davon 2019: 67.164 € 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2018 -  31.12.2019 
Eine Fortführung über den 31.12.2019 hinaus ist mög lich und 
grundsätzlich gewünscht. Eine Weiterentwicklung der  Maßnah- 
me ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rah men einer 
modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergeb nis der 
Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststel le Diversity, Kommunales Integrati- 
onszentrum  
Förderung − ESF B1.2 Armutszuwanderung ggfs. als Einzelprojekt e 
zur Integration 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind 
nicht erkennbar. 
− Die Durchführung der Maßnahme steht unter dem Vorb e-
halt eines möglichen Förderzuganges bzw. einer ausr ei-
chenden Förderquote. 
Bemerkung Für diese Maßnahme ist eine Anpassung der  Konzeption vorge- 
sehen.

96 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.16  
Handlungsfeld Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regels ystem und Entwick- 
lung einer beruflichen Perspektive für junge Mensch en mit psy- 
chischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraum gebieten, 
hier: Humboldt / Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Die elf Sozialraumgebiete  
− Bickendorf, Westend und Ossendorf 
− Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
− Höhenberg und Vingst 
− Ostheim und Neubrück 
− Mülheim-Nord und Keupstraße 
− Buchheim und Buchforst 
− Porz Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
− Meschenich und Rondorf 
− Bilderstöckchen 
− Bocklemünd / Mengenich 
− Humboldt / Gremberg und Kalk 
weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesu ndheitliche 
Benachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mi t niedrigem 
sozialen Status und Multiproblemlagen. Viele der do rt aufwach- 
senden jungen Menschen bis 27 Jahre werden aufgrund  von 
ganz unterschiedlichen Problemkonstellationen daran  gehin- 
dert, eine eigene Lebensperspektive insbesondere im  Hinblick 
auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. Ihnen fällt 
es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte zu gehen. 
Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten K ontakt zu 
anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv und abwei- 
send. Oft werden auch Alkohol bzw. illegale Drogen konsu- 
miert. Ursache eines solches Verhaltens können psyc hiatrische 
sowie weitere Beeinträchtigungen oder Erkrankungen sein, die 
als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Dieses müsste 
aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schuli schen oder 
beruflichen Planung berücksichtigt werden. Unter Um ständen 
wäre parallel (oder vorgeschaltet) eine Behandlung/ Therapie 
erforderlich, um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff 
nehmen zu können. Diese jungen Menschen benötigen d aher 
eine gezielte Unterstützung von Menschen, die ihre Bedürfnisse 
erkennen, über sozialpsychiatrische Kenntnisse verf ügen und 
eng mit dem psychiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten.  
 
Kölner Fachleute unterschiedlicher Institutionen (z um Beispiel 
Jobcenter, Landschaftsverband, Ämter der Stadt Köln , Träger 
der Jugendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie) haben A nfang 
2016 Handlungsempfehlungen entwickelt, die speziell e Hilfen 
für die Zielgruppe der jungen Menschen mit psychisc hen Prob- 
lemen präferieren. Unter der Bezeichnung „Kompetenz zentrum

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 97  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
U 27“ (Arbeitstitel) beinhalten die Empfehlungen ei n Gesamt- 
angebot bestehend aus einer zugehenden Hilfe , einer nieder- 
schwelligen Beratung, einem Kontaktangebot und Hilf en zur 
Tagesstrukturierung/Beschäftigung. 
 
Das Angebot der zugehenden Hilfe  für junge Menschen mit 
psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialr aumgebie- 
ten könnte als ein wesentlicher Baustein innerhalb der o.g. be- 
darfsorientierten Angebotsstruktur fungieren, da er  Betroffenen 
mit besonders hohem Entwicklungsbedarf den Weg zu w eiter- 
führenden Unterstützungsleistungen zugänglich macht . Erfah- 
rungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die i n einem 
sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine psychi- 
sche Beeinträchtigung aufweisen, einen sehr niedrig schwelli- 
gen Zugang benötigen, um im Regelsystem wie z.B. ge sund- 
heitliche Versorgung, im Bildungssystem, Arbeit, an zukommen. 
Immer dann, wenn die Komm-Strukturen eines Angebots , bei- 
spielsweise einer Beratungsstelle, (noch) nicht gre ifen, bietet 
zugehende Hilfe die Möglichkeit einer ersten Kontak taufnahme 
und Überleitung zu dem passgenauen Angebot mit Komm -
Struktur. In der Praxis bedeutet dies, dass die jun gen Men- 
schen überwiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie häufig 
sozial zurückgezogen leben, keinen Peergroups angeh ören, 
weder die Angebote für Jugendliche und junge Erwach sene 
noch entsprechende Institutionen nutzen oder sich a n bekann- 
ten Hotspots ihrer Altersgruppe in der Stadt aufhal ten. Der so- 
zialpsychiatrische Ansatz hat dabei das Ziel, junge  Menschen 
mit psychischen Problemen niedrigschwellig in ihren  Alltags- 
kompetenzen zu stärken, die Betroffenen langfristig  in das Re- 
gelsystem anzubinden und Übergänge in gesundheitlic hen, 
schulischen und/oder beruflicher Lebensbereichen zu begleiten. 
Je nach Einzelfall können hierzu auch Maßnahmen des  Job- 
centers gehören. Rückmeldungen der Mitarbeiter/inne n des 
Jobcenters U 25 zufolge, sind viele der jungen Kund innen und 
Kunden nicht in der Lage, die Voraussetzungen solch er Maß- 
nahmen des Jobcenters zu erfüllen. Sie benötigen im  Vorfeld 
Hilfen, die sie auf einen solchen Schritt vorbereit en. Damit be- 
käme auch ein bisher kaum zu erreichendes Klientel die Chan- 
ce, an Zukunftsperspektiven zu arbeiten. Ebenso kön nen auf 
diese Weise Maßnahmenabbrüche verhindert und Ressou rcen 
gezielt eingesetzt werden. Die zugehende Hilfe würd e eine bis- 
her in der Fachwelt deutlich wahrgenommene Lücke im  Hilfe- 
system schließen.  
 
 
Schnittstellen zu Regelangeboten und Anknüpfungsmög - 
lichkeiten  
 
• Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere 
die Schulsozialarbeit, sonstige städtische Einrich-
tungen, Jobcenter U25 und alle Akteure in den Sozi-

98 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
alraumgebieten vor Ort  sind wichtige Kooperations- 
partner, da sie häufig Hinweise auf die Personen de r 
bedürftigen Zielgruppe erhalten oder in direktem Kontakt 
mit den Personen stehen (z. B. Schulen, Kompetenza-
genturen) Insbesondere bei vermuteten oder bestehen - 
den psychiatrischen Problemlagen kann das hier darg e- 
stellte Angebot von den Kooperationspartnern hinzug e- 
zogen werden bzw. eine Vermittlung erfolgen.   
• Mit  dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einzel- 
fallbezogenen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, 
u. a. wenn es um die Entwicklung einer beruflichen Per- 
spektive geht. Sollte sich bei der Beratung eines J u- 
gendlichen/jungen Erwachsenen durch das Jobcenter 
U25 eine sozialpsychiatrische Problematik abzeichnen, 
besteht im Rahmen der Kooperation die Möglichkeit, ei- 
ne einzelfallbezogene Begleitung durch die hier dar ge- 
stellte Maßnahme einzuleiten.  
• Streetwork der Jugendhilfe  
(siehe auch Maßnahme 1.0.5) 
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0. 16 
besteht die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus 
Kindern und Jugendlichen, die sich an bekannten Hot - 
spots aufhalten und sich dort mit Gleichgesinnten d er 
Peergroup treffen. Daher sind im überwiegenden Fall  
die Zielgruppe von Streetwork und die Zielgruppe de s 
hier dargestellten Angebots nicht identisch. Wenn s ich 
jedoch bei der einzelfallbezogenen Begleitung eines  Ju- 
gendlichen/jungen Erwachsenen im Rahmen von 
Streetwork eine sozialpsychiatrische Problematik ab - 
zeichnet, besteht im Rahmen der Kooperation beider 
Maßnahmen die Möglichkeit, dass die einzelfallbezog e- 
ne Begleitung entsprechend an die hier dargestellte  
Maßnahme übergeleitet wird.  
• Gesundheitsamt  
Es gibt eine enge fachliche Kooperation des o.g. An ge- 
bots 1.0.16 mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst de s 
Gesundheitsamtes. Das Angebot 1.0.16 ergänzt das 
bestehende Regelangebot. Der Sozialpsychiatrische 
Dienst ist ein stadtweites Angebot, das Hilfen und Bera- 
tung für Erwachsene mit einer psychischen Erkrankun g 
nach dem Gesetz über den öffentlichen Gesundheits- 
dienst (ÖGD) und Gesetz über Hilfen und Schutzmaß- 
nahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG). vor- 
hält (zum Beispiel in Krisensituationen). Es handel t sich 
dabei in der Regel nicht um eine intensivierte und län- 
gerfristige Begleitung, sondern um eine situative H ilfe- 
stellung für ausschließlich erwachsene Menschen.  Das 
hier neu benötigte Angebot richtet sich hingegen au ch 
an minderjährige junge Menschen mit in der Altersphase 
benötigten spezifischen Hilfestellungen – sobald de r 
Bedarf auftritt oder bekannt wird. 
 
In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme  zu 
diesen jungen Menschen mit der beschriebenen Prob-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 99  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
lematik überaus schwierig ist. Ihnen ist selbst nic ht be- 
wusst, dass ggf. psychische Problemlagen vorliegen.  
Daher sehen sie keinen Grund, einen Fachdienst wie 
den Sozialpsychiatrischen Dienst oder einen niederg e- 
lassenen Facharzt/eine Fachärztin aufzusuchen. Die 
Angehörigen nehmen die Situation meist deutlicher 
wahr. Ihnen ist aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit 
und (in der Regel) fehlender Fachkenntnisse jedoch 
nicht möglich ist, die Jugendlichen bzw. jungen Erw ach- 
senen zu motivieren, aktiv Hilfe zu suchen. Meist v er- 
geht sehr viel Zeit, sodass die Betroffenen erst vi el zu 
spät Zugang zum Hilfesystem finden. In der Zwischen - 
zeit ist unter Umständen keine gezielte Perspektivp la- 
nung erfolgt oder die Ausbildung bzw. die Schule wu rde 
abgebrochen, da keine helfenden Maßnahmen begon- 
nen worden sind. Eine Erfahrung, die sehr frustrier end 
für die jungen Menschen ist und im Zuge einer umfas - 
senden Hilfeplanung vermieden werden könnte. Die hier 
beschriebene Maßnahme 1.0.16 ist eine aufsuchende, 
speziell auf junge Menschen und schulische/beruflic he 
Orientierung ausgerichtete Hilfe mit einem besonder s 
niedrigschwelligen Ansatz. Sie ist daher geeignet, einen 
Kontaktaufbau schrittweise einzuleiten. Darüber hin aus 
kann durch die Spezialisierung und den intensiven K on- 
takt zu Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobc enter 
U25, eine wirksame und zielgerichtete Hilfe angebot en 
werden. Aufgrund der Vernetzung des hier beschriebe - 
nen Angebots im Sozialraum und entsprechenden Insti - 
tutionen wie zum Beispiel den Schulen, ist es unter  an- 
derem möglich, die betroffenen jungen Menschen über - 
haupt zu erreichen. Dadurch kann frühzeitig prävent iv 
eingeschritten und die Chronifizierung einer eventu ell 
bestehenden Erkrankung oder die Erlangung einer Er-
krankung vermieden werden.  
 
Projektbeschreibung 
• Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsa ngebot, 
sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim 
Verlassen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellu ng 
mit anderen Menschen, die eine sehr akzeptierende u nd 
langsam aufbauende Hilfe notwendig macht und auf ei ner 
vertrauensvollen Beziehung beruht.  
• Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfris tig An- 
bindung an die Regelangebote. Dabei ist es von größ ter 
Wichtigkeit, dass dieser Prozess kontinuierlich ver läuft und 
sich an den individuellen Bedürfnissen jedes Einzel nen ori- 
entiert. 
 
Beispielhafte Aufgabendarstellung 
• Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rah men 
aufsuchender Tätigkeit 
• Entwicklung einer individuellen realistischen Pers pektive,

100 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschä fti- 
gung, Ausbildung 
• Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf : 
 Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen In sti- 
tutionen 
 Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen Re-
gelsystems  
 
Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der e rstmalig 
in Köln erprobt wird. 
Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter Projekte in 
anderen Städten, zum Beispiel „Achtung-Fertig-Los!“ in Velbert, 
mit ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden. 
 
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamte s, als 
kommunaler Leistungsträger der Daseinsvorsorge, erf üllt, wie 
oben beschrieben, konkrete Aufgaben gemäß ÖGD und 
PsychKG (Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei  psy- 
chischen Krankheiten). Zu den Tätigkeiten des Diens tes gehört 
eine meist situative Hilfestellung und Kriseninterv ention. Ebenso 
wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben keine a uf Dauer 
angelegte intensive Begleitung und Beratung von Men schen mit 
psychischen Problemen über einen längeren Zeitraum geleistet. 
Der Dienst kann auch nur von erwachsenen Betroffene n ab 18 
Jahren in Anspruch genommen werden und ist nicht al tersspezi- 
fisch auf ein junges (minderjähriges) Klientel ausg erichtet. Erfah- 
rungsgemäß treten Schwierigkeiten und die Notwendig keit einer 
beruflichen oder schulischen Planung bereits vor de m Erreichen 
einer Volljährigkeit auf. Zu erwarten ist vielmehr,  dass der Sozi- 
alpsychiatrische Dienst als Kooperationspartner, ju nge Men- 
schen an die Projektmitarbeiter/innen vermitteln wird. 
Ergänzend zu den genannten Aufgaben können die konk reten 
Aktivitäten der zugehenden Hilfe beispielhaft sein: 
• Motivation zur Entwicklung einer realistischen Zuk unftspla- 
nung und Hilfe bei der Umsetzung (individuelle Hilf epla- 
nung) 
• Begleitung bei notwenigen Behördengängen (Jobcente r, 
Jugendamt usw.) 
• Motivation und Begleitung zu ggf. einer psychiatri schen 
Behandlung und/oder Psychotherapie 
• Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu anderen Hilfeträg ern 
(Bildungseinrichtungen, Arbeitsprojekten, Betreutes  Woh- 
nen usw.) 
• Unterstützung bei der Aufnahme und Pflege sozialer  
Kontakte 
• Hilfe bei der Gestaltung freier Zeit und Vermittlu ng zu spe- 
ziellen Freizeitangeboten zur Tagesstrukturierung 
• Beratung und Unterstützung der Angehörigen des Bet roffe- 
nen/der Betroffenen

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 101  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Zu den über den Einzelfall hinausgehenden Aufgaben gehören  
unter anderem:  
• Kontaktaufbau und -erhalt zu regionalen Kooperatio nspart- 
nern 
• Klienten-Akquise im Sozialraum 
• Fachlicher Austausch und Teilnahme an arbeitsfeldb ezo- 
genen Gremien (Einrichtungsebene) 
Es ist davon auszugehen, dass durchschnittlich bis zu 5 Prozent 
der Wochenarbeitszeit für übergreifende Tätigkeiten  verwendet 
wird. 
 
Die Hilfe kann ohne formales Verfahren beginnen, so bald der 
Betroffene/die Betroffene Interesse zur Mitarbeit b ekundet. Sie 
endet, wenn eine erfolgreiche Anbindung an eine wei terführende 
Hilfe erfolgt, die eine konkrete und nachhaltige Pe rspektive eröff- 
net beziehungsweise wenn der Betroffene/die Betroff ene keine 
Unterstützung mehr benötigt oder wünscht. 
 
Die Intensität der Begleitung entspricht dem jeweil igen Hilfebe- 
darf und wird voraussichtlich mehrere persönliche K ontakte pro 
Woche umfassen. Sie erfordert ergänzend von den Fac hkräften 
eine Vor- und Nachbereitungszeit, um Telefonate zu führen und 
Schriftverkehr bearbeiten zu können. Geschätzt hand elt es sich 
dabei um ca. 3,5 bis 4 Stunden pro Woche und Klient  bezie- 
hungsweise Klientin und kann sich über einen Zeitra um von 
durchschnittlich 6 bis 9 Monaten erstrecken. 
 
Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen  bis 27 Jahre  
Ziele Operative Ziele 
• Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstruktu- 
ren   
• Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich 
Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit be- 
darfsgerechten Zugängen und Angebotsformen 
Projektziele 
• Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsg e- 
rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychi sche 
Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeb o- 
ten gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regel an- 
gebote. 
 
• Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik  
werden individuelle Ziele mit der Perspektive beruf licher 
und/oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt. 
• Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angebote n 
wie zum Beispiel Veedelscenter (3.0.7), U25, Jobcen ter, 
Schulsozialarbeit (siehe oben) wird der Übergang fü r die

102 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Betroffenen ins Regelsystem erleichtert.  
Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Mensc hen mit 
psychischen Problemlagen begleitet und je in mindes tens ein 
Angebot vermittelt werden, das einen weiteren Schri tt in Hinblick 
auf die berufliche Perspektive bzw. deren Einmündun g bedeutet. 
Dieses Angebot kann je nach individueller Problemla ge im ge- 
sundheitlichen, schulischen, ausbildungs-, qualifiz ierungs- 
und/oder berufsbezogenen Bereich liegen. Bei der An gabe von 
40 Projektteilnehmenden handelt es sich nicht um eine festgeleg- 
te Platzzahl, sondern um eine Mindestzahl von junge n Men- 
schen, bei denen die intensive Betreuung zu einer k onkreten 
Vermittlung beziehungsweise Anbindung an eine weite rführende 
Hilfe des Regelsystems auch tatsächlich führen soll. Es ist davon 
auszugehen, dass ein höherer Anteil an jungen Mensc hen er- 
reicht wird, jedoch nicht sofort bei jedem eine Ver mittlung ins 
Regelsystem gelingt. Über die Möglichkeit, den Kont akt zu hal- 
ten, bestünde auch bei diesen jungen Menschen langf ristig eine 
Chance, durch eine intensivere Betreuung in eine ve rbindliche 
Vermittlung einzumünden.  
 
Grundsätzlich ist die Dauer des Betreuungszeitraums  nicht be- 
grenzt und wird sich an den jeweiligen Lebensumstän den orien- 
tieren, insbesondere wenn man bedenkt, dass aufgrun d der ein- 
zelnen Problemkonstellationen unterschiedliche Them en im Hin- 
blick auf eine Verselbständigung bearbeitet werden müssen. 
Vorgesehen ist jedoch, dass – sobald möglich – eine Überleitung 
in andere Hilfeformen erfolgen soll. Die Betreuungs zeit kann je- 
doch einen Zeitraum von ca. 6 bis 9 Monaten erfordern. Dennoch 
ist davon auszugehen, dass nicht bei jeder/jedem Be troffenen 
eine Überleitung in eine Hilfe mit konkreter Perspektive innerhalb 
des angegebenen Zeitraums möglich ist. 
 
Die drei Projektträger sind sehr erfahren und haben  im Zuge ih- 
rer bestehenden Angebote und Kooperationen bereits konkrete 
Vorstellungen, welche Personen im Sozialraum die Hi lfe benöti- 
gen würden. Darüber hinaus sollen jedoch auch in de r Zusam- 
menarbeit mit der Sozialraumkoordination, den im So zialraum 
tätigen Hilfeanbieter, Schulen und anderen Institut ionen neue 
Kooperationspartner gewonnen werden, die direkt an das Projekt 
der zugehenden Hilfe vermitteln können. Die Bekannt machung 
des Angebots wird erfahrungsgemäß in den ersten dre i Monaten 
erfolgen, gleichzeitig ist es möglich, mit der Begl eitung der be- 
reits bekannten Personen zeitnah zu beginnen. Da di e zugehen- 
de Hilfe sehr individuell mit einem hohen Zeitaufwa nd begleitet 
und der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung an den Anfang 
setzt wird, ist mit einer hohen Haltewirkung zurech nen. Dieser 
Ansatz wird einer unnötigen Fluktuation innerhalb d es Projektes 
entgegenwirken.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 103  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Im Verlauf der Projektarbeit werden in den Sozialräumen Struktu- 
ren der Kooperationen aufgebaut und eine Zusammenar beit in 
Netzwerken geschaffen, die über den Projektzeitraum  hinaus 
wirken und bestehen bleiben. Darüber hinaus werden die Er- 
kenntnisse und Ergebnisse des Projektes in die weitere Psychiat- 
rieplanung der Stadt Köln einfließen. 
Indikatoren • Anzahl erreichter und beratener Personen 
• Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen  
Kosten Personalkosten   
Für 11 Sozialräume: 
 
Förderfähige Kosten zur Wei- 
terleitung an den Träger 
pro Jahr für 2 Jahre 
Projektmitarbeit, 2 Stellen, 
Pauschale je 76.440 € 
 
152.880 €
 305.760 € 
Für den Sozialraum Hum- 
boldt / Gremberg und Kalk 
sind 20 Prozent eingeplant 
30.576 €
 61.152 € 
 
Nicht förderfähige Kosten 
Für 11 Sozialräume: 
 
Sachkosten für 11 Sozial- 
räume 
700 €
 1.400 € 
Davon 20 % im Sozialraum 140 €  280 € 
Gesamtkosten Humboldt / 
Gremberg und Kalk 
32.124 €
 61.432 € 
 
Kofinanzierung 
Für 11 Sozialräume: 
 
Teilnehmende nach SGB II 
(12) 
43.200 €
 86.400 € 
 
Davon: 
 
2017: 23.037 €
 
2018: 30.716 €  
2019: 7.679 €  
  
 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
2 Jahre: 01.04.2017 bis 31.03.2019

104 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt 
 
Förderung ESF 
Bemerkung Ergänzende Hinweise/Besonderheiten: 
Angabe des Fachamts: 
Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Ge sundheit, 
nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befi ndet sich 
jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen  je nach 
Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begleitung 
ein.  
 
Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass h ier Men- 
schen erreicht werden, die neben möglichen psychoso zialen De- 
fiziten eine psychische Problematik aufweisen. Dies e Menschen 
benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes An gebot, da 
rein pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.  
 
Die Maßnahme ist bewilligt und wird seit dem 01.04. 2017 durch- 
geführt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 105  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.17  
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Stadtteileltern im Sozialraum Humboldt/Gre mberg und Kalk  
Inhalt Ausgangslage 
Anhand der sozio-ökonomischen Eckwerte im Sozialrau m Hum- 
boldt/Gremberg und Kalk wird – wie auch in den weit eren zehn 
Kölner Sozialräumen – deutlich, dass der Bedarf an Beratungs- 
angeboten über dem städtischen Durchschnitt liegt. Die Erfah- 
rung zeigt zudem, dass insbesondere für den nieders chwelligen 
Zugang entsprechende Angebote in Form von einer Ori entie- 
rungsberatung und Lotsenfunktion in Verbindung mit aufsuchen- 
der Beratung und Begleitung erforderlich sind, dami t bildungsbe- 
nachteiligte Menschen in prekären Lebenslagen erreicht werden.  
Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und  nieder- 
schwelliger Beratungsansatz im Veedel geschaffen. Das Angebot 
bildet eine „Türöffner Funktion“ in Richtung Regelangebot.  
 
Projektbeschreibung 
 
Mit dem Projekt „Stadtteileltern“ sollen niedrigschwellige Zugänge 
in die Zielgruppen gewährleistet werden. Hierfür we rden die be- 
stehenden „Stadtteilmütter-Projekte“ zu einem Stadt teileltern-
Projekt weiterentwickelt. Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem 
Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 wird sich an de n beiden 
folgenden Prinzipien orientiert: 
− Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrati onshin- 
tergrund 
− Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilv äter 
Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weit erentwick- 
lung der bisherigen Stadtteilmütter-Projekte in ein  dreistufiges 
Qualifizierungsmodell mit besonderem Fokus auf Nach haltigkeit 
durch Arbeitsmarktintegration: 
− Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteil vater  
Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die VHS 
Köln und hat einen zeitlichen Umfang von 6 Monaten und 
circa 20 Unterrichtseinheiten / Woche. Vermittelt w erden 
Kenntnisse in den Bereichen Bildung, Gesundheit und  
Soziales sowie Basiswissen in der Beratung. Die Sta dt- 
teileltern unterstützen Familien in Fragen zu diese n The- 
men und fungieren als Lotsen zu Fachberatungsstelle n 
und dem Regelsystem. 
− Praxiseinsatz als Stadtteileltern (12 bis 18 Monat e) 
Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über  För- 
dermöglichkeiten ihrer Kinder in der Schule, nennen  An- 
sprechpersonen für eine familiäre Unterstützung und  be-

106 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
raten bei gesundheitlichen Themen oder beim Übergan g 
Schule und Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel prakt ische 
Integrationsarbeit 
− Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den erst en 
Arbeitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel  
o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen 
Menschen 
o Haushaltsnahe Dienstleistungen 
o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen 
für Demenzkranke 
o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Ein-
satz in einer Offenen Ganztagsschule 
o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ Pa- 
tientenlotsin 
Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtte ileltern durch 
kooperierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei eini- 
ge Sozialräume für das Stadtteileltern-Projekt zusa mmengefasst 
werden. An diese vier Standorte werden die acht Sta dtteileltern- 
projekte, die von Trägern vor Ort koordiniert werde n, angebun- 
den, so dass eine Kombination aus „Komm“-Strukturen und auf- 
suchender Arbeit realisiert wird. 
Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den 
Stadtteileltern werden Beratungs- und Begleitungsan gebote wirk- 
sam miteinander verbunden.  
Es ist geplant, dass die Universität zu Köln / Humanwissenschaft- 
liche Fakultät das Projekt „Stadtteileltern“ wissen schaftlich unter 
der Fragestellung begleiten wird, welche Auswirkung en der Ein- 
satz von Stadtteileltern auf Wissensbestände und Ve rhaltens- 
muster der begleitenden Familien hat. 
 
 
Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den best e- 
henden Strukturen 
Das Projekt etabliert eine Verweis- und Lotsenstruk tur, durch die 
der Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft ges tärkt wird 
und Menschen, die bisher Beratungsangebote in den B ereichen 
Bildung, Soziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureichen- 
dem Maße in Anspruch genommen haben, an diese Struk turen 
herangeführt werden. 
Das Projekt schließt insbesondere mit seinen aufsuc henden und 
dezentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamts tädtischen 
Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf de r infrastruktu- 
rellen Ebene durch die Einbindung der beratenden Ei nrichtungen 
niedrigschwellige quartiersbezogener Beratungsnetzw erke, die 
auf Dauer angelegt sind. 
Die enge Kooperation mit den Projekten Grundbildung  im Veedel 
(vergleiche Projektnummer 1.0.20), Familienbildung sowie den 
Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenzagenturen und Bi ldungs-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 107  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
trägern im Sozialraum ist wesentlicher Projektbestandteil.  
Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratungs- 
netzwerken wie zum Beispiel Netzwerk früher Hilfen,  Netzwerk 
Erziehung in Schule (NEIS), Arbeitskreis Vernetzte Beratung, 
Netzwerke der Weiterbildung, etc. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  
− Erwachsene 
− Familien  
− Kinder und Jugendliche 
Ziele Operative Ziele 
− Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
− Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
− Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukture n 
und / oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
− Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungschancen  
von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstütz ten Fa- 
milien 
− Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskomp e- 
tenzen von Eltern in den durch Stadtteileltern unte rstütz- 
ten Familien 
− Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteil el- 
tern; Integration der Projektteilnehmenden in den 1 . Ar- 
beitsmarkt 
 
Das Projekt schließt mit seinen Beratungsangeboten Lücken in 
der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig du rch die Schaf- 
fung niedrigschwelliger quartiersbezogener Unterstü tzungsstruk- 
turen, die auf Dauer angelegt sind. 
Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse  4: Nachhaltige 
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter Investitions- 
priorität 9 (b) formulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integra- 
tion benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung 
und in die Gemeinschaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang  und leistet 
einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren − Anzahl der erfolgten Beratungen 
− Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht , Al- 
ter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  
− Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stell en

108 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
− Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltun gen 
− Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen 
− Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Famili en 
− Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltenswei - 
sen bei den unterstützten Familien (Erziehungskompe - 
tenz, Orientierungswissen, Integration) 
− Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten  Stadt- 
teileltern 
Kosten 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  Projektlaufzeit: 36 Monate / 3 Jahre  
01.07.2017 bis 30.06.2020 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die kon- 
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Bet rachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen M aßnah- 
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterb ildung in Kooperation mit Amt für Kin- 
der, Jugend und Familie 
Förderung  ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und s ind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Projekt Sta dtteileltern werden durch 
eine Stiftung bereitgestellt. Eine  schriftliche Finanzierungszusage 
liegt vor. 
Für das Projekt „Stadtteileltern“ liegt ein positives Votum der AG 
Einzelprojekte des MAIS vor, sodass kurzfristig mit  einer Bewilli- 
gung der Maßnahme gerechnet wird.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 109  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.19 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Übergänge begleiten: Angebote der Familien bildung mit 
Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Schulen im 
Primarbereich und der Sekundarstufe I (SEK I), Träg ern des Of- 
fenen Ganztags im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  
Inhalt 
 
 
Ausgangslage 
Die Familie ist für jedes Individuum die erste und gleichzeitig 
nachhaltigste Sozialisationsinstitution. Als zentra ler Ort des Auf- 
wachsens und der Identitätsbildung stellt sie für K inder den ge- 
sellschaftlichen Mikrokosmos kultureller Leitbilder  dar. Jeder 
Mensch erfährt in der Familie soziale Normen, Geborgenheit und 
intensive Beziehung. Familie symbolisiert den Wunsc h nach per- 
sönlichem Glück. Jeder Mensch hat eine Familie, jed er braucht 
sie von Geburt an bis ins hohe Alter. 
 
− Bislang wurden keine vergleichbaren Ansätze auf ge - 
samtstädtischer Ebene realisiert. 
− Das Projekt wurde in der Arbeitsgemeinschaft § 78 SGB 
VIII Familienbildung entwickelt.  
− Projektspezifische Einwohnerdaten der Jugendhilfep la- 
nung (Stand 31.12.2015) begründen den räumlichen Be - 
darf für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk: 
−  
Humboldt 
Einwohner 13.367 
 
Einwohner mit Migrationshintergrund 7.738  
0 bis 3jährige 468  
3 bis 6jährige 409  
6 bis 10jährige 463  
10 bis 15jährige 551  
0 bis 15jährige gesamt 1.891  
Haushalte mit Kindern 1.270  
Alleinerziehendenhaushalte 350  
Arbeitslosenquote  13,8 Prozent

110 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Gremberg 
Einwohner 2.107  
Einwohner mit Migrationshintergrund 1.026  
0 bis 3jährige 61  
3 bis 6jährige 70  
6 bis 10jährige 70  
10 bis 15jährige 81  
0 bis 15jährige gesamt 282  
Haushalte mit Kindern 207  
Alleinerziehendenhaushalte 52  
Arbeitslosenquote  15,0 Prozent  
 
Kalk 
Einwohner 23.638 
 
Einwohner mit Migrationshintergrund 14.348  
0 bis 3jährige 815  
3 bis 6jährige 682  
6 bis 10jährige 872  
10 bis 15jährige 1.011  
0 bis 15jährige gesamt 3.380  
Haushalte mit Kindern 2.269  
Alleinerziehendenhaushalte 673  
Arbeitslosenquote  
(in Kalk-Nord) 
17,4 Prozent 
 
(22,3 Prozent)  
 
 
Projektbeschreibung 
Eingebettet in lokale Strukturen wird ein breit gef ächertes Unter- 
stützungssystem aufgebaut, das Familien fördert und  aktivieren- 
de Impulse im Gemeinwesen setzt. Damit werden sowoh l Bil- 
dungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern geförde rt als 
auch Eltern und Familien unterstützt.  
Unabhängig von der sozialen und kulturellen Herkunf t werden 
allen Kinder und Jugendlichen positive Zukunftschancen eröffnet. 
Bildung und Gesundheit von Kindern, Jugendlichen un d ihren 
Eltern werden von Geburt bis zur Ausbildung geförde rt. Jedes 
Kind soll körperlich und seelisch gesund im Arbeits leben an- 
kommen. 
Es wird eine Präventionskette (weiter-)entwickelt, die bereits be-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 111  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
stehende Maßnahmen und weitere notwendige Maßnahmen  ein- 
schließt und miteinander verbindet. Mit dieser Präv entionskette 
werden Schutzfaktoren gefördert und Risikofaktoren vermindert. 
Die Präventionskette muss die verschiedenen Stationen und Ein- 
flussfaktoren in der Entwicklung der Kinder in den Blick nehmen. 
Risikoanfällig sind vor allem Übergänge zwischen de n einzelnen 
Lebens- und Erziehungsphasen (Transitionen). Hier s etzen die 
Familienbildungsangebote an.  
 
Methoden 
Offene Sprechstunden, Eltern-Kind-Kurse, Elternkomp etenztrai- 
nings, Elternseminare, Elterncafés, Nachbarschaftsh ilfen und 
haushaltsnahe Dienstleistungen, Elternbildungsprogramme „Griff 
bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack in der Grundschu- 
le“, FuN (Familie und Nachbarschaft) sowie Qualifiz ierungen für 
Erzieherinnen, Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen im offenen 
Ganztag. 
Durchgeführt werden die Projekte von Mitarbeiterinnen der Fami- 
lienbildung, die eine Zusatzqualifikation zur Elter nbegleiterin (El- 
ternchance II) erfolgreich abgeschlossen haben. Sie  verfügen 
über interkulturelle Kompetenz und sind in der Lage , nied- 
rigschwellige Zugänge zu erschließen mit den besond eren 
Schwerpunkten: 
- Elternkompetenz stärken: Bedeutung von Bildung, i ndivi- 
dueller Förderung und Bildungsverläufen vermitteln 
- Bildungsoptionen eröffnen: Angebote zur Bildungsb eglei- 
tung und -beratung einrichten 
- Schulwahl begleiten: Eltern bei diesen Entscheidu ngen 
Information anbieten 
- Diagnose stellen: Fähigkeiten von Kindern einschä tzen 
und nach Bedarf Familien an andere Dienste vermitteln 
- Zusammenarbeit verbessern: Erziehungs- und Bildun gs- 
partnerschaften zwischen Familien und Fachkräften i n 
Kinderbetreuung und Schule fördern 
- Innovative Familienbildung etablieren: neue Forme n und 
Inhalte der Eltern- und Familienbildung einrichten 
- Netzwerke bilden: Zusammenarbeit mit anderen elte rn- 
und kindbezogenen Einrichtungen stärken 
Die Angebote werden bei Bedarf bei interkultureller  Zusammen- 
setzung der Teilnehmenden mit einer Doppeldozentur (mutter- 
sprachliche Fähigkeiten und Deutsch) durchgeführt, um sprachli- 
che Barrieren und Kommunikationshindernisse zu mini mieren. 
Die Angebote „Griff bereit“, „Rucksack in der Kita“ und „Rucksack 
in der Grundschule“ basieren auf dem peer-to-peer A nsatz, die 
Evaluation der Angebote belegt ihre Wirksamkeit. Di ese drei An- 
gebote werden in enger Abstimmung mit dem KI (Kommu nales 
Integrationszentrum) als Fachdienststelle durchgeführt. 
Ein wichtiger Aspekt bei den Angeboten für Familien  ist die ge- 
genseitige soziale Unterstützung, die Erfahrungen d er gemein- 
sam verbrachten (Lern-) Zeit und der Austausch im R ahmen ei-

112 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
ner geschützten Gruppe. 
Dienste und Angebote werden gebündelt, die Familien  dringend 
benötigen. Hierzu zählen Bildung, Erziehung und Bet reuung. Ein 
Beispiel für die Umsetzung der Präventionskette in Absprache 
mit der Sozialraumkoordination: 
Angebote für Schwangerschaft, Geburt, Mutterschutzzeit 
- Ganzheitliche Geburtsvorbereitung,  
- Begleitung bei der Geburt und Nachsorge 
Angebote im 1. Lebensjahr 
- Babynest,  
- Elterncafé 1. Lebensjahr, 
- Elternstart NRW,  
- Guter Start mit Baby ( haushaltsnahe Dienstleitun g) 
Angebote im 2. bis 6. Lebensjahr 
- Elterncafé, 
- Griffbereit,  
- Gesund aufwachsen,  
- Rucksack in der Kita,  
- Eltern-Kind-Gruppen 
Angebote im 6. bis 10. Lebensjahr 
- Elternbegleiterinnen (Elternchance II), 
- Rucksack in der Grundschule, 
- Elterntraining (starke Eltern-starke Kinder, FuN) ,  
- Eltern-Kind-Gruppen,  
- Ferienschule 
Angebote ab dem 10. Lebensjahr 
- Elterncafés,  
- Eltern-Kind-Gruppen,  
- Elterntrainings, Elternwerkstätten,  
- Rucksack in der Grundschule   
- Elternbegleiterinnen (Elternchance II),  
- Ferienschule 
Die Projekte sind mit der Sozialraumkoordination vo rabbespro- 
chen. Im Sozialraum bereits zahlreiche Kontakte zu Kindertages- 
stätten, KitaPlus-Einrichtungen und Familienzentren  mit denen 
im Projekt kooperiert werden soll.  
Darüber hinaus sollen weitere Kooperationspartner g ewonnen 
werden. 
Die Organisationsstruktur des Projektes gliedert si ch in drei Be-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 113  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
reiche: Steuerung im Fachamt, im Sozialraum und Umsetzung im 
Sozialraum 
Zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung  und 
Abwicklung des Moduls ist es notwendig, in einer Or ganisations- 
einheit die administrativen Aufgaben des Projektes zu bündeln 
und den Informationsfluss zu sichern.  
Die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt wird koor diniert und das 
Projekt nach außen vertreten. 
Zu diesen Aufgaben zählen die Geschäftsführung für das Pro- 
jekt:  
- Mittelbewirtschaftung 
- Vergaben 
- Verträge 
- Controlling 
- Evaluation, Dokumentation,  
Erstellen von Zwischen- und Endberichten 
- Koordination von Arbeitsgruppen 
- Vertretung des Projektes nach außen 
-          Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamtprojekt 
Zielgruppe Kinder, junge Erwachsene in der Familien gründungsphase, Müt- 
ter und Väter in prekären Lebenslagen, Bezugsperson en und 
Nachbarschaften 
Ziele Operative Ziele 
- Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Ber eich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
- Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung,  
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
- Neue bedarfsgerechte Angebotsstrukturen entwickel n un- 
ter Berücksichtigung bewährter evaluierter Ansätze  
Projektziele 
Bei den gesetzten Zielen muss berücksichtigt werden , dass Fa- 
milien eine heterogene Zielgruppe sind, die sich di fferenziert 
durch eine Vielfalt von divergierenden Bildungsbarr ieren, Part- 
nerschaftskonstellationen, ethnischen Abstammungen und un- 
terschiedlichen ökonomischen Grundlagen unterscheiden. 
- Entwicklung einer förderlichen Beziehung zwischen  Eltern 
und Kindern  
- Entwicklung einer Erziehungspartnerschaft zwische n El- 
tern und pädagogischen Fachkräften. 
- Vermittlung von Kompetenzen, die Erwachsene und K in- 
der brauchen, um unter den gegenwärtigen Bedingunge n 
von Gesellschaft, Arbeit und Kindheit „Familie zu l eben“ 
und die mit Familie verbundenen Aufgaben sicher, ge las- 
sen und mit Freude zu erfüllen.

114 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
- Aktivierung und Beteiligung von Eltern  
Deswegen wird die Beteiligungsbereitschaft der Elte rn an 
den Bildungs- und Erziehungsprozessen ihrer Kinder ge- 
fördert. Es entsteht für die Familien eine sichtbar e Ver- 
bindlichkeit und Verlässlichkeit der Angebote: Nied er- 
schwellige familienstärkende und – unterstützende A nge- 
bote und Hilfen für Eltern, Kinder und Jugendliche aller 
Altersstufen. 
- Gesundheitsförderung 
Die Familie ist der früheste und aussichtsreichste Ort für 
die Prägung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen. Sie 
ist ebenso der Ort, an dem Fehlentwicklungen erkann t 
und alternative Lösungen entwickelt werden können. Vor 
diesem Hintergrund trägt die Gesundheitsförderung z u 
einer positiven Veränderung der Lebensqualität von Fa- 
milien bei, unterstützt die Entwicklung eines ganzh eitli- 
chen Körperbewusstseins und ermutigt, neue Handlung s- 
alternativen umzusetzen. 
- „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Information, Unters tützung 
und Begleitung  
Indikatoren  Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer,  
 Anzahl der durchgeführten Angebote, 
 Evaluation durch regelmäßige Teilnehmerbefragung  
Kosten Personalkosten 
1 Stelle Projektleitung großer Projekte 
95.520,00 € pro Jahr / 191.040 € für 2 Jahre 
 
5 Stellen Projektmitarbeit 
76.440 € pro Jahr / pro Stelle / 764.400 € für 2 Jahre 
 
1 Stelle Assistenz 
60.120 € pro Jahr ./. 120.240 € für 2 Jahre 
 
Personalkosten gesamt:  
537.840 € pro Jahr ./. 1.075.680 € für 2 Jahre für 11 Sozialräu- 
me 
Pro Sozialraum Personalkosten von 97.789 € 
Davon Haushaltsjahr 2018: 48.894 € 
Davon Haushaltsjahr 2019: 48.895 €

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 115  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Sachkosten 
Programm „Rucksack“ 30.420 €  
Programm „Griffbereit“ 21.060 €  
Coaching „Rucksack“ und „Griffbereit 14.940 €  
Material „Griffbereit“ 4.500 €  
Sachkosten für Angebote 22.000 €  
Werbung/Flyer 22.000 € 
Stadtteilfeste 22.000 € 
Layout/Druck Dokumentation 5.000 €  
Informationsmaterial 3.000 €  
 144.920 € 
Sachkosten gesamt:  
144.920 € für 2 Jahre für 11 Sozialräume 
Pro Sozialraum Sachkosten von 13.175 € 
 
Davon Haushaltsjahr 2018: 6.587 € 
Davon Haushaltsjahr 2019: 6.588 € 
 
Gesamtkosten 
1.220.600 € für 2 Jahre 
 
Gesamtkosten pro Sozialraum 
Personalkosten 97.789 €  
Sachkosten 13.175 €  
Gesamt 110.964 € 
 
Davon Haushaltsjahr 2018: 55.482 € 
Davon Haushaltsjahr 2019: 55.482 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.201 9 (24 Monate) 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die kon- 
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Bet rachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen M aßnah- 
me. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder,  Jugend und Familie, Abteilung Kin- 
derinteressen und Jugendförderung

116 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Förderung − ESF  
− Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind 
nicht erkennbar. 
Bemerkung Im Bereich früher Hilfen und der Bekämpfu ng von Armut werden 
die Angebote mit den Akteuren im Sozialraum zielgru ppenspezi- 
fisch nach Bedarf entwickelt, soweit sie nicht bere its im Vorfeld 
abgestimmt wurden. 
Für diese Maßnahme ist eine Anpassung der Konzeptio n vorge- 
sehen.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 117  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.20 
 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Gemeinsam für Grundbildung im Veedel im So zialraum Humboldt 
/ Gremberg und Kalk  
Inhalt Ausgangslage 
Aktuellen Studien zufolge leben in Köln mehr als 100.000 funktio- 
nale Analphabetinnen und Analphabeten (ca. 16 Proze nt der 
Deutsch sprechenden Bevölkerung im erwerbsfähigen A lter.) 
Davon sind maximal fünf von hundert als Lernende in  Alphabeti- 
sierungskursen angemeldet. Die Erfahrung zeigt, das s erfolgrei- 
che Präventions- und Interventionsstrategien hetero gene Ziel- 
gruppen und Problemlagen berücksichtigen müssen, wo bei 
Grundbildung eine gesamtgesellschaftliche Querschni ttsaufgabe 
ist, die nicht nur im Alphakurs stattfindet. Mit di eser Maßnahme 
wird ein quartiersbezogener und niederschwelliger A nsatz ge- 
schaffen. Das Angebot bildet eine „Türöffner Funkti on“ in Rich- 
tung Regelangebot.  
 
Vor diesem Hintergrund haben die Stadt Köln, die Un iversität zu 
Köln und die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. i m Sommer 
2014 das Kölner Zentrum für Grundbildung und Präven tion ins 
Leben gerufen. 
Die Arbeitsschwerpunkte des Zentrums sind: 
− Netzwerkarbeit unterstützen 
− Angebotsstrukturen weiterentwickeln 
− Zugangswege erschließen und systematisch nutzen 
− Präventionsstrategien etablieren  
Arbeitsgrundlage sind die Empfehlungen des Landesbe irates für 
die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in NRW zum Thema 
Alphabetisierung und Grundbildung, wobei im Rahmen des Pro- 
jektes „Gemeinsam für Grundbildung im Veedel“ die f olgenden 
Empfehlungen von besonderer Bedeutung sind: 
− „Eine Grundbildungsoffensive zu initiieren 
− Grundbildung als Aufgabe von Schule zu fokussieren  
− Ressortübergreifendes Einbeziehen von Familie, vor - 
schulischen Einrichtungen, Schulen, Arbeitswelt, Ve r- 
braucherschutz und politischer Bildung 
− Neue Zugänge und Formate zu ermöglichen…“ 
Es ist davon auszugehen, dass in den 11 Kölner Sozi alräumen 
und damit auch im Sozialraum Humboldt / Gremberg un d Kalk 
der Anteil der funktionalen Analphabeten noch einma l deutlich 
über dem städtischen Durchschnitt liegt.  
Auch wenn hinsichtlich der Korrelation zwischen Gru ndbildungs-

118 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
defiziten und wirtschaftlicher, politisch-kultureller und gesundheit- 
licher Benachteiligung die Datenlage noch nicht bef riedigend ist, 
zeigen vorliegende aktuelle Studien, dass Grundbild ungsdefizite 
in einem zirkulären Wirkungszusammenhang Ursache un d Folge 
dieser Benachteiligungsformen sind. 
So weist die 
leo. – Level-One Studie (leo.-Studie)  zur Literalität 
von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus de utliche 
Übereinstimmungen zwischen wirtschaftlicher Benacht eiligung 
und funktionalem Analphabetismus auf, andere Studie n kommen 
für politisch-kulturelle und gesundheitliche Benach teiligung und 
Grundbildungsdefizite ebenfalls zu stark ausgeprägt en Zusam- 
menhängen („Literacy changes Lives" des National Li teracy 
Trust, 2008). 
Funktionaler Analphabetismus „ist gegeben, wenn die  schrift- 
sprachlichen Kompetenzen von Erwachsenen niedriger sind als 
diejenigen, die minimal erforderlich sind und als s elbstverständ- 
lich vorausgesetzt werden, um den jeweiligen gesell schaftlichen 
Anforderungen gerecht zu werden und gesellschaftlic he Teilhabe 
zu garantieren.“ (Quelle: Alphabund 2010) 
Aktuelle Studien wie LEO Level One (2011) und PIAAC  (Pro- 
gramme for the International Assessment of Adult Competencies) 
(2012) sehen dabei eine hohe Korrelation zwischen f ehlenden 
grundlegenden Kompetenzen und Arbeitslosigkeit / SG B II-
Bezug, prekären Lebensverhältnissen, Überschuldung,  Armuts- 
und Krankheitsrisiko und Bildungsbenachteiligung in  Familien- 
strukturen. Dabei ist, ähnlich wie bereits bei PISA , (Programme 
for International Student Assessment) das erzielte Kompetenzni- 
veau in hohem Maße abhängig von der sozialen Herkunft.  
 
Projektbeschreibung 
Aufgabenverständnis:  
Durch die Verbindung von Praxis und Forschung im Be reich 
Grundbildung und Prävention soll die gemeinsame Ent wicklung 
und kontinuierliche Bewertung der Wirkung von Inter ventionen 
ermöglicht und Grundbildungsarbeit als partizipativ geplante Hilfe 
zur Selbsthilfe und effektive und effiziente Interv ention etabliert 
werden. 
Grundbildung umfasst in unserem Verständnis „Kompet enzen in 
den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftli cher Teilha- 
be, wie Rechenfähigkeit (Numeracy), Grundfähigkeite n im IT-
Bereich (Computer Literacy), Medienkompetenz (Media Literacy), 
Gesundheitsbildung (Health Literacy), Finanzielle G rundbildung 
(Financial Literacy) und Soziale Grundkompetenzen ( Social Lite- 
racy).“ (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, 
2012)  
Damit ist Grundbildung eine Fähigkeit, die über die  Lese- / 
Schreibkompetenzen hinausgeht, diese aber beinhaltet: 
Basierend auf den Erfahrungen der langjährigen Alph abetisie- 
rungs- und Grundbildungsarbeit der VHS Köln und der  Projekte

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 119  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
PAGES und CURVE, die im Rahmen des Bundesprogramms 
alphabund umgesetzt wurden, wird angestrebt, als He ranfüh- 
rungsstruktur zu den klassischen Alphabetisierungsk ursen und 
unter Bezugnahme auf den oben zitierten umfassenden  Grund- 
bildungsbegriff, sozialräumlich verortete Grundbild ungsangebote 
zu den Themen 
− Lese- und Schreibkompetenzen (Literacy) 
− Rechenfähigkeit (Numeracy) 
− Grundfähigkeiten im IT-Bereich (Computer Literacy) , 
− Medienkompetenz (Media Literacy) 
− Gesundheitsbildung (Health Literacy) 
− Finanzielle Grundbildung (Financial Literacy) 
− Soziale Grundkompetenzen (Social Literacy) 
zu entwickeln und umzusetzen. 
 
Umsetzung: 
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in allen 11 Köl ner Sozial- 
räumen, da die Bedarfslagen in Bezug auf verbessert e Grundbil- 
dungskompetenzen vergleichbar sind.   
Dabei wurde der im Monitoring Stadtentwicklung der Stadt Köln 
verwendete Index „Soziale Lage“ zu Grunde gelegt, der für die 11 
Kölner Sozialräume besondere Handlungserfordernisse  im ge- 
samtstädtischen Vergleich ausweist. 
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrate gie der Stadt 
Köln im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Stark e Veedel –
Starkes Köln zunächst in Form einer Pilotphase in d en folgenden 
Sozialräumen.   
- Mülheim-Nord, Keupstraße und Buchheim, Buchforst 
- Meschenich und Rondorf 
- Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 
Nach sechs Monaten Projektlaufzeit erfolgt die Ausw eitung des 
Angebotes auf die weiteren Sozialräume: 
- Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
- Bickendorf, Westend und Ossendorf 
- Bilderstöckchen 
- Bocklemünd / Mengenich 
- Höhenberg und Vingst 
- Ostheim und Neubrück 
- Humboldt / Gremberg und Kalk 
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass 
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitn ah auf alle 
Sozialräume übertragen werden können und Strategien  der Teil- 
nehmendengewinnung und Formatentwicklung zunächst i n einer 
Teilgruppe erprobt werden können, bevor sie in der Fläche um-

120 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
gesetzt werden. 
 
Geplante Vorgehensweise 
− Gewinnung von Lernenden für Grundbildungsangebote 
− T 0-Befragung: Erhebung der vorhandenen Wissensbe-
stände und Verhaltensweisen der Lernenden  
− Entwicklung von modularen Curricula für die unters chied- 
lichen Literacy-Dimensionen  
− Umsetzung der Curricula in Kursen in den jeweilige n So- 
zialräumen  
− T 1-Befragung: Veränderung der Wissensbestände und  
Verhaltensweisen der Lernenden 
− Erarbeitung von Handreichungen für Dozentinnen und  
Dozenten als Grundlage einer Übernahme der Curricul a-
Inhalte in den Regelbetrieb wie zum Beispiel in Alp habe- 
tisierungskurse und in beschäftigungsfördernde Maß-
nahmen 
 
Abgrenzung des ESF-Einzelprojektes zu den Programme n 
der ESF-Förderung 
Ausschlaggebend für das Vorhaben ist die Tatsache, dass über 
die bestehenden Alphabetisierungskurse nur maximal 5 Prozent 
der funktionalen Analphabeten erreicht werden. 
Gründe hierfür liegen u.a. in den zentralen Angebot sstrukturen, 
umfangreichen Curricula, Mindestteilnehmendenzahlen  sowie 
verfügbaren Lernorten und Lernzeiten.  
Das Projekt „Grundbildung im Veedel“ ist den klassischen Alpha- 
betisierungskursen als 
- niedrigschwelliges 
- dezentrales 
- inhaltlich differenziertes  
Grundbildungsangebot vorgeschaltet und dient der He ranführung 
der Lernenden an die Regelstrukturen durch neue Angebote. 
Diese Angebote unterscheiden sich in Umfang und For mat deut- 
lich von Alphabetisierungskursen im Regelangebot, d a sie bei 
geringem Umfang der Lerneinheiten modular aufgebaut  sind und 
darauf abzielen, kurzfristige Lernerfolge zu vermit teln. Grundbil- 
dungsangebote bieten eine Brücke, um auch wieder Zu gänge zu 
Angeboten der Regelsysteme zu finden, etwa das Nachholen von 
Schul- oder Berufsabschlüssen oder die Teilnahme an  Bera- 
tungs- und Bildungsangeboten.  
Erreichung der Zielgruppen: 
Die Gewinnung der Teilnehmenden erfolgt durch eine enge Ko- 
operation mit den sozialräumlichen Strukturen vor O rt, die gleich- 
zeitig auch als Lernorte in das Projekt eingebunden  werden. Bei-

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 121  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
spielhaft seien hier genannt: 
- Kitas / Familienzentren 
- Schulen 
- Jugendeinrichtungen 
- Bürgerzentren 
- Migrantenorganisationen, zum Beispiel Moscheevere ine 
- Interkulturelle Zentren 
- Beratungsinfrastrukturen vor Ort 
Weitere Zugangsstrukturen und Lernorte werden im Pr ojekt iden- 
tifiziert und für die Grundbildungsarbeit aktiviert. 
Des Weiteren erfolgt eine Kooperation mit Stadtteil eltern- und 
Integrationslotsen-Projekten, um Teilnehmende für d ie Kursan- 
gebote durch aufsuchende Strukturen zu gewinnen.  
Ergänzt wird die die Teilnehmendengewinnung durch e ine enge 
Kooperation mit Kölner Beratungsservice und Kölner Veedelscen- 
ter (KVC), den Arbeitsmarktakteuren, den Kompetenza genturen 
und Bildungsträgern. Etabliert wird eine Verweis- u nd Lotsen- 
struktur, durch die Bildungs- und Sozialberatung au f Grundbil- 
dungsangebote verweist und umgekehrt aus Grundbildu ngsteil- 
nahme in Bildungs- und Beratungsangebote vermittelt. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte Bürgerinnen und B ürger mit Grundbil- 
dungsdefiziten in den 11 Sozialräume:  
− Erwachsene 
− Familien und 
− Jugendliche / Junge Erwachsene  
Ziele Operatives Ziel 
− Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
 
Projektziel 
- Mit dem Projekt „Gemeinsam für Grundbildung im Ve edel“ 
soll im Programmgebiet der elf Sozialräume eine Gru nd- 
bildungsoffensive gestartet werden, um so benachtei ligte 
Stadtteile und bildungsbenachteiligte Bewohnerinnen  und 
Bewohner, besonders von Armut Betroffene wie Allein er- 
ziehende, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migr ati- 
onshintergrund durch die Möglichkeit des Erwerbs von all- 
tagsbezogenen Grundbildungskenntnissen zu stabilisieren 
und zu unterstützen. 
- Das Projekt schließt mit seinen Grundbildungsform aten 
Lücken in der Regelangebotsstruktur und wirkt gleichzeitig 
auf der infrastrukturellen Ebene durch die Schaffung nied- 
rigschwelliger quartiersbezogener Grundbildungsnetz wer- 
ke, die auf Dauer angelegt sind. 
- Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsach se 4: 
Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Präve ntion

122 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
unter Investitionspriorität 9 (b) formulierten Ziel setzung 
„Verbesserung der Integration benachteiligter gesel l- 
schaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Ge- 
meinschaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen 
wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren − Anzahl der entwickelten Grundbildungsformate 
− Anzahl der erreichten Lernenden nach Geschlecht, A lter, 
Migrationshintergrund, Status (Kursteilnahmen) 
− Anzahl der realisierten Angebote 
− Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltun gen 
− Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Doze ntin- 
nen und Dozenten 
− Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen für Mult iplika- 
torinnen und Multiplikatoren 
Kosten

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 123  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Projektlaufzeit / Zeitraum  Laufzeit 24 Monate  
01.01.2018 bis 31.12.2019 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die kon- 
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Bet rachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen M aßnah- 
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterb ildung  
Es ist geplant das Projekt in Kooperation mit Unive rsität zu Köln 
und Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. (Kölner Ze ntrum für 
Grundbildung und Prävention) umzusetzen 
Förderung ESF  
 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und s ind nicht 
erkennbar.

124 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
1.0.21  
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Ferienschulen im Sozialraum Humboldt / Gre mberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Sprache ist das Medium und der Schlüssel zum Lernen  in allen 
Fächern. Entsprechende Kompetenzen bilden eine Vora usset- 
zung für den Schulerfolg. Die Herausforderung in me hrsprachi- 
gen Klassen besteht darin, alle Kinder so zu unters tützen, dass 
sie die Schulsprache Deutsch möglichst gut und auch  schnell 
beherrschen. Ferienschulen sind ein geeignetes Inst rument, den 
Schulerfolg neu zugewanderter und sozial benachteil igter Kinder 
zu fördern. 
 
Projektbeschreibung 
Im Rahmen des Projekts sollen 22 Ferienschulen an G rundschu- 
len im Programmgebiet der elf Sozialräume angeboten  werden. 
Hierüber können bis zu 600 Schülerinnen und Schüler  erreicht 
werden. 
Das Projekt setzt bei den Erfahrungen des Strukturf örderpro- 
gramms MÜLHEIM 2020 an. Hier konnten in der Zeit vo n 2011 
bis 2014 alle Grundschulen im Programmgebiet der el f Sozial- 
räume mit einem vergleichbaren modularen Konzept fü r eine Zu- 
sammenarbeit in dem Thema „Sprachförderung“ gewonnen wer- 
den.  
Der Projektstart erfolgt analog zu der Gesamtstrate gie der Stadt 
Köln im Integrierten Stadtentwicklungskonzept „Star ke Veedel –
Starkes Köln“ zunächst in Form einer viermonatigen Pilotphase in 
den folgenden Sozialräumen.   
- Mülheim-Nord, Keupstraße und Buchheim, Buchforst 
- Meschenich und Rondorf 
- Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
Nach der Durchführung von je einer Ferienschule in den vier Pi- 
lotstandorten erfolgt die Ausweitung des Angebotes auf die weite- 
ren Sozialräume: 
- Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
- Bickendorf, Westend und Ossendorf 
- Bilderstöckchen 
- Bocklemünd / Mengenich 
- Höhenberg und Vingst 
- Ostheim und Neubrück 
- Humboldt / Gremberg und Kalk 
Durch diese zweistufige Vorgehensweise wird sichergestellt, dass 
die in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse zeitn ah auf alle 
Sozialräume übertragen werden können und didaktisch e und 
organisatorische Konzepte zunächst in einer Teilgru ppe erprobt 
werden können, bevor sie in der Fläche umgesetzt werden.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 125  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Es ist davon auszugehen, dass in den 11 Kölner Sozi alräume 
und damit auch im Sozialraum Humboldt / Gremberg un d Kalk 
der Anteil an Grundschulkindern mit besonderem Spra chförder- 
bedarf noch einmal deutlich über dem städtischen Du rchschnitt 
liegt, da der Anteil an Schülerinnen und Schülern m it Migrations- 
hintergrund höher und die sozio-ökonomische Lage de r Familien 
schwieriger ist als in der Gesamtstadt.  
Während der Schulferien (Ostern / Sommer / Herbst) können 
Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf an ihrer 
Grundschule an einer kostenlosen Ferienmaßnahme tei lnehmen, 
die auf die Verbesserung der Sprachkompetenzen in d er Mutter- 
sprache und in der deutschen Sprache ausgerichtet i st. Während 
der Maßnahme werden die Kinder in Kleingruppen (sechs Kinder) 
von je zwei Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstuden ten be- 
treut. Die Sprachförderung basiert auf der DemeK Me thode 
(Deutschlernen in mehrsprachigen Klassen der Grundschule).  
Charakteristisches Kennzeichen der Ferienschule ist  die Verbin- 
dung von spielpädagogischen Elementen mit lebendige r Sprach- 
fördertätigkeit zur Verbesserung der alltags- und b ildungssprach- 
lichen Kompetenzen.  
Den Abschluss der Ferienschule bildet am letzten Ta g ein Ab- 
schlussfest, zu dem auch die Eltern und Geschwister kinder ein- 
geladen werden. 
Im Rahmen des Ferienschulen-Konzeptes werden die te ilneh- 
menden Grundschulen hinsichtlich der Optimierungsmö glichkei- 
ten für erfolgreiche mehrsprachige Unterrichtskonze pte beraten 
und unterstützt, so dass die Wirkung der Ferienschulen im Schul- 
alltag aufgegriffen und fortgeführt werden kann. 
 
Abgrenzung des Vorhabens zu Regelangeboten 
Bereits im Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 konn ten Fe- 
rienschulen nur durch die damals verfügbare Förderu ng realisiert 
werden, da keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten  verfügbar 
waren. 
Vergleichbare kompetenzorientierte Angebote wie der  TalentCA- 
MPus im Bundesprogramm „Kultur macht stark“ richten  sich an 
Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I haben nicht den 
klaren Fokus auf Sprachförderung und können somit n icht über- 
tragen oder zur Finanzierung herangezogen werden. 
Ferienschulen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer  Konzeption 
und Umsetzung erheblich von den Regelangeboten im O ffenen 
Ganztag, da entsprechende Betreuungsschlüssel und organisato- 
rische Voraussetzungen im schulischen Regelbetrieb nicht reali- 
siert werden können. Gleichwohl wirken die Feriensc hulen durch 
die vermittelten Kompetenzen in den schulischen All tag und ge- 
ben in Kombination mit den Beratungsangeboten wicht ige Impul- 
se für mehrsprachigen Unterricht in den beteiligten  Grundschu- 
len.

126 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Zielgruppen Schülerinnen und Schüler der beteiligte n Grundschulen  
Beteiligte Grundschulen in den 11 Sozialräumen  
Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten 
Ziele Operatives Ziel 
− Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukture n 
und / oder Arbeitsplätze 
 
Projektziele 
Sprachliche Kompetenzen erweisen sich zunehmend als  grund- 
legende Qualifikation für eine vollständige Teilhab e am gesell- 
schaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Ziel des P rojektes ist es, 
mit einem umfassenden modularen Konzept die sprachl iche 
Kompetenz von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte un d Kin- 
dern aus sozial schwachen Familien zu fördern. Spra chförderung 
versteht sich im Rahmen der Projektumsetzung in ein em doppel- 
ten Sinne: 
− als Förderung der Bildungssprache Deutsch im Deuts ch- 
und Fachunterricht, da viele Schülerinnen und Schül er 
auch während der Schulzeit noch Deutschlerner sind 
− als Förderung der Herkunftssprachen (Schriftsprach e) in 
Koordination mit dem Erwerb der deutschen Sprache a ls 
Anknüpfen an den Stärken der mehrsprachig aufwach- 
senden Migrantinnen und Migranten 
Ein weiteres Ziel ist die frühzeitige und umfassend e Vermittlung 
von Praxiswissen für Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstuden- 
ten, die in den Ferienschulen erfolgt. 
Indikatoren − Anzahl der beteiligten Grundschulen  
− Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler  
− Anzahl der zum Einsatz kommenden Lehramtsstudentin - 
nen und -studenten

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 127  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Kosten 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2018 – 31.12.2019 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar.  Die kon- 
krete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Bet rachtung 
abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen M aßnah- 
me 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterb ildung in Kooperation mit dem Kom- 
munalen Integrationszentrum.  
Es ist geplant, die positiven Umsetzungserfahrungen  aus dem 
Strukturförderprogram MÜLHEIM 2020 mit den Kooperat ions- 
partnern Lernende Region – Netzwerk Köln e.V., Zent rum für 
Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI) sowie dem In stitut für 
Deutsche Sprache und Literatur II der Universität z u Köln umzu- 
setzen.  
Förderung − Gegebenenfalls geeignetes Landesprogramm des Minis - 
teriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Spo rt 
(MFKJKS) oder Ministerium für Schule und Weiterbild ung 
(MSW) oder des Bundesamtes für Migration und Flücht - 
linge (BAMF) (Sprachkurse) 
− Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind 
nicht erkennbar. 
− Die Durchführung der Maßnahme steht unter dem Vorb e- 
halt eines möglichen Förderzuganges beziehungsweise  
einer ausreichenden Förderquote.

128 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Bemerkung Aufgrund bereits vorhandener Angebote auß erhalb des Pro- 
gramms wird derzeit eine alternative Maßnahme geprüft.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 129  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.26 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln im Sozialr aum Humboldt / 
Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage  
Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands. Aufgru nd ihrer 
Strukturen vor allem aber durch ihr tolerantes und offenes 
Stadtbild verfügt die Stadt über eine hohe Anziehun gskraft so- 
wohl bei Studierenden, Alleinlebenden, Familien und  Personen 
aus dem Um- und Ausland. Aus diesem Grund zählt Köl n auch 
zu einer der wachsenden Städte Deutschlands. 
Ein Faktor ist unter anderem der seit vielen Jahren  anhaltende 
Zuzug von EU-Bürgerinnen und Bürger. An der Spitze der Köl- 
ner aus EU-Mitgliedsstaaten standen zum Stichtag 31 .12.2015 
Italiener (18.745), Polen (9.632) und Griechen (5.7 76). Bezüg- 
lich dieser Staatsangehörigen ist in den vergangenen Jahren ein 
moderater und relativ linearer Anstieg der Einwohne rzahlen zu 
verzeichnen. 
Seit dem EU-Beitritt von Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007 
ist die Zahl der gemeldeten EU-Bürgerinnen und Bürger aus den 
beiden Staaten deutlicher als bei allen anderen Zuw anderern 
aus den EU-Mitgliedsstaaten gestiegen. Zum 31.12.20 15 hat 
sich die Zahl auf insgesamt 10.497 Menschen erhöht (6.548 
Bulgaren, 3.949 Rumänen). Dazu gibt es in Köln eine  nicht 
quantifizierbare Anzahl an EU-Bürgerinnen und Bürge rn, insbe- 
sondere aus den beiden genannten Staaten, die nicht  gemeldet 
sind, sich aber sowohl vorübergehend als auch regel mäßig in 
Köln aufhalten. Schon anhand der Meldedaten über Zu züge und 
Fortzüge lassen sich hohe Fluktuationsquoten nachvo llziehen, 
die 2014 bei rund 51 Prozent, in den Jahren 2011 bi s 2013 so- 
gar zwischen 65 und 70 Prozent lagen. 
Der Zuzug von Zugewanderten konzentriert sich nicht  auf einige 
wenige Quartiere, sondern verteilt sich über das ga nze Stadtge- 
biet. Besonders betroffen sind dabei zwangsläufig d ie Gebiete 
und Quartiere, die mit vergleichsweise hohen Arbeit slosenquo- 
ten und entsprechend hohen Anteilen von Transferlei stungs- 
empfängerinnen und -empfängern, noch relativ preisg ünstigem 
Wohnungsbestand zu den benachteiligten Stadtteilen und -
vierteln in Köln gehören. Hierzu zählt auch der Soz ialraum 
Humboldt / Gremberg und Kalk. 
Die Freizügigkeit innerhalb der EU gründet für alle  EU-
Bürgerinnen und -Bürger auf dem Recht zur Arbeitssu che und 
dem Aufenthaltsrecht sowohl zur Arbeitssuche als au ch für die 
Dauer der Beschäftigung in jedem EU-Mitgliedsland. 
Menschen, die in ihren Herkunftsländern eine schulische Bildung 
und eine berufliche Qualifizierung erfahren haben, finden sich 
auf dem hiesigen Arbeitsmarkt relativ gut zurecht u nd könnten 
sich und ihre Familien oft selbstständig finanziere n und ernäh- 
ren. Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrung si nd zum

130 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Teil dennoch ursächlich für den schwierigen zuweile n perspek- 
tivlosen Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt. Insbeson dere Frau- 
en aus den benannten Zuzugsländern sind von Diskrim inierung 
und Ausgrenzung betroffen. Studien zu folge, erfahr en gerade 
Frauen aus Sinti und Roma Familien häufiger Diskrim inierung 
aufgrund von Zuschreibungen, die diesen Personen ge genüber 
getroffen werden, als andere. Zugänge in den Arbeits- aber auch 
Wohnungsmarkt sind erschwert, da sowohl Arbeitgeber als auch 
Wohnungseigentümer häufig zurückschrecken, Familien  aus 
Osteuropäischen Ländern eine Wohnung zu vermieten b ezie- 
hungsweise einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz anz ubieten. 
Somit kann davon ausgegangen werden, dass qualifizi erte Per- 
sonen aus den beschriebenen Gründen, einen deutlich schwere- 
ren Start in das hiesige System haben, als andere. 
Die aktuelle Zuwanderungssituation weist aber eben auch eine 
große Anzahl von Menschen auf, die in ihren Herkunf tsländern 
bereits großer Not ausgesetzt waren, ohne Zugang zu  Bildung, 
adäquat bezahlter Beschäftigung, Gesundheitsversorg ung und 
menschenwürdigen Wohnbedingungen. Die Menschen ohne  
echte Perspektive auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sic hern ihren 
täglichen Lebensunterhalt unter anderem durch Geleg enheitsar- 
beiten, Sammeln von Schrott und Flaschen, Verwertun g von 
Sperrmüll aber auch durch Bettelei oder persönliche  Verdingung 
bis hin zu Prostitution. 
Um den daraus heraus resultierenden Anforderungen b egegnen 
zu können, hat die Stadt Köln das ESF-Projekt „Will kommen in 
Köln“ im Zeitraum 01.01.2014 bis 31.12.2015 durchge führt. Im 
Zentrum aller Aktivitäten stand die nachhaltige Int egration der 
Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa in de n Ar- 
beitsmarkt und das soziale Umfeld. Schwerpunkte des Projektes 
waren der Aufbau von Begegnungs- und Beratungsstellen sowie 
die Durchführung von Sprachkursen. Die Verbindung v on aufsu- 
chender Beratungstätigkeit und fester Beratungsstel le als An- 
laufpunkt erwies sich als erfolgreiche Strategie fü r die Teilneh- 
mendengewinnung und die Umsetzung der Beratungsarbe it. Die 
Vielzahl der multiplen Vermittlungshemmnisse der Zu gewander- 
ten (Wohnsituation, Krankenversicherungsschutz, soz iale Absi- 
cherung, Schulden) verzögerte jedoch eine schnelle Integration 
in den hiesigen Arbeitsmarkt. Im Fokus stand daher erst einmal 
der Abbau dieser Hemmnisse. Die Beratungen wurden d ann 
Zug um Zug mit arbeitsaktivierenden Maßnahmen kombi niert. 
Die Unterstützungs- und Beratungsangebote konzentrierten sich 
in diesem Projekt im Wesentlichen auf die Stadtteil e Ehrenfeld, 
Kalk und Mülheim. 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW fördert 
für ein weiteres Jahr arbeitsmarktliche Projekte im  Kontext der 
Zuwanderung aus Südosteuropa. In dem Folgeprojekt „ Weiter- 
entwicklung Willkommen in Köln“ werden in 2016 die Erkennt- 
nisse aus der zweijährigen Projektumsetzungsphase a ufgegrif- 
fen und weiterentwickelt. Die Maßnahmen im Projekt konzentrie- 
ren sich auch hier auf die Stadtteile Ehrenfeld, Ka lk und Mül- 
heim.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 131  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Im Rahmen der neuen ESF-Förderphase in Nordrhein-Westfalen 
wird das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ ab 2017 
die guten Ansätze aus den beiden vorangegangen Proj ekten 
aufgreifen und auf den bisher nicht berücksichtigte n Sozialraum 
Humboldt / Gremberg und Kalk übertragen. Im zukünft igen Pro- 
jekt ist der zentrale Inhalt die Arbeitsmarktintegr ation sowie die 
Themenfelder Diskriminierung, Ausgrenzung und Vorur teile ge- 
genüber der beschriebenen Zielgruppe. Denn die Unte rstützung 
und Mobilisierung der ankommenden Personen ist nich t ausrei- 
chend. Ein Zusammenspiel zwischen der Aufnahme- und  An- 
kommenden-Gesellschaft muss forciert werden, um eine zielfüh- 
rende und erfolgreiche Integration für alle Beteili gten zu erlan- 
gen.   
Niedrigschwellige Unterstützung, die im Vorfeld der  Arbeits- 
marktintegration erforderlich ist, erhalten die Men schen ab dem 
01.01.2016 über Angebote, die aus dem Europäischen Hilfs- 
fonds für die am stärksten benachteiligten Personen  (EHAP) fi- 
nanziert werden. Die Angebote aus dem EHAP sollen d en Men- 
schen bei der Bewältigung des Alltags in Deutschland helfen, sie 
für Beratungsstrukturen des regulären Hilfesystems sensibilisie- 
ren und an diese heranführen sowie bei der Überwind ung von 
sprachlichen Schwierigkeiten unterstützen. Das ESF- Projekt als 
Schnittstelle knüpft hier an zwei Stellen an. Zum e inen unter- 
stützt es die Zugewanderten bei der Arbeitsmarktintegration. Die 
Zugewanderten verfügen über sehr unterschiedliche A usgangs- 
situationen im Hinblick auf ihre Chancen der Integr ation in den 
Arbeitsmarkt. Sowohl der Bildungs- beziehungsweise der Aus- 
bildungsstand, die tatsächliche Arbeitserfahrung al s auch der 
arbeitsrechtliche Status sind sehr vielfältig. In d er Regel sind die 
Sprachkompetenzen der deutschen Sprache für eine sc hnelle 
Integration in Beschäftigung zu gering. Bestehende Potenziale, 
Fähigkeiten und Kenntnisse müssen identifiziert werden. Ebenso 
wichtig ist die Förderung der Sprachkompetenz. Zum anderen 
wird ein Schwerpunkt des Projektes auf die Öffnung von Betrie- 
ben und Ausbildungseinrichtungen sowie Ämtern und Dienststel- 
len gelegt. Im Rahmen von Diversity wird sowohl die  Zielgruppe 
als auch die Aufnahmegesellschaft als Zielgruppe be trachtet. 
Wie beschrieben, haben Erfahrungen gezeigt, dass In tegrati- 
onsmaßnahmen eindimensional nicht zielführend sind,  deshalb 
fokussiert Willkommen und Ankommen in Köln alle Bet eiligten 
gleichermaßen. 
 
Projektbeschreibung  
Das Projekt „Willkommen und Ankommen in Köln“ setzt hier mit 
einem sogenannten integrierten Konzept, einer Kombination aus 
Kompetenzfeststellung, Sprachförderung, Beratung un d Beglei- 
tung abgestimmt auf die Zielgruppe, sowie Öffentlic hkeitsarbeit, 
Schulungen, Begegnung und Austausch an beide Zielgr uppen 
(Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeb erinnen 
und Arbeitgeber) gerichtet, an. 
Das Ziel der Arbeitsmarktintegration soll in enger Abstimmung

132 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
mit maßgeblichen Kölner Arbeitsmarktakteuren und an deren mit 
der Zielgruppe vertrauten Institutionen wie zum Bei spiel Jobcen- 
ter, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer Migran- 
tenselbsthilfeorganisationen, Antidiskriminierungss tellen und 
weitere erreicht werden durch: 
1. Zielgruppensensible Beratung 
2. Kompetenzfeststellung im Rahmen der arbeitsmarkt lichen 
Integration 
3. Sprachkurse 
4. Gewinnung von Arbeitgeberinnen und -gebern zur Q uali- 
fizierung der Zielgruppe (Kombination von einem Pra kti- 
kum und auf den Job ausgerichtete Sprachkurs) 
5. Begleitung in bestehenden Beschäftigungsverhältn issen 
6. Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Beru fsab- 
schlüssen 
7. Fachberatung für berufliche Abschlüsse  
8. Begleitung vor und nach Anerkennung von Abschlüs sen 
9. Rechte und Pflichten von Arbeitnehmerinnen und -
nehmern 
10. Coaching im Rahmen der dauerhaften Integration  
11. Begegnung und Austausch sowie Sensibilisierung auf 
beiden Seiten 
12. Vermittlung der Projektteilnehmenden in sozialv ersiche- 
rungspflichtige Beschäftigungs- beziehungsweise in Aus- 
bildungsverhältnisse 
13. Aufbau einer Unterstützungsstruktur für die Zug ewander- 
ten als auch die Arbeitgeber der Zielgruppe 
 
Zielgruppe − Personen aus der EU mit Schwerpunkt Süd-Osteuropa 
− im Alter zwischen 18 und 55 Jahren 
− Frauen und Männer zu gleichen Anteilen 
Ziele Operative Ziele 
− Schaffung von bedarfsgerechten Angebotsstrukturen und 
/ oder Arbeitsplätzen 
− Vernetzte Beratungs- und Angebotsstrukturen im Ber eich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
− Verstärkte Arbeitsmarktintegration von Armut Bedro hten / 
Betroffenen 
Projektziele  
− Aktivierung, Heranführung und Integration in den A r- 
beitsmarkt, und den Sozialraum 
− Konzeption eines umfassenden Begleitprogramms

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 133  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
− Qualifikation durch ausbildungsähnliche Strukturen  und 
Sprachkurse 
− Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung 
Indikatoren − Anzahl der Fortbildungsveranstaltungen  
− Anzahl der Teilnehmenden  
− Anzahl Personen, die mit Abschlüssen qualifiziert wurden 
− Anzahl Personen Vermittlungen in den Arbeitsmarkt  
 
Kosten Personal und Sachkosten (Summen) 
Nicht förderfähige Kosten Pro Jahr für 2 Jahre 
Projektleitung mittlere Projekte 
1/4 Stelle, Pauschale  
19.110 €
 38.220 € 
Herausgehobene Projektmit- 
arbeit 1/4 Stelle, 
Pauschale        
22.050 € 44.100 € 
Gesamt 41.160 € 82.320 € 
 
Förderfähige Kosten zur 
Weiterleitung an Träger  
Pro Jahr für 2 Jahre 
2 Stellen Projektmitarbeit, 
Pauschale von 76.440 € 
152.880 €
 305.760 € 
Bürgerschaftliches Engage- 
ment 
3.000 €
 6.000 € 
Gesamt  155.880 € 311.760 € 
 
Gesamtkosten 311.760 €  
Davon 2017: 155.880 € 
Davon 2018: 155.880 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre 
01.01.2017 bis 31.12.2018 
 
Eine Übertragung dieser Maßnahme auf andere Sozialr äume 
sowie eine Weiterentwicklung sind denkbar. Die konk rete Fort- 
führung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung a bhängig 
vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme.  
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Punktdienststel le Diversity 
Förderung − ESF, B 1 im Rahmen der Einzelfallentscheidung  
− Der Eigenanteil der Stadt Köln wird durch die Stel lung 
von Personal erbracht.  
− Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind 
nicht erkennbar.

134 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Bemerkung Die Maßnahme ist bewilligt und wird seit dem 01.01. 2017 durch- 
geführt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 135  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
10.5 Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
 
Laufende Nummer 
2.0.4  
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  
Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk: Neuordnung  und 
Neugestaltung der Spielplatzfläche Eythstraße 
Einrichtung von Angeboten zum Skaten, BMXen und and eren 
Trendsportarten sowie Spiel- und Bewegungsmöglichke iten für 
Kinder und Jugendliche in den Sozialräumen 
Inhalt Ausgangslage 
Im dicht bebauten Stadtteil Kalk ist derzeit ein erheblicher Mangel 
an öffentlichen Freiflächen zu verzeichnen. Gemäß d er Ranking- 
liste der Jugendhilfeplanung der Stadt Köln verfügt  Kalk mit ei- 
nem Flächenfehlbedarf von insgesamt 24.588 Quadratm etern 
unter Berücksichtigung von einwohnerdichte und Ante il an Mehr- 
familienhäusern sowie Anzahl und Anteil der hier le benden Kin- 
der und Jugendlichen über die höchste Priorität all er 86 Kölner 
Stadtteile. Ein enorm hoher Handlungsbedarf ergibt sich darüber 
hinaus auch aus der hier vorhandenen Bevölkerungsst ruktur so- 
wie den gegebenen familiären und sozialen Lebensbed ingungen 
der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil. Der öffen tliche Spiel- 
platz sowie der öffentliche Bolzplatz verfügen derz eit nur über 
einen sehr geringen Spielwert und bedürfen daher dr ingend einer 
an den Bedürfnissen der im Viertel lebenden Kinder und Jugend- 
lichen orientierten Neuplanung und Ausstattung.  
Um den jungen Menschen und Kalk im unmittelbaren Wo hnum- 
feld alters- und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikat ions- und 
Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmögli chkei- 
ten anbieten zu können, ist die bedarfsgerechte Neu gestaltung 
und qualitative Aufwertung der vorhandenen Spielfläche dringend 
erforderlich. 
Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen Teil 
ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen si ch dabei auf- 
grund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den off iziell ausge- 
wiesenen Flächen. Aufgrund des gegebenen Bedarfs si nd ver- 
stärkt niederschwellige, kostenfreie Angebote für j eden ohne 
Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen. 
 
Projektbeschreibung 
 
Die geplanten Maßnahmen umfassen im Wesentlichen di e Neu- 
ordnung und Neugestaltung der entlang des öffentlic hen Weges 
zwischen Eythstraße und Kasernenstraße gelegenen Sp ielplatz- 
flächen sowie des südlich des öffentlichen Weges be findlichen 
Bolzplatzes.

136 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Die Neugestaltung der Spielplatzflächen soll nach d em Grund- 
konzept erfolgen, die Spielgeräte für jüngere und ä ltere Kinder in 
getrennten kreis- beziehungsweise halbkreisförmigen  Sandspiel- 
flächen anzuordnen, welche sich um eine zentralen h albkreisför- 
migen Platz gruppieren, der sich - mit Zugang zur n ördlich gele- 
genen Wohnbebauung - in der Mitte des öffentlichen Weges be- 
findet.  
Östlich eines zentralen Platzes mit einer Tischgrup pe, Bänken 
und Papierkörben sowie einer Tischtennisplatte soll  auf Wunsch 
der Kinder ein großer Sandspielbereich mit einer Do ppelseilpen- 
tagode mit Rutschen und Verbindungstunnel sowie ein er Sechs- 
eckschaukel entstehen. In einer weiteren kreisförmi gen Sandflä- 
che wird eine Doppelschaukel angeordnet. Nordwestli ch des 
Platzes wird zudem ein weiterer großer Sandspielber eich für jün- 
gere Kinder mit Sandbaustelle, Backtischen, Spielha us und Kin- 
derkarussell geschaffen. Vervollständigt wird das S pielangebot 
durch eine inmitten einer Rasenfläche eingebettete Seilbahn. 
Hinter dem von der Eythstraße zu erreichenden Einga ng werden 
die Spielplatzbesucher von einer Tierskulptur begrüßt.  
Der Bolzplatz erhält einen neuen fugenlosen gelenks chonenden 
Bodenbelag, zwei Fußballtore sowie zwei Streetballkörbe.  
Insgesamt gesehen, wird hier also auf einem Areal m it hoher 
Aufenthaltsqualität ein sehr vielfältiges Spiel- un d Bewegungsan- 
gebot zur Verfügung gestellt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 137  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
An der Planung der Maßnahmen werden die in den Sozialräumen 
lebenden Kinder und Jugendlichen sowie die interess ierte Be- 
wohnerschaft beteiligt. Nur auf diese Weise kann ei ne bedarfsge- 
rechte Gestaltung erreicht werden. Der Aspekt der Barrierefreiheit 
wird im Rahmen der Planung in enger Abstimmung mit dem Be- 
hindertenbeauftragten der Stadt Köln berücksichtigt. 
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene  
Ziele Operative Ziele 
− Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flä- 
chen für neue Nutzungen 
− Aufgewertete und vernetzte Begegnungs- und Lebens-
räume 
Projektziel 
− Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel- und Be we- 
gungsflächen mit hohem Bewegungs- und Aufenthaltswert 
für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in d em 
Sozialraum lebende Menschen  
− Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Lebe ns- 
und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und B e- 
wohner des Sozialraumes  
Indikatoren  − Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebot e 
− Umgestaltete Fläche in m² 
− Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbet eili- 
gungen  
−  
Kosten Sachkosten / Baukosten 
− Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk: 540.000 €  
 
Davon:  
2019: 35.000 €
 
2020: 430.000 €  
2021: 75.000 €  
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  30 Monate / 2,5 Jahre 
01.01.2019 bis 30.06.2022 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder,  Jugend und Familie

138 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Förderung EFRE  
Kofinanzierung durch Städtebauförderung 
ggf. Kofinanzierung durch Landessportbund (MFKJKS) 
 
Bemerkung An der Planung der Maßnahme werden Kinder , Jugendliche und 
junge Erwachsene sowie die interessierte Bewohnersc haft betei- 
ligt. 
Nur auf diese Weise kann eine bedarfsgerechte Gesta ltung er- 
reicht werden.   
Eine Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Einrichtungen der 
Kinder- und Jugendarbeit vor Ort und der Sozialraum koordinati- 
on ist vorgesehen.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 139  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
10.6 Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung  
 
 
Laufende Nummer  
3.7.1  
 
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung  
Maßnahme Jobcoach im Sozialraum Humboldt / Gremberg  und Kalk  
Inhalt Ausgangslage  
Im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk besteht eine SGB 
II-Quote in Höhe von 25,5 Prozent (Stadt Köln: 9,4 Prozent) Es 
besteht somit ein hoher Bedarf an Unterstützung bei  der Integra- 
tion von langzeitarbeitslosen Menschen,  die mit heranführenden, 
niedrigschwelligen Angeboten zielgruppengerecht umg esetzt 
werden soll.    
Die Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLH EIM 
2020, in dem Vorläuferprojekte zur vorgeschlagenen Maßnahme 
sehr erfolgreich umgesetzt werden konnten, zeigen, dass mit 
einer das JobBörsen-Programm ergänzenden und auf di e Ziel-
gruppe zugeschnittenen, individuellen und passgenau en Bera-
tungsleistung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit beziehungs-
weise die Integration in Arbeit zu erreichen ist. D ie Teilnehmen-
den durchlaufen parallel sowohl das JobBörsen-Progr amm als 
auch die Maßnahme Jobcoach.  
 
Projektbeschreibung  
In das Jobcoach - 
Projekt werden ausschließlich Personen mit  
besonderer Hilfebedürftigkeit aufgenommen. Diese ze igt sich in 
schweren Vermittlungshemmnissen und multiplen Probl emlagen, 
die beispielsweise von fehlender Kinderbetreuung, S chulden-
/Suchtproblematiken, gesundheitlichen Einschränkung en, feh- 
lende Schul- und Berufsabschlüsse, bis zu unzureich enden 
Sprachkenntnissen und Arbeitslosigkeit von mehr als  5 Jahren 
reichen. 
Hier bedarf es einer über das Beratungsangebot des Jobcenters 
und des Jobbörsenprogramms hinausgehenden intensive n Be- 
treuung und Unterstützung. 
Der Jobcoach berät nicht nur bei berufsbezogenen sondern auch 
bei familiären und/oder persönlichen, finanziellen oder gesund- 
heitlichen Themen. Hierzu muss ein besonderes persö nliches 
Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. 
 
Mittels personenbezogenen Profilings und Coaching s oll den 
Teilnehmenden ein Weg eröffnet werden, an dem am Sc hluss 
die Integration in den Arbeitsmarkt steht. Die Teil nehmenden 
werden motiviert, dieses Ziel in erreichbaren Teils chritten mit 
professioneller Begleitung und Unterstützung anzuge hen. Durch 
die zusätzliche Nutzung des gesamten Kölner Hilfesystems (zum 
Beispiel Kinderbetreuung, Offener Ganztag), und ins besondere

140 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
der im Sozialraum bestehenden Hilfeangebote (zum Be ispiel 
Fachdienst für Integration und Migration, Familienb eratung, 
Haushaltsberatung, Jugendmigrationsdienst ), sollen die individu-
ell bestehenden Arbeitsvermittlungshemmnisse abgeba ut wer-
den. Um die erfolgreichen Vermittlungen langfristig  zu sichern, 
werden sowohl die Teilnehmenden als auch der Arbeit geber 
nach Aufnahme des Beschäftigungsverhältnisses weite rhin be- 
gleitet. Durch telefonischen oder persönlichen Kont akt können 
drohende oder auftretende Probleme bereits frühzeit ig erkannt 
und durch Einleitung entsprechender Schritte behoben werden.  
Die Jobcoaches akquirieren auf der Basis der Profil e der Teil- 
nehmerinnen und Teilnehmer entweder selbst Stellen bei Arbeit-
gebern beziehungsweise greifen auf Stellen zu, die bereits in den 
JobBörsen vorliegen. Es erfolgt ein Profilabgleich mit den Be- 
werberkompetenzen und den arbeitsplatzbezogenen Rah men-
bedingungen. Es wird angestrebt, dass die Jobcoache s entspre- 
chend der Profile der Teilnehmenden auch selbst Arb eitsstellen 
akquirieren.  
Mit der Unterstützung des Jobcoaches wird die eigen tlichen Ar- 
beitsvermittlungen dann in der JobBörse durchführt.  
 
 
Die hohe Hilfebedürftigkeit erfordert, dass die Teilnehmer im Pro- 
jekt Jobcoach nicht nur  wie im JobBörsen-Programm für 3 Mo- 
nate zugewiesen werden, sondern für mindestens 6 Mo nate mit 
einer Verlängerungsmöglichkeit von weiteren 3 Monaten. 
 
Zudem ist die intensive Beratung nur mit einem Betr euungs- 
schlüssel von 1 : 25 zu leisten, der weder im Jobbö rsen-
Programm noch im Beratungsangebot des Jobcenters  v orgese- 
hen ist. 
 
Zielgruppe Erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem SGB II ab 25 Jah- 
ren, vorrangig aus den Kundenprofilgruppen des Jobc enters 
Förderprofil und Entwicklungsprofil mit schweren Ve rmittlungs-
hemmnissen  
 
Ziele Operative Ziele  
− Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukture n 
und / oder Arbeitsplätze  
− Die von Armut Bedrohten / Betroffenen sind in stär kerem 
Maße in den Arbeitsmarkt integriert  
 
Projektziel  
− Eingliederung in ein sozialversicherungspflichtige s Be- 
schäftigungsverhältnis durch individuelles Coaching  und 
passgenaue Arbeitsplatzakquise - oder nachrangig  
− Eingliederung in eine geringfügige Beschäftigung un d

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 141  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Begleitung von Existenzgründungen  
Indikatoren − Anzahl der Vermittlungen in eine sozialversicherun gs-
pflichtige Beschäftigung  
− Anzahl der Vermittlungen in eine geringfügige Besch äfti- 
gung und Existenzgründung  
Kosten Personalkosten  
• 2 Vollzeitkräfte Projektmitarbeit: 76.440 € pro Ja hr  
• 10 Prozent Projektleitung kleiner Projekte  
(100 Prozent = 88.200 €): 8.820 € pro Jahr 
 
 Personalkosten für 2 Jahre                     323.400 €  
Sachkosten  
Sachkosten zum Beispiel für Öffentlichkeitarbeit,  
Material: 17.000 € pro Jahr  
 
 Sachkosten für 2 Jahre                            34.000 €  
 
 Gesamtkosten                                         357.400 €  
 
Davon 2018: 178.700 € 
 
Davon 2019: 178.700 €  
  
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 24 Monate / 2 Jahre  
01.01.2018 bis 31.12.2019  
Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete 
Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtu ng abhän- 
gig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziale s und Senioren.  
Förderung  ESF- Einzelmaßnahme 
 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und s ind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung Durch die Jobbörsen wird zurzeit ein verg leichbarer Ansatz an- 
geboten. Zur Abgrenzung der Maßnahme hinsichtlich Z ielset- 
zung und Zielgruppe ist die Maßnahme neu zu konzipieren.

142 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
10.7 Lärmminderung 
Laufende  Nummer  
4.0.2 
Handlungsfeld: Klimaschutz / Umweltgerechtigkeit  
Maßnahme Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze “ 
Maßnahme im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte  Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt  und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst u nd den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und d ie Ergeb- 
nisse in der Studie: „Fachbericht 50: Klimawandelge rechte Met- 
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zukünftig in Köln heißer wird und dass Wetter- 
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine d eutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadttei le gegen- 
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 Grad. 
 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperat uren von 
über 30 Grad Celsius und die Sommertage, mit Temper aturen 
von über 25 Grad Celsius in Köln deutlich zunehmen. 
Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 Grad C elsius 
erreicht werden. Die Zahl der Sommertage wird bis M itte des 
Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den der- 
zeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 P rozent zu- 
nehmen und die Zahl der heißen Tage kann sich sogar  verdop- 
peln.  
In den dicht bebauten Stadtquartieren gibt es nur w enige wirk- 
same Maßnahmen entsprechende Kühlpunkte im Stadtgeb iet zu 
schaffen.  
Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit 
möglichen Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnten  unzählige 
gepflasterte und betonierte Stellplätze, Höfe, Vorg ärten oder Ga- 
ragenauffahrten durch Entsiegelung und Bepflanzung wieder zur 
klimatische Abmilderung der Hitzebelastung beitragen. 
 
Projektbeschreibung 
Es gibt zwei Ansätze die parallel verfolgt werden: Entsiegelung 
von privaten oder von öffentlichen Flächen. 
In einem ersten Schritt sollte in den Quartieren ei ne Bestands- 
aufnahme die möglichen potentiellen Flächen erheben , die für 
eine Entsiegelung zur Verfügung stehen könnten.  
In einem weiteren Schritt sollte die Entsiegelung u nd Bepflan- 
zung der Flächen durchgeführt werden. Dies könnte d urch eine 
Förderung der Entsiegelungsmaßnahmen für private un d ge- 
werbliche Eigentümer erfolgen. Möglich wäre zum Bei spiel eine 
Förderquote von 20 € pro entsiegeltem Quadratmeter.  Mit einer 
entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit in den Quartie ren sollte für

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 143  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
die Maßnahme geworben werden. 
Zudem besteht ein integrativer Ansatz, da die Maßna hme durch 
einen Träger des 2. Arbeitsmarktes durchgeführt werden kann.  
Neben privaten Flächen sollen auch öffentliche Fläc hen (zum 
Beispiel Plätze) entsiegelt werden. Hier sind mögli che Synergie- 
effekte mit anderen EFRE-Projekten zu prüfen, bei d enen im 
Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen auch Flächen entsie gelt 
werden.  
Mit der Entsiegelung ist auch eine ökologische Revi talisierung 
der Flächen durchzuführen. Denkbar ist hier die gez ielte Zu- 
sammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften in d en Sozi- 
alräumen. 
Neben der Regenwasserversickerung vor Ort könnten a us voll- 
versiegelten Hinterhöfen grüne Oasen entstehen, die  den Be- 
wohnern nicht nur eine Verbesserte Aufenthaltsquali tät bieten, 
sondern auch das Bewusstsein für den Klimawandel un d Natur 
stärken.  
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner 
Ziele  Operative Ziele 
− Verbesserte Umweltbildung und -beratung sowie um- 
weltbewusstere Lebensweise 
− Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele 
− Anzahl der sensibilisierten Bewohnerinnen und Bewo h- 
ner für das Thema „Klimaanpassung / Hitze“ 
− Flächenentsiegelung 
Indikatoren − Entsiegelte Fläche in Quadratmetern 
− Begrünte Fläche in Quadratmetern 
− Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner 
Kosten Sachkosten 
Pro Quadratmeter entsiegelter Fläche fallen Kosten in Höhe von 
25 - 40 € an. Hinzu kommen Planungskosten in Höhe v on 20 
Prozent.  
Kostenvolumen 30.000€ 
Es fallen Kosten für Öffentlichkeitsarbeit in Höhe von 10.000 € 
an. Die Kosten zur Bestandsaufnahme sind im Gesamtv olumen 
enthalten. Berücksichtigt werden in der Kostenkalku lationen so- 
wohl Maßnahmen für private als auch für öffentliche Flächen.  
Personalkosten 
Eine halbe Stelle E13: 43.050€

144 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Geschätzte Gesamtkosten 83.050 € 
Davon 2018: 29.350 € 
Davon 2019: 29.350 € 
Davon 2020: 24.350 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2018 bis 31.12.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt- und Ver braucherschutzamt  
Förderung Städtebauförderung / EFRE

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als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer  
4.0.4 
Handlungsfeld: Klimaschutz / Umweltgerechtigkeit  
Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssy stems. Informati- 
onsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im 
Zuge des Klimawandels 
Maßnahme im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte  Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt  und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst u nd den 
Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und d ie Ergeb- 
nisse in der Studie: „Fachbericht 50: Klimawandelge rechte Met- 
ropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich 
gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wetter- 
extreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine d eutliche 
Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadttei le gegen- 
über dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis z u 10 Grad 
Celsius. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperat uren von 
über 30 Grad Celsius und die Sommertage, mit Temper aturen 
von über 25 Grad Celsius in Köln deutlich zunehmen.  Dabei 
können Maximaltemperaturen von über 40 Grad Celsius  erreicht 
werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhun- 
derts für das Stadtgebiet Köln im Vergleich zu den derzeitigen 
klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und 
die Zahl der heißen Tage kann sich sogar verdoppeln.  
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartierte bei l ang anhal- 
tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonde rs Kleinkin- 
der, Kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesu nden Men- 
schen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter  Leis- 
tungsfähigkeit führen. 
Bei Hitzeperioden wurden höhere Sterberaten gemesse n und 
das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheit lichen Be- 
lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der  Menschen 
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken.  
Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung oft 
dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende Flüssig- 
keitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen werden. 
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner I nternetseite 
und als Handy-App eine Hitzewarnung an. Dieser Dien st kann 
auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarb eit die Bewoh- 
nerschaft in den unterschiedlichen Stadtvierteln zu erreichen, die 
alters- und situationsbedingt diese webbasierte Tec hnik nicht 
nutzen können. Diese Zielgruppe soll nicht nur eine  Vorwarnung

146 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
für Hitzeereignisse bekommen, sondern auch eine ent sprechen- 
de Verhaltensänderung beziehungsweise Vorsorge betreiben.  
So sollte zum Beispiel ein alter Mensch dazu angehalten werden, 
in besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhal ten zu än- 
dern, oder die junge Mutter könnte in der Mittagsze it mit ihrem 
Kind den Schattenplatz aufsuchen. 
Die Kampagne sollte neben allgemeinverständlichen I nformatio- 
nen verschiedene Medien bedienen. Gerade alte Mensc hen, 
gegebenenfalls in Einrichtungen, benutzen andere Me dien als 
junge Mütter von Kleinkindern. Die Information soll te über ver- 
schiedene Kommunikationswege verbreitet werden. Hie rbei soll- 
ten auch neue Wege eingeschlagen werden.  
Hierzu ergeben sich in den Stadtteilen mehrere Fragestellungen: 
− Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n- 
gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert 
und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalt en 
aus? 
− Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner er- 
reicht, die nicht in einer Einrichtung leben? 
− Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima  / 
Hitzeentwicklung zu kommunizieren? 
− Was sind geeignete Kommunikationsmedien? 
− Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? 
Mit Hilfe von Multiplikatoren soll das Thema an die  Zielgruppe 
kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im 
Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse a ndere, um 
das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. 
Mögliche Multiplikatoren sind: 
− Diverse soziale und kirchliche Träger,  
− Pflegedienste, 
− Grundschulen, 
− Sozialraumkoordinatoren, 
− Anlaufstellen, 
− Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler 
Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der H itze-
Warnung in der Einrichtung“, bzw. „Erreichbarkeit v on alleinle- 
benden älteren Menschen“ durch die Universität Bonn (Prof. Kis- 
temann, Institut für Hygiene & Public Health) im Ra hmen von 
gesundheitsgeographischen Masterarbeiten untersuche n zu las- 
sen.  
Mögliche Maßnahmen sind: 
− Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer 
erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy-Apps, od er 
das Internet.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 147  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
− Ausgabe von Trinkflaschen 
− Gedrucktes Informationsmaterial  
− Internet / App 
− Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in  den 
Sozialräumen Thementage und Informationskampagnen 
nach dem Motto „bleib cool“ durchzuführen. Diese sollen 
an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvor- 
sorge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des 
Versorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwas-
ser aus, um die Bevölkerung für das Thema zu sensib ili- 
sieren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r- 
schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durc h 
gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute wer- 
den diese erreicht.  
Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitz eent- 
wicklung kann in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits amt in 
die Grundschulen transportiert werden.  
Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über ei ne „Hitze- 
ampel“ entsprechend informiert werden.  
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quar tiere 
Ziele Operatives Ziel 
− Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie um- 
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
− Veränderte Einstellung zum Thema Umweltbelastung 
und Hitze,  
− Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle 
Indikatoren − Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  
− Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche  
Kosten Personalkosten 
Halbe Stelle E13 beim Umwelt-und Verbraucherschutza mt: 
43.050 €  
 
Die Darstellung der Personalkosten erfolgt nur nachrichtlich. Die- 
se Kosten werden nicht in die Förderung eingebracht. 
 
Sachkosten 
Wissenschaftliche Analyse durch die Uni Bonn. 4.000  € für 2 
Studierende für jeweils 0,5 Jahre  
Supervision                                                  4.000 € 
Separate, isolierte Internetpräsenz:              6.000€

148 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Veranstaltungen und Infokampagne 
 in den Sozialräumen vor Ort                         20.000€ 
Flyer, Informationsmaterial, Trinkflaschen    20.000€ 
Sachkosten gesamt: 54.000 € 
 
Gesamtkosten 54.000 € 
2018: 20.000 €
 
2019: 17.000 €  
2020: 17.000 €  
  
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre, 01. 01.2018 – 31.12.2020 
Die Durchführung der Maßnahme steht unter dem Vorbe halt ei- 
nes möglichen Förderzuganges beziehungsweise einer ausrei- 
chenden Förderquote . 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt-und Verb raucherschutzamt in Zusammenar- 
beit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der Rhe inEnergie 
und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentliche 
Gesundheit  
Förderung − BUMB-Programm (Klima), Bundesministerium für Bil- 
dung und Forschung (BMBF)

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 149  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer  
4.0.9 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t- 
reinhaltung und Lärmminderung 
Maßnahmen Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbes serung der Identifi- 
kation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozialr aum und 
gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität sowie der  Aufenthalts- 
qualität im Sozialraum Humboldt/Gremberg und Kalk 
Inhalt Ausgangslage 
Es ist schon lange bekannt, dass lebendige Tiere ei ne besonde- 
re Wirkung bei Menschen in Bezug auf Identifikation  und eigene 
Wahrnehmung erzielen. Das sich Kümmern um andere Le bewe- 
sen, die geeignete Hilfe bereitwillig annehmen, füh rt dabei oft zu 
einer Steigerung des Selbstwertgefühls und kann daz u beitra- 
gen, Aggressionen gegen sich und das Umfeld in Fürs orge um- 
zuwandeln.  
Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Biodiver sität eine 
wichtige Aufgabe in Zeiten des Artenschwundes und d es Klima- 
wandels dar, denen es mit geeigneten Mitteln entgeg enzusteu- 
ern gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiv ersität in Kom- 
munen“ unterzeichnet hat und damit eine freiwillige  Selbstver- 
pflichtung zur Berücksichtigung der Artenvielfalt i n allen Hand- 
lungsbereichen eingegangen ist, besteht hier konkre ter Hand- 
lungsbedarf, zumal die Kommune bei dem Wettbewerb „ Bio- 
diversität in Kommunen“ sehr schlecht abgeschnitten hat.  
Projekte zur gezielten Förderung von Arten, die als  Sympathie- 
träger gelten, sind dabei besonders geeignet, sowoh l dem sozia- 
len, als auch dem ökologischen Aspekt gerecht zu werden.  
 
Projektbeschreibung 
Es wird eine geeignete Art ausgewählt, für die Schu tzmaßnah- 
men relativ einfach auch durch die Bürger und Bürge rinnen um- 
zusetzen sind. Durch den Aufbau einer Internetseite  mit allen 
Informationen rund um diese Tierart und der Darstel lung mögli- 
cher Schutzmaßnahmen sollen alle Bürger und Bürgeri nnen in- 
formiert werden. 
Aktionen vor Ort sollen dabei nicht nur bleibende S trukturen 
schaffen sondern unter Mitwirken der Bürger und Bür gerinnen 
erfolgen, so dass eine Identifikation möglich wird.  Denkbar sind 
hier, adäquat zum Spatzenprojekt, Maßnahmenkonzepti on und 
Umsetzung an Schulen und KITAs zur Lebensraumgestal tung, 
die Entwicklung von Flyern zum Schutz der Art sowie  die Auslo- 
bung eines Fotowettbewerbs zu der Art mit anschließ ender Ka- 
lendererstellung. Die Entwicklung und die Abgabe vo n Saatgut 
als direkte oder indirekte Nahrungsgrundlage sowie die Anleitung 
für Fortpflanzungsstätten sollen das Projekt abrunden. 
Durch die Entwicklung eines Kinderlesebuches soll d arüber hin- 
aus das Erlebte weiter gefestigt werden und mit ein er Förderung 
im Bereich Lesekompetenz verbunden werden.

150 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Wichtig ist, dass die gewählte Art zum einen als Sy mpathieträger 
wahrgenommen wird, aber auch noch so häufig vorkomm t, dass 
eine Beobachtung durch die Bewohnerinnen und Bewohner ohne 
großen Aufwand möglich ist. Die Habitate sollten da bei geeignet 
sein, auch anderen Arten zu helfen. 
Durch die Anlage eines beschilderten Lehrpfades sol len die Leit- 
art und ihr Lebensraum darüber hinaus für alle erlebbar werden. 
Aus dem Spatzenprojekt liegt bereits eine ganze Rei he von Er- 
fahrungen vor, die im Rahmen eines neuen Projektes genutzt 
werden könnten.  
Als mögliche Arten könnten der Igel oder Wildbienen  gewählt 
werden. 
Zum Nachweis der Populationsstärkung könnte eine Ka rtierung 
vor Beginn und nach Ablauf der Projektzeit in Bezug  auf die ge- 
wählte Art in den Projekträumen durchgeführt werden 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner aller Alterss tufen einschließlich 
gemeinnütziger Vereine und Wohnungsbaugesellschaften 
Ziele Querschnittsziel 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
− Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bere ich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebots-
formen 
− Verbesserte Umweltbildung und – beratung sowie um-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
− Identifizierung der Bewohnerschaft mit der gewählt en Art 
− Verbesserung des Lebensumfeldes durch die Erweite-
rung oder naturnähere Gestaltung von Grünbereichen 
− Verbesserung der Wertschätzung naturnaher Struktur en  
− Wissenserweiterung über ökologische Zusammenhänge 
durch Aktionen und Informationen rund um die gewähl te 
Art 
− Verbesserung der Population der gewählten Art 
Indikatoren − Anzahl der verteilten Kalender 
− Anzahl der angelegten Habitatstrukturen 
− Nutzung des Lehrpfades 
− Anzahl der Einsätze des Kinderlesebuches an den 
Grundschulen 
− Anzahl der Population der Leitart  
Kosten Personal und Sachkosten (Summen)

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 151  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
2018:  
− Abgabe von Nisthilfen und Saatgut zur Schaffung ge eig- 
neter Lebensgrundlagen für die Art durch interessie rte 
Bürgerinnen und Bürger: 5.000 € (Materialkosten, Vertei- 
lung und Design) 
− Schulprojekte an 2 Pilotschulen oder anderen Einri chtung 
zur Schaffung geeigneter Habitate: 
Honorarkosten: 48 Arbeitsstunden a 30 € ergibt 1.440 € 
Materialkosten: 500 € 
− Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der ers ten 
Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Au sstel- 
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderlesebuch ). 6 
Stunden à 30 €; gesamt: 180,- € 
− Umsetzung eines Lehrpfades an einem außerschulisch en 
Lernort:  20.000 € 
 
2019: 
− Schaffung geeigneter Habitate im Wohnumfeld als Ge - 
meinschaftsaktion unter Anleitung von Fachleuten au s 
dem Naturschutz an einer Örtlichkeit: 
Honorarkosten: 24 Arbeitsstunden à 30 € ergibt 720 €  
Materialkosten: 500 € 
− Sicherung der Nachhaltigkeit der Aktion an der zwe iten 
Schule durch Einsatz der erstellten Materialien (Au sstel- 
lung, Internetseite, Arbeitsheft und Kinderlesebuch ). 6 
Stunden à 30 €; gesamt: 180 € 
 
2020:  
− Abschlussbericht 
−  
Gesamtkosten: 28.520 €  
Davon 2018:  27.120 €
 
Davon 2019: 1.400 €  
  
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2018 bis 31.12.2020 
Die Durchführung der Maßnahme steht unter dem Vorbe halt ei- 
nes möglichen Förderzuganges beziehungsweise einer ausrei- 
chenden Förderquote . 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Amt für Umwelt-  und Verbraucherschutz  in Zusam- 
menarbeit mit den lokalen Naturschutzverbänden, Sti ftung Rhei- 
nische Kulturlandschaft und gegebenenfalls Wohnungs bauge- 
sellschaften 
Förderung - EFRE

152 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Laufende Nummer 
4.0.11 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t- 
reinhaltung und Lärmminderung  
Maßnahme Reduzierung der Lärmbelastung an erheblich  betroffenen Stra- 
ßen in der Baulast der Stadt Köln durch Einbau von lärmoptimier- 
ten Belägen  
Inhalt Ausgangslage  
Für eine nachhaltige und präventive Stadtentwicklung sind die 
Aspekte Klimaschutz sowie der Erhalt beziehungsweise die För- 
derung guter Umweltbedingungen von zentraler Bedeutung. Ins- 
besondere Städte sind durch ihren hohen Versiegelungsgrad 
sowie höhere Umweltbelastungen durch Verkehr und Industrie 
besonders von Klimafolgen, wie zum Beispiel Hitzeperioden und 
Starkregenereignissen, aber auch von schlechten Umweltbedin- 
gungen, wie mangelnde Grün- und Erholungsflächen, Lärm- 
oder Luftschadstoffbelastung betroffen.  Innerhalb von Städten 
treten diese Belastungen nicht gleich verteilt auf, sondern kon- 
zentrieren sich in bestimmten Gebieten der Stadt. Nicht immer 
und ausschließlich, jedoch häufig sind einkommensschwache 
und sozialbenachteiligte Bewohnerinnen und Bewohner auch 
von schlechten Umweltbedingungen betroffen.  
Eine dieser Umwelteinflüsse ist die Lärmbelastung. Unter Umge- 
bungslärm werden gemäß der EU-Richtlinie belästigende und 
gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch mensch- 
liche Aktivitäten verursacht werden und die von Verkehrsmitteln 
wie dem Straßenverkehr, den Eisenbahnen, Flugzeugen, sowie 
von Industriegeländen und großen Häfen ausgehen, verstanden. 
Sport-, Freizeit- und Nachbarschaftslärm, Lärm durch Tätigkeiten 
innerhalb von Wohnungen und Lärm am Arbeitsplatz werden 
nicht erfasst. 
Bei der hier durchgeführten Analyse der Sozialräume wurden 
nicht alle Lärmbelastungen betrachtet, sondern nur solche Berei- 
che, die erhebliche Belastungen aufweisen. Als dominierende 
Lärmquellen sind in den hier definierten Sozialräumen eindeutig 
der Straßenverkehrs- und Fluglärm erkennbar. Da in Bezug auf 
Fluglärm keine Einflussmöglichkeiten bestehen, fokussieren sich 
die Maßnahmen auf den Straßenlärm. Hierfür wurde bei den 
nachfolgenden Auswertungen auf die in Nordrhein-Westfalen im 
Zusammenhang mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie definierten 
Auslösewerten Bezug genommen. 
Diese Auslösewerte wurden mit Runderlass des Ministeriums für 
Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 
(MUNLV) vom 07.02.2008 definiert: „Lärmprobleme im Sinne des 
§ 47 d Absatz 1 des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BIm- 
SchG) liegen auf jeden Fall vor, wenn an Wohnungen, Schulen, 
Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäuden ein 
LDEN (Lärmindikator) von 70 dB(A) oder ein LNight von 60 dB(A) 
erreicht oder überschritten wird. Dies gilt nicht in Gewerbe- oder 
Industriegebieten nach den §§ 8 und 9 der Baunutzungsverord- 
nung sowie in Gebieten nach § 34 Absatz 2 des Baugesetzbu- 
ches mit entsprechender Eigenart.“  
Für die hier vorliegende Maßnahmen werden daher die Straßen- 
abschnitte mit Betroffenen LDEN >= 70 dB(A) berücksichtigt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 153  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Projektbeschreibung  
Kern der Maßnahme ist die Lärmreduzierung auf einen Wert un- 
ter LDEN 70 dB(A). Mit der hier beantragten Förderung des Ein- 
baues eines lärmoptimierten Fahrbahnbelags wird eine signifi- 
kante Lärmminderung gegenüber klassisch verbauten Fahrbahn- 
belägen erreicht (Minderungswirkung 3 dB(A)). 
Insofern wird unter dem Gesichtspunkt der Umweltgerechtigkeit 
durch die Maßnahmen eine spürbare Entlastung von Straßen- 
verkehrslärm in den Sozialräumen erreicht. Die Maßnahmen sol- 
len an geplante Sanierungsmaßnahmen des Amtes für Straßen 
und Verkehrstechnik anknüpfen.  
Vorgesehen sind folgende Straßenabschnitte:  
− Olpener Straße von Bennoplatz bis Frankfurter Stra ße 
(970 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter)  
− Rolshover Straße von Kalker Hauptstraße bis Wester - 
waldstraße (1.124 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter)  
− Frankfurter Straße von Pfaffenpfädchen bis Schuber t- 
straße (Eil) (1.070 Meter Regelquerschnitt 8 Meter) 
− Venloer Straße von Äußere Kanalstraße bis Häuschen s- 
weg (570 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter) 
 
Zielgruppe Lärmbelastete Bewohnerinnen und Bewohner  (LDEN >= 70 
dB(A)) 
Ziele Operatives Ziel 
− Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziel 
− Reduzierung der Lärmbelastung auf einen Wert unter  
LDEN 70 dB(A) beziehungsweise um mindestens 3 dB(A) 
Indikatoren − Signifikante Lärmminderung des Straßenverkehrslärm s 
um mindestens 3 dB(A) 
 
Kosten Sachkosten  
Umsetzungskosten: in Abhängigkeit von den gewählten Maß- 
nahmen. circa 4 € netto pro qm Fahrbahnbelag; (Differenz lärm- 
optimierte zur klassischen Fahrbahnoberfläche) 
− Olpener Straße von Bennoplatz bis Frankfurter Stra ße 
(970 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter): 31.142 € 
− Rolshover Straße von Kalker Hauptstraße bis Wester - 
waldstraße (1.124 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter): 
36.070 € 
− Frankfurter Straße von Pfaffenpfädchen bis Schuber t- 
straße (Eil) (1.070 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter): 
34.342 € 
− Venloer Straße von Äußere Kanalstraße bis Häuschen s- 
weg (570 Meter, Regelquerschnitt 8 Meter): 18.446 € 
 
Sachkosten gesamt 104.000 €

154 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Gesamtkosten 104 .000 € 
 
Davon 2018: 26.000 € 
Davon 2019: 26.000 € 
Davon 2020: 26.000 € 
Davon 2021: 26.000  
Projektlaufzeit / Zeitraum 48 Monate / 4 Jahre 
01.01.2018 bis 31.12.2021 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Straßen  und Verkehrstechnik  
Fördermittelprogramm − Förderrichtlinie Kommunaler Straßenbau

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 155  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer  
4.7.1 
Handlungsfeld: Klimaschutz / Umweltgerechtigkeit  
Maßnahme Integrierte Maßnahme zur ökologischen Revi talisierung  
„Westerwaldstraße“ 
Inhalt Ausgangslage 
Das Programmgebiet Humboldt-Gremberg / Kalk zeichnet sich durch eine 
hohe Unterversorgung mit Grünflächen aus (hoher Ver siegelungsgrad 
geringer Anteil an Grünflächen je Einwohner).  
Zudem weist das Programmgebiet Humboldt-Gremberg / Kalk den höchs- 
ten Anteil aller Programmgebiete an zukünftig von s ehr hoher Wärmebe- 
lastung betroffenen Gebieten auf. Darüber hinaus is t es das am zweit- 
stärksten von Luftschadstoffbelastung betroffene Ge biet. Aufgrund der 
hohen Verdichtung des Gebietes ist die absolute Anzahl der von Straßen- 
lärm betroffenen Bevölkerung in diesem Programmgebiete am höchsten.  
Neben der Lärm- und Luftbelastung stellt auch die V erbesserung der 
Biodiversität eine wichtige Aufgabe in Zeiten des A rtenschwundes und 
des Klimawandels dar, der es mit geeigneten Mitteln  entgegenzusteuern 
gilt. Da die Stadt Köln die Deklaration „Biodiversität in Kommunen“ unter- 
zeichnet hat und damit eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Berücksich- 
tigung der Artenvielfalt in allen Handlungsbereiche n eingegangen ist, be- 
steht hier konkreter Handlungsbedarf, zumal die Kom mune bei dem 
Wettbewerb „Biodiversität in Kommunen“ sehr schlech t abgeschnitten 
hat.  
Die zu beplanende Fläche ist wesentlicher Bestandte il einer radialen 
Grünverbindung aus dem Quartier heraus zum Äußeren Grüngürtel. Sie 
stellt mit ihren Teilbereichen die Verbindung zum G remberger Wäldchen 
als Teil des Äußeren Grüngürtels her.  
Ziel der hier vorgeschlagenen Maßnahme Westerwaldst raße ist es, die 
überwiegend als Wiesenflächen genutzten und zum Tei l als Brache be- 
ziehungsweise Weide verpachteten Flächen aufzuwerte n und ihr eine 
angemessene und vielfältige Nutzung sowie eine qual itative Gestaltung 
zu verleihen.  
Projektbeschreibung 
Die Inwertsetzung der betroffenen Flächen soll sowo hl unter ökologi- 
schen wie auch unter funktionalen und gestalterisch en Aspekten erfol- 
gen. Die vorgesehenen Einzelmaßnahmen sollen dazu b eitragen, den 
Anteil an vielfältig nutzbaren und gestalteten Grün flächen im nahen Um- 
feld der Quartiere zu erhöhen und somit zu einer lebenswerten Umwelt in 
den Quartieren beitragen.  
Maßnahmen im Einzelnen sollen sein: 
− Vernetzung und Aufwertung der vorhandenen Grünfläc hen auch 
hinsichtlich der ökologischen Gegebenheiten, Herste llen von 
übergeordneten Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer 
− Herstellen von Rundwegen mit Verweilqualität 
− Schaffen von Grün- und Erholungsraum 
− Schaffen von Begegnungsräumen  
− Schaffen von Spiel- Sport- und Bewegungsangeboten unter Be- 
rücksichtigung von Trendsportarten wie zum Beispiel  Skaten,

156 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
BMXen, Klettern, Slacklinen 
− Pflanzen von Straßenbäumen (Aufwertung des Stadtra umes und 
Verbesserung des Stadtklimas) 
− Erhöhen der Biodiversität 
− Berücksichtigung dabei finden: 
− Klimaschutz und Luftreinhaltung 
− Barrierefreiheit  
 
 
Zielgruppe alle Altersklassen,  
vorrangig Kinder und Jugendliche für die neu gescha ffenen Spielangebo- 
te 
Ziele Operative Ziele 
− Aufgewertete Begegnungs- und Lebensräume 
− Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen für 
neue Nutzungen 
− Verbesserte Vernetzung von und mit Grünflächen 
− Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele 
− Erschließung, Vernetzung und Aufwertung der Grünfl äche Wes- 
terwaldstraße  
− bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Flächen für neue Nutzun- 
gen 
− Aufwertung von Begegnungs- und Lebensräumen 
− Vervollständigen einer radialen Grünverbindung 
Indikatoren − Umgestaltete Fläche in Quadratmeter 
− Anzahl neu gepflanzter Bäume 
− neu geschaffene Wege in Quadratmeter

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 157  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Kosten Die Berechnung der Kosten ergibt sich aus ca. 30,00  Euro pro Quadrat- 
meter Fläche und 20 Prozent Planungskosten plus 19 Prozent Mehrwert- 
steuer. 
Gesamtkosten  2.700.000 € 
Davon 2019 50.000 €  
Davon 2020 1.000.000 €  
Davon 2021 1.500.000 €  
Davon 20223 150.000 €  
 
Projektlaufzeit / Zeit- 
raum 
42 Monate / 3,5 Jahre 
01.07.2019 bis 31.12.2022 
Projektverantwortlicher  Stadt Köln: Amt für Landschaftspflege und Grünfläch en in Kooperation 
mit dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik, dem  Umwelt- und Ver- 
braucherschutzamt, dem Gesundheitsamt, dem Amt für Wirtschaftsförde- 
rung  
Förderung − EFRE und Städtebauförderung 
Bemerkung Ergänzende Hinweise/Besonderheiten 
− Der Planungsbereich Westerwaldstraße liegt zu ca. 95% über Alt- 
ablagerungen 
− Bei schlechter Witterung staut sich das Regenwasse r auf der 
Festwiese. 
− Für die Sanierung der Festwiese wurde seinerzeit v on 57 die Er- 
stellung eines Gutachtens empfohlen.  
− Die Festwiese wurde mit Städtebaufördermitteln aus gebaut. (1989 
u 1991) 
− Der rechtskräftige Bebauungsplan 70439/06 weist ei nen Kinder- 
spielplatz und Ballspielplatz vor. 
− Verbindung mit Maßnahme 2.0.4 „Spiel- und Bewegung sräume in 
den Veedel“

158 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
10.8 Handlungsfeld 5: Wohnen 
Laufende Nummer  
5.0.2  
Handlungsfeld: Wohnen  
Maßnahme 
„Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wohnumfeld- 
pflege im Quartier Kalk - Nord 
Modul A: Mieter- und Nachbarschaftsarbeit   
Inhalt Ausgangslage 
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, ak tiv am Le- 
ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, da s direkte 
Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die 
Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Inte gration 
unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansa tzpunkte. 
Dies trifft besonders für sozial belastete Quartier e zu, in denen 
meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. 
 
Der Kalker Norden  (rund um die Albermannstraße) zeichnet sich 
durch ein teilweise schlechtes Wohnungsangebot, ein e bunte 
Mischung von Bewohnerinnen und Bewohnern unterschie dlicher 
Herkunft sowie Spannungen im sozialen Miteinander a us. Es 
stehen Ladenlokale leer, der öffentliche Raum ist häufig vermüllt, 
das Angebot an wohnortnahen nutzbaren Grünflächen und quali- 
tativen Freiräumen ist gering. Die Sozialstruktur z eigt, dass die 
Bewohnerschaft im Stadtviertel Kalk – Nord durch ei nen beson- 
ders hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölke rungs-
gruppen gekennzeichnet ist. Durch die Überlagerung von sozia- 
ler Benachteiligung der Bewohnerschaft und einer un terdurch- 
schnittlichen Qualität der Wohn- und Lebensbedingun gen wer- 
den hier besondere Handlungsbedarfe deutlich.  
Folgende Merkmale sind im Stadtviertel Kalk - Nord besonders 
hervorzuheben:  
− räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit v on 
Transferleistungen 
− hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen 
− strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds  
− negatives Image 
− geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem  
Quartier 
Projektbeschreibung 
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ (Modul A) setzt bei  den Le- 
benslagen der Quartiersbewohnerinnen und -bewohnern an.  
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagemen t in 
dem insgesamt wesentlich größeren Sozialraum Humbol dt / 
Gremberg und Kalk ist sicherzustellen und konstituierend für den 
nachhaltigen Erfolg der Maßnahme. Das Quartiersmana gement 
zielt darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozialraums  zu errei- 
chen, zu aktivieren und zu unterstützen, dadurch Ba rrieren ab- 
zubauen und den Netzwerkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 159  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
diesem Kontext bereits eine Ansprache der Bewohners chaft und 
der institutionellen Quartiersakteure. Die Situatio n in Kalk - Nord 
erfordert jedoch eine intensivere Betrachtung. Hier  leben über- 
wiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die eher 
artikulationsschwach sind und mit besonders nieders chwellig 
angelegten Methoden angesprochen und aktiviert werd en müs- 
sen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme.  
 
Modul A – Mieter- und Nachbarschaftsarbeit 
Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche sozia le Problem- 
lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortige n Lebens- 
bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln  erreicht 
werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selb st eine 
entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern  mit ihnen 
sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden.  
Aufgabe im Rahmen von Modul A wird sein, in Zusamme narbeit 
mit möglichst vielen Betroffenen die Lebensqualität  vor Ort zu 
steigern, die das Quartier beeinträchtigenden struk turellen Prob- 
leme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorient iert aufzu- 
greifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunk- 
te sind die sozialen Lebensverhältnisse und der persönliche Kon- 
takt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete 
Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit 
knüpft an den konkret festgestellten Interessen, Ak tivitäten und 
Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und entwickelt  daraus 
bedarfsgerechte Beratungs-, Aktivierungs- und Unter stützungs- 
leistungen für das Quartier.  
Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen k onkretisie- 
ren: 
− Kontinuierliche Präsenz im Quartier 
− Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung  
(nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von 
Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und 
Bewohner vor Ort. 
− Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfsla gen 
im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit. 
− Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die Or- 
ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kult urel- 
len Veranstaltungen, Informationsangeboten und Akti o- 
nen, Gebiets- und Gebäudebegehungen 
− Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräte n 
− Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen  und 
kulturellen Leben im Quartier 
− Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßnah- 
men zur Aufwertung des Quartiers und Erhöhung der S i- 
cherheit  
− Erhöhung der Teilhabechancen in den Bereichen Be-

160 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
schäftigung, Bildung und Gesundheit 
− Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lob - 
byarbeit für das Quartier) 
− Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen  
Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt 
werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen profes sio- 
nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftli che 
Begleitung ermittelt werden. 
Hinweis zu Modul B - Quartiershausmeister 
− Die Aufgabenwahrnehmung „Quartiershausmeister“ wir d 
in Kalk – Nord bereits umgesetzt. Das Modell konnte  im 
Rahmen des Wohndialoges in Kalk-Nord (Montag Stiftung 
– Urbane Räume, Projekt Kalkschmiede) große Erfolge  
und stadtweite Beachtung aufweisen.  
 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier  
Ziele Querschnittsziel 
− Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
− Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  
− Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
Projektziele 
− Ziel der aktivierenden Mieter- und Nachbarschaftsa rbeit 
ist es, allen in dem Quartier lebenden Menschen, un ab- 
hängig von der persönlichen Lebenssituation, der He r- 
kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistu ngsfä- 
higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaf tlichen 
Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von Ar- 
mut und sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Durch die  
Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzun gen 
dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner 
des Quartiers ihre Interessen vertreten, ihre Recht e als 
Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und 
Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren 
können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt  
einbringen. 
 
Indikatoren − Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im  
Rahmen der aktivierenden Befragung  
− Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in  der Be- 
wohnerschaft 
− Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und Kommunika ti- 
onsräume im Quartier 
− Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützt en

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 161  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Mieterinitiativen und Mieterräte 
− Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangeb ote 
(Mieterberatung) 
− Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r- 
treffen 
 
Kosten Personalkosten für das Quartier Kalk -Nord ( externe Vergabe)  
0,5 Stelle S 15: 35.250 € pro Jahr 
für 3,5 Jahre: 123.375 € 
Personalkosten: 123.375  € 
 
Sachkosten für das Quartier Kalk - Nord 
Kostenermittlung für 3,5 Jahre:  
Raumkosten: 19.526,50 € 
Einrichtungsgegenstände: 1.659,00 € 
Geschäftskosten: 4.466,00 € 
Fernsprechkosten: 1.211,00 € 
IT-Kosten: 17.857,00 € 
Sachkosten: 44.719,50 € 
 
Aktivierungsbudget 
Aktivierende Befragung: 6.500,00 € 
Wissenschaftliche Begleitung: 7.000,00 € 
Beteiligungsverfahren: 5.250,00 € 
Aktivierungsbudget: 18.750,00 € 
Gesamtkosten: 186.844,50 € 
Davon in 2019: 54.777,00 € 
Davon in 2020: 54.777,00 € 
Davon in 2021: 51.527,00 € 
Davon in 2022: 25.763,50 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  01.01.2019 – 30.06.2022 
42 Monate / 3,5 Jahre 
 
Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen 
der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß 
der weiterhin erforderlichen professionellen Unters tützung soll 
durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden.

162 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Eine Weiterentwicklung der Maßnahmen ist denkbar. Die konkre- 
te Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrac htung ab- 
hängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher  Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren 
Förderung  − Modul A: Städtebauförderung 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und s ind nicht 
erkennbar. 
Bemerkung  Zum Stadterneuerungsprogramm 2017 wurde ein Fördera ntrag 
gestellt. Laut Veröffentlichung des MBWSV vom 18.04 .2017 ist 
für dieses Sozialraumgebiet keine Förderung vorgese hen. Sollte 
eine frühere Umsetzung der Maßnahme durch eine Förd erzusa- 
ge möglich werden, wird diese im Sinne der zügigen Programm- 
umsetzung durchgeführt.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 163  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer  
5.0.3 
Handlungsfeld: Wohnen  
Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm im Sozial raum Humboldt / 
Gremberg und Kalk 
  
Inhalt Ausgangslage 
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk liegt i m rechts- 
rheinischen Köln, östlich circa 4 Kilometer vom Zentrum entfernt. 
 
Das Stadtbild ist von Wohnhäusern aus der Gründerze it, Miets- 
häusern aus den 50er und 60er Jahren mit hohem Sani erungs- 
bedarf, einigen Industriedenkmälern, Verwaltungsgeb äuden so- 
wie großen Industriebrachen geprägt. 
In den 50er und 60er Jahren entstanden im Sozialrau m zahlrei- 
che Arbeitersiedlungen, die heute stark sanierungsb edürftig sind 
bzw. durch Ersatzbauten sukzessive ersetzt werden. Vorherr- 
schend im Sozialraum sind Mehrfamilienhäuser, die e inen Anteil 
von etwa 90 Prozent des Wohnbestandes ausmachen.  
Die GAG Immobilien AG verfügt im Sozialraum über ru nd 2.800 
Wohneinheiten und bildet einen starken Kooperations partner. Zu 
den weiteren großen Wohnungsanbietern zählen die Aa chener 
Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, die Genossensc haft 
GWG zu Köln sowie Vonovia (ehem. Deutsche Annington ). Bei 
der Ausgestaltung des Haus-, Hof- und Fassadenprogr amms 
muss darauf geachtet werden, dass neben den größere n Be- 
standshaltern vor allem auch die privaten Einzeleig entümer an- 
gesprochen und mobilisiert werden sollen. 
Im Rahmen einer Befragung gaben fast zwei Drittel a n, mit ihrer 
Wohnung zufrieden zu sein. Die Zufriedenheit mit dem Wohnum- 
feld fällt jedoch mit nur 30 Prozent erheblich geringer aus. 
Diese Werte verdeutlichen den Handlungsbedarf bei d er Woh- 
numfeldgestaltung. Das Haus-, Hof- und Fassadenprog ramm 
bildet dabei einen wichtigen Beitrag, in dem es für  die Bedarfe 
sensibilisiert, Eigentümer mobilisiert und konkrete  Gestaltungs- 
maßnahmen im Sozialraum anstößt.  
 
Projektbeschreibung 
Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige  Verbes- 
serungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnu mfeld 
vorzunehmen. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im S ozialraum 
soll verbessert werden. 
Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie  Stadterneue- 
rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebauli- 
che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßn ahmen 
zur Fassadenverbesserung,  Begrünung, Herrichtung u nd Ge- 
staltung von Hof- und Gartenflächen sowie Maßnahmen  an Au- 
ßenwänden und Dächern gefördert werden. Zuwendungsf ähig 
sind 50 Prozent der Ausgaben von höchstens 60 Euro je Quad-

164 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
ratmeter umgestalteter Fläche. 
Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohnge bäuden 
werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewert et. Das 
Förderprogramm bietet Mietern und Eigentümern von W ohnim- 
mobilien und gemischt genutzten Immobilien Unterstü tzung bei 
Verschönerungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe.  Ein 
attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteina nder von Be- 
wohnerinnen und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund s ind Ver- 
schönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialra um 
„Humboldt / Gremberg und Kalk“ von besonderer Bedeutung.  
 
Zielgruppe − Hauseigentümer 
− Eigentümergemeinschaften 
− Mieter und Nutzungsberechtigte 
 
Ziele Operatives Ziel  
− Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen 
Projektziele 
− Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum so ll 
verbessert werden 
− Aufwertung des Wohnumfeldes 
− Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch  ein 
attraktiveres Wohnumfeld 
− Steigerung der privaten Investitionen im Sozialrau m 
 
Indikatoren − Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm 
− Anzahl der durchgeführten Beratungen  
 
Kosten  
Gesamtkosten für den Sozialraum 1.140.000 € 
Davon Kostenanteil Dritter 
(Zuwendungsempfangende) 
570.000 € 
Davon förderfähige Kosten 570.000 € 
Davon 2019 190.000 € 
Davon 2020 190.000 € 
Davon 2021 190.000 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum  36 Monate / 3 Jahre

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 165  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
01.01.2019 bis 31.12.2021 
 
Projektverantwortlicher  − Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Förderung  − Städtebauförderung 
 
Bemerkung  Der Baustein „Entsiegelung“ der im Rahmen der Förde rrichtlinie 
Stadterneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt wird, 
soll innerhalb des Haus- Hof – und Fassadenprogramm s explizit 
nicht gefördert werden, da die Stadt Köln das Thema  „Entsiege- 
lung“ im Rahmen der Maßnahme 4.0.2 „Grüne Höfe, Grüne Plät- 
ze“ sowohl für private als auch für öffentliche Flächen zur Förde- 
rung anbietet. Eine entsprechende Anpassung wird in  der zu 
erarbeitenden Richtlinie zum Haus, Hof- und Fassadenprogramm 
erfolgen. 
Zum Stadterneuerungsprogramm 2017 wurde ein Fördera ntrag 
gestellt. Laut Veröffentlichung des MBWSV vom 18.04 .2017 ist 
für dieses Sozialraumgebiet keine Förderung vorgese hen. Sollte 
eine frühere Umsetzung der Maßnahme durch eine Förd erzusa- 
ge möglich werden, wird diese im Sinne der zügigen Programm- 
umsetzung durchgeführt.

166 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Städtebauliches und soziales Engagement weiterer  Akteure 
 
Die GAG Immobilien AG bildet einen wichtigen Kooperationspartner in Köln. Mit einem Woh- 
nungsbestand von über 43.000 Wohnungen ist sie die größte Vermieterin in Köln und weist 
auch im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk mit  rund 2.800 einen nennenswerten 
Anteil an Wohneinheiten auf. Bereits durch die Akti onärsstruktur, bei dem die Stadt Köln 
Hauptaktionär ist, ergeben sich enge Bezüge zwischen der Stadt Köln und der GAG Immobi- 
len AG.  
 
Gegründet vor mehr als hundert Jahren haben sich di e Herausforderungen über die Zeit 
stark verändert. Neben der Betreuung des Wohnungsbe standes werden durch die GAG lau- 
fend neue Wohnbauprojekte realisiert um den steigen den Bedarf an Wohnungen, insbeson- 
dere bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit durchsch nittlichen bzw. geringeren Einkom- 
men, abzufedern.  
 
In ihrem unternehmerischen Handeln nimmt die GAG nu n auch verstärkt die Quartiersebene 
als Betrachtungs- und Handlungsraum in den Fokus. Z iel ist es, durch ein strategisches 
Quartiersmanagement unter Einbeziehung lokaler, und  stadtweit agierender Akteure, die 
soziale Stabilität der Wohnquartiere zu bewahren, i hre Wohnqualität weiter zu entwickeln 
und die Identifikation der Mieterinnen und Mieter in „ihrem“ Stadtteil zu fördern.  
 
Im Stadtteil Kalk sind insgesamt  1.245 Wohnungen i m Eigentum der GAG (Stand: Dezem- 
ber 2016). In den vergangenen Jahren wurden bereits  umfangreiche Modernisierungs- und 
Neubaumaßnahmen umgesetzt.  
Aktuell ist in Kalk-Nord die energetische Modernisierung eines Baufeldes mit 30 freifinanzier- 
ten Wohneinheiten und einem Investitionsvolumen von ca. 2,9 Millionen Euro in Planung.  
 
Weiterhin sind im Stadtteil Kalk vier Neubaumaßnahm en auf Ankaufsgrundstücken zur Er- 
richtung von 762 Wohneinheiten, davon 305 öffentlic h geförderte, 89 Studentenapparte- 
ments und diversen Gewerbeeinheiten geplant. Hierfür wird mit einem Gesamtinvestitionsvo- 
lumen von knapp 247 Millionen Euro kalkuliert. Dies e Neubautätigkeit kann auch einen Bei- 
trag zur Verbesserung des Angebotes an barrierefreien Wohnungen leisten.  
Am westlichen Rand des Sozialraums Kalk wird eine d er vier Neubaumaßnahmen realisiert. 
An der Barcelona-Allee entstehen neben einer neuen Hauptzentrale der GAG auch fünf 
Wohnhäuser mit insgesamt 159 Wohnungen. Zur Wohnbeb auung gehören mehrere Spiel- 
plätze sowie zwei Tiefgaragen. Die Häuser sind voraussichtlich Mitte 2019 bezugsfertig.  
 
Im Stadtteil Humboldt / Gremberg verfügt die GAG üb er 1.467 Wohnungen, wovon sich der- 
zeit 922 Wohneinheiten im Quartier „Kannebäckersiedlung“ befinden. Insbesondere in dieser 
Siedlung soll ein Großteil der Objekte energetisch modernisiert werden. Beabsichtigt sind 
insgesamt Investitionen in Höhe von ca. 70 – 80 Mil lionen Euro. Über die baulichen Investiti- 
onen hinaus werden im Rahmen eines integrierten Qua rtierskonzepts auch Maßnahmen zur 
Wohnumfeld- und Freiflächenverbesserung angestrebt,  sowie mögliche Nachverdichtungs- 
potentiale geprüft.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 167  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Umsetzungsplanung – Organisation und Steuerung 
Bereits in der Phase der Konzepterstellung wurden m it Blick auf die Umsetzung des Pro- 
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Arbeitsstrukturen aufgebaut, an denen für die Um- 
setzungsphase angeknüpft werden soll. Die Eckpunkte zu Strukturen und Verfahren sind mit 
Nennung der an der Umsetzung beteiligten Akteure un d ihrer Rollen in der nachfolgenden 
Abbildung dargestellt.  
Abbildung 21: Organisationsmodell zur Umsetzung des  Integrierten Stadtentwick- 
lungskonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
Das daraus abgeleitete Organisationsmodell bildet zunächst die organisatorische Ausgangs- 
struktur der Stadt Köln in der Vorbereitungsphase für die Umsetzung der Maßnahmen. Diese 
Vorbereitungsphase dient der Planung und Durchführu ng aller für die Umsetzung erforderli- 
chen Arbeiten (siehe unten). 
Im Rahmen einer Prozesssteuerung sollen die bei der  Evaluation von MÜLHEIM 2020 er- 
kannten Optimierungspotenziale einer zentralen Steu erung bei dezentraler Umsetzung be- 
rücksichtigt werden, um die erforderlichen Struktur en und Verfahren auf die Anforderungen 
des neuen Programm „Starke Veedel - Starkes Köln“ m öglichst effizient umzusetzen. Dies 
beinhaltet zum Beispiel die Vermeidung von Doppelst rukturen und Redundanzen in der Auf- 
gabenwahrnehmung, die Steigerung der Arbeitseffizie nz, eine Optimierung der Ressourcen 
und des Know-hows der Beteiligten sowie der integri erten, ämterübergreifenden Zusammen- 
arbeit. Ziel ist es, mit Beginn der Umsetzungsphase  ein optimales Organisationsmodell im- 
plementiert zu haben oder zeitnah zu entwickeln.

168 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Als zentrales Entscheidungs- und Steuerungsgremium des neuen Programms ist ein Len- 
kungskreis vorgesehen. Dieser ist hochrangig besetz t und trifft alle für die Planung und 
Durchführung des Programms wesentlichen Entscheidungen.  
Die für die Vorbereitung der Umsetzungsphase erford erlichen Arbeiten übernimmt das Steu- 
erungsteam in Zusammenarbeit mit den Fach- und Bürg erämtern. Das Steuerungsteam 
bündelt Erfahrungen, zum Beispiel zu den Themen Pro jektsteuerung, Bürgerbeteiligung, 
Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Förderung und Vergabe. 
Um die Fragestellungen aus den Sozialräumen unkompl iziert zu bündeln, wird für jeden So- 
zialraum eine konkrete Ansprechperson benannt, die zum einen die aktuellen Belange regelt 
und zum anderen die Schnittstelle zum Gesamtprogramm bildet.  
In der Vorbereitungsphase kümmert sich der koordini erende Bereich des Steuerungsteams 
insbesondere um die Vorbereitung der Antragstellungen von Fördermitteln für das neue Pro- 
gramm. Weiterhin wird der begonnene Prozess der Bür gerinnen- und Bürgerbeteiligung, 
dem im neuen Programm eine hohe Bedeutung zukommt, weitergeführt und durch Maß- 
nahmen der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die d urch die Fachämter zu erstellenden Kon- 
zepte und darauf aufbauenden Leistungsbeschreibunge n dienen als Grundlage späterer 
Ausschreibungen.  
Eine entscheidende Bedeutung für den erfolgreichen Abschluss der Vorbereitungsphase ist 
der intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit zwi schen dem koordinierenden Steue- 
rungsteam und den Dezernaten / Fachämtern beizumess en. Im Rahmen dieser Zusammen- 
arbeit sind im Bedarfsfall die Grundlagen für die E rweiterung des Steuerungsteams um zent- 
rale Steuerungs- und Koordinationsaufgaben für die Umsetzungsphase zu entwickeln. Dar- 
über hinaus werden die Fragen einer künftigen, förd erfähigen Einbindung von Externen be- 
ziehungsweise von Beschäftigten der Fachämter abgestimmt. 
Parallel dazu erfolgt auch ein Austausch mit den Bü rgeramtsleitungen und der Sozialraum- 
koordination über die Weiterentwicklung und zielger ichtete Ergänzung der vorhandenen 
Strukturen in den Sozialräumen um die Koordination der Maßnahmen des ISEKs sicherzu- 
stellen. Dabei wird insbesondere das Quartiersmanagement die örtliche Sozialraumkoordina- 
tion sinnvoll unterstützen und entlasten. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort soll 
die Umsetzung der Maßnahmen unterstützt und insbeso ndere die Abwicklung des Verfü- 
gungsfonds begleitet werden. 
Für den Erfolg des Programms wird die prozessbeglei tende Entwicklung der Umsetzungs- 
struktur von entscheidender Bedeutung sein. Ziel ist es auf aktuelle Anforderungen reagieren 
zu können und ein zentrales Schnittstellenmanagement aufzubauen.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 169  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
10.9 Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplanung  
 
Tabelle 7: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung  
(Hinweis: Die dargestellten Beträge sind gerundet. Die spitz kalkulierten Kosten sind den einzelnen Maßnahmenblättern zu entnehmen) 
Handlungsfeld  Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für den Sozi- 
alraum Hum- 
boldt / Grem- 
berg und Kalk 
Finanzierung aus  2017 2018 2019 2020 2021 2022 
übergreifend 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivie- 
rung  
übergreifend  
(alle Sozialräume) 900.600 € Städtebauförderung     291.800 € 247.400 € 241.600 € 119.800 € 
übergreifend 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation  übergreifend  
(alle Sozialräume) 44.100 € Städtebauförderung     11.300 € 11.300 € 11.300 € 10.200 € 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.5 
Integration auch von zugewanderten Kindern, 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit 
Flüchtlingsstatus in die bestehenden Regel- 
systeme durch aufsuchende mobile Arbeit  
übergreifend  
(alle Sozialräume) 0 € ESF         
 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und 
Jugendarbeit Köln  
übergreifend  
(alle Sozialräume) 27.400 € ESF   13.700 € 13.700 €      
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.12  
Sprachförderangebote für neu eingereiste 
Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 
16 und 25 Jahren mit keinen oder geringen 
Deutschkenntnissen im Rahmen von Ju- 
gendintegrationskursen  
übergreifend  
(alle Sozialräume) 134.400 € ESF  67.200 € 67.200 €     
 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.16  
Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regel- 
system und Entwicklung einer beruflichen 
Perspektive für junge Menschen mit psychi- 
schen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozial- 
raumgebieten 
übergreifend  
(alle Sozialräume) 61.400 € ESF 23.000 € 30.700 € 7.700 €     
 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.17  Stadtteileltern  übergreifend  
(alle Sozialräume) 77.600 € ESF 14.000 € 28.000 € 24.800 €  10.800 €

170 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 171  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Handlungsfeld Nr.   Maßnahme   Gebietsbezug   Gesamtkosten 
für den Sozi- 
alraum Hum- 
boldt / Grem- 
berg und Kalk 
Finanzierung aus  2017 2018 2019 2020 2021 2022 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.19  
Übergänge begleiten: Angebote der Familien- 
bildung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, 
Familienzentren, Schulen im Primarbereich 
und Sekundarstufe I (SEK I), Trägern des 
Offenen Ganztags  
übergreifend  
(alle Sozialräume) 111.000 € ESF  55.500 € 55.500 €     
 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.20  Gemeinsam für Grundbildung im Veedel  übergreifend  
(alle Sozialräume) 69.400 € ESF  34.700 € 34.700 €      
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.21  Ferienschulen  übergreifend  
(alle Sozialräume) 23.600 € 
gegebenenfalls 
geeignetes Lande- 
sprogramm des 
MFKJKS oder 
MSW oder des 
BAMF (Sprachkur- 
se) 
 11.800 € 11.800 €      
 
Früh ansetzende 
Hilfen 1.0.26  Willkommen und Ankommen in Köln  übergreifend  
(alle Sozialräume) 311.800 € ESF 155.900 € 155.900 €        
Öffentlicher Raum  2.0.4 
Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln 
Neuordnung und Neugestaltung der Spiel- 
platz-fläche Eythstraße  
übergreifend  
(alle Sozialräume) 540.000 € 
EFRE mit Kofinan- 
zierung über Städ- 
tebauförderung  
  35.000 €  430.000  75.000

172 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 173  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Handlungsfeld Nr.  Maßnahme  Gebietsbezug  Gesamtkosten 
für den Sozi- 
alraum Hum- 
boldt / Grem- 
berg und Kalk  
Finanzierung aus  2017 2018 2019 2020 2021 2022 
Wirtschaft und Qua- 
lifizierung 3.7.1 Jobcoach  Humboldt / Grem- 
berg und Kalk 357.400 € ESF  178.700 € 178.700 €      
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft- 
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze“  übergreifend  83.000 € EFRE    29.300  29.300 € 24.400 €  
 
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft- 
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.4 
Aufbau eines Hitzewarn- und Informations- 
systems. Informationsmaterial für die Bevöl- 
kerung zum Thema Hitzeentwicklung im 
Zuge des Klimawandels 
 
übergreifend  54.000 € BMUB-Programm (Klima), 
BMBF  20.000 € 17.000 € 17.000 €   
 
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft- 
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.9 
Maßnahmen rund um eine Leitart zur Ver- 
besserung der Identifikation der Bürgerinnen 
und Bürger mit ihrem Sozialraum und 
gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität 
sowie der Aufenthaltsqualität  
übergreifend  28.500 € EFRE  27.100 € 1.400 € Abschluss-
bericht   
 
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft- 
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.0.11 
Reduzierung der Lärmbelastung an erheb- 
lich betroffenen Straßen in der Baulast der 
Stadt Köln durch Einbau von lärmoptimier- 
ten Belägen 
übergreifend 36.000 € Förderrichtlinie Kommuna- 
ler Straßenbau  9.000 € 9.000 € 9.000 € 9.000 € 
 
Umweltgerechtigkeit 
- Klimaschutz, Luft- 
reinhaltung und 
Lärmminderung 
4.7.1 Integrierte Maßnahme zur ökologischen 
Revitalisierung "Westerwaldstraße" 
Humboldt / Grem- 
berg und Kalk 2.700.000 € 
EFRE mit Kofinanzierung 
über Städtebauförderung    50.000 1.000.000 € 1.500.000 €  150.000 € 
Wohnen 5.0.2 A  
„Zuhause im Veedel –Aktivierung, Beteili- 
gung und Wohnumfeldpflege im Quartier 
Kalk-Nord  
Modul A: Mieter und Nachbarschaftsarbeit 
übergreifend 186.900 € Städtebauförderung    54.800 € 54.800 € 51.500 € 25.800 € 
Wohnen 5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenprogramm  übergreifend  
(alle Sozialräume) 
1.140.000 € 
(Von den Ei- 
gentümern wird 
eine Kofinan- 
zierung von 50 
% = 570.000 € 
eingebracht) 
Städtebauförderung + 
Eigenanteil Zuwendungs- 
empfangende 
   190.000 € 190.000 € 190.000 €

174 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 175  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
11. Anhang 
 
Anhang 1: Städtische Konzepte 
Themenfeld: Früh ansetzende Hilfe  
Kölner Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft  (2012) 
Das in 23 Arbeitsgruppen in einem zweijährigen Arbeits- und Beteiligungsprozess formulierte 
Kölner Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft bildet die zentrale Leitlinie für 
die kommunale Integrationsarbeit der nächsten Jahre. Es geht von dem Grundsatz aus, dass 
nur eine integrierte und für Veränderung offene Sta dtgesellschaft erfolgreich und für alle ge- 
winnbringend die Herausforderungen der globalisierte n Zukunft bewältigen kann. Daneben 
fußt es im Sinne des Inklusions- und Genderansatzes auf dem Grundgedanken, dass Ver- 
schiedenheit der Normalfall ist und dass jeder einzelne Mensch in seiner Besonderheit ak- 
zeptiert werden und seine Potenziale einbringen können soll.  
Ein Drittel der in Köln lebenden Menschen hat aktuell,  mit steigender Tendenz, eine soge- 
nannte Zuwanderungsgeschichte. Statistisch gesehen ist festst ellbar, dass sowohl selbst 
Zugewanderte als auch Menschen mit erkennbarem familiär em Zuwanderungshintergrund 
im Durchschnitt sozial und wirtschaftlich schlechter gestellt  sind als die sogenannte Mehr- 
heitsgesellschaft. Insofern gilt: „Integration ist eine d auerhafte politische und gesamtgesell- 
schaftliche Aufgabe, die alle in der Stadt (im Land) l ebenden Menschen betrifft. Ziel der im 
Konzept beschriebenen präventiven und „nachholenden“ Maßnahmen zur  Integrationsförde- 
rung ist es, den Kölnerinnen und Kölnern mit Zuwander ungsgeschichte eine gleichberechtig- 
te Teilhabe am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, polit ischen und kulturellen Leben zu er- 
möglichen und für Toleranz, Akzeptanz und wechselseitigen Respekt zwischen den Bevölke- 
rungsgruppen zu werben.  
Das ergänzende "Interkulturelle Maßnahmenprogramm - M aßnahmenempfehlungen" ist die 
von sieben Expertengruppen erarbeitete Zusammenstellun g von konkreten Maßnahmen zur 
praktischen Umsetzung des Prozesses für mehr Chancengleichheit und Teilhabe. 
Integrationsrat, Fachausschüsse und Rat der Stadt Köln ha ben auf dieser Grundlage eine 
Vielzahl von unterschiedlichen Maßnahmen beschlossen und zur Umsetzung finanzrelevan- 
ter Maßnahmen ein Integrationsbudget in Höhe von jäh rlich etwa einer Million Euro im Dop- 
pelhaushalt 2016/2017 bereitgestellt. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/integration/konzept-zur-staerkung-der-
integrativen-stadtgesellschaft-und-interkulturelles-massnahmenprogramm  
 
Handlungskonzept Behindertenpolitik (2009) 
In Köln leben mehr als 100.000 Menschen mit einer aner kannten Schwerbehinderung und 
weitere rund 50.000 Menschen mit einer Behinderung vo n 20 bis 40 Prozent. Nicht nur für 
sie sind barrierefreie und inklusive Strukturen und An gebote notwendig. Auch alle anderen - 
ganz gleich, ob sie in Köln wohnen oder die Stadt nur  kurzfristig besuchen - profitieren da- 
von. So ist bekannt, dass eine barrierefrei zugänglich e Umwelt für etwa 10 Prozent der Be- 
völkerung zwingend erforderlich, für etwa 30 bis 40 P rozent notwendig und für 100 Prozent 
komfortabel ist, also ein Qualitätsmerkmal darstellt. 
Die Aufgabe des Handlungskonzeptes ist es, die Informationen über die Lebenssituation von 
Menschen mit Behinderungen in Köln zu verbessern, den Blick für Stärken und Schwächen 
der Kölner Behindertenpolitik und der bestehenden H ilfesysteme zu schärfen, kurz- und mit-

176 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
telfristige Ziele zu entwickeln, einen Maßnahmenpla n abzustimmen, der zukünftig als Leitfa- 
den für eine koordinierte und zielorientierte Behindertenpolitik in Köln dient.  
Der 1. Folgebericht legte den Fokus auf die Situation von Menschen mit Behinderung in dem 
Bewusstsein, dass die Bedeutung von Inklusion sehr viel um fassender ist. Die Maßnahmen 
zum Abbau von Barrieren und zur Förderung einer une ingeschränkten Teilhabe von Men- 
schen mit Behinderung zeigen jedoch, dass sie die Teilhab e aller Menschen erleichtern und 
damit wichtige Schritte zu einer inklusiven Entwicklung sind. 
Der 2. Folgebericht zum Handlungskonzept Behinderten politik „Köln überwindet Barrieren – 
eine Stadt für alle“ wurde vom Rat der Stadt Köln i n seiner Sitzung am 20.12.2016 zur 
Kenntnis genommen. Im Rahmen dieses Berichts wird festge stellt, dass sich die Kölner Be- 
hindertenpolitik seit Verabschiedung des Handlungskonze ptes im September 2009 deutlich 
weiterentwickelt hat. Viele der damals beschlossenen Maß nahmen zählen inzwischen zum 
Standard städtischer Aufgabenwahrnehmung Zahlreiche Bar rieren konnten abgebaut und 
die Teilhabe von Menschen mit Behinderung verbessert w erden. Die im 1. Folgebericht ge- 
nannten Prioritäten konnten zu zwei Dritteln vollstän dig umgesetzt werden. Ein Viertel der 
Prioritäten wurden zumindest teilweise umgesetzt. 
Für die Jahre bis 2020 werden Handlungsempfehlungen fü r folgende Themenbereiche prio- 
risiert: 
- Kinder und Jugend 
 
- Stadtentwicklung, Stadtgrün, öffentlicher Straßenra um,  
öffentlicher Personennahverkehr  
- Gebäude  
- Wohnen  
- Arbeit  
- Kunst und Kultur – Weiterbildung  
- Sport  
- Soziale Hilfen  
- Gesundheitsdienste  
- Information, Kommunikation – Service  
- Sensibilisierung und Fortbildung  
- Politische Teilhabe und Mitwirkung  
 
Um das Engagement einzelner Menschen, Organisationen un d Betriebe zu würdigen und 
bekannt zu machen, wurde in 2017 zum achten Mal der K ölner Innovationspreis Behinder- 
tenpolitik (KIB) ausgeschrieben. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/behinderung/handlungskonzept-zur-
koelner-behindertenpolitik  
 
„Plan für ein seniorenfreundliches Köln“ (2002) 
Aktuell gibt es in Köln mehr als 40 Senioren-Netzwerke in den Kölner Stadtteilen. Bereits im 
Oktober 2002 gingen die ersten Senioren-Netzwerke in  den Stadtteilen mit Meschenich, Poll 
und Kalk an den Start.  Prozessbegleitende politisch gewählte Gremien sind  
− Integrationsrat  
− Stadt-Arbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik  
− Stadt-Arbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik 
Zentrale und präventiv wirkende Zielsetzungen der Netzwerke sind:

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 177  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
− das Leben in der Gemeinschaft zu fördern, 
− Selbstverantwortung der Seniorinnen und Senioren zu  stärken, 
− Beteiligung von älteren Menschen am gesellschaftlichen L eben zu ermöglichen, 
− Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe anzuregen, 
− Bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen und 
− altersspezifische Angebote in Bildung, Kultur, Freizei t und Sport zu.  
Weitere Informationen unter:  
http://www.seniorennetzwerke-koeln.de/ 
 
Seniorenfreundliches Köln – Weiterentwicklung der S eniorenarbeit 2015-2025 (Sep- 
tember 2014) 
Köln ist eine Stadt in der die Zahl alter und hochalt riger Menschen kontinuierlich zunimmt. 
Das seniorenfreundliche Köln will sich in seinen Angebotsstrukturen darauf einstellen. Es soll 
sich auszeichnen durch: 
− bedarfsgerechte und gut erreichbare, barrierefrei zu gängliche Information und 
Beratung,  
− vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten Engagement un d Selbsthilfe bereiter Senio- 
rinnen und Senioren,  
− integrierte und passgenaue Angebote, die ein selbstä ndiges Leben in der eige- 
nen Wohnung such im hohen Alter und mit Handicaps ermöglichen,  
− ein in der Öffentlichkeit verankertes Bewusstsein für d ie Lebenssituation und Be- 
dürfnisse alternder Menschen. 
Eckpfeiler der kommunalen Seniorenarbeit sind die in d en Stadtbezirken wirkenden Pro- 
gramme: Seniorenberatung, Senioren / Netzwerke, Entl astungsdienste für Menschen mit 
Demenz und ihre Angehörigen und haushaltsnahe Dienstleistungen 
Seniorenkoordination im Stadtbezirk 
Als weiterer Baustein zur Weiterentwicklung der Senior enarbeit in Köln sollen zukünftig Se- 
niorenkoordinatorinnen und Seniorenkoordinatoren ei ngesetzt werden. Geplant ist die Ein- 
richtung von je einer halben Stelle je Stadtbezirk. D ie Vorlage ist aktuell in der politischen 
Beratung. 
 
Rahmenkonzept der Kölner Bürgerhäuser und Bürgerzentren 
Ausgehend von städtischen Konzepten wie Leitbild der S tadt Köln, Leitlinien für ein soziales 
Köln etc. und übergeordneten Arbeitsprinzipien wie Pr ävention, Integration, Inklusi- 
on/Barrierefreiheit und Gender Mainstreaming arbeite n die Kölner Bürgerhäuser/-zentren 
nach der vom Rat 2007 verabschiedeten Rahmenkonzeption.  
 
Leitziele der Bürgerhäuser und Bürgerzentren: 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren haben eine wesent liche Funktion in der Schaffung von 
Möglichkeiten zur Begegnung der Menschen. Sie bieten e ine Infrastruktur sowohl zu eigen- 
aktivem Handeln als auch zu konsumtiven Verhalten. Als l ebendiger und offener Treffpunkt 
fördern sie den sozialen, kulturellen und politischen Dialog der Menschen.

178 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren beteiligen sich mit ihren Angeboten aktiv an der Gestal- 
tung des Stadtteils und des Stadtbezirks mit dem Ziel  der Verbesserung der Lebensqualität 
für die Bevölkerung. Sie fördern die Integration al ler Kulturen und sozialer Schichten, sowie 
die Verbindung zwischen den Generationen. 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren verfolgen das Ziel möglichst viele Menschen zu aktivie- 
ren, um eigenverantwortliches Handeln zu erreichen und /oder für ehrenamtliches Engage- 
ment zu motivieren. 
Die Bürgerhäuser und Bürgerzentren sind Dienstleister f ür die Bürgerinnen und Bürger im 
Stadtteil und im Stadtbezirk. Sie bilden eine Infor mationsplattform in Verbindung mit Bera- 
tungsleistungen. 
Die Leitziele der Bürgerhäuser und Bürgerzentren werden im Rahmen von Handlungsfeldern 
umgesetzt:  
− Handlungsfeld Kultur 
− Handlungsfeld Erziehung, Bildung und Qualifizierun g 
− Handlungsfeld Beratung 
− Handlungsfeld Sozialraumorientierte Gemeinwesenarb eit 
− Handlungsfeld bürgerschaftliches und gesellschaftspolitische s Engagement 
− Handlungsfeld Ökologie 
− Handlungsfeld Gesundheitsförderung 
Die Handlungsfelder können je nach Ausrichtung der Ei nrichtung und den Gegebenheiten 
"vor Ort" eingeschränkt oder durch weitere inhaltliche S chwerpunkte ergänzt bzw. erweitert 
werden wie z.B. Wohnen, gesellschaftspolitische Bildung usw. 
 
Mit 11 der 14 Kölner Bürgerhäuser/-zentren werden jä hrlich auf Grundlage der Rahmenkon- 
zeption Ziel- und Leistungsvereinbarungen abgeschlossen

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 179  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
„Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Köln 2011“ 
Der Rat der Stadt Köln hat im Herbst 2011 die „Integ rierte Jugendhilfe- und Schulentwick- 
lungsplanung Köln 2011“ beschlossen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Es 
handelt sich hierbei um ein strategisches Rahmenkonzept, mit dem Ziele, Herausforderun- 
gen und Entwicklungsperspektiven für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen von Kindern, 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschrieben und Lösung sansätze erörtert werden. 
Das Konzept verfolgt eine lebenslaufbezogene Perspekti ve auf die Bildungsbereiche, sieht 
Kinderarmut, Inklusion und Integration als zentrale H erausforderungen und erörtert sozial- 
räumliche Ansätze zur Verbesserung von Lebensverhältnissen  und Bildungschancen. Die 
vorgeschlagenen Lösungen sind in öffentlichen Sitzungen aller neun Bezirksvertretungen mit 
einem um Bildungsakteure vor Ort erweiterten Teilnehm erkreis ausführlich erörtert worden. 
Die zahlreichen wertvollen Anregungen, Hinweise und V orschläge sind in die Planungen 
aufgenommen worden. Vor diesem Hintergrund sind in de n Folgejahren Konkretisierungs- 
und Teilpläne entwickelt und entsprechende Maßnahmen u mgesetzt worden, zum Beispiel 
die „Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln 2011“, der „Inklusionsplan für Kölner Schulen 
2012“, die „Konkretisierung der Schulentwicklungsplanun g Köln 2012“, die halbjährlichen 
„Statusberichte zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in Köln“ (seit 2011), die „Schulent- 
wicklungsplanung für die städtischen Berufskollegs und We iterbildungskollegs in Köln 2015“ 
oder die „Kinder- und Jugendförderplanung Köln 2015  – 2020“ (in Vorbereitung). Die Inte- 
grierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung der Stadt Köln wird in einer Publikation 
des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (2011) 
„Moderne Sozialplanung“ als Beispiel „guter Praxis“ vorgestellt. Besondere Erwähnung fin- 
den unter anderem der gewählte Planungsansatz einer „local governance“ und dass den 
Planungen unterliegende Indikatorenmodell der Sozia lraumanalyse mit seinen zu Indizes 
zusammen gefassten Bildungs- und Sozialindikatoren au f kleinräumiger Ebene von Stadttei- 
len und Stadtvierteln Kölns. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/jugendhilfebericht_2011.pdf   
 
Kölner Bildungsbericht – Bildungsmonitoring 2012 
Der Kölner Bildungsbericht schafft Transparenz im Bildun gsgeschehen und stellt aussagefä- 
hige „Daten für Taten“ zur Verfügung. Er widmet sich besonders zentralen Fragestellungen 
wie den Übergängen zwischen den Schulformen bis hin zur  Ausbildung und in den Beruf. 
Außerdem wird der sprachlichen Bildung in frühen Leben sphasen, dem informellen Lernen 
und der Bildungsberatung besonderer Stellenwert einge räumt. Dabei richtet sich der Blick 
immer auch auf die Stadtbezirke und Stadtteile Kölns,  beispielsweise um deutlich zu ma- 
chen, wo Kinder und Jugendliche unter erschwerten Beding ungen aufwachsen, die die Bil- 
dungsbeteiligung und den Bildungserfolg beeinträchtige n können. Auch für Köln lässt sich 
nachweisen, dass Bildungschancen von Kindern und Jugendliche n in hohem Maße von der 
sozialen Herkunft abhängen und entsprechend sozialräuml ich stark unterschiedlich verteilt 
sind. Gleichzeitig wird im Bildungsbericht beispielhaft aufgezeigt, dass präventive Maßnah- 
men wirksam sind. So konnte für die sprachliche Bildung und Förderung im Elementarbe- 
reich nachgewiesen werden, dass der Sprachförderbedarf g eringer ist, je länger ein Kind 
eine Kindertageseinrichtung bereits besucht. Besonders auf fällig waren die Ergebnisse bei 
Kindern mit Migrationshintergrund: mit jedem zusätzli chen Jahr in der Kita halbiert sich na- 
hezu der Anteil, der Sprachförderung benötigt. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/bildungsbericht2012-barrierefrei.pdf

180 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Bildungsstrategie der Stadt Köln 
Für gerechte Bildungs- und Zukunftschancen verfolgt di e Stadt Köln eine „Doppelstrategie“: 
Erstens wird entschieden in die Regelsysteme der Bildung  investiert, um die Bildungs- und 
Entwicklungschancen aller Kinder, Jugendlichen und Erwachse nen zu verbessern. Zweitens 
kommt die Stadt der zentralen Maxime städtischer Armut sbekämpfung in einem sozialräum- 
lichen Bezug, „Ungleiches ungleich behandeln“, auch mit Blick auf das Handlungsfeld „Bil- 
dung, Jugend und Sport“ nach und fördert gerade solche Einrichtungen und Angebote noch 
einmal verstärkt, die vielen Kindern und Jugendlichen in prekären sozialen Lebenslagen ver- 
besserte Bildungs- und Entwicklungschancen eröffnen. 
Es gibt in Köln eine Vielzahl von Präventionsangebote n für Kinder und Jugendliche. Im Fol- 
genden sollen beispielhaft zwei „große Blöcke“, die gle ichsam zentrale Bausteine der kom- 
munalen Präventionskette in Köln darstellen, ausführli cher dargestellt werden. Mit Blick auf 
die Bildung von Kindern und Jugendlichen haben insbeson dere der Ausbau der Kinderta- 
gesbetreuung und die schulische Ganztagsbildung einen au sgesprochen hohen bildungs- 
und gesellschaftspolitischen Stellenwert: Für die Eltern  spielt eine flexible und qualitativ 
hochwertige Kinderbetreuung eine zentrale Rolle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
(Betreuungsaspekt). Für die Kinder selbst ergeben sich ve rbesserte Bildungschancen, ins- 
besondere wenn sie aus benachteiligten Familien kommen (Bildungsaspekt). 
Mit seinen Versorgungsquoten in den Bereichen Kinderta gesbetreuung für unter 3-Jährige, 
Offene Ganztagsschule im Primarbereich und Ganztag in der Sekundarstufe I belegt Köln im 
interkommunalen Vergleich in Nordrhein-Westfalen vor dere Plätze. Hierin und auch in die 
erhöhte Förderung von Bildungsinstitutionen in Stadtg ebieten mit erhöhtem Armuts- und Bil- 
dungsrisiko gehen – neben Landesförderungen – erhebl iche städtische Eigenmittel ein. Die 
gesamten Aufwendungen des Dezernates für Bildung, Jugend und Sport liegen bei über eine 
Milliarde Euro, wobei nur ein Viertel des Betrags durch Erträge, beispielsweise auch Landes- 
fördermittel, gegen finanziert ist.  
Neben der Förderung von Bildungschancen im Kontext von  Kindertageseinrichtungen und 
Schule, die vorgehend beispielhaft skizziert wurde, un ternimmt das Bildungsdezernat der 
Stadt Köln weitere erhebliche Anstrengungen in vielen Handlungs- und Bildungsbereichen 
unter anderem in den Bereichen Familienberatung, Wei terbildung / Grundbildung / Volks- 
hochschule, Kinder- und Jugendarbeit und Sportförderung . Trotz der beschriebenen An- 
strengungen und Investitionen in den Bildungsbereich ist  mit Blick auf hohe Kinderarmuts- 
quoten gerade in den elf Sozialräumen in Köln gleich wohl festzuhalten, dass die aktuellen 
und zukünftigen Herausforderungen für gelingendes Au fwachsen und gleiche Bindungs- 
chancen für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterhin sehr groß sind. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/bildung-und-schule/

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 181  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Kulturförderung 
Die Stadt Köln hat ein hohes Selbstverständnis als Kultu rstadt anerkannt zu sein. Als größte 
Stadt in Nordrhein-Westfalen bietet sich daher ein seh r vielfältiges und aktives Bild der Kul- 
turszene. Die Kulturförderung versteht sich in diesem Si nne auch als Querschnittsaufgabe, 
deren Wirkung in dem ersten Kulturbericht zu den Jahre n 2013 und 2014 
13  ausführlich be- 
schrieben ist. Die folgende Bestandsanalyse der Kulturför derung in Köln bezieht ausschließ- 
lich auf die institutionalisierte Kulturförderung. 
Die institutionalisierte Kulturförderung, die von der  Stadt angeboten wird umfasst alle Berei- 
che der Hochkultur mit Oper, Schauspiel, Gürzenich-Orchest er, Puppenspiele und Museen 
sowie der Stadtbibliothek. Darüber hinaus ist das Histori sche Archiv dort angebunden. Die 
städtischen Angebote haben einen sehr starken räumlichen  Bezug zum Innenstadtbereich 
und direkt angrenzenden Stadtteilen Kalk und Mülheim . Ein Angebot in den Sozialräumen 
findet sich Mülheim-Nord und Keupstraße mit den Depots 1 und 2 der Städtischen Bühnen, 
Kalk mit der Halle Kalk sowie in Chorweiler und Neubr ück, in denen Stadtteilbibliotheken 
vorhanden sind 
14 . 
Neben der institutionalisierten Kulturförderung werde n die Angebote der „freien Szene“ in 
den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Theater, Tanz , Film, Musik, Popmusik und Interkultur 
finanziell unterstützt. Die Förderung konzentriert si ch auf professionalisierte Angebote von 
Kultur in den unterschiedlichen Sparten und grenzt sich damit bewusst gegen das aus- 
schließlich räumlich orientierte Angebot der „Veedelskul tur“ ab. Die Förderung der „freien 
Szene“ wird wiederum in die Förderung von Kulturinstitutionen mit festen Spielstätten und in 
die Projektförderung differenziert, die sich sowohl au f Künstlerförderung (Einzelpersonen), 
als auch auf Ensembles und Gruppen und auch auf Projekte  in den Spielstätten beziehen 
kann. Darüber hinaus werden Ateliers für Bildende Kün stler und Proberäume für Gruppen 
der Popkultur angeboten.  
Der räumliche Bezug der institutionalisierten Kulturfö rderung von Spielstätten spiegelt sich 
ebenfalls mit einem deutlichen Schwerpunkt in der Inne nstadt sowie auch in Ehrenfeld, Kalk 
und Sülz / Klettenberg. Die Nutzung von Ateliers und  Proberäumen ist in den Sozialräumen 
„Meschenich und Rondorf“, „Humboldt /Gremberg und Kalk“ und angrenzend an die Sozial- 
räumen „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ un d „Bocklemünd / Mengenich“ vor- 
handen. 
Der Ausbau des kulturellen Angebotes in den Sozialräum en ist ein wichtiger Baustein für 
Verbesserung der Integration benachteiligter Gruppen i n Arbeit, Bildung und in die Gemein- 
schaft. Ziel ist auch, durch die Einbindung der Kulturfö rderung in die Handlungsfelder und 
Maßnahmen in den Programmgebieten, die Kulturstadt Köln noch stärker auf die Randgebie- 
te des Stadtgebietes auszuweiten. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/koelner-kulturbericht   
 
  
                                                
13  Weitere Erläuterungen zum Kulturbericht der Stadt Köln können dem Anhang entnommen werden 
14  Eine Übersichtskarte zur Lage städtischer kulturel ler Einrichtungen (Museen, Ateliers/proberäumen, 
Theater und Kulturinstituten) findet sich im ersten  Abschnitt der Bestandsanalyse (Themenfeld: De- 
mographische und soziale Situation). Eine genauere Übersicht über die Lage der Einrichtungen kann 
den Karten für jeden Sozialraum im 2.1.1 entnommen werden.

182 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Themenfeld: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Klimaschutzkonzept - Zum Schutz des Klimas und der Be wohnerinnen und Bewohner 
der Stadt Köln 
Das Integrierte Klimaschutzkonzept umfasst übergreifend den gesamten Energie- und Mobi- 
litätsbereich. Für die Erstellung des "Integrierten K limaschutzkonzept Köln" wurden Aufträge 
in Höhe von 197.308 Euro erteilt. Mit dem Konzept l iegt für Köln ein Programm vor, das bei 
ganzheitlicher Umsetzung erheblich dazu beiträgt, den begonnenen Klimaschutzprozess der 
Stadt Köln fortzusetzen und den Verpflichtungen aus de m Bürgermeisterkonvent nachzu- 
kommen, nämlich einer 20-prozentigen Steigerung der Energieeffizienz, einer 20-
prozentigen Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und einer 20-prozentigen Senkung 
der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020. Das Konzept mit de m gesamten Energie- und Mo- 
bilitätsbereich hat der Rat der Stadt Köln im April 2 014 zur Kenntnis genommen. Das Kon- 
zept leistet darüber hinaus einen Beitrag, die selbst a uferlegten CO2-Minderungsziele zu 
erreichen und ergänzt das Kooperationsprojekt „Smart Ci ty Cologne“. Mit einem Beschluss 
hat der Rat 13 konkrete Maßnahmen aus dem Gesamtkonzept, für 2014 zur weiteren schnel- 
len Bearbeitung und Einzelbeschlussfassungen auf den Weg gebracht und ermöglicht es 
weitere Fördermittel von Bund und Europäischer Union zu beantragen.  
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/klima/integrierte-klimaschutzkonzepte-
energie-und-verkehr   
 
Freiflächensystem der Stadt Köln 
Köln verfügt über ein gesamtstädtisches Freiflächensystem, das auf die Planungen von Fritz 
Schumacher in den 1920er Jahren zurückgeht. Die nachfolgenden Generationen haben kon- 
tinuierlich auf dieser Zielformulierung aufgebaut, oh ne diese in Frage zu stellen. Heute ist 
dieses gesamtstädtische Freiflächensystem mit seinen wesentli chen Elementen, dem Inne- 
rer und Äußerer Grüngürtel und den verbindenden rad ialen Grünzügen, ein wesentliches 
Element der Stadtstruktur, das sowohl aus klimatischer, ök ologischer als auch erholungs- 
funktionaler Sicht von großer Bedeutung ist.  
In den zurückliegenden Jahren konnten hierauf aufbaue nd weitergehende Ziele formuliert 
werden um das Freiflächensystem weiter zu entwickeln und  weiter zu qualifizieren. Die Aus- 
weisung von Kompensationsflächenpools in den radial vom Äußeren Grüngürtel zur Stadt- 
grenze führenden Grünzügen, die Weiterentwicklung in  die Region (RegioGrün) und die Er- 
arbeitung eines Entwicklungskonzeptes für den Äußeren Grüngürtel sowie die geplante Ver- 
längerung des Inneren Grüngürtels sind als vorausschauende Strategie vor dem Hintergrund 
der wachsenden Stadt und des Klimawandels zu verstehen. 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/projekte/regiogruen   
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/projekte/   
 
Stadtklima in Köln 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Me tropole Köln“, zusammen mit dem 
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NORDR HEIN-WESTFALEN, dem 
Deutschen Wetterdienst und den Stadtentwässerungsbetriebe n Köln durchgeführt und die 
Ergebnisse in der Studie: „Fachbericht 50: Klimawandelg erechte Metropole Köln - Ab- 
schlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich gezei gt, dass es zukünftig in Köln heißer 
wird und dass Wetterextreme (Starkregenereignisse) zunehmen werden. Daher ist es wichtig

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 183  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den nich t mehr aufzuhaltenden Klimawandel 
anzupassen.  
 
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass schon heute eine deutliche Aufheizung (Wärmein- 
sel) der dicht bebauten Stadtteile und der Innenstadt gegenüber dem Umland besteht. Die im 
Rahmen der Studie durchgeführten Messungen zeigten Temperaturdifferenzen von bis zu 10 
Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius und die 
Sommertage, mit Temperaturen von über 25 Grad Celsius in Köln deutlich zunehmen. 
Dabei können Maximaltemperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht werden. Die Zahl der 
Sommertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadt gebiet Köln im Vergleich zu den 
derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Pr ozent zunehmen und die Zahl der 
heißen Tage kann sich sogar verdoppeln.  
Planungshinweiskarte: 
Die Planungshinweiskarte zeigt für das gesamte Stadtgeb iet auf, welche zukünftige Wärme- 
belastung zu erwarten ist. Sie gibt Hinweise welche Geb iete besonders vom Klimawandel 
betroffen sein werden und welche wichtigen Kaltluftent stehungsgebiete im Stadtgebiet noch 
vorhanden sind. Sie gilt als wichtige Grundlage für Auswertungen zur Betroffenheit einzelnen 
Stadtteile beziehungsweise -bezirke.  
Mit der Darstellung  
− der Anzahl der heißen Tage für die Periode 2021 bi s 2050 (als Maß für die zu erwar- 
tende Wärmebelastung),  
− der Verteilung der Grünzüge in der Stadt (als poten tielle Frisch- und Kaltluftprodukti- 
onsflächen),  
− den Kaltluftflüssen (als Maß für die Möglichkeit der V erminderung der innerstädti- 
schen Wärmebelastung), 
− der Windrose (woher weht der Wind wie häufig?), 
werden in der Planungshinweiskarte Größen zusammengeführt, welche die siedlungsklimati- 
sche Situation und das Leben der Menschen in der Stadt b eschreiben. Dadurch hilft diese 
Karte, die Empfindlichkeit der Flächen bei Nutzungsänd erungen und den resultierenden kli- 
matischen Folgen erkennen und bewerten zu können. 
Die Flächen der hoch und sehr hoch belasteten Gebiete kö nnen hierbei als klimatische Sa- 
nierungsgebiete eingestuft werden, in denen sich Maß nahmen zur Verbesserung des Stadt- 
klimas aufdrängen, während die klimaaktiven, beziehu ngsweise sehr klimaaktiven Flächen 
eine sehr hohe Empfindlichkeit bei nutzungsändernden E ingriffen, Versiegelung und Bebau- 
ungsverdichtungen aufweisen. Diese beiden Klassen sollten als „Stadtklimatische Aus- 
gleichsflächen“ in ihrer klimatischen Funktion erhalten bleiben. 
Wichtige Eckpunkte einer klimawandelgerechten Planung sind die Freihaltung von Kaltluf- 
tentstehungsgebieten und Frischluftschneisen, die Durchgr ünung der Stadt, aber auch die 
Berücksichtigung der Belange des Klimawandels bei Planverfahren.  
Betroffenheit: 
Der Stadtbewohner befindet sich in permanentem Austausch  mit seinem urbanen Umfeld. 
Bewegt er sich im Freien, zum Beispiel in der Innenstad t zum Einkaufen, zum Spazierenge- 
hen im Park oder ist er mit dem Rad unterwegs zum Arb eitsplatz, so wirken auf ihn die Luft- 
temperatur, die Luftfeuchte, die Luftströmung und di e Sonnenstrahlung ein. Im Gegensatz

184 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
zum Aufenthalt im Freien ergeben sich beim Aufenthalt  in Gebäuden andere Situationen. 
Hier werden Wohlbefinden sowie Wärmestress wesentlich dur ch die Innenraumtemperatur 
und Luftfeuchte in den Räumen bestimmt. Einerseits lassen  sich durch technische Einrich- 
tungen wie Klimaanlagen optimale Innenraumtemperatu ren erreichen. Andererseits können 
durch das hohe Wärmespeichervermögen der Gebäudehülle i nsbesondere nachts hohe 
Wärmebelastungen auftreten, falls keine entsprechenden Hilfsmittel vorhanden sind.  
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/klima/das-projekt-
klimawandelgerechte-metropole-koeln   
 
Themenfeld Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen: 
Stadtentwicklungskonzept Wohnen und Handlungskonzept Preiswerter Wohnungsbau 
/ Kooperatives Baulandmodell 
Das am 11.02.2014 vom Rat beschlossene Stadtentwicklungskonzept (StEK) Wohnen sowie 
das im Vorgriff bereits am 02.11.2010 beschlossene Handl ungskonzept Preiswerter Wohn- 
raum formulieren u. a. spezifische Ziele und Leitlinie n der Kölner Wohnungspolitik, die auch 
auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept EFRE anzuwenden sind: 
− Ziel 3: Sicherung und Neubau öffentlich geförderter Wohnungen 
− Ziel 4: Anpassung der Wohnungsbestände gemäß der Anfor derungen des demogra- 
phischen Wandels und des Klimawandels 
− Ziel 5: Nachhaltig angelegte Wohnungspolitik 
− Ziel 6: Steigerung der Wohnzufriedenheit 
− Ziel 7: Abschluss einer Vereinbarung mit der Wohnungsw irtschaft zur partnerschaftli- 
chen Lösung der bevorstehenden Aufgaben in Neubau und Bestand 
− Leitlinie 2: Innenentwicklung vor Außenentwicklung 
− Leitlinie 3: Sozialen Ausgleich unterstützen – sozial e Schieflagen vermeiden 
− Leitlinie 4: Partnerschaftliche Quartiersentwicklung fö rdern 
Zur Erreichung der Ziele und Leitlinien der Kölner W ohnungspolitik wird zurzeit ein Hand- 
lungsprogramm mit 22 Maßnahmen in acht Handlungsfelde rn umgesetzt. Insbesondere der 
mit dem Konzept begonnene, intensive Dialog mit der Wohnungswirtschaft ist eine wichtige 
Voraussetzung für quartierbezogenen Partnerschaften, d ie sich im EFRE Handlungspro- 
gramm wiederfinden. 
Der Rat der Stadt Köln hat zudem am 17.12.2013 den Beschluss zum Kooperativen Bau- 
landmodell Köln gefasst, um die Bereitstellung bezah lbaren Wohnraums in Köln anzukur- 
beln. Das Kooperative Baulandmodell Köln nimmt diejenigen, die von einer Bodenwertsteige- 
rung profitieren, in die Pflicht, einen definierten Teil der geplanten Wohneinheiten für den 
geförderten Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen und sich stärker als bisher an den Fol- 
gekosten der Bauleitplanung zu beteiligen. 
Die 1. Fortschreibung des Kooperativen Baulandmodells i st am 04. April 2017 vom Rat der 
Stadt Köln beschlossen worden. Mit der Fortschreibung des Kooperativen Baulandmodells 
wurde das Ziel verfolgt, die Anwendung des Modells zu vereinfachen und die Umsetzung 
praktikabler zu gestalten.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 185  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Weitere Informationen unter:  
http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/wohnen  
 
Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHZK) 
Das EHZK wurde am 17.12.2013 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er ist die wesentliche 
Handlungsgrundlage zur Sicherung und Stärkung des Köl ner Zentrensystems, als Rückgrat 
der räumlich-funktionalen Ordnung der Stadt sowie zur  Sicherung einer Wohnortnahen Nah- 
versorgung. Das EHZK definiert für alle 80 Kölner Gesch äftszentren konkrete Handlungs- 
empfehlungen bezüglich Ausstattung, Branchenmix und en thält Aussagen bezüglich Hand- 
lungserfordernissen für unterversorgte Bereiche. Wesentli che Aussagen des EHZK sind in 
den Zentrenpässen der Programmgebiete wiedergegeben. 
Weitere Informationen unter: 
http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/stadtentwicklung/versorgung/einzelhandels-
und-zentrenkonzept-1 
 
Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft 
Vor dem Hintergrund eines verstärkten Wettbewerbs um Be triebe, gerade auch des produ- 
zierenden Gewerbes, steigt die Bedeutung von geeigne ten Konzepten die es ermöglichen, 
frühzeitig und angemessen auf die verschiedenen Bedarf e an Fläche und Infrastruktur zu 
reagieren. Den Wirtschaftsstandort Köln langfristig zu stabilisieren und zu stärken ist das Ziel 
des in Planung befindlichen Stadtentwicklungskonzeptes Wirtschaft. 
Wesentlicher Bestandteil ist dabei die Herausarbeitung der Flächenbedarfe, Flächenpotenzi- 
ale und ihrer Verfügbarkeit sowie die Darstellung von Konflikten der Flächennutzung in Be- 
zug auf Freiraum, Gewerbe-, Wohn- und Einzelhandelsnu tzung. Die Herausforderung ist 
dabei die verschiedenen Interessen und Bedarfe an Fläche  nachhaltig und ressourcenscho- 
nend zu erfüllen.  
Themenfeld Öffentlicher Raum / städtebauliche Situation:  
− teilräumliche Entwicklungsplanungen (Rechtsrheinische Ent wicklungskonzept Teil- 
raum Nord, Handlungsprogramm Rechtsrheinische Perspektiven) 
− Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln 
− Stadtentwicklungskonzept Wohnen 
− Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik 
− Köln Mobil 2015

186 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 2: Anteil der Radfahrerinnen und Radfahrer in den elf Sozialräumen 
Sozialräume Stadtteile Anteil Fahrradnutzung am 
Anteil aller Wege in % 
Bickendorf, Westend und Ossendorf Bickendorf 7 
Ossendorf 16 
Bilderstöckchen Bilderstöckchen 8 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 
Blumenberg 7 
Chorweiler 7 
Seeberg 7 
Bocklemünd / Mengenich Bocklemünd / Mengenich 3 
Buchheim und Buchforst Buchheim 5 
Buchforst 6 
Höhenberg und Vingst Höhenberg 5 
Vingst 7 
Humboldt / Gremberg und Kalk Kalk 9 
Humboldt / Gremberg 8 
Meschenich und Rondorf Meschenich 6 
Rondorf 9 
Mülheim-Nord und Keupstraße Mülheim 8 
Ostheim und Neubrück Ostheim 4 
Neubrück 14 
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil 
Porz 6 
Finkenberg k.A. 
Gremberghoven 9 
Eil 9 
Stadt Köln gesamt 12 
Quelle: Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten, 2006

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 187  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 3: Anteil an Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern am Gesamtbestand  
(Stand 2015) 
Programmgebiet 
Stadt Köln 
Anteil  
Ein- und Zwei- 
familienhäu- 
ser 
Anteil Mehrfa- 
milienhäuser 
Bickendorf, Westend und Ossendorf 61% 39% 
Bilderstöckchen 45% 55% 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 58% 42% 
Bocklemünd / Mengenich 67% 33% 
Buchheim und Buchforst 40% 60% 
Höhenberg und Vingst 28% 72% 
Humboldt / Gremberg und Kalk 12% 88% 
Meschenich und Rondorf 85% 15% 
Mülheim-Nord und Keupstraße 22% 78% 
Ostheim und Neubrück 68% 32% 
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 67% 33% 
Stadt Köln 60% 40% 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

188 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 4: Wohneinheiten der GAG (Stand 2016) 
Stadtteil Wohneinheiten der GAG 
Bickendorf 3.316  
Bilderstöckchen 795 
Blumenberg 451  
Bocklemünd / Mengenich 1.333  
Buchforst 2.225  
Buchheim 1.255  
Chorweiler 2.556  
Eil 32  
Gremberghoven 1 
Höhenberg 1.562  
Humboldt / Gremberg 1.467  
Kalk 1.345  
Meschenich 70  
Mülheim 1.303  
Neubrück 30  
Ossendorf 1.249  
Ostheim 1.792  
Porz 363  
Rondorf 303  
Seeberg 109  
Vingst 2.933  
GAG gesamt 43.398  
Quelle: GAG Immobilien AG

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 189  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 5: Anteil an öffentlich geförderten Wohnunge n in Prozent in den einzelnen 
Stadtteilen der elf Sozialräume 
 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
19,5 
28,5 
10,9 
22,0 
70,7 
17,7 
20,8 
7,4 
11,4 
10,4 
6,8 
25,1 
6,2 
12,1 
0,9 
6,1 
30,8 
11,0 
10,6 
13,2 
0,0 
1,7 
6,8 
0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 
Bickendorf 
Ossendorf 
Bilderstöckchen 
Blumenberg 
Chorweiler 
Seeberg 
Bocklemünd/Mengeni… 
Mülheim 
Buchheim 
Buchforst 
Höhenberg 
Vingst 
Humboldt/Gremberg 
Kalk 
Meschenich 
Rondorf 
Ostheim 
Neubrück 
Porz 
Finkenberg 
Gremberghoven 
Eil 
Köln 
Anteil an öffentl. geförderten Wohnungen 
(Typ A) 2015 in Prozent

190 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 6: Kaufkraftindex nach Stadtteilen in den elf Sozialräumen 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik  
85 90 95 100 105 110 115 
Stadt Köln 
Eil 
Finkenberg 
Porz 
Neubrück 
Ostheim 
Mülheim-Nord / Keupstr. 
Rondorf 
Meschenich 
Kalk 
Humboldt-Gremberg 
Vingst 
Höhenberg 
Buchforst 
Buchheim 
Bocklemünd / Mengenich 
Chorweiler 
Blumenberg 
Bilderstöckchen 
Ossendorf 
Bickendorf 
- 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
Kaufkraftindex

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 191  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 7: Wohnzufriedenheit der Bewohnerinnen und Be wohner mit ihrer Wohnun- 
gen und ihrem Wohnumfeld im Programmgebiet (2009) 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

192 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 193  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Anhang 8: Anteil an Grünflächen in Quadratmetern pro Einwohnerin und Einwohner im Programmgebiet 
Sozialraum 
Kleingartenanla- 
ge 
Kinderspiel- 
platz 
Grünanla- 
ge 
Fried- 
hof 
Land- 
schafts-plan sonstiges Forst 
Grün  
+ 
Fors 
t 
ge- 
samt 
Bickendorf, Westend und Ossendorf 1,7 2,1 5,8 0,0 0,0 0,0 0,0 5,8 9,6 
Bilderstöckchen 0,0 0,7 0,7 0,0 0,0 0,0 0,0 0,7 1,4 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 0,7 2,2 8,9 0,0 0,0 0,0 3,3 12,2 15,1 
Bocklemünd / Mengenich 0,0 1,0 4,8 1,9 0,0 0,0 11,5 16,3 20,1 
Buchheim und Buchforst 0,0 1,0 4,5 0,0 0,0 0,5 0,0 4,5 5,5 
Höhenberg und Vingst 0,8 1,2 2,4 0,0 0,0 0,0 1,2 3,6 5,9 
Humboldt / Gremberg und Kalk 1,1 1,1 2,3 0,0 0,0 0,0 0,0 2,3 4,6 
Meschenich und Rondorf 0,6 1,2 3,0 0,6 0,0 0,0 9,7 12,7 15,2 
Mülheim-Nord und Keupstraße 0,0 1,8 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 2,8 
Ostheim und Neubrück 1,0 1,0 2,0 0,0 0,0 0,5 2,0 3,9 6,9 
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil 0,0 1,3 1,7 0,4 0,0 0,0 0,4 2,2 3,9 
Durchschnitt Köln     26 m²         60m²    
Quelle: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

194 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 195  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Anhang 9: Anteil an Grünflächen an der Gesamtfläche im Programmgebiet (in Prozent) 
Sozialraum 
Kleingartenan- 
lage 
Kinderspiel- 
platz 
Grünan- 
lage 
Fried- 
hof 
Lan d- 
schafts- 
plan sonstiges Forst 
Grün 
+ 
Forst 
ge- 
samt 
Bickendorf, Westend und Ossendorf 0,6 0,1 0,7 0,1 0,1 0,0 0,1 0,8 1,7 
Bilderstöckchen 0,9 0,1 1,0 0,2 0,0 0,0 0,0 1,0 2,3 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 0,1 0,1 0,9 0,0 0,0 0,0 0,7 1,6 1,8 
Bocklemünd / Mengenich 0,0 0,0 0,2 0,1 0,1 0,0 1,3 1,4 1,7 
Buchheim und Buchforst 0,2 0,0 0,3 0,1 0,0 0,0 0,1 0,4 0,8 
Höhenberg und Vingst 0,2 0,0 0,2 0,1 0,0 0,0 0,5 0,6 1,0 
Humboldt / Gremberg und Kalk 0,2 0,1 0,4 0,3 0,0 0,0 0,3 0,7 1,3 
Meschenich und Rondorf 0,1 0,0 0,1 0,1 0,2 0,1 0,4 0,6 1,1 
Mülheim-Nord und Keupstraße 0,1 0,1 0,4 0,2 0,0 0,0 0,0 0,4 0,8 
Ostheim und Neubrück 0,1 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 0,3 0,5 0,7 
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil 0,1 0,1 0,2 0,2 0,0 0,0 0,2 0,4 0,8 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

196 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 197  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Anhang 10: Anteil an Grünflächen in Quadratmetern pro Einwohnerin und Einwohner im Sozialraum, 500 Meter Pufferzone  
Sozialraum 
Kleingartenan- 
lage 
Kinderspiel- 
platz 
Grünanla- 
ge Friedhof  
Lan d- 
schafts- 
plan sonstiges Forst 
Grün 
+Fors 
t 
ge- 
samt 
Bickendorf, Westend und Ossendorf 59,2 8,3 75,4 13,7 13,7 0,0 7,5 82,9 177,9 
Bilderstöckchen 46,1 5,0 51,1 7,9 0,0 0,0 0,0 51,1 110,2 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord 9,2 6,7 66,5 0,4 0,7 0,0 49,9 116,4 133,4 
Bocklemünd / Mengenich 3,8 4,8 52,7 41,2 44,1 1,0 414,9 467,6 562,4 
Buchheim und Buchforst 25,6 4,5 38,1 12,5 0,0 4,0 19,0 57,1 103,7 
Höhenberg und Vingst 32,9 7,5 29,7 11,5 0,0 0,8 79,3 109,0 161,7 
Humboldt / Gremberg und Kalk 8,3 4,0 15,5 10,0 0,0 0,0 13,2 28,6 50,9 
Meschenich und Rondorf 8,5 3,0 13,3 6,7 20,0 10,9 42,4 55,8 104,9 
Mülheim-Nord und Keupstraße 4,6 5,5 23,9 12,0 0,0 0,0 1,8 25,7 47,8 
Ostheim und Neubrück 29,9 7,8 41,7 0,0 1,5 3,9 68,6 110,3 153,9 
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven 
und Eil 5,2 6,0 17,3 13,8 0,0 2,2 13,4 30,6 57,8 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

198 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 199  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 11: Von Lärmbelastung besonders betroffene Bereiche im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk  
Sozialraum Straßenverkehr Deutsche Bahn AG HGK und KVB Flugverkehr BImSchG Anlage 
Humboldt / Gremberg 
und Kalk 
Belastungsachsen 
− Gesamter Bereich der Kalker 
Hauptstraße ab Höhe der 
Köln Arkaden in Richtung 
Höhenberg 
− Kalk-Mülheimer Straße bzw. 
Rolshover Straße, mit Aus- 
nahme des Abschnitts zwi- 
schen Wipperfürther Straße 
und Autobahnunterführung 
− Wipperfürther Straße zwi- 
schen Vietorstraße und Au- 
tobahnauffahrt 
− Walter-Pauli-Ring bzw. Stra- 
ße des 17. Juni zwischen der 
Kalker Hauptstraße und der 
Autobahnauffahrt 
− Buchforststraße zwischen 
Lilienthalstraße und Kalker 
Hauptstraße 
− Steinmetzstraße zwischen 
Eythstraße und Falkenstein- 
straße 
 
   Mülldeponie im südlich 
angrenzenden Stadtteil 
Poll 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

200 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Anhang 12: Luftqualität und Schadstoffbelastung 
Laut 39. Bundes-Immissionsschutzgesetz BImSchV gelten folgende Grenzwerte zum Schutz 
der menschlichen Gesundheit:  
− Stickstoffdioxid (NO2): der über ein Kalenderjahr gem ittelte Immissionsgrenzwert liegt 
bei 40 µg pro Kubikmeter; der über eine volle Stunde  gemittelte Immissionsgrenzwert 
beträgt 200 µg pro Kubikmeter, bei 18 zugelassenen Üb erschreitungen im Kalender- 
jahr. 
− Feinstaub der Partikelgröße PM10: der über ein Kale nderjahr gemittelte Immissions- 
grenzwert liegt bei 40 µg pro Kubikmeter; der über de n Tag gemittelte Immissions- 
grenzwert beträgt 50 µg pro Kubikmeter, bei 35 zugela ssenen Überschreitungen im 
Kalenderjahr. 
In die Berechnung sind alle Straßen mit einem DTV-Wer t (durchschnittliche tägliche Ver- 
kehrsbelastung) von über 4000 Kraftfahrzeugen / 24 St unden berücksichtigt. Weiterhin sind 
alle Gebäude bis zu einer Entfernung von 35 Metern z ur Straßenmitte eingeflossen. Die 
Konzentrationen sind im Ergebnis in einer Immissionshöhe von 1,5 Metern an der Gebäude- 
fassade dargestellt. Da es sich um ein Screening und kein e Detailbetrachtung handelt, kön- 
nen die Ergebnisse lediglich als Hinweis auf eine proble matische Belastung gewertet wer- 
den.  
Bei Überschreitungen von Grenzwerten werden Ursachenanalysen durchgeführt und es sind 
Luftreinhaltepläne aufzustellen, in denen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität 
festgelegt werden. Eine Maßnahme für das Kölner Stadt gebiet ist die Einführung der Um- 
weltzone. Aus einer stadtweiten Screeningberechnung der  Kfz-bedingten Luftschadstoffe 
wurde die Belastung für die Sozialräume ausgewertet.  Die Immissionsbelastung wurde so- 
wohl für Feinstaub (PM10) als auch für Stickstoffdioxi d (NO2) berechnet, wobei in der 
Schlussbetrachtung lediglich der Luftschadstoff Stickstoffdioxid als problematische Größe mit 
den häufigsten Überschreitungen herangezogen wurde. 
Zum Messen der Luftschadstoffbelastung gibt es im Jahr 201 6 in Köln 5 kontinuierliche 
Messstellen und 12 Passivsammler.  
Nachfolgend werden für den Sozialraum Humboldt / Gre mberg und Kalk die aktuellen 
Schwerpunkte der Luftbelastung, auf Basis der Screening- Ergebnisse, dargestellt. Als 
Schwerpunkte werden dabei lediglich diejenigen Straße n einbezogen, die in der Screening- 
berechnung eine Stickstoffdioxidbelastung von über 40 µg pro Kubikmeter erzielten und da- 
mit Hinweise auf eine problematische Belastung geben.  
 
Humboldt / Gremberg und Kalk 
Der Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk weist in den Screeningergebnissen hohe 
durchgängige Belastungsabschnitte auf viele Straßen auf.  So ist der gesamte Bereich der 
Kalker Hauptstraße ab Höhe der Köln Arcaden in Richtu ng Höhenberg als Zone hoher Luft- 
belastung gekennzeichnet. Auch die Kalk-Mülheimer-Straße beziehungsweise die Rolshover 
Straße ist auf ihrer gesamten Länge durch den Sozialra um, mit Ausnahme des Abschnitts 
zwischen Wipperfürther Straße und Autobahnunterführung , mit einer hohen Belastung aus- 
gewiesen. Auch die Wipperfürther Straße selbst weist zwisch en Vietorstraße und Autobahn- 
auffahrt eine hohe Belastung auf. Weitere größere Ab schnitte hoher Luftbelastung zeigten 
die Berechnungen in den Bereichen des Walter-Pauli-Ri ngs beziehungsweise der Straße 
des 17. Juni zwischen der Kalker Hauptstraße und der Aut obahnauffahrt, der Buchforststra- 
ße zwischen Lilienthalstraße und Solinger Straße, der E ythstraße zwischen Lilienthalstraße

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 201  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
und Kalker Hauptstraße sowie der Steinmetzstraße zwischen  Eythstraße und Falckenstein- 
straße. Kleinere Bereiche mit Hinweisen auf hohe Luftb elastung befinden sich auf der Fal- 
ckensteinstraße zwischen Remscheider Straße und Albermannst raße sowie zwischen 
Lüttringhauser Straße und Wipperfürther Straße, auf dem Deutzer-Ring zwischen Kalker 
Hauptstraße und Gießener Straße, auf der Gießener St raße zwischen Deutzer-Ring und An 
der Pulvermühle, auf der Kapellenstraße zwischen Kalke r Hauptstraße und Kantstraße, so- 
wie auf der Istanbulstraße zwischen Marie-Curie-Straße und Corkstraße und auf der Ge- 
schwister Katz Straße.

202 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Anhang 13: Erläuterungen zur Erhebung der Lärmbelast ung nach Europäischer Um- 
gebungslärmrichtlinie  
Außer für die Lärmvorsorge (Planfeststellungsverfahren) gibt es in Deutschland jedoch keine 
gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Ebenso sind das Bere chnungsverfahren und die Defini- 
tion einer erheblichen Belastung in Deutschland nicht ei nheitlich, sondern je nach Emittent 
und Verfahren unterschiedlich. Vorrangig wurde daher bei den nachfolgenden Auswertungen 
auf die Kartierung nach EU-Umgebungslärmrichtlinie zur ückgegriffen, bei der, basierend auf 
einem innerhalb der Europäischen Union (EU) einheitli chen Verfahren, die Ermittlung der 
Belastung durch Umgebungslärm erfolgt und die als eine wesentliche Informationsgrundlage 
über gegebene Lärmbelastungen anzusehen ist. Neben Lär mkarten mit flächigen Darstel- 
lungen der Lärmbelastungen werden bei dieser Kartier ung auch die Lärmbelastungen an 
Gebäudefassenden erfasst. In einem weiteren Schritt wer den mit Hilfe dieser Fassadenbe- 
lastungen die Lärmbelastungen der Einwohner der Gebäude ermittelt.  
Unter Umgebungslärm werden gemäß der EU-Richtlinie be lästigende und gesundheits- 
schädliche Geräusche im Freien, die durch menschliche Aktivi täten verursacht werden und 
die von Verkehrsmitteln wie dem Straßenverkehr, den  Eisenbahnen, Flugzeugen, sowie von 
Industriegeländen und großen Häfen ausgehen, verstand en. Sport-, Freizeit- und Nachbar- 
schaftslärm, Lärm durch Tätigkeiten innerhalb von Wohnun gen und Lärm am Arbeitsplatz 
werden nicht durch die EU-Umgebungslärm-Richtlinie erfasst.  
Auslösewerte wurden mit Runderlass des Ministeriums für U mwelt und Naturschutz, Land- 
wirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) vom 07.02.200 8) definiert: „Lärmprobleme im 
Sinne des § 47 d Absatz 1 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSch G) liegen auf jeden Fall 
vor, wenn an Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäu- 
den ein LDEN von 70 dB(A) oder ein LNight von 60 dB (A) erreicht oder überschritten wird. 
Dies gilt nicht in Gewerbe- oder Industriegebieten nach den §§ 8 und 9 der Baunutzungsver- 
ordnung sowie in Gebieten nach § 34 Absatz 2 des Baugese tzbuches mit entsprechender 
Eigenart.“ Für den Fluglärm sind Schutzziele für die Lärmaktionsplanung in rechtsverbindli- 
cher Weise in § 14 des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm  geregelt. Vor diesem Hinter- 
grund hat das MUNLV für Fluglärm die Auslösewerte von 65 dB(A) (LDEN) und 55 dB(A) 
(LNight) definiert.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 203  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 14: Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote

204 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 205  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
Anhang 15: Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 an städtischen allgemeinbildenden Schulen am Wohnort  
(Schuljahr 2014 / 2015) 
Sozialraum / Stadt 
absolut Quoten in Prozent 
Ins-
gesamt  
Haupt-
schule  
Real-
schule  
Gesamt-
schule 
Gymna-
sium 
Förder-
schule  
Haupt-
schule  
Real-
schule  
Gesamt-
schule 
Gymna-
sium 
Förder-
schule  
Bickendorf, Westend und Ossendorf 795  133  302  72  256  32  16,7  38,0  9,1  32,2  4,0  
Bilderstöckchen 457  102  129  54  148  24  22,3  28,2  11,8  32,4  5,3  
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 1.225  188  497  274  208  58  15,3  40,6  22,4  17,0  4,7  
Bocklemünd / Mengenich 328  56  94  82  62  34  17,1  28,7  25,0  18,9  10,4  
Buchheim und Buchforst 588  72  171  165  155  25  12,2  29,1  28,1  26,4  4,3  
Höhenberg und Vingst 781  175  213  209  161  23  22,4  27,3  26,8  20,6  2,9  
Humboldt / Gremberg und Kalk 1.002  228  308  195  224  47  22,8  30,7  19,5  22,4  4,7  
Meschenich und Rondorf 361  47  87  103  107  17  13,0  24,1  28,5  29,6  4,7  
Mülheim-Nord und Keupstraße 370  89  87  105  44  45  24,1  23,5  28,4  11,9  12,2  
Ostheim und Neubrück 708  139  236  117  178  38  19,6  33,3  16,5  25,1  5,4  
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil  855  123  286  187  191  68  14,4  33,5  21,9  22,3  8,0  
Summe Sozialräume 7.470  1.352  2.410  1.563  1.734  411  18,1  32,3  20,9  23,2  5,5  
Stadt Köln 23.746  2.970  6.009  4.809  8.936  1.022  12,5  25,3  20,3  37,6  4,3  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Schulentwicklung und Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)

206 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
 
Anhang 16: Bevölkerungs- und Sozialstruktur in den Quartieren  
Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur der Quartiere im  
Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
 
 
 
 
Humboldt-Mitte 
 
Gremberg 
 
Siedlung Lüderichstraße 
 
  
Siedlungsbereich mit diversen infrastrukturellen Ei nrichtungen, Nahversorgungszentrum mit 
Marktplatz, Attraktivierung des Stadtteilzentrums d urch städtebauliche Maßnahmen an der 
öffentlichen Platzfläche an der Odenwaldstraße, Ran dbereich im Übergang zu Kalk und Deutz 
heterogene Struktur (durch zwei Bahntrassen abgetre nnt), sehr hoher Anteil an Kindern und 
Jugendlichen in SGB ll Bedarfsgemeinschaften. 
 
Sehr  heterogener Siedlungsbereich in Randlage zum Gremberger Wäldchen, hier Discoun- 
ter, Potentialflächen für Wohnungsbau vorhanden (dadurch räumliche Arrondierung des 
Quartiers potentiell möglich), hoher Altenquotient, hoher Anteil von Kinder und Jugendlichen 
in SGB ll Bedarfsgemeinschaften.  
Siedlungsbauten mit unterschiedlichen Eigentümern (zum Teil Aachener Siedlungs- und 
Wohnungsgesellschaft, aber auch private Einzeleigentümer), sowie RTZ und Hagen Cam- 
pus (hier derzeit Leerstände), hoher Anteil der Bevölkerung mit SGB ll Bezug.  
 
Jugendquotient Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 – unter 65 Jahre 
Altenquotient  Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 
Quote Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an  allen Einwohnern ab 65 Jahre mit 
Hauptwohnsitz 
Betreuungsquote U10 Anteil der in KiTa, Tagespflege  und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre  
Gymnasiastenquote Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 im Schuljahr 2014/15 
Entwicklung 2007 - 2015 Angabe in Prozentpunkten

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 207  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Kannebäcker Siedlung 
 
Kalk Sanierungsgebiet 
 
Kalk Bezirkszentrum Süd 
 
Kalk Bezirkszentrum Nord 
 
  
Homogener Siedlungsbereich, größtenteils im Eigentu m der GAG Immobilien AG, zum Teil 
private Eigentümer beziehungsweise Baugenossenschaf t „Mieterschutz“, Gebäude in unter- 
schiedlichem Sanierungszustand stadträumliche Gesta ltung ist optimiert, sehr hoher Altenquoti- 
ent, zum Teil konfliktträchtige Durchmischung von U rsprungsbewohnerschaft und neuen Bewoh- 
nerinnen und Bewohnern, allerdings bezogen auf das städtische  Mittel unterdurchschnittlich. 
 
Heterogene Bebauung, vormals angrenzend an das Gelände der Chemischen Werke Kalk, 
geringer Altenquotient, sehr hoher Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund, sehr 
hoher Anteil der Einwohnerschaft erhält Bezüge aus dem SGB ll.  
Heterogene Bebauung mit Infrastruktureinrichtungen, Bezirkszentrum, Technologiezent- 
rum angrenzend vielfältige Eigentümer, städtebauliche Neugestaltung Kalker Hauptstra- 
ße geplant, keine Aufenthaltsqualität, Konversionsfläche (Brache ehemaliges Gelände 
Stahlhandel), sehr hoher Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund, sehr hoher 
Anteil SGB ll Empfängern.  
Heterogene Bebauung mit Infrastruktureinrichtungen, Bezirkszentrum, südlich Kalk-Nord, 
vielfältige Eigentümer, städtebauliche Neugestaltung Kalker Hauptstraße geplant, keine 
Aufenthaltsqualität, Wohnumfeldverbesserung erforderlich, Teilbereich des IHP Kalk Nord, 
hoher Anteil an Bevölkerung mit Migrationshintergrund, sehr hoher Anteil an Empfängern 
von SGB ll.

208 Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
 
Kalk-West Gewerbe, Wohnen 
 
Kalk-Süd Technologie- und Industriepark 
 
Kalk-Nord 
 
 
Ehemaliges Gelände der Chemischen Werke Kalk mit KölnArcaden, Polizeipräsidium, neues 
Wohnquartier, hier: Nachbarschaftsinitiative Quartier Colonia e.V., städtebauliche Entwick- 
lung noch nicht abgeschlossen, Kalkberg mit nahezu abgeschlossenem Ausbau zur Basis- 
station für Rettungshubschrauber, sehr hoher Anteil an Bewohnern mit Migrationshinter- 
grund, hoher Jugendquotien t.  
Geringer Anteil an Wohnbebauung, hauptsächlich gewerbliche und industrielle Nutzung, diverse Reali- 
sierungen aus der Sanierung (zum Beispiel Technikhof Kalk für junge Gewerbe- und Handwerksbetrie- 
be), zum Teil temporäre Nutzungen von Brachflächen (Pflanzstelle Kalk), Abenteuerhalle Kalk, städte- 
bauliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen, geringer Anteil SGB ll Empfänger als im Sozialraum, 
hoher Anteil an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund.  
 
Dichte Bebau. mit diverser Siedlungen aus unterschiedlichen Entstehungszeiträumen, in unter- 
schiedlichen. baulichen Zuständen, wenig attraktive Freiflächen (hier Studentenwettbewerb zur 
Aufwertung der Freiflächen Siedlung Annington Kalk), Gebietskulisse IHP Kalk (Montag-Stiftung, 
Stadt Köln), sehr hoher Anteil an SGB ll Empfängern und Kinder und Jugendlichen in SGB ll Be- 
darfsgemeinschaften, Veedelshausmeister ist aktiv.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 209  
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 17: Datenprofil der Sozialräume im Handlungsfeld Frühe Hilfen 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Anlage 1 20170720_Lesehilfe zur Ratsvorlage ISEK Hu_Gr_Ka

9230 Zeichen

Lesehilfe zur Ratsvorlage Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum 
Humboldt/Gremberg und Kalk im Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Das vorliegende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum 
Humboldt/Gremberg und Kalk ist Bestandteil des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes 
Köln“, das am 20.Dezember 2016 vom Rat der Stadt Köln beschlossen wurde und insgesamt 
elf Sozialräume umfasst. Die sozialraumspezifischen ISEKs bilden die Grundlage für die 
Städtebauförderungsmittel. 
Das ISEK Humboldt/Gremberg und Kalk basiert auf dem Leitkonzept und zeigt die 
Handlungsbedarfe spezifisch für den Sozialraum auf. 
In der folgenden Übersicht sind die Änderungen gegenüber dem Leitkonzept aufgezeigt. 
ISEK 
Humboldt/Gremberg  
und Kalk 
Inhalte Änderungen gegenüber 
dem Leitkonzept 
Kapitel 1  
Vorbemerkung 
Kapitel 2  
Ausgangslage 
 
Allgemeines zum Programm 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ 
und zur aktuellen EU-
Förderperiode.  
Herleitung des Förderaufrufes 
und die einzelnen 
Handlungsfelder, die speziell für 
den jeweiligen Sozialraum 
ausgestaltet werden: 
 Verbesserte Teilhabe und 
Bildung 
 Früh ansetzende Hilfen 
 Öffentlicher Raum 
 Wirtschaft und 
Qualifizierung 
 Umweltgerechtigkeit – 
Klimaschutz, 
Luftreinhaltung und 
Lärmminderung 
 Wohnen 
Inhaltlich entsprechen 
diese den Kapiteln 1. und 
1.1 des Leitkonzeptes 
Kapitel 3  
Projektidee und 
Zielsetzung 
Kapitel 4  
Gebietsauswahl und 
methodische 
Vorgehensweise 
Hier wird auf den Sozialraum 
Humboldt/Gremberg und Kalk 
speziell eingegangen und die 
Handlungsbedarfe aufgezeigt, die 
zur Auswahl dieses Stadtgebietes 
geführt haben. Gleichzeitig wird 
die methodische Vorgehensweise 
aufgezeigt, Statistikdaten 
betrachtet und die soziale Lage 
festgestellt. 
Diese entsprechen 
inhaltlich den Kapiteln 1.2 
und 1.3 des Leitkonzeptes 
und sind punktuell um 
Aussagen zum Sozialraum 
ergänzt.

Kapitel 5 
Projektstruktur und 
Vorgehensweise zur 
Entwicklung des 
Programmes  
„Starke Veedel – Starkes 
Köln“ 
Hier wird die Projektstruktur 
dargestellt und die 
Vorgehensweise hinsichtlich 
Öffentlichkeitsbeteiligungen und 
Maßnahmenauswahl geschildert. 
Diese entsprechen 
inhaltlich dem Kapitel 1.4 
des Leitkonzeptes mit 
geringfügigen 
redaktionellen 
Änderungen. 
Kapitel 6  
(Bestands-)Analyse 
Hier wird der Sozialraum 
Humboldt/Gremberg und Kalk 
genauer betrachtet. Alle für eine 
integrative Stadtentwicklung 
relevanten Themenfelder 
 Demografie 
 Öffentlicher Raum und 
Verkehr 
 Wirtschaft 
 Wohnen 
 Ökologie und Klima 
Werden in Bezug auf den 
Sozialraum Humboldt/Gremberg 
und Kalk analysiert und mit 
Karten-, Tabellen- und 
Zahlenmaterial belegt. Es wird 
auch auf die aktuelle 
Flüchtlingssituation eingegangen. 
Diese Analyse basiert auf 
der Bestandsanalyse des 2. 
Kapitels des Leitkonzeptes.  
Inhaltlich wurde die 
Bestandsanalyse auf den 
Sozialraum ausgerichtet 
und hinsichtlich der 
Darstellung der 
Handlungsbedarfe deutlich 
erweitert. 
Kapitel 7  
Stärken- und 
Schwächenanalyse sowie 
Ableitung der 
Handlungsbedarfe 
Hier erfolgt eine tabellarische 
Darstellung der Potenziale und 
Herausforderungen, mit den sich 
daraus abgeleiteten 
Handlungsbedarfen.  
Dieses Kapitel basiert auf 
der Tabelle 12 im 
Leitkonzept (Kapitel 6.5) 
und wurde analog zur 
Bestandsanalyse inhaltlich 
ergänzt. 
8. Kapitel  
Ziele und Handlungsfelder 
Die Ziele und Handlungsfelder für 
das Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ werden hier sowohl 
sozialraumübergreifend als auch 
sozialraumspezifisch dargestellt.  
Sozialraumübergreifend 
entspricht dem Kapitel 2.3 
und sozialraumspezifisch 
dem Kapitel 3.3.7 des 
Leitkonzeptes. 
9. Kapitel 
Festlegung des Gebietes 
der „Sozialen Stadt“ 
Humboldt/Gremberg und 
Kalk 
Behandelt wird hier die 
Festlegung des Gebietes der 
„Sozialen Stadt“ mit einer 
entsprechenden 
Kartendarstellung des 
spezifischen Sozialraumes 
Humboldt/Gremberg und Kalk 
Entspricht Kapitel 2.4 und 
3.3.7 des Leitkonzeptes, in 
dem ein allgemeiner 
Überblick gegeben wird 
über die 
Gebietsfestlegungen.  
10. Kapitel 
Maßnahmen für den 
Sozialraum 
Humboldt/Gremberg und 
Kalk 
Die Einbindung der Maßnahmen 
in die kommunale 
Präventionskette und bestehende 
Präventionsansätze abgestellt auf 
die Zielgruppen werden allgemein 
Entspricht inhaltlich dem 
Kapitel 3. des 
Leitkonzeptes.

und ausführlich dargestellt inkl. 
Tabelle 14 aus dem Leitkonzept. 
 
10.2 Kapitel 
Maßnahmen im 
Sozialraum 
Humboldt/Gremberg und 
Kalk 
Tabellarische Darstellung aller im 
Sozialraum stattfindenden 
Maßnahmen. 
Entspricht inhaltlich der 
Tabelle 16 aus dem Kapitel 
3.3.7 des Leitkonzeptes 
und wurde auf den 
aktuellen Stand der 
Maßnahmen angepasst. 
10.3 bis 10.7 Kapitel 
Maßnahmenblätter 
 
(Änderungen siehe 
separate Tabelle) 
Die sozialraumübergreifenden 
Maßnahmen sind im 
Maßnahmenblatt 
sozialraumscharf dargestellt inkl. 
Finanzierung 
Die Darstellung der 
sozialraumübergreifenden 
Maßnahmen erfolgt im 
Leitkonzept immer für alle 
Sozialräume, in denen die 
jeweilige Maßnahme 
stattfinden soll. 
11. Kapitel 
Zeit-, Kosten- und 
Finanzierungsplanung 
Tabellarische, aktualisierte 
Darstellung der Kosten, die im 
Sozialraum anfallen. 
Tabellarische Darstellung 
der Kosten, die in allen 11 
Sozialräumen anfallen. 
12. Kapitel 
Anhang 
Städtische Konzepte und 
statistisches Material  
Redaktionelle Anpassung 
und Überarbeitung auf den 
Sozialraum abgestellt, 
soweit aktuelles 
Zahlenmaterial vorliegt. 
 
 
 
Maßnahme Änderung zum Leitkonzept 
0.0.1  
Verfügungsfonds 
0.0.2 
Quartiersmanagement zur 
Umsetzung des Integrierten 
Handlungskonzeptes in den 
Sozialräumen 
Die beiden Maßnahmen wurden zu der Maßnahme 0.0.1 
„Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ mit den 
Modulen 
 Quartiersmanagement 
 Verfügungsfonds 
 Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement 
 Öffentlichkeitsarbeit 
zusammengefasst. 
Nach Anregung des Landes NRW wurden in dieser 
Maßnahme Projekte gebündelt, die einenstarken 
aktivierenden Charakter im Rahmen der 
Programmumsetzung verfolgen. 
0.0.2 Aus der ehemaligen Maßnahme 6.0.1 
„Sozialraumorientierte Stadtentwicklung“ wurde die 
programmbegleitende Evaluation herausgelöst. 
Das als notwendig angesehene Controlling wird nach 
intensiven Abstimmungen mit dem Fördermittelgeber nicht 
zur Förderung vorgesehen und wird im Rahmen der 
Programmkoordination durch die Verwaltung sichergestellt.

1.0.5  
Integration von 
zugewanderten Kindern, 
Jugendlichen und jungen 
Erwachsenen mit 
Flüchtlingsstatus in die 
bestehenden Regelsysteme 
durch aufsuchende mobile 
Arbeit 
Die Maßnahme wird nur nachrichtlich aufgenommen, eine 
Förderung im Rahmen des Projektes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ erfolgt nicht. 
1.0.7  
Qualifizierungsoffensive 
offene Kinder- und 
Jugendarbeit 
Die Maßnahme entspricht in der geplanten Ausrichtung 
nicht den Zielen des Aufrufs „Starke Quartiere – Starke 
Menschen“. Nach Modifizierung ist ggfls. eine alternative 
Förderung über der Fachkräfteaufruf möglich. 
1.0.12 
Sprachförderangebote für 
neu eingereiste Jugendliche 
und junge Erwachsene 
Es erfolgt eine Neukonzeption der Maßnahme durch das 
Fachamt, da es in bisheriger Form keinen Förderzugang 
geben kann.  
1.0.14 
Gesundheitslotsinnen und  
–lotsen im Sozialraum 
„Migranten begleiten 
Migranten“ 
Die Maßnahme wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt. 
1.0.17a 
Kölner 
Bildungsberatungszentrum 
Die Maßnahme wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt. 
1.0.19 
Übergänge begleiten, 
Angebote der 
Familienbildung mit 
Schwerpunkt Kooperation 
mit Kita, Familienzentren, 
Schulen. OGTS 
Es erfolgt eine Neukonzeption der Maßnahme mit neuer 
Kostenkalkulation durch das Fachamt. 
1.0.21 
Ferienschulen 
Die Maßnahme wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt. 
Eine Ersatzmaßnahme wird zzt. geprüft:  
Neu: „Lesementor“ bei gleich bleibendem Kostenrahmen. 
2.0.8 
Aufbau einer 
bürgerschaftlichen Kultur 
der Wohnumfeldpflege, 
Müllvermeidung und 
Müllbeseitigung (Zu Hause 
im Veedel) 
Die Maßnahme wurde in die Maßnahme 0.0.1 integriert. 
2.0.10 
Unser Park 
Die Maßnahme wird nicht in allen Sozialräumen umgesetzt. 
Der Sozialraumbezug ist noch nicht festgelegt. 
2.0.11 
Wie inklusiv ist das Quartier 
Die Maßnahme wird nicht in allen Sozialräumen umgesetzt. 
Der Sozialraumbezug ist noch nicht festgelegt.

3.0.3 
„Quartiersgarten“  
Qualifizierung von Menschen 
und Grünflächen 
Die Maßnahme wird nicht in allen Sozialräumen umgesetzt. 
Der Sozialraumbezug ist noch nicht festgelegt. 
3.0.6 
Klosterwald 2.0 
Die Maßnahme wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt. 
3.0.9 
„Kölner Zukunfts-Kompass“ 
Die Maßnahme wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt, da 
bereits ähnliche Angebote vorhanden sind. 
4.0.10 Die Maßnahme wird nicht in allen Sozialräumen umgesetzt. 
Der Sozialraumbezug ist noch nicht festgelegt. 
4.5.1 
Integrierter Ansatz zur 
Entwicklung und 
Aufbereitung einer 
Brachfläche zu 
stadtentwicklungspolitischen 
bzw. ökologischen Zwecken: 
Kalkberg 
Die Maßnahme wird von den Fachämtern nicht weiter 
verfolgt und vom MBWSV wegen der baufachlichen 
Gesamtproblematik des Kalkbergs abgelehnt 
5.0.3 
Haus-, Hof- und 
Fassadenprogramm 
Diese Maßnahme wurde für alle 11 Sozialräume neu 
aufgenommen.

Anlage 2 Kostenübersicht zur Ratsvolage ISEK Hu_Gr_Ka

2597 Zeichen

Maßnahme Kosten (€)
2017**
Kosten (€)
2018**
Kosten (€)
2019**
Kosten (€)
2020**
Kosten (€)
2021**
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung 900.561 €
0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation 44.090 €
1.0.5 Integration auch von zugewanderten Kindern,
Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit
Flüchtlingsstatus in die bestehenden Regelsysteme durch
aufsuchende mobile Arbeit*
0 € 0 € 0 € 0 € 0 €
1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und
Jugendarbeit Köln* 27.320 €
1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste
Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25
Jahren mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen im
Rahmen von Jugendintegrationskursen*
134.328 €
1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge 
Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in 
allen Sozialräumen*
61.432 €
1.0.17 Stadtteileltern* 77.547 €
1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der
Familienbildung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita,
Familienzentren, Schulen im Primarbereich und SEK I,
Trägern des Offenen Ganztags*
110.964 €
1.0.20 Gemeinsam für Grundbildung im Veedel* 69.433 €
1.0.21 Ferienschulen* 23.538 €
1.0.26 Willkommen und Ankommen in Köln* 311.760 €
2.0.4 Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln 540.000 €
3.7.1 Jobcoach 357.400 €
4.0.2 Offen für Regen: „Grüne Höfe, grüne Plätze" 83.050 €
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems.
Informationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema
Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels
54.000 €
4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbesserung
der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem
Sozialraum und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiversität
sowie der Aufenthaltsqualität
28.520 €
4.0.11 Reduzierung der Lärmbelastung an erheblich
betroffenen Straßen in der Baulast der Stadt Köln durch
Einbau von lärmoptimierten Belägen
36.070 €
4.7.1 Integrierte Maßnahme zur ökologischen
Revitalisierung "Westerwaldstraße" 2.700.000 €
5.0.2A „Zuhause im Veedel“ (Modul A) 186.845 €
5.0.3 Haus,- Hof- und Fassadenprogramm
(Seitens der Eigentümerinnen und Eigentümer wird ein
Eigenanteil von 570.000 € eingebracht.) 570.000 €
Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk
*    Anteilige, auf den Sozialraum bezogene Darstellung der Kosten für sozialraumübergreifende Maßnahmen (raumübergreifende 
Förderantragstellung)
**  Die Gesamtmaßnahmenkosten sind dem vorgesehenen Bewilligungsjahr zugeordnet. Im Rahmen der detaillierten Planungen 
zur Fördermittelantragstellung wird der Mittelabfluss den jeweiligen Haushaltsjahren zugeordnet

Beschlussvorlage Rat

16277 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 
Vorlagen-Nummer 
 2488/2017 
Freigabedatum 
31.08.2017  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den 
Sozialraum "Humboldt / Gremberg und Kalk" 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
(Ratsbeschluss vom 20.12.2016, Vorlage-Nr. 2899/2016) erstellte Integrierte Stadtentwicklungs-
konzept (ISEK) für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ (siehe Anlage 1).  
Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren 
Abstimmungsprozess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbe-
dingungen Anpassungen erforderlich werden.  
 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im ISEK für den Sozialraum 
„Humboldt / Gremberg und Kalk“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kosten- und Finan-
zierungsübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter Vorbehalt der Be-
Jugendhilfeausschuss 05.09.2017 
Verkehrsausschuss 05.09.2017 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.09.2017 
Ausschuss Soziales und Senioren 07.09.2017 
Wirtschaftsausschuss 07.09.2017 
Integrationsrat 11.09.2017 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 11.09.2017 
Sportausschuss 14.09.2017 
Ausschuss für Umwelt und Grün 14.09.2017 
Gesundheitsausschuss 19.09.2017 
Stadtentwicklungsausschuss 21.09.2017 
Finanzausschuss 25.09.2017 
Rat 28.09.2017

2 
willigungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von mindestens   
50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagungen des 
ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2020 in Höhe 
von 3,9 Mio. € sind im Hpl. 2016/2017 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 bereits be-
rücksichtigt. Der entstehende Aufwand 2021ff in Höhe von 2,4 Mio. € für die Gesamtmaßnahmen 
des ISEKs für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“, wurde nachrichtlich aufgeführt. 
Die Anmeldung zum Haushaltsplan-Entwurf 2018 inkl. mittelfristiger Finanzplanung bis 2021 er-
folgte aufgrund der aktualisierten Planung.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des ISEKs für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und 
Kalk“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des ISEKs, die im Sozialraum 
„Humboldt / Gremberg und Kalk“ wirksam werden, der Bezirksvertretung Kalk vorzulegen und 
die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu informieren.  
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Humboldt / Gremberg und 
Kalk“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen Fachausschüsse 
und die Bezirksvertretung Kalk ohne Einschränkung zustimmen.

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b. max  85 % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  3,9 Mio. € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b. max. 90 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen   derzeit nicht bezifferbar   
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Begründung 
1. Ausgangslage 
Vor dem Hintergrund zukünftiger Herausforderungen, die sich nicht zuletzt durch den demografischen 
und strukturellen Wandel für die Stadt Köln ergeben, hat sich die Stadtverwaltung seit Herbst 2014 
intensiv mit der neuen EU-Förderperiode 2014 - 2020 auseinandergesetzt und die Förderstrategie der 
Stadt Köln darauf ausgerichtet. Mit seinem Beschluss zum „Europa 2020 Handlungsprogramm: Köl-
ner Handlungserfordernisse“ hat der Stadtvorstand am 23.09.2014 die Aufforderungen verbunden, 
dass alle Dezernate und Ämter bereits im Vorfeld der zu erwartenden neuen Projektaufrufe des Lan-
des in die Vorbereitungen einsteigen und Projektideen entwickeln. Mit der Genehmigung der Operati-
onellen Programme zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zum Europäi-
schen Sozialfonds (ESF) des Landes Nordrhein-Westfalen ist durch die EU formal die neue Förderpe-
riode im Herbst 2014 gestartet. 
Auf Basis des Operationellen Programms erfolgte am 10.02.2015 der gemeinsame Aufruf „Starke 
Quartiere – starke Menschen“ des Landes NRW zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von 
Quartieren und Ortsteilen sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, der die Programme 
des EFRE, des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (E-
LER) und des ESF bündelt. Das mit dem Förderaufruf verbundene Maßnahmenspektrum soll einen 
Beitrag zur Präventionsstrategie des Landes leisten.  
Grund- und damit Fördervoraussetzung, um Mittel aus den europäischen Struktur- und Investitions-
fonds beantragen zu können, ist die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). 
Köln hat sich mit seinem Konzept für den breiten Ansatz der sozialraumorientierten Stadtentwicklung 
entschieden und mit dem Leitkonzept (ISEK) „Starke Veedel - Starkes Köln: mitwirken, zusammen-
halten, Zukunft gestalten" (abrufbar unter www.starke-veedel.koeln) die unterschiedlichen Handlungs-
felder des Aufrufs gemeinsam betrachtet. Das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ stellt dabei die elf 
Sozialräume, in denen die Stadt Köln mit dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozial-
raumorientierung in Köln“ seit 2006 arbeitet, in den Vordergrund.

4 
Im Einzelnen handelt es sich dabei um die linksrheinischen Sozialräume: 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf 
 Bilderstöckchen 
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  
 Bocklemünd / Mengenich 
 Meschenich und Rondorf  
und um die rechtsrheinischen Sozialräume: 
 Buchheim und Buchforst1 
 Mülheim-Nord und Keupstraße  
 Höhenberg und Vingst 
 Humboldt / Gremberg und Kalk 
 Ostheim und Neubrück 
 Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil 
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei-
sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und die Verwaltung 
unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beauf-
tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 
anerkannt. Auf Basis der Anerkennung und des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlage-Nr. 
2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden. 
Parallel dazu möchte die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein-
werben. Zentral ist dabei das Programm „Soziale Stadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ 
können über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforde-
rungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen ISEKs, das 
die Gegebenheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen 
herausarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich. 
Im Ergebnis bedeutet diese Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln, dass 
zusätzlich zu dem raumübergreifenden Leitkonzept insgesamt zehn separate sozialraumbezogene 
ISEKs erarbeitet werden. Aufgrund des erforderlichen Bearbeitungsaufwandes sieht die Verwaltung 
entsprechend des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlage-Nr. 2899/2016) ein gestaffeltes Verfah-
ren vor.   
Für die Sozialräume 
 „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ 
 „Buchheim und Buchforst“ sowie „Mülheim-Nord und Keupstraße“ als Fortschreibung des 
Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020 
 „Meschenich und Rondorf“ 
wurden die ISEKs fertiggestellt, vom Land anerkannt und vom Rat am 18.05.2017 beschlossen.  
In der zweiten Phase wurden die ISEKs 
- „Bickendorf, Westend und Ossendorf“ sowie 
                                                 
1 Aufgrund besonderer Fördervoraussetzungen wurden gemäß der Vorgabe des Landes die Sozialräume 
Buchheim und Buchforst sowie Mülheim-Nord und Keupstraße zu einem Handlungsraum zusammengefasst. Er 
kann so als Fortschreibung des Strukturförderprogramms MÜLHEIM 2020, das die Stadt Köln von 2009 bis 
2014 umgesetzt hat, weiter gefördert werden.

5 
- „Humboldt / Gremberg und Kalk“ 
erarbeitet und dem Land zur Anerkennung vorgelegt. Teilweise haben sich die beschriebenen 
Angebotsstrukturen im Rahmen der Erarbeitungsphase verändert. Die ISEKs bilden den Stand 
von Mai 2017 ab. 
In der dritten Phase werden die ISEKs für die Sozialräumen 
 „Bilderstöckchen“ sowie  
 „Höhenberg und Vingst“, 
in der vierten Phase für die Sozialräume 
 „Ostheim und Neubrück“,  
 „Bocklemünd / Mengenich“ sowie  
 „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ 
erarbeitet. 
 
2. Einordnung des IHKs für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ in die Pro-
grammstruktur 
Der im Osten von Köln gelegene Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ weist eine hohe Bevöl-
kerungsdichte bei einem hohen Anteil an Geschosswohnungsbau auf. Der Sozialraum ist hinsichtlich 
seiner Sozialstruktur sehr homogen und zeigt mit Blick auf die sozialen und demografischen Indikato-
ren deutliche Handlungsbedarfe auf. Multiple Problemlagen wie Armut, Arbeitslosigkeit, Suchterkran-
kungen, Verschuldung werden im Sozialraum deutlich. Auch im öffentlichen Raum und im Wohnum-
feld zeigen sich Handlungsbedarfe. 
Mit dem Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Chemischen Fabrik Kalk konnten neue Be-
völkerungsgruppen angesprochen werden, die zu einer sozialen Mischung des Sozialraums beitra-
gen. 
 
Die Entscheidung den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ in der zweiten Stufe zeitnah zu 
bearbeiten, resultiert unter anderem aus den vorhandenen Handlungsbedarfen, die sich aus den Her-
ausforderungen der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und der Integration der multikulturellen 
Bewohnerschaft in die Gesellschaft sowie dem Engagement der genossenschaftlichen und gemein-
nützigen Wohnungsbaugesellschaften im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen ergeben. Aber auch 
die sich in Folge des Strukturwandels in dem vormals stark industriell geprägten Sozialraum in struk-
tureller und ökologischer Hinsicht ergebenden Problemlagen gilt es zu bewältigen.  
Das ISEK für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ ist Bestandteil des Programms „Starke 
Veedel – Starkes Köln“, das insgesamt elf Sozialräume umfasst. Ziel des Programms „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ ist es, verbesserte Lebensbedingungen für die Menschen in allen Sozialräumen zu 
schaffen und auf den Arbeiten des Programms „Lebenswerte Veedel– Sozialraum- und Bürgerorien-
tierung“ aufzubauen, das bereits seit 2006 in elf Sozialräumen umgesetzt wird. Seitdem wurden zahl-
reiche Vorhaben angestoßen und realisiert. Die Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordina-
toren sind für die Menschen in den Veedeln mittlerweile zu festen Ansprechpartnerinnen und An-
sprechpartnern geworden.  
Das ISEK für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ umfasst eine detaillierte Betrachtung 
des Sozialraumes und geht auf dessen spezifischen Anforderungen ein. Es bildet daher ein für sich 
stehendes Konzept. Ziel des ISEKs ist es, den Sozialraum „ Humboldt/ Gremberg und Kalk “ zu stä r-
ken, die Armut zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt auszubauen, Präventionsansätze zu sy s-
tematisieren und die Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen nachha ltig zu ver-
bessern. Erwartet werden auch positive Effekte auf die gesamtstädtische Entwicklung und den sozi a-
len Zusammenhalt in der Gesamtstadt. Dabei beinhaltet das ISEK für den Sozialraum „ Humboldt /

6 
Gremberg und Kalk“ auch das Ziel, strukturelle Verbess erungen bei der Entwicklung und Umsetzung 
integrierter Quartiersentwicklung als Strategie der Stadtentwicklung zu erreichen. Dazu gehört die 
stärkere Entwicklung sozialraumorientierten Denkens in der Verwaltung ebenso, wie die abgestimmte 
Zusammenarbeit zw ischen den in den Quartieren aktiven Akteuren einerseits und die Abstimmung 
ihres Handel ns mit den Dienststellen der Stadt andererseits. Gleichzeitig wird die Bewohnerschaft 
von allen an der Programmumsetzung Beteiligten aktiv eingebunden.  
Das ISEK für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ basiert auf dem Leitkonzept und greift 
die Gliederung des Leitkonzepts auf.  
Darauf aufbauend wurden 19 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und 
weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und sind zur Umsetzung vorgesehen.  
3. Finanzen 
Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, 
zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 
rd. 77,3 Mio. € - vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge - in seiner Sitzung am 20.12.2016 be-
schlossen (Vorlage-Nr. 2899/2016). 
Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs-
ermächtigungen bis 2020 sind im Hpl. 2016/2017 inkl. mittelfristigen Finanzplanung bis 2020 berück-
sichtigt. Der darüber hinausgehende Bedarf für die Jahre 2021 ff wird in den zukünftigen Haushalts-
planaufstellungen berücksichtigt.  
Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der Vorfinanzierung der Maßnahmen als 
auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwar-
tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote 
des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bis maximal 90 % der projekt-
bezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkosten auf Grundlage von Pauschalen, je-
doch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die Städtebauförderung finanziert 
werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 %2 auf. Durch die Kofinanzierung der Städtebauför-
derung mit anderen Fördertöpfen, die - sofern die Voraussetzungen vorliegen - beantragt werden, 
kann z.B. für einzelne EFRE-kofinanzierte Maßnahmen eine Förderquote von bis zu 85 % erreicht 
werden. 
Für den Sozialraum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ sollen aus dem o. g. Ansatz insgesamt  
3,9 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. 
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadtent-
wicklung. Die im Hpl. 2016/2017 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2020 für das Projekt „Star-
ke Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven 
Zahlungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im 
Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen 
zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht ab-
schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, 
dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah-
lungen geben wird. 
Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewilli-
gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt die 
Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der Um-
setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des ISEKs für den Sozial-
raum „Humboldt / Gremberg und Kalk“ gefährdet. 
 
Anlagen  
                                                 
2 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeblich ist die 
Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.

Anlage 0 ISEK Humboldt_Gremberg und Kalk

1324 Zeichen

Anlage 0  
Mit der Vorlage 2488 / 2017 beabsichtigt die Verwaltung den Beschluss des 
Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für den Sozialraum 
„Humboldt/Gremberg und Kalk“ im Rahmen des Programms „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ durch den Rat zu erwirken. Das Leitkonzept zum Gesamtprogramm 
wurde am 20.12.2016 vom Rat beschlossen (Vorlage 2899 / 2016).  
 
Mit dem Ratsbeschluss über das ISEK „Humboldt/Gremberg und Kalk“ wird die 
Verwaltung in die Lage versetzt, Förderanträge für die Städtebauförderung zu 
stellen, welche einen wichtigen Förderzugang für dieses Programm bildet.  
 
Aufgrund der komplexen förderrechtlichen Rahmenbedingungen und der damit 
verbundenen engen zeitlichen Vorgaben sollte die Beschlussvorlage 2488/2017 
ungeachtet der kurzfristigen Vorlage in den vorgesehenen Beratungsgang 
eingebracht werden.  
 
Die Beschlussvorlage für das ISEK für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und 
Kalk“ (Vorlage-Nr. 2488/2017) wird aufgrund notwendiger Abstimmungsprozesse 
nicht inner-halb der 14 Tages Frist vor Beginn der ersten Sitzung in die politische 
Beratungsfolge eingebracht. Um dennoch die Ratssitzung am 28.09.2017 zu 
erreichen und somit zeitnah mit der Programmumsetzung beginnen zu können, wird 
die Vorlage den politischen Gremien zu Beginn der Beratungsfolge verfristet 
vorgelegt.

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

2423 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/15/152 
152/1 
 
Vorlagen-Nummer 
2488/2017
Stand: 07.12.2023 
Sachstandsbericht  
Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den 
Sozialraum "Humboldt / Gremberg und Kalk" 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2016 das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ als 
zukunftsweisendes Leitkonzept zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung beschlossen und 
die Verwaltung mit der Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen für die seinerzeit elf 
Kölner Sozialräume beauftragt. Aufgrund der Anforderungen der Städtebauförderung wurde 
für den Sozialraum Humboldt/Gremberg und Kalk ein eigenständiges Integriertes Stadtent-
wicklungskonzept (SEK) erstellt, das vom Rat am 28.09.2017 beschlossen wurde. 
Von den vorgesehenen Maßnahmen konnten 5 flankierende sozial integrative Maßnahmen 
umgesetzt werden. Von Juni 2020 bis Mai 2023 war das Quartiersmanagement im Sozialraum 
aktiv. Mit Unterstützung des Quartiersmanagements konnten im Rahmen des Verfügungs-
fonds 35 Anträge für kleinere, direkt im Sozialraum verortete Maßnahmen durch die Bezirks-
vertretung Kalk beschlossen werden. Die einzelnen Projekte sind abgeschlossen. Die für den 
Verfügungsfonds veranschlagten Mittel in Höhe von 120.000 € werden voll ausgeschöpft. 
Ebenfalls bis Ende 2023 wird noch das Haus-Hof- und Fassadenprogramm durchgeführt. Im 
Rahmen dieses Programms können Eigentümer*innen für die Fassadengestaltung ihrer Im-
mobilie Zuschüsse erhalten. 
Die beiden durchgeführten Baumaßnahmen haben einen besonderen Mehrwert für den Sozi-
alraum: Im Kalker Norden wurde an der Eythstraße der bestehende Spiel- und Bolzplatz auf-
gewertet und komplett mit neuen Spiel- und Sportgeräten ausgestattet. Hier ist sowohl für klei-
nere Kinder, als auch für Jugendliche eine attraktive Anlage zur Freizeitgestaltung entstanden. 
In Humboldt/Gremberg ist mit dem Grünzug Westerwaldstraße ein attraktives Naherholungs-
gebiet für die Bürgerinnen und Bürger im dicht besiedelten Sozialraum entstanden. Nutzer-
gruppen jeden Alters finden abwechslungsreiche Angebote zu Sport und Spiel. Für Erholungs-
suchende stehen entlang des gesamten Grünzugs viele neu aufgestellte Bänke zur Verfü-
gung. 
Die Umsetzung des ISEK ist abgeschlossen und es sind Mittel in Höhe von über 5,5 Millionen 
Euro in den Sozialraum geflossen.

Anlage 4, 20170926_Synopse Veränderung Maßnahmen gegenüber Leitkonzept

4953 Zeichen

Anlage 4 zu TOP 10.35 
 
Beantwortung der mündlichen Anfrage aus dem Verkehrsausschuss vom 
05.09.2017 
zu den Vorlagen: 
TOP 5.8 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Starke Veedel 
– Starkes Köln“ für den Sozialraum Bickendorf, Westend und Ossendorf 
2481/2017 
TOP 5.9 Beschluss des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ für den Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk 
2488/2017 
 
In der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 05.09.2017 wurde eine Darstellung der 
Änderungen, die sich im Maßnahmenzuschnitt zwischen dem Leitkonzept „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ (Ratsbeschluss vom 20.12.2016, Vorlage-Nr. 2899/2016) und 
den sozialraumspezifischen Integrierten Stadtentwicklungskonzepten (ISEK) ergeben 
haben, erbeten. 
 
Neu aufgenommene Maßnahme 
5.0.3  
„Haus-, Hof- und Fassadenprogramm“ 
Die Maßnahme soll in allen 11 
Sozialräumen umgesetzt werden. 
 
Veränderungen bei geplanten Maßnahmen 
Leitkonzept Sozialraumbezogenes ISEK 
0.0.1 
„Verfügungsfonds“ 
0.0.2 
„Quartiersmanagement zur Umsetzung 
des Integrierten Handlungskonzeptes in 
den Sozialräumen“ 
2.0.8 
„Aufbau einer bürgerschaftlichen Kultur 
der Wohnumfeldpflege, Müllvermeidung 
und Müllbeseitigung (Zu Hause im 
Veedel)“ 
0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement 
und Aktivierung“ mit den Modulen 
 Quartiersmanagement 
 Verfügungsfonds 
 Bestandserhebung und 
Schnittstellenmanagement 
 Öffentlichkeitsarbeit 
Zusammenfassung der Maßnahmen auf 
Grundlage der Abstimmungen mit dem 
Land. 
6.0.1  
„Sozialraumorientierte Stadtentwicklung“ 
0.0.2 „Prozessbegleitende Evaluation“ 
Der Baustein „Programmbegleitende 
Evaluation“ wurde als eigene Maßnahme 
aufgenommen. Der Baustein 
„Controlling“ wird im Rahmen der 
Programmkoordination sichergestellt.

Maßnahmen mit erforderlicher Nachqualifizierung  
Gegenüber dem Leitkonzept ergeben sich bei den ESF-Maßnahmen 
Nachqualifizierungsbedarfe, weil sich die Förderkonditionen und Zielausrichtung 
geändert haben. Die Projekte erfordern nun einen deutlich niederschwelligen, 
aufsuchenden Ansatz. Zudem werden Personalkosten in Form von Pauschalen 
gefördert, jedoch keine Sachkosten.  
1.0.7 
„Qualifizierungsoffensive offene Kinder- 
und Jugendarbeit“ 
Modifizierung erforderlich um einen 
alternativen Förderzugang zu erreichen. 
1.0.12 
„Sprachförderangebote für neu 
eingereiste Jugendliche und junge 
Erwachsene“ 
Modifizierung erforderlich um den 
Förderbedingungen zu entsprechen. 
 
Aktueller Sachstand 28.09.17: 
Nach erneuter Prüfung wird die 
Maßnahme aufgrund fehlender 
Förderzugänge nicht weiterverfolgt. 
1.0.19 
„Übergänge begleiten, Angebote der 
Familienbildung mit Schwerpunkt 
Kooperation mit Kita, Familienzentren, 
Schulen, OGTS 
Neukonzeption mit neuer 
Kostenkalkulation nach Beratung durch 
das Land NRW mit verstärktem 
aufsuchenden Ansatz. 
 
 
Maßnahmen mit ausstehender sozialräumlicher Verortung 
2.0.10 
„Unser Park“ 
Der Raumbezug der Maßnahme steht 
noch nicht fest.  
 
Aktueller Sachstand 28.09.17: 
Nach erneuter Prüfung wird die 
Maßnahme aufgrund fehlender 
Förderzugänge nicht weiterverfolgt. 
2.0.11 
„Wie inklusiv ist das Quartier“ 
Der Raumbezug der Maßnahme steht 
noch nicht fest. 
3.0.3 
„„Quartiersgarten“ – Qualifizierung von 
Menschen und Grünflächen“ 
Der Raumbezug der Maßnahme steht 
noch nicht fest. 
4.0.10 
„Stärkung beziehungsweise Erweiterung 
des Schulgartenangebotes“ 
 
Der Raumbezug der Maßnahme steht 
noch nicht fest.

Maßnahme, die außerhalb des Programms durchgeführt wird und nachrichtlich 
aufgenommen ist 
1.0.5  
„Integration von zugewanderten Kindern, 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen 
mit Flüchtlingsstatus in die bestehenden 
Regelsysteme durch aufsuchende mobile 
Arbeit 
Die Maßnahme wird bereits über den 
Europäischen Hilfsfonds für die am 
stärksten benachteiligten Personen 
(EHAP) gefördert und umgesetzt. 
 
 
Maßnahmen, die nicht umgesetzt werden 
1.0.14 
„Gesundheitslotsinnen und –lotsen im 
Sozialraum „Migranten begleiten 
Migranten““ 
Für die Maßnahme konnte kein 
Förderzugang ermittelt werden.  
1.0.17a  
„Kölner Bildungsberatungszentrum“ 
Die Maßnahmenkonzeption lässt sich 
nicht in vorgesehener Form als 
Fördermaßnahme umsetzten.  
1.0.21 
„Ferienschulen“ 
Aufgrund zwischenzeitlich neu 
entstandener Angebote außerhalb des 
Programms wird die Maßnahme nicht 
weiterverfolgt.  
3.0.6 
„Klosterwald 2.0 
Die Maßnahme wird im Rahmen des 
Programms nicht weiterverfolgt.  
3.0.9 
„Kölner Zukunfts-Kompass“ 
Da bereits ähnliche Angebote vorhanden 
sind, wird diese Maßnahme nicht explizit 
für die Sozialräume zur Förderung 
vorgesehen und wurde in die 
sozialraumspezifischen ISEKs nicht mehr 
aufgenommen. 
 
Nur Humboldt / Gremberg und Kalk 
4.5.1 
Integrierter Ansatz zur Entwicklung und 
Aufbereitung einer Brachfläche zu 
stadtentwicklungspolitischen bzw. 
ökologischen Zwecken: Kalkberg“ 
Die Maßnahme wird aufgrund der 
aktuellen Entwicklung rund um den 
Kalkberg nicht weiter verfolgt.

Beratungsverlauf (13)

05.09.2017 Jugendhilfeausschuss
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
05.09.2017 Verkehrsausschuss
TOP 5.9 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2017 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.13 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2017 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 8.2.12 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2017 Wirtschaftsausschuss
TOP 6.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
11.09.2017 Integrationsrat
TOP 8.10 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
11.09.2017 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.09.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.8 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
14.09.2017 Sportausschuss
TOP 7.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
19.09.2017 Gesundheitsausschuss
TOP 5.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
21.09.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
25.09.2017 Finanzausschuss
TOP 12.19 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
28.09.2017 Rat
TOP 10.35 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2488/2017
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
31.08.2017
Erstellt
10.08.2017 14:47