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2017/0330

Protokoll 17. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 21.09.2017

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2017/0330

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P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
1 
Sitzungstag:   01.09.2017 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
 
Ende:    16.30 Uhr 
 
Ort:    ehem. Kreistagssitzungssaal, Rheinstraße 67, Darmstadt 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des  Prof. Christa Reicher (Vors.), bis 15.00 Uhr 
Gestaltungsbeirats  Dipl. Ing. Susanne Wartzeck (stellv. Vors.) 
    Dipl. Ing. Rebekka Junge 
    Prof. Thomas Knerer 
    Prof. Alexander Reichel 
     
Magistrat   Dr. Barbara Boczek, Dezernentin, ab 13.00 Uhr 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
    Judith Wilms, Stadtplanungsamt 
    Rainer Dressel, Amtsleiter Bauaufsichtsamt 
    Eva Schauland, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Ludwig Achenbach, CDU, ab 13.00 Uhr 
    Hans Fürst, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Tim Huß, SPD, ab 13.00 Uhr 
    Georg Hang, Uffbasse, ab 13.00 Uhr 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
     
Entschuldigt:   Hannelore Anthes, Uwiga 
     
 
 
Projekte 
 
Lincoln-Siedlung ZusammenHaus Lincoln e.V., Claus + Pretzsch Architekten, 
Projekte der   Darmstadt  
Wohngruppen WohnSinn Bessungen, Gottstein-Blumenstein Architekten, 
Darmstadt 
 Neue Wohnraumhilfe, faktor 10 Architekten u. Dörfer archi-
tekten, Darmstadt 
 
Grafenstraße 43/ Gülsen Gruppe, Darmstadt 
Elisabethenstraße 25a netzwerk architekten, Darmstadt

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT  
 
2 
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr) 
 
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung der Lincoln-Siedlung 
mit dem Grundstück, auf dem die Wohngruppen ihre Projekte realisieren möchten. 
(Abriss und Neubau). Im Anschluss wurde das Projekt in der Grafenstraße/ Elisabe-
thenstraße (Abriss und Neubau Wohn- und Geschäftshaus) besichtigt. 
Frau Michels und Frau Wilms erläutern bei dem jeweiligen Projekt die Situation im 
Bestand, den Ansatz des Entwurfs sowie die stadträumliche Einbindung des Standor-
tes. 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
Da der Beirat neu formiert wurde, ist die Wahl eines/einer Vorsitzenden und des/der 
Stellvertreters/in erforderlich. Frau Prof. Reicher wird einstimmig zur Vorsitzenden 
gewählt. Ebenso Frau Wartzeck als ihre Stellvertreterin.  
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 15.00 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.15 Uhr – 16.30 Uhr) 
 
Die Begrüßung der Teilnehmer und der Besucher des Gestaltungsbeirates erfolgt 
durch Dr. Barbara Boczek, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates. Die Mitglieder des Gestaltungsbeirates stellen sich kurz vor. 
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt. Rückfragen und Verständnisfragen 
durch die Teilnehmer und das Publikum werden beantwortet. 
Eine intensive Diskussion mit den Architekten und Bauherren/ Investoren erfolgt im 
Anschluss im Rahmen des nicht-öffentlichen Teils der Sitzung. 
 
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang. 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: Zeitfenster jeweils ca. 10.00 – 17.00 Uhr 
Fr 24.11.2017 
Fr 23.02.2018 
Fr 25.05.2018 
Fr 24.08.2018 
Fr 30.11.2018   
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm  veröffentlicht. 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt, Darmstadt, 19.09.2017   
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat, Aachen, 19.09.2017 
 
Anlage: Empfehlungen des Gestaltungsbeirates

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt 
 
Lincolnsiedlung 
ZusammenHaus Lincoln e.V. 
Neubau eines Mehrgenerationenhauses  
Einsteinstraße 20/22/24  
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat Darmstadt 
17. Sitzung – 01.09.2017

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Claus + Pretzsch Architekten BDA, Darmstadt 
 
Bauherr 
bauverein AG, Darmstadt für ZusammenHaus Lincoln e.V. 
 
Beschreibung 
Der Neubau ist ein ca. 75m langer viergeschossiger Zeilenbau mit einem Staffelge-
schoß. Es liegt im Baufeld B 2.1 der Lincolnsiedlung, auf der westlichen Seite be-
nachbart zum Projekt „Neue Wohnraumhilfe“, auf östlicher Seite benachbart zum Ge-
bäude des „Heinersyndikat“ und nutzt dieses baurechtlich komplett aus, um mög-
lichst viel neuen Wohnraum zu erhalten. 
Das bestehende Gebäude wird abgerissen. 
Ein Untergeschoss ist nicht vorgesehen. 
Das in Schottenbauweise errichtete Gebäude wird im Osten über einen Laubengang 
erschlossen und erhält im Westen durchgängig vorgelagerte Balkone. Es verfügt über 
zwei entgegengesetzt innerhalb der Grundrissstruktur eingestellte Treppenhäuser und 
einen mittig angeordneten zentralen Aufzug. An diesem liegen im Erdgeschoss auch 
die für alle nutzbaren Gemeinschaftsräume, die damit Bezug zum Freiraum haben.  
 
Der Neubau enthält ca. 48 Wohneinheiten, deren Mix vom 1Zi-Appartment bis zur 
Vierzimmerwohnung reicht. Die Grundrisse folgen der Struktur der Wandschotten, der 
Großteil der Aufenthaltsräume sind nach Westen zum Balkon ausgerichtet, die Neben-
räume, Küche und Bäder liegen sinnfällig zum Laubengang und erhalten so Tages-
licht. Ebenso kann hier, genauso wie an den Erschließungstreppen, informelle nach-
barschaftliche Begegnung stattfinden.   
Damit wird das Konzept der Genossenschaft, nämlich gemeinsam, zusammen ein 
Haus zu bauen, unterstützt.  
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt den klar strukturierten Baukörper, der damit die ur-
sprüngliche städtebauliche Idee der Lincolnsiedlung mit deren linearer, von Grünflä-
chen durchzogener Bebauung bewusst aufnimmt und interpretiert. 
Statt der massiven Lochfassaden der ursprünglichen Kasernenbauten wird eine trans-
parente Fassade entwickelt, und mit vorgelagerten Balkonen und Laubengängen 
streng strukturiert. 
Die klare Zonierung der Grundrisse und der sinnvolle Einsatz gemeinschaftsfördernder 
Begegnungsbereiche und -zonen erfüllen den gewünschten sozialen Anspruch gegen-
über dem Nutzer. Der Wohnungsmix bildet die heute notwendigen Wohnungsgrößen 
ab. Eventuell könnte hier über größere Einheiten, beispielsweise durch Zusammenle-
gen zweier benachbarter Wohneinheiten, noch größere Vielfalt, auch für junge Fami-
lien, erzeugt werden.  
Die vorgetragene Idee der Überlagerung der auskragenden Bauteile mit rhythmisie-
renden Filtern aus z.B. Holzleisten, die auch Abstellräume für Gartenmöbel etc. ent-
halten können, wird vom Gestaltungsbeirat unterstützt. Diese Elemente helfen, die 
Strenge der Fassade durch ein freies Spiel der Elemente, im Gegensatz zur dahinter-
liegenden gleichmäßigen Fassadenstruktur, zu bändigen.

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Wünschenswert ist ein abwechslungsreicher Rhythmus, der die Überlagerungen ver-
deutlicht. 
Gleichzeitig helfen diese Filter, z.B. als Trennung zwischen den Wohnungen, die ge-
wünschte Privatheit herzustellen. Damit könnte in angemessener Weise das Maß zwi-
schen privaten, halböffentlichen und öffentlichen Raum ausdifferenziert werden. 
 
Die Freiräume sind entsprechend dem jetzigen Planungsstadium noch nicht entwi-
ckelt. Hier ergibt sich – vor allem auch durch Abstimmung mit den benachbarten 
Baugruppen - ein großes Potenzial, um den gesamten Bereich zu einem Quartier zu 
entwickeln und nicht mit vier heterogenen Einzelhäusern zu bebauen. Die Freiraum-
planung mit ihren Elementen könnte dieses Baufeld gestalterisch miteinander verbin-
den und gleichzeitig räumlich kurze Wege zwischen den Nachbarschaften ermögli-
chen. 
 
Insgesamt stellt der Neubau ZusammenHaus ein gelungenes Projekt dar, bei dem 
sowohl die sozialen und ökologischen Standards erfüllt werden, als auch die funktio-
nalen und gestalterischen Mittel überzeugen.  
 
Weiteres Vorgehen 
Der Gestaltungsbeirat würde es begrüßen, wenn sich die Bauherren und Architekten 
aller vier Gebäude (WohnSinn, Heinersyndicat, ZusammenHaus, Neue Wohnraumhilfe) 
über ein Konzept der Freiraumplanungen abstimmen können, um damit den Quar-
tiersgedanken zu stärken.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung 
Eine Wiedervorstellung des Projektes ist nicht notwendig, wünschenswert wäre eine 
Vorstellung der freiraumplanerischen Entwicklung aller vier zurzeit in Planung befind-
lichen Wohnbauten. 
 
Votum 
Alexander Reichel

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt  
 
Lincolnsiedlung 
WohnSinn Bessungen 
Neubau Einsteinstraße 46/48/50  
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
17. Sitzung – 01.09.2017

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  01.09.2017 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Gottstein & Blumenstein Architekten BDA 
 
Beschreibung 
Der östliche 5-geschossige Riegel des Baufeldes in der Lincoln-Siedlung liegt direkt 
am Quartierspark und bildet die Raumkante zu diesem. Nach Süden wird dem Riegel 
ein 3-geschossiger Schenkel angefügt.  
 
Die Erschliessung erfolgt an der südöstlichen Gebäudeecke und bildet im Erdgeschoss 
mit einem Multifunktionsraum, zwei Gästezimmern und einem Büroraum einen 
gemeinschaftlichen Eingangsbereich. Die Wohnungen werden über Laubengänge 
erschlossen, nach Osten zum Park weiten sie sich an den jeweiligen zurücksprin-
genden Wohnungseingängen in Bögen nach aussen. 
 
4 Stellplätze, Fahrräder und Müllstellplätze sind - nach Westen offen – im Erdge-
schoss vorgesehen, weitere Räder sollen in einem Erdhügel im gemeinsam genutzten 
Aussenraum untergebracht werden. Es soll ein Passivhausstanddard erreicht werden, 
die Fassade wird sich daher noch ändern. 
 
Empfehlung 
Der Beirat begrüßt, daß mit dem Baukörper eine gute Raumkante für den öffentlichen 
Raum geschaffen wird. Mit dem dreigeschossigen Schenkel nach Süden wird eine 
Verdichtung erreicht, ohne den Charakter der Zeilenbebauung zu beeinträchtigen. Der 
gemeinschaftliche Bereich mit dem Multifunktionsraum liegt richtig und kann positiv 
auf das gesamte Quartier ausstrahlen.  
 
Ein kritischer Punkt wird lediglich in den sich wellenförmig weitenden Laubengängen 
gesehen: Obwohl der zugrunde liegende gemeinschaftliche Gedanke nachvollziehbar 
ist, wird vom Beirat bezweifelt, daß dies dem ansonsten klaren Baukörper zuträglich 
ist, gerade weil diese Fassade den öffentlichen Raum prägen wird. 
 
Auch kann die angedachte Unterbringung der Räder in einem Hügel noch nicht ganz 
überzeugen. Insgesamt sind die gemeinschaftlichen Freianlagen -zusammen mit der 
Nachbarbebauung- weiter zu entwickeln. 
 
Weiteres Vorgehen 
Um das Baufeld in all seiner Unterschiedlichkeit auch als ein Mikroquartier wahr-
nehmbar zu machen, sollten die Beteiligten aller vier Projekte über die Freiraumge-
staltung, Farbgebung oder Materialiät den Dialog miteinander stärken und Gemein-
samkeiten entwickeln.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
Eine Wiedervorstellung des Projektes ist nicht erforderlich. 
 
Votum 
Rebekka Junge

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt 
 
Lincolnsiedlung 
Neue Wohnraumhilfe 
Neubau/Sanierung Einsteinstrasse 26/28/30 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
17. Sitzung – 01.09.2017 
  
8. Februar 2013

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  01.09.2017 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Faktor 10 und Architekturbüro Dörfer, Darmstadt 
 
Beschreibung 
Das Bestandsgebäude an der Einsteinstrasse soll jeweils zur Häfte erhalten bzw. 
abgebrochen werden. Der sanierte Altbau und der geplante Neubau sollen Passivhaus- 
bzw. Plusenergiehausstandard aufweisen. Die Gebäude sollen künftig Sozial-
wohnungen in unterschiedlichen Größen und Zuschnitten sowie zugeordnete 
Funktions- und Nebenräume aufnehmen.  
 
Zwischen dem umgebauten Altbau und dem Neubau ist eine Lücke geplant, in der 
eingeschossige Strukturen wie Carports, Fahrradunterstände und ein Müllhaus 
angeordnet sind. Die Gebäudetiefe des Neubaus ist mit 18,50m deutlich größer 
vorgesehen als die Tiefe des Bestandes mit 9,80m. Das bestehende Gebäude soll 
jedoch durch Vorbauten und Ergänzungen sehr stark gegliedert werden. Im Ergebnis 
wird der Eindruck von zwei völlig eigenständigen Gebäuden entstehen. Die städte-
baulich durch die Bestandsbebauung vorgegebene Zeilenstruktur, die für das Gebiet 
typisch ist, wird an dieser Stelle nicht mehr erkennbar sein. 
 
Empfehlung 
Die Beibehaltung der quartierstypischen Zeilenstruktur ist wünschenswert. Eine 
Überprüfung und ggf. Anpassung des Entwurfes zur Unterstützung dieses städte-
baulichen Anliegens kann zu mehr Homogenität im Quartier beitragen.  
 
Durch die Anordnung  einer neuen „Baulücke“, auf die mit Brandwänden reagiert wird, 
erscheint städtebaulich fragwürdig und kann vermieden werden, indem das Bestands-
gebäude und der Neubau stärker aufeinander reagieren.  
 
Es soll überprüft weden, ob im Erdgeschossbereich verstärkt Räume mit einem Bezug 
zum Außenraum angeordnet werden können. 
 
Weiteres Vorgehen 
Der Gestaltungsbeirat wünscht sich nach einer entsprechenden Überarbeitung eine 
Wiedervorstellung des Projektes, möglichst im Zusammenhang mit der Freiraum-
planung des gesamten Quartiers.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
Das Bauvorhaben, das sich durch einen bemerkenswerten sozialen Anspruch aus-
zeichnet, kann den Anspruch an die städtebauliche Zielsetzung und den Dialog aus 
Bestand und Neubau noch nicht ganz einlösen.  
 
Votum 
Thomas Knerer

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt 
 
Abriss und Neubau Wohn- und Geschäftshaus 
Grafenstraße 43/ Elisabethenstraße 25a 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
18. Sitzung – 01.09.2017 
  
8. 
Febr
uar 
2013

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  01.09.2017 
 
 
 
 
 
Entwurfsverfasser 
Bauherr: DCE Invest GmbH Darmstadt 
Planer: netzwerk architekten, Darmstadt 
 
Beschreibung 
Vorgestellt wird die Planung eines Neubaus anstelle des bestehenden 
Geschäftshauses an der Ecke Grafenstraße/Elisabethenstraße. Geplant ist ein 
fünfgeschossiger Baukörper mit zwei durchgängigen Gauben in einem einseitig zur 
Straße ausgebildeten Walmdach, bzw. alternativ ein fünfgeschossiger Baukörper mit 
zurückgesetztem Staffelgeschoss. Die Traufe/Attika des geplanten Gebäudes nimmt 
Bezug auf die Traufe des gegenüberliegenden Stadthauses, Grafenstraße 30.  
 
Empfehlung 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt, dass der Investor sich dieser baulichen 
Herausforderung stellt. Das Projekt wird als positiver Beitrag zur Erweiterung des 
Angebotes von innerstädtischem Wohnraum angesehen und entsprechend gewürdigt.  
 
Der Gestaltungsbeirat diskutiert nach der Ortsbegehung die vorgestellte 
Geschossigkeit kontrovers,  da diese - insbesondere bei der dargestellten Alternative 
mit Staffelgeschoss und Flachdach - als 6-geschossiges Gebäude in den Straßenraum 
wirkt.  
 
Vor allem sollte der Dialog mit dem denkmalgeschützten Stadthaus aus den 1950er 
Jahren bei einer Neubeplanung beachtet werden. Dem Stadthaus als wichtigem 
öffentlichen Gebäude muss dabei die größere Bedeutung zukommen.  
Hier sind auch die freiräumlichen Planungen für die neue Platz- und 
Straßengestaltung mit einzubeziehen. 
 
In der Diskussion wird deutlich, dass eine Nachverdichtung an dieser Stelle durchaus 
gewünscht ist, der Neubau jedoch stärker auf die örtliche Maßstäblichkeit eingehen 
sollte. 
 
Neben der Gebäudehöhe wird die hohe Ausnutzung des Grundstückes kritisiert, die 
den Zielen der Entsiegelung und Begrünung des Sanierungsgebietes in der Mollerstadt 
entgegensteht. Auch wenn es sich um ein Eckgrundstück handelt, sollten mind. 20% 
desGrundstückes unbebaut bleiben. Eine Begrünung der rückwärtigen Fassade und 
der Dachflächen wird empfohlen. 
 
Die große Gebäudehöhe und die Gebäudetiefe führen im jetzigen Planungsstand 
überdies zu Verschattungsproblemen auf dem eigenen, aber auch auf dem 
Nachbargrundstück. Die Verschattungsituation sollte daher in dem weiteren 
Planungsprozess simuliert werden, auch vor dem Hintergrund der notwendigen 
nachbarlichen Zustimmung.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  01.09.2017 
 
 
 
 
 
Insgesamt wird das Projekt als eine Bauaufgabe betrachtet, die großes Potenzial hat 
und sich positiv auf die Weiterentwicklung des Ortes und den angrenzenden 
Stadtraum auszuwirken sollte.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
Eine Wiedervorstellung und eine intensive Abstimmung mit der Bauaufsicht/ 
Stadtplanung sind notwendig. 
 
Votum  
Susanne Wartzeck

anlage 2

3298 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.09.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0330 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
385 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 17. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 21.09.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 17. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Protokoll 17. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 18.10.2017 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.09.2017  
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtverordnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 17. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 01.09.2017 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der p olitischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger 
anwesend, ebenso waren Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
Durch die Neubesetzung des Gestaltungsrates ist es erforderlich, die/den Vorsitzenden sowie 
die Stellvertretung neu zu wählen. Frau Prof. Dipl. -Ing. Christa Reicher wird von den 
Beiratsmitgliedern erneut einstimmig zur Vorsitzenden bestimmt; als Stellvertreterin wird 
Frau Dipl.-Ing. Susanne Wartzeck ebenfalls einstimmig gewählt.  
 
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Boczek und die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates Frau Prof. Reicher die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die 
Gäste im Plenum.  
Dann wurden die Neubauvorhaben der Wohngruppen ZusammenHaus Lincoln und WohnSinn 
Bessungen und das Projekt der Neuen Wohnraumhilfe in der Lincolnsiedlung sowie das 
Projekt Abriss und Neubau eines Wohn - und Geschäftshauses in der Grafenstraße 43/ 
Elisabethenstraße 25a durch die jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgten 
Rückfragen und Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und besprochen.   
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 21.09.2017  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

2017/0330

3211 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
28.09.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0330 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 17. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 21.09.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
Das Protokoll der 17. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Protokoll 17. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 2 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.09.2017  
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
Mit der MV Nr. 2017/ 0154 vom 08.05.2017 wurde die Neubesetzung des 
Gestaltungsbeirates von der Stadtvero rdnetenversammlung bestimmt.  
 
Die 17. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 01.09.2017 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger 
anwesend, ebenso waren Interessengruppen und Verbände eingeladen.  
 
Durch die Neubesetzung des Gestaltungsrates ist es erforderlich, die/den Vorsitze nden sowie 
die Stellvertretung neu zu wählen. Frau Prof. Dipl. -Ing. Christa Reicher wird von den 
Beiratsmitgliedern erneut einstimmig zur Vorsitzenden bestimmt; als Stellvertreterin wird 
Frau Dipl.-Ing. Susanne Wartzeck ebenfalls einstimmig gewählt.  
 
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Dr. Boczek und die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates Frau Prof. Reicher die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie die 
Gäste im Plenum.  
Dann wurden die Neubauvorhaben der Wohngruppen ZusammenHaus Lincol n und WohnSinn 
Bessungen und das Projekt der Neuen Wohnraumhilfe in der Lincolnsiedlung sowie das 
Projekt Abriss und Neubau eines Wohn - und Geschäftshauses in der Grafenstraße 43/ 
Elisabethenstraße 25a durch die jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorges tellt; es folgten 
Rückfragen und Verständnisfragen durch die Beiratsmitglieder und die erschienenen Gäste.  
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projekte mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten intensiv diskutiert und bes prochen.   
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
Dr. Barbara Boczek  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 21.09.2017  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

Beratungsverlauf (1)

TOP 385

Orte (3)

  • Rheinstraße 67
  • Grafenstraße 43
  • Einsteinstraße 20

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Details

Vorlagen-Nr.
2017/0330
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.09.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00