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V/0453/2007

Verkehrsführung im Hafenviertel - durchgef. Bürgerinformation und Modizifierung der Beschilderung

Vorlagen 29.05.2007

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 13.06.2007, TOP 6

Beschlussvorlage

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Anlage 2 - Modifizierung der Verkehrsführung

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Anlage 1 - Protokoll zur Bürgerinformation

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Beschlussvorlage

5657 Zeichen

V/0453/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Verkehrsführung im Hafenviertel -  
durchgeführte Bürgerinformation und Modizifierung der Beschilderung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
31.05.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
05.06.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
13.06.2007 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Das Protokoll zur stattgefundenen Bürgerinformation vom 15.05.07 wird zur Kenntnis genom-
men. 
Die probeweise Ausweisung der Soester Straße und Dortmunder Straße als unechte Einbahn-
straße am Hafenweg wird derart modifiziert, indem lediglich aus Richtung Albersloher Weg das 
Linksabbiegen für den Kfz-Verkehr in Richtung Hansaring untersagt wird. 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, bei Bedarf Zwischenberichte und Maßnahmeempfehlungen 
und spätestens im 2. Quartal 2008 einen Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Verkehrsfüh-
rung nach Anhörung in der Bezirksvertretung Münster-Mitte dem Ausschuss für Stadtplanung, 
Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft zur Entscheidung vorzulegen. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Beschilderung Kosten in Höhe von ca. 1.000 €, aber 
keine Folgekosten entstehen. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Ausgaben 
 
Haush.- 
stelle 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
6020.523.000.6 Verkehrssicherung, Verkehrs-
zeichen, Straßenbenennung 
2007 1.000  
     
Vorlagen-Nr.: 
V/0453/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Drubel 
Ruf: 
492 61 58 
E-Mail: 
Drubel@stadt-muenster.de  
Datum: 
29.05.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0453/2007 
 
Insgesamt: 1.000  
 
Einnahmen 
keine 
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1: Im Zuge der am 13.12.2006 beschlossenen versuchsweisen Einrichtung einer (unechten) 
Einbahnstraßenregelung südlich des Hansarings wurde die Verwaltung beauftragt, nach 3 
Monaten über die Erfahrungen den politischen Gremien Bericht zu erstatten.  
Mit Umsetzung des Verkehrsversuchs am 01.02.2007 hat am 15.05.2007 eine Bürgerin-
formationsveranstaltung stattgefunden, in der sowohl die Verwaltung die Wirkung der 
durchgeführten Maßnahme aufzeigte, als auch die Betroffenen Anlieger ihre Eindrücke und 
Erfahrungen den Anwesenden gegenüber deutlich gemacht haben. 
 
Während die durch die Verwaltung am 19.04.07 durchgeführte Verkehrszählung ermittelte 
deutliche Reduzierung der Verkehrsbelastungen in der Soester- und Dortmunder Straße 
von den Anwohnern der Soester- und Dortmunder Str. wohlwollend bestätigt wurde, klagten 
nahezu flächendeckend die Dienstleister und Gewerbetreibenden des Hafenweges über ei-
ne massive Verschlechterung ihrer Verkehrsanbindung. Die Einschränkung der Erschlie-
ßung resultiert aus der faktischen Abbi ndung des Kfz-Verkehrs vom Hafenweg kommend 
direkt auf den Hansaring, die zusätzlich dur ch die Einrichtung von Baustellenverkehren in 
der Straße, als auch durch Überlastung der Anbindungen an den Albersloher Weg ver-
schärft werden. Von der Auslastung des Knotens Albersloher Weg / Hansaring sind insbe-
sondere die Anlieger der Bernhard-Ernst-Str. nachteilig betroffen, denen aufgrund der zu 
bewältigenden Verkehrsmengen des Albersloher Weges keine Besserung der Situation, 
beispielsweise durch Eingriffe der Signalisierung, in Aussicht gestellt werden kann.  
Die bekannte angespannte Parksituation im Hafenviertel wird durch das Erschließungskon-
zept zusätzlich verschärft und hat zugleich negative Auswirkungen auf das Verkehrsge-
schehen innerhalb des Hafenweges. 
 
Unter diesen Aspekten wurde in der Bürgeranhörung der folgende Vorschlag unterbreitet, 
den die Verwaltung, angesichts der o.g. Schilderungen, als Änderungsantrag zur Verkehrs-
erschließung im Hafenviertel aufgreift und kurzfristig umsetzen möchte: 
 
• Änderung der Verkehrsführung durch Geradeausfahrgebote (Z. 209-30 StVO mit 
Zusatz „Radfahrer frei“) im Hafenweg (nur) in Fahrtrichtung der OSMO-Hallen 
• In der Gegenrichtung wird das Rechtsabbiegen in die Seitenstraßen Dortmunder 
Straße bzw. Soester Straße zugelassen (keine Beschilderung erforderlich). 
 
 
Evtl. Wendemanöver werden auf der Fahrbahn erfolgen, sofern dies nicht auf den 
Grundstücken möglich ist. Inwieweit das vorgegebene Ziel Schleichverkehre aus dem Ge-
biet weiterhin reduzieren zu können noch umgesetzt werden kann, wird die weitere Beo-
bachtung der Verkehrssituation in den Folgemonaten zeigen. Hierüber wird erneut den 
Gremien Bericht erstattet. 
 
Insofern wird es für sinnvoll erachtet, diese Vorlage noch vor der Sommerpause den politi-
schen Gremien zu kommen zu lassen, um den von den Anliegern des Hafenweges formu-
lierten Änderungsvorschlag unverzüglich umsetzen zu können.

- 3 - 
V/0453/2007 
Zu 2. Mit der Vorlage V/0919/2005/1. Erg beschloss der Hauptausschuss am 13.12.2006 die 
Verkehrsführung im Hafen-/Hansaviertel. Die Zuständigkeit des Hauptausschusses war 
aufgrund des verwiesenen Ratsantrags gegeben. Eine Veränderung des Beschlusses ist 
daher nur mit einem Beschluss des Hauptausschusses möglich. Grundsätzlich hat der Rat 
die Zuständigkeit für Verkehrsangelegenheiten dieser Art auf den ASSVW delegiert. Mit 
diesem Beschlusspunkt wird daher die Entscheidungszuständigkeit in dieser Sache wieder 
auf die Regelungen in der Zuständigkeitsordnung zurückgeführt. 
 
 
 
I.V 
 
 
 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1:  Protokoll zur Bürgerinformation zur geänderten Verkehrsführung im Hansaviertel 
vom 15.05.07 
Anlage 2: modifizierter Verkehrslenkungsplan

Anlage 2 - Modifizierung der Verkehrsführung

233 Zeichen

STADT MÜNSTER
Erschließungskonzept
Kfz - Verkehr
Hauptverkehrsstraße
Sammelstraße
Anliegerstraße
Fahrtrichtung geradeaus
(Radfahrer frei)
61.42 Stand 05/2007
Hansaviertel
Stadtplanung
Verkehrsplanung
Amt für Stadtentwicklung
Anlage 2

Anlage 1 - Protokoll zur Bürgerinformation

6233 Zeichen

Anlage 1 
 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
Verkehrsplanung, 61.4 
Datum: 15.05.2007 Tel.: 6158 
Besprechungsniederschrift  Bearbeiter: Herr Drubel  
Besprechungsgegenstand: 
Anliegerversammlung zur geänderten Verkehrsführung im Hafenviertel  
– Bisherige Erfahrungen der Anlieger und der Verwaltung, Zwischenbeurteilung – 
Ort und Datum der Besprechung:  
Aula des Berufskollegs, Hansa-Schule, am 15.05.07 – 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr 
Teilnehmer/innen 
Stellvertretende Bezirksvorsteherin, Frau Gericke 
Amtsleiter Stadtplanungsamt, Herr Schowe 
Fachstellenleiter Verkehrsplanung, Herr Böhme 
Fachstellenleiter Straßenverkehrsbehörde, Herr Schulik  
Unterzeichner 
 
Sowie ca. 40 Bürgerinnen und Bürger aus dem betreffenden Gebiet, einschließlich der 
Vertreter aus Politik und Verwaltung und weiterer Gäste von der FH Münster 
  
 
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Referierenden durch Frau Gericke, erläuterte Herr 
Schowe den Anlass und die Hintergründe, einschließlich des einstimmigen politischen Be- 
schlusses des Hauptausschusses vom 13.12.2006, die zur aktuellen Änderung der Ver- 
kehrsführung im Bereich Hafenweg – Dortmunder Straße – Soester Straße und ihrer probe- 
weisen Einführung geführt haben. 
 
Herr Böhme berichtete ausführlich über die bisherigen Erfahrungen. Hierzu zählt auch die 
Feststellung aus der Vorherzählung, dass ein hoher Anteil an Durchgangsverkehr aus Rich- 
tung Albersloher Weg kommend den Hafenweg über die Dortmunder Straße als Abkürzung 
zum Hansaring benutzte, da Quell- und Zielverkehr zur Dortmunder Straße nur in deutlich 
geringerem Umfang feststellbar war. 
 
Am 19. April wurden erneut Verkehrszählungen auf Basis der seit 2,5 Monaten bestehenden, 
geänderten Verkehrsführung durchgeführt. Als ein Ergebnis ist festzustellen, dass die geän- 
derte Verkehrsführung zu einer 75%igen Abnahme der Verkehre in der Dortmunder Straße 
geführt hat, obwohl noch immer ein relativ hoher Anteil an Verstößen gegen das eingerichte- 
te Durchfahrtsverbot durch Z. 267 StVO festgestellt wird. Auch in der Soester Straße konnte 
ein bedeutender Rückgang an Kfz-Verkehren festgestellt werden. 
 
Demgegenüber stehen allerdings Mehrbelastungen an Verkehren in der Bernhard-Ernst-Str. 
(plus 50% bzw. Anstieg von 100 Fahrten auf 151 Fahrten). Aufgrund der zu Spitzenzeiten 
auftretenden Rückstauungen auf dem Albersloher Weg wird der Abfluss aus dem Hafenge- 
biet erschwert, da die Leistungsfähigkeitsgrenze des Knotens Bernhard-Ernst-Straße / Han- 
saring erreicht wird. 
 
Die stärksten Auswirkungen wirken offensichtlich jedoch auf den Hafenweg und seine Anlie- 
ger.  
 
Die Anlieger schilderten, dass weniger der Rückgang der Verkehrsbelastung (weniger als 
20%) wahrgenommen werde, sondern dass durch Zunahme von Wendefahrten und Park- 
suchverkehren und aktuell zusätzlich auch durch die regen Bautätigkeiten am Straßenrand 
und in der Straße die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Erschließung erheblich beeinträch- 
tigt werde.

Anlage 1 
Insofern liegen der Verwaltung nahezu flächendeckend Beschwerden der ansässigen 
Dienstleistungs- und Gewerbetreibenden aus dem Hafenweg zu den Verkehrsverhältnissen 
im Hafenweg vor, während die Anlieger der betreffenden Soester Straße und der Dortmun- 
der Straße den Rückgang der Verkehrsbewegungen deutlich begrüßen. Die Anlieger der 
Bernhard-Ernst-Straße beklagen hingegen die Zunahme der Verkehrsbelastung, die auch 
aufgrund der geringen möglichen Räumzeit vor der hoch belasteten LSA zum Albersloher 
Weg keinen höheren Abfluss der Fahrzeuge ermöglicht. 
 
 
Vor diesem Hintergrund wurde von den Anwesenden die intensive Diskussion mit den Ver- 
tretern der Verwaltung, aber auch Untereinander aufgrund der zum Teil gegenläufigen Inte- 
ressen geführt.  Dabei wurden sowohl Statements, als auch Fragen und Antworten formu- 
liert, die im Folgenden in ihren Kernaussagen wiedergegeben werden: 
 
• Schleichverkehre müssen auch in Wohnstraßen toleri ert werden, allerdings ist bei einem 
Anteil von 75%igem Durchgangsverkehr Handlungsbedarf erkennbar. 
• Durch die Bautätigkeiten im Hafenweg läuft der Ver kehrsversuch unter erschwerten Be- 
dingungen. Hierdurch wird insbesondere die Erreichbarkeit von Firmen massiv einge- 
schränkt, wodurch auch die unbefriedigende Parksituation zusätzlich verschärft wird. 
• Nach Mitteilung der Verwaltung ist eine zusätzlich e Verkehrsanbindung zum Hansaring  
planerisch bei der Entwicklung des OSMO-Geländes mittelfristig beabsichtigt, ebenso 
werde die Notwendigkeit zur Errichtung eines Quartierparkhauses für Besucher und An- 
wohner gesehen. Diese Ziele werden von den Anwesenden grundsätzlich begrüßt. Kurz- 
fristig wird der Baustellenverkehr abgeschlossen sein, darüber hinaus sieht der anste- 
hende Ausbau des Hafenweges die Ausweisung von Längsparkplätzen und das unge- 
hinderte Begegnen von Kfz-verkehren vor. 
• Neuangesiedelte Unternehmen werden verkehrlich ben achteiligt – Kunden und Mitarbei- 
ter seien „extrem genervt“. Die Problematik resultiere aus dem sich sukzessive entwi- 
ckelnden Umstrukturierungsprozess des Hafengebietes, der auch erschließungstechni- 
sche Veränderungen mit sich bringe. 
Hiervon betroffen sind auch potentielle Handlungsansätze, die eine stärkere Inanspruch- 
nahme der geduldeten öffentlichen Nutzung innerhalb der OSMO-Hallen einfordern  
(Intensivere Publizierung der Durchfahrtsmöglichkeit, tagsüber; Nutzung der westlichen 
Hallen für Parken der angrenzenden Gastronomiebetriebe) . 
• Von den Anliegern des Hafenweges wurde folgender Vorschlag  gemacht: 
 
 Änderung der Verkehrsführung durch Geradeausfahrgebot im Hafenweg (nur) 
 in Fahrtrichtung OSMO-Hallen; in Gegenrichtung Rec htsabbiegen in die Seiten-
 straßen Dortmunder Straße bzw. Soester Straße zulä ssig. 
 
 Dieser Vorschlag stößt offenbar auf breite Akzepta nz bei Anliegern des Hafenweges, 
 aber auch der Dortmunder Straße und der Soester St raße 
 
Mit Hinweis auf einen anstehenden Zwischenbericht in der Sitzung des Planungsausschus- 
ses am 31.05.2007 sowie mit Dank für die engagierte Diskussion der Anlieger und für den 
fairen Austausch und Umgang mit den Argumenten und Sichtweisen der Beteiligten wurde 
die Veranstaltung gegen 19:10 Uhr beendet. 
 
Gez. 
Drubel

Beratungsverlauf (3)

31.05.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 8.7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
05.06.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung
13.06.2007 Hauptausschuss
TOP 6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Dortmunder Straße
  • Soester Straße
  • Bernhard-Ernst-Straße
  • Albersloher Weg
  • Hafenweg
  • Hansaring

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0453/2007
Typ
Vorlagen
Datum
29.05.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37