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SV-2012/0062

Antrag der SPD-Fraktion vom 30.08.2012 betr. Frauenförderung in Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen

Antrag 04.09.2012

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SV-2012/0062

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Fon: 0 61 51 – 2 79 02 75 
Fax: 0 61 51 – 2 79 02 71 
info @s pd frakt ion-d a. de 
www.spd frakt ion-d a. de 
 
Sparka ss e D arm sta dt 
BLZ: 50 8 5 01 50 
Konto: 8 00 63 77 
 
 
 
 
Darmstadt, 30. August 2012 
 
Antrag 
 
 
Frauenförderung in Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 
 
1. Die Stadt Darmstadt arbeitet konsequent in Richtung „Erhöhung des Frauenanteils auf 
verschiedenen Führungsebenen der Verwaltung und wirtschaftlichen Unternehmen in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Zu diesem das Zweck verpflichtet sich die Stadt, in die 
Stadtwirtschaftstrategie eine feste Quote für alle wirtschaftlichen Unternehmen und 
Mehrheitsbeteiligungen festzuschreiben: Dies hat zum Ziel, zeitnah den Frauenanteil in den 
Aufsichtsräten und Vorständen von kommunalen Unternehmen auf einer Quote von 
mindestens 
40 % zu erhöht wird. 
 
2. Die Stadtverordnetenversammlung und der Magistrat verpflichten sich, im Rahmen ihrer 
Möglichkeiten auf dieses Ziel hinzuwirken. 
a. Die differenzierte Darstellung des Frauenanteils der einzelnen Unternehmen wird jährlich 
im Beteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt aufgenommen. 
b. Zur Umsetzung dieses Antrags wird dem Sozialausschuss sowie Ausschuss für Wirtschaft 
und Wissenschaft jährlich ein Bericht vorgelegt. 
 
 
Begründung: 
 
Die Förderung nach einer Frauenquote beschäftigt den Bundestag und insbesondere den 
Rechtsausschuss bereits seit geraumer Zeit. Experten im Bundesausschuss für Familie, Senioren, 
Frauen und Jugend hatten sich mehrheitlich für die Einführung einer Frauenquote ausgesprochen und 
in europäischen Ländern wie 
z. B. Norwegen ist auch die Privatwirtschaft gesetzlich an Gleichstellungspolitik gebunden. 
 
Fraktionsübergreifende Gesetzesinitiativen der Opposition zur stufenweisen Verankerung einer festen 
Frauenquote in die Aufsichtsräte von Konzernen wurden aktuell in Berlin abgelehnt und auch ein 
Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft scheiterte. Stattdessen wurden in  freiwilligen 
Vereinbarungen zwischen Wirtschaft und Bundesregierung  vereinzelt Frauenquoten von 30 Prozent 
eingeführt. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich bisher für Chancengleichheit und Gleichstellung von 
Frauen in den Führungspositionen der Verwaltung eingesetzt (aktuell 37,77%).

- 2 - 
Eine Beteiligung beider Geschlechter in die Unternehmensführung ist bedeutsam für den 
wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Stadt wird daher aufgefordert, entsprechende 
Maßnahmen und Regelungen einzuleiten, damit künftig auch die Führungs - und Kontrollgremien der 
Stadtwirtschaft mit mindestens 40% mit Frauen besetzt werden.  
 
Dabei sollen auch vorbildliche Initiativen für die Privatwirtschaft gestartet werden,  vergleichbar z. B. 
mit dem Audit „Familie und Beruf“ und dem Preis für familienfreundliche Unternehmen.                  
 
Weitere Begründung folgt mündlich. 
 
 
Darmstadt, den 30. August 2012 
 
 
Sabine Heilmann   Hanno Benz 
Santi Umberti    (Fraktionsvorsitzender) 
Heinrich Hausmann 
(Stadtverordnete)

Beratungsverlauf (2)

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2012/0062
Typ
Antrag
Datum
04.09.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00