2021/0163
Förderantrag 'Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV'
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2021/0163
13581 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
14.06.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Mobilitätsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0163
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511060
Kostenstelle: 066-000-0510 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto:
Betreff: Förderantrag "Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV"
Vorlage vom: 09.06.2021
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat beschließt, dass bei Aufforderung durch den Fördermittelgeber ein Antrag für die
„Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt, DADINA und
HEAG mobilo eingereicht wird. Die zur Umsetzung der Modellprojekte benötigen personellen und
monetären Ressourcen auf Seiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt, werden nach Prüfung über
den Haushaltsplan 2022 zur Verfügung gestellt.
Anlagen: Projektskizze Teil 1
Projektskizze Teil 2
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.06.2021
Im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ beabsichtigt die
Wissenschaftsstadt Darmstadt in Zusammenarbeit mit HEAG mobilo und DADINA den
Förderantrag MORE „MobilitätsOffensive für Stadt und Region“ beim Bundesamt für
Güterverkehr, welches das Förderprogramm als Projektträger und Bewilligungsbehörde
durchführt, zu stellen. Der Förderzeitraum erstreckt sich voraussi chtlich von Anfang 2022 bis
Ende 2024.
Bei dem Förderantrag handelt es sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren mit einer
Förderquote von 80 %, bei der noch eine ergänzende Landesförderung bis zu 15 % möglich
ist. Die Möglichkeiten einer Landesförderun g wurden angefragt.
In der ersten Stufe wurde eine Projektskizze (Anlage 1 + 2) eingereicht. Die Konkretisierung
und Anpassung der Inhalte und Kosten sowie die genaue Aufteilung auf die einzelnen Partner
erfolgt in der möglichen zweiten Antragsstufe. Die nachfolgend aufgeführten Kosten, stellen
nicht die Kosten für die Wissenschaftsstadt Darmstadt dar, sondern die Projektgesamtkosten
für alle drei Partner.
Das Prüfungsergebnis der Skizze bzw. die mögliche Aufforderung zur Antragsstellung wird
im Sommer 2021 erwartet. Die wichtigsten Inhalte und Ziele der Skizze und des sich
voraussichtlich anschließenden Förderantrages sollen mit dieser Vorlage vorgestellt werden:
Ziel des Förderantrages ist die Schaffung eines hochadaptiven Gesamtsystems für die
öffentliche Mobilität, das die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse der Bürger*innen erfasst,
Nachfrage bündelt, Zugangshindernisse flächendeckend abbaut, Angebotslücken schließt
und Verkehrsarten, die eine hohe Verfügbarkeit aufweisen, vernetzt. Erreicht wird die s zum
einen mit einem umfassenden Programm zur Erweiterung, zeitlichen Ausdehnung und
Verdichtung sowie einer nahezu generellen räumlichen Verfügbarkeit öffentlicher
Mobilitätsangebote. Zum anderen erfolgt dies über die Nutzung von Daten, die mit dem
Projekt DAnalytics in der Wissenschaftsstadt Darmstadt k ünftig über Verkehrsflüsse und
Verkehrsteilnehmer*innen erhoben werden. Sie dienen einer weitreichenden und smarten
Steuerung der gesamten Mobilität in und um Darmstadt. Durch die räumliche Ausdehnung
auch in die Außenbezirke der Stadt und den Landkreis wird der Zugang zu diesen Angeboten
deutlich mehr Bürger*innen ermöglicht als bisher und so für mehr Menschen in der Region
die Option geschaffen, auch ohne eigenen Pkw ohne Einschränkungen mobil zu sein.
Hierzu wird eine nahezu flächendeckende 24/7 Verfügbarkeit von ÖPNV (Linie oder On -
Demand) sowie Sharing -Angeboten mit kurzen Wegen zu den Haltestellen bzw. Sharing -
Stationen angestrebt. Um dieses Ziel zu erreichen, soll auch der Linien -ÖPNV weiter
ausgebaut und verdichtet werden.
Mit diesem integrierten Ansatz, der sich nicht, wie weit verbreitet, nur auf das Stadtzentrum
fokussiert, sondern im gesamten Stadtgebiet und auch im Landkreis verfolgt wird und der
sich darüber hinaus auch an die Ein - und Auspendler*innen wendet, soll der bereits erreichte
Modal Shift 1, hin zur vermehrten Nutzung des Umweltverbunds, weiter ausgebaut werden.
Die Kostenangaben beziehen sich jeweils auf die Gesamtkosten für alle Partner. Der Antrag
enthält insgesamt geschätzte G esamtkosten von ca. € 36. 50 Mio. brutto inklusive
Personalkosten, die geschätzte Zuwendungssumme (80%ige Förderquote) durch den
1 Verkehrsverlagerung
- 4 -
Fördermittelgeber beträgt ca. € 29 .20 Mio. brutto inklusive Personalkosten und setzt sich
aus den im Folgenden beschriebenen Te ilprojekten mit Maßnahmenpaketen zusammen. Alle
genannten Projekte werden in Zusammenarbeit mit HEAG mobilo und DADINA bearbeitet.
Einzelne Teilprojekte werden federführend von der Wissenschaftsstadt Darmstadt bearbeitet
und sind entsprechend gekennzeichne t.
1. Integratives regionales Mobilitätsmanagement und –steuerung
Steuerung aller (auch erweiterten) ÖPNV -Angebote aus städtischer und regionaler
Sicht (Stadt und Landkreis)
Ausgehend von den Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung soll in einem Gutachten
untersucht werden, wie eine integrierte und möglichst einheitliche
Mobilitätsverwaltung, die verschiedene Verkehrsträger umfasst und nicht auf die
Gebietskörperschaftsgrenzen fixiert ist, umgesetzt werden kann.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 0.84 Mio. Fördersumme ca. € 0.67 Mio.
2. Systemische Verfügbarkeit
a. Studie Ausbau P+R: Nachfragepotentialbestimmung und Konzeption, Standortplanung.
Insbesondere im Landkreis soll das P+R – Angebot ausgeweitet werden. Dies umfasst
sowohl die Anlage von neuen als auch die Erweiterung bestehender P+R – Anlagen.
Beantragt werden sollen hier nicht die Kosten für den Bau der Anlage, der auch nach
GVFG förderfähig ist, sondern die Konzepterstellung und ggf. konkrete Planung einiger
P+R – Anlagen.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 0.2 0 Mio. Fördersumme ca. € 0.16 Mio.
b. Ausweitung Sharing -Strategie und Mobilitätsstationen
Das stationäre Carsharing und das stationäre Bikesharing sollen zu einem
flächendeckenden Angebot in der Stadt Darmstadt und im DADINA -Gebiet ausgebaut
werden. Da dies für private Anbieter nicht überall wirtschaftlich möglich ist, sollen die
Leistungen ausgeschrieben und entsprech end mitfinanziert werden. Die Einrichtung
von Mobilitätsstationen an wichtigen Stationen/Haltestellen mit einem multimodalen
Angebot (Carsharing, Bikesharing, B+R, P+R) ist ebenfalls vorgesehen.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 7.93 Mio. Fördersumme ca. € 6. 34 Mio.
Federführung liegt bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Setzt sich zusammen aus folgenden Teilprojekten
I. Ausweitung der Sharing -Strategie und Mobilitätsstationen
Kosten im Förderzeitraum € 0.92 Mio. Fördersumme ca. € 0.74 Mio.
II. Ausschreibung Carsharing & Bikesharing
Kosten im Förderzeitraum € 0.15 Mio. Fördersumme ca. € 0.12 Mio.
III. Einführung und Ausweitung Bikesharing
Kosten im Förderzeitraum € 0.15 Mio. Fördersumme ca. € 0.12 Mio.
IV. Evaluation/Erfolgskontrolle Sharing -Strategie, Empfehlungen und
Übertragbarkeit
Kosten im Förderzeitraum € 0.2 0 Mio. Fördersumme ca. € 0.16 Mio.
V. Umsetzung Car/Bikesharing und Mobilitätsstationen
Kosten im Förderzeitraum € 6.51 Mio. Fördersumme ca. € 5.21 Mio.
- 5 -
c. Verbindung P+R Standort und größere Arbeitgeber
Anlässlich der mehrere Jahre dauernde Großbaustelle Rheinstraßenbrücke sollen
Shuttleverkehre von P+R -Plätzen in die Stadt Darmstadt eingerichtet werden und die
ggf. nach Beendigung der Großbaustelle weiter betrieben werden können (siehe auch
4.c).
Kosten im Förderzeitraum ca. € 5.6 0 Mio. Fördersumme ca. € 4.5 0 Mio.
Federführung liegt bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt
d. Autonomes Fahren: Studie zum Autonomen Fahren und Anforderungen Infrastruktur
Es soll eine Studie zu Möglichkeiten des Autonomen Fahrens beauftragt werden.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 0.49 Mio. Fördersumme ca. € 0.39 Mio.
3. Zeitliche Verfügbarkeit
a. Neues Verkehrskonzept (NVK) Bus: Abstimmung NVK Bus auf NVK Tram,
Kapazitätsoptimierung
In Anpassung an das neue Straßenbahnverkehrskonzept sollen auch Buslinien
angepasst werden, z. B. durch Einrichtung eines 10 -Minutentaktes anstatt eines 15 -
Minutentaktes. Welche Maßnahmen mit welchen Kosten dann konkret umgesetzt
werden, ist ggf. für die zweite Antragsstufe noch abzustimmen.
Kosten im Förd erzeitraum ca. € 6.0 0 Mio. Fördersumme ca. € 4.8 0 Mio.
b. Taktverdichtung: Schnellbahnlinie 6, Taktverdichtung auf 10 Minuten
Dies soll im Rahmen des neuen Straßenbahnverkehrskonzeptes umgesetzt werden und
verursacht keine Mehrkosten gegenüber den bisher daf ür beschlossenen Mitteln. Durch
ein Marketingkonzept sollen zusätzliche Fahrgäste für dieses attraktive Angebot
gewonnen werden.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 1.02 Mio. Fördersumme ca. € 0.82 Mio .
c. Neues Verkehrskonzept Tram: Kampagne, Einführung/Beglei tung der Umsetzung
Planung und Öffentlichkeitsarbeit Straßenbahn Groß -Zimmern – Darmstadt und
Darmstadt – Weiterstadt:
Die Planung der neuen Straßenbahnlinien würde auch unabhängig vom Förderantrag
weiter verfolgt. Teilweise sind dafür schon Mittel eingepl ant. Bei einer Förderung
würden hier zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen.
Kosten im Förderzeitraum € 5 .00 Mio. Fördersumme ca. € 4 .00 Mio.
d. Lokal emissionsfreie Busse
Hierin soll untersucht werden, ob für die Linienbündel der privaten Busunternehmen
zukünftig eher Batteriebusse oder ggf. auch Wasserstoffbusse eingesetzt werden
könnten.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 0.1 0 Mio. Fördersumme ca. € 0.08 Mio.
- 6 -
4. Räumliche Verfügbarkeit
a. Straßenbahnlinie von Groß -Zimmern über Roßdorf und Darmstadt bis nach
Weiterstadt: Planung und Öffentlichkeitsarbeit (siehe 3c)
b. Interaktive Karte Freizeitverkehr
Die interaktive Karte für die Freizeitnutzung mit dem ÖPNV ist bisher nur für die
Region Groß-Umstadt/Dieburg eingerichtet. Die Ausweitung auf den gesamten
Landkreis wäre sinnvoll und wird deshalb zur Förderung angemeldet. Kosten im
Förderzeitraum ca. € 0. 80 Mio. Fördersumme ca. € 0.64 Mio.
c. Use Case Großbaustelle: Rheinstraßenbrücke
Die Wirkungsweisen des Gesamtansatzes für nachhaltige Mobilität werden im Rahmen
einer anstehenden Großbaustelle erprobt. Die Rheinstraßenbrücke wird als eine der
zentralen Hau pteinfallstraßen von der Autobahn in die Innenstadt ab 2023 während
einer Bauzeit von mindestens 3 Jahren voll gesperrt. Tagtäglich nutzen tausende
Autofahrer*innen (über 30.000 Ein - und Ausfahrende) sowie zahlreiche, Radler*innen
und Fußgänger*innen die B rücke, die außerdem von zwei Straßenbahn - und drei
Buslinien befahren wird. Im Rahmen eines gesamtheitlichen Baustellen -
Mobilitätsmanagements soll den Autofahrenden zur Reduktion des MIV im Bereich der
Umleitungsstrecke an den verschiedenen Zufahrtsstraßen durch Bündelung auf
(Interims-) P&R-Plätzen alternative Mobilitätsangebote des Umweltverbundes (Linien -
und OD-ÖPNV) angeboten werden.
Für den mehrere Jahre dauernden Neubau der Rheinstraßenbrücke soll ein
umfassendes Pilotprojekt mit Öffentlichkeitsarb eit, alternativen Verkehrsangeboten,
P+R – Möglichkeiten etc. entwickelt und umgesetzt werden. Das Projekt soll als Vorbild
für andere Großbaustellen bzw. für eine grundlegende Änderung im Mobilitätsverhalten
der Pendelnden dienen.
Kosten im Förderzeitrau m ca. € 2.73 Mio. Fördersumme ca. € 2.18 Mio.
Federführung liegt bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt
5. Übergreifende Tarifstrategie
a. Check-IN / Be-Out
Die Zukunft beim Vertrieb wird in einem Be -in/Be-out – System (Bibo) bzw. Check -
in/be-out – System (Cibo) liegen, bei dem man als Nutzer automatisch beim Betreten
und Verlassen des ÖPNV -Fahrzeugs über eine Chipkarte oder über das Handy
registriert wird. Das DADINA -Gebiet könnte hier Modellregion für eine Erprobung auch
innerhalb des RMV werden.
Kosten im Förderzeitraum ca. € 0.64 Mio. Fördersumme ca. € 0.51 Mio.
b. Integrierte Tarifmodelle:
Um die verbesserten Sharingangebote und den ÖPNV zusammen preislich attraktiv zu
gestalten, sollen in Absprache mit dem RMV modellhaft günstige
Kombinationsmöglichkeiten angeboten werden. Ziel ist eine integrierte Tarifierung.
Hierbei könnte das DADINA -Gebiet auch innerhalb des RMV Modellre gion für eine
entfernungsabhängige Tarifgestaltung werden. Außerdem sollen Ansätze für ein
„Mobilitätsbudget“ bzw. ein „CO2 – Budget“ geprüft werden.
- 7 -
Kosten im Förderzeitraum ca. € 5.2 0 Mio, Fördersumme ca. € 4.2 0 Mio
Setzt sich zusammen aus folgenden Teilprojekten
I. Zeitmeilenkonto
Kosten im Förderzeitraum € 2.55 Mio. Fördersumme ca. € 2.04 Mio.
II. E-Tarif
Kosten im Förderzeitraum € 1.25 Mio. Fördersumme ca. € 1.0 0 Mio.
III. Mobil-Pass
Kosten im Förderzeitraum € 1. 41 Mio. Fördersumme ca. € 1.12 Mio.
Dezernat I Dezernat IV
in Vertretung
Jochen Partsch Jochen Partsch
Oberbürgermeister Oberbürgermeister
anlage 2
20532 Zeichen
Bundesamt
MR für Güterverkehr Gz.: ÖPNV-2021- EXXX
(Bitte angeben, wenn bekannt)
Anlage 2.3.A |] (Bei Mehrfachnutzung des Anlagenmusters 2.3.A bitte Nummerieren)
„Weitere Teilprojekte“
zur Skizze für die Förderung eines Modellprojekts zur Stärkung des ÖPNV
nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur über die Förderung von
Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV vom 12.01.2021
- Förderaufruf 2021 -
Teilprojekt(e) [+ |bis [5 |
(bitte geben Sie die Nummern der Teilprojekte an)
Zu Ziff. 2.3 - Teilprojekte
Teilpro-
jekt-Nr.
Namen der Teilprojekte
Räumliche Verfügbarkeit
Übergreifende Tarifstrategie
Zu Ziff. 2.3.1 - Beschreibung der Teilprojekte
Bitte beschreiben Sie die zur Förderung vorgeschlagenen Teilprojekte inklusive enthaltener Maßnahmen und
erläutern den Zusammenhang der Maßnahmen untereinander. Gehen Sie dabei bitte insbesondere auf die von
Ihnen zur Förderung vorgeschlagenen Maßnahmen ein (siehe Ziff. 4.4) und geben Sie stichpunktartig einen
Überblick über die enthaltenen Untermaßnahmen.
Teilpro-
jekt-Nr.
4
Beschreibung der Teilprojekte
Neben der zeitlichen Verfügbarkeit ist die (flächendeckende) räumliche Verfügbarkeit öffentlicher
Mobilität für die tatsächliche Nutzung und Akzeptanz der betroffenen Bürger *innen von
herausragender Bedeutung. Die Schaffung alternativer Mobilitätsangebote ist nur für diejenigen
Nutzer*innen attraktiv, die diese auch rasch erreichen und zu jeder Zeit nutzen können. Dieses
Teilprojekt geht daher Hand in Hand und ist eng verzahnt mit der Ausweitung der systemischen und
der zeitlichen Verfügbarkeit.
Heute werden viele Mobilitätsservices insbesondere in den Innenstadtbereichen oder im Rahmen
von Quartierserschließungen (z.B. im Rahmen von Neubauprojekten) angeboten. Unsere
Zielsetzung ist es, die oben genannten Services (Teilprojekt 2) so auszurollen, dass eine gute
Erreichbarkeit im gesamten Stadtgebiet gewährleistet ist und darüber hinaus auch weite Teile des
Landkreises mit den Services versorgt werden.
Seite 1 von 12 Stand 12.01.2021
a Mit den vom BMVI geförderten, flächendeckenden OD-Systemen und seinen virtuellen Haltestellen
jekt-Nr. erschließen wir das gesamte Stadtgebiet und den Landkreis mit kurzen Wegen zu den (virtuellen)
vorherige | Haltestellen. Durch die Unabhängigkeit von Lirienwegen werden darüber hinaus auch
Seite) |Tangentialverbindungen und andere, heute noch schlecht oder nur auf Umwegen erreichbare, Ziele
direkt angebunden.
Durch die Erweiterung und den Aufbau eines dichten Netzes von Sharing- und Mobilitätsstationen
(Teilprojekt 2) auf weitere Gebiete werden auch diese Services für möglichst viele Bürger*innen der
Stadt und des Landkreises erschlossen. So schließen wir weitere Angebotslücken und erhöhen die
Attraktivität des Gesamtangebots öffentlicher Mobilität.
5 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie der Landkreis Darmstadt-Dieburg sind Teil des RMV und
damit Teil des integriertes Tarifsystems im Verbund. Dennoch gibt es Optionen der tariflichen
Anpassung und Integration vor-Ort, die dann in einem weiteren Schritt, so erfolgreich, auf den
Verbundraum ausgerollt werden kann.
Seite 2 von 12 Stand 12.01.2021
(noch
Teilpro-
jekt-Nr.
vorherige
Seite)
In diesem Kontext verfolgen wir die Erarbeitung eines geeigneten technischen Konzepts für ein
VDV-KA Ticketsystem der Stufe 3 zunächst in der Variante Check-in/Be-out (CiBo). Dies ermöglicht
die Reduzierung von Eintrittsbarrieren für den ÖPNV durch die automatisierte Fahrpreisfindung in
Kombination mit einem eTarif. So wird der Kunde von der Last befreit, sich über die richtigen Tarife
zu informieren und das Ticket vor der Fahrt kaufen zu müssen. Des Weiteren können definierte
Preisobergrenzen (pro Tag, pro Monat und/oder pro Jahr) Möglichkeiten schaffen, Preisvertrauen bei
den Kund*innen aufzubauen und als Basis für weitere Elemente zur Steuerung durch Preisanreize
und zur Kundenbindung dienen. Im Projekt soll ein System beschafft werden, dass besonders
einfach für den Kunden zu nutzen sein soll, beispielsweise nach der Variante Be-in/Be-Out (BiBo)
oder falls nicht in hinreichender Qualität lieferbar Check-in/Be-out (CiBo).
Im Bereich der Stadt Darmstadt haben wir heute mehrere Tarifstufen. Dadurch entstehen
Tarifbrüche. Durch konsequente Anwendung eines digitalen und entfernungsbasierten Tarifs wollen
wir diese Brüche gerade bei den Gelegenheitskunden künftig vermeiden und so die Nutzung des
ÖPNV-Systems erhöhen.
Wie bereits für den HeinerLiner und den DadiLiner soll der digitale Tarif auf entfernungsabhängige
Bepreisung (Luftlinie) basieren, dies ist leistungsgerechter und näher an den Kundenbedürfnissen.
Das schafft für die (potenziellen) Fahrgäste einen deutlich leichteren Zugang zum ÖPNV und mehr
Flexibilität als im bestehenden Flächen-Zonentarif. Ebenso wird so die Möglichkeit, diese Angebote
(Linien ÖPNV und On-Demand Angebot) tariflich zu koppeln, vereinfacht. So kann der HeinerLinier
mit eigenen Preisparametern, aber identischer Logik agieren. Für den Endkunden ergibt sich dann
ein Grundpreis ODM inkl. Aufschlag und KM-Preis ODM sowie Grundpreis ÖV und KM-Preis ÖV,
eine Durchtarifierung wird somit einfacher abzubilden.
Die geplanten Teilprojekte bedürfen einer tariflichen Integration. Im digitalen Zeitalter sind Kunden
gewohnt, nicht mehr für jede einzelne Nutzung zu zahlen, sondern integrierte Angebotspakete zu
erwerben. Dies wollen wir mit dem Mobilitätsbudget für multimodale Nutzergruppen abbilden. Diese
Logik kann dann in einen Multimodaltarif ("Mobil-Pass”) mit weiteren Verkehrsmitteln und
Sharingangeboten gekoppelt werden. So kann über einen einheitlichen Rahmen nach gleicher Logik
(z.B. mit Grundpreis mit Inklusiv-km für Bikesharing) tarifiert werden. Auf diesem Wege lassen sich
dann verschiedene Mobilitätsoptionen in einem flexiblen Mobilitätspaket bündeln und nutzen.
Grundidee: „Mit einem Klick rundum mobil“ durch Zugang und attraktiven Tarif für alle Angebote
(monatliches Budget, mit Vergünstigung über Mengenrabatt und monatliche Vorausbuchung in
unterschiedlichen Paketgrößen).
Darüber hinaus ist eine Komponente vorgesehen, die Anreize setzt für das gewünschte
Verkehrsverhalten. Beispielsweise zeitlich im Hinblick auf Vermeidung von Lastspitzen, modal hin zu
bestimmten Verkehrsangeboten, infrastrukturbezogen zur Entschärfung von Flaschenhälsen, oder
ökologisch mit Bezug zum CO2-Verbrauch. Hierzu soll ein Managementsystem beschafft werden,
das entsprechende intrinsische (Spiel, Ehre, Umwelt-Spende) Anreize oder extrinsische
(verkehrsnahe Prämien, Rabatte) Motivation effizient für die Fahrgäste bereitstellen kann.
Mit dem Smartphone als Nutzermedium eröffnen sich somit weitreichende Möglichkeiten zur
Umsetzung von CiBo und/oder BiBo Systemen sowie digitaler Pricing-Ansätze für die Stadt
Darmstadt als auch für den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Das Projekt soll zunächst als Pilotprojekt
im Verkehrsgebiet der DADINA umgesetzt werden.
Seite 3 von 12 Stand 12.01.2021
(noch
Teilpro-
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Seite 4 von 12 Stand 12.01.2021
{noch
Teilpro-
jekt-Nr.
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Seite)
Zu Ziff. 2.3.2 Voraussichtliche Wirkung der Teilprojekte
Bitte beschreiben Sie hinsichtlich des jeweiligen Teilprojekts unter besonderer Berücksichtigung der zur
Förderung vorgeschlagenen Maßnahmen:
panom»
die Ausgangslage und Problemstellung,
die angestrebten Wirkungen und Ziele,
die zugrundeliegende Wirkungskette,
die möglichen Wechselwirkungen mit anderen Maßnahmen und Teilprojekten,
sofern Sie in diesem Teilprojekt Maßnahmen aus dem Bereich „Vernetzung von Auskunfts- und
Vertriebssystemen" zur Förderung vorgestellt haben, welchen Beitrag diese Maßnahmen) zur
Umsetzung der Roadmap „Digitale Vernetzung im öffentlichen Personenverkehr‘ leistet/n.
Teilpro-
jekt-Nr.
Voraussichtliche Wirkung der Teilprojekte
4
- Ausgangslage und Problemstellung:
Der Linien-ÖPNV erschließt heute alle Stadtteile der Wissenschaftsstadt und im Landkreis alle
Kommunen. Es bestehen aber deutliche Qualitäts- und Geschwindigkeitsunterschiede zwischen dem
auf der Straße verkehrenden Bussystem und den überwiegend autarken Schienensystemen.
Zwischen der Stadt Darmstadt und dem umliegenden Landkreis Darmstadt-Dieburg bewegen sich
große Verkehrsströme. Zurzeit werden diese im öffentlichen Personennahverkehr sowohl durch
Bahnlinien (S3, Odenwaldbahn, RB 75, Linie 60, Pfungstadtbahn) als auch durch Straßenbahnlinien
(nach Seeheim-Jugenheim, Alsbach und nach Griesheim) sowie durch zahlreiche Buslinien
abgedeckt. Es ist aber festzustellen, dass der MIV noch immer eine dominierende Rolle spielt.
Insbesondere im Ostkorridor (Darmstadt — Roßdorf — Groß-Zimmern — Dieburg) und auf der
Verbindung von Darmstadt nach Weiterstadt im Nordwesten von Darmstadt kommen die Buslinien
an ihre Kapazitätsgrenzen. Außerdem kommt es durch die zahlreichen Busse auch zu betrieblichen
Problemen in der Darmstädter Innenstadt.
- Angestrebte Wirkung und Ziele:
Die Maßnahmen im Rahmen der räumlichen Erschließung sind von zentraler Bedeutung, um den
erweiterten Umweltverbund als echte, komfortable Alternative zum Pkw für möglichst viele
Bürger*innen anzubieten. Jeder Ausbau der Angebotsbausteine On-Demand-Services,
Sharing-Angebote, P+RAngebote, Erweiterung des Linien-ÖPNV (insbesondere Straßenbahn) führt
uns weiter an dieses Ziel. Gemeinsam mit der Förderung des Radverkehrs kann so eine deutliche,
weitere Reduktion des MIV-Modal-Split-Anteils erzielt werden. Hierdurch werden wir das
Mobilitätssystem im Raum Darmstadt effizienter und effektiver gestalten und deutliche co2-
Reduktionen erzielen. Wie beim Teilprojekt "Zeitliche Verfügbarkeit” basieren die angestrebten
Seite 5 von 12 Stand 12.01.2021
(noch
Teilpro-
jekt-Nr.
vorherige
Seite)
Ziele auf der Annahme,dass die meisten Autofahrer*innen (und hier insbesondere die Pendler*innen)
das Auto nutzen, weil dies aktuell die höchste Flexibilität und Individualität in der täglichen
Fortbewegung verspricht. Mit dem vorliegenden Programm schaffen wir ein Gesamtsystem
öffentlicher Mobilität, das es hinsichtlich Verfügbarkeit und Flexibilität mit dem Auto aufnehmen kann,
für den Einzelnen / die Einzelne deutlich günstiger ist als die Anschaffung und Haltung eines eigenen
Pkws und über elektrische Antriebe einen Beitrag zum Klimaschutz in Darmstadt und der Region
leistet.
- Input:
Mit der flächendeckenden Bereitstellung hochverfügbarer OD-Systeme sowie der Schaffung von Car-
und Bike-Sharing Stationen in der Fläche schließen wir Angebötslücken und schaffen die Basis für
mehr Akzeptanz und Nutzung öffentlicher Mobilität durch flexible Angebote, die individuell nutzbar
sind. Zusätzlich ist eine Verbesserung auch des Linienverkehrs in der Fläche geplant. Die
Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg planen dafür eine neue
Straßenbahnlinie von Groß-Zimmern über Roßdorf und Darmstadt bis nach Weiterstadt zu bauen.
Nur die Straßenbahn kann eine große Zahl von Fahrgästen mit weniger Fahrzeugen als der Bus
befördern, verkehrt durchgehend auf einem eigenen Gleiskörper unabhängig vom MIV und ist
deshalb nicht stauanfällig. Sie kann die im Landkreis bedienten Gebiete direkt mit dem Stadtzentrum
von Darmstadt und dem Darmstädter Hauptbahnhof verbinden. Dies wird auch zu einer dauerhaften
Entlastung des Luisenplatzes in Darmstadt bezüglich der Anzahl der Busse führen und zusammen
mit dem lokal emissionsfreien Antrieb der Straßenbahn die Stadtverträglichkeit des ÖPNV
verbessern. In den nächsten Jahren stehen hierfür v. a. die Durchführung von Planungsleistungen
sowie eine entsprechende Beteiligung der Öffentlichkeit an.
- Output:
Ebenso wie mit der Ausdehnung der zeitlichen Verfügbarkeit öffentlicher Mobilität streben wir auch
hier eine Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf das ÖPNV-Gesamtsystem an, die auf
dem Abbau von räumlichen und zeitlichen Zugangsbarrieren und darüber auf der Erhöhung der
Nutzungsbereitschaft der Bürger*innen.beruht.
- Qutcome:
Die Schaffung und erweiterte Bereitstellung alternativer Mobilitätsangebote in der Fläche erleichtert
den Zugang zu öffentlicher Mobilität und baut Nutzungsbarrieren ab. Wechselwillige Bürger*innen
erhalten attraktive Alternativen zum eigenen Pkw.
- Impact:
Auch dieses Teilprojekt fördert die Verlagerung von Verkehren vom MIV auf den ÖPNV sowie die
gesellschaftliche Teilhabe von Menschen, deren regelmäßiges Einkommen keine Anschaffung bzw.
keinen Unterhalt eines Privat-Pkw erlaubt.
- Wechselwirkungen:
Das Teilprojekt “Räumliche Verfügbarkeit” strahlt in mehrere Bereiche des vorliegenden Konzepts
aus und ist mit diesen eng verzahnt. Die Nutzung des ÖPNV-Gesamtsystems wird durch die
Verbesserung des Angebots in der Fläche und in Stadtrandlagen attraktiver. Dies wiederum jedoch
nur, wenn auch eine zeitliche Verfügbarkeit gegeben ist und alternative Angebote geschaffen
wurden.
Seite 6 von 12 Stand 12.01.2021
(noch
Teilpro-
jekt-Nr.
vorherige
Seite)
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5
- Ist-Zustand/Ausgangslage:
Mit der Einführung des Handytickets in der HEAG mobilo App hat die HEAG mobilo Anfang 2021 den
nächsten Entwicklungsschritt eines modernen Fahrscheinvertriebs im ÖPNV bereits umgesetzt.
Dadurch wird sich das Smartphone als Nutzermedium für eTickets langfristig etablieren. Es bedarf
aber nicht nur der Technologie, sondern auch attraktiver und gerechter Tarifangebote. Die heutigen
Tarifsysteme (Kreise, Waben...) erfüllen diese Anforderungen leider nur bedingt.
- Projektziele (Input/Output):
Für die Umsetzung dieses Teilprojekts sind konzeptionelle Vorarbeiten sowie die Beschaffung der
erforderlichen IT-Infrastruktur für den Betrieb notwendig. Das System muss die eindeutige Erfassung
von einzelnen Fahrten zur nachgelagerten Tarifierung sicherstellen. Das Gesamtsystem liefert unter
Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Vorgaben die Grundlage für eine Best-Preis-Berechnung.
Das senkt Zugangsbarrieren für die Nutzung des ÖPNV, indem die Nutzung vereinfacht wird und
erhöht so die Attraktivität des Umweltverbunds. Gerade Darmstadt hat durch mehrere Tarifzonen
mehrere Tarifbrüche mit den damit verbundenen Nachteilen deutlicher Tarifsprünge von einer
Haltestelle zur nächsten der folgenden Zone. Dies möchten wir mit einem zu testenden E-Tarif
verändern und einer gerechteren Tarifierung näherkommen. Darüber hinaus möchten wir die
digitalen Möglichkeiten des Produktbundlings nutzen, um so nicht nur den einfachen Zugang zum
Linien-ÖPNV, sondern auch zum erweiterten Umweltverbund einfach und attraktiv zu gestalten. Mit
den weiteren Tarifmaßnahmen wollen wir die Tarifierung attraktiver gestalten und Zugangshürden
beseitigen. Der Ansatz ist im Einklang mit den Maßnahmen „OB11 — Mobiltelefone zu gleichwertigen
und sicheren Kundenmedien für das eTicketing etablieren‘, OB8 -- Migration zu EFM-Systemen nach
VDV KA-Ausbauvariante 3 (In/Out)‘ sowie dem Ziel „Herstellung der Grundlagen für die Einführung
von eTarifen in Verbindung mit eTicketing“ der Roadmap zur digitalen Vernetzung.
- Chancen (Outcome, Impact):
- Minimierung von Zugangsbarrieren durch Abschaffung des „Tarifabiturs“ durch
Best-Preis-Berechnung im Nachhinein
- Vereinfachung der ÖPNV-Nutzung und des Fahrscheinvertriebs
- Attraktivitätssteigerung auch für Gelegenheitsnutzer
- Bessere Ausrichtung des Tarifangebots an individuellen Nutzungsbedürfnissen der Kund*innen.
- Attraktivierung des ÖPNV zur Ausschöpfung weiterer Nachfragepotenziale vom Individualverkehr
sowie Verhinderung der Abwanderung bestehender Nutzer (Kundenbindung).
- Positive Beeinflussung des Verkehrsverhaltens
- Imageverbesserung für den Verkehrskonzern und alle beteiligten Partner
- Reduzierung von Vertriebskosten durch Wegfall von Automateninfrastruktur und/oder Reduzierung
von personenbedienten Verkaufsstellen
- Nutzungsdaten liefern Basis für bedarfsabhängige Einsatzplanung von Bussen und
Straßenbahnen
Seite 7 von 12 Stand 12.01.2021
(noch
Teilpro-
jekt-Nr.
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Seite)
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Stand 12.01.2021
(noch
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Seite)
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(noch
Teilpro-
jekt-Nr.
vorherige
Seite)
Zu Ziff. 2.3.3 Tragfähigkeit der Teilprojekte
Bitte stellen Sie die kurz-, mittel- und langfristige finanzielle Tragfähigkeit der zur Förderung vorgestellten
Maßnahmen nach Beendigung der Zuwendung dar und unterlegen diese soweit möglich mit Kennzahlen.
Abhängig von den betrachteten zeitlichen Perspektiven reflektieren Sie bitte mögliche Unsicherheiten und
Risiken Ihrer Annahmen die Zukunft betreffend.
4
Die Partner in der Region Darmstadt sind fest entschlossen, den erweiterten Umweltverbund
flächendeckend auszubauen und so die Mobilitätswende in der Region voranzutreiben. In unserem
Gesamtsystem für nachhaltige Mobilität werden alle Verkehrsmodi weiterhin eine Rolle spielen, aber
die Mischung wird dahingehend verändert, dass Mobilität für die Bürger*innen besser funktioniert,
weil es durch MIV-Verlagerung weniger Staus gibt und mehr Lebensqualität durch Reduktion von
Verkehrsflächen entsteht. Dies erfordert eine Reduktion des MIV-Anteils, ohne die Mobilität
einzuschränken. Das hierfür notwendige Mobilitätskonzept und die räumliche Angebotsausweitung
bedarf weiterer Mittelausstattung. Die Partner in der Region Darmstadt sind fest entschlossen, den
erweiterten Umweltverbund flächendeckend auszubauen und so die Mobilitätswende in der Region
voranzutreiben. In unserem Gesamtsystem für nachhaltige Mobilität werden alle Verkehrsmodi
weiterhin eine Rolle spielen, aber die Mischung wird dahingehend verändert, dass Mobilität für die
Bürger*innen besser funktioniert, weil es durch MIV-Verlagerung weniger Staus gibt und mehr
Lebensqualität durch Reduktion von Verkehrsflächen entsteht. Dies erfordert eine Reduktion des
MIV-Anteils, ohne die Mobilität einzuschränken. Das hierfür notwendige Mobilitätskonzept und die
räumliche Angebotsausweitung bedarf weiterer Mittelausstattung. Uns ist klar, dass die
Gebietskörperschaften auch langfristig auf Unterstützung des Landes angewiesen sein werden.
Deshalb initiieren wir gemeinsam mit anderen Gebietskörperschaften ein Projekt zur zukünftigen
Finanzierung des kommunalen ÖPNVs.
Wir sind sicher, dass wir hier gemeinsam mit dem Land neue Wege beschreiten werden. Dies wird
aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da politische Beschlüsse zu fassen und absehbar
gesetzliche Anpassungen vorzunehmen sind. Das Förderprogramm des BMVI zu den
ÖPNV-Modellprojekten gibt uns aber bereits jetzt die Möglichkeit, neue Ansätze und Projekte
aufzusetzen, die den MIV dauerhaft reduzieren. Für eine nachhaltige Wirkung sollen diese dann in
eine langfristige Finanzierung gemeinsam mit dem Land überführt werden. Hinzu kommt, dass wir
Seite 10 von 12 Stand 12.01.2021
‚noch uns bereits jetzt auf die Verfügbarkeit von autonomer Fahrzeugtechnologie vorbereiten, die bei
Teilpro-
manchen Modulen unseres Mobilitätskonzeptes (erwartet ab 2025) zu Produktivitätssteigerungen
jekt-Nr. 8
vorherige und somit zu Kostensenkungen führen wird. Insgesamt sind wir daher zuversichtlich, alle
Seite) |Projektbausteine auch langfristig fortführen zu können.
5 Aufgrund der Ausrichtung auf ein fakultatives, zusätzliches Angebot zu den bestehenden
Tarifangeboten ist eine Tragfähigkeit gegeben, da eine schrittweise Etablierung und Anpassung
möglich sind. Das Risiko von massiven Mindereinnahmen ist durch ein Nachsteuern im Rahmen des
Markthochlaufs gut zu managen. Das Teilprojekt ist nicht darauf ausgerichtet die Tarife schlicht
abzusenken, was zu einer Reduktion der Nutzerfinanzierung führen würde. Die Umstellung der
Tarifsystematik kann temporär dennoch zu Tarifeinbußen führen. Diese können mittelfristig aber
durch neue Fahrgäste, welche im Zuge des Abbaus von Zugangshürden gewonnen werden,
kompensiert werden. Langfristig gehen wir daher von keinen ökonomischen Nachteilen aus. Im
Gegensatz wird das ÖPNV-Gesamtsystem durch das Projekt langfristig gestärkt.
Da nur erste, wenn auch positive, Erfahrungen mit der Etablierung eines CiBo-Systems im Vertrieb
vorliegen, sind technische Risiken nicht auszuschließen. Jedoch gibt es zusätzliche Indikationen,
dass hier eine grundsätzliche Tragfähigkeit erzielt werden kann. Die Erkenntnisse aus anderen
Regionen (z.B. in Niedersachsen in Göttingen oder die aktuellen Entwicklungen in NRW) zeigen,
dass digitale Tarife und Vertriebssysteme bereits die Pilotphasen erfolgreich durchlaufen haben.
Seite 11 von 12 Stand 12.01.2021
(noch
Teilpro-
jekt-Nr.
vorherige
Seite)
Bei Bedarf benutzen Sie dieses Formular mehrfach.
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Stand 12.01.2021
anlage 4
215 Zeichen
Punkt 10: Förderantrag "Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV" (V-Nr. 2021/0163) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Die Linke.
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Punkt 9: Förderantrag "Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV" (V-Nr. 2021/0163) Der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Fraktion Die Linke.
anlage 1
77568 Zeichen
RR Bundesamt Skizze für die Förderung eines AN N für Güterverkehr Modellprojekts zur Stärkung des ÖPNV nach der Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur über die Förderung von Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV vom 12.01.2021 Bundesamt für Güterverkehr - Förderaufruf 2021 - - Skizzenverfahren - Skizzen sowie für die Bearbeitung erforderliche Anlagen sind ausschließlich auf elektronischem Wege über das eService-Portal (https://antrag-gbbmvi.bund.de/) an das Bundesamt für Güterverkehr zu übermitteln. Beachten Sie beim Ausfüllen bitte unbedingt die Informationen in der Ausfüllhilfe zur Skizzeneinreichung sowie die Musteranlagen im eService-Portal. Ausführliche Informationen zum Förderprogramm entnehmen Sie bitte der Förderrichtlinie, dem Förderaufruf, den „FAQ“ (Fragen- und Antwortkatalog) sowie den weiteren Hinweisen auf der Internetseite des Bundesamtes für Güterverkehr (www.bag.bund.de). Hinweis: Nur wenn alle erforderlichen Anlagen als Ergänzung zu diesem Formular über das eS$ervice-Portal erfolgreich hochgeladen wurden, ist Ihre Skizze wirksam eingereicht. Bitte wenden Sie sich bei inhaltlichen Rückfragen an das Bundesamt für Güterverkehr unter OPNV-Modellprojekte@bag.bund.de oder 0221 5776-5999; für technische Fragen an das Bundesamt für Güterverkehr unter Ref51-Fachadministration@bag.bund.de. Gz.: ÖPNV-2021- BIRX (Bitte angeben, wann bekannt) 1. Vorhabenbeteiligte 1.1. Skizzeneinreicher/in bzw. Verbundpartnerlin 1 Soweit mehrere Verbundpartner/innen am Modellprojekt ’beteiligt sind, geben Sie an dieser Stelle bitte die Daten des/der Konsortialführers/in als Verbundpartner/in 1 an. Rechtsverbindlicher Name HEAG mobilo GmbH der Organisation Anschrift Klappacher Str. 172 (Straße, Hausnummer) Postleitzahl 64285 Ort Darmstadt Bundesland Hessen Telefon-Nr. 06151 709 41 43 E-Mail-Adresse susanne.strasser@heagmobilo.de Web-Adresse https://www.heagmobilo.de Seite 1 von 29 Stand 12.01.2021 Die Skizze wird . von dem/der Skizzeneinreicher/in selbst oder einer zu dem/der Skizzeneinreicher/in gehörigen Person im eService-Portal des Bundesamtes für Güterverkehr eingestellt. oder Oo von einer nachfolgend genannten und von dem/der Skizzeneinreicher/in zur Abwicklung des durch diese Skizzeneinreichung eingeleiteten Verfahrens bevollmächtigten (organisationsexternen) Person im eService-Portal eingestellt. Hinweis: Die Übermittlung von Schreiben des Bundesamtes für Güterverkehr erfolgt ausschließlich über das eService-Portal und somit an die Person, die über den Portalzugang verfügt. 1.2. Ansprechpartner*in Anrede Frau ÜlHerr ÜlDivers Akademischer Grad Name Straßer Vorname Susanne Telefon-Nr. 06151 709 41 43 E-Mail-Adresse susanne.strasser@heagmobilo.de 1.3. Bevollmächtigte*r Rechtsverbindlicher Name der Organisation Anrede DOJFrau [Herr [Ü]Divers Akademischer Grad Name Vorname Telefon-Nr. E-Mail-Adresse 2. Vorhabenbezogene Daten Wie in der Förderrichtlinie des Förderprogramms „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ beschrieben, soll bei den Skizzeneinreichenden vor Ort ein übergreifendes Gesamtkonzept nachhaltiger Mobilität bestehen oder entwickelt werden. Dieses Gesamtkonzept nachhaltiger Mobilität umfasst unterschiedliche, inhaltlich voneinander abgegrenzte Teilprojekte, die wiederum Maßnahmen und Untermaßnahmen enthalten. Abhängig vom Zuschnitt der Teilprojekte können theoretisch alle oder lediglich einige Teilprojekte, Maßnahmen und Untermaßnahmen zur Förderung für dieses Förderprogramm vorgeschlagen werden. Ihre inhaltlichen Erläuterungen in diesem Formular und den zugehörigen Anlagen sollen sich, wenn nicht anders angegeben, auf die für die Förderung vorgeschlagenen Teilprojekte, Maßnahmen bzw. Untermaßnahmen fokussieren, diese aber immer im inhaltlichen Gesamtzusammenhang darstellen. Dabei soll die Abgrenzung zwischen für dieses Förderprogramm vorgeschlagenen Maßnahmen und den übrigen Maßnahmen des Gesamtkonzepts deutlich werden. Seite 2 von 29 Stand 12.01.2021 Unter Modellprojekt ist die Gesamtheit der in eirier Skizze zur Förderung vorgeschlagenen Teilprojekte, Maßnahmen bzw. Untermaßnahmen zu verstehen. 2.1. Modellprojekt — Allgemeine Informationen Name des Modellprojekts Achten Sie bitte darauf, dass der Titel Ihres Modellprojekts möglichst kurz, prägnant und unverwechselbar ist. Mobilitätsoffensive für Stadt und Region Kurzbezeichnung (Akronym) M obilitäts O ffensive für Stadt und RE gion = MORE Zusammenfassung des Modellprojekts Bitte geben Sie in der Zusammenfassung einen Überblick über das skizzierte sowie damit zur Förderung vorgestellte Modellprojekt und begründen Sie dieses kurz u. a. mit der beabsichtigten Wirkung. Ziel von „Mobilitäts-Offensive für Stadt und REgion" (MORE) ist die Schaffung eines hochadaptiven Gesamtsystems für Öffentliche Mobilität, das die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse der Bürger*innen erfasst, Nachfrage bündelt, Zugangshindernisse flächendeckend abbaut, Angebotslücken schließt und Verkehrsarten, die eine hohe Verfügbarkeit aufweisen, vernetzt. Erreicht wird dies zum einen mit einem umfassenden Programm zur Erweiterung, zeitlichen Ausdehnung und Verdichtung sowie einer nahezu generellen räumlichen Verfügbarkeit öffentlicher Mobilitätsangebote. Zum anderen erfolgt dies über die Nutzung von Daten, die mit dem Projekt DAnalytics in der Wissenschaftsstadt künftig über Verkehrsflüsse und -teilnehmer*innen erhoben werden. Sie dienen einer weitreichenden und smarten Steuerung der gesamten Mobilität in und um Darmstadt. Durch die räumliche Ausdehnung auch in die Außenbezirke der Stadt und auch in den Landkreis wird der Zugang zu diesen Angeboten deutlich mehr Bürger*innen ermöglicht als bisher und so für mehr Menschen in der Region die Option geschaffen auch ohne eigenen Pkw ohne Einschränkungen mobil zu sein. Unser Ziel ist es, nahezu flächendeckend eine 24/7 Verfügbarkeit von ÖPNV (Linie oder On-Demand) sowie Sharingangeboten mit kurzen Wegen zu den virtuellen Haltestellen bzw. Sharingstationen anzubieten. Um multimodale Wegeketten zu ermöglichen und zu optimieren wird zudem der Linien-ÖPNV weiter ausgebaut und verdichtet. Parallel verfolgen wir für die kürzeren Wege konsequent unsere Radstrategie. Mit diesem integrierten Ansatz, der sich nicht, wie weit verbreitet, nur auf die (Innen-)Stadt fokussiert, sondern in der gesamten Stadt und auch im Landkreis verfolgt wird und sich darüber hinaus auch an die Pendler*innen wendet, aus der Stadt heraus und in die Stadt hinein wendet, wollen wir den bereits erreichten Modal Shift , den wir erfolgreich bereits erreicht haben, weiter ausbauen. 2.2. Gesamtkonzept für nachhaltige Mobilität Durch das Förderprogramm werden ausschließlich Maßnahmen gefördert, die in ein Gesamtkonzept nachhaltiger Mobilität integriert werden. Bitte beschreiben Sie daher ausgehend vom ÖPNV eine ganzheitliche Perspektive auf die Mobilität vor Ort inklusive aller Verkehrsträger indem Sie folgende Aspekte darstellen: a. Ausgangslage und Problemstellung, Seite 3 von 29 Stand 12.01.2021 b. kurz-, mittel- und langfristigen Ziele, c. Pfade und Maßnahmen zur Zielerreichung, sowie . d. soweit gegeben, potentielle Wechselwirkungen der Maßnahmen untereinander. Ihre Darstellungen sollen sich jeweils auf eine nachhaltige Mobilität vor Ort insgesamt unter besonderer Berücksichtigung des ÖPNV beziehen. Verdeutlichen Sie in Ihren Ausführungen zudem bitte, wie die zur Förderung vorgeschlagenen Maßnahmen zu einer nachhaltigeren Mobilität vor Ort beitragen. Details zur angestrebten Wirkung der Teilprojekte und zur Förderung vorgestellten Maßnahmen werden unter Ziff. 2.3.2 abgefragt. Bevölkerungswachstum mit Folgen: Darmstadt ist bereits Wissenschaftsstadt, Zukunftsstadt, Digitalstadt (Wissenschaftsstaft seit 1997 aufgrund von 30 Forschungseinrichtungen, Zunkunftsstadt laut Wirtschaftswoche seit 2015, Digitalstadt nach Beginn des entsprechenden Bitkom-Wettbewerbs seit 2017). Das macht Darmstadt und die umliegenden Städte und Gemeinden zu einer Region mit einer enorm hohen Anziehungskraft insbesondere für junge und hochqualifizierte Menschen. Entsprechend überdurchschnittlich sind die Wachstumsraten der Bevölkerung von Stadt und Landkreis. Darmstadt hat heute über 162.000 Einwohner*innen. Das sind fast 25.000 mehr als 1990 (plus 18 Prozent, 2019 ggü. 1990). Und Darmstadt wächst weiter: Bis 2040 soll Darmstadts Bevölkerung noch einmal um 15 Prozent zunehmen. Fast genauso hoch ist die Zunahme der Bevölkerung im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Hier leben heute mit fast 300.000 Menschen 14 Prozent mehr als noch 1990. Mit dem Wachstum der Bevölkerung ist ein Mehrbedarf an Mobilität verbunden, der wiederum in der Vergangenheit zu einem stetigen Anstieg des motorisierten IndividualvVerkehrs geführt hat. Mit den entsprechenden Neben- wirkungen für Mensch und Umwelt: Darmstadt gehört zu den am stärksten mit NOx belasteten Kommunen Hessens. Eine Ursache hierfür sind die enormen Pendlerströme, die tagtäglich in die Stadt hinein und aus der Stadt heraus fahren. Die Zahl der Ein- und Auspendler*innen ist allein seit 2005 insgesamt um knapp 27 Prozent gestiegen! Auf die rund 160.000 Einwohner kommen heute täglich über 100.000 Pendler*innen — über 70.000 Menschen pendeln täglich nach Darmstadt ein, mehr als 30.000 aus der Stadt hinaus. Und alle müssen durch oder in die angrenzenden Regionen des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Darmstadt ist bekannt für innovative und kreative Lösungen und hat in der Stadtentwicklung vieles richtig gemacht. Beste Voraussetzungen, um nun auch Leuchtturm zu werden für eine gelungene Mobilitätswende. Angesichts der enormen Pendlerströme kann dies nur zusammen mit dem Landkreis erfolgen, um so eine Modellregion für Nachhaltige Mobilität zu entwickeln. Adaptives Gesamtsystem für Öffentliche Mobilitätswende mit fünf Bausteinen: Basis und Rückgrat der in der vorliegenden Projektskizze dargestellten nachhaltigen Verkehrsentwicklungs- strategie ist ein hochadaptives Gesamtsystem für eine weit gefasste öffentliche Mobilität in Stadt und Region. Neben Bus und Straßenbahn umfasst dieses System On-Demand-Dienste, Bike- und Carsharing Angebote, Park&Ride-Angebote sowie Mobilitätsstationen. Ziel ist es, für alle Menschen in der Stadt und in der Region und auch für pendelnde Autofahrer*innen in (1) systemischer, (2) zeitlicher wie in (3) räumlicher Hinsicht ein attraktives Alternativangebot zum eigenen Pkw zu entwickeln. Dies gelingt hier durch einen konsequent nachfrageorientierten Ansatz, der die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen mitdenkt und abdeckt und noch immer vorhandene Zugangshindernisse abbaut. Flankiert und gesteuert wird dieser Ansatz von (4) einem Konzept, das die ordnungspolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen mitdenkt: Geeignete kommunal- und regionalpolitische Strukturen sollen das Gesamtsystem überhaupt erst ermöglichen und die Verlagerungswirkungen stützen. Für eine netzadaptive Steuerung werden Daten des analytischen Systems DAnalytics genutzt, das künftig umfassende Mobilitäts-, Umwelt- und Meteorologie-Daten erhebt und bereitstellt. Ziel ist hier, Big Data Analytics für das Verkehrsmanagement zu nutzen. So lassen sich zu jedem Zeitpunkt Aussagen über die Verkehrsmittel und Verkehrsteilnehmer*innen in den Quartierenas Verkehrsaufkommen sowie die umweltrelevanten Daten entlang der Straßen der Wissenschaftsstadt treffen.iese so gesetzten - und adaptiven - Rahmenbedingungen werden geeignet sein, die Balance zwischen motorisiertem Individualverkehr und alternativen Mobilitätsangeboten aus dem Umweltverbund zu verändern. Stringent verfolgen wir zudem den Ansatz der ganzheitlichen Planung von Mobilität und der Ausweitung des Bestellerprinzipsi, soweit notwendig und Seite 4 von 29 Stand 12.01.2021 sinnvoll, auch auf Verkehrsangebote, die bislang nicht zum Öffentlichen bestellten Verkehr zählten (bspw. Car- und Bike-Sharing). Das erhöht die Angebotsbreite und -verfügbarkeit multimodaler Angebote insbesondere in Stadtrandlagen und in ländlicheren Gebieten. Gerade hier kommt ein privatwirtschaftliches Angebot bspw. von Car- und Bike-Sharing, da es sich dort zumeist nicht selbst trägt, nur selten zustande. Die Überführung in ein öffentliches und integriertes Mobilitätsangebot schafft die hohe und flexible Verfügbarkeit von Mobilität, die für die Akzeptanz durch die Nutzer*innen notwendig ist. Der konsequente Fokus auf batterieelektrische Antriebe beschleunigt zusätzlich die Antriebswende und trägt zur Reduktion von CO2 bei. Integrierte (5) Tarifprodukte und digitale, leistungsgerechte Tarifansätze runden den Ansatz ab und erhöhen die Attraktivität des Gesamtsystems für die Nutzer*innen. Vorarbeiten der letzten Jahre: Einmalige Basis für ein integriertes, nachhaltiges Mobilitätskonzept: Die hier vorgestellte Programmskizze kann konsequent auf zahlreiche Vorarbeiten der letzten Jahre zur Mobilitätswende in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufsetzen. Im Rahmen der GreeriCity-Masterplanerstellung und -umsetzung wurden viele Projekte zur Elektrifizierung des Verkehrs, zum Ausbau des Radverkehrs und zur Digitalisierung der Verkehrsplanung und -Ienkung konzipiert und in die Umsetzung gebracht. Mit der Lincoln-Siedlung wurde ein Modellquartier für nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung geschaffen, das den Deutschen Mobilitätspreis und den Deutschen Verkehrsplanungspreis gewonnen hat und weit über die Grenzen der Wissenschaftsstadt bekannt ist. Zur Stärkung des ÖPNV und zur Reduktion des MIV wurden zudem u.a. umfassende On-Demand- Projekte beantragt, die zum aktuellen Zeitpunkt starten (HeinerLiner in Darmstadt im April 2021) oder aber noch in diesem Jahr auf die Straße gehen (DadiLiner im Landkreis Q4/21). Zusammengenommen bilden diese Maßnahmen für den Raum Darmstadt eine (nach unserer Kenntnis) in Deutschland einmalige Basis für den Aufbau eines vollintegrierten und nachhaltigen Mobilitätskonzeptes, das die oben genannten fünf Elemente umfasst. Konsequente Nutzerorientierung: Mit diesem Ansatz wird Mobilität für viele Bürger*innen ohne eigenen Pkw nahezu an jedem Ort, zu jeder Zeit und für jeden Zweck einfach und bequem möglich. Für die konsequente Nutzer*innenorientierung werden über Befragungen die konkreten Mobilitätsbedarfe insbesondere auch von Pendler*’innen erhoben, weil bei diesen die MIV-Anteile sehr hoch sind, und über das Gesamtsystem abgebildet werden. Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und des Bürgerdialogs sind zudem geplant, um die Akzeptanz der geplanten Maßnahmen bei den Bürger*innen zu erhöhen und zur Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen dem eigenen Mobilitätsverhalten und den Auswirkungen auf die Umwelt beizutragen. Das alles trägt zu einem attraktiveren ‚Aiternativ-Angebot bei. Wir leiten dabei die Optimierungsansätze bzw. Angebotsbedarfe aus Kundenbedürfnissen ab, welche wir anhand von konkreten UseCases betrachten. j UseCase Rheinstraßenbrücke: Die Wirkungsweisen dieses Gesamtansatzes für nachhaltige Mobilität werden im Rahmen einer anstehenden Großbaustelle erprobt. Die Rheinstraßenbrücke wird als eine der zentralen Haupteinfallstraßen von der Autobahn in die Innenstadt ab 20223 während einer Bauzeit von mindestens 4 Jahren voll gesperrt. Tagtäglich nutzen tausende Autofahrer*innen (über30.000 Ein- und Ausfahrende) sowie zahlreiche, Radler*innen und Fußgänger*innen die Brücke, die außerdem von zwei Straßenbahn- und sechs zwei Buslinien befahren wird. Die Wirkungsweisen dieses Gesamtansatzes für nachhaltige Mobilität werden im Rahmen einer anstehenden Großbaustelle erprobt. Die Rheinstraßenbrücke wird als eine der zentralen Haupteinfallstraßen von der Autobahn in die Innenstadt ab 20223 während einer Bauzeit von mindestens 4 Jahren voll gesperrt: Tagtäglich nutzen tausende Autofahrer*innen (über30.000 Ein- und Ausfahrende) sowie zahlreiche, Radler*innen und Fußgänger*innen die Brücke, die außerdem von zwei Straßenbahn- und sechs zwei Buslinien befahren wird. Zur Reduktion des MIV im Bereich der Umleitungsstrecke werden die Autofahrer*innen an den verschiedenen Zufahrtsstraßen abgefangen, auf (Interims-)P&R-Plätzen gebündelt und auf Mobilitätsangebote des Umweltverbundes (Linien- und OD-ÖPNV) verlagert. Seite 5 von 29 Stand 12.01.2021 Zusätzliche Anreize bieten dabei einfache und attraktive Tarif- und Ticketing-Angebote. So erleben Pendler*innen die Vorteile in der Nutzung öffentlicher Mobilität (keine Parkplatzsuche, gefahren-werden) und können für den öffentlichen Verkehr begeistert werden. Die so gewonnenen Erfahrungen können zudem für ein späteres Ausrollen des Gesamtsystems genutzt werden. 2.3. Teilprojekte Wie viele Teilprojekte umfasst Ihr vorgeschlagenes Modellprojekt? Bitte geben Sie tabellarisch einen Überblick über Nummern und Namen Ihrer Teilprojekte. Teilpro- Pine jekt-Nr. Namen der Teilprojekte Integratives regionales Mobilitätsmanagement und -steuerung 2 Systemische Verfügbarkeit 3 Zeitliche Verfügbarkeit Hinweis: Sofern Sie 4 oder mehr Teilprojekte zur Förderung vorschlagen möchten, nutzen Sie bitte zusätzlich die Anlage 2.3.A „Weitere Teilprojekte“, gegebenenfalls mehrfach, und laden diese im Antragsportal mit hoch. 2.3.1. Beschreibung der Teilprojekte Bitte beschreiben Sie die zur Förderung vorgeschlagenen Teilprojekte inklusive enthaltener Maßnahmen und erläutern den Zusammenhang der Maßnahmen untereinander. Gehen Sie dabei bitte insbesondere auf die von Ihnen zur Förderung vorgeschlagenen Maßnahmen ein (siehe Ziff. 2.4) und geben Sie stichpunktartig einen Überblick über die enthaltenen Untermaßnahmen. Teilpro- jekt-Nr. Beschreibung der Teilprojekte 1 Neben der Schaffung hochverdichteter, flächendeckender und hochverfügbarer Angebote ist eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Schaffung eines hochadaptiven Gesamtsystems für öffentliche Mobilität, als überzeugende Alternative zum MIV, die Einbettung aller Maßnahmen/ ‚Angebote in eine integrierende und einheitliche kommunale, überregionale Planung und Steuerung. Diese muss in der Lage sein, ein inter- bzw. multimodales ganzheitliches Mobilitätskonzept für einen verkehrlich zusammenhängenden Teilraum (Region) über die herkömmlichen regulatorischen Zuständigkeitsgrenzen hinweg zu gewährleisten. Denn anders als die Mobilität der Bürger*innen, die selbstverständlich über kommunale Zuständigkeitsgrenzen hinaus geht, ist die organisatorische und finanzielle Zuständigkeit in vielen dieser Aspekte noch immer an Gebietsgrenzen orientiert. Die aus unserer Sicht notwendige, zu entwickelnde, „integrative Mobilitätsverwaltung* soll die Aufgabe und die Mittel haben, Verkehrsträger- und Verkehrsmittel bzw. -angebote übergreifend und unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen zu planen, Maßnahmen zu koordinieren, umzusetzen und die Finanzierung dieser Maßnahmen abzuwickeln. Sie soll dabei nicht nur klassischen (Linien-) ÖPNV verantworten, wie dies in unserem Fall bereits durch die DADINA abgedeckt ist, sondern auch Mikromobilität, Shared Mobility, die Integration und Multimodalität (Fuß- und Radverkehr), Digitalisierung im Sinne von Mobility as a Service, den motorisierten Individualverkehr sowie ordnungsrechtliche Aspekte und Parkraumbewirtschaftung, Quer-, Dritt- und Nutznießerfinanzierung Seite 6 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. U) gebietsübergreifend in Einklang bringen. Zur Erzielung der maximalen Akzeptanz sollte sie sich hierbei vor allem auch induktiv und räumlich an den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung ausrichten anstatt vorwiegend deduktiv von vorgegebenen planerischen/verkehrspolitischen Grundannahmen auszugehen. Eine Schlüsselfunktion kommt hierbei künftig sicher auch digitalen Technologien, Anwendungen und Instrumenten mit ‚lernenden“ Algorithmen zu. Diese ermöglichen im Grundsatz eine realistische szenarienbasierte, gebietsübergreifende Planung von Verkehrsangebots- und Infrastrukturmaßnahmen und eröffnen ganz neue Lösungsoptionen bei Angeboten; Tarifierung, finanziellen Lastenzuordnungen usw. Voraussetzung hierfür ist wiederum eine möglichst umfassende und sich stetig verbessernde Datenbasis zu den Verkehrsströmen und dem Nutzerverhalten in der Region. Die zentralen verkehrspolitischen Zielsetzungen und Maßnahmen soliten schließlich in einem, alle relevanten Verkehrsträger umfassenden, die verschiedenen Planungswerke (Nahverkehrsplan, Verkehrsentwicklungsplan, Bauleitplanung und weitere) berücksichtigenden „Mobilitätsplan“ münden. Um diese Vision erfolgreich in die Realität umzusetzen, bedarf es indes vorerst einer umfassenden wissenschaftlich/fachlich fundierten Analyse der Ausgangssituation sowie einer konzeptionellen Entwicklung von Grundlagen für die Ermöglichung der Umsetzung zukunftsweisender, neuer Strukturen. Diese sind im Rahmen einer Grundsatzstudie zu erarbeiten. Hierzu sind neben der jeweils fachgutachterlichen juristischen, technischen, planerischen Klärung der Rahmenbedingungen und dem Aufzeigen von Gestaltungsalternativen das konzeptionelle und steuernde Abstimmen der Fragestellungen und deren Rückkopplung an wirtschaftliche und politische Realitäten sowie die Überführung der Teilergebnisse in ein kohärentes interdisziplinäres Gesamtkonzept als Blaupause für ein integriertes kommunales, gebietsübergreifendes Mobilitätsmanagement, zu entwickeln. Abgesehen von den bereits in manchen Gebieten Deutschlands gegründeten Regionen und den übergreifenden Linien-ÖPNV-Zuständigkeiten im Verkehrsverbund, sind diese Aspekte im Hinblick auf viele Fragestellungen bisher in den meisten Räumen nicht oder nur in Teilen gelöst, was der Entwicklung guter, regionaler Mobilitätskonzepte häufig im Wege steht. Es handelt sich hierbei um eine groß angelegte sehr komplexe, aufwändige und ambitionierte Aufgabenstellung. Denn sie erfordert zum einen die Bearbeitung schwieriger und zu einem großen Teil auch neuartiger Fragestellungen unterschiedlicher Fachgebiete und Sektoren auf Spezialistenebene. Zum anderen ist auf übergeordneter steuernder Ebene ein tiefes Verständnis für die Fragestellungen und Problemfelder sowie Ihre Verknüpfung im Gesamtkontext mit einem generalistischen Blick auf das Ganze erforderlich. Der aufgezeigte hohe Aufwand lohnt sich. Denn die theoretischen Erkenntnisse und die praktischen Erfahrungen aus dem vorliegenden Teilprojekt können — mit Anpassungen an die jeweiligen rechtlichen, organisatorischen und politischen Spezifika - auf andere Gebietskörperschaften übertragen werden und als echte Orientierungshilfe zum Aufbau einer leistungsfähigen integrierten Mobilitätsverwaltung dienen. Wir halten diese Grundlagen für zwingend, wenn man im Rahmen der Verkehrswende den großen Wurf anstrebt und so ganzheitliche, hochverfügbare Mobilitätskonzepte für möglichst viele Menschen, als attraktive Alternative zum eigenen Pkw, entwickeln will. Dieses Teilprojekt zielt auf eine offensive Mobilitätsstrategie ab, mit der die Stadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg den Bürger*innen flächendeckend und mit einer hohen räumlichen Verfügbarkeit Alternativen zum eigenen Pkw anbieten möchten. Das beginnt mit dem Linien-ÖPNV, der weiter ausgebaut und verdichtet wird. Noch in diesem Jahr kommen die hochverfügbaren und nahezu 24/7 On-Demand-Angebote flächendeckend in Darmstadt und zeitlich gestaffelt in 5 weiteren Gebieten bis 2023 den Landkreis vollständig abdeckend hinzu. Die Erfahrungen zeigen, dass in den Bereichen, in denen alternative Angebote zum Pkw zur Verfügung stehen, auch Verlagerungseffekte erzielt werden können. Seite 7 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. Entscheidend ist die Sicherheit für den Kunden, dass alternative Angebote jederzeit zur Verfügung stehen. Die systemische und offensive Mobilitätsstrategie beinhaltet folgende Maßnahmenpakete: - Die Einrichtung neuer Park + Ride incl. Bike + Ride Stationen an den Endhaltestellen eines hochleistungsfähigen Linien-ÖV. - Die Efrichtung von Mobilitätsstationen mit mindestens drei Verkehrsangeboten zur Stärkung inter- und multimodaler Verkehre sowie - Die Ausweitung der Sharing-Angebote (CarSharing, (E-)BikeSharing), e ) LastenradSharing, ... gesamten Stadtgebiet und weiten Bereichen des Landkreises. Die Mobilitätsstationen und auch die Sharing-Angebote sollen an die ortsspezifischen Bedarfe angepasst werden. Diese Konzepte sind überwiegend nicht neu. Neu ist, dass wir jetzt auch auf den OnDemand-ÖPNV aufsetzen können und alle weiteren Maßnahmen konsequent ausrollen und miteinander verzahnen. Derzeit ist das Angebot vieler Komponenten eher noch ein Flickenteppich und die Kund*innen müssen sich stets informieren, wo und wann ein Angebot überhaupt verfügbar ist. Wir wollen dies ändern, indem die verschiedenen Angebote alle stets verfügbar und gebündelt sind und ein einheitliches Bild von Verkehrsmittelangeboten nach außen darstellen. Dafür sind verschiedene Maßnahmen der Angebotsausweitung und -verdichtung zu verfolgen. Für diese Maßnahmenbereiche werden Untersuchungen zur Nachfragepotentialermittlung im’ Rahmen eines integrierten Mobilitätskonzeptes durchgeführt mit dem Ziel, im Rahmen des Förderzeitraumes Mobilitätsstationen zusammen mit der flächigen Ausweitung von Sharing-Angeboten (CarSharing und BikeSharing) integriert zu untersuchen und auszurollen. Dieses Vorgehen ermöglicht es, differenziertere und maßgeschneiderte Mobilitätsangebote zu erstellen, die die Attraktivität des Umweltverbunds und die Nutzungswahrscheinlichkeit erhöhen. Gleichzeitig können die Ergebnisse auch Empfehlungen für die Umsetzung der Konzepte für vergleichbare Regionen liefern. Die umgesetzten Maßnahmen und die Ausdehnung der Angebote in der Stadt und im Landkreis sollen auch zur Verbesserung der Verflechtungen zwischen den Räumen beitragen und werden im Rahmen einer Evaluierung nach Umsetzung der Maßnahmen überprüft, Kundenanforderungen erfragt und Handlungsempfehlungen für weitere Maßnahmen bzw. auch die Übertragbarkeit des Konzeptes auf vergleichbare Regionen entwickelt. Seite 8 von 29 Stand 12.01.2021 Die systemische Verfügbarkeit (Teilprojekt 2) umfasst die Schaffung alternativer Mobilitätsangebote (insbesondere über OnDemand-Verkehre, Car- und Bikesharing) und die grundsätzliche Ausweitung von deren Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten (durch P+R Plätze und Mobilitätsstationen). Damit steigern wir die Möglichkeit, zwischen alternativen Mobilitätsangeboten wählen zu können oder sie für eine Reisekette zu kombinieren. Dafür, dass die Bürger*innen diese Alternativen auch tatsächlich nutzen können und dass sie für ihre konkreten Wege geeignet sind, müssen sie zusätzlich in räumlicher Nähe (rasch erreichbar) und zeitlich hochverfügbar sein. Mit der Ausweitung der räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit bauen wir wichtige Zugangs- und Akzeptanzhemmnisse ab und steigern die Attraktivität des Gesamt- systems. Erst dadurch werden alternative Mobilitätsangebote zu echten Alternativen für den privaten Pkw und sind vergleichbar individuell und flexibel nutzbar. Der Linien-ÖPNV war in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg bisher nur zu eingeschränkten Betriebszeiten und zum Teil mit einer geringen Taktung verfügbar. Diese wird allerdings seit Jahren verbessert, was in der Vergangenheit auch zu einer höheren ÖPNV-Nutzung geführt hat. Aktuell wird das Straßenbahnangebot deutlich verbessert. Dies kostet die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg über 7 Mio. € p.a. und beinhaltet eine erhebliche Ausweitung der Straßenbahnleistungen im Bestandsnetz mit neuen Linienverknüpfungen. Dadurch wird es mehr Direktverbindungen geben, die Bedienzeiten im Abend- und Nachtverkehr werden verbessert und alle Äste werden mindestens im 10-Minutentakt bedient. Es wird durch diese Anpassung mit einer deutlichen Steigerung der Fahrgastzahl gerechnet. Die Umsetzung ist relativ kurzfristig möglich, da keine Strecken neu gebaut werden müssen. Der HeinerLiner wird derzeit in Darmstadt ausgerollt und ab Juli 2021 im gesamten Stadtgebiet verfügbar sein. Der DadiLiner nimmt im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Herbst 2021 in den ersten Teilgebieten den Betrieb auf und wird bis Ende 2022 flächendeckend verfügbar sein. Zusammengenommen wird damit das ÖPNV-Gesamtsystem (Linie und OnDemand) in der Region nahezu 24/7 verfügbar sein. Durch die - meist fußläufigen - virtuellen Haltestellen der OD-Systeme werden zudem die Wege und der Zugang zum klassischen ÖPNV-System (Bus und Bahn) deutlich verkürzt. Damit werden die ÖPNV-Reisezeiten insgesamt kürzer und attraktiver, die bislang zum Teil durch lange Reiseketten und Wege zu den Haltestellen gegenüber dem Pkw nicht konkurrenzfähig sind. Dort, wo die Straßenbahn nicht angeboten werden kann, soll zudem der Bus beschleunigt und sollen zusätzliche Schnellbusangebote entwickelt werden. Konkret soll im Rahmen dieses Projektes der Busverkehr mit einem „Neuen Verkehrskonzept Bus“ auf das ‚Neue Verkehrskonzept Straßenbahn“ angepasst werden. Ziele sind hierbei u. a. die Verbesserung der Anschlussmöglichkeiten (sowohl zwischen Straßenbahn und Bus als auch zwischen den Buslinien), mehr Direktverbindungen, dichtere Takte sowie eine höhere Erschließungswirkung in bestehenden und neuen Bediengebieten. Zusammen mit dem OD-System als Zubringer werden so die Reisezeiten im Linien-ÖPNV deutlich reduziert. Das ÖPNV-Gesamtsystem - auch mit OD-Direktfahrten - erfährt darüber einen deutlichen Qualitätssprung und wird auch außerhalb der Innenstadt und im Landkreis für immer mehr I zu einer echten Alternative zum Pkw. Seite 9 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. 3) Mit dem vorliegenden Programm für ein adaptives Gesamtsystem nachhaltiger Mobilität starten wir so in eine neue Ära der zeitlichen Verfügbarkeit von Mobilitätsangeboten in der gesamten Region. 2.3.2. Voraussichtliche Wirkung der Teilprojekte Bitte beschreiben Sie hinsichtlich des jeweiligen Teilprojekts unter besonderer Berücksichtigung der zur Förderung vorgeschlagenen Maßnahmen: van» die Ausgangslage und Problemstellung, die angestrebten Wirkungen und Ziele, die zugrunde liegende Wirkungskette, die möglichen Wechselwirkungen mit anderen Maßnahmen und Teilprojekten, sofern Sie in diesem Teilprojekt Maßnahmen aus dem Bereich „Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen“ zur Förderung vorgestellt haben, welchen Beitrag diese Maßnahme(n) zur Umsetzung der Roadmap „Digitale Vernetzung im öffentlichen Personenverkehr“ leistet/n. Sie haben die Möglichkeit zusätzlich eine Illustration zur Wirkungslogik der Teilprojekte in PDF-Format im Antragsportal hochzuladen (bitte benennen Sie die Anlage „Anlage 2.3.B „Wirkungslogik der Teilprojekte“). [ Teilpro- jekt-Nr. — Voraussichtliche Wirkung der Teilprojekte 1 Wie bereits dargestellt ist stets das Angebot notwendig, um entsprechende Nachfrage zu generieren. Eine gute Organisationsstruktur ist nichts ohne die Angebote. Ebenso verhält es sich mit den viel diskutierten multimodalen Mobilitätsplattformen. Was hilft es dem Kunden eine tolle APP zu haben aber keine Angebote zu erhalten, weil deren Verfügbarkeit nicht gesichert ist oder die Angebote nur weit entfernt vom eigenen Standort angeboten werden. Kern unseres Ansatzes bleibt es daher, das Angebot an Mobilitätsservices hochverfügbar und flächendeckend anzubieten. Dieser Ansatz bedingt aber planerische, organisatorische und finanzielle Zuständigkeiten, die sich an den Mobilitätsbedürfnissen der Bürger*innen orientieren. Was hilft es j dem Pendler aus dem Kreis, wenn er gut von zuhause zum Bahnhof z.B. mit dem neuen On-Demand-Service kommt, aber vom Zielbahnhof keine guten Anbindungen (letzte Meile) zu seinem Endziel in der Stadt hat oder andersherum. Die Wegeketten müssen im Rahmen aller Anforderungen und Use Cases stets von Start zum Ziel und auch wieder zurück hervorragend abgebildet werden. Wenn man z.B. morgens mit dem ÖV komfortabel zur Arbeit kommt, dann noch mit Kollegen Essen geht aber auf dem späten Rückweg kein attraktives Angebot mehr erhält um zurückzukommen, dann wird dieser nicht tägliche Use Case häufig zur Anschaffung des eigenen Pkws führen. Wenn wir aber möglichst viele Use Cases abdecken wollen, dann müssen wir im regionalen Kontext denken und agieren. Für den Linien-ÖPNV ist dies organisatorisch, planerisch und finanziell organisiert. Dies gilt aber nicht für die Sharingangebote die darüber hinaus ohnehin noch nicht alle bestellt werden, wenn für gewisse Räume der Markt kein Angebot vorhält. Seite 10 von 29 Stand 12.01.2021 un Es gilt daher weit über den Linien-ÖPNV hinaus Mobilitätsketten zu erfassen, Angebote zu planen jekt-Nr. |und zu realisieren und damit auch zu finanzieren. Wenn durch zusätzliche P+R-Anlagen im Kreis 1) letztlich die Straßen in Darmstadt entlastet werden, so darf man schon fragen, warum die Kommune im Kreis diese ggf. finanzieren oder unterhalten sollte. Wir wollen daher, völlig ergebnisoffen, eine übergreifende Verantwortung für die Mobilitätsbedürfnisse schaffen. Nur die Kombination aus den flächendeckenden Angeboten, geregelten Zuständigkeiten und letztlich dann auch integrierten Informationsplattformen wird es ermöglichen, den nächsten Sprung im Rahmen der Verkehrswende zu realisieren und genau dies ist das Ziel der Projektpartner. Seite 11 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. | Die Stadt Darmstadt wird im innerstädtischen Bereich die Parkraumbewirtschaftungszonen ausdehnen. Zusätzlich werden durch die Bauarbeiten an der Rheinstraßen-Brücke die Zufahrtsmöglichkeiten in die Stadt Darmstadt eingeschränkt. Von dieser Maßnahme wird eine Vielzahl an MIV-Pendler*innen und MIV-Fahrer*innen betroffen sein, so dass hier allein die gesamtgesellschaftliche Verantwortung einen fairen Interessenausgleich gebietet. Zudem wurden in jüngerer Vergangenheit zwar die Anzahl der P+R-Plätze und B+R Plätze im Landkreis deutlich ausgebaut. Allerdings ist die Auslastung sehr hoch, teilweise liegt eine Überlastung vor. Angestrebt wird, dass deutlich mehr Bürger*innen ein umfassendes Alternativangebot zum eigenen Pkw mit einer hohen Verfügbarkeit erhalten. Dadurch können deutlich mehr MIV-Fahrer*innen auf das integrierte Alternativangebot umsteigen. Damit sollen die folgenden Ziele erreicht werden::Die Attraktivität des Alternativangebots zu erhöhen und in direkter Folge dessen Nutzung zu steigern, die Verlagerung von MIV auf den erweiterten Umweitverbund zu erlangen sowie CO2-Emissionen des Verkehrs zu senken. Da der ÖPNV von der Parkraumbewirtschaftung und -verknappung nicht betroffen sein wird, verändert sich die Balance zwischen Öffentlicher Mobilität und dem motorisierten Individualverkehr zugunsten des Umweltverbunds. Insbesondere Pendler*innen sind hiervon betroffen und müssen zukünftig mindestens für Teile ihrer Reisekette den öffentlichen Verkehr nutzen bzw. sind auf Alternativangebote angewiesen. Sharing-Angebote führen nachgewiesenermaßen zu Verlagerungseffekten. Voraussetzung für die Abschaffung ist eine hohe Verfügbarkeit dieser Angebote. Untersuchungen belegen, dass nicht nur der eigene Pkw nicht mehr benötigt wird, sondern die Kunden auch offener für andere Angebote sind und die ÖPNV-Nutzung signifikant in dieser Kundengruppe steigt. Gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation des zu beobachtenden veränderten Mobilitätsverhaltens aufgrund der Corona-Pandemie ist eine Stärkung dieser Angebote anzustreben. Gerade die zunehmenden Freizeitverkehre sind gekennzeichnet durch eher disperse Quell-Ziel-Relationen und dadurch, dass sie vor allem in Randzeiten stattfinden. Flexible Mobilitätsangebote zielen somit genau auf diese Kundengruppe. Dieses Teilprojekt könnte somit Modellcharakter für die Vernetzung von Stadt und Region entfalten als auch als ein Maßnahmenprogramm gelten, das den veränderten Anforderungen des Mobilitätsverhaltens durch die Pandemie den Bürger*innen alternative Angebote anbietet. Input: In einer vorgelagerten Studie werden wir zunächst die Pendlerströme identifizieren und nach der Abschätzung der Verlagerungs- und Nachfragepotentiale die Dimensionierung und Standortplanung der Park + Ride-/B+R-Anlagen vornehmen. Auf Basis dieses Konzeptes werden Planfeststellung und Einrichtung der Anlagen vorangetrieben. Zu Beginn werden einmalige Investitionen notwendig sein, im späteren Betrieb rechnen wir mit einem Bruchteil dieser Investitionen in Form laufender Unterhaltskosten. Um das hier skizzierte Gesamtsystem für Öffentliche Mobilität konsequent an den tatsächlichen Mobilitätsbedürfnissen der Nutzer*innen und insbesondere der Pendler*innen auszurichten, bedarf es einer entsprechenden Erfassung dieser Bedarfe. Hierfür werden quantitative Untersuchungen und qualitative Befragungen durchgeführt und die konkreten Verlagerungseffekte und Veränderungen der Mobilitätsroutinen erfasst. Diese Studie bildet die Grundlage zur Dimensionierung und Standortplanung für die Mobilitätsstationen und CarSharing- und BikeSharing-Angebote. Wir streben eine messbare Nachfragesteigerung der ÖPNV-Verbindungen zwischen Stadt und Seite 12 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. Landkreis an, die durch die Verlagerung von Pendler*innenströmen und MIV-Verkehren induziert werden. Diese Effekte werden im Rahmen der Evaluierung ermittelt und die Empfehlungen für weitere planerischen Maßnahmen genutzt. Wir wollen erreichen, dass Nutzer*innen der Park + Ride-Anlagen, die bisher nicht aktiv den öffentlichen Verkehr genutzt haben, an das System gewöhnt werden und im besten Fall Gefallen daran finden. Das gleiche gilt für die Bike + Ride-Anlagen. Fahrradfahrer*innen müssen die Möglichkeit vorfinden, ihr Fahrrad sicher und videoüberwacht abstellen zu können. Die Ausweitung der CarSharing- und Bike-Sharing-Angebote sollen es ebenso ermöglichen, durch die hohe Verfügbarkeit die Bürger*innen an alternative Angebote heranzuführen und neue Routinen zu entwickeln. Ziel ist es, durch die breite Verfügbarkeit alternativer Mobilitätsoptionen nicht nur in der Stadt Darmstadt, sondern auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg die Bürger*innen an neue Mobilitätsformen heranzuführen, so dass sich neue Routinen entwickeln und die Notwendigkeit des Pkw-Besitzes (Zweit-/Dritt-Pkw) verringert wird. Weiterhin trägt diese Maßnahme dazu bei, die häufig überlasteten Einfallstraßen in das Stadtzentrum zu entlasten, um Spielraum für städtebauliche Veränderungen und Raum für z.B. Fahrradinfrastruktur zu schaffen. Außerdem werden verkehrsbedingte Emissionen, die in Darmstadt hoch sind, reduziert. Der Parkdruck wird vermindert. Zwischen den einzelnen Maßnahmen existieren zahlreiche Wechselwirkungen. Wir werden Standorte der Park + Ride / Bike + Ride- Anlagen in der Regel auch um eine Mobilitätsstation erweitern. Dies sind zentrale Knotenpunkte in der Regel mit einem großen Einzugsbereich ÖPNV-affiner Nutzergruppen, die somit nicht nur auf die Pendler*innen, sondern auch auf die Einwohner*innen im Einzugsbereich zielen. Darüber hinaus soll für besondere Shuttle-Services geprüft werden, inwieweit die Gefäßgrößen des HeinerLiners bzw. des DadiLiners für diese angepasst werden müssen. Wir erwarten hohe Bündelungseffekte des On-Demand-Systems durch Pendelnde, die zu größeren Unternehmen fahren. Diese Maßnahme erfolgt in enger Kooperation mit (größeren) Arbeitgebern und ist auch Bestandteil des Kommunikationskonzeptes. Aufgrund der Großbaustelle Rheinbrücke wird ein Shuttle Service von der temporären P+R Station zu zentralen Arbeitgebern, Unternehmen eingerichtet. Mit einer entsprechenden Tarifgestaltung soll es einen integrierten Park-/Fahrschein geben, der sich auch als Zeitkarte abbilden lässt (siehe P+R/-ÖPNV-Integration). Dies erhöht die ‚Attraktivität der Nutzung von Park + Ride / Bike + Ride- Angeboten weiter. Auch die Sharing-Angebote werden tariflich integriert, so dass Vergünstigungen sowohl für Abo-Kund*innen als auch für Sharing-Nutzer*innen entstehen, wenn Alternativen genutzt werden. - Ausgangslage und Problemstellung: Mit diesem Teilprojekt möchten wir die klassischen mono- modalen MIV-Pendlerströme zwischen Stadt und Landkreis durch ein zuverlässiges, zeitlich hochverfügbares Alternativangebot in multimodale Ströme transformieren. Wir sehen im gegen- wärtigen Zustand die Voraussetzungen für eine nachhaltige, intermodale Reisekette primär aus Gründen der zu langen Reisezeiten aus der Fläche (Landkreis Darmstadt-Dieburg), sekundär aus Gründen der mangelnden zeitlichen Verfügbarkeit (eingeschränkte Bedienzeiten, ausgedehnte Takte) nicht erfüllt, so dass wir an dieser Stelle einen wichtigen Hebel vermuten, an dem wir ansetzen wollen. - Angestrebte Wirkungen und Ziele: Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der werktäglichen Pendler*innen das Auto nutzen, weil sie andernfalls für den Vor- bzw. Nachlauf im ländlichen Bereich (also vom bzw. zum ersten Eintrittspunkt in das ÖV-System) die erste/letzte Meile selbst organisieren müssen. Der eigene Pkw ist dazu grundsätzlich geeignet und kann durch seine ständige Verfüg- barkeit und im Vergleich zu den Fixkosten mit relativ geringen zusätzlichen Kosten pro ge- fahrene Kilometer seinen Flexibilitäts- und Zeitvorteil gegenüber dem klassischen ÖPNV voll ausspielen. Seite 13 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. 3) Mit der Bereitstellung von hochverfügbaren OD-Systemen sowie der zeitlichen Ausdehnung und Beschleunigung des Linien-ÖPNVs wollen wir umsteigewilligen Autofahrer*innen insgesamt und im speziellen überregionalen Pendler*innen nun ein Angebot machen, das nicht auf der Nutzung eines privaten Pkws basiert. Damit begünstigen wir eine Verlagerung vom MIV auf den ÖPNV und können auf diese Weise die CO2-Emissionen des Verkehrs senken. - Input: Aufsetzend auf die demnächst eingeführten OD-Systeme betrachten wir konkrete Use-Cases und identifizieren Schwachstellen im aktuellen Mobilitätssystem. Dort, wo Reisezeiten zu lang sind, setzen wir mit On-Demand-Diensten, neuen Linien-Angeboten, Taktverdichtungen und Beschleunigungsmaßnahmen an. - Output: Wir streben eine messbare Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf das ÖPNV-Gesamtsystem an, die auf dem Abbau der bereits genannten zeitlichen Zugangsbarrieren beruht. - Outcome: Für die besonders anvisierte Zielgruppe, die werktäglich innerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg pendelnde, ansässige Bevölkerung, soll eine merkbare Erleichterung im Zugang zum öffentlichen Nahverkehr geschaffen werden. Bürger*innen, die grundsätzlich bereit sind, ihren (Zweit-)Pkw gegen eine nachhaltig aufgestellte intermodale Reisekette zu tauschen, sollen nun Alternativen erhalten, die in der Individualität und Flexibilität an das eigene Auto heranreichen. Im Rahmen einer regelmäßigen, begleitenden Evaluation wird die Verlagerung der Verkehrsströme regelmäßig erhoben und ausgewertet werden. - Impact: Dieses Teilprojekt fördert neben seinem Beitrag zur Verlagerung von Verkehren vom MIV auf den ÖPNV auch die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen, deren regelmäßiges Einkommen keine Anschaffung bzw. keinen Unterhalt eines Privat-Pkw erlaubt. - Wechselwirkungen: Unser vollintegriertes Mobilitätskonzept für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg hat eine umfassende Verzahnung mit den jeweiligen Teilprojekten bzw. Maßnahmen zum Ziel - Wechselwirkungen sind in diesem Zusammenhang also nicht nur gewollt, sondern sogar angestrebt. Das Teilprojekt "Zeitliche Verfügbarkeit” strahlt in mehrere Bereiche des vorliegenden Konzepts aus. Die Nutzung des ÖPNV-Gesamtsystems wird durch eine verbesserte zeitliche Verfügbarkeit für viele Bürger*innen attraktiver. Darüber hinaus kann die zeitliche Ausdehnung auch für Radfahrer*innen ein noch besseres ÖPNV-Gesamtsystem als Rückfallebene bei z.B. Schlechtwetterereignissen schaffen. Seite 14 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. 3) 2.3.3. Tragfähigkeit der Teilprojekte Bitte stellen Sie die kurz-, mittel- und langfristige finanzielle Tragfähigkeit der zur Förderung vorgestellten Maßnahmen nach Beendigung der Zuwendung dar und unterlegen diese soweit möglich mit Kennzahlen. Abhängig von den betrachteten zeitlichen Perspektiven reflektieren Sie bitte mögliche Unsicherheiten und Risiken Ihrer Annahmen die Zukunft betreffend. Teilpro- ame . j | jekt-Nr. Tragfähigkeit der Teilprojekte 1 Die im Rahmen dieses Teilprojektes ausgearbeiteten Konzepte dienen als Grundlage für die notwendigen politischen Beschlussfassungen. Auf diese aufbauend kann dann die Umsetzung erfolgen. Die hier angelegten Untersuchungen erzeugen keine direkten Folgekosten und benötigen daher keine Anschlussfinanzierung. Die Umsetzung der erarbeiteten Konzepte wird selbstverständlich auch Ressourcen bedingen. Diese sind nicht Teil unseres Antrags und werden bei entsprechender Beschlussfassung durch die Gebietskörperschaften getragen. Seite 15 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. Alle Teilprojekte werden im Rahmen der Mobilitätsstrategie für die Region nachhaltig finanziert. Gerade auch um dies sicher zu stellen wird im Teilprojekt 1 auch die nachhaltige Finanzierung geklärt. Die hier verfolgten Maßnahmen sind darüber hinaus im Wesentlichen investiv und werden zu überschaubaren Betriebskosten nach 2024 führen. Wir erwarten, dass nach einer gewissen Anlaufphase die Bürger*innen die Angebote gut annehmen werden und somit die Maßnahmen zum größten Teil auch durch die Einnahmen refinanziert werden können. Durch die Baumaßnahmen an der Rheinstraßenbrücke erwarten wir einen schnellen Hochlauf der Nachfrage für diese Angebote. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass durch begleitende Maßnahmen wie auch die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung ein Umstieg erleichtert wird. Die Deckungslücken der Betriebskosten werden von den Aufgabenträgern übernommen. Diese Maßnahmen sind mit wenig Risiko behaftet. | Dieses Teilprojekt ist aus unserer Sicht als wenig risikobehaftet zu betrachten und wird nach unserer Einschätzung im Anschluss an die Förderphase mit den dann voraussichtlich zur Verfügung stehenden, für den ÖPNV erhöhten, finanziellen Mitteln weiterbetrieben werden. Dafür sprechen die nachfolgend beschriebenen Gründe: - Der (auch zeitliche) Ausbau des ÖPNV-Systems ist ein bedeutender Bestandteil unseres Konzeptes und notwendige Voraussetzung für die Mobilitätswende, da hierüber wichtige Zugangs- und Nutzungshemmnisse für den Öffentlichen Personennahverkehr abgebaut werden. Die beteiligten Gebietskörperschaften sind sich vollends bewusst, dass hierfür künftig eine höhere Mittelausstattung notwendig sein wird. Darüber hinaus werden wir mit dem Land über nachhaltige Finanzierungsmodelle verhandeln. - Finanzierungsmodell: Für die nach 2024 anfallenden regelmäßigen Betriebs- und Unterhaltskosten werden zusätzliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt. Hier kann bspw. eine Zweckbindung von Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung zweckdienlich sein. Die Nutzerfinanzierung spielt selbs Seite 16 von 29 Stand 12.01.2021 (noch Teilpro- jekt-Nr. 3) 2.4. Maßnahmen Bitte benennen Sie die Maßnahmen, ordnen Sie sie Maßnahmenbereich und Teilprojekt zu und geben die geschätzten Ausgaben für diese an. Name der Maßnahme Steuerung aller (auch erweiterten) ÖPNV-Angebote aus regionaler Sicht (Stadt und Landkreis) 1 f Zuordnung zu | Geschätzte Zuordnung zu Maßnahmenbereich | Teilprojekt-Nr. Ausgaben (in €) Sonstiges | 1 | 840.000,00 Maßnah- men-Nr. | Name der Maßnahme Studie Ausbau P+R: Nachfragepotentialbestimmung und Konzeption, Standortplanung 2 j Zuordnung zu Geschätzte Zuordnung zu Maßnahmenbereich Teilprojekt-Nr. Ausgaben (in € Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 200.000,00 Maßnah- men-Nr. | Name der Maßnahme Ausweitung Sharing-Strategie und Mobilitätsstationen: Studie und Ausweitung Sharing-Angebote und Mobilstationen 3 . Zuordnung zu Geschätzte Zuordnung zu Maßnahmenbereich Teilprojekt-Nr. Ausgaben (in €) Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 920.000,00 Maßnah- men-Nr. Name der Maßnahme Ausweitung Sharing-Strategie und Mobilitätsstationen: Einführung und Ausweitung BikeSharing 4 B Zuordnung zu Geschätzte Zuordnung zu Maßnahmenbereich | Teilprojekt-Nr. Ausgaben (in € Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 150.000,00 Seite 17 von 29 Stand 12.01.2021 Maßnah- _ Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 490.000,00 men-Nr. Name der Maßnahme Ausweitung Sharing-Strategie und Mobilitätsstationen: Ausschreibung CarSharing & BikeSharing 3 | Zuoranung zu Maßnahmenbereich am an Ausgaben (in € Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 | 150.000,00 Maßnah- men-Nr. | Name der Maßnahme Ausweitung Sharing-Strategie und Mobilitätsstationen: Evaluation/Erfolgskontrolle Sharing-Strategie, Empfehlungen und Übertragbarkeit 5 Zuordnung zu Maßnahmenbereich i Tanke Ausgaben fin g| m von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 200.000,00 Maßnah- men-Nr. | Name der Maßnahme Ausweitung Sharing-Strategie und Mobilitätsstationen: Umsetzung Car-/BikeSharing, Mobilstationen 7 j Zuordnung zu Geschätzte Zuordnung zu Maßnahmenbereich Teilprojekt-Nr. Ausgaben (in €) Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 | 6.510.000,00 Maßnah- men-Nr. | Name der Maßnahme Verbindung P+R Standort und größere Arbeitgeber 8 m Zuordnung zu Maßnahmenbereich zu ar Pe € Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen 2 5.600.000,00 Maßnah- men-Nr, | Name der Maßnahme Autonomes Fahren: Studie zum Autonomen Fahren und Anforderungen Infrastruktur 9 A Zuordnung zu Geschätzte | Zuordnung zu Maßnahmenbereich Teilprojekt-Nr. Ausgaben (in €) Hinweis: Sofern Sie 10 oder mehr Maßnahmen zur Förderung vorschlagen, nutzen Sie bitte die Anlage 2.4 „Weitere Maßnahmen“, gegebenenfalls mehrfach, und laden diese im Antragsportal mit hoch. 2.5. Adaption, Übertragbarkeit und Nachnutzung Bitte beschreiben Sie für das skizzierte Modellprojekt: a. inwieweit gegebenenfalls bereits bestehende, andernorts erprobte Lösungen aufgegriffen und adaptiert werden, Seite 18 von 29 Stand 12.01.2021 b. worin der Mehrwert und gegebenenfalls der Innovationsgehalt (z.B. technologisch, ökonomisch, sozial, methodisch, institutionell, instrumentell) Ihres Vorhabens besteht, “ce. qualitativ, inwieweit sich das beschriebene Modellprojekt auf andere heterogene und homogene Akteure übertragen lässt und belegen Sie dies wo möglich mit Kennzahlen, d. sofern vor Ort vergleichbare geförderte Projekte bereits bestehen, inwieweit diese inhaltlich weiterentwickelt beziehungsweise maßgeblich verbessert wurden. Wie bereits im Rahmen von OnDeMo FRM für die On-Demand-Projekte erarbeitet, besteht stets die Option, erfolgreiche Ansätze auch im gesamten Verbundraum auszurollen. Das Land Hessen hat sich bereits als starker Partner bei der Anschlussfinanzierung erfolgreicher Projekte erwiesen. Insbesondere die Projekte im Bereich des erweiterten Umweltverbundes sind geeignet, diese auch auf andere Gebietskörperschaften zu übertragen. Dies natürlich nicht nur im Verbundraum bzw. in Hessen. Gerade mit den Fragen der Sharing-Angebote ist die Region München auch gebietsübergreifend aktiv. Schon im Rahmen dieses Programms werden wir anstreben, uns mit diesen Projekten und auch anderen derartig agierenden Räumen auszutauschen. Die im Rahmen dieses Programms ausgearbeiteten Konzepte zur öffentlichen Kofinanzierung von Sharing-Angeboten werden sowohl für Anbieter wie auch für Gebietskörperschaften in ganz Deutschland nutzbar sein. Im Rahmen der On-Demand-Projekte hat sich eine intensive Zusammenarbeit in den Kreisen der On-Demand-Projekte im Raum Frankfurt/RheinMain etabliert (OnDeMo FRM). Auf diese enge Zusammenarbeit wollen wir auch bei weiteren Themen aufsetzen. Die vorhandenen Projektstrukturen des OnDeMo-Projektes könnten mit weiteren Projektinhalten gefüllt und für den wichtigen Austausch genutzt werden. Die Projektpartner sind bereit, ihr aufgebautes Knowhow auch weiteren Gebietskörperschaften bzw. kommunalen Unternehmen zur Verfügung zu stellen - dies leben wir bereits im Rahmen der On-Demand-Projekte auch weit über Hessen hinaus. Die HEAG mobilo verfügt bereits mit dem Kompetenzcenter „Digitalisierung und autonomes Fahren“ über einen Austauschkreis mit mittleren kommunalen Verkehrsunternehmen in sechs Bundesländern, hier werden Projektideen und deren Umsetzungen im Detail ausgetauscht. Nahezu alle teilnehmenden Unternehmen verfolgen mittlerweile auch aufgrund dieses Austausches eigene On-Demand-Projekte bzw. bereiten diese vor. Wir können uns vorstellen, ähnliche Strukturen im Bereich der Städte und der Landkreise zu etablieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass es im Austausch deutlich weitergehender Tiefe bedarf als dies über die Verbände und/oder Informationsveranstaltungen abgebildet werden kann. Dabei sind Inhalte, aber auch die entstehenden Netzwerke, bedeutend, die viel tiefer gehen als ein Austausch auf Führungs- oder Spezialistenebene. Gerade auch ein Austausch der Gebietskörperschaften kann vielfältige Synergien hervorbringen - so kann auch Grundlagenarbeit für notwendige Anpassungen der Rahmenbedingungen bis hin zu Gesetzesänderungen gemeinsam geleistet werden. Die DADINA ist bereits Mitglied im Wissenstransferkreis Minerva, in welchem sich deutschlandweit Kreise und Aufgabenträger zu den aktuellen Entwicklungen im Mobilitätsbereich austauschen. Hier erfolgte z.B. ein umfassender Austausch zur PBefG-Novelle im Hinblick auf On-Demand-Services. Bei unserem Programm MORE gehen wir grundsätzlich vom Bedarf der Bürger*innen aus und betrachten erst im zweiten Schritt, wie Angebote geschaffen bzw. finanziert werden können. Heute ist es beispielsweise üblich, Bike-Sharing-Systeme durch Städte ausschreiben zu lassen, bei Car-Sharing geht man dagegen davon aus, dass diese Angebote vom Markt initiiert werden - dies ist in den Metropolen auch der Fall. Schon viele kleinere Städte und insbesondere der ländlich geprägte Raum (auch in den Speckgürteln) werden dabei jedoch benachteiligt, weil die Nachfrage hier das Angebot wirtschaftlich nicht allein trägt. Das gilt auch für Räume, die eine Kostendeckung von 70-99% bieten würden - für private Akteure ist dies nicht hinreichend attraktiv, um sich wirtschaftlich zu engagieren. Wenn wir hier neue Modelle der Finanzierung entwickeln, können die Angebote wahrscheinlich schlagartig deutlich ausgedehnt werden. Wir wollen mit unserem Ansatz Systemgrenzen beseitigen und leisten damit Grundlagenarbeit für das Bundesgebiet. Seite 19 von 29 Stand 12.01.2021 2.6. Zusammenarbeit und Teilhabe Erläutern Sie bitte Art und Umfang der bei der Umsetzung des zur Förderung vorgestellten Modellprojekts vorgesehenen Zusammenarbeit mit und Teilhabe von relevanten Akteuren, die Auswahl der beteiligten Akteure sowie die gewählten Methoden. Schon das Projektkonsortium verdeutlicht, dass wir im betrachteten Verkehrsraum über Gebietsgrenzen hinausdenken. Die DADINA als Aufgabenträgerorganisation von Wissenschaftsstadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg bildet ohnehin eine gebietsübergreifende Klammer. Im skizzierten Projekt wollen wir allerdings auch heutige organisatorische und/ oder finanzielle Aspekte herausarbeiten, die den integrativen Ansatz teils behindern. So profitiert überwiegend das nicht mit dem eigenen Pkw angefahrene Oberzentrum beispielsweise von P+R-Anlagen, deren Finanzierung aber häufig den Kommunen vor Ort obliegt. Hinzu kommt, dass die Nutzung der Anlagen häufig durch Bürger*innen der Nachbarkommunen erfolgt. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass im Projekt natürlich weitere Akteure wie die einzelnen Kreiskommunen, Hessen Mobil, der RMV und weitere Akteure einzubinden sind. Für die jeweiligen Themenkomplexe werden wir daher Arbeitsgruppen einrichten und dabei, soweit sinnvoll, auch auf das HOLM zurückgreifen. Soweit möglich werden wir bestehende Strukturen und Arbeitsgruppen nutzen. Dieser Projektansatz wird vom Mobilitätsbeauftragten des Landes Hessen und dem hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie dem RMV unterstützt. Seite 20 von 29 Stand 12.01.2021 2.7. Datenmanagement Bitte erläutern Sie das Ihrem Modellprojekt zugrundeliegende Datenmanagement. Stellen Sie hierfür überblicksartig dar: wie Sie das angestrebte Datenmanagement in Ihrem Modellprojekt organisieren, welche Daten (qualitativ, quantitativ) intern im Modellprojekt bzw. extern erhoben bzw. beschafft werden, wie und durch wen diese Daten anschließend verwendet werden und wann, in welchem Umfang und ggf. mit welcher Lizenz Sie diese Daten veröffentlichen. aocn Darmstadt ist bereits heute Wissenschafts- und Digitalstadt und Vorreiter in der Nutzung neuer Technologien. Eines der Leuchtturmthemen ist der Bereich Mobilität und Umwelt. Das in dieser Projektskizze beschriebene ÖPNV-Modellprojekt fügt sich nahtlos in diesen Ansatz ein. Grundprinzip ist die Einsicht, dass Daten eine wesentliche Ressource der Wissensgesellschaft sind. Bereits seit 2008 stellt Darmstadt Verkehrsdaten als „Open Data“ bereit. Im Februar 2021 gab die Stadtverordnetenversammlung das Startsignal für die Umsetzung einer Open-Data-Strategie. Es besteht zudem eine zentrale Open-Data-Plattform und eines der modernsten Verkehrsmanagementsysteme in Deutschland mit mehr als 4000 Sensoren und 400 Kameras. Im Modellprojekt werden die vorhandenen Infrastrukturen und Prozesse genutzt, um nicht personenbezogene Daten grundsätzlich als Open Data sowie über den „Mobilitäts Daten Marktplatz“ (MDM) bereitzustellen. Die . Federführung für das Datenmanagement wird aufgrund der Kompetenz bei der Stadt Darmstadt liegen. Eine „Steuerungsgruppe Datenmanagement" wird eine Datenstrategie für das Modellprojekt entwickeln. Folgende Daten werden erhoben: Infrastrukturdaten (Teilprojekte 2,3,4): Spezifizierung: Statische Daten inkl. GeolT-Daten mit Netztopologie, Standorten (Haltestellen, Mobilstationen, Sharing-Stationen, Anlagen für B+R sowie P+R); Zugänglichkeit; Betriebszeiten. Dynamische Daten über Zustand, Auslastung und ggf. Verfügbarkeit der Infrastruktur, Verfügbarkeit von Stellplätzen bei B+R bzw. P+R. Verwendung: Für Auskunftssysteme, Routinganwendungen, Standortsuche und Verkehrsplanung; Nutzung durch Stadt und Landkreis, Verkehrsverbünde und Aufgabenträger, Verkehrsunternehmen, Drittanbieter von Dienstleistungen, Forschungseinrichtungen sowie individuelle Bürger*innen. Daten zu Mobilitätsdiensten (Teilprojekte 2, 3 und 4): Spezifizierung: Statische Daten zu Routenplänen, Betriebszeiten, Zugänglichkeit von Fahrzeugen. Dynamische Echtzeitdaten zu Position, Verfügbarkeit und Auslastung von Fahrzeugen, insbesondere bei On-Demand-Verkehren und Sharing-Angeboten; Störungsmeldungen und ggf. Anschlusssicherung. Verwendung: Verkehrsienkung, Auskunftssysteme, Routinganwendungen durch die Stadt, die Verkehrsunternehmen und Drittanbieter; Nutzung für übergreifende Smart-City-Anwendungen in Darmstadt und der Region. Statische und dynamische Daten zu Tarifen (Teilprojekte 5 und 6): Spezifizierung: Daten zur Verfügbarkeit, Geltungsbereich und Geschäftsbedingungen, Vertriebskanäle, ggf. auch Sondertarifprodukte. Verwendung: für Auskunftssysteme und Routinganwendungen durch Verkehrsunternehmen und Drittanbieter; Endnutzende sind die Fahrgäste. Seite 21 von 29 Stand 12.01.2021 3. Projektmanagement 3.1. Planlaufzeit Vom Bis Laufzeit in Monaten Hinweis: Das zu fördernde Vorhaben darf bei Bewilligung noch nicht begonnen worden sein. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- urid Leistungsvertrags zu werten. 3.2. Zeitplan Bitte geben Sie einen Überblick über Ihre vorgesehene Zeit- und Arbeitsplanung. Verdeutlichen Sie hierbei Beginn, Ende sowie drei bis fünf terminierte Meilensteine (= Zwischenergebnisse) je Untermaßnahme sowie deren Zuordnung zur jeweiligen Maßnahmen-Nr. laut Ziff. 2.4 des Skizzenformulars. Laden Sie hierfür eine tabellarische Maßnahmen-/Zeitplanung als Anlage 3.2. „Zeitplan“ im Antragsportal hoch, entweder unter Verwendung der Mustereranlage 3.2. oder als PDF, das auf einem gängigen Text-, Tabellenverarbeitungs- oder Projektmanagementprogramm basieren kann. Sie haben darüber hinaus im folgenden Textfeld die Möglichkeit, die in der Maßnahmen-/Zeitplanung spezifizierte zeitliche Abfolge bestimmter Meilensteine näher auszuführen, Abhängigkeiten von (Unter-) Maßnahmen sowie Teilprojekten zu erklären, kritische Meilensteine hervorzuheben oder mögliche Szenarien zu erläutern. Bitte nehmen Sie in Ihren Darstellungen eindeutig Bezug zu Ihrer Anlage. [Der Zeitplan wurde mit bestem Wissen und Kenntnis der einzelnen Teilpakete und deren Wechselwirkungen erstellt und baut auf plausiblen Planungen auf. Die Umsetzungsphasen entsprechen realistischen - wenn auch sehr ambitionierten - Zeitschienen. Aufgrund der Komplexität des Maßnahmenbündels und der engen Verzahnung ist eine regelmäßige Überprüfung anzustreben. Auch die Vernetzung der Teilprojekte zwischen Stadt und Landkreis erfordert einen intensiven Austausch der Verbundpartner und Abstimmung der Maßnahmen- und Umsetzungspläne. Seite 22 von 29 Stand 12.01.2021 3.3. Verbundpartner/innen und weitere Projektbeteiligte Nr. Benennung der * | Projektbeteiligten Rolle und Verantwortlichkeiten im Projekt Bezug zu Maßnahmen HEAG mobilo GmbH Michael Dirmeier Klappacher Str. 172 4 64285 Darmstadt Gesamtprojektleitung und -koordination des Verbundprojekts; Vernetzung von Stadt und Region, Anspechpartner für das Konsortium; Projektbearbeitung Gesamtprojekteitung Mitverantwortung für die einzelnen Maßnahmen der Teilpakete 1 - 5 sowie weitere Maßnahmen Teilprojekte 2, 3, 4 in Kooperation mit der DADINA und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsgesellsc haft (DADINA) 2 |Matthias Altenhein bahnGALERIE Europaplatz 1 64293 Darmstadt Verbund- und Kooperationspartner Verantwortung für die Vernetzung der Region mit der Stadt und die Konzeption und Umsetzung der Projekte im Landkreis in Abstimmung mit Verbundprojekt, Projektleitung für die Teilprojekte in der Region Verantwortung für Teilpaket 3 Mitverantwortung für die Teilpakete 1,2 / 4-5, mit Schwerpunkt der Anforderungen aus dem Landkreis und der Vernetzung der Angebote sowie weiteren Maßnahmen z.B. Maßnahme interaktive Freizeitkarte in der Region Wissenschaftsstadt Darmstadt Katharina Metzker 3 |Stadthaus West Mina-Rees-Str. 10 64295 Darmstadt Veerbund- und Kooperationspartner (Mit)Verantwortung für Konzept und Umsetzung der Konzepte in der Stadt und Vernetzung in der Region Mitverantwortung für die Teilpakete 1-5. Verantwortung für die Konzeption und Umsetzung aus städtischer Perspektive und Maßnahmen z.B. Use Case Großbaustelle Hinweis: Sofern es sich um 5 oder mehr Verbundpartner/innen beziehungsweise Projektbeteiligte handelt, nutzen Sie bitte die Anlage 3.3 „Weitere Verbundpartner/innen und weitere Projektbeteiligte“, gegebenenfalls mehrfach, und laden diese im Antragsportal mit hoch. Seite 23 von 29 Stand 12.01.2021 3.4. Berichtswesen und Risikomanagement Bitte geben Sie einen Überblick über: a. die vorgesehene Organisationsstruktur der unter Ziff. 3.3 genannten Beteiligten im Projekt, b. darauf aufbauend das projektinterne Berichtswesen und Kommunikationsmanagement, c. sowie das vorgesehene Chancen- und Risikomanagement. [Die Verbundpartner*innen des Modellprojektes arbeiten bereits heute im Rahmen komplexer Vorhaben - wie etwa der Umsetzung des Gemeinsamen Nahverkehrsplans 2019-2024 und der Einführung der elektrischen On-Demand-Shuttles „HeinerLiner‘ und “DadiLiner” - erfolgreich zusammen. Auf dieser Erfahrung kann bei der Umsetzung des Modelilprojektes aufgebaut werden. Die Organisationsstruktur zielt auf die klare Zuweisung von Befugnissen und Verantwortlichkeiten ab. Dafür sind bereits bei der Einreichung der Projektskizze schriftliche Vereinbarungen zwischen den Verbundpartner*innen getroffen worden. Die strategische Projektsteuerung wird von einem Lenkungskreis verantwortet, in dem alle Verbundpartner*innen vertreten sind. Die Stadt Darmstadt wird dort durch Herrn Oberbürgermeister Partsch, die DADINA durch ihren Vorstandsvorsitzenden Herrn Ahrnt, Erster Kreisbeigeordneter, sowie die HEAG mobilo GmbH durch ihren Geschäftsführer Herrn Dirmeier repräsentiert. Dieses Gremium ist als einziges befugt, strategische Entscheidungen für das Modellprojekt zu treffen. Es tagt mindestens einmal je Quartal. Die operative Projektsteuerung wird von der Projektleitungsgruppe verantwortet, in der alle Verbundpartner/innen auf Arbeitsebene vertreten sind. Ein*e Projektleiter*in sowie eine Stellvertretung werden von der Projektgruppe ernannt und führen deren Arbeit. Die Projektgruppe ist gegenüber dem Lenkungskreis rechenschaftspflichtig. Sie tagt mindestens einmal im Monat. Unterstützt wird die Projektleitungsgruppe vom Kompetenzcenter Nachhaltige Urbane Mobilität, das Expertise zu Querschnittsthemen einbringen wird. Eine Kommunikationsstrategie mit Meilensteinen wird erstellt und es werden ausreichende finanzielle und personelle Ressourcen vorgesehen. Vor Projektbeginn wird ein Stakeholder-Mapping erstellt, um die interessierten Parteien je nach Einbindung („verantwortlich“, „rechenschaftspflichtig‘, „zu konsultieren“ und „zu informieren“) einzuordnen. Zudem werden die jeweils zu nutzenden Kommunikationskanäle und -instrumente sowie die Frequenz der Kommunikation bestimmt. Bereits heute nutzen die Verbundpartner*innen erfolgreich einen SharePoint und dies wird auch beim Modellprojekt als zentrales Werkzeug zur Anwendung kommen. Vor dem Projektstart wird ein Stakeholder-Workshop durchgeführt, um ein gemeinsames Verständnis für die Ziele, Teilprojekte und Maßnahmen zu schaffen. Die Projektgruppe wird auch ein Dashboard erstellen, um die zentralen Indikatoren zu erfassen, kontinuierlich zu überwachen und das monatliche Berichtswesen zu erleichtern. Zudem werden von Beginn.an klare Eskalationsregeln bei signifikanten Abweichungen vom Projektplan definiert. Basierend auf dem Standard DIN ISO 31000 umfasst das Risikomanagement die Risikoidentifikation, -analyse und -steuerung sowie -überwachung. Eine erste Risikoidentifikation ist bereits für die Erstellung dieser Projektskizze erfolgt. Der zu Projektbeginn zu organisierende Stakeholderworkshop stellt eine Aktualisierung und Komplettierung dieses Instruments unter Einbeziehung aller Beteiligten sicher. Im zweiten Schritt erfolgt die Risikoanalyse, bei der jeweils die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Auswirkungen auf das gesamte Modellprojekt und einzelne Teilprojekte sowie (Unter-)Maßnahmen bewerten werden. Dazu wird eine Risikomatrix mit einer Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent) sowie einer Auswirkungsbewertung (auf einer Skala von 1 bis 10) erstellt. Aus diesen beiden Indikatoren kann eine Risikokennzahl errechnet werden. Außerdem werden Abhängigkeiten und Klumpenrisiken erfasst. Eine Entscheidung des Lenkungskreises ist nötig, um über die Ausrichtung des Risikomanagements zu entscheiden. Im dritten Schritt wird über die Risikosteuerung (Risikovermeidung, -verminderung, -akzeptanz, -überwälzung) entschieden. Zudem wird je Chance bzw. Risiko eine mit der Überwachung betraute Person benannt. Es wird ein Risiko-Logbuch geführt, bei dem das Auftreten von Chancen und Risiken jeweils mit Datum, Ereignis, Auswirkungen und getroffenen Entscheidungen erfasst werden. Seite 24 von 29 Stand 12.01.2021 Die größten Chancen und Risiken des Modellprojektes werden im Folgenden analysiert: Risiko 1: Unsicherheit bezüglich der Finanzierung des ÖPNV aufgrund der Pandemie - Risiko: Die Finanzierung der heutigen und künftigen Dienstleistungen ist aufgrund der Folgen der Pandemie nicht sichergestellt. - Risikoursachen: Fahrgast- und Einnahmeneinbruch in Folge der Pandemie, Haushaltsprobleme bei den Aufgabenträgern in Folge der Pandemie - Eintrittswahrscheinlichkeit: 60% - Auswirkungen: Stufe 8 von 10, zusätzlicher Finanzierungsbedarf entsteht im Modellprojekt (besonders Teilprojekte 2, 3, 4) - Risikosteuerung: Risikoverminderung durch vorsichtige Finanzplanung sowie aktives Marketing der neuen Angebote, schrittweise Einführung neuer Maßnahmen für etwaiges Nachsteuern Risiko 2: Verzögerungen in der Umsetzung - Risiko: Die im Zeitplan vorgesehene Umsetzung verzögert sich signifikant. - Risikoursachen: Finanzierungsprobleme in Folge der Pandemie, Verzögerungen bei Beschluss- und Beteiligungsverfahren sowie der Abstimmung mit Stakeholdern, Wechselwirkung zwischen Teilprojekten und Maßnahmen - Eintrittswahrscheinlichkeit: 60% - Auswirkungen: Stufe 6 von 10, besonders bei Teilprojekten 3, 4 und 5 - Risikosteuerung: Risikovermeidung und -minderung durch Identifikation der wesentlichen Verzögerungsgründe und entsprechend vorsichtige Zeitplanung (inkl. Bestimmung der jeweils kritischen Pfade, Bewahren von Flexibilität für Anpassungen), Abhängigkeiten zwischen Teilprojekten berücksichtigen und wo möglich begrenzen Risiko 3: Unerwartet niedrige Nachfrage nach neuen Dienstleistungen, die im Modellprojekt eingeführt werden - Risiko: Die Nachfrage nach den neu eingeführten Dienstleistungen bleibt signifikant unter den Planungen. - Risikoursache: langsame Erholung der Nachfrage aufgrund der Pandemie und der Wirtschaftskrise, Vorbehalte gegenüber neuen Formen des ÖPNV, Angebot passt nicht zur Nachfrage - Eintrittswahrscheinlichkeit: 40% - Auswirkungen: Stufe 8 von 10, besonders bei Teilprojekten 3 und 4 - Risikosteuerung: Risikoakzeptanz in sinnvollem Ausmaß angesichts des nötigen Lernprozesses bei Innovationen; Risikoverminderung durch vorsichtige Kalkulation der Nachfrage und Einnahmen, proaktives Marketing, ggf. Nachsteuern der Ausgestaltung der neuen Dienstleistungen 4. Finanzplan/Vorkalkulation 4.1. Gesamt-Finanzierungsplan Bitte beachten Sie die Förderhöchstsumme von 30 Mio. € sowie die spezifischen Förderhöchstsummen in den jeweiligen Maßnahmenbereichen pro Skizzeneinreicher: e _Maßnahmenbereich „Verbesserung der Angebots- und Betriebsqualität‘ 10 Mio. €, ® _Maßnahmenbereich „Entwicklung attraktiver Tarife“ 15 Mio. €, Seite 25 von 29 Stand 12.01.2021 e _Maßnahmenbereich „Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen“ 15 Mio. €, « weitere Maßnahmen, die auf eine nachweisbare Stärkung des ÖPNV abzielen und damit zu einer nachhaltigen Mobilitätswende beitragen, 5 Mio. €. Geschätzte Gesamtausgaben (€) 34.525.000,0! Geschätzte Eigenmittel (€) ö 6.905.000,0| Geschätzte Mittel Dritter/ Einnahmen (€) Geschätzte Zuwendung/ Gesamtfördersumme (€) 27.620.000,0 Geschätzte Förderquote (in %) Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich 9.990.000,0 „Verbesserung der Angebots- und Betriebsqualität“ (€) Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich 5.845.000,0 „Entwicklung attraktiver Tarife“ (€) Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich 13.730.000,0\ „Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen“ (€) Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich „Weitere 4.960.000,0! Maßnahmen“ (€) 4.2. Jahresfinanzierungspläne 2021 2022 2023 2024 2025 Geschätzte Gesamtausgaben (€) | 6.910.000,00) 14.130.000,00 Ber, Geschätzte Eigenmittel (€) 1.382.000,00| 2.826.000,00| 2.697.000,00 Geschätzte Mittel | Dritter/Einnahmen (€) 0,00 0,00 0,00 Geschätzte Zuwendung/ | Gesamtfördersumme (€) 5.528.000,00| 11.304.000,00| 10.788.000,00 Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich „Verbesserung der 1.340.000,00| 4.310.000,00| 4.340.000,00 Angebots und Betriebsqualität“ (€) Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich „Entwicklung attraktiver 1.540.000,00| 2.190.000,00| 2.115.000,00 Tarife“ (€) E Seite 26 von 29 Stand 12.01.2021 Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich „Vernetzung von Auskunfts- 2.860.000,00| 5.560.000,00) 5.310.000,00 und Betriebssystemen“ (€) Geschätzte Ausgaben im Maßnahmenbereich „Weitere 1.170.000,00| 2.070.000,00| 1.720.000,00 Maßnahmen“ (€) Hinweis: Soweit für ein Jahr keine Mittel geplant sind, befüllen Sie die entsprechende Zelle bitte mit „0*. 4.3. Ausgaben und Mittel Bitte erläutern Sie die Grundlagen der geschätzten Ausgaben, Eigenmittel, Einnahmen und Mittel Dritter. Für die Abschätzung der Ausgaben wurden Abschätzungen nach bestem Wissen durchgeführt. Diese basieren auf dem Wissensstand aus heutiger Sicht sowie auf ersten Erfahrungswerten vergleichbarer Projekte. Es ist wichtig zu betonen, dass es sich hierbei um Abschätzungen handelt, welche (wie auch der Zeitplan) inhaltlichen und/oder abstimmungsbezogenen Änderungen unterliegen können. Weiterhin wurden theoretisch mögliche Preissteigerungen für die Zukunft nicht angenommen. Für jede Maßnahme wurden die Kosten auf Basis der folgenden Kostenarten abgeschätzt und dann aufaddiert: - Externe Planungs- und Beratungskosten (Konzeption, Projektmanagement) - Interne Planungs- und Beratungskosten (Konzeption, Projektmanagement) - Betriebskosten/laufende Kosten - Mindereinnnahmen - Investition Zudem werden bei den späteren Föderanträgen die entsprechenden Kostengrundlagen eingereicht: - HEAG mobilo: exklusive Umsatzsteuer (mit Vorsteuerabzug) - Wissenschaftsstadt Darmstadt: inklusive Umsatzsteuer (ohne Vorsteuerabzug) - DADINA: inklusive Umsatzsteuer (ohne Vorsteuerabzug) En 5. Sonstige Anmerkungen Sollten Sie weitere für den Auswahlprozess relevante Anmerkungen und Hinweise haben, die Sie in den bisherigen Feldern und zugehörigen Anlagen nicht darstellen konnten, teilen Sie diese bitte an dieser Stelle kurz mit. Seite 27 von 29 Stand 12.01.2021 Bei den geschätzten Ausgaben im Maßnahmenbereich „Verbesserung der Angebots- und Betriebsqualität‘ wurde der Betrag um 2.030.000,00 € reduziert eingetragen. Systemseitig wurde der Gesamtwert nicht akzeptiert. Wir gehen davon, dass die Grenzen des Fördervolumens für den Maßnahmenbereich Verbesserung der Angebots- und Betriebsqualität in dieser Projektskizze nicht überschritten wird. Die Kostenbeschreibungen in den einzelnen Maßnahmenbereichen unter 2.4 entsprechen den von uns abgeschätzten Kosten. 6. Datenschutz Bitte bestätigen Sie, dass soweit im Rahmen der Skizzeneinreichung personenbezogene Daten von Beschäftigten des Einreichenden oder sonstigen natürlichen Personen enthalten sind, diese dem folgenden Datenschutzhinweisen entsprechend informiert und deren Einverständnis eingeholt wurde. Mit Einreichung Ihrer Skizze für die Förderung Ihres ÖPNV-Modellprojekts haben Sie uns zahlreiche Informationen übermittelt, insbesondere auch die Kontaktdaten Ihrer Ansprechparter*in und/oder einer von Ihnen bevollmächtigten Person. Diese Informationen bzw. Daten sind zur Bearbeitung Ihrer Interessenbekundung im erhobenen Umfang erforderlich und werden von uns ausschließlich zu diesem Zweck und zur Erstellung anonymisierter Statistiken verarbeitet. Rechtsgrundlage ist Artikel 6 Absatz 1 Bst. e) DSGVO i. V.m. 83 Bundesdatenschutzgesetz und der Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über die Förderung von Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV vom 12.01.2021. . Ihre Daten werden von uns als Projektträger ggfs. an andere Stellen weitergegeben, soweit dies zum Zwecke der Bearbeitung Ihrer Interessenbekundung einschließlich Rechnungsprüfung erforderlich ist; insbesondere erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Skizze im Auswahlverfahren für die Diskussion sowie fachliche Bewertung der Förderfähigkeit gegebenenfalls auch externen, zur Vertraulichkeit verpflichteten Gutachtern, wie der PD - Berater der öffentlichen Hand GmbH, vorgelegt wird. Ihre Daten werden gelöscht, sobald die maßgeblichen Aufbewahrungsfristen abgelaufen sind (hier: 5 Jahre nach Abschluss des Auswahl- bzw. Zuwendungsverfahrens). Sie können die Einwilligung für die Zukunft gegenüber der verantwortlichen Stelle widerrufen. Ihre Datenschutzrechte finden Sie in den Artikel 15 ff. EU-Datenschutz-Grundverordnung. Danach haben Sie als Ansprechpartner*in insbesondere das Recht auf Auskunft über Ihre Daten sowie ggf. auf deren Berichtigung bzw. auf Einschränkung ihrer Verarbeitung und auf fristgerechte Löschung. Die datenschutzrechtlich verantwortliche Stelle im BAG ist das Team ÖPNV (Telefon: 0221/5776-5999, Fax: 0221/5776-1777, E-Mail: OPNV- Modellprojekte@bag.bund.de). Den behördlichen Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter datenschutz@bag.bund.de. Zuständige Aufsichtsbehörde für das BAG ist der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Graurheindorfer Straße 153, 53117 Bonn, Telefon + 49 (0)228 / 99 77 99-0, Telefax + 49 (0)228 / 99 77 99 - 550, www.bfdi.de. . Seite 28 von 29 Stand 12.01.2021 7. Anlagen Es ist erforderlich, dass Sie einen Zeitplan hochladen, entweder unter Verwendung der Musteranlage oder als PDF: = Anlagezu3.2 „Zeitplan“ Sowie, soweit benötigt, die unter http://antrag-gbbmvi.bund.de/ bereitgestellten Anlagen: = Anlage zu 2.3.A „Weitere Teilprojekte “ = Anlage zu 2.4 „Weitere Maßnahmen“ "» Anlage zu3.3 „Weitere Verbundpartner/innen und Beteiligte“ Sowie gegebenenfalls zusätzlich: " Anlage zu 2.3.B „Wirkungslogik der Teilprojekte“ Hinweis: Nur wenn alle erforderlichen Anlagen als Ergänzung zu diesem Formular über das eService- Portal erfolgreich hochgeladen wurden, ist Ihre Skizze wirksam eingereicht. 8. Unterschrift Die Unterschrift für diese Skizzeneinreichung ist auf dem Kontrollformular zu leisten, das im eService-Portal unter http://antrag-gbbmvi.bund.de/ zum Download zur Verfügung steht. Das unterschriebene Kontrollformular ist als Anlage mit der Skizzeneinreichung über das eService-Portal an das Bundesamt für Güterverkehr zu übermitteln. Hinweis: Nur mit Unterschrift auf dem Kontrollformular ist Ihre Skizze wirksam eingereicht. Seite 29 von 29 Stand 12.01.2021 “ F . ‘ . “ * & u f 5 r “ D . .
Beratungsverlauf (4)
Orte (4)
- Europaplatz 1
- Klappacher Straße 172
- Mina-Rees-Straße 10
- Marktplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0163
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 09.06.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00