AN/1008/2017
Förderung der E-Mobilität im ÖPNV
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Gem. Antrag nach § 3 (CDU)
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CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe GUT An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 29.06.2017 AN/1008/2017 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 11.07.2017 Förderung der E-Mobilität im ÖPNV Sehr geehrter Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesord nung der Ratssitzung am 11. Juli 2017 zu setzen: Beschluss: Als ein weiterer Baustein einer emissionsarmen Mobilitätsentwicklung im Rahmen von „KölnMobil 2025“ wird der Umstieg auf E -Mobilität beim ÖPNV -Dienstleister KVB AG weiter gefördert. Daher beschließt der Rat der Stadt Köln die Umsetzung folgender Maßnahmen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der KVB und in Abstimmung mit der Rheinenergie einen Plan für den weiteren Ausbau des E -Bus-Netzes zu erstellen. Die Pl a- nung soll die sukzessiv e Erweiterung des E -Bus-Netzes beinhalten und dabei vordringlich diejenigen Buslinien berücksichtigen, die in Bereichen hoher Schadstoffbelastungen bzw. in der Innenstadt verkehren. Ziel dieser Planung soll eine Umstellung der kompletten Busflotte auf el ektrischen Antrieb sein. Der Strom soll dabei – wie schon bei den Stadtbahnen – zu 100% aus regenerativen Quellen stammen. 2. Mit der Planung soll ein Zeit-Maßnahmenplan unter Berücksichtigung folgender Punkte vorgelegt werden: - Welche Buslinien können kurz-, mittel-, und langfristig - inklusive des Aufbaus multi- funktionaler Ladestationen - umgestellt werden. - 2 - - Aufgrund der zurzeit noch sehr hohen Mehrkosten soll die Umsetzung jedoch erst in Abhängigkeit von hierzu zur Verfügung stehenden Drittmitteln (beispielsweise einer Landesförderung) erfolgen. - Neben den zu erwartenden Mehrkosten sind auch die CO2-Einsparungen und die Minderbelastung durch NOx und Feinstaub sowohl absolut als auch in Relation zur betroffenen Bevölkerung darzustellen. - Spätestens Ende 2017 ist die Planung dem Rat und den fachlich involvierten Aus- schüssen zur Entscheidung vorzulegen. 3. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit werden Verwaltung und KVB AG g e- beten, mit den Verkehrsunternehmen im Umland, insbesondere der RVK, bei de r Erprobung und Einführung weiterer umweltfreundlicher Antriebstechniken zu kooperieren. Dies u mfasst insbesondere auch Brennstoffzellen-Hybridbusse auf Wasserstoff-Basis im Rahmen des EU- Förderprogramms JIVE. Begründung: Im Rahmen der Leitziele von „Köl nMobil 2025“ soll die Mobilität in Köln zukunftsfähig weite r- entwickelt werden. Eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Elektromobilität kommt d abei auch dem ÖPNV zu. Im Straßen- und Stadtbahnbetrieb ist die KVB AG erfolgreich elektrisch unterwegs. Als M obi- litätsdienstleisterin für Köln hat sie im letzten Jahr mit dem Prob ebetrieb auf der Linie 133 unter Beweis gestellt, welches Potential in E -Bussen steckt; di eses Potential gilt es nun zu nutzen und auszubauen. Die KVB hat Anfang 2017 angekündigt, ihre E-Bus-Flotte von derzeit 8 um weitere 50 Fah r- zeuge zu erweitern. Vor dem Hintergrund der aktuellen Luftschadstoffproblematik in Köln sind vielfältige Maßnahmen zu treffen, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Luftqual i- tät im Stad tgebiet führen soll. Ein Baustein liegt dabei in dem weiteren Ausbau des E - Busnetzes. Um eine möglichst große Wirkung zu erzielen, soll die für den Betrieb der E - Busse benötigte Ladeinfrastruktur aber auch für andere E -Mobilitätsnutzer zur Verfügung gestellt werden. Dementsprechend ist sie so auszulegen, dass sie neben dem Laden der E - Busse auch eine Nutzung für E-Pkw, E-Bikes und Pedelecs ermöglicht. Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) erprobt derzeit Brennstoffzellen -Hybridbusse im L i- nienverkehr in Hürth und Brühl. Aufgrund der guten Erfahrungen beabsichtigt die RVK we i- terhin in diese Technologie zu investieren. Dies erfolgt im Rahmen des Projekts JIVE. De s- sen übergeordnetes Ziel besteht darin, die Kommerzialisierung von mit Wasserstoff betri e- benen Brennstoffzellenbussen vora nzubringen. Die Europäische Union stellt aus dem EU - Programm ‚Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking‘ (FCH JU) hierfür 32 Mio. EUR als Fördermittel zur Verfügung. Hiervon wird auch die Region Köln profitieren. Daher ist es sin n- voll, wenn die Stadt Köln und die KVB AG die Entwicklung dieser regenerativen Antrieb s- technologie ebenfalls begleiten und unterstützen. Mit freundlichen Grüßen gez. Niklas Kienitz gez. Jörg Frank - 3 - CDU-Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer gez. Ulrich Breite gez. Thor Zimmermann FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ratsgruppe GUT
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: für das Digitale Berichtswesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1008/2017
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (CDU)
- Datum
- 29.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27