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2020/0197

Abschlussbericht zur Energie- und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 15.07.2020

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2020/0197

11160 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
16.07.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat V an die Stadtverordnet enversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0197 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 561010 
Kostenstelle:  056-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5610-41 Sachkonto:       
 
Betreff: Abschlussbericht zur Energie - und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie Evaluation 
des integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 15 .07.2020 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Abschlussbericht zur Energie - und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie die Evaluation des 
integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis 
genommen. 
 
 
Anlagen: Abschlussbericht Evaluation integriertes Klimaschutzkonzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 1 5.07.2020: 
 
 
1. Hintergrund 
 
Das aktuelle integrierte Klimaschutzkonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist in den 
Jahren 2012/2013 erstellt worden. Zur Umsetzung von Klimaschutzzielen sind neben der 
Verantwortung des Bundes und der Länder für die entsprechenden gesetzlichen und 
finanziellen Rahmenbedingungen Kommunen und Landkreise besonders gefragt; die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt sich – ebenso wie zahlreiche andere Kommunen 
deutschlandweit dieser Verantwortung.  
Zur Erreichung der damals gültigen Klimaschutzziele hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
in 2013 ein Maßnahmenprogramm von 138 Einzelmaßnahmen, welche in die Sektoren Stadt - 
und Quartiersentwicklung, kommunale Liegenschaften, Energieeffizienz, Gebäude, Mobilität, 
Gewerbe/Industrie, private Haushalte, Energieversorgung, fossile und erneuerbare Energien 
gegliedert sind, entwickelt.  
Neben der sach- und fachgerechten Bewertung der im Zuge dieses Klimaschutzkonzeptes 
erarbeiteten Maßnahmen haben sich in den Jahren seit der Erstellung des Konzepts die 
Rahmenbedingungen auf verschiedenen Ebenen geändert. Hierzu zählen die Vorgabe einer 
einheitlichen Bilanzierung nach der Bilanzierungs-Systematik Kommunal (BISKO) zur 
Harmonisierung kommunaler Treibhausgasbilanzen, Änderungen auf (Bundes-)Gesetzesebene, 
der Beschluss von ambitionierteren Klimaschutzzielen auf Landes- und Bundesebene sowie die 
Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens und der im September 2019 durch die 
Stadtverordnetenversammlung beschlossene Antrag SV-2019/0043 „Höchste Priorität für den 
Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt“.  
 
Diese Veränderungen verlangen eine Evaluation und Bewertung der Zielerreichung des gültigen 
Klimaschutzkonzeptes im Betrachtungszeitraum ab 1990 um eine Fortschreibung der 
Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes und ambitionierte Sektorenziele zu erarbeiten.  
Dem vorliegenden Abschlussbericht zur Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts von 
2013 liegt aus technischen Gründen die Da tengrundlage bis einschließlich des Jahres 2018  
zugrunde. 
 
Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist 
gegliedert in Energie und CO2-Bilanz und Maßnahmenevaluation: 
a) die Energie- und CO2-Bilanz wurde rückwirkend auf das Bezugsjahr 1990 an die aktuell 
gültige Bilanzierungsmethodik (BISKO) angepasst um die Vergleichbarkeit mit anderen 
Kommunen, dem Bundesland Hessen sowie der Bunderepublik Deutschland 
herzustellen, da 1990 das Basisjahr relevanter Klimaschutzvorgaben ist. 
b) die 138 Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes von 2013 werden hinsichtlich ihrer 
Umsetzung und ihrer Wirkung bewertet und geprüft, welche Anpassungen nötig sind, 
um den Klimaschutz in Darmstadt weiter voranzubringen.  
 
Die Evaluation zeigt auf, wie sich die Treibhausgasemissionen bislang entwickelt haben und 
welche Klimaschutz-Maßnahmen sich als erfolgreich herausgestellt haben. Darüber hinaus 
ermöglicht die vorliegende Evaluation eine Bewertung, ob die Ziele des gültigen 
Klimaschutzkonzeptes erreicht wurden. Sie dient weiterhin als eine relevante Grundlage für die 
Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts, welches noch in 2020 beauftragt wird.

- 4 - 
 
2. Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts 
a. CO2-Bilanzierung  
 
Die CO2-Bilanzierung hat zum Ergebnis, dass über den gesamten Betrachtungszeitraum von 
1990 bis 2018 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Reduktion der witterungsbereinigten 
Emissionen um 37,7% zu verzeichnen ist. Dies ist in Abbildung 1 „Entwicklung der 
witterungsbereinigten CO2-Eissionen mit Zielen 2030 und 2050“ dargestellt (s. auch Seite 13 
des Evaluierungsberichtes). Die Emissionen in der gesamten Bundesrepublik sanken im selben 
Zeitraum um 31,4 % (Quelle: Bundesministerium für Umwelt).  
Erste Ergebnisse zur pro Kopf-Emission in Darmstadt, die bereits im November 2019 öffentlich 
vorgestellt wurden, wurden im Zuge der vorliegenden Bilanzierung und Rückrechnung unter 
Einbeziehung weiterer Datenquellen verfeinert. Im Ergebnis liegen die pro Kopf- Emissionen im 
Jahr 2018 bei 9,3 t CO2, im Jahr 1990 lag der Wert noch bei 16,5 t. Dies entspricht einem 
Rückgang um rund 42 %. Die vorliegende Evaluation und Rückrechnung nach der gültigen 
BISKO Systematik ermöglicht den Vergleich mit anderen Städten wie bspw.  Frankfurt a.M. mit 
einer pro Kopf Emission 2017 von circa 10,7 t (Darmstadt in 2017: 9,4 t)).  
Die Ursachen der Reduktion lassen sich u.a. auf eine Verbesserung der Emissionsfaktoren, 
insbesondere des deutschen Strom-Mix - auch durch das Engagement der ENTEGA AG im 
Bereich des Ausbaus und Vertriebs regenerativer Energien - zurückführen. Weiterhin muss 
hierbei die Umstellung auf klimafreundlichere Energieträger zur Wärmeerzeugung (von Öl und 
Kohle auf Gas und regenerative Energieträger), zum Beispiel durch den Ausbau von 
Blockheizkraftwerken in der Stadt, aufgeführt werden. Der Strukturwandel und die 
Effizienzsteigerung im Sektor „Industrie“ werden als weitere Ursachen der Reduktion 
aufgeführt. Nicht zuletzt kann festgestellt werden, dass die stadtweiten Emissionen trotz des 
starken Anstiegs der Bevölkerungszahlen rückläufig, sind was in der deutlichen Abnahme der 
pro Kopf-Emissionen begründet liegt. 
 
 
Abbildung 1: Entwicklung der witterungsbereinigten CO 2-Emissionen mit Zielen 2030 und 2050

- 5 - 
b. Evaluation der Maßnahmen 
 
Das beauftragte Büro hat auf der Grundlage der durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur 
Verfügung gestellten Informationen in einer umfangreichen Recherche festgestellt, welche 
Maßnahmen aus dem integrierten Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013 in welchem Umfang 
umgesetzt wurden. Anschließend wurde im Rahmen von Interviews und schriftlicher Abfragen 
die Umsetzung der Maßnahmen und deren Wirkung einer tiefergehenden Analyse unterzogen.  
Die Ergebnisse sind in Form von Steckbriefen für jede der 138 Maßnahmen dargestellt. Darin 
wird der Umsetzungsstand der Maßnahmen dokumentiert, ihre Wirkung bewertet, offene 
Punkte identifiziert und Empfehlungen für den weiteren Umgang in der Bearbeitung 
unterbreitet. So wird bei denjenigen Maßnahmen, die nach heutiger Auffassung (z.B. aufgrund 
von Änderungen in der landes- oder bundespolitischen Gesetzgebung) nicht mehr als 
zielführend eingestuft werden, empfohlen, dass diese nicht weiter verfolgt werden soll ten. 
Außerdem wird dargelegt, welche Maßnahmen aufgrund von thematischen Überschneidungen 
zukünftig zusammengefasst behandelt werden sollten. Darüber hinaus ist auch eine 
Modifikation bestehender Maßnahmen oder eine Schwerpunktverlagerung innerhalb der 
Maßnahmen geprüft worden. 
 
Für die Evaluation der Maßnahmen wurde eine Einteilung in folgende fünf Kategorien 
vorgenommen: 
 
 
Tabelle 1: Kategorien weitere Vorgehensweise  
 
Bezeichnung Beschreibung Symbol 
Weiter so! 
Diese Maßnahmen haben sich als besonders 
erfolgreich erwiesen. Die Fortführung der 
Maßnahme wird empfohlen und ist ohne 
weitere Anpassungen möglich. Die Maßnahme 
kann als Vorbild dienen und auf weitere 
Anwendungsgebiete übertragen werden. 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Diese Maßnahmen haben sich auch als 
erfolgreich erwiesen. Für die Fortführung sind 
einige Anpassungen nötig. 
 
Umfangreiche 
Anpassungen 
Bei diesen Maßnahmen konnten in der 
Vergangenheit erste Erfolge erzielt werden. 
Für die Fortführung sind umfangreiche 
Anpassungen nötig. 
 
Gehen wir es 
an! 
Diese Maßnahme wurde bisher kaum 
umgesetzt, dabei sind die Aussichten auf 
Erfolge gut. Also packen wir es an! 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Diese Maßnahmen haben sich für eine 
Umsetzung in Darmstadt als wenig 
aussichtsreich erwiesen. Sie werden nicht 
weiter verfolgt. 
 
 
Die Maßnahmenauswertung hat ergeben, dass 50 Maßnahmen mit einem „Weiter so!“, 29 
Maßnahmen mit einer „Geringfügigen Anpassung“, 17 Maßnahmen mit einer „Umfangreichen 
Anpassung“, 22 Maßnahmen mit einem „Gehen wir es an!“ und 20 Maßnahmen mit einem 
„Nicht weiterverfolgen“ identifiziert wurden (s. Anlage).

- 6 - 
3. Fazit 
 
Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2013 und die 
Rückrechnung auf das Basisjahr 1990 zeigen, dass die Ziele des bisherigen 
Klimaschutzkonzeptes (Emissionsminderung CO2 bis zum Jahr 2030 um 35 bis 40 %) bereits 
erreicht wurden (Minderung bis 2018: 37,7 %)  bzw. bei einer aktuell jährlichen Minderung um 
1,8 % in naher Zukunft und damit deutlich vor 2030 erreicht werden (40 % Minderungsziel).  
Allerdings ist klar, dass die Zielsetzungen bisheriger Klimaschutzkonzepte sowohl auf 
internationaler, nationaler und auch auf lokaler Ebene nicht ambitioniert genug waren  und 
sind, um die Pariser Klimaziele (2016) und somit die Begrenzung der menschengemachten 
globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu erreichen. 
Auch vor diesem Hintergrund wurden mit dem Beschluss „Höchste Priorität für Klimaschutz-
Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ neue Festlegungen bezüglich der Ziele der Minderung 
der Treibhausgasemissionen getroffen; die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt das Ziel, da 
wo der Magistrat Handlungsoptionen und Einfluss hat, bis 2035 ihre Netto-CO2-Emissionen auf 
null zu senken.  
Neben der Neuerstellung eines Klimaschutzkonzeptes wird parallel ein Sofortmaßnahmen-
Programm erarbeitet, das die wichtigsten Maßnahmen enthält die kurzfristig und mit größter 
Effektivität zur CO2-Minderung beitragen. Dazu werden jeweils separate Magistratsvorlagen 
vorgelegt.   
 
Die Auswertung der Maßnahmen und die CO2-Bilanzierung kann im Detail der Anlage 
„Abschlussbericht zur Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt“ entnommen werden. 
 
 
 
 
Darmstadt, 15. Juli 2020 
 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

anlage 4

276 Zeichen

Punkt 12: Abschlussbericht zur Energie- und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie 
Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2020/0197) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

anlage 3

257 Zeichen

Punkt 7: Abschlussbericht zur Energie- und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie 
Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2020/0197) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 2

11243 Zeichen

- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
16.07.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Umweltamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
 
V 56 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0197 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
194 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 561010 
Kostenstelle:  056-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5610-41 Sachkonto:       
 
Betreff: Abschlussbericht zur Energie - und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie Evaluation 
des integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 15.07.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Abschlussbericht zur Energie - und CO2-Bilanz (Bezugsjahr 1990) sowie die Evaluation des 
integrierten Klimaschutzkonzepts von 2013 der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis 
genommen. 
 
 
Anlagen: Abschlussbericht Evaluation integriertes Klimaschutzkonzept der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 22.07.2020 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 15.07.2020:  
 
 
1. Hintergrund 
 
Das aktuelle integrierte Klimaschutzkonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist in den 
Jahren 2012/2013 erstellt worden. Zur Umsetzung von Klimaschutzzielen sind neben der 
Verantwortung des Bundes und der Länder für die entsprechenden gesetzlichen und 
finanziellen Rahmenbedingungen Kommunen und Landkreise besonders gefragt; die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt sich – ebenso wie zahlreiche andere Kommunen 
deutschlandweit dieser Verantwortung.  
Zur Erreichung der damals gültigen Klimaschutzziele hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
in 2013 ein Maßnahmenprogramm von 138 Einzelmaßnahmen, welche in die Sektoren Stadt - 
und Quartiersentwicklung, kommunale Liegenschaften, Energieeffizienz, Gebäude, Mobilität, 
Gewerbe/Industrie, private Haushalte, Energieversorgung, fossile und erneuerbare Energien 
gegliedert sind, entwickelt.  
Neben der sach- und fachgerechten Bewertung der im Zuge dieses Klimaschutzkonzeptes 
erarbeiteten Maßnahmen haben sich in den Jahren seit der Erstellung des Konzepts die 
Rahmenbedingungen auf verschiedenen Ebenen geändert. Hierzu zählen die Vorgabe einer 
einheitlichen Bilanzierung nach der Bilanzierungs-Systematik Kommunal (BISKO) zur 
Harmonisierung kommunaler Treibhausgasbilanzen, Änderungen auf (Bundes-)Gesetzesebene, 
der Beschluss von ambitionierteren Klimaschutzzielen auf Landes- und Bundesebene sowie die 
Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens und der im September 2019 durch die 
Stadtverordnetenversammlung beschlossene Antrag SV-2019/0043 „Höchste Priorität für den 
Klimaschutz – Weltklima in Not – Darmstadt handelt“.  
 
Diese Veränderungen verlangen eine Evaluation und Bewertung der Zielerreichung des gültigen 
Klimaschutzkonzeptes im Betrachtungszeitraum ab 1990 um eine Fortschreibung der 
Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes und ambitionierte Sektorenziele zu erarbeiten.  
Dem vorliegenden Abschlussbericht zur Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts von 
2013 liegt aus technischen Gründen die Datengrundlage bis einschließlich des Jahres 2018  
zugrunde. 
 
Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist 
gegliedert in Energie und CO2-Bilanz und Maßnahmenevaluation: 
a) die Energie- und CO2-Bilanz wurde rückwirkend auf das Bezugsjahr 1990 an die aktuell 
gültige Bilanzierungsmethodik (BISKO) angepasst um die Vergleichbarkeit mit anderen 
Kommunen, dem Bundesland Hessen sowie der Bunderepublik Deutschland 
herzustellen, da 1990 das Basisjahr relevanter Klimaschutzvorgaben ist. 
b) die 138 Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes von 2013 werden hinsichtlich ihrer 
Umsetzung und ihrer Wirkung bewertet und geprüft, welche Anpassungen nötig sind, 
um den Klimaschutz in Darmstadt weiter voranzubringen.  
 
Die Evaluation zeigt auf, wie sich die Treibhausgasemissionen bislang entwickelt haben und 
welche Klimaschutz-Maßnahmen sich als erfolgreich herausgestellt haben. Darüber hinaus 
ermöglicht die vorliegende Evaluation eine Bewertung, ob die Ziele des gültigen 
Klimaschutzkonzeptes erreicht wurden. Sie dient weiterhin als eine relevante Grundlage für die 
Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts, welches noch in 2020 beauftragt wird.

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2. Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts 
a. CO2-Bilanzierung  
 
Die CO2-Bilanzierung hat zum Ergebnis, dass über den gesamten Betrachtungszeitraum von 
1990 bis 2018 in der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Reduktion der witterungsbereinigten 
Emissionen um 37,7% zu verzeichnen ist. Dies ist in Abbildung 1 „Entwicklung der 
witterungsbereinigten CO2-Eissionen mit Zielen 2030 und 2050“ dargestellt (s. auch Seite 13 
des Evaluierungsberichtes). Die Emissionen in der gesamten Bundesrepublik sanken im selben 
Zeitraum um 31,4 % (Quelle: Bundesministerium für Umwelt).  
Erste Ergebnisse zur pro Kopf-Emission in Darmstadt, die bereits im November 2019 öffentlich 
vorgestellt wurden, wurden im Zuge der vorliegenden Bilanzierung und Rückrechnung unter 
Einbeziehung weiterer Datenquellen verfeinert. Im Ergebnis liegen die pro Kopf- Emissionen im 
Jahr 2018 bei 9,3 t CO2, im Jahr 1990 lag der Wert noch bei 16,5 t. Dies entspricht einem 
Rückgang um rund 42 %. Die vorliegende Evaluation und Rückrechnung nach der gültigen 
BISKO Systematik ermöglicht den Vergleich mit anderen Städten wie bspw.  Frankfurt a.M. mit 
einer pro Kopf Emission 2017 von circa 10,7 t (Darmstadt in 2017: 9,4 t)).  
Die Ursachen der Reduktion lassen sich u.a. auf eine Verbesserung der Emissionsfaktoren, 
insbesondere des deutschen Strom-Mix - auch durch das Engagement der ENTEGA AG im 
Bereich des Ausbaus und Vertriebs regenerativer Energien - zurückführen. Weiterhin muss 
hierbei die Umstellung auf klimafreundlichere Energieträger zur Wärmeerzeugung (von Öl und 
Kohle auf Gas und regenerative Energieträger), zum Beispiel durch den Ausbau von 
Blockheizkraftwerken in der Stadt, aufgeführt werden. Der Strukturwandel und die 
Effizienzsteigerung im Sektor „Industrie“ werden als weitere Ursachen der Reduktion 
aufgeführt. Nicht zuletzt kann festgestellt werden, dass die stadtweiten Emissionen trotz des 
starken Anstiegs der Bevölkerungszahlen rückläufig, sind was in der deutlichen Abnahme der 
pro Kopf-Emissionen begründet liegt. 
 
 
Abbildung 1: Entwicklung der witterungsbereinigten CO 2-Emissionen mit Zielen 2030 und 2050

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b. Evaluation der Maßnahmen 
 
Das beauftragte Büro hat auf der Grundlage der durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur 
Verfügung gestellten Informationen in einer umfangreichen Recherche festgestellt, welche 
Maßnahmen aus dem integrierten Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013 in welchem Umfang 
umgesetzt wurden. Anschließend wurde im Rahmen von Interviews und schriftlicher Abfragen 
die Umsetzung der Maßnahmen und deren Wirkung einer tiefergehenden Analyse unterzogen.  
Die Ergebnisse sind in Form von Steckbriefen für jede der 138 Maßnahmen dargestellt. Darin 
wird der Umsetzungsstand der Maßnahmen dokumentiert, ihre Wirkung bewertet, offene 
Punkte identifiziert und Empfehlungen für den weiteren Umgang in der Bearbeitung 
unterbreitet. So wird bei denjenigen Maßnahmen, die nach heutiger Auffassung (z.B. aufgrund 
von Änderungen in der landes- oder bundespolitischen Gesetzgebung) nicht mehr als 
zielführend eingestuft werden, empfohlen, dass diese nicht weiter verfolgt werden soll ten. 
Außerdem wird dargelegt, welche Maßnahmen aufgrund von thematischen Überschneidungen 
zukünftig zusammengefasst behandelt werden sollten. Darüber hinaus ist auch eine 
Modifikation bestehender Maßnahmen oder eine Schwerpunktverlagerung innerhalb der 
Maßnahmen geprüft worden. 
 
Für die Evaluation der Maßnahmen wurde eine Einteilung in folgende fünf Kategorien 
vorgenommen: 
 
 
Tabelle 1: Kategorien weitere Vorgehensweise  
 
Bezeichnung Beschreibung Symbol 
Weiter so! 
Diese Maßnahmen haben sich als besonders 
erfolgreich erwiesen. Die Fortführung der 
Maßnahme wird empfohlen und ist ohne 
weitere Anpassungen möglich. Die Maßnahme 
kann als Vorbild dienen und auf weitere 
Anwendungsgebiete übertragen werden. 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Diese Maßnahmen haben sich auch als 
erfolgreich erwiesen. Für die Fortführung sind 
einige Anpassungen nötig. 
 
Umfangreiche 
Anpassungen 
Bei diesen Maßnahmen konnten in der 
Vergangenheit erste Erfolge erzielt werden. 
Für die Fortführung sind umfangreiche 
Anpassungen nötig. 
 
Gehen wir es 
an! 
Diese Maßnahme wurde bisher kaum 
umgesetzt, dabei sind die Aussichten auf 
Erfolge gut. Also packen wir es an! 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Diese Maßnahmen haben sich für eine 
Umsetzung in Darmstadt als wenig 
aussichtsreich erwiesen. Sie werden nicht 
weiter verfolgt. 
 
 
Die Maßnahmenauswertung hat ergeben, dass 50 Maßnahmen mit einem „Weiter so!“, 29 
Maßnahmen mit einer „Geringfügigen Anpassung“, 17 Maßnahmen mit einer „Umfangreichen 
Anpassung“, 22 Maßnahmen mit einem „Gehen wir es an!“ und 20 Maßnahmen mit einem 
„Nicht weiterverfolgen“ identifiziert wurden (s. Anlage).

3. Fazit 
 
Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2013 und die 
Rückrechnung auf das Basisjahr 1990 zeigen, dass die Ziele des bisherigen 
Klimaschutzkonzeptes (Emissionsminderung CO2 bis zum Jahr 2030 um 35 bis 40 %) bereits 
erreicht wurden (Minderung bis 2018: 37,7 %)  bzw. bei einer aktuell jährlichen Minderung um 
1,8 % in naher Zukunft und damit deutlich vor 2030 erreicht werden (40 % Minderungsziel).  
Allerdings ist klar, dass die Zielsetzungen bisheriger Klimaschutzkonzepte sowohl auf 
internationaler, nationaler und auch auf lokaler Ebene nicht ambitioniert genug waren und 
sind, um die Pariser Klimaziele (2016) und somit die Begrenzung der menschengemachten 
globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu erreichen. 
Auch vor diesem Hintergrund wurden mit dem Beschluss „Höchste Priorität für Klimaschutz -
Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ neue Festlegungen bezüglich der Ziele der Minderung 
der Treibhausgasemissionen getroffen; die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt das Ziel, da 
wo der Magistrat Handlungsoptionen und Einfluss hat, bis 2035 ihre Netto-CO2-Emissionen auf 
null zu senken.  
Neben der Neuerstellung eines Klimaschutzkonzeptes wird parallel ein Sofortmaßnahmen -
Programm erarbeitet, das die wichtigsten Maßnahmen enthält die kurzfristig und mit größter 
Effektivität zur CO2-Minderung beitragen. Dazu werden jeweils separate Magistratsvorlagen 
vorgelegt.   
 
Die Auswertung der Maßnahmen und die CO2-Bilanzierung kann im Detail der Anlage 
„Abschlussbericht zur Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt“ entnommen werden. 
 
 
 
 
Darmstadt, 15. Juli 2020  
 
 
 
Dezernat V 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz  
Stadträtin

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Evaluation des integrierten 
Klimaschutzkonzepts  
der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Lampertheim/Darmstadt, 10.07.2020

Impressum 
Herausgeber: 
 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Umweltamt 
Bessunger Str. 125 
64295 Darmstadt 
Telefon: 06151 / 13-3280 
E-Mail: 
klimaschutz@darmstadt.de 
www.darmstadt.de 
Ansprechpartner*innen: 
Karin Lübbe 
Julia Theis 
Lion Roßbach 
 
   
Projektteam:   
   
 EnergyEffizienz GmbH 
Gaußstraße 29a 
68623 Lampertheim 
Telefon: 06206 / 5803581 
Fax: 06206 / 5804712 
E-Mail: janssen@e-eff.de 
www.e-eff.de 
Projektleitung: 
Selma Janssen 
Daniel Jung 
 
Projektteam: 
Sven Worm 
Moritz Horn 
Bianca Kohler 
Jan Bunje 
Matteo Thönnessen 
   
   
 
Institut Wohnen und Umwelt 
Rheinstraße 65 
64259 Darmstadt 
Telefon: 06151 / 2904-0 
E-Mail: t.koch@iwu.de 
www.iwu.de 
Projektteam: 
Dr. Thilo Koch

Abbildungsverzeichnis 
I 
Inhaltsverzeichnis 
Abbildungsverzeichnis ................................ ................................ ................................ ............ I 
Tabellenverzeichnis ................................ ................................ ................................ ............... II 
Abkürzungsverzeichnis ................................ ................................ ................................ .......... II 
1 Einleitung ................................ ................................ ................................ ........................... 1 
2 Energie- und CO2-Bilanz ................................ ................................ ................................ .... 2 
2.1 Methodik ................................ ................................ ................................ ...................... 2 
 Bilanzierungsmethode ................................ ................................ ........................... 2 2.1.1
 Unterschiede im Vergleich zur Bilanz 2012/13 ................................ ....................... 3 2.1.2
 Datenermittlung ................................ ................................ ................................ ..... 4 2.1.3
2.2 Ergebnisse ................................ ................................ ................................ ................... 5 
 Entwicklung des Endenergieverbrauchs gesamt ................................ ................... 5 2.2.1
 Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren ................................ ........ 6 2.2.2
 Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern ...............................  7 2.2.3
 Entwicklung der Treibhausgasemissionen ................................ ............................11 2.2.4
 Erreichbarkeit der Emissionsminderungsziele ................................ ......................13 2.2.5
3 Maßnahmenevaluation ................................ ................................ ................................ ......14 
3.1 Methodik ................................ ................................ ................................ .....................14 
3.2 Ergebnisse: Maßnahmensteckbriefe ................................ ................................ ...........16 
 Handlungsfeld „Übergreifende konzeptionelle Maßnahmen“ ................................ 16 3.2.1
 Handlungsfeld „Stadtentwicklung“ ................................ ................................ ........24 3.2.2
 Handlungsfeld „Kommunale Liegenschaften und Straßenbeleuchtung“ ................24 3.2.3
 Handlungsfeld „Wohngebäude“ ................................ ................................ ............33 3.2.4
 Handlungsfeld „Mobilität“ ................................ ................................ ......................45 3.2.5
 Handlungsfeld „Gewerbe/Industrie“ ................................ ................................ ......63 3.2.6
 Handlungsfeld „Private Haushalte“ ................................ ................................ ..... 108 3.2.7
 Handlungsfeld „Energieversorgung fossil“ ................................ .......................... 113 3.2.8
 Handlungsfeld „Erneuerbare Energien“ ................................ ..............................  113 3.2.9
 Handlungsfeld „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“ ................................ ............. 144 3.2.10
Anhang: Ansprechpartner ................................ ................................ ................................ ... 157 
 
Abbildungsverzeichnis  
Abbildung 1: Entwicklung des Endenergieverbrauchs mit und ohne Witterungsbereinigung .. 5 
Abbildung 2: Entwicklung der witterungsbereinigten Endenergieverbräuche in den Sektoren 7

Tabellenverzeichnis 
II 
Abbildung 3: Entwicklung der Energieträger am witterungsbereinigten Endenergieverbrauch 8 
Abbildung 4: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern im Verkehrssektor
 ................................ ................................ ................................ ................................ .............. 9 
Abbildung 5: Entwicklung der Energieträger an den witterungsbereinigten Emissionen ........11 
Abbildung 6: Entwicklung der witte rungsbereinigten CO 2-Emissionen mit Zielen 2030 und 
2050 ................................ ................................ ................................ ................................ .....13 
 
Tabellenverzeichnis 
Tabelle 1: Anteile der Sektoren am Endenergieverbrauch in 1990 und 2018 ......................... 6 
Tabelle 2: CO2-Emissionen witterungsbereinigt nach Sektoren ................................ ............12 
Tabelle 3: Kategorien zur Bewertung der Maßnahmen ................................ .........................14 
Tabelle 4: Beispiel-Steckbrief ................................ ................................ ............................... 15 
 
Abkürzungsverzeichnis 
BHKW Blockheizkraftwerk(e) 
BISKO Bilanzierungssystematik-Kommunal 
BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 
CO2 Kohlenstoffdioxid 
EE Erneuerbare Energien 
EEG Erneuerbare Energien Gesetz 
EW Einwohner 
GHD Gewerbe, Handel, Dienstleistungen 
GWh Gigawattstunden 
HHS Holzhackschnitzel 
IKSK Integriertes Klimaschutzkonzept 
IKT Informations- und Kommunikationstechnik 
KWK Kraft-Wärme-Kopplung 
MiD Mobilität in Deutschland 
MWh Megawattstunden 
ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr 
PV Photovoltaik 
t Tonne(n) 
THG Treibhausgas(e) 
TU Technische Universität 
vgl. vergleiche

Einleitung 
1 
1 Einleitung 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat 2012/2013 ein integriertes Klimaschutzkonzept 
entwickelt. Darin wurde anhand der Energie- und CO2-Bilanz ermittelt, welche Emissionen in 
welchen Sektoren auftreten und welche Einsparpotenziale bestehen. Darüber hinaus wurden 
138 Maßnahmen für die Bereiche  Stadt- und Quartiersentwicklung, k ommunale 
Liegenschaften, energieeffiziente Gebäude, Mobilität, Gewerbe/Industrie, private Haushalte, 
Energieversorgung und erneuerbare Energien sowie strategische und themenübergreifende 
Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Bildung definiert.  
Seit der Fertigstellung des Konzept es haben sich die Rahmenbedingungen auf 
verschiedenen Ebenen geändert. Die Gesetzgebungen und Zielvorgaben auf Bundes - und 
Landesebene haben sich weiterentwickelt und auch die Gesellschaft diskutiert verstärkt über 
das Thema Klimaschutz und verlangt ein sc hnelles und radikales Umsteuern durch 
Wirtschaft, Politik und Privatpersonen. D enn die bisherigen weltweiten 
Klimaschutzbemühungen reichen nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 bis 
2° Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.1 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat daher beschlossen, das vorhandene 
Klimaschutzkonzept zu evaluieren . Die Evaluation besteht im Wesentlichen aus zwei 
Bausteinen. Zum einen wird die Energie - und CO 2-Bilanz fortgeschrieben und rückwirkend 
ab 1990 an die aktuelle Bilanzierungsmethodik angepasst. Zum anderen wird untersucht 
inwiefern die 138 Maßnahmen umgesetzt wurden, welche Wirkungen dadurch erzielt wurden 
und welche Anpassungen nötig sind, um den Klimaschutz in Darmstadt weiter 
voranzubringen. 
Die Evaluation zeigt somit auf, wie sich die Emissionen bislang entwickelt und welche 
Klimaschutz-Maßnahmen sich als erfolgreich herausgestellt haben. Sie dient als Grundlage 
für eine umfangreiche Neugestaltung der Klimaschutzkonzeptes. 
 
  
                                                
1 IPCC Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung

Energie- und CO2-Bilanz 
2 
2 Energie- und CO2-Bilanz 
Die Fortschreibung der Energie - und CO 2-Bilanz ist ein wesentlicher Bestandteil der 
Evaluation des Klimaschutzkonzeptes. Dabei wird auf die bestehenden Bilanzen, welche 
unter anderem im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes 2012/2013 für die Jahre 1990 b is 
2012 erstellt wurden, aufgebaut. Seit Erstellung dieser Bilanzen wurde die Standardisierung 
kommunaler Energie - und CO 2-Bilanzen vorangebracht und die Bilanzierungs -Systematik 
Kommunal (BISKO) entwickelt. Da die bestehenden Bilanzen in einigen Punkten m ethodisch 
vom BISKO-Standard abweichen (vgl. Abschnitt 2.1.2), wird eine Anpassung vorgenommen, 
sodass die Bilanz von 1990 bis heute konsistent ist und dem BISKO -Standard entspricht. 
Dadurch ist eine Vergleichbarkeit über den gesamten Bilanzzeitraum gewährleistet.  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich im Rahmen der Erstellung des 
Klimaschutzkonzeptes zum Ziel gesetzt die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 
35 bis 40 % und bis zum Jahr 2050 um 80  % zu reduzieren. Im Rahmen der Fortschreibung 
Energie- und CO 2-Bilanz wird geprüft, inwiefern eine Erreichung dieser Ziele realistisch 
erscheint. 
 
2.1 Methodik 
 Bilanzierungsmethode 2.1.1
Die Bilanzierung erfolgt nach der Bilanzierungs -Systematik Kommunal (BISKO). Die 
Systematik wurde im Rahmen eines vom BMU geförderten Vorhabens mit Vertretern aus 
Wissenschaft und Kommunen entwickelt. Die Methodik soll das Bilanzieren von 
Treibhausgasemissionen in Kommunen harmonisieren und vergleichbar machen. Ein 
weiteres Kriterium ist die Konsistenz innerhalb der Methodik, um Doppelbilanzierung, sowie 
falsche Schlüsse lokaler Akteure resultierend aus der Doppelbilanzierung zu verhindern.  
Die B ISKO-Methodik schreibt eine endenergiebasierte Territorialbilanz vor. Dabei werden 
alle Verbräuche 2 auf Ebene der Endenergie bilanziert, welche im Gebiet der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt auftreten. Über spezifische Emissionsfaktoren findet im 
Rahmen der Bilanzierung eine Umrechnung in CO 2-Äquivalente statt. Diese berücksichtigen 
nicht nur die CO 2-Emissionen, sondern auch die Emissionen der Treibhausgase Methan 
(CH4) und Lachgas (N 2O), mit ihrer entsprechenden Treibhausgas -Wirkung. In diesem 
Bericht sind bei  der Nennung von CO 2 immer die CO 2-Äquivalente gemeint.  Die 
Emissionsfaktoren berücksichtigen darüber hinaus auch die Vorketten der jeweiligen 
Energieträger, also die Emissionen, die beim Abbau der Rohstoffe, bei der Aufbereitung, 
Umwandlung und dem Transport anfallen. 
Die Energieverbräuche und Emissionen werden den fünf Sektoren Haushalte, GHD 
(Gewerbe, Handel, Dienstleistungen), Industrie, Verkehr sowie kommunalen Einrichtungen 
zugeordnet. Die Energie - und CO 2-Bilanz wird mit dem Bilanzierungstool ECOSPEED 
Region vorgenommen. 
                                                
2 1 Energie kann grundsätzlich weder erzeugt noch verbraucht, sondern lediglich von einer Form in 
eine andere umgewandelt werden (Erster Hauptsatz der Thermodynamik). Der Begriff des 
Energieverbrauchs steht im üblichen Sprachgebrauch wie auch in diesem Bericht in der Regel für die 
Umwandlung von Energie von einer höherwertigen in eine niederwertigere Energieform. Der Begriff 
der Energieerzeugung entsprechend umgekehrt.

Energie- und CO2-Bilanz 
3 
 
 Unterschiede im Vergleich zur Bilanz 2012/13 2.1.2
Im 2013 fertiggestellten Klimaschutzkonzept der Stadt Darmstadt wurde für die Jahre 1990 
bis 2012 bereits Energie - und CO 2-Bilanzen erstellt. Während der Erstellung dieser Bilanz 
existierte noch nicht die Bilanzierungssystematik BISKO. Infolgedessen gibt es an einigen 
Stellen Abweichungen, welche im Folgenden erläutert werden. Um eine Vergleichbarkeit der 
Bilanz über die Jahre hinweg zu erreichen, wurde im Rahmen der Fortsch reibung des 
integrierten Klimaschutzkonzeptes eine Anpassung der kompletten Bilanz ab 1990 auf den 
BISKO-Standard vorgenommen. 
Im Bereich Verkehr sind deutliche Abweichungen erkennbar. Zum einen wurde im Rahmen 
der Harmonisierung der Bilanzierung mit dem B ISKO-Standard ein deutschlandweites 
Verkehrsmodell entwickelt, welches das Verkehrsaufkommen des motorisierten 
Individualverkehrs nach Straßenkategorien modelliert 3. Dies bildet nicht das tatsächliche 
Verkehrsgeschehen ab. Das vom IWU entwickelte kleine Ve rkehrsmodell (basierend auf 
einer Verkehrszählung), welches für die Bilanz bis 2012 verwendet wurde, wurde bislang 
nicht fortgeschrieben. Zum anderen wird nach BISKO -Methodik der Verkehr rein territorial 
bilanziert, wodurch nur die Verkehrsbewegungen, die auf dem Gebiet der Stadt Darmstadt 
vollzogen werden, berücksichtigt werden. Bewegungen der Darmstädter*innen außerhalb 
dieses Gebiets werden nicht bilanziert. Dadurch fallen insbesondere der Flug - und 
Schiffsverkehr, welche in der Bilanz bis 2012 anteilsmä ßig berücksichtigt wurden, nach der 
neuen Methodik weg. 
Im Bereich der Fernwärme wurde ebenfalls die Bilanzierungsmethodik leicht abgewandelt. 
Während in der Bilanz bis 2012 die Energiemengen auf Basis des Inputs in die jeweiligen 
Heizkraftwerke bilanziert  wurden, wird nach der neuen Methodik die Fernwärme auf 
Endenergiebasis, also die Wärmemenge, die bei den Endkunden ankommt, bilanziert. 
Blockheizkraftwerke (BHKW), welche am Emissionszertifikatehandel der EU teilnehmen, 
werden entgegen der Bilanz 2012/13 nach BISKO -Standard in kommunalen Bilanzen 
berücksichtigt. Zuvor wurde hier nur der Fernwärmeanteil und Teile des selbst genutzten 
Stromes berücksichtigt. Die von BHKW produzierte Wärme wird unter Fernwärme bilanziert. 
Der von BHKW produzierte Strom wird u nter „BHKW Eigenstromverbrauch 4“ mit einem 
eigenen Emissionsfaktor entsprechend dem tatsächlichen lokalen Energieträger -Mix 
gesondert vom restlichen Strom bilanziert. 
Ein weiterer wesentlicher Unterschied ergibt sich aus den verwendeten Emissionsfaktoren. 
Bei einer Bilanzierung nach BISKO -Standard müssen die vorgegebenen Emissionsfaktoren 
des ifeu Instituts Heidelberg verwendet werden. Insbesondere bei den Emissionsfaktoren 
des bundesweiten Strom -Mix ergeben sich hohe Abweichungen gegenüber den vormals 
verwendeten Emissionsfaktoren. Darüber hinaus wurden in der Bilanz bis 2012 lediglich die 
Emissionen von Kohlendioxid (CO 2), nicht die der anderen Treibhausgase berücksichtigt. 
Dies zusammen führt zu einem stärkeren Rückgang bei den Treibhausgasemissionen 
gegenüber der früheren Bilanz.  
                                                
3 Nähere Informationen hierzu unter: 
https://www.ecospeed.ch/documents/flyer/region/BISKO_neue_Verkehrsdaten_ECOSPEED_2019022
6ifeu.pdf 
4 In ECOSPEED Region unter „sonstige Konventionelle“ bilanziert

Energie- und CO2-Bilanz 
4 
 Datenermittlung 2.1.3
Die Energie- und CO2-Bilanz für die Wissenschaftsstadt Darmstadt basiert auf vorhandenen 
Quellen der vorangegangenen zwei Bilanzeirungen sowie einer weiteren Datenerhebung für 
die Jahre 2012 bis 2018. Es wurden vorzugsweise regionale Primärdaten verwendet und nur 
bei nicht-Verfügbarkeit dieser auf statistische Erhebungen zurückgegriffen. Insbesondere für 
die frühen Verbrauchsdaten der 1990er Jahre sind kaum Daten verfügbar. Daher wird, wie 
auch schon in früheren B ilanzen, hilfsweise auf die statistische Datenbasis von ECORegion 
zurückgegriffen. Bei diesen Verfahren werden Energieverbräuche der Regel anhand von 
bundes- oder landesweiten Kennzahlen über die Einwohnerzahl und die Anzahl der 
Beschäftigten in den unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen ermittelt. 
Ein Grundgerüst stellen die Daten des Strom- und Gasnetzbetreibers e-netz-Südhessen dar, 
welcher Daten zu diesen leitungsgebundenen Energieträger bereitstellt. Über eine 
umfassende Erhebung von Daten der zuständi gen Schornsteinfegermeister konnten die 
Biomasse- und Heizölverbräuche ermittelt werden. Die gelieferten Fernwärmemengen sowie 
Daten zur Biogasanlage in Wixhausen wurden von der ENTEGA AG bereitgestellt. Darüber 
hinaus wurden Daten weiterer (Heiz -)Kraftwerke ermittelt, teilweise über das europäische 
Treibhausgasinventar. Für die städtischen Liegenschaften wurde Daten durch das 
Immobilienmanagement Darmstadt bereitgestellt. 
Für den Verkehrssektor werden die Daten des bereits erwähnten Verkehrsmodells 
verwendet. Dieses liefert die statistischen Fahrleistungen, den Treibstoffmix und den 
spezifischen Verbrauch verschiedener Fahrzeuggruppen eingeteilt nach Straßenkategorien 
(Außerorts, Innerorts, Autobahn) sowie den Energieverbrauch des Schienenverkehrs. Das 
Modell kann somit den motorisierten Individualverkehr, den Straßen - und 
Schienengüterverkehr sowie den Schienenpersonenverkehr abdecken. Da es sich bei 
diesem Modell um eine statistische Betrachtung handelt, kann nicht ausgeschlossen werden, 
dass die tatsächlichen Energieverbräuche und Emissionen des Verkehrs deutlich abweichen. 
Ergänzt wird das Verkehrsmodell um den öffentlichen Personennahverkehr. Hierzu werden 
die Fahrleistungen der Busse und Straßenbahnen durch die HEAG mobilo GmbH 
bereitgestellt.

Energie- und CO2-Bilanz 
5 
2.2 Ergebnisse 
In die sem Abschnitt werden die Ergebnisse der Energie - und CO 2-Bilanz dargelegt. 
Insgesamt werden in Darmstadt derzeit (Bilanzjahr 2018) rund 4.400 GWh Energie 
verbraucht und rund 1,5 Millionen Tonnen CO 2 emittiert. Im Folgenden wird dargestellt, wie 
sich die Energieverbräuche und Emissionen zusammensetzen und über den gesamten 
Betrachtungszeitraum von 1990 bis 2018 entwickelt haben. 
 Entwicklung des Endenergieverbrauchs gesamt 2.2.1
Die Entwicklung des jährlichen Endenergieverbrauchs ist in Abbildung 1 dargestellt. 
Insgesamt ist dieser zwischen 1990 und 2018 um 962 GWh (18 %) gesunken. Kleinere 
Schwankungen sind überwiegend auf die Witterung zurückzuführen . Ein nicht unerheblicher 
Anteil des Energieverbrauchs der Stadt Darmstadt wird für die Beheizung von Wohn - und 
Geschäftsräumen aufgewandt (zwischen 20 und 25 %). Dadurch stechen besonders warme 
Jahre (wie beispielsweise 2011 und 2014) mit einem auffällig niedrigen Energieverbrauch 
und besonders kalte Jahre (wie beispielsweise 2010 und 2013) mit einem auffällig hohen 
Energieverbrauch hervor. 
 
Abbildung 1: Entwicklung des Endenergieverbrauchs mit und ohne Witterungsbereinigung  
Um die Entwicklung der Energieverbräuche unabhängig von den jährlich schwankenden 
Witterungseinflüssen zu beurteilen wird eine Witterungsbereinigung vorgenommen. Dabei 
werden die Energiemengen, welche für die Beheizung eingesetzt werden, mit einem 
Korrekturfaktor so umgerechnet, dass sie ein Jahr mit Standard -Witterung wiederspiegeln. 
Abbildung 1 zeigt neben der tatsächlichen Entwicklung des Energieverbrauchs auch die 
witterungsbereinigten Werte. Dabei wird deutlich, dass sich der Energieverbrauch 
weitestgehend konstant entwickelt hat und die Reduktion überwiegend in den Jahren 
zwischen 2003 und 2009 stattgefunden hat. Bei der witterungsbereinigten Betrachtung ergibt 
sich ein Rückgang von insgesamt 740 GWh (14 %) über den gesamten 
Betrachtungszeitraum. 
0
1.000.000
2.000.000
3.000.000
4.000.000
5.000.000
6.000.000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
Endenergieverbrauch gesamt [MWh] 
Jahr 
nicht-witterungsbereinigt witterungsbereinigt

Energie- und CO2-Bilanz 
6 
Pro Einwohner hat sich der witterungsbereinigte Endenergieverbrach von 35,2 MWh/EW in 
1990 auf 28,3 MWh/EW in 2018 um ca. 20 % reduziert. 
Um die Entwicklungen besser interpretieren zu können, wird im Folgenden untersucht, wie 
sich die einzelnen Sektoren (Haushalte, GHD, Industrie, kommunale Einrichtungen und 
Verkehr) sowie die einzelnen Energieträger seit 1990 entwickelt haben. 
 Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren 2.2.2
Im Bilanzjahr 2018 haben die Haushalte mit 31  % den größten Anteil am Energieverbrauch 
(vgl. Tabelle 1). Es folgen der Industriesektor und der Verkehr mit jeweils 26  %. Der GHD -
Sektor macht rund 15  % aus und die kommunalen Einrichtungen (wie öffentliche Gebäude 
und die Straßenbeleuchtung) etwa 2  %. Diese Aufteilung unterscheidet sich zum Teil 
deutlich von der Aufteilung des Jahres 1990. Insbesondere sticht hierbei die Industrie hervor, 
welche mit 43 % im Jahr 1990 den größten Anteil am Energieverbrauch darstellt. Dies deutet 
darauf hin, dass in diesem Bereich eine Effizienzsteigerung und/oder ein e Aufgabe von 
Standorten stattgefunden haben. 
Tabelle 1: Anteile der Sektoren am Endenergieverbrauch in 1990 und 2018 
SEKTOR 1990  2018 
Haushalte 23 % 31 % 
Industrie 43 % 26 % 
GHD 12 % 15 % 
Kommunale Einrichtungen 2 % 2 % 
Verkehr 21 % 26 % 
GESAMT 100 % 100 % 
 
Betrachtet man die Entwicklung des Endenergieverbrauchs der einzelnen Sektoren (vgl. 
Abbildung 2) wird besonders deutlich, dass die Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs 
allein auf den Industriesektor zurückzuführen ist. Zwischen 2003 und 2009 haben sich die 
Energieverbräuche dieses Sekto rs fast halbiert. Dieser Entwicklung ist darauf 
zurückzuführen, dass in diesem Zeitraum in Darmstadt Industriestandorten geschlossen 
wurden.

Energie- und CO2-Bilanz 
7 
 
Abbildung 2: Entwicklung der witterungsbereinigten Endenergieverbräuche in den Sektor en 
Der Endenergieverbrauch der Haushalte stieg über den gesamten Betrachtungszeitraum 
(1990 – 2018) um 207 GWh (17 %), was unter anderem auf die steigende Bevölkerungszahl 
in Darmstadt zurückzuführen ist. Die übrigen Sektoren weisen einen weitgehend konsta nten 
Endenergieverbrauch auf. Würde man den Industriesektor ausklammern, würde der 
Endenergieverbrauch demnach über den Betrachtungszeitraum ansteigen. 
 
 Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern 2.2.3
Um eine genaue Interpretation der Entwicklung des jährlichen Energieverbrauchs zu 
ermöglichen, wird im Folgenden untersucht, wie sich die einzelnen Energieträger über den 
Betrachtungszeitraum verändert haben. Die Energieverbräuche, welche für 
Heizwärmeanwendungen anfallen, werden witterungsbereinigt b etrachtet, damit die 
schwankenden Durchschnittstemperaturen der jeweiligen Jahre die Ergebnisse nicht 
beeinflussen. Abbildung 3 zeigt, aus welchen Energieträgern sich der Endenergieverbrauch 
über den gesamten Betrachtungszeitraum zusammensetzt. Die Entwicklungen werden im 
Folgenden für die drei Bereich Strom, Wärme und Verkehr analysiert. 
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
Endenergieverbrauch der Sektoren [MWh] 
Jahr 
Haushalte Industrie GHD Kommunale Verwaltung Verkehr

Energie- und CO2-Bilanz 
8 
 
Abbildung 3: Entwicklung der Energieträger am witterungsbereinigten Endenergieverbrauch  
Stromanwendungen machen in 2018 rund 20  % des Endenergiebedarfs aus. Der 
Stromverbrauch hat sich im betrachteten Zeitraum nur leicht verändert. In den Jahren 2003 
– 2007 liegt dieser leicht über dem Durchschnitt, ab 2012 ist eine leichte jährliche Reduktion 
zu beobachten. Insgesamt liegt der Stromverbrauch 2018 um 137.000 MWh (13 %) unter 
dem Wert von 1990. Der Rückgang des Stromverbrauchs ist, da er im Mittel in Deutschland 
bis ca. 2008 stark angewachsen war, hier auf einzelne Effizienzsteigerungen und 
vorwiegend auf die strukturelle Veränderung (Verkleinerung) im Gewerbe - und 
Industriesektor zurückzuführen. 
Derzeit wird  Strom nur in einem geringen Maß für die Wärmeerzeugung 5 (ca. 4,2  % des 
Stromverbrauchs) und im Verkehrssektor (ca. 4,9  % des Stromverbrauchs, überwiegend im 
Schienenverkehr und ÖPNV) eingesetzt. Mit der fortschreitenden Sektorkopplung im 
Rahmen der Energi ewende ist mit einer Zunahme des Stromverbrauches in diesen 
Bereichen zu rechnen, insbesondere durch den vermehr ten Einsatz von Wärmepumpen und 
den Ausbau der Elektromobilität. Darüber hinaus trägt  der Bevölkerungszuwachs zu einem 
steigenden Stromverbrauch bei. 
Die Wärmeversorgung ist mit 54  % für über die Hälfte des Energieverbrauchs des Jahres 
2018 verantwortlich. Über den Betrachtungszeitraum von 1990 bis 2018 hat sich der 
jährliche Wärmeenergieverbrauch ähnlich wie der gesamte Endenergieverbrauch vor al lem 
                                                
5 Die Strommenge, die zur Wärmeerzeugung aufgewandt wird, kann erst ab dem Jahr 2012 separat 
ausgewiesen werden. In den Jahren bis 2011 ist der Heizstrom im allgemeinen Stromverbrauch 
enthalten. 
0
1.000.000
2.000.000
3.000.000
4.000.000
5.000.000
6.000.000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
Endenergieverbrauch [MWh] 
Jahr 
Strom Heizöl Benzin inkl. Biobenzin
Diesel inkl. Biodiesel Erdgas Fernwärme
Erneuerbare Wärme Kohle Heizstrom
BHKW-Strom Eigenverbrauch

Energie- und CO2-Bilanz 
9 
zwischen den Jahren 2003 und 2009 rückläufig verändert. Insgesamt ist ein Rückgang um 
663.000 MWh (21 %) zu verzeichnen. Betrachtet man die einzelnen Energieträger, die zur 
Wärmeversorgung eingesetzt werden, zeigen sich deutliche Veränderungen. Es ist ein sehr 
starker Rückgang von Kohle um 378.000 MWh (94 %) und Heizöl um 297.000 MWh (66 %) 
und eine Zunahme bei Erdgas um 291.000 MWh (23 %), sowie erneuerbarer Wärme um 
102.000 MWh (590 %) zu beobachten.  
Für den Verkehrssektor werden 2018 ca. 26  % des En denergieverbrauchs aufgewandt. 
Insgesamt ist der jährliche Energieverbrauch im V erkehrssektor um 103.000 MWh (9  %) 
angestiegen, wobei dieser Anstieg überwiegend zwischen den Jahren 1990 und 1996 
stattgefunden hat (vgl.  Abbildung 4). Die Entwicklungen im Verkehrssektor lassen sich 
teilweise durch den sogenannten Rebound -Effekt6 erklären. Die Fahrzeuge wurden zwar 
effizienter, sind jedoch auch gleichzeitig größer geworden.  
 
Abbildung 4: Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern im Verkehrssektor  
Abbildung 4 zeigt, wie sich die Zusammensetzung der Energieträger im Verkehrssektor über 
die Jahre entwickelt hat. Dabei wird deutlich, dass das Modell den bundesweiten Trend zu 
einer Verlagerung von Benzin auf Dieselkraftstoffe wiederspiegelt. Die Auswirkungen des 
Diesel-Skandals werden sich erst in den kommenden Jahren abbilden. Biokraftstoffe werden 
seit 2005 vermehrt eingesetzt, spiele n insgesamt aber nur eine untergeordnete Rolle 
(4,5 %in 2018). Auch die Energieträger Strom und Gas werden nur geringfügig im 
Verkehrssektor eingesetzt (3,6 % bzw. 1,2 %). 
Der Treibstoffmix deutet an, dass der überwiegende Teil des Endenergieverbrauchs im 
Verkehr durch Straßenverkehr verursacht wird. Tatsächlich verursachen der Motorisierte 
Individualverkehr mit 72,8  % und der Straßengüterverkehr mit 22,5  % fast die gesa mte 
                                                
6 Effekt, wodurch Einsparpotentiale von Ene rgieeffizienzsteigerungen nicht oder nur teilweise 
verwirklicht werden 
0
200.000
400.000
600.000
800.000
1.000.000
1.200.000
1.400.000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
Endenergieverbrauch [MWh] 
Jahr 
Strom Benzin Diesel Biokraftstoffe Gas

Energie- und CO2-Bilanz 
10 
Endenergie im Verkehrssektor. Der Schienenverkehr (2,7  %) und der ÖPNV (1,9  %) weisen 
nur einen geringen Anteil auf. Die Dominanz des Straßenverkehrs lässt sich dadurch 
erklären, dass das Verkehrsmodell eine rein territoriale Bilanzierung vornimmt und dadurch 
auch die im Stadtgebiet befindlichen Teilstücke der Autobahnen 5 und 67 enthalten sind.

Energie- und CO2-Bilanz 
11 
 Entwicklung der Treibhausgasemissionen 2.2.4
Die Treibhausgasemissionen werden auf Grundlage der ermittelten Endenergieverbräuche 
und unter Anwendung der Emissionsfaktoren nach BISKO-Systematik ermittelt. Im Jahr 2018 
betragen die Emissionen insgesamt 1.468.000 t CO2, pro Einwohner entsprechend 9 t CO2.  
Über den gesamten Betrachtungszeitraum von 1990 bis 2018 ist eine Reduktion der 
witterungsbereinigten Emissionen um 37,7 % zu verzeichnen. Die Reduktion der Emissionen 
ist somit deutlich höher als die des Endenergieverbrauch (13,8  %). Dies ist vor allem darauf 
zurückzuführen, dass sich in diesem Zeitraum auch die Emissionsfaktoren, insbesondere 
des deutschen Strom -Mix, verbessert haben. Durch den Ausbau der erneuerbaren 
Stromerzeugung aus Windenergie, Photovoltaik (PV) und Biomasse hat sich dieser Faktor 
von 872 g  CO2/kWh in 1990 auf 554 g  CO2/kWh in 2018 verbessert. Ein weiterer Treiber 
dieses Trends ist die Umstellung auf klimafreundlichere Energieträger zur Wärmeerzeugung, 
insbesondere die Umstellung von Öl und Kohle auf Gas und regenerative Energieträger. 
 
Abbildung 5: Entwicklung der Energieträger an den witterungsbereinigten Emissionen  
Abbildung 5 zeigt die Entwicklung der witterungsbereinigten CO 2-Emissionen nach 
Energieträgern. Im Vergleich zu der Entwicklung der Endenergie (vgl . Abbildung 3) fällt 
neben der stärkeren Reduktion der Gesamtemissionen auf, dass der Energieträger Strom 
einen deutlich höheren Anteil an den Emissionen (35 %) als am Endenergieverbrauch (20 %) 
ausmacht. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Emissionsfaktoren die gesamte 
Vorkette der Energieerzeugung berücksichtigt, welche beim Strom besonders hoch ist, wenn 
auch mit fallender Tendenz durch die steigende regenerative Stromerzeugung. 
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
CO2-Emissionen [t] 
Jahr 
Strom Heizöl Benzin inkl. Biobenzin
Diesel inkl. Biodiesel Erdgas Fernwärme
Erneuerbare Wärme Kohle Heizstrom
BHKW-Strom Eigenverbrauch

Energie- und CO2-Bilanz 
12 
Betrachtet man die Entwicklung der Emissionen differenziert nach den fünf Sektoren (vgl.  
Tabelle 2), sticht auch hier der Industriesektor hervor. Dieser trägt durch seine Verkleinerung 
aber auch durch seine Effizienzsteigerungen und seine Energieträgerwechsel 
überproportional zur Reduktion der Emissionen bei. In den übrigen Sektoren ist eine geringe 
Emissionsreduzierung zu verzeichnen. Die Relevanz der restlichen Sektoren, zum Erreichen 
zukünftiger Klimaziele, stieg infolge der starken Reduktion der Emissionen im Industriesektor 
stark an. 
Tabelle 2: CO 2-Emissionen witterungsbereinigt nach Sektoren  (in Kilotonnen  [kt] bzw. Tonnen pro 
Einwohner*in [t CO2/Kopf]) 
SEKTOR 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2018 
Haushalte 505 495 482 450 445 436 421 
Industrie 1175 1051 928 894 562 433 418 
GHD 331 320 278 288 297 289 270 
Kommunale 
Einrichtungen 
41 41 34 31 26 24 23 
Verkehr 390 423 424 414 389 390 388 
GESAMTEMISSIONEN 2442 2520 2146 2077 1719 1573 1521 
PRO-KOPF-EMISSIONEN 16,1 15,6 14,7 14,1 11,5 9,9 9,3 
 
Insgesamt sind die Emissionen seit 1990 um 37,7  % zurückgegangen. Die Pro -Kopf-
Emissionen setzen die Gesamtemissionen ins Verhältnis zur Darmstädter Bevölkerung und 
sind ebenfalls in Tabelle 2 dargestellt. Aufgrund steigender Einwohnerzahlen ist bei den Pro-
Kopf-Emissionen ein noch deutlicherer Rückgang von 41,9 % zu verzeichnen.

Maßnahmenevaluation 
13 
 Erreichbarkeit der Emissionsminderungsziele 2.2.5
Wie in Abschnitt 2 erwähnt hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt Ziele zu r Reduktion der 
Treibhausgasemissionen für die Jahre 2030 (35 – 40 %) und 2050 (80%) gegenüber dem 
Jahr 1990 festgelegt. Abbildung 6 zeigt die Entwicklung der witterungsbereinigten 
Emissionen von 1990 bis 2018 Im Vergleich zu den festgelegten Zielen für 2030 und 2050. 
Es wird deutlich, dass der untere Rand  des Zielhorizonts für 2030 bereits im Jahr 2015 
erreicht wurde. In 2018 beträgt die Emissionsminderung gegenüber 1990 37,7 %. 
 
Abbildung 6: Entwicklung der witterungsbereinigten CO2-Emissionen mit Zielen 2030 und 2050  
Aus Abbildung 6 wird deutlich, dass der Rückgang  der E missionen in den letzten Jahren 
etwas geringer ausfällt als im Zeitraum zwischen 2003 und 2009 . Darüber hinaus ist nic ht 
davon auszugehen, dass die Faktoren, die wesentlich zur bisherigen Emissionsminderung 
beigetragen haben, sich in diesem Maße zukünftig fortsetzen. Der Ausbau der erneuerbaren 
Stromerzeugung ist in den letzten Jahren aufgrund verschiedener Faktoren (u.a.  Reduktion 
der Einspeisevergütung für PV, Abstandsregelungen für Windenergieanlagen, Stromnetz -
Struktur) ins Stocken gekommen. Die Verbesserung des Emissionsfaktors für den deutschen 
Strom-Mix kann dementsprechend nicht im bisherigen Ausmaß fortgesetzt wer den. Auch mit 
einer weiteren Abwanderung von Industriestandorten ist nicht zu rechnen. Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt muss daher weitere Anstrengungen unternehmen, um die 
Treibhausgasemissionen weiter zu senken. 
Der städtische Energieversorger ENTEGA AG trägt durch Investitionen in Anlagen zur 
regenerativen Stromerzeugung und durch d en Ausbau der Ökostrom und Ökogas-Sparten 
bereits zu einer Stärkung des Klimaschutzes bei. 
 
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
CO2-Emissionen [t] 
Jahr 
Gesamtemissionen Ziel 2030 [35%] Ziel 2030 [40%] Ziel 2050 [80%]

Maßnahmenevaluation 
14 
3 Maßnahmenevaluation  
3.1 Methodik 
Auf Basis der von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Verfügung gestellten Unterlagen 
wurde zunächst im Rahmen einer umfangreichen Recherche festgestellt, welche 
Maßnahmen aus dem integrierten Klim aschutzkonzept aus dem Jahr 2013 in welchem 
Umfang umgesetzt wurden. Anschließend wurde im Rahmen von Interview s und 
schriftlichem Austausch per E-Mail die Umsetzung der Maßnahmen und deren Wirkung einer 
tiefergehenden Analyse unterzogen.  Eine Liste der beteiligten Personen findet sich im  
Anhang. 
Die Ergebnisse sind in Form von Steckbriefen für jede der 138 Maßnahmen dargestellt (vgl. 
Abschnitt 3.2). Darin wird der Umsetzungsstand der Maßnahmen dokumentiert, ihre Wirkung 
bewertet, offene Punkte identifiziert und Empfehlungen für den weiteren Umgang in der 
Bearbeitung unterbreitet. So wird bei denjenigen Maßnahmen, die nach heutiger Auffassung 
(z.B. aufgrund von Änderungen in der landes - oder bundespolitischen Gesetzgebung) nicht 
mehr als zielführend eingestuft werden, empfohlen, dass diese nicht weiter verfolgt werden 
sollen. Außerdem w ird dargelegt, welche Maßnahmen aufgrund von thematischen 
Überschneidungen zukünftig zusammengefasst behandelt werden sollten. Darüber hinaus ist 
auch eine Modifikation bestehender Maßnahmen oder eine Schwerpunktverlagerung 
innerhalb der Maßnahmen geprüft worden.  
Für die Evaluation der Maßnahmen wird eine Einteilung in fünf Kategorien vorgenommen, 
welche in Tabelle 3 erläutert sind. 
Tabelle 3: Kategorien zur Bewertung der Maßnahmen 
Bezeichnung Beschreibung Symbol 
Weiter so! 
Diese Maßnahmen haben sich als besonders 
erfolgreich erwiesen. Die Fortführung der Maßnahme 
wird empfohlen und ist ohne weitere Anpassungen 
möglich. Die Maßnahme kann als Vorbild dienen und 
auf weitere Anwendungsgebiete übertragen werden. 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Diese Maßnahmen haben sich auch als erfolgreich 
erwiesen. Für die Fortführung sind einige 
Anpassungen nötig. 
 
Umfangreiche 
Anpassungen 
Bei diesen Maßnahmen konnten in der 
Vergangenheit erste Erfolge erzielt werden. Für die 
Fortführung sind umfangreiche Anpassungen nötig. 
 
Gehen wir es an! 
Diese Maßnahme wurde bisher kaum umgesetzt, 
dabei sind die Aussichten auf Erfolge gut. Also 
packen wir es an! 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Diese Maßnahmen haben sich für eine Umsetzung in 
Darmstadt als wenig aussichtsreich erwiesen. Sie 
werden nicht weiter verfolgt.

Maßnahmenevaluation 
15 
Jede einzelne Maßnahme wurde im Zuge der Evaluation separat betrachtet und analysiert. 
Um diese Analyse zu veranschaulichen wurd e eine Maske entwickelt, die in Tabelle 4 
dargestellt ist. Die Maßnahmensteckbriefe umfassen eine Beschreibung, wie die Maßnahme 
nach dem Klimaschut zkonzept 2013 vorgesehen war, welche Aktivitäten seither in diesem 
Bereich stattgefunden haben und welche Auswirkungen sich daraus ergeben haben sowie 
Handlungsempfehlungen und Vorschläge für die Weiterentwicklung und Modifikation  der 
Maßnahme.7 
Tabelle 4: Beispiel-Steckbrief 
[Handlungsfeld] [Maßnahmennummer]: [Maßnahmentitel] 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es wird beschrieben, welche Handlungsschritte im Rahmen der Maßnahme  gemäß ihrer 
ursprünglichen Formulierung im IKSK 2013 vorgesehen sind. 
Aktueller Umsetzungsstand: [Umsetzungsstand] 
In diesem Abschnitt wird beschrieben, welche Projekte im Rahmen der Maßnahme umgesetzt wurden. 
Dies ergibt sich aus den Rechercheergebnissen der Unterlagen und den Ergebnissen der Gespräche 
und des Mailverkehrs mit den Ansprechpartnern in den zuständigen Institutionen.  
Evaluation 
Auswirkung: 
In diesem Abschnitt wird die bisherige Wirkung der Maßnahme beschrieben.  
Zukünftiges Vorgehen: 
Zudem werden Empfehlungen für das weitere Vorgehen für die jeweilige Maßnahme gegeben. Dies 
kann z.B. die Überarbeitung einer Maßnahme, die Zusammenfassung zweier oder mehrerer 
Maßnahmen sowie das Streichen einer Maßnahme betreffen. 
Die Maßnahme wird nach folgender Kategorisierung bewertet: 
Weiter so! Geringfügige 
Anpassung 
Umfangreiche 
Anpassung 
Gehen wir es an! 
 
Nicht  
weiterverfolgen 
 
Zuständige Institution(en) 
In diesem Feld finden sich die Angaben der zuständigen Institution(en) für die jeweilige Maßnahme.  
                                                
7 Es ist zu beachten, dass die Maßnahmenevaluation überwiegend im Zeitraum zwischen Mai und 
Oktober 2019 durchgeführt wurde.

Maßnahmenevaluation 
16 
3.2 Ergebnisse: Maßnahmensteckbriefe 
Im Folgenden sind die Maßnahmensteckbriefe nach dem oben beschriebenen Schema 
dargestellt. Die Maßnahmensteckbriefe sind anhand der im Klimaschutzkonzept 
vorgesehenen Einteilung nach den zehn Handlungsfeldern angeordnet. 
 Handlungsfeld „Übergreifende konzeptionelle Maßnahmen“ 3.2.1
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 1: Beschluss Leitbild „Klimaneutrale Stadt“ 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Das von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließende „Leitbild – klimaneutrale Stadt“ dient als 
Richtschnur für die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es 
gibt vor bis zum Jahr 2050 durch Vermeidung, Verminderung und Kompensation von 
Treibhausgasemissionen ein "klimaneutrales Darmstadt" zu erreichen. In weiteren Schritten is t eine 
Allianz aller wichtigen Akteure der Darmstädter Stadtgesellschaft für „Klimaneutralität“ anzustreben.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Dem Beschlussvorschlag vom 11.09.2013 über das "Leitbild - klimaneutrale Stadt" wurde in der 
Stadtverordnetenversammlung am 10.10.2013 zugestimmt. Der Beschluss beinhaltet die regelmäßige 
Überprüfung der Klimaschutz -Erfolge durch die Einführung eines CO 2-Controllings. Im Rahmen der 
Evaluation wird erstmals seit Erstellung des IKSK eine Aktualisier ung der Energie - und CO 2-Bilanz 
vorgenommen. 
Eine Einrichtung einer Allianz für „Klimaneutralität“ wurde bisher nicht umgesetzt.  
Evaluation 
Auswirkung: 
Durch die Einführung eines solchen Leitbildes wird ein Zeichen gesetzt, um die 
Aktivität im Klimaschutz voranzutreiben. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Fortschreibung der Energie - und CO 2-Bilanz ist in regelmäßigen Abständen 
zu wiederholen, um den Fortschritt des Klimaschutzprozesses im Hinblick auf 
das langfristige Ziel der Klimaneutralität bis 2035 8 zu prüfen. Daher wird 
empfohlen diese Maßnahme beizubehalten und entsprechend umzubenennen.  
Die Einrichtung einer Allianz aller wichtigen Akteure der Darmstädter 
Stadtgesellschaft für „Klimaneutralität“ wird angestrebt (vgl. Maßnahme 2). 
Dieser Aspekt kann dementsprechend in Maßnahme 2 integriert werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz 
                                                
8 Siehe Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, September  2019: https://darmstadt.more-
rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=ni_2019-Stavo-141

Maßnahmenevaluation 
17 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 2: Bildung einer Organisationseinheit 
Klimaschutz 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Einrichtung einer ämterübergreifende Steuerungs - und Lenkungsgruppe für die Umsetzung des 
Klimaschutzkonzeptes mit der Personalstelle Klimaschutz als Kernkompetenz. Eine 
ämterübergreifende Organisationseinheit, Steuerungs -, Lenkungs - oder Arbeitsgrup pe ist in 
besonderer Weise geeignet, die Aktivitäten zum Klimaschutz zu bündeln, zu koordinieren und den 
Erfahrungsaustausch hierzu innerhalb der städtischen Zuständigkeiten zu organisieren. Unter 
Einbeziehung oder Leitung des Klimaschutzbeauftragten der W issenschaftsstadt Darmstadt ist diese 
ämterübergreifende Organisationsstelle entsprechend einzurichten. Vorhandene personelle und 
materielle Ressourcen sind zu nutzen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Seit 2013 ist der Klimaschutz personell im Umweltamt Darmstadt verankert und wird kontinuierlich 
ausgebaut. Die Gründung einer ämterübergreifenden Organisationseinheit Klimaschutz ist bislang 
nicht erfolgt. Im Rahmen von regelmäßigen Treffen (Jour fixe) tauschen sich die Unternehmen de r 
Stadtwirtschaft zu Nachhaltigkeits- und Klimaschutzaktivitäten aus. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit dem Klimaschutz - und Fluglärmbeauftragten sowie den 
Klimaschutzmanagerinnen gibt es eine zentrale Anlaufstelle zum Thema 
Klimaschutz in der Stadtverwaltung.  Darüber hinaus ist der Klimaschutz in 
weiteren Einrichtungen wie dem Gebäudemanagement sowie den Unternehmen 
der Stadtwirtschaft verankert. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Eine weitere Vernetzung der einzelnen Akteure wird durch die Einrichtung einer 
zentralen Steuerungs- und Lenkungsgruppe erreicht. Diese könnte neben der 
Koordination der einzelnen Klimaschutzaktivitäten auch die Bewertungsfunktion 
zur Klimarelevanz der Magistratsvorlagen, welche im Stadtverordneten -
beschluss vom 19.09.2019 festgelegt wurde, übernehmen. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
18 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 3: Fortführung des Klimaschutzbeirates 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durchführung von regelmäßigen Sitzungen zur Überprüfung der Umsetzung des Klimaschutz -
konzeptes und Initiierung von weiteren Maßnahmen zum Klimaschutz. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der Klimaschutzbeirat tagt derzeit einmal pro Quartal . Zusätzlich wird alle drei Monate ein Newsletter 
zum Informationsaustausch herausgebracht. 
Evaluation 
Auswirkung:  
In den regelmäßigen Treffen des Klimaschutzbeirats werden die aktuellen 
Klimaschutzaktivitäten diskutiert und weiterentwickelt. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Klimaschutzbeirat hat sich als Steuerungsinstrument der Darmstädter 
Klimaschutzaktivitäten etabliert und sollte fortgesetzt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
19 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 4: Einrichtung Darmstädter „Klimaforum“ 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Kontinuierliche Durchführung von zentralen, öffentlichen Veranstaltungen mit Beteiligungsprozess 
zum Thema Klimaschutz und Klimawandel. Mit dieser Veranstaltung sollen immer wieder neue 
Motivationen und Aufmerksamkeiten zum Thema erzeugt werden. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Folgende öffentliche Veranstaltungen finden zum Themenkomplex Klimawandel in Darmstadt statt:  
 In der Vortragsreihe „Energie für die Zukunft“ laden die Hochschule Darmstadt, das ENTEGA 
NATURpur Institut und die Centralstation namhafte Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft 
und Verwaltung ein, um über mögliche Gegenmaßnahmen zum Klimawandel in 
verschiedenen Lebensbereichen zu berichten und mit den Teilnehmenden zu diskutieren. Die 
Vortragsreihe wird im Winter 2019/20 zum dreizehnten Mal angeboten. 9 
 Durch das „Klimaforum“, einem Zusammenschluss verschiedener Initiativen, wird ebenfalls 
eine Veranstaltungsreihe organisiert, in der die Ursachen der Klimakrise sowie 
Handlungsansätze und Lösungsstrategien diskutiert werden. 10 
 Seit 2014/15 wird alle ein bis zwei Jahre zum Wintersemester an der Hochschule Darmstadt 
eine Ringvorlesung zum Obertitel "Herausforderung: Nachhaltige Entwicklung" durchgeführt. 
Diese ist ausdrücklich auch für Interessierte außerhalb der h-da vorgesehen. 11 
 Zudem gibt es mehrere bürgerschaftlich organisierte Initiativen in Darmstadt, in denen sich 
interessierte Bürger*innen austauschen und engagieren. (z.B. Transition Town, 
Klimanotstand, Fridays/Parents/Scientists for Future, BUND, Foodsharing, Lokale Agenda 21 
u.v.m.) 
 Weitere Formen der Bürgerbeteiligung sind in den Maßnahmen 128 - 137 thematisiert. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Es ist davon auszugehen, dass durch die verschiedenen Beteiligungsformate 
eine erhöhte Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz erzielt werden konnte.  
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Angebot an Bürgerbeteiligung zum Thema Klimaschutz sollte stärker 
vernetzt und ausgewe itet werden. Diese Maßnahme sollte in das Handlungsfeld 
"Öffentlichkeitsarbeit" verlegt werden. 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz 
  
                                                
9 Weitere Informationen hierzu unter: http://www.energie-fuer-die-zukunft.de/  
10 Weitere Informationen hierzu unter: https://suedhessen.dgb.de/termine/++co++9fada87e-fc99-11e9-
b91b-52540088cada  
11 Weitere Informationen hierzu unter: https://ine.h-da.de/lehre/ringvorlesung/

Maßnahmenevaluation 
20 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 5: Wissenschaftliche Kompetenz für 
Energieeffizienz erschließen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Eine besondere Qualität der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist die hohe Dichte an 
Forschungseinrichtungen. Viele Einrichtungen und Forscher*innen befassen sich wissenschaftlich mit 
Fragestellungen und Projekten, die unmittelbar mit dem Klimaschutz verknüpft sind (z. B. 
Energieeffizienz in den verschiedensten Bereichen, Einsatzmöglichkeiten von erneuerbaren Energien 
in einer Vielzahl von Anwendungsfeldern). Diese Qualität gilt es offensiv für den Klimaschutz zu 
erschließen, indem die wissenschaftlichen Organis ation in Fragen des Klimaschutzes vernetzt und 
Fachgespräche zwischen den Forschungseinrichtungen gefördert werden.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
In diesem Bereich sind mehrere Projekte aktiv: 
 Forschungsprojekt KlimaNetze (2016-2019): Verbesserung der Zusammenarbeit von 
Akteur*innen im und für den Klimaschutz in Form von Reallaboren. Verbundpartner sowie 
Transferkommune ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt, welche das Projekt kontinuierlich 
begleitet. Im Juni 2019 fand eine Transferwerkstatt in Darmstadt statt, um hier Erfahrungen 
abzugleichen und zu diskutieren. 
 Transferstrategie der Hochschule Darmstadt zu den großen gesellschaftlichen 
Herausforderungen, wie z.B. Klimawandel, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft so wie 
digitale Anwendung.12 
 TU Darmstadt Energy Center: Das Forschungs- und Kompetenznetzwerk befasst sich mit der 
Entwicklung der ingenieur-, natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Grundlagen für die 
Umgestaltung der Energieversorgung und –nutzung. 
 Scientists for Future: Gründung einer Ortsgruppe Darmstadt am 1. Juli 2019 
Evaluation 
Auswirkung:  
Es findet in allen genannten Projekten eine Vernetzung zwischen verschiedenen 
wissenschaftlichen und nicht -wissenschaftliche Institutionen statt. Dadurch 
kommt es zu einem Wissenstransfer und einem vermehrten Einbezug 
wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Klimaschutzaktivitäten der Stadt.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Aktivitäten sollten weitergeführt werden und die gewonnenen Erkenntnisse 
und Erfahrungen in weitere Projekte einfließen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Darmstädter Forschungsinstitutionen mit Unterstützung der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
                                                
12 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/hochschule-
darmstadt

Maßnahmenevaluation 
21 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 6: Einrichtung eines Förderfonds 
"Klimaschutz" 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Um Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien zu fördern, wird ein 
Klimaschutzfonds aufgelegt, der Kredite für entsprechende Maßnahmen vergibt. Der 
Klimaschutzfonds kann zu einem "Bürgerfonds" ausgebaut werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Die Maßnahme wurde teilweise umgesetzt. Im Rahmen des Quartierskonzeptes im Sanierungsgebiet 
Mollerstadt werden energetische Maßnahmen an Gebäuden (Klimaschutz) sowie 
Begrünungsmaßnahmen (Klimaanpassungen) bezuschusst. Außerdem wird die Errichtung von E -
Ladestationen und Fahrradabstellplätzen unterstützt 13. Im Stadtumbaugebiet Kapellplatzviertel/ 
Woogsviertel/Ostbahnhof ist ebenfalls eine Förderung von Begrünungsmaßnahmen möglich.  
Ein umfassender Förderfonds auf gesamtstädtischer Ebene wurde bislang nicht eingerichtet. Aufgrund 
zahlreicher Fördermittel auf Bundes - und Landesebene sieht die Stadt keinen Bedarf  für die 
Einrichtung eines eigenen Förderfonds. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Förderung von (energetischen) Maßnahmen werden Projekte zum 
Klimaschutz und zur Klimaanpassung angeregt. Eine Bezuschussung von 
Begrünungsmaßnahmen kann Bewohner zu Maßnahmen anregen und so einen 
positiven Beitrag zum Mikroklima der Stadt mit sich bringen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das aktuelle Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sieht eine weitere 
Ausweitung der Förderung für Klimaschutzmaßnahmen vor. Nichtsdestotrotz 
könnte die Wissenschaftsstadt Darmstadt durch die Erweiterung der eigenen 
Förderprogramme weitere Anreize schaffen. 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz 
  
                                                
13 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-
und-verkehr/verkehrsentwicklung-und-projekte/foerderprojekt-2000-vorbildliche-fahrradabstellanlagen

Maßnahmenevaluation 
22 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 7: Umweltbericht Stadtwirtschaft 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es soll ein zusammenfassender Umweltbericht für alle Unternehmen der Stadtwirtschaft erstellt 
werden, welcher die klimaschutzrelevanten Umweltleistungen bzw. Umweltbeanspruchungen 
systematisch darstellt. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Es werden regelmäßig Berichte über die Emissionen, den Wasserverbrauch sowie die regionale 
Wertschöpfung der maßgeblichen Unternehmen der Stadtwirtschaft veröffentlicht. Die Berichte liegen 
für die Zeiträume 2012/2013, 2014/2015 sowie 2016/2017 vor. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die systematische Darstellung der Umweltbeanspruchung der städtischen 
Unternehmen wird die Klimawirkung transparent dargestellt. Dies kann intern wie 
extern zu einer weiteren Motivation führen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Erstellung der Berichte sollte fortgeführt werden. 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
HEAG Holding

Maßnahmenevaluation 
23 
Übergreifende 
konzeptionelle 
Maßnahmen 
Maßnahme 8: Mitwirkung im Projekt "Nachhaltiges 
Hessen" 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Im Rahmen der Strategie „Nachhaltiges Hessen“ sind aktuelle Projekte zu den Themen 
Wissenschaftsressourcen, inkl. Hochschulbau, Elektromobilität und nachhaltiges Bauen am Laufen, 
die wichtige Beiträge zum Klimaschutz liefern können. Letztlich fügt die Mitwirkung in diesen Vorhaben 
die Tätigkeiten zum Klimaschutz in die Strategie einer nachhaltigen Entwicklung ein. Eine 
Entwicklung, die auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt anstrebt. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Rahmen der Klimakommunen Hessen finden ein bis zwei Mal im Jahr Regionalforen sowie 
jährliche Stadtforen statt. Zusätzlich werden je nach Anlass auch noch weitere Veranstaltungen 
durchgeführt. Dabei werden unter anderem Themen wie CO 2-Bilanzierung, klimagerechte Mobilität, 
Klimaanpassung/-schutz sowie die Energiewende allgemein diskutiert. Die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt beteiligt sich hier an den Terminen / Erfahrungsaustausch. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Maßnahme trägt zu einem verbesserten Austausch von 
Klimaschutzaktivitäten in der Region bei. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch in Zukunft soll die aktive Teilnahme und der Austausch von Best Practice 
Beispielen fortgeführt werden. 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
24 
 Handlungsfeld „Stadtentwicklung“ 3.2.2
Stadtentwicklung Maßnahme 9: Klimaschutz als Leitziel in 
Stadtplanung/Bauleitplanung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Das Thema Klimaschutz soll als Leitziel in alle Prozesse und Vorhaben der Stadtplanung und 
Bauleitplanung aufgenommen werden, um eine systematische Auseinandersetzung und 
Berücksichtigung der Belange des Klimaschutzes in Planungsprozessen zu erreichen.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Seit Bestehen des Klimaschutzkonzeptes 2013 wurden die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung 
in allen neu erstellten Planungen und Bauplänen integriert und sind somit fester Bestandteil der Stadt - 
und Bauleitplanung. Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Darmstadt i m September 2019 
legt fest, dass bei neuen Baugebieten mindestens bilanziell die CO 2-Neutralität erreicht werden soll. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Insbesondere im Planungs - und Bausektor ist ein enormes Potential zum 
Klimaschutz vorhanden. Durch die Verankerung des Leitziels Klimaschutz/ -
anpassung werden die Maßnahmen der Stadt - und Bauleitplanung auf ihre 
Klimarelevanz geprüft. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch in Zukunft muss Klimaschutz und -anpassung in allen neuen Planungen 
und Bauplänen berücksichtigt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
25 
Stadtentwicklung Maßnahme 10: Stadtklimatische Grundsätze zur 
Vermeidung lokaler Treibhauseffekte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Entwicklung von stadtklimatischen Grundsätzen bzw. Leitlinien, um eine weitere Überwärmung des 
Stadtgebietes in Darmstadt zu vermeiden und Folgen des Klimawandels zu mildern. Durch eine 
Verminderung des Kühlungsbedarfs im Sommer werden gleichzeitig positive Klimaschutzeffekte 
erreicht. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Bislang wurden keine eigenen stadtklimatischen Grundsätze bzw. Leitlinien entwickelt. 
Nichtsdestotrotz wurde das Thema Klimaanpassung in der Verwaltung insbesondere im 
Grünflächenamt und in der Stadtplanung verank ert und wurde in mehreren Projekten thematisiert, 
unter anderem bei den Klima - und Umweltaktionstagen sowie durch die Aufstellung eines "mobilen 
grünen Zimmers" in der Innenstadt. Außerdem werden bei der Neuerschließung von sensiblen 
Gebieten gesonderte Mi kroklimagutachten erstellt. Das Klimagutachten bietet hierfür eine gute 
Grundlage. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Berücksichtigung der Ergebnisse des Klimagutachtens trägt zur 
Verbesserung des Stadtklimas und zur Verringerung von Emissionen bei.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Thema Klimaanpassung wurde bereits in mehreren Projekten berücksichtigt. 
Um diesen Prozess weiter voranzutreiben, kann die Stadt ein 
Klimaanpassungskonzept erstellen, welches Leitlinien beinhaltet, an denen sich 
die relevanten Akt eure orientieren können. Die Erstellung von Studien und 
Analysen zum Thema Klimaanpassung wird im Rahmen des hessischen 
Klimaschutzplans und durch das Bundesprogramm „Maßnahmen zur Anpassung 
an die Folgen des Klimawandels“ gefördert. Es wird empfohlen, die  Maßnahmen 
10 und 11 aufgrund der engen thematischen Verzahnung zusammenzulegen.  
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt, Grünflächenamt

Maßnahmenevaluation 
26 
Stadtentwicklung Maßnahme 11: Erstellung eines Klimagutachtens 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erstellung eines Klimagutachtens als Informationsgrundlage, um genauere Kenntnisse über 
Wärmeinseln, Frischluftzufuhr, Ventilations - bzw. Zirkulationsbahnen und bioklimatische Entlastungs -
räume zu erhalten. Durch eine Verminderung des Kühlungsbe darfs im Sommer werden gleichzeitig 
positive Klimaschutzeffekte erreicht. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Das Klimagutachten wurde durch ein Planungsbüro erstellt und 2017 den städtischen Gremien 
vorgestellt. Darin wird dargelegt, wo thermische Belastungen vorhanden sind, wo Kaltluft -
entstehungsgebiete und die zugehörigen Leitbahnen liegen und wie sich die Situation in Zukunft 
entwickeln wird. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit Hilfe des Klimagutachtens lässt sich u.a. die Verbauung der bedeutendsten 
Kaltluftleitbahn "Lichtwiese" erkennen und Wärmeinseln in der stark verdichteten 
Innenstadt erkennen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Erkenntnisse aus dem Klimagutachten müssen bei der Stadt - und 
Bauleitplanung berücksichtigt werden. Zudem ist eine regelmäßige 
Aktualisierung des Gutachtens im Abstand von einigen Jahren sinnvoll, um so 
positive/ negative Entwicklungen zu erkennen. Es wird empfohlen, die 
Maßnahmen 10 und 11 aufgrund der engen thematischen Verzahnung 
zusammenzulegen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
27 
Stadtentwicklung Maßnahme 12: Integration von Wohnen und Arbeiten in 
der Stadtentwicklung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Über Verkehrsvermeidung werden große Einspareffekte erzielt und kompakte Städte, bei denen 
Wohnen, Arbeiten und Einkaufen eng miteinander verknüpft sind, leisten hierfür einen wesentlichen 
Beitrag. Sowohl in der Bestandsentwicklung als auch in der Entwicklung von Neubaugebieten soll das 
Prinzip der Stadt der kurzen Wege Umsetzung finden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der Masterplan 2030+ wurde bis Ende 2018 unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. 
Eines der zentralen Ziele ist dabei die stärkere Vernetzung von Wohnen und Arbeiten in neuen 
urbanen Quartieren. Im überwiegend gewerblich geprägten Mischgebi et des Verlegerviertels im 
Westen der Stadt findet bereits die Umsetzung statt. Hier werden Gewerbebrachen zu einer 
innovativen Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Wissenschaft umgenutzt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Vernetzung von Wohnen und Arbeiten  können Pendlerbewegungen 
und folglich Treibhausgase reduziert werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die hier umgesetzten Projekte können eine Vorbildfunktion für andere Regionen 
darstellen. Insbesondere bei Neubaugebieten ist weiterhin auf das Prinzip der 
Stadt der kurzen Wege und eine durchmischte Nutzung Wert zu legen.  
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung

Maßnahmenevaluation 
28 
Stadtentwicklung Maßnahme 13: Leitlinien für energieeffiziente Quartiere 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ausgehend von den Erfahrungen aus den Projekten zur energetischen Stadtsanierung sollen für die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt speziell ausgerichtete Leitlinien zur Förderung energieeffizienter 
Stadtquartiere entwickelt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Im Sanierungsgebiet Mollerstadt wurde 2013 ein integriertes Quartierskonzept erstellt. Seit 2017 ist für 
dieses Quartier ein Sanierungsmanagement eingerichtet. Es werden aktuell energetische Maßnahmen 
an Gebäuden (Klimaschutz) sowie  Begrünungsmaßnahmen (Klimaanpassungen) bezuschusst. 
Außerdem wird die Errichtung von E -Ladestationen und Fahrradabstellplätzen unterstützt. Im 
Stadtumbaugebiet Kapellplatzviertel/Woogsviertel/Ostbahnhof ist ebenfalls eine Förderung von 
Begrünungsmaßnahmen möglich. Allgemeingültige Leitlinien für Quartiere wurden bislang nicht 
entwickelt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Beratungsangebote und die Förderung von (energetischen) 
Maßnahmen werden Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung 
angeregt. Eine Bezuschussung von Begrünungsmaßnahmen kann Bewohner zu 
Maßnahmen anregen und so einen positiven Beitrag zum Mikroklima der Stadt 
mit sich bringen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die energetische Quartiersentwicklung in den genannten Quartieren ist 
erfolgreich angelaufen. Da die Rahmenbedingungen und Anforderungen je nach 
Quartier stark variieren, ist eine Definition von allgemeingültigen Leitlinien nicht 
zielführend. Es wird daher empfohlen, die Maßnahmen 13, 14, 15 
zusammenzulegen und in "Quartiers -entwicklung" umzubenennen. Die 
Erfahrungen aus bisherigen Quartiers -konzepten können nichtsdestotrotz in die 
Entwicklung weiterer Gebiete einfließen. 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
29 
Stadtentwicklung Maßnahme 14: Entwicklung der Konversionsflächen zu 
klimaneutralen Stadtentwicklungsgebieten 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Zurzeit stehen in Darmstadt ca. 122 ha in innerstädtischer Lage zur baulichen Umnutzung an. Bei 
diesen Konversionsflächen handelt es sich um: Lincoln -Siedlung, Cambrai-Fritsch-Kaserne, Jefferson-
Siedlung, Kelley -Barracks und Nathan -Hale-Depot Die ersten dr ei Konversionsflächen sollen als 
Gebiete mit Schwerpunkt Wohnen entwickelt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
In der Lincoln -Siedlung wurde mit der Umsetzung begonnen. Für diese Siedlung wurde ein eigenes 
Mobilitätskonzept entwickelt. Befragungen zum Mobilitäts -verhalten der Bewohner stehen noch aus. 
Weitere Projekte in der Cambrai-Fritsch- und Jefferson-Siedlung sind in Planung. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Es ist von einer erhöhten Nutzung von Sharing -Angeboten und ÖPNV sowie 
geringeren Treibhausgasemissionen durch klimaneutrale Gebäude auszugehen.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme ist erfolgreich angelaufen. Aufgrund zahlreicher Synergieeffekte 
ist die Zusammenlegung mit den Maßnahmen 13 und 15 sinnvoll. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
30 
Stadtentwicklung Maßnahme 15: Energieeffizienz in Sanierungsgebieten 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Eine städtebauliche Aufwertung soll in Zukunft immer mit einer deutlichen Aufwertung der 
Energieeffizienz verknüpft werden. Bei laufenden und zukünftigen Stadtumbauprojekten besteht die 
Möglichkeit im Rahmen von städtebaulichen Förderungen und vorgesehenen  
Erneuerungsmaßnahmen die Energieeffizienz im Bereich der Gebäude und Energieversorgung 
deutlich zu verbessern. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Sanierungsgebiet Mollerstadt wurde 2013 ein integriertes Quartierskonzept erstellt. Seit 2017 ist für 
dieses Quartier ein Sanierungsmanagement eingerichtet. Es werden aktuell energetische Maßnahmen 
an Gebäuden (Klimaschutz) sowie Begrünungsmaßnahmen (Klimaanpassungen) bezuschusst. 
Außerdem wird die Errichtung von E -Ladestationen und Fahrradabstellplätzen unterstützt. Im 
Stadtumbaugebiet Kapellplatzviertel/Woogsviertel/Ostbahnhof ist ebenfalls eine Förderung von 
Begrünungsmaßnahmen möglich. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch das Zusammenwirken von energetischer Gebäudesanierung, 
energiesparender Mobilität und Optimierung der Energieversorgung können je 
nach Quartierstyp mehrere 1.000 t CO2 eingespart werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme wurde im Rahmen des Sanierungsgebiets Mollerstadt umgesetzt. 
Die Ausweitung auf weitere Stadtteile ist sinnvoll. Es wird empfohlen, die 
Maßnahmen 13, 14 und 15 zusammenzulegen und in "Quartiersentwicklung" 
umzubenennen. 
 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
31 
Stadtentwicklung Maßnahme 16: "Stadtlabor" Mollerstadt 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Schaffung eines lebendigen Innenstadtquartiers für urbane Wohn - und Arbeitsformen. Bereits im 
Agenda-Prozess der Wissenschaftsstadt Darmstadt vor gut 15 Jahren war die Mollerstadt als 
wichtiges innerstädtisches Quartier mit hoher Wohnfunktion identifiziert  worden, welches für eine 
nachhaltige Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung sein kann. Mittlerweile ist die Mollerstadt 
städtebauliches Sanierungsgebiet und Fördergebiet des Programms „Energetische Stadtsanierung“ 
geworden. Auf Grund der hohen baulich en Dichte und des hohen Versiegelungsgrades der 
Freiflächen besteht ein besonders hoher Bedarf an zusätzlichen Maßnahmen der Klimaanpassung 
(thermisches Belastungsgebiet). 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Sanierungsgebiet Mollerstadt wurde 2013 ein integriertes Quartierskonzept erstellt. Seit 2017 ist für 
dieses Quartier ein Sanierungsmanagement eingerichtet. Die Stadt fördert im Rahmen des 
Anreizprogramms "Mehr Grün in Mollerstadt" Begrünungsmaßnahmen in Höhe von 14.800 Euro. 
Außerdem werden Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden gefördert.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Beratungsangebote und die Förderung von (energetischen) 
Maßnahmen werden Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung 
angeregt. Eine Bezuschussung  von Begrünungsmaßnahmen kann Bewohner zu 
Maßnahmen anregen und so einen positiven Beitrag zum Mikroklima der Stadt 
mit sich bringen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme befindet sich in der Umsetzung und sollte fortgesetzt werden. Die 
Ausweitung auf weitere Stadtteile ist sinnvoll. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
32 
Stadtentwicklung Maßnahme 17: Stadtentwicklung: Bevölkerung einbinden 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durchführung von öffentlichen Stadtteilforen und weiteren Beteiligungsformen (z. B. Internet, Apps) 
zur energieeffizienten Stadt- und Quartiersentwicklung. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Mit der Einführung von Stadtteilforen wurde die Grundlage für die Bürgerbeteiligung gelegt. Die 
Bevölkerung wird durch das Büro der Bürgerbeauftragten/ des Stadtplanungsamts an der Planung von 
Maßnahmen beteiligt. Dies war beispielsweise bei der Erstellung des Masterplan 2030+ der Fall.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Beteiligung der Bevölkerung an Entwicklungsprozessen ist insgesamt 
eine höhere Akzeptanz bei der Umsetzung von Projekten zu erwarten. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch in Zukunft ist es wichtig die Bevölkerung an Prozessen teilhaben zu lassen. 
Um möglichst viele Bürger über die Möglichkeit der Mitwirkung an Projekten zu 
informieren, ist eine breite Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Diese Maßnahme 
kann in die allgemeinen Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit integriert werden.  
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Büro der Bürgerbeauftragten, Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
33 
 Handlungsfeld „Kommunale Liegenschaften und Straßenbeleuchtung“ 3.2.3
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 18: Verankerung des Ziels Klimaschutz in 
das Immobilienmanagement der Stadt 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Der Klimaschutz soll als strategische Geschäftsaufgabe in das Immobilienmanagement der Stadt 
Darmstadt (IDA) aufgenommen werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die IDA hat per interner  Betriebsverfügung den Klimaschutz als Ziel der Geschäftspolitik verankert. 
Die Maßnahme ist somit erfolgreich abgeschlossen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Verankerung des Klimaschutzes als Geschäftsziel sorgt für eine generelle 
Berücksichtigung des Themas bei geschäftlichen Entscheidungen 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Belange des Klimaschutzes sollten auch zukünftig in die 
Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Auf die Erfahrungen des IDA kann 
in weiteren Eigenbetrieben der Wissenschaftsstadt Darmstadt zurü ckgegriffen 
werden. Aufgrund enger thematischer Überschneidungen wird die 
Zusammenlegung mit Maßnahme 20 empfohlen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)

Maßnahmenevaluation 
34 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 19: Weiterentwicklung des kommunalen 
Energiemanagements 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Im Rahmen dieser Maßnahme soll ein systematisches kommunales Energiemanagement eingeführt 
und kontinuierlich genutzt werden. Auf diese Weise können der Energieverbrauch sowie die 
Energiekosten und damit auch die CO 2-Emissionen der öffentlichen Liegenschaften ermittelt und 
ausgewertet werden und so Einsparpotenziale aufgezeigt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird fortlaufend umgesetzt. Es wurde eine Neustrukturierung des IDA mit 
Energiemanagement als Stabstelle im Fachbereich Objektmanagement vorgenommen. Durch diese 
optimierte organisatorische Einbindung können Aufgaben in Kooperation mit den Objektmanagement -
Sachgebieten und den Sachgebieten des Fachbereichs Hochbau realisiert werden. Der 1. 
Energiebericht 2015 (für den Zeitraum 2010 - 2014) analysiert den Status Quo und dient als 
Grundlage für Optimierungen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Seit 2010 ist ein leicht sinkender spezifischer Wärmeverbrauch in den 
öffentlichen Liegenschaften zu beobachten. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das IDA plant die Einführung einer Software für das Energiecontrolling, die zu 
einem effizienteren Personaleinsatz führen soll. Darüber hinaus soll die 
organisatorische Einbindung in Strukturen des IDA weiter verbessert werden und 
Personal für das Energiemanagement aufgestockt werden. Eine Optimierung der 
Fernwärmelieferverträge und die systematische Erfassung von Energie -
ausweisen und Heizanlagen sind ebenfalls in Planung. Um die Fortschritte im 
Bereich Energiemanagement zu dokumentieren sollten regelmäßig 
Energieberichte erstellt werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)

Maßnahmenevaluation 
35 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 20: Energiestandards für öffentliche 
Gebäude 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Festlegung von anspruchsvollen Energiestandards sowohl für Neubau als auch den Bestand von 
öffentlichen Gebäuden. Für öffentliche Liegenschaften wird von Seiten des Bundes das Ziel formuliert, 
dass diese bis zum Jahre 2050 Passivhausstandard haben sollten. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Es wurden bislang keine generellen Energiestandards für öffentliche Gebäude festgelegt. Stattdessen 
werden projektbezogene Standards verwendet. Dabei gilt der generelle Grundsatz die EnEV nicht nur 
einzuhalten, sondern deutlich zu unterschreiten. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Es ist bislang keine Dokumentation der Effekte dieser Maßnahme vorhanden. 
Generell ist von einem verringerten Energieverbrauch auszugehen, je höher der 
energetische Standard ist. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Stadt hat hier die Möglichkeit über die Festlegung von hohen energetischen 
Standards mit gutem Beispiel voran zu gehen. Wenn bis 2050 der 
Gebäudebestand ausschließlich auf Passivhäusern bestehen soll und von 
Sanierungszyklen von e twa 30 Jahren ausgegangen wird, dürfen ab sofort 
Neubauten und Sanierungen nur noch im Passivhaus -Standard erfolgen. 
Aufgrund enger thematischer Überschneidungen wird die Zusammenlegung mit 
Maßnahme 18 empfohlen. 
 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)

Maßnahmenevaluation 
36 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 21: Systematische Prüfung des Einsatzes 
Erneuerbarer Energien bei Bau und Sanierung 
öffentlicher Gebäude 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Öffentliche Gebäude bieten vielfältige Möglichkeiten erneuerbare Energien bei der Wärme - und 
Stromversorgung einzusetzen. Darüber hinaus verfügen sie zum Teil über große Dach - und 
Fassadenflächen, die sich für die Installationen von zusätzlichen Solaranlagen anbieten,  um sonstige 
Wärme- und Stromabnehmer bzw. -netze mit zu versorgen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen wird durch den Eigenbetrieb IDA fortlaufend geprüft, ob 
der Einsatz von erneuerbaren Energien realisiert werden kann. Insgesamt sind auf städtischen 
Gebäude 34 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 700 k Wp in Betrieb. In den 
vergangenen Jahren wurden vermehrt auf eine hohe Eigenverbrauchsrate geachtet.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Unter Berücksichtigung des aktuellen Emissionsfaktors für Strom können durch 
die Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften ca. 300 t CO 2/a 
eingespart werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Prüfung zum Einsatz Erneuerbarer Energien sollte projektunabhängig für alle 
öffentlichen Gebäude durchgeführt werden. Anhand der Prüfung kann eine 
Prioritätenliste erstellt werden, welche aufzeigt, welche erneuerbaren 
Technologien mit den höchsten Kosten -Nutzen-Faktoren realisiert werden 
können. Im Rahmen eines Gebäudezukunftsplans sind solche Prüfungen bereits 
in der Planung. 
Es wird zukünftig auch geprüft werden müssen, was  mit Photovoltaikanlagen 
passiert, die nach 20 Jahren aus der staatlichen Förderung fallen. Allein 14 
Anlagen wurden in den Jahren 2000 – 2003 errichtet. Bei diesen muss geprüft 
werden, ob die Anlagen auf Eigenverbrauch umgestellt werden können (evtl. mit 
Speicher) oder ob ein Repowering (Abbau und Neuinstallation mit höherer 
Leistung) interessant sein kann. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)

Maßnahmenevaluation 
37 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 22: Öffentliche Gebäude für die Nutzung von 
Solaranlagen erschließen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Für die bestehenden öffentlichen Gebäude sollten systematische Erhebungen vorgenommen werden, 
inwieweit diese für die Installation von Solaranlagen geeignet sind. Diese Informationen sollten 
öffentlich abrufbar sein bzw. Energiegenossenschaften in Darmstadt und in der Region sollten auf 
diese Potenziale gezielt aufmerksam gemacht werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Insgesamt sind auf städtischen Gebäude 34 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 
700 kWp in Betrieb. In den vergangenen Jahren wurden vermehrt auf eine hohe Eigenverbrauchsrate 
geachtet. Beispielsweise wurde 2018 am Holzgebäude der Ludwig -Schwamb-Schule eine PV -Anlage 
mit einer Leistung von 9,99 kWp mit fast 100 % Eigenverbrauch realisiert. Eine Systematische 
Erhebung und Integration ins Energiemanagement fehlt bislang. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die PV -Anlagen auf öffentlichen Liegenschaften leisten einen Beitrag zur 
regenerativen lokalen Stromerzeugung. Aufgrund der Überschneidung von 
Erzeugung und Nutzung des Gebäudes, können hohe Eigenverbrauchsraten 
erzielt werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es befinden sich weitere Projekte in Planung. Eine Systematisierung und 
Integration in ein softwaregestütztes Energiemanagement (vgl. Maßnahme 19) 
ist insbesondere vor der zunehmenden Bedeutung des Eigenverbrauchs sinnvoll. 
Aufgrund starker Überschneidungen mit Maßnahme 21 wird eine 
Zusammenlegung empfohlen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA)

Maßnahmenevaluation 
38 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 23: Hausmeister- und Nutzerschulungen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch Veränderungen des Nutzungsverhaltens und durch Schulung der Hausmeister können 
zusätzliche Einsparpotenziale bei den öffentlichen Liegenschaften erschlossen werden.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Aktivitäten befinden sich in konkreter Planung. Die Maßnahme  wird mit Hilfe von Fördergeldern 
umgesetzt. Die Schulungen starteten im Herbst 2019. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Werden erst nach Durchführung der Schulungen erwartet. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme sollte fortgeführt werden. Um die Effekte der Hausmeister- und 
Nutzerschulungen zu ermitteln, wird eine Evaluation empfohlen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, Eigenbetrieb IDA

Maßnahmenevaluation 
39 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 25: Nachhaltiges Beschaffungswesen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Das kommunale Beschaffungswesen ist danach auszurichten, dass ausschließlich nachhaltige und 
somit auch klimafreundliche Produkte eingekauft werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme befindet sich zurzeit in einer vielversprechenden Umsetzung. 2016 wurde eine 
Zielvereinbarung unterzeichnet, in der sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Bestandaufnahme 
der derzeitigen Praxis sowie der selbstverantwortlichen Festlegung von nachhaltige n und fairen 
Kriterien für die Leistungsanforderung von Produkten und Dienstleistungen verpflichtet. Weiter 
verpflichtet sie sich zur Entwicklung einer Beschaffungsstrategie zur Erhöhung des Anteils an 
Produkten und Dienstleistungen, welche die festgelegte n Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und zur 
regelmäßigen Information auf der Website www.hessen -nachhaltig.de über die umgesetzten 
Maßnahmen. Für die Beurteilung der Beschaffungsvorgänge wird eine Vielzahl von anerkannten 
Zertifizierungssystemen (Label) zurückgegriffen. Auch wurde bereits im April 2013 die Gründung einer 
Lenkungsgruppe „Sozial -ökologische Beschaffung“ beschlossen, die bereits mehrfach getagt und 
ebenfalls Vorschläge zur Berücksichtigung sozialer und ökologischer Vergabekriterien erarbeitet hat. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Hierzu gibt es bislang keine Evaluation. Es ist davon auszugehen, dass durch die 
Anschaffung nachhaltiger Produkte die Kosten und Emissionen der Stadt 
langfristig sinken. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Weiterführung eines ambitionierten nachhaltigen Beschaffungswesens. 
Begleitende Veröffentlichung und Kommunikation der Vorgehensweise zur 
Motivation für weitere Kommunen und Unternehmen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtkämmerei

Maßnahmenevaluation 
40 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 26: Energieeffizienter Campus TU Darmstadt 
und h_da 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Mitwirkung der beiden Hochschulen am Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums „Eneff: 
Stadt, Eneff:Wärme – Förderschwerpunkt Campus-Projekte“. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
TU Darmstadt: EnEff:Stadt Campus Lichtwiese (Phase I, Projektlaufzeit  Jan 2016 - Dez 2018) sowie 
EnEff Campus Lichtwiese (Phase II, Teilprojekte der erarbeiteten Lösungen werden umgesetzt) 
werden gefördert. Die h_da nimmt nicht am EnEff Förderprogramm teil, jedoch wird auch hier das 
Thema Energie diskutiert und verschiedene Projekte (Bsp. Haus der Energie) umgesetzt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Am TU -Campus Lichtwiese wurden mehrere Projekte zur energieeffizienten 
Erzeugung und Nutzung von Energie umgesetzt. Das TU -Fernwärmenetz 
beispielsweise wird kontinuierlich ausgebaut und spart jährlich rund 9.600 t CO 2 
ein. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahmen zur Realisierung eines energieeffizienten Campus sollten 
fortgeführt werden. Der Wissensaustausch und die Synergieeffekte zwischen den 
Hochschulstandorten sollten genutzt werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
TU Darmstadt, h_da

Maßnahmenevaluation 
41 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 27: Energieeffizienz in der Stadt- und 
Straßenbeleuchtung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Im Bereich des Stromverbrauchs für Stadt- und Straßenbeleuchtung sollen Strategien für eine bessere 
Energieeffizienz entwickelt und durch ein Stromenergiemanagement systematisch erschlossen 
werden. Dieser Bereich sollte Teilaufgabe des kommunalen Energiemanagements sein.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Insgesamt gibt es in Darmstadt rund 15.100 Straßenleuchten, von denen jährlich rund 500 Stück 
ausgetauscht werden müssen. Seit 2013 werden hierzu in der Stadt nur noch LED -Leuchten 
verwendet. Der Fokus liegt dabei vorerst vor allem auf den inzwischen verbotenen Quecksilberdampf -
Hochdrucklampen.  
Im April 2019 gingen in Wixhausen zudem die ersten adaptiven Straßenbeleuchtungen in Betrieb. 
Mittels eines Sensors werden auf dem Schleifweg, je nach Betrieb, die Leuchten gedimmt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Der Bestand an Straßenleuchten wird je nach Bedarf sukzessive mit dem 
energetisch günstigsten Leuchten ersetzt. Auf dem Schleifweg in Wixhausen wird 
durch adaptiven LED -Leuchten bis zu 87  % der Energie gegenüber den 
vorherigen Lampen eingespar t und zudem die nächtliche Lichtverschmutzung 
reduziert. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die weitere Umstellung der bestehenden Straßenbeleuchtung auf LED -Leuchten 
sollte vorangetrieben und zügig abgeschlossen werden. Dazu muss die Anzahl 
der jährlich auszutauschenden Leuchten angehoben werden. Aufgrund der 
engen thematischen Verknüpfung der Maßnahmen 27 - 30 wird empfohlen diese 
zu einer Maßnahme zusammenzufassen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt

Maßnahmenevaluation 
42 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 28: Aufstellung eines gesamtstädtischen 
Lichtplans für die Stadt mit Zielsetzungen des 
Klimaschutzes 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Aufstellung eines kommunalen Lichtplans als Masterplan, um die Potenziale für  Energieeffizienz und 
CO2 -Minderung im Bereich der städtischen Beleuchtung ausschöpfen zu können und dabei 
gleichzeitig die Beleuchtungsqualitäten zu optimieren. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Es wurde bisher kein Lichtplan für die Wissenschaftsstadt Darmstadt erstellt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Da es eine Vereinbarung mit der e -netz Südhessen gibt und der Austausch der 
Beleuchtungsanlagen nach und nach umgesetzt wird (vgl. Maßnahme 27) bedarf 
es keiner Aufstellung eines gesamtstädtischen Lichtplans. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt

Maßnahmenevaluation 
43 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 29: Austausch Leuchtmittel (alle 
Quecksilberdampf-Hochdruckleuchten, 
Leuchtstoffröhren u. Kompaktleuchtstofflampen) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Zügiger und vollständiger Austausch aller Quecksilberdampf -Hochdrucklampen und 
Leuchtstofflampen durch energieeffiziente Leuchtmittel. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Insgesamt gibt es in Darmstadt rund 15.100 Straßenleuchten, von denen jährlich rund 500 Stück 
ausgetauscht werden müssen. Seit 2013 werden hierzu in der Stadt nur noch LED -Leuchten 
verwendet. Der Fokus liegt dabei vorerst vor allem auf den inzwischen verb otenen Quecksilberdampf-
Hochdrucklampen.  
Im April 2019 gingen in Wixhausen zudem die ersten adaptiven Straßenbeleuchtungen in Betrieb. 
Mittels eines Sensors werden auf dem Schleifweg, je nach Betrieb, die Leuchten gedimmt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Der Bestand an Straßenleuchten wird je nach Bedarf sukzessive mit dem 
energetisch günstigsten Leuchten ersetzt. Auf dem Schleifweg in Wixhausen wird 
durch adaptiven LED -Leuchten bis zu 87  % der Energie gegenüber den 
vorherigen Lampen eingespart und zudem d ie nächtliche Lichtverschmutzung 
reduziert. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die weitere Umstellung der bestehenden Straßenbeleuchtung auf LED -Leuchten 
sollte vorangetrieben und zügig abgeschlossen werden. Dazu muss die Anzahl 
der jährlich auszutauschenden Leuchten angehoben werden. Aufgrund der 
engen thematischen Verknüpfung der Maßnahmen 27 - 30 wird empfohlen diese 
zu einer Maßnahme zusammenzufassen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt/ ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
44 
Kommunale 
Liegenschaften und 
Straßenbeleuchtung 
Maßnahme 30: Einsatz neuer Lampentechniken (LED) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Modernisierung der städtischen Straßenbeleuchtung in Richtung möglichst hoher Energieeffizienz. 
Nahezu eine Halbierung des derzeitigen CO 2-Ausstoßes bis 2020 sollte angestrebt werden. Die 
Möglichkeiten des Einsatzes der LED-Technologie sind so umfassend wie möglich zu nutzen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Insgesamt gibt es in Darmstadt rund 15.100 Straßenleuchten, von denen jährlich rund 500  Stück 
ausgetauscht werden müssen. Seit 2013 werden hierzu in der Stadt nur noch LED -Leuchten 
verwendet. Der Fokus liegt dabei vorerst vor allem auf den inzwischen verbotenen Quecksilberdampf -
Hochdrucklampen. 
Im April 2019 gingen in Wixhausen zudem die ers ten adaptiven Straßenbeleuchtungen in Betrieb. 
Mittels eines Sensors werden auf dem Schleifweg, je nach Betrieb, die Leuchten gedimmt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Der Bestand an Straßenleuchten wird je nach Bedarf sukzessive mit dem 
energetisch günstigsten Leuchten ersetzt. Auf dem Schleifweg in Wixhausen wird 
durch adaptiven LED -Leuchten bis zu 87  % der Energie gegenüber den 
vorherigen Lampen eingespart und zudem d ie nächtliche Lichtverschmutzung 
reduziert. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die weitere Umstellung der bestehenden Straßenbeleuchtung auf LED -Leuchten 
sollte vorangetrieben und zügig abgeschlossen werden. Dazu muss die Anzahl 
der jährlich auszutauschenden Leuchten angehoben werden. Aufgrund der 
engen thematischen Verknüpfung der Maßnahmen 27 - 30 wird empfohlen diese 
zu einer Maßnahme zusammenzufassen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt/ ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
45 
 Handlungsfeld „Wohngebäude“ 3.2.4
Wohngebäude Maßnahme 31: Verstärkte energetische Sanierung von 
Wohngebäuden der großen Wohnungsunternehmen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Energetische Sanierung des unsanierten bzw. geringfügig oder langjährig zurückliegend sanierten 
Bestandes (50er, 70er Jahre) der Wohnungsunternehmen auf einen energetischen Standard, der im 
Durchschnitt zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs von mindestens 50 % führt.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen wurden in zahlreiche Vierteln Projekte zur Erhaltung, 
Verbesserung und Umgestaltung von bestehender Substanz durchgeführt. So wird beispielsweise die 
Postsiedlung (bauverein AG) mit Gebäude aus den 1950er Jahren umfangreich energetisch saniert. 14  
Evaluation 
Auswirkung:  
Nach Abschluss des Quartiersumbaus in der Postsiedlung soll eine Reduktion 
des Primärenergiebedarfes um 78 % sowie eine Verringerung der CO 2-
Emissionen um 77 % erreicht werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" werden a uch zukünftig 
weitere Stadtteile modernisiert und an die aktuellen Standards angepasst. Auch 
eine Austauschplattform für Wohnungsbauunternehmen ist denkbar, um weitere 
Synergieeffekte zu nutzen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Bauverein, Nassauische Heimstätte, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Hessen, Deutsche 
Annington, Eisenbahn Baugenossenschaft 
  
                                                
14 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: 
https://architektur.bauvereinag.de/Postsiedlung_Moltke_Oppenheimer_und_Binger_Strasse

Maßnahmenevaluation 
46 
Wohngebäude 
Maßnahme 32: Förderung von Instrumenten zur 
Transparenz der Warmmietenkosten (z. B. Heizspiegel, 
Energieausweise) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch eine Abbildung der Energiekosten bei Mietwohnungen über Instrumente wie Mietspiegel oder 
Heizspiegel entsteht eine höhere Markttransparenz, die Anreize schafft bzw. die Nachfrage erhöht, 
den Energieverbrauch im Mietwohnungsbereich zu senken. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Seit Mai 2014 ist die Vorlage eines Energieausweises bei Vermietung Pflicht. Zudem gibt es das 
kostenfreie Angebot eines bundesweiten Heizspiegels. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Durch die veränderten Rahmenbedingungen besteht keine Notwendigkeit zur 
Weiterentwicklung/ Erstellung eines entsprechenden Instruments. Das Thema 
kann in Maßnahme 33 integriert werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
47 
Wohngebäude Maßnahme 33: Unterstützung von Mietern in 
Energieineffizienten Wohnungen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Systematische Verbreitung von Informationen für Selbstbeurteilung von Mietern zur energetischen 
Situation der  Wohnung, inklusive Übernahme von Beratungsaktivitäten. Die Informations - und 
Beratungsangebote sind besonders auf einkommensschwache Haushalte und Haushalte mit 
Migrationshintergrund auszurichten, da diese überproportional in Gebäuden wohnen, die energeti sch 
Defizite aufweisen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Es wurde ein Arbeitskreis eingerichtet, der sich mit dem Thema Energiesparen in 
einkommensschwachen Haushalten beschäftigt. Die Stadt bietet Informationen zum Thema 
Energiesparen auf ihrer Homepage und über Handreichungen an. Außerdem bietet die Caritas einen 
Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte an. Dieser bietet auch die Möglichkeit einen 
Zuschuss zur Anschaffung eines energieeffizienten Haushaltsgeräts zu erhalten.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Es wurden 645 Stromsparchecks in Darmstädter Haushalten durchgeführt. Die 
Förderung zum Austausch eines Kühlgeräts wurde von 72 Teilnehmern in 
Anspruch genommen, wodurch ca. 92 t CO 2 über die gesamte Lebensdauer der 
Geräte eingespart werden kann. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Aktivitäten sollten weiter fortgeführt werden. Dem Arbeitskreis kommt dabei 
als koordinierende Stelle eine besondere Bedeutung zu. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Sozialamt, Umweltamt, Mieterbund, Verbraucherberatung, Wohnungsunternehmen

Maßnahmenevaluation 
48 
Wohngebäude Maßnahme 34: Vermieter-Mieter-Kooperationsmodelle für 
den Einsatz von EE-Anlagen in Mietwohngebäuden 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erhöhung des Einsatzes von erneuerbaren Energien in Mietshäusern durch gemeinschaftliche 
Beteiligung von Mietern und Vermietern. Es gilt zu prüfen, welche Organisations - und 
Finanzierungsmodelle zu entwickeln sind, um derartige Kooperationen zu ermöglichen . In 
Modellprojekten sind diese Kooperationen in der Praxis zu testen. Bei Erfolg können die Erfahrungen 
Multiplikatorenwirkung entfalten. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Mieterstrommodelle sind mittlerweile besser erprobt und es gibt einige erfolgreiche Beispielprojekte. 
Seit 2017 sind die Rahmenbedingungen im Mieterstromgesetz verankert. Die Stadt Darmstadt hat 
diesbezüglich bislang keine spezifischen Projekte umgesetzt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Thema Mieterstrom sollte in die Beratungsangebote der Stadt integriert 
werden. Darüber hinaus könnte ein erfolgreiches Beispiel öffentlichkeitswirksam 
kommuniziert werden. Dabei wäre die Kooperation mit einem 
Wohnungsbauunternehmen denkbar.  
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
49 
Wohngebäude Maßnahme 35: Energetische Sanierung Wohngebäude 
(Privateigentümer) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ziel ist die Erhöhung der Sanierungsrate und des Sanierungsstandards von Wohngebäuden. Hierfür 
soll ein ganzes Spektrum an Maßnahmen eingesetzt werden, von der Bekanntmachung und 
Unterstützung beispielhafter energetischer Sanierungen bis hin zur allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit. 
Energieberatung und Öffentlichkeitsarbeit besitzen dabei eine Schlüsselrolle. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
In diesem Bereich werden mehrere Projekte durchgeführt. Es wurde das Netzwerk regionale 
Energiegemeinschaft Südhessen e. V. gegründet (vgl. Maßnahme 36). Seit 2016 werden in Darmstadt 
jährliche "Modernisierungskonvois" durchgeführt (vgl. Maßnahmen 37, 38 und 40). Des Weiteren 
wurde der Klimaschutzwettbewerb "Nachhaltiges Bauen" entwickelt (vgl. Maßnahme 43).  
Evaluation 
Auswirkung:  
Diese Maßnahme kann als übergeordnete Einheit über alle Bemühungen im 
Bereich der energetischen Gebäudesanierung verstanden werden. Die einzelnen 
Elemente tragen zu einer Reduktion der THG-Emissionen bei. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme sollte fortgesetzt und intensiviert werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt, Umweltamt

Maßnahmenevaluation 
50 
Wohngebäude Maßnahme 36: Aufbau eines kommunalen 
Beratungsnetzwerks energetische Gebäudesanierung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es soll ein Beratungsnetzwerk aufgebaut werden, welches für Privateigentümer als Ansprechpartner, 
Vermittler und Kümmerer zur Unterstützung energetischer Sanierungen zur Verfügung steht.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die regionale Energiegemeinschaft Südhessen e.V. (REGS) dient als "Treffpunkt" zum Networking für 
Energieberater und umsetzende Handwerksbetriebe. Sukzessiv werden neue qualifizierte Mitglieder 
gewonnen, die Fachleute auf ihren Teilgebieten sind und sich s o untereinander ergänzen. Die 
Effizienz:Klasse GmbH, welche die Modernisierungskonvois durchführt, ist aus dem Verein heraus 
entstanden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Diese Partnerschaft stärkt und fördert die Zusammenarbeit aller Beteiligten in der 
Region. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Anfang 2019 hat sich eine Kooperation mit dem Bildungsträger "Die 
Handwerksschule" ergeben, wodurch nun verstärkt auf die Weiterbildung von 
Energieberatern und Handwerksbetrieben zum Thema energetische Sanierung 
gesetzt wird. Die erfolgreiche Netzwerkarbeit sollte fortgesetzt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
51 
Wohngebäude Maßnahme 37: Konzeptberatung zur schrittweisen 
Sanierung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es soll darüber aufgeklärt werden, wie auch schrittweise Sanierungen sinnvoll vollzogen werden 
können. Dadurch kann die Hemmschwelle, energetische Sanierungen in Angriff zu nehmen, 
herabgesetzt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen der Modernisierungskonvois umgesetzt. Seit 2016 werden in 
Darmstadt jährliche "Modernisierungskonvois" durchgeführt. Dabei werden in einem oder zwei 
ausgewählten Stadtsteilen kostenlose Energieberatungen und Thermografie -Aufnahmen angeboten. 
Bisher wurde diese Maßnahme in den Stadtteilen Heimstättensiedlung, Arheilgen, Waldkolonie, der 
Siedlung Tann, Bessungen sowie Wixhausen durchgeführt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Modernisierungskonvois haben Sanierungen in den ausgewählten Quartieren 
angestoßen. Die jeweils durchgeführten Beratungen und daraus resultierenden 
energetischen Sanierungsmaßnahmen sind durch Befragungen dokumentiert.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Modernisierungskonvoi ist ein erfolgreiches Projekt, welches ein Vorbild für 
andere Städte sein kann. Die Fortsetzung in weiteren Stadtteilen ist geplant. 
Durch die Modernisierungskonvois werden die Maßnahmen 37 und 38 des IKSK 
umgesetzt. Des Weiteren werden Thermografien (Maßnahme 40) im Rahmen 
der Modernisierungskonvo is einbezogen. Es empfiehlt sich daher, diese 
Maßnahmen zusammenzulegen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
52 
Wohngebäude Maßnahme 38: Kampagne Energieberater ins Haus 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Eine oder mehrere kampagnenartige, aufsuchende Energieberatungen sollen organisiert werden, um 
möglichst viele private Hauseigentümer über eine energetische Erstberatung zu erreichen. Dadurch 
soll die Quote für energetische Sanierungen bei privaten Hauseigentümern e rhöht werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen der Modernisierungskonvois umgesetzt. Seit 2016 werden in 
Darmstadt jährliche "Modernisierungskonvois" durchgeführt. Dabei werden in einem oder zwei 
ausgewählten Stadtsteilen kostenlose Energieberatungen und Thermografie -Aufnahmen angeboten. 
Bisher wurde diese Maßnahme in den Stadtteilen Heimstättensiedlung, Arheilgen, Waldkolonie, der 
Siedlung Tann, Bessungen sowie Wixhausen durchgeführt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Modernisierungskonvois haben Sanierungen in den ausgewählten Quartieren 
angestoßen. Die jeweils durchgeführten Beratungen und daraus resultierende 
energetische Sanierungsmaßnahmen sind durch Befragungen dokumentiert.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Modernisierungskonvoi ist ein erfolgreiches Projekt, welches ein Vorbild für 
andere Städte sein kann. Die Fortsetzung in weiteren Stadtteilen ist geplant. 
Durch die Modernisierungskonvois werden die Maßnahmen 37 und 38 des IKSK 
umgesetzt. Des Weiteren werden Thermografien (Maßnahme 40) im Rahmen 
der Modernisierungskonvois einbe zogen. Es empfiehlt sich daher, diese 
Maßnahmen zusammenzulegen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, Energieberater, Energie- und Verbraucherberatung

Maßnahmenevaluation 
53 
Wohngebäude Maßnahme 39: Handwerker als Energieberater nutzen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Handwerker können Erstberatungen für energetische Sanierungen durchführen. Die Hessische 
Energiesparaktion bietet Kurse für Handwerker an, diese für eine energetische Erstberatung zu 
schulen. In Darmstadt sollten kontinuierlich entsprechende Schulungskurse angeboten werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen der Regionalen Energiegemeinschaft Südhessen e.V. umgesetzt. Die 
Mitgliedsunternehmen werden in Workshops und Seminaren zu aktuellen Entwicklungen in den 
Themenfeldern Energie und Umwelt geschult. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Weiterbildung und den kontinuierlichen Austausch der 
Hankwerksunternehmen können energetische Erstberatungen bei Kunden 
durchgeführt und energetische Sanierungen angeregt werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch in Zukunft werden weiterhin Schulungen für Handwerker angeboten, 
sodass diese auf dem aktuellsten Stand der Technik bleiben und den Kunden die 
bestmöglichen Empfehlungen geben können. Aufgrund der thematischen 
Überschneidung mit Maßnahme 35 wird eine Zusammenlegung empfohlen.  
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Handwerkskammer, Innungen, Regionalen Energiegemeinschaft Südhessen e.V., Hessische 
Energiesparaktion

Maßnahmenevaluation 
54 
Wohngebäude Maßnahme 40: Nutzung der Thermalbefliegung für 
Energieberatung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Mit der Thermalbefliegung  liegen Informationen zur thermischen Qualität aller Gebäude der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt vor (Winterhalbjahr 2012/2013). Diese Informationen sollen 
zielgerichtet für Energieberatungen eingesetzt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Es hat bereits 2012/2013 eine Thermalbefliegung der Stadt Darmstadt stattgefunden. Die 
vorhandenen, hoch aufgelösten Daten zu einzelnen Gebäuden wurden jedoch bisher noch nicht weiter 
verwendet. Im Rahmen der Modernisierungskonvois werden Thermografien der Gebäude angefertigt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit den Thermografie -Aufnahmen können Hausbesitzern anschaulich 
Schwachstellen in der Gebäudehülle aufgezeigt und Sanierungsmaßnahmen 
nahegelegt werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Modernisierungskonvoi ist ein erfolgreiches Projekt, welches ein Vorbild für 
andere Städte sein kann. Die Fortsetzung in weiteren Stadtteilen ist geplant. 
Durch die Modernisierungskonvois werden die Maßnahmen 37 und 38 des IKSK 
umgesetzt. Des Weiteren werd en Thermografien (Maßnahme 40) im Rahmen 
der Modernisierungskonvois einbezogen. Es empfiehlt sich daher, diese 
Maßnahmen zusammenzulegen. 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Vermessungsamt, Umweltamt

Maßnahmenevaluation 
55 
Wohngebäude Maßnahme 41: Energieberatung für "Neu-Bauherren" 
Beschreibung nach IKSK 2013 
„Neu-Bauherren“ sollten an den Stellen, an denen sie mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt in 
Kontakt treten, z. B. Bauamt, Einwohnermeldeamt usw. gezielt auf das Thema klimafreundliches 
Bauen aufmerksam gemacht werden und Hinweise erhalten, welche Beratungsmöglichkeiten am Ort 
gegeben sind. Hierfür könnte auch eine eigene Informationsbroschüre erstellt werden, die jedem 
„Neu-Bauherren“ zugeschickt oder an den oben genannten Stellen übergeben wird. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Bisher keine Umsetzung. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Bereitstellung von Informationsmaterial bezüglich klimafreundlichem Bauen  
kann ohne großen Aufwand und hohe Kosten realisiert werden. Aufgrund der 
thematischen Verknüpfung zu Maßnahme 42 wird eine Zusammenlegung 
empfohlen. 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
56 
Wohngebäude Maßnahme 42: Unterstützung des Baus von Plus-Energie-
Häusern 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Stadt unterstützt den Bau von Plus -Energie-Häuser durch kostenreduzierte Grundstücke und 
spezielle Beratungsangebote. Pro Jahr soll ein Plus-Energie-Haus gefördert werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Bisher keine Umsetzung. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Da für den Bau von Plus -Energie-Häusern Fördermittel auf Bundes - und 
Landesebene existieren, ist eine Umsetzung der Maßnahme derzeit nicht 
geplant. Eine Beratung zu den unterschiedlichen Förderprogrammen kann in 
Maßnahme 41 integriert werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
57 
Wohngebäude Maßnahme 43: Initiierung und Bekanntmachung von 
Muster-Sanierungen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch beispielhafte Muster -Sanierungen sollen Hauseigentümer und Investoren Anreize zur 
Sanierung der eigenen Gebäude erhalten. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Klimaschutzwettbewerbs "Nachhaltiges Bauen" angegangen. 
Dieser wurde von der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Themengruppe Klimaschutz der lokalen 
Agenda 21 entwickelt und wird 2019 erstmals durchgeführt. Dabei  können sich private Bauherrin nen 
und Bauherren, Wohnungsbaugesellschaften und Baugenossenschaften mit gelungenen Neubauten, 
Bestandssanierungen oder Einzelmaßnahmen bewerben. Die eingereichten Projekte werden durch 
eine unabhängige Fachjury beurteilt. Die ausgewählten Preisträger werd en anschließend im Rahmen 
einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und ausgezeichnet. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Der Wettbewerb wird öffentlichkeitswirksam durchgeführt und fördert die 
Bekanntheit von erfolgreichen Sanierungsprojekten, was zum Nachahmen  
ermutigt. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Wettbewerb soll jährlich fortgeführt werden. Wichtig ist dabei die 
öffentlichkeitswirksame Darstellung der Preisträger. Dazu könnten beispielsweise 
Steckbriefe der mustergültigen Projekte veröffentlicht und Begehungstermine 
vereinbart werden. Eine Ausweitung des Wettbewerbs auf gewerbliche Gebäude 
ist denkbar (Maßnahme 89). Darüber hinaus könnten die beiden Maßnahmen 
133 und 134 aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit mit dieser Maßnahme 
verknüpft werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
58 
 Handlungsfeld „Mobilität“ 3.2.5
Mobilität Maßnahme 44: Erstellung eines regionalen Mobilitäts- 
und Verkehrskonzeptes 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erstellung eines regionalen Mobilitäts - und Verkehrskonzeptes als inhaltlich und räumlich 
übergreifendes Instrument zur Koordination des Verkehrssystems in Richtung einer Förderung des 
Umweltverbundes. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Mobilitätskonzepts 2030+ umgesetzt. Dieses wir derzeit parallel 
zum Masterplan 2030+ erstellt und beinhaltet eine moderne und nachhaltige 
Mobilitätsentwicklungsplanung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Ein erster Verkehrsgipfel 
zwischen Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Dezember 2019 
stattgefunden.15  
Evaluation 
Auswirkung:  
Das Mobilitätskonzept 2030+ ist auf die Stärkung des Umweltverbundes 
ausgerichtet. Dadurch können Emissionen und Lärmbelästigung reduziert und 
die Luftqualität verbessert werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Ergebnisse des Mobilitätskonzeptes 2030+ werden voraussichtlich 2020  im 
Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung und einer Ausstellung vorgestellt. Im 
Anschluss ist die strategische Umsetzung sicherzustellen. D as Mobilitätskonzept 
gilt als Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 2006. Daher wird die 
Zusammenlegung der Maßnahmen 44 und 45 unter dem Überbegriff 
"Mobilitätskonzept 2030+"empfohlen. 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität 
  
                                                
15 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.dadina.de/projekte/verkehrsgipfel/

Maßnahmenevaluation 
59 
Mobilität 
Maßnahme 45: Fortschreibung des 
Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) mit Schwerpunkt 
Klimaschutz 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Bei der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans soll der Klimaschutz in den Mittelpunkt gestellt 
werden. Eine Koordination mit dem regionalen Mobilitäts- und Verkehrskonzept ist sicherzustellen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Mobilitätskonzepts 2030+ umgesetzt. Dieses wir derzeit parallel 
zum Masterplan 2030+ erstellt und beinhaltet eine moderne und nachhaltige 
Mobilitätsentwicklungsplanung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Das Mobilitätskonzept 2030+ ist auf die Stärkung des Umweltverbundes 
ausgerichtet. Dadurch können Emissionen und Lärmbelästigung reduziert und 
die Luftqualität verbessert werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Ergebnisse des Mobilitätskonzeptes 2030+ werden voraussichtlich 2020  im 
Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung und einer Ausstellung vorgestellt. Im 
Anschluss ist die strategische Umsetzung sicherzustellen. Das Mobilitätskonzept 
gilt als Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 2006. Daher wird die 
Zusammenlegung der Maßnahmen 44 und 45 unter dem Überbegriff 
"Mobilitätskonzept 2030+"empfohlen. 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
60 
Mobilität 
Maßnahme 46: Keine zusätzlichen Anreize zur Steigerung 
des motorisierten Individualverkehrs durch 
Straßenneubau 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Vermeidung des Baus neuer Hauptverkehrsstraßen und Verbindungsachsen, um Verkehrsvermeidung 
und Umorientierungen auf den Umweltverbund zu unterstützen 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Außer für die Anbindung/Erschließung neuer Stadtquartiere wurde komplett auf Straßenneubau 
verzichtet und bestehende Pläne verworfen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Vermeidung von neuen Straßen bei gleichzeitig hoher Verkehrsdichte, 
werden mehr Menschen motiviert auf den MIV zu verzichten und auf den ÖPNV, 
Rad- und Fußverkehr umzusteigen. Die Entwicklung des Modal Split über die 
letzten Jahre zeigt, dass diese Verschiebung bereits stattfindet. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch in Zukunft sollte auf Straßenprojekte zugunsten des MIV verzichtet werden, 
um die Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen. 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
61 
Mobilität Maßnahme 47: Umfassendes kommunales 
Mobilitätsmanagement 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Aufbau von Mobilitätsmanagementinitiativen in größeren privaten Unternehmen und öffentlichen 
Einrichtungen, mit dem Ziel durch gezielte Ansprache, allgemeine Informationen und konkreten 
Unterstützungsleistungen die Nutzung des ÖPNV bzw. des Fahrrads im Berufs - und Bildungsverkehr 
zu erhöhen und Fahrgemeinschaf ten zu fördern, um die durchschnittliche Auslastung von Pkws im 
Berufs- und Bildungsverkehr zu erhöhen. Einzelmaßnahmen wie „Bike + Business“ oder Job -Ticket 
sind Teil dieses Mobilitätsmanagements. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Jahre 2014 wurde der Mobilitätsplan für die Stadtverwaltung im Rahmen des Programms 
"südhessen effizient mobil" erstellt. Im Rahmen des Projektes wurde ein Jobticket für städtische 
Mitarbeiter*innen eingeführt. Außerdem werden neue Mitarbeiter*innen kontinuierlich zu m Thema 
Mobilität beraten. Im Jahre 2018 wurde die Dienstmobilitätsordnung verabschiedet welche darauf 
abzielt nur noch nachhaltige Dienstfahrzeuge anzuschaffen und auch sonstige Dienstwege nachhaltig 
abzuwickeln. Seit diesem Jahr (2019) werden die Pläne z um Fahrzeugpool und der Ladeinfrastruktur 
umgesetzt. Des Weiteren ist seit zehn Jahren das Netzwerk Schule und Mobilität aktiv, welches 
Projekte durchführt, bei denen Kinder an ein nachhaltiges und sicheres Mobilitätsverhalten 
herangeführt werden (vgl. Maß nahmen 61, 62 und 82). Seit dem Jahresbeginn 2020 erhalten alle 
Beschäftigten der Stadt ein Jobticket für das gesamte RMV-Gebiet.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch das Angebot des Jobtickets für städtische Mitarbeiter*innen, kann eine 
größere Zahl an Personen dazu bewegt werden, vom MIV auf den ÖPNV 
umzusteigen und so die CO2 -Emissionen zu reduzieren. Auch der Umstieg auf 
Elektrofahrzeuge kann hierzu einen Beitrag leisten und zudem eine 
Vorbildfunktion gegenüber den Bürger*innen einnehmen. Dadurch, das s bereits 
Kinder zu mehr Nachhaltigkeit bewegt werden, kann dies auch positive 
Auswirkungen auf das Verhalten der Eltern haben. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Mobilitätsmanagement ist sowohl in der kommunalen Verwaltung als auch in 
Schulen erfolgreich angelaufen. Die Aktivitäten sollten weitergeführt und 
ausgeweitet werden. Beispielsweise können die Erfahrungen mit dem Jobticket 
und der Umstellung des eigenen Fuhrparks in ein Beratungsangebot für 
Unternehmen einfließen. Unterstützung bietet die Geschäft sstelle Elektromobilität 
"Strom bewegt" der hessischen Landesenergieagentur. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, Großbetriebe, große Bildungseinrichtungen (TUD, h_da, 
Berufsschulzentrum Nord)

Maßnahmenevaluation 
62 
Mobilität Maßnahme 48: Integriertes Ticketing für alle 
Verkehrsmittel 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ein integriertes Ticketing, überschreitet Grenzen der verschiedenen Verkehrsmittel. Das heißt, es 
reduziert sich nicht auf die Mittel des ÖPNV, sondern nimmt auch Mietfahrräder und Mietautos in das 
System mit auf. Ziel der Maßnahme ist die Förderung einer multimodalen Nutzung von 
Verkehrsmitteln zur Stärkung des Umweltverbundes sowie die Erhöhung des Anteils des 
Umweltverbundes am Modal Split. 
 
Für die Wi ssenschaftsstadt Darmstadt wäre zu prüfen, welche Formen des integrierten Ticketings 
(auch mit welcher Preisstaffelung) für die Stadt angemessen wäre und inwieweit öffentliche 
Verkehrsträger wie DADINA oder RMV und private Unternehmen, zum Beispiel im Bere ich des Car -
Sharings, zu einer Zusammenarbeit bewegt werden können. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Für die Umsetzung dieser Maßnahme ist es notwendig, dass öffentliche Verkehrsträger mit privaten 
Unternehmen zusammenarbeiten. Die Stadt hat hierauf kaum Einfluss. Es sind bereits erste 
Bestrebungen erkennbar, wie beispielsweise die Möglichkeit Tickets des  RMV über die App der DB zu 
erwerben. Auch Anbieter von Bike - und Carsharing arbeiten in einigen Fällen mit Unternehmen des 
ÖPNV zusammen (z.B. Call-a-Bike, Flinkster). 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Mobilitätsangebote wird die 
klimafreundliche Fortbewegung gefördert. Hierzu sind erste Ansätze vorhanden, 
es besteht aber noch viel Luft nach Oben zu einer umfassenden Multimodalität.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Eine Umsetzung dieser Maßnahme auf kommunaler Ebene erscheint nicht 
sinnvoll, da eine Insellösung nicht zielführend ist. Außerdem hat die Stadt auf die 
entsprechenden Unternehmen kaum Einflussmöglichkeiten. Es wird daher 
empfohlen die Maßnahme nicht weiter zu verfolgen. Bzw. über die zuständigen 
Gremien, wie z.B. den RMV voranzutreiben. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
RMV/dadina

Maßnahmenevaluation 
63 
Mobilität Maßnahme 49: Ausbau des ÖPNV 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Verbesserung der Infrastruktur des ÖPNVs und der Anbindungen (z. B. Verlängerung des 
Straßenbahnnetzes, Einrichtung von Tangentialverbindungen). Durch die Verbesserung der 
Taktzeiten, Steigerung des Fahrkomforts und guter Informationsangebote erhöht sich die Attraktivität 
des ÖPNVs für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Darmstadt. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der Ausbau des ÖPNV wird kontinuierlich vorangetrieben. Dies spiegelt sich auch in der 
Fortschreibung des Nahverkehrsplan 2019 wider. Zum Fahrplanwechsel 2021/22 soll die 
Lichtwiesenbahn in Betrieb gehen. Die Verlänger ung der Straßenbahnlinie 3 befindet sich aktuell in 
der Planung und soll dann das Cambrai -Fritsch/ Jefferson -Areal anbinden. Darüber hinaus ist die 
Einrichtung einer Straßenbahnverbindung nach Groß Zimmern mit möglicher Verlängerung nach 
Weiterstadt in Prü fung.16  Im Jahr 2019 waren in Darmstadt testweise Elektrobusse unterwegs, bis 
zum Jahre 2025 soll die gesamte Flotte auf E-Antrieb umgestellt sein.17 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Entwicklung des Modal Split in Darmstadt zeigt, dass sich der Anteil des 
Öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen leicht verbessert hat. 
Nach Angaben der HEAG mobilo GmbH werden durch den Umstieg auf E -Busse 
und der Verwendung von Ökostrom j ährlich 6.600 t CO2 vermieden. Da durch 
den Ausbau der Lichtwiesenbahn weniger Busse zwischen der Darmstädter 
Innenstadt und der Lichtwiese pendeln, kommt es hier ebenfalls zu einer 
Minderung der CO2-Emissionen um 354 t/a. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der ÖPNV soll kontinuierlich ausgebaut und auf klimafreundliche Antriebe 
umgestellt werden. Aufgrund der engen Verzahnung der Maßnahmen 49 und 50 
empfiehlt sich eine Zusammenlegung. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, RMW/dadina, HEAG mobilo 
  
                                                
16 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.dadina.de/projekte/verkehrsgipfel  
17 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.heagmobilo.de/de/elektrobusse

Maßnahmenevaluation 
64 
Mobilität Maßnahme 50: Ausbau des Straßenbahnnetzes 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch den Ausbau des Straßenbahnnetzes, z. B. nach Weiterstadt oder Wixhausen, erfolgt eine 
verbesserte Anbindung, die einen Umstieg von zahlreichen Einpendlern oder von Personen, die in der 
Innenstadt von Darmstadt einkaufen oder Freizeitaktivitäten in Darmstadt nachgehen wollen, auf den 
ÖPNV und somit auf einen Teil des Umweltverbundes erleichtern. Weitere Steigerungen der 
Fahrgastzahlen können durch oben genannte Verbesserungen erreicht werden. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der Ausbau des ÖPNV wird kontinuierlich vorangetrieben. Dies spiegelt sich auch in der 
Fortschreibung des Nahverkehrsplan 2019 wider. Zum Fahrplanwechsel 2021/22 soll die 
Lichtwiesenbahn in Betrieb gehen. Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 befindet si ch aktuell in 
der Planung und soll dann das Cambrai -Fritsch/ Jefferson -Areal anbinden. Darüber hinaus ist die 
Einrichtung einer Straßenbahnverbindung nach Groß Zimmern mit möglicher Verlängerung nach 
Weiterstadt in Prüfung. 18  Im Jahr 2019 waren in Darmstad t testweise Elektrobusse unterwegs, bis 
zum Jahre 2025 soll die gesamte Flotte auf E-Antrieb umgestellt sein.19  
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Entwicklung des Modal Split in Darmstadt zeigt, dass sich der Anteil des 
Öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen leicht verbessert hat. 
Nach Angaben der HEAG mobilo GmbH werden durch den Umstieg auf E -Busse 
und der Verwendung von Ökostrom j ährlich 6.600 t CO2 vermieden. Da durch 
den Ausbau der Lichtwiesenbahn weniger Busse zwischen der Darmstädter 
Innenstadt und der Lichtwiese pendeln, kommt es hier ebenfalls zu einer 
Minderung der CO2-Emissionen um 354 t/a. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der ÖPNV soll kontinuierlich ausgebaut und auf klimafreundliche Antriebe 
umgestellt werden. Aufgrund der engen Verzahnung der Maßnahmen 49 und 50 
empfiehlt sich eine Zusammenlegung. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, RMW/dadina, HEAG mobilo 
  
                                                
18 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.dadina.de/projekte/verkehrsgipfel  
19 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.heagmobilo.de/de/elektrobusse

Maßnahmenevaluation 
65 
Mobilität Maßnahme 51: Neue Finanzierungsmodelle für den ÖPNV 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Der ÖPNV wird nicht kostendeckend betrieben, sondern ist auf Subventionen durch die öffentliche 
Hand angewiesen. Auf Grund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten muss geprüft werden, ob 
neue Finanzierungsmodelle zur Erschließung zusätzlicher finanzieller Ressourcen für den ÖPNV 
entwickelt werden können. 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die lokale Nahverkehrsorganisation DADINA ist ein gemeinsamer Zweckverband des Landkreises 
Darmstadt-Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Auch im überregionalen RMV ist 
Darmstadt neben anderen Städten und Landkreisen sowie dem Land Hessen vertrete n. Darüber 
hinaus unterstützt der Bund die Finanzierung des ÖPNV über Regionalisierungsmittel. Alternative 
Finanzierungsmöglichkeiten wie beispielsweise eine Bürgerabgabe wurden bislang nicht eingeführt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
Zukünftiges Vorgehen: 
Für die Finanzierung des ÖPNV beispielsweise über eine Bürgerabgabe müssten 
zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt werden. Es wäre sinnvoll 
hier eine überregionale Lösung zu finden. 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
RMV/dadina, HEAG mobilo

Maßnahmenevaluation 
66 
Mobilität 
Maßnahme 52: Prüfung des Modells der Stadt Hasselt 
(Belgien), kostenlose Nutzung des ÖPNV, auf 
Übertragbarkeit 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Stadt Hasselt  in Belgien zeigt, dass unkonventionelle Wege wie kostenlose Nutzung des ÖPNV 
diesen stark im positiven Sinne beeinflussen können. Da in Hasselt spezifische Bedingungen 
vorlagen, ist zu prüfen, inwieweit dieses Modell auf Darmstadt übertragbar ist.  
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Das Konzept des komplett kostenlosen ÖPNV wird mittlerweile auch in Deutschland vielerorts 
diskutiert. Die Stadt Augsburg hat zu Beginn des Jahres 2020 eine kostenlose City -Zone eingeführt 
um den Park -Such-Verkehr zu reduz ieren. Zusätzlich wird eine Art Flatrate für die Nutzung von 
Nahverkehr, Leihrädern und Carsharing angeboten. Die Rhein -Main-Region hat sich als Modellregion 
für die Einführung eines 365 € -Jahrestickets beworben. Die Initiative des Bundesverkehrsministeriu ms 
fördert die Nutzung des ÖPNV durch Übernahme der anfallenden Restkosten.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Ein kostenloser/ -günstiger ÖPNV führt zu einem weiteren Umstieg zu Gunsten 
des Umweltverbundes und somit zu einer Reduktion der CO 2-Emissionen. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Je nachdem, ob die Rhein -Main-Region als eine von 10 Modellregionen 
ausgewählt wird, müssen die nächsten Schritte geprüft werden. Eine Einführung 
vergünstigter Jahresabos  kann natürlich auch ohne die Förderung durch den 
Bund erfolgen. Dabei sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und somit der 
Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsträgern (Carsharing, Bike and Ride 
etc.) erleichtert werden. Hierzu sollten die beteiligt en Verkehrsunternehmen eng 
zusammenarbeiten. Aufgrund der thematischen Überschneidung der 
Maßnahmen 52 - 56 wird eine Zusammenfassung dieser Maßnahmen unter dem 
Titel "Tarifgestaltung ÖPNV" empfohlen. 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, RMW/dadina, HEAG mobilo

Maßnahmenevaluation 
67 
Mobilität Maßnahme 53: Anreize für ÖPNV-Nutzung durch 
Tarifgestaltung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch eine veränderte Tarifgestaltung, die zusätzliche Anreize zur Nutzung des ÖPNV schafft, sollen 
Neukunden gewonnen werden. Dazu gehören beispielsweise die Einführung einer Umweltkarte, 
Kurzzeit- und Kurzstreckentarife, Verknüpfungen mit Rabatten beim Einzelhandel oder Verknüpfungen 
mit Vergünstigungen für die Nutzung von anderen Verkehrsmittel n (Leihfahrräder, Car -Sharing-
Fahrzeuge, Fernzüge). 
Aktueller Umsetzungsstand: In Planung 
Das Konzept des komplett kostenlosen ÖPNV wird mittlerweile auch in Deutschland vielerorts 
diskutiert. Die Stadt Augsburg hat zu Beginn des Jahres 2020 eine kostenlose City -Zone eingeführt 
um den Park -Such-Verkehr zu reduzieren. Zusätzlich wird eine Art Fl atrate für die Nutzung von 
Nahverkehr, Leihrädern und Carsharing angeboten. Die Rhein -Main-Region hat sich als Modellregion 
für die Einführung eines 365 € -Jahrestickets beworben. Die Initiative des Bundesverkehrsministeriums 
fördert die Nutzung des ÖPNV du rch Übernahme der anfallenden Restkosten. Darüber hinaus testet 
der RMV derzeit in einem Pilotversuch mit 30.000 Testpersonen ein neues Tarifsystem RMVsmart. 20 
Evaluation 
Auswirkung:  
Ein kostenloser/-günstiger ÖPNV könnte zu einem Umstieg von mehr Menschen 
hin zum ÖPNV führen und so CO2-Emissionen reduzieren. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Je nachdem, ob die Rhein -Main-Region als eine von 10 Modellregionen 
ausgewählt wird, müssen die nächsten Schritte geprüft werden. Eine Einführung 
vergünstigter Jahresabos  kann natürlich auch ohne die Förderung durch den 
Bund erfolgen. Dabei sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und somit der 
Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsträgern (Carsharing, Bike and Ride 
etc.) erleichtert werden. Hierzu sollten die beteiligt en Verkehrsunternehmen eng 
zusammenarbeiten. Aufgrund der thematischen Überschneidung der 
Maßnahmen 52 - 56 wird eine Zusammenfassung dieser Maßnahmen unter dem 
Titel "Tarifgestaltung ÖPNV" empfohlen. 
 
 
Gehen wir es an! 
 
Zuständige Institution(en) 
RMV/dadina, HEAG mobilo 
  
                                                
20 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://sites.rmv.de/rmvsmart

Maßnahmenevaluation 
68 
Mobilität Maßnahme 54: Erweiterung des Konzeptes Mobi-Tick auf 
zusätzliche Nutzergruppen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Über verbindliche Kontingente für einzelne Personengruppen nach dem Vorbild des studentischen 
RMV Semestertickets können für die einbezogene Nutzergruppe kostengünstige Zeitkarten angeboten 
werden. Theoretisch wäre eine jährliche, kommunale ÖPNV -Abgabe aller Haushalte in Darmstadt 
denkbar, ein so genanntes Bürgerticket. Da der ÖPNV in Darmstadt Teil des RMV ist, sind 
Veränderungen von Tarifgestaltungen mit diesem abzustimmen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Bei der Tarifgestaltung des ÖPNVs in Darmstadt hat es seit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes 
einige Änderungen gegeben. Zu Beginn des Schuljahrs 2017/18 wurde ein hessenweites 
Schülerticket eingeführt, welches es Schüler*innen und Auszubildenden ermöglicht für 365 € im Jahr 
Bus und Bahn zu fahren. Ende 2019 wurde ein ähnliches Angebot für Senior*innen geschaffen. 
Außerdem haben immer mehr Unternehm en und Institutionen (unter anderem die Stadt selbst) ein 
Jobticket für ihre Mitarbeiter*innen eingeführt. Weiterhin wurde zum Juni 2019 das Sozialticket 21 
eingeführt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Einige kostengünstige Abo -Angebote sind bereits verfügbar. Die  Ausweitung 
dieses Angebotes führt zu einem weiteren Umstieg von MIV auf ÖPNV. Durch 
das Schülerticket können bereits Kinder an die Thematik nachhaltiger Mobilität 
herangeführt werden. Zudem sind sie nicht auf das Auto/ den Fahrservice ihrer 
Eltern angewiesen, sodass auch hier Emissionen eingespart werden können. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Je nachdem, ob die Rhein -Main-Region als eine von 10 Modellregionen 
ausgewählt wird, müssen die nächsten Schritte geprüft werden. Eine Einführung 
vergünstigter Jahresabos  kann natürlich auch ohne die Förderung durch den 
Bund erfolgen. Dabei sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und somit der 
Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsträgern (Carsharing, Bike and Ride 
etc.) erleichtert werden. Hierzu sollten die beteiligt en Verkehrsunternehmen eng 
zusammenarbeiten. Aufgrund der thematischen Überschneidung der 
Maßnahmen 52 - 56 wird eine Zusammenfassung dieser Maßnahmen unter dem 
Titel "Tarifgestaltung ÖPNV" empfohlen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
RMV/dadina, HEAG mobilo 
                                                
21 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.rmv.de/c/de/fahrkarten/die-richtige-
fahrkarte/alle-fahrkarten-im-ueberblick/lokale-fahrkartenangebote/darmstaedter-sozialticket/ und 
https://rathaus.darmstadt.de/public/getfile.php?iID=2247&cHash=59409565f5cba0f6312631126fc393b
d

Maßnahmenevaluation 
69 
Mobilität Maßnahme 55: Einführung eines Umwelt-Abo 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Das Umwelt -Abo bzw. die Umweltkarte sind besonders kostengünstige Zeitkarten, die in der Regel 
nicht personengebunden sind. Dadurch werden Anreize mit dem Ziel geschaffen, dass mindestens pro 
Haushalt ein Umwelt-Abo bzw. eine Umweltkarte gekauft und genutzt wird. Da der ÖPNV in Darmstadt 
Teil des RMV ist, sind Veränderungen von Tarifgestaltungen mit diesem abzustimmen.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Bei der Tarifgestaltung des ÖPNVs in Darmstadt hat es seit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes 
einige Änderungen gegeben. Zu Beginn des Schuljahrs 2017/18 wurde ein hessenweites Schülerticket 
eingeführt, welches es Schüler*innen und Auszubildenden ermöglicht für 365 € im Jahr Bus und Bahn 
zu fahren. Ende 2019 wurde ein ähnliches Angebot für Senioren geschaffen. Außerdem haben immer 
mehr Unternehmen und Institutionen (unter anderem die Stadt selbst) ein Jobticket für ihre  
Mitarbeiter*innen eingeführt. Weiterhin wurde zum Juni 2019 das Sozialticket 22 eingeführt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Einige kostengünstige Abo -Angebote sind bereits verfügbar. Die Ausweitung 
dieses Angebotes (vgl. Maßnahme 54) führt zu einem weiteren Umstieg von 
MIV auf ÖPNV. Durch das Schülerticket können bereits Kinder an die Thematik 
nachhaltiger Mobilität herangeführt werden. Zudem sind sie nicht auf das Auto/ 
den Fahrservice ihrer Eltern angewiesen, sodass auch hier Emissionen 
eingespart werden können. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Je nachdem, ob die Rhein-Main-Region als eine von 10 Modellregionen 
ausgewählt wird, müssen die nächsten Schritte geprüft werden. Eine 
Einführung vergünstigter Jahresabos kann natürlich auch ohne die Förderung 
durch den Bund erfolgen. Dabei sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt und 
somit der Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsträgern (Carsharing, 
Bike and Ride etc.) erleichtert werden. Hierzu sollten die beteiligten 
Verkehrsunternehmen eng zusammenarbeiten. Aufgrund der thematischen 
Überschneidung der Maßnahmen 52 - 56 wird eine Zusammenfassung dieser 
Maßnahmen unter dem Titel "Tarifgestaltung ÖPNV" empfohlen. 
 
 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
RMV/dadina, HEAG mobilo 
                                                
22 Weitere Informationen hierzu gibt es unter:  https://www.rmv.de/c/de/fahrkarten/die-richtige-
fahrkarte/alle-fahrkarten-im-ueberblick/lokale-fahrkartenangebote/darmstaedter-sozialticket/ und 
https://rathaus.darmstadt.de/public/getfile.php?iID=2247&cHash=59409565f5cba0f6312631126fc393b
d

Maßnahmenevaluation 
70 
Mobilität Maßnahme 56: Günstiger ÖPNV für Gäste 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Darmstadt ist eine Stadt mit zahlreichen Besuchern (Privatbesuche, Konferenzteilnehmer*innen, 
Theaterbesucher*innen, Tourist*innen), mehr als 290.000 angekommene Gäste pro Jahr, die im 
Durchschnitt zwei Tage verbleiben. Eine kostengünstige Gästekarte soll die Besucher animieren, den 
ÖPNV zu nutzen. Da der ÖPNV in Darmstadt Teil des RMV ist, sind Veränderungen von 
Tarifgestaltungen mit diesem abzustimmen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Nahverkehrsorganisation DADINA bietet die Darmstadt Card an, welche sich insbesondere für 
Touristen eignet und die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in der Innenstadt sowie die 
Ermäßigung zahlreicher kultureller Einrichtungen beinhaltet. Zusätzlich gibt es zu bestimmten 
Veranstaltungen vergünstigte Nahverkehrstickets. 23 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die beschriebenen Angebote bieten Besuchern eine gute Möglichkeit 
emissionsarm ohne eigenes Fahrzeug die Stadt zu erkunden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Tickets sollten auch zukünftig weiter angeboten und beworben werden. 
Aufgrund der thematischen Überschneidung der Maßnahmen 52 - 56 wird eine 
Zusammenfassung dieser Maßnahmen unter dem Titel "Tarifgestaltung ÖPNV" 
empfohlen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
RMV/dadina, HEAG mobilo 
  
                                                
23 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.rmv.de/c/de/fahrkarten/die-richtige-
fahrkarte/alle-fahrkarten-im-ueberblick/fahrkarten-fuer-spezielle-anlaesse/kombitickets/#c25620

Maßnahmenevaluation 
71 
Mobilität Maßnahme 57: Umwelt- und energieeffiziente Busflotte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs sind nach und nach auf klimafreundliche Busse 
umzustellen (z. B. konventionelle Busse mit besonders klimaschonenden Abgaswerten, Hybridbusse, 
Erdgasbusse). 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
2019 wurden erste Elektrobusse in Darmstadt getestet. Im Frühjahr 2020 wird die Lieferung von sechs 
batteriebetriebene Standardbusse für Depotladung vom Typ eCitaro erwartet. Bis zum Jahr 2025 soll 
die gesamte Flotte auf E-Antrieb umgestellt sein.24 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Umrüstung der Busflotte auf Elektroantrieb können sowohl die 
Schadstoffemissionen als auch Lärm deutlich reduziert werden. Nach Angaben 
der HEAG mobilo GmbH werden durch den Umstieg auf E -Busse und der 
Verwendung von Ökostrom jährlich 6.600 t CO2 vermieden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Bis zum Jahre 2025 soll die gesamte Busflotte auf elektrische Antriebe 
umgerüstet werden. Die Erfahrungen beim Umstieg auf Elektromobilität können 
in weiteren Bereichen verwendet werden oder anderen Städte als Vorbild dienen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
HEAG mobilo 
  
                                                
24 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.heagmobilo.de/de/elektrobusse

Maßnahmenevaluation 
72 
Mobilität 
Maßnahme 58: Technische Verknüpfung von Eisenbahn- 
und Straßenbahnverkehr (z. B. Karlsruher-, Kasseler-
Modell) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch die technische Kombination von einer leistungsfähigen innerstädtischen Straßenbahn mit einer 
S-Bahn-artigen Erschließung der Region werden einengende Systemgrenzen zwischen Straßenbahn 
und Eisenbahn überwunden, die insbesondere einer attraktiven Stadt -Umland-Verbindung 
zugutekommen können. 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die Realisierung einer Stadt -Land-Bahn (normalspurigen Schienenverbindung in die Innenstadt von 
Darmstadt) wurde nach Durchführung eines Gutachtens einstimmig von Verbandsversammlung der 
DADINA verworfen. Es wäre kein ausreichender Kosten-Nutzen-Faktor zu erwarten. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme hat sich als nicht wirtschaftlich erwiesen und ist daher nicht 
weiterzuverfolgen. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, RMV/dadina

Maßnahmenevaluation 
73 
Mobilität Maßnahme 59: Image-Kampagne zum ÖPNV 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durchführung einer Informations - und Kommunikationskampagne zum ÖPNV, um Nutzer an den 
ÖPNV zu binden und neue Nutzer für den ÖPNV zu gewinnen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Das Angebot des ÖPNV wird regelmäßig beworben. Hierbei arbeiten DADINA, HEAG mobilo  und der 
RMV zusammen. Seit Mitte des Jahres 2019 läuft eine Kampagne zur geregelten Mitnahme von 
Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern im ÖPNV. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Da die Fahrgastzahlen von vielen verschiedenen Rahmenbedingungen (u.a. 
Angebot, Preis, Wetter) abhängen, sind Erfolge durch Kampagnen schwer 
messbar. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Image -Kampagnen sollten weiter fortgeführt werden. Dabei sollte auch die 
positive Wirkung auf die persönliche Emissionsbilanz, die mit der ÖPNV -Nutzung 
einhergeht, hervorgehoben werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, RMW/dadina, HEAG mobilo

Maßnahmenevaluation 
74 
Mobilität Maßnahme 60: Aktion Gehwege frei 
Beschreibung nach IKSK 2013 
In Darmstadt kommt es vielfach vor, dass Autos unbeanstandet auf dem Bürgersteig parken. Diese 
Situation führt zu Problemen für andere Verkehrsteilnehmer. Mit der Aktion Gehwege frei, die in 
anderen Städten bereits praktiziert wird, wird auf diese Situation aufmerksam gemacht und versucht, 
Schritt für Schritt immer mehr Fußwege wieder für den Fußverkehr „zurückzugewinnen“.  
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Es wurde keine umfangreichen Aktionen durchgeführt, bisher kam es nur zu vereinzelten Protesten 
und Aktionen zum Gehwegparken. 25 Im Rahmen des Vorhabens „Parkraumbewirtschaftung“ soll der 
Parkdruck in betroffenen Quartieren gesenkt werden. 26 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
Zukünftiges Vorgehen: 
Derzeit sind mehrere Ideen zur Fußverkehrsförderung in der Diskussion. Im 
Rahmen des Beteiligungsverfahrens "Unser Vorschlag für die Politik", bei dem 
Bürger*innen on - und offline Vorschläge einreichen und über diese Abstimmen 
können, wurden 2019 die meisten Stimmen für den Vorschlag "Gehwege für 
Fußgänger - Gehwegparken ahnden, v.a. wenn weniger als 1m Platz ist" 
vergeben. Dies zeigt einen enormen Handlungsbedarf. Die Umsetzung einer 
strengeren Ahndung von Falschparkern ist in Abstimmung mit dem Ordnungsamt 
einzuführen. 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Netzwerk Schule + Mobilität 
  
                                                
25 Weitere I nformationen hierzu gibt es unter: https://www.echo-
online.de/lokales/darmstadt/leserimpuls-gehwegparken-wird-in-darmstadt-nicht-mehr-
geduldet_19972412 
26 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://da-
bei.darmstadt.de/topic/vorhabenliste/thought/1108

Maßnahmenevaluation 
75 
Mobilität Maßnahme 61: Walking Bus für Schulen und Kindergärten 
Beschreibung nach IKSK 2013 
„Walking Bus“ ist eine Maßnahme, die als Bestandteil des schulischen Mobilitätsmanagements 
umgesetzt werden soll. Kinder sammeln sich an bestimmten „Haltestellen“, um gemeinsam und in 
Begleitung von Erwachsenen den Schulweg  zurückzulegen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Netzwerks Schule & Mobilität umgesetzt. Dieses wurde 2009 als 
Zusammenschluss von rund 20 Institutionen aus den Bereichen Schule und Verkehr gegründet und 
führt regelmäßig Aktionen  in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zur Vermittlung eines 
nachhaltigen Mobilitätsverhaltens durch. Dabei spielt die Gestaltung des Schulwegs eine ze ntrale 
Rolle, z.B. bei der Aktionswoche "Zu Fuß zur Schule" und der Erstellung von Schulwegplänen. Auf der 
Homepage des Netzwerks wird umfangreiches Unterrichtsmaterial bereitgestellt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Schulwegpläne bestehen mittlerweile für 21 Schulen in Darmstadt und 
Darmstadt-Dieburg, das Angebot der Beratung besteht für weitere Schulen. Die 
Emissionsminderungen, welche sich durch die Aktionen erreicht werden, sind 
schwer zu beziffern. Durch jedes Kind, welches nicht mit dem Auto zur Schule 
gefahren wird, werden rund 100g CO2 pro Kilometer gespart. Dies kann je nach 
Anzahl der Schüler und Fahrten einige Tonnen an Emissionen ausmachen.  
Zukünftiges Vorgehen: 
Die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks sollte fortgeführt werden. Die Maßnahmen 
60 und 81 sollten aufgrund der engen thematischen Zusammenhänge zu einer 
gemeinsamen Maßnahme "Mobilitätsmanagement für Kitas und Schulen" 
zusammengeführt werden. Ergänzend können über die Kommunalrichtlinie 
"Energiesparmodelle für Kitas und Schulen" weitere Klimasc hutzaktionen sowie 
geringinvestive Maßnahmen gefördert werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Netzwerk Schule + Mobilität

Maßnahmenevaluation 
76 
Mobilität Maßnahme 62: Radverkehrsförderung als Leitprojekt 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Stadt hat bereits verschiedene Aktivitäten ergriffen, um die Infrastruktur für den Radverkehr zu 
verbessern und auf die Vorteile des Radverkehrs aufmerksam zu machen (z. B. StadtRadeln, 
besondere Aktionen zu autofreien Tagen). Im Klimaschutzkonzept 201 3 wurde das Ziel formuliert, 
dass der Anteil des Radverkehrs am Modal Split von 15 % auf 20 % erhöht wird. Im Rahmen der 
Radstrategie 2019 wurde festgelegt, dass bis 2030 ein Radverkehrsanteil von 30 % erreicht werden 
soll.27  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Bereich der Radverkehrsförderung wurden eine Reihe von Projekte umgesetzt, welche im 
Folgenden aufgezählt werden: 
 Der Magistrat der Stadt hat im Juni 2019 die Umsetzung der Radverkehrsstrategie beschlossen. 
Diese beinhaltet insgesamt 23 Punkte.28 
 Das Förderprojekt "Heinerbike" umfasst 6 E-Lastenräder, die kostenlos ausgeliehen werden 
können. Das Angebot wird seit Anfang an sehr gut genutzt. Die Räder sind fast durchgängig 
belegt. 
 Die AG Fahrrad führt jährlich einen Fahrradaktionstag durch. Außerdem nimmt die Stadt an der 
bundesweiten Aktion StadtRadeln teil. 
 Infrastruktur: Ausbau Fahrradstraßen, Ausweisung Cityring, Rad-Direktweg FFM-DA, 
Fahrradparkhaus 
 Aktion Lincoln by Bike: Förderung investiver Maßnahmen für den Radverkehr im Rahmen des 
Bundeswettbewerbs "Klimaschutz im Radverkehr" 
Evaluation 
Auswirkung:  
Das Ziel der Erhöhung des Radverkehrsanteils von 15 % auf 20 % des Modal 
Split wurde bereits erreicht. In der aktuellsten Erhebung des Modal Split von 
2018 (MID) liegt der Radverkehrsanteil bei 22 % 29. Dies zeigt, dass Darmstadt 
auf einem guten Weg ist, aber eine weitere Förderung des Radverkehrs nötig ist. 
Im Green City Plan wird das Ziel formuliert bis 2030 einen Radverkehrsanteil am 
Modal Split von 25 % zu erreichen, in de r Radstrategie sollen gar 30 % erreicht 
werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Im Bereich der Radverkehrsförderung wurden zahlreiche Projekte erfolgreich 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
                                                
27 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-
und-verkehr/radfahren-in-darmstadt/radstrategie 
28 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-
und-verkehr/radfahren-in-darmstadt/radstrategie 
29 Weitere Informationen hierzu gibt es unter 
https://www.darmstadt.de/presseservice/einzelansicht/news/studie-der-tu-dresden-belegt-steigenden-
anteil-des-radverkehrs-in-darmstadt?type=97

Maßnahmenevaluation 
77 
umgesetzt. Gleichzeitig zeigt die Präsenz des Themas bei 
Bürgerbeteiligungsformaten (z.B. Bürgerhaushalt 2.0) s owie bürgerschaftliches 
Engagement (Radentscheid, Aktionsbündnis Verkehrswende), dass weitere 
Verbesserungen nötig sind. Es wird vorgeschlagen eine Neustrukturierung der 
Maßnahmen zur Radverkehrsförderung (Nr. 62 - 66) in zwei neue Maßnahmen 
vorzunehmen. D abei würde in einer Maßnahme alle infrastrukturellen 
Verbesserungen (neue Radwege, sichere Kreuzungen, Radabstellanlagen, 
Lademöglichkeiten für E -Bikes usw.) zusammengefasst und in einer weiteren 
Maßnahme alle übrigen Aktivitäten zur Radverkehrsförderung w ie beispielsweise 
Informationskampagnen und Wettbewerbe wie das Stadtradeln zu 
berücksichtigen. Auch eine Neustrukturierung anhand des Green City Plan, 
welcher 8 Maßnahmen zum Thema Radverkehr formuliert, oder des neuen 
Mobilitätskonzeptes DA2030+ ist denkbar. 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
78 
Mobilität Maßnahme 63: Steigerung der Attraktivität des 
Radfahrens 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es bieten sich Maßnahmen an, wie bessere Ausschilderung des Radwegenetzes, Ausbau 
lagegünstiger, sicherer und komfortabler Abstellplätze im öffentlichen Raum (z. B. 1.000 zusätzliche 
Fahrradbügel), mehr Raum für die Radfahrer im Straßenverkehr, Aufhebung d er 
Radewegebenutzungspflicht, um die Wahrnehmung des Radverkehrs im Gesamtverkehr zu 
verbessern, Sicherheit auf Radwegen erhöhen.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Bereich der Radverkehrsförderung wurden eine Reihe von Projekte umgesetzt, welche im 
Folgenden aufgezählt werden: 
 Der Magistrat der Stadt hat im Juni 2019 die Umsetzung der Radverkehrsstrategie beschlossen. 
Diese beinhaltet insgesamt 23 Punkte.30 
 Das Förderprojekt "Heinerbike" umfasst 6 E-Lastenräder, die kostenlos ausgeliehen werden 
können. Das Angebot wird seit Anfang an sehr gut genutzt. Die Räder sind fast durchgängig 
belegt. 
 Die AG Fahrrad führt jährlich einen Fahrradaktionstag durch. Außerdem nimmt die Stadt an der 
bundesweiten Aktion StadtRadeln teil. 
 Infrastruktur: Ausbau Fahrradstraßen, Ausweisung Cityring, Rad-Direktweg FFM-DA, 
Fahrradparkhaus 
Aktion Lincoln by Bike: Förderung investiver Maßnahmen für den Radverkehr im Rahmen des 
Bundeswettbewerbs "Klimaschutz im Radverkehr" 
Evaluation 
Auswirkung:  
Das Ziel der Erhöhung des Radverkehrsanteils von 15 % auf 20 % des Modal 
Split wurde bereits erreicht. In der aktuellsten Erhebung des Modal Split von 
2018 (MID) liegt der Radverkehrsanteil bei 22 % 31. Dies zeigt, dass Darmstadt 
auf einem guten Weg ist, aber eine weitere Förderu ng des Radverkehrs nötig ist. 
Im Green City Plan wird das Ziel formuliert bis 2030 einen Radverkehrsanteil am 
Modal Split von 25 % zu erreichen, in der Radstrategie sollen gar 30 % erreicht 
werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Im Bereich der Radverkehrsförderung wurden zahlreiche Projekte erfolgreich 
umgesetzt. Gleichzeitig zeigt die Präsenz des Themas bei 
Bürgerbeteiligungsformaten (z.B. Bürgerhaushalt 2.0) sowie bürgerschaftliches 
Engagement (Radentscheid, Aktionsbündnis Verke hrswende), dass weitere 
Verbesserungen nötig sind. Es wird vorgeschlagen eine Neustrukturierung der 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
                                                
30 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-
und-verkehr/radfahren-in-darmstadt/radstrategie 
31 Weitere Informationen hierzu gibt es unter 
https://www.darmstadt.de/presseservice/einzelansicht/news/studie-der-tu-dresden-belegt-steigenden-
anteil-des-radverkehrs-in-darmstadt?type=97

Maßnahmenevaluation 
79 
Maßnahmen zur Radverkehrsförderung (Nr. 62 - 66) in zwei neue Maßnahmen 
vorzunehmen. Dabei würde in einer Maßnahme alle infrastrukturellen 
Verbesserungen (n eue Radwege, sichere Kreuzungen, Radabstellanlagen, 
Lademöglichkeiten für E -Bikes usw.) zusammengefasst und in einer weiteren 
Maßnahme alle übrigen Aktivitäten zur Radverkehrsförderung wie beispielsweise 
Informationskampagnen und Wettbewerbe wie das Stadtr adeln zu 
berücksichtigen. Auch eine Neustrukturierung anhand des Green City Plan, 
welcher 8 Maßnahmen zum Thema Radverkehr formuliert, oder des neuen 
Mobilitätskonzeptes DA2030+ ist denkbar. 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
80 
Mobilität Maßnahme 64: Budget für Radverkehr 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es ist in eine entsprechende Infrastruktur zu investieren und ergänzende Maßnahmen sind zu 
finanzieren. Der Nationale Radwegeplan schlägt ein jährliches Budget von 8 bis 19 Euro pro 
Einwohner zur Förderung des Fahrradverkehrs vor. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Seit 2011 sind die Mittel für den Radverkehr kontinuierlich gestiegen. 2017 lagen sie bei knapp 1,6 
Millionen Euro. Hinzu kommen noch zahlreiche Straßensanierungen und Umbaumaßnahmen, welche 
auch hohe Kosten für Radwege implizierten. 2018 wurde das Sonderprogramm 4 x 4 beschlossen, 
wonach ab 2019 Investition von 4 Mio. € pro Jahr in die Radverkehrsinfrastruktur mit einer Lauf zeit 
von mindestens vier Jahren getätigt werden sowie vier weiterer Radverkehrsplaner*innen eingestellt 
werden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Eine Investition von 4 Mio. € pro Jahr entspricht einer Pro -Kopf-Investition von 
rund 25 €. Damit würden die im Klimaschutzkonzept geforderten Zielvorgaben 
deutlich überschritten werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
In Darmstadt besteht ein großes bürgerschaftliches Engagement für die 
Förderung des Radverkehrs. Das 4 x 4 Programm zeigt, dass die Stadt hier 
zukünftig eine Vorreiterrolle einnehmen will (nach eine Studie von Greenpeace 
investierten deutsche Großstädte in den vergangenen Jahren lediglich 2 - 6 € pro 
Einwohner in den Radverkehr). Um die Mittel zielgerichtet einzusetzen, sollten 
alle beteiligten Akteure zusammen arbeiten. Es wird außerdem vorgeschlagen 
eine Neustrukturierung der Maßnahmen zur Radverkehrsförderung (Nr. 62 - 66) 
in zwei neue Maßnahmen vorzunehmen. Dabei würde in einer Maßnahme alle 
infrastrukturellen Verbesserungen (neue Radwege, sichere Kreuzungen,  
Radabstellanlagen, Lademöglichkeiten für E -Bikes usw.) zusammengefasst und 
in einer weiteren Maßnahme alle übrigen Aktivitäten zur Radverkehrsförderung 
wie beispielsweise Informationskampagnen und Wettbewerbe wie das 
STADTRADELN zu berücksichtigen. Auch e ine Neustrukturierung anhand des 
Green City Plan, welcher 8 Maßnahmen zum Thema Radverkehr formuliert, oder 
des neuen Mobilitätskonzeptes DA2030+ ist denkbar. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
81 
Mobilität Maßnahme 65: Radschnellwege 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Einrichtung und Erprobung von Schnellradwegen auf ausgewählten Strecken, insbesondere um 
wichtige stadtnahe Pendler- und Freizeitstrecken CO2-sparsam zurücklegen zu können. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der Radschnellweg zwischen Darmstadt und Frankfurt befindet sich im Bau. Mitte 2019 wurde der 
erste Streckenabschnitt zwischen Wixhausen und Egelsbach eröffnet. Mit der Planung für die 
Weiterführung bis zum S-Bahnhof Wixhausen wurde begonnen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Das Land Hessen hat eine Potenzialanalyse Radschnellwege veröffentlicht. Für 
die Strecke DA -F wird ein Potential von 2.500 Radpendlern prognostiziert. Für 
eine mögliche Durchroutung einer Raddirektverbindung durch das Stadtgebiet ist 
eine Machbarkeitsstudie beauftragt, mit Ergebnissen ist Mitte 2020 zu rechnen. 
Für die Verbindung DA - Rhein-Neckar wurde eine Machbarkeitsstudie fertig 
gestellt, die ein geringeres Potential als die Verbindung nach Frankfurt ermittelt 
hat. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Ausbau von Radschnellwegen sollte weiter vorangebracht werden. Es wird 
außerdem vorgeschlagen eine Neustrukturierung der Maßnahmen zur 
Radverkehrsförderung (Nr. 62 - 66) in zwei neue Maßnahmen vorzunehmen. 
Dabei würde in einer Maßnahme alle infrastrukturellen Verbesserungen (neue 
Radwege, sichere Kreuzungen, Radabstellanlagen, Lademöglichkeiten für E -
Bikes usw.) zusammengefasst und in einer weiteren Maßnahme alle übrigen 
Aktivitäten zur Radverkehrsförderung wie beispielsweise Informationskampagnen 
und Wettbewerbe wie das Stadtradeln zu berücksichtigen. Auch eine 
Neustrukturierung anhand des Green City Plan, welcher 8 Maßnahmen zum 
Thema Radverkehr formuliert, oder des neuen Mobilitätskonzeptes DA 2030+ ist 
denkbar. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
82 
Mobilität Maßnahme 66: Radverkehrsanlagenetz im Internet 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch ein Informationsangebot im Internet, welches auch Informationen  von Radfahrern integriert, soll 
die Attraktivität erhöht werden, das Fahrrad im Stadtverkehr zu benutzen. Alle wesentlichen 
Informationen über den Radverkehr in Darmstadt über die Website der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
mit anzubieten. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Stadt Darmstadt stellt auf ihrer Homepage ein umfangreiches Informationsangebot zur Verfügung. 
Dazu zählen ein Fahrradstadtplan und verschiedene Radroutenpläne, ein Regelkatalog, Informationen 
zu Verleihangeboten und Zä hlstellen sowie Informationen zu den aktuellen Maßnahmen. Außerdem 
können Bürger*innen im Mängelmelder "DA ist was!" Schäden und Störungen an Radwegen melden.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Das Angebot stellt alle wichtigen Informationen rund um das Radfahren in 
Darmstadt zur Verfügung. Inwieweit dadurch Bürger*innen zu einer vermehrten 
Nutzung des Fahrrads motiviert werden, lässt sich nicht beziffern. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Informationsangebot sollte regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden. Es 
wird außerdem vorgeschlagen eine Neustrukturierung der Maßnahmen zur 
Radverkehrsförderung (Nr. 62 - 66) in zwei neue Maßnahmen vorzunehmen. 
Dabei würde in einer Maßnahme alle infrastrukturellen Verbesserungen (neue 
Radwege, sichere Kreuzungen, Radabstellanlagen , Lademöglichkeiten für E -
Bikes usw.) zusammengefasst und in einer weiteren Maßnahme alle übrigen 
Aktivitäten zur Radverkehrsförderung wie beispielsweise Informationskampagnen 
und Wettbewerbe wie das Stadtradeln zu berücksichtigen. Auch eine 
Neustrukturierung anhand des Green City Plan, welcher 8 Maßnahmen zum 
Thema Radverkehr formuliert, oder des neuen Mobilitätskonzeptes DA2030+ ist 
denkbar. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
83 
Mobilität Maßnahme 67: Neue Konzepte zur 
Parkraumbewirtschaftung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Um Anreize für einen verstärkten motorisierten Individualverkehr (MIV) zu vermeiden, sollten zum 
einen keine Erweiterungen des Parkplatzangebots im Zentrum erfolgen und zum anderen für die 
bestehenden Parkplätze ein gestaffeltes Gebührensystem zur Anwendung kommen. Die 
Parkraumbewirtschaftung soll helfen, dass unnötige Kurzfahrten mit dem Pkw in die Kernstadt nicht 
vorgenommen werden, im Gegenzug sind positive Anreize zur Nutzung alternative r Mobilitätsformen 
(zu Fuß, Fahrrad, ÖPNV) zu schaffen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Im Bereich der Kuppelkirche und im Kapellplatzviertel wurde 2017 eine Parkraumbewirtschaftung 
eingeführt. Die Anwohnerschaft wurde über einen Flyer, der Ende Oktober 2017 an alle betroffenen 
Haushalte verteilt wurde, über die Maßnahme informiert. Zwischen 8 und 20 Uhr ist das Parken 
(Höchstparkdauer zwischen 2 und 4h) hier nun kostenpflichtig. Anwohner können für 120 € im Jahr 
von der Regelung befreit werd en und zusätzlich Besucherkarten erwerben. 32 Im November 2018 ist 
die Zone i westlich bis zur Albert -Schweitzer-Anlage erweitert worden. Darüber hinaus wird derzeit im 
nördlichen Bessungen eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt.  33 
Evaluation 
Auswirkung:  
Nach Einführung der Parkraumbewirtschaftung wurde eine Erhebung 
durchgeführt, bei der tagsüber ein Drittel weniger Fahrzeuge innerhalb des 
Wohnviertels festgestellt wurden. Somit konnte eine Verkehrsberuhigung und ein 
niedrigeres Gefahrenpotential für Rad fahrer und Fußgänger erreicht werden. Es 
ist allerdings davon auszugehen, dass ein gewisser Anteil des Verkehrs in 
benachbarte Quartiere verlagert wurde und es dort möglicherweise zu einer 
Verschlechterung der Situation beigetragen hat. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die regelmäßige Prüfung, ob sich weitere Quartiere für die Einrichtung einer 
Parkraumbewirtschaftung eignen, ist fortzuführen. Außerdem ist in den 
bestehenden Zonen zu prüfen, ob durch eine Anpassung der Gebühren weitere 
Lenkungswirkung erzielt werden kann. 
 
 
 
 
Weiter so! 
 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität 
                                                
32 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://da-
bei.darmstadt.de/topic/vorhabenliste/thought/1108 
33 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.darmstadt.de/presseservice/archiv-
einzelansicht/news/einfuehrung-der-parkraumbewirtschaftung-bessungen-nord--neuordnung-der-
parkflaechen?type=97

Maßnahmenevaluation 
84 
Mobilität Maßnahme 68: Veränderung der Stellplatzsatzung zu 
Gunsten des Umweltverbundes 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Maßnahme umfasst die Entwicklung einer ganzheitlichen Stellplatzstrategie für Wohn - sowie 
Gewerbegebiete. Hierbei sollen die Verkehrsmittel des Umweltverbundes gefördert werden, bei 
gleichzeitiger Verringerung des Flächenverbrauchs für Parkraum. Die Stellplatzsatzung soll außerdem 
eine Förderun g des Radverkehrs durch anspruchsvolle Standards für Fahrradabstellanlagen 
berücksichtigen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Stellplatzsatzung für Darmstadt definiert wie viele Stellplätze für PKW und für Fahrräder an 
privaten und öffentlichen Gebäude mindestens zur Verfügung gestellt werden müssen. Sie wurde 
2019 überarbeitet. Folgende Punkte sind dabei klimaschutzrelevant:  
Im Vergleich zur alten Stellplatzsatzung sind zukünftig weniger PKW -Stellplätze und mehr 
Fahrradabstellanlagen vorgesehen (z.B. bei Mehrfamilienhäusern 0,9 statt 1,2 PKW -Stellplätze und 
2,5 statt 2 Fahrradabstellplätze pro Wohneinheit). In Gebieten mit e iner guten Anbindung mit 
öffentlichen Verkehrsmitteln müssen weniger Parkplätze bereitgestellt werden. Außerdem können an 
Stelle eines PKW -Stellplatzes 4 Fahrradabstellplätze errichtet werden. Auch das Thema 
Elektromobilität ist in der Stellplatzsatzung be rücksichtigt. Bei mehr als 20 notwendigen Stellplätzen 
sind für 10 % bautechnische Maßnahmen für eine Stromzuführung vorzubereiten. In der Lincoln -
Siedlung, einem Modellquartier für verkehrsreduziertes Wohnen, wurde erstmals auch eine 
Höchstzahl an Stellplätzen definiert. Hier sind höchstens 0,65 Stellplätze je Wohneinheit vorgesehen.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit den gennannten Änderungen trägt die Stadt dazu bei, dass sich das 
Mobilitätsverhalten zugunsten des Umweltverbundes verändert. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Stellplatzsatzung sollte regelmäßig überprüft und angepasst werden. 
Insbesondere der Anteil der Stellplätze mit Ladevorrichtung für E -Fahrzeuge 
muss in den nächsten Jahren erhöht werden. Außerdem können Vorgaben zu 
Stellplätzen für Carsharing -Fahrzeuge ergänzt werden. Darüber hinaus ist zu 
prüfen, inwiefern Mindestangaben in die Stellplatzsatzung integriert werden 
können. Hierzu kann auf Erfahrungen aus dem Projekt Lincoln -Siedlung 
zurückgegriffen werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
85 
Mobilität Maßnahme 69: Rückbau von Stellplätzen zur Aufwertung 
des öffentlichen Raumes 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch den Rückbau von hierfür geeigneten Stellplätzen können zwei Ziele erreicht werden: Erstens, 
es kann der Umweltverbund gefördert werden, da Anreize, das Auto für eine Innenstadtfahrt zu 
benutzen, reduziert werden; Zweitens wird die Aufenthaltsqualität in der Kernstadt aufgewertet, 
sodass die Innenstadt als bevorzugtes Einkaufsziel und durch die Ve rlängerung der Aufenthaltsdauer 
eine Förderung erfährt (verbesserte Konkurrenzsituation gegenüber der „Grünen Wiese“).  
Aktueller Umsetzungsstand: In Planung 
Der Rückbau von Stellplätzen wird im Rahmen des Umbaus der Klappacher Straße geprüft.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es sollte regelmäßig geprüft werden, ob weitere Stellplätze rückgebaut werden 
können. Diese Maßnahme kann in Maßnahme 67 integriert werden.  
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
86 
Mobilität Maßnahme 70: Verbindliche Begrünungsfestsetzungen 
für Parkplätze 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Für Neubauflächen verlangt die Stellplatzsatzung der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Mindestbegrünungen. Diese Regelungen sollten auf bestehende Parkplätze ausgeweitet werden, die 
dieser Begrünungspflicht bisher nicht unterliegen, z. B. dass je 4 Parkplätze ein Baum zu pflanzen ist.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Die Maßnahme wurde teilweise umgesetzt. Die Stellplatzsatzung legt nach wie vor fest, dass für je 
vier Stellplätze zwischen den Stellplätzen (oder in begründeten Ausnahmen in nächster Nähe) ein 
standortgerechter hochstämmiger Baum in einer unbefestigten Pflanzfläche zu pflanzen und dauerhaft 
zu erhalten ist. Ergänzen d wird bei städtebaulichen Wettbewerben (bspw. bei der Konzeptvergabe 
zum Marienplatz) Klimaschutz und Klimaanpassung als Leitziele vorgegeben, sodass auch bei diesen 
Projekten ausreichend Begrünung eingeplant wird. Vorgaben für bestehende Parkflächen wurd en 
bislang nicht realisiert. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch Begrünungen kann sowohl das Mikroklima verbessert werden, als auch 
eine verstärkte CO 2-Aufnahme erreicht werden. Zusätzlich werden großflächige 
Versiegelungen aufgelockert. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Thema Klimaanpassung wurde bereits in mehreren Projekten berücksichtigt. 
Eine Ausweitung der Vorgaben zur Begrünung auf bestehende bauliche 
Strukturen wird weiterhin empfohlen. Um diesen Prozess weiter voranzubringen, 
kann die Stadt ein Klimaanpassungs konzept erstellen, welches Leitlinien 
beinhaltet, an denen sich die relevanten Akteure orientieren können. Die 
Erstellung von Studien und Analysen zum Thema Klimaanpassung wird im 
Rahmen des hessischen Klimaschutzplans und durch das Bundesprogramm 
„Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ gefördert. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt

Maßnahmenevaluation 
87 
Mobilität Maßnahme 71: Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Tempo 30 hat sich in Wohngebieten bewährt und zu Umweltentlastungen geführt. Mittlerweile wird 
immer mehr auch über Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen diskutiert. Das 
Umweltbundesamt hat vor einigen Jahren empfohlen, besonders in Städten, die stark unter 
Feinstaubbelastungen leiden, Tempo 30 auch auf Hauptstraßen einzuführen. Das Klimaschutzkonzept 
fordert die Einführung einer durchgängigen Tempo 30 -Regelung nicht nur für Wohngebiete, sondern 
auch für Hauptverkehrsstraßen in Darmstadt. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
In Darmstadt wurden bereits an einigen Hauptverkehrsstraßen abschnittsweise Tempo 30 eingeführt. 
Seit 2017 gilt nachts in der Karlstraße und im Bereich des City -Rings bis zur Kirchstraße ein Tempo -
30-Limit. Zusätzlich gilt dies auch fü r die Frankfurter Straße und die Heinrichstraße. Die Hügelstraße 
Ostportal bis Karlstraße ist ganztägig auf 30 km/h reguliert. Die Umsetzung von Tempo 30_Bereichen 
kann nur z.B. aus Gründen z.B. des Lärmschutzes, der Sicherheit oder Luftschadstoffbelastung  
eingeführt werden. Weitere Ausweisung von Tempo 30-Bereichen sind in der Prüfung. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Tempo-30-Zonen bzw. Abschnitte sorgen für eine geringere Lärm - und 
Schadstoffbelastung. Zudem sinkt das Gefahrenpotential für andere 
Verkehrsteilnehmer (Fahrrad, Fußgänger…). 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es sollte weiterhin regelmäßig geprüft werden, inwiefern das Einrichten von 
Tempolimits realisiert werden kann. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt, Straßenverkehrs und Tiefbauamt

Maßnahmenevaluation 
88 
Mobilität Maßnahme 72: Einführung einer City-Maut 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Als Innenstadtmaut, auch City -Maut, wird die Erhebung von Gebühren (Maut) für die Nutzung 
innerstädtischer Verkehrsinfrastruktur durch den motorisierten Individualverkehr bezeichnet. Durch die 
Einführung einer City-Maut soll der Umfang des MIV in der Innenstadt reduziert werden. 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Für die Einführung einer City-Maut gibt es derzeit keine rechtliche Grundlage. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Bislang keine. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme kann erst umgesetzt werden, wenn sich die rechtlichen 
Rahmenbedingungen ändern. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Straßenverkehrs und Tiefbauamt, Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
89 
Mobilität Maßnahme 73: Schulungen für kraftstoffsparende 
Fahrweise (Spritsparkurse) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Eine umweltfreundliche Fahrweise leistet einen Beitrag zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. In 
kurzzeitigen Lehrgängen wird  eine kraftstoffsparende Fahrweise vermittelt. Derartige Lehrgänge 
sollten zum einen im Rahmen des betrieblichen und kommunalen Mobilitätsmanagements als auch für 
die breite Masse der Autofahrer von Fahrschulen und Automobil-Clubs angeboten werden. 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Diese Maßnahme wurde bislang nicht umgesetzt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine 
Zukünftiges Vorgehen: 
Durch Spritsparkurse sind nur geringe CO 2-Einsparungen zu erwarten, 
insbesondere im Hinblick auf die Autonomisierung des Mobilitätssektors. Darüber 
hinaus ist davon auszugehen, dass es zu Rebound -Effekten kommen kann. Es 
wird empfohlen, diese Maßnahme nicht weiter zu verfolgen. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, Unternehmen

Maßnahmenevaluation 
90 
Mobilität Maßnahme 74: Förderung des Car-Sharing 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Carsharing ist eine bedarfsbezogene und effiziente Nutzung von Kraftfahrzeugen durch 
Gemeinschaftsautos. Von Seiten der Stadt ist eine begünstigte Infrastruktur, z. B. gut gelegene 
reservierte Stellplätze, bereitzustellen. Außerdem kann die Stadt durch Öffentlichkei tsarbeit zu diesem 
Thema leisten. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Car-Sharing wird innerhalb der Stadt schon zahlreich angeboten. Bisher (Stand 2019) gibt es 140 
stationsbasierte Fahrzeuge und 70 City -Flitzer. Für die stationsbasierten Fahrzeuge sind an 63 
Stationen verfügbar. Die City -Flitzer verfügen über 14 feste Stat ionen, davon 13 mit kombiniertem 
Angebot. Die Verteilung der Stellplätze sind der book -n-drive-Homepage zu entnehmen.  Der Ausbau 
wird kontinuierlich erweitert. Der Ausbau erfolgt beispielsweise in Zusammenarbeit von book -n-drive 
und der HEAG Holding.34  
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Bevölkerung kann zunehmend auf das eigene Fahrzeug verzichten, wodurch 
weniger Parkraum benötigt wird. Zudem werden bei Sharing -Systemen bspw. 
Elektrofahrzeuge rentabler, sodass weniger Emissionen innerhalb der Stadt 
ausgestoßen werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Stadt sollte weiterhin mit Carsharing -Anbietern zusammenarbeiten um das 
Angebot stetig zu erweitern. Es wird empfohlen die Maßnahmen 74 und 75 
zusammenzulegen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, Car-Sharing Unternehmen 
  
                                                
34 Weitere Informationen hierzu gib t es unter: https://www.heag.de/heag-book-n-drive-carsharing-
gmbh-erweitert-angebot/

Maßnahmenevaluation 
91 
Mobilität Maßnahme 75: Förderung von Car-Sharing-Stellplätzen 
auf öffentlichen Flächen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die gute, ortsnahe und an zentralen Zielpunkten vorhandene Verfügbarkeit von Fahrzeugen 
unterstützt die Bereitschaft sich am Car -Sharing zu beteiligen. Aus diesem Grunde sollten von 
öffentlicher Seite ausreichende und vielfältige Stellplätze zur Verfügung gestellt werden.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Car-Sharing wird innerhalb der Stadt schon zahlreich angeboten. Bisher (Stand 2019) gibt es 140 
stationsbasierte Fahrzeuge und 70 City -Flitzer. Für die stationsbasierten Fahrzeuge sind an 63 
Stationen verfügbar. Die City -Flitzer verfügen über 14 feste Stat ionen, davon 13 mit kombiniertem 
Angebot. Die Verteilung der Stellplätze sind der book -n-drive-Homepage zu entnehmen.  Der Ausbau 
wird kontinuierlich erweitert. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Bevölkerung kann zunehmend auf das eigene Fahrzeug verzichten, wodurch 
weniger Parkraum benötigt wird. Zudem werden bei Sharing -Systemen bspw. 
Elektrofahrzeuge rentabler, sodass weniger Emissionen innerhalb der Stadt 
ausgestoßen werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Stadt sollte weiterhin mit Carsharing -Anbietern zusammenarbeiten um das 
Angebot stetig zu erweitern. Es wird empfohlen die Maßnahmen 74 und 75 
zusammenzulegen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
92 
Mobilität Maßnahme 76: Förderung von Fahrgemeinschaften 
Beschreibung nach IKSK 2013 
In Darmstadt ist der Berufspendlerverkehr eine der Hauptquellen für den motorisierten 
Individualverkehr. Die Durchschnittsquote der Belegung von Pkws liegt bei 1,2 Personen. Würde diese 
sich auf 2 Personen erhöhen, dann würden 40 % der Autofahrten wegfallen. Die Stadt sollte daher 
insbesondere für Berufspendler die Bildung von Fahrgemeinschaften fördern.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Stadt Darmstadt kooperiert mit dem ortsansässigen Start -Up Unternehmen flinc, welches eine 
Online-Mitfahr-Börse für Pendler entwickelt hat. Mit der Initiative "2 pro Auto" wurde das Angebot 
öffentlichkeitswirksam beworben. Außerdem wurde eine Verlinkung zum Anbieter auf der städtischen 
Homepage eingerichtet. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Nutzung von Mitfahrzentralen können insbesondere bei Pendlern 
erhebliche Emissionen vermieden werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Kooperation der Stadt Darmstadt mit flinc sollte fortgesetzt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, flinc, 2proAuto

Maßnahmenevaluation 
93 
Mobilität Maßnahme 77: Förderung von Gas- und Elektromobilität 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch finanzielle oder immaterielle Anreize soll die Anzahl von erdgasbetriebenen und elektrisch 
betriebenen Fahrzeugen überdurchschnittlich erhöht werden. Die Anzahl von entsprechenden 
Fahrzeugen soll deutlich über den Bundesdurchschnitt liegen bzw. angestrebte Zielwerte 
überschreiten. Zur verstärkten Nutzung von Elektroautos sollten nicht nur die Ziele der 
Bundesregierung – 1 Millionen Fahrzeuge bis 2020, was ca.1.800 E -Autos für Darmstadt bedeuten 
würde – sondern darüber hinaus weitere Potenziale erschlossen werden. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Im Jahr 2018 wurde in der „Mobilitätsordnung der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ festgelegt, dass der 
Anteil an Fahrzeugen, die die Umwelt weniger belasten (Elektro -, Hybrid -und Gasfahrzeuge o.ä.), 
erhöht werden soll. 
Die Elektromobilität wird in Darmstadt auf mehreren Ebenen geförde rt. So wird der kommunale 
Fuhrpark sukzessive auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Die EAD und die TU Darmstadt bieten 
Mitarbeitern für Dienstfahrten Pedelecs an. Die Ladeinfrastruktur wurde in den letzten Jahren (unter 
anderem in Zusammenarbeit mit der ENTEGA ) ausgebaut. Im Ladesäulenregister der Stadt 
Darmstadt sind derzeit (Stand Januar 2020) sind derzeit 30 Ladestellen verzeichnet. Im "Netzwerk 
Elektromobilität Darmstadt Rhein Main Neckar" sind insbesondere Forschungseinrichtungen 
miteinander vernetzt. Seit  2015 wird außerdem jährlich ein "Tag der Elektromobilität" ausgerichtet. 
Derzeit wird außerdem ein eigenständiges Elektromobilitätskonzept entwickelt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität tragen direkt und indirekt 
dazu bei, dass mehr Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Förderung der Elektromobilität sollte beibehalten und erweitert werden. Es ist 
geplant das E -Carsharing- Angebot weiter auszubauen und Sharing -Fahrzeuge 
mit Verbrennungsmotor zu ersetzen. Zudem ist auch das privilegierte Parken für 
E-Fahrzeuge geplant. Außerdem sollen private Lademöglichkeiten und die 
Umstellung von herkömmlichen Taxen auf E -Modelle gefördert werden. Dabei 
sollten die Ergebnisse des Elektromobilitätskonzeptes berücksichtigt werden. 
Maßnahme 77 und 78 könnten zukünftig gemeinsam behandelt werden. Die 
Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge sollte zukünftig als 
eigenständige Maßnahme mit in das Klimaschutzkonzept aufgenommen werden.  
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
94 
Mobilität Maßnahme 78: Ausbau des Netzes von Stromtankstellen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Nutzung von Elektrofahrzeugen soll in der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch eine verbesserte 
Infrastruktur von Stromtankstellen unterstützt bzw. erleichtert werden. An zentralen Standorten, z. B. 
Parkhäusern, Langzeitparkplätzen, sollten überall entsprechende Tankstellen installiert werden. Von 
Seiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt sollten Standortvorschläge entwickelt werden, um ein 
qualifiziertes Gesamtnetz an Stromtankstellen im Stadtgebiet anzustreben.  
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Elektromobilität wird in Darmstadt auf mehreren Ebenen gefördert. So wird der kommunale 
Fuhrpark sukzessive auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Die EAD und die TU Darmstadt bieten 
Mitarbeitern für Dienstfahrten Pedelecs an. Die Ladeinfrastruktur wurde in den letzten Jahren (unter 
anderem in Zusammenarbeit mit der ENTEGA) ausgebaut. Im Ladesäulenregister der Stadt 
Darmstadt sind derzeit (Stand Januar 2020) sind derzeit 30 Ladestellen verzeichnet. Im "Netzwerk 
Elektromobilität Darmstadt Rhein Main Neckar" si nd insbesondere Forschungseinrichtungen 
miteinander vernetzt. Seit 2015 wird außerdem jährlich ein "Tag der Elektromobilität" ausgerichtet. 
Derzeit wird außerdem ein eigenständiges Elektromobilitätskonzept entwickelt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität tragen direkt und indirekt 
dazu bei, dass mehr Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Förderung der Elektromobilität sollte beibehalten und erweitert werden. Im 
Zuge dessen sollten auch private Lademöglichkeiten und die Umstellung von 
herkömmlichen Taxen auf E -Modelle gefördert werden. Dabei sollten die 
Ergebnisse des Elektromobilitätskonzeptes berücksichtigt werden. Maßnahme 77 
und 78 könnten zukünftig gemeinsam behandelt werden.  
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
95 
Mobilität Maßnahme 79: Gemeinschaftliche Bringdienste 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Bringdienste, die nachbarschaftliche Einkaufsgemeinschaften bedienen, können die Zahl der Wege, 
die mit einem Pkw zurückgelegt werden, erheblich reduzieren. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
könnte für potenzielle Nachbarschaftsgruppen ein Beispielskonzept entwickeln, um positive Anreize zu 
schaffen. Als einen ersten Schritt könnte die Durchführung eines Runden Tisches zu diesem Thema 
mit bekannten Wohn- und Nachbarschaftsgruppen organisiert werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
In der Lincoln -Siedlung, einem Modellquartier für autoreduziertes Wohnen, wurden Aspekte der 
gemeinschaftlichen Organisation von Mobilität berücksichtigt. Dazu wurde mit der Mobilitätszentrale 
eine Anlaufstelle vor Ort eingerichtet, welche Bewohners chaft, Bauherren, Planende und 
Projektentwickler rund um das Thema Mobilität berät. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Mobilitätskonzepte wie das der Lincoln -Siedlung machen die Menschen vom 
eigenen Auto unabhängig und beschränken den Kfz-Verkehr auf ein notwendiges 
Minimum. Die Erfahrungen damit sollen beim Entwicklungsprozess für das 
nächste Quartier, das Ludwigshöhviertel, berücksichtigt werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme wurde auf Quartiersebene angegangen. Eine Ausweitung auf 
das gesamte Stadtgebiet ist schwierig, da die Stadt nur wenige 
Einflussmöglichkeiten auf das Bilden von Fahrgemeinschaften ausüben kann. 
Diese werden heutzutage in der Regel über Social -Media-Plattformen oder 
spezielle Apps organisiert. Auch die von der Stadtverwaltung unterstütze App 
flinc (vgl. Maßnahme 74) kann für diese Zwecke verwendet werden. Es ist daher 
nicht notwendig, diese Maßnahme gesondert beizubehalten. 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
96 
Mobilität Maßnahme 80: Aufbau eines City-Logistik-Systems für die 
Versorgung der Innenstadt 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch den Aufbau eines City -Logistik-Systems für die Innenstadt soll die Anzahl von Lieferfahrten in 
die Innenstadt reduziert werden. Dabei werden am Stadtrand zentral Waren angeliefert, um diese 
dann empfängerbezogen mit weniger Fahrten auszuliefern. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: In Planung 
Die City -Logistik wurde ausführlich im Green City Plan thematisiert. Dazu wurden die drei 
Maßnahmenbündel mit jeweils mehreren Untermaßnahmen entwickelt:  
L1: Stufenkonzept  zur  Koordination  und  (Um-)  Steuerung  der  Urbanen  Logistikaktivitäten 
L2: Einführung City Logistik Management (Koordinationseinheit) zur Strukturierung und Integration der 
Aktivitäten zu Standorten/ Flächen (Urban Fulfillment Hubs, Mikrodepots, neutrale Paketstationen an 
Mobilitätsstationen) und Förderung von Fahrzeugen (E-Lkw, E-Lieferwagen, Lastenräder/ E-Pedelecs) 
L3: Umweltsensitive Lieferflotten -Steuerung/City-Tunnel u.a. für Durchgangsverkehr ohne Quellen -
Senken-Beziehungen mit automatischer Verkehrsüberwachung 
Die Umsetzung der Maßnahmen wird derzeit durch das zuständige Fachamt geprüft.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Erste Ansätze sind vorhanden. Das Logistikunternehmen GLS hat in einem 
Pilotprojekt 2017 erfolgreich die Einrichtung von Mikro -Depots in Kombination mit 
eBikes und eVans getestet. 35 Die Beibehaltung scheiterte an der Sicherstellung 
eines diebstahlsicheren Standorts für das E-Lastenrad.36 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Pilotprojekt von GLS hat gezeigt, dass eine klimafreundliche Logistik in der 
Darmstädter Innenstadt möglich ist. Es sollte  eine flächendeckende Umsetzung 
unter Einbezug aller Logistikunternehmen angestrebt werden. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität 
                                                
35 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.postbranche.de/2017/03/29/city-logistik-gls-
germany-startet-lastenraeder-in-darmstadt/  
36 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/positive-
bilanz-des-pilotprojekts-mit-paketzusteller-umstellung-auf-e-bikes-lohnt-sich-aber-ein-stellplatz-
fehlt_18447079

Maßnahmenevaluation 
97 
Mobilität 
Maßnahme 81: Informationsplattform und 
Berechnungshilfen für Verkehrsmittelwahl (Effektivitäts- 
und Effizienzkalkulation inkl. Vollkostenabrechnung) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Da oftmals falsche Vorstellungen über die realen Kosten der Nutzung des eigenen Pkws bestehen, 
soll eine Internetplattform eingerichtet werden, die mit Unterstützung von Routenplanern 
Berechnungen ermöglicht, die objektive Informationen über die tatsächlichen Kosten des Nutzers bei 
der Wahl der verschiedenen Verkehrsmittel für die jeweils vorgesehenen Wege anbietet.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Bei der Mobilitätsberatung in der Lincoln -Siedlung wird das Thema der nachhaltigen und 
kosteneffizienten Mobilität behandelt. Eine Online -Berechnungshilfe für die Verkehrsmittelwahl für 
Darmstadt wurde nicht entwickelt. Es gibt aber  mittlerweile Online -Plattformen, die solche Lösungen 
bundesweit anbieten, beispielsweise von der Uni Bremen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Es ist davon auszugehen, dass das Beratungsangebot in der Lincoln -Siedlung 
und die Nutzung eines Vergleichsportals zu einem nachhaltigeren 
Mobilitätsverhalten beitragen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Einrichtung einer eigenen Internetplattform auf kommunaler Ebene ist nicht 
nötig, da bereits bundesweite Lösungen bestehen. Die Maßnahme wird daher 
nicht weiterverfolgt. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität

Maßnahmenevaluation 
98 
Mobilität Maßnahme 82: Schulmedien zum Thema Mobilität und 
ÖPNV-Nutzung erarbeiten und bereitstellen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Das Mobilitätsverhalten zu Gunsten des  Umweltverbundes zu verändern, muss bei den Kindern 
anfangen. Das Thema ÖPNV -Nutzung soll Schulkinder erreichen und an den Umweltverbund 
heranführen. Vorhandene Schulungsmöglichkeiten sollen in den Schulen stärker beworben werden.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Netzwerks Schule & Mobilität umgesetzt. Dieses wurde 2009 als 
Zusammenschluss von rund 20 Institutionen aus den Bereichen Schule und Verkehr gegründet und 
führt regelmäßig Aktionen  in Darmst adt und dem Landkreis Darmstadt -Dieburg zur Vermittlung eines 
nachhaltigen Mobilitätsverhaltens durch. Dabei spielt die Gestaltung des Schulwegs eine zentrale 
Rolle, z.B. bei der Aktionswoche "Zu Fuß zur Schule" und der Erstellung von Schulwegplänen. Auf d er 
Homepage des Netzwerks wird umfangreiches Unterrichtsmaterial bereitgestellt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Schulwegpläne bestehen mittlerweile für 21 Schulen in Darmstadt und 
Darmstadt-Dieburg, das Angebot der Beratung besteht für weitere Schulen. Die 
Emissionsminderungen, welche sich durch die Aktionen erreicht werden, sind 
schwer zu beziffern. Durch jedes Kind, welches nicht mit dem Auto zur Schule 
gefahren wird, werden rund 100g CO2 pro Kilometer gespart. Dies kann je nach 
Anzahl der Schüler und Fahrten einige Tonnen an Emissionen ausmachen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks sollte fortgeführt werden. Die Maßnahmen 
60 und 81 sollten aufgrund der engen thematischen Zusammenhänge zu einer 
gemeinsamen Maßnahme "Mobilitätsmanagement für Kitas und Schulen" 
zusammengeführt werden. Ergänzend können über die Kommunalrichtlinie 
"Energiesparmodelle für Kitas und Schulen" weitere Klimaschutzaktionen sowie 
geringinvestive Maßnahmen gefördert werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Netzwerk „Schule + Mobilität“

Maßnahmenevaluation 
99 
 Handlungsfeld „Gewerbe/Industrie“ 3.2.6
Gewerbe/Industrie Maßnahme 83: Unterstützung von Unternehmen in der 
Gründungsphase zum Klimaschutz 
Beschreibung nach IKSK 2013 
In Darmstadt soll insbesondere die Gründung von Unternehmen gefördert werden, die Produkte und 
Dienstleistungen im Bereich Klimaschutz anbieten. Darmstadt sollte zu einem besonderen 
Gründerzentrum von Unternehmen zum Klimaschutz entwickelt werden. Hierzu bedarf es beratender 
und finanzieller Unterstützung. Die Technische Universität und die Hochschule Darmstadt bieten auf 
Grund ihrer Ausbildungsgänge und Forschungsaktivitäten beste Voraussetzungen und 
Rahmenbedingen zur Gründung derartiger Unternehmen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen von drei Programmen umgesetzt. Zum einen das Gründerzentrum 
HIGHEST der TU Darmstadt, dem Technologie und Gründerzentrum HUB31, sowie dem Centrum für 
Satellitennavigation Hessen (CESAH), welches Gründungen im Bereich der Satellitenapplikationen 
fördert, die teils auch unmittelbar auf klimaschutzrelevante Sachverhalte durch die Nutzung von Geo -
Daten abzielen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Klimaeffekte werden in den Gründerzentren insgesamt durch die gemeinsame 
Nutzung von Services/Infrastrukturen erreicht (Synergieeffekte, Flächen -
/Ressourceneffizienz). Außerdem zeigt sich, dass in Darmstadt Startups im 
Bereich Digitalisierung / IKT-Lösungen schwerpunktmäßig gefördert werden, was 
vielfach gegenüber "konventionellen" Gründun gen eine höhere Klimaneutralität 
impliziert bzw. mit sich bringt, dass die entwickelten Produkte Klimaeffekte 
haben37. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es wird empfohlen die drei Förderprogramme fortzusetzen. In Zusammenarbeit 
mit den Einrichtungen sollte geprüft wer den, inwiefern die Klimawirkung der 
Startups in die Förderung einbezogen werden kann. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, TUD, IHK 
  
                                                
37 Michael Kolmer, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung

Maßnahmenevaluation 
100 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 84: Ökoprofit für kleinere und mittlere 
Unternehmen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ökoprofit ist ein kostengünstiges Umweltberatungsprogramm für Unternehmen, um mit externer 
Unterstützung Maßnahmen zu identifizieren und zu realisieren, die die Betriebskosten senken und die 
Umwelt entlasten. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: In Planung 
In Darmstadt ist bislang kein eigenes Ökoprofit -Netzwerk aktiv. Nichtsdestotrotz haben einige 
Darmstädter Unternehmen bereits am Projekt teilgenommen. Am Ökoprofit -Netzwerk Südhessen, 
welches vom Kreis Groß Gerau init iiert wurde, nehmen das Marienhospital und die e -netz südhessen 
AG teil. Darüber hinaus wir das Jugendstilbad nach Ökoprofit -Standard betrieben und steht in 
regelmäßigem Austausch mit weiteren Bädern. Handwerksbetriebe haben bislang nicht an dem 
Projekt teilgenommen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Teilnehmende Unternehmen verpflichten sich, dass der Ausgleich von Ökonomie 
und Ökologie eine hohe Bedeutung hat und Grundlage unternehmerischer 
Entscheidungen ist. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es sollten Gespräche mit interessierten Unternehmen organisiert werden, um 
Teilnehmer für ein Darmstädter Ökoprofit -Netzwerk zu gewinnen. Eine 
Zusammenarbeit mit dem Ökoprofit -Netzwerk des LK GG kann geprüft werden. 
Die speziell auf Handwerksbetriebe ausgerichtete Maßnahme 90 kann  in die 
allgemeine Maßnahme 84 integriert werden. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, IHK

Maßnahmenevaluation 
101 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 85: Betriebliches Mobilitätsmanagement 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch die Einrichtung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements sollen die Beschäftigten unterstützt 
werden, umweltfreundliche Mobilitätsformen zu wählen.  Einzelmaßnahmen wie „Bike + Business“ 
oder Job-Ticket können Teil dieses Mobilitätsmanagements sein. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Mit "Südhessen Effizient mobil" sind die Strukturen vorhanden, um den Unternehmen in Darmstadt die 
Einführung und Umsetzung eines Mobilitätsmanagements zu ermöglichen. Das Programm wird durch 
die IVM GmbH durchgeführt, an d er die Wissenschaftsstadt Darmstadt neben weiteren Kommunen im 
Rhein-Main-Gebiet beteiligt ist. 38  
Das Job -Ticket im RMV ermöglicht es Unternehmen ab 51 Mitarbeitern, vergünstigte Tickets zu 
erhalten. Das Programm Bike + business wird teilweise genutzt (Z.B. durch die TU Darmstadt). 
Evaluation 
Auswirkung:  
Unternehmen in Darmstadt haben einen direkten Ansprechpartner sowie 
kostenlose Beratung zum Thema betriebliches Mobilitätsmanagement. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Projekt "Südhessen Effizient mobil" sollte weitergeführt werden. Programme 
wie das Job-Ticket und Bike + Business sollten dabei berücksichtigt werden. Das 
Job-Ticket könnte in Zusammenarbeit mit den RMV überarbeitet werden, sodass 
auch kleinere Firmen teilnehmen können. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Stadtplanungsamt/ Abt. Mobilität, RMV, Südhessen Effizienz Mobil/ IVM 
  
                                                
38 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.ivm-rheinmain.de/kommunaler-
service/betriebliches-mobilitaetsmanagement/

Maßnahmenevaluation 
102 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 86: Energetische Sanierung von Nicht-
Wohngebäuden 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch gezielte Ansprache von Unternehmen sollen verstärkt energetische Sanierungen von Nicht. -
Wohngebäuden in Darmstadt angeregt werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt macht auf die 
Herausforderung der energetischen Sanierung durch Aktionen (z. B. konkrete Ansprache von 
Unternehmen) aufmerksam und bie tet Unternehmen Unterstützungsleistungen an, die sich auf 
Planung, Beratung, Vermittlung von Partnern mit entsprechenden Erfahrungen, Vermittlung von 
Fördermöglichkeiten und sonstige Leistungen beziehen kann. Best Practice Beispiele werden bekannt 
gemacht. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die ENTEGA bietet ihren Geschäftskunden eine Energieeffizienzberatung an. Dabei werden 
Einsparpotenziale aufgedeckt, Möglichkeiten der dezentralen Energieerzeugung untersucht sowie die 
Energiebeschaffung und das Energiemanagement thematisiert. Weiterhin können sich Unternehmen 
über das Energieeffizienz-Netzwerk ETA-Plus (vgl. Maßnahme 91) austauschen.39 
Evaluation 
Auswirkung:  
Nach Angaben der ENTEGA können durch die 2018 durchgeführten Energie-
Beratungsprojekte für Geschäftskunden jährlich 3.600 MWh Energie und 436 t 
CO2 eingespart werden. Diese Angaben beinhalten neben 
Sanierungsmaßnahmen an den Nicht -Wohngebäuden weitere Maßnahmen zur 
Steigerung er Effizienz wie beispielsweise Prozessoptimierungen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Beratungsangebot sollte fortgeführt werden. Kooperationen mit 
Energieeffizienznetzwerken (Vgl. Maßnahmen 84 und 91) sollten geprüft werden.  
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA 
  
                                                
39 Weitere Informationen hierzu gibt es unter: https://www.darmstadt.ihk.de/produktmarken/beraten-
und-informieren/umwelt-energie/energie/eta-plus

Maßnahmenevaluation 
103 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 87: Abwärme von Industrie- und 
Gewerbeunternehmen nutzen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erschließung von bisher nicht genutzten Abwärmeströmen  aus dem gewerblichen Bereich für 
Wärmenutzungen in Wohngebäuden oder anderen Wärmeabnehmern. Auf Basis vorliegender 
Leitfäden (z. B. Leitfaden des Landes Bayern) soll eine erste Grobermittlung für das Stadtgebiet von 
Darmstadt vorgenommen werden. Danach s ind die weiteren Schritte festzulegen. Diese 
Grobermittlung kann mit der Erstellung eines Wärmeatlasses verbunden werden.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Im Bereich der Abwärmenutzung wurden bislang keine Maßnahmen ergriffen.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch Abwärmenutzung kann die Energieeffizienz um einen mittleren bis hohen 
einstelligen Prozentsatz erhöht werden. Abwärme kann außerdem einen Teil des 
fossilen Brennstoffeinsatzes im Fernwärmenetz vermeiden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Um eine effiziente Nutzung der in Darmstadt auftretenden Wärmeströme zu 
ermöglichen, sollte ein Wärmeatlas erstellt werden, welcher aufzeigt, wo in 
Darmstadt Wärmequellen und Wärmesenken verortet sind. Dies sollte in 
Zusammenarbeit mit Fernwärmenetzbetreibern erfolgen. In ei nem Wärmeatlas 
kann neben Abwärme auch erneuerbare Wärmequellen verzeichnet werden. Es 
erscheint daher sinnvoll die Maßnahmen 87, 98 und 108 zukünftig gebündelt zu 
behandeln. Maßnahme 126 ist identisch mit Maßnahme 87. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
104 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 88: Energieeffiziente Arbeitsplätze 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Unternehmen sollen dazu angeregt werden, möglichst energieeffiziente Arbeitsgeräte 
anzuschaffen und zu nutzen. Allein die Arbeitsplatzcomputer in Darmstadt dürften im Jahr 
durchschnittlich 10.000.000 kWh an Strom verbrauchen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Diese Maßnahme wurde bislang nicht explizit angegangen. Es ist denkbar das Thema im Rahmen der 
Gründung eines eigenen Ökoprofit -Netzwerkes umzusetzen (vgl. Maßnahme 84)  oder in das 
bestehende Energieeffizienznetzwerk ETA-Plus (vgl. Maßnahme 91) zu integrieren. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Es ist davon auszugehen, dass Unternehmen aus Kostengründen bei 
Neuanschaffungen bereits auf energiesparsame Geräte achten. Nichtsdestotrotz  
kann das Thema in die Netzwerkarbeit integriert werden, um so weitere 
Potenziale auszuschöpfen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Eine Beibehaltung als separate Maßnahme wird a ls nicht notwendig angesehen. 
Stattdessen kann das Thema in den Maßnahmen 84 und 91 integriert werden.  
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, IHK

Maßnahmenevaluation 
105 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 89: Bekanntmachung guter Beispiele aus dem 
Bereich Gewerbe und Wirtschaft 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch Befragung der Darmstädter Unternehmen soll ermittelt werden, welche beispielhaften Projekte 
und Maßnahmen einzelne Unternehmen zum Klimaschutz durchgeführt haben. Die Maßnahmen 
werden bewertet und über eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit von der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt mit IHK und Handwerkskammer breit bekannt gemacht. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Energieeffizienz -Netzwerks ETA -Plus umgesetzt (vgl. 
Maßnahme 91). In dem 2015 gegründeten Netzwerk werden Workshops angeboten und Vor -Ort-
Beratungen durchgeführt, bei denen Optimierungspotenziale identifiziert und 
Energieeinsparmaßnahmen angeregt werden. Anschließend begleitet das Netzwerk die Umsetzung 
und verfolgt die Einsparerfolge. Die Kommunikation von Best -Practice-Beispiele und der 
Erfahrungsaustausch sind dabei wesentliche Bestandteile. Im Netzwerk bringen sich derzeit 10 
Partnerunternehmen mit ihrer Expertise ein und insgesamt 26 teilnehmende Untern ehmen profitieren 
von den Veranstaltungen, Energieworkshops und Vor-Ort-Terminen.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Umsetzung von Einsparmaßnahmen in den einzelnen Unternehmen 
des Netzwerks werden energetische Emissionen verringert und Energiekosten 
eingespart. Insbesondere bei Querschnittstechnologien (Druckluft, 
Dampferzeugung, Elektromotoren, Pumpen) bietet der regelmäßige 
Erfahrungsaustausch Synergie-Effekte. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Erkenntnisse aus dem Energieeffizienz -Netzwerks ETA-Plus sollten weiteren 
interessierten Unternehmen nutzbar gemacht werden. Um einen zielgerichteten  
Technologie- und Wissenstransfer zu ermöglichen, sollte über 
branchenspezifische Erfahrungsaustauschplattformen nachgedacht werden. D a 
die Kommunikation von Best-Practice-Beispielen ein wesentlicher Bestandteil der 
Netzwerkarbeit sind, kann die Maßnahme mit Maßnahme 91 zus ammengelegt 
werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, IHK, Stadtmarketing

Maßnahmenevaluation 
106 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 90: Beratungen für Handwerksbetriebe 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Mit Hilfe von systematischen Beratungen soll bei Handwerksbetrieben insbesondere der 
Stromverbrauch effizienter organisiert werden. Zusätzlich sollen Erstberatungen zum 
Wärmeverbrauch bei offensichtlichen, unnötigen Wärmeverlusten erfolgen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die Umsetzung dieser Maßnahme könnte analog zur Maßnahme 88 im Rahmen der Gründung eines 
eigenen Ökoprofit -Netzwerkes (Maßnahme 84) angegangen werden. Teilnahmen von 
Handwerksbetrieben an Ökoprofit sind bislang nicht bekannt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Gründung eines Netzwerk s speziell für Handwerksunternehmen 
könnten Einsparpotenziale aufgezeigt und ausgetauscht werden. Teilnehmende 
Unternehmen verpflichten sich, dass der Ausgleich von Ökonomie und Ökologie 
eine hohe Bedeutung hat und Grundlage unternehmerischer Entscheidungen ist.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es sollten Gespräche mit interessierten Unternehmen organisiert werden, um 
Teilnehmer für ein Darmstädter Ökoprofit -Netzwerk zu gewinnen. Die speziell auf 
Handwerksbetriebe ausgerichtete Maßnahme 90 sollte in die allgemeine 
Maßnahme 84 integriert werden. Es ist außerdem denkbar, dass sich ein 
Energieeffizienz-Netzwerk von Handwerksbetrieben aus dem Schulungsangebot 
der regionalen Energiegemeinschaft Südhessen e.V.  (vgl. Maßnahme 36 und 
39) ergibt. 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, Handwerkskammer

Maßnahmenevaluation 
107 
Gewerbe/Industrie Maßnahme 91: Erfahrungsaustausch betriebliches 
Energiemanagement 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Über einen regelmäßigen gegenseitigen Erfahrungsaustausch zwischen größeren und mittleren 
Unternehmen sollen praktische Erfahrungen ausgetauscht und Anregungen und Anreize für 
Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen geschaffen werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen des Energieeffizienz -Netzwerks ETA -Plus umgesetzt. In dem 2015 
gegründeten Netzwerk werden Workshops angeboten und Vor -Ort-Beratungen durchgeführt, bei 
denen Optimierungspotenziale identifiziert und Energieeinsparmaßnahmen angeregt werden. 
Anschließend begleitet das Netzwerk die Umsetzung und verfolgt die Einsparerfolge. Die 
Kommunikation von Best -Practice-Beispiele und der Erfahrungsaustausch sind dabei wesentliche 
Bestandteile. Im Netzwerk bringen sich derzeit 10 Partner mit ihrer Expertise  ein und insgesamt 26 
teilnehmende Unternehmen profitieren von den Veranstaltungen, Energieworkshops und Vor -Ort-
Terminen. Im Gegensatz zu Ökoprofit -Netzwerken (vgl. Maßnahme 84) ist dieses Netzwerk eher auf 
größere Unternehmen ausgerichtet. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Umsetzung von Einsparmaßnahmen in den einzelnen Unternehmen 
des Netzwerks werden energetische Emissionen verringert und Energiekosten 
eingespart. Insbesondere bei Querschnittstechnologien (Druckluft, 
Dampferzeugung, Elektromotoren, P umpen) bietet der regelmäßige 
Erfahrungsaustausch Synergie-Effekte. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Erkenntnisse aus dem Energieeffizienz -Netzwerks ETA-Plus sollten weiteren 
interessierten Unternehmen nutzbar gemacht werden. Um einen zielgerichteten  
Technologie- und Wissenstransfer zu ermöglichen, sollte über 
branchenspezifische Erfahrungsaustauschplattformen nachgedacht werden. D a 
die Kommunikation von Best-Practice-Beispielen ein wesentlicher Bestandteil der 
Netzwerkarbeit sind, kann die Maßnahme mit Maßnahme 89 zusammengelegt 
werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, IHK, TU Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
108 
 Handlungsfeld „Private Haushalte“ 3.2.7
Private Haushalte 
(Ernährung u. 
Konsum) 
Maßnahme 92: Koordinierende Arbeitsgruppe 
„Energiekosten einkommensschwacher Haushalte“ 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Da einkommensschwache Personen überdurchschnittlich oft in bau - und heizungsanlagentechnisch 
schlechten Wohngebäuden wohnen, kaum energieeffiziente Geräte besitzen und zudem häufig  nur 
geringe Kenntnisse zu energiesparendem Verhalten haben, sind diese besonders stark von 
steigenden Energiekosten betroffen. Eine koordinierende Arbeitsgruppe aus Sozialamt, 
Wohnungsunternehmen und Energieversorger soll einkommensschwache Haushalte bei der 
Umsetzung energiesparenden Verhaltens unterstützen. 
Aktueller Umsetzungsstand: abgeschlossen 
Es wurde eine Arbeitsgruppe „Finanzschwache Haushalte" gegründet. Diese AG gliedert sich in drei 
Unterarbeitsgruppen auf: 
1. Die bestehenden Angebote der Energiesparberatung in Darmstadt wurden erfasst, beurteilt und 
koordiniert. Mit Wohnungsbaugesellschaften wurden Informationskanäle festgelegt.  
2. Die ENTEGA AG hat mit dem Ziel Energiesperren durch Zahlungsausfälle möglichst zu vermeiden, 
sein  Forderungs management kundenfreundlich überarbeitet. So wurden präventive Angebote 
geschaffen bzw. ausgebaut und deutlich variablere Tilgungsmöglichkeiten geschaffen.  
3. Es wurde eine städtische Zuschussaktion zur Anschaffung energiesparender Haushaltsgeräte ins 
Leben gerufen. In der entsprechenden AG Gerätesubventionierung haben sich folgende Institutionen 
zusammengefunden: Caritasverband Darmstadt e.V., Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V., ENTEGA 
AG, Jobcenter Darmstadt, Wissenschaftsstadt Darmstadt. Ziel der AG ist es, einkommensschwachen 
Haushalten zu ermöglichen, mit einer finanziellen Eigenbeteiligung energieeffiziente Haushaltsgeräten 
(im ersten Schritt nur Kühlgeräte) zu erwerben. (vgl. Maßnahmen 93 und 94)  
Durch diese Aktivitäten verfügt die Zielgruppe inzwischen über einen zentralen Ansprechpartner mit 
niedrigschwelligen Beratungsmöglichkeiten sowie finanzielle Unterstützung beim Kauf 
energiesparender Haushaltsgeräte. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Allein in den ersten 1,5 Jahren seit dem Umsetzungsbeginn de s Projekts im 
Sommer 2016 wurden 15.000 Euro Finanzierung gewährt. Energiesperren 
aufgrund von Zahlungsversäumnissen wurde durch Überarbeitung des 
Forderungsmanagements von Seiten ENTEGAs entgegengewirkt. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die erfolgreiche Arbeit der AG soll fortgeführt werden, sodass weitere Haushalte 
die finanzielle und beratende Unterstützung zur Einsparung von Energie nutzen 
können. Die Maßnahmen 92, 93 und 94 sind eng miteinander verknüpft. 
Trotzdem wird eine separate Beibehaltung der einzelnen Ma ßnahmen 
empfohlen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Amt für Soziales und Prävention, ENTEGA, Verbraucherzentrale, Caritasverband Darmstadt e.V., 
Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V., ENTEGA AG, Jobcenter Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
109 
Private Haushalte 
(Ernährung u. 
Konsum) 
Maßnahme 93: Stromspar-Check für 
einkommensschwache Haushalte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch eine kostenlose Energieberatung sowie Bereitstellung von Energiesparlampen und 
abschaltbaren Steckerleisten sollen die Energiekosten für einkommensschwache Haushalte reduziert 
werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wurde durch die Arbeitsgruppe „Finanzschwache Haushalte" realisiert. Die Stromspar -
Checks werden im Rahmen einer Kooperation zwischen der Stadt Darmstadt, dem Landkreis 
Darmstadt-Dieburg und der ENTEGA realisiert. Die Beratungen werden durch d ie Initiative Arbeit im 
Bistum Mainz e.V.  durchgeführt. Dabei werden die Haushalte bezüglich Einsparmöglichkeiten beim 
Verbrauch von Strom, Wasser und Heizung beraten und darin unterstützt, das eigene Verhalten zu 
ändern. Hierbei werden auch teilweise Arti kel wie LED -Lampen oder schaltbare Steckerleisten 
kostenfrei ausgegeben.  
Der Stromsparcheck ist eine Voraussetzung für die Gewährung von Zuschüssen für sparsame 
Haushaltsgeräte (vgl. Maßnahme 94). 
Evaluation 
Auswirkung:  
Zwischen 2014 und 2017 konnten bereits in 471 Haushalten Stromspar -Checks 
durchgeführt werden. Durchschnittlich spart jeder der beratenen Haushalte 148 
Euro pro Jahr. Dies entspricht einer Reduktion des CO 2-Ausstoßes von jährlich 
rund 1,3 Tonnen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Stromsparchecks sollten weiterhin finanzschwachen Haushalten angeboten 
werden. Die Maßnahmen 92, 93 und 94 sind eng miteinander verknüpft. 
Trotzdem wird eine separate Beibehaltung der einzelnen Maßnahmen 
empfohlen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Amt für Soziales und Prävention, ENTEGA, Verbraucherzentrale, Caritasverband Darmstadt e.V., 
Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V., ENTEGA AG, Jobcenter Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
110 
Private Haushalte 
(Ernährung u. 
Konsum) 
Maßnahme 94: Zuschuss-Aktion für 
einkommensschwache Haushalte zur Anschaffung 
energieeffizienter Haushaltsgeräte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch eine Zuschuss -Aktion sollen einkommensschwachen Personen Fördermittel für 
Haushaltsgeräte bereitgestellt werden, damit diese energieintensive Altgeräte durch neue, besonders 
energiesparenden Haushaltsgeräten ersetzen können. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wurde durch die Arbeitsgruppe „Finanzschwache Haushalte" realisiert. Nach der 
Durchführung des Stromspar -Checks (vgl. Maßnahme 93) können folgende Zuschüsse beantragt 
werden, um einen energiesparsamen Kühlschrank anzuschaffen:  
 150 € aus Bundesmitteln (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare 
Sicherheit) 
 Kunden der ENTEGA AG erhalten einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 30 €  
 Zusätzlich kann durch die AG Gerätesubventionierung ein weiterer städtischer Zuschuss 
gewährt werden, wenn aus Eigenmitteln mindestens 75 € aufgebracht werden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Seit Projektbeginn 2016 bis Ende 2018 (letzte verfügbare Zahlen)  wurden bei 
471 aktiven Haushalten 5.948 Soforthilfen installiert. Die Anzahl der 
ausgetauschten "Weißen  Ware" beträgt 1.260 (Ziel: 1.254) und die Menge der 
sonstigen Geräte beträgt 884 (Ziel: 874). Die fast 6.000 Sofortmaßnahmen 
haben zu einer durchschnittlichen Einsparung von 358 kWh Strom, bzw. 256 kg 
CO2 pro Jahr geführt hat. Für die Haushalte bedeutete es gleichzeitig eine 
Einsparung von 93€/a. Außerdem wurden 209 Gutscheine für das 
Kühlgerätetauschprogramm ausgegeben, was bei tatsächlichem Austausch des 
Geräts in einer zusätzlichen Einsparung von 348 kWh/a bzw. 208 kg CO 2/a und 
einer finanziellen Entlastung von 91€/a resultierte. 
Die regionalen aber auch bundesweiten Erfahrungen im Stromsparcheck zeigen, 
dass der Bundeszuschuss in Höhe von 150 € nur selten in Anspruch genommen, 
da die Differenz zum Neupreis nicht finanziert werden kann. Durch den 
zusätzlichen kommunalen Zuschuss kann also diese finanzielle Hürde für die 
Betroffenen überwunden werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das erfolgreiche Programm sollte fortgeführt werden. Die Maßnahmen 92, 93 
und 94 sind eng miteinander verknüpft. Trotzdem wird eine sep arate 
Beibehaltung der einzelnen Maßnahmen empfohlen. Die Maßnahmen 94 und 95 
können aufgrund der inhaltlichen Überschneidung zusammengeführt werden.  
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Amt für Soziales und Prävention, ENTEGA, Verbraucherzentrale, Caritasverband Darmstadt e.V., 
Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V., ENTEGA AG, Jobcenter Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
111 
Private Haushalte 
(Ernährung u. 
Konsum) 
Maßnahme 95: Förderung zur Anschaffung 
energieeffizienter Haushaltsgeräte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ein Förderprogramm soll Anreize schaffen um alte, nicht energieeffiziente Haushaltsgeräte durch 
Neukauf von besonders energiesparenden Geräten zu ersetzen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Diese Maßnahme wird im Rahmen von Maßnahme 94 bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Siehe Maßnahme 94. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das erfolgreiche Programm sollte fortgeführt werden. Die Maßnahmen 92, 93 
und 94 sind eng miteinander verknüpft. Trotzdem wird eine separate 
Beibehaltung der einzelnen Maßnahmen empfohlen. Die Maßnahmen 94 und 95 
können aufgrund der inhaltlichen Überschneidung zusammengeführt werden.  
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Amt für Soziales und Prävention, ENTEGA, Verbraucherzentrale, Caritasverband Darmstadt e.V., 
Initiative Arbeit im Bistum Mainz e.V., ENTEGA AG, Jobcenter Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
112 
Private Haushalte 
(Ernährung u. 
Konsum) 
Maßnahme 96: Förderung regionaler Produkte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Um eine Reduzierung von Verkehrsemissionen durch verkürzte Transportwege von Güterverkehr zu 
erreichen, soll die regionale Vermarktung gefördert werden. Großverbraucher wie Großkantinen, 
Verpflegungsbetriebe und Eigenbetriebe der Stadt DA sollen erreicht und zur stärkeren Nutzung von 
regionalen Produkten angeregt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Aus dem Projekt Ökolandbau Modellregionen Hessen mit dem Motto ‚Mehr Bio aus Hessen für 
Hessen!‘ hat sich die Modellregion Süd gebildet, welche die Stadt Darmstadt und die Landkreise 
Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau sowie den Odenwaldkreis umfasst. Bei der Auftaktveranstaltung im 
März 2019 wurden die Ziele, die Organisationsstruktur und die Projektgrupp en vorgestellt. Die 
Modellregion wurde eingerichtet, um eine intensive Vernetzung interessierter Akteure*innen zu 
erreichen, regionale Wertschöpfungsketten im Bio -Segment zu stärken, Brücken zwischen der 
Lebensmittelerzeugung und dem –verbrauch zu bauen, s owie die ökologischen 
Lebensmittelproduktion auszuweiten.  
Darüber hinaus wird die Maßnahme im Rahmen des Darmstädter Wochenmarktes umgesetzt. Ein Teil 
des Sortiments von überregionalen Ursprungs wurde durch regionale Produkte ersetzt. Etwa ein 
Drittel der  verkauften Ware am Wochenmarkt ist inzwischen regionalen Ursprungs. Die regional 
gekennzeichneten Produkte kommen aus einem Radius von unter 50 km. Bei der Vergabe neuer 
Verkaufsplätze wird geprüft ob die Produkte aus der Region kommen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die zunehmende Vernetzung im Bereich der ökologischen 
Lebensmittelproduktion und den verstärkten Fokus auf regionale Produkte, wie 
etwa bei der Vergabe von Verkaufsplätzen auf dem Wochenmarkt, werden 
bereits Emissionen eingespart. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Umsetzung dieser Maßnahme ist erfolgreich angelaufen. Es sollte auf 
weitere Bereiche ausgeweitet werden. Beispielsweise könnten 
Großverbraucher*innen und die städtischen Eigenbetriebe hier vermehrt in die 
Pflicht genommen werden, auf regionale Produkte zu setzen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Darmstadt Marketing GmbH, Ökolandbau Modellregionen Süd

Maßnahmenevaluation 
113 
 Handlungsfeld „Energieversorgung fossil“ 3.2.8
Energieversorgung 
fossil 
Maßnahme 97: Leitlinien zur Erreichung des Ziels CO2-
Neutralität bei der Energieversorgung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Auch in Darmstadt soll dieses Ziel von Seiten der ENTEGA mit Unterstützung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt angestrebt werden. Den Rahmen hierfür kann zum einen der Green City Prozess und das 
Leitbild „Klimaneutralität“ der Wissenschaftsstadt Darmstadt bilden.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die Geschäftspolitik der ENTEGA ist bereits auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität. Im 
Nachhaltigkeitsbericht werden die Treibhausgasemissionen veröffentlicht und es wird eine Strategie 
zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells erläutert. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die ENTEGA hat durch die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsmanagements und 
die Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsberichte bereits einen guten Grundstein 
gelegt. Durch das Formulieren von konkreten Leitlinien zur Erreichung der 
Klimaneutralität würde der Energieversorger eine Vorreiterrolle in der Branche 
einnehmen. Mögliche Kostenminderungseffekte ergeben sich durch größere 
Überschüsse an CO2-Zertifikaten. Außerdem ist ein Imagegewinn zu erwarten. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Klimaziele der ENTEGA befinden sich derzeit in Überarbeitung. Nach 
derzeitigem Stand der Überlegungen wird die Frage, bis wann ENTEGA 
klimaneutral ist, für die einzelnen Scopes gemäß GHG -Protokoll differenziert 
beantwortet. Darüber hinaus wird derzeit der  Klimakennwert „X -Degree-
Campatibility“ ermittelt, welcher angibt, um wie viel Grad sich die Erde erwärmen 
würde, wenn alle Unternehmen so emissionsintensiv wirtschaften würde, wie die 
ENTEGA. Aus den Kennzahlen, sollte ein konkreter Fahrplan zur Minderung  der 
Treibhausgasemissionen abgeleitet und in der Unternehmensstrategie verankert 
werden. Die Überprüfung der eigenen Ziele sollten regelmäßig im Rahmen der 
Nachhaltigkeitsberichte veröffentlicht werden.  
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA, Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
114 
Energieversorgung 
fossil 
Maßnahme 98: Erstellung eines „Wärmeatlas“ zur 
Vernetzung der Energieerzeugung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erstellung eines kommunalen „Wärmeatlas“ als Handlungsrahmen und konkretes 
Umsetzungsinstrument für die Optimierung und Umstrukturierung der Wärmeversorgung in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Es wurde bisher kein kommunaler Wärmeatlas erstellt, auch im Bereich der Abwärmenutzung  wurden 
bislang keine Maßnahmen ergriffen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Da die Maßnahme bisher nicht umgesetzt wurde sind bisher keine Auswirkungen 
zu verzeichnen. Durch Abwärmenutzung  kann die Energieeffizienz um einen 
mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz erhöht werden. Abwärme kann 
außerdem einen Teil des fossilen Brennstoffeinsatzes im Fernwärmenetz 
vermeiden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Um eine effiziente Nutzung der in Darmstadt  auftretenden Wärmeströme zu 
ermöglichen, sollte ein Wärmeatlas erstellt werden, welcher aufzeigt, wo in 
Darmstadt Wärmequellen und Wärmesenken verortet sind. Dies sollte in 
Zusammenarbeit mit Fernwärmenetzbetreibern erfolgen. In einem Wärmeatlas 
kann neben Abwärme auch erneuerbare Wärmequellen verzeichnet werden. Es 
erscheint daher sinnvoll die Maßnahmen 87, 98 und 108 zukünftig gebündelt zu 
behandeln. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA, Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
115 
Energieversorgung 
fossil Maßnahme 99: Hydraulischer Abgleich 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch systematische Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit soll erreicht werden, dass für möglichst viele 
Heizungsanlagen der notwendige hydraulische Abgleich durchgeführt wird. Der hydraulische Abgleich 
ist eine hocheffiziente Maßnahme, um die Effektivität von Heizungsanlagen zu verbessern.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen eines ENTEGA Förderprogramms umgesetzt. Die Förderung umfasst 
100 Euro pro hydraulischem Abgleich. Eine gezielte Informationskampagne gab es bisher nicht, 
jedoch haben erste Gespräche mit der Themengruppe Klimaschutz, der lokalen Agenda 21 und der 
ENTEGA diesbezüglich bereits stattgefunden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Seit 2013 bis einschließlich 2018 wurden 136 Förderanträge gestellt, die zu einer 
Einsparung von 81.600 kWh und 47,6 t CO2 geführt haben. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme soll durch eine Informationskampagne konkretisiert werden. Wie 
diese finanziert und schlussendlich umgesetzt werden soll, ist derzeit noch offen. 
Aufgrund der engen thematischen Überschneidung mit Maßnahme 100 wird eine 
Zusammenlegung zu einer gemeinsamen Maßnahme „Effiziente Heizungen“ 
empfohlen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
116 
Energieversorgung 
fossil Maßnahme 100: Heizungspumpen-Austausch 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Heizungsumwälzpumpen sind versteckte Verbraucher*innen, häufig veraltet und zu Tausenden 
verbreitet. Hocheffiziente Umwälzpumpen reduzieren den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird im Rahmen eines ENTEGA Förderprogramms umgesetzt. Die Förderung umfasst 
50 Euro für den Einbau einer Hocheffizienzpumpe. Eine explizite Informationskampagne oder Initiative 
besteht nicht. Das im Klimaschutzkonzept vorgeschlagene Ziel einer jährlichen Austauschquote von 
800 Pumpen, wurde nicht erreicht. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Seit 2013 bis einschließl. 2018 wurden 527 Förderanträge gestellt, die zu einer 
Einsparung von 263.000 kWh und 131,75 CO2 geführt haben. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Diese Maßnahme sollte fortgeführt werden. Eine Informationskampagne oder 
Umsetzungsinitiative sollte in Erwägung gezogen werden, um die Anzahl der 
getauschten Heizungspumpen weiter zu erhöhen. Aufgrund der engen 
thematischen Überschneidung mit Maßnahme 99 wird eine Zusammenlegung zu 
einer gemeinsamen Maßnahme „Effiziente Heizungen“ empfohlen. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
117 
Energieversorgung 
fossil Maßnahme 101: Erdgasförderprogramm 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erdgas erzeugt deutlich weniger CO 2-Emissionen als Heizöl. Aus diesem Grunde sollen alle 
ölbefeuerten Heizungsanlagen zumindest auf Erdgas umgestellt werden.  Das Erdgasförderprogramm 
ist hierfür ein geeignetes Instrument. Die ENTEGA unterstützt mit Fördermitteln die Umstellung von 
Heizungsanlagen auf Erdgas, die noch mit Öl befeuert werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird  umgesetzt. Eine Förderung der ENTEGA von bis zu 1000 Euro ist vorhanden. 
Die Anzahl der Ölheizungen ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Diese 
Entwicklung ist nicht ausschließlich auf das Förderprogramm zurückzuführen, sondern vielmehr  ein 
deutschlandweiter Trend. Insbesondere da in Darmstadt mit dem flächendeckenden Gasnetz 
wirtschaftlichere Alternativen vorhanden sind. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Seit 2013 bis einschließlich 2018 wurden 611 Förderanträge gestellt. Der 
Umstieg von Öl - auf Gasheizungen stellt ein niedriges bis mittleres 
Treibhausgasminderungspotenzial dar. Größere Einsparungen sind durch die 
Umstellung auf regenerative Energieträger wie Biomasse, Solarthermie oder 
Umweltwärme erreichbar. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Förderung von Gasheizungen sollte nicht weitergeführt werden, da durch die 
Umstellung von einem auf einen anderen fossilen Energieträger (z.B. Öl auf Gas) 
nur geringe Emissionseinsparungen möglich sind. Gasheizungen stellen derzeit 
die günstigste Form der Wärmeversorgung dar und müssen daher nicht 
gesondert gefördert werden. Stattdessen sollte die Einrichtung regenerativer 
Heizsysteme stärker gefördert werden. 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
118 
Energieversorgung 
fossil Maßnahme 102: Ausbau Fernwärme 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Der Ausbau der Fernwärme in Kombination mit der Förderung von Blockheizkraftwerken ist ein 
wichtiges Element, um die Energieversorgung im Bestand besonders energieeffizient gestalten zu 
können. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt über mehrere Fernwärmenetze, die als Grundlage 
des weiteren Ausbaus genutzt werden können. Zum einen geht es darum weitere Gebäude, die in 
dem im bestehenden Netzbereich liegen anzuschließen, und zum anderen weitere Nutzer durch 
Ausbau in den Randbereichen des Netzes mit einzubeziehen. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wird erfolgreich umgesetzt. Aktuell sind rund 1.600 Gebäude in Darmstadt an ein 
Fernwärmenetz angeschlossen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Modernisierungsmaßnahmen wurden inzwischen durchgeführt (z.B. Heizwerk 
Frankfurter Str., Energiezentrale TU) und der Bau neuer Leitungen (DA -Nord und 
Campus Lichtwiese, Lincoln Sidedlung, Ausbau Röhnring etc.) hat ebenfalls 
bereits stattgefunden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Ausbau der Fernwärmeversorgung sollte auch zukünftig verfolgt werden. 
Weitere Projekte sind angedacht (z.B. Ausbau Mollerstadt, Ausbau 2. Abschnitt 
Rhönring, Lincolnsiedlung) oder gar bereits in Umsetzung 
(Technologieerprobung Fernwärmenetz DA Nord). 
Neben dem Ausbau des Netzes sollte auch die weitere Integration 
klimafreundlicher Energieträger und energieeffizienter Erzeugungsanlagen in das 
Fernwärmenetz angegangen werden.  
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
119 
Energieversorgung 
fossil 
Maßnahme 103: Umsetzung der Kraft-Wärme-
Kopplungspotenziale im Sektor Gewerbe, Handel und 
Dienstleistungen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch gezielte Ansprache sollen Betriebe, Hotels, Dienstleistungs - und Verwaltungsbereiche für eine 
Anwendung der KWK durch neue BHKW gewonnen werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der BUND bot 2017 eine Infoveranstaltung zum Thema in Darmstadt an. Erste Umsetzungen sind zu 
finden, wie etwa die ETA Fabrik der TU Darmstadt mit der Nutzung von zwei BHKW. Weiteres 
Potenzial ist vorhanden. Die ursprünglich angedachte Gründung eines Runden Tisches zu KWK im 
GHD-Bereich von Seiten der Stadt hat bisher nicht stattgefunden. Die Informierung der Öffentlichkeit 
kann noch zielgerichteter vorangetrieben werden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die ETA Fabrik der TU Darmstadt ist mit der Nutzung von zwei BHKW ein 
prominentes Beispiel für die Nutzungsmöglichkeiten der KWK. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Eine Abstimmung bzw. Planung einer Öffentlichkeitskampagne oder 
Fachveranstaltungen ist ein wichtiger nächster Schritt. Die Gründung eines 
Runden Tischs von Seiten der Stadt zum Thema KWK im GHD -Bereich ist 
abzuwägen. Im Rahmen der Informationsveranstaltungen / Aktivitäten sollte auch 
ein konkreter Ansprechpartner für die Erstberatung genannt werden. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA, Unternehmen, Fachverbände

Maßnahmenevaluation 
120 
Energieversorgung 
fossil 
Maßnahme 104: Einsatz von Blockheizkraftwerken im 
Stadtgebiet deutlich erhöhen. 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Der Ausbau der Kraft -Wärme-Kopplung sollte durch die Installation von Mini -BHKWs intensiviert 
werden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau von Nahwärmenetzen. Der verstärkte 
Einsatz von Mini-BHKWs und Mikro-BHKWs ist durch attraktive Contracting -Angebote und durch eine 
intensive Bewerbung dieser Anlagen zu fördern. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Umstellung auf eine Mikro -BHKW Anlage wird aktuell seitens der ENTEGA mit bis zu 1.000 Euro 
brutto gefördert. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Im Jahr 2013 wurden vier Förderanträge, in 2014 zwei Anträge mit einem Wert 
von insgesamt 9.250 Euro gestellt. In den Folgejahren gab es keine weiteren 
Anträge. Eine valide Aussage zu den CO 2-Einsparungen kann aufgrund 
fehlender vorheriger Verbrauchswerte nicht getroffen werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es ist zu prüfen, ob eine stärkere Bewerbung der Maßnahme den Grad an 
Umsetzung steigern kann. Evtl. sind die Möglichkeit und der Nutzen der 
Maßnahme noch zu wenig bei privaten Hausbesitzer*innen bekannt. Eine  
gezielte Informationskampagne oder Bewerbung der Maßnahme könnte helfen. 
Diese Maßnahme ist identisch zu Maßnahme 106. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
121 
Energieversorgung 
fossil 
Maßnahme 105: Erstellung Konzept für Nahwärme-
/Kälteinseln 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Erstellung eines kommunalen Konzeptes für Nahwärme-(Kälte-)netze. Ein derartiges Konzept geht auf 
die Struktur des Verbrauchs ein, auf die Prozesse der Energieumwandlung und der Nutzung von 
Energieträgern. Das Konzept erarbeitet insbesondere auf einzelne Standorte bezogen Perspektiven 
für die mittelfristige Versorgungsstruktur und wie der Ausbau regenerativer Energien umgesetzt 
werden kann. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die Maßnahme wurde aufgrund fehlender Nachfrage aus Industrie und Handwerk nicht umgesetzt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Bislang besteht kein Konzept für Nahwärme - (und Kälte -)Netze als 
Handlungsrahmen und konkretes Umsetzungsinstrument zur Umstrukturierung 
der Energieversorgung. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Maßnahme war eine mittlere Priorität zugeordnet worden mit Kosten von 
geschätzten 100.000 Euro und interpretiert als Weichenstellung für ein CO 2- 
Reduktionspotenzial. Ggf. ist es sinnvoll, durch das Erstellen von 
Quartierskonzepten zunächst geeignete Gebiete zu identifizieren und Strukturen 
zu prüfen, die für die Erstellung von kommunalen Nahwärme - oder Kältenetze in 
Frage kommen. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
122 
Energieversorgung 
fossil 
Maßnahme 106: Förderung und Ausbau Mini-/Mikro-
BHKWs 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Angestrebt wird eine Intensivierung des Ausbaus der Kraft -Wärme-Kopplung durch die Installation von 
Mini-BHKWs, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau von Nahwärmenetzen. Der 
verstärkte Einsatz von Mini-BHKWs ist durch attraktive Contracting-Angebote und durch eine intensive 
Bewerbung dieser Anlagen zu fördern. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Umstellung auf eine Mikro -BHKW Anlage wird aktuell seitens der ENTEGA mit bis zu 1.000 Euro 
brutto gefördert. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Im Jahr 2013 wurden vier Förderanträge, in 2014 zwei Anträge mit einem Wert 
von insgesamt 9250 Euro gestellt. In den Folgejahren gab es keine weiteren 
Anträge. Eine valide Aussage zu den CO 2-Einsparungen kann aufgrund 
fehlender vorheriger Verbrauchswerte nicht getroffen werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es ist zu prüfen, ob eine stärkere Bewerbung der Maßnahme den Grad an 
Umsetzung steigern kann. Evtl. sind die Möglichkeit und der Nutzen der 
Maßnahme noch zu wenig bei privaten Hausbesitzern bekannt. Eine gezielte 
Informationskampagne oder Bewerbung der Maßnahme könnte helfen. Diese 
Maßnahme ist identisch zu Maßnahme 104. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
123 
 Handlungsfeld „Erneuerbare Energien“ 3.2.9
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 107: Beteiligung an Projekten für Erneuerbare 
Energien über Energiegenossenschaften 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt an Projekten für Erneuerbare Energien soll 
das Engagement und die Zahl von Projekten erhöht werden. Von Seiten der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt ist zu prüfen, wie überhaupt Beteiligungen rechtlich möglich sind. Hierzu sind geeignete 
Modelle zu entwickeln. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Über die Energiegenossenschaft Darmstadt (EG-DA) können sich Bürger*innen an einer nachhaltigen, 
ökologischen und dezentralen Energieversorgung beteiligen. Die Stadt Darmstadt beteiligt sich derzeit 
nicht an dieser Energiegenossenschaft, leitet aber über d ie ENTEGA städtisches Kapital in den 
Ausbau erneuerbarer Energieträger.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine direkten Auswirkungen, da bisher keine Umsetzung. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Bürgerbeteiligung soll weiter vorangebracht werden. Die Stadt unterstützt 
dabei eher durch Konzepte und Öffentlichkeitsarbeit als durch finanzielle 
Beteiligung. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA, Energiegenossenschaften

Maßnahmenevaluation 
124 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 108: Angebote für Erneuerbare Energien mit 
Wärmenachfrage zusammenbringen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Angebote von Biomasse und Biogas sollen im Hinblick auf ihre Kopplungsmöglichkeit mit 
entsprechenden Wärmenachfragen geprüft werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Das Angebot an Biomasse/Biogas ist in Darmstadt eher gering. Über das Forstamt der Stadt 
Darmstadt kann Brennholz und Holz als Rohstoff bezogen werden. In Wixhausen wird in einer 
Biogasanlage aus Gülle und anderen nachwachsenden Rohstoffen Biogas pr oduziert, welches in 
Eberstadt eingesetzt wird, um Fernwärme und Strom zu erzeugen. Der im ursprünglichen Konzept 
vorgesehene Wärmeatlas, der Angebote von Wärme aus erneuerbaren Quellen der Wärmenachfrage 
gegenüberstellt, wurde bislang nicht erstellt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit Hilfe des in Wixhausen erzeugten Biogas (etwa 7 Mio. m³) wird in Eberstadt 
in einem BHKW der ENTEGA, Strom und Wärme erzeugt. Dadurch können pro 
Jahr über 13.000 private Haushalte mit Strom und 800 Haushalte mit Wärme 
versorgt werden. Dies spart CO2-Emissionen von über 27.000 t ein. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Um eine effiziente Nutzung der in Darmstadt auftretenden Wärmeströme zu 
ermöglichen, sollte ein Wärmeatlas erstellt werden, welcher aufzeigt, wo in 
Darmstadt Wärmequellen und Wärmesenken verortet sind. Dies sollte in 
Zusammenarbeit mit Fernwärmenetzbetreibern erfolgen. In einem Wärmeatlas 
kann neben Abwärme auch erneuerbare Wärmequellen verzeichnet werden. Es 
erscheint daher sinnvoll die Maßnahmen 87, 98 und 108 zukünftig gebün delt zu 
behandeln. 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, Forst- und Landwirtschaftsbetriebe

Maßnahmenevaluation 
125 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 109: Erschließung von Standorten für (Groß-) 
Windkraftanlagen in der Stadt und in der Region 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Maßnahme verfolgt die Ermittlung und Erschließung von Standorten im Stadtgebiet oder in der 
Region zur Installation von Windkraftanlagen. Bei der Erschließung von Standorten für 
Windenergieanlagen sind die verschiedenen Bel ange der Umweltverträglichkeit, Sozialverträglichkeit 
bzw. bürgerschaftlichen Akzeptanz und der wirtschaftlichen Effizienz zu berücksichtigen.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Abgeschlossen 
Im Regierungsbezirk Darmstadt wurden Ende 2018 1,7 % der Fläche für die Windkraft -Nutzung 
eingeplant. Die Stadt selbst und die nähere Umgebung weisen jedoch keine geeigneten Flächen für 
Wind-Energie-Anlagen auf. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Aufgrund von fehlenden Flächen für WEA innerhalb der Stadt und näheren 
Region sind keine direkten Auswirkungen durch die Maßnahme möglich. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme sollte aufgrund der fehlenden Flächen nicht weiterverfolgt 
werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
126 
Erneuerbare 
Energien Maßnahme 110: Beteiligung an Windparks 
Beschreibung nach IKSK 2013 
In Darmstadt sind die Potenziale zur Nutzung von Windenergie nur in einem begrenzten Umfang 
vorhanden. Aus diesem Grunde ist eine Beteiligung an anderen Standorten – auch außerhalb der 
Region - zu suchen, um auch diese Quelle von erneuerbaren Energien zumindest indirekt nutzen zu 
können. Über die ENTEGA oder andere Mitwirkungsformen kann eine Beteiligung an Windparks 
erfolgen. Dieses sollte von der Stadt aktiv unterstützt werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die ENTEGA beteiligt sich derzeit an insgesamt 10 Windparks in ganz Deutschland. So wurden 
Anfang 2018 beispielsweise nahe Wald -Michelbach fünf WEA mit einem jährlichen Stromertrag von 
rund 43.000 MWh errichtet. Bei Groß -Umstadt wurden WEA mit einem jährlichen Stromertrag von 
rund 10.500 MWh errichtet. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Über die Beteiligung an Windparks werden Projekte dieser Art unterstützt und 
können somit umgesetzt werden. Folglich können deutliche CO 2-Reduktionen 
erreicht und mehr Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden. So kann 
Darmstadt zumindest indirekt zu einer verbesserten Klimabilanz beitragen. Durch 
die Windenergieanlagen, an denen die ENTEGA beteiligt ist, werden jährli ch 
rund 645.000 t CO2 eingespart. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch zukünftig ist die Beteiligung an Windparks weiterzuverfolgen. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
127 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 111: Ausbau des Einsatzes von Mini-
Windkraftanlagen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Mini-Windkraftanlagen stellen eine in der Wissenschaftsstadt Darmstadt kaum erschlossene 
Möglichkeit zur Nutzung von Windkraft dar. Da Darmstadt ein eher windarmes Gebiet ist, sind zwar 
die Potenziale begrenzt, dennoch ist zu prüfen, ob nicht auf Gebäuden nutzbare Windströmungen 
existieren. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Der Einsatz von Mini -Windkraftanlagen hat sich über die Jahre als unwirtschaftlich herausgestellt. 
Auch eine Potentialabschätzung  ist gebäudeabhängig zu treffen und damit aufwändig. Eine 
Umsetzung hat daher nicht stattgefunden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine Auswirkungen, da keine Umsetzung. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme sollte aufgrund des hohen Aufwands und der nicht vorhandenen 
Wirtschaftlichkeit nicht weiterverfolgt werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
128 
Erneuerbare 
Energien Maßnahme 112: Windkraft der Bevölkerung nahe bringen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Je mehr Bürger*innen eine positive Einstellung zur Windkraftnutzung entwickeln, desto rascher kann 
dieses Potenzial ausgeschöpft werden. Im Rahmen von Informationskampagnen und 
öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen kann das Thema Windkraft der Bevölkerung nahe gebracht 
werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Da innerhalb des Stadtgebiets keine Windenergieanlagen errichtet wurden, haben solche 
Bürgerbeteiligungsveranstaltungen bislang nicht stattgefunden. Bei Anlagen in Region, an denen die 
ENTEGA beteiligt ist, wie z.B. Wald-Michelbach, übernimmt die ENTEGA die Öffentlichkeitsarbeit. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine Auswirkungen, da keine Umsetzung. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Da es innerhalb des Stadtgebiets Darmstadt keine ausgewiesenen Flächen für 
die Windenergienutzung gibt, ist eine Umsetzung dieser Maßnahme wenig 
sinnvoll. Die Maßnahme sollte nicht weiterverfolgt werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
129 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 113: Bürger-Energiefonds für 
Windkraftanlagen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die Ausgabe von Zertifikaten für Beteiligung an Windkraftanlagen sowie die 
Ausschöpfung von Potenzialen der Windenergienutzung und Verbesserung der Akzeptanz von  
Bürger*innen gegenüber der Nutzung von Windenergie. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Bürger*innen können sich beispielsweise über die Bürgerbeteiligung NaturPur  der ENTEGA AG an 
Windenergieanlagen beteiligen. Außerdem bietet die Energiegenossenschaft Darmstadt (EN -DA) eine 
Beteiligung an Photovoltaikanlagen an. Darüber hinaus gibt es eine Reihe an überregionalen 
Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung an Erneuerbare-Energien-Anlagen. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Akzeptanz der Bürger gegenüber WEA kann steigen, da über sie auch Profite zu 
erreichen sind. Zudem können über die privaten Mittel Anlagen finanziert und so 
ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es gibt diverse Möglichkeiten sich an Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer 
Energien zu beteiligen. Die Maßnahme kann beibehalten werden, sollte aber auf 
alle erneuerbare Energieträger ausgeweitet werden.  
 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA, Energiegenossenschaft Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
130 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 114: Ermittlung von stadtweiten 
Flächenangeboten für Bürgersolaranlagen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es gibt zahlreiche Dach - und Freiflächen im Stadtgebiet, die für den Betrieb von Bürgersolaranlagen 
geeignet sind. Es wird vorgeschlagen, ein Übersichtskataster zu erstellen, welches zum einen eine 
Übersicht über mögliche geeignete Liegenschaften (Dachflächen großer Gewerbe -, Betriebs -, 
Verwaltungs-und Wohngebäude sowie Freiflächen, insbesondere im gewerblichen Bereich) gibt und 
zum anderen eine systematische Abfrage bei den Eigentümern ermöglicht, ob diese die Flächen für 
Bürgersolaranlagen verpachten würden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Seit 2010 gibt es in Darmstadt ein städtisches Solarkataster. 2017 kam das hessische Solarkataster 
ergänzend hinzu. Gebäudeeigentümer*innen können darin einsehen, ob sich ihre Dachfläche für 
Photovoltaik eignet. Eine systematische Abfrage zu  Solar-Gemeinschaftsanlagen ist bisher nicht 
erfolgt. Eine Beteiligung an Solaranlagen ist über die Energiegenossenschaft Darmstadt möglich (vgl. 
Maßnahme 113). 
Evaluation 
Auswirkung:  
Gebäudeeigentümer*innen können innerhalb der bestehenden Kataster 
einsehen, ob sich ihre Dachfläche für Photovoltaik eignet. Es ist davon 
auszugehen, dass dadurch die Hemmschwelle für die Installation einer PV -
Anlage gesenkt wird und mehr Anlagen umgesetzt werden.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Aufgrund der geringen Einspeisevergütung werden PV -Anlagen in der Regel 
dadurch wirtschaftlich, dass die Betreiber einen möglichst hohen Anteil des PV -
Stroms selbst verbrauchen. Reine Einspeise -Anlagen auf verpachteten Däch ern 
sind unter den derzeitigen Bedingungen weniger nachgefragt. Daher wird es 
nicht als notwendig angesehen, ein Verzeichnis zu erstellen, welches über das 
vorhandene Solarkataster hinausgeht, auch vor dem Hintergrund des 
Datenschutzes. Die Umsetzung von B ürgersolaranlagen kann über die 
Umgestaltung der Maßnahme 113 abgedeckt werden. Die Pflege und 
Bekanntmachung des Solarkatesters sollte weiterverfolgt werden, kann aber in 
zusammen mit den Maßnahmen 116 und 118 in die allgemeine Maßnahme zur 
Förderung von Photovoltaik (117) integriert werden. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA, Energiegenossenschaft Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
131 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 115: Systematische Erfassung von Fassaden 
für die Nutzung von Solaranlagen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Bisher werden fast ausschließlich Dächer und Freiflächen für Solarenergie genutzt. Fassaden stellen 
ein zusätzliches Potenzial dar. Ein Fassadenkataster kann helfen dieses Potenzial, in der Regel für 
Photovoltaikanlagen, zu erschließen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Da die Wirtschaftlichkeit der solaren Nutzung von Fassaden nur in wenigen Fällen gegeben ist, steht 
eine Potenzialerfassung nicht in Relation zum nötigen Aufwand. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Auswirkungen wären gering, da nur wenige Fassaden -PV-Anlagen 
wirtschaftlich rentabel sind. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Aufgrund der selten vorhandenen Wirtschaftlichkeit ist die Erstellung eines 
solchen Katasters nachrangig zu behandeln. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
132 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 116: Nutzung von versiegelten Flächen für 
Photovoltaikanlagen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
In einer Machbarkeitsuntersuchung soll die Möglichkeiten zur Nutzung bereits versiegelter Flächen in 
der Stadt (insbesondere Parkplätze von Verwaltungen, Supermärkten etc.) für den Ausbau von 
Solarcarports, aber auch von sog. Nachführsystemen eruiert werde n. Im Rahmen der Studie können 
neben den Machbarkeitsaspekten wie rechtliche Voraussetzungen, Genehmigungen etc. auch Fragen 
der Finanzierung auf der Basis unterschiedlicher Lösungsmodelle geklärt werden.  
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Durch die Reduktion der EEG -Abgabe bei einer Anlagengröße ab 10KW gibt es aktuell keine 
Nachfrage an potenziellen Investoren. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die solare Nutzung von versiegelten Flächen wie z.B. öffentliche 
Parkplätze, ließen sich gute CO 2-Einsparungen erreichen. Durch die geringe 
Förderung ist diese Maßnahme allerdings derzeit nicht rentabel. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Aktuell besteht kein Handlungsbedarf. Eventuell wäre es aber sinnvoll, wenn die 
Stadt diesbezüglich eigene Förderprogramme anb ietet. Vor dem Hintergrund der 
steigenden Nachfrage an E -Ladesäulen kann die Überdachung von Parkflächen 
inklusive Lademöglichkeiten interessant werden. Dies könnte die Stadt 
zusammen mit der ENTEGA auf eigenen Parkflächen umsetzen. Die 
Maßnahmen 114, 116 und 118 können künftig in die allgemeine Maßnahme zur 
Förderung von Photovoltaik (117) integriert werden. 
 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
133 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 117: Förderung von Solaranlagen auf Dächern 
(Photovoltaik, Solarthermie) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Nutzung solarer Einträge durch Solarthermie - und Photovoltaikanlagen stellt ein wichtiges 
Potenzial dar. Systematische Informationen von Hauseigentümern über nutzbare Potenziale auf ihrem 
Gebäude stellen dabei ein wichtiges Hilfsmittel dar. Das vorlieg ende Solardachkataster bietet dafür 
gute Grundlagen. Die Installation von so genannten Bürgersolaranlagen, die von der Bürger -
Energiegenossenschaften als Träger realisiert werden, ist ebenfalls zu fördern, indem Dächer von 
öffentlichen Gebäuden hierfür von  der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Anlagen sollten auch von 
der Stadt selbst getragen werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Durch das städtische sowie hessische Solarkataster ist eine erste Grundlage hin zu mehr 
Solaranlagen auf den Dächern der Stadt gelegt. Förderprogramme der Stadt sind sinnvoll, da die 
Einspeisevergütung inzwischen sehr gering ist. Möglicherweise wäre auch das bewerben/fördern von 
Solarspeichern sinnvoll, da inzwischen der Eigenverbrauch des PV -Stroms rent abler ist als die 
Einspeisung. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Unterstützung von Solaranlagen in Form von Förderprogrammen oder 
des Solarkatasters können vermehrt Solaranlagen errichtet und somit deutliche 
CO2-Emissionen eingespart werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Anbieten von Förderprogrammen durch die Stadt ist als Gegenmaßnahme 
zu den sinkenden Einspeisevergütungen als sinnvoll zu erachten. Auch das 
Anbieten eines Beratungsangebots durch die Stadt erscheint sinnvoll. Die 
Maßnahmen 114 sowie 116 - 118 sollten zukünftig zusammengelegt werden. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA, Energiegenossenschaften

Maßnahmenevaluation 
134 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 118: Gezielte Kampagnen und Förderung von 
Solaranlagen in speziellen Quartieren 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die Durchführung von Kampagnen und Schaffung von finanziellen 
Anreizen, um in räumlichen Schwerpunktgebieten die Installation von Solaranlagen voranzubringen.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Durch das städtische sowie hessische Solarkataster ist eine erste Grundlage hin zu mehr 
Solaranlagen auf Dächern gelegt. Förderprogramme der Stadt sind sinnvoll, da die 
Einspeisevergütung inzwischen sehr gering ist. Möglicherweise wäre auch das bewerben/fördern von 
Solarspeichern sinnvoll, da inzwischen der Eigenverbrauch rentabler ist als die Einspeisung.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Unterstützung von Solaranlagen in Form von Förderprogrammen oder 
des Solarkatasters können vermehrt Solaranlagen errichtet und somit deutliche 
CO2-Emissionen eingespart werden. Durch eine räumliche Konzentration von 
Aktivitäten zur Förderung Erneuerbarer Energien können Synergien und 
Nachbarschaftsanreize geschaffen werden. 
Zukünftiges Vorgehen: 
Das Anbieten von Förderprogrammen durch die Stadt ist als Gegenmaßnahme 
zu den sinkenden Einspeisevergütungen als sinnvoll zu erachten. Auch das 
Anbieten eines Beratungsangebots durch die Stadt erscheint sinnvoll. Die 
Maßnahmen 114 sowie 116 - 118 sollten zukünftig zusammengelegt werden. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/ Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
135 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 119: Ausbau von Wärmenetzen für Nutzung 
von KWK-Techniken mit Biomasse/Biogas als 
Energieträger 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Das Ziel dieser Maßnahme soll sein, bei KWK -Anlagen vermehrt Erneuerbare Energien, insbesondere 
Biomasse bzw. Biogas, zum Einsatz kommen zu lassen und somit den Anteil der regenerativen 
Fernwärmeversorgung zu erhöhen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
In der neu geplanten Lincoln -Siedlung wird auf ein mit Biogas betriebenes BHKW gesetzt, nachdem 
zuvor eine Pelletheizanlage geplant war. Auf diese Weise konnte ein weiteres großes Baufeld 
gewonnen werden welches nachhaltig versorgt wird.  
In Wixhausen wird in einer Biogasanlage aus Gülle und anderen nachwachsenden Rohstoffen Biogas 
produziert, welches in Eberstadt eingesetzt wird, um Fernwärme und Strom zu erzeugen.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit Hilfe des in Wixhausen  erzeugten Biogas (etwa 7 Mio. m³) wird in Eberstadt 
in einem BHKW der ENTEGA, Strom und Wärme erzeugt. Dadurch können pro 
Jahr über 13.000 private Haushalte mit Strom und 800 Haushalte mit Wärme 
versorgt werden. Dies spart CO2-Emissionen von über 27.000 t ein. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Nutzung von Biogas/Biomasse -KWK-Anlagen in der Fernwärmeversorgung 
sollte weiter vorangetrieben werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
136 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 120: Nutzung der vorhandenen Potenziale von 
Holz als Energieträger (Restholz, Kurzumtriebsplantagen) 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die optimale Ausschöpfung der Potenziale von Holz als Energieträger, die 
Reduktion fossiler Energieträger und somit die Minderung von CO 2-Emissionen bei Heizungsanlagen. 
Das Forstamt und potenzielle sowie aktuelle Betreiber von BHKWs müssten von städtischer Seite 
zusammengebracht werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Jährlich werden im hessischen Staatswald nach Angaben von HessenForst rund 1,7 Mio. m³ Holz 
geerntet. Bei Bedarf stünde also durchaus Holz für beispielsweise Holzhackschnitzel - oder 
Pelletheizungen zur Verfügung. In Zeiten niedriger  Preise für fossile Roh stoffe sinkt jedoch die 
Nachfrage. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch intensive Nutzung  der vorhandenen Potenziale ließen sich jährlich 
mehrere hundert Tonnen CO2-Emissionen einsparen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Um die Nutzung von fossilen Brennstoffen bei niedrigen Marktpreisen zu 
reduzieren und somit das Potenzial von Holz als Brennmaterial besser 
auszuschöpfen, wäre die Einführung eines Förderprogramms für Nutzung dieses 
Energieträgers als zukünftiges Vorgehen zielführend. 
 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, Forstbetriebe

Maßnahmenevaluation 
137 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 121: Prüfung der Machbarkeit einer 
Holzhackschnitzelanlage auf den Konversionsflächen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Für Konversionsflächen sind Energiekonzepte zu entwickeln und neue Energieversorgungsstrukturen 
auf Basis von Blockheizkraftwerken und Nahwärmenetzen aufgebaut werden. Wenn auf den 
Konversionsflächen BHKWs eingerichtet werden, dann sollten diese vorrangig mit Erneuerbaren 
Energien betrieben werden. Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie sollen Angebotspotenziale für Holz und 
effiziente Auslastung von BHKWs für die Konversionsflächen geprüft werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Abgeschlossen 
Für die potenzielle Nutzung einer Holzhackschnitzel- bzw. Pellet-Heizanlage in der Lincoln -Siedlung 
wurde ein internes Gutachten erstellt. Aufgrund starker Lärmemissionen durch Anlieferung und 
Fördertechnik sowie des enormen Platzbedarfs für eine derartige Anlage musste letztendlich auf ei n 
gasbetriebenes BHKW umgeschwenkt werden. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Holzhackschnitzel- bzw. Pellet -Heizanlage hätten aufgrund der hohen 
Lärmbelastung zu große Auswirkungen auf Umwelt. Des Weiteren wäre 
großflächig Wohnbaufläche verloren gegangen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Machbarkeit für HHS -Anlagen wurde geprüft. Diese erscheinen aus den 
genannten Gründen für Wohngebiete als ungeeignet. Die Planungen wurden 
daraufhin eingestellt. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
138 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 122: Angebote von Mini-Contracting für 
Heizungsanlagen mit Biomasse 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch das Anbieten von Mini-Contracting soll die Hemmschwelle zur Installation von Heizungsanlagen 
bzw. Mini-/Mikro-BHKWs, die mit Biomasse als Energieträger betrieben werden, abgebaut und so die 
Anzahl der Anlagen im Stadtgebiet erhöht werden. Mit der ENTEGA ist seitens der Stadt Darmstadt zu 
klären, ob besonders günstige Konditionen im Rahmen von Contracting -Verfahren angeboten werden 
können. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die Umsetzung der Maßnahme wird aktuell aufgrund von fehlender Nachfrage nicht primär verfolgt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Keine Auswirkungen, da bisher keine Umsetzung. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Für diese Maßnahme konnten weder durch Recherche noch durch 
Ansprechpartner ausreichende Informationen für eine abschließende 
Empfehlung zum zukünftigen Vorgehen gesammelt werden. 
 
 
Zuständige Institution(en) 
ENTEGA, Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
139 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 123: Weiterer Ausbau der systematischen 
Sammlung und energetischen Verwertung von Bio- und 
Grünabfällen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Durch den Ausbau soll  eine möglichst umfassende Erfassung aller nutzbaren Biomasse - und 
Grünabfallströme erfolgen, um eine effizientere Nutzung dieser Abfallströme zu erreichen.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistung bietet ganzjährig die Möglichkeit 
kostenfrei kompostierbare Abfälle auf der Kompostieranlage abzuliefern. Zudem besteht die 
Möglichkeit für größere Mengen einen Containerdienst in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich werden im 
Frühling kostenlose Sammlungen für Gartenabfälle sowie Baum - und Strauchschnitt angeboten. 
Bisher werden die Abfälle allerdings nur zur Erstellung von Kompostboden genutzt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Nutzung der Pflanzenabfälle zur Erzeugung von Strom und Wärme, 
könnte zahlreiche Wohngebäude zumindest anteilig über das ganze Jahr mit 
klimaneutraler Energie versorgt werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Bisher sind hierzu keine klaren Pläne vorhanden. Zielführend wäre hier 
möglicherweise die Erstellung einer Studie zum Potenzial des derzei t anderweitig 
verwerteten Materials. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
EAD Darmstadt

Maßnahmenevaluation 
140 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 124: Förderung von oberflächennaher 
Geothermie 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ziel ist die Erhöhung der Anzahl von Heizungsanlagen, die oberflächennahe Geothermie zur 
Wärmegewinnung bzw. zur Kühlung nutzen. Das Ziel soll durch das Anbieten von 
Beratungsgesprächen erreicht werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Das hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie bietet bereits zahlreiche 
Informationen (Bspw. Einen Leitfaden für Erdwärmesonden-Anlagen zum Heizen und Kühlen) an.  
Auch über die Stadt selbst lassen sich Informationen zur Erdwärmenutzung über  das Umweltamt 
einholen. Zusätzlich werden vom Bund Nutzungen der Erdwärme finanziell gefördert.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Beratungsleistung können mehr Menschen von der Sinnhaftigkeit der 
Erdwärmenutzung überzeugt werden und so zumindest indirekt CO2-Emissionen 
eingespart werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch zukünftig sollten stetig aktualisierte Informationsquellen zur Verfügung 
gestellt werden. Ein gezielteres Anwerben der oberflächennahen Geothermie bei 
Neubauten könnte zu einer erhöhten Nutzung führen. 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
141 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 125: Umsetzung von beispielhaften Projekten 
mit Tiefengeothermie 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Tiefengeothermie  ab 400 m Tiefe kann nicht nur zur Wärmegewinnung, sondern auch zur 
Stromerzeugung genutzt werden. Auf Grund der geologischen Bedingungen in der Region Südhessen 
stellt die Tiefengeothermie eine weitere Möglichkeit zur Reduktion der CO 2-Emissionen dar. Im 
Darmstädter Raum sind in 3.000 m Tiefe Temperaturen von 150 -170 Grad Celsius vorzufinden. Im 
Stadtgebiet von Darmstadt sind noch keine Standorte explizit für Tiefengeothermie identifiziert 
worden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Seitens der Stadt war hier bislang keine Nachfrage von Dritten zu verzeichnen.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Der Beitrag von Tiefengeothermie zur CO 2-Reduktion kann je nach 
geothermischen Gegebenheiten sehr hoch sein und hunderte bis tausende 
Haushalte mit Strom und Wärme versorgen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die hohen Investitionskosten und das Scheitern zweier Projekte im Umkreis 
wirken sich negativ auf den weiteren Umgang mit Tiefengeothermie aus. 
 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
142 
Erneuerbare 
Energien 
Maßnahme 126: Abwärme von Industrie- und 
Gewerbeunternehmen nutzen 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die Erschließung von bisher nicht genutzten Abwärmeströmen  aus dem 
gewerblichen Bereich für Wärmenutzungen in Wohngebäuden oder anderen Wärmeabnehmern. Auf 
Basis vorliegender Leitfäden (z.B. Leitfaden des Landes Bayern) soll eine erste Grobermittlung für das 
Stadtgebiet von Darmstadt vorgenommen werden. Danach si nd die weiteren Schritte festzulegen. 
Diese Grobermittlung kann mit der Erstellung eines Wärmeatlasses verbunden werden.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Im Bereich der Abwärmenutzung wurden bislang keine Maßnahmen ergriffen.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch Abwärmenutzung kann die Energieeffizienz um einen mittleren bis hohen 
einstelligen Prozentsatz erhöht werden. Abwärme kann außerdem einen Teil des 
fossilen Brennstoffeinsatzes im Fernwärmenetz vermeiden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Um eine effiziente Nutz ung der in Darmstadt auftretenden Wärmeströme zu 
ermöglichen, sollte ein Wärmeatlas erstellt werden, welcher aufzeigt, wo in 
Darmstadt Wärmequellen und Wärmesenken verortet sind. Dies sollte in 
Zusammenarbeit mit Fernwärmenetzbetreibern erfolgen. In einem Wärmeatlas 
können neben Abwärme auch erneuerbare Wärmequellen verzeichnet werden. 
Es erscheint daher sinnvoll die Maßnahmen 87, 98 und 108 zukünftig gebündelt 
zu behandeln. Diese Maßnahme ist identisch mit Maßnahme 87. 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
143 
Erneuerbare 
Energien Maßnahme 127: Nutzung von Abwasserwärme 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Es ist zu prüfen, ob in Darmstadt rentable und energetisch sinnvolle Nutzungen der Abwasserwärme 
aus Sammelkanälen über Wärmetauscher und Wärmepumpen möglich sind. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Bisher wurden noch keine Projekte zur Nutzung von Abwasserwärme umgesetzt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Wärme im Abwasser kann über Wärmetauscher nutzbar gemacht werden. 
Dadurch können fossile Brennstoffe eingespart und die Emissionen zur 
Wärmeerzeugung verringert werden. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Insbesondere bei Großunternehmen sollte ein verstärktes Augenmerk auf 
mögliche Potenziale gelegt werden. Auch in Neubaugebieten wä re die 
Betrachtung von möglichen Nutzungspotenzialen sinnvoll. 
 
 
 
 
Gehen wir es an! 
Zuständige Institution(en) 
Straßenverkehr und Tiefbauamt, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
144 
 Handlungsfeld „Öffentlichkeitsarbeit und Bildung“ 3.2.10
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung Maßnahme 128: Klimafibel für Darmstadt 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme sieht die Erstellung einer Klimafibel vor, welche Tipps zum Energiesparen und zur 
CO2-Vermeidung veranschaulichen soll. Es werden allgemeine Spartipps zum Heizen, zur Mobilität, 
zum Umgang mit Strom usw. gegeben. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Ende 2016 wurde das "Klimasparbuch" veröffentlicht. Hierin erfahren Bürger*innen welche konkreten 
Handlungsmöglichkeiten hin zu nachhaltigeren Lebensbedingungen bestehen. Zusätzlich enthält die 
Broschüre 44 Rabattgutscheine mit Angeboten für einen nachhaltigeren Konsum.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Da jeder Darmstädter im Schnitt jährlich rund 9 t CO 2 ausstößt und allein ein 
Viertel dieser Treibhausgase im Bereich der privaten Haushalte emittiert werden, 
bietet sich hier ein großes Einsparpotenzial. Die tatsächliche Einsparung hängt 
allerdings von der Umsetzung der Bürger*innen ab. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es ist wichtig, dass das Klimasparbuch zu bewerben und regelmäßig einem 
Update unterzogen wird und damit die aktuellsten Entwicklungen und Trends 
abgebildet werden können. Die Maßnahme kann zukünftig gemeinsam mit den 
Maßnahmen 129 – 131 behandelt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
145 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung Maßnahme 129: Klimaschutz Thema des Stadtmarketings 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ziel ist, dass die positiven Aktivitäten der Stadt im Klimaschutz und das Leitbild „Klimaneutrale Stadt“ 
noch stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Klimaschutz kann somit zu einem 
Marketingwert werden. Die Stadtmarketing GmbH soll in ihren zukünftigen Geschäftsberichten 
aufführen, wie sie das Thema Klimaschutz nach innen und nach außen jeweils verwendet hat.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: wir teilweise umgesetzt 
Die Umsetzung der Maßnahme ist bisher in Teilen erfolgt. So wurde 2017 der Stadtführer 
"Energieeffizientes Darmstadt" veröffentlicht. Dieser enthält neun Routen durch die Stadtteile, entlang 
an Bürobauten, Wohnanlagen und kulturellen Einrichtungen mit beispielhaften Maßnahmen zu 
Energieeffizienz, zu Klimaschutzforschung und Energiewirtschaftslehre. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Mit Hilfe der  Maßnahme können die Bürger*innen der Stadt sowie von 
umliegenden Gemeinden für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden, um 
so zukünftig selbst einen positiven Beitrag dazu zu leisten. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme sollte weitergeführt werden. Eine mögliche Erweiterung ist das 
Anbieten von Stadttouren zum Thema Klimaschutz in Darmstadt. Die Maßnahme 
kann zukünftig gemeinsam mit den Maßnahmen 128 – 131 behandelt werden. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Darmstadt Marketing GmbH, Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
146 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung 
Maßnahme 130: Informationskampagne Klimaschutz 
(Internet) und Klimaschutz-Homepage 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die kontinuierliche Information der Öffentlichkeit über die Fortschritte des 
Gesamtprozesses, die Umsetzung von Teilprojekten sowie die Erreichung von (Teil -)Zielen. Zentrales 
Informationsmedium über den Prozess soll eine Homepage zum Klimaschutz in Darmstadt sein. Hier 
können neben generellen sowie themen bezogenen Hinweisen auf wichtige Akteure und 
Ansprechpartner, modellhafte Projekte und Maßnahmen sowie Fördermöglichkeiten auch aktuelle 
Informationen zum Prozessverlauf und zu erreichenden Zielen und Meilensteinen hinterlegt werden.  
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Über die städtische Homepage 40 werden die Bürger*innen kontinuierlich über die aktuell laufenden 
Projekte, Veranstaltungen und Austellungen zum Thema Energie und Klimaschutz in Darmstadt 
informiert. Außerdem werden Informati onen zum Thema Klimaschutz und zu verfügbaren 
Fördermitteln bereitgestellt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit können die Darmstädter Bürger*innen sehen, 
dass sich in der Stadt etwas bewegt und werden eventuell motiviert eigene 
Projekte umzusetzen oder an Aktionen wie dem Stadt -/ Schulradeln 
teilzunehmen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Auch in Zukunft sollte die Homepage der Stadt stets auf dem neusten Stand 
gehalten werden und die Bürger*innen über die aktuellsten Projekte und 
Aktionen informieren. Das Angebot und die verwendeten Kanäle können noch 
ausgebaut werden. Die Maßnahme kann zukünftig gemeinsam mit den 
Maßnahmen 128 – 131 behandelt werden. 
 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz 
  
                                                
40 Zu erreichen unter: https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/klimaschutz/

Maßnahmenevaluation 
147 
Öffentlichkeits-arbeit 
und Bildung Maßnahme 131: Presseberichte Klimaschutz 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die Information und Einbindung der Bevölkerung in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt durch regelmäßige Presseberichte. Dabei kommt die Nutzung verschiedener 
Kommunikationswege in Betracht: neben der klassischen Tageszeitung sind dies vor allem auch die 
Medien der Wissenschaftsstadt Darmstadt und zum Beispiel Vereins - oder Stadtteilpublikationen in 
Darmstadt. Zusätzlich können di e Informationen über die eigene Homepage sowie die Internetseiten 
beteiligter Akteure kommuniziert werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Über die verschiedenen Medien werden aufbereitete Themen des Klimaschutzes regelmäßig 
veröffentlicht. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Bürger*innen werden über die aktuellen Themen des Klimaschutzes 
informiert und so regelmäßig mit der Thematik konfrontiert. Auf diese Weise lässt 
sich für viele Menschen die Bedeutsamkeit erkennen, sodass schlussendlich 
über den eigenen Willen zum Handeln anregt wird. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Maßnahme sollte weiter fortgeführt werden. Weitere Berichterstattungen zu 
Themen des Klimaschutzes/ der Energiewende sollten beispielsweise auch über 
die sozialen Medien wie Facebook/Instagram/Twitter/etc. veröffentlicht werden 
um ein noch größeres Publikum zu erreichen. Die Maßnahme kann zukünftig 
gemeinsam mit den Maßnahmen 128 – 130 behandelt werden. 
 
 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, Presse, Akteure des Klimaschutzes

Maßnahmenevaluation 
148 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung Maßnahme 132: Klimaschutz-Info-Zeitschrift 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Als Beilage oder im Rahmen einer eigenständigen Zeitschrift soll regelmäßig über die Fortschritte im 
Klimaschutz berichtet werden. Ziel ist es, die verschiedenen Aktivitäten im Überblick sichtbar zu 
machen, gegenseitige positive Verstärkung erzeugen und das Bewusstsein zu der Herausforderung 
Klimaschutz zu erhöhen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Die Maßnahme wird nicht weiterverfolgt, da der Nutzen in keinem Verhältnis zu den Kosten steht. 
Über die Homepage lassen sich zudem alle Informationen abrufen. Zusätzlich werden anlassbezogen 
Flyer veröffentlicht. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit können die Darmstädter Bürger*innen sehen, 
dass sich in der Stadt etwas bewegt und werden eventuell motiviert eigene 
Projekte umzusetzen oder an Aktionen wie dem Stadt -/ Schulradeln 
teilzunehmen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die erhofften Auswirkungen der Maßnahme bilden sich bereits durch die 
Maßnahmen 128-131 ab. Eine Weiterverfolgung ist daher nicht nötig. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
149 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung 
Maßnahme 133: Durchführung von 
Klimaschutzwettbewerben (Aktion "Spar-Watt") 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ziel ist es, das Bewusstsein zu stärken und neue Impulse für den Klimaschutz zu erzeugen. 
Wettbewerbe machen Vorbilder bekannt und geben auch Anregungen für neue Ideen, wie 
Klimaschutz in Darmstadt noch besser unterstützt werden kann. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Der Klimaschutzwettbewerb wurde 2019 unter dem Thema "Nachhaltiges Bauen" zum ersten Mal 
durchgeführt. Er hat zum Ziel, vorbildliche und innovative Bau - und Sanierungsmaßnahmen in 
Darmstadt sichtbar zu machen. Hierbei können sich Vereine, private Bauherren /Bauherrinnen, 
Wohnungsbaugesellschaften und Baugenossenschaften mit ihren Projekten bewerben. In den beiden 
Kategorien Sanierung und Neubau wurde jeweils ein Preisträger ausgezeichnet.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch das sichtbar machen von Vorzeigeprojekten und die Prämierung von 
Gewinnern können andere Menschen motiviert werden, sich in ähnlicher Weise 
zu engagieren oder ähnliche Projekte durchzuführen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Klimaschutzwettbewerb wurde gut angenommen und eine Fortführu ng in der 
jetzigen Form ist zu empfehlen. Das Ausschütten von Fördermitteln und/oder 
Prämien ist sinnvoll, um Anreize zu schaffen sich mit eigenen Projekten im 
Klimaschutz zu engagieren. Diese Maßnahme sollte zukünftig mit den 
Maßnahmen 43 und 134 zusammengeführt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
150 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung Maßnahme 134: Vorstellung von "Energiepionieren" 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die regelmäßige Vorstellung von „Energiepioniere“ in den 
Informationsmedien des Klimaschutzes, um das Bewusstsein zum Thema Klimaschutz zu stärken und 
neue Impulse zu setzen. Energiepioniere zeigen, wie kreativ mit dem Thema Klimaschutz im privaten, 
gewerblichen oder öffentlichen Bereich  umgegangen werden kann. Vorrangig sollen Privatpersonen 
angesprochen, die durch ihr Verhalten Vorbilder für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sein 
können. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Die Maßnahme wurde im Rahmen des Klimaschutzwettbewerbs "Nachhaltiges Bauen" im Jahr 2019 
zum ersten Mal umgesetzt (siehe Maßnahme 132). 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch das sichtbar machen von Vorzeigeprojekten oder -personen sowie die 
Prämierung von Gewinnern können andere Menschen motiviert werden, sich in 
ähnlicher Weise zu engagieren oder ähnliche Projekte durchzuführen. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Der Klimaschutzwettbewerb wurde gut angenommen und eine Fortführung in der 
jetzigen Form ist zu empfehlen. Das Ausschütten von Fördermitteln und/oder 
Prämien ist sinnvoll, um Anreize zu schaffen sich mit eigenen Projekten im 
Klimaschutz zu engagieren. Diese Maßnahme sollte zukünftig mit den 
Maßnahmen 43 und 133 zusammengeführt werden. 
 
 
 
 
Weiter so! 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
151 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung 
Maßnahme 135: Leitfäden und Broschüren zum Thema 
Klimaschutz für Haushalte 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt den Entwurf von Broschüren für private Haushalte mit Informationen zur  
Energieeinsparung, um die CO2-Emissionen abzusenken. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Ende 2016 wurde das "Klimasparbuch" veröffentlicht. Hierin erfahren Bürger*innen welche konkreten 
Handlungsmöglichkeiten hin zu nachhaltigeren Lebensbedingungen bestehen. Zusätzlich enthält die 
Broschüre 44 Rabattgutscheine mit Angeboten für einen nachhaltigeren Konsum.  
Darüber hinaus gibt es weitere Leitfäden von anderen Einrichtungen, wie z.B. der Hessischen 
Energieagentur (LEA) oder dem Bundesumweltministerium bereitgestellt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Da jeder Darmstädter im Schnitt jährlich rund 9 t CO 2 ausstößt und allein ein 
Viertel dieser Treibhausgase im Bereich der privaten Haushalte emittiert werden, 
bietet sich hier ein großes Einsparpotenzial. Die tatsächliche Einsparung hängt 
allerdings von der Umsetzung der Bürger*innen ab. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die erhofften Auswirkungen der Maßnahme bilden sich bereits durch die 
Maßnahmen 128 -131 ab. Eine Weiterverfolgung wird daher als nicht sinnvoll 
eingestuft. Auf der Homepage der Stadt sollte auf die verschiedenen Leitfäden 
hingewiesen werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
152 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung 
Maßnahme 136: Ausbau der bestehenden 
Energieberatung/Verbraucherberatung 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Um private Haushalte stärker mit Themen des Klimaschutzes und der Energieeinsparung zu erreichen 
bzw. bei Anfragen ausreichende Sprechstunden, Materialien und Ansprechpersonen anbieten zu 
können, soll die Leistungsfähigkeit der Energie - und Verbraucherbera tung in Darmstadt erweitert 
werden. Ziel ist es, die CO2-Emissionen im Sektor private Haushalte zu reduzieren. 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird umgesetzt 
Energieberatung wird über mehrere Ebenen in Darmstadt angeboten. Im Rahmen der seit 2016 
jährliche  durchgeführten "Modernisierungskonvois" wird Energieberatung in den entsprechenden 
Quartieren angeboten (vgl. Maßnahmen 36, 37 und 39). Darüber hinaus biete t die 
Verbraucherzentrale Darmstadt Beratung und Informationsveranstaltungen zu den Themenbereichen 
Energiesparen und Fördermittel an. Auch die ENTEGA bietet eine kostenfreie Energiesprechstunde 
an. Einige Energieberater sind über das Netzwerk regionale En ergiegemeinschaft Südhessen e. V. 
organisiert (vgl. Maßnahme 35).  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die kostenlosen Veranstaltungen direkt im Ort müssen die 
Bewohner*innen keine weiten Wege auf sich nehmen und können auch spontan 
an den Informationsveranstaltungen teilnehmen. Zudem übernimmt die Stadt im 
Rahmen der Modernisierungskonvois teilweise die Kosten für Beratungen und 
Thermografien. Auf diese Weise werden die Menschen über den Zustand ihrer 
eigenen Gebäude informiert und erhalten  direkt Tipps zur Modernisierung und 
Energieeinsparung. Gebäudeeigentümer*innen können somit ermutigt werden, 
weitere Sanierungen an ihren Häusern durchführen zu lassen. 
Diese Maßnahme kann als übergeordnete Einheit über alle Bemühungen im 
Bereich der Energieberatung verstanden werden. Die einzelnen Elemente tragen 
zu einer Reduktion der THG-Emissionen bei. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die bereits bestehenden Angebote sollten fortgeführt werden. Durch weitere 
Fördergelder könnten die Maßnahmen ausgebaut werden. 
 
 
 
 
Geringfügige 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, ENTEGA

Maßnahmenevaluation 
153 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung 
Maßnahme 137: Schaffung von Portalen ggf. APPs für 
"Bewusstseinsbildung über persönliche 
Energieverbräuche" 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Ziel ist die Entwicklung eines Darmstadt -spezifischen Klimaschutzrechners, der personenbezogene 
Aktivitäten in erzeugte CO 2-Emissionen umrechnet. Der Rechner soll übers Internet oder Smartphone 
nutzbar sein. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Offen 
Da es  solche Programme bereits auf höherer Ebene gibt (z.B. CO 2-Rechner des 
Umweltbundesamtes), eine Darmstadt -spezifische Anpassung wenig Sinn ergibt und die Kosten 
zudem in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen stehen, ist eine Umsetzung dieser Maßnahme 
bisher nicht erfolgt. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch die Möglichkeit, seine personenbezogenen Emissionen zu berechnen 
kann das Bewusstsein eines jeden einzelnen für die Thematik geschärft werden.  
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Es gibt bereits übergeordnete Lösungen. Es ist nicht davon auszugehen, dass 
eine darmstadtspezifische Lösung eine große Wirkung entfaltet. Die Maßnahme 
sollte daher nicht weiter fortgeführt werden. 
 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz

Maßnahmenevaluation 
154 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung Maßnahme 138: Stiftungsprofessur "Kommunale Energie" 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt über hervorragende wissenschaftliche Kompetenzen in den 
Bereichen Energie und Klimaschutz. Diese sind zum Teil gebündelt in dem Energy Center an der 
Technischen Universität Darmstadt. Allerdings fehlt eine zentrale Professur, die sich besonders dem 
Thema Kommunale Energie bzw. Kommunaler Klimaschutz zuwendet. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Abgeschlossen 
Im Jahr 2017 wurde eine Stiftungsprofessur zum Thema „Modelle der Wohnungs - und Energiepolitik 
in Städten“ an der TU Darmstadt eingerichtet. 
Evaluation 
Auswirkung:  
Aufgrund der bereits vorhandenen Kompetenz im Bereich Energie und 
Klimaschutz werden die Auswirkungen der Maßnahme begrenzt sein. Das 
ENTEGA NATURpur  Institut finanziert bereits eine Stiftungsprofessur an der 
TUD. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Aufgrund des hohen Jahresbudgets für die Finanzierung einer weiteren 
Stiftungsprofessur und den geringen zu erwartenden Auswirkungen sollte diese 
Maßnahme nicht weiter verfolgt werden. 
 
 
Nicht 
weiterverfolgen 
Zuständige Institution(en) 
TU Darmstadt, h_da

Maßnahmenevaluation 
155 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung Maßnahme 139: Akademie zum Klimaschutz 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Diese Maßnahme verfolgt die Gründung einer „Akademie Klimaschutz“ mit einer örtlichen 
Zusammenführung von Forschung und Bildung unter „einem Dach“. Diese soll die Kompetenzen der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt in diesem Themenfeld aufwerten und zusätzliche Impulse für den 
kommunalen Klimaschutz setzen. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Aufgrund der schwierigen Finanzierungs - und Kooperationsbedingungen ist die 
Umsetzungswahrscheinlichkeit aktuell eher als niedrig einzustufen. Ringvorlesungen wie z.B. 
"Herausforderung: Nachhaltige Entwicklung" an der h -da oder die Vortragsreihe „Energie f ür die 
Zukunft“ in der Centralstation erfüllen die Funktion aktuell aber bereits teilweise.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Durch eine eigene Akademie könnten weitere Forschungen zum Thema Energie 
und Klimaschutz vorangetrieben werden. Durch regelmäßige Ringvorlesungen zu 
den genannten Themen werden die Student*innen der TU Darmstadt für die 
Thematik sensibilisiert. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
Die Umsetzung der Maßnahme hätte einen enormen Zeit -, Personal - und 
Kostenaufwand zur Folge. Daher erscheint es sinnvo ller, zunächst die 
Ringvorlesungen auszuweiten. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
Zuständige Institution(en) 
Umweltamt/Klimaschutz, TU Darmstadt, h_da, Öko-Institut, Fraunhofer-Institute, IWU, ENTEGA 
Naturpur und weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen

Maßnahmenevaluation 
156 
Öffentlichkeits-
arbeit und Bildung 
Maßnahme 140: Einrichtung eines Masterstudiengangs 
Klimaschutz an der TUD oder h_da 
Beschreibung nach IKSK 2013 
Mit der Einrichtung eines querschnittsorientierten Masterstudiengangs „Kommunaler Klimaschutz“ 
sollen vermehrt Studenten mit spezifischer fachlicher Kompetenz zum Thema kommunaler 
Klimaschutz in der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgebildet werden. 
 
Aktueller Umsetzungsstand: Wird teilweise umgesetzt 
Einen eigenen Masterstudiengang mit der Bezeichnung "Kommunaler Klimaschutz" gibt es bisher 
nicht. Der Masterstudiengang „Energy Science an Engineering“ an der TUD sowie der Bachelor - und 
Masterstudiengang „Energiewirtschaft“ an der h_da spielt Klimaschutz eine entscheidende Rolle. 
Darüber hinaus werden Tei laspekte in weiteren Studiengängen wie beispielsweise 
Umweltingenieurwesen und angewandte Geowissenschaften behandelt.  
Evaluation 
Auswirkung:  
Die Themenbereiche Klimaschutz und Energiewende werden zunehmend von 
den Darmstädter Hochschulen in die Vorlesungsangebote und Studiengänge 
integriert. 
 
Zukünftiges Vorgehen: 
In Zukunft werden voraussichtlich mehr Arbeitskräfte in den Bereichen 
Klimaschutz- und -anpassung benötigt. Durch einen Ausbau des 
Vorlesungsangebots zu dieser Thematik sowie der weiter e Vernetzung zwischen 
den Studiengängen würde man dieser Entwicklung Rechnung tragen. 
Darüber hinaus kann geprüft werden ob die Möglichkeit besteht, einen 
Querschnittsstudiengang zur Thematik als Kooperationsprojekt der Darmstädter 
Hochschulen (und ggf. we iterer interessierter Hochschulen in der näheren 
Umgebung) zu entwerfen. Als Vorbild -Funktion könnte beispielsweise der Master 
Studiengang der Hochschule RheinMain in Wiesbaden „Umweltmanagement und 
Stadtplanung in Ballungsräumen“ dienen. 
 
 
Umfangreiche 
Anpassung 
 
Zuständige Institution(en) 
TU Darmstadt, h_da

Anhang 
157 
Anhang 
Liste der Ansprechpartner*innen für die Evaluation der Maßnahmen 
Die folgenden Gesprächspartner *innen haben die Erstellung der Evaluation durch die 
Bereitstellung von Informationen unterstützt. Ihnen und allen beteiligten Mitarbeiter*innen sei 
an dieser Stelle ganz besonders herzlich gedankt. 
 Dezernat V der Stadt Darmstadt: Barbara Akdeniz und Dr. Patrick Voos 
 Umweltamt der Stadt Darmstadt: Karin Lübbe, Julia Theis und Lion Roßbach 
 Dezernat III der Stadt Darmstadt: Dr. Anna Zdiara 
 Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadt Darmstadt: Michael Kolmer 
 Amt für Soziales und Prävention: Thomas Zipf 
 Stadtplanungsamt: Margit Pirente und Birgitt Krein 
 Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH: Amandine Berton 
 Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt: Christiane Knust und Joachim 
Lisowski 
 Regionale Energiegemeinschaft Südhessen e.V.: Nico Planert Estol 
 Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation: Matthias Altenhein 
 HEAG: Daniel Pfeffer 
 ENTEGA AG: Marcel Wolsing und Philipp Schlögel 
 Nassauische Heimstätte ProjektStadt: Birgit Gröning

Beratungsverlauf (3)

TOP 7
TOP 194
TOP 12 zur Kenntnis

Orte (9)

  • Bessunger Straße 125
  • Rheinstraße 65
  • Karlstraße
  • Kirchstraße
  • Frankfurter Straße
  • Heinrichstraße
  • Rhönring
  • Klappacher Straße
  • Hügelstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2020/0197
Typ
Magistratsvorlage
Datum
15.07.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00