2017/0304
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2017 zum Haushalt 2017
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2017/0304
1680 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
30.08.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0304
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2017 zum Haushalt 2017
Vorlage vom: 28.08.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: Finanzcontrolling -Bericht Q2 2017
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.08.2017:
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die
Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu
unterrichten.
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2017“ kann der Stand
der Ausführung des Haushalts 2017 zum 30.06.2017 entnommen werden.
Darmstadt, 28.08.2017
Dezernat IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
anlage 2
1763 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
30.08.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0304
Magistratsbeschluss -Nr.
360
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2017 zum Haushalt 2017
Vorlage vom: 28.08.2017
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: Finanzcontrolling -Bericht Q2 2017
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 05.09.2017
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.08.2017:
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die
Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu
unterrichten.
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2017“ kann der Stand
der Ausführung des Haushalts 2017 zum 30.06.2017 entnommen werden.
Darmstadt, 28.08.2017
Dezernat IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
anlage 1
20445 Zeichen
Haushalt 2017
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2017
1
Inhaltsverzeichnis
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 2
2 Überblick Ergebnishaushalt 3
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.06.2017 3
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 5
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand 8
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe 8
3.2 Stand der Bürgschaften 8
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 9
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 9
4.2 Steuerertragsquote 9
4.3 Personalquote 10
4.4 Zuschuss- und Förderquote 10
4.5 Transferaufwandsquote 11
4.6 Transferdeckungsquote 11
4.7 Zinslastintensität 12
2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 30.06.2017.
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert.
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 10.08.2017. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen könn en seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht ein geflossen sein.
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des 1. Nachtragshaushaltsplans 2017, teilweis e wird eine Anpassung der Ansätze mit
dem 2. Nachtragshaushalt 2017 erfolgen.
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu-
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen, zu-
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stell t also den tatsächlichen Rahmen für die
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar.
Budget = (HH-Ansatz 2017 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2016 – Sperre) / 2
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe-
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Er trägen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz-
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darge stellt.
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet.
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt.
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirt schaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schn elleren Überblick über die jeweilige Haus-
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere En twicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.
3
2 Überblick Ergebnishaushalt
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. Juni 2017
Die Genehmigung des Haushalts 2017 wurde am 10.03.2 017 von der Regierungspräsidentin erteilt. Bis dahi n galten die Grundsätze der vorläufi-
gen Haushaltsführung. Die Genehmigung des 1. Nachtr agshaushalts 2017, der aufgrund der Entwicklung im laufenden Jahr bereits früh notwendig
wurde, erfolgte am 18.06.2017.
Der Verlauf im Ergebnishaushalt stellt sich bis zum 30.06.2017 folgendermaßen dar:
Beschreibung HH -Ansatz
2017
Budget bis
30.06.2017
Ist bis
30.06.2017 ÜPL APL MVS HAR 2015 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
privatrechtliche Leistungsentgelte -7.030.410 -3.515.205 -2.924.968 -590.237 83%
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -50.268.990 -25.134.495 -22.553.637 -2.580.858 90%
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -32.0 40.371 -16.020.186 -12.476.665 -3.543.521 78%
davon Asyl umA -11.654.830 -5.827.415 -1.699.788 -4.127.627 29%
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -88.4 00 -44.200 -24.120 -20.080 55%
Steuern und Steuerähnliche Erträge -325.301.000 -162.650.500 -149.682.600 -12.967.900 92%
davon Gewerbesteuer -171.000.000 -85.500.000 -71.668.150 -13.831.850 84%
davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -91.3 00.000 -45.650.000 -51.218.258 5.568.258 112%
davon Grundsteuer B -37.000.000 -18.500.000 -15.276.152 -3.223.848 83%
davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -21.840. 000 -10.920.000 -9.765.911 -1.154.089 89%
davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -3.310.000 -1.655.000 -1.732.970 77.970 105%
davon Zweitwohnungssteuer -350.000 -175.000 -7.568 -167.432 4%
Erträge aus Transferleistungen -44.251.900 -22.125.950 -18.648.140 -3.477.810 84%
davon SGB II / Hartz IV -15.543.000 -7.771.500 -8.194.626 423.126 105%
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -141.030.257 -70.515.129 -60.918.685 -9.596.444 86%
davon Schlüsselzuweisungen -99.800.000 -49.900.000 -50.114.641 214.641 100%
davon AsylbLG -32.200.000 -16.100.000 -7.060.500 -9.039.500 44%
Erträge aus der Auflösung von SoPos -7.170.150 -3.585.075 -3.163.291 -421.784 88%
sonstige ordentliche Erträge -11.380.010 -5.690.005 -7.279.609 1.589.604 128%
Summe der ordentlichen Erträge -618.561.488 -309.280.744 -277.671.715 -31.609.029 90%
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Beschreibung HH -Ansatz
2017
Budget bis
30.06.2017
Ist bis
30.06.2017 ÜPL APL MVS HAR 2015 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Personalaufwendungen 100.327.800 50.163.900 46.069.696 4.094.204 92%
Versorgungsaufwendungen 17.831.060 8.915.530 6.911.177 2.004.353 78%
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 103.695 .231 51.075.523 48.942.978 -117.523 7.750.504 -9.177.166 2.132.545 96%
davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 4 0.868.808 20.434.404 20.434.404 100%
Abschreibungen 23.469.497 11.734.749 10.207.735 1.527.014 87%
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 137.196. 135 62.774.292 59.221.568 28.229 5.106.477 -16.782.257 3.552.724 94%
davon Zuweisung Staatstheater 16.707.200 6.682.880 8.353.560 -3.341.440 -1.670.680 125%
davon Zuschuss DADINA 4.400.000 1.760.000 1.070.000 -880.000 690.000 61%
davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 12.740.000 4.446.000 -3.848.000 4.446.000
davon Zuschuss Darmstadtium 3.150.000 1.225.000 2.000.000 -700.000 -775.000 163%
davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 34. 969.586 17.701.477 16.147.170 -4.771 1.682.907 -1.244.768 1.554.307 91%
davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 2 1.370.000 10.685.000 10.666.456 18.544 100%
davon Verlustabdeckung EB Kultur 10.530.679 4.207.522 4.500.000 -2.115.636 -292.478 107%
davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.735.046 2.367.523 3.000.000 -632.477 127%
davon Verlustabdeckung EB Bürgerhäuser u. Märkte 1.031.406 515.703 1.000.000 -484.297 194%
davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung)
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 73.394.200 36.697.100 30.572.227 6.124.873 83%
davon LWV-Umlage 43.200.000 21.600.000 22.089.960 -489.960 102%
davon Gewerbesteuerumlage 25.990.000 12.995.000 6.484.903 6.510.097 50%
Transferaufwendungen 164.865.489 82.678.208 76.127.953 -384 491.311 6.550.255 92%
davon SGB II / Hartz IV 42.365.600 21.182.800 22.652.508 -1.469.708 107%
davon Jugendhilfe (inkl. umA) 38.334.725 19.167.363 19.909.398 -742.035 104%
davon AsylbLG 32.364.000 16.182.000 8.321.874 7.860.126 51%
sonstige ordentliche Aufwendungen 22.907 10.328 21.046 -2.251 -10.718 204%
Summe der ordentlichen Aufwendungen 620.802.319 304.049.630 278.074.380 -89.678 13.348.292 -25.961.673 25.975.250 91%
Verwaltungsergebnis 2.240.831 -5.231.114 402.665 -89.678 13.348.292 -25.961.673 -5.633.779 -8%
Finanzerträge -9.318.610 -4.659.305 -5.451.914 792.609 117%
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 18.748.610 9.374.305 8.258.936 1.115.369 88%
davon für Kassenkredite 3.637.500 1.818.750 2.317.561 -498.811 127%
Finanzergebnis 9.430.000 4.715.000 2.807.022 1.907.978 60%
5
Beschreibung HH -Ansatz
2017
Budget bis
30.06.2017
Ist bis
30.06.2017 ÜPL APL MVS HAR 2015 Sperre Abweichun g
Budget / Ist Ist in %
Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -627.880.098 -313.940.049 -283.123.629 -30.816.420 90%
Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 639.550. 929 313.423.935 286.333.316 -89.678 13.348.292 -25.961.673 27.090.619 91%
Ordentliches Ergebnis 11.670.831 -516.114 3.209.687 -89.678 13.348.292 -25.961.673 -3.725.801 -622%
Außerordentliche Erträge -102.000 -51.000 -3.777.771 3.726.771 7407%
Außerordentliche Aufwendungen 100.000 45.000 908.428 -10.000 -863.428 2019%
Außerordentliches Ergebnis -2.000 -6.000 -2.869.343 -10.000 2.863.343 47822%
Jahresergebnis 11.668.831 -522.114 340.344 -89.678 13.348.292 -25.971.673 -862.458 -65%
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen
Ordentliche Erträge
Die Ordentlichen Erträge erreichen im ersten Halbja hr 2017 das rechnerische Budget nur zu 90%.
Die Hauptursache liegt in der schlechten Entwicklun g der Gewerbesteuererträge. Im ersten Nachtrag wurd e hier bereits der Ansatz herabgesetzt
und der Hebesatz rückwirkend zum Jahresbeginn erhöh t. Dennoch kann im ersten halben Jahr die Budgetvor gabe nicht erfüllt werden. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass die Auswirkungen der Hebesatz erhöhung erst im 3. Quartal in das Rechnungsergebni s einfließen werden.
Bei den Steuererträgen zeichnet sich außerdem ab, d ass sich der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer besser entwickelt als geplant und der
Anteil an der Umsatzsteuer schlechter. Eine eventue lle Anpassung der Ansätze im Nachtrag 2017 wird nac h der Abrechnung des dritten Quartals
erfolgen, wenn sich zeigen sollte, dass dieser Tren d anhält.
Weiterhin wurden im Bereich „Asyl“ die Planzahlen a us dem Jahr 2016 in 2017 zunächst fortgeschrieben, da bei Aufstellung des Haushaltsplans
2017 die weitere Entwicklung noch nicht absehbar wa r. Hier erfolgt eine Reduzierung der Ansätze für Er trag (und Aufwand) im 2. Nachtragshaus-
halt. Die Abrechnung der Pauschalen mit dem Land is t mittlerweile eingespielt und die Erstattung erfol gt zeitnah.
Etwas problematischer ist die Abrechnung im Bereich der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden. Hi er müssen die uns zustehenden Erstat-
tungsbeträge größtenteils noch beim Land angeforder t werden. Ziel ist, diese Rückstände bis November a ufzuarbeiten, so dass das Budget bis
zum Jahresende erfüllt werden wird.
Bei der Beurteilung der Entwicklung im Berichtszeit raum ist außerdem zu berücksichtigen, dass in den „ Kostenersatzleistungen und Kostenerstat-
tungen“ die Kostenerstattung für Leistungen nach de m Unterhaltsvorschussgesetz sowie die Gastschulbeit räge größtenteils bereits für das ganze
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Jahr enthalten sind, wogegen in den Positionen „pri vatrechtliche Leistungsentgelte“ und „öffentlich-re chtliche Leistungsentgelte“ Erträge fehlen,
die erst zum Jahresende abgerechnet werden. Auch Zw eitwohnungs- und Hundesteuer sind bspw. nur einmal im Jahr zum 01.07. und damit erst
im dritten Quartal fällig.
Ordentliche Aufwendungen
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum auf 278,1Mio. € und s omit um 26 Mio. € niedriger als ver-
fügbar (91% des Budgets).
Die größte Abweichung gibt es bei den Transferaufwe ndungen, verursacht auch hier durch den Bereich Asy l. Die Anpassung der Ansätze wird wie
bereits zu den Erträgen beschrieben im 2. Nachtrags haushalt erfolgen. Allerdings wächst die Zahl der A sylbewerber, deren Anerkennungsverfahren
abgeschlossen ist und die deshalb nicht mehr unter das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) fallen, j edoch anders unterstützt werden müssen.
Somit erhöhen sich die Aufwendungen an anderer Stel le, für die es keine (komplette) Deckung durch Bund esmittel gibt. Auch dies wird in der Pla-
nung im 2. Nachtragshaushalt angepasst.
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendunge n fehlen die anteiligen Rückstellungsbeträge, die s tets erst zum Jahresabschluss zu buchen
sind. Dennoch zeichnet sich derzeit ab, dass das Bu dget auch bis zum Jahresende nicht komplett erreich t werden wird.
Bei den vertraglich festgelegten Aufwendungen für Z uweisungen und Zuschüsse richten sich die Zahlungen nicht nach fixen Fälligkeiten, sondern
meist nach konkretem Finanzbedarf. Hier ist davon a uszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres da s Budget weitestgehend ausgeschöpft
werden wird.
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 26 M io. € bei der Berechnung der Budgets berücksichtigt . Davon entfallen allerdings knapp
17 Mio. € auf Zuweisungen und Zuschüsse, die aufgru nd vertraglicher Verpflichtungen zu einem großen Te il noch benötigt werden.
Finanzergebnis
Das Budget der Finanzerträge wurde im Berichtszeitr aum mit 117% übererfüllt, das der Finanzaufwendunge n zu 88% in Anspruch genommen.
Die Finanzerträge bestehen neben den Ausschüttungen verbundener Unternehmen zum Großteil aus der Verzi nsung von Steuernachforderungen
sowie den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sin d jeweils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits für das ganze Jahr enthalten.
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Das Finanzergebnis für das 2. Quartal liegt bei ein em Erfüllungsgrad von 60% und damit um 1,9 Mio. € b esser als veranschlagt.
Das weiterhin niedrige Zinsniveau wirkt sich vor al lem im Bereich der Kassenkredite auf die Zinsaufwen dungen aus, mittlerweile aber auch immer
mehr auf die Zinsen für neue langfristige Kredite. Gleichzeitig kann jedoch die Zinsentwicklung nie zu verlässig eingeschätzt werden, so dass es in
diesem Bereich immer Abweichungen zum Ansatz geben wird.
Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässe n und Schenkungen sowie Sponsoring
und periodenfremde Erträge, außerordentlicher Aufwa nd aus Dienstherrenwechsel nach dem Versorgungslast enteilungs-Staatsvertrag sowie Son-
derabschreibungen und periodenfremder Aufwand.
Zum Berichtsstand 30. Juni 2017 weist das außerorde ntliche Ergebnis einen Überschuss in Höhe von 2,9 M io. € aus.
Jahresergebnis
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzte n Sperren einen errechneten Über-
schuss in Höhe von 522 T€ vor. Tatsächlich wurde ei n Defizit in Höhe von 340 T€ erwirtschaftet.
Mit dem 2. Nachtragshaushaltsplan 2017 wird sich da s im ersten Nachtrag geplante Defizit nochmals vers chlechtern, während im Haushaltsvoll-
zug nach dem derzeitigen Stand noch damit gerechnet werden kann, dass aufgrund der nochmals erhöhten H aushaltssperren und den zusätzlichen
Konsolidierungsmaßnahmen der Haushaltsausgleich im Rechnungsergebnis erreicht wird.
8
3 Kreditaufnahme und Schulden
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 30.06.2017
Investitionskredite Kassenkredite Gesamt
Kernhaushalt 253.414.426,81 € 338.295.889,49 € 591.710.316,30 €
EB Kulturinstitute 7.304.952,15 € 0,00 € 7.304.952,15 €
EB Bäder 9.990.206,21 € 0,00 € 9.990.206,21 €
EB Bürgerhäuser und Märkte 2.212.458,69 € 0,00 € 2.212.458,69 €
EB EAD 26.889.568,21 € 0,00 € 26.889.568,21 €
EB DWuW 442.569,04 € 0,00 € 442.569,04 €
EB IDA 79.773.279,10 € 5.000.000,00 € 84.773.279,10 €
Summe 380.027.460,21 € 343.295.889,49 € 723.323.349,70 €
In diesen Summen ist ein inneres Darlehen vom Kernh aushalt an den EB IDA über 2.681.584 €, darunter 21 0.724 € aus dem Kommunalen
Investitionsprogramm des Landes (KIP), enthalten.
Insgesamt sind KIP-Mittel in Höhe von 16.386.782 € beantragt und zugesagt, von denen bis zum 30.06.201 7 Mittel in Höhe von 2.332.243 € abge-
rufen wurden.
3.2 Stand der Bürgschaften
Gemäß dem letzten Finanzcontrolling-Bericht zum 31. 12.2016 betrug die Summe der übernommenen Bürgschaf ten 406,71 Mio. €.
Bis zum Stichtag 30.06.2017 hat sich der Bürgschaft sstand durch einen Zugang in Höhe von 760 T€ und ei nen Abgang in Höhe von 117 T€ auf
407,35 Mio. € erhöht.
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4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
4.1 Aufwandsdeckungsgrad
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis.
Formel:
ordentliche Erträge + Finanzerträge
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 283.123.629 €
286.333.274 €
Wert zum 30.06.17 98,88% (30.06.16: 106,15%)
4.2 Steuerertragsquote
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer-
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes.
Formel:
Steuererträge
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 149.682.600 €
283.123.629 €
Wert zum 30.06.17 52,87% (30.06.16: 53,15%)
10
4.3 Personalquote
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den in-
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommu nen allerdings noch nicht vor.
Formel:
Personal- und Versorgungsaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 52.980.872 €
286.333.274 €
Wert zum 30.06.17 18,50% (30.06.16: 18,56%)
4.4 Zuschuss- und Förderquote
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Au fwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Ze iten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote mög lichst niedrig zu halten. Die in den Zu-
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind e inzuschränken.
Formel:
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 59.221.568 €
286.333.274 €
Wert zum 30.06.17 20,68% (30.06.16: 21,98%)
11
4.5 Transferaufwandsquote
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer).
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken.
Formel:
Transferaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 76.127.953 €
286.333.274 €
Wert zum 30.06.17 26,59% (30.06.16: 24,56%)
4.6 Transferdeckungsquote
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind
Formel:
Erträge aus Transferleistungen
Transferaufwendungen
Berechnung (Ist): 18.648.140 €
76.127.953 €
Wert zum 30.06.17 24,50% (30.06.16: 31,19%)
12
4.7 Zinslastintensität
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige
Quote ist daher anzustreben.
Formel:
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 8.258.936 €
283.123.629 €
Wert zum 30.06.17 2,92% (30.06.16: 3,00%)
Betrachtet man einen längeren Vergleichszeitraum, s o sinken Personalquote, Zuschuss- und Förderquote s owie Zinslastquote seit dem Jahr2012
kontinuierlich, während im Gegenzug die Transferauf wandsquote beständig steigt.
Darmstadt, 28.08.2017
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0304
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 28.08.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00