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AN/1164/2026

Hitzeschutz in städtischen Kindertagesstätten sicherstellen

Gem. Antrag nach § 3 BV5 25.06.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 25.06.2026, TOP 8.1.14

Gem. Antrag nach § 3 (BV5)

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Gem. Antrag nach § 3 (BV5)

5061 Zeichen

Grüne 
SPD 
Linke 
Volt 
 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Dr. Diana Siebert 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 24.06.2026 
AN/1164/2026 
Antrag gem. §§ 3 und 38 der Geschäftsordnung des Rates und der 
Bezirksvertretungen 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 5 (Nippes)  
 
Hitzeschutz in städtischen Kindertagesstätten sicherstellen 
- Gemeinsamer Dringlichkeitsantrag von Grünen, SPD, Linken und Volt - 
Die Bezirksvertretung Nippes möge beschließen:  
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, kurzfristig die Situation des Wärmeschutzes in allen 
städtischen Kindertagesstätten im Stadtbezirk Nippes zu prüfen und der Bezirksvertre-
tung über die Ergebnisse zu berichten. Dabei sollen insbesondere die baulichen Gege-
benheiten, die vorhandenen Verschattungs- und Belüftungsmöglichkeiten sowie die zu 
erwartenden Raumtemperaturen in den Sommermonaten bewertet werden. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich geeignete Sofortmaßnahmen zum Schutz 
vor übermäßiger Hitzeentwicklung in den Einrichtungen umzusetzen. Hierzu sollen ins-
besondere mobile oder fest installierte Sonnenschutzmaßnahmen, Kühlgeräte, Ventilati-
onslösungen, Beschattungen von Außenflächen sowie weitere geeignete Maßnahmen 
geprüft und eingesetzt werden. Ziel ist es, die Gesundheit der betreuten Kinder sowie 
der Beschäftigten zu schützen und zugleich den regulären Betrieb der Kindertagesstät-
ten auch während sommerlicher Hitzeperioden aufrechtzuerhalten. Zusätzliche Schließ-
zeiten oder Einschränkungen des Betreuungsangebots sollen nach Möglichkeit vermie-
den werden. 
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, ein nachhaltiges Konzept zum Hitzeschutz für die städti-
schen Kindertagesstätten zu entwickeln und der Bezirksvertretung vorzulegen. Dabei 
sollen sowohl kurzfristige als auch langfristige bauliche und organisatorische Maßnah-
men berücksichtigt werden. Hierzu zählen insbesondere außenliegender Sonnenschutz,

- 2 - 
 
Dach- und Fassadenbegrünungen, verbesserte Lüftungskonzepte, die Entsiegelung und 
Begrünung von Außenanlagen sowie weitere Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen 
des Klimawandels. 
 
Begründung für die Dringlichkeit: 
 
Die Eltern zahlreicher Kinder in städtischen Kindertagesstätten wurden jüngst darüber infor-
miert, dass es aufgrund hoher Temperaturen in den Sommermonaten zu Einschränkungen 
des Betriebs bis hin zu zeitweisen Schließungen kommen könnte. Diese Entwicklung gibt 
Anlass zu erheblicher Sorge und verdeutlicht den bestehenden dringenden Handlungsbe-
darf. 
 
Begründung: 
 
Kindertagesstätten sind Orte des Lernens, Spielens, der Bildung und der Betreuung. Gerade 
kleine Kinder reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen. Überhitzte Räume 
beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern können zu gesundheitlichen Belastun-
gen führen. Gleichzeitig erschweren hohe Raumtemperaturen die pädagogische Arbeit und 
belasten die Beschäftigten in den Einrichtungen erheblich. 
 
Für viele Familien ist eine verlässliche Kinderbetreuung unverzichtbar. Zusätzliche Schließ-
zeiten oder Einschränkungen des Betreuungsangebots führen zu erheblichen organisatori-
schen Herausforderungen und erschweren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Beson-
ders betroffen sind Familien, die kurzfristige Ausfälle nicht durch private Betreuungsmöglich-
keiten auffangen können. 
 
Darüber hinaus ist die Frage eines wirksamen Hitzeschutzes auch eine Frage der Bildungs- 
und Chancengerechtigkeit. Viele Kinder verbringen einen erheblichen Teil ihres Tages in den 
Kindertagesstätten. Insbesondere Kinder aus Familien mit beengten Wohnverhältnissen oder 
ohne ausreichend geschützte Rückzugsorte sind auf gut ausgestattete und klimatisch geeig-
nete Betreuungseinrichtungen angewiesen. Die Qualität der frühkindlichen Bildung und Be-
treuung darf nicht von den Auswirkungen sommerlicher Hitzeperioden beeinträchtigt werden. 
 
Die zunehmende Zahl von Hitzetagen ist eine unmittelbare Folge des Klimawandels und wird 
nach allen wissenschaftlichen Prognosen weiter zunehmen. Es handelt sich nicht um ein vo-
rübergehendes Problem, sondern um eine dauerhafte Herausforderung für die kommunale 
Infrastruktur. Die Stadt Köln muss ihre Kindertagesstätten daher frühzeitig und systematisch 
an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. 
 
Vor dem Hintergrund der bereits für diesen Sommer erwarteten Belastungen besteht akuter 
Handlungsbedarf. Neben kurzfristigen Maßnahmen zur Sicherstellung eines gesunden und 
sicheren Aufenthalts in den Einrichtungen müssen daher auch langfristige Lösungen entwi-
ckelt werden. Ziel muss es sein, Kinder, Beschäftigte und Familien nachhaltig vor den Folgen 
zunehmender Hitzeperioden zu schützen und zugleich eine verlässliche Betreuung sicherzu-
stellen. 
 
Die Bezirksvertretung Nippes setzt sich deshalb für eine schnelle Bestandsaufnahme, wirk-
same Sofortmaßnahmen und ein zukunftsfähiges Hitzeschutzkonzept für die städtischen Kin-
dertagesstätten ein. 
 
 
 
Ulrich Müller  Anne Roth  Joanna Dommnich  Robert Glashagen

Beratungsverlauf (1)

25.06.2026 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 8.1.14 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/1164/2026
Typ
Gem. Antrag nach § 3 BV5
Datum
25.06.2026
Erstellt
25.06.2026 10:55