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2347/2024

Zukünftige Radverkehrsführung Mülheimer Brücke - zweites, erweitertes Fachgespräch mit Politik, Initiativen und Verbänden

Mitteilung Ausschuss 06.08.2024

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Anlage 1 - Dokumentation 2. Fachgespräch Mülheimer Brücke_28.05.2024

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 - Dokumentation 2. Fachgespräch Mülheimer Brücke_28.05.2024

35680 Zeichen

Radverkehrsführung 
Mülheimer Brücke 
Dokumentation des 2. Fachgesprächs am 28.05.2024 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Anlage 1

2
Programm
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Block A – Präsentation und Fragen 
A.1 Präsentation: Notwendigkeit und Verträglichkeit einer geänderten Radverkehrsführung 
A.2 Verständnisfragen 
A.3 Fragen aus dem ersten Fachgespräch 
Block B – Hinweise, Anregungen und Wünsche 
B.1 Vertiefende Diskussion 
B.2 Kurz-Statements 
Block C – Weiteres Verfahren und Ausblick

2. Fachgespräch Radverkehrsführung Mülheimer Brücke
Teilnehmende Akteure 
3
 ADAC Nordrhein e.V. 
 ADFC Kreisverband Köln e.V. 
 Agora Köln e.V. 
 Fuss e.V. 
 Handelsverband NRW Aachen-Düren-Köln e.V. 
 Handwerkskammer zu Köln 
 Industrie- und Handelskammer zu Köln 
 Initiative Neue Mülheimer Brücke 
 Kölner Fahrradbürgermeister (Ehrenamt) 
 Kreishandwerkerschaft Köln 
 Mitglieder der Bezirksvertretungen Nippes und Mülheim 
 Ratsfraktion CDU 
 Ratsfraktion SPD 
 Verband Kölner Spediteure und Hafenanlieger e.V. 
 Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. 
 VCD Regionalverband Köln e.V. 
 Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH 
 ARBEITGEBER KÖLN e.V. 
 Automobilclub Verkehr e.V. (ACV) 
 Bundesverband Carsharing e.V. (Cambio Carsharing)
 DEHOGA Nordrhein e.V. 
 Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) 
 Förderverein rheinischer Infrastruktur 
 Ford Drive Europe 
 Häfen und Güterverkehr Köln AG 
 Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) 
 Köln Business 
 Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen 
 Ratsfraktion Volt 
 Ratsfraktion FDP 
 TAXI RUF Köln 
 Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrheinwestfalen e.V. 
eingeladen, keine Teilnahme

Begrüßung
Thorsten Siggelkow, Leiter des Amts für nachhaltige 
Mobilitätsentwicklung 
Am 18.03.2024 wurde in einem 1. Fachgespräch (Videokonferenz) 
das Konzept der Verwaltung zur zukünftigen Radverkehrsführung au f 
der Mülheimer Brücke vorgestellt und mit den verkehrspolitischen 
Sprecherinnen und Sprechern des Verkehrsausschusses sowie den 
Bezirksvertreter*innen Nippes und Mülheim diskutiert. Hinweise,
Anregung und Fragen wurden aufgenommen. Im ersten Fachgespräch
wurde der Wunsch der politischen Vertreter*innen formuliert, die 
maßgeblichen Verbände und Initiativen über den Sachstand zu 
informieren und die aktuellen Überlegungen zu diskutieren.
Mit dem heute stattfindenden 2. Fachgespräch folgt das Amt für 
nachhaltige Mobilitätsentwicklung diesem Wunsch. Das zweite 
Fachgespräch wird als Präsenzveranstaltung im Großen Saal des 
Bürgerzentrums Deutz durchgeführt.
Nachfolgend wird entsprechend der Tagesordnung die Präsentati on 
vorgestellt, Verständnisfragen beantwortet sowie an Stellwän den die 
Notwendigkeit einer geänderten Radverkehrsführung erläuter t sowie 
die Verträglichkeit des geänderten Führungskonzepts dargestellt.
Das Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung bedankt sich herzlich
bei allen Teilnehmenden für ihre Zeit und ihre wertvollen Beiträge.
4

Block A
Notwendigkeit und Verträglichkeit 
einer geänderten Radverkehrsführung 
5Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Präsentation und Fragen 
A.1 Präsentation: Notwendigkeit und Verträglichkeit einer geänderten Radverkehrsführung 
A.2 Verständnisfragen 
A.3 Fragen aus dem ersten Fachgespräch 
• Fabian Fohlmeister, Amt für Nachhaltige Mobilitätsentwicklung 
• Miljan Miljanovi ć, Amt für Nachhaltige Mobilitätsentwicklung

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 6
Präsentation: 
Notwendigkeit und Verträglichkeit 
einer geänderten Radverkehrsführung
A.1

7
Auftrag an die Verwaltung
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
[…]

8
Anfrage an die Verwaltung
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 9
Verkehrsflächenangebot 
der Mülheimer Brücke
nach Abschluss der Sanierungsarbeiten
A.1.1

10 
Veränderungen der Aufbauten im Zuge der Sanierungsarbeiten (zwischen Fahrbahn und Geländer) 
Verkehrsflächenangebot nach Abschluss 
der Sanierungsarbeiten
Hängerseile Geländer 
3,12 1,03 
Bord zur 
Fahrbahn 
uneingeschränkt 
nutzbar 
Regelquerschnitt 
zwischen Fahrbahn und Geländer 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

11 
Grundsatzprüfung 2014/2015: Aus statischen Gründen keine konstruktive Verbreiterung der 
Strombrücke. 
Mülheimer Brücke
Pylone 
Umsetzen Geländer 
Wegfall Auffangkörper 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

12 
Mülheimer Brücke
Regelquerschnitt vor Sanierung 
- Auszug 
Regelquerschnitt nach der Sanierung 
- Auszug 
Änderungen 
• Zweirichtungsführung Radverkehr 
• (1) Geländer wird nach außen gesetzt 
• (2) Auffangkörper wird entfernt bzw. durch 
höheren Bord ersetzt 
Veränderungen im Zuge der Sanierungsarbeiten - Flächenverfügbarkeit 
uneingeschränkt 
nutzbar 
12
Verbreiterung der durchgängig nutzbaren Breite je Brückenseite um knapp 0,2 Meter auf 3,12 Meter .
Sicherheitsraum 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 13 
Die Funktion der 
Mülheimer Brücke 
im Kfz- und Radverkehrsnetz 
A.1.2

Die Funktion der Mülheimer Brücke im Kfz-Straßennetz
14 
MIV-Grundnetz 
Entwurfsstand: 2024 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Das MIV-Grundnetz definiert die Vorrangrouten für die 
leistungsfähige Abwicklung des Kfz-Verkehrs und stellt die 
Erreichbarkeit der Veedel sicher. 
Bei Querschnittsänderungen an Straßen des MIV-Grundnetzes 
besteht der Grundsatz, dass die Leistungsfähigkeit im 
gesamten MIV-Grundnetz weiterhin sichergestellt werden muss. 
Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit definiert sich nicht 
ausschließlich durch die Anzahl der für den Kfz-Verkehr zur 
Verfügung stehenden Fahrspuren, sondern ist auch von 
weiteren Faktoren abhängig. Dies ist mit Berechnungen der 
Leistungsfähigkeit entsprechend zu untermauern. 
Mülheimer Brücke als 
Teil des MIV-
Grundnetzes

Mülheimer Brücke im bezirklichen Radhauptnetz 
15 
Bezirkliches Radhauptnetz 
Mülheimer Brücke im 
Bezirklichen 
Radhauptnetz 
Mülheimer Brücke als Teil 
der Radschnellverbindung 
Niehler Gürtel im 
RadPendlerRouten-Netz 
RadPendlerRouten-Netz Köln 
Quelle: Mitteilung RadPendlerRouten-Netz Köln (2810/2023) 
Die Mülheimer Brücke ist fester Bestandteil des Bezirklichen Radhauptnetzes der Bezirke Nippes und Mülheim. 
Die Netzbedeutung wird mit der geplanten Radschnellverbindung Niehler Gürtel erheblich aufgewertet. 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Radschnellverbindung Niehler Gürtel 
16 
Abschnitt 1 
Im Abschnitt1 wird der Radverkehr auf 
beiden beidseits geführt. Es wird geprüft, 
ob jeweils eine Kfz- Fahrspur dem 
Radverkehr zur Verfügung gestellt wird. 
Abschnitt 2 
von Merheimer Straße bis Toni-Steingass-Park: Südlage 
ab Toni-Steingass-Park: Nordlage 
Neubau Radweg 
Abschnitt 3 
Nordlage 
Neubau Radweg 
Abschnitt 4 
Nord und Südlage 
Umverteilung 
Verkehrsflächen 
Abschnitt 5 
Radverkehrsführung noch offen .
Abschnitt1 
Nord- und Südlage 
Umverteilung 
Verkehrsflächen 
Parklandschaft 
Neue Aufzüge 
Linie 13 
Neue 
Haltestelle 
Linie 13 
Neue 
Haltestelle 
Linie 13 
Mülheimer 
Brücke 
Abschnitt 5 
Übersichtslageplan Radschnellverbindung Niehler Gürtel 
für den Verkehrswert des 
Niehler Gürtels zentral! 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Achse Niehler Gürtel – Mülheimer Brücke 
17 
Niehler Gürtel 
bevorzugter Querschnitt 
3 Meter 
Gehweg 
5 Meter 
Radweg 
3 Meter 
Geh-/Radweg 
Mülheimer Brücke / Nordseite 
Querschnitt Variante 4 
Standard 
Radschnellweg 
RadPendlerRoute 
ERA-Standard 
kein ERA-Standard 
… weil: gemeinsame Führung Fuß/Rad 
und v.a. Mengen Fuß/Rad > 1.000/24h 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 18 
Führung des Radverkehrs 
auf der Mülheimer Brücke
-
Variantenbetrachtung
A.1.3

Betrachtung Führungsvarianten
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 
Problem: Statik Problem: Statik Problem: StVO 
Problem: Statik / 
Zeitplan / Kosten 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Problem: Statik / 
Zeitplan / Kosten 
Problem: Statik / 
Zeitplan / Kosten 
Variantenprüfung: 
- 9 Führungsvarianten geprüft 
- 3 Führungsvarianten sind ohne erhebliche zeitliche 
Verzögerungen und Kostensteigerungen rechtlich 
und technisch machbar

„Machbare“ Varianten
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 
- Variante 4 - Radverkehr in der Nebenanlage / 4-spurig für Kfz 
- Variante 5 - Radverkehr in Fahrtrichtung auf der jeweils rechten 
Fahrspur; Radverkehr in Gegenrichtung über die Nebenanlage 
- Variante 7 - Radverkehr in Fahrtrichtung und in Gegenrichtung 
auf der Fläche der jeweils rechten Fahrspur 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Zweirichtungsradweg - durch Leitelemente getrennt 
Vorzugsvariante

21 
Spurumwandlung auf der Mülheimer Brücke 
Flächenaufteilung vergleichbar Sachsenring 
Vorzugsvariante 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 22 
Verkehrsmengen 
im Rad- und Fußverkehr 
Analyse und Potenzialabschätzung
A.1.4

Verkehrsmengen im Rad- und Fußverkehr 
23 
Analyse und Potenzialabschätzung Kölner Rheinbrücken 
Mülheimer Brücke – vrsl. realisierbares Potenzial 
Radverkehr: 15.000 – 20.000 Rf/ Tag 
Fußverkehr: 1.000 Fg/Tag 
Bedingungen 
optimal 
realisierbares 
Potenzial 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 24 
Verkehrsmengen 
im Kfz-Verkehr 
Analyse und 
Auswirkungen der Einspurigkeit 
A.1.5

DTVw-Verkehrsbelastungen Kölner Rheinbrücken – Analyse 2018 
25 
Verkehrsmengen Kfz-Verkehr - Analysefall 
Mülheimer Brücke: 37.250 Kfz/24h 
Kfz-Verkehrsmengen im Analysenetz 2018 
Kfz-Verkehrserhebungen Mülheimer Brücke 
2009 bis 2023 in Kfz/24h 
Ereignisse 
Analysenetz 2018 
37.250 Kfz/24h 1 2 3
1
2
3
09/2016: Sperrung Leverkusener Brücke für Kfz > 3,5t 
03/2020: Einschränkungen durch Corona-Pandemie 
04/2019: Sanierungsbeginn Mülheimer Brücke 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

26 
Verkehrsmengen Kfz-Verkehr – Fall: Einspurigkeit 
Mülheimer Brücke: 26.600 Kfz/24h 
Kfz-Verkehrsmengen bei Einspurigkeit 
Alle Parameter identisch mit Analysefall mit 
Ausnahme der Einstreifigkeit. 
DTVw-Verkehrsbelastungen Kölner Rheinbrücken – Planfall 2 018 
„worst-case-Szenario“ 
(kein modal shift) 
Differenz Fall Einspurigkeit / Analysefall 
- Fall: Einstreifigkeit 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

27 
Differenz Analysefall / Planfall auf den Rheinbrücken
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Fall: Einspurigkeit Analysefall 2018 
(„worst-case-Szenario“) 
„worst-case-Szenario“ 
(kein modal shift)

28 
Beispiel aus der Stadt Bonn - Reduzierung Kfz-Spur 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Bonn - Kennedybrücke (B56) Kfz-Verkehrsmenge heute: 27.000 – 29.000 Kfz / 24 h
Quelle: https://www.google.com/maphttps://www.google.com/maps 
 Quelle: https://www.google.com/maphttps://www.google.com/maps

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 29 
Verständnisfragen
A.2

30 
Hinweise und Verständnisfragen
• Frage: Werden die auf Folie 12 dargestellten 3,12 m breiten Seitenräume an beiden Brückenseiten zur Verfügung stehen? 
Antwort Amt 68: Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten werden auf beiden Brückenseiten (Nordseite und Südseite) jeweils 3,12 m breite 
Seitenräume zur Verfügung gestellt. Dieses Flächenangebot entspricht – unabhängig von der zukünftigen Entwicklung der Fuß- und 
Radverkehrsmengen - nicht den heutigen Anforderungen an Verkehrsanlagen für den Fuß- und Radverkehr. 
• Frage: Die Kennedybrücke in Bonn kann nicht als Beispiel für eine Spurumwandlung herangezogen werden, vielmehr soll der 
Vergleich zur nördlicher gelegenen Friedrich-Ebert-Brücke erfolgen. 
Antwort Amt 68: Die Kennedybrücke in Bonn weist hinsichtlich der Netzeinbindung und Verkehrsbelastung durchaus Parallelen zur Mülheimer 
Brücke auf. Bei der Friedrich-Ebert-Brücke, der nördlichen Bonner Rheinbrücke, handelt es sich hingegen um eine Autobahnbrücke mit ca. 
100.000 Kfz/Tag. 
• Frage: Warum wurden die Kfz-Verlagerungswirkungen auf Grundlage der 2018-er Verkehrsbelastungen durchgeführt? Während und 
nach der Corona-Einschränkungen hat sich das Belastungsniveau geändert bzw. reduziert. 
Antwort Amt 68: Ziel der Untersuchungen war, für den Kfz-Verkehr ein „worst-case-Szenario“ hinsichtlich der Verlagerungseffekte auf andere 
Abschnitte des Kölner Straßenverkehrsnetzes darzustellen. Durch die Prüfung auf Grundlage der 2018er Verkehrsbelastungen werden die 
verlagerungsbedingten Kfz-Belastungen im übrigen Straßennetz somit tendenziell überschätzt. Das „worst-case-Szenario“ zeigt somit die 
maximalen Verlagerungseffekte, die sich aus der Spurumwandlung auf der Mülheimer Brücke ergeben werden. In Verbindung mit z.B. 
Veränderungen der Verkehrsmittelwahl (modal-shift) würden die Effekte geringer ausfallen. 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

31 
Hinweise und Verständnisfragen
• Frage: Wurde die Spurumwandlung hinsichtlich des Zusammenhangs Generalsanierung und Förderfähigkeit bzw. –schädlichkeit 
geprüft? 
Antwort Amt 68: Dies ist Bestandteil des weiteren Vorgehens (siehe Abschnitt C). 
• Frage: Können die anderen Brücken die Kfz-Verlagerungen aufnehmen? 
Antwort Amt 68: Die makroskopischen Auswertungen kommen zum Ergebnis, dass im „worst-case-Szenario“, die relativen Zunahmen auf 
andere Brücken im Bereich deutlich unter 10% liegen. Dabei ist mit Blick auf die Mülheimer Brücke vor allem das Zusammenspiel der drei 
nördlichen Brücken (Leverkusener Brücke, Mülheimer Brücke, Zoobrücke) relevant. Die Auswirkungen auf die südlichen Rheinbrücken treten 
auch aufgrund der Kapazität sowie der Verlagerungswirkungen in den Hintergrund. 
Bei den drei nördlichen Brücken sind die Auswirkungen auf die Leverkusener Brücke aufgrund der verlagerten Kfz-Verkehrsmenge und 
Kapazität vernachlässigbar. Die Auswirkungen auf der Zoobrücke (5%) bedürfen der näheren Betrachtung. Hier ist allerdings darauf 
hinzuweisen, dass auch auf der Zoobrücke die Verkehrsmengen im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Sanierung Mülheimer Brücke 
gegenüber dem Ist-Zustand wieder zurückgehen. 
• Frage: Wie werden die anstehenden Sanierungen an den anderen Kölner Rheinbrücken in die Entscheidung miteinbezogen? 
Antwort Amt 68: Die Sanierungen werden nacheinander erfolgen. Zu keinem Zeitpunkt ist vorgesehen, mehr als eine Brücke gleichzeitig zu 
sanieren. Wie oben bereits dargestellt, ist für die Betrachtung der Mülheimer Brücke vor allem das Zusammenspiel der drei nördlichen 
Rheinbrücken relevant Leverkusener Brücke, Mülheimer Brücke, Zoobrücke). Die Rheinbrücke Leverkusen ist seit Februar 2024 für den 
Schwerlastverkehr wieder freigegeben. Seit der Freigabe haben die Stauanalysen des ADAC deutliche Entlastungen des Kölner Autobahnrings 
hinsichtlich der Stauzeiten- und –längen ergeben. Mit Inbetriebnahme der zweiten Brücke wird Rheinbrücke Leverkusen voraussichtlich Anfang 
2028 die volle Kapazität bereitstellen. Die Sanierung der Zoobrücke stellt für das Gesamtverkehrssystem zukünftig sicherlich die größte 
Herausforderung dar. Nach derzeitigen Planungen ist diese Sanierung jedoch erst nach den Sanierungen der Severinsbrücke und der Deutzer 
Brücke vorgesehen. 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

32 
Hinweise und Verständnisfragen
• Frage: Sollte die Verkehrsuntersuchung nicht mit aktuellen Belastungszahlen durchgeführt werden? 
Antwort Amt 68: Bestandteil des weiteren Vorgehens ist die Abstimmung mit der Bezirksregierung um die Anforderungen an ein, seitens der 
Stadt zu beauftragendes, Verkehrsgutachten zu definieren. Dieses Gutachten muss für die Spurumwandlung einen positiven Effekt für das 
Gesamtverkehrssystem nachweisen. Hierzu zählt auch der Nachweis der leistungsfähigen Kfz-Verkehrsabwicklung im gesamten System für 
den Planfall.
• Frage: Auch in Variante 5 ist der Konflikt Fuß-/Radverkehr nicht gelöst? 
Antwort Amt 68: Die Planung sieht vor, dass der Radverkehr in Fahrtrichtung auf der jeweils rechten Fahrspur und der Radverkehr in 
Gegenrichtung über die Nebenanlage abgewickelt wird. Somit sind zukünftig über die Nebenanlagen deutlich weniger Radfahrer als im 
Bestand zu erwarten. 
• Frage: Wann ist die Freigabe der Mülheimer Brücke zu erwarten und zu welchen Zeitpunkt soll die Spurumwandlung erfolgen? 
Antwort Amt 68: Der Abschluss der Sanierungsarbeiten ist für Ende 2026 vorgesehen. Für die Spurumwandlung muss noch ein 
Verkehrsgutachten, entsprechend Anforderung der Bezirksregierung, beauftragt werden und politischer Beschluss eingeholt werden. 
Wünschenswert wäre wenn Inbetriebnahme und Spurumwandlung Mülheimer Brücke gleichzeitig erfolgen.
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

33 
Hinweise und Verständnisfragen
• Frage: Die prognostizierten Rad- und Fußverkehrsmengen scheinen sehr hoch zu sein. Wie ist dies berechnet worden? 
Antwort Amt 68: Die Potenzialabschätzung des Fuß- und Radverkehrs berücksichtigt mehrere Szenarien, Faktoren und Annahmen einer 
möglichen zukünftigen Entwicklung. Stichworte sind: bisherige Trendlinie der zunehmenden Entwicklung des Radverkehrsaufkommens in Köln, 
Potenziale aus geplanten Flächenentwicklungen in Rheinnähe (z.B. Mülheimer Süden, Vollansiedlung „Messe-City/Zurich“, Deutzer Hafen,…), 
eventueller Ausbau neuer Brücken für Fuß- und Radverkehr (An der Bastei/Rheinpark und Ubierring/Deutzer Hafen). 
Für die Potenzialabschätzung des Radverkehrs auf der Mülheimer Brücke hat der Netzlückenschluss im Zusammenhang mit dem Ausbau des 
Niehler Gürtels einen hohen Anteil (neues, attraktives Angebot). Auch für den Fall, dass die tatsächliche Entwicklung der Radverkehrsmengen 
hinter den Erwartungen der Potenzialabschätzung zurückbleibt, würde das Flächenangebot in den Seitenräumen der Brücke den aktuellen 
Anforderungen nicht mehr gerecht werden. 
• Frage: Warum soll Variante 7 mit baulich abgetrennter Führung des Radverkehrs im Zweirichtungsverkehr auf der Fläche des 
heutigen rechten Fahrstreifens nicht als Vorzugsvariante weiterfolgt werden? 
Antwort Amt 68: Der Zweirichtungsradverkehr auf der jeweils rechten Fahrspur bedingt eine bauliche Trennung vom Kfz-Verkehr. Die Trennung 
zwischen Fahrbahn und Radweg muss für Einsatzfahrzeuge Feuerwehr und Polizei und im Havariefall (Kfz oder Stadtbahn) sowie für 
Baustellensituationen und Wartungsarbeiten befahrbar und vorbeifahrfähig ausgestaltet sein. Damit kommen lediglich überfahrbare 
Trennelemente mit geringer physischer Trennfunktion in Betracht. Diese Restriktion ist einer von zwei wesentlichen Faktoren, die gegen eine 
Führung des Radverkehrs im Zweirichtungsverkehr im Bereich der rechten Fahrspur sprechen. 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 34 
Fragen aus dem ersten Fachgespräch
A.3

35 
Fragen aus dem ersten Fachgespräch (zusammengefasst) 
Frage 1: Welche Auswirkungen hat die Maßnahme auf den motorisierten Individualverkehr, insb. Wirtschaftsverkehr? 
Frage 2: Welche Verkehrsverlagerungen sind zu erwarten?
Frage 3: Welche Auswirkungen auf das Gesamtsystem sind bei zukünftigen Brückensanierungen zu erwarten? 
Frage 4: Wie wird die Kfz-Verkehrsführung am Anschlussknotenpunkt Clevischer Ring gestaltet? 
Frage 5: Wie werden die Netzanschlüsse für den Radverkehr gestaltet?
Frage 6: Warum werden keine baulichen Trennelementen zwischen Radfahrstreifen und Kfz-Spur eingesetzt?
Frage 7: Steht die Förderung für die Sanierung der Mülheimer Brücke einer möglichen Kfz-Spurwegnahme entgegen?
Frage 8: Gibt es Überlegungen, am Knoten Clevischer Ring das Linksabbiegen von Süden dauerhaft zu unterbinden? 
Frage 9: Sind aufgrund von Stauerscheinungen negative Umweltauswirkungen sind zu erwarten? 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Hinweis: Auf die Fragen wird im Rahmen des Vortrags kurz eingegangen, soweit diese nicht bereits im Block A.2 behandelt 
wurden. Im Rahmen der Erstellung einer Beschlussvorlage wird zu diesen Fragen umfassend Stellung genommen.

36 
Block B
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Hinweise, Anregungen und Wünsche 60‘ 
B.1 Vertiefende Diskussion 
30‘ 
B.2 Kurz-Statements 
30‘

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 37 
Vertiefende Diskussion 
B.1

38 
Hinweise, Anregungen und Wünsche 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Bedenken 
- Rad- & Fußverkehr können laut ERA 
nicht zusammen geführt werden 
- sehr schlecht – Radführung auf dem 
Gehweg 
- Zu- und Abfahrten zum Hafen müssen 
freibleiben, nur so kann der Hafen seine 
Funktion erfüllen 
- Möglicher Ausfall der Zoobrücke 
- Wiener Platz: Radverkehr zu indirekt 
über enge Gleisquerungen mit 
Fußverkehr zusammen (Richtung 
Frankfurter Str.) 
- Geschützter Radweg oder Fahrradstraße 
auf Kuhweg in Fahrtrichtung Süden nötig 
- Alternativen prüfen für direkte Anbindung 
Niehler Gürtel Richtung Südseite der 
Brücke 
- Anbindung Wiener Platz mit Rampe/ Tunnel 
mittelfristig prüfen 
- Zeitplan für Umplanung kann kein Grund für 
Variantenausschluss sein 
-> Zeit seit 2016! 
- Variante 5: zu viele „Geisterfahrer*Innen“ 
Richtung Mühlheim  
- Variante 4 + 5: Gemeinsame Führung Rad/ 
Fuß für Verkehrsmenge nicht geeignet 
- Führung über Kuhweg mit Schutzstreifen 
angesichts von Bus & LKW nicht sicher genug 
- Ziel Jahr 2026: Wir sehen nicht, dass 
einspurige Verkehrsführung gewährleistet ist 
Begründung: Anstehende Brückensanierung; 
Vielzahl anstehender Baumaßnahmen durch 
Straßensanierung, ÖPNV Ausbau, 
Wärmeplanung 
-> Rheinbrücken = Nadelöhr

39 
Hinweise, Anregungen und Wünsche 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Hinweise 
- Vorbild Kopenhagen: drei neue Fuß- und 
Radbrücken 
- Entwicklung Radverkehr monitoren 
- Änderung der zeitl. Abfolge denkbar? 
- Zunächst 2 Spuren 
- Wenn ÖPNV ausgebaut und Brücke saniert 
ist, dann einspurig 
- Entgegen den bisherigen Diskussionen zum MIV 
-> Eingriffe zum späteren Zeitpunkt 
- Fuß und Rad nicht mischen 
- Nur regelkonforme Varianten zulassen 
- Keine neuen MIV-Wegebeziehungen über 
Bauphase hinaus zulassen 
- Möglichkeit von „Tempo 10“ auf den 
gegenläufigen Radwegen? (Evtl. auch für die 
Südseite der Hohenzollernbrücke) 
- Führung Radverkehr 2-Richtung Nordseite sollte 
weiter verfolgt werden 
- Ideal: Norden = Rad; Süden = MIV 
- Berücksichtigung von Klimazielen 
- Vermeidung von Engstellen und Angsträumen 
- Vision Zero bedingt viel mehr Platz für Fuß + 
Rad 
- Fahrstreifenreduzierung als Ergebnis von 
Entscheidungen  
- Anbindung Wiener Platz prüfen (Rampe/ 
Tunnel) 
- MIV nicht in die Stadt locken, sondern auf BAB 
abwickeln 
- Bereitstellung von Kapazitäten durch 
Leverkusener Brücke 
- Einplanung Zweirichtungsverkehr auf beiden 
Seiten 
- Luftqualität am Clevischen Ring berücksichtigen 
– Fahrverbote 
- Anbindungen Rheinufer in beide Richtungen 
jeweils optimieren 
- Rad & Fuß an LSA-Querungen priorisieren 
- Vier Autospuren führen zu Konflikten und 
Unfällen 
- Autos und Fahrräder auf verschiedene Seiten 
der KVB bringen 
- Vier Fahrstreifen für Kfz induzieren MIV auf 
Brücke und durch Mülheim -> nur zwei planen 
- In Verkehrsuntersuchung auch prüfen, ob der 
Linksabbieger am Wiener Platz nötig ist

40 
Hinweise, Anregungen und Wünsche 
Befürwortung 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
- V 7 oder V 9 
- Verkehrsentlastung Kfz 
- Luftreinhaltung 
- Minderung Verkehrslärm 
- Tolle Logistik 
- Sehr gut: eine Fahrspur für Fahrräder je Richtung 
- Anbindung Niehler Gürtel bei 2-Richtungsführung V7 &  V5 gut 
- Radverkehrssituation auf der Brücke ist sehr gefährlich, we nn Räder weiterhin auf 
Hochboard geführt werden 
- Dringend zu beachten: Vergleich Deutsche Umwelthilfe – R echt  
- Einhaltung der Luftreinhaltewerte mit geringen Kfz -Zahlen 
- Umweltsituation in Mülheim 
- Vorschlag: Messe – LKW – Verkehr auf die Schiene …. 
- Hinweis EU-Luftreinhaltewerte ab 2030 deutlich schärfe r 
 jetzt Vorsorge zur Einhaltung treffen 
- Clevischer Ring/ Bergischer Ring: erfolgreiche Klage weg en Verkehrslärm 
 darf nicht verschlechtert werden

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 41 
Kurz-Statements 
B.2

42 
Kurz-Statements 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Verband Kölner Spediteure und Hafenanlieger e.V., Oliver Haas: 
Der Niehler Hafen ist wichtiger Umschlagplatz im kombinierten Verkehr (Binnenschifffahrt / Schiene / Straße) und hat insbesondere in den 
Anbindungen zu den Seehäfen Rotterdam, Antwerpen, Hamburg und Bremerhaven eine hohe Logistik- und Wirtschaftsbedeutung. Durch 
Nutzung von Binnenschiff und Eisenbahn für den Hauptlauf von und zu den Seehäfen nach Köln werden die Straßen rund um Köln deutlich 
entlastet und es werden enorme Emissionen eingespart. Es handelt sich somit nur über CTS Container-Terminal GmbH um 17.000.000 
eingesparte Straßenkilometer per anno. Um diesen Vorteil ausschöpfen zu können und für Industrie und Handel weiterhin das Tor zur Welt 
bieten zu können und gleichzeitig die Versorgung der Kölner Bevölkerung mit Konsumgütern sicher stellen zu können müssen die Zu- und 
Abfahrten zum Niehler Hafen uneingeschränkt für LKW und PKW (Mitarbeitende) frei bleiben, insbesondere die Mülheimer Brücke als direkt 
angrenzende Brücke, welche Umwegfahrten durch das Kölner Stadtgebiet bzw. rund um Köln vermeidet. Umwegfahrten stehen dem Vorteil der 
Abfertigung über den Hafen Köln Niehl entgegen.
Handwerkskammer zur Köln, Claudia Betzing:
Die Kölner Rheinbrücken sind ein Nadelöhr für den Wirtschaftsverkehr. Die Sicherstellung der Erreichbarkeit ist für Handwerkerinnen und 
Handwerker essenziell. In Anbetracht der anstehenden Sanierungen weiterer Brücken sowie der mit Blick auf die Wärmeplanung erwartbaren 
zahlreichen Baumaßnahmen sollte diese Rheinquerung derzeit nicht unnötig eingeschränkt werden. In Abstimmung mit der 
Kreishandwerkerschaft plädiert die Handwerkskammer zur Köln für die Wiederherstellung einer vierspurigen Mülheimer Brücke.

43 
Kurz-Statements 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
ADFC, Kreisverband Köln e.V., Christoph Schmidt: 
Die Erwartungshaltung des ADFC an die Mülheimer Brücke nach Sanierung umfasst folgende Punkte: 
1. Wir fordern eine regelkonforme Umsetzung. Schon bei den aktuellen Radverkehrsstärken ist eine Führung des Radverkehrs im Seitenraum aus unserer Sicht nicht 
richtlinienkonform umsetzbar. Allerdings erwarten wir zusätzlich ja auch noch eine Zunahme des Radverkehrs aufgrund des Niehler Gürtels auf der einen und der 
kommenden RadPendlerRouten auf der anderen Seite der Brücke. Daher erübrigt sich auch die Diskussion, ob wir nur für insgesamt zwei Kfz-Fahrstreifen Platz 
haben. Es kann eigentlich nur noch darum gehen, wie wir den Radverkehr auf den ehemaligen rechten Fahrstreifen führen. Dass wir über die Einhaltung von 
Regeln in einem Rechtsstaat verhandeln müssen, irritiert uns. 
2. Wir fordern eine konfliktfreie und verkehrssichere Führu ng des Fuß- und Radverkehrs. Konfliktfreiheit bedeutet selbstverständlich eine vollständige Trennung des 
fahrenden Verkehrs vom gehenden Verkehr. Und Verkehrssicherheit bedeutet, dass es ausreichend Platz geben muss, um die unterschiedlichen 
Geschwindigkeiten und Bewegungsrichtungen so abzubilden, dass im Sinne der Vision Zero die Entstehung von Unfällen so weit wie möglich vermieden wird. Wer 
sich für vier Kfz-Fahrstreifen und eine Führung des Radverkehrs im Seitenraum entscheidet, übernimmt auch die Verantwortung für daraus resultierende Konflikte 
und Unfälle. 
3. Wir fordern eine gute Anbindung der Geh- und Radwe ge auf beiden Rheinseiten. Wir wünschen uns im Sinne der Verkehrssicherheit und des Verkehrsflusses aller 
Verkehrsarten möglichst wenig Querungen der aktiven und nachhaltigen Mobilitätsformen untereinander und insbesondere mit dem Kfz-Verkehr. An Ampeln ist der 
Fuß- und Radverkehr angemessen zu berücksichtigen und so weit möglich gegenüber dem Kfz-Verkehr zu priorisieren. Auf der linken Rheinseite ist sowohl das 
Rheinufer in beide Richtungen als auch der Niehler Gürtel gut anzubinden. Dabei muss die Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmer verständlich sein. Auf der 
rechten Rheinseite wünschen wir uns eine möglichst direkte Anbindung des Wiener Platzes, um Wartezeiten, Engstellen und Fuß/Rad-Konflikte zu vermeiden. Eine 
Option kann die Verlegung des Basketballfelds und eine Rampe mit Ertüchtigung der Untertunnelung sein. 
Das Gute ist: Die Ist-Situation in der Bauphase hat gezeigt, dass es keine wesentlichen Probleme mit weniger Fahrstreifen gegeben hat. Stau zur Spitzenstunde hat es 
auch vor der Sanierung gegeben. Und wir konnten seit Einschränkung der Kapazität die Luftqualitätsgrenzwerte am Clevischen Ring endlich erreichen. 
Keine unserer Forderungen ist neu. Wir haben bereits in der Planungsphase auf alle Themen hingewiesen und vor einer Sanierung der Brücke ohne wesentliche 
Verbreiterung gewarnt. Der aus unserer Sicht sowohl rechtlich als auch sicherheitstechnisch alternativlose Wegfall von Kfz-Fahrstreifen war zu erwarten und ist schlicht 
und ergreifend das Ergebnis von früheren Entscheidungen intern im Amt 69 und im Stadtrat.

44 
Kurz-Statements 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Frische Luft Mülheim, Roland Schüler: 
Die positive Entwicklung der Umweltbedingungen durch die Minderung der Luftschadstoffe und des Straßenverkehrslärms soll auch nach 
Abschluss der Sanierung beibehalten bleiben. Daher ist eine zweispurige Mülheimer Brücke mit verringerter Kfz-Verkehrsmenge anzustreben. 
Hier ist auf den Vergleich mit der Deutschen Umwelthilfe hinzuweisen und alles dafür zu tun, dass die Grenzwerte der Luftqualität an der 
Messstelle Clevischer Ring dauerhaft eingehalten werden. 
Zur Einhaltung gesunder Umweltrahmenbedingungen spielt die Entlastung der Mülheimer Brücke vom Güterverkehr eine Schlüsselrolle. Hier ist 
auf das Projekt „MESSE-GÜTER-STRAßENBAHN / Cargo Tram“ zu verweisen. 
Initiative Neue Mülheimer Brücke, Günter Hermkes:
Die beiden Vorredner haben die Aspekte, die der Initiative Neue Mülheimer Brücke wichtig sind, umfassend aufgezeigt. Dem ist nichts 
hinzuzufügen.

45 
Kurz-Statements 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
ADAC Nordrhein e.V., Prof. Dr. Roman Suthold:
Das MIV-Grundnetz soll die Leistungsfähigkeit der Kölner Straßen für den Kfz-Verkehr sicherstellen. Das begrüßen wir. Auch die Mülheimer 
Brücke ist zu Recht ein wichtiger Teil des Grundnetzes. Die geplante Verkehrsführung auf der Brücke steht jedoch im krassen Gegensatz zur 
Grundnetz-Idee. Sollte eine Kfz-Fahrspur pro Richtung in eine Fahrradspur umgewandelt werden und dadurch jeweils nur noch eine Spur für 
den motorisierten Individualverkehr zur Verfügung stehen, sind massive Staus zu den Stoßzeiten vorprogrammiert.
Die Mülheimer Brücke muss in Zukunft die Umleitungs- und Ausweichverkehre der noch zu sanierenden Zoobrücke, Severinsbrücke und 
Deutzer Brücke aufnehmen. Wie soll das mit nur einer Kfz-Spur je Richtung gelingen? Mindestens bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten 
an den anderen Kölner Rheinbrücken muss die Leistungsfähigkeit der Mülheimer Brücke mit zwei Fahrstreifen je Richtung für den Auto- und 
Wirtschaftsverkehr erhalten bleiben.
Selbst in der Fahrradstadt Kopenhagen wurden auf den Bestandsbrücken nicht so viele Autospuren weggenommen. Stattdessen hat man 
zusätzlich eigene Fahrrad- und Fußgängerbrücken gebaut.“
Industrie- und Handelskammer zu Köln, Christopher Köhne: 
Die IHK Köln bedankt sich für die Ausrichtung der Veranstaltung und die Möglichkeit, die eigene Position darzustellen. Die IHK sieht die 
vorgestellten Überlegungen zur Spurreduzierung auf der Mülheimer Brücke kritisch. Zweifelsohne Bedarf es Maßnahmen, um den Radverkehr 
sicher zu führen. Diese müssen jedoch angemessen und nicht zulasten des Wirtschaftsverkehrs umgesetzt werden. Hier sei nochmal auf die 
Bedeutung der kombinierten Verkehre am Niehler Hafen verwiesen, die am Standort auf Bahn und Binnenschiffe umgeschlagen werden. Die 
Zoobrücke ist auf 30 t beschränkt und kann daher die Mülheimer Brücke für den Güterverkehr nicht in vollem Umfang ersetzen. Ferner kann 
nicht ausgeschlossen werden, dass die Zoobrücke vor der geplanten Sanierung wegen eintretender Bauwerksschäden teil- oder voll gesperrt 
wird. Für dieses Szenario wird die Mülheimer Brücke als Bypass benötigt. Für weitere Details wird auf das IHK-Positionspapier verwiesen, das 
der Verwaltung vorliegt.

46 
Statements 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation 
Im Vorfeld und Nachgang des Fachgesprächs sind, seitens Fuss e.V und vom Arbeitskreis Barrierefreies Köln, weitere Stellungnahmen 
eingegangen.

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 47 
Weiteres Verfahren und Ausblick
C

48 
Weiteres Verfahren und Ausblick
• Die Verwaltung beauftragt eine Verkehrsuntersuchung fü r den Planfall 2035. 
• Auf Grundlage dieser Verkehrsuntersuchung ist eine Zustim mung des Fördergebers für die 
Generalsanierung Mülheimer Brücke erforderlich (Nachweis einer „positiven Auswirkung auf den 
Gesamtverkehr“ erforderlich). 
• Die Verwaltung erstellt eine Beschlussvorlage über die zu künftige Radverkehrsführung an den 
Verkehrsausschuss. 
Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Abteilung Nahmobilität und Verkehrssimulation

Stadt Köln, 68 Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung, Team Fahrradbeauftragter 49 
Vielen Dank!

Mitteilung Ausschuss

1733 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/682/4 
 
Vorlagen-Nummer 06.08.2024 
 2347/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.09.2024 
Verkehrsausschuss 10.09.2024 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 19.09.2024 
 
Zukünftige Radverkehrsführung Mülheimer Brücke - zweites, erweitertes Fachgespräch 
mit Politik, Initiativen und Verbänden 
Die Verwaltung hat vom Verkehrsausschuss (Vorlage-Nr. AN/1253/2016 und AN/1208/2019) 
den Auftrag erhalten, die Radverkehrsführung auf der Mülheimer Brücke für den Zeitraum 
nach Abschluss der Sanierungsarbeiten zu überprüfen.  
 
Zum aktuellen Sachstand hatte die Verwaltung die Gremien in einem Fachgespräch am 
18.03.2024 informiert. Näheres hierzu ist der Mitteilung 1214/2024 zu entnehmen.  
 
Im Rahmen dieses ersten Fachgesprächs mit den Gremien am 18.03.2024 wurde vereinbart, 
zeitnah ein zweites, erweitertes Fachgespräch unter Beteiligung von Initiativen und Verbän-
den durchzuführen.  
 
Die Verwaltung hat daher zu einem Folgetermin am 28.05.2024 ins Bürgerzentrum Deutz ein-
geladen. Die Dokumentation dieses Fachgesprächs am 28.05.2024 ist dieser Mitteilung als 
Anlage 1 beigefügt.  
 
In der Dokumentation enthalten sind u.a. die - im Nachgang freigegebenen - Kurz-Statements 
folgender Initiativen und Verbände, welche gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Akteure an 
dem fachlichen Austausch teilgenommen haben: 
 
 Verband Kölner Spediteure und Hafenanlieger e.V., 
 Handwerkskammer zur Köln, 
 ADFC, Kreisverband Köln e.V., 
 Frische Luft Mülheim, 
 Initiative Neue Mülheimer Brücke, 
 ADAC Nordrhein e.V., 
 Industrie- und Handelskammer zu Köln. 
 
Gez. Egerer 
 
Anlage 1:  
Dokumentation 2. Fachgespräch Mülheimer Brücke am 28.05.2024

Beratungsverlauf (3)

02.09.2024 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.09.2024 Verkehrsausschuss
TOP 6.2.12 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.09.2024 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.16 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (15)

  • Merheimer Straße
  • Frankfurter Straße
  • Mülheimer Brücke 17
  • Sachsenring
  • Ubierring
  • Wiener Platz
  • Clevischer Ring
  • Bergischer Ring
  • Severinsbrücke
  • Deutzer Brücke
  • Hohenzollernbrücke
  • Am Niehler Hafen
  • Niehler Gürtel 16
  • Zoobrücke
  • Kuhweg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
2347/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.08.2024
Erstellt
30.07.2024 10:28