V/0273/2013
Feststellung des Jahresabschlusses 2012 der Altenzentrum Klarastift gGmbH
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Anlage 1
6872 Zeichen
Vorlagenvordruck TOP 3) 2/13
Vorlage zur Aufsichtsratssitzung der Altenzentrum Klarastift gGmbH vom 06.06.2013
zu TOP 3)
Entgegennahme und Beratung des Berichts über die Jahresabschlussprüfung mit seinen Be-
standteilen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht
Bezugnehmend auf die Ausführungen des Gesellschafts vertrags der Altenzentrum Klarastift gGmbH
hat der Aufsichtsrat die Aufgabe, den Bericht der J ahresabschlussprüfung entgegen zu nehmen und zu
beraten. Bei einem positiven Testat des Wirtschafts prüfers empfiehlt der Aufsichtsrat gegenüber der
Stiftungskommission der Stiftung Magdalenenhospital die Entgegennahme und bittet um eine ab-
schließende Beschlussfassung. Ausgehend von der Bes chlussfassung des Aufsichtsrates wurde der
Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Martin Kossen, Ahlhorn er Straße 82, 27793 Wildeshausen, beauftragt,
den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 zu prüfen . Die Bestandteile Bilanz, GuV, Anhang und
Lagebericht werden durch den Wirtschaftsprüfer, Her rn Kossen, gegenüber dem Aufsichtsrat unter
Einbindung der Geschäftsführungen, Herrn Lucas und Frau Boresch-Bogovic (Personalverantwor-
tung), vorgestellt.
Beschlussfassung
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Jahresabschlussprüfung vom 31.12.2012 entgegengenom-
men und beraten. Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor:
1. Den vorgelegten Jahresabschluss der Altenzentrum Klarastift gGmbH zum 31.12.2012, der
a) in der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 6.836.875,34 €
und einem Jahresfehlbetrag von 281.698,12 €
b) in der Bilanzsumme mit 3.454.724,58 €
abschließt, festzustellen.
Zur Abdeckung des Fehlbetrages und der Investitionen schlägt die Geschäftsführung vor, eine Summe
von 164.673,02 € den Rücklagen zu entnehmen, und de n Bilanzverlust von 117.025,10 € auf neue
Rechnung vorzutragen.
Begründung
Auch im Wirtschaftsjahr 2012 konnte weiterhin ein h ohes Interesse am Einzug in das Altenzentrum
Klarastift festgestellt werden. Trotz der damit ein hergehenden positiven Ertragsentwicklung ging das
Wirtschaftsjahr 2012 zum Ende des Jahres mit Belegungsschwankungen einher. Insbesondere die fest-
zustellende zunehmende Pflegebedürftigkeit im Rahme n des Aufnahmeprocederes führte im letzten
Quartal zu einer sinkenden Verweildauer bei gleich zeitig ansteigender Mortalitätsrate. Gleichwohl
konnte die pflegesatzrelevante 98 %ige Kalkulations grundlage gehalten werden. Weiterhin problema-
tisch stellt sich die geringe Nachfrage nach den no ch eingestreuten Doppelzimmern dar. Eine perso-
nelle Reaktion auf diesen beschriebenen Sachverhalt ist auf Basis der bestehenden Mindestbesetzung
nicht umsetzbar. Hier gilt jedoch festzustellen, da ss die Nachfrage aus dem Stadtteil weiterhin als
positiv beurteilt werden kann.
Die in den letzten Wirtschaftsjahren vorgenommene A nschubsfinanzierung des Bereichs der Casa
Vitae zur Versorgung von Menschen in der Rehabilita tionsphase F bzw. Menschen im Wachkoma
konnte im Wirtschaftsjahr 2012 erstmalig auf eine d urchgängige positive Entwicklung schauen. In
diesem Kontext konnte die wirtschaftliche Betriebsführung des Fachbereichs bestätigt werden.
Die angespannte Situation des Pflegekräftemarkts ha t auch im Wirtschaftsjahr 2012 im Altenzentrum
Klarastift für eine problemhafte Dienstplangestaltu ng gesorgt. Einhergehend mit der zunehmenden
Über- und Mehrarbeitsstundenentwicklung sowie dem e rforderlichen Einsatz von Fremdarbeitsfirmen
entstand eine finanzielle Diskrepanz, die durch die prospektive Pflegesatzverhandlung für das Wirt-
schaftsjahr 2012 nicht aufgefangen werden konnte. D as derzeitige Dilämma des bestehenden Pflege-
kräftemarkts wird seitens der Altenzentrum Klarastift gGmbH weiterhin durchleuchtet bzw. von unter-
schiedlichen Aktivitäten begleitet. Die nachstehenden Tabellen weisen auf die Entwicklung der Perso-
nalaufwendungen im klassischen stationären Bereich und den Fachbereich der Casa Vitae hin. Im
stationären Bereich wird durch die Tabelle auf die Kombination der unterschiedlichen Personalauf-
wendungen verwiesen (Einbindung zentraler Dienstlei stungen und externer Personalgestellung). Ne-
ben der krankheitsbedingten Erhöhung der Personalau fwendungen ist insbesondere auf die tarifliche
Steigerung in Höhe von 2,5 % zu verweisen. Der in d er Casa Vitae über die tarifliche Steigerung hi-
nausgehende Personalaufwand ist im Kontext mit der erhöhten Auslastung und dem deutlichen Er-
tragsanstieg zu sehen.
2012 2011
Personalaufwendungen AKL normal 2.262.100,00 € 2.266.800,0 0 €
Aufwendungen zentrale Dienstleistungen 1.490.100,00 € 1.385.200,0 0 €
Externe Personalgestellung 144.200,00 € 142.938, 00 €
Gesamtpersonalkosten AKL normal 3.896.400,00 € 3.794.938,0 0 €
Personalaufwendungen Casa Vitae 712.300,00 € 634.300, 00 €
Aufwendungen zentrale Dienstleistungen 130.300,00 € 128.600, 00 €
Gesamtpersonalkosten Casa Vitae 842.600,00 € 762.900, 00 €
Maßgeblich für die Entwicklung des Jahresfehlbetrages ist der bereits im Wirtschaftsplan 2012 thema-
tisierte und beschlossene Investitions- und Instandhaltungsaufwand. Neben den erforderlichen Investi-
tionen hinsichtlich des angefangenen Bettenaustausc hes sowie der verpflichtenden Anpassung der
Notrufanlage dienen die durchgeführten Investitione n der Sicherung des äußeren Erscheinungsbildes
bzw. der Erhaltung der Wohnqualität und somit absch ließend der Bausubstanzerhaltung. Die Maß-
nahmen der durchgeführten Bausubstanzerhaltung sich ern der Stiftung eine positive finanzielle Be-
wertung der Immobilie. Damit einhergehend hat sich die Investitionsquote im Vergleich zum Wirt-
schaftsjahr 2009 bis zum aktuellen Wirtschaftsjahr von 12,38 % auf 28,53 % erhöht. Dieses führt wie-
derum dazu, dass sich die Anlagenintensität von 18, 55 % (2009) auf 34,37 % (2012) erhöht hat und
sich der Anlagenabnutzungsgrad in den vergleichbaren Jahren von 46,74 % auf 37,46 % reduziert hat.
Das Wirtschaftsjahr 2012 schließt mit einer Bilanzs umme in Höhe von 3.454,724,58 €. Die Verände-
rung des Eigenkapitals ist durch den Jahresfehlbetr ag verursacht. Der Anteil am Gesamtvermögen
bestimmt mit 71,4 % unverändert die Finanzierung de r Gesellschaft. Die durchgängigen Investitionen
haben zur Förderung des Betriebsablaufs und der Werterhaltung der Bausubstanz beigetragen.
Das in den letzten Wirtschaftsjahren zurückgehende Zinsniveau konnte durch ein weiterhin positives
Anlagemanagement nur teilweise ausgeglichen werden.
Anlage 2
171 Zeichen
Jahresabschluss 2012 der Altenzentrum Klarastift gGmbH · Bilanz zum 31.12.2012 · Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. – 31.12.2012 · Lagebericht der Geschäftsführung
Beschlussvorlage
3077 Zeichen
V/0273/2013
DER OBERBÜRGERMEISTER
Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen
Betrifft
Feststellung des Jahresabschlusses 2012 der Altenzentrum Klarastift gGmbH
Beratungsfolge
06.06.2013 Stiftungskommission Vorberatung
12.06.2013 Hauptausschuss Vorberatung
12.06.2013 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Jahresabschluss der Altenzentrum Klarastift gGmbH zum 31.12.2012, der
a) in der Gewinn- und Verlustrechnung bei einem Umsatz von 6.836.875,34 Euro
(einschließlich Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten
und sonstige betriebliche Erträge)
und einem Jahresfehlbetrag von 281.698,12 Euro
b) in der Bilanzsumme mit 3.454.724,58 Euro
abschließt, wird von der Stiftung Magdalenenhospital als alleiniger Gesellschafterin der
Altenzentrum Klarastift gGmbH festgestellt.
2. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung de r Altenzentrum Klarastift gGmbH wird für
das Geschäftsjahr 2012 Entlastung erteilt.
3. Der Jahresfehlbetrag wird in Höhe von 164.673,02 Euro durch eine Entnahme aus den
Gewinnrücklagen ausgeglichen; der Rest von 117.025,10 Euro wird als Bilanzverlust auf
das Geschäftsjahr 2013 übertragen.
4. Der Lagebericht der Geschäftsführung für das Wirtschaftsjahr 2012 wird zur Kenntnis g e-
nommen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
entfällt
Vorlagen-Nr.:
V/0273/2013
Auskunft erteilt:
Frau Westphal
Ruf:
492-5902
E-Mail:
Westphal@stadt-muenster.de
Datum:
23.04.2013
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0273/2013
Begründung:
Der Wirtschaftsprüfer, Herr Diplom -Kaufmann Martin Kossen aus Wildeshause n, hat dem Jahre s-
abschluss zum 31.12.2012 seinen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Danach en t-
spricht dieser den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze or d-
nungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältni ssen entsprechendes Bild der Verm ö-
gens-, Finanz- und Ertragslage der Altenzentrum Klarastift gGmbH.
Seitens des Beteiligungsmanagements wird darauf hingewiesen, dass neben den hohen Instan d-
haltungsaufwendungen (vgl. die Begründung zur Vorlage an den Aufsi chtsrat der AKL) in er ster
Linie der Anstieg des Personalaufwands die wesentliche Ursache für die Höhe des ausgewiesenen
Jahresfehlbetrages ist. Auch im lfd. Geschäftsjahr ist mit weiter steigenden Personalaufwendungen
zu rechnen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Gesellschaft vor dauerhaften Jahres-
fehlbeträgen zu bewahren.
Das Amt für Finanzen und Beteiligungen und die Geschäftsstelle der Kommunalen Stiftungen
Münster unterstützen den Vorschlag der Geschäftsführung und empfehlen dem Rat die An nahme
des Beschlussvorschlages. Zusätzlich wird auf die als Anlage beigefügte Vorlage an den Au f-
sichtsrat der Altenzentrum Klarastift gGmbH verwiesen (Anlage 1).
gez.
Markus Lewe
Oberbürgermeister
Anlagen:
- Vorlage der Altenzentrum Klarastift gGmbH an den Aufsichtsrat (Anlage 1)
- Jahresabschluss 2012 der Altenzentrum Klarastift gGmbH (Anlage 2)
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0273/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.05.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37