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RAT/449/2025

Bewerbung der Landeshauptstadt Düsseldorf als Standort für ein Yad Vashem Education Center

Beschlussvorlage 10.12.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6, Sitzung am 04.02.2026, TOP 23

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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RAT/449/2025
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich 
Beschlussvorlage
Betrifft:
Bewerbung der Landeshauptstadt Düsseldorf als Standort für ein Yad Vashem 
Education Center
Fachbereich:
09/0 - Dezernat für Kultur und Integration
 
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete  Miriam Koch
 
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Rat 11.12.2025 Entscheidung
Bezirksvertretung 6 04.02.2026 Kenntnisnahme
 
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf begrüßt die Initiative des Landes 
Nordrhein-Westfalen, das erste Yad Vashem Education Center außerhalb Israels in 
NRW anzusiedeln. Er bekräftigt das Bestreben der Verwaltung, Düsseldorf als 
Standortkommune dieses Bildungszentrums zu positionieren. Die städtische 
Immobilie des (ehemaligen) Jungen Schauspiels an der Münsterstraße wäre dafür ein
geeigneter Standort. Der Rat bittet die Verwaltung, in Absprache mit der 
Staatskanzlei NRW die notwendigen Grundlagen für die Ansiedlung des Education 
Centers in Düsseldorf zu schaffen.
 
 
Sachdarstellung:
 
1. Kurzdarstellung
Yad Vashem in Jerusalem ist die weltweit bedeutendste Institution der Holocaust-
Erinnerung, -Dokumentation und -Forschung. Erstmals plant Yad Vashem die 
Errichtung eines Education Centers außerhalb Israels – und zwar in Deutschland. 
Dieser zentrale Bildungs- und Erinnerungsort soll dazu dienen, die 
Auseinandersetzung mit der Shoah für kommende Generationen lebendig zu halten 
und der Verharmlosung oder Verzerrung des Holocaust entgegenzuwirken. Mehrere 
Bundesländer haben ihr Interesse bekundet; Bayern, Nordrhein-Westfalen und 
Sachsen wurden nach einer Machbarkeitsstudie in enger Abstimmung mit Yad

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Vashem und der Bundesregierung in die engere Auswahl als Standort einbezogen. 
Die Landesregierung NRW strebt an, den Zuschlag zu erhalten, und Düsseldorf 
möchte in diesem Fall als Standortstadt für das Bildungszentrum fungieren. Mit dem 
vorliegenden Beschluss soll diese Bewerbung der Landeshauptstadt auf eine breite 
politische Basis gestellt und der Verwaltung der entsprechende Arbeitsauftrag erteilt 
werden.
 
2. Ausgangslage
Die Erinnerung an die Shoah und die Vermittlung ihrer Lehren sind unverzichtbar für 
unsere Demokratie. Angesichts einer zuletzt dramatischen Zunahme antisemitischer 
Vorfälle in Deutschland und der Tatsache, dass bald keine Zeitzeugen mehr aus 
erster Hand berichten können, gewinnt die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus 
weiter an Bedeutung. Die internationale Gedenkstätte Yad Vashem steht 
exemplarisch für dieses Gedenken und leistet mit ihrer Forschungs- und 
Bildungsarbeit einen zentralen Beitrag im Kampf gegen Antisemitismus, Hass und 
Geschichtsvergessenheit.
Vor diesem Hintergrund unterstützt auch die Bundesregierung das Vorhaben Yad 
Vashems, ein erstes Yad Vashem Education Center in Deutschland aufzubauen. In 
einer bundesweiten Machbarkeitsstudie wurden gemeinsam mit Yad Vashem 
mögliche Standortländer geprüft. Als Ergebnis kamen drei Bundesländer – Bayern, 
Nordrhein-Westfalen und Sachsen – in die engere Auswahl. Die Entscheidung über 
den künftigen Standort soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 fallen. Das 
geplante Bildungszentrum wird als ein Leuchtturm der Holocaust‐Education in 
Deutschland und Europa gesehen, mit bundesweiter und europäischer Reichweite 
und Wirkungskraft.
Nordrhein-Westfalen verfügt über eine herausragende Landschaft an Bildungs- und 
Gedenkeinrichtungen und pflegt seit Jahren eine enge Partnerschaft mit Yad Vashem.
Diese Zusammenarbeit – erstmals 2014 vereinbart und 2025 erneuert – 
unterstreicht den festen Willen des Landes, aus der Geschichte Verantwortung zu 
übernehmen. Vor diesem Hintergrund haben alle demokratischen Fraktionen im 
Landtag NRW am 18.11.2025 einen gemeinsamen Antrag (Drucksache 18/16484) 
gestellt, der die Landesregierung auffordert, die Bewerbung Nordrhein-Westfalens als
Standort mit Nachdruck voranzutreiben. Der Landtag stellte fest, dass das Vorhaben 
von einem breiten gesellschaftlichen und politischen Rückhalt in NRW getragen wird 
(Regierung, Parlament, Religionsgemeinschaften, Gedenkstätten, Wissenschaft, 
Zivilgesellschaft). Zugleich wurde die Landesregierung beauftragt, potenzielle 
Standortkommunen frühzeitig in Vorbereitung, Ausgestaltung und Umsetzung 
einzubinden. 
In Nordrhein-Westfalen haben mehrere Kommunen Interesse angemeldet, Gastgeber
für das Yad Vashem Education Center zu werden – darunter ausdrücklich die 
Landeshauptstadt Düsseldorf. Anfang Dezember 2025 besuchte eine Delegation von 
Yad Vashem, begleitet von der Staatskanzlei NRW, verschiedene Orte in NRW, um 
mögliche Standorte in Augenschein zu nehmen. 
Am 8.12.2025 empfing Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller die Delegation in 
Düsseldorf. Er warb dabei nachdrücklich für Düsseldorf als Standortkommune und 
stellte als konkretes Angebot die Immobilie des Jungen Schauspiels an der 
Münsterstraße in Aussicht. Die Räumlichkeiten des Jungen Schauspiels werden 
perspektivisch frei und gelten als geeignet, ein Bildungs- und 
Dokumentationszentrum aufzunehmen. Düsseldorf verfügt überdies bereits über eine

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gefestigte Erinnerungskultur: So unterhält die Stadt mit der Mahn- und Gedenkstätte
Düsseldorf seit 1987 ein eigenes Institut, das als Museum und Lernort der 
Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes in der Stadt gewidmet ist. Die Etablierung 
eines Yad Vashem Education Centers würde die lokale und regionale Gedenk- und 
Bildungsarbeit somit ideal ergänzen und auf eine europäische Ebene heben.
 
3. Geplante Maßnahmen
Mit dem oben formulierten Beschluss soll der politische Wille der Landeshauptstadt 
Düsseldorf bekräftigt werden, die Ansiedlung des Yad Vashem Education Centers in 
Nordrhein-Westfalen nach Kräften zu unterstützen und Düsseldorf als Standort 
anzubieten. Die breite Zustimmung des Rates würde ein wichtiges Signal senden, 
dass die gesamte Stadtpolitik hinter der Bewerbung steht. Durch die offizielle 
Willensbekundung des Rates soll die Landesregierung NRW zusätzliche 
Rückendeckung bei ihren Verhandlungen mit Yad Vashem erhalten. 
Zudem wird die Verwaltung der Landeshauptstadt beauftragt, in Abstimmung mit der
Staatskanzlei alle notwendigen Schritte einzuleiten, um Düsseldorfs Bewerbung zu 
untermauern und im Falle eines Zuschlags die Ansiedlung des Education Centers 
vorzubereiten. Dies umfasst insbesondere die Bereitstellung der vorgeschlagenen 
Immobilie an der Münsterstraße sowie gegebenenfalls weitere unterstützende 
Maßnahmen (z.B. infrastrukturelle oder planungsrechtliche Vorbereitungen) in 
Zusammenarbeit mit dem Land. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Düsseldorf 
im Auswahlverfahren als bestens vorbereiteter und engagierter Standort auftritt und 
bei Erfolg zügig mit der Umsetzung begonnen werden kann.
4. Finanzielle Auswirkungen:
o  Ja  ☒ Nein
Mit dem Beschluss sind derzeit keine finanziellen Auswirkungen verbunden. Derzeit 
beschränkt sich die städtische Beteiligung auf konzeptionelle und koordinative 
Beiträge im Rahmen der Bewerbung, welche im laufenden Arbeitsaufwand der 
Verwaltung aufgefangen werden können.

Beratungsverlauf (2)

11.12.2025 Rat
TOP 76 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.02.2026 Bezirksvertretung 6
TOP 23 Kenntnisnahme
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
RAT/449/2025
Typ
Beschlussvorlage
Datum
10.12.2025
Erstellt
10.12.2025 10:29