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3789/2018

Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Ostheim und Neubrück"

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 13.12.2018

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.02.2019, TOP 10.27

Anlage 0 Ostheim und Neubrück

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Anlage 1 ISEK Ostheim Neubrück mit Maßgaben

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2 Kostenübersicht Ostheim Neubrück mit Maßgaben

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Anlage 3 Auszug aus der BV 8 vom 07.02.2019

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Anlage 0 Ostheim und Neubrück

862 Zeichen

Anlage 0 
Mit der Vorlage 3789 / 2018 beabsichtigt die Verwaltung den Beschluss des Integrierten 
Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ im Rahmen 
des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ durch den Rat zu erwirken. Das Leitkonzept 
zum Gesamtprogramm wurde am 20.12.2016 vom Rat beschlossen (Vorlage 2899 / 2016).  
Mit dem Ratsbeschluss über das ISEK „Ostheim und Neubrück“ wird die Verwa ltung in die 
Lage versetzt, Förderanträge für die Städtebauförderung zu stellen, welche einen wichtigen 
Förderzugang für dieses Programm bildet. 
Aufgrund der komplexen förderrechtlichen Rahmenbedingungen und den damit verbundenen 
verwaltungsinternen Abstim mungserfordernissen wird die Vorlage den politischen Gremien 
zu Beginn der Beratungsfolge verfristet vorgelegt, da die Ratssitzung am 14.02.2019 erreicht 
werden muss.

Anlage 1 ISEK Ostheim Neubrück mit Maßgaben

217425 Zeichen

Starke Veedel – Starkes Köln               November 2018 
 
 
 
Starke Veedel – Starkes Köln 
Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten 
 
Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den  
Sozialraum „Ostheim und Neubrück“

2 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 
 
 
Kontakt / Impressum 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Willy-Brandt-Platz 2 
50679 Köln 
 
Telefon 0221 / 221-22267 
stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum  „Ostheim und Neubrück“ 3 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Mein Standpunkt 
 
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger in Ostheim und Neubrück, 
 
jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichberechtigte Chance haben, am gesellschaftli-
chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln der Kölner 
Stadtgesellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und 
Ausbildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung 
in einem lebenswerten, attraktiven Veedel. Das aufgeschlossene und gute Zusammenleben 
im Veedel ist ein wichtiges Fundament für eine sozialgerechte Stadtentwicklung. 
 
Ich freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lntegrierten Handlungskonzept ein Programm für 
lhr Veedel vorlegen zu können, das insbesondere die Lebenslage der von Armut bedrohten 
oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den Blick nimmt. Der soziale Ausgleich in unse-
rer Stadt ist keine Kür, sondern eine Pflichtaufgabe! Nur so können wir für Kinder und Ju-
gendliche, für ältere Menschen, für Alleinerziehende, Geringerqualifizierte oder Langzeitar-
beitslose ein Miteinander auf Augenhöhe wahren. 
 
Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekten und Maßnahmen kommen wir die-
sem Leitbild in den nächsten Jahren ein gutes Stück näher. Das Programm enthält Maß-
nahmen zur Verbesserung des Bildungsangebots für Kinder und Jugendliche, aber auch für 
Erwachsene, Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte so-
wie beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Enthalten sind auch 
Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen und Investitionen in die örtliche Infrastruktur, mit 
denen ihr Veedel attraktiver werden soll. 
 
Ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und zu beteiligen. Seien Sie dabei, wenn es 
zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht oder nutzen Sie die Fördermöglichkeiten 
für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum geht, eine neue berufliche Perspektive zu 
entwickeln. Seien Sie dabei, denn es geht um Ihr Veedel! 
 
Henriette Reker 
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Vorwort 
 
 
Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. 
Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht.  
 
Die ausgewogene Entwicklung aller Ve e-
del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. 
Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt 
als auch für die soziale Balance in der 
Stadt. Hierfür müssen wir die individuellen 
Potenziale der unterschiedlichen Räume 
erkennen und frühzeitig fördern. 
 
Die Stellschrauben der Quartiersentwic k-
lung sind dabei vielfältig. Die im Integrie r-
ten Handlungskonzept „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ vorgeschlagenen Maßna h-
men widmen sich sowohl der Gestaltung 
des öffentlichen Raumes, als auch sozi a-
len Themen wie Prävention, Bildung, Qu a-
lifizierung sowie dem Klimaschutz und der 
Umweltgerechtigkeit.  
 
Unter breiter Beteiligung vor Ort wurde 
das Programm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ entwickelt, in das sich das vorli e-
gende Integrierte Handlungskonzept für 
den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ 
einordnet. 
 
Der zentrumsnahe Sozialraum „Ostheim 
und Neubrück“ ist durch eine überwiege n-
de Wohnnutzung geprägt. Städtebauliche 
und sozial -integrative Handlungsbedarfe 
sind im Sozialraum deutlich erkennbar. Mit 
der Neugestaltung des Platzes an St. 
Adelheid im Rahmen eines partizipativen 
Verfahrens wird unter anderem die Mitte 
Neubrücks eine Aufwertung erfahren.   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Quartiersentwicklung in „Ostheim und 
Neubrück“, wie in allen elf Sozialräumen, 
stellt uns in den kommenden Jahren vor 
vielschichtige Herausforderungen. Mit dem 
vorgesehen Maßnahmenpaket werden die 
Kräfte aus unterschiedlichen Handlung s-
feldern in einem Ansatz gebündelt. Ich bin 
mir sicher, dass wir durch diesen integrier-
ten Ansatz der Quartiersentwicklung einen 
guten Schritt für d ie Stadtteile nach vorne 
machen. 
 
 
Ihr  
 
 
Markus Greitemann

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 5 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Kurzfassung ................................ ................................ ................................ ............... 6 
2. Einordnung in das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ..............................  8 
3. Analyse ................................ ................................ ................................ ..................... 15 
3.1 Demographische, soziale und Bildungssituation ................................ ...................17 
3.2 Öffentlicher Raum und Verkehr ................................ ................................ .............20 
3.3 Wirtschaft ................................ ................................ ................................ ..............26 
3.4 Ökologie und Klima ................................ ................................ ............................... 27 
3.5 Wohnen ................................ ................................ ................................ ................29 
3.6 Stärken- und Schwächenanalyse ................................ ................................ ..........32 
4. Ableitung der Handlungsbedarfe ................................ ................................ ............ 33 
5. Konzeptioneller Ansatz ................................ ................................ ............................ 37 
6. Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .............. 43 
6.1 Maßnahmenblätter ................................ ................................ ............................... 45 
6.2 Rahmenplan – städtebauliche Einordnung ................................ ...........................95 
7. Umsetzungsplanung ................................ ................................ ................................  98 
8. Anhang ................................ ................................ ................................ .....................103

6 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
1. Kurzfassung  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ wird ein breites Maßnahmenbündel im 
Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ umgesetzt. Die Stadt Köln  möchte die Chancen der 
aktuellen Förderperiode nutze n und reagiert damit auf den gemeinsamen Projektaufruf der 
europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER in Nordrhein -Westfalen. Der Schwe r-
punkt des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ liegt auf der präventiven und 
nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und auf der Bekämpfung v on 
Armut und Ausgrenzung. Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und 
Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden.  
Dabei verfolgt das Programm einen integrierten Ansatz und nimmt verschiedene Handlungs-
felder der Quartiersentwicklung  in den Blick. Das Handlungsspektrum reicht von sozial -
integrativen Ansätzen, der Stärkung der Bildung und Qualifizierung über die Gestaltung des 
öffentlichen Raumes und des Wohnumfeldes sowie den Themen Klima und Umwelt bis hin 
zur Stärkung der Teilhabe und Mitwirkung vor Ort. Denn eine langfristig ausgerichtete Quar-
tiersentwicklungsstrategie kann nur unter Einbezug der verschiedenen Faktoren, die das 
tägliche Leben der Menschen vor Ort wesentlich beeinflussen, erfolgen. 
Für die Umsetzung ist der Einsatz verschiedener Förderprogramme  vorgesehen; insbeson-
dere der Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Europäischer Fonds für regionale En t-
wicklung (EFRE) sowie die Städtebauförderung.  Mit dem Ziel die sozialraumorientierte 
Stadtentwicklung zu stärken sind zum einen sozialraumspezifische M aßnahmen und zum 
anderen sozialraumübergreifende Maßnahmen vorgesehen.  
Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ ist im Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
einer der elf Kölner Sozialräume, die bereits seit mehr als 10 Jahren durch die Sozialrau m-
koordination unterstützt werden. Der Sozialraum zählt mit rund 21.150 Einwohnerinnen und 
Einwohnern zu den größeren Sozialräumen, wobei sich die Einwohnerzahlen circa zur Hälfte 
auf den Stadtteil Ostheim und Neubrück verteilen. Der Sozialraum liegt im rechtsrheinischen 
Köln im Stadtbezirk Kalk. Während der Stadtteil Ostheim durch eine gemischte Siedlung s-
struktur mit Gebäuden aus verschiedenen Dekaden gekennzeichnet ist, entstand Neubrück 
im Gegensatz dazu als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er Jahre . In beiden Stadtteilen 
finden sich Hochhaussiedlungen, die eine besondere Herausforderung darstellen – sowohl in 
sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht. 
Die Bevölkerungs- und Sozialstruktur ist im Sozialraum sehr unterschiedlich. Insbesondere 
die Geschosswohnungsbereiche sind durch einen hohen Anteil an Personen mit Migration s-
hintergrund, einen hohen Jugendquotienten und einen hohen Anteil an Transferleistungsb e-
zieherinnen und -beziehern geprägt, während zum Beispiel die Bungalow - und Reihenhaus-
gebiete durch einen überdurchschnittlichen Altenquotient en gekennzeichnet sind. Die hete-
rogene Sozialstruktur bietet wertvolle Ansätze zur Stabilisierung des Sozialraumes.  
In der Gesamtschau zeigen sich im Sozialraum vielfältige Bedarfe in den folgenden Han d-
lungsfeldern:  
 
1. Früh ansetzende Hilfen:  
a. Stabilisierung der Sozialstruktur  
b. Unterstützung bei der Integration 
c. Beratungs- und Unterstützungsangebote 
d. Sicherung der Teilhabechancen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 7 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
2. Öffentlicher Raum 
a. Aufenthaltsqualitäten und Barrierefreiheit optimieren;  
insbesondere am Marktplatz Neubrück  
b. Spiel- und Bewegungsräume schaffen 
c. Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung 
 
3. Wirtschaft und Qualifizierung 
a. Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialraums als Beschäftigte gewinnen  
b. Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt 
c. Optionen zur Stärkung der Nahversorgungslage in Neubrück 
 
4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
a. Freiflächen aufwerten  
b. Informations- und Beratungsangebote zum Klimawandel schaffen  
c. Entsiegelung von Flächen 
 
5. Wohnen 
a. Aktivierung der Eigentümerschaft  
b. Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Bewohnerinnen und Bewo h-
ner für ihr Wohnquartier / Verbesserung des Wohnumfeldes 
 
Der Rahmenplan auf Seite 97 verdeutlicht das vorgesehene Maßnahmenbündel im Pr o-
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ für den Sozialraum und greift auch die wesentlichen 
Handlungsgansätze, Planungen und Projekte außerhalb des Programms auf.

8 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
2. Einordnung in das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“1 
Im Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ stehen die elf Kölner Sozialräume im Mitte l-
punkt. Die Stadt Köln reagiert hiermit auf den Aufruf des Landes „Starke Menschen – Starke 
Quartiere“ und nutzt die Chancen der aktuellen EU-Förderperiode.  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ baut die Stadt Köln auf den Erfahrungen 
aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 auf und strebt erstmals die systematische 
Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, quartiersorientierten Handlungsansatzes in 
einem Programmgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Diesem Ansatz liegt die Leitfrage 
zugrunde, wie Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Faktoren 
zum Gelingen beitragen und w ie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in die Quartier s-
entwicklung eingebunden werden können.  
In einem fachübergreifenden und integrierten Ansatz wurde ein breites Maßnahmenbündel 
entwickelt. Dieses Maßnahmenbündel setzt für elf Sozialräume ein vergleichbares Vorgehen 
um, geht dabei jedoch explizit auf die Bedarf e und Erfordernisse vor Ort ein. Ziel ist es eine 
Entwicklungsstrategie auf gesamtstädtischer Ebene im Sinne der Präventionskette zu eta b-
lieren. 
Dabei verfolgt das Programm insgesamt das Ziel , verbesserte Lebensbedingungen für die 
Menschen zu schaffen. Mit Blick auf eine langfristig ausgerichtete Quartiersentwicklungsstra-
tegie wird somit ein wichtiger Beitrag gegen Ungleichgewichte und kleinräumige Polarisi e-
rung umgesetzt. Dabei rückt d ie Quartiersebene in den Mittelpunkt des (städtischen) Ha n-
delns und die Maßnahmen setzen unmittelbar in den Veedeln – dem direkten Lebensumfeld 
der Menschen – an.  
Für die Verbesserung der Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner ist eine int e-
grierte Betracht ung der verschiedenen Themenfelder der Stadtentwicklung, wie Wohnen, 
Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Soziales, Bildung, Gesundheit, Mobilität, Öffentlicher Raum, Klima, 
Umwelt und Grün besonders wirkungsvoll. Daher werden auch bestehende und derzeit in 
der Entwi cklung befindliche Konzepte der Stadt Köln in dem Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ aufgegriffen und dementsprechend Maßnahmen priorisiert und aneinander 
angepasst.  
 
Leitkonzept bildet den Rahmen des Programms 
Das vorliegende Integrierte Stadtentwicklungkonzept (ISEK) ist Bestandteil des Leitkonzep-
tes „Starke Veedel – Starkes Köln“, das im November 2016 durch die Interministerielle A r-
beitsgruppe des Landes Nordrhein -Westfalen anerkannt und am 20. Dezember 2016 vom 
Rat der Stadt Köln beschlossen wurde  (vgl. Vorlagennummer 2899/2016).  Es bildet die 
Grundlage für die Beantragung von Mitteln der Städtebauförderung. 
Bereits seit 2006 ist die Stadt Köln in den elf Sozialräumen mit dem Programm "Lebenswerte 
Veedel – Sozialraum- und Bürgerorientierung" aktiv, durch das zahlreiche Vorhaben realisiert 
oder angestoßen wurden. Die Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren 
sind für die Menschen und Institutionen in den Veedeln zu festen Ansprechpartnerinnen und 
                                                
1 Das vorliegende sozialraumspezifische ISEK basiert auf dem Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes 
Köln“. Im Leitkonzept sind der Hintergrund zum Programm sowie die Einbettung des Programms in die 
Landes- und EU-Schwerpunkte detaillierter dargelegt. Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die 
Einordnung in das Gesamtprogramm.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 9 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Ansprechpartnern geworden.  Sie fungier en als „Informationsdrehscheibe“ und Bindeglied 
zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Verbänden und Bewohnerschaft. Sie unterstütz en 
oder initiier en Kooperations- und Vernetzungsstrukturen im Sozialraum, nutz en diese, um 
besondere Bedarfslagen zu identifizieren, und entwickel n gemeinsam mit den Diensten und 
Einrichtungen der freien Träger vor Ort bedarfsge rechte Projekte und Maßnahmen. Auf di e-
sem Ansatz und den bereits etablierten Strukturen wird mit dem Program m „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ aufgebaut.  
 
Karte 1: Übersicht über die elf Sozialräume des Programms  
"Lebenswerte Veedel - Lebenswertes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Umsetzung des integrierten Ansatzes und Handlungsfelder  
Mit dem integrierten Ansatz des Programms finden verschiedene Handlungsfelder Berück-
sichtigung, sodass eine umfassende und langfristig ausgerichtete Quartiersentwicklungsstra-
tegie für die Sozialräume entsteht.  
Bereits im Leitkonzept sind für das  Programm fünf Handlungsfelder zugrunde gelegt, die 
auch für die sozialraumspezifischen ISEKs den Rahmen bilden: 
1. Früh ansetzende Hilfen 
2. Öffentlicher Raum 
3. Wirtschaft und Qualifizierung 
4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
5. Wohnen

10 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Die Handlungsfelder zeigen die Themenbreite und das Wirkungsspektrum des Programms 
auf. Zwischen den Handlungsfeldern ergeben sich Wirkungszusammenhänge, die bei der 
Umsetzung entsprechend berücksichtigt werden müssen. Zum einen werden sinnvolle S y-
nergien deutlich, zum anderen können aber auch Zielkonflikte entstehen.  
Mit Blick auf das oftmals „versäult“ ausgerichtet e (städtische) Handeln ist eine wirkungsvolle 
Zusammenführung und Steuerung der einzelnen Handlungsansätze erforderlich. Das Pr o-
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet vor diesem Hintergrund einen wichtigen Beitrag 
zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung und intensiviert diesen stadtweiten Ansatz in 
den nächsten Jahren.  
 
Gebietsauswahl und methodische Vorgehensweise 
Die Grundlage für die Auswahl der elf Kölner Sozialräume bildet die bestehende Gebietsab-
grenzung des Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in 
Köln“ (vergleiche Karte 2). Mit Hilfe des „Monitorings Stadtentwicklung“2 wurde geprüft, ob es 
sich weiterhin um Gebiete mit besonderen Handlungserfordernissen handelt.  
Im Ergebnis zeigt sich, dass die elf Sozialräume des Programms „Lebenswerte Veedel“ zu 
den Gebieten mit besonderen Handlungserfordernissen zählen. Die Sozialräume sind de m-
nach im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittlich stark von sozialer Benachteiligung 
betroffen und entsprechen den im Aufruf „Starke Menschen – Starke Quartiere“ geforderten 
Kriterien zur Auswahl des Programmgebietes.  
 
 
Exkurs: Monitoring Stadtentwicklung 
Das Monitoring Stadtentwicklung beobachtet systematisch die Entwicklung der Gesamtstadt Köln und 
ihrer Teilräume. Betrachtet werden in einer einheitlichen Vorgehensweise (Indexwerte) verschiedene 
Themenfelder, wie zum Beispiel Soziale Lage, Demographischer Wande l oder Wohnen.  
Für die Auswahl der elf Sozialräume 
wurde der Index „Soziale Lage“ z u-
grunde gelegt, der die wir tschaftli-
chen, politisch -kulturellen und g e-
sundheitlichen Aspekte von Benac h-
teiligung berücksichtigt. Er setzt sich 
zusammen aus verschiedenen Statis-
tikdaten sowie aus Ergebnissen der 
Umfrage „Leben in Köln“ und berüc k-
sichtigt somit sowohl „harte“ statist i-
sche Daten als auch „subjektive“ Ei n-
schätzungen der Befragten.  
Der Index „Soziale Lage“ wird durch 
die Vielfalt an Indikatoren der Tatsa-
che gerecht, dass sich Benachteili-
gung in weit mehr als nur monetären 
Aspekten widerspiegelt. 
Zusammensetzung des Indexes „Soziale Lage“ 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
                                                
2 Das Monitoring Stadtentwicklung wird kontinuierliche fortgeführt. Die Daten des Monitoring Stad t-
entwicklung werden jährlich aktualisiert.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 11 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 2: Programmgebiet (Sozialräume) „Starke Veedel – Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

12 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklung des Programms  
Die Erstellung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der ISEKs für die elf  
Sozialräume erfolgte im Sinne des integrierten Ansatzes unter intensiver Beteiligung der ver-
schiedenen Fachbereiche innerhalb der Stadtverwaltung sowie unter Einbezug weiterer A k-
teure (z. B. Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren, Jobcenter, GAG I m-
mobilien AG, Regionalagentur Region Köln und der für die regionale Zusammenarbeit z u-
ständige Verein „Region Köln / Bonn e.V.“).  
Für die Konzepterstellung wurden die folgenden fünf themenspezifische Arbeitsgruppen g e-
bildet, die dezernats- und ämterübergreifend zusammengearbeitet haben: 
 AG 1: Früh ansetzende Hilfen 
 AG 2: Öffentlicher Raum 
 AG 3: Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen 
 AG 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
 AG 5: Sozialraumorientierung als Strategie der Stadtentwicklung 
 
Zur inhaltlichen Zusammenführung und Qualifizierung des Programms fanden zwei Wor k-
shops statt.  
In einem ersten Workshop am 27. April 2015 stand die Qualifizierung der Bestandsanalyse 
im Mittelpunkt. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Fachdienststellen, dem 
Jobcenter, der Sozialraumkoordination, den Bürgerämtern und der GAG Immobilien AG qua-
lifizierten die vorliegenden Ergebnisse, stellten Querbezüge her und zeigten Schnittstellen zu 
anderen Themenbereichen auf.  
In einem zweiten Workshop am 27. Mai 2015 wurden die Maßnahmen qualifiziert. Rund 180 
Maßnahmen und Projekte konnten somit in die Vorbereitung des Workshops einfließen. 
Nicht alle Ideen konnten berücksichtigt werden, da sie teilweise nicht in dem Förderzeitraum 
umsetzbar sind, keinen oder nur einen geringen Beitrag zur Zielerreichung leisten, oder aber 
nicht ausreichend qualifiziert worden waren. Schlussendlich wurden mehr als 70 Proje k-
tideen für die Bewohnerveranstaltung herausgearbeitet.  
 
Öffentlichkeitsbeteiligung  
Den Auftakt und damit ersten Baustei n zur Öffentlichkeitsbeteiligung bildete die Veransta l-
tung am 1. Juni 2015 im Forum der Volkshochschule. Das Ziel dieser Auftaktveranstaltung 
lag darin, über das Programm und die geplanten Projekte zu informieren, Meinungen der 
Bewohnerschaft einzuholen un d weitere Ideen aufzunehmen. Die Bewohnerinnen und B e-
wohner der elf Programmgebiete sowie weitere Teilnehmende hatten damit die Möglichkeit, 
an der Erstellung und Qualifizierung des Maßnahmenprogramms für ihren Sozialraum aktiv 
mitzuwirken. Rund 250 Teilne hmende haben sich hier aktiv in das Programm eingebracht, 
vorhandene Ideen bewertet und Ideen für Maßnahmen entwickelt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 13 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 1: Öffentlichkeitsveranstaltung am 01. Juni 2015 
 
Quelle: Stadt Köln (Fotos: Abbis Photodesign) 
Auch im weiteren Prozess nimmt die Beteiligung der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert 
ein. So werden unter anderem i m Rahmen der sozialraumspezifischen ISEKs Öffentlic h-
keitsbeteiligungen in den jeweiligen Sozialräumen parallel zur politischen Beratung und Be-
schlussfassung umgesetzt. In diesen Veranstaltungen steht noch einmal das gesamte Ma ß-
nahmenbündel im Mittelpunkt. Erste sozialraumspezifische Veranstaltungen, z. B. im Sozial-
raum „Meschenich und Rondorf“, wurden bereits durchgeführt. 
Des Weiteren sind maßnahmenbezogene Beteiligungsformate vorgesehen (z. B. zu Planu n-
gen von baulichen Maßnahmen) und die Öffentlichkeit wird kontinuierlich in die Program m-
umsetzung einbezogen, sodass während des gesamten Umsetzungszeitraums die Möglic h-
keit besteht, sich aktiv einzubringen oder zu informieren.  
 
Umsetzung des Programms  
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen 
Sozialräume und der Themenvielfalt komplex, sondern sieht aufgrund dieser Vielfalt auch 
verschiedene Förderzugänge vor. Zu nenne n sind insbesondere der Europäische Sozia l-
fonds (ESF) und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie die Städte-
bauförderung. Diese Förderzugänge werden punktuell um weitere Fördermöglichkeiten (z. B. 
Sonderaufrufe) ergänzt. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Herangehensweisen und 
Anforderungen.  
Den Rahmen für die Umsetzung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet das 
vom Land NRW anerkannte und vom Rat der Stadt Köln beschlossene Leitkonzept. Auf die-
ser Grundlage können Förderanträge und entsprechende Projekte des ESF und des EFRE 
beantragt werden. Erste Maßnahmen mit einer Förderung über den ESF konnten begonnen 
werden, sodass in allen Sozialräumen Maßnahmen des Programms gestartet sind. Weitere  
Förderanträge befinden sich derzeit in der Abstimmung mit dem Land.  
Mit dem Ratsbeschluss zum Leitkonzept a m 20.12.2016 ist die Festlegung der Sozialräume 
als Soziale Stadt Gebiet gemäß § 171 E Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) erfolgt.  
Die sozialraumspezifischen ISEKs bilden die Grundlage für die Beantragung und den Einsatz 
von Städtebaufördermitteln. Die Städtebauförderung bildet einen wichtigen Baustein für die 
Umsetzung von baulich-investiven Maßnahmen sowie flankierenden beteiligungsorientierten

14 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Maßnahmen. Für die Erstellung der sozialraumspezifischen ISEKs wurde ein gestaffeltes 
Verfahren beschlossen. Erste Einzelkonzepte wurden bereits erstellt, seitens des Landes 
anerkannt und vom Rat der Stadt Köln beschlossen3. Auf dieser Grundlage wurden Förde r-
anträge gestellt und bewilligt.  
  
                                                
3 Folgende sozialraumspezifische ISEKs wurden am 18.05.2017 durch den Rat beschlossen:  
 Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
 Meschenich und Rondorf  
 Mülheim-Nord / Keupstraße und Buchheim / Buchforst als Fortführung von MÜLHEIM 2020  
Folgende  sozialraumspezifische ISEKs wurden am 28.09.2017 durch den Rat beschlossen:  
 Humboldt/Gremberg und Kalk 
 Bickendorf, Westend und Ossendorf

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 15 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3. Analyse4 
Die Bestandsanalyse verdeutlicht die aktuelle Situation im Sozialraum „Ostheim und Ne u-
brück“ und nimmt die folgenden zentralen Themenbereiche in den Blick:  
 Demographische, soziale und Bildungssituation 
 Öffentlicher Raum  
 Wirtschaft 
 Ökologie und Klima  
 Wohnen 
Im Rahmen der Analyse wird grundsätzlich der Anspruch verfolgt, die jeweiligen Ist-Zustände 
innerhalb der Themenbereiche abzubilden. Wenn auch nicht alle Erkenntnisse in diesem 
Konzept in Maßnahmen überführt werden können, bildet die Analyse eine Grundlage für wei-
terführendes städtisches und privates Handeln im Sozialraum. Ebenso wird eine Fortschrei-
bung des ISEKs von dieser Grundlage ausgehen.  
  
                                                
4 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren beziehen sich – sofern nicht anders angegeben auf das 
Jahr 2016 (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik).   
In der Analyse wird sich auf einzelne Quartiere innerhalb des Sozialraums bezogen. Eine Übersicht der Quar-
tiersabgrenzung ist dem Anhang zu entnehmen.

16 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Im Überblick 
Der Sozialraum liegt im rechtsrheinischen  Köln im Stadtbezirk Kalk. Ostheim ist durch eine 
gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus verschiedenen Dekaden gekennzeichnet. 
Der Stadtteil Neubrück hingegen wurde als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er Jahre 
gebaut. Beide Stadtteile verfügen üb er Hochhaussiedlungen, die eine besondere Herausfo r-
derung darstellen – sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht. 
Die Sozialstruktur im Sozialraum ist sehr unterschiedlich. Insbesondere die Geschosswoh-
nungsbereiche kennzeichnen sich durch einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshi n-
tergrund, einen hohen Jugendquotienten und einen hohen Anteil an Transferleistungsbezi e-
herinnen und –Beziehern aus. Anhand dessen werden Unterstützungsbedarfe im Bereich 
Qualifizierung und Bildung deutlich. Die Bungalow- und Reihenhausgebiete sind durch einen 
überdurchschnittlichen Altenquotient en gekennzeichnet. Insgesamt zeigen sich im Sozia l-
raum „Ostheim und Neubrück“ verschiedene Handlungsbedarfe, aber auch Potenziale für die 
weitere Entwicklung des Sozialraumes.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 17 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.1 Demographische, soziale und Bildungssituation  
Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist in seiner Struktur sehr heterogen. Es zeigen sich 
hinsichtlich der Bevölkerungs- und Sozialstruktur deutliche Unterschiede zwischen den Quar-
tieren mit Geschosswohnungsbauten und den Quartieren mit Ein- und Zweifamilienhäusern.  
Insbesondere die Ein- und Zweifamilienhausgebiete zeichnen sich durch eine stabilere Sozi-
alstruktur aus, sind aber durch eine n höheren Anteil an älterer Bevölkerung  geprägt. Dahin-
gegen sind in den Quartieren mit Geschosswohnungsbau deutliche Handlungsbedarfe , die 
auf den Abbau von sozio -ökonomischer Benachteiligung zielen,  erkennbar. Vor allem das 
Quartier Gernsheimer Straße in Ostheim ist durch einen hohen Anteil an Personen mit Mig-
rationshintergrund und gleichzeitigem Transfereinkommensbezug geprägt.  
In der Gesamtschau liegen die Kennwerte zur Sozialstruktur über dem gesamtstädtischen 
Durchschnitt, so dass Handlungsbedarfe erkennbar sind. Die heterogene Sozialstruktur bie-
tet wertvolle Ansätze zur Stabilisierung des Sozialraumes. 
 
Tabelle 1: Übersicht zur Bevölkerung und Sozialstruktur im Sozialraum  
 
Quelle: Stadt Köln  
 
Bevölkerungsstruktur 
Der Sozialraum zählt mit rund 21.150 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größeren 
Sozialräumen, wobei sich die Einwohnerzahlen circa zur Hälfte auf den Stadtteil Ostheim 
und Neubrück verteilen. Die Bevölkerungsdichte bewegt sich mit rund 82 Personen je Hektar 
im Mittelfeld.  
Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass sowohl der Jugendquotient (36,6) über dem städti-
schen Durchschnitt (24,2) liegt, als auch der Altenquotient (Sozialraum 31,6; Stadt Köln 
26,4). Dementsprechend leben im Sozialraum sowohl überdurchschnittlich viele K inder und 
Jugendliche und gleichzeitig auch mehr Einwohnerinnen und Einwohner über 65 Jahren.  
Bei kleinräumiger Betrachtung wird deutlich, dass in einigen Quartieren besonders viele Ki n-
der und Jugendliche leben. Dies betrifft insbesondere die Geschosswohn ungsgebiete. So 
beträgt der Anteil der Personen unter 18 in der Siedlung Gernsheimerstraße fast die Hälfte 
(Jugendquotient 48,1) und in der Siedlung Buchheimer Weg über ein Drittel (Jugendquotient 
41,5).  
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient *
Altenquotien
t ** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote
***
Betreuungs-
quote U10 
****
 Gymnasi-
astenquote 
*****
insgesamt Quote
2007 19.400 50,6 34,1 35,4 4.470 29,5 1.389 43,8 350 8,6 52,8 * 1.617 20,0
Entwicklung 
2007 bis '15 1.741 11,6 2,5 -3,8 684 0,6 297 0,5 232 6,1 x x -84 -4,8
2016 21.141 62,2 36,6 31,6 5.154 30,1 1.686 44,3 582 14,7 * 25,7 1.533 15,2
Stadt Köln 
2016 37,8 24,2 26,4 13,1 31.300 21,4 14.342 7,6 0,0 39,9 46.411 8,1
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
2007 8.329 26,7 22,9 27,8 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
Entwicklung 
2007 bis '16 688 0,5 2,9 -1,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz
2016 9.017 27,2 25,8 26,6 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9
Stadt Köln 
2016 18,5 23,0 23,0
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Ostheim und Neubrück
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose
Haushalte
Einwohnerstruktur

18 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Dahingegen sind die Quartiere Bungalowsiedlung (Altenquotient 66,6) und Neubrück Re i-
henhäuser-Mitte (Altenquotient 68,1) durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Pe r-
sonen über 65 Jahre gekennzeichnet.  
Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner, die über einen Migrationshintergrund verf ü-
gen, ist mit  etwa zwei Drittel (62 Prozent) im Mittel des gesamten Sozialraums hoch (Stadt 
Köln 37,8 Prozent). Bei den unter 18 Jährigen beläuft sich der Anteil sogar auf rund 80 Pr o-
zent (Stadt Köln 53,4 Prozent).  
Die heterogene Struktur im Sozialraum wird anhand der  unterschiedlichen Verteilung deu t-
lich. Besonders auffällig ist die Siedlung Gernsheimer Straße. Hier haben rund 90 Prozent 
der Bewohnerschaft einen Migrationshintergrund.  
Dahingegen ist dieser Wert m it über einem Drittel in den Quartieren Buchheimer Weg  in 
Ostheim, Neubrück Geschosswohnen Nord und Süd ähnlich zum Durchschnitt der Gesam t-
stadt Köln. In den Quartieren Ostheim Süd, Bungalow -Siedlung und Neubrück Reihenhaus 
Mitte fällt der Anteil der Bewohnerschaft mit Migrationshintergrund geringer aus und li egt 
ebenfalls etwa auf städtischem Niveau (37,8 Prozent).  
Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer liegt mit etwa einem Drittel (30,3 Prozent) über 
dem städtischen Durchschnitt (Stadt Köln 19,3 Prozent). 
 
Neuzugewanderte 
In jüngerer Vergangenheit hat sich die Debatte um die Integration Neuzugewanderter vor 
dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse in verschiedenen Krisen- und Kriegsre-
gionen mit daraus resultierendem starkem Flüchtlingszustrom wieder verstärkt. Auch im So-
zialraum sind Zuwanderungen zu verzeichnen.  
Im Jahr 2016 sind 1.450 Ausländerinnen und Ausländer in den Sozialraum gezogen , davon 
434 Jugendliche zwischen 15 und unter 25 Jahren.  
 
Haushaltsstruktur 
Hinsichtlich der Haushaltsstruktur wird – analog zur Altersstruktur – deutlich, dass im Sozial-
raum sowohl Familien- als auch Seniorenhaushalte überdurchschnittlich vertreten sind. 
Etwas mehr als ein Viertel der Haushalte besteht aus Familien, was deutlich über dem stä d-
tischen Durchschnitt liegt (Sozialraum 27,2 Prozent; Stadt Köln 18,5 Prozent). Dabei ist der 
Anteil der Alleinerziehenden mit einem Viertel ebenfalls leicht überdurchschni ttlich (Stadt 
Köln 23 Prozent). 
Gleichzeitig liegt auch der Anteil der Seniorenhaushalte mit etwas mehr als einem Viertel 
über dem städtischen Durchschnitt (Sozialraum 26,6 Prozent, Stadt Köln 23 Prozent).  
Auf kleinräumigerer Ebene werden drei Typen im Sozialraum deutlich:  
(1) Quartiere – wie die Siedlung Gernsheimerstraße und Ostheim -Mitte – in denen die 
Familienhaushalte überdurchschnittlich vertreten sind;  
(2) Quartiere – wie die Siedlung Buchheimer Weg  sowie Neubrück Geschosswohnen 
Nord und Süd  – in denen sowohl die Familien - als auch die Seniorenhaushalte einen 
überdurchschnittlichen Anteil ausmachen und  
(3) Quartiere – wie die Bungalow-Siedlung und Neubrück Reihenhäuser-Mitte, die nahezu 
zur Hälfte von Seniorenhaushalten bewohnt werden.  
Der Anteil der Einpersonenhaushalte fällt mit 37,1 Prozent vergleichsweise gering aus (Stadt 
Köln 50,5 Prozent).

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 19 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Insgesamt wird deutlich, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem viele Familien wohnen 
und gleichzeitig ein hoher Anteil an älteren und hochbetagten Menschen in den Quartieren 
lebt.  
Sozialstruktur 
In der Gesamtschau des Sozialraums zeig t sich, dass jede bzw. jeder Dritte durch SGB II -
Leistungen unterstützt wird (Sozialraum 30,1 Prozent; Stadt Köln 13,1 Prozent). Zudem l e-
ben nahezu die Hälfte der Kinder unter 15 Jahren  in einem Haushalt mit SGB II -Bezug (So-
zialraum 44,3 Prozent; Stadt Köl n 21,4 Prozent). Auffällig ist allerdings, dass sich die dem o-
grafische und soziale Situation zwischen den Quartieren zum Teil sehr stark unterscheidet.  
Besonders auffällig ist die Siedlung Gernsheimer Straße. Nahezu zwei Drittel der Bewohn e-
rinnen und Bewohner beziehen Leistungen nach dem SGB II. Rund 70 Prozent der unter 15-
Jährigen leben in einer SGB -II-Bedarfsgemeinschaft. Auch in den Siedlungen Buchheimer 
Weg, Ostheim -Mitte sowie Neubrück Geschosswohnen Nord und Süd  werden überdurc h-
schnittlich viele Personen durch SGB-II unterstützt.  
Sozial deutlich stabiler sind die Quartiere Ostheim-Süd, Bungalow-Siedlung und Neubrück 
Reihenhäuser-Mitte. Hier l iegen die SGB -II-Quoten unter dem städtischen Durchschnitt. 
Auch die Inanspruchnahme von Grundsicherung im Alter (SGB XII) fällt in diesen Quartieren 
besonders gering aus. Insofern können die Quartiere als stabilisierender Faktor bei der 
Quartiersentwicklung fungieren, wobei der Generationenwechsel behutsam begleitet werden 
sollte.  
Insgesamt nehmen im Sozialraum mehr Personen als im städtischen Durchschnitt Grundsi-
cherung im Alter in Anspruch (Sozialraum 14,7 Prozent, Stadt Köln 7,8 Prozent). Auch hier 
zeigen sich in einzelnen Quartieren Konzentrationen . In der Siedlung Gernsheimer Straße  
beziehen über die Hälfte SGB-XII-Leistungen (52,6 Prozent) und auch in der Siedlung Buch-
heimer Weg ist der Anteil mit fast einem Viertel hoch (22,5 Prozent). Insofern besteht z u-
nehmend die Gefahr von Altersarmut.   
 
Teilhabe und Mitwirkung 
Die Teilhabe und Mitwirkung der Menschen vor Ort ist für die Quartiersentwicklung ein sehr 
wichtiger Bestandteil, der sich jedoch nur schwer messen lässt. Einen Hinweis auf eine ver-
gleichsweise geringe gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Teilhabe gibt die geringe 
Wahlbeteiligung in „Ostheim und Neubrück“.  
Die Wahlbeteiligung lag bei den letzten drei Wahlen deutlich unter dem städtischen D urch-
schnitt. Bei der OB-Wahl beteiligte sich nur jede bzw. jeder Dritte.  
 
Tabelle 2: Wahlbeteiligung in Prozent 
Stadtteil 
Kommunalwahl OB-Wahl Landtagswahl 
2014 2015 2017 
Ostheim 36,03% 28,11% 48,70% 
Neubrück 44,73% 32,82% 50,60% 
Stadt Köln 49,70% 40,30% 64,90% 
Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik

20 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Diese geringe Wahlbeteiligung kann auch Indikator für objektiv vorhandene oder subjektiv 
empfundene fehlende Mitwirkungsmöglichkeiten sein. 
 
Soziale Infrastruktur 
Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ sind bereits eine Vielzahl von Angeboten etabliert, 
auf die mit diesem Programm aufgebaut wird. Zu nennen sind insbesondere:  
 Regelangebote der Bildungs- und sozialen Infrastruktur: Kitas, Familienzentren, 
Grundschulen, Weiterführende Schulen, Jugendeinrichtungen, Interkulturelles Zent-
rum, Senioren- und Pflegeeinrichtung, Obdachloseneinrichtung 
 Ergänzungsangebote im Bereich der Bildungs- und sozialen Infrastruktur: Elternbil-
dung, Mutter- / Kindgruppen, Arbeitslosenzentrum, Jobbörse, Jugendarbeit, Senio-
rennetzwerk, Häuslicher Betreuungsdienst, Integrationskurs Frauen, Ehrenamt, 
Stadtteilzeitung, Mehrgenerationenwohnen, GAG Veedelshelfer 
 Seit 2006 gibt es im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ eine Sozialraumkoordinati-
on im Rahmen des Projekts „Lebenswerte Veedel“. Das Projekt zielt darauf ab die 
Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialraums zu verbes-
sern. Die wesentlichen Handlungsfelder sind dabei: Kinder, Jugend und Familie, So-
ziales, Gesundheit, Bildung, Wohnen, Stadtentwicklung, Sport, Kultur, Integration, 
Wirtschaft, Arbeit und Gemeinwesensentwicklung. Die Sozialraumkoordination wird in 
„Ostheim und Neubrück“ durch den Träger Veedel e.V. umgesetzt. 
 In beiden Teilen des Sozialraums gibt es aktive Bürgervereine, die sich ehrenamtlich 
und aktiv um ihr Lebensumfeld kümmern. In Ostheim ist dies der Bürgervereinigung 
Köln Ostheim e.V. und in Neubrück der Bürgerverein Neubrück e.V. 
 
3.2 Öffentlicher Raum und Verkehr  
Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Kalk“ wurden im Quartier Gernsheimer Straße im 
Jahr 2012 bereits einzelne Maßnahmen im öffentlichen Raum umgesetzt (Gestaltung Veedel 
e. V. und an grenzender Sportplatz). Hierbei lag der Schwerpunkt jedoch auf sozialorientier-
ten Maßnahmen. In städtebaulicher Hinsicht werden weitere Handlungsbedarfe deutlich. 
 
Wohnumfeld 
Das Wohnumfeld insbesondere der Siedlungsbereiche des Geschosswohnun gsbaus in 
Neubrück ist - sowohl bezogen auf die öffentlichen Fußwegeverbindungen als auch die pr i-
vaten Freiflächen - wenig gestaltet und bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern keine 
ausreichenden Nutzungsmöglichkeiten. 
Im öffentlichen und privaten Raum entstehen zudem Müllablagerungen. Sei es beispielswe i-
se durch fehlende Müllbehälter beziehungsweise durch Nichtnutzung selbiger oder durch 
wilde Müllkippen insbesondere bezüglich Sperrmüll . In Neubrück wurde durch die Bezirk s-
vertretung Kalk die Schaffung eines „Wohndialog Neubrück“ beauftragt. Dieser kümmert sich 
insbesondere um die Verbesserung des Wohnumfelds im südlichen Teil Neubrücks rund um 
den Bereich Ludwig-Quidde-Platz / Hermann -Hesse-Weg. Die Gruppe besteht aus Wo h-
nungsgesellschaften und privaten Eigentümerinnen und Eigentümern, Akteurinnen und Ak t-
euren der Zivilgesellschaft und Lokalpoli tik sowie Vertretern verschiedener Ämter der Stadt 
Köln unter Leitung und Moderation des Bezirksbürgermeisters und der Bürgeramtsleitung.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 21 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Abbildung 2: Müllablagerungen im Wohnumfeld des Sozialraumes „Ostheim und Neu-
brück“ 
   
Quelle: Stadt Köln 
 
Im Zentrum von Neubrück liegt der Platz An Sankt Adelheid, welcher gestalterische Defizite 
aufweist. Die großzügige zentrale Platzfläche ist untergenutzt und verfügt über eine mangel-
hafte Aufenthaltsqualität. Die Notwendigkeit der Gestaltung des zentralen Platzes An Sankt 
Adelheid ist bereits auf Betreiben der Bürgerschaft vor Ort in einem Studentenwettbewerb 
thematisiert worden.  
Abbildung 3: Platz An Sankt Adelheid 
  
Quelle: Stadt Köln 
 
Das Stadtteilzentrum Ostheim erstreckt sich e ntlang der Rösrather Straße vom  Marktplatz 
zur Frankfurter Straße mit der Stadtbahnhaltestelle „Ostheim“.  
Die Autobahn, die zwischen den beiden Stadtteilen verläuft, hat eine trennende Wirkung.  
 
Begegnungsräume 
Im Sozialraum sind verschiedene soziale Akteure vorhanden, die Mö glichkeiten zur Bege g-
nung bieten. Allerdings mangelt es an einer zentralen Bürgerbegegnungsstätte.  
Der Veedel e.V. ist Träger der Sozialraumkoordination und seit 1986 im Sozialraum aktiv. Als 
Begegnungsstätten betreibt er das kleine „Café im Veedel“ im Buchheimer Weg und die O f-
fene Tür „Am Wunschtor“ im Quartier Gernsheimer Straße.

22 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Abbildung 4: Café im Veedel 
 
Quelle: Stadt Köln 
 
Die Jugendeinrichtung „Am Wunschtor“ ist seit vielen Jahren ein räumliches Provisorium. Zur 
Verfügung stehen eine Wohnung im Gebäudekomplex der Gernsheimer Straße 12 sowie ein 
Container. Der bauliche Zustand dieses Containers, der aus zwei ehemaligen Pausencontai-
nern aus den 1960er Jahren besteht, wird den Anforderungen nur unzureichend gerecht. Die 
Jugendeinrichtung ist für das Quartier ein wichtiger Ankerpunkt.  
Abbildung 5: Wunschtor 
 
Quelle: Stadt Köln

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 23 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Im Stadtteil Neubrück befindet sich das Jugend- und Gemeinschaftszentrum Neubrück am 
Neubrücker Ring.  
Die Stadtteilbibliothek ist zentral am Platz An Sankt Adelheid gelegen und bildet eine offene 
Anlaufstelle, die gut angenommen wird.  
Abbildung 6: Stadtbibliothek 
 
Quelle: Stadt Köln 
 
Spiel- und Bewegungsräume 
Für die Kinder und Jugendlichen im Sozialraum haben Freizeit-, Entwicklungs- und Bewe-
gungsmöglichkeiten einen hohen Stellenwert.  
Im Sozialraum sind Spiel - und Bolzplätze wie beispielsweise An Sankt Adelheid, Gernshe i-
mer Straße oder Georgestraße vorhanden, die jedoch nicht mehr zielgruppen - und zeitge-
recht sind. 
Abbildung 7: Spielplatz an Sankt Adelheid 
 
Quelle: Stadt Köln

24 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Abbildung 8: Ballspielplatz Gernsheimer Straße 
 
Quelle: Stadt Köln  
 
Abbildung 9: Bolz- und Spielplatz Georgestraße 
 
Quelle: Stadt Köln 
 
Mobilität 
Die Anbindung an den öffentlichen Personennah verkehr ist in Ostheim über die Stadtbahn 
und mehrere Buslinien gut. In Neubrück  ist die Anbindung an den ÖPNV unzureichend und  
lediglich über die Buslinie 157  gewährleistet. Die Anbindung von Neubrück an das Stad t-
bahnnetz wurde bereits beim Bau der Siedlung vorgesehen, ist jedoch bis heute nicht real i-
siert. 
Aufgrund der Nähe zur Autobahn und zu örtlichen Hauptverkehrszügen ist der Anschluss für 
den motorisierten Individualverkehr gut.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 25 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Karte 3: Straßenanbindung des Sozialraums „Ostheim und Neubrück“ 
 
Quelle: Stadt Köln

26 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
3.3 Wirtschaft 
Das angrenzende Gewerbegebiet sowie die Gewerbebetriebe in den jeweiligen Zentren bie-
ten grundsätzlich Potenzial für wohnortnahe Arbeitsplätze. Die Beschäftigungssituation zeigt 
Unterstützungsbedarfe im Bereich Qualifizierung und Bildung.  
 
Gewerbe und Industrie  
Im Süden des Sozialraums liegt das Gewerbegebiet Ostheim. Das 3,4 ha große Gewerb e-
areal wird vor allem von Handwerksbetrieben genutzt.  
 
Beschäftigungssituation 
Die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt im Sozialraum unter dem städ-
tischen Durchschnitt. Etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung arbeitet in einem s ozial-
versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis (46  Prozent). Analog zur Gesamtstadt ist 
die SVP-Beschäftigungsquote in den letzten Jahren gestiegen.  
Auffällig ist, dass es Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gibt. 
Während die Hälfte der Männer einer SVP -Beschäftigung nachgeht (52,2 Prozent), liegt die 
Quote der Frauen rund 12 Prozentpunkte darunter (39,9 Prozent) und bei der Gruppe der 
ausländischen Bevölkerung ist nur rund jede dritte Person SVP-Beschäftigt (33,4 Prozent).  
Jede bzw. jeder Sechste im Sozialraum ist arbeitslos, was ebenfalls deutlich über dem städ-
tischen Durchschnitt liegt (Sozialraum 15,2 Prozent; Stadt Köln 8,1 Prozent). Auch hier zei-
gen sich Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen. Während die Quote der Männer 
(14,4 Prozent) und die der Frauen (16,2 Prozent) sich nur leicht unterscheiden, ist etwas 
mehr als ein Viertel der ausländischen Bevölkerung arbeitslos (26,7 Prozent). Auch die J u-
gendarbeitslosenquote liegt mit 9,3 Prozent rund 2 Prozentpunkte über der gesamtstädt i-
schen Quote. 
Zudem ist die Quote der Langzeitarbeitslosen auffällig , die rund zehn Prozentpunkte über 
der gesamtstädtischen Quote liegt . So befinden sich m ehr als die Hälfte der Arbeitslosen in 
der Langzeitarbeitslosigkeit (56,8 Prozent).  Entgegen der positiven Entwicklung der Arbeits-
losenquoten ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren gestiegen.  
 
Kaufkraft 
Der Kaufkraftindex, der einen Hinweis auf das verfügbare Einkommen gibt, liegt im Stadtteil 
Ostheim mit 89 und in Neubrück mit 85 unter dem städtischen Durchschnitt von 108. Somit 
wird deutlich, dass die wirtschaftliche Kraft im Sozialraum geringer als die der Gesamtstadt 
ausfällt.  
 
Versorgung  
Die Nahversorgung ist mit der Anbindung an das Stadtteilzentrum in Ostheim und das Na h-
versorgungszentrum in Neubrück grundsätzlich vorhanden. Auch die fußläufige Nahverso r-
gung ist gegeben.  
In Neubrück bestehen in diesem Bereich  Defizite. Zum einen fehlt es an einem Vollverso r-
ger, zum anderen gibt es regelmäßig Fluktuation und längere Ladenleerstände bei kleineren 
Gewerbebetrieben. Der Kiosk am Ludwig-Quidde-Platz/ Hermann -Hesse-Weg stellt neben 
einer alternativen Versorgung auch einen sozialen Treffpunkt dar.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 27 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.4 Ökologie und Klima5  
Grün- und Freiflächen 
Im Sozialraum sind nur sehr wenige und kleine Grünflächen vorhanden. Allerdings grenzt der 
Sozialraum an den radialen Grünzug Ostheim, den Freiraum Rath und die Grün - und Freiflä-
chen des Äußeren Grüngürtels. 
Insgesamt verfügt der Sozialraum über 20,3 Hektar  Grünflächen, was rund 8 Prozent der 
Gesamtfläche ausmacht. Rechneri sch stehen jeder Einwohnerin b eziehungsweise jedem 
Einwohner 9,7 Quadratmeter Grünfläche im öffentlichen Raum zur Verfügung.  
In die Ermittlung des Grünflächenanteils fließen überwiegend Freizeit- und Erholungsflächen 
wie Parks, Grünanlagen und Sportplätze ein. Unter Einbezug eines Radius von 500  Metern 
rund um den Sozialraum erhöhen sich die Grünflächen auf 123 Hektar.  
 
Abbildung 10: Grünfläche an der Bundesautobahn 
  
Quelle: Stadt Köln  
 
Lärm- und Schadstoffbelastung 
In einer dicht besiedelten Stadt wie Köln ist die Hauptquelle der Luftemission der Straße n-
verkehr. Kritische Belastungen werden im Wesentlichen für die Luftschadstoffe Feinstaub 
und Stickstoffoxide festgestellt.  
Hohe Luftschadstoffbelastungen befinden sich an der Rösrather Straße zwischen den Kre u-
zungen mit der Frankfurter Straße und dem Neubr ücker Ring, sowie auf dem Europaring 
zwischen Neubrücker Ring und Paul-Klee-Straße. 
Lärm stellt insbesondere in großen Städten ein zentrales Umweltproblem dar. Bei der hier 
durchgeführten Analyse der Sozialräume wurden nicht alle Lärmbelastungen betrachtet , 
sondern nur solche Bereiche, die erhebliche Belastungen aufweisen. Zumeist wurde bei den 
nachfolgenden Auswertungen auf die in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der EU-
Umgebungslärmrichtlinie definierten Auslösewerte n Bezug genommen. Gegenstand die ser 
                                                
5 Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten zu Grün- und Frei-
flächen stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und wurden in 2016 berechnet, die Berech-
nung der Luftschadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014.

28 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Richtlinie sind Straßen-, Flug- und Schienenverkehrslärm sowie durch Industrieanlagen und 
große Hafenanlagen ausgelöster Lärm. 
Rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner  sind im Sozialraum von Fluglärm betroffen, 
was die höchste Belastung aller Sozialräume ist.  
 
Karte 4: Übersichtskarte zur Lärm-, Schadstoff- und Wärmebelastung  
Quelle: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
 
Stadtklima 
Durch eine systematische Untersuchung des Kölner Stadtklimas wird deutlich, dass es zu-
künftig in Köln heißer wird und Wetterextreme (Starkregenereignisse) zunehmen werden. 
Daher ist es wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den zu erwartenden und 
lokal kaum zu beeinflussenden Klimawandel anzupassen.  
Die Zahl der Sommer tage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln , im Ver-
gleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und 
die Zahl der heißen Tage kann sich verdoppeln.  
Mehr als 58 Prozent der Bewohnerschaft werden zukün ftig in einem durch Wärmebelastung 
betroffenen, 37 Prozent in einem hoch belasteten Siedlungsgebiet , a ber nur 3 Prozent in 
sehr hoch belasteten Siedlungen  leben. Klimaaktive Freiflächen sind in diesem Raum fast 
nicht vorhanden.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 29 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
3.5 Wohnen 
Hinsichtlich des Themenbereichs „Wohnen“ zeigen sich Sanierungs- und Modernisierungs-
bedarfe im Wohnungsbestand, auch wenn bereits große Anteile modernisiert wurden. Wei-
terhin werden Missstände im Zustand des Wohnumfeldes deutlich. Dieses sind beispielswei-
se defekte Aussenfassaden, ungepflegte Aussenanlagen, verwahrloste Spielplätze, Müllab-
lagerungen hauptsächlich im privaten Raum. 
 
Gebäudestruktur und -Zustand  
Der Stadtteil Ostheim  ist durch eine gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus ve r-
schiedenen Dekaden geprägt. Der Stadtteil Neubrück hingegen wurde als geschlossene 
Siedlung Mitte der 1960er Jahre gebaut.  
Im Erscheinungsbild sind die Hochhaussiedlungen auffällig.  
 
Abbildung 11: Reihenhäuser, Bungalows und Geschosswohnungsbau in „Ostheim 
und Neubrück“ 
 
Quelle: Stadt Köln 
 
In Teilen des Sozialraums konnten bereits umfängliche Sanierungs - und Modernisierungs-
maßnahmen umgesetzt werden. In der Siedlung Buchheimer Weg  hat die GAG Immobilien 
AG die Wohnungsbestände saniert und in Teilen neuerrichtet.  
In einig en Wohnungsbeständen zeigt sich jedoch eine mangelnde Instandhaltung, die an 
einzelnen konzentrierten Lagen im Sozialraum auf tritt. Insbesondere die Geschosswohnu n-
gen in der Siedlung Gernsheimerstraße weisen Instandhaltungsmängel auf.

30 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Abbildung 12: Geschosswohnungsbau an der Gernsheimer Straße  
  
Quelle: Stadt Köln 
 
Abbildung 13: Einfamilienhäuser „Badisches Viertel“ 
 
Quelle: Stadt Köln 
 
Eigentümerstruktur 
Im Stadtteil Ostheim verfügt die GAG Immobilien AG über rund 1.800 Wohneinheiten und hat 
in den vergangenen Jahren umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen 
durchgeführt.  
Des Weiteren weist der Sozialraum eine heterogene Eigentümerstruktur auf, zum Beispiel in 
der Siedlung Gernsheimerstraße, welche die Ansprache der Eigentümer erschwert.  
 
Öffentlich geförderter Wohnungsbau  
Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen am Gesamtbestand liegt mit rund einem Viertel 
in Ostheim (27,1 Prozent) deutlich über dem städtischen Durchschnitt (6,8 Prozent). In Neu-
brück fällt der Anteil mit 11 Prozent geringer aus.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 31 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Wohnzufriedenheit  
Über zwei Drittel der Bewohnerschaft gaben bei der Demographieumfrage 2016 an, mit ihrer 
eigenen Wohnung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein (72,4 Prozent). Dies e Werte  
liegen leicht unter dem städtischen Durchschnitt (77,7 Prozent).  
In Bezug auf den Stadtteil und das Wohnumfeld zeigen sich jedoch nur etwas mehr als  ein 
Drittel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ (39,1 Prozent; Stadt Köln 68 Prozent). Rund die Hälf-
te der Bewohnerinnen und Bewohner wählten bei dieser Frage die Kategorie „teils-teils“.

32 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
3.6 Stärken- und Schwächenanalyse 
In der folgenden Tabelle sind die Potenziale und Herausforderungen zusammenfassend 
dargestellt und geben einen Überblick über die Ausgangssituation im Sozialraum.  
 
Tabelle 3: Stärken-Schwächen-Analyse im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
Ist-Analyse  Potenziale Herausforderungen  
Demographische, 
soziale und Bildungs-
situation 
Bauliche und soziale Maßnahmen in 
Ostheim zeigen stabilisierende Wir-
kung 
Bürgerschaftliches Engagement und 
soziale Akteure in Ostheim vorhan-
den 
Fehlende Unterstützungs- und Bera-
tungsangebote  
„Ankommensstadtteil“  
Hoher Anteil von SGB II Bezieherin-
nen und Beziehern und Arbeitslosen 
mit hoher Betroffenheit von Kindern / 
Jugendlichen 
Wachsende Altersarmut 
Öffentlicher Raum Potenzialflächen für Wohnungsbau 
und Gewerbe in Ostheim 
Gute ÖPNV-Anbindung in Ostheim  
Gute Anbindung an den Motorisier-
ten Individualverkehr 
Unattraktive Gestaltung des zentra-
len Marktplatzes in Neubrück 
Unzureichende Anbindung an den 
Öffentlichen Personennahverkehr 
(ÖPNV) (Neubrück) 
 
Wirtschaft Gewerbegebiet mit Handwerksbe-
trieben 
Gute Netzwerkstruktur 
Zunehmende Leerstände (Nahver-
sorgungszentrum Neubrück) 
Hoher Anteil von Arbeitslosen / 
Langzeitarbeitslosen 
Ökologische/ klimati-
sche Situation 
Angrenzende Lage zu Grüngürteln, 
Königsforst und Baggerseen  
Viele private Grünflächen  
Wenig öffentliche Grünbereiche in-
nerhalb der Stadtteile  
Hohe Fluglärmbelastung in Ostheim 
Hohe Betroffenheit von Wärmebelas-
tung 
Wohnen Wohnbaupotenzialflächen in 
Ostheim  
Öffentlich geförderte Wohnungen 
bieten preisgünstigen Wohnraum 
Sanierungsstau einzelner Bestände 
(insbesondere Gernsheimer Straße)  
Punktuelle Vernachlässigung des 
Wohnumfeldes

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 33 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
4. Ableitung der Handlungsbedarfe 
In der Gesamtschau ergeben sich im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ deutliche Hand-
lungsbedarfe über alle Handlungsfelder hinweg, wobei die heterogene Ausgangssituation im 
Sozialraum handlungsleitend sein muss.  
 
Demographische, soziale und Bildungssituation 
Hohe Integrationsleistung erforderlich 
Von den Akteuren vor Ort wird der Sozialraum als „Ankommensstadtteil“ wahrgenommen, 
sodass in Verbindung mit dem hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund eine h o-
he Integrationsleistung in den Stadtteilen zu erbringen ist.  
Die Gruppe der Neuzugewanderten ist dabei sehr heterogen,  sodass sie spezifische Unte r-
stützungsbedarfe bei der Integration vor Ort benötigt und damit eine Zielgruppe mit eigenen 
Bedarfen bildet. Zu nennen  sind hier beispielsweise Alltagsstrukturierung, Sprachförderung, 
Hilfe bei Behördengängen und psychologische  Betreuung bei vorangegangen traumatisi e-
renden Erlebnissen.  
Die Bevölkerung und Akteurinnen und Akteure  vor Ort sehen sich mit dieser wachsenden 
Herausforderung konfrontiert. Die Stadt Köln bietet für diese Zielgruppen verschiedenste 
Unterstützungs- und Integrationsangebote an. Zu nennen ist hier beispielsweise das „Au s-
zugsmanagement“, welches geflüchtete Menschen dabei unterstützt, sich eine neue Woh n-
perspektive jenseits von Sammelunterkünften zu schaffen, die Integration zu erleichtern und 
so auch neue K apazitäten für weitere nach Köln zugewiesene geflüchtete Menschen  zu 
schaffen. Aufgrund des hohen Handlungsdrucks werden dennoch weitere Unterstützungsan-
gebote vor Ort notwendig sein. Insbesondere aufgrund der erwarteten Zuwanderung im 
Stadtteil als auch d er bereits überdurchschnittlich hohen Zahl von Ausländerinnen und Au s-
ländern sowie dem Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund sind 
Angebote zur Verbesserung der Integration vor Ort erforderlich.  
 
Niederschwellige Unterstützungsangebote bedeutsam 
Aufgrund des hohen Anteils an Personen mit Transferleitungsbezug kommt den aktivieren-
den Unterstützungsangeboten im Bereich Prävention, Bildung und Qualifizierung eine hohe 
Bedeutung zu. Sie bilden durch eine niederschwellige Willkommensstruktur – auch in Ver-
bindung mit der Sozialraumkoordination – eine gute Grundlage für die Entwicklung von Ko-
operationspartnerschaften zum Aufbau einer Präventionskette. Sie eröffnen Zugänge zu und 
für Menschen, die für das „Regelsystem“ und unterstützende Angebotsstrukturen häufig 
schwer erreichbar sind. 
 
Heterogene Sozialstruktur bietet Unterstützungspotentiale 
Unabhängig von der Zuwanderungsthematik und hohem Transferleitungsbezug liegt in der 
besonderen Heterogenität der Haushalte eine Herausforderung. Der Sozialraum ist auf der 
einen Seite gekennzeichnet durch viele Familien und auf der anderen Seite durch viele Se-
niorenhaushalte. Hieraus erwächst der Handlungsbedarf für beide Gruppen entsprechende 
Infrastruktur zu schaffen, ein gutes Miteinander zu ermöglichen und Kindes- sowie Altersar-
mut entgegen zu wirken.  
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner weisen gesundheitliche und soziale Problemlagen 
auf, die nicht selten zu einer Sucht - oder einer psychischen Erkrankung führen oder damit 
einhergehen. Damit verbunden ist häufig eine Einkommensverringerung aufgrund von Frü h-
verrentung oder SGB II und SGB XII -Bezug. Nicht selten leben die Betroffenen sehr zurüc k-

34 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
gezogen, entziehen sich zunehmend familiärer Verantwortung und / oder vermeiden den 
direkten Kontakt nach außen. Damit diese Personen die vorhandenen Angebote nutzen kön-
nen, sind oftmals „Brücken“ mit niederschwelligem Zugang zum weitergehenden Hilfesystem 
erforderlich. 
In der Gesamtschau sind insbesondere heranführende, niederschwellige Ansprachen vor Ort 
erforderlich. 
 
Öffentlicher Raum und Verkehr 
Öffentliche Infrastruktur stärken 
Es besteht in „Ostheim und Neubrück“ Handlungsbedarf bei der (Neu-)Gestaltung und Erwei-
terung von Nutzungsmöglichkeiten von Freiflächen. Städtebauliche Missstände sind in fol-
genden Bereichen zu korrigieren:  
 Marktplatz An Sankt Adelheid inklusive der darauf befindlichen Spielfläche, 
 Jugendeinrichtung an der Gernsheimer Straße  
Dies geht einher mit der Schaffung von Begegnungsräumen wie beispielsweise eines Vee-
dels- oder Bürgerzentrums. Dieses wiederum unterstützt das vorhandene Potential an eh-
renamtlichem Engagement.  
Eine allgemeine Sensibilisierung und in Teilen Aufklärung der Bewohnerschaft zum selbst-
verantwortlichen Umgang mit Müll wird das Wohnumfeld positiv beeinflussen und wilde Müll-
kippen einschränken beziehungsweise auch die Müllproblematik im Allgemeinen verbessern. 
Aktuell wirkt hier insbesondere der Wohndialog entgegen, der sich bis dato jedoch nur mit 
einem bestimmten Bereich in Südneubrück auseinandersetzt.Weitere zivilgesellschaftliche 
Akteure und Veranstaltungen, die diese Themenbereiche aufnehmen und mitansprechen, 
können einen Beitrag leisten. Aber auch das vorhandene ehrenamtliche Engagement bietet 
hier Ansatzpunkte.  
 
Zeit- und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikations- und Bewegungsräume schaffen 
Im Sozialraum sind Spiel - und Bolzplätze vorhanden, die jedoch zum Teil Gestaltungs - und 
Modernisierungsbedarf aufweisen. Zu nennen ist insbe sondere der Spielplatz  am Platz 
Sankt Adelheid und der Spiel- und Bolzplatz Georgestraße. 
Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters - und bedarfsgerechte Spiel-, 
Kommunikations- und Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten zu können, ist die Neuerrichtung von attraktiven, qualit ativ guten und bedarfsorien-
tierten Angebotsstrukturen im Freizeit - und Sportbereich dringend erforderlich. Kinder und 
Jugendliche, sowie arbeitslose junge Erwachsene, verbringen einen nicht unerheblichen Teil 
ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht 
nur auf den offiziell ausgewiesenen Flächen.  
Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung im Verbund mit anderen fördern Interaktion und 
leisten damit regelmäßig einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Kin dern und Jugendli-
chen. Die in diesen Zusammenhängen gemachten Erfahrungen des sozialen Lernens kö n-
nen das Selbstbild positiv beeinflussen und können insofern direkt oder indirekt einen Beitrag 
zur K riminalitätsprävention leisten.  Mit Blick auf die Sozialst ruktur sind diese kostenfreien 
und unmittelbar zugänglichen Angebote wichtig.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 35 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
ÖPNV verbessern 
Verkehrstechnisch liegt ein Handlungsbedarf in der besseren Anbindung von Neubrück an 
das Strassenbahnnetz.  
 
Wirtschaft 
Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote ausbauen 
In Verbindung mit dem vergleichsweise hohen Anteil von Transfereinkommensbezieherinnen 
und Beziehern zeigen sich Unterstützungsbedarfe im Bereich Qualifizierung und Weiterbi l-
dung.  
Insgesamt benötigen viele Bewohnerinnen und Bewohner zunächst heranführende, nie d-
rigschwellige Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote  
 
Nahversorgung verbessern 
Im Gegenteil zum Stadtteil Ostheim bedarf es einer Verbesserung der Nahve rsorgung im 
Stadtteil Neubrück. Der Kiosk am Ludwig -Quidde-Platz/ Hermann-Hesse-Weg stellt bereits 
eine alternative Versorgung dar. Zu einer Verbesserung würde sowohl ein ergänzendes A n-
gebot als Angliederung an den Kiosk als auch ein weiteres eigenständiges Angebot beitr a-
gen.  
 
Ökologische und klimatische Situation 
Lärm- und Schadstoffbelastung reduzieren 
Die Lärm- und Schadstoffbelastung durch den Autoverkehr ist insbesondere auf der Fran k-
furter Straße, der Rösrather Straße und dem Europaring und deren Knotenpunkten erhöht. 
Maßnahmen zur Schallpegelsenkung und Schadstoffreduzierung erweisen sich als schwierig 
da weder auf abschirmende Bauwerke noch auf gebäudeorientierte Lärmschutzdämmung 
zurückgegriffen werden kann. Bei der Prüfung von alternativen lärmmindernden Maßna h-
men, gilt es außerdem zu beachten, dass die se lediglich auf städtischer Fläche umgesetzt 
werden können. Eine Optimierung von Ampelrotphasen zur Verbesserung des Verkehrsflu s-
ses könnte ebenso Abhilfe schaffen wie eventuelle bauliche Maßnahmen an der Kreuzung 
Rösrather Straße/ Frankfurterstraße bezüg lich der Strassenbahnführung. Eine Lärmreduzi e-
rung verursacht durch den Flugverkehr könnte durch finanzielle Anreize für Eigentümer zur 
Verbesserung des Schallschutzes von Wohnungen erreicht werden.  
 
Klimatische Belastungen abmildern 
Die Betroffenheit oder Anfälligkeit eines Stadtgebietes ergibt sich zum einen aus der klimat i-
schen Belastung (zum Beispiel durch Hitze) und zum anderen aus der Sensitivität der dort i-
gen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. So löst zum Beispiel eine hohe Wärmebela s-
tung je nach Anteil der anfälligen Personengruppe über 65 Jahre (Sensitivität) eine intensive 
Betroffenheit eines Stadtteils aus. Hier gilt es die Bewohnerschaft zu sensibilisieren und 
städtebaulich beispielsweise durch Entsiegelung entgegenzuwirken. 
In den dicht bebauten Stadtquartieren gibt es nur wenige wirksame Maßnahmen, Kühlpunkte 
zu schaffen. Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit möglichen 
Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnte die Entsiegelung und Bepflanzung von gepflaster-
ten und betonierten Stellplätzen, Höfen, Vorgärten oder Garagenauffahrten zur klimatischen 
Abmilderung beitragen. Der Anteil versiegelter Fläche ist im Sozialraum „Ostheim und Neu-
brück“ hoch, so dass grundsätzlich von Entsiegelungspotenzialen auszugehen ist.

36 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Wohnen 
Eigentümer fördern und fordern 
Der gebündelte Geschosswohnungsbau und somit die Bildung von Hochhaussiedlungen 
macht in Verbindung mit den sozialen Problemlagen in den Siedlungen erhebliche Unterstüt-
zungsbedarfe deutlich. Diese Situation trägt erschwerend durch eine mangelhafte Sanierung 
und Instandhaltung zu einer negativen Außenwahrnehmung von „Ostheim und Neubrück“ bei 
und stellt sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht eine Herausforderung dar. 
 
Eigenverantwortlichkeit stärken 
Wie im Themenbereich öffentlicher Raum bereits erläutert, zeigen sich im Wohnumfeld zum 
Teil wilde Müllablagerungen. Über die Einbeziehung und Aktivierung der Bewohnerinnen und 
Bewohner sowie der Stärkung des Verantwortungsbewusstseins für den eigenen Stad tteil, 
kann ein Beitrag zur Aufwertung erfolgen. Hierzu trägt auch ein gut integrierter und gepfle g-
ter öffentlich geförderter Wohnungsbau bei.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 37 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
5. Konzeptioneller Ansatz  
Aus der Bestandsanalyse und der Stärken - und Schwächenanalyse sind Handlungsbedarfe 
und Entwicklungspotenziale im Sozialraum deutlich geworden. Die Betrachtung der ve r-
schiedenen Themenbereiche zeigt dabei auf, dass im Sinne einer langfristig angelegten 
Quartiersentwicklungsstrategie die integrierte Betrachtung erforderlich ist.  
Hieraus leiten sich die Ziele sowie die vorgesehenen Maßnahmen des Programms „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ ab.  
 
Ziele und Handlungsfelder  
Ein Ziel der Stadtentwicklung in Köln ist es, durch die Maßnahmen des Programms „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ lebendige, bunte und generationsgerechte Quartiere für und mit den 
Kölnerinnen und Kölnern zu schaffen.  
 
„Verbesserte Lebensbedingungen der Menschen im Programmgebiet“ 
 
Dieses Leitziel entspricht dem des Programms „Lebenswerte Veedel“, knüpft gleichzeitig an 
die vom Stadtvorstand beschlossene „Europa-2020-Strategie“ der Stadt Köln an und gibt die 
langfristige Zielrichtung für das Programmgebiet vor.  
Die Operationalisierung des Leitziels für die strategische und operative Ebene erfolgt durch 
einen Top -Down-Ansatz. Die sich aus der Stärken -Schwächen-Analyse ergebenden 
Schwerpunkte für Handlungsbedarfe und -prioritäten wurden mit den Entwicklungsvorgaben 
des Leitziels gespiegelt, so dass sich im Ergebnis folgende fünf Handlungsfelder, die das 
Programm themenspezifisch ausrichten, ergeben: 
1. Früh ansetzende Hilfen 
2. Öffentlicher Raum 
3. Wirtschaft und Qualifizierung 
4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
5. Wohnen 
 
Bevor für diese Handlungsfelder die strategischen und operativen Ziele erarbeitet werden 
konnten, wurden die aus dem Aufruf vorgegebenen Querschnittsziele, die für das gesamte 
Programm gelten, in das Zielsystem eingebracht. Hierbei handelt es sich um folgende Ziele: 
 Gleichstellung von Männern und Frauen 
 Nichtdiskriminierung (Chancengleichheit / Barrierefreiheit) 
 Nachhaltigkeit 
 
Die Stadt Köln hat diese Querschnittsziele um zwei weitere ergänzt, nämlich um die Ziele 
„Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ und „Sozialraumorientierte Stadtentwicklung“. Ziel ist, 
die sozialraumorientierte Ausrichtung des Handelns sowohl in der Verwaltung als auch bei 
den Akteuren und den unterschiedlichen Zielgruppen zu verankern.  
Im nächsten Schritt wurden für die fünf Handlungsfelder strategische Ziele festgelegt. Sie 
beschreiben den angestrebten Zustand, der in den  fünf Handlungsfeldern erreicht werden 
soll. Um die strategischen Ziele für die Entwicklung von Maßnahmen zu operationalisieren,

38 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
wurden insgesamt 14 operative Ziele definiert. Sie können nicht trennscharf für die einzelnen 
Handlungsfelder festgelegt werden, da sie aufgrund des integrativen Ansatzes ihre Wirkung 
vielfach über mehrere Handlungsfelder hinweg entfalten. Die strategischen Ziele hingegen 
können – bis auf eine Ausnahme (Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn - 
und Lebensumfeld) – eindeutig einem Handlungsfeld zugeordnet werden.  
Für das gesamte Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ergibt sich somit ein komplexes 
Zielsystem, welches die Wirkungszusammenhänge zwischen den verschiedenen Handlungs-
feldern berücksichtigt.  
Die für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ vorgesehenen Maßnahmen bilden entspre-
chend der örtlichen Bedarfssituation einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des ISEKs. Auf 
Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Soz ial-
raum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht, zu 
welchen operativen Zielen die Handlungsansätze einen besonderen Beitrag leisten (grün 
hervorgehoben).  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ nimmt die Stadt Köln die kommunale 
Präventionskette in den Blick. Das vorgesehene Maßnahmenbündel bildet einen Beitrag zur 
Schließung vorhandener Lücken in der Präventionskette. Zudem werden die strukturellen 
Handlungs- und Arbeitsweisen im Rahmen der Programmumsetzung be trachtet. Die bereits 
bestehenden Präventionsansätze sowie die kommunale Präventionskette der Stadt Köln sind 
im Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ dargestellt, so dass an dieser Stelle der fo l-
gende Exkurskasten einen Überblick gibt.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 39 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Abbildung 14 : Zielsystem des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln" 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

40 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Abbildung 15: Sozialraum „Ostheim und Neubrück“: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 41 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Exkurs: Die Kommunale Präventionskette 
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensb e-
dingungen der Menschen in den Sozialräumen und zielt darauf ab, soziale Ausgrenzung und Armut zu 
vermeiden. Vor diesem Hintergrund wurde bei allen Maßnahmen des Programms darauf geachtet, 
dass sie einen Beitrag zur Präventionskette leisten und bestehende L ücken schließen. Unter der 
kommunalen Präventionskette soll die Gesamtheit der präventiven Hilfsangebote verstanden werden, 
die biografisch entlang der Bedarfe in den einzelnen Lebensphasen von Kindern, Jugendlichen sowie 
Erwachsenen aller Altersgruppen erforderlich sind.  
Zentral ist dabei die zielgruppenspezifische Betrachtung. So werden beispiel sweise die im Rahmen 
der Bedarfsanalyse festgestellten Unterstützungsnotwendigkeiten für Kinder und Jugendliche in den 
Maßnahmen zu früh ansetzenden Hilfen berück sichtigt, die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren 
wird unter anderem durch die Aktivierungsmaßnahme wie „Zuhause im Veedel“ unterstützt.  
Trotz des großen Engagements der Stadt im Präventionsbereich ist die Armut  – insbesondere bei 
Kindern, Jugendliche n sowie Seniorinnen und Senioren – in den Sozialräumen überdurchschnittlich 
hoch. Die bislang auf - und ausgebauten präventiven Hilfsangebote haben offenbar Lücken, die mit 
dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ geschlossen werden sollen. Bislang fehlt  eine konse-
quente, ganzheitliche Analyse möglicher Lücken beziehungsweise Optimierungsbedarfe in der Pr ä-
ventionskette und die Etablierung einer kommunalen Gesamtstrategie. Durch eine Neuorientierung 
der Hilfesysteme sollen bislang voneinander getrennt erbr achte Leistungen und Angebote aufeinander 
abgestimmt und koordiniert werden.  
Ziel ist es eine durchgängige Förderung und Unterstützung zu gestalten, bei denen die einzelnen A n-
gebote noch sinnvoller miteinander verknüpft und Wirkungszusammenhänge aufgezeig t werden kö n-
nen – unabhängig davon, wer sie erbringt. Dabei soll die Weiterentwicklung dieser Präventionsstrat e-
gie ausgehend von den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner  als Prozess gestaltet we r-
den. 
Seit Frühjahr 2017 nimmt die Stadt Köln am Landes programm „Kommunale Präventionsketten/ Kein 
Kind zurücklassen“ teil. Die Verwaltung will ihre Bemühungen zur Förderung von Teilhabe -, Bildungs- 
und Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen in Köln weiter systematisieren und sich dafür 
an dem landess eitig zur Verfügung gestellten Steuerungs - bzw. Qualitätsrahmen orientieren. Ganz 
konkret ergeben sich drei Ziele im Rahmen des Landesprogramms:  
(1) Es soll ein Präventionsleitbild entwickelt werden.  
(2) Es geht um die Weiterentwicklung von M aßnahmen ein er kommunalen P räventionskette bei g e-
samtkommunaler Steuerung und integrierter Planung. Im Ergebnis stehen hier Empfehlungen für die 
Struktur- und Praxisebene, die auf Analysen und strategischen Zielen aufbauen. 
(3) Es soll ein Präventionsmonitoring etabliert werden. Die Verwaltung wird den politischen Gremien in 
der zweiten Jahreshälfte 2018 einen Ergebnisbericht als Grundlegung für weitere Aktivitäten, (insb e-
sondere eine Vertiefung und Spiegelung der Gesamtstrategie auf kleinräumiger Ebene) und eine 
nachhaltige gesamtstrategische Steuerung vorlegen. In diesem Kontext wird auch das ältere städt i-
sche Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut bilanziert und fortgeschrieben.  
Eine Übersicht der Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette gibt die folgende Grafik.

42 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Abbildung 16: Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 43 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
6. Maßnahmen  
Im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurde ein breites Maßnahme n-
bündel entwickelt, die an den Bedarfen vor Ort ansetzen und sich in das weitere Handeln in 
den Sozialräumen eingliedern.  
Bei den Maßnahmen sind zwei Typen zu unterscheiden:  
 Übergreifende Maßnahmen: Diese Maßnahmen werden in mehreren oder allen Soz i-
alräumen umgesetzt. Es handelt sich um Bedarfe, die in den Sozialräumen in ähnl i-
cher Weise vorhanden sind. Die übergreifenden Maßnahmen beziehen sich insb e-
sondere auf die sozial-integrativen Maßnahmen sowie die Maßnahmen zur Qualifizie-
rung und den aktivierenden Maßnahmen (zum Beispiel Eigentümeraktivierung über 
das Fassadenprogramm).  
 Sozialraumspezifische Maßnahmen: Diese Maßnahmen setzten bei den spezifischen 
Bedarfen in den Sozialräumen an, die nicht unmittelbar mit denen anderer Sozia l-
räume zu vergleichen sin d. Insbesondere die Maßnahmen aus dem Handlungsfeld 
öffentlicher Raum (zum Beispiel Gestaltung eines Quartiersplatzes) zählen zu diesem 
Maßnahmentyp.  
 
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und 
Neubrück“, die in  Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern in der angegebenen Zeit 
realisiert werden sollen . Eine detailliertere Maßnahmenbeschreibung befindet sich in den 
folgenden Maßnahmenblättern. Eine vollständige Tabelle mit allen Änderungen seit Deze m-
ber 2016 befindet sich im Anhang (Anhang 6). 
 
Tabelle 4: Übersicht der Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ (Eine 
vollständige Tabelle mit allen Änderungen seit Dezember 2016 befindet sich im Anhang.) 
 
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Nummer Maßnahme 
0.0.0 Externe Beratung bei der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes  
0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung 
 
Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen 
Nummer Maßnahme  
1.0.16 Zugehende Hilfe mit Lotsenfunktion zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Ja h-
ren 
1.0.17 Stadtteileltern 
1.10.1 „Jung und Alt – da wo es knallt“, intergeneratives und interkulturelles mobiles Angebot

44 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum 
Nummer Maßnahme  
2.0.4 Sport- Spiel- und Bewegungsräume im Veedel, hier Trendsport auf Spiel- und Bolzplatz in 
Neubrück (Georgestraße) 
2.10.4 Partizipative Neugestaltung „Platz an Sankt Adelheid“/Marktplatz Neubrück  
2.10.5 Aufbau einer Begegnungsstätte – Machbarkeitsstudie 
2.10.5a Aufbau einer Begegnungsstätte 
2.10.7 Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße 
 
Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung 
Nummer Maßnahme  
3.10.1 Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse zur Ansiedlung eines interaktiven Lebensmittelmarktes 
 
Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
Nummer Maßnahme  
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölke-
rung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels 
 
Handlungsfeld 5: Wohnen 
Nummer Maßnahme  
5.0.2 Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung 
5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 45 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
6.1 Maßnahmenblätter 
Laufende Nummer  
0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung im Sozialraum 
„Ostheim und Neubrück“ 
Inhalt Ausgangslage 
Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist Teil des Stadtbe-
zirks Köln-Kalk. In Ostheim begann die Siedlungsentwicklung 
Anfang der 1930er Jahre und entwickelte sich in den Jahren 
1950 bis 1980 weiter. Der Stadtteil Neubrück entstand in den 
Jahren 1965 bis 1970 im Südwesten des Stadtteils Brück. Dort 
wurden Ein- und Zweifamilienhäuser und Geschosswohnungs-
bauten errichtet.  
 
Mit rund 21.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Sozia l-
raum „Ostheim und Neubrück “ einer der größeren Sozialräume 
Kölns. Etwas mehr als ein Viertel der Haushalte besteht aus 
Familien (ein Viertel davon sind Alleinerzie hende). Aus diesem 
Grund leben im Sozialraum überdurchschnittlich viele Kinder 
und Jugendliche. Gleichzeitig ist die Zahl der Bewohnerinnen 
und Bewohner über 65 Jahren im Sozialraum höher als im g e-
samtstädtischen Vergleich. 
Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Migrati-
onshintergrund, liegt mit etwa zwei Drittel (62,9 Prozent) deutlich 
über dem Wert der Gesamtstadt (38,2 Prozent). Bei den unter 
18 Jährigen beläuft sich der Anteil sogar auf rund 80 Prozent 
(Stadt Köln 53,8 Prozent).  
 
Jede bzw. jeder Dritte wird durch SGB II -Leistungen unterstützt. 
Zudem leben nahezu die Hälfte der Kinder unter 15 Jahren in 
einem Haushalt mit SGB II -Bezug (Sozialraum 44,3 Prozent; 
Stadt Köln 21,4 Prozent). Die demografische und soziale Situ a-
tion zwischen den Quar tieren innerhalb des Sozialraums unte r-
scheidet sich zum Teil sehr stark. Besonders auffällig ist die 
Siedlung Gernsheimer Straße. Nahezu zwei Drittel der Bewo h-
nerinnen und Bewohner bezieht Leistungen nach SGB II. Rund 
71 Prozent der unter 15 Jährigen leben  in einer SGB -II-
Bedarfsgemeinschaft.  
 
Bei der konkreten Betrachtung der Angebotsstruktur im Sozia l-
raum wird sichtbar, dass dort bereits grundlegende Angebots - 
und Hilfesysteme bestehen, diese jedoch nicht sämtliche Beda r-
fe des Sozialraums abdecken. In Te ilbereichen mangelt es z u-
dem an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welches 
im Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von 
aktivierenden Prozessen innerhalb des Integrierten Handlung s-
konzeptes sowie des Gesamtprogramms von hoher Bedeutu ng 
ist.  
 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an

46 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
                                                
1 Werte 2016 
 
diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse des 
Sozialraums ausgerichtet.  
 
Im Sozialraum vereinen sich bauliche Missstände, Verschmu t-
zungen des Wohnumfeldes und soziale Probleme wie Arbeitslo-
sigkeit, Armut, Verschuldung und Suchtprobleme. Der Anteil an 
Menschen mit Migrationshintergrund (62,9 Prozent), die Zahlen 
der SGB II - Bezieherinnen und Bezieher (30,1 Prozent 1) sowie 
die Zahlen der Empfängerinnen und Empfänger von G rundsi-
cherung (16,5 Prozent1) sind dementsprechend hoch.  
Aufgrund einer oftmals geringen Teilhabe der Bewohnerinnen 
und Bewohner an unterschiedlichen Lebensbereichen und den 
damit einhergehenden Netzwerkstrukturen wird die hohe Bedeu-
tung von Unterstützung s- und Beratungsangeboten sowie der 
Aktivierung der Bewohnerschaft im Sozialraum „Ostheim und 
Neubrück“ deutlich. Auch die Imageaufwertung des Sozialraums 
stellt eine große Herausforderung dar. Ein positiveres Bild ist für 
die Entwicklung des Sozialraums von großer Bedeutung.  
 
Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ besteht bereits ein vie l-
seitiges Hilfesystemen, welches unmittelbare Auswirkungen auf 
die Quartiersentwicklung nimmt. Mit Hilfe einer „Bestandserh e-
bung und eines Schnittstellenmanagements“ sollen die vorhan-
denen Strukturen in den Blick genommen werden, um so pote n-
zielle Lücken aufzeigen zu können.  
 
Schnittstelle zur Sozialraumkoordination:  
Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 
in elf Sozialräumen konsequent ein integriertes sozialraumorien-
tiertes Stadtentwicklungskonzept verfolgt.  
Die Sozialraumkoordination ist organisatorisch an die Bürgeräm-
ter angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen sind 
zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in städt i-
scher T rägerschaft. Diese arbeiten nach den methodischen 
Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an 
den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung 
der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressou r-
cen des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eigeninitiative 
und Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Re s-
sourcen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. 
Kooperation und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im 
Sozialraum.  
Die Sozialraumkoordin ation nimmt seit Jahren erfolgreich eine 
aktive Koordinationsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der S i-
cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. 
Die Umsetzung des Maßnahmenprogramms „Starke Veedel –

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 47 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann du rch die elf vorhande-
nen Sozialraumkoordinatorinnen/Sozialraumkoordinatoren nicht 
zusätzlich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Ve e-
del – Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs - und Ab-
stimmungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des  
Handlungsprogramms kann in den Sozialräumen aber nur geli n-
gen, wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm 
sensibilisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden. 
Die Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivi e-
rung“ soll in enger Abstim mung mit den Sozialraumkoordinat o-
ren die Umsetzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum 
einen in den spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere 
der Aufbau von Präventionsketten – sowie zum anderen bei 
Bedarf – seien dies problematische Wohnquartiere und Nac h-
barschaften oder die Ertüchtigung von Einkaufsstraßen. 
 
Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur U m-
setzung des Programms sind demnach mit der Sozialraumkoo r-
dination und den institutionellen Akteuren vor Ort eng abz u-
stimmen. 
 
In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramtslei-
tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung 
„Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u-
setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird.  
 
 
                                Bürgeramtsleitung  
                                   Steuerungsfunktion 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sozialraumkoordination                        Programmsteuerung  
   Vernetzung vor Ort                                     „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
Projektbeschreibung 
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 
den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an. 
Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadten t-
wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakt o-
ren zum  Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und 
Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden we r-
den können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, 
setzt sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ 
aus vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  
 Quartiersmanagement

48 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 Verfügungsfonds 
 Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  
 Öffentlichkeitsarbeit  
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ bündelt 
diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf 
abzielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumori-
entierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivie-
rung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren 
ortsansässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quar-
tiersmanagement und Aktivierung“.  
Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Ch a-
rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die 
durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanag e-
ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine ge mein-
same räumliche Verortung vorgenommen.  
Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhal t-
lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen 
Projektträgern umgesetzt werden können. Bei der Maßna h-
menumsetzung wird jedoch vorausges etzt, dass eine enge Z u-
sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt 
und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.  
 
Projektbaustein: Quartiersmanagement 
Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms 
„Starke Veedel – Starkes Köln“ sin d für den Sozialraum 
„Ostheim und Neubrück“ insgesamt 10 Maßnahmen geplant, die 
einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand für den 
Sozialraum auslösen, der durch die schon bestehenden Struktu-
ren der Sozialraumkoordination nicht gedeckt werden kann. Das 
Quartiersmanagement übernimmt die Aufgabe, die maßna h-
menumsetzenden Träger in Abstimmung mit der Sozialraumk o-
ordination bei den Zugängen zu den Zielgruppen und bei der 
Akquise der Teilnehmenden im Sinne eines „One -face-to the -
customer“ zu unterstützen . Darüber hinaus stellt das Quartier s-
management die Vernetzung der Maßnahmen sicher.  
Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für 
alle Belange des Sozialraumbezogenen Programms und bildet 
die Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal veror-
tete Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. 
Es sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für 
das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vo r-
handenen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des 
Integrierten Stadtentwicklungsprogramms. Neben der Anspr a-
che der Bewohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch 
zentraler Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. 
Darüber hinaus soll auch das geplante Haus, -Hof- und Fassa-
denprogramm im Soz ialraum entsprechende Beachtung finden. 
Im Projektbaustein „Verfügungsfonds“ wird das Quartiersm a-
nagement unterstützend und begleitend mitwirken, die Ma ß-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 49 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
nahme „Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement“ wird 
ebenfalls durch das Quartiersmanagement unterstützt. 
Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o-
gramm wird die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgabenfeld des 
Quartiersmanagers darstellen.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so d ass eine Ausschreibung 
vorgesehen ist.  
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die 
Umsetzung von Projektideen im Sozialraum  „Ostheim und Neu-
brück“. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger vor Ort sowie 
Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise etc. können Anträge für die 
Förderung von Projektideen beantragen. Voraussetzung ist d a-
bei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum Sozialraum 
haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hilfe des Ve r-
fügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche Engagement m o-
bilisiert werden.  
Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßna h-
men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligungsprozesse 
vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen 
wie Malwettbewerb e zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) 
oder Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur Mieter - und 
Eigentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete 
Bezüge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die 
Richtlinien des Verfügungsfonds werden d ementsprechend aus-
gestaltet.  
Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Ak-
tivierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement 
beispielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner s o-
wie weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung  zum Ver-
fügungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer 
Ideen und Vorstellung zu unterstützen.  
Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im Sozialraum 
verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu 
stellen. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätz-
liche Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmung mit 
der Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf 
priorisiert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine 
Arbeitsgruppe zur fachlichen (Vor -) Bewertung der Anträge ei n-
gerichtet. Die letztendliche Beschlussfassung von Förderantr ä-
gen erfolgt durch ein entsprechendes Entscheidungsgremium 
für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “. Die operative A b-
wicklung des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeitsteilung zwischen 
dem Quartiersmanagement und der zentralen Koordinierung s-
stelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik.

50 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstellen -
management 
Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t-
entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht d a-
bei zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umsetzung 
des Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Die 
umfasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebotsstruktur, 
die Ablei tung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen von 
Schnittstellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt die 
detaillierte Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wi s-
sensmanagement (laufende Bereitstellung der Informationen für 
alle Akteure im Programmgebiet).  
Dieser Projektbaustein wird mit städtischen Ressourcen umg e-
setzt. 
Projektbaustein Öffentlichkeitsarbeit  
Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrume n-
ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es 
wird ein Strategie - und Kommunikationskonzept zur Öffentlic h-
keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. 
Der Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwi r-
kung und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgru p-
pen niederschwellig und bedarfsg erecht zu erreichen und die 
dafür erforderlichen Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus 
wird auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit 
zurückgegriffen, um das Programm zu kommunizieren.  
Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche  Expertise 
und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung 
vorgesehen ist.  
Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt.  Die Maßnahme kommt 
insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohn e-
rinnen und Bewohnern im Sozialraum zu gute. Aber auch die 
Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf 
kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und Sozia l-
raumkoordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und 
Interessensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen.  
Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement  
Querschnittsziele 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
 
Operative Ziele 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
 
Projektziele 
 Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewo h-
nerschaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren 
und zu unterstützen. Es handelt sich um eine nie d-
rigschwellige und aktivierende Maßnahme zur Verbess e-
rung von Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 51 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungspr o-
gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ die Verantwo r-
tung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer 
Akteure für das „eigene“ Veedel langfristig zu stärken, zu 
stabilisieren und selbsttragende Strukturen aus zubauen. 
Darüber hinaus werden folgende Ziele verfolgt: 
o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Int e-
grierten Stadtentwicklungskonzeptes vorgesehenen 
Bewohnerbeteiligungen und –-aktivierungen sowie 
weiterer Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Soz i-
alraumkoordination 
o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaf t-
lichen und ehrenamtlichen Engagements durch den 
Verfügungsfonds 
o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation  der 
Akteure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrie r-
ten Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
verankerten Maßnahmen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds  
Querschnittsziele 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
 
Projektziele 
 Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewo h-
nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozial-
raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen. 
Im Focus steht die Intensivierung des nachbarschaftl i-
chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engag e-
ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung 
einer Vielzahl von kleinen Projekten und Ma ßnahmen 
soll zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum 
führen. Forciert werden soll insbesondere eine Verbe s-
serung in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb 
der Bürgerschaft des Sozialraumes „Ostheim und Ne u-
brück“ sowie eine Stärkung der Kooperation der Akteure 
untereinander.  
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen -
management“ 
Querschnittsziele  
 Sozialraumorientierte Stadtentwicklung  
 
Projektziele 
 Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ werden bereits 
eine Vielzahl an Aktivitäten und Maßnahmen wirksam, 
stehen in der Praxis aber oftmals zu stark nebeneina n-
der. Mit dem Baustein „Bestandsanalyse und Schnittste l-
lenmanagement“ sollen im Sinne einer sozialraumorie n-
tierten Handlungsweise, die Maßnahmen vor Ort vernetzt 
werden und vorhandene Lücken über ergänzende Ma ß-
nahmen geschlossen und Dopplungen aufgezeigt we r-
den. Ziel ist es die Zusammenarbeit in allen Fachbere i-
chen der Verwaltung sowie mit der Bürgerschaft und den

52 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. Dabe i knüpft der 
Prozess bei den bestehenden Strukturen sowie den Akti-
vitäten und Angeboten der Akteure vor Ort an, die bereits 
eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen umsetzen.  
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
Querschnittsziele 
 Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung 
 
Operative Ziele 
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse 
 
Projektziele 
 Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess 
zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in de s-
sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven 
„Stadtteil-Gefühls" steht. 
 Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient da r-
über hinaus der Information und Aktivierung der Akteure 
im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“. Sie richten sich 
im Wesentlichen an Bewohnerinnen und Bewohner, Mul-
tiplikatoren und Unternehmen sowie weitere Akteure und 
verfolgt dabei das Ziel, das Programm und die damit 
verbundenen Maßnahmen bekannt zu machen und eine 
positive Aufbruchsstimmung im Sozialraum zu erzeugen.  
 Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten bei der 
Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akte u-
ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur 
Mitgestaltung des Programms durch die Bewohne r-
schaft.  
Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement  
 Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des 
Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft 
 Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r-
anstaltungen 
 
Projektbaustein: Verfügungsfonds 
 Anzahl der beantragten Maßnahme 
 Anzahl der durchgeführten Maßnahmen 
 Anzahl der beteiligten Personen 
 
Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen -
management“ 
 Anzahl der Prozessbeteiligten 
 Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im 
Konsens 
 Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung 
 Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden 
 Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 53 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 
  
zessbeteiligten 
 
Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  
 Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, etc.) 
Kosten Verfügungsfonds: 100.000 € 
Quartiersmanagement: 163.650 € 
Öffentlichkeitsarbeit: 98.000 € 
 
Gesamtkosten: 361.650 € 
Davon 2020 130.550 € 
Davon 2021 115.550 € 
Davon 2022 115.550 € 
  
Projektlaufzeit / Zei t-
raum 
Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit 
von 36 Monaten vorgesehen.  
01.01.2020 bis 31.12.2022 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung Städtebauförderung

54 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Lfd. Nr. 1.0.16 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Ent-
wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen 
mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozial-
raumgebieten, hier „Ostheim und Neubrück“ 
Inhalt Ausgangslage 
Die elf Sozialraumgebiete 
 Bickendorf Westend Ossendorf 
 Chorweiler Blumenberg Seeberg 
 Höhenberg Vingst 
 Ostheim Neubrück 
 Mülheim-Nord Keupstr 
 Buchheim Buchforst 
 Porz Ost Finkenberg Gremberghoven Eil 
 Meschenich Rondorf 
 Bilderstöckchen 
 Bocklemünd Mengenich 
 Kalk Humboldt/Gremberg 
weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche 
Benachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedr i-
gem sozialen Status und Multiproblemlagen. Viele der dort 
aufwachsenden j ungen Menschen bis 27 Jahre werden au f-
grund von ganz unterschiedlichen Problemkonstellationen d a-
ran gehindert, eine eigene Lebensperspektive insbesondere im 
Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. 
Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte 
zu gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten 
Kontakt zu anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv 
und abweisend. Oft werden auch Alkohol bzw. illegale Drogen 
konsumiert. Ursache eines solches Verhaltens können psych i-
atrische sowie weiter e Beeinträchtigungen oder Erkrankungen 
sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Di e-
ses müsste aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schul i-
schen oder beruflichen Planung berücksichtigt werden. Unter 
Umständen wäre parallel (oder v orgeschaltet) eine Behan d-
lung/Therapie erforderlich, um eine berufliche Perspektive 
überhaupt in Angriff nehmen zu können. Diese jungen Me n-
schen benötigen daher eine gezielte Unterstützung von Me n-
schen, die ihre Bedürfnisse erkennen, über sozialpsychiatr i-
sche Kenntnisse verfügen und eng mit dem psychiatrischen 
Hilfesystem zusammenarbeiten.  
 
Kölner Fachleute unterschiedlicher Institutionen (z. B. Jobce n-
ter, Landschaftsverband, Ämter der Stadt Köln, Träger der J u-
gendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie) haben An fang 2016 
Handlungsempfehlungen entwickelt, die spezielle Hilfen für die 
Zielgruppe der jungen Menschen mit psychischen Problemen 
präferieren. Unter der Bezeichnung „Kompetenzzentrum U 27“ 
(Arbeitstitel) beinhalten die Empfehlungen ein Gesamtangebot 
bestehend aus einer zugehenden Hilfe, einer niederschwell i-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 55 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
gen Beratung, einem Kontaktangebot und Hilfen zur Tage s-
strukturierung/Beschäftigung. 
 
Das Angebot der zugehenden Hilfe für junge Menschen mit 
psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraumgebie-
ten könnte als ein wesentlicher Baustein innerhalb der o.g. b e-
darfsorientierten Angebotsstruktur fungieren, da er Betroffenen 
mit besonders hohem Entwicklungsbedarf den Weg zu weite r-
führenden Unterstützungsleistungen zugänglich macht. Erfa h-
rungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die in einem 
sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine ps y-
chische Beeinträchtigung aufweisen, einen sehr niedrigschwel-
ligen Zugang benötigen, um im Regelsystem wie z.B. gesun d-
heitliche Versorgung, im Bildungssystem, Arbeit, anzukommen. 
Immer dann, wenn die Komm -Strukturen eines Angebots, be i-
spielsweise einer Beratungsstelle, (noch) nicht greifen, bietet 
zugehende Hilfe die Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme 
und Überleitung zu dem passgenauen Angebot mit Komm -
Struktur. In der Praxis bedeutet dies, dass die jungen Me n-
schen überwiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie hä u-
fig sozial zurückgezogen leben, keinen Peergroups angehören, 
weder die Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene 
noch entsprechende Institutionen nutzen oder sich an bekan n-
ten Hotspots ihrer Altersgruppe in der Stadt aufhalten. Der s o-
zialpsychiatrische Ansatz hat dabei das Ziel, junge Menschen 
mit psychischen Problemen niedrigschwellig in ihren Alltag s-
kompetenzen zu stärken, die Betroffenen  langfristig in das Re-
gelsystem anzubinden und Übergänge in gesundheitlichen, 
schulischen und/oder beruflicher Lebensbereichen zu begle i-
ten. Je nach Einzelfall können hierzu auch Maßnahmen des 
Jobcenters gehören. Rückmeldungen der Mitarbeiter/innen des 
Jobcenters U 25 zufolge, sind viele der jungen Kundinnen und 
Kunden nicht in der Lage, die Voraussetzungen solcher Ma ß-
nahmen des Jobcenters zu erfüllen. Sie benötigen im Vorfeld 
Hilfen, die sie auf einen solchen Schritt vorbereiten. Damit b e-
käme auch ein bisher kaum zu erreichendes Klientel die Chan-
ce, an Zukunftsperspektiven zu arbeiten. Ebenso können auf 
diese Weise Maßnahmenabbrüche verhindert und Ressourcen 
gezielt eingesetzt werden. Die zugehende Hilfe würde eine 
bisher in der Fachwelt deutlich wahrgenomm ene Lücke im Hi l-
fesystem schließen.  
 
 
Schnittstellen zu Regelangeboten und Anknüpfungsmö g-
lichkeiten  
 
 Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere 
die Schulsozialarbeit, sonstige städtische Einric h-
tungen, Jobcenter U25 und alle Akteure in den S o-
zialraumgebieten vor Ort  sind wichtige Kooperation s-
partner, da sie häufig Hinweise auf die Personen der 
bedürftigen Zielgruppe erhalten oder in direktem Ko n-
takt mit den Personen stehen (z. B. Schulen, Kompe-
tenzagenturen) Insbesondere b ei vermuteten oder b e-

56 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
stehenden psychiatrischen Problemlagen kann das hier 
dargestellte Angebot von den Kooperationspartnern 
hinzugezogen werden bzw. eine Vermittlung erfolgen.  
 Mit dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einze l-
fallbezogenen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, 
u. a. wenn es um die Entwicklung einer beruflichen 
Perspektive geht. Sollte  sich bei der Beratung eines 
Jugendlichen/jungen Erwachsenen durch das Jobcen-
ter U25 eine sozialpsychiatrische Problematik abzeic h-
nen, besteht im Rahmen der Kooperation die Möglic h-
keit, eine einzelfallbezogene Begleitung durch die hier 
dargestellte Maßnahme einzuleiten.  
 Streetwork der Jugendhilfe  
(siehe auch Maßnahme 1.05)  
Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 
1.0.16 besteht die Zielgruppe von Streetwork in der 
Regel aus Kindern und Jugendlichen, die sich an b e-
kannten Hotspots aufhalten und sich dort mit Gleichg e-
sinnten der Peergroup treffen. Daher sind im überwi e-
genden Fall die Zielgruppe von Streetwork und die 
Zielgruppe des hier dargestellten Angebots nicht ide n-
tisch. W enn sich jedoch bei der einzelfallbezogenen 
Begleitung eines Jugendlichen/jungen Erwachsenen im 
Rahmen von Streetwork eine sozialpsychiatrische 
Problematik abzeichnet, besteht im Rahmen der K o-
operation beider Maßnahmen die Möglichkeit, dass die 
einzelfallbezogene Begleitung entsprechend an die hier 
dargestellte Maßnahme übergeleitet wird.  
 Gesundheitsamt  
Es gibt eine enge fachliche Kooperation des o.g. Ang e-
bots 1.0.16 mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des 
Gesundheitsamtes. Das Angebot 1.0.16 ergänzt das  
bestehende Regelangebot. Der Sozialpsychiatrische 
Dienst ist ein stadtweites Angebot, das Hilfen und Bera-
tung für Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung 
nach dem ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schut z-
maßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG). 
vorhält (z.B. in Krisensituationen). Es handelt sich dabei 
in der Regel nicht um eine intensivierte und längerfrist i-
ge Begleitung, sondern um eine situative Hilfestellung 
für ausschließlich erwachsene Menschen. Das hier neu 
benötigte Angebot richtet sich hin gegen auch an mi n-
derjährige junge Menschen mit in der Altersphase b e-
nötigten spezifischen Hilfestellungen – sobald der B e-
darf auftritt oder bekannt wird.  
 
In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu 
diesen jungen Menschen mit der beschriebenen Prob-
lematik überaus schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht b e-
wusst, dass ggf. psychische Problemlagen vorliegen. 
Daher sehen sie keinen Grund, einen Fachdienst wie 
den Sozialpsychiatrischen Dienst oder einen niederg e-
lassenen Facharzt/eine Fachärztin aufzusu chen. Die 
Angehörigen nehmen die Situation meist deutlicher

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 57 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
wahr. Ihnen ist aufgrund ihrer persönlichen Betroffe n-
heit und (in der Regel) fehlender Fachkenntnisse j e-
doch nicht möglich ist, die Jugendlichen bzw. jungen 
Erwachsenen zu motivieren, aktiv Hilfe zu suchen. 
Meist vergeht sehr viel Zeit, sodass die Betroffenen erst 
viel zu spät Zugang zum Hilfesystem finden. In der Zwi-
schenzeit ist u. U. keine gezielte Perspektivplanung e r-
folgt oder die Ausbildung bzw. die Schule wurde abg e-
brochen, da keine helfende n Maßnahmen begonnen 
worden sind. Eine Erfahrung, die sehr frustrierend für 
die jungen Menschen ist und im Zuge einer umfasse n-
den Hilfeplanung vermieden werden könnte. Die hier 
beschriebene Maßnahme 1.016 ist eine aufsuchende, 
speziell auf junge Menschen u nd schulische/berufliche 
Orientierung ausgerichtete Hilfe mit einem besonders 
niedrigschwelligen Ansatz. Sie ist daher geeignet, einen 
Kontaktaufbau schrittweise einzuleiten. Darüber hinaus 
kann durch die Spezialisierung und den intensiven Kon-
takt zu Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobcenter 
U25, eine wirksame und zielgerichtete Hilfe angeboten 
werden. Aufgrund der Vernetzung des hier beschrieb e-
nen Angebots im Sozialraum und entsprechenden Insti-
tutionen wie z. B. den Schulen, ist es u. a. möglich, di e 
betroffenen jungen Menschen überhaupt zu erreichen. 
Dadurch kann frühzeitig präventiv eingeschritten und 
die Chronifizierung einer evtl. bestehenden Erkrankung 
oder die Erlangung einer Erkrankung vermieden we r-
den.  
 
Projektbeschreibung 
 Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsangebot, 
sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim 
Verlassen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellung 
mit anderen Menschen, die eine sehr akzeptierende und 
langsam aufbauende Hilfe notwendig  macht und auf einer 
vertrauensvollen Beziehung beruht.  
 
 Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfristig 
Anbindung an die Regelangebote. Dabei ist es von größter 
Wichtigkeit, dass dieser Prozess kontinuierlich verläuft und 
sich an den individuellen Bedürfnissen jedes Einzelnen 
orientiert. 
 
Beispielhafte Aufgabendarstellung 
 Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rahmen 
aufsuchender Tätigkeit 
 Entwicklung einer individuellen realistischen Perspektive, 
insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung,  Beschäfti-
gung, Ausbildung 
 Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf: 
 Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen Insti-
tutionen 
 Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen R e-

58 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
gelsystems 
 
Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig 
in Köln erprobt wird. 
Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter Projekte 
in anderen Städten, z.B. „Achtung -Fertig-Los!“ in Velbert, mit 
ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden. 
 
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamt es, als 
kommunaler Leistungsträger der Daseinsvorsorge, erfüllt, wie 
oben beschrieben, konkrete Aufgaben gemäß ÖGD und 
PsychKG (Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei ps y-
chischen Krankheiten). Zu den Tätigkeiten des Dienstes gehört 
eine meist situative Hilfestellung und Krisenintervention. Ebenso 
wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben keine auf Dauer 
angelegte intensive Begleitung und Beratung von Menschen mit 
psychischen Problemen über einen längeren Zeitraum geleistet. 
Der Dienst kann auch nur vo n erwachsenen Betroffenen ab 18 
Jahren in Anspruch genommen werden und ist nicht altersspezi-
fisch auf ein junges (minderjähriges) Klientel ausgerichtet. Erfah-
rungsgemäß treten Schwierigkeiten und die Notwendigkeit einer 
beruflichen oder schulischen Planung bereits vor dem Erreichen 
einer Volljährigkeit auf. Zu erwarten ist vielmehr, dass der Soz i-
alpsychiatrische Dienst als Kooperationspartner, junge Me n-
schen an die Projektmitarbeiter/innen vermitteln wird.  
 
Ergänzend zu den genannten Aufgaben können die ko nkreten 
Aktivitäten der zugehenden Hilfe beispielhaft sein: 
 Motivation zur Entwicklung einer realistischen Zukunft s-
planung und Hilfe bei der Umsetzung (individuelle Hilf e-
planung) 
 Begleitung bei notwenigen Behördengängen (Jobcenter, 
Jugendamt etc.) 
 Motivation und Begleitung zu ggf. einer psychiatrischen 
Behandlung und/oder Psychotherapie 
 Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu anderen Hilfeträgern 
(Bildungseinrichtungen, Arbeitsprojekten, Betreutes Wo h-
nen etc.) 
 Unterstützung bei der Aufnahme und Pflege sozialer  
Kontakte 
 Hilfe bei der Gestaltung freier Zeit und Vermittlung zu sp e-
ziellen Freizeitangeboten zur Tagesstrukturierung 
 Beratung und Unterstützung der Angehörigen des B e-
troffenen/der Betroffenen 
 
Zu den über den Einzelfall hinausgehenden Aufgaben gehören  
u. a.:  
 Kontaktaufbau und -erhalt zu regionalen Kooperation s-
partnern 
 Klienten-Akquise im Sozialraum 
 Fachlicher Austausch und Teilnahme an arbeitsfeldbez o-
genen Gremien (Einrichtungsebene) 
Es ist davon auszugehen, dass durchschnittlich bis zu 5 Prozent

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 59 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
der W ochenarbeitszeit für übergreifende Tätigkeiten verwendet 
wird. 
 
Die Hilfe kann ohne formales Verfahren beginnen, sobald der 
Betroffene/die Betroffene Interesse zur Mitarbeit bekundet. Sie 
endet, wenn eine erfolgreiche Anbindung an eine weiterführende 
Hilfe erfolgt, die eine konkrete und nachhaltige Perspektive e r-
öffnet bzw. wenn der Betroffene/die Betroffene keine Unterstü t-
zung mehr benötigt oder wünscht. 
 
Die Intensität der Begleitung entspricht dem jeweiligen Hilfeb e-
darf und wird voraussichtlich mehrere p ersönliche Kontakte pro 
Woche umfassen. Sie erfordert ergänzend von den Fachkräften 
eine Vor- und Nachbereitungszeit, um Telefonate zu führen und 
Schriftverkehr bearbeiten zu können. Geschätzt handelt es sich 
dabei um ca. 3,5 bis 4 Stunden pro Woche und Kl ient bzw. Kli-
entin und kann sich über einen Zeitraum von durchschnittlich 6 
bis 9 Monaten erstrecken. 
 
Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre 
Ziele Operative Ziele 
 Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstru k-
turen  
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit be-
darfsgerechten Zugängen und Angebotsformen 
Projektziele 
 Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsge-
rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische 
Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeb o-
ten gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regela n-
gebote. 
 
 Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik   
werden individuelle Ziele mit der Perspektive berufl icher 
und/oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt.  
 
 Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angeboten 
wie zum Beispiel Vedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter, 
Schulsozialarbeit (s.o.) wird der Übergang für die B e-
troffenen ins Regelsystem erleichter t.  
 
Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen mit 
psychischen Problemlagen begleitet und je in mindestens ein 
Angebot vermittelt werden, das einen weiteren Schritt in Hinblick 
auf die berufliche Perspektive bzw. deren Einmündung bedeutet. 
Dieses Angebot kann je nach individueller Problemlage im g e-
sundheitlichen, schulischen, ausbildungs -, qualifizierungs -

60 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
und/oder berufsbezogenen Bereich liegen. Bei der Angabe von 
40 Projektteilnehmenden handelt es sich nicht um eine festg e-
legte Platzzahl, son dern um eine Mindestzahl von jungen Me n-
schen, bei denen die intensive Betreuung zu einer konkreten 
Vermittlung bzw. Anbindung an eine weiterführende Hilfe des 
Regelsystems auch tatsächlich führen soll. Es ist davon ausz u-
gehen, dass ein höherer Anteil an ju ngen Menschen erreicht 
wird, jedoch nicht sofort bei jedem eine Vermittlung ins Rege l-
system gelingt. Über die Möglichkeit, den Kontakt zu halten, 
bestünde auch bei diesen jungen Menschen langfristig eine 
Chance, durch eine intensivere Betreuung in eine ver bindliche 
Vermittlung einzumünden.  
 
Grundsätzlich ist die Dauer des Betreuungszeitraums nicht b e-
grenzt und wird sich an den jeweiligen Lebensumständen orie n-
tieren, insbesondere wenn man bedenkt, dass aufgrund der ei n-
zelnen Problemkonstellationen unterschi edliche Themen im 
Hinblick auf eine Verselbständigung bearbeitet werden müssen. 
Vorgesehen ist jedoch, dass – sobald möglich – eine Überle i-
tung in andere Hilfeformen erfolgen soll. Die Betreuungszeit 
kann jedoch einen Zeitraum von ca. 6 bis 9 Monaten erfor dern. 
Dennoch ist davon auszugehen, dass nicht bei jeder/jedem B e-
troffenen eine Überleitung in eine Hilfe mit konkreter Perspektive 
innerhalb des angegebenen Zeitraums möglich ist. 
 
Die drei Projektträger sind sehr erfahren und haben im Zuge 
ihrer bestehenden Angebote und Kooperationen bereits konkr e-
te Vorstellungen, welche Personen im Sozialraum die Hilfe b e-
nötigen würden. Darüber hinaus sollen jedoch auch in der Z u-
sammenarbeit mit der Sozialraumkoordination, den im Sozia l-
raum tätigen Hilfeanbieter, Schule n und anderen Institutionen 
neue Kooperationspartner gewonnen werden, die direkt an das 
Projekt der zugehenden Hilfe vermitteln können. Die Bekann t-
machung des Angebots wird erfahrungsgemäß in den ersten 
drei Monaten erfolgen, gleichzeitig ist es möglich, mit der Beglei-
tung der bereits bekannten Personen zeitnah zu beginnen. Da 
die zugehende Hilfe sehr individuell mit einem hohen Zeitau f-
wand begleitet und der Aufbau einer vertrauensvollen Bezi e-
hung an den Anfang setzt wird, ist mit einer hohen Haltewirkung 
zurechnen. Dieser Ansatz wird einer unnötigen Fluktuation i n-
nerhalb des Projektes entgegenwirken. 
 
Im Verlauf der Projektarbeit werden in den Sozialräumen Stru k-
turen der Kooperationen aufgebaut und eine Zusammenarbeit in 
Netzwerken geschaffen, die über den Projektzeitraum hinaus 
wirken und bestehen bleiben. Darüber hinaus werden die Er-
kenntnisse und Ergebnisse des Projektes in die weitere Psych i-
atrieplanung der Stadt Köln einfließen. 
Indikatoren  Anzahl erreichter und beratener Personen 
 Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 61 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Kosten Personalkosten  
Für 11 Sozialräume: 
 
Förderfähige Kosten zur We i-
terleitung an den Träger 
pro Jahr für 2 Jahre 
Projektmitarbeit, 2 Stellen, 
Pauschale je 76.440 € 
 
152.880 € 305.760 € 
Für den Sozialraum „Ostheim 
und Neubrück “ sind 5 Prozent 
eingeplant 
7.644 € 15.288 € 
 
Nicht förderfähige Kosten 
Für 11 Sozialräume: 
 
Freistellung von Personal, 
1/10 Stelle für 11 Sozialräume 
7.040 € 14.080 € 
Davon 5 Prozent im Sozia l-
raum 
352 € 704 € 
Sachkosten 700 € 1.400 € 
Davon 5 % im Sozialraum 35 € 70 € 
Gesamtkosten „Ostheim und 
Neubrück“ 
8.031 € 16.062 € 
 
Kofinanzierung 
Für 11 Sozialräume: 
 
Teilnehmende nach SGB II 
(12) 
43.200 € 86.400 € 
 
Davon: 
 
2017: 5.783,00 € 
2018: 7.664,00 € 
2019: 1.911,00 € 
 
Gesamt: 15.358 € 
 
 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
2 Jahre: 01.04.2017 bis 31.03.2019 
 
Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt 
 
Förderung ESF 
Bemerkung Ergänzende Hinweise/Besonderheiten: 
Angabe des Fachamts: 
Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit, 
nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich 
jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach

62 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begle i-
tung ein.  
 
Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Me n-
schen erreicht werden, die neben möglichen psychosozialen 
Defiziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Me n-
schen benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Ang e-
bot, da rein pädagogische Ansätze nicht mehr greifen.  
Anmerkungen 152-1 Nachrichtlich, die Maßnahme hat bereits für alle Sozialräume 
am 01.04.2017 begonnen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 63 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
1.0.17 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme Stadtteileltern im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
Inhalt Ausgangslage 
Anhand der sozio -ökonomischen Eckwerte im Sozialraum „Ostheim 
und Neubrück“ wird – wie auch in den weiteren zehn Kölner Sozia l-
räumen – deutlich, dass der Bedarf an Beratungsangeboten über dem 
städtischen Durchschnitt liegt. Die Erfahrung zeigt zudem, dass insbe-
sondere für den niederschwelligen Zugang entsprechende Angebote 
in Form von einer Orientierungsberatung und Lotsenfunktion in Ve r-
bindung mit aufsuchender Beratung und Begleitung erforderlich sind, 
damit bildungsbenachteiligte Menschen in prekären Lebenslagen e r-
reicht werden.  
Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und niederschwe l-
liger Beratungsansatz im Veedel geschaffen. Das Angebot bildet eine 
„Türöffner Funktion“ in Richtung Regelangebot.  
 
Projektbeschreibung 
Mit dem Projekt „Stadtteileltern“ sollen niedrigschwellige Zugänge in 
die Zielgruppen gewährleistet werden. Hierfür werden die bestehe n-
den „Stadtteilmütter-Projekte“ zu einem Stadtteileltern -Projekt weiter-
entwickelt. Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem  Strukturförder-
programm MÜLHEIM 2020 wird sich an den beiden folgenden Prinz i-
pien orientiert: 
 Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrationshinte r-
grund 
 Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilväter 
Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere  die Weiterentwicklung 
der bisherigen Stadtteilmütter -Projekte in ein dreistufiges Qualifizi e-
rungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit durch Arbeit s-
marktintegration: 
 Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteilvater  
Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die VHS Köln 
und hat einen zeitlichen Umfang von 6 Monaten und circa 20 
Unterrichtseinheiten / Woche. Vermittelt werden Kenntnisse in 
den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales sowie Basi s-
wissen in der Beratung. Die Stadtt eileltern unterstützen Fam i-
lien in Fragen zu diesen Themen und fungieren als Lotsen zu 
Fachberatungsstellen und dem Regelsystem. 
 Praxiseinsatz als Stadtteileltern (12 bis 18 Monate) 
Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über Fördermö g-
lichkeiten ih rer Kinder in der Schule, nennen Ansprechpers o-
nen für eine familiäre Unterstützung und beraten bei gesun d-
heitlichen Themen oder beim Übergang Schule und Beruf. Sie 
leisten in ihrem Veedel praktische Integrationsarbeit

64 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 Berufsbezogene Anschlussqualifizierung  in den ersten A r-
beitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel  
o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen Me n-
schen 
o Haushaltsnahe Dienstleistungen 
o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen für 
Demenzkranke 
o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Einsatz in 
einer Offenen Ganztagsschule 
o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ Patie n-
tenlotsin 
Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtteileltern durch k o-
operierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei einige Soz i-
alräume für das Stadtt eileltern-Projekt zusammengefasst werden. An 
diesen Standorten wird eine Kombination aus „Komm“ -Strukturen und 
aufsuchender Arbeit realisiert. 
Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den Stad t-
teileltern werden Beratungs - und Begleitungsangebote wirksam mite i-
nander verbunden.  
Die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. begleitet in Kooperation 
mit der Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät das 
Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich unter der Fragestellung, we l-
che Auswirkungen der Einsatz von Stadtteileltern auf Wissensbestä n-
de und Verhaltensmuster der begleitenden Familien hat. 
 
Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den bestehenden 
Strukturen 
Das Projekt etabliert eine Verweis - und Lotsenstruktur, durch die der 
Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft gestärkt wird und Me n-
schen, die bisher Beratungsangebote in den Bereichen Bildung, S o-
ziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureichendem Maße in A n-
spruch genommen haben, an diese Strukturen herangeführt werden. 
Das Projekt schließt insbesondere mit seinen aufsuchenden und d e-
zentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamtstädtischen Rege l-
angebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukturellen Ebene 
durch die Einbindung der beratenden Einrichtungen ni edrigschwellige 
quartiersbezogener Beratungsnetzwerke, die auf Dauer angelegt sind. 
Die enge Kooperation mit Familienbildung sowie den Arbeitsmarkta k-
teuren, den Kompetenzagenturen und Bildungsträgern im Sozialraum 
ist wesentlicher Projektbestandteil.  
Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratungsnetzwer-
ken wie zum Beispiel Netzwerk früher Hilfen, Netzwerk Erziehung in 
Schule (NEIS), Arbeitskreis Vernetzte Beratung, Netzwerke der We i-
terbildung, etc. 
Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  
 Erwachsene

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 65 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 Familien  
 Kinder und Jugendliche 
Ziele Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bil-
dung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebotsformen 
 Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, Schu-
le, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und / 
oder Arbeitsplätze 
Projektziele 
 Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungschancen von 
Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten Familien 
 Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskompeten-
zen von Eltern in den durch Stadtteileltern unterstützten Fami-
lien 
 Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteileltern; In-
tegration der Projektteilnehmenden in den 1. Arbeitsmarkt 
Das Projekt wirkt nachhaltig im Quartier durch die Schaffung nie d-
rigschwelliger quartiersbezogener Unterstützungsstrukturen, die auf 
Dauer angelegt sind. 
Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige 
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter Investitionspriorität 
9 (b) formulierten Zielsetzung  „Verbesserung der Integration benac h-
teiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die G e-
meinschaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen wesentlichen 
Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren  Anzahl der erfolgten Beratungen 
 Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht, Alter, 
Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  
 Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stellen 
 Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen 
 Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen 
 Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Familien 
 Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltensweisen 
bei den unterstützten Familien (Erziehungskompetenz, Orie n-
tierungswissen, Integration) 
 Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Stadtteilel-
tern

66 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Kosten 
Kosten für 10 Sozialräume  Kosten für den Sozialraum  
„Ostheim und Neubrück“ 
  
pro Jahr  3 Jahre 
Stellen-
anteile  
für den 
Sozialraum  
anteilige 
Kosten 
Personalkosten      
8 x 0,25 Stellen = 2 Stellen 
Projektmitarbeit  152.880€ 458.640 € 0,2 45.864 € 
Sachkosten     
Bürgerschaftliches  
Engagement  144.000 €  14.400 € 
Qualifizierung  
Stadtteileltern   12.000€  1.200 € 
 
Zusätzliche Stiftungsgelder  
Qualifizierung  
Stadtteileltern   96.000 €  9.600 € 
Evaluation 12.000€ 36.000 €  3.600 € 
Öffentlichkeitsarbeit 8266,67€ 24.800 €  2.480 € 
Lernmedien  8.200 €  820 € 
 
Gesamtkosten  
Stadtteileltern:   779.640 €   77.964 € 
 
Davon Haushaltsjahr 2018:   337.346,67 €   33.734,67 € 
Davon Haushaltsjahr 2019:   269.146,67 €   26.914,67 € 
Davon Haushaltsjahr 2020:   173.146,66 €   17.314,66 € 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum Projektlaufzeit: 36 Monate / 3 Jahre  
01.01.2018 bis 31.12.2020 
Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die konkrete 
Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom 
Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit Amt für Kinder, 
Jugend und Familie 
Förderung  ESF 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft  und sind nicht erken n-
bar. 
Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Projekt Stadtteileltern werden durch eine 
Stiftung bereitgestellt. Weitere Mittel wurden durch das Amt für Stad t-
entwicklung und Statistik eingebracht. Schriftliche Finanzierungszus a-
gen liegen vor.

67 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“  
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Laufende Nummer 
1.10.1 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
Maßnahme „Jung und alt - da wo es knallt“ intergeneratives und inte r-
kulturelles mobiles Angebot auf dem Straßburger Platz in 
Köln-Neubrück 
Inhalt Ausgangslage 
In Neubrück leben annähernd 3.000 Kinder und Jugendliche im 
Alter von 0 bis 27 Jahren. Der Anteil der unter 21 -Jährigen mit 
Migrationshintergrund ist in den letzten fünf Jahren von 73,5 
Prozent auf 79 Prozent angestiegen. Die Anzahl der Haushalte 
mit Kindern liegt bei ca. 26 Prozent  (Stadtdurchschnitt 18,6 
Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit bewegt sich seit Jahren um 
eine Quote von rund 9 bis 10 Prozent (Stadtdurchschnitt  5 Pr o-
zent). 
Größere inhomogene und in der Zusammensetzung sich verä n-
dernde Gruppen nut zen bewusst den öffentlichen Raum als 
Treffpunkt. Dieses wird für viele Bewohnerinnen und Bewohner 
zu Ärgernis, wenn allgemeine Regeln des Zusammenlebens in 
der hoch verdichteten Wohnbebauung von Neubrück nicht b e-
achtet werden (zum Beispiel Ruhestörungen, Vermüllung, Res-
pektlosigkeit) 
Projektbeschreibung 
Im Gegensatz zu den klassischen Institutionen sind die Angeb o-
te durch Busse mobil und flexibel. Das ermöglicht es auf den 
Marktplatz zu fahren und dort direkt vor Ort mit den Akteuren in 
Kontakt zu treten. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mi t-
arbeiter befahren mit einem Kleinbus mehrfach wöchentlich zu 
unterschiedlichen Zeiten den Platz, ausgekleidet mit einem Te p-
pich und ausgestattet mit bequemen Sitzgelegenheiten, einem 
Tisch in der Mitte, einem inter netfähigen Laptop und einer 
Sammlung verschiedener Spiele wird dies in einem aufblasb a-
ren Zelt platziert. 
Das Projekt soll den verschiedenen Bedarfslagen der Kinder 
und Jugendlichen, aber auch denen der Bewohnerinnen und 
Bewohner gerecht werden, daher soll en unterschiedliche Ang e-
bote durchführt werden.  
Zur Standardausstattung gehören Spielgeräte, wie Bälle, Tore, 
Frisbees, Diabolos und Malutensilien sowie eine transportable 
Leinwand, ein Beamer und die aktuelle Playstation, auf welcher 
die Jugendlichen gew altfreie und teambildende Spiele spielen 
können. So kann ein niederschwelliger, kinder - und jugendb e-
zogener Zugang hergestellt werden. Die vorgefundenen Örtlic h-
keiten werden spontan und kreativ in erlebnisorientierte Zonen 
verwandelt. Die konkreten Maßnahm en werden in fünf Projek t-
bausteine eingeteilt:  
 Baustein Medien 
 Baustein Spiel und Basteln, Sport

68 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Baustein Beratung und Begleitung 
 Baustein Feste 
 Baustein Ausflug 
Zielgruppe Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 21 Jahren 
Da das Projekt generationsübergreifend geplant ist, werden 
auch die übrigen Akteure des Platzes in das Angebot mit einb e-
zogen. . 
Ziele Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich 
Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s-
formen 
 Verbessertes Übergangsmanagement - Frühe Bildung, 
Schule, Beruf, Arbeitsmarkt 
 Neugeschaffene Angebotsstrukturen und / oder Arbeit s-
plätze 
Projektziele 
Entsprechend der unterschiedlichen Zielgruppen ist hier zu diffe-
renzieren. 
Kinder: Durch ein niederschwelliges offenes Angebot und B e-
ziehungsarbeit ist ein unverbindlicher und schneller Zugang zu 
den Kindern und ihren Familien möglich. So können Bedarfe 
(zum Beispiel Entwicklungsdefizite, Gesundheitsprobleme, E r-
nährungsverhalten) ermittelt werden, die dann aufgearbeitet  
oder an entsprechende Institutionen weitervermittelt werden. 
Jugendliche: Orientierung suchende Jugendliche werden durch 
das niederschwellige Angebot erreicht und können themenb e-
zogen (zum Beispiel  Bildungsprobleme, Arbeitslosigkeit, Ident i-
tätsfindung) beraten und unterstützt werden. 
Seniorinnen und Senioren  sowie weitere Marktplatznutzeri n-
nen und -nutzer: Durch gemeinsame Aktionen sollen sich J u-
gendliche, Seniorinnen und Senioren sowie weitere Bewo hne-
rinnen und Bewohner kennenlernen, denn nur so kann eine B a-
sis geschaffen werden, die auf Verständnis und Anerkennung 
beruht.  
Um generationsübergreifend arbeiten zu können, ist es überaus 
wichtig, dass die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen 
Interessengruppen zusammengebracht werden. Ziel ist es, ein 
regelmäßiger Austausch, bei dem die Sichtweisen und Bedür f-
nisse der Anderen kennengelernt werden. Das am Allgemei n-
wohl orientierte Handeln wird erfahrbar gemacht. 
Indikatoren  Anzahl der erreichten Kinder 
 Anzahl der erreichten Jugendlichen und jungen Erwac h-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 69 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
senen 
 Anzahl der Angebote 
 Anzahl der erreichten Bewohnerinnen und Bewohner 
Kosten Personalkosten 
1 Stelle Projektmitarbeit 95 Prozent  von 77.040 €: 73.188 € pro 
Jahr / 146.376 € für 2 Jahre 
1 Stelle Projektmitarbeit 25 Prozent  von 77.040 €: 19.260 € pro 
Jahr / 38.520 € für 2 Jahre 
Bürgerschaftliches Engagement: 250 Stunden x 10 € / 2.500 € 
Personalkosten gesamt: 187.396 € 
 
Sachkosten 
27.664 € 
 
Gesamtkosten: 215.060 € 
2018 53.765 € 
2019 107.530 € 
2020 53.765 € 
 
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
24 Monate / 2 Jahre 
01.07.2018 bis 30.06.2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familien 
Förderung  ESF  
Bemerkung Die Maßnahme hat am 01.07.2018 begonnen.

70 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
2.0.4 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln  
Sozialraum „Ostheim und Neubrück“:  
Bolzplatz Georgestraße, Neubrück  
Herrichtung von Trendsportarten bzw. Spiel- und Bewe-
gungsangeboten für Kinder und Jugendliche in den Sozial-
räumen 
Inhalt Ausgangslage 
In dem nur 1,1 qkm großen Stadtteil Neubrück  leben in zwei 
sehr unterschiedlich strukturierten Stadtvierteln insgesamt 8.869 
Einwohner*innen (Stand: 31.12.2016) – hiervon 1.800 Kinder 
und Jugendliche unter 18 Jahren (d. i. 20,3 %). 80,5 % der Ki n-
der und Jugendlichen wohnen im Stadtviertel Neubrück, wel-
ches durch verdichteten Geschosswohnungsbau und einen h o-
hen Anteil an öffentlich gefördertem Wohnungsbau geprägt ist. 
71,6 % der jungen Menschen weisen einen Migrationshinte r-
grund auf; 25,8 % der Einwohnerschaft sind Leistungsberechti g-
te gemäß Grundsich erungsstatistik nach SGB II der Bund e-
sagentur für Arbeit (Stadtdurchschnitt 11 %).  
Aus der im Stadtteil vorhandenen Bevölkerungsstruktur sowie 
den gegebenen familiären und sozialen Lebensbedingungen der 
Kinder und Jugendlichen ergibt sich ein hoher Handlungsbedarf.  
Der öffentliche Bolzplatz Georgestraße ist der einzige im Stad t-
teil. Da er derzeit nur über einen geringen Spielwert verfügt, 
bedarf er dringend einer an den Bedürfnissen der im Viertel l e-
benden Kinder und Jugendlichen orientierten Neuplanung.  
Um den jungen Menschen in Neubrück im Wohnumfeld alters - 
und bedarfsgerechte Spiel -, Kommunikations- und Bewegungs-
räume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten 
zu können, ist die bedarfsgerechte Neugestaltung und qualitat i-
ve Aufwertung der v orhandenen Spielfläche dringend erforde r-
lich. 
Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen 
Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei 
aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell au s-
gewiesenen Flächen. A ufgrund des gegebenen Bedarfs sind 
verstärkt niederschwellige kostenfreie Angebote für jeden ohne 
Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen. 
 
Projektbeschreibung 
Die geplante Maßnahme umfasst im Wesentlichen die Neug e-
staltung des öffentlichen Bolzpl atzes Georgestraße, welcher 
sich am Rande des Stadtteils zwischen der Autobahn A4 und 
dem öffentlichen Weg befindet, der die Georgestraße in Ne u-
brück und die zum Stadtteil Ostheim führende Wilhelm -
Griesinger-Straße verbindet und gleichzeitig das Areal des 
Bolzplatzes und das Gelände des benachbarten öffentlichen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 71 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Spielplatzes trennt.  
Die Neugestaltung soll nach dem Grundkonzept einer multifun k-
tionalen Nutzbarkeit erfolgen. Die Ausstattung soll hierbei den 
aktuellen Bedarfen vor Ort angepasst werden.  
Insgesamt gesehen soll hier ein Areal mit einem vielfältigen 
Spiel- und Bewegungsangebot und hoher Aufenthaltsqualität 
geschaffen zur Verfügung gestellt werden. 
 
An der Planung der Maßnahme werden die im Sozialraum l e-
benden Kinder und Jugendlichen sowie die in teressierte B e-
wohnerschaft beteiligt. Nur auf diese Weise kann eine bedarf s-
gerechte Gestaltung erreicht werden. Der Aspekt der Barrier e-
freiheit wird im Rahmen der Planung in enger Abstimmung mit 
dem Behindertenbeauftragten der Stadt Köln berücksichtigt. 
Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 
Ziele Operative Ziele 
 Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä-
chen für neue Nutzungen 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
Projektziel 
 Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel- und Bew e-

72 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
gungsflächen mit hohem Bewegungs - und Aufenthalt s-
wert für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in 
dem Sozialraum lebende Menschen  
 Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Lebens- 
und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und Be-
wohner des Sozialraumes 
Indikatoren  Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebote 
 Umgestaltete Fläche in m² 
 Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbetei-
ligungen 
 
Kosten Sachkosten / Baukosten 
 Sozialraum „Ostheim und Neubrück“: 240.000 € 
 
Davon:  
2021: 72.000 € 
2022: 120.000 € 
2023: 48.000 € 
 
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
30 Monate / 2,5 Jahre 
01.01.2021 bis 30.06.2023 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie  
Förderung Städtebauförderung 
Bemerkung An der Planung der Maßnahme werden Kinder, Jugendliche und 
junge Erwachsene sowie die interessierte Bewohnerschaft betei-
ligt. 
Nur auf diese Weise kann eine bedarfsgerechte Gestaltung e r-
reicht werden.  
Eine Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Einrichtungen 
der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort und der Sozialraumkoord i-
nation ist vorgesehen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 73 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
2.10.4 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Partizipative Neugestaltung „Platz an Stankt Adelheid“ 
Marktplatz Neubrück – Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf 
dem zentralen Stadtteilplatz auf Grundlage lokaler Ideen 
und Konzepte 
Inhalt Ausgangslage 
Die Siedlung Neubrück (heute eigener Stadtteil) feierte 2015 ihr 
50 jähriges Bestehen als Siedlung. Die zur Erbauungszeit inn o-
vativen städtebaulichen Ideen und Ansätze der 1960er und 70er 
Jahre mussten im Laufe der Jahre einer kritischen Reflektion 
unterzogen werden. Die stadträumlich isolierte Lage (zum Be i-
spiel bislang nicht umgesetzten Anbindung an die Stadtbahn, 
wenig Anbindung an benachbarte Stadtteile) und die siedlung s-
strukturell sowie eigentumsrechtlichen schwierige Sozialrau m-
struktur zeigen sich in den letzten Jahren zunehmend als Pro b-
lemlage.  
Der Platz „An Stankt Adelheid“ als zentrales Bindeglied der ei n-
zelnen Siedlungsteile und Zentrum des Sozialraumes kann di e-
sen aktuellen Herausforderungen schon seit längerem nicht 
mehr gerecht werden. Die sehr konsequente ursprüngliche Pl a-
nung der Siedlung hat bislang wenige Möglichkeiten gegeben, 
auf die neuen sozialräumlichen Her ausforderungen zu reagi e-
ren. Es fehlt an Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten. Die aktuell 
sehr monotone, großflächige Gestaltung der Platzfläche führt 
seit Jahren zu sich stetig verschärfenden Nutzungskonflikten 
(wichtiger Aufenthalts- und Kommunikationsraum für Kinder und 
Jugendliche im Sozialraum, Ordnungs - und Ruhebedürfnis der 
Anwohnerinnen und Anwohner, Seniorenstift, Kirchengemei n-
de). Der Platz bietet aktuell keine Möglichkeiten, die bestehe n-
den Nutzungsanforderungen (Aufenthalt resultierend aus kleinen 
Wohnungsgrößen und teilweise. hoher Belegung), kulturellen 
Nutzungsdifferenzen und -intensitäten zu erfüllen. Ausgehend 
vom vorhandenen bürgerschaftlichen Engagement (Interesse n-
gemeinschaft Marktplatz, studentischer Wettbewerb mit Unte r-
stützung der Bezirksvertretung, Umsetzung erster Maßnahmen) 
bietet sich hier die Möglichkeit einer Umsetzungsperspektive für 
eine den zukünftigen Anforderungen gerecht werdende Planung. 
Projektbeschreibung 
Die Maßnahme sieht dabei folgende Schwerpunkte vor: 
 Umgestaltung un d Ergänzung der großräumigen Plat z-
fläche und angrenzender Verknüpfungsbereiche im Hi n-
blick auf eine höhere Aufenthaltsqualität für die lokale 
Bevölkerung durch eine stärkere Gliederung  
 Schaffung von Aufenthaltsbereichen und Spielmöglic h-
keiten  
 Erhöhung des Grünanteils insbesondere im Übergang zu 
den angrenzenden Freiräumen und Verkehrsflächen

74 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Betonung des zentralen Stadtraumes im Sozialraum 
auch mit dem Ziel eine dauerhafte Perspektive für Ei n-
zelhandels- und Gastronomieangebote im Stadtteilzen t-
rum zu schaffen. 
In die Umgestaltung können aktuelle Aspekte der Freiraumg e-
staltung im Hinblick auf stadtklimatische Herausforderungen 
(zum Beispiel Klimawandel: Hitze, Starkregen) mit einfließen.  
In die Umgestaltung soll die Erneuerung und Vergrößerung e i-
nes vorha ndenen Kinderspielplatzes (auf eine Fläche von 300 
qm) einbezogen werden. 
 
Phase 1 (Entwurf) 
 Erarbeitung der Entwurfsplanung auf Grundlage der von 
der Interessengemeinschaft Marktplatz entwickelten 
Ideen auf Basis des Ergebnisses des studentischen 
Ideenwettbewerbs (Leistungsphasen 1 bis 3 der Hon o-
rarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)) durch 
beauftragte Landschaftsarchitekten 
 Durchführung von 2 Workshops vor Ort (Auftakt, Zw i-
schenpräsentation) in der Planungsphase (Stadtpl a-
nungsamt, Sozialraumkoor dination, Landschaftsarch i-
tekt, Interessengemeinschaft Marktplatz, Öffentlichkeit) 
 Vorstellung der Planung 
 Umsetzungskonzept (zum Beispiel Umgang mit W o-
chenmarkt während Bauphase) 
Phase 2 (Ausführung) 
Erarbeitung Ausführungsplanung, Vergabe, Bauleitung, Ausfüh-
rung (Leistungsphasen 5 bis 9 HOAI) 
Zielgruppe Einwohnerinnen und Einwohner des Sozialraumes, insbesond e-
re Gruppen mit beschränktem Aktionsradius (zum Beispiel S e-
niorinnen und Senioren, Kinder und Jugendliche), welche 
dadurch einen hohen Sozialraumb ezug haben und für die zen t-
rale Aufenthaltsqualität und Kommunikationsmöglichkeiten im 
Sozialraum von besonderer Bedeutung sind. 
Ziele Operative Ziele 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
 Erschlossenen und bedarfsgerecht weiterentwickelte 
Flächen für neue Nutzungen 
 Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen 
Projektziele 
 Erhöhung der Verweildauer und Aufenthaltsqualität

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 75 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
 höhere Lebensqualität  
 Verbesserung der Integrations - und Kommunikation s-
möglichkeiten durch Begegnungsräume 
 Stärkung der lokalen Identität 
 Verbesserung des Mikroklimas durch Entsiegelung und 
Erhöhung des Grünanteils 
 Belebung des Einzelhandelsangebotes 
 geringere Verwahrlosungstendenzen 
 wohnortnahe Freiraumqualitäten 
 Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten 
Indikatoren  umgestalteter Platzfläche m² 
 begrünte und entsiegelte Platzfläche in m² 
 Aufenthaltsbereiche in m² 
Kosten Sach- / Ausbaukosten 
2020: 130.428,43 € 
2021: 52.760,52 € 
2022: 297.392,38 € 
2023: 403.592,78 € 
2024: 424.832,88 € 
2025: 191.037,07 € 
 
Gesamt: 1.500.043,90 € 
 
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
5 Jahre und 10 Monate 
01.01.2020 bis 31.10.2025  
Projektverantwortung Stadt Köln: Stadtplanungsamt in Zusammenarbeit mit dem Amt 
für Straßen und Verkehrstechnik und dem Amt für Kinder, J u-
gend und Familie 
Förderung  Städtebauförderung

76 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
2.10.5 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme  2.10.5 Machbarkeitsstudie  als vorbereitende Maßnahme  
zum Bau einer Begegnungsstätte für „Ostheim und Ne u-
brück“ sowie  
2.10.5a Bau der Begegnungsstätte 
Inhalt Ausgangslage 
Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ fehlt eine Begegnung s-
stätte. Vor allem für den sozialen Brennpunkt Gernsheimer 
Straße würde von einer nahe gelegenen Begegnungsstätte pr o-
fitieren.  
Eine bebaute Begegnungsstätte mit  Café, kleinem Veransta l-
tungssaal und Gruppenräumen und  soll zu einem lebendigeren 
Stadtteil beitragen, wo die Bewohnerinnen und Bewohner 
selbstbestimmt und bedarfsgerecht Partizipation und Teilhabe 
leben. Für alle Generationen des Stadtteils gilt es Ange bote und 
Leistungen im sozial-kulturellen Bereich zu entwickeln.  
Der Bürgerverein Ostheim wünscht sich ein Bürgerhaus im Orts-
kern und hätte dazu auch die passende leerstehende Immobilie. 
Der Veedel e.V. – Träger der Sozialraumkoordination vor Ort 
und Betr eiber eines kleinen Jugendtreffs in der Gernsheimer 
Straße (seit vielen Jahren in Wohncontainern als Provisorium) – 
favorisiert eine solche Begegnungsstätte in der Nähe der 
Gernsheimer Straße aufgrund der dortigen sozialen Probleml a-
gen. 
Die Frankfurter Straße als stark befahrene Straße schneidet den 
Stadtteil in zwei Bereiche. Auf der einen Seite der Ortskern 
Ostheim mit einer GAG -Großsiedlung und vielen Kleineigent ü-
mern und auf der anderen Seite die Hochhaussiedlung Gern s-
heimer Straße. Da die Begegnungsstä tte die Bedarfe von ganz 
Ostheim einbeziehen soll, ist die Frage des Standortes von b e-
sonderer Bedeutung. 
Die Idee der Bürgerplaza 
Die Bürgerplaza ist die Bezeichnung für Begegnungs - und 
Kommunikationsmöglichkeiten eines Sozialraumes, eines Stad t-
teiles ode r eines Quartiers. Die Sozialverwaltung strebt in K o-
operation mit anderen Ämtern und Akteuren eine Optimierung 
dieser Möglichkeiten in sozial-schwachen Stadtteilen an. 
Die Idee geht davon aus, dass die Ermöglichungsstruktur in e i-
nem Quartier der Fokus ist,  unter dem ein lebenswerter, ein l e-
bendiger, ein von Gemeinsinn erfüllter, kurz: ein Stadtteil in s o-
zialer Balance entstehen kann. Neben den ökonomischen Fakto-
ren, der Infrastruktur, gutem und bezahlbarem Wohnraum sind 
in besonderer Weise Begegnungsmöglich keiten für die Me n-
schen das, was den lebendigen Stadtteil ausmacht. Die Bege g-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 77 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
nung ist der Hebel, durch den die Bewohnerschaft selbstb e-
stimmt und bedarfsgerecht Partizipation und Teilhabe leben.  
Die Bürgerplaza ermöglicht auf niederschwellige Weise soziale 
Kontakte, ist Ort selbstbestimmter Freizeitgestaltung und vermit-
telt bedarfsgerecht Hilfestellungen, pädagogische Angebote, 
kulturelle Impulse und eine persönliche Identifikation mit der 
Umwelt. Sie übernimmt im Stadtteil die Funktion des Ambosses, 
auf dem eine wirksame Präventionskette geschmiedet wird.  
Charakter und Zielsetzung einer Bürgerplaza erfordert eine a b-
gestimmte, organisierte, strukturierte und ressortübergreifende 
Zusammenarbeit. So können die ber eitgestellten Ressourcen 
zweckmäßig und effizient genutzt werden. Dabei spielt die G e-
winnung der Bewohner*innen als engagierte Partner vor Ort e i-
ne herausragende Rolle. 
Projektbeschreibung 
Die Studie soll für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ er-
kunden, welcher Standort für eine Begegnungsstätte der geei g-
netste beziehungsweise welche bereits vorhandenen Objekte 
sich für eine Begegnungsstätte optimal eignen. Erwartet wird ein 
konkreter Umsetzungsvorschlag (Standort, Baulichkeit, Nu t-
zungs-, Betriebs- und Finanzkonzept) für eine Begegnungsstä t-
te. Die Bewohnerschaft und die Akteure aus dem Sozialraum 
sind in den Prozess der Planung und Erstellung der Machba r-
keitsstudie einzubeziehen. 
Ziele der Studie sind: 
 Ermittlung der konkreten Bedarfslage unter Berücksich ti-
gung der vorhandenen Infra- und Angebotsstruktur 
 Entwicklung eines inhaltlichen Nutzungskonzeptes unter 
Beteiligung der Sozialraumakteure und der Bewohne r-
schaft für unterschiedliche Zielgruppen und Nutzung s-
zwecke 
 Erstellung eines räumlichen Nutzungskonzeptes 
 Erstellung von Standortvorschlägen unter Berücksicht i-
gung der Erreichbarkeit sowie der zur Verfügung stehe n-
den baulich räumlichen Ressourcen (Neubau / Bestand) 
 Entwicklung eines Trägerkonzeptes / Betreibermodells 
unter Beteiligung von Verwaltung, Sozi alraumakteuren 
und Bewohnerschaft 
 Finanzierungskonzept zum Betreibermodell. 
Die Machbarkeitsstudie soll auch Antworten auf folgende Fragen 
finden: 
 Wo liegen die Risiken bei der Durchführung? 
 Welche hauptamtlichen Ressourcen benötigt die Bege g-
nungsstätte, welche Ressourcen können bürgerschaftlich 
organisiert und gewonnen werden?

78 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
 Wie hoch sind die zu veranschlagenden Kosten (Pl a-
nung, Konzeptentwicklung, beziehungsweise Miete, B e-
treiberkosten)? 
 Gibt es bezogen auf eine Begegnungsstätte im Stadtteil 
noch andere Alternativen? 
 Sind die zur Verfügung stehenden Ressourcen in pers o-
neller und finanzieller Sicht langfristig ausreichend 
(Nachhaltigkeit)? 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner und Akteure aus dem Sozia l-
raum „Ostheim und Neubrück“ 
Ziele Operative Ziele  
 Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä-
chen für neue Nutzungen 
 Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s-
räume 
Projektziele 
 Ein geeigneter Standort für eine Begegnungsstätte ist 
gefunden 
 Das Raumkonzept für die Begegnungsstätte ist ent wi-
ckelt 
 Ein wirtschaftlich tragbares Betreibermodell ist entwickelt 
Indikatoren  Vorliegen der umfassenden Machbarkeitsstudie zur weiteren 
Beratung in Politik, Verwaltung und Bewohnerschaft. 
Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner des Soz i-
alraumes 
Anteil der beteiligten Akteure 
Kosten 2.10.5 Machbarkeitsstudie  
2020 60.000 € 
 
2.10.5.a Bau einer Begegnungsstätte 
3.000.000 € 
davon 
2022 1.000.000 € 
2023 1.000.000 € 
2024 1.000.000 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 79 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
Machbarkeitsstudie 
12 Monate / 1 Jahr 
01.01.2020 – 31.12.2020 
Der Antrag für die Machbarkeitsstudie wird als vorbereitende 
Maßnahme zum STEP 2020 eingereicht. 
 
Bau einer Begegnungsstätte 
36 Monate / 3 Jahre 
01.01.2022 bis 31.12.2024 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren in Kooperation mit 
dem Amt für Kinder, Jugend und Familie 
Förderung  Städtebauförderung  
Bemerkungen Von Anfang an sollten alle Akteure und die Bewohnerschaft aus 
dem Sozialraum eingebunden werden.  Die Maßnahme wird als 
vorbereitende Maßnahme durchgeführt. Beantragt im Rahmen 
des Förderantrags für den Bau.

80 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer  
2.10.7 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum 
Maßnahme Neubau der Jugendeinrichtung „Am Wunschtor“ des Ve e-
del e.V., Gernsheimer Str. Köln-Ostheim 
Inhalt Ausgangslage 
Die Jugendeinrichtung des Veedel e.V. befindet sich auf städti-
schem Grund in einem Sozialraum, der sich sowohl von seiner 
baulich- räumlichen Gestaltung als auch aufgrund der Stadtvie r-
teldaten deutlich von anderen Sozialräumen unterscheidet. 
Neben der Bevölkerungsdichte (hochgerechnet 23.200 Einwo h-
ner je km²/ Gesamtstadt 2.700) zeichnet die Straße auch ihre 
kulturelle Vielfalt aus. 
2017 lag der An teil an Menschen unter 21 Jahren mit Migrat i-
onshintergrund bei 96,5%, der gesamtstädtische Durchschnitt 
liegt bei 52,6%. 
 
Ebenfalls außergewöhnlich ist die Altersstruktur im Stadtteil. 
31,9% der Bewohner sind Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre 
(Stadt Köln 19,2 %). 
Diese sind von der schlechten wirtschaftlichen Situation beso n-
ders betroffen.  
Ca. 70,7% der Kinder unter 15 Jahren lebten 2016 von staatl i-
chen Transferleistungen (Stadt Köln 21,4%).  
 
Aktuelle räumliche Voraussetzungen für die Kinder und J u-
gendarbeit 
Der Veedel e.V. nutzt für seine Jugendeinrichtung eine Wo h-
nung (ca. 75 m²) im Hochparterre des Hauses Nummer 12 als 
Büro und Gruppenraum.  
Darüber hinaus dient ein Container (ca. 65 m²) dem offenen 
Angebot und wird ebenso für Gruppenarbeit genutzt.  
Der bauliche Zustand dieses Containers, der aus zwei ehemal i-
gen Pausencontainern aus den 1960er Jahren besteht, ist 
schlecht.  
Neben dem Container stehen für Außenangebote ein Sportfeld 
(Bolzplatz) und das Außengelände (ca. 400 m²) zur Verfügung. 
 
Diese Voraussetzungen reichen für adäquate Jugendangebote 
nicht aus und werden dem hohen Bedarf vor Ort nicht gerecht. 
Die Jugendeinrichtung „Wunschtor“ ist seit vielen Jahren ein 
räumliches Provisorium und erfüllt nur unzureichend die Anfo r-
derungen, die für eine bedarfsgerechte Kinder - und Jugenda r-
beit in diesem Umfeld notwendig sind.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 81 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Zur Sicherung und Erfüllung des pädagogischen Auftrags ist 
eine räumliche Erweiterung zwingend angesagt. 
Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachs e-
ne im Alter von 10 bis 25 Jahren. 
Ziele Fertigstellung eines Neubaus Jugendeinrichtung mit 205qm 
umbautem Raum 
Indikatoren Fertigstellung eines Neubaus Jugendeinrichtung 
Kosten Planungskosten: 190.000 € netto; 226.100 € brutto 
Realisierungskosten: 720.000 € netto; 856.800 € brutto 
Gesamtkosten: 910.000 € netto; 1.082.900 € brutto 
2020 226.100 € 
2021 428.400 € 
2022 428.400 € 
 
Projektlaufzeit/ 
Zeitraum 
36 Monate/ 3 Jahre 
Beginn 2020 
Projektverantwortlicher 
und Bauherrenschaft 
Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie/ 51 
Förderung  Städtebauförderung

82 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 
3.10.1 
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung 
Maßnahme Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse zur Ansiedlung eines 
integrativen Lebensmittelmarktes im Sozialraum „Ostheim 
und Neubrück“ 
Inhalt Ausgangslage 
Derzeit gibt es mit dem bestehenden NETTO Markendiscount 
nur einen Lebensmittelmarkt in Neubrück. Im 2013 beschloss e-
nen Einzelhandels - und Zentrenkonzept  der Stadt Köln wurde 
die Ansiedlung eines Vollsortimenters aufgrund des eing e-
schränkten Angebots als Handlungsempfehlung formuliert. Da 
derzeit keine geeigneten Flächen bereitstehen, muss diese noch 
entwickelt und ein geeignetes Angebotskonzept gefunden w er-
den. Die Stadt Köln steht bereits im Dialog mit dem Bürgerverein 
Neubrück und potentiellen Grundstückseigentümern. Der Bü r-
gerverein ist ein wichtiger Kooperationspartner und die treibende 
Kraft vor Ort. 
Projektbeschreibung 
Die vor Ort empfundenen Versorgungsqualitäten und -defizite an 
Waren und Dienstleistungen werden unter Beteiligung der B e-
wohnerschaft ermittelt und pragmatischen Vorschlägen zur Ve r-
besserung der Versorgungssituation mit möglichst integrativem 
Charakter erarbeitet. Hierbei sind die einge schränkten Flächen-
potenziale für zusätzliche Ladenlokale sowie die Beteiligung s-
möglichkeit der Bevölkerung für integrative Betriebskonzepte zu 
beachten. 
Im Rahmen der Maßnahmen sollen folgende Aspekte bearbeitet 
werden: 
 die Analyse der Angebotsstruktur im Sozialraum und 
dessen engerem Verflechtungsbereich auf der Grundl a-
ge einer Aktualisierung der Daten des Kommunalen 
Einzelhandelskonzeptes inklusive einer differenzierten 
Bewertung der Erreichbarkeit 
 eine nachfrageorientierte Bedarfsanalyse auf der Grund-
lage geeigneter qualitativer oder quantitativer Befr a-
gungsmethoden 
 das Aufzeigen von Ausstattungsdefiziten und die En t-
wicklung von konkreten und umsetzungsorientierten 
Ideen zur Verbesserung der Nahversorgungsangebote  
 Prüfung von Inklusionskonzepten (zum Bei spiel CAP -
Markt, Nahkauf) zur Integration von Menschen mit B e-
hinderung oder mit auf sonstige Weise erschwerten Z u-
gang zum Arbeitsmarkt (zum Beispiel Langzeitarbeitsl o-
se),  
 Prüfung alternativer Versorgungskonzepte, gegebene n-
falls bürgerschaftlich getragene Versorgungskonzepte 
(zum Beispiel DorV e.V.) sowie Ansätze zur Steigerung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 83 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
der Servicequalität (zum Beispiel Bringdienste) und 
Nahmobilität sind zu berücksichtigen. 
Die Studie dient der Abstimmung zwischen allen Beteiligten und 
liefert Ideen, Möglichkeiten,  Maßnahmen, Strategien und Bete i-
ligungsmodelle insbesondere in Hinblick auf die unvollständige 
Nahversorgungssituation und die Schaffung von zusätzlichen 
Arbeitsplätzen im Gebiet. 
Zielgruppe  alle Bewohnerinnen und Bewohner Neubrücks 
 potentielle Neubürgerinnen und Neubürger 
 gegebenenfalls Existenzgründerinnen und Existenzgrü n-
der 
 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit erschwertem 
Zugang zum Arbeitsmarkt (zum Beispiel Menschen mit 
Behinderung, Langzeitarbeitslose) 
Ziele Operative Ziele 
 Verbesserte Nahversorgung 
 Stärker geförderte und entwickelte Wirtschaftsstandorte / 
Adressbildung 
Projektziel 
Erarbeitung von analytisch fundierten und umsetzungsorientie r-
ten Vorschlägen zur Sicherung und bewohnerorientierten E r-
gänzung der Nahversorgung in Neubrück mi t integrativem Ch a-
rakter zur nachhaltigen Verbesserung der Wohn - und Leben s-
qualität. 
 
Das Projekt entspricht der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige 
Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) fo r-
mulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integr ation benachtei-
ligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die 
Gemeinschaft“ (OP EFRE Ziel 11; Maßnahme 2 „Verbesserung 
des Öffentlichen Raums/Wohnumfelds“ und Maßnahme 3 „B e-
lebung der örtlichen Wirtschaft“) in vollem Umfang und leistet 
einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. 
Indikatoren Vorlage einer Bedarfs - und Machbarkeitsstudie mit Konzepten t-
wurf für einen integrativen Lebensmittelmarkt mit folgenden 
Leistungsbausteinen: 
1. Datenerfassung und Bestandsaufnahme 
2. Analyse der Angebots- und Nachfragestruktur im Stad t-
teil 
3. Nachfrageorientierte Defizitanalyse 
4. Vorschlag von geeigneten, umsetzungsorientierten A l-
ternativen zur Schaffung einer Nahversorgung 
5. Vorschlag Betreibermodell

84 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
6. Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse 
Kosten Gesamtkosten: 50.000,00 € 
Projektlaufzeit / Zeit-
raum 
6 bis 8 Monate 
2019 bis 2020 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung  EFRE 
Bemerkung Mit der vorliegenden Studie kann eine gezielte Ansprache p o-
tenzieller Träger, Betreiber und Investoren zur Ansiedlung eines 
integrativen Lebensmittelmarktes erfolgen. Bei positivem Votum 
der Machbarkeitsstudie zur Ansiedlung eines integrativen L e-
bensmittelmarktes werden weitere Fördermöglichkeiten geprüft 
(beispielsweise Finanzierung der Ersteinrichtung ua.).

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 85 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Laufende Nummer 
4.0.4 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t-
reinhaltung und Lärmminderung 
Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. Info r-
mationsmaterial für die Bevölkerung  zum Thema Hitzeen t-
wicklung im Zuge des Klimawandels in den elf Sozialrä u-
men  
Inhalt Ausgangslage 
Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und 
Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und 
den Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die 
Ergebnisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerech-
te Metropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat 
deutlich gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die 
Wetterextreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine 
deutliche Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtte i-
le gegenüber dem Umland  mit Temperaturdifferenzen von bis 
zu 10 Grad. 
In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von 
über 30 Grad und die Sommertage, mit Temperaturen von über 
25 Grad in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maxima l-
temperaturen von über 40 Grad errei cht werden. Die Zahl der 
Sommertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtg e-
biet Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhäl t-
nissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der he i-
ßen Tage kann sich sogar verdoppeln.  
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartiere bei lang anha l-
tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonders Klei n-
kinder, kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesunden 
Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter 
Leistungsfähigkeit führen. 
Bei Hitzeper ioden wurden höhere Sterberaten gemessen und 
das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheitlichen Be-
lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen 
gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken.  
Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit un d soziale Vereinsamung 
oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende 
Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen 
werden. 
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetse i-
te und als Handy -App eine Hitzewarnung an. Dieser  Dienst 
kann auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. 
 
Projektbeschreibung 
Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bewo h-
nerschaft in den Sozialräumen zu erreichen, die alters - und si-
tuationsbedingt diese webbasierte Technik nich t nutzen kö n-

86 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
nen. Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung für Hitz e-
ereignisse bekommen, sondern auch eine entsprechende Ve r-
haltensänderung beziehungsweise Vorsorge betreiben.  
So sollte zum Beispiel ein alter Mensch dazu angehalten we r-
den an besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhalten zu 
ändern oder die junge Mutter könnte in der Mittagszeit mit ihrem 
Kind den Schattenplatz aufsuchen. 
Die Kampagne soll neben allgemeinverständlichen Informati o-
nen verschiedene Medien bedienen. Gerade alte Mensc hen, 
gegebenenfalls in Einrichtungen, benutzen andere Medien als 
junge Mütter von Kleinkindern. Die Information soll über ve r-
schiedene Kommunikationswege verbreitet werden. Hierbei sol-
len auch neue Wege eingeschlagen werden.  
Hierzu ergeben sich in den Soz ialräumen mehrere Frageste l-
lungen: 
 Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n-
gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert 
und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalten 
aus? 
 Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner e r-
reicht, die nicht in einer Einrichtung leben? 
 Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima / 
Hitzeentwicklung zu kommunizieren? 
 Was sind geeignete Kommunikationsmedien? 
 Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? 
Mit Hilfe von Multiplikatoren soll das Thema an  die Zielgruppe 
kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im 
Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse andere, um 
das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. 
Mögliche Multiplikatoren sind: 
 Diverse soziale und kirchliche Träger  
 Pflegedienste 
 Grundschulen 
 Sozialraumkoordination 
 Anlaufstellen 
 Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler 
Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der Hitze -
Warnung in der Einrichtung“, beziehungsweise „Erreichbarkeit 
von alleinlebenden älteren Menschen“ durch die Universität 
Bonn (Professor Kistemann, Institut für Hygiene & Public 
Health) im Rahmen von gesundheitsgeographischen Mastera r-
beiten untersuchen zu lassen.  
Mögliche Maßnahmen sind: 
 Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 87 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy -Apps oder 
das Internetz. 
 Ausgabe von Trinkflaschen 
 Gedrucktes Informationsmaterial  
 Internet / App 
 Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in den 
Sozialräumen Thementage und Informationskampagnen 
nach dem Motto „bl eib cool“ durchzuführen. Diese sollen 
an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvo r-
sorge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des 
Versorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwa s-
ser aus, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibil i-
sieren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r-
schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durch 
gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute we r-
den diese erreicht.  
Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitzeen t-
wicklung kann in Zusammenarbeit m it dem Gesundheitsamt in 
die Grundschulen transportiert werden.  
Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über eine „Hitz e-
ampel“ entsprechend informiert werden.  
Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere 
Ziele Operatives Ziel 
 Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m-
weltbewusstere Lebensweise 
Projektziele 
 Veränderte Einstellung zum Thema Umweltbelastung 
und Hitze  
 Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle 
Indikatoren  Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  
 Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche 
Kosten Kostenreduzierung gegenüber Ratsbeschluss vom 20.12.2016 
Gesamtkosten für 11 Sozialräume: 300.000,00 € 
Gesamtkosten pro Sozialraum: 27.273 € 
Projektlaufzeit / Zei t-
raum 
36 Monate / 3 Jahre 
Beginn 2019 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt - und Verbraucherschutzamt in Zusamme n-
arbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der RheinEne r-
gie und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentl i-
che Gesundheit

88 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF 
Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme 
„Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Soz i-
alraum „Ostheim und Neubrück“, Quartier Gernsheimerstr a-
ße  
Inhalt Ausgangslage 
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am L e-
ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte 
Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die 
Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration 
unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. 
Dies trifft beso nders für sozial belastete Quartiere zu, in denen 
meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind.  
Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ wurde das Quartier 
Gernsheimerstraße identifiziert, dessen Bewohnerschaft durch 
einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölkerungsgru p-
pen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit einem weitgehend 
unattraktiven Wohnungsbestand und Wohnumfeld. Durch die 
Überlagerung von sozialer Benachteiligung der Bewohnerschaft 
und einer unterdurchschnittlichen Qual ität der Wohn - und L e-
bensbedingungen werden hier besondere Handlungsbedarfe 
deutlich.  
Folgende Merkmale sind in dem Quartier besonders hervorzuh e-
ben:  
 räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von 
Transferleistungen 
 hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen 
 strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds  
 negatives Image 
 geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem 
Quartier 
 
Projektbeschreibung 
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar bei den L e-
benslagen der Quartiersbewo hnerinnen und -bewohnern an. So 
kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der 
„Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder -) 
initiiert, -etabliert und verstetigt werden.  
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement in  
dem insgesamt wesentlich größeren Sozialraum „Ostheim und 
Neubrück“ ist sicherzustellen und konstituierend für den nachha l-
tigen Erfolg der Maßnahme. Das Quartiersmanagement zielt d a-
rauf ab, die Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu 
aktivieren un d zu unterstützen, dadurch Barrieren abzubauen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 89 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
und den Netzwerkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem 
Kontext bereits eine Ansprache der Bewohnerschaft und der i n-
stitutionellen Quartiersakteure. Die Situation im Quartier Gern s-
heimerstraße erfordert jedoch eine intensivere Betrachtung. Hier 
leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, 
die eher artikulationsschwach sind und mit besonders niede r-
schwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert we r-
den müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme.  
 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Proble m-
lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Leben s-
bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht 
werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine 
entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen 
sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden.  
Aufgabe der Mieter - und Nachbarschaftsarbeit wird sein, in Z u-
sammenarbeit mit möglichst vielen Betr offenen die Lebensqual i-
tät vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden struk-
turellen Probleme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorien-
tiert aufzugreifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. 
Schwerpunkte sind die sozialen Lebensverhältnisse und der per-
sönliche Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie 
die konkrete Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die 
Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten Interessen, 
Aktivitäten und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft a n und en t-
wickelt daraus bedarfsgerechte Beratungs -, Aktivierungs - und 
Unterstützungsleistungen für das Quartier.  
Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen konkretisi e-
ren: 
 Kontinuierliche Präsenz im Quartier 
 Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung 
(nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von 
Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und 
Bewohner vor Ort 
 Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen 
im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit 
 Soziale Aktivi erung der Wohnbevölkerung durch die O r-
ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulture l-
len Veranstaltungen, Informationsangeboten und Akti o-
nen 
 Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten 
 Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und 
kulturellen Leben im Quartier 
 Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßna h-
men zur Aufwertung des Quartiers 
 Erhöhung der Teilhabechancen in den Bereichen B e-

90 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
schäftigung, Bildung und Gesundheit 
 Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lo b-
byarbeit für das Quartier) 
 Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen 
Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt 
werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professi o-
nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche 
Begleitung ermittelt werden. 
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier  
Ziele Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  
 Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort 
Projektziele 
 Ziel der aktivierenden Mieter - und Nachbarschaftsarbeit 
ist es, allen in dem Quartier lebenden Menschen, una b-
hängig von der persönlichen Lebenssituation, der He r-
kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsf ä-
higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellsc haftlichen 
Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von A r-
mut und sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Durch die 
Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen 
dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner 
des Quartiers ihre Interessen v ertreten, ihre Rechte als 
Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und 
Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren 
können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt 
einbringen. 
Indikatoren  Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im 
Rahmen der aktivierenden Befragung 
 Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in der B e-
wohnerschaft 
 Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und Kommunikat i-
onsräume im Quartier 
 Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützten 
Mieterinitiativen und Selbstbestimmungsgremien 
 Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangebote 
(Mieterberatung) 
 Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r-
treffen

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 91 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Kosten Personalkosten für das Quartier Gernsheimerstraße (externe 
Vergabe) 
0,5 Stelle S 15: 36.350 € pro Jahr 
für 3,5 Jahre: 127.225 € 
Personalkosten: 127.225 € 
 
Sachkosten für das Quartier Gernsheimerstraße 
Kostenermittlung für 3,5 Jahre: 
Raumkosten: 19.526,50 € 
Einrichtungsgegenstände: 1.659,00 € 
Geschäftskosten: 4.466,00 € 
Fernsprechkosten: 1.211,00 € 
IT-Kosten: 17.857,00 € 
Sachkosten: 44.719,50 € 
 
Aktivierungsbudget 
Aktivierende Befragung:               6.500,00 € 
Wissenschaftliche Begleitung:     7.000,00 € 
Beteiligungsverfahren:                 5.250,00 € 
Aktivierungsbudget: 18.750,00 € 
Gesamtkosten: 190.694,50 € 
Davon in 2020: 26.314,00 € 
Davon in 2021: 55.877,00 € 
Davon in 2022: 55.877,00 € 
Davon in 2023: 52.627,00 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 01.07.2020 – 31.12.2023 
42 Monate / 3,5 Jahre 
Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen 
der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß 
der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll 
durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. 
Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete 
Fortführung ist abhängig vom Evaluationsergebnis der vorges e-
henen Maßnahme. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren  
Förderung Städtebauförderung 
Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht 
erkennbar.

92 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Laufende Nummer 5.0.3 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm 
Inhalt Ausgangslage 
Der Sozialraum Ostheim und Neubrück ist Teil des rechtsrheini-
schen Stadtbezirks Köln-Kalk. Ostheim ist durch eine gemischte 
Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus verschiedenen Dekaden 
(seit 1930) gekennzeichnet. Der Stadtteil Neubrück hingegen 
wurde als geschlossene Siedlung in den 1960er Jahre gebaut. 
Beide Stadtteile verfügen über Hochhaussiedlungen, die eine 
besondere Herausforderung sowohl in sozialer als auch in städ-
tebaulicher Hinsicht darstellen. 
Es zeigen sich Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe im 
Wohnungsbestand, auch wenn bereits große Anteile moderni-
siert wurden. Weiterhin werden Missstände im Zustand des 
Wohnumfeldes deutlich.  
In Teilen des Sozialraumes konnten bereits umfängliche Sanie-
rungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden, 
teilweise durch die GAG Immobilien GmbH. In einigen Woh-
nungsbeständen zeigt sich jedoch einen mangelnde Instandhal-
tung, die an einzelnen konzentrierten Lagen auftritt.  
In Verbindung mit den sozialen Problemlagen werden im Sozial-
raum erhebliche Unterstützungsbedarfe deutlich. Diese Situation 
trägt auch zu einer negativen Außenwahrnehmung des Stadttei-
les bei.  
Über die Förderung auch von Einzeleigentümern und Eigentü-
mergemeinschaften könnte das Erscheinungsbild harmonisiert 
und aufgewertet werden. 
Projektbeschreibung 
Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige Verbes-
serungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnumfeld 
vorzunehmen. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum 
soll verbessert werden. 
Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneue-
rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebauli-
che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen 
zur Fassadenverbesserung,  Herrichtung und Gestaltung von 
Hof- und Gartenflächen sowie Maßnahmen an Außenwänden 
und Dächern gefördert werden. Zuwendungsfähig sind 50% der 
Ausgaben. 
Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden 
werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das 
Förderprogramm bietet Mietern und Eigentümern von Wohnim-
mobilien und gemischt genutzten Immobilien Unterstützung bei 
Verschönerungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein 
attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von Be-
wohnerinnen und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Ver-
schönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialraum

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 93 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
„Ostheim und Neubrück“ von besonderer Bedeutung.  
 
Im Sozialraum sollen folgende Maßnahmen gefördert werden: 
- Farbliche Gestaltung von Außenwänden an Gebäuden 
- Erneuerung, Wiederherstellung und Gestaltung der Fas-
saden von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden 
- Einmalige Beseitigung von Graffitischäden an Gebäuden 
einschließlich farblicher Neugestaltung und dauerhafter 
Schutzbeschichtung 
- Künstlerische Gestaltung von Fassaden inkl. Vorarbeiten 
- Anlegen und Gestaltung von Mietergärten 
- Anlegen und Gestaltung von gemeinschaftlich genutzten 
Spiel-, Wege- und Sitzflächen inkl. Vorarbeiten 
 
Zielgruppe  Hauseigentümer 
 Eigentümergemeinschaften 
 Mieter und Nutzungsberechtigte 
Ziele Operatives Ziel  
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen 
Projektziele 
 Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll 
verbessert werden 
 Aufwertung des Wohnumfeldes 
 Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch 
ein attraktiveres Wohnumfeld 
 Steigerung der privaten Investitionen im Sozialraum 
Indikatoren  Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm 
 Anzahl der durchgeführten Beratungen  
 
Kosten  Gesamtkosten für den Sozialraum: 644.522,56 € 
 Davon Kostenanteil Dritter: 322.261,28 € 
 Förderfähige Kosten: 322.261,28 €  
 Davon 2020: 107.420,42 € 
 Davon 2021:107.420,42 € 
 Davon 2022: 107.420,42 € 
Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre  
01.01.2020 bis 31.12.2022

94 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Die Maßnahme beginnt 2020 und würde ab 2020 kassenwirk-
sam. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Förderung  Städtebauförderung 
Bemerkung Die Bausteine „Entsiegelung“ und „Begrünung von Dach, Fassa-
den und Innenhöfen“, die im Rahmen der Förderrichtlinie Stadt-
erneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt werden, 
sollen innerhalb des Haus- Hof – und Fassadenprogramms ex-
plizit nicht gefördert werden, da die Stadt Köln diese Themen im 
Förderprogramm „GRÜN hoch 3 | DÄCHER | FASSADEN | HÖ-
FE" des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz“  bereits an-
bietet. Eine entsprechende Anpassung wird in der zu erarbeiten-
den Richtlinie zum Haus, Hof- und Fassadenprogramm erfolgen.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 95 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
6.2 Rahmenplan – städtebauliche Einordnung 
Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ baut explizit auf vorhandene Strukturen in 
den Sozialräumen auf. Die Umsetzung des Programms bildet somit einen wichtigen Beitrag 
für die Quartiersentwicklung in den Sozialräumen und rückt das sozialraumorientier te Han-
deln in den Mittelpunkt. Durch den Aufbau auf vorhandene Strukturen wird die Verstetigung 
und langfristige Wirkung des Programms auch über die Programmlaufzeit hinaus befördert. 
 
Langfristige Quartiersentwicklungsstrategie gestalten 
Für eine ganzheit liche, räumliche Betrachtung des Sozialraums müssen die Aktivitäten aus 
dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ mit den weiteren Entwicklungen und Pote n-
zialen im Sozialraum gemeinsam betrachtet werden. Es befinden sich weitere Maßnahmen, 
deren Realisierung außerhalb des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ erfolgt, in der 
Vorbereitung oder Umsetzung. Ziel ist es das städtische Handeln mit den Aktivitäten weiterer 
Akteure zusammenzubringen und eine langfristige Quartiersentwicklungsstrategie zu gesta l-
ten, die vorhandene Bedarfe und Potenziale in einer gemeinsamen Vision für den Raum ver-
bindet.  
Der folgende Rahmenplan gibt eine Übersicht über die Maßnahmen, Projekte und Entwic k-
lungsgebiete, die innerhalb des Sozialraums erfolgen oder sich auf diesen u nmittelbar aus-
wirken. Somit wird die Einordnung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ in das weitere Handeln im Sozialraum ersichtlich.  
 
Schaffung eines Quartiersmittelpunktes 
Bei der räumlichen Betrachtung wird deutlich, dass sich  der Sozialraum in die beiden eige n-
ständigen Stadtteile Ostheim und Neubrück gliedert, die sich wiederum in einzelne Quartiere 
aufteilen. Verstärkt wird diese räumliche Trennung durch die Barrierewirkung der Autobahn. 
In Neubrück übernimmt der Platz „An Sa nkt Adelheid“ die Funktion des Stadtteilzentrums. 
Für die Bewohnerinnen und Bewohner bietet dieser Ort eine Begegnungs - und Aufenthalts-
stätte. Besorgungen des täglichen Bedarfes werden hier getätigt. Nicht zuletzt schafft er 
Identität und Struktur für den Stadtteil.  
Diese wichtige Zentrumsfunktion wird durch die Umgestaltung weiterentwickelt und gestärkt. 
Durch den partizipativen Ansatz der Umgestaltung des Platzes können sich alle unterschie d-
lichen Interessengruppen am Prozess beteiligen. Dadurch können n icht nur unterschiedliche 
Ansprüche abgedeckt, sondern auch ein Beitrag zur Identitätsschaffung geleistet werden. 
Dies ist die Grundvoraussetzung für Verantwortungsbewusstsein und Frequentierung.  
 
Bedeutung von Spielplätzen 
Die Situation/Qualität der Spielplätze im Sozialraum ist ausbaufähig. Der Spiel- und Bolzplatz 
Nähe Georgestraße in Neubrück grenzt an die Autobahn und ist bisher sehr rudimentär mit 
Spielelementen wie beispielsweise zwei Fußballtoren gestaltet. Er erfährt durch die Neug e-
staltung eine e rhöhte Nutzbarkeit und Nutzungsqualität. Eine multifunktionale Nutzung, die 
bedarfs- und zeitgerechten Erfordernissen entspricht, erhöht die Attraktivität und Wahrne h-
mung des Ortes für die Bewohner des gesamten Sozialraums. Der Spielplatz grenzt direkt 
an die Wilhelm-Griesinger-Straße an. Diese führt unter der Autobahn hindurch und verbindet 
die beiden Stadtteile. Eine attraktive Neugestaltung des Spielplatzes spricht sowohl Nutz e-
rinnen und Nutzer aus Ostheim wie auch aus Neubrück an und kann damit der räum lichen 
Trennung entgegenwirken. 
 
Verbesserung der Mobilität 
Die Brachfläche Wilhelm-Griesinger-Straße in Ostheim bietet das Potenzial, insbesondere 
durch städtebauliche Maßnahmen, die Anbindung in Richtung Neubrück zu optimieren. Die-
se wenig gestaltete Anbindung ist Ausdruck der insgesamt unzureichenden Integration von 
Neubrück in die Stadtstruktur.

96 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Ein attraktives Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ist insbesondere für Stadtteile in Stadt-
randlagen von großer Bedeutung. In der Vergangenheit wurden Buslini en bereits erweitert 
und neu geschaffen. Eine bessere fußläufige Erreichbarkeit der bestehenden Stadtbahnha l-
testelle in Ostheim (Linie 9) wird ebenfalls angestrebt. Darüber hinaus ist eine direkte Anbi n-
dung an das Stadtbahnnetz durch Erweiterung oder Verbi ndung der Linien 9 und 1 seit Pl a-
nung und Gründung des Stadtteils vorgesehen. Hierfür werden bereits Grünflächen vorg e-
halten. Im ÖPNV Bedarfsplan des Landes NRW ist die Maßnahme angemeldet und zudem 
im Nahverkehrsplan der Stadt Köln aufgenommen. Langfristi g bietet der Ausbau des ÖPNV -
Angebotes eine Chance die Attraktivität des Sozialraumes zu steigern.  
 
Wohnbaupotentiale nutzen 
Einen weiteren Beitrag kann außerdem die ständige Weiterentwicklung des Sozialraums als 
Wohnstandort leisten. Im Wohnungsbauprogramm der Stadt Köln konnte für „Ostheim und 
Neubrück“ eine Fläche als Wohnbaupotentialfläche identifiziert werden. Diese soll mi t rund 
40 Wohneinheiten auf langfristige Sicht nach 2025 entwickelt werden. Aufgrund der geringen 
Anzahl der Wohneinheiten ist mit keinen ausschlaggebenden Veränderungen bezüglich der 
Sozial- oder Infrastruktur zu rechnen. 
 
Ausblick 
Die verorteten Maßnahmen im Rahmenplan verdeutlichen eine behutsame Entwicklung, die 
sich im gesamten Sozialraum und darüber hinaus vollzieht. Mit baulichen Planungen in den 
Bereichen Versorgung, Raum für Begegnungen, Sport, Freizeit und Naherholung wird das 
Lebensumfeld der Bewohnerinnen und Bewohner stabilisiert und sukzessive verbessert.  
Auch im Hinblick darauf ist eine ganzheitliche Entwicklung des Raumes unumgänglich. Soz i-
ale Maßnahmen greifen Hand in Hand mit städtebaulicher Gestaltung. Dies führt zu einer 
Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität und einer Aufwertung des Sozialraums insg e-
samt. Eine erhöhte Attraktivität und eine Imageverbesserung des Sozialraums und insb e-
sondere der einzelnen Stadtviertel ist die Folge. Eingebettet in die Gesamtstrategie der Stadt 
Köln bedarf es auch zukünftig einer integrativen Betrachtung des Sozialraumes. Hierzu lei s-
tet das integrierte Stadtentwicklungskonzept einen Beitrag. Die ganzheitliche Entwicklung ist 
jedoch stets auch abhängig von städtischem und privatem Handeln, welches dar über hin-
ausgeht.

97 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“  
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Abbildung 17: Rahmenplan Sozialraum „Ostheim und Neubrück“

98 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“  
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
7. Umsetzungsplanung  
Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ setzt die Stadt Köln ein komplexes Pr o-
gramm um. Zum einen wird mit der Ausrichtung auf die elf Kölner Sozialräume ein Ansatz 
gewählt, der die Gesamtstadt in den B lick nimmt und die sozialraumorientierte Stadtentwick-
lung als Maxime zugrunde legt. Zum anderen werden in dem integrierten Ansatz verschiede-
ne Themenbereiche und Handlungsfelder gemeinsam betrachtet und zur Umsetzung unte r-
schiedliche Fördermöglichkeiten vo rgesehen, die jeweils eigene Rahmenbedingungen mit 
sich bringen.  
Das Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet die Grundlage für die Programmu m-
setzung. Nachdem die Interministerielle Arbeitsgruppe des Landes Nordrhein -Westfalen das 
Leitkonzept im November 2016 anerkannt und ein entsprechender Beschluss des Rates der 
Stadt Köln vorliegt, können ESF und EFRE Fördermittel beantragt werden. Erste ESF -
Maßnahmen konnten bereits in die Umsetzung gehen, weitere befinden sich in der Absti m-
mung mit dem Landesministerium.  
Für die Beantragung und Inanspruchnahme der Städtebauförderung ist die Anerkennung 
eines sozialraumspezifischen ISEKs erforderlich. Auf dieser Grundlage sind Förderanträge 
für baulich -investive Maßnahmen (zum Teil auch in Kombination mit EFR E-Fördermitteln) 
sowie flankierenden Maßnahmen (zum Beispiel Quartiersmanagement) möglich. Für die er s-
ten Sozialräume wurden die sozialraumspezifischen ISEKs bereits anerkannt, Förderanträge 
gestellt und Bewilligungen seitens des Landes ausgesprochen.  
 
Abbildung 18: Förderzugänge und Konzeptzuordnung 
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Die sozialraumspezifischen ISEKs wurden in einem gestaffelten Verfahren erarbeitet, so 
dass sich in der Realisierung für einzelne Maßnahmen eine zeitlich versetzte Umsetzung 
ergibt. Dies betrifft unter anderem das Quartiersmanagement.  
In allen Sozialräumen ist die Etablierung eines Quartiersmanagements vorgesehen, welches 
für die Steuerung und Koordinierung der Maßnahmen vor Ort verantwortlich ist  und als zent-

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 99 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
raler Ansprechpartner für das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ auftritt. Über eine 
enge Abstimmung mit der Sozialraumkoordination werden die Schnittstellen und A k-
teurskonstellationen im jeweiligen Sozialraum berücksichtigt.  
 
Koordination und Steuerung  
Die zentrale Steuerung und Koordination des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
liegt innerhalb der Stadtverwaltung beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Bereits in 
der Phase der Konzepterstellung wurden mit Blick auf die Umse tzung des Programms Ar-
beitsstrukturen aufgebaut, an denen angeknüpft werden soll. Der Lenkungskreis, der sich 
aus den beteiligten Dezernaten zusammensetzt, bildet verwaltungsintern ein wichtiges Ste u-
erungsinstrument.  
 
Abbildung 19: Steuerungs- und Koordinationsstruktur  
 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Um die Fragestellungen aus den Sozialräumen zu bündeln, wird für jeden Sozialraum eine 
konkrete Ansprechperson benannt, die zum einen die aktuellen Belange regelt und zum a n-
deren die Schnittstelle zum Gesamtprogramm bildet.  
Wie bereits bei der Programmkonzeption werden die federführenden Fachämter für die j e-
weiligen Maßnahmen eng in die Programmumsetzung eingebunden. Zusätzlich nehmen die 
Bürgerämter und die Sozialraumkoordination als „Vertreter der Sozialräume“ einen wichtigen 
Stellenwert ein. Auch die Beteiligung weiterer Akteure wie der GAG, des Jobcenters oder der 
Regionalagentur Region Köln ist weiterhin vorgesehen.

100 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Abbildung 20: Steuerungs- und Netzwerkstrukturen 
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 
Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit und Politik ist für den Erfol g des Pr o-
gramms von hoher Bedeutung. Im Rahmen von Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit 
wird die Stadtgesellschaft entsprechend eingebunden. Dabei geht es zum einen um die I n-
formation der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort, aber noch viel mehr um die aktive Ein-
bindung und Teilhabe im Rahmen des Programms.  
Das programmbegleitende Controlling, welches durch das Amt für Stadtentwicklung und Sta-
tistik umgesetzt wird, bildet eine wichtige Grundlage für die Programmsteuerung und B e-
richterstattung zum Fortschritt des Programms.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 101 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Tabelle 5: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung  
Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung 
aus 
 Kurzfris-
tig 
  Mittelfristig   Folgejahre Kostenschätzung 
Gesamtsumme 
Maßnahme 
2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023  
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
0.0.0 Externe Beratung bei der 
Erstellung des Integrierten 
Stadtentwicklungskonzeptes 
Alle Sozialräume  SBF 
24.829 €        24.829 € 
0.0.1 Büro für Quartiersmanag e-
ment und Aktivierung im 
Sozialraum „Ostheim und 
Neubrück“ 
Alle Sozialräume SBF 
   130.550 € 115.550 € 115.550 €   361.650 € 
Früh ansetzende Hilfen 
1.0.16 Zugehende Hilfe mit Lotse n-
funktion zur Überleitung ins 
Regelsystem und Entwic k-
lung einer beruflichen Pe r-
spektive für junge Menschen 
mit psychischen Problemen 
bis 27 Jahren 
Alle Sozialräume ESF 
5.783 € 7.664 € 1.911 €      15.358 € 
1.0.17 Stadtteileltern Alle Sozialräume ESF  33.735 € 26.915 € 17.314 €     77.964 € 
1.10.1 „Jung und Alt – da wo es 
knallt“, intergeneratives und 
interkulturelles mobiles A n-
gebot 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
ESF 
 53.765 € 107.530 € 53.765 €     215.060 € 
Öffentlicher Raum 
2.0.4 Sport- Spiel- und Bew e-
gungsräume im Veedel , 
hier: zusätzliche Fläche für 
Trendsport auf Spiel - und 
Bolzplatz in Neubrück 
(Georgestraße) 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
    72.000 € 120.000 € 48.000 €  240.000 € 
2.10.4 Partizipative Neugestaltung 
„Platz an Sankt Adelheid“/ 
Marktplatz Neubrück 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
   130.430 € 52.760 € 297.392€ 403.592 € 615.870 € 1.500.044 € 
2.10.5 Bau einer Begegnungsstätte 
– Machbarkeitsstudie 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF    60.000 €     60.000 € 
2.10.5a Bau einer Begegnungsstätte Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF      1.000.000 € 1.000.000 € 1.000.000 € 3.000.000 € 
2.10.7 Jugendeinrichtung Gern s-
heimer Straße 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
   226.100 € 428.400 € 428.400 €   
1.082.900 €

102 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung 
aus 
 Kurzfris-
tig 
  Mittelfristig   Folgejahre Kostenschätzung 
Gesamtsumme 
Maßnahme 
2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023  
Wirtschaft und Qualifizierung 
3.10.1 Bedarfs- und Machbarkeit s-
analyse zur Ansiedlung e i-
nes interaktiven Lebensmi t-
telmarktes 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
EFRE  
 25.000 € 25.000 €     50.000 € 
Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung 
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - 
und Informationssystems. 
Informationsmaterial für die 
Bevölkerung zum Thema 
Hitzeentwicklung im Zuge 
des Klimawandels 
Alle Sozialräume BMUB-Programm, 
Klima, BMBF 
 
 9.091 € 9.091 € 9.091 €    27.273 € 
Wohnen 
5.0.2  Zuhause im Veedel – 
Aktivierung und Beteiligung 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF    26.314 € 55.877 € 55.877 € 52.627   190.695 € 
5.0.3 Haus-, Hof - und Fassade n-
programm 
Alle Sozialräume SBF    107.420 € 107.420 € 107.421 €   322.261 € 
 Gesamtkosten 30.612 € 95.164 € 170.447 € 785.984 € 841.098 € 2.124.640 € 1.504.219 € 1.615.870 € 7.168.034 €

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 103 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
8. Anhang 
Anhang 1: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Qualifizierung und Sozia-
les

104 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Anhang 2: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Bildung

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 105 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 3: 
Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung6 im Sozialraum 
 
Ergebnisse im Sozialraum deutlich ungünstiger als in Gesamtstadt, deutliche Zunahme des Anteils 
von Kindern und Jugendlichen in SGB ll Bedarfsgemeinschaften, dabei dennoch hoher Anteil an 
Gymnasiastinnen und Gymnasiasten (unter städtischen Mittel), sehr hoher Jugend- und Altenquoti-
ent 
Charakteristik des Sozialraumes (stadträumliche Besonderheiten) 
Lage im 
Stadtge-
biet 
Bezirk: 
Kalk 
Stadtteile: 
Ostheim Neubrück 
angrenzende Sozia l-
räume: 
6 + 11 
Fläche: 
264 ha 
Siedlungs-
entwick-
lung 
Rechtsrheinische Stadtteile des 3. Vorortgürtels, Ostheim: Siedlungsentwicklung zu 
Beginn der 1930er Jahre (Saarsiedlung) mit deutlichem Wachstum 1950-1980 (Bsp. 
Badener Siedlung), 1970er Jahre Errichtung der Hochhaussiedlung Gernsheimer 
Straße, aktuelle Errichtung des neuen Wohnquartiers Waldbadviertel, Neubrück: g e-
schlossene Siedlung, entwickelt in den Jahren 1965-1970 mit Einfamilienhäusern und 
Geschosswohnungen, auch Hochhaustypologien, keine wesentliche bauliche Ergä n-
zungen, das neue Wohnquartier „Merheimer Gärten“ grenzt ohne räumliche Verbin-
dung an Neubrück an 
Nahver-
sorgung 
Ostheim: Stadtteilzentrum Frankfurter Straße / Rösrather Straße in zentraler Lage 
(Sicherung der Nahversorgungsfunktion, Aufwertung der Ladenlokale und Erdg e-
schossnutzung, Erhöhung der Aufenthaltsqualität erforderlich), Neubrück: Nahversor-
gungszentrum Neubrück im Bereich des Platzes „An Sankt Adelheid“, Fußgängerzo-
ne, zunehmender Leerstand (Aufwertung der Fassaden, der Ladenlokale und der 
umgebenden Plätze, öffentlichen Bereiche erforderlich). 
Anbindung 
ÖPNV, 
MIV 
Ostheim: gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr durch Stadtbah n-
haltestelle „Ostheim“ und „Autobahn“ (Linie 9) im Stadtteilzentrum, Buslinien entlang 
der Frankfurter Straße, Neubrück: Anbindung an den öffentlichen Personennahver-
kehr ausschließlich über Busverbindungen, gute Anbindung an Autobahn, eigene 
Anschlussstelle. 
Grün / 
Freizeit 
Innerhalb der Stadtteile wenige öffentliche Grünbereiche, viele private Grünflächen, 
angrenzend an Königsforst, Baggerseen und Merheimer Heide, auch Grün außerhalb 
der Siedlungskörper ist Teil des Sozialraumes. 
                                                
6 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (vergleiche Kapi-
tel 6 Anhang 13) 
Kinder-
betreuung
Bildungs-
teilhabe
Insgesamt
Migrations-
hintergrund 
(%)
Jugend-
quotient *
Altenquotien
t ** Insgesamt Quote unter 15 
Jahre
Quote unter 
15 Jahre Insgesamt Quote
***
Betreuungs-
quote U10 
****
 Gymnasi-
astenquote 
*****
insgesamt Quote
2007 19.400 50,6 34,1 35,4 4.470 29,5 1.389 43,8 350 8,6 52,8 * 1.617 20,0
Entwicklung 
2007 bis '15 1.741 11,6 2,5 -3,8 684 0,6 297 0,5 232 6,1 x x -84 -4,8
2016 21.141 62,2 36,6 31,6 5.154 30,1 1.686 44,3 582 14,7 * 25,7 1.533 15,2
Stadt Köln 
2016 37,8 24,2 26,4 13,1 31.300 21,4 14.342 7,6 0,0 39,9 46.411 8,1
Insgesamt mit Kindern 
(%)
allein-
erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
2007 8.329 26,7 22,9 27,8 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre
Entwicklung 
2007 bis '16 688 0,5 2,9 -1,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz
2016 9.017 27,2 25,8 26,6 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre
***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9
Stadt Köln 
2016 18,5 23,0 23,0
Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Ostheim und Neubrück
SGBII Empfänger Empfänger 
Grundsicherung Arbeitslose
Haushalte
Einwohnerstruktur

106 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Gewerbe Gewerbegebiet Ostheim noch nicht komplett belegt. 
soziale 
Akteure 
Diverse soziale Akteure in Ostheim vorhanden (GAG, Café im Veedel, Happa Happa  
e.V.), viel bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement auch in Neubrück, hier 
jedoch keine institutionellen Beratungseinrichtungen vorhanden (Stadtteilbibliothek 
wesentlicher Akteur). 
Kita / 
Schulen 
Grundschulen, Schulzentrum Ostheim mit Gymnasium und Realschule, Hauptschule 
in Neubrück (Kurt-Tucholsky-Schule), diverse Kindertagesstätten. 
Stabilisierungsmaßnahmen 
Sozial-
raum-
koordinati-
on 
Veedel e.V. (Andreas Hansmann), Sozialraum seit 2006, Platzgestaltung Marktplatz 
Neubrück, Wohndialog, Beratungen 
Städtische 
Maßnah-
men 
Soziale Stadt Programmgebiet Kalk (1994 bis 2004): Siedlung Gernsheimer Straße 
2012 Gestaltung Spielplatz, Vingster Ring (Siedlung Gernsheimer Straße)  
Private 
Maßnah-
men 
komplette Sanierung und in Teilen Neuerrichtungen der GAG Siedlung Buchheimer 
Weg (2002 bis 2011), Studentenwettbewerb Gestaltung Marktplatz Neubrück (2013), 
Waldbadviertel, westlich von Ostheim, Quartier mit Reihenhäusern und Geschos s-
wohnen als Eigentums- und Mietwohnungen in der Realisierung (GAG Immobilien AG 
und Interhouse als Projektentwickler). 
Fazit 
Ostheim ist nach den umfänglich en baulichen und sozialen Maßnahmen in Teilen stabilisiert, nach 
wie vor sozial stark benachteiligte Bewohnergruppen, besonders Siedlung Gernsheimer  Straße, 
diese strahlt negativ auf den Gesamtstadtteil aus, hier dringend bauliche Sanierungsmaßnahmen 
erforderlich, weiterhin im gesamt en Stadtteil intensive Maßnahmen zur Armutsbekämpfung erfo r-
derlich. Neubrück bislang nicht als „Problemstadtteil“ erkann t, funktioniert als Ankommensstadtteil 
für die gesamte Stadt, hier jedoch wenig Beratungsangebote vorhanden, Abwärtsspirale wird in 
Teilen von der Bewohnerschaft erkannt, bürgerschaftliches Engagement vorhanden, Wohngebäude 
in vielfältiger Eigentümerschaft , hierbei unklare Bewohnersituationen. Zunehmende Leerstände der 
Ladenlokale im Nahversorgungszentrum, mangelhafte Gestaltung des Marktplatzes.

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 107 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 4: Statistiken im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
  
Jahr 2016                                                      
Angaben als prozentualer Anteil
Bickendorf, Westend und Ossendorf
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord
Höhenberg und Vingst
Ostheim und Neubrück
Mülheim-Nord und Keupstraße
Buchheim und Buchforst
Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil
Meschenich und Rondorf
Bilderstöckchen
Bocklemünd / Mengenich
Humboldt / Gremberg und Kalk
Köln 
Einwohner
unter 3-Jährige 3,2 3,8 3,6 3,7 3,7 3,5 3,6 3,1 3,5 3,2 3,5 3,1
3 bis unter 6-Jährige 3,1 3,5 3,2 3,5 3,4 3,0 3,4 2,9 3,1 3,2 3,0 2,7
6 bis unter 10-Jährige 4,4 5,0 4,5 5,1 4,3 3,9 4,5 4,5 4,2 4,2 3,7 3,6
unter 18-Jährige 19,2 22,5 19,4 21,8 19,9 18,1 20,7 19,6 19,5 19,4 17,1 16,1
18 bis unter 28-Jährige 15,9 16,2 18,2 16,3 21,4 17,6 15,3 13,8 18,7 14,5 21,3 16,8
28 bis unter 65-Jährige 49,9 45,0 46,2 43,1 47,2 48,0 45,0 49,2 46,2 44,1 48,0 50,2
ab 65-Jährige 15,0 16,3 16,3 18,8 11,5 16,3 19,0 17,4 15,6 22,0 13,6 17,5
Ausländerinnen und Ausländer 21,9 35,6 32,9 30,3 48,2 29,1 30,1 26,3 28,9 24,0 36,4 19,3
Einwohner mit Migrationshintergrund 45,3 77,4 59,4 62,2 67,4 54,4 59,2 43,3 52,9 44,9 60,3 37,8
Einwohner unter 18 Jahre
mit Migrationshintergrund
Haushalte
Einpersonenhaushalte 44,2 27,5 45,8 37,1 51,7 48,7 37,3 34,4 43,2 41,0 54,9 50,5
Familienhaushalte mit Kindern 24,1 32,1 23,4 27,2 21,8 20,6 24,9 25,3 24,5 23,2 18,1 18,5
Anteil Alleinerziehende an
allen Familienhaushalten
Sozialleistungsbezug SGB II
SGB II-Quote 17,9 30,5 27,4 30,1 39,0 23,9 25,1 15,1 19,1 27,2 24,9 9,1
SGB II-Quote bei unter 15-Jährigen 27,7 45,0 41,2 44,3 57,4 35,9 38,5 22,9 31,0 44,7 39,1 14,4
Sozialleistungsbezug SGB XII
Quote Grundsicherung im Alter 12,4 31,8 13,5 14,7 20,8 11,6 12,7 6,2 8,5 11,4 16,1 5,5
Quote Grundsicherung
bei Erwerbsminderung
Arbeitslosigkeit
Arbeitslosenquote 10,3 13,9 14,3 15,2 21,7 13,7 11,8 8,7 11,2 13,9 14,6 8,1
Jugendarbeitslosenquote 4,3 8,9 7,2 9,3 14,4 6,9 8,4 6,3 6,5 7,2 7,7 5,3
Kinderbetreuung in Kita/Tagespflege
unter 3-Jährige mit Migrationshintergrund 60,1 85,0 78,2 82,1 83,4 73,8 80,0 60,4 67,3 63,1 79,7 44,3
3 bis unter 6-Jährige
mit Migrationshintergrund
unter 6-jährige Kinder *
darunter beitragsbefreit 49,8 71,9 69,5 73,3 83,1 59,0 56,9 41,2 54,0 67,0 68,8 34,6
beitragsbefreit mit Migrationshintergrund 76,2 79,2 76,9 80,8 75,3 73,4 81,8 71,2 72,3 58,6 78,9 64,6
Hilfen zur Erziehung **
Anteil laufender Hilfen nach
§§ 27 bis 35 SGB VIII an allen Einwohnern
mit Hauptwohnung unter 21 Jahren 
* Datenbasis 31.12.2014
2,1 2,7 2,5 3,7
25,8 30,8
79,1
1,6 2,4
2,8 1,8
61,0 85,0 75,3 78,7 59,3 67,678,2 79,6 84,5
28,7 27,3
2,4 1,5
28,5
62,6
1,4 0,9
19,0
2,0 1,8
85,3 75,2
26,9 22,8
2,7 1,7
81,7
53,463,3 83,5
1,2
23,8 31,9 28,2 23,0
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik sowie Statistik der Bundesagentur für Arbeit
82,1 46,3
1,9 1,8 0,8
67,9 68,3
** Datenbasis 31.12.2015
2,5 3,2 3,72,5
65,8 85,8 79,5

108 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
Festlegung des Gebietes der „Sozialen Stadt“ „Ostheim und Neubrück“ 
Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ weist durchgängig soziale Missstände und Pro b-
lemlagen auf, deren Verringerung oder Behebung durch geeignete Maßnahmen zur Stabil i-
sierung und Aufwertung im öffentlichen Interesse und besonders auch  im Interesse der dort 
lebenden Menschen liegt. Dem besonderen Entwicklungsbedarf dieses Sozialraumes wird 
mit dem vorliegenden Integrierten Handlungskonzept durch eine aufeinander abgestimmte 
Bündelung von investiven und sonstigen Maßnahmen entsprochen.  
Damit erfüllt der Sozialraum die grundlegenden Anforderungen des Besonderen Städteba u-
rechts im Baugesetzbuch zur Festlegung von Gebieten der „Sozialen Stadt“ gemäß  
§ 171e Baugesetzbuch (BauGB).  
Ein entsprechender Beschluss des Rates der Stadt Köln  zur Festlegung des Sozialraumes 
als Gebiet d er „Sozialen Stadt“ gemäß § 171e Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB)  erfolgte am 
20.12.2016. 
 
Anhang 5: Gebiet der „Sozialen Stadt“ „Ostheim und Neubrück“

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 109 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
Anhang 6: Maßnahmen Sozialraum 10 – „Ostheim und Neubrück“ 
Die folgende Tabelle zeigt alle Maßnahmen, die im Rahmen des Leitkonzeptes im Rat der 
Stadt Köln am 20. Dezember 2016 beschlossen wurden. Maßnahmen, die in den letzten 
zwei Jahren aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter verfolgt werden konnten, sind ge-
kennzeichnet.  
    
Laufzeit laut 
Ratsbe-
schluss 
Laufzeit aktu-
ell 
Gesamtkosten im  
Sozialraum 
Nr. Bezeichnung Status 
För-
derzu-
zu-
gang 
Be-
ginn 
En-
de Be-
ginn 
En-
de 
Lt. Rats-
be-
schluss  aktuell 
0.0.0 
Externe Beratung bei 
der Erstellung des Inte-
grierten Stadtentwick-
lungs-konzeptes * 
Antrag in 
Vorberei-
tung  
SBF - - 2015 2017 - 24.829 € 
0.0.1 
Büro für Quartiersma-
nagement und Aktivie-
rung 
Antrag in 
Vorberei-
tung  
SBF 2017 2020 2020 2022 708.485 € 361.650 € 
0.0.2 Prozessbegleitende 
Evaluation 
Umsetzung 
mit städti-
schen Mit-
teln 
SBF 2017 2020 2020 2023 44.089 € 44.089 € 
Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 
1.0.5 
Integration von  
(zugewanderten) Kin-
dern/ Jugendli-
chen/jungen Erwachse-
nen in die Regelsysteme 
durch aufsuchende 
mobile Arbeit ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei-
terverfolgt 
ESF 2017 2018 - - 254.520 € - 
1.0.7 
Qualifizierungsoffensive 
Offene Kinder- und 
Jugendarbeit** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht weiter 
verfolgt 
Bundes-
pro-
gramm  
2017 2019   26.900 €  
1.0.12 
Sprachförderangebote 
für neu eingereiste Ju-
gendliche und junge 
Erwachsene mit Ju-
gendintegrationskur-
sen**  
Wird vom  
Fachamt 
nicht wei-
terverfolgt 
ESF 2017 2019 - - 156.376 € - 
1.0.16 
Zugehende Hilfe zur 
Überleitung ins Regel-
system und Entwicklung 
einer beruflichen Per-
spektive für junge Men-
schen mit psychischen 
Problemen bis 27 Jahre 
Antrag 
bewilligt, 
Beginn 
01.04.2017 
ESF 2017 2018 2017 2019 29.564 € 15.358 € 
1.0.17
a 
Kölner Bildungsbera-
tungszentrum ein-
schließlich Stadtteilel-
tern (hier nur Bildungs-
beratungszentrum) ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei-
terverfolgt 
EFRE 2018 2020 - - 211.043 € - 
1.0.17 Stadtteileltern 
Antrag 
bewilligt, 
Beginn 
01.01.2018 
ESF 2016 2019 2018 2020 91.183 77.964 €

110 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
    
Laufzeit laut 
Ratsbe-
schluss 
Laufzeit aktu-
ell 
Gesamtkosten im  
Sozialraum 
Nr. Bezeichnung Status 
För-
derzu-
zu-
gang 
Be-
ginn 
En-
de Be-
ginn 
En-
de 
Lt. Rats-
be-
schluss  aktuell 
1.0.19 
Übergänge begleiten: 
Angebote der Familien-
bildung mit Schwerpunkt 
Kooperation mit Kita, 
Familienzentren, Schu-
len im Primarbereich 
und Sekundarstufe I 
(SEK I), Trägern des 
offenen Ganztags** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht weiter 
verfolgt 
ESF 2018 2019 - - 209.645 € - 
1.0.20 Gemeinsam für Grund-
bildung im Veedel** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht weiter 
verfolgt 
ESF 2017 2018 - - 68.571 € - 
1.0.21 Ferienschule ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei-
terverfolgt 
Lan-
des- 
mittel 
MFKJ
KS 
oder 
BAMF 
2018 2019 - - 23.391 € - 
1.0.26 Willkommen und An-
kommen in Köln**  ESF 2017 2018 - - 358.582 € - 
1.10.1 
„Jung und Alt – da wo 
es knallt“ Intergenerati-
ves und interkulturelles 
mobiles Angebot 
Antrag 
gestellt ESF 2018 2019 2018 2020 234.960 € 215.060 € 
Handlungsfeld: Öffentlicher Raum*** 
2.0.4 
Spiel- und Bewegungs-
räume in den Veedeln, 
hier: Trendsport auf 
Spiel- und Bolzplatz 
Neubrück  
(Georgestraße) 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF 2017 2020 2021 2023 316.645 € 240.000 € 
2.0.10 Unser Park ** / **** 
Wird vom  
Fachamt 
nicht wei-
terverfolgt 
EFRE _ _ _ _ 
Kosten 
747.840 € 
(gesamt) 
SR wurde 
nicht 
festgelegt  
_ 
2.10.4 
Partizipative Neugestal-
tung „Platz an St. Adel-
heid“ Marktplatz Neu-
brück 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF 2020 2022 2020 2025 948.001 € 1.500.044 
€ 
2.10.5 
Bau einer Begegnungs-
stätte – Machbarkeits-
studie 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF 2018 2018 2020 2020 60.000 € 60.000 € 
2.10.5
a 
Bau einer Begegnungs-
stätte 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF 2021 2021 2022 2024 3.000.000 
€ 
3.000.000 
€ 
2.10.7 Jugendeinrichtung  
Gernsheimer Straße* 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF - - 2020 2022 - 1.082.900 
€

Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 111 
als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  
 
  
    
Laufzeit laut 
Ratsbe-
schluss 
Laufzeit aktu-
ell 
Gesamtkosten im  
Sozialraum 
Nr. Bezeichnung Status 
För-
derzu-
zu-
gang 
Be-
ginn 
En-
de Be-
ginn 
En-
de 
Lt. Rats-
be-
schluss  aktuell 
Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung 
3.10.1 
Bedarfs- und Machbar-
keitsanalyse zur Ansied-
lung eines integrativen 
Lebensmittelmarktes 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
EFRE 2017 2018 2019 2020 20.000 € 50.000 € 
Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 
4.0.2 Offen für Regen: Grüne 
Höfe, grüne Plätze ** 
Wird vom 
Fachamt 
als stadt-
weites, 
städtisch 
finanziertes 
Begrü-
nungspro-
gramm 
weiterge-
führt 
EFRE 2017 2019 - - 75.500 € - 
4.0.4 
Aufbau eines Hitzewarn- 
und Informationssys-
tems 
Antrag 
bewilligt, 
Beginn 
01.01.2019 
BMUB
-
Pro-
gram
m 
Klima, 
BMBF 
2017 2019 2019 2021 49.091 € 27.273 € 
4.0.9 
Maßnahmen rund um 
eine Leitart zur Verbes-
serung der Identifikation 
der Bürgerinnen und 
Bürger mit ihrem Sozial-
raum und gleichzeitiger 
Erhöhung der Biodiver-
sität sowie der Aufent-
haltsqualität im Sozial-
raum ** 
Wird vom 
Fachamt 
nicht wei-
terverfolgt 
EFRE 2017 2020 - - 27.778 € - 
Handlungsfeld: Wohnen 
5.0.2.
A 
Zuhause im Veedel – 
Aktivierung, Beteiligung 
und Wohnumfeld-
pflege/Modul A: Mieter- 
und Nachbarschaftsar-
beit 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF 2017 2021 2020 2023 211.034 € 190.695 € 
5.0.2.
B 
Zuhause im Veedel – 
Aktivierung, Beteiligung 
und Wohnumfeldpfle-
ge/Modul B: Quartiers-
hausmeister** 
Antrag in 
Vorberei-
tung, Prü-
fung nach 
neuer För-
derrichtlinie 
notw. 
ESF 2017 2019 - - 125.960 € - 
5.0.3 Haus-, Hof- und Fassa-
denprogramm 
Antrag in 
Vorberei-
tung 
SBF 2018 2021 2020 2022 318.180 € 322.261 € 
 7.569.498 € 7.212.123 €

112 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ 
 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
 
*   Gegenüber dem Leitkonzept neu aufgenommene Maßnahme. 
**   Maßnahmen werden nicht weiterverfolgt, weil ein geeigneter Förderzugang fehlt oder bereits Angebote außerhalb des Pro-
gramms umgesetzt werden. 
***  Bei baulichen Maßnahmen ist mit Beginn die Umsetzung/ der Baubeginn gemeint. 
**** Maßnahmenkosten wurden keinem Sozialraum zugeordnet und sind  daher nicht in Gesamtkosten einberechnet

Beschlussvorlage Rat

12199 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/15/152 
152/1 
Vorlagen-Nummer 
 3789/2018 
Freigabedatum 
13.12.2018  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für 
den Sozialraum "Ostheim und Neubrück" 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
(Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-Nr. 2899/2016) erstellte Integrierte Stadtentwicklungskon-
zept (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Ver-
waltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungsprozess mit 
den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpassungen er-
forderlich werden. 
 
Stadtentwicklungsausschuss 13.12.2018 
Ausschuss für Umwelt und Grün 17.12.2018 
Integrationsrat 21.01.2019 
Wirtschaftsausschuss 24.01.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 24.01.2019 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 28.01.2019 
Verkehrsausschuss 29.01.2019 
Sportausschuss 31.01.2019 
Gesundheitsausschuss 05.02.2019 
Jugendhilfeausschuss 05.02.2019 
Stadtentwicklungsausschuss 07.02.2019 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.02.2019 
Finanzausschuss 11.02.2019 
Rat 14.02.2019

2 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrierten Stadtentwick-
lungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in 
der Kostenübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt 
der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von min-
destens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagun-
gen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in 
Höhe von circa 4 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 bereits 
berücksichtigt. Der entstehende Aufwand in den Haushaltsjahren nach 2022 in Höhe von circa 3,1 
Mio. € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für den So-
zialraum „Ostheim und Neubrück“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes 
Köln“, 
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrierten Stadtentwick-
lungskonzeptes, die im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ wirksam werden, der Bezirksver-
tretung Kalk vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu in-
formieren, 
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“. Der 
Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Be-
zirksvertretung Kalk ohne Einschränkung zustimmen.  
 
 
Beschlussalternative: 
Der Rat erkennt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neu-
brück“ sowie die Umsetzung der Maßnahmen nicht an.

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b.max. 
 85 % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  ca.7.1 Mio  € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 50 % b.max. 
 90 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
1. Ausgangslage 
Die Stadt Köln nutzt die Chancen der aktuellen Förderp eriode 2014-2020 und reagiert damit auf den 
gemeinsamen Projektaufruf der europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER in Nordrhein -
Westfalen. Der Schwerpunkt des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ liegt auf der 
präventiven und nachhaltig en Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und der Bekämpfung 
von Armut und Ausgrenzung.  
 
Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei-
sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklun g beschlossen und die Verwaltung 
unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beau f-
tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 
anerkannt. Auf Basis der Anerkennung u nd des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlage -Nr. 
2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden.   
Parallel dazu wirbt die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein. 
Zentral ist dabei das Programm „Soziale S tadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ können 
über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforderungen der 
Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen ISEKs, das die Geg e-
benheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen herau s-
arbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich.

4 
 
Das hier vorgelegte ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist Bestandteil des Program-
mes „Starke Veedel – Starkes Köln“, das insgesamt elf Sozialräume umfasst. Das Programm bildet 
den ersten Baustein eines umfassenden und langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses 
für den Sozialraum. Ziel ist es, verbesserte Lebensbed ingungen für die Menschen in allen Sozialrä u-
men zu schaffen und auf den Arbeiten des Programms „Lebenswerte Veedel – Sozialraum- und Bür-
gerorientierung“ aufzubauen, das bereits seit 2006 in elf Sozialräumen umgesetzt wird. Seitdem wu r-
den zahlreiche Vorhaben  angestoßen und realisiert. Die Sozialraumkoordinatorinnen und Sozia l-
raumkoordinatoren sind für die Menschen in den Veedeln mittlerweile zu festen Ansprechpartneri n-
nen und Ansprechpartnern geworden.  
2. Einordnung des ISEKs für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ in die Pro-
grammstruktur 
Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ zählt mit rund 21.150 Einwohnerinnen und Einwohnern zu 
den größeren Sozialräumen in Köln, wobei sich die Einwohnerzahlen circa zur Hälfte auf die Stadtte i-
le Ostheim und Neubrück verteilen.  
Während der Stadtteil Ostheim durch eine gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus verschi e-
denen Dekaden gekennzeichnet ist, entstand Neubrück als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er 
Jahre. In beiden Stadtteilen finden sich Hochhaussiedlungen, die  eine besondere Herausforderung 
darstellen – sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht. 
Die Bevölkerungs - und Sozialstruktur ist im Sozialraum sehr unterschiedlich. Insbesondere die G e-
schosswohnungsbereiche sind durch einen hohen Anteil an Pe rsonen mit Migrationshintergrund, e i-
nen hohen Jugendquotienten und einen hohen Anteil an Transferleistungsbezieherinnen und -
beziehern geprägt, während zum Beispiel die Bungalow - und Reihenhausgebiete durch einen übe r-
durchschnittlichen Altenquotienten gekennzeichnet sind.  
Das ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ umfasst eine detaillierte Betrachtung des S o-
zialraumes und geht auf dessen spezifischen Anforderungen ein. Ziel des ISEKs ist es, den Sozia l-
raum „ Ostheim und Neubrück “ zu stärken, die Arm ut zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt 
auszubauen, Präventionsansätze zu systematisieren und die Lebenssituation der in diesen Quarti e-
ren lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Erwartet werden auch positive Effekte auf die g e-
samtstädtische Entwick lung und den sozialen Zusammenhalt in der Gesamtstadt. Dabei beinhaltet 
das ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ auch das Ziel, strukturelle Verbesserungen bei 
der Entwicklung und Umsetzung integrierter Quartiersentwicklung als Strategie der Stad tentwicklung 
zu erreichen. Dazu gehört die stärkere Entwicklung sozialraumorientierten Denkens in der Verwa l-
tung, die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den in den Quartieren aktiven Akteuren einerseits 
und die Abstimmung ihres Handels mit den Dienststell en der Stadt andererseits. Gleichzeitig wird die 
Bewohnerschaft von allen an der Programmumsetzung Beteiligten aktiv eingebunden.  
Darauf aufbauend wurden 14 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und 
weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und zur Umsetzung vorgesehen. 
3. Finanzen 
Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, 
zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen v on 
rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge - in seiner Sitzung am 20.12.2016 b e-
schlossen (Vorlage-Nr. 2899/2016). 
Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs -
ermächtigungen bis 2022 sind im Hpl. 2019 inkl. mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 berücksichtigt. 
Der darüber hinausgehende Bedarf für das Jahr 2023 wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufste l-
lungen berücksichtigt.

5 
 
Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der V orfinanzierung der Maßnahmen als 
auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwa r-
tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote 
des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bei einer Förderantragstellung 
über einen freien Träger bis maximal 90 % und bei einer Förderantragstellung über die Kommune bis 
zu maximal 80 % der projektbezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkost en auf 
Grundlage von Pauschalen, jedoch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die 
Städtebauförderung finanziert werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 % 1 auf. Durch die Ko-
finanzierung der Städtebauförderung mit anderen Fördertöpfen , die -sofern die Voraussetzungen vor-
liegen- beantragt werden soll, kann z.B. für einzelne EFRE -kofinanzierte Maßnahmen eine Förde r-
quote von bis zu 85 % erreicht werden. 
Für den Sozialraum „ Ostheim und Neubrück“ sollen aus dem o. g. Ansatz insgesamt circa 7,1 Mio. € 
zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. 
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadten t-
wicklung. Die im Hpl. 2019 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2022 für das Projekt „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven Za h-
lungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im 
Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen 
zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht a b-
schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, 
dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah-
lungen geben wird. 
Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewill i-
gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt d ie 
Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der U m-
setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des ISEKs im geplanten 
Umfang gefährdet. 
 
Anlagen 
Anlage 1: ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
 
 
 
                                                 
1 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb-
lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.

Anlage 2 Kostenübersicht Ostheim Neubrück mit Maßgaben

2946 Zeichen

Kostenübersicht Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung 
aus 
 Kurzfristig   Mittelfristig   Folgejahre Kostenschätzung 
Gesamtsumme 
Maßnahme 
2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023  
Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
0.0.0 Externe Beratung bei der 
Erstellung des Integrierten 
Stadtentwicklungskonzeptes 
Alle Sozialräume  SBF 
24.829 €        24.829 € 
0.0.1 Büro für 
Quartiersmanagement und 
Aktivierung im Sozialraum 
„Ostheim und Neubrück“ 
Alle Sozialräume SBF 
   130.550 € 115.550 € 115.550 €   361.650 € 
Früh ansetzende Hilfen 
1.0.16 Zugehende Hilfe mit 
Lotsenfunktion zur 
Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer 
beruflichen Perspektive für 
junge Menschen mit 
psychischen Problemen bis 
27 Jahren 
Alle Sozialräume ESF 
5.783 € 7.664 € 1.911 €      15.358 € 
1.0.17 Stadtteileltern Alle Sozialräume ESF  33.735 € 26.915 € 17.314 €     77.964 € 
1.10.1 „Jung und Alt – da wo es 
knallt“, intergeneratives und 
interkulturelles mobiles 
Angebot 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
ESF 
 53.765 € 107.530 € 53.765 €     215.060 € 
Öffentlicher Raum 
2.0.4 Sport- Spiel- und 
Bewegungsräume im 
Veedel, hier: zusätzliche 
Fläche für Trendsport auf 
Spiel- und Bolzplatz in 
Neubrück (Georgestraße) 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
    72.000 € 120.000 € 48.000 €  240.000 € 
2.10.4 Partizipative Neugestaltung 
„Platz an Sankt Adelheid“/ 
Marktplatz Neubrück 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
   130.430 € 52.760 € 297.392€ 403.592 € 615.870 € 1.500.044 € 
2.10.5 Bau einer Begegnungsstätte 
– Machbarkeitsstudie 
 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
   60.000 €     60.000 € 
2.10.5a Bau einer Begegnungsstätte Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF      1.000.000 € 1.000.000 € 1.000.000 € 3.000.000 € 
2.10.7 Jugendeinrichtung 
Gernsheimer Straße 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF 
   226.100 € 428.400 € 428.400 €   
 
1.082.900 €

Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung 
aus 
 Kurzfristig   Mittelfristig   Folgejahre Kostenschätzung 
Gesamtsumme 
Maßnahme 
2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023  
Wirtschaft und Qualifizierung 
3.10.1 Bedarfs- und 
Machbarkeitsanalyse zur 
Ansiedlung eines 
interaktiven 
Lebensmittelmarktes 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
EFRE  
 25.000 € 25.000 €     50.000 € 
Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung 
4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- 
und Informationssystems. 
Informationsmaterial für die 
Bevölkerung zum Thema 
Hitzeentwicklung im Zuge 
des Klimawandels 
Alle Sozialräume BMUB-
Programm, 
Klima, BMBF 
 
 9.091 € 9.091 € 9.091 €    27.273 € 
Wohnen 
5.0.2  Zuhause im Veedel – 
Aktivierung und Beteiligung 
Gebietsspezifische 
Maßnahme 
SBF    26.314 € 55.877 € 55.877 € 52.627 €  190.695 € 
5.0.3 Haus-, Hof- und 
Fassadenprogramm 
Alle Sozialräume SBF    107.420 € 107.420 € 107.421 €   322.261 € 
 Gesamtkosten 30.612 € 95.164 € 170.447 € 785.984 € 841.098 € 2.124.640 € 1.504.219 € 1.615.870 € 7.168.034 €

Anlage 3 Auszug aus der BV 8 vom 07.02.2019

3040 Zeichen

Anlage 3 
 
 
Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 
Herr Menne 
Telefon:  (0221) 221-98313  
Fax       :  (0221) 221-98347 
E-Mail:  dieter.menne@stadt-koeln.de 
Datum: 08.02.2019 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der 34. Sitzung der Bezirksvertretung 
Kalk vom 07.02.2019  
öffentlich 
8.2.3 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee-
del - Starkes Köln" für den Sozialraum "Ostheim und Neubrück"  
3789/2018 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Kalk empfiehlt dem Rat, folgenden geänderten Beschluss zu 
fassen:  
1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-Nr. 2899/2016) erstellte Inte-
grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neu-
brück“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der 
Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der Anpas-
sung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungsprozess mit 
den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen 
Anpassungen erforderlich werden. 
Die Maßnahme unter 3.10.1 auf Seite 82 in Höhe von € 50.000,00 ist nicht umzu-
setzen (Machbarkeitsstudie integrativer Supermarkt in Neubrück), da der Bedarf 
seit langem unstreitig feststeht und eine Ansiedlung w eiterer Versorger lediglich 
an fehlenden Grundstücken scheitert! 
2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrier-
ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ aufge-
führten Einzelmaßnahmen, die in der Kostenübersicht hinterlegt sind. Die Umset-
zung der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avi-
sierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von mindestens 50 % 
der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschla-
gungen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermäch-
tigungen bis 2022 in Höhe von circa 4 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfris-
tigen Finanzplanung bis 2022 bereits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand in

2 
den Haushaltsjahren nach 2022 in Höhe von circa 3,1 Mio. € wird in den zukünfti-
gen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt.  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskon-
zeptes für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ auf Basis des Leitkonzep-
tes „Starke Veedel – Starkes Köln“, 
B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrier-
ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 
wirksam werden, der Bezirksvertretung Kalk vorzulegen und die zuständigen 
Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu informieren, 
C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und 
Neubrück“. Der Rat verzichtet auf d ie nochmalige Vorlage, falls die zuständi-
gen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Kalk ohne Einschränkung zu-
stimmen.  
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt.

Beratungsverlauf (14)

13.12.2018 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.9 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: im ersten Durchgang verwiesen

Zur Sitzung
17.12.2018 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.15 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
21.01.2019 Integrationsrat
TOP 8.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
24.01.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: unter Vorbehalt beschlossen

Zur Sitzung
24.01.2019 Wirtschaftsausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
28.01.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 4.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
29.01.2019 Verkehrsausschuss
TOP 4.8 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
31.01.2019 Sportausschuss
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
05.02.2019 Jugendhilfeausschuss
TOP 4.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
05.02.2019 Gesundheitsausschuss
TOP 5.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
07.02.2019 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
07.02.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 8.2.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
11.02.2019 Finanzausschuss
TOP 10.13 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.02.2019 Rat
TOP 10.27 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3789/2018
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
13.12.2018
Erstellt
16.11.2018 09:29