mandari
Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Ostheim und Neubrück"

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 3789/2018 vom 13.12.2018

Stand: Am 14.02.2019 im Rat ungeändert beschlossen.

Dokumente

  • Anlage 3 Auszug aus der BV 8 vom 07.02.2019

    PDF

    Herunterladen: Anlage 3 Auszug aus der BV 8 vom 07.02.2019

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Anlage 3 Geschäftsführung Bezirksvertretung 8 (Kalk) Herr Menne Telefon: (0221) 221-98313 Fax : (0221) 221-98347 E-Mail: dieter.menne@stadt-koeln.de Datum: 08.02.2019 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 34. Sitzung der Bezirksvertretung Kalk vom 07.02.2019 öffentlich 8.2.3 Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Vee- del - Starkes Köln" für den Sozialraum "Ostheim und Neubrück" 3789/2018 Beschluss: Die Bezirksvertretung Kalk empfiehlt dem Rat, folgenden geänderten Beschluss zu fassen: 1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-Nr. 2899/2016) erstellte Inte- grierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neu- brück“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der Anpas- sung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungsprozess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpassungen erforderlich werden. Die Maßnahme unter 3.10.1 auf Seite 82 in Höhe von € 50.000,00 ist nicht umzu- setzen (Machbarkeitsstudie integrativer Supermarkt in Neubrück), da der Bedarf seit langem unstreitig feststeht und eine Ansiedlung w eiterer Versorger lediglich an fehlenden Grundstücken scheitert! 2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrier- ten Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ aufge- führten Einzelmaßnahmen, die in der Kostenübersicht hinterlegt sind. Die Umset- zung der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avi- sierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von mindestens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschla- gungen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermäch- tigungen bis 2022 in Höhe von circa 4 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfris- tigen Finanzplanung bis 2022 bereits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand in 2 den Haushaltsjahren nach 2022 in Höhe von circa 3,1 Mio. € wird in den zukünfti- gen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskon- zeptes für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ auf Basis des Leitkonzep- tes „Starke Veedel – Starkes Köln“, B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrier- ten Stadtentwicklungskonzeptes, die im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ wirksam werden, der Bezirksvertretung Kalk vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu informieren, C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“. Der Rat verzichtet auf d ie nochmalige Vorlage, falls die zuständi- gen Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Kalk ohne Einschränkung zu- stimmen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
  • Beschlussvorlage Rat

    PDF

    Herunterladen: Beschlussvorlage Rat

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/152 152/1 Vorlagen-Nummer 3789/2018 Freigabedatum 13.12.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes "Starke Veedel - Starkes Köln" für den Sozialraum "Ostheim und Neubrück" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat beschließt das auf der Grundlage des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Ratsbeschluss 20.12.2016, Vorlage-Nr. 2899/2016) erstellte Integrierte Stadtentwicklungskon- zept (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ (siehe Anlage 1). Er beauftragt die Ver- waltung mit der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der Anpassung der Maßnahmenkonzeptionen, soweit im weiteren Abstimmungsprozess mit den Fördermittelgebern aufgrund laufender Änderungen der Förderbedingungen Anpassungen er- forderlich werden. Stadtentwicklungsausschuss 13.12.2018 Ausschuss für Umwelt und Grün 17.12.2018 Integrationsrat 21.01.2019 Wirtschaftsausschuss 24.01.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 24.01.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung 28.01.2019 Verkehrsausschuss 29.01.2019 Sportausschuss 31.01.2019 Gesundheitsausschuss 05.02.2019 Jugendhilfeausschuss 05.02.2019 Stadtentwicklungsausschuss 07.02.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.02.2019 Finanzausschuss 11.02.2019 Rat 14.02.2019 2 2. Der Rat beschließt die Erbringung der Leistungen durch Dritte für die im Integrierten Stadtentwick- lungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ aufgeführten Einzelmaßnahmen, die in der Kostenübersicht hinterlegt sind. Die Umsetzung der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der Bewilligungen aus den avisierten Förderzugängen sowie einer erzielten Förderquote von min- destens 50 % der Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahmen. Die erforderlichen Veranschlagun- gen des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungsermächtigungen bis 2022 in Höhe von circa 4 Mio. € sind im Hpl. 2019 inkl. der mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 bereits berücksichtigt. Der entstehende Aufwand in den Haushaltsjahren nach 2022 in Höhe von circa 3,1 Mio. € wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufstellungen berücksichtigt. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, A) mit der Umsetzung der Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für den So- zialraum „Ostheim und Neubrück“ auf Basis des Leitkonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“, B) die erforderlichen Entscheidungen zu konsumtiven Maßnahmen des Integrierten Stadtentwick- lungskonzeptes, die im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ wirksam werden, der Bezirksver- tretung Kalk vorzulegen und die zuständigen Fachausschüsse im Wege der Mitteilung zu in- formieren, C) mit der Umsetzung der investiven Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“. Der Rat verzichtet auf die nochmalige Vorlage, falls die zuständigen Fachausschüsse und die Be- zirksvertretung Kalk ohne Einschränkung zustimmen. Beschlussalternative: Der Rat erkennt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neu- brück“ sowie die Umsetzung der Maßnahmen nicht an. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 50 % b.max. 85 % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme ca.7.1 Mio € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 50 % b.max. 90 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung 1. Ausgangslage Die Stadt Köln nutzt die Chancen der aktuellen Förderp eriode 2014-2020 und reagiert damit auf den gemeinsamen Projektaufruf der europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER in Nordrhein - Westfalen. Der Schwerpunkt des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ liegt auf der präventiven und nachhaltig en Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Mit der Vorlage-Nr. 2899/2016 hat der Rat das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ als zukunftswei- sendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklun g beschlossen und die Verwaltung unter Nutzung möglicher Förderzugänge mit der Umsetzung der dargestellten Maßnahmen beau f- tragt. Das Leitkonzept wurde von der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IntermAG) am 04.11.2016 anerkannt. Auf Basis der Anerkennung u nd des Ratsbeschlusses vom 20.12.2016 (Vorlage -Nr. 2899/2016) können Fördermittel des ESF und EFRE beantragt werden. Parallel dazu wirbt die Verwaltung weitere Fördermittel für die Finanzierung der Maßnahmen ein. Zentral ist dabei das Programm „Soziale S tadt“. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ können über Städtebaufördermittel investive Maßnahmen gefördert werden. Aufgrund der Anforderungen der Städtebauförderung ist die Erarbeitung eines separaten sozialraumbezogenen ISEKs, das die Geg e- benheiten des Raumes nach unterschiedlichen Kriterien betrachtet, Stärken und Schwächen herau s- arbeitet und daraus Handlungsempfehlungen in Form von Maßnahmen ableitet, erforderlich. 4 Das hier vorgelegte ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist Bestandteil des Program- mes „Starke Veedel – Starkes Köln“, das insgesamt elf Sozialräume umfasst. Das Programm bildet den ersten Baustein eines umfassenden und langfristig angelegten Quartiersentwicklungsprozesses für den Sozialraum. Ziel ist es, verbesserte Lebensbed ingungen für die Menschen in allen Sozialrä u- men zu schaffen und auf den Arbeiten des Programms „Lebenswerte Veedel – Sozialraum- und Bür- gerorientierung“ aufzubauen, das bereits seit 2006 in elf Sozialräumen umgesetzt wird. Seitdem wu r- den zahlreiche Vorhaben angestoßen und realisiert. Die Sozialraumkoordinatorinnen und Sozia l- raumkoordinatoren sind für die Menschen in den Veedeln mittlerweile zu festen Ansprechpartneri n- nen und Ansprechpartnern geworden. 2. Einordnung des ISEKs für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ in die Pro- grammstruktur Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ zählt mit rund 21.150 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größeren Sozialräumen in Köln, wobei sich die Einwohnerzahlen circa zur Hälfte auf die Stadtte i- le Ostheim und Neubrück verteilen. Während der Stadtteil Ostheim durch eine gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus verschi e- denen Dekaden gekennzeichnet ist, entstand Neubrück als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er Jahre. In beiden Stadtteilen finden sich Hochhaussiedlungen, die eine besondere Herausforderung darstellen – sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht. Die Bevölkerungs - und Sozialstruktur ist im Sozialraum sehr unterschiedlich. Insbesondere die G e- schosswohnungsbereiche sind durch einen hohen Anteil an Pe rsonen mit Migrationshintergrund, e i- nen hohen Jugendquotienten und einen hohen Anteil an Transferleistungsbezieherinnen und - beziehern geprägt, während zum Beispiel die Bungalow - und Reihenhausgebiete durch einen übe r- durchschnittlichen Altenquotienten gekennzeichnet sind. Das ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ umfasst eine detaillierte Betrachtung des S o- zialraumes und geht auf dessen spezifischen Anforderungen ein. Ziel des ISEKs ist es, den Sozia l- raum „ Ostheim und Neubrück “ zu stärken, die Arm ut zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt auszubauen, Präventionsansätze zu systematisieren und die Lebenssituation der in diesen Quarti e- ren lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Erwartet werden auch positive Effekte auf die g e- samtstädtische Entwick lung und den sozialen Zusammenhalt in der Gesamtstadt. Dabei beinhaltet das ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ auch das Ziel, strukturelle Verbesserungen bei der Entwicklung und Umsetzung integrierter Quartiersentwicklung als Strategie der Stad tentwicklung zu erreichen. Dazu gehört die stärkere Entwicklung sozialraumorientierten Denkens in der Verwa l- tung, die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den in den Quartieren aktiven Akteuren einerseits und die Abstimmung ihres Handels mit den Dienststell en der Stadt andererseits. Gleichzeitig wird die Bewohnerschaft von allen an der Programmumsetzung Beteiligten aktiv eingebunden. Darauf aufbauend wurden 14 Maßnahmen von den städtischen Fachämtern, den Bürgerämtern und weiteren Akteuren, u.a. der Sozialraumkoordination erarbeitet und zur Umsetzung vorgesehen. 3. Finanzen Der Rat hat die Anerkennung des Bedarfs für die im ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln: mitwirken, zusammenhalten, Zukunft gestalten“ aufgeführten Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen v on rd. 77,3 Mio. € -vorbehaltlich der avisierten Förderzugänge - in seiner Sitzung am 20.12.2016 b e- schlossen (Vorlage-Nr. 2899/2016). Die erforderliche Veranschlagung des ergebniswirksamen Aufwandes und der investiven Zahlungs - ermächtigungen bis 2022 sind im Hpl. 2019 inkl. mittelfristigen Finanzplanung bis 2022 berücksichtigt. Der darüber hinausgehende Bedarf für das Jahr 2023 wird in den zukünftigen Haushaltsplanaufste l- lungen berücksichtigt. 5 Die erforderlichen Haushaltsermächtigungen dienen sowohl der V orfinanzierung der Maßnahmen als auch der Sicherstellung der Finanzierung des städtischen Eigenanteils. Über die Höhe der zu erwa r- tenden Fördermittel kann derzeit noch keine qualifizierte Aussage getätigt werden. Die Förderquote des EFRE liegt bei maximal 50 % der Projektkosten. Der ESF fördert bei einer Förderantragstellung über einen freien Träger bis maximal 90 % und bei einer Förderantragstellung über die Kommune bis zu maximal 80 % der projektbezogenen Personalkosten einschließlich der Arbeitsplatzkost en auf Grundlage von Pauschalen, jedoch keine projektbezogenen Sachkosten. Maßnahmen, die über die Städtebauförderung finanziert werden, weisen derzeit eine Förderquote von 70 % 1 auf. Durch die Ko- finanzierung der Städtebauförderung mit anderen Fördertöpfen , die -sofern die Voraussetzungen vor- liegen- beantragt werden soll, kann z.B. für einzelne EFRE -kofinanzierte Maßnahmen eine Förde r- quote von bis zu 85 % erreicht werden. Für den Sozialraum „ Ostheim und Neubrück“ sollen aus dem o. g. Ansatz insgesamt circa 7,1 Mio. € zur Umsetzung der Einzelmaßnahmen verwandt werden. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, bzw. Teilfinanzplan 0902, Stadten t- wicklung. Die im Hpl. 2019 inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2022 für das Projekt „Starke Veedel – Starkes Köln“ veranschlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und investiven Za h- lungsermächtigungen decken die kalkulierten Gesamtkosten des Teilprojektes ab. Jenseits der im Haushalt bereitgestellten Mittel, stehen über die Projektkoordination hinaus keine Personalressourcen zu Verfügung. Eine Aufteilung nach konsumtiven oder investiven Inhalten ist derzeit noch nicht a b- schließend möglich. Aufgrund des Planungsfortschrittes kann derzeit davon ausgegangen werden, dass es noch Verschiebungen von den ergebniswirksamen Aufwendungen zu den investiven Auszah- lungen geben wird. Die Mittel aus den Förderprogrammen der EU, dem ESF und dem EFRE, sind fristgebunden, Bewill i- gungen sind nur bis zum Jahr 2020 möglich. Der integrierte Ansatz des Leitkonzeptes bedingt d ie Realisierung einer Vielzahl vernetzt wirkender Maßnahmen. Mit einer weiteren Verzögerung der U m- setzung sind die Gewährung von Fördermitteln und damit die Umsetzung des ISEKs im geplanten Umfang gefährdet. Anlagen Anlage 1: ISEK für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Anlage 2: Kostenübersicht für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 1 Die Förderquote der Städtebauförderung wird jährlich für die Kommunen durch das Land festgelegt. Maßgeb- lich ist die Förderquote, die bei der Beantragung der Fördermittel Gültigkeit hat.
  • Anlage 2 Kostenübersicht Ostheim Neubrück mit Maßgaben

    PDF

    Herunterladen: Anlage 2 Kostenübersicht Ostheim Neubrück mit Maßgaben

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Kostenübersicht Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung aus Kurzfristig Mittelfristig Folgejahre Kostenschätzung Gesamtsumme Maßnahme 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 0.0.0 Externe Beratung bei der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Alle Sozialräume SBF 24.829 € 24.829 € 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Alle Sozialräume SBF 130.550 € 115.550 € 115.550 € 361.650 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.16 Zugehende Hilfe mit Lotsenfunktion zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahren Alle Sozialräume ESF 5.783 € 7.664 € 1.911 € 15.358 € 1.0.17 Stadtteileltern Alle Sozialräume ESF 33.735 € 26.915 € 17.314 € 77.964 € 1.10.1 „Jung und Alt – da wo es knallt“, intergeneratives und interkulturelles mobiles Angebot Gebietsspezifische Maßnahme ESF 53.765 € 107.530 € 53.765 € 215.060 € Öffentlicher Raum 2.0.4 Sport- Spiel- und Bewegungsräume im Veedel, hier: zusätzliche Fläche für Trendsport auf Spiel- und Bolzplatz in Neubrück (Georgestraße) Gebietsspezifische Maßnahme SBF 72.000 € 120.000 € 48.000 € 240.000 € 2.10.4 Partizipative Neugestaltung „Platz an Sankt Adelheid“/ Marktplatz Neubrück Gebietsspezifische Maßnahme SBF 130.430 € 52.760 € 297.392€ 403.592 € 615.870 € 1.500.044 € 2.10.5 Bau einer Begegnungsstätte – Machbarkeitsstudie Gebietsspezifische Maßnahme SBF 60.000 € 60.000 € 2.10.5a Bau einer Begegnungsstätte Gebietsspezifische Maßnahme SBF 1.000.000 € 1.000.000 € 1.000.000 € 3.000.000 € 2.10.7 Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße Gebietsspezifische Maßnahme SBF 226.100 € 428.400 € 428.400 € 1.082.900 € Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung aus Kurzfristig Mittelfristig Folgejahre Kostenschätzung Gesamtsumme Maßnahme 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023 Wirtschaft und Qualifizierung 3.10.1 Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse zur Ansiedlung eines interaktiven Lebensmittelmarktes Gebietsspezifische Maßnahme EFRE 25.000 € 25.000 € 50.000 € Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels Alle Sozialräume BMUB- Programm, Klima, BMBF 9.091 € 9.091 € 9.091 € 27.273 € Wohnen 5.0.2 Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung Gebietsspezifische Maßnahme SBF 26.314 € 55.877 € 55.877 € 52.627 € 190.695 € 5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm Alle Sozialräume SBF 107.420 € 107.420 € 107.421 € 322.261 € Gesamtkosten 30.612 € 95.164 € 170.447 € 785.984 € 841.098 € 2.124.640 € 1.504.219 € 1.615.870 € 7.168.034 €
  • Anlage 0 Ostheim und Neubrück

    PDF

    Herunterladen: Anlage 0 Ostheim und Neubrück

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Anlage 0 Mit der Vorlage 3789 / 2018 beabsichtigt die Verwaltung den Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ durch den Rat zu erwirken. Das Leitkonzept zum Gesamtprogramm wurde am 20.12.2016 vom Rat beschlossen (Vorlage 2899 / 2016). Mit dem Ratsbeschluss über das ISEK „Ostheim und Neubrück“ wird die Verwa ltung in die Lage versetzt, Förderanträge für die Städtebauförderung zu stellen, welche einen wichtigen Förderzugang für dieses Programm bildet. Aufgrund der komplexen förderrechtlichen Rahmenbedingungen und den damit verbundenen verwaltungsinternen Abstim mungserfordernissen wird die Vorlage den politischen Gremien zu Beginn der Beratungsfolge verfristet vorgelegt, da die Ratssitzung am 14.02.2019 erreicht werden muss.
  • Anlage 1 ISEK Ostheim Neubrück mit Maßgaben

    PDF

    Herunterladen: Anlage 1 ISEK Ostheim Neubrück mit Maßgaben

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Starke Veedel – Starkes Köln November 2018 Starke Veedel – Starkes Köln Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten Integriertes Stadtentwicklungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 2 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kontakt / Impressum Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Telefon 0221 / 221-22267 stadtentwicklung.statistik@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen Amt für Stadtentwicklung und Statistik Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 3 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Mein Standpunkt Liebe Bürgerinnen und Bürger in Ostheim und Neubrück, jede Bürgerin und jeder Bürger soll eine gleichberechtigte Chance haben, am gesellschaftli- chen Leben teilzuhaben. Dies ist das Leitbild, auf dem das soziale Handeln der Kölner Stadtgesellschaft basiert. Dazu gehört die Chance auf Gesundheit, auf eine gute Bildung und Ausbildung ebenso wie die Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine angemessene Wohnung in einem lebenswerten, attraktiven Veedel. Das aufgeschlossene und gute Zusammenleben im Veedel ist ein wichtiges Fundament für eine sozialgerechte Stadtentwicklung. Ich freue mich deshalb, Ihnen mit diesem lntegrierten Handlungskonzept ein Programm für lhr Veedel vorlegen zu können, das insbesondere die Lebenslage der von Armut bedrohten oder betroffenen Bürgerinnen und Bürger in den Blick nimmt. Der soziale Ausgleich in unse- rer Stadt ist keine Kür, sondern eine Pflichtaufgabe! Nur so können wir für Kinder und Ju- gendliche, für ältere Menschen, für Alleinerziehende, Geringerqualifizierte oder Langzeitar- beitslose ein Miteinander auf Augenhöhe wahren. Mit dem Programm und den darin enthaltenen Projekten und Maßnahmen kommen wir die- sem Leitbild in den nächsten Jahren ein gutes Stück näher. Das Programm enthält Maß- nahmen zur Verbesserung des Bildungsangebots für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene, Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte so- wie beschäftigungsfördernde Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Enthalten sind auch Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen und Investitionen in die örtliche Infrastruktur, mit denen ihr Veedel attraktiver werden soll. Ich lade Sie herzlich ein, sich zu engagieren und zu beteiligen. Seien Sie dabei, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Plätzen geht oder nutzen Sie die Fördermöglichkeiten für ihre Kinder oder für sich selbst, wenn es darum geht, eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln. Seien Sie dabei, denn es geht um Ihr Veedel! Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Vorwort Köln ist durch eine starke Vielfalt geprägt. Jedes Veedel hat ein eigenes Gesicht. Die ausgewogene Entwicklung aller Ve e- del ist Ziel der Kölner Stadtentwicklung. Dies gilt sowohl für die gebaute Umwelt als auch für die soziale Balance in der Stadt. Hierfür müssen wir die individuellen Potenziale der unterschiedlichen Räume erkennen und frühzeitig fördern. Die Stellschrauben der Quartiersentwic k- lung sind dabei vielfältig. Die im Integrie r- ten Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ vorgeschlagenen Maßna h- men widmen sich sowohl der Gestaltung des öffentlichen Raumes, als auch sozi a- len Themen wie Prävention, Bildung, Qu a- lifizierung sowie dem Klimaschutz und der Umweltgerechtigkeit. Unter breiter Beteiligung vor Ort wurde das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ entwickelt, in das sich das vorli e- gende Integrierte Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ einordnet. Der zentrumsnahe Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist durch eine überwiege n- de Wohnnutzung geprägt. Städtebauliche und sozial -integrative Handlungsbedarfe sind im Sozialraum deutlich erkennbar. Mit der Neugestaltung des Platzes an St. Adelheid im Rahmen eines partizipativen Verfahrens wird unter anderem die Mitte Neubrücks eine Aufwertung erfahren. Die Quartiersentwicklung in „Ostheim und Neubrück“, wie in allen elf Sozialräumen, stellt uns in den kommenden Jahren vor vielschichtige Herausforderungen. Mit dem vorgesehen Maßnahmenpaket werden die Kräfte aus unterschiedlichen Handlung s- feldern in einem Ansatz gebündelt. Ich bin mir sicher, dass wir durch diesen integrier- ten Ansatz der Quartiersentwicklung einen guten Schritt für d ie Stadtteile nach vorne machen. Ihr Markus Greitemann Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 5 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Inhaltsverzeichnis 1. Kurzfassung ................................ ................................ ................................ ............... 6 2. Einordnung in das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ .............................. 8 3. Analyse ................................ ................................ ................................ ..................... 15 3.1 Demographische, soziale und Bildungssituation ................................ ...................17 3.2 Öffentlicher Raum und Verkehr ................................ ................................ .............20 3.3 Wirtschaft ................................ ................................ ................................ ..............26 3.4 Ökologie und Klima ................................ ................................ ............................... 27 3.5 Wohnen ................................ ................................ ................................ ................29 3.6 Stärken- und Schwächenanalyse ................................ ................................ ..........32 4. Ableitung der Handlungsbedarfe ................................ ................................ ............ 33 5. Konzeptioneller Ansatz ................................ ................................ ............................ 37 6. Maßnahmen ................................ ................................ ................................ .............. 43 6.1 Maßnahmenblätter ................................ ................................ ............................... 45 6.2 Rahmenplan – städtebauliche Einordnung ................................ ...........................95 7. Umsetzungsplanung ................................ ................................ ................................ 98 8. Anhang ................................ ................................ ................................ .....................103 6 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 1. Kurzfassung Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ wird ein breites Maßnahmenbündel im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ umgesetzt. Die Stadt Köln möchte die Chancen der aktuellen Förderperiode nutze n und reagiert damit auf den gemeinsamen Projektaufruf der europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER in Nordrhein -Westfalen. Der Schwe r- punkt des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ liegt auf der präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und auf der Bekämpfung v on Armut und Ausgrenzung. Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden. Dabei verfolgt das Programm einen integrierten Ansatz und nimmt verschiedene Handlungs- felder der Quartiersentwicklung in den Blick. Das Handlungsspektrum reicht von sozial - integrativen Ansätzen, der Stärkung der Bildung und Qualifizierung über die Gestaltung des öffentlichen Raumes und des Wohnumfeldes sowie den Themen Klima und Umwelt bis hin zur Stärkung der Teilhabe und Mitwirkung vor Ort. Denn eine langfristig ausgerichtete Quar- tiersentwicklungsstrategie kann nur unter Einbezug der verschiedenen Faktoren, die das tägliche Leben der Menschen vor Ort wesentlich beeinflussen, erfolgen. Für die Umsetzung ist der Einsatz verschiedener Förderprogramme vorgesehen; insbeson- dere der Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Europäischer Fonds für regionale En t- wicklung (EFRE) sowie die Städtebauförderung. Mit dem Ziel die sozialraumorientierte Stadtentwicklung zu stärken sind zum einen sozialraumspezifische M aßnahmen und zum anderen sozialraumübergreifende Maßnahmen vorgesehen. Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ ist im Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ einer der elf Kölner Sozialräume, die bereits seit mehr als 10 Jahren durch die Sozialrau m- koordination unterstützt werden. Der Sozialraum zählt mit rund 21.150 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größeren Sozialräumen, wobei sich die Einwohnerzahlen circa zur Hälfte auf den Stadtteil Ostheim und Neubrück verteilen. Der Sozialraum liegt im rechtsrheinischen Köln im Stadtbezirk Kalk. Während der Stadtteil Ostheim durch eine gemischte Siedlung s- struktur mit Gebäuden aus verschiedenen Dekaden gekennzeichnet ist, entstand Neubrück im Gegensatz dazu als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er Jahre . In beiden Stadtteilen finden sich Hochhaussiedlungen, die eine besondere Herausforderung darstellen – sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht. Die Bevölkerungs- und Sozialstruktur ist im Sozialraum sehr unterschiedlich. Insbesondere die Geschosswohnungsbereiche sind durch einen hohen Anteil an Personen mit Migration s- hintergrund, einen hohen Jugendquotienten und einen hohen Anteil an Transferleistungsb e- zieherinnen und -beziehern geprägt, während zum Beispiel die Bungalow - und Reihenhaus- gebiete durch einen überdurchschnittlichen Altenquotient en gekennzeichnet sind. Die hete- rogene Sozialstruktur bietet wertvolle Ansätze zur Stabilisierung des Sozialraumes. In der Gesamtschau zeigen sich im Sozialraum vielfältige Bedarfe in den folgenden Han d- lungsfeldern: 1. Früh ansetzende Hilfen: a. Stabilisierung der Sozialstruktur b. Unterstützung bei der Integration c. Beratungs- und Unterstützungsangebote d. Sicherung der Teilhabechancen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 7 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 2. Öffentlicher Raum a. Aufenthaltsqualitäten und Barrierefreiheit optimieren; insbesondere am Marktplatz Neubrück b. Spiel- und Bewegungsräume schaffen c. Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung 3. Wirtschaft und Qualifizierung a. Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialraums als Beschäftigte gewinnen b. Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt c. Optionen zur Stärkung der Nahversorgungslage in Neubrück 4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung a. Freiflächen aufwerten b. Informations- und Beratungsangebote zum Klimawandel schaffen c. Entsiegelung von Flächen 5. Wohnen a. Aktivierung der Eigentümerschaft b. Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Bewohnerinnen und Bewo h- ner für ihr Wohnquartier / Verbesserung des Wohnumfeldes Der Rahmenplan auf Seite 97 verdeutlicht das vorgesehene Maßnahmenbündel im Pr o- gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ für den Sozialraum und greift auch die wesentlichen Handlungsgansätze, Planungen und Projekte außerhalb des Programms auf. 8 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 2. Einordnung in das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“1 Im Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ stehen die elf Kölner Sozialräume im Mitte l- punkt. Die Stadt Köln reagiert hiermit auf den Aufruf des Landes „Starke Menschen – Starke Quartiere“ und nutzt die Chancen der aktuellen EU-Förderperiode. Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ baut die Stadt Köln auf den Erfahrungen aus dem Strukturförderprogramm MÜLHEIM 2020 auf und strebt erstmals die systematische Erarbeitung und Umsetzung eines integrierten, quartiersorientierten Handlungsansatzes in einem Programmgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Diesem Ansatz liegt die Leitfrage zugrunde, wie Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Faktoren zum Gelingen beitragen und w ie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in die Quartier s- entwicklung eingebunden werden können. In einem fachübergreifenden und integrierten Ansatz wurde ein breites Maßnahmenbündel entwickelt. Dieses Maßnahmenbündel setzt für elf Sozialräume ein vergleichbares Vorgehen um, geht dabei jedoch explizit auf die Bedarf e und Erfordernisse vor Ort ein. Ziel ist es eine Entwicklungsstrategie auf gesamtstädtischer Ebene im Sinne der Präventionskette zu eta b- lieren. Dabei verfolgt das Programm insgesamt das Ziel , verbesserte Lebensbedingungen für die Menschen zu schaffen. Mit Blick auf eine langfristig ausgerichtete Quartiersentwicklungsstra- tegie wird somit ein wichtiger Beitrag gegen Ungleichgewichte und kleinräumige Polarisi e- rung umgesetzt. Dabei rückt d ie Quartiersebene in den Mittelpunkt des (städtischen) Ha n- delns und die Maßnahmen setzen unmittelbar in den Veedeln – dem direkten Lebensumfeld der Menschen – an. Für die Verbesserung der Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner ist eine int e- grierte Betracht ung der verschiedenen Themenfelder der Stadtentwicklung, wie Wohnen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Soziales, Bildung, Gesundheit, Mobilität, Öffentlicher Raum, Klima, Umwelt und Grün besonders wirkungsvoll. Daher werden auch bestehende und derzeit in der Entwi cklung befindliche Konzepte der Stadt Köln in dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ aufgegriffen und dementsprechend Maßnahmen priorisiert und aneinander angepasst. Leitkonzept bildet den Rahmen des Programms Das vorliegende Integrierte Stadtentwicklungkonzept (ISEK) ist Bestandteil des Leitkonzep- tes „Starke Veedel – Starkes Köln“, das im November 2016 durch die Interministerielle A r- beitsgruppe des Landes Nordrhein -Westfalen anerkannt und am 20. Dezember 2016 vom Rat der Stadt Köln beschlossen wurde (vgl. Vorlagennummer 2899/2016). Es bildet die Grundlage für die Beantragung von Mitteln der Städtebauförderung. Bereits seit 2006 ist die Stadt Köln in den elf Sozialräumen mit dem Programm "Lebenswerte Veedel – Sozialraum- und Bürgerorientierung" aktiv, durch das zahlreiche Vorhaben realisiert oder angestoßen wurden. Die Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren sind für die Menschen und Institutionen in den Veedeln zu festen Ansprechpartnerinnen und 1 Das vorliegende sozialraumspezifische ISEK basiert auf dem Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“. Im Leitkonzept sind der Hintergrund zum Programm sowie die Einbettung des Programms in die Landes- und EU-Schwerpunkte detaillierter dargelegt. Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Einordnung in das Gesamtprogramm. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 9 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ansprechpartnern geworden. Sie fungier en als „Informationsdrehscheibe“ und Bindeglied zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Verbänden und Bewohnerschaft. Sie unterstütz en oder initiier en Kooperations- und Vernetzungsstrukturen im Sozialraum, nutz en diese, um besondere Bedarfslagen zu identifizieren, und entwickel n gemeinsam mit den Diensten und Einrichtungen der freien Träger vor Ort bedarfsge rechte Projekte und Maßnahmen. Auf di e- sem Ansatz und den bereits etablierten Strukturen wird mit dem Program m „Starke Veedel – Starkes Köln“ aufgebaut. Karte 1: Übersicht über die elf Sozialräume des Programms "Lebenswerte Veedel - Lebenswertes Köln" Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Umsetzung des integrierten Ansatzes und Handlungsfelder Mit dem integrierten Ansatz des Programms finden verschiedene Handlungsfelder Berück- sichtigung, sodass eine umfassende und langfristig ausgerichtete Quartiersentwicklungsstra- tegie für die Sozialräume entsteht. Bereits im Leitkonzept sind für das Programm fünf Handlungsfelder zugrunde gelegt, die auch für die sozialraumspezifischen ISEKs den Rahmen bilden: 1. Früh ansetzende Hilfen 2. Öffentlicher Raum 3. Wirtschaft und Qualifizierung 4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 5. Wohnen 10 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Die Handlungsfelder zeigen die Themenbreite und das Wirkungsspektrum des Programms auf. Zwischen den Handlungsfeldern ergeben sich Wirkungszusammenhänge, die bei der Umsetzung entsprechend berücksichtigt werden müssen. Zum einen werden sinnvolle S y- nergien deutlich, zum anderen können aber auch Zielkonflikte entstehen. Mit Blick auf das oftmals „versäult“ ausgerichtet e (städtische) Handeln ist eine wirkungsvolle Zusammenführung und Steuerung der einzelnen Handlungsansätze erforderlich. Das Pr o- gramm „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet vor diesem Hintergrund einen wichtigen Beitrag zur sozialraumorientierten Stadtentwicklung und intensiviert diesen stadtweiten Ansatz in den nächsten Jahren. Gebietsauswahl und methodische Vorgehensweise Die Grundlage für die Auswahl der elf Kölner Sozialräume bildet die bestehende Gebietsab- grenzung des Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ (vergleiche Karte 2). Mit Hilfe des „Monitorings Stadtentwicklung“2 wurde geprüft, ob es sich weiterhin um Gebiete mit besonderen Handlungserfordernissen handelt. Im Ergebnis zeigt sich, dass die elf Sozialräume des Programms „Lebenswerte Veedel“ zu den Gebieten mit besonderen Handlungserfordernissen zählen. Die Sozialräume sind de m- nach im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittlich stark von sozialer Benachteiligung betroffen und entsprechen den im Aufruf „Starke Menschen – Starke Quartiere“ geforderten Kriterien zur Auswahl des Programmgebietes. Exkurs: Monitoring Stadtentwicklung Das Monitoring Stadtentwicklung beobachtet systematisch die Entwicklung der Gesamtstadt Köln und ihrer Teilräume. Betrachtet werden in einer einheitlichen Vorgehensweise (Indexwerte) verschiedene Themenfelder, wie zum Beispiel Soziale Lage, Demographischer Wande l oder Wohnen. Für die Auswahl der elf Sozialräume wurde der Index „Soziale Lage“ z u- grunde gelegt, der die wir tschaftli- chen, politisch -kulturellen und g e- sundheitlichen Aspekte von Benac h- teiligung berücksichtigt. Er setzt sich zusammen aus verschiedenen Statis- tikdaten sowie aus Ergebnissen der Umfrage „Leben in Köln“ und berüc k- sichtigt somit sowohl „harte“ statist i- sche Daten als auch „subjektive“ Ei n- schätzungen der Befragten. Der Index „Soziale Lage“ wird durch die Vielfalt an Indikatoren der Tatsa- che gerecht, dass sich Benachteili- gung in weit mehr als nur monetären Aspekten widerspiegelt. Zusammensetzung des Indexes „Soziale Lage“ Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2 Das Monitoring Stadtentwicklung wird kontinuierliche fortgeführt. Die Daten des Monitoring Stad t- entwicklung werden jährlich aktualisiert. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 11 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Karte 2: Programmgebiet (Sozialräume) „Starke Veedel – Starkes Köln" Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 12 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektstruktur und Vorgehensweise zur Entwicklung des Programms Die Erstellung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und der ISEKs für die elf Sozialräume erfolgte im Sinne des integrierten Ansatzes unter intensiver Beteiligung der ver- schiedenen Fachbereiche innerhalb der Stadtverwaltung sowie unter Einbezug weiterer A k- teure (z. B. Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren, Jobcenter, GAG I m- mobilien AG, Regionalagentur Region Köln und der für die regionale Zusammenarbeit z u- ständige Verein „Region Köln / Bonn e.V.“). Für die Konzepterstellung wurden die folgenden fünf themenspezifische Arbeitsgruppen g e- bildet, die dezernats- und ämterübergreifend zusammengearbeitet haben:  AG 1: Früh ansetzende Hilfen  AG 2: Öffentlicher Raum  AG 3: Wirtschaft und Qualifizierung / Wohnen  AG 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung  AG 5: Sozialraumorientierung als Strategie der Stadtentwicklung Zur inhaltlichen Zusammenführung und Qualifizierung des Programms fanden zwei Wor k- shops statt. In einem ersten Workshop am 27. April 2015 stand die Qualifizierung der Bestandsanalyse im Mittelpunkt. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Fachdienststellen, dem Jobcenter, der Sozialraumkoordination, den Bürgerämtern und der GAG Immobilien AG qua- lifizierten die vorliegenden Ergebnisse, stellten Querbezüge her und zeigten Schnittstellen zu anderen Themenbereichen auf. In einem zweiten Workshop am 27. Mai 2015 wurden die Maßnahmen qualifiziert. Rund 180 Maßnahmen und Projekte konnten somit in die Vorbereitung des Workshops einfließen. Nicht alle Ideen konnten berücksichtigt werden, da sie teilweise nicht in dem Förderzeitraum umsetzbar sind, keinen oder nur einen geringen Beitrag zur Zielerreichung leisten, oder aber nicht ausreichend qualifiziert worden waren. Schlussendlich wurden mehr als 70 Proje k- tideen für die Bewohnerveranstaltung herausgearbeitet. Öffentlichkeitsbeteiligung Den Auftakt und damit ersten Baustei n zur Öffentlichkeitsbeteiligung bildete die Veransta l- tung am 1. Juni 2015 im Forum der Volkshochschule. Das Ziel dieser Auftaktveranstaltung lag darin, über das Programm und die geplanten Projekte zu informieren, Meinungen der Bewohnerschaft einzuholen un d weitere Ideen aufzunehmen. Die Bewohnerinnen und B e- wohner der elf Programmgebiete sowie weitere Teilnehmende hatten damit die Möglichkeit, an der Erstellung und Qualifizierung des Maßnahmenprogramms für ihren Sozialraum aktiv mitzuwirken. Rund 250 Teilne hmende haben sich hier aktiv in das Programm eingebracht, vorhandene Ideen bewertet und Ideen für Maßnahmen entwickelt. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 13 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 1: Öffentlichkeitsveranstaltung am 01. Juni 2015 Quelle: Stadt Köln (Fotos: Abbis Photodesign) Auch im weiteren Prozess nimmt die Beteiligung der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert ein. So werden unter anderem i m Rahmen der sozialraumspezifischen ISEKs Öffentlic h- keitsbeteiligungen in den jeweiligen Sozialräumen parallel zur politischen Beratung und Be- schlussfassung umgesetzt. In diesen Veranstaltungen steht noch einmal das gesamte Ma ß- nahmenbündel im Mittelpunkt. Erste sozialraumspezifische Veranstaltungen, z. B. im Sozial- raum „Meschenich und Rondorf“, wurden bereits durchgeführt. Des Weiteren sind maßnahmenbezogene Beteiligungsformate vorgesehen (z. B. zu Planu n- gen von baulichen Maßnahmen) und die Öffentlichkeit wird kontinuierlich in die Program m- umsetzung einbezogen, sodass während des gesamten Umsetzungszeitraums die Möglic h- keit besteht, sich aktiv einzubringen oder zu informieren. Umsetzung des Programms Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ist nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen Sozialräume und der Themenvielfalt komplex, sondern sieht aufgrund dieser Vielfalt auch verschiedene Förderzugänge vor. Zu nenne n sind insbesondere der Europäische Sozia l- fonds (ESF) und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie die Städte- bauförderung. Diese Förderzugänge werden punktuell um weitere Fördermöglichkeiten (z. B. Sonderaufrufe) ergänzt. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Herangehensweisen und Anforderungen. Den Rahmen für die Umsetzung des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet das vom Land NRW anerkannte und vom Rat der Stadt Köln beschlossene Leitkonzept. Auf die- ser Grundlage können Förderanträge und entsprechende Projekte des ESF und des EFRE beantragt werden. Erste Maßnahmen mit einer Förderung über den ESF konnten begonnen werden, sodass in allen Sozialräumen Maßnahmen des Programms gestartet sind. Weitere Förderanträge befinden sich derzeit in der Abstimmung mit dem Land. Mit dem Ratsbeschluss zum Leitkonzept a m 20.12.2016 ist die Festlegung der Sozialräume als Soziale Stadt Gebiet gemäß § 171 E Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) erfolgt. Die sozialraumspezifischen ISEKs bilden die Grundlage für die Beantragung und den Einsatz von Städtebaufördermitteln. Die Städtebauförderung bildet einen wichtigen Baustein für die Umsetzung von baulich-investiven Maßnahmen sowie flankierenden beteiligungsorientierten 14 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Maßnahmen. Für die Erstellung der sozialraumspezifischen ISEKs wurde ein gestaffeltes Verfahren beschlossen. Erste Einzelkonzepte wurden bereits erstellt, seitens des Landes anerkannt und vom Rat der Stadt Köln beschlossen3. Auf dieser Grundlage wurden Förde r- anträge gestellt und bewilligt. 3 Folgende sozialraumspezifische ISEKs wurden am 18.05.2017 durch den Rat beschlossen:  Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord  Meschenich und Rondorf  Mülheim-Nord / Keupstraße und Buchheim / Buchforst als Fortführung von MÜLHEIM 2020 Folgende sozialraumspezifische ISEKs wurden am 28.09.2017 durch den Rat beschlossen:  Humboldt/Gremberg und Kalk  Bickendorf, Westend und Ossendorf Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 15 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 3. Analyse4 Die Bestandsanalyse verdeutlicht die aktuelle Situation im Sozialraum „Ostheim und Ne u- brück“ und nimmt die folgenden zentralen Themenbereiche in den Blick:  Demographische, soziale und Bildungssituation  Öffentlicher Raum  Wirtschaft  Ökologie und Klima  Wohnen Im Rahmen der Analyse wird grundsätzlich der Anspruch verfolgt, die jeweiligen Ist-Zustände innerhalb der Themenbereiche abzubilden. Wenn auch nicht alle Erkenntnisse in diesem Konzept in Maßnahmen überführt werden können, bildet die Analyse eine Grundlage für wei- terführendes städtisches und privates Handeln im Sozialraum. Ebenso wird eine Fortschrei- bung des ISEKs von dieser Grundlage ausgehen. 4 Angabe zu den statistischen Werten und Indikatoren beziehen sich – sofern nicht anders angegeben auf das Jahr 2016 (Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik). In der Analyse wird sich auf einzelne Quartiere innerhalb des Sozialraums bezogen. Eine Übersicht der Quar- tiersabgrenzung ist dem Anhang zu entnehmen. 16 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Im Überblick Der Sozialraum liegt im rechtsrheinischen Köln im Stadtbezirk Kalk. Ostheim ist durch eine gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus verschiedenen Dekaden gekennzeichnet. Der Stadtteil Neubrück hingegen wurde als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er Jahre gebaut. Beide Stadtteile verfügen üb er Hochhaussiedlungen, die eine besondere Herausfo r- derung darstellen – sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht. Die Sozialstruktur im Sozialraum ist sehr unterschiedlich. Insbesondere die Geschosswoh- nungsbereiche kennzeichnen sich durch einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshi n- tergrund, einen hohen Jugendquotienten und einen hohen Anteil an Transferleistungsbezi e- herinnen und –Beziehern aus. Anhand dessen werden Unterstützungsbedarfe im Bereich Qualifizierung und Bildung deutlich. Die Bungalow- und Reihenhausgebiete sind durch einen überdurchschnittlichen Altenquotient en gekennzeichnet. Insgesamt zeigen sich im Sozia l- raum „Ostheim und Neubrück“ verschiedene Handlungsbedarfe, aber auch Potenziale für die weitere Entwicklung des Sozialraumes. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 17 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 3.1 Demographische, soziale und Bildungssituation Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist in seiner Struktur sehr heterogen. Es zeigen sich hinsichtlich der Bevölkerungs- und Sozialstruktur deutliche Unterschiede zwischen den Quar- tieren mit Geschosswohnungsbauten und den Quartieren mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Insbesondere die Ein- und Zweifamilienhausgebiete zeichnen sich durch eine stabilere Sozi- alstruktur aus, sind aber durch eine n höheren Anteil an älterer Bevölkerung geprägt. Dahin- gegen sind in den Quartieren mit Geschosswohnungsbau deutliche Handlungsbedarfe , die auf den Abbau von sozio -ökonomischer Benachteiligung zielen, erkennbar. Vor allem das Quartier Gernsheimer Straße in Ostheim ist durch einen hohen Anteil an Personen mit Mig- rationshintergrund und gleichzeitigem Transfereinkommensbezug geprägt. In der Gesamtschau liegen die Kennwerte zur Sozialstruktur über dem gesamtstädtischen Durchschnitt, so dass Handlungsbedarfe erkennbar sind. Die heterogene Sozialstruktur bie- tet wertvolle Ansätze zur Stabilisierung des Sozialraumes. Tabelle 1: Übersicht zur Bevölkerung und Sozialstruktur im Sozialraum Quelle: Stadt Köln Bevölkerungsstruktur Der Sozialraum zählt mit rund 21.150 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größeren Sozialräumen, wobei sich die Einwohnerzahlen circa zur Hälfte auf den Stadtteil Ostheim und Neubrück verteilen. Die Bevölkerungsdichte bewegt sich mit rund 82 Personen je Hektar im Mittelfeld. Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass sowohl der Jugendquotient (36,6) über dem städti- schen Durchschnitt (24,2) liegt, als auch der Altenquotient (Sozialraum 31,6; Stadt Köln 26,4). Dementsprechend leben im Sozialraum sowohl überdurchschnittlich viele K inder und Jugendliche und gleichzeitig auch mehr Einwohnerinnen und Einwohner über 65 Jahren. Bei kleinräumiger Betrachtung wird deutlich, dass in einigen Quartieren besonders viele Ki n- der und Jugendliche leben. Dies betrifft insbesondere die Geschosswohn ungsgebiete. So beträgt der Anteil der Personen unter 18 in der Siedlung Gernsheimerstraße fast die Hälfte (Jugendquotient 48,1) und in der Siedlung Buchheimer Weg über ein Drittel (Jugendquotient 41,5). Kinder- betreuung Bildungs- teilhabe Insgesamt Migrations- hintergrund (%) Jugend- quotient * Altenquotien t ** Insgesamt Quote unter 15 Jahre Quote unter 15 Jahre Insgesamt Quote *** Betreuungs- quote U10 **** Gymnasi- astenquote ***** insgesamt Quote 2007 19.400 50,6 34,1 35,4 4.470 29,5 1.389 43,8 350 8,6 52,8 * 1.617 20,0 Entwicklung 2007 bis '15 1.741 11,6 2,5 -3,8 684 0,6 297 0,5 232 6,1 x x -84 -4,8 2016 21.141 62,2 36,6 31,6 5.154 30,1 1.686 44,3 582 14,7 * 25,7 1.533 15,2 Stadt Köln 2016 37,8 24,2 26,4 13,1 31.300 21,4 14.342 7,6 0,0 39,9 46.411 8,1 Insgesamt mit Kindern (%) allein- erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 2007 8.329 26,7 22,9 27,8 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre Entwicklung 2007 bis '16 688 0,5 2,9 -1,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 2016 9.017 27,2 25,8 26,6 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre ***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 Stadt Köln 2016 18,5 23,0 23,0 Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Ostheim und Neubrück SGBII Empfänger Empfänger Grundsicherung Arbeitslose Haushalte Einwohnerstruktur 18 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Dahingegen sind die Quartiere Bungalowsiedlung (Altenquotient 66,6) und Neubrück Re i- henhäuser-Mitte (Altenquotient 68,1) durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Pe r- sonen über 65 Jahre gekennzeichnet. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner, die über einen Migrationshintergrund verf ü- gen, ist mit etwa zwei Drittel (62 Prozent) im Mittel des gesamten Sozialraums hoch (Stadt Köln 37,8 Prozent). Bei den unter 18 Jährigen beläuft sich der Anteil sogar auf rund 80 Pr o- zent (Stadt Köln 53,4 Prozent). Die heterogene Struktur im Sozialraum wird anhand der unterschiedlichen Verteilung deu t- lich. Besonders auffällig ist die Siedlung Gernsheimer Straße. Hier haben rund 90 Prozent der Bewohnerschaft einen Migrationshintergrund. Dahingegen ist dieser Wert m it über einem Drittel in den Quartieren Buchheimer Weg in Ostheim, Neubrück Geschosswohnen Nord und Süd ähnlich zum Durchschnitt der Gesam t- stadt Köln. In den Quartieren Ostheim Süd, Bungalow -Siedlung und Neubrück Reihenhaus Mitte fällt der Anteil der Bewohnerschaft mit Migrationshintergrund geringer aus und li egt ebenfalls etwa auf städtischem Niveau (37,8 Prozent). Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer liegt mit etwa einem Drittel (30,3 Prozent) über dem städtischen Durchschnitt (Stadt Köln 19,3 Prozent). Neuzugewanderte In jüngerer Vergangenheit hat sich die Debatte um die Integration Neuzugewanderter vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse in verschiedenen Krisen- und Kriegsre- gionen mit daraus resultierendem starkem Flüchtlingszustrom wieder verstärkt. Auch im So- zialraum sind Zuwanderungen zu verzeichnen. Im Jahr 2016 sind 1.450 Ausländerinnen und Ausländer in den Sozialraum gezogen , davon 434 Jugendliche zwischen 15 und unter 25 Jahren. Haushaltsstruktur Hinsichtlich der Haushaltsstruktur wird – analog zur Altersstruktur – deutlich, dass im Sozial- raum sowohl Familien- als auch Seniorenhaushalte überdurchschnittlich vertreten sind. Etwas mehr als ein Viertel der Haushalte besteht aus Familien, was deutlich über dem stä d- tischen Durchschnitt liegt (Sozialraum 27,2 Prozent; Stadt Köln 18,5 Prozent). Dabei ist der Anteil der Alleinerziehenden mit einem Viertel ebenfalls leicht überdurchschni ttlich (Stadt Köln 23 Prozent). Gleichzeitig liegt auch der Anteil der Seniorenhaushalte mit etwas mehr als einem Viertel über dem städtischen Durchschnitt (Sozialraum 26,6 Prozent, Stadt Köln 23 Prozent). Auf kleinräumigerer Ebene werden drei Typen im Sozialraum deutlich: (1) Quartiere – wie die Siedlung Gernsheimerstraße und Ostheim -Mitte – in denen die Familienhaushalte überdurchschnittlich vertreten sind; (2) Quartiere – wie die Siedlung Buchheimer Weg sowie Neubrück Geschosswohnen Nord und Süd – in denen sowohl die Familien - als auch die Seniorenhaushalte einen überdurchschnittlichen Anteil ausmachen und (3) Quartiere – wie die Bungalow-Siedlung und Neubrück Reihenhäuser-Mitte, die nahezu zur Hälfte von Seniorenhaushalten bewohnt werden. Der Anteil der Einpersonenhaushalte fällt mit 37,1 Prozent vergleichsweise gering aus (Stadt Köln 50,5 Prozent). Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 19 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Insgesamt wird deutlich, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem viele Familien wohnen und gleichzeitig ein hoher Anteil an älteren und hochbetagten Menschen in den Quartieren lebt. Sozialstruktur In der Gesamtschau des Sozialraums zeig t sich, dass jede bzw. jeder Dritte durch SGB II - Leistungen unterstützt wird (Sozialraum 30,1 Prozent; Stadt Köln 13,1 Prozent). Zudem l e- ben nahezu die Hälfte der Kinder unter 15 Jahren in einem Haushalt mit SGB II -Bezug (So- zialraum 44,3 Prozent; Stadt Köl n 21,4 Prozent). Auffällig ist allerdings, dass sich die dem o- grafische und soziale Situation zwischen den Quartieren zum Teil sehr stark unterscheidet. Besonders auffällig ist die Siedlung Gernsheimer Straße. Nahezu zwei Drittel der Bewohn e- rinnen und Bewohner beziehen Leistungen nach dem SGB II. Rund 70 Prozent der unter 15- Jährigen leben in einer SGB -II-Bedarfsgemeinschaft. Auch in den Siedlungen Buchheimer Weg, Ostheim -Mitte sowie Neubrück Geschosswohnen Nord und Süd werden überdurc h- schnittlich viele Personen durch SGB-II unterstützt. Sozial deutlich stabiler sind die Quartiere Ostheim-Süd, Bungalow-Siedlung und Neubrück Reihenhäuser-Mitte. Hier l iegen die SGB -II-Quoten unter dem städtischen Durchschnitt. Auch die Inanspruchnahme von Grundsicherung im Alter (SGB XII) fällt in diesen Quartieren besonders gering aus. Insofern können die Quartiere als stabilisierender Faktor bei der Quartiersentwicklung fungieren, wobei der Generationenwechsel behutsam begleitet werden sollte. Insgesamt nehmen im Sozialraum mehr Personen als im städtischen Durchschnitt Grundsi- cherung im Alter in Anspruch (Sozialraum 14,7 Prozent, Stadt Köln 7,8 Prozent). Auch hier zeigen sich in einzelnen Quartieren Konzentrationen . In der Siedlung Gernsheimer Straße beziehen über die Hälfte SGB-XII-Leistungen (52,6 Prozent) und auch in der Siedlung Buch- heimer Weg ist der Anteil mit fast einem Viertel hoch (22,5 Prozent). Insofern besteht z u- nehmend die Gefahr von Altersarmut. Teilhabe und Mitwirkung Die Teilhabe und Mitwirkung der Menschen vor Ort ist für die Quartiersentwicklung ein sehr wichtiger Bestandteil, der sich jedoch nur schwer messen lässt. Einen Hinweis auf eine ver- gleichsweise geringe gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Teilhabe gibt die geringe Wahlbeteiligung in „Ostheim und Neubrück“. Die Wahlbeteiligung lag bei den letzten drei Wahlen deutlich unter dem städtischen D urch- schnitt. Bei der OB-Wahl beteiligte sich nur jede bzw. jeder Dritte. Tabelle 2: Wahlbeteiligung in Prozent Stadtteil Kommunalwahl OB-Wahl Landtagswahl 2014 2015 2017 Ostheim 36,03% 28,11% 48,70% Neubrück 44,73% 32,82% 50,60% Stadt Köln 49,70% 40,30% 64,90% Quelle: Stadt Köln, Amt Stadtentwicklung und Statistik 20 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Diese geringe Wahlbeteiligung kann auch Indikator für objektiv vorhandene oder subjektiv empfundene fehlende Mitwirkungsmöglichkeiten sein. Soziale Infrastruktur Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ sind bereits eine Vielzahl von Angeboten etabliert, auf die mit diesem Programm aufgebaut wird. Zu nennen sind insbesondere:  Regelangebote der Bildungs- und sozialen Infrastruktur: Kitas, Familienzentren, Grundschulen, Weiterführende Schulen, Jugendeinrichtungen, Interkulturelles Zent- rum, Senioren- und Pflegeeinrichtung, Obdachloseneinrichtung  Ergänzungsangebote im Bereich der Bildungs- und sozialen Infrastruktur: Elternbil- dung, Mutter- / Kindgruppen, Arbeitslosenzentrum, Jobbörse, Jugendarbeit, Senio- rennetzwerk, Häuslicher Betreuungsdienst, Integrationskurs Frauen, Ehrenamt, Stadtteilzeitung, Mehrgenerationenwohnen, GAG Veedelshelfer  Seit 2006 gibt es im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ eine Sozialraumkoordinati- on im Rahmen des Projekts „Lebenswerte Veedel“. Das Projekt zielt darauf ab die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Sozialraums zu verbes- sern. Die wesentlichen Handlungsfelder sind dabei: Kinder, Jugend und Familie, So- ziales, Gesundheit, Bildung, Wohnen, Stadtentwicklung, Sport, Kultur, Integration, Wirtschaft, Arbeit und Gemeinwesensentwicklung. Die Sozialraumkoordination wird in „Ostheim und Neubrück“ durch den Träger Veedel e.V. umgesetzt.  In beiden Teilen des Sozialraums gibt es aktive Bürgervereine, die sich ehrenamtlich und aktiv um ihr Lebensumfeld kümmern. In Ostheim ist dies der Bürgervereinigung Köln Ostheim e.V. und in Neubrück der Bürgerverein Neubrück e.V. 3.2 Öffentlicher Raum und Verkehr Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Kalk“ wurden im Quartier Gernsheimer Straße im Jahr 2012 bereits einzelne Maßnahmen im öffentlichen Raum umgesetzt (Gestaltung Veedel e. V. und an grenzender Sportplatz). Hierbei lag der Schwerpunkt jedoch auf sozialorientier- ten Maßnahmen. In städtebaulicher Hinsicht werden weitere Handlungsbedarfe deutlich. Wohnumfeld Das Wohnumfeld insbesondere der Siedlungsbereiche des Geschosswohnun gsbaus in Neubrück ist - sowohl bezogen auf die öffentlichen Fußwegeverbindungen als auch die pr i- vaten Freiflächen - wenig gestaltet und bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern keine ausreichenden Nutzungsmöglichkeiten. Im öffentlichen und privaten Raum entstehen zudem Müllablagerungen. Sei es beispielswe i- se durch fehlende Müllbehälter beziehungsweise durch Nichtnutzung selbiger oder durch wilde Müllkippen insbesondere bezüglich Sperrmüll . In Neubrück wurde durch die Bezirk s- vertretung Kalk die Schaffung eines „Wohndialog Neubrück“ beauftragt. Dieser kümmert sich insbesondere um die Verbesserung des Wohnumfelds im südlichen Teil Neubrücks rund um den Bereich Ludwig-Quidde-Platz / Hermann -Hesse-Weg. Die Gruppe besteht aus Wo h- nungsgesellschaften und privaten Eigentümerinnen und Eigentümern, Akteurinnen und Ak t- euren der Zivilgesellschaft und Lokalpoli tik sowie Vertretern verschiedener Ämter der Stadt Köln unter Leitung und Moderation des Bezirksbürgermeisters und der Bürgeramtsleitung. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 21 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 2: Müllablagerungen im Wohnumfeld des Sozialraumes „Ostheim und Neu- brück“ Quelle: Stadt Köln Im Zentrum von Neubrück liegt der Platz An Sankt Adelheid, welcher gestalterische Defizite aufweist. Die großzügige zentrale Platzfläche ist untergenutzt und verfügt über eine mangel- hafte Aufenthaltsqualität. Die Notwendigkeit der Gestaltung des zentralen Platzes An Sankt Adelheid ist bereits auf Betreiben der Bürgerschaft vor Ort in einem Studentenwettbewerb thematisiert worden. Abbildung 3: Platz An Sankt Adelheid Quelle: Stadt Köln Das Stadtteilzentrum Ostheim erstreckt sich e ntlang der Rösrather Straße vom Marktplatz zur Frankfurter Straße mit der Stadtbahnhaltestelle „Ostheim“. Die Autobahn, die zwischen den beiden Stadtteilen verläuft, hat eine trennende Wirkung. Begegnungsräume Im Sozialraum sind verschiedene soziale Akteure vorhanden, die Mö glichkeiten zur Bege g- nung bieten. Allerdings mangelt es an einer zentralen Bürgerbegegnungsstätte. Der Veedel e.V. ist Träger der Sozialraumkoordination und seit 1986 im Sozialraum aktiv. Als Begegnungsstätten betreibt er das kleine „Café im Veedel“ im Buchheimer Weg und die O f- fene Tür „Am Wunschtor“ im Quartier Gernsheimer Straße. 22 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 4: Café im Veedel Quelle: Stadt Köln Die Jugendeinrichtung „Am Wunschtor“ ist seit vielen Jahren ein räumliches Provisorium. Zur Verfügung stehen eine Wohnung im Gebäudekomplex der Gernsheimer Straße 12 sowie ein Container. Der bauliche Zustand dieses Containers, der aus zwei ehemaligen Pausencontai- nern aus den 1960er Jahren besteht, wird den Anforderungen nur unzureichend gerecht. Die Jugendeinrichtung ist für das Quartier ein wichtiger Ankerpunkt. Abbildung 5: Wunschtor Quelle: Stadt Köln Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 23 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Im Stadtteil Neubrück befindet sich das Jugend- und Gemeinschaftszentrum Neubrück am Neubrücker Ring. Die Stadtteilbibliothek ist zentral am Platz An Sankt Adelheid gelegen und bildet eine offene Anlaufstelle, die gut angenommen wird. Abbildung 6: Stadtbibliothek Quelle: Stadt Köln Spiel- und Bewegungsräume Für die Kinder und Jugendlichen im Sozialraum haben Freizeit-, Entwicklungs- und Bewe- gungsmöglichkeiten einen hohen Stellenwert. Im Sozialraum sind Spiel - und Bolzplätze wie beispielsweise An Sankt Adelheid, Gernshe i- mer Straße oder Georgestraße vorhanden, die jedoch nicht mehr zielgruppen - und zeitge- recht sind. Abbildung 7: Spielplatz an Sankt Adelheid Quelle: Stadt Köln 24 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 8: Ballspielplatz Gernsheimer Straße Quelle: Stadt Köln Abbildung 9: Bolz- und Spielplatz Georgestraße Quelle: Stadt Köln Mobilität Die Anbindung an den öffentlichen Personennah verkehr ist in Ostheim über die Stadtbahn und mehrere Buslinien gut. In Neubrück ist die Anbindung an den ÖPNV unzureichend und lediglich über die Buslinie 157 gewährleistet. Die Anbindung von Neubrück an das Stad t- bahnnetz wurde bereits beim Bau der Siedlung vorgesehen, ist jedoch bis heute nicht real i- siert. Aufgrund der Nähe zur Autobahn und zu örtlichen Hauptverkehrszügen ist der Anschluss für den motorisierten Individualverkehr gut. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 25 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Karte 3: Straßenanbindung des Sozialraums „Ostheim und Neubrück“ Quelle: Stadt Köln 26 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 3.3 Wirtschaft Das angrenzende Gewerbegebiet sowie die Gewerbebetriebe in den jeweiligen Zentren bie- ten grundsätzlich Potenzial für wohnortnahe Arbeitsplätze. Die Beschäftigungssituation zeigt Unterstützungsbedarfe im Bereich Qualifizierung und Bildung. Gewerbe und Industrie Im Süden des Sozialraums liegt das Gewerbegebiet Ostheim. Das 3,4 ha große Gewerb e- areal wird vor allem von Handwerksbetrieben genutzt. Beschäftigungssituation Die Quote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt im Sozialraum unter dem städ- tischen Durchschnitt. Etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung arbeitet in einem s ozial- versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis (46 Prozent). Analog zur Gesamtstadt ist die SVP-Beschäftigungsquote in den letzten Jahren gestiegen. Auffällig ist, dass es Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gibt. Während die Hälfte der Männer einer SVP -Beschäftigung nachgeht (52,2 Prozent), liegt die Quote der Frauen rund 12 Prozentpunkte darunter (39,9 Prozent) und bei der Gruppe der ausländischen Bevölkerung ist nur rund jede dritte Person SVP-Beschäftigt (33,4 Prozent). Jede bzw. jeder Sechste im Sozialraum ist arbeitslos, was ebenfalls deutlich über dem städ- tischen Durchschnitt liegt (Sozialraum 15,2 Prozent; Stadt Köln 8,1 Prozent). Auch hier zei- gen sich Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen. Während die Quote der Männer (14,4 Prozent) und die der Frauen (16,2 Prozent) sich nur leicht unterscheiden, ist etwas mehr als ein Viertel der ausländischen Bevölkerung arbeitslos (26,7 Prozent). Auch die J u- gendarbeitslosenquote liegt mit 9,3 Prozent rund 2 Prozentpunkte über der gesamtstädt i- schen Quote. Zudem ist die Quote der Langzeitarbeitslosen auffällig , die rund zehn Prozentpunkte über der gesamtstädtischen Quote liegt . So befinden sich m ehr als die Hälfte der Arbeitslosen in der Langzeitarbeitslosigkeit (56,8 Prozent). Entgegen der positiven Entwicklung der Arbeits- losenquoten ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in den letzten Jahren gestiegen. Kaufkraft Der Kaufkraftindex, der einen Hinweis auf das verfügbare Einkommen gibt, liegt im Stadtteil Ostheim mit 89 und in Neubrück mit 85 unter dem städtischen Durchschnitt von 108. Somit wird deutlich, dass die wirtschaftliche Kraft im Sozialraum geringer als die der Gesamtstadt ausfällt. Versorgung Die Nahversorgung ist mit der Anbindung an das Stadtteilzentrum in Ostheim und das Na h- versorgungszentrum in Neubrück grundsätzlich vorhanden. Auch die fußläufige Nahverso r- gung ist gegeben. In Neubrück bestehen in diesem Bereich Defizite. Zum einen fehlt es an einem Vollverso r- ger, zum anderen gibt es regelmäßig Fluktuation und längere Ladenleerstände bei kleineren Gewerbebetrieben. Der Kiosk am Ludwig-Quidde-Platz/ Hermann -Hesse-Weg stellt neben einer alternativen Versorgung auch einen sozialen Treffpunkt dar. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 27 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 3.4 Ökologie und Klima5 Grün- und Freiflächen Im Sozialraum sind nur sehr wenige und kleine Grünflächen vorhanden. Allerdings grenzt der Sozialraum an den radialen Grünzug Ostheim, den Freiraum Rath und die Grün - und Freiflä- chen des Äußeren Grüngürtels. Insgesamt verfügt der Sozialraum über 20,3 Hektar Grünflächen, was rund 8 Prozent der Gesamtfläche ausmacht. Rechneri sch stehen jeder Einwohnerin b eziehungsweise jedem Einwohner 9,7 Quadratmeter Grünfläche im öffentlichen Raum zur Verfügung. In die Ermittlung des Grünflächenanteils fließen überwiegend Freizeit- und Erholungsflächen wie Parks, Grünanlagen und Sportplätze ein. Unter Einbezug eines Radius von 500 Metern rund um den Sozialraum erhöhen sich die Grünflächen auf 123 Hektar. Abbildung 10: Grünfläche an der Bundesautobahn Quelle: Stadt Köln Lärm- und Schadstoffbelastung In einer dicht besiedelten Stadt wie Köln ist die Hauptquelle der Luftemission der Straße n- verkehr. Kritische Belastungen werden im Wesentlichen für die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickstoffoxide festgestellt. Hohe Luftschadstoffbelastungen befinden sich an der Rösrather Straße zwischen den Kre u- zungen mit der Frankfurter Straße und dem Neubr ücker Ring, sowie auf dem Europaring zwischen Neubrücker Ring und Paul-Klee-Straße. Lärm stellt insbesondere in großen Städten ein zentrales Umweltproblem dar. Bei der hier durchgeführten Analyse der Sozialräume wurden nicht alle Lärmbelastungen betrachtet , sondern nur solche Bereiche, die erhebliche Belastungen aufweisen. Zumeist wurde bei den nachfolgenden Auswertungen auf die in Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit der EU- Umgebungslärmrichtlinie definierten Auslösewerte n Bezug genommen. Gegenstand die ser 5 Die Datengrundlagen zum Themenbereich Klima wurden im Jahr 2013 berechnet, die Daten zu Grün- und Frei- flächen stammen aus dem laufend fortgeführten Grünflächenkataster und wurden in 2016 berechnet, die Berech- nung der Luftschadstoffe erfolgte ebenfalls in 2015, die Daten zum Verkehrslärm stammen aus dem Jahr 2014. 28 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Richtlinie sind Straßen-, Flug- und Schienenverkehrslärm sowie durch Industrieanlagen und große Hafenanlagen ausgelöster Lärm. Rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner sind im Sozialraum von Fluglärm betroffen, was die höchste Belastung aller Sozialräume ist. Karte 4: Übersichtskarte zur Lärm-, Schadstoff- und Wärmebelastung Quelle: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt Stadtklima Durch eine systematische Untersuchung des Kölner Stadtklimas wird deutlich, dass es zu- künftig in Köln heißer wird und Wetterextreme (Starkregenereignisse) zunehmen werden. Daher ist es wichtig, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um sich an den zu erwartenden und lokal kaum zu beeinflussenden Klimawandel anzupassen. Die Zahl der Sommer tage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtgebiet Köln , im Ver- gleich zu den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der heißen Tage kann sich verdoppeln. Mehr als 58 Prozent der Bewohnerschaft werden zukün ftig in einem durch Wärmebelastung betroffenen, 37 Prozent in einem hoch belasteten Siedlungsgebiet , a ber nur 3 Prozent in sehr hoch belasteten Siedlungen leben. Klimaaktive Freiflächen sind in diesem Raum fast nicht vorhanden. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 29 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 3.5 Wohnen Hinsichtlich des Themenbereichs „Wohnen“ zeigen sich Sanierungs- und Modernisierungs- bedarfe im Wohnungsbestand, auch wenn bereits große Anteile modernisiert wurden. Wei- terhin werden Missstände im Zustand des Wohnumfeldes deutlich. Dieses sind beispielswei- se defekte Aussenfassaden, ungepflegte Aussenanlagen, verwahrloste Spielplätze, Müllab- lagerungen hauptsächlich im privaten Raum. Gebäudestruktur und -Zustand Der Stadtteil Ostheim ist durch eine gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus ve r- schiedenen Dekaden geprägt. Der Stadtteil Neubrück hingegen wurde als geschlossene Siedlung Mitte der 1960er Jahre gebaut. Im Erscheinungsbild sind die Hochhaussiedlungen auffällig. Abbildung 11: Reihenhäuser, Bungalows und Geschosswohnungsbau in „Ostheim und Neubrück“ Quelle: Stadt Köln In Teilen des Sozialraums konnten bereits umfängliche Sanierungs - und Modernisierungs- maßnahmen umgesetzt werden. In der Siedlung Buchheimer Weg hat die GAG Immobilien AG die Wohnungsbestände saniert und in Teilen neuerrichtet. In einig en Wohnungsbeständen zeigt sich jedoch eine mangelnde Instandhaltung, die an einzelnen konzentrierten Lagen im Sozialraum auf tritt. Insbesondere die Geschosswohnu n- gen in der Siedlung Gernsheimerstraße weisen Instandhaltungsmängel auf. 30 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 12: Geschosswohnungsbau an der Gernsheimer Straße Quelle: Stadt Köln Abbildung 13: Einfamilienhäuser „Badisches Viertel“ Quelle: Stadt Köln Eigentümerstruktur Im Stadtteil Ostheim verfügt die GAG Immobilien AG über rund 1.800 Wohneinheiten und hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Des Weiteren weist der Sozialraum eine heterogene Eigentümerstruktur auf, zum Beispiel in der Siedlung Gernsheimerstraße, welche die Ansprache der Eigentümer erschwert. Öffentlich geförderter Wohnungsbau Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen am Gesamtbestand liegt mit rund einem Viertel in Ostheim (27,1 Prozent) deutlich über dem städtischen Durchschnitt (6,8 Prozent). In Neu- brück fällt der Anteil mit 11 Prozent geringer aus. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 31 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Wohnzufriedenheit Über zwei Drittel der Bewohnerschaft gaben bei der Demographieumfrage 2016 an, mit ihrer eigenen Wohnung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein (72,4 Prozent). Dies e Werte liegen leicht unter dem städtischen Durchschnitt (77,7 Prozent). In Bezug auf den Stadtteil und das Wohnumfeld zeigen sich jedoch nur etwas mehr als ein Drittel „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ (39,1 Prozent; Stadt Köln 68 Prozent). Rund die Hälf- te der Bewohnerinnen und Bewohner wählten bei dieser Frage die Kategorie „teils-teils“. 32 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 3.6 Stärken- und Schwächenanalyse In der folgenden Tabelle sind die Potenziale und Herausforderungen zusammenfassend dargestellt und geben einen Überblick über die Ausgangssituation im Sozialraum. Tabelle 3: Stärken-Schwächen-Analyse im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Ist-Analyse Potenziale Herausforderungen Demographische, soziale und Bildungs- situation Bauliche und soziale Maßnahmen in Ostheim zeigen stabilisierende Wir- kung Bürgerschaftliches Engagement und soziale Akteure in Ostheim vorhan- den Fehlende Unterstützungs- und Bera- tungsangebote „Ankommensstadtteil“ Hoher Anteil von SGB II Bezieherin- nen und Beziehern und Arbeitslosen mit hoher Betroffenheit von Kindern / Jugendlichen Wachsende Altersarmut Öffentlicher Raum Potenzialflächen für Wohnungsbau und Gewerbe in Ostheim Gute ÖPNV-Anbindung in Ostheim Gute Anbindung an den Motorisier- ten Individualverkehr Unattraktive Gestaltung des zentra- len Marktplatzes in Neubrück Unzureichende Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) (Neubrück) Wirtschaft Gewerbegebiet mit Handwerksbe- trieben Gute Netzwerkstruktur Zunehmende Leerstände (Nahver- sorgungszentrum Neubrück) Hoher Anteil von Arbeitslosen / Langzeitarbeitslosen Ökologische/ klimati- sche Situation Angrenzende Lage zu Grüngürteln, Königsforst und Baggerseen Viele private Grünflächen Wenig öffentliche Grünbereiche in- nerhalb der Stadtteile Hohe Fluglärmbelastung in Ostheim Hohe Betroffenheit von Wärmebelas- tung Wohnen Wohnbaupotenzialflächen in Ostheim Öffentlich geförderte Wohnungen bieten preisgünstigen Wohnraum Sanierungsstau einzelner Bestände (insbesondere Gernsheimer Straße) Punktuelle Vernachlässigung des Wohnumfeldes Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 33 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 4. Ableitung der Handlungsbedarfe In der Gesamtschau ergeben sich im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ deutliche Hand- lungsbedarfe über alle Handlungsfelder hinweg, wobei die heterogene Ausgangssituation im Sozialraum handlungsleitend sein muss. Demographische, soziale und Bildungssituation Hohe Integrationsleistung erforderlich Von den Akteuren vor Ort wird der Sozialraum als „Ankommensstadtteil“ wahrgenommen, sodass in Verbindung mit dem hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund eine h o- he Integrationsleistung in den Stadtteilen zu erbringen ist. Die Gruppe der Neuzugewanderten ist dabei sehr heterogen, sodass sie spezifische Unte r- stützungsbedarfe bei der Integration vor Ort benötigt und damit eine Zielgruppe mit eigenen Bedarfen bildet. Zu nennen sind hier beispielsweise Alltagsstrukturierung, Sprachförderung, Hilfe bei Behördengängen und psychologische Betreuung bei vorangegangen traumatisi e- renden Erlebnissen. Die Bevölkerung und Akteurinnen und Akteure vor Ort sehen sich mit dieser wachsenden Herausforderung konfrontiert. Die Stadt Köln bietet für diese Zielgruppen verschiedenste Unterstützungs- und Integrationsangebote an. Zu nennen ist hier beispielsweise das „Au s- zugsmanagement“, welches geflüchtete Menschen dabei unterstützt, sich eine neue Woh n- perspektive jenseits von Sammelunterkünften zu schaffen, die Integration zu erleichtern und so auch neue K apazitäten für weitere nach Köln zugewiesene geflüchtete Menschen zu schaffen. Aufgrund des hohen Handlungsdrucks werden dennoch weitere Unterstützungsan- gebote vor Ort notwendig sein. Insbesondere aufgrund der erwarteten Zuwanderung im Stadtteil als auch d er bereits überdurchschnittlich hohen Zahl von Ausländerinnen und Au s- ländern sowie dem Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund sind Angebote zur Verbesserung der Integration vor Ort erforderlich. Niederschwellige Unterstützungsangebote bedeutsam Aufgrund des hohen Anteils an Personen mit Transferleitungsbezug kommt den aktivieren- den Unterstützungsangeboten im Bereich Prävention, Bildung und Qualifizierung eine hohe Bedeutung zu. Sie bilden durch eine niederschwellige Willkommensstruktur – auch in Ver- bindung mit der Sozialraumkoordination – eine gute Grundlage für die Entwicklung von Ko- operationspartnerschaften zum Aufbau einer Präventionskette. Sie eröffnen Zugänge zu und für Menschen, die für das „Regelsystem“ und unterstützende Angebotsstrukturen häufig schwer erreichbar sind. Heterogene Sozialstruktur bietet Unterstützungspotentiale Unabhängig von der Zuwanderungsthematik und hohem Transferleitungsbezug liegt in der besonderen Heterogenität der Haushalte eine Herausforderung. Der Sozialraum ist auf der einen Seite gekennzeichnet durch viele Familien und auf der anderen Seite durch viele Se- niorenhaushalte. Hieraus erwächst der Handlungsbedarf für beide Gruppen entsprechende Infrastruktur zu schaffen, ein gutes Miteinander zu ermöglichen und Kindes- sowie Altersar- mut entgegen zu wirken. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner weisen gesundheitliche und soziale Problemlagen auf, die nicht selten zu einer Sucht - oder einer psychischen Erkrankung führen oder damit einhergehen. Damit verbunden ist häufig eine Einkommensverringerung aufgrund von Frü h- verrentung oder SGB II und SGB XII -Bezug. Nicht selten leben die Betroffenen sehr zurüc k- 34 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ gezogen, entziehen sich zunehmend familiärer Verantwortung und / oder vermeiden den direkten Kontakt nach außen. Damit diese Personen die vorhandenen Angebote nutzen kön- nen, sind oftmals „Brücken“ mit niederschwelligem Zugang zum weitergehenden Hilfesystem erforderlich. In der Gesamtschau sind insbesondere heranführende, niederschwellige Ansprachen vor Ort erforderlich. Öffentlicher Raum und Verkehr Öffentliche Infrastruktur stärken Es besteht in „Ostheim und Neubrück“ Handlungsbedarf bei der (Neu-)Gestaltung und Erwei- terung von Nutzungsmöglichkeiten von Freiflächen. Städtebauliche Missstände sind in fol- genden Bereichen zu korrigieren:  Marktplatz An Sankt Adelheid inklusive der darauf befindlichen Spielfläche,  Jugendeinrichtung an der Gernsheimer Straße Dies geht einher mit der Schaffung von Begegnungsräumen wie beispielsweise eines Vee- dels- oder Bürgerzentrums. Dieses wiederum unterstützt das vorhandene Potential an eh- renamtlichem Engagement. Eine allgemeine Sensibilisierung und in Teilen Aufklärung der Bewohnerschaft zum selbst- verantwortlichen Umgang mit Müll wird das Wohnumfeld positiv beeinflussen und wilde Müll- kippen einschränken beziehungsweise auch die Müllproblematik im Allgemeinen verbessern. Aktuell wirkt hier insbesondere der Wohndialog entgegen, der sich bis dato jedoch nur mit einem bestimmten Bereich in Südneubrück auseinandersetzt.Weitere zivilgesellschaftliche Akteure und Veranstaltungen, die diese Themenbereiche aufnehmen und mitansprechen, können einen Beitrag leisten. Aber auch das vorhandene ehrenamtliche Engagement bietet hier Ansatzpunkte. Zeit- und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikations- und Bewegungsräume schaffen Im Sozialraum sind Spiel - und Bolzplätze vorhanden, die jedoch zum Teil Gestaltungs - und Modernisierungsbedarf aufweisen. Zu nennen ist insbe sondere der Spielplatz am Platz Sankt Adelheid und der Spiel- und Bolzplatz Georgestraße. Um den jungen Menschen im unmittelbaren Wohnumfeld alters - und bedarfsgerechte Spiel-, Kommunikations- und Bewegungsräume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können, ist die Neuerrichtung von attraktiven, qualit ativ guten und bedarfsorien- tierten Angebotsstrukturen im Freizeit - und Sportbereich dringend erforderlich. Kinder und Jugendliche, sowie arbeitslose junge Erwachsene, verbringen einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell ausgewiesenen Flächen. Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung im Verbund mit anderen fördern Interaktion und leisten damit regelmäßig einen positiven Beitrag zur Entwicklung von Kin dern und Jugendli- chen. Die in diesen Zusammenhängen gemachten Erfahrungen des sozialen Lernens kö n- nen das Selbstbild positiv beeinflussen und können insofern direkt oder indirekt einen Beitrag zur K riminalitätsprävention leisten. Mit Blick auf die Sozialst ruktur sind diese kostenfreien und unmittelbar zugänglichen Angebote wichtig. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 35 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ÖPNV verbessern Verkehrstechnisch liegt ein Handlungsbedarf in der besseren Anbindung von Neubrück an das Strassenbahnnetz. Wirtschaft Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote ausbauen In Verbindung mit dem vergleichsweise hohen Anteil von Transfereinkommensbezieherinnen und Beziehern zeigen sich Unterstützungsbedarfe im Bereich Qualifizierung und Weiterbi l- dung. Insgesamt benötigen viele Bewohnerinnen und Bewohner zunächst heranführende, nie d- rigschwellige Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote Nahversorgung verbessern Im Gegenteil zum Stadtteil Ostheim bedarf es einer Verbesserung der Nahve rsorgung im Stadtteil Neubrück. Der Kiosk am Ludwig -Quidde-Platz/ Hermann-Hesse-Weg stellt bereits eine alternative Versorgung dar. Zu einer Verbesserung würde sowohl ein ergänzendes A n- gebot als Angliederung an den Kiosk als auch ein weiteres eigenständiges Angebot beitr a- gen. Ökologische und klimatische Situation Lärm- und Schadstoffbelastung reduzieren Die Lärm- und Schadstoffbelastung durch den Autoverkehr ist insbesondere auf der Fran k- furter Straße, der Rösrather Straße und dem Europaring und deren Knotenpunkten erhöht. Maßnahmen zur Schallpegelsenkung und Schadstoffreduzierung erweisen sich als schwierig da weder auf abschirmende Bauwerke noch auf gebäudeorientierte Lärmschutzdämmung zurückgegriffen werden kann. Bei der Prüfung von alternativen lärmmindernden Maßna h- men, gilt es außerdem zu beachten, dass die se lediglich auf städtischer Fläche umgesetzt werden können. Eine Optimierung von Ampelrotphasen zur Verbesserung des Verkehrsflu s- ses könnte ebenso Abhilfe schaffen wie eventuelle bauliche Maßnahmen an der Kreuzung Rösrather Straße/ Frankfurterstraße bezüg lich der Strassenbahnführung. Eine Lärmreduzi e- rung verursacht durch den Flugverkehr könnte durch finanzielle Anreize für Eigentümer zur Verbesserung des Schallschutzes von Wohnungen erreicht werden. Klimatische Belastungen abmildern Die Betroffenheit oder Anfälligkeit eines Stadtgebietes ergibt sich zum einen aus der klimat i- schen Belastung (zum Beispiel durch Hitze) und zum anderen aus der Sensitivität der dort i- gen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. So löst zum Beispiel eine hohe Wärmebela s- tung je nach Anteil der anfälligen Personengruppe über 65 Jahre (Sensitivität) eine intensive Betroffenheit eines Stadtteils aus. Hier gilt es die Bewohnerschaft zu sensibilisieren und städtebaulich beispielsweise durch Entsiegelung entgegenzuwirken. In den dicht bebauten Stadtquartieren gibt es nur wenige wirksame Maßnahmen, Kühlpunkte zu schaffen. Durch die Versickerung von Regenwasser vor Ort und der damit möglichen Verdunstung bei Hitzeereignissen, könnte die Entsiegelung und Bepflanzung von gepflaster- ten und betonierten Stellplätzen, Höfen, Vorgärten oder Garagenauffahrten zur klimatischen Abmilderung beitragen. Der Anteil versiegelter Fläche ist im Sozialraum „Ostheim und Neu- brück“ hoch, so dass grundsätzlich von Entsiegelungspotenzialen auszugehen ist. 36 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Wohnen Eigentümer fördern und fordern Der gebündelte Geschosswohnungsbau und somit die Bildung von Hochhaussiedlungen macht in Verbindung mit den sozialen Problemlagen in den Siedlungen erhebliche Unterstüt- zungsbedarfe deutlich. Diese Situation trägt erschwerend durch eine mangelhafte Sanierung und Instandhaltung zu einer negativen Außenwahrnehmung von „Ostheim und Neubrück“ bei und stellt sowohl in sozialer als auch in städtebaulicher Hinsicht eine Herausforderung dar. Eigenverantwortlichkeit stärken Wie im Themenbereich öffentlicher Raum bereits erläutert, zeigen sich im Wohnumfeld zum Teil wilde Müllablagerungen. Über die Einbeziehung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Stärkung des Verantwortungsbewusstseins für den eigenen Stad tteil, kann ein Beitrag zur Aufwertung erfolgen. Hierzu trägt auch ein gut integrierter und gepfle g- ter öffentlich geförderter Wohnungsbau bei. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 37 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 5. Konzeptioneller Ansatz Aus der Bestandsanalyse und der Stärken - und Schwächenanalyse sind Handlungsbedarfe und Entwicklungspotenziale im Sozialraum deutlich geworden. Die Betrachtung der ve r- schiedenen Themenbereiche zeigt dabei auf, dass im Sinne einer langfristig angelegten Quartiersentwicklungsstrategie die integrierte Betrachtung erforderlich ist. Hieraus leiten sich die Ziele sowie die vorgesehenen Maßnahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ ab. Ziele und Handlungsfelder Ein Ziel der Stadtentwicklung in Köln ist es, durch die Maßnahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ lebendige, bunte und generationsgerechte Quartiere für und mit den Kölnerinnen und Kölnern zu schaffen. „Verbesserte Lebensbedingungen der Menschen im Programmgebiet“ Dieses Leitziel entspricht dem des Programms „Lebenswerte Veedel“, knüpft gleichzeitig an die vom Stadtvorstand beschlossene „Europa-2020-Strategie“ der Stadt Köln an und gibt die langfristige Zielrichtung für das Programmgebiet vor. Die Operationalisierung des Leitziels für die strategische und operative Ebene erfolgt durch einen Top -Down-Ansatz. Die sich aus der Stärken -Schwächen-Analyse ergebenden Schwerpunkte für Handlungsbedarfe und -prioritäten wurden mit den Entwicklungsvorgaben des Leitziels gespiegelt, so dass sich im Ergebnis folgende fünf Handlungsfelder, die das Programm themenspezifisch ausrichten, ergeben: 1. Früh ansetzende Hilfen 2. Öffentlicher Raum 3. Wirtschaft und Qualifizierung 4. Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 5. Wohnen Bevor für diese Handlungsfelder die strategischen und operativen Ziele erarbeitet werden konnten, wurden die aus dem Aufruf vorgegebenen Querschnittsziele, die für das gesamte Programm gelten, in das Zielsystem eingebracht. Hierbei handelt es sich um folgende Ziele:  Gleichstellung von Männern und Frauen  Nichtdiskriminierung (Chancengleichheit / Barrierefreiheit)  Nachhaltigkeit Die Stadt Köln hat diese Querschnittsziele um zwei weitere ergänzt, nämlich um die Ziele „Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung“ und „Sozialraumorientierte Stadtentwicklung“. Ziel ist, die sozialraumorientierte Ausrichtung des Handelns sowohl in der Verwaltung als auch bei den Akteuren und den unterschiedlichen Zielgruppen zu verankern. Im nächsten Schritt wurden für die fünf Handlungsfelder strategische Ziele festgelegt. Sie beschreiben den angestrebten Zustand, der in den fünf Handlungsfeldern erreicht werden soll. Um die strategischen Ziele für die Entwicklung von Maßnahmen zu operationalisieren, 38 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurden insgesamt 14 operative Ziele definiert. Sie können nicht trennscharf für die einzelnen Handlungsfelder festgelegt werden, da sie aufgrund des integrativen Ansatzes ihre Wirkung vielfach über mehrere Handlungsfelder hinweg entfalten. Die strategischen Ziele hingegen können – bis auf eine Ausnahme (Lebenswertes und ökologisch gerecht gestaltetes Wohn - und Lebensumfeld) – eindeutig einem Handlungsfeld zugeordnet werden. Für das gesamte Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ ergibt sich somit ein komplexes Zielsystem, welches die Wirkungszusammenhänge zwischen den verschiedenen Handlungs- feldern berücksichtigt. Die für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ vorgesehenen Maßnahmen bilden entspre- chend der örtlichen Bedarfssituation einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des ISEKs. Auf Grundlage der abgeleiteten spezifischen Handlungsbedarfe werden nicht in jedem Soz ial- raum Maßnahmen zu allen Zielen umgesetzt. Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht, zu welchen operativen Zielen die Handlungsansätze einen besonderen Beitrag leisten (grün hervorgehoben). Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ nimmt die Stadt Köln die kommunale Präventionskette in den Blick. Das vorgesehene Maßnahmenbündel bildet einen Beitrag zur Schließung vorhandener Lücken in der Präventionskette. Zudem werden die strukturellen Handlungs- und Arbeitsweisen im Rahmen der Programmumsetzung be trachtet. Die bereits bestehenden Präventionsansätze sowie die kommunale Präventionskette der Stadt Köln sind im Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ dargestellt, so dass an dieser Stelle der fo l- gende Exkurskasten einen Überblick gibt. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 39 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 14 : Zielsystem des Programms „Starke Veedel - Starkes Köln" Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 40 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 15: Sozialraum „Ostheim und Neubrück“: Beitrag der Maßnahmen zur Erreichung der operativen Ziele Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 41 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Exkurs: Die Kommunale Präventionskette Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensb e- dingungen der Menschen in den Sozialräumen und zielt darauf ab, soziale Ausgrenzung und Armut zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund wurde bei allen Maßnahmen des Programms darauf geachtet, dass sie einen Beitrag zur Präventionskette leisten und bestehende L ücken schließen. Unter der kommunalen Präventionskette soll die Gesamtheit der präventiven Hilfsangebote verstanden werden, die biografisch entlang der Bedarfe in den einzelnen Lebensphasen von Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen aller Altersgruppen erforderlich sind. Zentral ist dabei die zielgruppenspezifische Betrachtung. So werden beispiel sweise die im Rahmen der Bedarfsanalyse festgestellten Unterstützungsnotwendigkeiten für Kinder und Jugendliche in den Maßnahmen zu früh ansetzenden Hilfen berück sichtigt, die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren wird unter anderem durch die Aktivierungsmaßnahme wie „Zuhause im Veedel“ unterstützt. Trotz des großen Engagements der Stadt im Präventionsbereich ist die Armut – insbesondere bei Kindern, Jugendliche n sowie Seniorinnen und Senioren – in den Sozialräumen überdurchschnittlich hoch. Die bislang auf - und ausgebauten präventiven Hilfsangebote haben offenbar Lücken, die mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ geschlossen werden sollen. Bislang fehlt eine konse- quente, ganzheitliche Analyse möglicher Lücken beziehungsweise Optimierungsbedarfe in der Pr ä- ventionskette und die Etablierung einer kommunalen Gesamtstrategie. Durch eine Neuorientierung der Hilfesysteme sollen bislang voneinander getrennt erbr achte Leistungen und Angebote aufeinander abgestimmt und koordiniert werden. Ziel ist es eine durchgängige Förderung und Unterstützung zu gestalten, bei denen die einzelnen A n- gebote noch sinnvoller miteinander verknüpft und Wirkungszusammenhänge aufgezeig t werden kö n- nen – unabhängig davon, wer sie erbringt. Dabei soll die Weiterentwicklung dieser Präventionsstrat e- gie ausgehend von den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner als Prozess gestaltet we r- den. Seit Frühjahr 2017 nimmt die Stadt Köln am Landes programm „Kommunale Präventionsketten/ Kein Kind zurücklassen“ teil. Die Verwaltung will ihre Bemühungen zur Förderung von Teilhabe -, Bildungs- und Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen in Köln weiter systematisieren und sich dafür an dem landess eitig zur Verfügung gestellten Steuerungs - bzw. Qualitätsrahmen orientieren. Ganz konkret ergeben sich drei Ziele im Rahmen des Landesprogramms: (1) Es soll ein Präventionsleitbild entwickelt werden. (2) Es geht um die Weiterentwicklung von M aßnahmen ein er kommunalen P räventionskette bei g e- samtkommunaler Steuerung und integrierter Planung. Im Ergebnis stehen hier Empfehlungen für die Struktur- und Praxisebene, die auf Analysen und strategischen Zielen aufbauen. (3) Es soll ein Präventionsmonitoring etabliert werden. Die Verwaltung wird den politischen Gremien in der zweiten Jahreshälfte 2018 einen Ergebnisbericht als Grundlegung für weitere Aktivitäten, (insb e- sondere eine Vertiefung und Spiegelung der Gesamtstrategie auf kleinräumiger Ebene) und eine nachhaltige gesamtstrategische Steuerung vorlegen. In diesem Kontext wird auch das ältere städt i- sche Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut bilanziert und fortgeschrieben. Eine Übersicht der Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette gibt die folgende Grafik. 42 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 16: Themenfelder und Zielgruppen der Präventionskette Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 43 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 6. Maßnahmen Im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wurde ein breites Maßnahme n- bündel entwickelt, die an den Bedarfen vor Ort ansetzen und sich in das weitere Handeln in den Sozialräumen eingliedern. Bei den Maßnahmen sind zwei Typen zu unterscheiden:  Übergreifende Maßnahmen: Diese Maßnahmen werden in mehreren oder allen Soz i- alräumen umgesetzt. Es handelt sich um Bedarfe, die in den Sozialräumen in ähnl i- cher Weise vorhanden sind. Die übergreifenden Maßnahmen beziehen sich insb e- sondere auf die sozial-integrativen Maßnahmen sowie die Maßnahmen zur Qualifizie- rung und den aktivierenden Maßnahmen (zum Beispiel Eigentümeraktivierung über das Fassadenprogramm).  Sozialraumspezifische Maßnahmen: Diese Maßnahmen setzten bei den spezifischen Bedarfen in den Sozialräumen an, die nicht unmittelbar mit denen anderer Sozia l- räume zu vergleichen sin d. Insbesondere die Maßnahmen aus dem Handlungsfeld öffentlicher Raum (zum Beispiel Gestaltung eines Quartiersplatzes) zählen zu diesem Maßnahmentyp. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“, die in Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern in der angegebenen Zeit realisiert werden sollen . Eine detailliertere Maßnahmenbeschreibung befindet sich in den folgenden Maßnahmenblättern. Eine vollständige Tabelle mit allen Änderungen seit Deze m- ber 2016 befindet sich im Anhang (Anhang 6). Tabelle 4: Übersicht der Maßnahmen im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ (Eine vollständige Tabelle mit allen Änderungen seit Dezember 2016 befindet sich im Anhang.) Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Nummer Maßnahme 0.0.0 Externe Beratung bei der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 0.0.1 Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung Handlungsfeld 1: Früh ansetzende Hilfen Nummer Maßnahme 1.0.16 Zugehende Hilfe mit Lotsenfunktion zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Ja h- ren 1.0.17 Stadtteileltern 1.10.1 „Jung und Alt – da wo es knallt“, intergeneratives und interkulturelles mobiles Angebot 44 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum Nummer Maßnahme 2.0.4 Sport- Spiel- und Bewegungsräume im Veedel, hier Trendsport auf Spiel- und Bolzplatz in Neubrück (Georgestraße) 2.10.4 Partizipative Neugestaltung „Platz an Sankt Adelheid“/Marktplatz Neubrück 2.10.5 Aufbau einer Begegnungsstätte – Machbarkeitsstudie 2.10.5a Aufbau einer Begegnungsstätte 2.10.7 Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße Handlungsfeld 3: Wirtschaft und Qualifizierung Nummer Maßnahme 3.10.1 Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse zur Ansiedlung eines interaktiven Lebensmittelmarktes Handlungsfeld 4: Umweltgerechtigkeit - Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung Nummer Maßnahme 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölke- rung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels Handlungsfeld 5: Wohnen Nummer Maßnahme 5.0.2 Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung 5.0.3 Haus-, Hof- und Fassadenprogramm Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 45 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 6.1 Maßnahmenblätter Laufende Nummer 0.0.1 Handlungsfeld: Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Maßnahme Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Inhalt Ausgangslage Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist Teil des Stadtbe- zirks Köln-Kalk. In Ostheim begann die Siedlungsentwicklung Anfang der 1930er Jahre und entwickelte sich in den Jahren 1950 bis 1980 weiter. Der Stadtteil Neubrück entstand in den Jahren 1965 bis 1970 im Südwesten des Stadtteils Brück. Dort wurden Ein- und Zweifamilienhäuser und Geschosswohnungs- bauten errichtet. Mit rund 21.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Sozia l- raum „Ostheim und Neubrück “ einer der größeren Sozialräume Kölns. Etwas mehr als ein Viertel der Haushalte besteht aus Familien (ein Viertel davon sind Alleinerzie hende). Aus diesem Grund leben im Sozialraum überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig ist die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner über 65 Jahren im Sozialraum höher als im g e- samtstädtischen Vergleich. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Migrati- onshintergrund, liegt mit etwa zwei Drittel (62,9 Prozent) deutlich über dem Wert der Gesamtstadt (38,2 Prozent). Bei den unter 18 Jährigen beläuft sich der Anteil sogar auf rund 80 Prozent (Stadt Köln 53,8 Prozent). Jede bzw. jeder Dritte wird durch SGB II -Leistungen unterstützt. Zudem leben nahezu die Hälfte der Kinder unter 15 Jahren in einem Haushalt mit SGB II -Bezug (Sozialraum 44,3 Prozent; Stadt Köln 21,4 Prozent). Die demografische und soziale Situ a- tion zwischen den Quar tieren innerhalb des Sozialraums unte r- scheidet sich zum Teil sehr stark. Besonders auffällig ist die Siedlung Gernsheimer Straße. Nahezu zwei Drittel der Bewo h- nerinnen und Bewohner bezieht Leistungen nach SGB II. Rund 71 Prozent der unter 15 Jährigen leben in einer SGB -II- Bedarfsgemeinschaft. Bei der konkreten Betrachtung der Angebotsstruktur im Sozia l- raum wird sichtbar, dass dort bereits grundlegende Angebots - und Hilfesysteme bestehen, diese jedoch nicht sämtliche Beda r- fe des Sozialraums abdecken. In Te ilbereichen mangelt es z u- dem an einem lückenlosen Schnittstellenmanagement, welches im Rahmen des integrierten Ansatzes und einer Vielzahl von aktivierenden Prozessen innerhalb des Integrierten Handlung s- konzeptes sowie des Gesamtprogramms von hoher Bedeutu ng ist. Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an 46 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 1 Werte 2016 diesen Punkten an und ist somit optimal auf die Bedürfnisse des Sozialraums ausgerichtet. Im Sozialraum vereinen sich bauliche Missstände, Verschmu t- zungen des Wohnumfeldes und soziale Probleme wie Arbeitslo- sigkeit, Armut, Verschuldung und Suchtprobleme. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund (62,9 Prozent), die Zahlen der SGB II - Bezieherinnen und Bezieher (30,1 Prozent 1) sowie die Zahlen der Empfängerinnen und Empfänger von G rundsi- cherung (16,5 Prozent1) sind dementsprechend hoch. Aufgrund einer oftmals geringen Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner an unterschiedlichen Lebensbereichen und den damit einhergehenden Netzwerkstrukturen wird die hohe Bedeu- tung von Unterstützung s- und Beratungsangeboten sowie der Aktivierung der Bewohnerschaft im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ deutlich. Auch die Imageaufwertung des Sozialraums stellt eine große Herausforderung dar. Ein positiveres Bild ist für die Entwicklung des Sozialraums von großer Bedeutung. Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ besteht bereits ein vie l- seitiges Hilfesystemen, welches unmittelbare Auswirkungen auf die Quartiersentwicklung nimmt. Mit Hilfe einer „Bestandserh e- bung und eines Schnittstellenmanagements“ sollen die vorhan- denen Strukturen in den Blick genommen werden, um so pote n- zielle Lücken aufzeigen zu können. Schnittstelle zur Sozialraumkoordination: Mit dem Programm „Lebenswerte Veedel“ wird bereits seit 2006 in elf Sozialräumen konsequent ein integriertes sozialraumorien- tiertes Stadtentwicklungskonzept verfolgt. Die Sozialraumkoordination ist organisatorisch an die Bürgeräm- ter angebunden. Mit der Koordination in den Sozialräumen sind zehn freie Träger beauftragt, eine Koordination erfolgt in städt i- scher T rägerschaft. Diese arbeiten nach den methodischen Prinzipien der sozialraumorientierten Arbeit: 1. Orientierung an den Bedarfen und Interessen der Wohnbevölkerung, 2. Nutzung der Stärken und Potenziale der Menschen sowie der Ressou r- cen des Sozialraums, 3. Stärkung von Selbsthilfe, Eigeninitiative und Teilhabe, 4. Erschließung von zusätzlichen externen Re s- sourcen, 5. Zielgruppen und bereichsübergreifende Ansätze, 6. Kooperation und Vernetzung der Aktivitäten und Angebote im Sozialraum. Die Sozialraumkoordin ation nimmt seit Jahren erfolgreich eine aktive Koordinationsfunktion wahr und arbeitet aktiv an der S i- cherung und dem Ausbau der Netzwerke in den Sozialräumen. Die Umsetzung des Maßnahmenprogramms „Starke Veedel – Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 47 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Starkes Köln“ in den Sozialräumen kann du rch die elf vorhande- nen Sozialraumkoordinatorinnen/Sozialraumkoordinatoren nicht zusätzlich geleistet werden. Durch das Programm „Starke Ve e- del – Starkes Köln“ entsteht ein neuer Koordinierungs - und Ab- stimmungsaufwand. Die Akzeptanz und Implementierung des Handlungsprogramms kann in den Sozialräumen aber nur geli n- gen, wenn Bewohnerschaft und Akteure für dieses Programm sensibilisiert werden und Zugangsstrukturen genutzt werden. Die Maßnahme „Büro für Quartiersmanagement und Aktivi e- rung“ soll in enger Abstim mung mit den Sozialraumkoordinat o- ren die Umsetzung des Maßnahmenprogrammes sichern. Zum einen in den spezifischen Themenbereichen – hier insbesondere der Aufbau von Präventionsketten – sowie zum anderen bei Bedarf – seien dies problematische Wohnquartiere und Nac h- barschaften oder die Ertüchtigung von Einkaufsstraßen. Die wesentlichen Aufgaben des Quartiermanagements zur U m- setzung des Programms sind demnach mit der Sozialraumkoo r- dination und den institutionellen Akteuren vor Ort eng abz u- stimmen. In der Praxis ergibt sich vor Ort ein Team aus der Bürgeramtslei- tung, der Sozialraumkoordination und der Programmsteuerung „Starke Veedel – Starkes Köln“, welches mit Blick auf die umz u- setzenden Maßnahmen um weitere Akteure ergänzt wird. Bürgeramtsleitung Steuerungsfunktion Sozialraumkoordination Programmsteuerung Vernetzung vor Ort „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektbeschreibung Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ setzt an den oben genannten Herausforderungen und Bedarfslagen an. Die Maßnahme geht der Frage nach, wie erfolgreich Stadten t- wicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Fakt o- ren zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in die Quartiersentwicklung eingebunden we r- den können. Entsprechend dieser vielschichtigen Fragestellung, setzt sich das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ aus vier unterschiedlichen Projektbausteinen zusammen:  Quartiersmanagement 48 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Verfügungsfonds  Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement  Öffentlichkeitsarbeit Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ bündelt diese Projektbausteine unter einem Dach, die jeweils darauf abzielen, die Quartiersentwicklung im Sinne der sozialraumori- entierten Stadtentwicklung umzusetzen. Dabei bildet die Aktivie- rung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der weiteren ortsansässigen Akteure den Schwerpunkt des „Büros für Quar- tiersmanagement und Aktivierung“. Die genannten Projektbausteine mit hohem aktivierendem Ch a- rakter bedürfen einer zentralen Steuerung und Vernetzung, die durch die Zusammenführung des „Büros für Quartiersmanag e- ment und Aktivierung“ gewährleistet wird. Es wird eine ge mein- same räumliche Verortung vorgenommen. Die einzelnen Projektbausteine stehen jeweils für sich als inhal t- lich selbständige Maßnahmen, die auch von unterschiedlichen Projektträgern umgesetzt werden können. Bei der Maßna h- menumsetzung wird jedoch vorausges etzt, dass eine enge Z u- sammenarbeit zwischen den einzelnen Projektbausteinen erfolgt und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Projektbaustein: Quartiersmanagement Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ sin d für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ insgesamt 10 Maßnahmen geplant, die einen neuen und zusätzlichen Koordinierungsaufwand für den Sozialraum auslösen, der durch die schon bestehenden Struktu- ren der Sozialraumkoordination nicht gedeckt werden kann. Das Quartiersmanagement übernimmt die Aufgabe, die maßna h- menumsetzenden Träger in Abstimmung mit der Sozialraumk o- ordination bei den Zugängen zu den Zielgruppen und bei der Akquise der Teilnehmenden im Sinne eines „One -face-to the - customer“ zu unterstützen . Darüber hinaus stellt das Quartier s- management die Vernetzung der Maßnahmen sicher. Das Quartiersmanagement ist Ansprechpartner und Lotse für alle Belange des Sozialraumbezogenen Programms und bildet die Schnittstelle in die Verwaltung, es dient somit als lokal veror- tete Kommunikationsdrehscheibe und Informationsvermittlung. Es sensibilisiert die Bewohnerschaft und die lokalen Akteure für das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“, nutzt die vo r- handenen Zugangsstrukturen und sichert somit den Erfolg des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms. Neben der Anspr a- che der Bewohnerschaft wird das Quartiersmanagement auch zentraler Ansprechpartner für die weiteren lokalen Akteure sein. Darüber hinaus soll auch das geplante Haus, -Hof- und Fassa- denprogramm im Soz ialraum entsprechende Beachtung finden. Im Projektbaustein „Verfügungsfonds“ wird das Quartiersm a- nagement unterstützend und begleitend mitwirken, die Ma ß- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 49 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ nahme „Bestandserhebung und Schnittstellenmanagement“ wird ebenfalls durch das Quartiersmanagement unterstützt. Vor dem Hintergrund des politischen Interesses am Gesamtpr o- gramm wird die Gremienarbeit ebenfalls ein Aufgabenfeld des Quartiersmanagers darstellen. Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und Ressourceneinsatz benötigt, so d ass eine Ausschreibung vorgesehen ist. Projektbaustein: Verfügungsfonds Der Verfügungsfonds bietet finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Projektideen im Sozialraum „Ostheim und Neu- brück“. Bewohnerinnen und Bewohner, Träger vor Ort sowie Vereine, Arbeitsgruppen und –kreise etc. können Anträge für die Förderung von Projektideen beantragen. Voraussetzung ist d a- bei, dass die Ideen einen inhaltlichen Bezug zum Sozialraum haben und in die Bedarfslage vor Ort passen. Mit Hilfe des Ve r- fügungsfonds soll somit das bürgerschaftliche Engagement m o- bilisiert werden. Der Verfügungsfonds dient dazu, die städtebaulichen Maßna h- men im Sozialraum zu flankieren und die Beteiligungsprozesse vorzubereiten. Beispielsweise könnten Beteiligungsmaßnahmen wie Malwettbewerb e zur Gestaltung des Spielplatzes (2.0.4) oder Nachbarschaftsfeste und Begegnungstage zur Mieter - und Eigentümeraktivierung umgesetzt werden, bei denen konkrete Bezüge zu den städtebaulichen Maßnahmen entstehen. Die Richtlinien des Verfügungsfonds werden d ementsprechend aus- gestaltet. Im Rahmen des „Verfügungsfonds“ – ein niedrigschwelliges Ak- tivierungsinstrument – übernimmt das Quartiersmanagement beispielsweise die Aufgabe, Bewohnerinnen und Bewohner s o- wie weitere Sozialraumakteure für eine Antragstellung zum Ver- fügungsfonds zu motivieren und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen und Vorstellung zu unterstützen. Förderanträge zum Verfügungsfonds sind an das im Sozialraum verortete Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung zu stellen. Potenzielle Anträge werden dort zunächst auf grundsätz- liche Förderfähigkeit geprüft und dann in enger Abstimmung mit der Sozialraumkoordination inhaltlich bewertet und bei Bedarf priorisiert. Hierfür wird durch das Quartiersmanagement eine Arbeitsgruppe zur fachlichen (Vor -) Bewertung der Anträge ei n- gerichtet. Die letztendliche Beschlussfassung von Förderantr ä- gen erfolgt durch ein entsprechendes Entscheidungsgremium für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “. Die operative A b- wicklung des Verfügungsfonds erfolgt in Arbeitsteilung zwischen dem Quartiersmanagement und der zentralen Koordinierung s- stelle beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik. 50 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektbaustein: Bestandserhebung und Schnittstellen - management Der Projektbaustein bildet die Basis des Prozesses einer „Stad t- entwicklung aus dem Quartier heraus“. Im Mittelpunkt steht d a- bei zunächst die Schaffung von Grundlagen für die Umsetzung des Prozesses zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung. Die umfasst die Analyse der lokalen Akteurs - und Angebotsstruktur, die Ablei tung der Handlungsbedarfe und das Aufzeigen von Schnittstellen. Auf den Erkenntnissen aufbauend, erfolgt die detaillierte Umsetzungskonzeption des Prozesses und das Wi s- sensmanagement (laufende Bereitstellung der Informationen für alle Akteure im Programmgebiet). Dieser Projektbaustein wird mit städtischen Ressourcen umg e- setzt. Projektbaustein Öffentlichkeitsarbeit Der Projektbaustein setzt sich aus unterschiedlichen Instrume n- ten der Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit zusammen. Es wird ein Strategie - und Kommunikationskonzept zur Öffentlic h- keitsarbeit und zur „Vermarktung“ des Programms erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Themen Beteiligung, Mitwi r- kung und Aktivierung. Ziel ist es die unterschiedlichen Zielgru p- pen niederschwellig und bedarfsg erecht zu erreichen und die dafür erforderlichen Instrumente zu entwickeln. Darüber hinaus wird auf die klassischen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit zurückgegriffen, um das Programm zu kommunizieren. Für die Erbringung der Leistungen wird zusätzliche Expertise und Ressourceneinsatz benötigt, so dass eine Ausschreibung vorgesehen ist. Zielgruppe Die Zielgruppe ist sehr breit aufgestellt. Die Maßnahme kommt insbesondere den unterschiedlichen Teilgruppen der Bewohn e- rinnen und Bewohnern im Sozialraum zu gute. Aber auch die Verwaltung, Träger, Politik, sonstige staatliche Institutionen auf kommunaler Ebene, Sozialraumkoordinatorinnen und Sozia l- raumkoordinatoren, weitere (organisierte) lokale Akteure und Interessensvertretungen sind in die Zielgruppe inbegriffen. Ziele Projektbaustein: Quartiersmanagement Querschnittsziele  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s- räume  Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort Projektziele  Das Quartiersmanagement zielt darauf ab die Bewo h- nerschaft des Sozialraumes zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen. Es handelt sich um eine nie d- rigschwellige und aktivierende Maßnahme zur Verbess e- rung von Teilhabe und Mitwirkung. Ziel ist es, über die Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 51 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Maßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungspr o- gramms „Starke Veedel – Starkes Köln“ die Verantwo r- tung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer Akteure für das „eigene“ Veedel langfristig zu stärken, zu stabilisieren und selbsttragende Strukturen aus zubauen. Darüber hinaus werden folgende Ziele verfolgt: o Koordination und Bündelung der im Rahmen des Int e- grierten Stadtentwicklungskonzeptes vorgesehenen Bewohnerbeteiligungen und –-aktivierungen sowie weiterer Akteure vor Ort in Abstimmung mit der Soz i- alraumkoordination o Intensivierung des nachbarschaftlichen, bürgerschaf t- lichen und ehrenamtlichen Engagements durch den Verfügungsfonds o Verbesserung der Vernetzung und Kooperation der Akteure im Sozialraum in Bezug auf die im Integrie r- ten Gesamtprogramm, „Starke Veedel – Starkes Köln“ verankerten Maßnahmen Projektbaustein: Verfügungsfonds Querschnittsziele  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Projektziele  Mit dem Verfügungsfonds wird das Ziel verfolgt, Bewo h- nerinnen und Bewohner sowie lokale Akteure des Sozial- raumes aktiv in die Quartiersentwicklung einzubeziehen. Im Focus steht die Intensivierung des nachbarschaftl i- chen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engag e- ments. Die kurzfristige und unkomplizierte Umsetzung einer Vielzahl von kleinen Projekten und Ma ßnahmen soll zur Verbesserung des Miteinanders im Sozialraum führen. Forciert werden soll insbesondere eine Verbe s- serung in der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Bürgerschaft des Sozialraumes „Ostheim und Ne u- brück“ sowie eine Stärkung der Kooperation der Akteure untereinander. Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen - management“ Querschnittsziele  Sozialraumorientierte Stadtentwicklung Projektziele  Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ werden bereits eine Vielzahl an Aktivitäten und Maßnahmen wirksam, stehen in der Praxis aber oftmals zu stark nebeneina n- der. Mit dem Baustein „Bestandsanalyse und Schnittste l- lenmanagement“ sollen im Sinne einer sozialraumorie n- tierten Handlungsweise, die Maßnahmen vor Ort vernetzt werden und vorhandene Lücken über ergänzende Ma ß- nahmen geschlossen und Dopplungen aufgezeigt we r- den. Ziel ist es die Zusammenarbeit in allen Fachbere i- chen der Verwaltung sowie mit der Bürgerschaft und den 52 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ weiteren Akteuren vor Ort zu stärken. Dabe i knüpft der Prozess bei den bestehenden Strukturen sowie den Akti- vitäten und Angeboten der Akteure vor Ort an, die bereits eine Vielzahl an laufenden Maßnahmen umsetzen. Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit Querschnittsziele  Verbesserte Teilhabe- und Mitwirkung Operative Ziele  Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort  Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadresse Projektziele  Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, einen aktiven Prozess zur Konsens- und Imageentwicklung zu initiieren, in de s- sen Vordergrund die Entwicklung eines neuen positiven „Stadtteil-Gefühls" steht.  Eine breit ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit dient da r- über hinaus der Information und Aktivierung der Akteure im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“. Sie richten sich im Wesentlichen an Bewohnerinnen und Bewohner, Mul- tiplikatoren und Unternehmen sowie weitere Akteure und verfolgt dabei das Ziel, das Programm und die damit verbundenen Maßnahmen bekannt zu machen und eine positive Aufbruchsstimmung im Sozialraum zu erzeugen.  Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit setzten bei der Beteiligung und Aktivierung von Bevölkerung und Akte u- ren vor Ort an und bilden einen wichtigen Beitrag zur Mitgestaltung des Programms durch die Bewohne r- schaft. Indikatoren Projektbaustein: Quartiersmanagement  Bekanntheit, Akzeptanz und praktische Annahme des Quartiersmanagements bei der Bewohnerschaft  Anzahl der Teilnehmenden bei den durchgeführten Ve r- anstaltungen Projektbaustein: Verfügungsfonds  Anzahl der beantragten Maßnahme  Anzahl der durchgeführten Maßnahmen  Anzahl der beteiligten Personen Projektbaustein: „Bestandsanalyse und Schnittstellen - management“  Anzahl der Prozessbeteiligten  Anzahl der entwickelten bedarfsorientierten Angebote im Konsens  Anzahl der beteiligten Dienststellen in der Verwaltung  Anzahl der Zielgruppen, die im Prozess erreicht wurden  Subjektive Einschätzung des Prozesses durch die Pr o- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 53 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zessbeteiligten Projektbaustein: Öffentlichkeitsarbeit  Anzahl der Veröffentlichungen (Flyer, Artikel, etc.) Kosten Verfügungsfonds: 100.000 € Quartiersmanagement: 163.650 € Öffentlichkeitsarbeit: 98.000 € Gesamtkosten: 361.650 € Davon 2020 130.550 € Davon 2021 115.550 € Davon 2022 115.550 € Projektlaufzeit / Zei t- raum Für alle Arbeitsmodule ist prozessbegleitend eine Projektlaufzeit von 36 Monaten vorgesehen. 01.01.2020 bis 31.12.2022 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik Förderung Städtebauförderung 54 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Lfd. Nr. 1.0.16 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem und Ent- wicklung einer beruflichen Perspektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozial- raumgebieten, hier „Ostheim und Neubrück“ Inhalt Ausgangslage Die elf Sozialraumgebiete  Bickendorf Westend Ossendorf  Chorweiler Blumenberg Seeberg  Höhenberg Vingst  Ostheim Neubrück  Mülheim-Nord Keupstr  Buchheim Buchforst  Porz Ost Finkenberg Gremberghoven Eil  Meschenich Rondorf  Bilderstöckchen  Bocklemünd Mengenich  Kalk Humboldt/Gremberg weisen sich durch wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Benachteiligung aus. Hier leben gehäuft Familien mit niedr i- gem sozialen Status und Multiproblemlagen. Viele der dort aufwachsenden j ungen Menschen bis 27 Jahre werden au f- grund von ganz unterschiedlichen Problemkonstellationen d a- ran gehindert, eine eigene Lebensperspektive insbesondere im Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte zu gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten Kontakt zu anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv und abweisend. Oft werden auch Alkohol bzw. illegale Drogen konsumiert. Ursache eines solches Verhaltens können psych i- atrische sowie weiter e Beeinträchtigungen oder Erkrankungen sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Di e- ses müsste aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schul i- schen oder beruflichen Planung berücksichtigt werden. Unter Umständen wäre parallel (oder v orgeschaltet) eine Behan d- lung/Therapie erforderlich, um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff nehmen zu können. Diese jungen Me n- schen benötigen daher eine gezielte Unterstützung von Me n- schen, die ihre Bedürfnisse erkennen, über sozialpsychiatr i- sche Kenntnisse verfügen und eng mit dem psychiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten. Kölner Fachleute unterschiedlicher Institutionen (z. B. Jobce n- ter, Landschaftsverband, Ämter der Stadt Köln, Träger der J u- gendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie) haben An fang 2016 Handlungsempfehlungen entwickelt, die spezielle Hilfen für die Zielgruppe der jungen Menschen mit psychischen Problemen präferieren. Unter der Bezeichnung „Kompetenzzentrum U 27“ (Arbeitstitel) beinhalten die Empfehlungen ein Gesamtangebot bestehend aus einer zugehenden Hilfe, einer niederschwell i- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 55 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ gen Beratung, einem Kontaktangebot und Hilfen zur Tage s- strukturierung/Beschäftigung. Das Angebot der zugehenden Hilfe für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre in allen Sozialraumgebie- ten könnte als ein wesentlicher Baustein innerhalb der o.g. b e- darfsorientierten Angebotsstruktur fungieren, da er Betroffenen mit besonders hohem Entwicklungsbedarf den Weg zu weite r- führenden Unterstützungsleistungen zugänglich macht. Erfa h- rungswerte belegen, dass die jungen Menschen, die in einem sozial benachteiligten Umfeld leben und zusätzlich eine ps y- chische Beeinträchtigung aufweisen, einen sehr niedrigschwel- ligen Zugang benötigen, um im Regelsystem wie z.B. gesun d- heitliche Versorgung, im Bildungssystem, Arbeit, anzukommen. Immer dann, wenn die Komm -Strukturen eines Angebots, be i- spielsweise einer Beratungsstelle, (noch) nicht greifen, bietet zugehende Hilfe die Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme und Überleitung zu dem passgenauen Angebot mit Komm - Struktur. In der Praxis bedeutet dies, dass die jungen Me n- schen überwiegend zu Hause aufgesucht werden, da sie hä u- fig sozial zurückgezogen leben, keinen Peergroups angehören, weder die Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene noch entsprechende Institutionen nutzen oder sich an bekan n- ten Hotspots ihrer Altersgruppe in der Stadt aufhalten. Der s o- zialpsychiatrische Ansatz hat dabei das Ziel, junge Menschen mit psychischen Problemen niedrigschwellig in ihren Alltag s- kompetenzen zu stärken, die Betroffenen langfristig in das Re- gelsystem anzubinden und Übergänge in gesundheitlichen, schulischen und/oder beruflicher Lebensbereichen zu begle i- ten. Je nach Einzelfall können hierzu auch Maßnahmen des Jobcenters gehören. Rückmeldungen der Mitarbeiter/innen des Jobcenters U 25 zufolge, sind viele der jungen Kundinnen und Kunden nicht in der Lage, die Voraussetzungen solcher Ma ß- nahmen des Jobcenters zu erfüllen. Sie benötigen im Vorfeld Hilfen, die sie auf einen solchen Schritt vorbereiten. Damit b e- käme auch ein bisher kaum zu erreichendes Klientel die Chan- ce, an Zukunftsperspektiven zu arbeiten. Ebenso können auf diese Weise Maßnahmenabbrüche verhindert und Ressourcen gezielt eingesetzt werden. Die zugehende Hilfe würde eine bisher in der Fachwelt deutlich wahrgenomm ene Lücke im Hi l- fesystem schließen. Schnittstellen zu Regelangeboten und Anknüpfungsmö g- lichkeiten  Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die Schulsozialarbeit, sonstige städtische Einric h- tungen, Jobcenter U25 und alle Akteure in den S o- zialraumgebieten vor Ort sind wichtige Kooperation s- partner, da sie häufig Hinweise auf die Personen der bedürftigen Zielgruppe erhalten oder in direktem Ko n- takt mit den Personen stehen (z. B. Schulen, Kompe- tenzagenturen) Insbesondere b ei vermuteten oder b e- 56 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ stehenden psychiatrischen Problemlagen kann das hier dargestellte Angebot von den Kooperationspartnern hinzugezogen werden bzw. eine Vermittlung erfolgen.  Mit dem Jobcenter U25 gibt es im Rahmen der einze l- fallbezogenen Begleitung eine enge Zusammenarbeit, u. a. wenn es um die Entwicklung einer beruflichen Perspektive geht. Sollte sich bei der Beratung eines Jugendlichen/jungen Erwachsenen durch das Jobcen- ter U25 eine sozialpsychiatrische Problematik abzeic h- nen, besteht im Rahmen der Kooperation die Möglic h- keit, eine einzelfallbezogene Begleitung durch die hier dargestellte Maßnahme einzuleiten.  Streetwork der Jugendhilfe (siehe auch Maßnahme 1.05) Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Angebot 1.0.16 besteht die Zielgruppe von Streetwork in der Regel aus Kindern und Jugendlichen, die sich an b e- kannten Hotspots aufhalten und sich dort mit Gleichg e- sinnten der Peergroup treffen. Daher sind im überwi e- genden Fall die Zielgruppe von Streetwork und die Zielgruppe des hier dargestellten Angebots nicht ide n- tisch. W enn sich jedoch bei der einzelfallbezogenen Begleitung eines Jugendlichen/jungen Erwachsenen im Rahmen von Streetwork eine sozialpsychiatrische Problematik abzeichnet, besteht im Rahmen der K o- operation beider Maßnahmen die Möglichkeit, dass die einzelfallbezogene Begleitung entsprechend an die hier dargestellte Maßnahme übergeleitet wird.  Gesundheitsamt Es gibt eine enge fachliche Kooperation des o.g. Ang e- bots 1.0.16 mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes. Das Angebot 1.0.16 ergänzt das bestehende Regelangebot. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist ein stadtweites Angebot, das Hilfen und Bera- tung für Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung nach dem ÖGD und Gesetz über Hilfen und Schut z- maßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG). vorhält (z.B. in Krisensituationen). Es handelt sich dabei in der Regel nicht um eine intensivierte und längerfrist i- ge Begleitung, sondern um eine situative Hilfestellung für ausschließlich erwachsene Menschen. Das hier neu benötigte Angebot richtet sich hin gegen auch an mi n- derjährige junge Menschen mit in der Altersphase b e- nötigten spezifischen Hilfestellungen – sobald der B e- darf auftritt oder bekannt wird. In der Praxis zeigt sich, dass eine Kontaktaufnahme zu diesen jungen Menschen mit der beschriebenen Prob- lematik überaus schwierig ist. Ihnen ist selbst nicht b e- wusst, dass ggf. psychische Problemlagen vorliegen. Daher sehen sie keinen Grund, einen Fachdienst wie den Sozialpsychiatrischen Dienst oder einen niederg e- lassenen Facharzt/eine Fachärztin aufzusu chen. Die Angehörigen nehmen die Situation meist deutlicher Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 57 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ wahr. Ihnen ist aufgrund ihrer persönlichen Betroffe n- heit und (in der Regel) fehlender Fachkenntnisse j e- doch nicht möglich ist, die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen zu motivieren, aktiv Hilfe zu suchen. Meist vergeht sehr viel Zeit, sodass die Betroffenen erst viel zu spät Zugang zum Hilfesystem finden. In der Zwi- schenzeit ist u. U. keine gezielte Perspektivplanung e r- folgt oder die Ausbildung bzw. die Schule wurde abg e- brochen, da keine helfende n Maßnahmen begonnen worden sind. Eine Erfahrung, die sehr frustrierend für die jungen Menschen ist und im Zuge einer umfasse n- den Hilfeplanung vermieden werden könnte. Die hier beschriebene Maßnahme 1.016 ist eine aufsuchende, speziell auf junge Menschen u nd schulische/berufliche Orientierung ausgerichtete Hilfe mit einem besonders niedrigschwelligen Ansatz. Sie ist daher geeignet, einen Kontaktaufbau schrittweise einzuleiten. Darüber hinaus kann durch die Spezialisierung und den intensiven Kon- takt zu Schnittstellen, beispielsweise mit dem Jobcenter U25, eine wirksame und zielgerichtete Hilfe angeboten werden. Aufgrund der Vernetzung des hier beschrieb e- nen Angebots im Sozialraum und entsprechenden Insti- tutionen wie z. B. den Schulen, ist es u. a. möglich, di e betroffenen jungen Menschen überhaupt zu erreichen. Dadurch kann frühzeitig präventiv eingeschritten und die Chronifizierung einer evtl. bestehenden Erkrankung oder die Erlangung einer Erkrankung vermieden we r- den. Projektbeschreibung  Intensiv abholende und stark akzeptierendes Hilfsangebot, sprichwörtlich abholende Begleitung beispielsweise beim Verlassen der Wohnung oder bei der Kontaktherstellung mit anderen Menschen, die eine sehr akzeptierende und langsam aufbauende Hilfe notwendig macht und auf einer vertrauensvollen Beziehung beruht.  Stärkung der Alltagskompetenzen und somit langfristig Anbindung an die Regelangebote. Dabei ist es von größter Wichtigkeit, dass dieser Prozess kontinuierlich verläuft und sich an den individuellen Bedürfnissen jedes Einzelnen orientiert. Beispielhafte Aufgabendarstellung  Herstellung einer vertrauensvollen Kontakts im Rahmen aufsuchender Tätigkeit  Entwicklung einer individuellen realistischen Perspektive, insbesondere im Bereich Tagesstrukturierung, Beschäfti- gung, Ausbildung  Gestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf:  Hilfe im Kontakt zum Jobcenter U 25 und anderen Insti- tutionen  Anbindung an die Angebote des gesundheitlichen R e- 58 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ gelsystems Diese Maßnahme hat einen modellhaften Ansatz, der erstmalig in Köln erprobt wird. Es kann dabei auf Erfahrungen bereits durchgeführter Projekte in anderen Städten, z.B. „Achtung -Fertig-Los!“ in Velbert, mit ähnlichen Zielsetzungen zurückgegriffen werden. Der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamt es, als kommunaler Leistungsträger der Daseinsvorsorge, erfüllt, wie oben beschrieben, konkrete Aufgaben gemäß ÖGD und PsychKG (Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei ps y- chischen Krankheiten). Zu den Tätigkeiten des Dienstes gehört eine meist situative Hilfestellung und Krisenintervention. Ebenso wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben keine auf Dauer angelegte intensive Begleitung und Beratung von Menschen mit psychischen Problemen über einen längeren Zeitraum geleistet. Der Dienst kann auch nur vo n erwachsenen Betroffenen ab 18 Jahren in Anspruch genommen werden und ist nicht altersspezi- fisch auf ein junges (minderjähriges) Klientel ausgerichtet. Erfah- rungsgemäß treten Schwierigkeiten und die Notwendigkeit einer beruflichen oder schulischen Planung bereits vor dem Erreichen einer Volljährigkeit auf. Zu erwarten ist vielmehr, dass der Soz i- alpsychiatrische Dienst als Kooperationspartner, junge Me n- schen an die Projektmitarbeiter/innen vermitteln wird. Ergänzend zu den genannten Aufgaben können die ko nkreten Aktivitäten der zugehenden Hilfe beispielhaft sein:  Motivation zur Entwicklung einer realistischen Zukunft s- planung und Hilfe bei der Umsetzung (individuelle Hilf e- planung)  Begleitung bei notwenigen Behördengängen (Jobcenter, Jugendamt etc.)  Motivation und Begleitung zu ggf. einer psychiatrischen Behandlung und/oder Psychotherapie  Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu anderen Hilfeträgern (Bildungseinrichtungen, Arbeitsprojekten, Betreutes Wo h- nen etc.)  Unterstützung bei der Aufnahme und Pflege sozialer Kontakte  Hilfe bei der Gestaltung freier Zeit und Vermittlung zu sp e- ziellen Freizeitangeboten zur Tagesstrukturierung  Beratung und Unterstützung der Angehörigen des B e- troffenen/der Betroffenen Zu den über den Einzelfall hinausgehenden Aufgaben gehören u. a.:  Kontaktaufbau und -erhalt zu regionalen Kooperation s- partnern  Klienten-Akquise im Sozialraum  Fachlicher Austausch und Teilnahme an arbeitsfeldbez o- genen Gremien (Einrichtungsebene) Es ist davon auszugehen, dass durchschnittlich bis zu 5 Prozent Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 59 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ der W ochenarbeitszeit für übergreifende Tätigkeiten verwendet wird. Die Hilfe kann ohne formales Verfahren beginnen, sobald der Betroffene/die Betroffene Interesse zur Mitarbeit bekundet. Sie endet, wenn eine erfolgreiche Anbindung an eine weiterführende Hilfe erfolgt, die eine konkrete und nachhaltige Perspektive e r- öffnet bzw. wenn der Betroffene/die Betroffene keine Unterstü t- zung mehr benötigt oder wünscht. Die Intensität der Begleitung entspricht dem jeweiligen Hilfeb e- darf und wird voraussichtlich mehrere p ersönliche Kontakte pro Woche umfassen. Sie erfordert ergänzend von den Fachkräften eine Vor- und Nachbereitungszeit, um Telefonate zu führen und Schriftverkehr bearbeiten zu können. Geschätzt handelt es sich dabei um ca. 3,5 bis 4 Stunden pro Woche und Kl ient bzw. Kli- entin und kann sich über einen Zeitraum von durchschnittlich 6 bis 9 Monaten erstrecken. Zielgruppe Junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre Ziele Operative Ziele  Neu geschaffenen, bedarfsgerechte Angebotsstru k- turen  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung, Gesundheit und Arbeitsvermittlungen mit be- darfsgerechten Zugängen und Angebotsformen Projektziele  Die jungen Menschen finden durch die neue bedarfsge- rechte aufsuchende Angebotsstruktur, die die psychische Problematik berücksichtigt, den Zugang zu den Angeb o- ten gesundheitlicher Versorgung und sonstiger Regela n- gebote.  Unter Berücksichtigung der psychischen Problematik werden individuelle Ziele mit der Perspektive berufl icher und/oder sozialer Teilhabe vereinbart und umgesetzt.  Durch Vernetzung des Angebots mit anderen Angeboten wie zum Beispiel Vedelscenter (3.0.7), U25, Jobcenter, Schulsozialarbeit (s.o.) wird der Übergang für die B e- troffenen ins Regelsystem erleichter t. Im Projektzeitraum sollen mindestens 40 junge Menschen mit psychischen Problemlagen begleitet und je in mindestens ein Angebot vermittelt werden, das einen weiteren Schritt in Hinblick auf die berufliche Perspektive bzw. deren Einmündung bedeutet. Dieses Angebot kann je nach individueller Problemlage im g e- sundheitlichen, schulischen, ausbildungs -, qualifizierungs - 60 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und/oder berufsbezogenen Bereich liegen. Bei der Angabe von 40 Projektteilnehmenden handelt es sich nicht um eine festg e- legte Platzzahl, son dern um eine Mindestzahl von jungen Me n- schen, bei denen die intensive Betreuung zu einer konkreten Vermittlung bzw. Anbindung an eine weiterführende Hilfe des Regelsystems auch tatsächlich führen soll. Es ist davon ausz u- gehen, dass ein höherer Anteil an ju ngen Menschen erreicht wird, jedoch nicht sofort bei jedem eine Vermittlung ins Rege l- system gelingt. Über die Möglichkeit, den Kontakt zu halten, bestünde auch bei diesen jungen Menschen langfristig eine Chance, durch eine intensivere Betreuung in eine ver bindliche Vermittlung einzumünden. Grundsätzlich ist die Dauer des Betreuungszeitraums nicht b e- grenzt und wird sich an den jeweiligen Lebensumständen orie n- tieren, insbesondere wenn man bedenkt, dass aufgrund der ei n- zelnen Problemkonstellationen unterschi edliche Themen im Hinblick auf eine Verselbständigung bearbeitet werden müssen. Vorgesehen ist jedoch, dass – sobald möglich – eine Überle i- tung in andere Hilfeformen erfolgen soll. Die Betreuungszeit kann jedoch einen Zeitraum von ca. 6 bis 9 Monaten erfor dern. Dennoch ist davon auszugehen, dass nicht bei jeder/jedem B e- troffenen eine Überleitung in eine Hilfe mit konkreter Perspektive innerhalb des angegebenen Zeitraums möglich ist. Die drei Projektträger sind sehr erfahren und haben im Zuge ihrer bestehenden Angebote und Kooperationen bereits konkr e- te Vorstellungen, welche Personen im Sozialraum die Hilfe b e- nötigen würden. Darüber hinaus sollen jedoch auch in der Z u- sammenarbeit mit der Sozialraumkoordination, den im Sozia l- raum tätigen Hilfeanbieter, Schule n und anderen Institutionen neue Kooperationspartner gewonnen werden, die direkt an das Projekt der zugehenden Hilfe vermitteln können. Die Bekann t- machung des Angebots wird erfahrungsgemäß in den ersten drei Monaten erfolgen, gleichzeitig ist es möglich, mit der Beglei- tung der bereits bekannten Personen zeitnah zu beginnen. Da die zugehende Hilfe sehr individuell mit einem hohen Zeitau f- wand begleitet und der Aufbau einer vertrauensvollen Bezi e- hung an den Anfang setzt wird, ist mit einer hohen Haltewirkung zurechnen. Dieser Ansatz wird einer unnötigen Fluktuation i n- nerhalb des Projektes entgegenwirken. Im Verlauf der Projektarbeit werden in den Sozialräumen Stru k- turen der Kooperationen aufgebaut und eine Zusammenarbeit in Netzwerken geschaffen, die über den Projektzeitraum hinaus wirken und bestehen bleiben. Darüber hinaus werden die Er- kenntnisse und Ergebnisse des Projektes in die weitere Psych i- atrieplanung der Stadt Köln einfließen. Indikatoren  Anzahl erreichter und beratener Personen  Anzahl von Vermittlungen in Hilfen oder Maßnahmen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 61 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Personalkosten Für 11 Sozialräume: Förderfähige Kosten zur We i- terleitung an den Träger pro Jahr für 2 Jahre Projektmitarbeit, 2 Stellen, Pauschale je 76.440 € 152.880 € 305.760 € Für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ sind 5 Prozent eingeplant 7.644 € 15.288 € Nicht förderfähige Kosten Für 11 Sozialräume: Freistellung von Personal, 1/10 Stelle für 11 Sozialräume 7.040 € 14.080 € Davon 5 Prozent im Sozia l- raum 352 € 704 € Sachkosten 700 € 1.400 € Davon 5 % im Sozialraum 35 € 70 € Gesamtkosten „Ostheim und Neubrück“ 8.031 € 16.062 € Kofinanzierung Für 11 Sozialräume: Teilnehmende nach SGB II (12) 43.200 € 86.400 € Davon: 2017: 5.783,00 € 2018: 7.664,00 € 2019: 1.911,00 € Gesamt: 15.358 € Projektlaufzeit/ Zeitraum 2 Jahre: 01.04.2017 bis 31.03.2019 Projektverantwortlicher Stadt Köln, Gesundheitsamt Förderung ESF Bemerkung Ergänzende Hinweise/Besonderheiten: Angabe des Fachamts: Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über das Thema Gesundheit, nicht über das Thema Pädagogik. Die Zielgruppe befindet sich jedoch im Übergang zum Erwachsensein, daher fließen je nach 62 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Entwicklungstand auch pädagogische Elemente in die Begle i- tung ein. Die Besonderheit des Angebots besteht darin, dass hier Me n- schen erreicht werden, die neben möglichen psychosozialen Defiziten eine psychische Problematik aufweisen. Diese Me n- schen benötigen ein sozialpsychiatrisch ausgerichtetes Ang e- bot, da rein pädagogische Ansätze nicht mehr greifen. Anmerkungen 152-1 Nachrichtlich, die Maßnahme hat bereits für alle Sozialräume am 01.04.2017 begonnen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 63 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.0.17 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme Stadtteileltern im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Inhalt Ausgangslage Anhand der sozio -ökonomischen Eckwerte im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ wird – wie auch in den weiteren zehn Kölner Sozia l- räumen – deutlich, dass der Bedarf an Beratungsangeboten über dem städtischen Durchschnitt liegt. Die Erfahrung zeigt zudem, dass insbe- sondere für den niederschwelligen Zugang entsprechende Angebote in Form von einer Orientierungsberatung und Lotsenfunktion in Ve r- bindung mit aufsuchender Beratung und Begleitung erforderlich sind, damit bildungsbenachteiligte Menschen in prekären Lebenslagen e r- reicht werden. Mit dieser Maßnahme wird ein quartiersbezogener und niederschwe l- liger Beratungsansatz im Veedel geschaffen. Das Angebot bildet eine „Türöffner Funktion“ in Richtung Regelangebot. Projektbeschreibung Mit dem Projekt „Stadtteileltern“ sollen niedrigschwellige Zugänge in die Zielgruppen gewährleistet werden. Hierfür werden die bestehe n- den „Stadtteilmütter-Projekte“ zu einem Stadtteileltern -Projekt weiter- entwickelt. Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Strukturförder- programm MÜLHEIM 2020 wird sich an den beiden folgenden Prinz i- pien orientiert:  Keine Beschränkung der Stadtteileltern auf Migrationshinte r- grund  Verstärkte Einbeziehung von Männern als Stadtteilväter Innovativ an dem Vorhaben ist insbesondere die Weiterentwicklung der bisherigen Stadtteilmütter -Projekte in ein dreistufiges Qualifizi e- rungsmodell mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit durch Arbeit s- marktintegration:  Qualifizierung zur Stadtteilmutter / zum Stadtteilvater Die Qualifizierung der Stadtteileltern erfolgt durch die VHS Köln und hat einen zeitlichen Umfang von 6 Monaten und circa 20 Unterrichtseinheiten / Woche. Vermittelt werden Kenntnisse in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales sowie Basi s- wissen in der Beratung. Die Stadtt eileltern unterstützen Fam i- lien in Fragen zu diesen Themen und fungieren als Lotsen zu Fachberatungsstellen und dem Regelsystem.  Praxiseinsatz als Stadtteileltern (12 bis 18 Monate) Stadtteileltern informieren in vielen Sprachen über Fördermö g- lichkeiten ih rer Kinder in der Schule, nennen Ansprechpers o- nen für eine familiäre Unterstützung und beraten bei gesun d- heitlichen Themen oder beim Übergang Schule und Beruf. Sie leisten in ihrem Veedel praktische Integrationsarbeit 64 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Berufsbezogene Anschlussqualifizierung in den ersten A r- beitsmarkt (6 bis 12 Monate), zum Beispiel o Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen Me n- schen o Haushaltsnahe Dienstleistungen o Alltagsassistenz – zum Beispiel in Wohngruppen für Demenzkranke o Pädagogische Hilfskraft, zum Beispiel für den Einsatz in einer Offenen Ganztagsschule o Verwaltungsassistenz im Gesundheitswesen/ Patie n- tenlotsin Es erfolgt eine dezentrale Koordination der Stadtteileltern durch k o- operierende Träger an insgesamt acht Standorten, wobei einige Soz i- alräume für das Stadtt eileltern-Projekt zusammengefasst werden. An diesen Standorten wird eine Kombination aus „Komm“ -Strukturen und aufsuchender Arbeit realisiert. Durch die enge Kooperation zwischen den Beratenden und den Stad t- teileltern werden Beratungs - und Begleitungsangebote wirksam mite i- nander verbunden. Die Lernende Region – Netzwerk Köln e.V. begleitet in Kooperation mit der Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät das Projekt „Stadtteileltern“ wissenschaftlich unter der Fragestellung, we l- che Auswirkungen der Einsatz von Stadtteileltern auf Wissensbestä n- de und Verhaltensmuster der begleitenden Familien hat. Abgrenzung und Verbindung des Projektes zu den bestehenden Strukturen Das Projekt etabliert eine Verweis - und Lotsenstruktur, durch die der Regelbetrieb der Kölner Beratungslandschaft gestärkt wird und Me n- schen, die bisher Beratungsangebote in den Bereichen Bildung, S o- ziales und Gesundheit nicht oder nur in unzureichendem Maße in A n- spruch genommen haben, an diese Strukturen herangeführt werden. Das Projekt schließt insbesondere mit seinen aufsuchenden und d e- zentralen Beratungsformaten Lücken in der gesamtstädtischen Rege l- angebotsstruktur und wirkt gleichzeitig auf der infrastrukturellen Ebene durch die Einbindung der beratenden Einrichtungen ni edrigschwellige quartiersbezogener Beratungsnetzwerke, die auf Dauer angelegt sind. Die enge Kooperation mit Familienbildung sowie den Arbeitsmarkta k- teuren, den Kompetenzagenturen und Bildungsträgern im Sozialraum ist wesentlicher Projektbestandteil. Dies gilt auch für die Kooperation mit bestehenden Beratungsnetzwer- ken wie zum Beispiel Netzwerk früher Hilfen, Netzwerk Erziehung in Schule (NEIS), Arbeitskreis Vernetzte Beratung, Netzwerke der We i- terbildung, etc. Zielgruppe Bildungsbenachteiligte  Erwachsene Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 65 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Familien  Kinder und Jugendliche Ziele Operative Ziele  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bil- dung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebotsformen  Verbessertes Übergangsmanagement – Frühe Bildung, Schu- le, Beruf, Arbeitsmarkt  Neu geschaffene, bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und / oder Arbeitsplätze Projektziele  Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten Familien  Verbesserung der Grundbildungs- und Erziehungskompeten- zen von Eltern in den durch Stadtteileltern unterstützten Fami- lien  Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Stadtteileltern; In- tegration der Projektteilnehmenden in den 1. Arbeitsmarkt Das Projekt wirkt nachhaltig im Quartier durch die Schaffung nie d- rigschwelliger quartiersbezogener Unterstützungsstrukturen, die auf Dauer angelegt sind. Damit entspricht das Projekt der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter Investitionspriorität 9 (b) formulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integration benac h- teiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die G e- meinschaft“ (Ziel 11) in vollem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. Indikatoren  Anzahl der erfolgten Beratungen  Anzahl der erreichten Ratsuchenden nach Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Status, Beratungsanlass  Anzahl der erfolgten Vermittlungen an dritte Stellen  Anzahl der durchgeführten Informationsveranstaltungen  Anzahl der durchgeführten Weiterbildungen  Anzahl der durch Stadtteileltern erreichten Familien  Veränderung von Wissensbeständen und Verhaltensweisen bei den unterstützten Familien (Erziehungskompetenz, Orie n- tierungswissen, Integration)  Anzahl der in den ersten Arbeitsmarkt vermittelten Stadtteilel- tern 66 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Kosten für 10 Sozialräume Kosten für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ pro Jahr 3 Jahre Stellen- anteile für den Sozialraum anteilige Kosten Personalkosten 8 x 0,25 Stellen = 2 Stellen Projektmitarbeit 152.880€ 458.640 € 0,2 45.864 € Sachkosten Bürgerschaftliches Engagement 144.000 € 14.400 € Qualifizierung Stadtteileltern 12.000€ 1.200 € Zusätzliche Stiftungsgelder Qualifizierung Stadtteileltern 96.000 € 9.600 € Evaluation 12.000€ 36.000 € 3.600 € Öffentlichkeitsarbeit 8266,67€ 24.800 € 2.480 € Lernmedien 8.200 € 820 € Gesamtkosten Stadtteileltern: 779.640 € 77.964 € Davon Haushaltsjahr 2018: 337.346,67 € 33.734,67 € Davon Haushaltsjahr 2019: 269.146,67 € 26.914,67 € Davon Haushaltsjahr 2020: 173.146,66 € 17.314,66 € Projektlaufzeit / Zeitraum Projektlaufzeit: 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2018 bis 31.12.2020 Eine Weiterentwicklung dieser Maßnahme ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist im Rahmen einer modularen Betrachtung abhängig vom Evaluationsergebnis der vorgesehenen Maßnahme. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Weiterbildung in Kooperation mit Amt für Kinder, Jugend und Familie Förderung ESF Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erken n- bar. Bemerkung 165.000 € Drittmittel für das Projekt Stadtteileltern werden durch eine Stiftung bereitgestellt. Weitere Mittel wurden durch das Amt für Stad t- entwicklung und Statistik eingebracht. Schriftliche Finanzierungszus a- gen liegen vor. 67 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 1.10.1 Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen Maßnahme „Jung und alt - da wo es knallt“ intergeneratives und inte r- kulturelles mobiles Angebot auf dem Straßburger Platz in Köln-Neubrück Inhalt Ausgangslage In Neubrück leben annähernd 3.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 27 Jahren. Der Anteil der unter 21 -Jährigen mit Migrationshintergrund ist in den letzten fünf Jahren von 73,5 Prozent auf 79 Prozent angestiegen. Die Anzahl der Haushalte mit Kindern liegt bei ca. 26 Prozent (Stadtdurchschnitt 18,6 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit bewegt sich seit Jahren um eine Quote von rund 9 bis 10 Prozent (Stadtdurchschnitt 5 Pr o- zent). Größere inhomogene und in der Zusammensetzung sich verä n- dernde Gruppen nut zen bewusst den öffentlichen Raum als Treffpunkt. Dieses wird für viele Bewohnerinnen und Bewohner zu Ärgernis, wenn allgemeine Regeln des Zusammenlebens in der hoch verdichteten Wohnbebauung von Neubrück nicht b e- achtet werden (zum Beispiel Ruhestörungen, Vermüllung, Res- pektlosigkeit) Projektbeschreibung Im Gegensatz zu den klassischen Institutionen sind die Angeb o- te durch Busse mobil und flexibel. Das ermöglicht es auf den Marktplatz zu fahren und dort direkt vor Ort mit den Akteuren in Kontakt zu treten. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mi t- arbeiter befahren mit einem Kleinbus mehrfach wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten den Platz, ausgekleidet mit einem Te p- pich und ausgestattet mit bequemen Sitzgelegenheiten, einem Tisch in der Mitte, einem inter netfähigen Laptop und einer Sammlung verschiedener Spiele wird dies in einem aufblasb a- ren Zelt platziert. Das Projekt soll den verschiedenen Bedarfslagen der Kinder und Jugendlichen, aber auch denen der Bewohnerinnen und Bewohner gerecht werden, daher soll en unterschiedliche Ang e- bote durchführt werden. Zur Standardausstattung gehören Spielgeräte, wie Bälle, Tore, Frisbees, Diabolos und Malutensilien sowie eine transportable Leinwand, ein Beamer und die aktuelle Playstation, auf welcher die Jugendlichen gew altfreie und teambildende Spiele spielen können. So kann ein niederschwelliger, kinder - und jugendb e- zogener Zugang hergestellt werden. Die vorgefundenen Örtlic h- keiten werden spontan und kreativ in erlebnisorientierte Zonen verwandelt. Die konkreten Maßnahm en werden in fünf Projek t- bausteine eingeteilt:  Baustein Medien  Baustein Spiel und Basteln, Sport 68 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Baustein Beratung und Begleitung  Baustein Feste  Baustein Ausflug Zielgruppe Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 21 Jahren Da das Projekt generationsübergreifend geplant ist, werden auch die übrigen Akteure des Platzes in das Angebot mit einb e- zogen. . Ziele Querschnittsziel  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele  Vernetze Beratungs- und Angebotsstrukturen im Bereich Bildung mit bedarfsgerechten Zugängen und Angebot s- formen  Verbessertes Übergangsmanagement - Frühe Bildung, Schule, Beruf, Arbeitsmarkt  Neugeschaffene Angebotsstrukturen und / oder Arbeit s- plätze Projektziele Entsprechend der unterschiedlichen Zielgruppen ist hier zu diffe- renzieren. Kinder: Durch ein niederschwelliges offenes Angebot und B e- ziehungsarbeit ist ein unverbindlicher und schneller Zugang zu den Kindern und ihren Familien möglich. So können Bedarfe (zum Beispiel Entwicklungsdefizite, Gesundheitsprobleme, E r- nährungsverhalten) ermittelt werden, die dann aufgearbeitet oder an entsprechende Institutionen weitervermittelt werden. Jugendliche: Orientierung suchende Jugendliche werden durch das niederschwellige Angebot erreicht und können themenb e- zogen (zum Beispiel Bildungsprobleme, Arbeitslosigkeit, Ident i- tätsfindung) beraten und unterstützt werden. Seniorinnen und Senioren sowie weitere Marktplatznutzeri n- nen und -nutzer: Durch gemeinsame Aktionen sollen sich J u- gendliche, Seniorinnen und Senioren sowie weitere Bewo hne- rinnen und Bewohner kennenlernen, denn nur so kann eine B a- sis geschaffen werden, die auf Verständnis und Anerkennung beruht. Um generationsübergreifend arbeiten zu können, ist es überaus wichtig, dass die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Interessengruppen zusammengebracht werden. Ziel ist es, ein regelmäßiger Austausch, bei dem die Sichtweisen und Bedür f- nisse der Anderen kennengelernt werden. Das am Allgemei n- wohl orientierte Handeln wird erfahrbar gemacht. Indikatoren  Anzahl der erreichten Kinder  Anzahl der erreichten Jugendlichen und jungen Erwac h- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 69 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ senen  Anzahl der Angebote  Anzahl der erreichten Bewohnerinnen und Bewohner Kosten Personalkosten 1 Stelle Projektmitarbeit 95 Prozent von 77.040 €: 73.188 € pro Jahr / 146.376 € für 2 Jahre 1 Stelle Projektmitarbeit 25 Prozent von 77.040 €: 19.260 € pro Jahr / 38.520 € für 2 Jahre Bürgerschaftliches Engagement: 250 Stunden x 10 € / 2.500 € Personalkosten gesamt: 187.396 € Sachkosten 27.664 € Gesamtkosten: 215.060 € 2018 53.765 € 2019 107.530 € 2020 53.765 € Projektlaufzeit / Zeit- raum 24 Monate / 2 Jahre 01.07.2018 bis 30.06.2020 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familien Förderung ESF Bemerkung Die Maßnahme hat am 01.07.2018 begonnen. 70 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 2.0.4 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Maßnahme Spiel- und Bewegungsräume in den Veedeln Sozialraum „Ostheim und Neubrück“: Bolzplatz Georgestraße, Neubrück Herrichtung von Trendsportarten bzw. Spiel- und Bewe- gungsangeboten für Kinder und Jugendliche in den Sozial- räumen Inhalt Ausgangslage In dem nur 1,1 qkm großen Stadtteil Neubrück leben in zwei sehr unterschiedlich strukturierten Stadtvierteln insgesamt 8.869 Einwohner*innen (Stand: 31.12.2016) – hiervon 1.800 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (d. i. 20,3 %). 80,5 % der Ki n- der und Jugendlichen wohnen im Stadtviertel Neubrück, wel- ches durch verdichteten Geschosswohnungsbau und einen h o- hen Anteil an öffentlich gefördertem Wohnungsbau geprägt ist. 71,6 % der jungen Menschen weisen einen Migrationshinte r- grund auf; 25,8 % der Einwohnerschaft sind Leistungsberechti g- te gemäß Grundsich erungsstatistik nach SGB II der Bund e- sagentur für Arbeit (Stadtdurchschnitt 11 %). Aus der im Stadtteil vorhandenen Bevölkerungsstruktur sowie den gegebenen familiären und sozialen Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen ergibt sich ein hoher Handlungsbedarf. Der öffentliche Bolzplatz Georgestraße ist der einzige im Stad t- teil. Da er derzeit nur über einen geringen Spielwert verfügt, bedarf er dringend einer an den Bedürfnissen der im Viertel l e- benden Kinder und Jugendlichen orientierten Neuplanung. Um den jungen Menschen in Neubrück im Wohnumfeld alters - und bedarfsgerechte Spiel -, Kommunikations- und Bewegungs- räume und damit adäquate Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können, ist die bedarfsgerechte Neugestaltung und qualitat i- ve Aufwertung der v orhandenen Spielfläche dringend erforde r- lich. Kinder und Jugendliche verbringen einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum. Sie bewegen sich dabei aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht nur auf den offiziell au s- gewiesenen Flächen. A ufgrund des gegebenen Bedarfs sind verstärkt niederschwellige kostenfreie Angebote für jeden ohne Ausgrenzung im öffentlichen Raum bereitzustellen. Projektbeschreibung Die geplante Maßnahme umfasst im Wesentlichen die Neug e- staltung des öffentlichen Bolzpl atzes Georgestraße, welcher sich am Rande des Stadtteils zwischen der Autobahn A4 und dem öffentlichen Weg befindet, der die Georgestraße in Ne u- brück und die zum Stadtteil Ostheim führende Wilhelm - Griesinger-Straße verbindet und gleichzeitig das Areal des Bolzplatzes und das Gelände des benachbarten öffentlichen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 71 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Spielplatzes trennt. Die Neugestaltung soll nach dem Grundkonzept einer multifun k- tionalen Nutzbarkeit erfolgen. Die Ausstattung soll hierbei den aktuellen Bedarfen vor Ort angepasst werden. Insgesamt gesehen soll hier ein Areal mit einem vielfältigen Spiel- und Bewegungsangebot und hoher Aufenthaltsqualität geschaffen zur Verfügung gestellt werden. An der Planung der Maßnahme werden die im Sozialraum l e- benden Kinder und Jugendlichen sowie die in teressierte B e- wohnerschaft beteiligt. Nur auf diese Weise kann eine bedarf s- gerechte Gestaltung erreicht werden. Der Aspekt der Barrier e- freiheit wird im Rahmen der Planung in enger Abstimmung mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Köln berücksichtigt. Zielgruppe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Ziele Operative Ziele  Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä- chen für neue Nutzungen  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s- räume Projektziel  Zeitnahe Bereitstellung öffentlicher Spiel- und Bew e- 72 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ gungsflächen mit hohem Bewegungs - und Aufenthalt s- wert für Kinder, Jugendliche, Familien sowie andere in dem Sozialraum lebende Menschen  Schaffung der Voraussetzungen für eine höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen und Be- wohner des Sozialraumes Indikatoren  Anzahl neu errichteter Spiel- und Bewegungsangebote  Umgestaltete Fläche in m²  Teilnehmende an den Kinder-, Jugend- und Bürgerbetei- ligungen Kosten Sachkosten / Baukosten  Sozialraum „Ostheim und Neubrück“: 240.000 € Davon: 2021: 72.000 € 2022: 120.000 € 2023: 48.000 € Projektlaufzeit / Zeit- raum 30 Monate / 2,5 Jahre 01.01.2021 bis 30.06.2023 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie Förderung Städtebauförderung Bemerkung An der Planung der Maßnahme werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie die interessierte Bewohnerschaft betei- ligt. Nur auf diese Weise kann eine bedarfsgerechte Gestaltung e r- reicht werden. Eine Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort und der Sozialraumkoord i- nation ist vorgesehen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 73 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 2.10.4 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Maßnahme Partizipative Neugestaltung „Platz an Stankt Adelheid“ Marktplatz Neubrück – Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem zentralen Stadtteilplatz auf Grundlage lokaler Ideen und Konzepte Inhalt Ausgangslage Die Siedlung Neubrück (heute eigener Stadtteil) feierte 2015 ihr 50 jähriges Bestehen als Siedlung. Die zur Erbauungszeit inn o- vativen städtebaulichen Ideen und Ansätze der 1960er und 70er Jahre mussten im Laufe der Jahre einer kritischen Reflektion unterzogen werden. Die stadträumlich isolierte Lage (zum Be i- spiel bislang nicht umgesetzten Anbindung an die Stadtbahn, wenig Anbindung an benachbarte Stadtteile) und die siedlung s- strukturell sowie eigentumsrechtlichen schwierige Sozialrau m- struktur zeigen sich in den letzten Jahren zunehmend als Pro b- lemlage. Der Platz „An Stankt Adelheid“ als zentrales Bindeglied der ei n- zelnen Siedlungsteile und Zentrum des Sozialraumes kann di e- sen aktuellen Herausforderungen schon seit längerem nicht mehr gerecht werden. Die sehr konsequente ursprüngliche Pl a- nung der Siedlung hat bislang wenige Möglichkeiten gegeben, auf die neuen sozialräumlichen Her ausforderungen zu reagi e- ren. Es fehlt an Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten. Die aktuell sehr monotone, großflächige Gestaltung der Platzfläche führt seit Jahren zu sich stetig verschärfenden Nutzungskonflikten (wichtiger Aufenthalts- und Kommunikationsraum für Kinder und Jugendliche im Sozialraum, Ordnungs - und Ruhebedürfnis der Anwohnerinnen und Anwohner, Seniorenstift, Kirchengemei n- de). Der Platz bietet aktuell keine Möglichkeiten, die bestehe n- den Nutzungsanforderungen (Aufenthalt resultierend aus kleinen Wohnungsgrößen und teilweise. hoher Belegung), kulturellen Nutzungsdifferenzen und -intensitäten zu erfüllen. Ausgehend vom vorhandenen bürgerschaftlichen Engagement (Interesse n- gemeinschaft Marktplatz, studentischer Wettbewerb mit Unte r- stützung der Bezirksvertretung, Umsetzung erster Maßnahmen) bietet sich hier die Möglichkeit einer Umsetzungsperspektive für eine den zukünftigen Anforderungen gerecht werdende Planung. Projektbeschreibung Die Maßnahme sieht dabei folgende Schwerpunkte vor:  Umgestaltung un d Ergänzung der großräumigen Plat z- fläche und angrenzender Verknüpfungsbereiche im Hi n- blick auf eine höhere Aufenthaltsqualität für die lokale Bevölkerung durch eine stärkere Gliederung  Schaffung von Aufenthaltsbereichen und Spielmöglic h- keiten  Erhöhung des Grünanteils insbesondere im Übergang zu den angrenzenden Freiräumen und Verkehrsflächen 74 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Betonung des zentralen Stadtraumes im Sozialraum auch mit dem Ziel eine dauerhafte Perspektive für Ei n- zelhandels- und Gastronomieangebote im Stadtteilzen t- rum zu schaffen. In die Umgestaltung können aktuelle Aspekte der Freiraumg e- staltung im Hinblick auf stadtklimatische Herausforderungen (zum Beispiel Klimawandel: Hitze, Starkregen) mit einfließen. In die Umgestaltung soll die Erneuerung und Vergrößerung e i- nes vorha ndenen Kinderspielplatzes (auf eine Fläche von 300 qm) einbezogen werden. Phase 1 (Entwurf)  Erarbeitung der Entwurfsplanung auf Grundlage der von der Interessengemeinschaft Marktplatz entwickelten Ideen auf Basis des Ergebnisses des studentischen Ideenwettbewerbs (Leistungsphasen 1 bis 3 der Hon o- rarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)) durch beauftragte Landschaftsarchitekten  Durchführung von 2 Workshops vor Ort (Auftakt, Zw i- schenpräsentation) in der Planungsphase (Stadtpl a- nungsamt, Sozialraumkoor dination, Landschaftsarch i- tekt, Interessengemeinschaft Marktplatz, Öffentlichkeit)  Vorstellung der Planung  Umsetzungskonzept (zum Beispiel Umgang mit W o- chenmarkt während Bauphase) Phase 2 (Ausführung) Erarbeitung Ausführungsplanung, Vergabe, Bauleitung, Ausfüh- rung (Leistungsphasen 5 bis 9 HOAI) Zielgruppe Einwohnerinnen und Einwohner des Sozialraumes, insbesond e- re Gruppen mit beschränktem Aktionsradius (zum Beispiel S e- niorinnen und Senioren, Kinder und Jugendliche), welche dadurch einen hohen Sozialraumb ezug haben und für die zen t- rale Aufenthaltsqualität und Kommunikationsmöglichkeiten im Sozialraum von besonderer Bedeutung sind. Ziele Operative Ziele  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s- räume  Erschlossenen und bedarfsgerecht weiterentwickelte Flächen für neue Nutzungen  Geminderte und gemilderte Umweltbelastungen Projektziele  Erhöhung der Verweildauer und Aufenthaltsqualität Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 75 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  höhere Lebensqualität  Verbesserung der Integrations - und Kommunikation s- möglichkeiten durch Begegnungsräume  Stärkung der lokalen Identität  Verbesserung des Mikroklimas durch Entsiegelung und Erhöhung des Grünanteils  Belebung des Einzelhandelsangebotes  geringere Verwahrlosungstendenzen  wohnortnahe Freiraumqualitäten  Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten Indikatoren  umgestalteter Platzfläche m²  begrünte und entsiegelte Platzfläche in m²  Aufenthaltsbereiche in m² Kosten Sach- / Ausbaukosten 2020: 130.428,43 € 2021: 52.760,52 € 2022: 297.392,38 € 2023: 403.592,78 € 2024: 424.832,88 € 2025: 191.037,07 € Gesamt: 1.500.043,90 € Projektlaufzeit / Zeit- raum 5 Jahre und 10 Monate 01.01.2020 bis 31.10.2025 Projektverantwortung Stadt Köln: Stadtplanungsamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik und dem Amt für Kinder, J u- gend und Familie Förderung  Städtebauförderung 76 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 2.10.5 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Maßnahme 2.10.5 Machbarkeitsstudie als vorbereitende Maßnahme zum Bau einer Begegnungsstätte für „Ostheim und Ne u- brück“ sowie 2.10.5a Bau der Begegnungsstätte Inhalt Ausgangslage Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ fehlt eine Begegnung s- stätte. Vor allem für den sozialen Brennpunkt Gernsheimer Straße würde von einer nahe gelegenen Begegnungsstätte pr o- fitieren. Eine bebaute Begegnungsstätte mit Café, kleinem Veransta l- tungssaal und Gruppenräumen und soll zu einem lebendigeren Stadtteil beitragen, wo die Bewohnerinnen und Bewohner selbstbestimmt und bedarfsgerecht Partizipation und Teilhabe leben. Für alle Generationen des Stadtteils gilt es Ange bote und Leistungen im sozial-kulturellen Bereich zu entwickeln. Der Bürgerverein Ostheim wünscht sich ein Bürgerhaus im Orts- kern und hätte dazu auch die passende leerstehende Immobilie. Der Veedel e.V. – Träger der Sozialraumkoordination vor Ort und Betr eiber eines kleinen Jugendtreffs in der Gernsheimer Straße (seit vielen Jahren in Wohncontainern als Provisorium) – favorisiert eine solche Begegnungsstätte in der Nähe der Gernsheimer Straße aufgrund der dortigen sozialen Probleml a- gen. Die Frankfurter Straße als stark befahrene Straße schneidet den Stadtteil in zwei Bereiche. Auf der einen Seite der Ortskern Ostheim mit einer GAG -Großsiedlung und vielen Kleineigent ü- mern und auf der anderen Seite die Hochhaussiedlung Gern s- heimer Straße. Da die Begegnungsstä tte die Bedarfe von ganz Ostheim einbeziehen soll, ist die Frage des Standortes von b e- sonderer Bedeutung. Die Idee der Bürgerplaza Die Bürgerplaza ist die Bezeichnung für Begegnungs - und Kommunikationsmöglichkeiten eines Sozialraumes, eines Stad t- teiles ode r eines Quartiers. Die Sozialverwaltung strebt in K o- operation mit anderen Ämtern und Akteuren eine Optimierung dieser Möglichkeiten in sozial-schwachen Stadtteilen an. Die Idee geht davon aus, dass die Ermöglichungsstruktur in e i- nem Quartier der Fokus ist, unter dem ein lebenswerter, ein l e- bendiger, ein von Gemeinsinn erfüllter, kurz: ein Stadtteil in s o- zialer Balance entstehen kann. Neben den ökonomischen Fakto- ren, der Infrastruktur, gutem und bezahlbarem Wohnraum sind in besonderer Weise Begegnungsmöglich keiten für die Me n- schen das, was den lebendigen Stadtteil ausmacht. Die Bege g- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 77 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ nung ist der Hebel, durch den die Bewohnerschaft selbstb e- stimmt und bedarfsgerecht Partizipation und Teilhabe leben. Die Bürgerplaza ermöglicht auf niederschwellige Weise soziale Kontakte, ist Ort selbstbestimmter Freizeitgestaltung und vermit- telt bedarfsgerecht Hilfestellungen, pädagogische Angebote, kulturelle Impulse und eine persönliche Identifikation mit der Umwelt. Sie übernimmt im Stadtteil die Funktion des Ambosses, auf dem eine wirksame Präventionskette geschmiedet wird. Charakter und Zielsetzung einer Bürgerplaza erfordert eine a b- gestimmte, organisierte, strukturierte und ressortübergreifende Zusammenarbeit. So können die ber eitgestellten Ressourcen zweckmäßig und effizient genutzt werden. Dabei spielt die G e- winnung der Bewohner*innen als engagierte Partner vor Ort e i- ne herausragende Rolle. Projektbeschreibung Die Studie soll für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ er- kunden, welcher Standort für eine Begegnungsstätte der geei g- netste beziehungsweise welche bereits vorhandenen Objekte sich für eine Begegnungsstätte optimal eignen. Erwartet wird ein konkreter Umsetzungsvorschlag (Standort, Baulichkeit, Nu t- zungs-, Betriebs- und Finanzkonzept) für eine Begegnungsstä t- te. Die Bewohnerschaft und die Akteure aus dem Sozialraum sind in den Prozess der Planung und Erstellung der Machba r- keitsstudie einzubeziehen. Ziele der Studie sind:  Ermittlung der konkreten Bedarfslage unter Berücksich ti- gung der vorhandenen Infra- und Angebotsstruktur  Entwicklung eines inhaltlichen Nutzungskonzeptes unter Beteiligung der Sozialraumakteure und der Bewohne r- schaft für unterschiedliche Zielgruppen und Nutzung s- zwecke  Erstellung eines räumlichen Nutzungskonzeptes  Erstellung von Standortvorschlägen unter Berücksicht i- gung der Erreichbarkeit sowie der zur Verfügung stehe n- den baulich räumlichen Ressourcen (Neubau / Bestand)  Entwicklung eines Trägerkonzeptes / Betreibermodells unter Beteiligung von Verwaltung, Sozi alraumakteuren und Bewohnerschaft  Finanzierungskonzept zum Betreibermodell. Die Machbarkeitsstudie soll auch Antworten auf folgende Fragen finden:  Wo liegen die Risiken bei der Durchführung?  Welche hauptamtlichen Ressourcen benötigt die Bege g- nungsstätte, welche Ressourcen können bürgerschaftlich organisiert und gewonnen werden? 78 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“  Wie hoch sind die zu veranschlagenden Kosten (Pl a- nung, Konzeptentwicklung, beziehungsweise Miete, B e- treiberkosten)?  Gibt es bezogen auf eine Begegnungsstätte im Stadtteil noch andere Alternativen?  Sind die zur Verfügung stehenden Ressourcen in pers o- neller und finanzieller Sicht langfristig ausreichend (Nachhaltigkeit)? Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner und Akteure aus dem Sozia l- raum „Ostheim und Neubrück“ Ziele Operative Ziele  Erschlossene und bedarfsgerecht weiterentwickelte Fl ä- chen für neue Nutzungen  Aufgewertete und vernetzte Begegnungs - und Leben s- räume Projektziele  Ein geeigneter Standort für eine Begegnungsstätte ist gefunden  Das Raumkonzept für die Begegnungsstätte ist ent wi- ckelt  Ein wirtschaftlich tragbares Betreibermodell ist entwickelt Indikatoren Vorliegen der umfassenden Machbarkeitsstudie zur weiteren Beratung in Politik, Verwaltung und Bewohnerschaft. Anzahl der beteiligten Bewohnerinnen und Bewohner des Soz i- alraumes Anteil der beteiligten Akteure Kosten 2.10.5 Machbarkeitsstudie 2020 60.000 € 2.10.5.a Bau einer Begegnungsstätte 3.000.000 € davon 2022 1.000.000 € 2023 1.000.000 € 2024 1.000.000 € Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 79 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Projektlaufzeit / Zeit- raum Machbarkeitsstudie 12 Monate / 1 Jahr 01.01.2020 – 31.12.2020 Der Antrag für die Machbarkeitsstudie wird als vorbereitende Maßnahme zum STEP 2020 eingereicht. Bau einer Begegnungsstätte 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2022 bis 31.12.2024 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie Förderung  Städtebauförderung Bemerkungen Von Anfang an sollten alle Akteure und die Bewohnerschaft aus dem Sozialraum eingebunden werden. Die Maßnahme wird als vorbereitende Maßnahme durchgeführt. Beantragt im Rahmen des Förderantrags für den Bau. 80 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 2.10.7 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum Maßnahme Neubau der Jugendeinrichtung „Am Wunschtor“ des Ve e- del e.V., Gernsheimer Str. Köln-Ostheim Inhalt Ausgangslage Die Jugendeinrichtung des Veedel e.V. befindet sich auf städti- schem Grund in einem Sozialraum, der sich sowohl von seiner baulich- räumlichen Gestaltung als auch aufgrund der Stadtvie r- teldaten deutlich von anderen Sozialräumen unterscheidet. Neben der Bevölkerungsdichte (hochgerechnet 23.200 Einwo h- ner je km²/ Gesamtstadt 2.700) zeichnet die Straße auch ihre kulturelle Vielfalt aus. 2017 lag der An teil an Menschen unter 21 Jahren mit Migrat i- onshintergrund bei 96,5%, der gesamtstädtische Durchschnitt liegt bei 52,6%. Ebenfalls außergewöhnlich ist die Altersstruktur im Stadtteil. 31,9% der Bewohner sind Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre (Stadt Köln 19,2 %). Diese sind von der schlechten wirtschaftlichen Situation beso n- ders betroffen. Ca. 70,7% der Kinder unter 15 Jahren lebten 2016 von staatl i- chen Transferleistungen (Stadt Köln 21,4%). Aktuelle räumliche Voraussetzungen für die Kinder und J u- gendarbeit Der Veedel e.V. nutzt für seine Jugendeinrichtung eine Wo h- nung (ca. 75 m²) im Hochparterre des Hauses Nummer 12 als Büro und Gruppenraum. Darüber hinaus dient ein Container (ca. 65 m²) dem offenen Angebot und wird ebenso für Gruppenarbeit genutzt. Der bauliche Zustand dieses Containers, der aus zwei ehemal i- gen Pausencontainern aus den 1960er Jahren besteht, ist schlecht. Neben dem Container stehen für Außenangebote ein Sportfeld (Bolzplatz) und das Außengelände (ca. 400 m²) zur Verfügung. Diese Voraussetzungen reichen für adäquate Jugendangebote nicht aus und werden dem hohen Bedarf vor Ort nicht gerecht. Die Jugendeinrichtung „Wunschtor“ ist seit vielen Jahren ein räumliches Provisorium und erfüllt nur unzureichend die Anfo r- derungen, die für eine bedarfsgerechte Kinder - und Jugenda r- beit in diesem Umfeld notwendig sind. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 81 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Zur Sicherung und Erfüllung des pädagogischen Auftrags ist eine räumliche Erweiterung zwingend angesagt. Zielgruppe Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachs e- ne im Alter von 10 bis 25 Jahren. Ziele Fertigstellung eines Neubaus Jugendeinrichtung mit 205qm umbautem Raum Indikatoren Fertigstellung eines Neubaus Jugendeinrichtung Kosten Planungskosten: 190.000 € netto; 226.100 € brutto Realisierungskosten: 720.000 € netto; 856.800 € brutto Gesamtkosten: 910.000 € netto; 1.082.900 € brutto 2020 226.100 € 2021 428.400 € 2022 428.400 € Projektlaufzeit/ Zeitraum 36 Monate/ 3 Jahre Beginn 2020 Projektverantwortlicher und Bauherrenschaft Stadt Köln: Amt für Kinder, Jugend und Familie/ 51 Förderung  Städtebauförderung 82 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 3.10.1 Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung Maßnahme Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse zur Ansiedlung eines integrativen Lebensmittelmarktes im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Inhalt Ausgangslage Derzeit gibt es mit dem bestehenden NETTO Markendiscount nur einen Lebensmittelmarkt in Neubrück. Im 2013 beschloss e- nen Einzelhandels - und Zentrenkonzept der Stadt Köln wurde die Ansiedlung eines Vollsortimenters aufgrund des eing e- schränkten Angebots als Handlungsempfehlung formuliert. Da derzeit keine geeigneten Flächen bereitstehen, muss diese noch entwickelt und ein geeignetes Angebotskonzept gefunden w er- den. Die Stadt Köln steht bereits im Dialog mit dem Bürgerverein Neubrück und potentiellen Grundstückseigentümern. Der Bü r- gerverein ist ein wichtiger Kooperationspartner und die treibende Kraft vor Ort. Projektbeschreibung Die vor Ort empfundenen Versorgungsqualitäten und -defizite an Waren und Dienstleistungen werden unter Beteiligung der B e- wohnerschaft ermittelt und pragmatischen Vorschlägen zur Ve r- besserung der Versorgungssituation mit möglichst integrativem Charakter erarbeitet. Hierbei sind die einge schränkten Flächen- potenziale für zusätzliche Ladenlokale sowie die Beteiligung s- möglichkeit der Bevölkerung für integrative Betriebskonzepte zu beachten. Im Rahmen der Maßnahmen sollen folgende Aspekte bearbeitet werden:  die Analyse der Angebotsstruktur im Sozialraum und dessen engerem Verflechtungsbereich auf der Grundl a- ge einer Aktualisierung der Daten des Kommunalen Einzelhandelskonzeptes inklusive einer differenzierten Bewertung der Erreichbarkeit  eine nachfrageorientierte Bedarfsanalyse auf der Grund- lage geeigneter qualitativer oder quantitativer Befr a- gungsmethoden  das Aufzeigen von Ausstattungsdefiziten und die En t- wicklung von konkreten und umsetzungsorientierten Ideen zur Verbesserung der Nahversorgungsangebote  Prüfung von Inklusionskonzepten (zum Bei spiel CAP - Markt, Nahkauf) zur Integration von Menschen mit B e- hinderung oder mit auf sonstige Weise erschwerten Z u- gang zum Arbeitsmarkt (zum Beispiel Langzeitarbeitsl o- se),  Prüfung alternativer Versorgungskonzepte, gegebene n- falls bürgerschaftlich getragene Versorgungskonzepte (zum Beispiel DorV e.V.) sowie Ansätze zur Steigerung Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 83 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ der Servicequalität (zum Beispiel Bringdienste) und Nahmobilität sind zu berücksichtigen. Die Studie dient der Abstimmung zwischen allen Beteiligten und liefert Ideen, Möglichkeiten, Maßnahmen, Strategien und Bete i- ligungsmodelle insbesondere in Hinblick auf die unvollständige Nahversorgungssituation und die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen im Gebiet. Zielgruppe  alle Bewohnerinnen und Bewohner Neubrücks  potentielle Neubürgerinnen und Neubürger  gegebenenfalls Existenzgründerinnen und Existenzgrü n- der  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt (zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose) Ziele Operative Ziele  Verbesserte Nahversorgung  Stärker geförderte und entwickelte Wirtschaftsstandorte / Adressbildung Projektziel Erarbeitung von analytisch fundierten und umsetzungsorientie r- ten Vorschlägen zur Sicherung und bewohnerorientierten E r- gänzung der Nahversorgung in Neubrück mi t integrativem Ch a- rakter zur nachhaltigen Verbesserung der Wohn - und Leben s- qualität. Das Projekt entspricht der in Prioritätsachse 4: Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung / Prävention unter IP 9 (b) fo r- mulierten Zielsetzung „Verbesserung der Integr ation benachtei- ligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft“ (OP EFRE Ziel 11; Maßnahme 2 „Verbesserung des Öffentlichen Raums/Wohnumfelds“ und Maßnahme 3 „B e- lebung der örtlichen Wirtschaft“) in vollem Umfang und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Zielsetzung. Indikatoren Vorlage einer Bedarfs - und Machbarkeitsstudie mit Konzepten t- wurf für einen integrativen Lebensmittelmarkt mit folgenden Leistungsbausteinen: 1. Datenerfassung und Bestandsaufnahme 2. Analyse der Angebots- und Nachfragestruktur im Stad t- teil 3. Nachfrageorientierte Defizitanalyse 4. Vorschlag von geeigneten, umsetzungsorientierten A l- ternativen zur Schaffung einer Nahversorgung 5. Vorschlag Betreibermodell 84 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 6. Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse Kosten Gesamtkosten: 50.000,00 € Projektlaufzeit / Zeit- raum 6 bis 8 Monate 2019 bis 2020 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik Förderung  EFRE Bemerkung Mit der vorliegenden Studie kann eine gezielte Ansprache p o- tenzieller Träger, Betreiber und Investoren zur Ansiedlung eines integrativen Lebensmittelmarktes erfolgen. Bei positivem Votum der Machbarkeitsstudie zur Ansiedlung eines integrativen L e- bensmittelmarktes werden weitere Fördermöglichkeiten geprüft (beispielsweise Finanzierung der Ersteinrichtung ua.). Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 85 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 4.0.4 Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luf t- reinhaltung und Lärmminderung Maßnahme Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. Info r- mationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeen t- wicklung im Zuge des Klimawandels in den elf Sozialrä u- men Inhalt Ausgangslage Die Stadt Köln hat das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole Köln“, zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, dem Deutschen Wetterdienst und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln durchgeführt und die Ergebnisse in der Studie: „ Fachbericht 50: Klimawandelgerech- te Metropole Köln - Abschlussbericht“ publiziert. Die Studie hat deutlich gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer wird und die Wetterextreme zunehmen werden. Schon jetzt besteht eine deutliche Aufheizung (Wärmeinsel) der dicht bebauten Stadtte i- le gegenüber dem Umland mit Temperaturdifferenzen von bis zu 10 Grad. In der Zukunft werden die heißen Tage, mit Temperaturen von über 30 Grad und die Sommertage, mit Temperaturen von über 25 Grad in Köln deutlich zunehmen. Dabei können Maxima l- temperaturen von über 40 Grad errei cht werden. Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte des Jahrhunderts für das Stadtg e- biet Köln im Vergleich zu den derzeitigen klimatischen Verhäl t- nissen, um 30 bis 70 Prozent zunehmen und die Zahl der he i- ßen Tage kann sich sogar verdoppeln. Die zunehmende Aufheizung der Stadtquartiere bei lang anha l- tenden sommerlichen Hitzeereignissen trifft besonders Klei n- kinder, kranke und ältere Menschen. Aber auch bei gesunden Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit führen. Bei Hitzeper ioden wurden höhere Sterberaten gemessen und das wärmere Stadtklima führt zu erhöhten gesundheitlichen Be- lastungen und Risiken. Auch die Empfindlichkeit der Menschen gegenüber Hitze bestimmt die Höhe dieser Risiken. Zusätzlich führen Hilfebedürftigkeit un d soziale Vereinsamung oft dazu, dass Maßnahmen wie zum Beispiel ausreichende Flüssigkeitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme unterlassen werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetse i- te und als Handy -App eine Hitzewarnung an. Dieser Dienst kann auch von Altenpflegeeinrichtungen genutzt werden. Projektbeschreibung Ziel ist es, durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bewo h- nerschaft in den Sozialräumen zu erreichen, die alters - und si- tuationsbedingt diese webbasierte Technik nich t nutzen kö n- 86 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ nen. Diese Zielgruppe soll nicht nur eine Vorwarnung für Hitz e- ereignisse bekommen, sondern auch eine entsprechende Ve r- haltensänderung beziehungsweise Vorsorge betreiben. So sollte zum Beispiel ein alter Mensch dazu angehalten we r- den an besonders belasteten Hitzetagen sein Trinkverhalten zu ändern oder die junge Mutter könnte in der Mittagszeit mit ihrem Kind den Schattenplatz aufsuchen. Die Kampagne soll neben allgemeinverständlichen Informati o- nen verschiedene Medien bedienen. Gerade alte Mensc hen, gegebenenfalls in Einrichtungen, benutzen andere Medien als junge Mütter von Kleinkindern. Die Information soll über ve r- schiedene Kommunikationswege verbreitet werden. Hierbei sol- len auch neue Wege eingeschlagen werden. Hierzu ergeben sich in den Soz ialräumen mehrere Frageste l- lungen:  Wie wird die Hitzewarnung des DWD in den Einrichtu n- gen an die Bewohnerinnen und Bewohner kommuniziert und wie wirkt sich die Hitzewarnung auf das Verhalten aus?  Wie werden ältere Bewohnerinnen und Bewohner e r- reicht, die nicht in einer Einrichtung leben?  Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Stadtklima / Hitzeentwicklung zu kommunizieren?  Was sind geeignete Kommunikationsmedien?  Welche Verhaltensänderungen stellen sich ein? Mit Hilfe von Multiplikatoren soll das Thema an die Zielgruppe kommuniziert werden. Hier werden gezielt nicht nur Träger im Bereich Altenpflege angesprochen, sondern diverse andere, um das Wissen auf breiter Basis zu kommunizieren. Mögliche Multiplikatoren sind:  Diverse soziale und kirchliche Träger  Pflegedienste  Grundschulen  Sozialraumkoordination  Anlaufstellen  Gemeinden, Soziale Netzwerke, Mittler Geplant ist das Themenfeld „Informationsfluss der Hitze - Warnung in der Einrichtung“, beziehungsweise „Erreichbarkeit von alleinlebenden älteren Menschen“ durch die Universität Bonn (Professor Kistemann, Institut für Hygiene & Public Health) im Rahmen von gesundheitsgeographischen Mastera r- beiten untersuchen zu lassen. Mögliche Maßnahmen sind:  Medien: Die Information kann über einen einfachen Flyer Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 87 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ erfolgen, aber auch durch Medien wie Handy -Apps oder das Internetz.  Ausgabe von Trinkflaschen  Gedrucktes Informationsmaterial  Internet / App  Veranstaltungen: Geplant ist an zentralen Orten in den Sozialräumen Thementage und Informationskampagnen nach dem Motto „bl eib cool“ durchzuführen. Diese sollen an heißen Sommertagen den Aspekt Gesundheitsvo r- sorge spielerisch erlebbar machen. Eine Trinktheke des Versorgungsunternehmens RheinEnergie gibt Trinkwa s- ser aus, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibil i- sieren. Kinder (und Erwachsene) können mit Feuerweh r- schläuchen und Wasserspielen Abkühlung finden. Durch gezielte Ausgabe von Trinkflaschen an ältere Leute we r- den diese erreicht. Das Thema Klimawandel und die damit verbundene Hitzeen t- wicklung kann in Zusammenarbeit m it dem Gesundheitsamt in die Grundschulen transportiert werden. Alte Menschen in Einrichtungen könnten auch über eine „Hitz e- ampel“ entsprechend informiert werden. Zielgruppe Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere Ziele Operatives Ziel  Verbesserte Umweltbildung und –beratung sowie u m- weltbewusstere Lebensweise Projektziele  Veränderte Einstellung zum Thema Umweltbelastung und Hitze  Sensibilisierung für das Thema Hitzewelle Indikatoren  Anzahl der Website-Besuche (Klicks)  Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche Kosten Kostenreduzierung gegenüber Ratsbeschluss vom 20.12.2016 Gesamtkosten für 11 Sozialräume: 300.000,00 € Gesamtkosten pro Sozialraum: 27.273 € Projektlaufzeit / Zei t- raum 36 Monate / 3 Jahre Beginn 2019 Projektverantwortlicher Stadt Köln: Umwelt - und Verbraucherschutzamt in Zusamme n- arbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, der RheinEne r- gie und der Universität Bonn, Institut für Hygiene und Öffentl i- che Gesundheit 88 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Förderung BUMB-Programm (Klima), BMBF Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen Maßnahme „Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Soz i- alraum „Ostheim und Neubrück“, Quartier Gernsheimerstr a- ße Inhalt Ausgangslage Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am L e- ben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. Dies trifft beso nders für sozial belastete Quartiere zu, in denen meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ wurde das Quartier Gernsheimerstraße identifiziert, dessen Bewohnerschaft durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölkerungsgru p- pen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit einem weitgehend unattraktiven Wohnungsbestand und Wohnumfeld. Durch die Überlagerung von sozialer Benachteiligung der Bewohnerschaft und einer unterdurchschnittlichen Qual ität der Wohn - und L e- bensbedingungen werden hier besondere Handlungsbedarfe deutlich. Folgende Merkmale sind in dem Quartier besonders hervorzuh e- ben:  räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von Transferleistungen  hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen  strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds  negatives Image  geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem Quartier Projektbeschreibung Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar bei den L e- benslagen der Quartiersbewo hnerinnen und -bewohnern an. So kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der „Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder -) initiiert, -etabliert und verstetigt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement in dem insgesamt wesentlich größeren Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ ist sicherzustellen und konstituierend für den nachha l- tigen Erfolg der Maßnahme. Das Quartiersmanagement zielt d a- rauf ab, die Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu aktivieren un d zu unterstützen, dadurch Barrieren abzubauen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 89 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ und den Netzwerkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem Kontext bereits eine Ansprache der Bewohnerschaft und der i n- stitutionellen Quartiersakteure. Die Situation im Quartier Gern s- heimerstraße erfordert jedoch eine intensivere Betrachtung. Hier leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders niede r- schwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert we r- den müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme. Aktivierung und Beteiligung im Quartier Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Proble m- lagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Leben s- bedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden. Aufgabe der Mieter - und Nachbarschaftsarbeit wird sein, in Z u- sammenarbeit mit möglichst vielen Betr offenen die Lebensqual i- tät vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden struk- turellen Probleme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorien- tiert aufzugreifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunkte sind die sozialen Lebensverhältnisse und der per- sönliche Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten Interessen, Aktivitäten und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft a n und en t- wickelt daraus bedarfsgerechte Beratungs -, Aktivierungs - und Unterstützungsleistungen für das Quartier. Die Aktivierungsaufgabe lässt sich folgendermaßen konkretisi e- ren:  Kontinuierliche Präsenz im Quartier  Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung (nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort  Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit  Soziale Aktivi erung der Wohnbevölkerung durch die O r- ganisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulture l- len Veranstaltungen, Informationsangeboten und Akti o- nen  Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten  Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und kulturellen Leben im Quartier  Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßna h- men zur Aufwertung des Quartiers  Erhöhung der Teilhabechancen in den Bereichen B e- 90 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ schäftigung, Bildung und Gesundheit  Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lo b- byarbeit für das Quartier)  Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professi o- nellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier Ziele Querschnittsziel  Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele  Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  Verbesserte Aktivierung der Mieter am Wohnort Projektziele  Ziel der aktivierenden Mieter - und Nachbarschaftsarbeit ist es, allen in dem Quartier lebenden Menschen, una b- hängig von der persönlichen Lebenssituation, der He r- kunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsf ä- higkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellsc haftlichen Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von A r- mut und sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Durch die Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers ihre Interessen v ertreten, ihre Rechte als Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und Bewohner wahrnehmen, sich bürgerschaftlich engagieren können und aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnumwelt einbringen. Indikatoren  Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der aktivierenden Befragung  Anzahl der initiierten Aktivitäten und Projekte in der B e- wohnerschaft  Anzahl der aufgebauten Anlaufstellen und Kommunikat i- onsräume im Quartier  Anzahl der aufgebauten beziehungsweise unterstützten Mieterinitiativen und Selbstbestimmungsgremien  Anzahl der aufgebauten spezifischen Beratungsangebote (Mieterberatung)  Anzahl der durchgeführten und dokumentierten Miete r- treffen Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 91 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Kosten Personalkosten für das Quartier Gernsheimerstraße (externe Vergabe) 0,5 Stelle S 15: 36.350 € pro Jahr für 3,5 Jahre: 127.225 € Personalkosten: 127.225 € Sachkosten für das Quartier Gernsheimerstraße Kostenermittlung für 3,5 Jahre: Raumkosten: 19.526,50 € Einrichtungsgegenstände: 1.659,00 € Geschäftskosten: 4.466,00 € Fernsprechkosten: 1.211,00 € IT-Kosten: 17.857,00 € Sachkosten: 44.719,50 € Aktivierungsbudget Aktivierende Befragung: 6.500,00 € Wissenschaftliche Begleitung: 7.000,00 € Beteiligungsverfahren: 5.250,00 € Aktivierungsbudget: 18.750,00 € Gesamtkosten: 190.694,50 € Davon in 2020: 26.314,00 € Davon in 2021: 55.877,00 € Davon in 2022: 55.877,00 € Davon in 2023: 52.627,00 € Projektlaufzeit / Zeitraum 01.07.2020 – 31.12.2023 42 Monate / 3,5 Jahre Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen der Mieter- und Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll durch die wissenschaftliche Begleitung ermittelt werden. Eine Weiterentwicklung der Maßnahme ist denkbar. Die konkrete Fortführung ist abhängig vom Evaluationsergebnis der vorges e- henen Maßnahme. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales und Senioren Förderung Städtebauförderung Vorrangige Fördermöglichkeiten wurden geprüft und sind nicht erkennbar. 92 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufende Nummer 5.0.3 Handlungsfeld: Wohnen Maßnahme Haus,- Hof- und Fassadenprogramm Inhalt Ausgangslage Der Sozialraum Ostheim und Neubrück ist Teil des rechtsrheini- schen Stadtbezirks Köln-Kalk. Ostheim ist durch eine gemischte Siedlungsstruktur mit Gebäuden aus verschiedenen Dekaden (seit 1930) gekennzeichnet. Der Stadtteil Neubrück hingegen wurde als geschlossene Siedlung in den 1960er Jahre gebaut. Beide Stadtteile verfügen über Hochhaussiedlungen, die eine besondere Herausforderung sowohl in sozialer als auch in städ- tebaulicher Hinsicht darstellen. Es zeigen sich Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe im Wohnungsbestand, auch wenn bereits große Anteile moderni- siert wurden. Weiterhin werden Missstände im Zustand des Wohnumfeldes deutlich. In Teilen des Sozialraumes konnten bereits umfängliche Sanie- rungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden, teilweise durch die GAG Immobilien GmbH. In einigen Woh- nungsbeständen zeigt sich jedoch einen mangelnde Instandhal- tung, die an einzelnen konzentrierten Lagen auftritt. In Verbindung mit den sozialen Problemlagen werden im Sozial- raum erhebliche Unterstützungsbedarfe deutlich. Diese Situation trägt auch zu einer negativen Außenwahrnehmung des Stadttei- les bei. Über die Förderung auch von Einzeleigentümern und Eigentü- mergemeinschaften könnte das Erscheinungsbild harmonisiert und aufgewertet werden. Projektbeschreibung Das Fassadenprogramm soll dazu anregen, nachhaltige Verbes- serungen an Wohnhäusern oder am unmittelbaren Wohnumfeld vorzunehmen. Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll verbessert werden. Grundlage der Förderung bildet die Förderrichtlinie Stadterneue- rung von 2008 (Teil II, Förderbestimmungen für die städtebauli- che Sanierung und Entwicklung). Demnach können Maßnahmen zur Fassadenverbesserung, Herrichtung und Gestaltung von Hof- und Gartenflächen sowie Maßnahmen an Außenwänden und Dächern gefördert werden. Zuwendungsfähig sind 50% der Ausgaben. Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen von Wohngebäuden werden Innenhof und Straßenseite deutlich aufgewertet. Das Förderprogramm bietet Mietern und Eigentümern von Wohnim- mobilien und gemischt genutzten Immobilien Unterstützung bei Verschönerungsmaßnahmen für Fassaden und Innenhöfe. Ein attraktiver Stadtteil stärkt das gemeinsame Miteinander von Be- wohnerinnen und Bewohnern. Vor diesem Hintergrund sind Ver- schönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen im Sozialraum Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 93 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ „Ostheim und Neubrück“ von besonderer Bedeutung. Im Sozialraum sollen folgende Maßnahmen gefördert werden: - Farbliche Gestaltung von Außenwänden an Gebäuden - Erneuerung, Wiederherstellung und Gestaltung der Fas- saden von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden - Einmalige Beseitigung von Graffitischäden an Gebäuden einschließlich farblicher Neugestaltung und dauerhafter Schutzbeschichtung - Künstlerische Gestaltung von Fassaden inkl. Vorarbeiten - Anlegen und Gestaltung von Mietergärten - Anlegen und Gestaltung von gemeinschaftlich genutzten Spiel-, Wege- und Sitzflächen inkl. Vorarbeiten Zielgruppe  Hauseigentümer  Eigentümergemeinschaften  Mieter und Nutzungsberechtigte Ziele Operatives Ziel  Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen Projektziele  Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Sozialraum soll verbessert werden  Aufwertung des Wohnumfeldes  Stärkung des Miteinanders der Bewohnerschaft durch ein attraktiveres Wohnumfeld  Steigerung der privaten Investitionen im Sozialraum Indikatoren  Anzahl der Interessentenanfragen zum Programm  Anzahl der durchgeführten Beratungen Kosten  Gesamtkosten für den Sozialraum: 644.522,56 €  Davon Kostenanteil Dritter: 322.261,28 €  Förderfähige Kosten: 322.261,28 €  Davon 2020: 107.420,42 €  Davon 2021:107.420,42 €  Davon 2022: 107.420,42 € Projektlaufzeit / Zeitraum 36 Monate / 3 Jahre 01.01.2020 bis 31.12.2022 94 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Die Maßnahme beginnt 2020 und würde ab 2020 kassenwirk- sam. Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Stadtentwicklung und Statistik Förderung  Städtebauförderung Bemerkung Die Bausteine „Entsiegelung“ und „Begrünung von Dach, Fassa- den und Innenhöfen“, die im Rahmen der Förderrichtlinie Stadt- erneuerung in Teil II, Ziffer 11.2 Satz (1) mit aufgeführt werden, sollen innerhalb des Haus- Hof – und Fassadenprogramms ex- plizit nicht gefördert werden, da die Stadt Köln diese Themen im Förderprogramm „GRÜN hoch 3 | DÄCHER | FASSADEN | HÖ- FE" des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz“ bereits an- bietet. Eine entsprechende Anpassung wird in der zu erarbeiten- den Richtlinie zum Haus, Hof- und Fassadenprogramm erfolgen. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 95 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 6.2 Rahmenplan – städtebauliche Einordnung Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ baut explizit auf vorhandene Strukturen in den Sozialräumen auf. Die Umsetzung des Programms bildet somit einen wichtigen Beitrag für die Quartiersentwicklung in den Sozialräumen und rückt das sozialraumorientier te Han- deln in den Mittelpunkt. Durch den Aufbau auf vorhandene Strukturen wird die Verstetigung und langfristige Wirkung des Programms auch über die Programmlaufzeit hinaus befördert. Langfristige Quartiersentwicklungsstrategie gestalten Für eine ganzheit liche, räumliche Betrachtung des Sozialraums müssen die Aktivitäten aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ mit den weiteren Entwicklungen und Pote n- zialen im Sozialraum gemeinsam betrachtet werden. Es befinden sich weitere Maßnahmen, deren Realisierung außerhalb des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ erfolgt, in der Vorbereitung oder Umsetzung. Ziel ist es das städtische Handeln mit den Aktivitäten weiterer Akteure zusammenzubringen und eine langfristige Quartiersentwicklungsstrategie zu gesta l- ten, die vorhandene Bedarfe und Potenziale in einer gemeinsamen Vision für den Raum ver- bindet. Der folgende Rahmenplan gibt eine Übersicht über die Maßnahmen, Projekte und Entwic k- lungsgebiete, die innerhalb des Sozialraums erfolgen oder sich auf diesen u nmittelbar aus- wirken. Somit wird die Einordnung der Maßnahmen aus dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ in das weitere Handeln im Sozialraum ersichtlich. Schaffung eines Quartiersmittelpunktes Bei der räumlichen Betrachtung wird deutlich, dass sich der Sozialraum in die beiden eige n- ständigen Stadtteile Ostheim und Neubrück gliedert, die sich wiederum in einzelne Quartiere aufteilen. Verstärkt wird diese räumliche Trennung durch die Barrierewirkung der Autobahn. In Neubrück übernimmt der Platz „An Sa nkt Adelheid“ die Funktion des Stadtteilzentrums. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bietet dieser Ort eine Begegnungs - und Aufenthalts- stätte. Besorgungen des täglichen Bedarfes werden hier getätigt. Nicht zuletzt schafft er Identität und Struktur für den Stadtteil. Diese wichtige Zentrumsfunktion wird durch die Umgestaltung weiterentwickelt und gestärkt. Durch den partizipativen Ansatz der Umgestaltung des Platzes können sich alle unterschie d- lichen Interessengruppen am Prozess beteiligen. Dadurch können n icht nur unterschiedliche Ansprüche abgedeckt, sondern auch ein Beitrag zur Identitätsschaffung geleistet werden. Dies ist die Grundvoraussetzung für Verantwortungsbewusstsein und Frequentierung. Bedeutung von Spielplätzen Die Situation/Qualität der Spielplätze im Sozialraum ist ausbaufähig. Der Spiel- und Bolzplatz Nähe Georgestraße in Neubrück grenzt an die Autobahn und ist bisher sehr rudimentär mit Spielelementen wie beispielsweise zwei Fußballtoren gestaltet. Er erfährt durch die Neug e- staltung eine e rhöhte Nutzbarkeit und Nutzungsqualität. Eine multifunktionale Nutzung, die bedarfs- und zeitgerechten Erfordernissen entspricht, erhöht die Attraktivität und Wahrne h- mung des Ortes für die Bewohner des gesamten Sozialraums. Der Spielplatz grenzt direkt an die Wilhelm-Griesinger-Straße an. Diese führt unter der Autobahn hindurch und verbindet die beiden Stadtteile. Eine attraktive Neugestaltung des Spielplatzes spricht sowohl Nutz e- rinnen und Nutzer aus Ostheim wie auch aus Neubrück an und kann damit der räum lichen Trennung entgegenwirken. Verbesserung der Mobilität Die Brachfläche Wilhelm-Griesinger-Straße in Ostheim bietet das Potenzial, insbesondere durch städtebauliche Maßnahmen, die Anbindung in Richtung Neubrück zu optimieren. Die- se wenig gestaltete Anbindung ist Ausdruck der insgesamt unzureichenden Integration von Neubrück in die Stadtstruktur. 96 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Ein attraktives Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ist insbesondere für Stadtteile in Stadt- randlagen von großer Bedeutung. In der Vergangenheit wurden Buslini en bereits erweitert und neu geschaffen. Eine bessere fußläufige Erreichbarkeit der bestehenden Stadtbahnha l- testelle in Ostheim (Linie 9) wird ebenfalls angestrebt. Darüber hinaus ist eine direkte Anbi n- dung an das Stadtbahnnetz durch Erweiterung oder Verbi ndung der Linien 9 und 1 seit Pl a- nung und Gründung des Stadtteils vorgesehen. Hierfür werden bereits Grünflächen vorg e- halten. Im ÖPNV Bedarfsplan des Landes NRW ist die Maßnahme angemeldet und zudem im Nahverkehrsplan der Stadt Köln aufgenommen. Langfristi g bietet der Ausbau des ÖPNV - Angebotes eine Chance die Attraktivität des Sozialraumes zu steigern. Wohnbaupotentiale nutzen Einen weiteren Beitrag kann außerdem die ständige Weiterentwicklung des Sozialraums als Wohnstandort leisten. Im Wohnungsbauprogramm der Stadt Köln konnte für „Ostheim und Neubrück“ eine Fläche als Wohnbaupotentialfläche identifiziert werden. Diese soll mi t rund 40 Wohneinheiten auf langfristige Sicht nach 2025 entwickelt werden. Aufgrund der geringen Anzahl der Wohneinheiten ist mit keinen ausschlaggebenden Veränderungen bezüglich der Sozial- oder Infrastruktur zu rechnen. Ausblick Die verorteten Maßnahmen im Rahmenplan verdeutlichen eine behutsame Entwicklung, die sich im gesamten Sozialraum und darüber hinaus vollzieht. Mit baulichen Planungen in den Bereichen Versorgung, Raum für Begegnungen, Sport, Freizeit und Naherholung wird das Lebensumfeld der Bewohnerinnen und Bewohner stabilisiert und sukzessive verbessert. Auch im Hinblick darauf ist eine ganzheitliche Entwicklung des Raumes unumgänglich. Soz i- ale Maßnahmen greifen Hand in Hand mit städtebaulicher Gestaltung. Dies führt zu einer Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität und einer Aufwertung des Sozialraums insg e- samt. Eine erhöhte Attraktivität und eine Imageverbesserung des Sozialraums und insb e- sondere der einzelnen Stadtviertel ist die Folge. Eingebettet in die Gesamtstrategie der Stadt Köln bedarf es auch zukünftig einer integrativen Betrachtung des Sozialraumes. Hierzu lei s- tet das integrierte Stadtentwicklungskonzept einen Beitrag. Die ganzheitliche Entwicklung ist jedoch stets auch abhängig von städtischem und privatem Handeln, welches dar über hin- ausgeht. 97 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 17: Rahmenplan Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 98 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 7. Umsetzungsplanung Mit dem Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ setzt die Stadt Köln ein komplexes Pr o- gramm um. Zum einen wird mit der Ausrichtung auf die elf Kölner Sozialräume ein Ansatz gewählt, der die Gesamtstadt in den B lick nimmt und die sozialraumorientierte Stadtentwick- lung als Maxime zugrunde legt. Zum anderen werden in dem integrierten Ansatz verschiede- ne Themenbereiche und Handlungsfelder gemeinsam betrachtet und zur Umsetzung unte r- schiedliche Fördermöglichkeiten vo rgesehen, die jeweils eigene Rahmenbedingungen mit sich bringen. Das Leitkonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ bildet die Grundlage für die Programmu m- setzung. Nachdem die Interministerielle Arbeitsgruppe des Landes Nordrhein -Westfalen das Leitkonzept im November 2016 anerkannt und ein entsprechender Beschluss des Rates der Stadt Köln vorliegt, können ESF und EFRE Fördermittel beantragt werden. Erste ESF - Maßnahmen konnten bereits in die Umsetzung gehen, weitere befinden sich in der Absti m- mung mit dem Landesministerium. Für die Beantragung und Inanspruchnahme der Städtebauförderung ist die Anerkennung eines sozialraumspezifischen ISEKs erforderlich. Auf dieser Grundlage sind Förderanträge für baulich -investive Maßnahmen (zum Teil auch in Kombination mit EFR E-Fördermitteln) sowie flankierenden Maßnahmen (zum Beispiel Quartiersmanagement) möglich. Für die er s- ten Sozialräume wurden die sozialraumspezifischen ISEKs bereits anerkannt, Förderanträge gestellt und Bewilligungen seitens des Landes ausgesprochen. Abbildung 18: Förderzugänge und Konzeptzuordnung Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Die sozialraumspezifischen ISEKs wurden in einem gestaffelten Verfahren erarbeitet, so dass sich in der Realisierung für einzelne Maßnahmen eine zeitlich versetzte Umsetzung ergibt. Dies betrifft unter anderem das Quartiersmanagement. In allen Sozialräumen ist die Etablierung eines Quartiersmanagements vorgesehen, welches für die Steuerung und Koordinierung der Maßnahmen vor Ort verantwortlich ist und als zent- Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 99 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ raler Ansprechpartner für das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ auftritt. Über eine enge Abstimmung mit der Sozialraumkoordination werden die Schnittstellen und A k- teurskonstellationen im jeweiligen Sozialraum berücksichtigt. Koordination und Steuerung Die zentrale Steuerung und Koordination des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ liegt innerhalb der Stadtverwaltung beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Bereits in der Phase der Konzepterstellung wurden mit Blick auf die Umse tzung des Programms Ar- beitsstrukturen aufgebaut, an denen angeknüpft werden soll. Der Lenkungskreis, der sich aus den beteiligten Dezernaten zusammensetzt, bildet verwaltungsintern ein wichtiges Ste u- erungsinstrument. Abbildung 19: Steuerungs- und Koordinationsstruktur Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Um die Fragestellungen aus den Sozialräumen zu bündeln, wird für jeden Sozialraum eine konkrete Ansprechperson benannt, die zum einen die aktuellen Belange regelt und zum a n- deren die Schnittstelle zum Gesamtprogramm bildet. Wie bereits bei der Programmkonzeption werden die federführenden Fachämter für die j e- weiligen Maßnahmen eng in die Programmumsetzung eingebunden. Zusätzlich nehmen die Bürgerämter und die Sozialraumkoordination als „Vertreter der Sozialräume“ einen wichtigen Stellenwert ein. Auch die Beteiligung weiterer Akteure wie der GAG, des Jobcenters oder der Regionalagentur Region Köln ist weiterhin vorgesehen. 100 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Abbildung 20: Steuerungs- und Netzwerkstrukturen Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit und Politik ist für den Erfol g des Pr o- gramms von hoher Bedeutung. Im Rahmen von Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit wird die Stadtgesellschaft entsprechend eingebunden. Dabei geht es zum einen um die I n- formation der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort, aber noch viel mehr um die aktive Ein- bindung und Teilhabe im Rahmen des Programms. Das programmbegleitende Controlling, welches durch das Amt für Stadtentwicklung und Sta- tistik umgesetzt wird, bildet eine wichtige Grundlage für die Programmsteuerung und B e- richterstattung zum Fortschritt des Programms. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 101 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Tabelle 5: Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplanung Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung aus Kurzfris- tig Mittelfristig Folgejahre Kostenschätzung Gesamtsumme Maßnahme 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 0.0.0 Externe Beratung bei der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Alle Sozialräume SBF 24.829 € 24.829 € 0.0.1 Büro für Quartiersmanag e- ment und Aktivierung im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Alle Sozialräume SBF 130.550 € 115.550 € 115.550 € 361.650 € Früh ansetzende Hilfen 1.0.16 Zugehende Hilfe mit Lotse n- funktion zur Überleitung ins Regelsystem und Entwic k- lung einer beruflichen Pe r- spektive für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahren Alle Sozialräume ESF 5.783 € 7.664 € 1.911 € 15.358 € 1.0.17 Stadtteileltern Alle Sozialräume ESF 33.735 € 26.915 € 17.314 € 77.964 € 1.10.1 „Jung und Alt – da wo es knallt“, intergeneratives und interkulturelles mobiles A n- gebot Gebietsspezifische Maßnahme ESF 53.765 € 107.530 € 53.765 € 215.060 € Öffentlicher Raum 2.0.4 Sport- Spiel- und Bew e- gungsräume im Veedel , hier: zusätzliche Fläche für Trendsport auf Spiel - und Bolzplatz in Neubrück (Georgestraße) Gebietsspezifische Maßnahme SBF 72.000 € 120.000 € 48.000 € 240.000 € 2.10.4 Partizipative Neugestaltung „Platz an Sankt Adelheid“/ Marktplatz Neubrück Gebietsspezifische Maßnahme SBF 130.430 € 52.760 € 297.392€ 403.592 € 615.870 € 1.500.044 € 2.10.5 Bau einer Begegnungsstätte – Machbarkeitsstudie Gebietsspezifische Maßnahme SBF 60.000 € 60.000 € 2.10.5a Bau einer Begegnungsstätte Gebietsspezifische Maßnahme SBF 1.000.000 € 1.000.000 € 1.000.000 € 3.000.000 € 2.10.7 Jugendeinrichtung Gern s- heimer Straße Gebietsspezifische Maßnahme SBF 226.100 € 428.400 € 428.400 € 1.082.900 € 102 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Nr. Maßnahme Gebietsbezug Finanzierung aus Kurzfris- tig Mittelfristig Folgejahre Kostenschätzung Gesamtsumme Maßnahme 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Ab 2023 Wirtschaft und Qualifizierung 3.10.1 Bedarfs- und Machbarkeit s- analyse zur Ansiedlung e i- nes interaktiven Lebensmi t- telmarktes Gebietsspezifische Maßnahme EFRE 25.000 € 25.000 € 50.000 € Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn - und Informationssystems. Informationsmaterial für die Bevölkerung zum Thema Hitzeentwicklung im Zuge des Klimawandels Alle Sozialräume BMUB-Programm, Klima, BMBF 9.091 € 9.091 € 9.091 € 27.273 € Wohnen 5.0.2 Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung Gebietsspezifische Maßnahme SBF 26.314 € 55.877 € 55.877 € 52.627 190.695 € 5.0.3 Haus-, Hof - und Fassade n- programm Alle Sozialräume SBF 107.420 € 107.420 € 107.421 € 322.261 € Gesamtkosten 30.612 € 95.164 € 170.447 € 785.984 € 841.098 € 2.124.640 € 1.504.219 € 1.615.870 € 7.168.034 € Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 103 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ 8. Anhang Anhang 1: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Qualifizierung und Sozia- les 104 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Anhang 2: Übersicht mit Quartiersgliederung - Schwerpunkt Bildung Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 105 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Anhang 3: Bevölkerungs- und Sozialstruktur / Bildungsbeteiligung6 im Sozialraum Ergebnisse im Sozialraum deutlich ungünstiger als in Gesamtstadt, deutliche Zunahme des Anteils von Kindern und Jugendlichen in SGB ll Bedarfsgemeinschaften, dabei dennoch hoher Anteil an Gymnasiastinnen und Gymnasiasten (unter städtischen Mittel), sehr hoher Jugend- und Altenquoti- ent Charakteristik des Sozialraumes (stadträumliche Besonderheiten) Lage im Stadtge- biet Bezirk: Kalk Stadtteile: Ostheim Neubrück angrenzende Sozia l- räume: 6 + 11 Fläche: 264 ha Siedlungs- entwick- lung Rechtsrheinische Stadtteile des 3. Vorortgürtels, Ostheim: Siedlungsentwicklung zu Beginn der 1930er Jahre (Saarsiedlung) mit deutlichem Wachstum 1950-1980 (Bsp. Badener Siedlung), 1970er Jahre Errichtung der Hochhaussiedlung Gernsheimer Straße, aktuelle Errichtung des neuen Wohnquartiers Waldbadviertel, Neubrück: g e- schlossene Siedlung, entwickelt in den Jahren 1965-1970 mit Einfamilienhäusern und Geschosswohnungen, auch Hochhaustypologien, keine wesentliche bauliche Ergä n- zungen, das neue Wohnquartier „Merheimer Gärten“ grenzt ohne räumliche Verbin- dung an Neubrück an Nahver- sorgung Ostheim: Stadtteilzentrum Frankfurter Straße / Rösrather Straße in zentraler Lage (Sicherung der Nahversorgungsfunktion, Aufwertung der Ladenlokale und Erdg e- schossnutzung, Erhöhung der Aufenthaltsqualität erforderlich), Neubrück: Nahversor- gungszentrum Neubrück im Bereich des Platzes „An Sankt Adelheid“, Fußgängerzo- ne, zunehmender Leerstand (Aufwertung der Fassaden, der Ladenlokale und der umgebenden Plätze, öffentlichen Bereiche erforderlich). Anbindung ÖPNV, MIV Ostheim: gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr durch Stadtbah n- haltestelle „Ostheim“ und „Autobahn“ (Linie 9) im Stadtteilzentrum, Buslinien entlang der Frankfurter Straße, Neubrück: Anbindung an den öffentlichen Personennahver- kehr ausschließlich über Busverbindungen, gute Anbindung an Autobahn, eigene Anschlussstelle. Grün / Freizeit Innerhalb der Stadtteile wenige öffentliche Grünbereiche, viele private Grünflächen, angrenzend an Königsforst, Baggerseen und Merheimer Heide, auch Grün außerhalb der Siedlungskörper ist Teil des Sozialraumes. 6 Eine differenzierte Darstellung der Bildungsbeteiligung kann dem Anhang entnommen werden (vergleiche Kapi- tel 6 Anhang 13) Kinder- betreuung Bildungs- teilhabe Insgesamt Migrations- hintergrund (%) Jugend- quotient * Altenquotien t ** Insgesamt Quote unter 15 Jahre Quote unter 15 Jahre Insgesamt Quote *** Betreuungs- quote U10 **** Gymnasi- astenquote ***** insgesamt Quote 2007 19.400 50,6 34,1 35,4 4.470 29,5 1.389 43,8 350 8,6 52,8 * 1.617 20,0 Entwicklung 2007 bis '15 1.741 11,6 2,5 -3,8 684 0,6 297 0,5 232 6,1 x x -84 -4,8 2016 21.141 62,2 36,6 31,6 5.154 30,1 1.686 44,3 582 14,7 * 25,7 1.533 15,2 Stadt Köln 2016 37,8 24,2 26,4 13,1 31.300 21,4 14.342 7,6 0,0 39,9 46.411 8,1 Insgesamt mit Kindern (%) allein- erziehend Senioren * Anteil der Einwohner unter 18 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre 2007 8.329 26,7 22,9 27,8 ** Anteil der Einwohner ab 65 Jahre an den Einwohnern von 18 - unter 65 Jahre Entwicklung 2007 bis '16 688 0,5 2,9 -1,2 *** Anteil der Empfänger von Grundsicherung im Alter an allen Einwohnern ab 65 Jahre mit Hauptwohnsitz 2016 9.017 27,2 25,8 26,6 **** Anteil der in KiTa, Tagespflege und OGTS betreuten Kinder an allen Kindern unter 10 Jahre ***** Anteil der Gymnasiasten an allen Schülern der Klassen 7 - 9 Stadt Köln 2016 18,5 23,0 23,0 Bevölkerungs- und Sozialstruktur im Sozialraum: Ostheim und Neubrück SGBII Empfänger Empfänger Grundsicherung Arbeitslose Haushalte Einwohnerstruktur 106 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Gewerbe Gewerbegebiet Ostheim noch nicht komplett belegt. soziale Akteure Diverse soziale Akteure in Ostheim vorhanden (GAG, Café im Veedel, Happa Happa e.V.), viel bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement auch in Neubrück, hier jedoch keine institutionellen Beratungseinrichtungen vorhanden (Stadtteilbibliothek wesentlicher Akteur). Kita / Schulen Grundschulen, Schulzentrum Ostheim mit Gymnasium und Realschule, Hauptschule in Neubrück (Kurt-Tucholsky-Schule), diverse Kindertagesstätten. Stabilisierungsmaßnahmen Sozial- raum- koordinati- on Veedel e.V. (Andreas Hansmann), Sozialraum seit 2006, Platzgestaltung Marktplatz Neubrück, Wohndialog, Beratungen Städtische Maßnah- men Soziale Stadt Programmgebiet Kalk (1994 bis 2004): Siedlung Gernsheimer Straße 2012 Gestaltung Spielplatz, Vingster Ring (Siedlung Gernsheimer Straße) Private Maßnah- men komplette Sanierung und in Teilen Neuerrichtungen der GAG Siedlung Buchheimer Weg (2002 bis 2011), Studentenwettbewerb Gestaltung Marktplatz Neubrück (2013), Waldbadviertel, westlich von Ostheim, Quartier mit Reihenhäusern und Geschos s- wohnen als Eigentums- und Mietwohnungen in der Realisierung (GAG Immobilien AG und Interhouse als Projektentwickler). Fazit Ostheim ist nach den umfänglich en baulichen und sozialen Maßnahmen in Teilen stabilisiert, nach wie vor sozial stark benachteiligte Bewohnergruppen, besonders Siedlung Gernsheimer Straße, diese strahlt negativ auf den Gesamtstadtteil aus, hier dringend bauliche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, weiterhin im gesamt en Stadtteil intensive Maßnahmen zur Armutsbekämpfung erfo r- derlich. Neubrück bislang nicht als „Problemstadtteil“ erkann t, funktioniert als Ankommensstadtteil für die gesamte Stadt, hier jedoch wenig Beratungsangebote vorhanden, Abwärtsspirale wird in Teilen von der Bewohnerschaft erkannt, bürgerschaftliches Engagement vorhanden, Wohngebäude in vielfältiger Eigentümerschaft , hierbei unklare Bewohnersituationen. Zunehmende Leerstände der Ladenlokale im Nahversorgungszentrum, mangelhafte Gestaltung des Marktplatzes. Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 107 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Anhang 4: Statistiken im Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ Jahr 2016 Angaben als prozentualer Anteil Bickendorf, Westend und Ossendorf Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord Höhenberg und Vingst Ostheim und Neubrück Mülheim-Nord und Keupstraße Buchheim und Buchforst Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil Meschenich und Rondorf Bilderstöckchen Bocklemünd / Mengenich Humboldt / Gremberg und Kalk Köln Einwohner unter 3-Jährige 3,2 3,8 3,6 3,7 3,7 3,5 3,6 3,1 3,5 3,2 3,5 3,1 3 bis unter 6-Jährige 3,1 3,5 3,2 3,5 3,4 3,0 3,4 2,9 3,1 3,2 3,0 2,7 6 bis unter 10-Jährige 4,4 5,0 4,5 5,1 4,3 3,9 4,5 4,5 4,2 4,2 3,7 3,6 unter 18-Jährige 19,2 22,5 19,4 21,8 19,9 18,1 20,7 19,6 19,5 19,4 17,1 16,1 18 bis unter 28-Jährige 15,9 16,2 18,2 16,3 21,4 17,6 15,3 13,8 18,7 14,5 21,3 16,8 28 bis unter 65-Jährige 49,9 45,0 46,2 43,1 47,2 48,0 45,0 49,2 46,2 44,1 48,0 50,2 ab 65-Jährige 15,0 16,3 16,3 18,8 11,5 16,3 19,0 17,4 15,6 22,0 13,6 17,5 Ausländerinnen und Ausländer 21,9 35,6 32,9 30,3 48,2 29,1 30,1 26,3 28,9 24,0 36,4 19,3 Einwohner mit Migrationshintergrund 45,3 77,4 59,4 62,2 67,4 54,4 59,2 43,3 52,9 44,9 60,3 37,8 Einwohner unter 18 Jahre mit Migrationshintergrund Haushalte Einpersonenhaushalte 44,2 27,5 45,8 37,1 51,7 48,7 37,3 34,4 43,2 41,0 54,9 50,5 Familienhaushalte mit Kindern 24,1 32,1 23,4 27,2 21,8 20,6 24,9 25,3 24,5 23,2 18,1 18,5 Anteil Alleinerziehende an allen Familienhaushalten Sozialleistungsbezug SGB II SGB II-Quote 17,9 30,5 27,4 30,1 39,0 23,9 25,1 15,1 19,1 27,2 24,9 9,1 SGB II-Quote bei unter 15-Jährigen 27,7 45,0 41,2 44,3 57,4 35,9 38,5 22,9 31,0 44,7 39,1 14,4 Sozialleistungsbezug SGB XII Quote Grundsicherung im Alter 12,4 31,8 13,5 14,7 20,8 11,6 12,7 6,2 8,5 11,4 16,1 5,5 Quote Grundsicherung bei Erwerbsminderung Arbeitslosigkeit Arbeitslosenquote 10,3 13,9 14,3 15,2 21,7 13,7 11,8 8,7 11,2 13,9 14,6 8,1 Jugendarbeitslosenquote 4,3 8,9 7,2 9,3 14,4 6,9 8,4 6,3 6,5 7,2 7,7 5,3 Kinderbetreuung in Kita/Tagespflege unter 3-Jährige mit Migrationshintergrund 60,1 85,0 78,2 82,1 83,4 73,8 80,0 60,4 67,3 63,1 79,7 44,3 3 bis unter 6-Jährige mit Migrationshintergrund unter 6-jährige Kinder * darunter beitragsbefreit 49,8 71,9 69,5 73,3 83,1 59,0 56,9 41,2 54,0 67,0 68,8 34,6 beitragsbefreit mit Migrationshintergrund 76,2 79,2 76,9 80,8 75,3 73,4 81,8 71,2 72,3 58,6 78,9 64,6 Hilfen zur Erziehung ** Anteil laufender Hilfen nach §§ 27 bis 35 SGB VIII an allen Einwohnern mit Hauptwohnung unter 21 Jahren * Datenbasis 31.12.2014 2,1 2,7 2,5 3,7 25,8 30,8 79,1 1,6 2,4 2,8 1,8 61,0 85,0 75,3 78,7 59,3 67,678,2 79,6 84,5 28,7 27,3 2,4 1,5 28,5 62,6 1,4 0,9 19,0 2,0 1,8 85,3 75,2 26,9 22,8 2,7 1,7 81,7 53,463,3 83,5 1,2 23,8 31,9 28,2 23,0 Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik sowie Statistik der Bundesagentur für Arbeit 82,1 46,3 1,9 1,8 0,8 67,9 68,3 ** Datenbasis 31.12.2015 2,5 3,2 3,72,5 65,8 85,8 79,5 108 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Festlegung des Gebietes der „Sozialen Stadt“ „Ostheim und Neubrück“ Der Sozialraum „Ostheim und Neubrück “ weist durchgängig soziale Missstände und Pro b- lemlagen auf, deren Verringerung oder Behebung durch geeignete Maßnahmen zur Stabil i- sierung und Aufwertung im öffentlichen Interesse und besonders auch im Interesse der dort lebenden Menschen liegt. Dem besonderen Entwicklungsbedarf dieses Sozialraumes wird mit dem vorliegenden Integrierten Handlungskonzept durch eine aufeinander abgestimmte Bündelung von investiven und sonstigen Maßnahmen entsprochen. Damit erfüllt der Sozialraum die grundlegenden Anforderungen des Besonderen Städteba u- rechts im Baugesetzbuch zur Festlegung von Gebieten der „Sozialen Stadt“ gemäß § 171e Baugesetzbuch (BauGB). Ein entsprechender Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Festlegung des Sozialraumes als Gebiet d er „Sozialen Stadt“ gemäß § 171e Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) erfolgte am 20.12.2016. Anhang 5: Gebiet der „Sozialen Stadt“ „Ostheim und Neubrück“ Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 109 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Anhang 6: Maßnahmen Sozialraum 10 – „Ostheim und Neubrück“ Die folgende Tabelle zeigt alle Maßnahmen, die im Rahmen des Leitkonzeptes im Rat der Stadt Köln am 20. Dezember 2016 beschlossen wurden. Maßnahmen, die in den letzten zwei Jahren aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter verfolgt werden konnten, sind ge- kennzeichnet. Laufzeit laut Ratsbe- schluss Laufzeit aktu- ell Gesamtkosten im Sozialraum Nr. Bezeichnung Status För- derzu- zu- gang Be- ginn En- de Be- ginn En- de Lt. Rats- be- schluss aktuell 0.0.0 Externe Beratung bei der Erstellung des Inte- grierten Stadtentwick- lungs-konzeptes * Antrag in Vorberei- tung SBF - - 2015 2017 - 24.829 € 0.0.1 Büro für Quartiersma- nagement und Aktivie- rung Antrag in Vorberei- tung SBF 2017 2020 2020 2022 708.485 € 361.650 € 0.0.2 Prozessbegleitende Evaluation Umsetzung mit städti- schen Mit- teln SBF 2017 2020 2020 2023 44.089 € 44.089 € Handlungsfeld: Früh ansetzende Hilfen 1.0.5 Integration von (zugewanderten) Kin- dern/ Jugendli- chen/jungen Erwachse- nen in die Regelsysteme durch aufsuchende mobile Arbeit ** Wird vom Fachamt nicht wei- terverfolgt ESF 2017 2018 - - 254.520 € - 1.0.7 Qualifizierungsoffensive Offene Kinder- und Jugendarbeit** Wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt Bundes- pro- gramm 2017 2019 26.900 € 1.0.12 Sprachförderangebote für neu eingereiste Ju- gendliche und junge Erwachsene mit Ju- gendintegrationskur- sen** Wird vom Fachamt nicht wei- terverfolgt ESF 2017 2019 - - 156.376 € - 1.0.16 Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regel- system und Entwicklung einer beruflichen Per- spektive für junge Men- schen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre Antrag bewilligt, Beginn 01.04.2017 ESF 2017 2018 2017 2019 29.564 € 15.358 € 1.0.17 a Kölner Bildungsbera- tungszentrum ein- schließlich Stadtteilel- tern (hier nur Bildungs- beratungszentrum) ** Wird vom Fachamt nicht wei- terverfolgt EFRE 2018 2020 - - 211.043 € - 1.0.17 Stadtteileltern Antrag bewilligt, Beginn 01.01.2018 ESF 2016 2019 2018 2020 91.183 77.964 € 110 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufzeit laut Ratsbe- schluss Laufzeit aktu- ell Gesamtkosten im Sozialraum Nr. Bezeichnung Status För- derzu- zu- gang Be- ginn En- de Be- ginn En- de Lt. Rats- be- schluss aktuell 1.0.19 Übergänge begleiten: Angebote der Familien- bildung mit Schwerpunkt Kooperation mit Kita, Familienzentren, Schu- len im Primarbereich und Sekundarstufe I (SEK I), Trägern des offenen Ganztags** Wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt ESF 2018 2019 - - 209.645 € - 1.0.20 Gemeinsam für Grund- bildung im Veedel** Wird vom Fachamt nicht weiter verfolgt ESF 2017 2018 - - 68.571 € - 1.0.21 Ferienschule ** Wird vom Fachamt nicht wei- terverfolgt Lan- des- mittel MFKJ KS oder BAMF 2018 2019 - - 23.391 € - 1.0.26 Willkommen und An- kommen in Köln** ESF 2017 2018 - - 358.582 € - 1.10.1 „Jung und Alt – da wo es knallt“ Intergenerati- ves und interkulturelles mobiles Angebot Antrag gestellt ESF 2018 2019 2018 2020 234.960 € 215.060 € Handlungsfeld: Öffentlicher Raum*** 2.0.4 Spiel- und Bewegungs- räume in den Veedeln, hier: Trendsport auf Spiel- und Bolzplatz Neubrück (Georgestraße) Antrag in Vorberei- tung SBF 2017 2020 2021 2023 316.645 € 240.000 € 2.0.10 Unser Park ** / **** Wird vom Fachamt nicht wei- terverfolgt EFRE _ _ _ _ Kosten 747.840 € (gesamt) SR wurde nicht festgelegt _ 2.10.4 Partizipative Neugestal- tung „Platz an St. Adel- heid“ Marktplatz Neu- brück Antrag in Vorberei- tung SBF 2020 2022 2020 2025 948.001 € 1.500.044 € 2.10.5 Bau einer Begegnungs- stätte – Machbarkeits- studie Antrag in Vorberei- tung SBF 2018 2018 2020 2020 60.000 € 60.000 € 2.10.5 a Bau einer Begegnungs- stätte Antrag in Vorberei- tung SBF 2021 2021 2022 2024 3.000.000 € 3.000.000 € 2.10.7 Jugendeinrichtung Gernsheimer Straße* Antrag in Vorberei- tung SBF - - 2020 2022 - 1.082.900 € Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ 111 als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ Laufzeit laut Ratsbe- schluss Laufzeit aktu- ell Gesamtkosten im Sozialraum Nr. Bezeichnung Status För- derzu- zu- gang Be- ginn En- de Be- ginn En- de Lt. Rats- be- schluss aktuell Handlungsfeld: Wirtschaft und Qualifizierung 3.10.1 Bedarfs- und Machbar- keitsanalyse zur Ansied- lung eines integrativen Lebensmittelmarktes Antrag in Vorberei- tung EFRE 2017 2018 2019 2020 20.000 € 50.000 € Handlungsfeld: Umweltgerechtigkeit – Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung 4.0.2 Offen für Regen: Grüne Höfe, grüne Plätze ** Wird vom Fachamt als stadt- weites, städtisch finanziertes Begrü- nungspro- gramm weiterge- führt EFRE 2017 2019 - - 75.500 € - 4.0.4 Aufbau eines Hitzewarn- und Informationssys- tems Antrag bewilligt, Beginn 01.01.2019 BMUB - Pro- gram m Klima, BMBF 2017 2019 2019 2021 49.091 € 27.273 € 4.0.9 Maßnahmen rund um eine Leitart zur Verbes- serung der Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Sozial- raum und gleichzeitiger Erhöhung der Biodiver- sität sowie der Aufent- haltsqualität im Sozial- raum ** Wird vom Fachamt nicht wei- terverfolgt EFRE 2017 2020 - - 27.778 € - Handlungsfeld: Wohnen 5.0.2. A Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wohnumfeld- pflege/Modul A: Mieter- und Nachbarschaftsar- beit Antrag in Vorberei- tung SBF 2017 2021 2020 2023 211.034 € 190.695 € 5.0.2. B Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wohnumfeldpfle- ge/Modul B: Quartiers- hausmeister** Antrag in Vorberei- tung, Prü- fung nach neuer För- derrichtlinie notw. ESF 2017 2019 - - 125.960 € - 5.0.3 Haus-, Hof- und Fassa- denprogramm Antrag in Vorberei- tung SBF 2018 2021 2020 2022 318.180 € 322.261 € 7.569.498 € 7.212.123 € 112 Integriertes Handlungskonzept für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück““ als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ * Gegenüber dem Leitkonzept neu aufgenommene Maßnahme. ** Maßnahmen werden nicht weiterverfolgt, weil ein geeigneter Förderzugang fehlt oder bereits Angebote außerhalb des Pro- gramms umgesetzt werden. *** Bei baulichen Maßnahmen ist mit Beginn die Umsetzung/ der Baubeginn gemeint. **** Maßnahmenkosten wurden keinem Sozialraum zugeordnet und sind daher nicht in Gesamtkosten einberechnet

Beratungsverlauf

  1. 13.12.2018

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 6.9, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: im ersten Durchgang verwiesen
  2. 21.01.2019

    Integrationsrat

    TOP 8.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  3. 24.01.2019

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 4.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: unter Vorbehalt beschlossen
  4. 24.01.2019

    Wirtschaftsausschuss

    TOP 6.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  5. 28.01.2019

    Ausschuss Schule und Weiterbildung

    TOP 4.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  6. 29.01.2019

    Verkehrsausschuss

    TOP 4.8, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ohne Votum in nachfolgende Gremien
  7. 31.01.2019

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 4.1.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert empfohlen
  8. 31.01.2019

    Sportausschuss

    TOP 4.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  9. 05.02.2019

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 4.2, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  10. 05.02.2019

    Gesundheitsausschuss

    TOP 5.6, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  11. 07.02.2019

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 6.4, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ohne Votum in nachfolgende Gremien
  12. 07.02.2019

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 8.2.3, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: geändert beschlossen
  13. 11.02.2019

    Finanzausschuss

    TOP 10.13, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
  14. 14.02.2019 zuletzt

    Rat

    TOP 10.27, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

War diese Seite hilfreich?

Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz