Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2024, bisherige Entwicklung und Ausblick 2025: Trotz schwacher Konjunktur neuer Beschäftigungshöchststand am Kölner Arbeitsmarkt
Mitteilung Ausschuss 1098/2025 vom 16.04.2025
Stand: Am 08.05.2025 im Wirtschaftsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Dezernat, Dienststelle IX/153/11 Vorlagen-Nummer 16.04.2025 1098/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 08.05.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 08.05.2025 Integrationsrat 06.05.2025 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2024, bisherige Entwicklung und Ausblick 2025: Trotz schwacher Konjunktur neuer Beschäftigungshöchststand am Kölner Arbeitsmarkt Der Kölner Arbeitsmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr trotz anhaltender Konjunktur- und Wirtschaftsschwäche weitgehend stabil. Die Beschäftigungszahlen knüpften an das Vorjahr an und entwickelten sich bei allerdings steigender Arbeitslosigkeit weiterhin positiv. Zur Jahresmitte 2024 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln gegenüber 2023 um 13.600 auf 627.200 (+2,2%) und erreichte damit erneut den höchs- ten Wert, der jemals in einem Juni erreicht wurde. Schließlich wurde in Köln Ende September 2024 (aktuellste Eckzahl) mit 633.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein neuer Be- schäftigungsrekord insgesamt erreicht. Zeitgleich erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen ge- genüber 2023 deutlich um 4,2 Prozent oder rund 2.200 Personen auf 55.050. Die jahresdurch- schnittliche Arbeitslosenquote ist leicht von 8,7 auf 8,9 Prozent gestiegen. Hinzu kommt, dass die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, um 2.100 (+3,9%) zugenommen hat. Der gleichzeitige Anstieg von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit auf dem Kölner Arbeitsmarkt scheint nach wie vor auf die fehlende Übereinstimmung der Qualifikationsprofile der Kölner Beschäftigten mit den Anforderungsprofilen der angebotenen Stellen (Qualifikations-Mis- match) zurückzuführen zu sein. Die Beschäftigungszunahme beruht nämlich vor allem auf Menschen, die neu nach Köln ziehen. Die Vermittlung der arbeitslosen Kölner*innen ist dage- gen schwieriger, da 60 Prozent von ihnen keine Berufsausbildung besitzen. Köln belegt mit seiner Beschäftigungszunahme vom Sommer 2023 bis zum Sommer 2024 (+2,2%) im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten gemeinsam mit Frankfurt den ersten Platz, während die Beschäftigung in Berlin (+0,4%) und Stuttgart (+/-0,0%) stagniert. Überdurchschnittlich stieg die Beschäftigung in Köln von Mitte 2023 und Mitte 2024 bei Men- schen mit ausländischer Herkunft (+5.700 oder +5,4%) sowie bei Hochqualifizierten (+8.400 oder +4,7%). 2 Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2019 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Vor allem im Dienstleistungssektor ist die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen: Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben sowie Unternehmensberatung (+5.700 Arbeits- plätze oder +17,7%), Gesundheits- und Sozialwesen (+2.600 oder +3,2%), Großhandel und Handelsvermittlung (+1.600 oder +4,7%) sowie Dienstleistungen der Informationstechnologie (+1.400 oder +4,9%). Innerhalb des Produktionssektors konnten lediglich die Elektrotechnik (+400 oder +12,4%) und der Maschinenbau (+300 oder +4,3%) leicht zulegen. Im Dienstleistungssektor verzeichneten dagegen vor allem die Zeitarbeitsbranche (-1.500 oder -11,1%) und der Einzelhandel (-900 oder –2,8%) deutliche Beschäftigungsrückgänge. Innerhalb des Produktionssektors sind im Ernährungsgewerbe (-7,7%) und im Baugewerbe (-2,4%) jeweils rund 500 Arbeitsplätze weggefallen. Nach der IAB-Regionalprognose von März 2025 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln in 2025 um weitere 0,5 Prozent auf rund 632.700 klettern, während gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 56.400 zunehmen soll (+2,4%). Datengrundlage sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Weil die Beschäftigtensta- tistik mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 Monaten quartalsweise veröffentlicht wird, liegen hier ihre Zahlen zum 30.06.2024 (2. Quartal) zugrunde. Die reine Eckzahl der sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten für das 3. Quartal 2024 wurde Anfang April 2025 bekannt gege- ben. Gez. Haack Anlage KSN 8/2025 Arbeitsmarkt Köln - Rückblick 2024, bisherige Entwicklung und Ausblick 2025 613.600 627.208 633.898 430.000 455.000 480.000 505.000 530.000 555.000 580.000 605.000 630.000 -7.000 -3.500 0 3.500 7.000 10.500 14.000 17.500 21.000 24.500 I/19 II/19 III/19 IV/19 I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21 II/21 III/21 IV/21 I/22 II/22 III/22 IV/22 I/23 II/23 III/23 IV/23 I/24 II/24 III/24 Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte Corona-Pandemie -
Anlage 1 - KSN_Arbeitsmarkt_08-2025
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1 Arbeitsmarkt Köln Rückblick 2024, bisherige Entwicklung und Ausblick 2025 Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 2 Datenquellen und Berichtsstand Datengrundlage für die vorliegende Veröffentlichung sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit: • Die Beschäftigtenstatistik wird mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 Monaten quartalsweise veröffentlicht. Bei Redaktionsschluss (Anfang April 2025) wurden daher die Strukturzahlen zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30.06.2024 (2. Quartal 2024) zugrunde gelegt (Veröffentlichung Mitte Januar 2025). Die reine Eckzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30.09.2024 (3. Quartal 2024) wurde Anfang April 2025 bekannt gegeben. • Die Arbeitslosenstatistik (hier: März 2025) wird monatlich aktualisiert (Veröffentlichung Anfang April 2025). Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 3 Zusammenfassung Der Kölner Arbeitsmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr trotz anhaltender Konjunktur- und Wirtschaftsschwäche weitgehend stabil. Die Beschäftigungszahlen knüpften an das Vorjahr an und entwickelten sich bei allerdings steigender Arbeitslosigkeit weiterhin positiv. Datengrundlage sind die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (siehe dazu den Informationskasten am Anfang dieser Publikation). Zur Jahresmitte 2024 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln gegenüber 2023 um 13.600 auf 627.200 (+2,2%) und erreichte damit erneut den höchsten Wert, der jemals in einem Juni erreicht wurde. Schließlich wurde in Köln Ende September 2024 (aktuellste Eckzahl) mit 633.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein neuer Beschäftigungsrekord insgesamt erreicht. Zeitgleich erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber 2023 deutlich um 4,2 Prozent oder rund 2.200 Personen auf 55.050. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote ist leicht von 8,7 auf 8,9 Prozent gestiegen. Hinzu kommt, dass die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben, um 2.100 (+3,9%) zugenommen hat. Der gleichzeitige Anstieg von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit auf dem Kölner Arbeitsmarkt scheint nach wie vor auf die fehlende Übereinstimmung der Qualifikationsprofile der Kölner Beschäftigten mit den Anforderungsprofilen der angebotenen Stellen (Qualifikations-Mismatch) zurückzuführen zu sein. Die Beschäftigungszunahme beruht nämlich vor allem auf Menschen, die neu nach Köln ziehen. Die Vermittlung der arbeitslosen Kölner*innen ist dagegen schwieriger, da 60 Prozent von ihnen keine Berufsausbildung besitzen. Köln belegt mit seiner Beschäftigungszunahme vom Sommer 2023 bis zum Sommer 2024 (+2,2%) im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten gemeinsam mit Frankfurt den ersten Platz, während die Beschäftigung in Berlin (+0,4%) und Stuttgart (+/-0,0%) stagniert. Überdurchschnittlich stieg die Beschäftigung in Köln von Mitte 2023 und Mitte 2024 bei Menschen mit ausländischer Herkunft (+5.700 oder +5,4%) sowie bei Hochqualifizierten (+8.400 oder +4,7%). Vor allem im Dienstleistungssektor ist die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen: Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben sowie Unternehmensberatung (+5.700 Arbeitsplätze oder +17,7%), Gesundheits- und Sozialwesen (+2.600 oder +3,2%), Großhandel und Handelsvermittlung (+1.600 oder +4,7%) sowie Dienstleistungen der Informationstechnologie (+1.400 oder +4,9%). Innerhalb des Produktionssektors konnten lediglich die Elektrotechnik (+400 oder +12,4%) und der Maschinenbau (+300 oder +4,3%) leicht zulegen. Im Dienstleistungssektor verzeichneten dagegen vor allem die Zeitarbeitsbranche (-1.500 oder -11,1%) und der Einzelhandel (-900 oder –2,8%) deutliche Beschäftigungsrückgänge. Innerhalb des Produktionssektors sind im Ernährungsgewerbe (-7,7%) und im Baugewerbe (-2,4%) jeweils rund 500 Arbeitsplätze weggefallen. Nach der IAB-Regionalprognose von März 2025 soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln in 2025 um weitere 0,5 Prozent auf rund 632.700 klettern, während gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf 56.400 zunehmen soll (+2,4%). . 4 Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln Köln mit 627 200 Beschäftigten weiterhin auf Rekordkurs Der Kölner Arbeitsmarkt zeigte sich trotz großer Herausforderungen durch die schwache Konjunktur in Folge hoher Energiekosten und Inflation in 2024 weitgehend stabil. Die Beschäftigung ist weitergewachsen: Zur Jahresmitte 2024 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Ar beitsort K öln gegenüber dem Vorjahr um rund 13.600 auf 627.200 (+2,2%) (Grafik 1).1 Mit einem Beschäftigungszuwachs um rund 14.200 (+2,7%) hat hierzu ausschließlich der Dienstleistungssektor beigetragen. Im Pr oduktionssektor ist die Beschäftigung dagegen um rund 600 (-0,8%) leicht zurückgegangen (Tabelle 1). Ende September 2024 wurde mit 633.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln die höchste Beschäftigung seit jeher erreicht (absolute Entwicklung). Beigetragen hierzu hat die Zunahme von rund 6.700 Beschäftigten (+1,1%) gegenüber Juni 2024. Erfahr ungsgemäß erreicht die Beschäftigtenzahl im dr i tten Quartal ihren Jahreshöchststand, weil zu diesem Zeitpunkt die neuen Auszubildenden in die Beschäftigung eintreten. Grafik 1: Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln seit 2019 613.600 627.208 633.898 430.000 455.000 480.000 505.000 530.000 555.000 580.000 605.000 630.000 -7.000 -3.500 0 3.500 7.000 10.500 14.000 17.500 21.000 24.500 I/19 II/19 III/19 IV/19 I/20 II/20 III/20 IV/20 I/21 II/21 III/21 IV/21 I/22 II/22 III/22 IV/22 I/23 II/23 III/23 IV/23 I/24 II/24 III/24 Veränderungen zum Vorjahresquartal SVP-Beschäftigte Corona-Pandemie Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) 1 Agentur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Jahresverlauf 2024 und im Ausblick auf 2025; Siehe auch unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2025-2-der-kolner-arbeitsmarkt-im-jahresverlauf-2024-und-im- ausblick-auf-2025, abgerufen am 7.4.2025 Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 5 Regionalvergleich: Köln mit höchstem Beschäftigungszuwachs von 2023 zu 2024 Köln belegt mit seiner Beschäftigungszunahme vom Sommer 2023 bis zum Sommer 2024 (+2,2%) im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten gemeinsam mit Frankfurt die Spitzenposition (Grafik 2). In Berlin (+0,4%) und Stuttgart (+/-0,0%) stagniert dagegen die Beschäftigtenzahl. Grafik 2: Entwicklung der Beschäftigungszunahme in Prozent in Köln sowie in Vergleichsstädten 2023 bis 2024 (jeweils am 30.06.) 2,2 2,2 1,9 1,4 1,1 1,1 0,9 0,4 0,0 0,6 0,4 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 Köln Frankfurt/Main Leipzig Düsseldorf München Hamburg Nürnberg Berlin Stuttgart NRW Deutschland Veränderungen in Prozent Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Dienstleistungssektor insgesamt bei 547 000 Beschäftigten Im in Köln dominierenden Dienstleistungssektor – 87 Prozent aller Kölner Beschäftigten sind hier tätig – ist die Zahl der Beschäftigten im letzten Jahr deutlich um 2,7 Prozent von rund 532.800 auf 547.100 gestiegen. Innerhalb des Sektors kam es überwiegend zu deutlichen Zuwächsen bei der Beschäftigung, aber in einigen Bereichen auch zum Teil zu deutlichen Arbeitsplatzverlusten (Tabelle 1). Beschäftigtenzuwächse innerhalb des Dienstleistungssektors Den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs zwischen Mitte 2023 und Mitte 2024 gab es im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen bei der Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben sowie Unternehmensberatung. Hier erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um rund 5.700 auf nunmehr 38.100 Arbeitsplätze (+17,7%). Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 6 Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Köln 2023 bis 2024 (jeweils am 30.06.) absolut in % Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 238 216 -22 -9,2 B ergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft 9.345 9.801 456 4,9 Verarbeitendes Gewerbe 50.798 50.229 -569 -1,1 darunter Ernährungsgewerbe 5.859 5.405 -454 -7,7 Druckgewerbe, Vervielfältigung von Datenträgern 1.200 1.079 -121 -10,1 Chemie- und Pharmaindustrie 7.071 6.985 -86 -1, 2 Maschinenbau 6.824 7.115 291 4,3 El ektrotechnik 3.612 4.059 447 12,4 Baugewerbe 20.385 19.891 -494 -2,4 Produktionssektor insgesamt 80.766 80.137 -629 -0,8 Handel, Instandhaltung und Reparatur von KFZ 73.467 74.699 1.232 1,7 darunter Handelsvermittlung und Großhandel 33.309 34.891 1.582 4,7 Einzelhandel 33.203 32.263 -940 -2,8 Gas tgewerbe 21.144 22.167 1.023 4,8 Verkehr und Lagerei (Logistik) 43.662 44.687 1.025 2,3 darunter Landverkehr, Pipelines 16.088 17.035 947 5,9 Luftfahrt 2.711 2.963 252 9,3 Lagerei sowie sonstige Verkehrsdienstleistungen 13.957 14.192 235 1,7 Post-, Kurier- und Expressdienste 10.818 10.397 -421 -3,9 Information und Kommunikation 55.196 56.544 1.348 2,4 darunter Rundfunkveranstalter 7.910 7.599 -311 -3,9 Telekommunikation 3.229 3.584 355 11,0 Dienstleistungen der Informationstechnologie 27.577 28.928 1.351 4,9 Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 38.281 38.919 638 1,7 darunter Kreditgewerbe 13.894 14.329 435 3,1 Versicherungsgewerbe 24.387 24.590 203 0,8 Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen 115.720 120.132 4.412 3,8 darunter Rechts-, und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung 15.748 15.824 76 0,5 Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung 32.385 38.106 5.721 17,7 Werbung und Marktforschung 8.404 7.797 -607 -7,2 Befristete Überlassung v. Arbeitskräften (Zeitarbeit) 13.679 12.165 -1.514 -11,1 Weitere Diens tleis tungen: 185.364 189.923 4.559 2,5 darunter Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung 30.114 30.875 761 2,5 Erziehung und Unterricht 28.039 28.790 751 2,7 Gesundheits- und Sozialwesen 81.228 83.810 2.582 3,2 Dienstleistungssektor insgesamt 532.834 547.071 14.237 2,7 Insge sa mt 613.600 627.208 13.608 2,2 Wirtschaftsabschnitte (WZ 2008) darunter Wirtschaftszweige 2023 2024 Veränderung 2023-2024 Q uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 7 Im Gesundheits- und Sozialwesen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um rund 2.600 auf nunmehr 83.800 (+3,2%). Beigetragen hierzu haben insbesondere die Beschäftigungszunahmen in den Krankenhäusern (+900 Arbeitsplätze oder +3,6%) sowie – auch in Folge der Zuwanderung von Geflüchteten aus der Ukraine und nicht-europäischen Asylherkunftsländern – im Sonstigen Sozialwesen2 (+800 Arbeitsplätze oder +5,8%). Im Bereich Großhandel und Handelsvermittlung kamen ebenfalls rund 1.600 neue Arbeitsplätze hinzu (+4,7%). Hierzu haben vor allem der Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren (+1.100 Arbeitsplätze oder +11,0%) sowie der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (+700 Arbeitsplätze oder +9,1%) beigetragen. Infolge der verstärkten Digitalisierung verzeichneten im Bereich Information und Kommunikation (Medien-IT) vor allem die Dienstleistungen der Informationstechnologie einen Zuwachs um etwa 1.400 auf nunmehr 28.900 Arbeitsplätze (+4,9%). Deutliche Beschäftigungsrückgänge innerhalb des Dienstleistungssektors verzeichneten dagegen die Zeitarbeitsbranche (-1.500 Arbeitsplätze oder -11,1%), der Einzelhandel (-900 Arbeitsplätze oder –2,8%), die Post-, Kurier und Expressdienste (-400 Arbeitsplätze oder –3,9%) sowie die Rundfunkveranstalter (-300 Arbeitsplätze oder –3,9%). Produktionssektor: Anstieg bei Elektrotechnik und Maschinenbau Im Produktionssektor insgesamt sind im Saldo rund 600 Arbeitsplätze weggefallen (-0,8%). Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes konnten die Elektrotechnik (+400 Arbeitsplätze oder +12,4%) und der Maschinenbau (+300 Arbeitsplätze oder +4,3%) zulegen. Das Verarbeitende Gewerbe insgesamt verzeichnete dagegen im Saldo einen Beschäftigungsrückgang um rund 600 Mitarbeitende (-1,1%). So ist die Beschäftigung insbesondere im Ernährungsgewerbe um rund 500 Arbeitsplätze zurückgegangen (-7,7%). Auch im Baugewerbe sind rund 500 Arbeitsplätze weggefallen (-2,4%). Beschäftigungszuwächse bei Ausländer*innen und Akademiker*innen Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer*innen stieg von Mitte 2023 bis Mitte 2024 um 5.700 oder 5,4 Prozent weit überdurchschnittlich (Tabelle 2). Hochqualifizierte Arbeitnehmer*innen konnten bei der Gesamtbeschäftigung ebenfalls deutlich zulegen: Ihre Beschäftigtenzahl erhöhte sich um 8.400 Personen (+4,7%). Bei den Nicht-Akademiker*innen verzeichnete die Beschäftigung dagegen nur ein leichtes Plus (+3.800 oder +1,3%). Überdurchschnittlich stieg demografisch bedingt die Beschäftigung bei den Älteren von 55 bis unter 65 Jahre (+5.500 oder +4,6%). Prozentual am stärksten erhöhte sich jedoch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ab 65 Jahre bis zur Regelaltersgrenze, nämlich um rund 1.400 oder 16,6 Prozent; eine Folge der sich sukzessiv erhöhenden Regelaltersgrenze. Während die Zahl der Einpendelnden nach Köln deutlich gestiegen ist (+11.100 Personen oder +3,6%), stagniert die Zahl der Auspendelnden aus Köln (+400 Personen oder +0,3%). 2 Das Sonstige Sozialwesen umfasst soziale, Beratungs-, Fürsorge-, Flüchtlingsbetreuungs-, Weitervermittlungs- und ähnliche Dienstleistungen durch staatliche, gemeinnützige oder private Einrichtungen. Hierzu gehören Gemeinschafts- und Nachbarschaftshilfe, Hilfe für Geflüchtete einschließlich vorübergehender oder längerfristiger Unterbringung, berufliche Rehabilitation sowie Qualifikationsmaßnahmen für Arbeitslose, Tagesstätten für Obdachlose und andere sozial schwache Gruppen sowie karitative Maßnahmen oder andere Hilfsmaßnahmen im Sozialbereich. Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 8 Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung nehmen gleichermaßen zu Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten nahm im Zeitverlauf von 2023 auf 2024 absolut betrachtet in etwa gleichem Umfang zu wie die der Vollzeitbeschäftigten: Mit einem Zuwachs von 6.700 Personen oder 3,7 Prozent ist sie bei ihnen relativ betrachtet allerdings stärker gestiegen als bei den Vollzeitbeschäftigten (+6.900 oder +1,6%). Dabei ist Teilzeitarbeit nach wie vor eine Domäne der Frauen: Während in Köln im Sommer 2024 nur rund 18 Prozent der Männer (59.400) einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeittätigkeit nachgingen, waren es bei den Frauen 44 Prozent (128.900). Tabelle 2: Struktur der Beschäftigung in Köln 2023 und 2024 (jeweils am 30.6.) absolut in % Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte insgesamt 613.600 627.208 13.608 2,2 Männer 327.833 334.783 6.950 2,1 Frauen 285.767 292.425 6.658 2,3 Deutsche 507.665 515.534 7.869 1,6 Ausländer*innen 105.935 111.674 5.739 5,4 Jüngere unter 25 Jahre 54.100 54.650 550 1,0 25 bis unter 55 Jahre 431.005 437.122 6.117 1,4 55 bis unter 65 Jahre 119.834 125.336 5.502 4,6 65 bis Regelaltersgrenze 8.661 10.100 1.439 16,6 Vollzeitbeschäftigte 431.899 438.827 6.928 1,6 Teilzeitbeschäftigte 181.700 188.381 6.681 3,7 Auszubildende 18.424 19.343 919 5,0 Einpendler*innen 308.115 319.247 11.132 3,6 Auspendler*innen 139.023 139.435 412 0,3 anerkannter Berufsabschluss 285.629 289.474 3.845 1,3 akademischer Berufsabschluss1) 177.464 185.859 8.395 4,7 ohne Berufsabschluss 88.105 90.329 2.224 2,5 Geringfügig Beschäftigte insgesamt2) 126.463 126.929 466 0,4 Geringfügig Beschäftigte (ausschließlich) 72.833 71.186 -1.647 -2,3 Geringfügig Beschäftigte (Nebenjob) 53.630 55.743 2.113 3,9 1) Bachelor, Diplom, Magister, Master, Staatexamen, Promotion 2) Geringfügig entlohnte Beschäftigte und Kurzzeitbeschäftigte Beschäftigte 2023 2024 Veränderung 2023-2024 Q uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 9 Anstieg der geringfügigen Beschäftigung im Nebenjob Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse insgesamt ist von Mitte 2023 bis Mitte 2024 nur minimal um rund 500 auf 126.900 gestiegen (+0,4%). Während die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Köln zurückging (-1.600 oder -2,3%), ist die Zahl derer, die als Nebenjob zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben um 2.100 (+3,9%) gestiegen. Mit einem Anteil von 55 Prozent Mitte 2024 sind Frauen in Minijobs gegenüber Männern (45%) leicht überrepräsentiert. Deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit Die Arbeitslosigkeit in Köln ist im Jahresdurchschnitt 2024 deutlich angestiegen: So erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber 2023 um 4,2 Prozent oder rund 2.200 Personen auf 50.050 (Grafik 3, Tabelle 3). Gleichzeitig stieg die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote leicht von 8,7 auf 8,9 Prozent. Grafik 3: Arbeitslosenzahl und -quote in Köln seit 2019 (Jahresdurchschnittswerte) 46.397 55.194 56.528 52.020 52.817 55.050 7,8 9,2 9,3 8,6 8,7 8,9 0 % 1 % 2 % 3 % 4 % 5 % 6 % 7 % 8 % 9 % 10 % 11 % 12 % 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 45.000 50.000 55.000 60.000 2019 2020 2021 2022 2023 2024 Zahl Quote Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 10 Ein Grund für den gleichzeitigen Anstieg von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit auf dem Kölner Arbeitsmarkt scheint die nach wie vor fehlende Übereinstimmung der Qualifikationsprofile der in Köln wohnenden Beschäftigten mit den Anforderungsprofilen der angebotenen Stellen (Qualifikations-Mismatch) zu sein. Die Beschäftigungszunahme wird vor allem von Menschen getragen, die neu nach Köln ziehen. Die Vermittlung der arbeitslosen Kölnerinnen und Kölner ist dagegen schwieriger: 60 Prozent von ihnen besitzen keine Berufsausbildung. Hinzu kommt eine Besonderheit der Arbeitsmarktstatistik, die einerseits die Beschäftigten nach Arbeits- und Wohnort unterscheidet, aber anderseits die Arbeitslosenzahl lediglich am Wohnort ermitteln kann. Diese statistische Besonderheit bedingt über die Pendlerverflechtung den gleichzeitigen Anstieg von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit: Von den insgesamt 627.200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Köln waren 2024 rund die Hälfte Einpendelnde (319.200) mit Wohnort außerhalb Kölns (Tabelle 2). Die Unterbeschäftigung, welche die Zahl der Kölnerinnen und Kölner, die insgesamt eine Beschäftigung suchen, umfasst (Arbeitslose plus zum Beispiel Teilnehmende an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen), hat sich zum Jahresende 2024 im Vergleich zum Vorjahr von rund 66.100 um 700 auf 66.800 Personen leicht erhöht (+1,1%). Grafik 4: Monatliche Arbeitslosenzahl und –quote1) in Köln seit 2023 52.698 52.374 52.184 52.259 52.194 52.708 53.941 53.903 52.978 52.999 53.074 52.488 55.059 55.040 54.277 54.618 54.413 54.757 55.710 56.306 55.360 55.252 55.049 54.755 57.178 56.680 56.542 0 % 1,5 % 3 % 4,5 % 6 % 7,5 % 9 % 10,5 % 0 7.500 15.000 22.500 30.000 37.500 45.000 52.500 60.000 Jan 23 Feb 23 Mrz 23 Apr 23 Mai 23 Jun 23 Jul 23 Aug 23 Sep 23 Okt 23 Nov 23 Dez 23 Jan 24 Feb 24 Mrz 24 Apr 24 Mai 24 Jun 24 Jul 24 Aug 24 Sep 24 Okt 24 Nov 24 Dez 24 Jan 25 Feb 25 Mrz 25 Arbeitslose Arbeitslosenquote 1) Zu den Arbeitslosen im Sinne des Sozialgesetzbuch III (SGB III - Arbeitsförderung) zählen alle Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder nur eine kurzzeitige Beschäftigung ausüben, die der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, nicht arbeitsunfähig erkrankt sind, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich persönlich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet haben und somit von der Arbeitsverwaltung registriert werden. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 11 Neben den statistisch ausgewiesenen rund 54.800 Arbeitslosen zum Jahresende 2024 suchten im Dezember 12.100 Kölnerinnen und Kölner eine Beschäftigung, während sie sich in einer Förderung befanden oder aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen (Unterbeschäftigung im engeren und Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne).3 Infolge häufiger Kündigungstermine zum Jahresende, des Auslaufens befristeter Verträge und des abgeschlossenen Weihnachtsgeschäfts ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2025 gegenüber Dezember 2024 saisonüblich um 2.423 Personen auf 57.178 gestiegen (+4,4%). Zum Jahresbeginn 2025 lag die Arbeitslosigkeit in Köln jedoch auf einem höheren Niveau als in den beiden Vorjahren (Grafik 4) und fällt damit auch aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche dieses Jahr etwas höher aus.4 Im Februar und im März ist die Arbeitslosenzahl wieder leicht zurückgegangen. Anstieg der Arbeitslosigkeit insbesondere bei Jüngeren und Älteren Von 2023 bis 2024 ist die Arbeitslosigkeit bei fast allen Personengruppen unterschiedlich stark angestiegen (Tabelle 3): Besonders betroffen waren hiervon Jüngere unter 25 Jahre (+286 oder +8,4%) und Ältere über 55 Jahre (+1.089 oder +9,7%). Überdurchschnittlich stieg dabei die Arbeitslosigkeit bei den SGB-III-Arbeitslosen5 insgesamt (+1.519 oder +11,0%), während sie bei den SGB-II-Arbeitslosen6 insgesamt unterdurchschnittlich zugenommen hat (+714 oder +1,8%). Dagegen verzeichneten Ausländer*innen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern (-271 oder -5,0%) einen Rückgang bei der Arbeitslosenzahl. Köln im Regionalvergleich mit geringstem Anstieg der Arbeitslosigkeit In allen Vergleichsstädten ist die Arbeitslosenzahl zum Teil deutlich angestiegen (Grafik 5): Stuttgart (+14,4%), Nürnberg (+13,3%), München (+12,2%) und Düsseldorf (+12,0%) verzeichneten die höchsten Steigerungen unter den deutschen Großstädten. Köln verzeichnete dagegen den geringsten prozentualen Anstieg bei der Zahl der Arbeitslosen (+4,2%). Deutlicher Rückgang der offenen Stellen 2024 Im vergangenen Jahr ist in Köln die Anzahl der bei der Arbeitsagentur insgesamt gemeldeten offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr deutlich um ein Viertel zurückgegangen, und zwar um rund 6.000 auf nunmehr rund 17.700 (-25,3%). Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen offenen Stellen sank dabei etwas weniger stark um rund 15 Prozent auf nunmehr 16.400 (Tabelle 3). 3 Agentur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Dezember 2024 – Der Kölner Arbeitsmarkt zeigt sich trotz großer Herausforderungen weiter stabil; Siehe auch unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2025-1-der- kolner-arbeitsmarkt-zeigt-sich-trotz-grosser-herausforderungen-weiter-stabil, abgerufen am 7.4.2025 4 Agentur für Arbeit Köln: Der Kölner Arbeitsmarkt im Januar 2025 –Anstieg der Arbeitslosigkeit in Köln höher als im Januar üblich; Siehe auch unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/koeln/presse/2025-5-anstieg-der-arbeitslosigkeit- in-koln-hoher-als-im-januar-ublich, abgerufen am 7.4.2025 5 SGB-III-Arbeitslose erhalten Arbeitslosengeld I als Lohnersatzleistung anstelle des ausfallenden Arbeitsentgeltes im Rahmen der Arbeitslosenversicherung. 6 SGB-II-Arbeitslose beziehen Bürgergeld als eine Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II für erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 12 Tabelle 3: Zahl der Arbeitslosen in Köln nach Personengruppen 2023 und 2024 absolut in % Arbe itslose insge sa mt 52.817 55.050 2.233 4,2 darunter Frauen 24.383 25.345 962 3,9 Männer 28.433 29.705 1.271 4,5 Jüngere unter 25 Jahre 3.410 3.696 286 8,4 25 bis 54 Jahre 38.170 39.028 858 2,2 über 55 Jahre 11.236 12.326 1.089 9,7 Ausländer*innen 22.594 22.826 232 1,0 Ausländer*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 5.364 5.094 -271 -5,0 Langzeitarbeitslose 23.811 24.117 306 1,3 Arbe itslose insge sa mt SGB II 38.976 39.690 714 1,8 darunter Frauen 18.421 18.719 298 1,6 Männer 20.555 20.971 416 2,0 Jüngere unter 25 Jahre 2.267 2.514 247 10,9 25 bis 54 Jahre 28.614 28.243 -371 -1,3 über 55 Jahre 8.095 8.933 838 10,4 Ausländer*innen 18.867 18.695 -172 -0,9 Ausländer*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 4.809 4.474 -335 -7,0 Langzeitarbeitslose 22.723 22.994 271 1,2 Arbeitslose insgesamt SGB III 13.841 15.360 1.519 11,0 darunter Frauen 5.962 6.626 664 11,1 Männer 7.878 8.734 855 10,9 Jüngere unter 25 Jahre 1.143 1.182 39 3,4 25 bis 54 Jahre 9.556 10.785 1.229 12,9 über 55 Jahre 3.142 3.393 251 8,0 Ausländer*innen 3.728 4.131 403 10,8 Ausländer*innen (nichteuropäische Asylherkunftsländer) 555 620 65 11,6 Langzeitarbeitslose 1.089 1.123 35 3,2 Arbeitslosmeldungen 113.204 118.094 4.890 4,3 davon aus vorheriger Erwerbstätigkeit 47.489 50.712 3.223 6,8 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit 111.566 115.780 4.214 3,8 davon Abgänge in Erwerbstätigkeit 39.428 41.377 1.949 4,9 Ausbildung und sonstige Maßnahmenteilnahme 29.406 27.992 -1.414 -4,8 Abgänge in Rente und Berufsunfähigkeit 36.045 39.379 3.334 9,2 gemeldete offene Stellen 23.711 17.717 -5.994 -25,3 davon ungefördert (SVP) 19.253 16.429 -2.824 -14,7 Jahres s ummen Arbe itslose 2023 2024 Veränderung 2023-2024 Q uelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Kölner Statistische Nachrichten 8/2025 – Arbeitsmarkt Köln 13 Grafik 5: Entwicklung der Arbeitslosenzunahme in Prozent in Köln sowie in Vergleichsstädten 2023 bis 2024 (Jahresdurchschnitt) 14,4 13,3 12,2 12,0 11,1 10,9 9,5 8,1 4,2 5,6 6,8 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Stuttgart Nürnberg München Düsseldorf Frankfurt/Main Leipzig Hamburg Berlin Köln NRW Deutschland Veränderung in Prozent Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Eigene Berechnungen) Prognosen: Trotz schwacher Konjunktur hält sich die Beschäftigung vergleichsweise gut Nach einem leichten Rückgang des Bruttoinlandproduktes um 0,2 Prozent im letzten Jahr in Folge der anhaltenden Konjunktur- und Wirtschaftsschwäche prognostizierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB im März 2025 für das Gesamtjahr 2025 in Deutschland lediglich ein Wachstum um 0,2 Prozent. Dabei soll die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2025 um 61.000 auf 35,0 Millionen Personen leicht ansteigen (+0,2%) und gleichzeitig aber auch die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit um 135.000 auf 2,92 Millionen Personen zunehmen (+4,6%).7 Die entsprechende IAB-Regionalprognose von März 2025 bestätigt diese eher durchwachsenen Wachstumsaussichten weitestgehend auch für Köln: Demnach soll hier die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2025 um weitere 0,5 Prozent auf rund 632.700 steigen und gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl auf rund 56.400 zunehmen (+2,4%).8 7 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – IAB-Kurzbericht 3/2025: IAB-Prognose 2025 – Zwischen Schwächephase und Investitionsimpulsen (März 2025). Siehe auch unter: https://doku.iab.de/kurzber/2025/kb2025- 03.pdf, abgerufen am 7.4.2025 8 IAB Regionale Arbeitsmarktprognosen März 2025. Siehe auch unter: https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Regionale_Arbeitsmarktprognosen_2501.pdf, abgerufen am 7.4.2025 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit © Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe 13/15/0/4.2025 Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln E-Mail: statistik@stadt-koeln.de www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Beratungsverlauf
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08.05.2025
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 8.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
08.05.2025 zuletzt
TOP 4.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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