0526/2020
ZMI-Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration: Veröffentlichung des ZMI Magazins 2019 und Bericht über das Kölner Sprachfest 2020
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 31.07.2020 0526/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 18.08.2020 Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung 24.08.2020 Jugendhilfeausschuss 25.08.2020 Finanzausschuss 07.09.2020 ZMI-Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration: Veröffentlichung des ZMI Magazins 2019 und Bericht über das Kölner Sprachfest 2020 Die aktuelle Ausgabe des ZMI Magazins des Zentrums für Mehrsprachigkeit und Integration mit dem Titel „Herkunftssprachen einbeziehen, Sprachkompetenzen stärken“ behandelt diesmal die Bedeu- tung des Herkunftssprachlichen Unterrichtes (HSU) und der Mehrsprachigkeit. Ein dem ZMI Magazin beigefügtes Heft richtet sich an alle Interessierten am HSU, die sich über Hin- tergründe und Anmeldemöglichkeiten informieren möchten, stellt ausgewählte Konzepte, Veranstal- tungen und Projekte des ZMI in der Stadt Köln und seiner Kooperationspartnerinnen und Kooperati- onspartner dar und veranschaulicht das breite Spektrum des Themenbereichs. Traditionell wird das ZMI Magazin immer zum jährlich stattfindenden Sprachfestes am letzten Diens- tag des Januars veröffentlicht. Das diesjährige ZMI-Sprachfest fand am 28.Januar 2020 mit dem Thema „HSU - Herkunftssprachen in der Schule“ im FORUM Volkshochschule /Rautenstrauch-Joest- Museum am Neumarkt statt. Mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Elementarbe- reich, Schulen und Hochschulen, der Politik und den Migrantenorganisationen, den freien Trägern sowie der Verwaltung nahmen an der Veranstaltung teil. Herr Bürgermeister Andreas Wolter begrüßte die Anwesenden und überreichte der Katholischen Grundschule Am Portzenacker die Urkunde zur neuen Mitgliedschaft im Verbund Kölner europäischer Grundschulen. Damit ist die sechzehnte Grundschule dem Verbund beigetreten. Ziel des Verbundes ist die Umsetzung der europäischen Forderung, dass jede Europäerin und jeder Europäer neben der Herkunftssprache mindestens zwei weitere Sprachen beherrschen solle. Ein Grußwort von Frau Staatssekretärin Serap Güler beschrieb den Herkunftssprachlichen Unterricht als einen wichtigen Schlüssel zur Integration, da er den Kindern dabei helfe, ihre Mehrsprachigkeit zu fördern und ihre interkulturelle Kompetenz zu stärken. Sie führte aus, dass in Nordrhein-Westfalen der Herkunftssprachliche Unterricht in mehr als 20 Sprachen angeboten werde und hierfür 936 Leh- rerstellen dauerhaft zur Verfügung stünden. Damit nehme Nordrhein-Westfalen beim Sprachenange- bot bundesweit den Spitzenplatz ein. Frau Staatsekretärin Güler kündigte an, dieses Angebot auch weiter stärken zu wollen. Insbesondere die Lehrkräfte unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Sprachfestes begrüßten diese Ankündigung. Auf der anschließenden Podiumsdiskussion besprachen unterschiedliche Bildungsakteure aus Politik, 2 Wissenschaft und Praxis die Herausforderungen dieser Arbeit für die HSU-Lehrkräfte sowie die didak- tische Aus- und Weiterbildung während des Studiums und im Berufsleben. Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Ildikò Erika Risse von der Freien Universität Bozen mit dem Titel „Das dreisprachige ,paritätische‘ Schulsystem in Südtirol – und was man daraus lernen kann.“ Sie berichtete über die fortschreitende Verbreitung dreisprachiger Schulmodelle weltweit, die zudem im- mer stärker wahrgenommen würden. Ein Beispiel hierfür sind die ladinischen Schulen, in denen auf Ladinisch, Italienisch und Deutsch unterrichtet wird. Zum Abschluss gab es Informationsstände, an denen die Teilnehmenden sich über das Thema infor- mieren konnten, Anregungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Muttersprachenunterrichts erhiel- ten und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung in Köln über Her- ausforderungen und Chancen diskutierten. Das Kölner Sprachfest wird in Kooperation mit der Volkshochschule Köln durchgeführt. Über die Arbeit des ZMI- Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration- im Jahr 2019 können Sie sich unter dem folgenden Link informieren https://zmi-koeln.de/wp-content/uploads/2020/02/zmi_jahresbericht_2019.pdf. Ausführliche Informationen über das ZMI, alle bisher erschienenen Ausgaben des ZMI Magazins und weitere Materialien stehen auf der Internetseite des ZMI www.zmi-koeln.de zur Verfügung. Das Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration ist eine im Jahr 2008 gegründete Kooperation zwi- schen der Bezirksregierung Köln, der Universität zu Köln und der Stadt Köln und hat die Zielsetzung, sprachliche Bildung, Mehrsprachigkeit und Integration von Zugewanderten in Köln durch geeignete Strategien und Maßnahmen zu fördern. Anlage Das aktuelle ZMI Magazin wird zur Sitzung ausgelegt. Gez. i.V. Prof. Dr. Diemert
ZMI_Jahresbericht_2019
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Jahresbericht 2019 Personalien Die Dienstelle Diversity ist in das neu gegründete „Amt für Integration und Vielfalt“ überge- gangen, das direkt der Oberbürgermeisterin Henriette Reker untergeordnet ist. Künftig wird Frau Susanne Kremer-Buttkereit als stellvertretende Amtsleiterin und Leiterin des Kommu- nalen Integrationszentrums die Stadt Köln in der Steuergruppe des ZMI vertreten. Frau Nina Rehberg hat die Leitung der Abteilung Vielfalt im neuen Amt übernommen und daher die Steuerungsgruppe des ZMI verlassen. Veranstaltungen Am 29. Januar 2019 fand das Sprachfest des ZMI unter dem Motto „Mehrsprachigkeit in der frühen Bildung“ statt. Im VHS FORUM der Stadt Köln kamen mehr als 150 Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Verwaltung, Elementare Bildung und Schule zusammen. Die Bür- germeisterin der Stadt Köln, Elfi Scho-Antwerpes, be- tonte das große Potenzial der Mehrsprachigkeit und plädierte für eine gezielte Sprachförderung im Elemen- tarbereich, um hierfür möglichst früh den Grundstein zu legen. Das Motto des Sprachfestes war auch das Thema der Festrednerin, Prof.` in Dr. Annick De Hou- wer von der Universität Erfurt. In ihrem Vortrag ,,Mehrsprachigkeit in der frühen Bildung: Fokus auf das Wohlbefinden von ALLEN Kindern in der Kita“ zeig- te sie auf, dass bei Kleinkindern ein Mangel an Wohl- befinden auch die Sprachentwicklung beeinträchtigen kann, da sich diese Kinder oft zurückziehen, kaum noch kommunizieren und so weniger Gelegenheiten zur Entwicklung der Sprache haben. Anschließend fand eine von Prof. Dr. Becker-Mrotzek moderierte Podiumsdiskussion mit Prof.`in Dr. De Houwer, Hr. Dr. Schlieben von der CDU, Fr. Westphal von der FDP und der Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport Fr. Dr. Klein statt. „Fortbildungstag Deutsch – Fremdsprache, Zweitsprache, Herkunftssprache“ fand am 16. November 2019 an der Universität Bonn statt. Die Veranstaltung findet seit 2010 jährlich im Wechsel an der Universität zu Köln und der Universität Bonn statt und wird in Verantwor- tung des ZMI - Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration in Kooperation mit den Uni- versitäten Bonn und zu Köln sowie den Volkshochschulen Bonn und Köln durchgeführt. Mit insgesamt 244 Besucher*innen war die Veranstaltung zum wiederholten Mal ausgebucht. Die Teilnehmenden konnten am Vormittag sowie am Nachmittag zwei von insgesamt 22 Workshops auswählen, die wichtige Aspekte des DaZ-Unterrichts wie z.B. Leseforderung, 2 Grammatikvermittlung, freies Sprechen oder phonologische Bewusstheit umfassten. Kreati- ve Formen des Sprachenlernens aus der Theater- und Dramapädagogik als auch durch die Auseinandersetzung mit Songtexten oder Poetry Slam wurden erprobt, der sinnvolle Einsatz neuer Medien wie beispielsweise Apps diskutiert. Darüber hinaus wurden Workshops zur Aktivierung der Mehrsprachigkeit im Unterricht oder zur berufsbezogenen Kommunikation sowie Fachsprache angeboten. Den Plenarvortrag hielt Prof. Dr. Karin Kleppin von der Ruhr- Universität Bochum. In ihrem Vortrag stellte sie sinnvolle Feedbacktechniken vor, die Schüle- rinnen und Schülern hilfreiche Orientierung zum Weiterlernen bereitstellen. Am 26. September 2019 fand zum sechsten Mal das „Kölner Lesekonzert“ statt, bei den Schülerinnen und Schülern von Kölner QuisS- Schulen (QuisS – Qualität in sprachheterogenen Schulen) selbst verfasste Texte in einer öffentli- chen Lesung in der Zentralbibliothek Köln vorlasen. Über 90 Schülerinnen und Schüler hatten sich an dem Schreibwettbewerb beteiligt. Die meisten der eingereichten Texte waren im Unterricht entstanden, z. B. im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Generativen Schreiben, in Anlehnung an literarische Vorgaben oder nach formellen Vorgaben wie Elfchen oder Rondell. Seit Beginn der Veran- staltungsreihe ist das „Kölner Lesekonzert“ eine Kooperationsveranstaltung der Arbeitsstelle Migration der Bezirksregierung Köln, dem ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integra- tion und der Stadtbibliothek Köln. Auch bei der 6. Auflage konnte dank der bewährt guten Zusammenarbeit der drei Partner einigen jungen Autorinnen und Autoren, die sich mit ihren Texten beworben hatten, sowohl die Teilnahme an einer 2-tägigen Schreibwerk- statt mit dem Kölner Autor Manfred Theisen ermöglicht werden, als auch die Abschlussver- anstaltung in der Zentralbibliothek Köln stattfinden. Das ZMI gestaltete einen Stand für den Fachtag „Gelebte MehrSprachigkeit in Krippen, Kitas und Schulen“ am 21. Februar 2019. Der Fachtag fand im Rahmen des Bildungsmesse Didacta (19.-23. Februar 2019) statt und wurde von der fmks - frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen e.V. an Kitas und Schulen e.V. organisiert. Der fmks ist ein bundesweit agierender gemeinnütziger Verein, in dem sich Ehrenamtliche für alle Aspekte des frühen Fremdspra- chenerwerbs und der Mehrsprachigkeit einsetzen. Den Fachtag besuchten insbesondere Erzieher*innen und Lehrer*innen, aber auch andere Fachkräfte aus dem Bereich der Sprach- förderung sowie Interessierte aus der Wissenschaft. Das ZMI stellte bei der begleitenden Ausstellung seine Projekte zur Förderung der Mehrsprachigkeit vor, wobei vor allem Konzep- te zur Sprachförderung im Elementarbereich als auch die alltagsintegrierten Sprachförderung im Mittelpunkt standen. Initiativen und Projekte Sommerferienschule 2019 Die Sommerferienschule fand dieses Jahr vom 15.07. – 26.07. an der Albert-Schweitzer-Realschule in Köln-Ostheim statt. Insgesamt erhielten 40 Schülerinnen und Schüler zwi- schen 11 und 17 Jahren die Möglichkeit, ihre Kenntnisse der deutschen Sprache auszubauen. Bereits zum vierten Mal 3 richtete sich die Sommerferienschule hierbei an geflüchtete und neu zugewanderte Schüle- rinnen und Schüler. Unterrichtet werden diese von 15 Lehramtsstudierenden, die hierfür gezielt in einem Seminar didaktisch und methodisch vorbereitet wurden und von den Dozie- renden auch während der zwei Wochen begleitet und beraten wurden. Die Sommerferienschule ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration wird vom dem Kooperationsprojekt „Sprachliche Bildung“, ein gemeinsames Projekt des Instituts für Deut- sche Sprache und Literatur II und des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit der Zukunftsstrategie Leh- rerInnenbildung (ZuS) und dem organisiert und durchgeführt. FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch Das Kooperationsprojekt „FerienIntensivTraining - FIT in Deutsch“ wird seit 2018 vom Mer- cator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem ZMI - Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration in Köln orga- nisiert und durchgeführt. In diesem Jahr wurden insgesamt 8 Maßnahmen in den Oster-, Sommer- und Herbstferien für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler angeboten. Steuerungsgruppe ZMI Eckpunktepapier Das ZMI-Eckpunktepapier gibt einen Einblick in neun zentrale Handlungsfelder der Integrati- on und stattet sie mit Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung aus. Zur Bearbeitung und Umsetzung des ZMI-Eckpunktepapiers wurde 2018 eine Steuerungsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Zentrums für Mehrsprachigkeit und Integration, des Kommunalen Integrationszentrums (Amt für Integration und Vielfalt) und des Regionalen Bildungsbüros (Amt für Schulentwicklung) gebildet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bundesprojekt „Bildungskoordination für Neuzugewanderte“, gefördert vom Bun- desministerium für Bildung und Forschung (BMBF), begleiten im Rahmen dieser Steuerungs- gruppemaßgeblich den Umsetzungsprozess. Folgende fünf Themen wurden seit Jahresanfang bearbeitet: 1. Sprachfördergruppen und Übergang in eine Regelklasse 2. Alphabetisierung in den Sekundarstufen I und II 3. Unterricht in den Herkunftssprachen und Feststellungsprüfung in der Herkunftsspra- che 4. Deutschlernen in mehrsprachigen Klassen 5. Bildungsangebote am Berufskolleg für 16- bis 25-Jährige Die Handlungsfelder mit ihren Handlungsempfehlungen und den aktuellen Umsetzungsstän- den sind in der Anlage 1 dargestellt. Verbund Kölner Europäischer Grundschulen (Jubiläumsveranstaltung-Museumsdienst) Im Jahr 2009 wurde der „Verbund Kölner Europäischer Grundschulen“ gegründet. Um dieses Jubiläum zu feiern, haben sich die Schulleitungen der Verbundschulen an dem Kooperati- onsprojekt des Museumsdienstes mit dem ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integra- tion „Erzähl(s) noch einmal“ – „Kōrero mai - Grundschülerinnen erzählen Familiengeschich- ten“ beteiligt. Dieses Projekt thematisiert Sprache und Kommunikation im Zusammenhang mit Kultur und regt Grundschüler*innen an, ihre eigene Lebenswelt zu erforschen, indem Familiengeschichten gesammelt und mit Hilfe selbsterstellter künstlerischer Artefakte „er- zählt“ werden. Die Projektteilnehmer*innen werden zu Akteur*innen des Museums, indem 4 sie ihre Projektergebnisse am 09.05.2020, Jubiläumveranstaltung des „Verbund Kölner Euro- päischer Grundschulen“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Netzwerk „Herkunftssprache anstelle der 2. Fremdsprache“ Im Dezember 2019 organisierte der Netzwerk „Herkunftssprache anstelle der 2. Fremdspra- che“ mit Unterstützung des ZMI das erste Treffen für Lehrkräfte, die die Herkunftssprache anstelle der 2. Fremdsprache unterrichten. Ziel der Veranstaltung war die methodisch- didaktische Optimierung des Unterrichtsfaches im Diskurs mit den Beteiligten. Vorab ging es um die Darstellung der unterschiedlichen Ansätze des Fremdsprachen- und Herkunftsspra- chenunterrichts in NRW und ihre Funktion im Hinblick auf die sprachliche Bildung in der mehrsprachigen Gesellschaft. Zudem diente dieser Tag dem Austausch und der Vernetzung mit den HSU-Lehrkräften, die für die zweite Hälfte der Veranstaltung eingeladen waren. Fortbildung für Lehrkräfte des herkunftssprachlichen Unterrichts am 10. Juli 2019 zu den „Kleinen Büchern“ und dem WeltABC mit Christian Schreger, Lehrer an der Ortsgas- se-Grundschule in Wien Herr Schreger kam zum 2. Mal auf Einladung der ZMI nach Köln, um seine Arbeit mit Schüle- rinnen und Schülern verschiedener Herkunftssprachen zu präsentieren. Dieses Mal wurde diese Fortbildung ausschließlich für die Lehrkräfte des Herkunftssprachlicher Unterrichts angeboten. Bei den „Kleinen Büchern“ stellen Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Bücher her. Sie entwickeln hierbei Geschichten ausgehend von ihren Lebenswelten und greifen da- bei auf die sprachlichen Ressourcen und gestalterischen Mittel zurück, die ihnen am geeig- netsten erscheinen. In der Fortbildung lernten Lehrkräfte, ihre Schülerinnen und Schüler in der Gestaltung ihrer literarischen Werke gezielt zu Unterstützen und ihnen gleichzeitig ge- nügend Freiräume für ihre kindliche Kreativität zu lassen. Das „Welt-ABC“ ist ein freinet- pädagogisches Internetprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund an der Volksschule Ortnergasse in Wien, mit dem sie die deutsche Sprache lernen. Die Website hat 2007 den österreichischen Multimedia Staatspreis und den Europrix Top Talent Award 2007 gewon- nen. Die Seite wurde von dem Freinet-Pädagogen Christian Schreger entwickelt und ermög- licht Kindern ihre eigenen Zugänge zur deutschen Sprache zu finden. Deutsche Begriffe (Vo- kabeln, z. B. Blume) werden nicht in herkömmlicher Weise 'gepaukt', sondern auf vielfältige Weise mit Bildern, Audios zur Aussprache der Begriffe, Verben, Adjektiven, Nomen und Er- läuterungen auf einer datenbankgestützten Webseite von den Kindern selbst zusammenge- stellt. Publikationen und Internetpräsenz ZMI Magazin 2019 Das ZMI Magazin erscheint jährlich und enthält Beiträge aus Wissenschaft und Forschung, zu Projekten des ZMI als auch zu praktischen Konzepten aus Köln und Umgebung. Ende 2019 wurde die 11 Ausgabe des ZMI Magazins fertiggestellt. Neben einer Vielzahl von Berichten zu diesjährigen Projekten und Initiativen in und um Köln wurden Interviews und Artikel zu verschiedenen Themen rund um Herkunftssprache veröffentlicht. Auch in diesem Jahr enthält das ZMI-Magazin ein Beilagenheft. Dieses wurde im Rahmen des Schwerpunktthemas des ZMI für die Jahre 2019 und 2020 „Herkunftssprachlicher Unterricht 5 (HSU)“ erstellt und bietet kompakt die wichtigsten Informationen zu Angeboten des HSU in Köln. ZMI Homepage Seit Herbst 2019 überarbeitet das ZMI seine Homepage. Die neu angelegte, übersichtliche Struktur soll hierbei eine schnellere Navigation ermöglichen. Über eine Suchfunktion können beispielsweise alle Artikel aus vergangenen ZMI-Magazinen sowie ZMI-Veranstaltungen oder -Projekte zu verschiedenen Stichworten abgerufen werden. Die grundlegenden Strukturen (Anordnung von Registrierkarten etc.) wurden bereits angelegt und werden nun sukzessive mit Inhalten gefüllt. Langfristiges Ziel der Neustrukturierung ist zudem die ZMI-Homepage zu einer allgemeinen Orientierungsplattform rund um die Themen Mehrsprachigkeit und Her- kunftssprachen weiterzuentwickeln, auf der beispielsweise Links zu verschiedenen Metho- denpools übersichtlich gesammelt und als Unterstützung für individuelle Recherchen kom- mentiert werden. Die DemeK-Literaturwoche – von der Ferienschule zur DemeK-Literaturwoche für den Primarbereich Die Publikation entstand im Rahmen des bundesweiten BiSS-Programms, welches eingeführte Angebote zur Sprach- förderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung für Kinder und Jugendliche im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Effizi- enz wissenschaftlich überprüft und weiterentwickelt. Das ZMI ist hierbei Partner der zwei BiSS-Verbünde „DemeK mit BiSS“ und „Koordinierte Entwicklung von Lese- und Schreib- fähigkeiten in Deutsch und in der Herkunftssprache wäh- rend der Primarstufe“. In der Publikation wird die Durchfüh- rung der „DemeK-Literaturwoche“ ausführlich in seinen theoretischen Grundlagen als auch anhand vieler prakti- scher Beispiele erläutert.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0526/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.08.2020
- Erstellt
- 14.02.2020 11:43