V/0771/2019
Mosaik-Schule, bauliche Erweiterung zur 3-Zügigkeit mit der Option zur 4-Zügigkeit
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Anlage A
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Anlage A zur V/0771/2019 Kurzüberblick Die Mosaik-Schule soll baulich zur 3-Zügigkeit mit Option zur 4-Zügigkeit erweitert werden. Zur Vergabe der Architektenleistungen wurde ein Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Wettbewerb durchgeführt. In der Vorlage wird das Ergebnis dargestellt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln: mit zeitgemäßen und gut ausgestatteten Schulen Mit der Vorlage wird das Ziel „Bekanntgabe des Wettbewerbsergebnisses und des Vergabever- fahrens“ verfolgt. Finanzierung Produktgruppe: Nr. 0301 Leistungen für Schulen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2019 enthalten? X Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Ratsbeschluss V/0224/2018/1 am 16.05.2018 – Errichtungsbeschluss zur baulichen Erweiterung zur 3-Zügigkeit mit der Option zur 4-Zügigkeit auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Beschluss des HaFi V/0611/2018/1 am 19.09.2018 zur Durchführung eines VgV-Verfahrens mit vorgeschaltetem Architektenwettbewerb Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Bei der Planung werden Vorgaben zu folgenden Querschnittsthemen eingehalten: - Inklusion - Bauordnung NRW § 55 Absatz 1 im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention - Klimaschutz - Gebäudeleitlinien der Stadt Münster Die Nachweise werden mit dem Baubeschluss erfolgen.
Beschlussvorlage
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V/0771/2019 V/0771/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Mosaik-Schule, bauliche Erweiterung zur 3-Zügigkeit mit der Option zur 4-Zügigkeit - Ergebnis des Wettbewerbes und des Vergabeverfahrens für die Architektenleistungen Beratungsfolge 26.09.2019 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 01.10.2019 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 01.10.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 09.10.2019 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Ergebnis des nichtoffenen Architektenwettbewerbes und des im Anschluss erfolgten Verga- beverfahrens der Architektenleistungen für die bauliche Erweiterung der Mosaik -Schule zur 3 - Zügigkeit mit der Option zur 4 -Zügigkeit wird zur Kenntnis genommen. (s. Anlage 1 - Wettbe- werbsdokumentation). 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass aus dem Verfahren das Architekturbüro Gruppe MDK Architekten Ingenieure aus Münster als Sieger hervorgegangen ist. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Entwurfsplanung einschließlich Kostenberechnung auf der Grundlage der Angebotsplanung des Architekturbüros Gruppe MDK Architekten Ingenieure aus Münster zu erstellen und den Baubeschluss herbeizuführen. Der Beschluss zur Beauftragung der Architektenleistungen wird durch Beschluss des Ausschusses für Umweltschutz, Klim a- schutz und Bauwesen zu der nichtöffentlichen Vorlage V/0772/2019 gefasst. Amt für Immobilienmanagement 10.09.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Uphaus Telefon: 492-2497 Uphaus@stadt-muenster.de - 2 - V/0771/2019 II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die o.g. Maßnahme folgende Finanzmittel zur Verfügung stehen: Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Investitionsmaßnahme 4880 Erweiterung Mosaikschule Auszahlungen für Baumaßnahmen 2019 970.000 bereitgestellt bis inkl. 2019 VE 2019 400.000 2020 2.500.000 2021 1.580.000 2022 600.000 Summe der Auszahlungen 5.650.000 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2019 bei der o. g. Pr o- duktgruppe veranschlagt. Die Finanzierung der o.g. Sachentscheidung ist in der nichtöffentlichen Beschlussvorlage V/0772/2019 dargelegt. Begründung: Bisherige Beschlüsse: Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 16.05.2018 mit der Vorlage V/0 224/2018/1 der Umsetzung der Erweiterung der Mosaik-Schule zur 3-Zügigkeit mit Option zur 4-Zügigkeit zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, zur Vergabe der Architektenleistungen ein Vergabeverfahren mit vo r- geschaltetem Wettbewerbsverfahren vorzubereiten. Der Haupt - und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 19.09.2018 mit d er Vorlage V/0611/2018/1 beschlossen, zur Erlangung eines Vorplanungskonzeptes für die Erweiterung der Mosaik-Schule zur 3-Zügigkeit mit der Option zur 4 -Zügigkeit einen nichtoffenen Architektenwettbe- werb nach der RPW 2013 (Richtlinie für Planungswettbewerbe) durchzuführen. Zu 1 und 2: Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens und des anschließenden VgV-Verfahrens Aufgrund der europaweiten Veröffentlichung des Wettbewerbs gingen 42 Bewerbungen zur Teilna h- me fristgerecht ein. Hiervon wurden 10 Büros ausgelost, die neben den 5 von Seiten der Stadt Müns- ter vorab gesetzten Büros (s. Vorlage V/0612/2018) zur Teilnahme aufgefordert wurden. Insgesamt wurden 12 Arbeiten eingereicht. Das Preisgericht hat in seiner Sitzung am 05.04.2019 den 1. Preis an das Architekturbü ro Gruppe MDK Architekten Ingenieure aus Münster vergeben. Der Entwurf positioniert einen klaren, einfachen, fast quadratischen Baukörper, der in seiner Ma ß- stäblichkeit und Positionierung selbstverständlich den Schulhof abschließt. Durch einen angemess e- nen Abstand zum Bestandsschulgebäude gewährleistet der Neubau zum einen, dass die bestehe n- den Räumlichkeiten der Mosaikschule nicht beeinträchtigt werden, zum anderen ermöglicht diese Fuge eine großzügige Verbindung zum Landschaftsraum. Weitere Hinweise zum W ettbewerb sind der Anlage 1 – Wettbewerbsdokumentation zu entnehmen. - 3 - V/0771/2019 Die drei Preisträger wurden zur Teilnahme an einem Verhandlungsverfahren nach Vergabeveror d- nung (VgV) aufgefordert. Neben dem ersten Preisträger des Wettbewerbs, dem Architekturbüro Gruppe MDK Architekten Ingenieure aus Münster, haben auch der zweite Preisträger htarchitektur aus Münster und der dritte Preisträger Peter Bastian Architekten BDA aus Münster teilgenommen. Im Zuge des Verhandlungsverfahrens waren u. a. Ideen zur Optimierung der Wettbewerbsentwürfe darzustellen. Diese Überarbeitungshinweise wurden im Rahmen der Preisgerichtssitzung erarbeitet. Im Rahmen der Verhandlungsgespräche am 04.07.2019 unter Beteiligung von Vertretern der Politik und Verwaltung und des Preisgerichtsvor sitzenden stellten die drei Preisträger ihre optimierten Wet t- bewerbsentwürfe und die geplanten Projektkonzepte (Kosten -, Terminkontrolle und Personaleinsatz) vor. Die Konzepte der drei Preisträger wurden nach vorab festgelegten Kriterien bewertet und zu e iner Gesamtpunktzahl addiert. Das Architekturbüro Gruppe MDK Architekten Ingenieure aus Münster hat die höchste Gesamtpunktzahl erhalten und wird damit für die Architektenleistungen beauftragt. I. V. gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: Anlage A Anlage 1 – Wettbewerbsdokumentation Anlage 2 – Protokoll Preisgericht
771-2019-Anlage 2 Protokoll Preisgericht
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Protokoll zur Preisgerichtssitzung Wettbewerb „Mosaik-Schule“ in Münster Nichtoffener Wettbewerb nach RPW 2013 V1.2-20160701 assmann GmbH Baroper Straße 237 44227 Dortmund Fon 0231.75445.0 Fax 0231.756010 info@assmanngruppe.com www.assmanngruppe.com AG Dortmund HRB 3836 Geschäftsführer Wolfgang Ußler, Ulrich Tillmann, Andreas Krebs, Ulrich Schneider assmann architekten GmbH Sitz 44227 Dortmund AG Dortmund HRB 4210 Geschäftsführer Burkhard Grimm, Christian Cramer assmann frankfurt GmbH Sitz 60486 Frankfurt am Main AG Frankfurt am Main HRB 94095 Geschäftsführer Mohamed Genedy assmann münster GmbH Sitz 48149 Münster AG Münster HRB 14735 Geschäftsführer Ralf Uennigmann Wir planen und managen. Termin: 05.04.2019; 09:00 Uhr Ort: Aula, Freiherr-von Stein-Gymnasium Dieckmannstr. 141, 48161 Münster Teilnehmer: Siehe Unterschriftenliste Verteiler: Preisrichter und Teilnehmer Modellphoto des 1. Preisträgers Dortmund, 05.04.2019 cwu PN-8531 wunderlich-0101.docx V/0771/2019 Anlage 2 Seite 2 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 1. Vorbesprechung und Konstituierung des Preisgerichtes 1.1. Eröffnung und Begrüßung Das Preisgericht tritt um 09:00 Uhr zusammen. Herr Paal begrüßt alle Anwesenden und bringt die Bedeutung des Wettbewerbs für den Auslober zum Ausdruck. Herr Paal wünscht der Sitzung einen guten Verlauf, dem Preisgericht eine glückliche Hand und gibt das Wort an Frau Dern mit der Bitte, durch die Veranstaltung zu führen. Frau Dern erläutert zunächst den Regelablauf der Preisgerichtssitzung und stellt namentlich die Anwe- senheit des Preisgerichts fest. 1.2. Feststellung der Vollzähligkeit des Preisgerichtes Entschuldigt sind folgende Mitglieder des Preisgerichts: x Prof. Hannes Hermanns, Architekt, Kleve (Ersatz: Herr Dejozé) x Susanne Schamp, Architektin, Dortmund (Ersatz: Frau Holling) Das Preisgericht setzt sich damit aus folgenden Mitgliedern zusam- men: Stimmberechtigte Preisrichter Fachpreisrichter: x Achim Dejozé, Architekt, Münster x Maike Holling, Architektin, Münster x Jörg. A. Michel, Architekt, Technischer Leiter Amt für Immobilien- management, Münster x Prof. Diana Reichle, Architektin, Köln x Eckhard Scholz, Architekt, Senden x Prof. Manuel Thesing, Architekt, Heiden Sachpreisrichter: x Stephan Brinktrine, Bezirksbürgermeister BV West, Stadt Münster x Thomas Paal, Stadtdirektor und Dezernent für Bildung, Jugend und Familie, Stadt Münster x Angela Stähler, Vertreterin CDU-Fraktion, Ratsfrau, Stadt Münster Seite 3 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Stellvertretende Mitglieder: x Jörg Hoffmann, Landschaftsarchitekt, Amt für Grünflächen, Um- welt und Nachhaltigkeit, Münster x Karina Kuschewski, Vertreterin Bündnis 90/GAL-Fraktion, Stadt Münster x Dieter Sumbeck, Vertreter FDP-Fraktion, Stadt Münster x Ulrich Thoden, Vertreter DIE LINKE. Ratsfraktion, Stadt Münster Sachverständige Berater: x Fredon Salehian, Schulleiter Mosaik-Schule, Münster x Susanne Uphaus, Projektleitung, Amt für Immobilienmanagement, Stadt Münster x Ludger Watermann, Abteilungsleiter Amt für Schule und Weiter- bildung, Stadt Münster x Thomas Werner, Abteilungsleiter Infrastrukturelles Gebäudema- nagement Amt für Immobilienmanagement, Stadt Münster Vorprüfer (ohne Stimmrecht): x Claudia Carl, Architektin, Amt für Immobilienmanagement, Stadt Münster x Gerlinde Haase, Amt für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster x Petra Zimmermann, Amt für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster x Katrin Wagner, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Stadt Münster x Christine Dern, Architektin, assmann GmbH, Dortmund x Christine Wunderlich, assmann GmbH, Dortmund Das Preisgericht wird als vollzählig und beschlussfähig erklärt (9 stimmberechtigte Preisrichter). Aus dem Kreis der Preisrichter/innen wird Herr Scholz zum Vorsitzen- den des Preisgerichts bei eigener Stimmenthaltung gewählt. Frau Dern übernimmt die Protokollführung. Seite 4 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 1.3. Versicherung der Anwesenden zur Wahrung der Unvoreinge- nommenheit und Neutralität Die Anwesenden versichern, dass sie jeweils außerhalb von Kolloquien x keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben, x während der Dauer der Jurysitzung nicht führen werden, x bis zur Sitzung des Preisgerichts keine Kenntnis der Wettbewerbs- arbeiten erhalten haben, sofern sie nicht in der Vorprüfung mit- gewirkt haben, x das Beratungsgeheimnis gewahrt wird, x die Anonymität aller Arbeiten gewahrt ist und x es unterlassen wird, Vermutungen über den Verfasser einer Arbeit zu äußern. Der Vorsitzende fordert die Anwesenden auf, bis zur Entscheidung des Preisgerichts alle Äußerungen über vermutliche Verfasser zu un- terlassen. Er versichert dem Auslober, den Teilnehmern und der Öf- fentlichkeit die größtmögliche Sorgfalt und Objektivität des Preisge- richts nach den Grundsätzen der RPW 2013 walten zu lassen. 1.4. Persönliche Verpflichtung der Preisrichter auf eine objektive, al- lein an der Auslobung orientierten Beurteilung Die Preisrichter erkennen die in der Überschrift genannte persönliche Verpflichtung auf eine objektive Beurteilung der eingegangenen Ar- beiten an. Grundlage der Beurteilung bilden allein die in der Auslo- bung genannten Kriterien. 2. Preisgerichtssitzung in der Bearbeitungsphase Grundsatzberatung 2.1. Allgemeiner Bericht der Vorprüfung Die assmann GmbH (Frau Dern) erläutert den Inhalt und Umfang der Vorprüfung. Ein detaillierter schriftlicher Vorprüfbericht wird dem Preisgericht zur Verfügung gestellt. Bei allen eingereichten Arbeiten wurde die Kennzahl mit einer vierstelligen Tarnzahl überklebt. Die Anonymität ist bei allen Arbeiten gewahrt, die Prüffähigkeit bei allen eingegangenen Wettbewerbsarbeiten gegeben. Seite 5 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Der Vorprüfbericht enthält eine Auflistung aller Arbeiten, die Mehr- oder Minderleistungen aufweisen. Alle Mehrleistungen wurden abge- deckt. 2.2. Entscheidung über die Zulassung der Arbeiten Von den 15 Teilnehmern am Wettbewerbsverfahren haben 12 Wett- bewerbsbeiträge eingereicht. Alle 12 Arbeiten und alle 12 Modelle sind fristgerecht eingereicht worden. Alle 12 eingereichten Arbeiten werden unter Berücksichtigung der im Prüfbericht genannten Anmerkungen zur Beurteilung zugelassen. 2.3. Ablauf Der Verfahrensweg wird wie folgt beschlossen: x Ausführlicher Informationsrundgang mit Erläuterung der Beiträge durch die Vorprüfer, x Diskussion wichtiger Beurteilungskriterien, x Bewertende Rundgänge, x schriftliche Bewertung der engeren Wahl, x Bestimmung der Rangfolge. Eine Ortsbesichtigung ist nicht erforderlich, da die Mitglieder des Preisgerichts das Wettbewerbsgebiet eigenständig besichtigt haben. 3. Bewertung der zugelassenen Arbeiten 3.1. Informationsrundgang In einem ausführlichen Informationsrundgang (09:20 Uhr bis 10:50 Uhr) durch die Vorprüfer Frau Dern und Frau Wunderlich wer- den alle Teilnehmer/innen des Preisgerichts auf einen umfangreichen Sach- und Kenntnisstand der Arbeiten gebracht. Danach erfolge eine vertiefende Diskussion der Beurteilungskriterien. Es gelten die in der Auslobung fixierten Kriterien. Seite 6 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Besonderheiten der Aufgabenstellung: x Eingriff ins Kitagelände, Umgang mit der Topografie; x Architektonische und räumliche Qualitäten auch im Anschluss an das Freigelände; x Verbindung der Erschließungsebenen; x Lage der Klassenräume, Dimension und Qualität der Erschlie- ßungsflächen; x Bauablauf / Baustellenherrichtung unter Berücksichtigung der beiden Bauabschnitte. 3.2. Wertende Rundgänge 1. Rundgang: Nach der ausführlichen Vorstellung der einzelnen Arbeiten durch die Vorprüfung erfolgt der erste wertende Rundgang (11:20 Uhr bis 12:00 Uhr) mit einer kritischen Beurteilung der Bearbeitungsergebnisse und der Feststellung von grundsätzlichen und schwerwiegenden Mängeln durch das Preisgericht. Im 1. Rundgang werden folgende sechs Arbeiten einstimmig ausge- schieden: x Arbeit 1002 x Arbeit 1004 x Arbeit 1005 x Arbeit 1007 x Arbeit 1008 x Arbeit 1012 Es verbleiben sechs Arbeiten im weiteren Verfahren. 2. Rundgang: Das Preisgericht führt im zweiten Bewertungsrundgang (12:05 Uhr bis 13:00 Uhr) eine eingehende Diskussion über die einzelnen Arbeiten und ihre angebotenen Konzepte und zwar im Hinblick auf die in der Auslobung definierten Kriterien unter Anlegung eines verschärften Beurteilungsmaßstabes. Seite 7 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Das Preisgericht stimmt darüber ab, welche Arbeiten im Verfahren verbleiben und welche Arbeiten aufgrund von deutlichen Mängeln bei den zuvor benannten Kriterien ausscheiden. Folgende drei Arbeiten werden ausgeschieden (mit Angabe des Stimmenverhältnisses): x Arbeit 1003 9 : 0 Stimmen x Arbeit 1006 9 : 0 Stimmen x Arbeit 1009 8 : 1 Stimmen Somit verbleiben folgende drei Arbeiten in der Wertung: x Arbeit 1001 x Arbeit 1010 x Arbeit 1011 Es folgt eine Mittagspause von 13:00 Uhr bis 13:45 Uhr. 3.3. Festlegung der Rangfolge der Arbeiten Die oben genannten Arbeiten bilden die engere Wahl. Anschließend erfolgt eine ausführliche Diskussion über die Vor- und Nachteile der verbliebenen drei Arbeiten, die entsprechend den Aus- schreibungskriterien zusammengefasst werden. Zur schriftlichen Be- wertung werden Preisrichter zu Gruppen zusammengefasst, welche die Arbeiten unter Berücksichtigung der genannten Kriterien als Glie- derungsrahmen und unter Beachtung der Erläuterungsberichte der Teilnehmer schriftlich beurteilen. Die Vorprüfer und Sachverständigen stehen für Rückfragen bzw. für ihren jeweiligen Fachbereich unter- stützend zur Verfügung. Ab 14:15 Uhr werden die Texte verlesen, er- gänzt und korrigiert sowie einstimmig vom Preisgericht verabschie- det. Das Preisgericht beschließt, dass der Vorsitzende und die Proto- kollführer diese Texte ohne Eingriff in ihre substanziellen Aussagen redigieren, damit sie später druckreif vorliegen. Seite 8 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Die ab 14:40 Uhr stattfindende Diskussion hinsichtlich der Rangfolge über die Vorzüge und Nachteile der verbleibenden Arbeiten führt zu folgendem einstimmigem Ergebnis (mit Angabe des Stimmenverhält- nisses): x 1. Preis Arbeit 1010 x 2. Preis Arbeit 1001 x 3. Preis Arbeit 1011 Das Preisgericht beschließt anschließend einstimmig, die Verteilung der Preissumme (unter Beibehaltung der Gesamtwettbewerbssumme von 27.500 EUR) wie folgt zu ändern: x 1. Preis: 12.500 Euro x 2. Preis: 9.000 Euro x 3. Preis: 6.000 Euro 3.4. Empfehlung für die weitere Bearbeitung Die Vorsitzende erläutert, dass anschließend ein Verhandlungsverfah- ren mit allen Preisträgern durchgeführt wird. Vorbehaltlich dieses Ver- fahrens wird einstimmig empfohlen, die Arbeit des 1. Preises zu einer weiteren Bearbeitung zu beauftragen. Dabei sind die im Beurteilungs- text erwähnten Punkte zu berücksichtigen bzw. zu prüfen. 4. Verfasser der Arbeiten Nach der Öffnung der unversehrten Umschläge werden die Namen der Verfasser festgestellt: 1. Preis (12.500 Euro) – Arbeit 1010 Büro: Gruppe MDK Münster Architekten Ingenieure, Münster Verfasser: Dirk Kaminski, Hendrik Nettels Mitarbeiter: Brigitte Faust, Mike Grupp, Anke Kuhn, Magdalena Schulz Sonderfachleute: Nees Ingenieure GmbH, Münster (Brandschutz) Seite 9 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 2. Preis (9.000 Euro) – Arbeit 1001 Büro: htarchitektur BDA, Münster Verfasser: Henrike Thiemann Mitarbeiter: David Beurich, David Rieke Sonderfachleute: Frank Iker (Statik, Brandschutz) 3. Preis (6.000 Euro) – Arbeit 1011 Büro: Peter Bastian Architekten BDA, Münster Verfasser: Peter Bastian Mitarbeiter: Marco Münsterteicher, Carl von Oy, Karen Schwenner, Stephanie Keinemann, Nils Bieker, Marie Schniggendiller, Anna-Lena Krüger, Costantino Da Pieve, Michelle Pieper Sonderfachleute: Modellbau Monath & Menzel GmbH 2. Rundgang – Arbeit 1003 Büro: e4architekten PartGmbB / Frericks-Wullers , Münster Verfasser: Manfred Frericks Mitarbeiter: Inés Croce Frericks, Marilena Chrysomallis 2. Rundgang – Arbeit 1006 Büro: Weicken Architekten, Unna Verfasser: Barbara Weicken Mitarbeiter: Michael Gockel, Adam Kolodziej, Stephanie Klar, Paula Kokot, Anika Podgorny (Innenarchitektur) Seite 10 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 2. Rundgang – Arbeit 1009 Büro: Fritzen + Müller Giebeler Architekten BDA, Münster Verfasser: Matthias Fritzen Mitarbeiter: Titus Wiehagen, Sebastiano Stilla, Ludmila Schlytschkowa, Marie Tertilt, Constanze Schmidt 1. Rundgang – Arbeit 1002 Büro: Steinweg Claus Architekten PartGmbB; Architekturbüro Andreas Bodem, Münster Verfasser: Martin Claus, Klaus Steinweg, Andreas Bodem Mitarbeiter: Juliette Schmidt, Melanie Biermann 1. Rundgang – Arbeit 1004 Büro: Halfmann Architekten Partnerschaft mbB, Köln Verfasser: Ulrike Halfmann, Martin Halfmann Mitarbeiter: Constantin Kessler, Felix Sieker Sonderfachleute: Architekturmodelle Thomas Halfmann 1. Rundgang – Arbeit 1005 Büro: Hilger Architekten, Münster Verfasser: Jörg Hilger Mitarbeiter: Ciro Cirillo, Yvonne Malcherek Sonderfachleute: Modellbau Wolfgang Mosler Seite 11 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 1. Rundgang – Arbeit 1007 Büro: Berg Planungsgesellschaft mbH, Münster Verfasser: Sven F. Berg Mitarbeiter: S. Schnoor, B. Rose, M. Piehl, Isabelle Worpenberg, Iris Rummel, Dominik Pille, Mathias Wittkowski 1. Rundgang – Arbeit 1008 Büro: Jan Kallert Architekten, Münster Verfasser: Jan Kallert Sonderfachleute: Christian Jochheim Modellbau 1. Rundgang – Arbeit 1012 Büro: Atelier Schmelzer Weber mit Höhne Fitschen + Partner, Dresden Verfasser: Peter Weber, Matthias Höhne Mitarbeiter: Sandra Esslinger Nach Verlesung der Verfasser dankt der Vorsitzende der Vorprüfung, insbesondere auch deren anwesenden Mitarbeitern für ihre sehr gute Arbeit und bittet gleichzeitig das Preisgericht um deren Entlastung. Das Preisgericht entlastet die Vorprüfung einstimmig. Danach be- dankt sich der Vorsitzende im Namen des Preisgerichts bei der Aus- loberin für die Durchführung des Wettbewerbsverfahrens und wünscht ihr ebenfalls im Namen des Preisgerichts viel Erfolg bei der Umsetzung des wichtigen Vorhabens. Der Vorsitzende, Herr Scholz, gibt den Vorsitz um 15:00 Uhr an die Ausloberin zurück. Herr Paal dankt allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und die ergebnisorientierte Diskussion. Die Preisträger werden durch die Ausloberin umgehend informiert. Die Ausstellung aller eingereichten Arbeiten findet vom 10.04. bis 03.05.2019 in der Glashalle im Stadthaus III, Albersloher Weg 33 in Münster statt. Seite 12 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind: Montag – Mittwoch 08 – 16 Uhr Donnerstag 08 – 18 Uhr Freitag 08 – 13 Uhr Am 1. Mai ist das Stadthaus geschossen. 5. Abschluss der Preisgerichtssitzung Nach der Verlesung und Unterzeichnung der Niederschrift beenden der Vorsitzende sowie Herr Paal die Sitzung um 15:05 Uhr. Dortmund, den 05. April 2019 Eckhard Scholz, Preisgerichtsvorsitzender Christine Dern, Protokollführung Seite 13 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 6. Beurteilungstexte 1. Preis – Arbeit 1010 (12.500 Euro) Die Verfasser positionieren einen klaren, einfachen, fast quadratischen Baukörper, der in seiner Maßstäblichkeit und Positionierung selbstver- ständlich den Schulhof abschließt. Durch einen angemessen Abstand zum Bestandsschulbau gewährleistet der Neubau zum einen, dass die bestehenden Räumlichkeiten der Mosaikschule nicht beeinträchtigt werden, zum anderen ermöglicht diese Fuge eine großzügige Verbin- dung zum Landschaftsraum. Der Erweiterungsbau wird folgerichtig vom Schulhof über einen gut dimensionierten, in den Kubus eingeschnittenen, überdachten und gut auffindbaren Eingangsbereich erschlossen. Das ebenerdig zum Schulhof gelegene Foyer geht überzeugend in einen sich in Nord- Süd-Richtung aufspannenden, gut belichteten Erschließungsraum über. Von hier werden vielfältige Blickbezüge zu den leicht erhöht lie- genden OGS-Räumen sowie zu der sich im Gartengeschoss befinden- den Mensa möglich. Eine offene, zum Teil auch mit Sitzstufen verse- hene Splitleveltreppe verbindet die Geschosse. Diese attraktive Trep- penanlage lässt sich in das schulische Leben vielschichtig einbinden und ist somit eindeutig mehr als nur Erschließung. Positiv wird die Transparenz zu den OGS-Räumen hervorgehoben so- wie die gut auffindbare Lage der Verwaltung. Der klar organisierte Speisesaal öffnet sich großzügig und eindeutig zum Landschaftsraum und bildet mit seiner einladenden Glasfassade eine Adresse zur Gievenbecker Reihe aus. Gewürdigt wurde die Flexi- bilität der Mensa, die in Kombination mit der Treppenanlage eine Mehrfachnutzung möglich macht. Küchen- und Lagerflächen wurden logisch angeordnet. Die Anlieferungszone als schmale, in das Gelände eingeschnittene Fuge wird kritisch diskutiert. Der 2. BA erfolgt durch eine Aufstockung. Auch nach der Erweiterung behält der Baukörper eine ausgewogenen Proportion und Anmutung. Die Programmfläche für den 2. BA wurde geringfügig unterschritten. Der Neubau zeigt sich mit seinen großzügigen Verglasungen offen und freundlich. Die vorgeschlagenen Materialien Sichtbeton, Holz und Glas wirken angemessen und gliedern angenehm die Fassade. Kritsch wird die vorgeschlagene Lage von Schulleitung und Sekretariat im 1. OG des Bestandsgebäudes gesehen. Eine barrierefreie Zugäng- Seite 14 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 lichkeit ist hierdurch nicht gegeben, obwohl sie für diese Räume drin- gend notwendig erscheint. Die Wirtschaftlichkeit liegt hinsichtlich der BGF und des BRI leicht über dem Durchschnitt, aber noch im vertretbaren Rahmen. Insgesamt stellt der Beitrag einen aus städtebaulicher und pädagogi- scher Sicht sehr überzeugenden und wertvollen Beitrag zur gestellten Aufgabe dar. Modellphoto 1. Preis Seite 15 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 2. Preis – Arbeit 1001 (9.000 Euro) Die Leitidee des Entwurfes ist sich mit einem kompakten, schlichten Baukörper von der Heterogenität des Bestandes abzusetzen. In der kompakten Kubatur wurde das im Wettbewerb geforderte Raumpro- gramm weitestgehend erfüllt. Es fehlt ein Kopierraum. Die Erschlie- ßung erfolgt auf drei Ebenen: Erdgeschossig zum Bestand mit einem verglasten Gang und einem zurückversetzten, dem Schulhof zuge- wandten Haupteingang, sowie auf der Ebene der Obstwiese. In diesem Souterrain-Geschoss gibt es zwei Zugänge, einen zum Mensabereich und einen seitlichen Eingang zur Erschließungszone. Die Erschließung von der Obstwiese zum Schulhof erfolgt in einer ausreichend dimensionierten Fuge zum Bestand. Die Treppe auf das Schulhofniveau wird durch Sitzstufen aufgelockert und ermöglicht so einen Aufenthalt in diesem Bereich. Dem Mensabereich wird in Richtung Obstwiese ein Mittagsgarten mit hohen Aufenthaltsqualitäten zugeordnet. Der Mensa sind sämtliche dienenden Räume angegliedert. Die Anlieferung erfolgt im Norden neben der Rampe im Bestand. Die Mensa kann aufgrund der getrennten Zugänglichkeit auch sepa- rat zum Schulbetrieb z.B. für Abendveranstaltungen genutzt werden. Das Erdgeschoss verfügt über ein großes Foyer mit Aufenthaltsquali- täten. Hier gliedern sich sehr funktional und schlüssig die Verwal- tungsbereiche und OGS-Räumlichkeiten an. Die Garderobenflächen im Bereich der OGS werden als zu klein dimensioniert bewertet. Im 2. BA wird das Gebäude um ein Geschoss aufgestockt. Hier befin- den sich vier Unterrichtsräume und ein Mehrzweckraum. Die Rauman- forderungen an die Klassenräume und den Mehrzweckraum werden erfüllt. Die Erschließungsfläche ist zur Bespielung der Räumlichkeiten allerdings zu klein dimensioniert. Darüber hinaus fehlen auch Flächen für Garderoben sowie Stundentoiletten. Der zweite Rettungsweg der zum Schulhof gelegenen Räume ist im Weiteren zu prüfen. Die Fassade ist klar und ruhig gegliedert und bringt Ruhe in die sonst heterogene Gestaltung der umliegenden Gebäude. Seite 16 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 Die Keramikfassade greift in ihrer Farbigkeit und Struktur die Holzver- schalung des Bestandes auf und schafft so einen gelungenen Brü- ckenschlag zum Bestand. Der Neubau begrenzt die vorher offene Schulhofsfläche wie selbstver- ständlich und bietet zudem so einen dreiseitig geschützten Schulhof. Insgesamt stellt diese Arbeit eine Bereicherung zum Gesamtensemble dar. Die Erreichbarkeit der oberen Schulhoffläche ist nicht eindeutig dar- gestellt. Hier ist die Position der Rampe im Bestand zu prüfen. Im zweiten BA werden das Sekretariat und der Schulleiter ins Oberge- schoss des Bestandes verlagert. Dies ist Mangels Barrierefreiheit und auch aufgrund der Tatsache, dass diese Räume in der Schule als erste Anlaufstelle dienen eine denkbar ungünstige Position. Die Wirtschaftlichkeit liegt hinsichtlich der BGF und des BRI leicht über dem Durchschnitt, aber noch im vertretbaren Rahmen. Modellphoto 2. Preis Seite 17 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 3. Preis – Arbeit 1011 (6.000 Euro) Der Verfasser schlägt städtebaulich einen materialgerecht und klar gegliederten Baukörper vor, der gut zur Mosaik-Schule platziert ist und mit seiner eigenen, strengen Architektursprache einen gelunge- nen Abschluss des Schulhofs bildet. Die innere Struktur ist ebenso klar gegliedert und richtig angeordnet, so dass auch der 2. Bauabschnitt mit dem ersten eine Einheit bildet. Im ersten Bauabschnitt zeigt die Architektur klare Raumkanten und öffnet sich zum Schulhof, hierdurch ergeben sich schöne Blickbezie- hungen von Innen nach Außen und umgekehrt. Diese Qualität geht beim 2. Bauabschnitt leider gänzlich verloren. Die inneren Aufenthaltszonen erscheinen dann weder kindgerecht noch schaffen sie lichtdurchflutete Räume. Das Spiel zwischen Licht und Schatten bleibt aus. Dadurch, dass ein zusätzlicher Raum aus der Erweiterung schon im ersten Bauabschnitt mit gebaut wird, liegt das Volumen und die Flä- che hier über dem Durchschnitt. Zusammen mit dem 2. Bauabschnitt liegen die Kenndaten dann wieder im Durchschnitt. Im Ganzen ist es ein guter Beitrag zur Architektur, der auch in der Realisierung des 2. Bauabschnitts gut durchdacht ist. Modellphoto 3. Preis Seite 18 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 2. Rundgang – Arbeit 1003 Die Ausformulierung der Treppenanlage und die einleitende Figur des Baukörpers zur Obstwiese werden positiv gewürdigt. Kritisch werden die zu schmalen Erschließungsflächen im 2. Bauabschnitt, die Orien- tierung vieler Klassen zur Kita und die unruhige Gestaltung der Fassa- den gesehen. 2. Rundgang – Arbeit 1006 Die Organisation des 1. Bauabschnittes in 2 Ebenen führen zu einem spannungsvollen Raumkonzept, das die Abgrabung zum Schulhof ei- gentlich nicht benötigt. Die Fugen um das Gebäude sowie der unan- gemessene Aufwand für den 2. Bauabschnitt und die dann gegebene räumliche Qualität können nicht überzeugen. 2. Rundgang – Arbeit 1009 Die zunächst klar erscheinende Gliederung des Gebäudes führt zu hohen Verkehrsflächenanteilen, die dennoch im 2. Bauabschnitt nicht zu einer guten Aufenthaltsqualität führen. Die Fassadengestaltung und die Materialwahl werden kritisch für die gestellte Aufgabe gese- hen. 1. Rundgang – Arbeit 1002 Die Arbeit weist Mängel auf in der räumlichen Qualität der Fuge zwi- schen den Gebäuden, in der Erschließung vor allem im 2. BA und durch die Orientierung aller Klassenräume zur Kita. Die Umbaumaß- nahmen im Bestand führen zu einer fehlenden barrierefreien Erschlie- ßung der Verwaltung. 1. Rundgang – Arbeit 1004 Die Idee die Schulhoffläche im 1. Bauabschnitt durch ein abgesenktes Tiefgeschoss mit Abgrabungen zum Schulhof und die erheblichen Eingriffe in den Bestand werden kritisch gesehen. Seite 19 von 19 \ WUNDERLICH-0101.docx V1.2-20160701 1. Rundgang – Arbeit 1005 Die Leichtigkeit des Entwurfes kann das vollständige Fehlen der neuen OGS-Räume nicht ausgleichen. 1. Rundgang – Arbeit 1007 Die Arbeit ist knapp organisiert und lässt innenräumlich in Bezug auf den Luftraum und die Orientierung der Mensa ein gutes Raumange- bot erwarten. Sehr kritisch werden die deutlich zu kleinen Klassen- räume des 2. Bauabschnitts gesehen. 1. Rundgang – Arbeit 1008 Die Aufnahme der Gestaltungselemente der Schule wird positiv gese- hen, jedoch vermag die Arbeit in Bezug auf die grenzständige Bebau- ung des 2. Bauabschnittes mit Orientierung zur Kita und die zur Men- sa und zu den Fluren offene Treppe nicht zu überzeugen. 1. Rundgang – Arbeit 1012 Die klare Gliederung des Baukörpers und die wohlproportionierten Fassaden können die fehlende Anbindung von Aufenthaltsräumen zu den Freiflächen und zur Obstwiese aus Sicht des Preisgerichtes nicht ausgleichen.
771-2019 Anlage 1 Wettbewerbsdokumentation
21292 Zeichen
V/0771/2019 Anlage 1
STADT ||| MÜNSTER
we;
N
Inhaltsverzeichnis
Luftbild des Plangebiets
Aufgabenstellung
Plangrundstück
Erschließung
Grün- und Freiraum
Pädagogisches Konzept
Wettbewerbsbedingungen
Die Teilnehmer
Ablauf des Wettbewerbs
Besetzung des Preisgerichts
Der 1. Preis
Der 2. Preis
Der 3. Preis
2. Rundgang
1. Rundgang
Impressum
12
16
20
23
29
4
Die Wettbewerbsaufgabe
Planungsaufgabe und Ziele
Münster ist deutschlandweit die am stärksten wach-
sende Großstadt. Mehr als 300.000 Menschen leben
zurzeit in Münster, bis zum Jahre 2030 wird die Stadt
laut Statistischem Landesamt NRW um rund 30.000
Menschen wachsen. Dies gilt ebenfalls für den Stadt-
teil Gievenbeck, so dass sich für die Mosaik-Schule
Münster seit Jahren ebenfalls wachsende Schüler-
prognosezahlen ergeben.
Neue pädagogische Anforderungen und ein stark
angestiegener Bedarf der Betreuung im öffentlichen
Ganztag haben dazu geführt, dass die vorhandenen
Räumlichkeiten am Schulstandort bei Weitem nicht
mehr ausreichen und für eine volle Dreizügigkeit
ausgebaut werden müssen. Um eine angemessene
Lösung zu finden, ist mit 15 Architekturbüros ein
Planungswettbewerb durchgeführt worden. Insbe-
4
sondere die vom Rat der Stadt Münster beschlosse-
nen Ausbaustandards für die Betreuung im offenen
Ganztag sollen am Standort Mosaik-Schule in Müns-
ter-Gievenbeck und mit diesem Planungswettbewerb
geschaffen werden.
Plangrundstück
Die Schule liegt in unmittelbarer Nähe zum sog.
„Grünen Finger“, einer öffentlichen Grünfläche und
Sportanlage u.a. mit Skateanlage, Abenteuerspiel-
platz, Beachvolleyball- und Basketballfeldern.
Auf dem Grundstück befinden sich das bestehende
Schulgebäude, eine Dreifach-Sporthalle und die Kita
Lichtblick. Prägend für das Erscheinungsbild der
Mosaik-Schule ist ein eingeschossiger Baukörper mit
großem Dachüberstand, der von zweigeschossigen
Baukörpern mit Pultdach durchdrungen wird. Das
Plangebiet für den Erweiterungsbau befindet sich auf
der jetzigen Spielfläche des Schulhofes, die im Ver-
gleich zur befestigten Schulfläche ca. drei Höhenme-
ter tiefer angelegt ist und sich am Niveau der Fuß-
und Radwegverbindung, sowie der anschließenden
Obstwiese angleicht.
Erschließung
Eine Anlieferung für die Mensa über die Schulhofflä-
chen von der Dieckmannstraße aus ist aus schulor-
ganisatorischen Gründen nicht möglich. Die Anlie-
ferung soll über die „Gievenbecker Reihe” erfolgen.
Zusätzlich muss die benachbarte Kita weiterhin mit
Pflegefahrzeugen erreichbar sein.
Die Wettbewerbsaufgabe ee
Grün- und Freiraum
Die Planung der Freianlagen ist nicht Bestandteil des
Wettbewerbs. Die Positionierung und Raumauftei-
lung des Gebäudekörpers muss jedoch eine funk-
tionale Freianlagenplanung ermöglichen und ist ein
Bewertungskriterium.
Pädagogisches Konzept
Der neue Speisesaal soll multifunktional nutzbar
sein. Zwischen Alt- und Neubau muss unter Beach-
tung des Brandschutzes ein trockener Übergang mit
Hausschuhen möglich sein. Bei der optionalen Erwei-
terung (2. BA) soll der 4. Zug größere OGS - Klas-
sen erhalten, auf zusätzliche Betreuungsräume wird
seitens der Schule zugunsten der größeren Klassen-
räume verzichtet. Bei der baulichen Umsetzung ist
grundsätzlich auf eine flexible Ausrichtung sowie auf
Lärmverhinderung/-reduzierung zu achten.
-—] Die Wettbewerbs verfahren
Wettbewerbsbedingungen
Auslober des Wettbewerbs war die Stadt Münster.
Die Organisation und Betreuung des einstufigen
nichtoffenen Wettbewerbs nach RPW 2013 erfolgt
durch die assmann GmbH aus Dortmund.
Die Teilnehmer
Die Gesamtzahl wurde auf 15 Teilnehmer beschränkt.
Neben fünf eingeladenen Büros wurden weitere 10
Teilnehmer durch ein vorgeschaltetes EU-weit aus-
geschriebenes Losverfahren gemäß den Regelungen
der VOF ermittelt.
Folgene fünf Büros wurden direkt zur Teilnahme
am Wettbewerb zugeladen:
- Fritzen + Müller-Giebeler, Münster
- Hahn Helten Architekten, Aachen
- Halfmann Architekten, Köln
- Hilger Architekten, Münster
- Gruppe MDK, Münster
Die 10 folgenden Büros wurden zur Teilnahme am
Wettbewerb ausgelost:
- Peter Bastian Architekten BDA
- Berg Planungsgesellschaft mbH
- e4 Architekten PartGmbB
- htarchitektur
- Jan Kallert Architekten
- Steinweg Claus Architekten PartGmbB / Andreas
Bodem
- RiegerArchitektur
- Atelier Schmelzer Weber / Höhne Fitschen + Partner
- Tusker, Ströhle Freie Architekten BDA
- Weicken Architekten
Ablauf des Wettbewerbs
Die Teilnehmer erhielten Mitte November 2018 die
Planunterlagen. Anfang Dezember fand eine Preis-
gerichtsvorbesprechung statt, in welcher die Jurymit-
glieder ihre Anregungen an die Auslobung anbrin-
gen konnten. Rückfragen und Diskussionen zwischen
den Teilnehmern und den Vertretern der Ausloberin
sowie den Jurymitgliedern wurden im Anschluss an
die Preisgerichtsvorbesprechung erörtert.
Die Plangrundlagen mussten bis zum 13., die Model-
le bis zum 27. Februar 2019 eingereicht werden. Am
05. April tagte das unabhängige Preisgericht zur Be-
urteilung der Arbeiten.
Besetzung des Preisgerichtes
Stimmberechtigte Preisrichter
Fachpreisrichter:
- Achim Dejoze, Architekt, Münster
- Maike Holling, Architektin, Münster
- Jörg. A. Michel, Architekt, Technischer Leiter Amt
für Immobilienmanagement, Münster
- Prof. Diana Reichle, Architektin, Köln
- Eckhard Scholz, Architekt, senden
- Prof. Manuel Thesing, Architekt, Heiden
Sachpreisrichter:
- Stephan Brinktrine, Bezirksbürgermeister BV West,
Stadt Münster
- Thomas Paal, Stadtdirektor und Dezernent für
Bildung, Jugend und Familie, Stadt Münster
- Angela Stähler, Vertreterin CDU-Fraktion, Ratsfrau,
Stadt Münster
-Jörg Hoffmann, Landschaftsarchitekt, Amt für
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Münster
- Karina Kuschewski, Vertreterin Bündnis 90/GAL-
Fraktion, Stadt Münster
- Dieter Sumbeck, Vertreter FDP-Fraktion, Stadt
Münster
Die Wettbewerbsaufgabe ee
- Ulrich Thoden, Vertreter DIE LINKE. Ratsfraktion,
Stadt Münster
Sachverständige Berater:
- Fredon Salehian, Schulleiter Mosaik-Schule,
Münster
- Susanne Uphaus, Projektleitung, Amt für Immobi-
lienmanagement, Stadt Münster
- Ludger Watermann, Abteilungsleiter Amt für
Schule und Weiterbildung, Stadt Münster
- Thomas Werner, Abteilungsleiter Infrastrukturel-
les Gebäudemanagement Amt für Immobilienma-
nagement, Stadt Münster
Vorprüfer (ohne Stimmrecht):
- Claudia Carl, Architektin, Amt für Immobilien-
management, Stadt Münster
- Gerlinde Haase, Amt für Schule und Weiterbildung,
Stadt Münster
- Petra Zimmermann, Amt für Schule und Weiter-
bildung, Stadt Münster
- Katrin Wagner, Amt für Grünflächen, Umwelt und
Nachhaltigkeit, Stadt Münster
- Christine Dern, Architektin, ssmann GmbH,
Dortmund
- Christine Wunderlich, assmann GmbH, Dortmund
——-Z Das Ergebnis
Der 1. Preis
Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisge-
richts:
Die Verfasser positionieren einen klaren, einfachen,
fast quadratischen Baukörper, der in seiner Maßstäb-
lichkeit und Positionierung selbstverständlich den
Schulhof abschließt. Durch einen angemessenen Ab-
stand zum Bestandsschulbau gewährleistet der Neu-
bau zum einen, dass die bestehenden Räumlichkei-
ten der Mosaikschule nicht beeinträchtigt werden,
zum anderen ermöglicht diese Fuge einen
oben: Lageplan
großzügigen Abgang zum Landschaftsraum. Der Er-
weiterungsbau wird folgerichtig vom Schulhof über
einen großzügigen, in den Kubus eingeschnittenen
überdachten, gut auffindbaren Eingangsbereich er-
schlossen. Das ebenerdig zum Schulhof gelegene
Foyer geht überzeugend in einen sich in Nord-
Süd-Richtung aufspannenden, gut belichteten Er-
schließungsraum über. Von hier werden vielfältige
Blickbezüge zu den leicht erhöht liegenden OGS-
Räumen sowie zu der sich im Gartengeschoss be-
findenden Mensa möglich. Eine offene, zum Teil auch
mit Sitzstufen versehene Splitleveltreppe verbindet
die Geschosse. Diese attraktive Treppenanlage lässt
sich in das schulische Leben vielschichtig einbinden
und ist somit eindeutig mehr als nur Erschließung.
links: Modellfoto
Positiv wird die Transparenz zu den OGS-Räumen
hervorgehoben sowie die gut auffindbare Lage der
Verwaltung. Der klar organisierte Speisesaal öffnet
sich großzügig und eindeutig zum Landschaftsraum
und bildet mit seiner einladenden Glasfassade eine
Adresse zur Gievenbecker Reihe aus. Gewürdigt wur-
de die Flexibilität der Mensa, die
tion mit der Treppenanlage eine Mehrfachnutzung
in Kombina-
möglich macht. Küchen- und Lagerflächen wurden
logisch angeordnet. Die Anlieferungszone als schma-
le, in das Gelände eingeschnittene Fuge wird kritisch
diskutiert. Der 2. BA erfolgt durch eine Aufstockung.
Auch nach der Erweiterung behält der Baukörper
eine ausgewogene Proportion und Anmutung. Die
Programmfläche für den 2. BA wurden geringfügig
unterschritten. Der Neubau zeigt sich mit seinen
großzügigen Verglasungen offen und freundlich. Die
vorgeschlagenen Materialien Sichtbeton, Holz und
Glas wirken angemessen und gliedern angenehm die
Fassade. Kritisch wird die vorgeschlagene Lage von
Schulleitung und Sekretariat im 1. OG gesehen. Eine
barrierefreie Zugänglichkeit ist hierdurch nicht gege-
ben, obwohl sie für diese Räume dringend notwen-
dig erscheint. Insgesamt stellt der Beitrag einen aus
städtebaulicher und pädagogischer Sicht sehr über-
zeugenden und wertvollen Beitrag dar.
Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers:
Eingefasst von vorhandener Schulbebauung und der
gegenüberliegenden Mehrfach-Sporthalle, bildet ein
zusätzlicher Baukörper den räumlichen Abschluss
des Schulhofgeländes und den baulichen Übergang
zum angrenzenden Landschaftsraum.
rechts: Fassadenschnitt
Das Ergebnis Fe
2 ET nd
‚s
Pc
oben: Modellfoto
Gruppe MDK Münster Architekten
Ingenieure, Münster
Dirk Kaminski, Hendrik Nettels
Mitarbeiter: Brigitte Faust, Mike Grupp,
Anke Kuhn, Magdalena Schulz
Sonderfachleute: Nees Ingenieure GmbH
Dachaufbau
BE 3:5 Ergebnis
Der 1. Preis - 1. BA
links: Grundriss EG rechts: Grundriss UG
oben: Ansicht Schulhof
unten: Ansicht Obstwiese
10
Das Ergebnis —
Der 1. Preis - 2. BA
Ebenerdig zum Schulhofsgelände werden die ge-
wünschten Funktionen der Verwaltung und die Er-
gänzungsräume des Offenen Ganztages organisiert.
Über eine geschützte Vordachfläche entwickelt sich
] en [ die Erschließung über eine Freitreppe innerhalb eines
I 7 u a I zentralen Luftraumes, welcher alle Ebenen transpa-
ehe
rent und nachvollziehbar miteinander verbindet.
I} Im ı [} a4 }
N Ober
N -— 08 Al j N Der Übergang vom Bestandsschulgebäude aus er-
- - folgt in diesem Bereich ebenfalls ebenerdig und
I 7 7 I überdacht. Der eigenständige Neubaukörper selbst
| = I ® | ist durch eine - auch zum Verweilen einladende
Freitreppe gestalterisch wie konstruktiv von der Be-
standsbebauung getrennt. Dieser Abstand gewähr-
leistet eine problemlose Gründung der unteren Ebe-
ne.
rechts: Grundriss 2.BA
unten: Ansicht Obstwiese
11
—- Das Ergebnis
Der 2. Preis
Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisge-
richts:
Die Leitidee des Entwurfes ist es, sich mit einem
kompakten, schlichten Baukörper von der Hete-
rogenität des Bestandes abzusetzen. In der kom-
pakten Kubatur wurde das im Wettbewerb geforder-
te Raumprogramm weitestgehend erfüllt. Es fehlt
ein Kopierraum. Die Erschließung erfolgt auf drei
Ebenen: erdgeschossig zum Bestand mit einem ver-
glasten Gang, einem zurückversetzten, dem Schulhof
oben: Lageplan
zugewandten Haupteingang, sowie auf der Ebene
der Obstwiese. In diesem Souterrain-Geschoss gibt
es zwei Zugänge, einen zum Mensabereich und
einen seitlichen Eingang zur Erschließungszone.
Die Erschließung von der Obstwiese zum Schulhof
erfolgt in einer ausreichend dimensionierten Fuge
zum Bestand. Die Treppe auf das Schulhofniveau
wird durch Sitzstufen aufgelockert und ermöglicht so
einen Aufenthalt in diesem Bereich. Dem Mensabe-
reich wird in Richtung Obstwiese ein Mittagsgarten
mit hohen Aufenthaltsqualitäten zugeordnet. Der
Mensa sind sämtliche dienenden Räume angeglie-
dert. Die Anlieferung erfolgt im Norden neben der
Rampe im Bestand. Die Mensa kann aufgrund der
getrennten Zugänglichkeit auch separat zum Schul-
links: Modellfoto
Das Ergebnis en
betrieb z.B. für Abendveranstaltungen genutzt wer-
den. Das Erdgeschoss verfügt über ein großes Foyer
mit Aufenthaltsqualitäten. Hier gliedern sich sehr
funktional und schlüssig die Verwaltungsbereiche
und OGS-Räumlichkeiten an. Die Garderobenflä-
chen im Bereich der OGS werden als zu klein dimen-
sioniert bewertet. Im 2. BA wird das Gebäude um ein
Geschoss aufgestockt. Hier befinden sich vier Unter-
richtsräume und ein Mehrzweckraum. Die Rauman-
forderungen an die Klassenräume und den Mehr- oben: Modellfoto
zweckraum werden erfüllt. Die Erschließungsfläche
ist zur Bespielung der Räumlichkeiten allerdings zu
klein dimensioniert. Darüber hinaus fehlen auch Flä- .
htarchitektur BDA, Münster
Henrike Thiemann
chen für Garderoben sowie Stundentoiletten. Die
Fassade ist klar und ruhig gegliedert und bringt
Ruhe in die sonst heterogene Gestaltung der umlie- . j . . u
Mitarbeiter: David Beurich, David Rieke
genden Gebäude. .
Sonderfachleute: Frank Iker (Statik, Brandschutz)
Die Keramikfassade greift in ihrer Farbigkeit und
Struktur die Holzverschalung des Bestandes auf
und schafft so einen gelungenen Brückenschlag
zum Bestand. Der Neubau begrenzt die vorher of- = ==
fene Schulhoffläche wie selbstverständlich und bie- oa
tet zudem so einen dreiseitig geschützten Schulhof. Fußbodenaufbau
15 mm Fliesen
85 mm _ Heizestrich
Insgesamt stellt diese Arbeit eine Bereicherung zum
60 mm
htung
Stahlbetondecke
Gesamtensemble dar. Die Erreichbarkeit der oberen 1somm _ Abhangdeske
Schulhoffläche ist nicht eindeutig dargestellt. Hier
ist die Position der Rampe im Bestand zu prüfen. Im na
zweiten BA werden das Sekretariat und der Schullei- 1m Fiese j
85 mm Heizestre
. . . Trennlage
ter ins Obergeschoss verlagert. Dies ist mangels Bar- Sy um num
200 mm Stahlbetondecke
rierefreiheit und auch aufgrund der Tatsache, dass u a
diese Räume in der Schule als erste Anlaufstelle
dienen, eine denkbar ungünstige Position. Die Wirt-
schaftlichkeit liegt hinsichtlich der BGF und des
Fußbodenaufbau
15 mm Fliesen
85 mm _ Heizestrich
Trennlage
120mm _ Wärmedämmung
Bodenabdichtung
200mm Stahlbetonsohle
BRI leicht über dem Durchschnitt, aber noch im ver-
tretbaren Rahmen.
rechts: Fassadenschnitt
13
BE 3:5 Ergebnis
Der 2. Preis - 1. BA
© Umklelde
’ Hrke Küchenbereich___
Lagerflächen I >
’ >
Zu I |
Technikfläche
en >
1° Spelseraum
Rn)
®
R\: !
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beislıe Te] 39%
Raumearri W
2
—
I 3 A
i EB
links: Grundriss EG rechts: Grundriss UG
14
Das Ergebnis —
Der 2. Preis - 2. BA
Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers:
Das Schulhaus verknüpft selbstverständlich und
barrierefrei die Ebenen der Pausenhoffläche an der
Dieckmannstraße mit dem niedriger gelegenen Gar-
Unterrichteraum
tenspielbereich an der Obstwiese im Bereich der Gie-
venbecker Reihe. Die Flächen für den Offenen Ganz-
tag im Hofgeschoss und die Mittagsverpflegung im
Gartengeschoss werden durch einen kompakten
zweigeschossigen Baukörper direkt über eine Pas-
serelle an den bisherigen Ganztagsbereich des Be-
standes angebunden. Eine Freitreppe als Spiel- und
Aufenthaltsfläche verknüpft zusätzlich die Hof- und
Gartengeschossflächen im Außenbereich. Im optio-
nalen 2. Bauabschnitt wird dieses Konzept durch eine
direkt angebundene Aufstockung nahezu ohne die
Erfordernis von Umbauten konsequent fortgesetzt.
rechts: Grundriss 2.BA
oben: Ansicht Kita
—- Das Ergebnis
Der 3. Preis
Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisge-
richts:
Der Verfasser schlägt städtebaulich einen material-
gerecht klaren Baukörper vor, der gut zur Mosaik-
Schule platziert ist und eine eigene Architekturspra-
che zeigt. Die innere Struktur ist klar gegliedert und
richtig angeordnet, so dass auch der 2. Bauabschnitt
mit dem Ersten eine Einheit bildet. Im ersten Bau-
abschnitt zeigt die Architektur klare Raumkanten
oben: Lageplan
und hochwertige Außenräume zur Seite des Schul-
hofs sowie schöne Blickbeziehungen von Innen nach
Außen und umgekehrt. Diese Qualität geht beim 2.
Bauabschnitt gänzlich verloren. Die inneren Aufent-
haltszonen sind weder kindgerecht noch schaffen sie
lichtdurchflutete Räume. Das Spiel zwischen Licht
und Schatten bleibt aus. Im Ganzen ist es ein guter
Beitrag zur Architektur.
Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers:
Im ersten Bauabschnitt bildet ein einhüftiger Ge-
bäuderiegel die geforderte Nutzung ab. Der Bau-
körper besteht aus insgesamt drei Geschossen! ei-
nem Sockelgeschoss auf dem Niveau der Obstwiese,
links: Modellfoto
Das Ergebnis ee
einem Erdgeschoss auf dem Erdgeschossniveau der
bestehenden Schule und einem Obergeschoss. Der
Baukörper ist orthogonal zur Turnhalle und zum Be-
standsgebäude der Mosaikschule ausgerichtet. Die
östliche Außenkante des neuen Baukörpers nimmt
die Flucht der Außenwand des Bestandsgebäudes
auf und bildet so einen einheitlichen Abschluss der
Schulgebäude. Der Raum zwischen dem Neubau und
dem Bestandsgebäude wird sinnvoll um eine Trep-
penanlage ergänzt, um hier eine gute Anbindung zur oben: Modellfoto
Obstwiese zu ermöglichen.
Die erforderlichen Abstandsflächen zum Rad- und Peter Bastian Architekten BDA, Münster
Fußweg werden eingehalten und die Baumasse Peter Bastian
des Neubaus korreliert mit den Volumina der Um-
gebung. Die Ausbildung des Platzes vor der Mensa Mitarbeiter: Marco Münsterteicher, Carl von Oy,
ermöglicht auch weiterhin die Andienung der Au- Karen Schwenner, Stephanie Keinemann, Nils Bie-
ßenanlagen der Kita Lichtblick. Im Sockelgeschoss ker, Marie Schniggendiller, Anna-Lena Krüger,
befindet sich der reich belichtete Speiseraum Costantino Da Pieve, Michelle Pieper
mit den dazugehörigen Nebenräumen. Im Erdge- Sonderfachleute: Monath&Menzel GmbH (Modell)
schoss sind die Verwaltungsräume angeordnet und
im Obergeschoss die drei Betreuungsräume.
unten: Fassadenschnitt
Ark
ausı ar
8 Kinkerfergte OF
ausT BR
Sichberonsänze
Forigie NEU
3,0
Klnkarlrigial OF aus 1 BA
Seh auf Sltzen
Aitgelagen
n4
Raffstreanagen aus DA
Stentsetonemze
Forte NEU
17
BE 3:5 Ergebnis
Der 3. Preis - 1. BA
links: Grundriss UG rechts: Grundriss EG/OG
TOT
NEED EINIINIHIR
oben: Ansicht Schulhof
unten: Ansicht Obstwiese
III IT
IHM
18
Das Ergebnis —
Der 2. Preis - 2. BA
oben: Grundriss 2.BA
unten: Lageplan 2.BA
—-- Das Ergebnis
2. Rundgang
oben: Lageplan
oben: Ansicht Obstwiese
e4architekten PartGmbB / Frericks-Wullers,
Münster
Manfred Frericks
Mitarbeiter: Ines Croce Frericks,
Marilena Chrysomallis
links: Modellfoto
20
Das Ergebnis —
2. Rundgang
oben: Ansicht Obstwiese
Weicken Architekten, Unna
Barbara Weicken
Mitarbeiter: Michael Gockel, Adam Kolodziej,
Stephanie Klar, Paula Kokot, Anika Podgorny
links: Modellfoto
21
— Das Ergebnis
2. Rundgang
22
oben: Ansicht Obstwiese
Fritzen + Müller Giebeler Architekten BDA,
Münster, Matthias Fritzen
Mitarbeiter: Titus Wiehagen, Sebastiano_ Stilla,
Ludmila Schlytschkowa, Marie Tertilt, Constanze
Schmidt
links: Modellfoto
Das Ergebnis De
1. Rundgang
oben: Ansicht Obstwiese
Steinweg Claus Architekten PartGmbB,
Architekturbüro Andreas Bodem, Münster
Martin Claus, Klaus Steinweg, Andreas Bodem
Mitarbeiter: Juliette Schmidt, Melanie Biermann
links: Modellfoto
23
—- Das Ergebnis
1. Rundgang
J
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Eu pn y|m II
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III I NIH
oben: Lageplan
| & E24
FE HER RR ERREGER U
Bi { 1 = EEE een Zn
[D
oben: Ansicht Obstwiese
Halfmann Architekten Partnerschaft mbB, Köln
Ulrike Halfmann, Martin Halfmann
Mitarbeiter: Constantin Kessler, Felix Sieker
Sonderfachleute: Thomas Halfmann (Modell)
links: Modellfoto
Das Ergebnis
1. Rundgang
4
oben: Lageplan
oben: Ansicht Obstwiese
Hilger Architekten, Münster
Jörg Hilger
Mitarbeiter: Ciro Cirillo, Yvonne Malcherek
Sonderfachleute: Wolfgang Mosler (Modell)
links: Modellfoto
25
—o Das Ergebnis
1. Rundgang
IN
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al Flatı hs tılgl.n
4
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Zulı
Sporthlle Mosaikschule
e &
- ®
N Schulhof =.
oben: Ansicht Obstwiese
Berg Planungsgesellschaft mbH, Münster
Sven F. Berg
Mitarbeiter:S. Schnoor, B. Rose, M. Piehl, Isabelle
Worpenberg, Iris Rummel, Dominik Pille, Mathias
Wittkowski
links: Modellfoto
26
—
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oben: Ansicht Obstwiese
Be Jan Kallert Architekten, Münster
Jan Kallert
Sonderfachleute: Christian Jochheim Modellbau
links: Modellfoto
oben: Lageplan
GN SID ES
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links: Modellfoto
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Peter Weber, Matthias Höhne
Mitarbeiter: Sandra Esslinger
Partner, Dresden
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N
1. Rundgang
| Das Ergebnis
Das Ergebnis ee
Impressum
Herausgeber und
Wettbewerbsauslober
Stadt Münster
Albersloher Weg 33
48155 Münster
Ansprechpartner:
Claudia Carl
Fon: 02 51/492 2458
Fax: 492 7734
Mobil: 0151-51502930
Mail: carl@stadt-muenster.de Wettbewerbsbetreuung und
Web: www.stadt-muenster.de Dokumentation
assmann GmbH
Baroper Straße 237
44227 Dortmund
Ansprechpartnerin:
Christine Dern
Fon: 0231 / 75445 - 333
Fax: 0231 / 75445 - 5333
Mail: dern@assmanngruppe.com
Web: www.assmanngruppe.com
Wettbewerbsbetreuung:
Christine Dern, Christine Wunderlich
Dokumentation
Redation, Layout und Satz:
Christine Wunderlich
Fotonachweis:
assmann GmbH
ssmann
gruppe
29
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Dieckmannstraße 141
- Albersloher Weg 33
- Gievenbecker Reihe
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0771/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.08.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37