A-R/0065/2011
u3-Betreuung bedarfsgerecht ausbauen - Bundes- und Landesförderung sicher stellen
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Originalantrag
3265 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0065/2011 F DP - RATSFRAKTION MÜNSTER – DIE LIBERALEN Die FDP - Fraktion im Internet: http://www.fraktion.fdp-ms.de Email: fraktion@fdp-ms.de Münster, 11.10.2011 Antrag zur sofortigen Beschlussfassung u3-Betreuung bedarfsgerecht ausbauen Bundes- und Landesförderung sicher stellen Der Rat der Stadt möge folgende Resolution an Bund und Land beschließen: Der Rat der Stadt Münster ist davon überzeugt, dass ein bedarfsgerechter, nicht nur an Quoten orientierter Ausbau von Betreuungsplätzen fü r Kinder unter drei Jahren (u3- Ausbau) für die frühkindliche Bildung unabdingbar, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zwingend notwendig und für die Stadt ein wese ntlicher Faktor im Hinblick auf die zukünftige, auch demografische Entwicklung der Stadtgesellschaft ist. Deshalb fordert der Rat von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung, sich im bisherigen Umfang an der finanziellen Förderung die ses Ausbaus - sowohl in räumlicher als auch in personeller und qualitativer Hinsicht - zu beteiligen. Dabei darf die zwischen dem Bund und den Ländern im Jahr 2007 vereinbarte Q uote für Betreuungsplätze von 35 % nicht als (unverrückbare) Obergrenze für die Förd erung gelten. Der Rat erkennt in die- sem Zusammenhang ausdrücklich an, dass die NRW-Land esregierung bis 2013 den Kommunen insgesamt 400 Millionen Euro zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen U3-Platz zur Verfügung stellen will. Nach Umfragen wünschen sich heute rund 40 Prozent d er Eltern einen u3-Platz für ihr Kind; in Großstädten wie Köln oder Münster geht man längst von einem Bedarf aus, der über 50 Prozent liegt. Die regionalen Unterschiede (Stadt oder Land, Groß- oder Klein- stadt, industriell, dienstleistungs- oder agrarisch geprägtes Umfeld) und örtlichen Bedarfe müssen wichtiger sein als die landesweite Erfüllung einer Querschnitts-Quote! Die Stadt Münster hat sehr frühzeitig und noch vor den meisten Initiativen des Landes und des Bundes zusammen mit vielen freien Trägern, Elte rninitiativen und den Kirchen große - auch finanzielle - Anstrengungen unternommen, die K inder-Tagesbetreuung den heutigen Eltern- und Kinder-Ansprüchen anzupassen. Dabei hat Münster auch beachtenswerte Er- folge erzielt. Schon jetzt gehören wir zu den Städten mit den höchsten Betreuungsquoten. Um auch in Zukunft dem steigenden Bedarf der Eltern nach Kindertagesbetreuung gerecht zu werden, müssen sich Stadt, Kirchen, freie Träger und Elterninitiativen auf ein ausrei- chendes - auch von Land und Bund getragenes - finan zielles Fundament stützen können. Auch überall dort, wo - wie in Münster - ein über d ie festgelegten Quoten hinausgehender Bedarf besteht, muss ein weiterer Ausbau der u3-Bet reuung möglich gemacht werden. - 2 - Städte, die frühzeitig und besonders schnell die Be treuungsquote erfüllen, dürfen auf ih- rem weiteren Weg nicht zugunsten der langsameren Kommunen alleine gelassen werden. Daher muss die Bundes- und Landesregierung den von einem weit höheren Bedarf betrof- fenen Städten wie Münster jetzt die über die festge legten Quoten hinausgehende weitere Förderung des u3-Ausbaus zusagen. gez. Carola Möllemann-Appelhoff FDP-Fraktion im Rat
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0065/2011
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 11.10.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37