A-R/0002/2010
Kundenfreundlich, komfortabel, kompetent - Münsters Stadtverwaltung 2011
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Originalantrag
8296 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0002/2010 CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster Fraktionsgeschäftsstelle Mauritzstraße 7-8 . 48143 Münster Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de Antrag 11. Jan. 2010 Kundenfreundlich, komfortabel, kompetent – Münsters Stadtverwaltung 2011 Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Fortentwicklung des Dienstleistungsangebotes der Stadtverwaltung Münster bis zum Jahr 2011 vorzulegen. 1. Schnell und unkompliziert Hauptziel dieses Konzepts ist es, die Stadtverwaltu ng und ihre Dienstleistungsangebote so zu strukturi e- ren, dass die Bürgerinnen und Bürger die meisten Be hördengänge schnell und unkompliziert erledigen können. Insbesondere sollen dazu folgende Maßnahmen geprüft bzw. ergriffen werden: • Konzentration der häufigsten Behördenangelegenheit en an einer für die Bürgerinnen und Bürger so nah wie möglich erreichbaren Stelle (Meldeangelegen heiten, Pass- und Ausweisangelegenheiten, Wohngeld, Kfz-Zulassung) • Nutzung aller Möglichkeiten, Behördenangelegenheit en auch online oder nach Terminvergabe abzu- wickeln einschließlich einer Erweiterung des Formularpools (e-Government) • Schaffung eines erweiterten Angebots für ältere un d behinderte Menschen • Regelmäßige Überprüfung der Öffnungszeiten durch Bü rger- bzw. Kundenumfragen und Messung des Kundenaufkommens • Etablierung eines Konzepts zur Vermeidung und Redu zierung von Wartezeiten, z.B. durch die Ent- wicklung und Umsetzung eines behördenweiten Kontrol l- und Optimierungssystems für alle kunden- relevanten Bereiche 2. Kunden- und bürgerfreundlich Die Stadtverwaltung Münster soll konsequent und reg elmäßig auf Kunden- und Bürgerfreundlichkeit ü- berprüft bzw. ausgerichtet werden. Neben den unter Punkt 1. angesprochenen organisatorischen Rah- menbedingungen gehören dazu auch folgende Maßnahmen: • Mehrsprachige Informationsangebote und Formulare in den Einrichtungen und im Internet • ansprechende Wartebereiche • Entwicklung und Durchführung kundenbezogener Weite rbildungsangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den relevanten Bereichen und Sch affung von Möglichkeiten, diese auch wahrzu- nehmen • Einrichtungen von zusätzlichen Telearbeitsplätzen • Entwicklung eines Programms für Neubürger und Hinz ugezogene, das diese mit der Stadt und ihren Angeboten bekannt und vertraut macht (z.B. Newsletter, Stadtführungen, Schnupperbesuche in kultu- rellen Einrichtungen) Begründung: Münsters Stadtverwaltung gehört bundesweit zu den Vorreitern in Sachen Bürgerfreundlichkeit. In Müns- ter wurde eines der ersten Bürgerämter eingerichtet, hier gibt es im Vergleich zu anderen Städten schon sehr früh Behördendienstleistungen auch am Samstag und das umfangreiche Informationsangebot im Internet erfreut sich einer hohen Resonanz. Mit der Einrichtung von Bezirksverwaltungen und Bürgerbü- ros sowie mit der Schaffung von Trausälen im ehemaligen Lotharinger Kloster und an anderen Stellen im Stadtgebiet wurden weitere Meilensteine gesetzt. All dies wäre nicht möglich gewesen, wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung nicht konstruktiv und flexibel den veränderten und höhe- ren Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürgern gestellt hätten. Gleichwohl zeigen Beispiele aus anderen Städten, dass es auch in Münsters Stadtverwaltung punktuell noch Verbesserungspotential gibt. CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster Fraktionsgeschäftsstelle Mauritzstraße 7-8 . 48143 Münster Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de So wäre wie beispielsweise in Dortmund und Düsseldorf und zahlreichen anderen Städten eine Termins- vergabe an bestimmten Tagen und Zeiträumen bei der Kfz-Zulassungsstelle ebenso sinnvoll wie eine im Internet abzurufende Übersicht über durchschnittliche Wartezeiten bei stark frequentierten Ämtern. Auch der Einsatz pensionierter Polizeibeamter und Feuerwehrmänner bei Adressermittlungen und ähnlichen Aufgabenbereichen im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung wird von anderen Gemeinden erfolg- reich und kostengünstig praktiziert Die Qualität und Kundenfreundlichkeit kommunaler Dienstleistungsangebote ist mittlerweile ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb der Städte um Bürger, Arbeitskräfte und Unternehmen. Durch immer um- fassendere, kundenfreundlichere und schnellere Serviceangebote im Handel und bei Dienstleistern sind zudem die Ansprüche gestiegen, da deutlich wird, was technisch und organisatorisch möglich ist. Es ist immer weniger zu vermitteln, warum man zwar alle möglichen Waren von zuhause aus kaufen kann, Reisen online buchen und seine Geldgeschäfte im Internet abwickeln kann, aber für seine mit der Stadt- verwaltung zu erledigenden Angelegenheiten verschiedene, nicht immer günstig gelegene Einrichtungen zu für Arbeitnehmer schwierigen Zeiten aufsuchen muss. Selbstverständlich müssen an die Abwicklung von Behördenangelegenheiten hohe Ansprüche bezüglich der Sicherheit und des Datenschutzes gestellt werden, aber das gilt z.B. auch für Bankgeschäfte, so dass für die Beurteilung der Kundenfreundlichkeit des Stadtverwaltungsangebots durchaus auch Maßstäbe aus der Wirtschaft herangezogen werden soll- ten. Hinzu kommt, dass die Strukturen der Stadtverwaltung teilweise nicht mehr den aktuellen Erfordernissen entsprechen. So ist kaum verständlich, warum Meldeangelegenheiten im Bürgerbüro und in den Bezirks- verwaltungen erledigt werden können, alle Angelegenheiten rund um das Kfz aber nur an der Rudolf- Diesel-Straße. Hier müssen auch langjährig etablierte Ämterstrukturen im Sinne der Bürgerfreundlichkeit infrage gestellt werden. Maßstab sollte der Ersatz für den Inhalt einer durchschnittlichen, verlorenen Brieftasche sein, für den nur ein Behördengang erforderlich sein sollte. Überprüft werden müssen auch die Öffnungs- und Wartezeiten – gerade weil bei vielen Behördenangele- genheiten nach wie vor das persönliche Erscheinen auf absehbare Zeit noch notwendig sein wird. In allen Bereichen des täglichen Lebens hat es in den vergangenen Jahren deutliche Veränderungen gegeben, so am Auffälligsten bei den Ladenöffnungszeiten, aber auch bei den Sprechstunden von Ärz- ten. Daher ist zu erwarten, dass die bisherigen Öffnungszeiten der Einrichtungen der Stadtverwaltung angesichts geänderter Ansprüche und veränderter Lebensgewohnheiten nicht mehr den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entsprechen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Publikumsverkehr auch an die Mitarbeiter(-innen) der Stadtver- waltung Münster hohe Anforderungen stellt und hier durch die vorgeschlagenen Maßnahmen auch eine Entlastung der Mitarbeiter(-innen) der Stadtverwaltung herbeigeführt werden soll. Dabei ist insbesondere die Einrichtung zusätzlicher Telearbeitsplätze wünschenswert, die – wie erfolgreiche Beispiele aus der Wirtschaft zeigen - bei hoher Effizienz zu einer Entlastung insbesondere alleinerziehender Mitarbeiter(- innen) und zu einer Reduzierung von Beurlaubungen führen werden. Bisher gibt es lediglich 19 Telear- beitsplätze bei der Stadt Münster. Die Telearbeit ist bei der Stadt –Münster nach Abschluss eines erfolg- reichen Pilotprojektes eingeführt und muss ausgebaut werden. Der CDU-Fraktion ist es bewusst, dass das höchste Maß an Kundenfreundlichkeit durch deutlich mehr Personal und höhere Ausgaben zu erreichen wäre. Beides wird aber in den nächsten Jahren kaum zur Verfügung stehen. Daher bittet die CDU-Fraktion um die Erstellung eines realisierungsfähigen Konzepts unter den bekannten schwierigen Rahmenbedingungen. gez. H.-Dieter Sellenriek Gilbert Aldejohann Frank Baumann Sybille Benning Georg Berding Dieter von den Berg Meik Bolte Heinz-Georg Buddenb äumer Olaf Dre ßen Edgar Dr üge Wolfhard Ediger Dr. Dietmar Erber Walter von G öwels Gilbert Hartmann Horst Kisnat Rolf Klein Bruno Kleine Borgmann Karl Kleine-Wilke Marliese Kosmider Franz-Pius Graf von Merveldt Andreas Nicklas Jürgen Ohm Robert Otte Karin Reismann Josef Rickfelder Stefan-Alexander Roth Florian Steinforth Barbara Stober Stefan Weber Helga Welker Simone Wendland
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Mauritzstraße 7
- Rudolf-Diesel-Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0002/2010
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 14.01.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37