A-R/0062/2017
Kita-Navigator verbessern und für Eltern verständlicher gestalten
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a-r-0062-2017-Kita-Navigator verbessern und für Eltern verständlicher gestalten
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0062/2017
SPD -Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Bahnhofstraße 9
48143 Münster
Tel. (0251) 45 314
Fax (0251) 511 750
www.spd-muenster.de
Kita-Navigator verbessern und für
Eltern verständlicher gestalten
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
1. Nach der Auswertung der gemeinsam mit der Universität Münster durchgeführten
„Evaluation der Verteilung von Kitaplätzen“ wird im Ausschuss für Kinder, Jugendliche
und Familien berichtet. Im Anschluss wird schnellstmöglich ein verbessertes Verfahren
bei der Vergabe von Betreuungsplätzen für Kinder entwickelt.
2. Auf den Detailseiten der Kindertageseinrichtungen werden bei allen Einrichtungen die
Aufnahmekriterien der Kita und deren Gewichtung verständlich und ausführlich
dargestellt. Hierbei wird auch dargelegt, inwiefern interessierte Eltern sich bei der
jeweiligen Kita direkt über die Einrichtung und mögliche frei Plätze erkundigen können
(z. B. Tag der offenen Tür, Besichtigungstermine).
3. Der Kita-Navigator, der in Münster als Vormerksystem bei der Suche nach einem
Betreuungssystem genutzt wird, erhält folgende Ergänzungen:
- Die Information, dass die Nutzung des Kita-Navigators keine Anmeldung zu einer
Kindertagesstätte oder eine Tagespflegeperson darstellt, sondern dass der Navigator ein
System ist, um die Bewerbung um einen Platz zu vereinfachen, wird den Eltern bereits
auf der Startseite des Navigators mitgeteilt.
- In den „FAQs“ werden die Eltern ausdrücklich darüber informiert, dass eine Platzverga-
be für den Beginn eines Kita-Jahres auch nach dem 31. März 2017, also nach Wieder-
vormerkung, erfolgen kann.
Begründung:
Das Vormerksystem „Kita-Navigator“ zur Bewerbung um einen Platz in einer Kindertageseinrich-
tung (und inzwischen auch bei einer Tagespflegeperson) wurde vor mehr als drei Jahren einge-
führt. Ziel war es, die Vormerkung bei einer Kita für Eltern einfacher zu gestalten, da diese nicht
mehr bei jeder einzelnen Einrichtung vorsprechen müssen. Gleichzeitig bündelt der Kita-
Navigator die Anmeldungen und zeigt der Stadt wie hoch der Platzbedarf tatsächlich ist. Es
funktioniert ganz einfach: Eltern können sich online ihre „Wunsch-Kitas“ aussuchen und ihr Kind
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vormerken lassen. Das ist aber noch keine Anmeldung. Die Kitas entscheiden (wie überall) selbst
über eine Aufnahme des Kindes. Sobald ein Platz gefunden ist, müssen Eltern entscheiden, ob
sie ihn annehmen und sich dann in der Kita anmelden.
Der Vorteil: Sobald das Kind einen Platz angenommen hat, wird es aus dem Vormerksystem ge-
strichen. Die Stadt kann damit genau sagen, wie viele Kinder noch unversorgt sind, welchen Be-
darf diese Kinder haben und wo noch kurzfristig Optionsplätze geschaffen werden müssen.
Im Ergebnis ist es in den letzten Jahren zwar gelungen, die Platzvergabe zu beschleunigen, es
haben jedoch immer sehr viele Kinder keinen Betreuungsplatz erhalten. In diesem Jahr waren es
rund 300 Kinder.
Für Eltern, die einen Kita-Platz benötigen und nicht wissen, wie gut ihre Möglichkeiten sind, ei-
nen Platz zu erhalten ist vor allem Transparenz wichtig. Dazu gehört zunächst, das System des
„Kita-Navigator“ als Vormerksystem und eben nicht als Vergabesystem schon auf der Startseite
zu erläutern. Dabei soll auch die Zeitschiene für die Kita-Platzvergabe (Vergabe-Runden) kon-
kreter dargestellt werden.
Viel wichtiger: Wer seinem Arbeitgeber frühzeitig mitteilen muss, ob die Rückkehr an den Ar-
beitsplatz zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich ist, oder wer aus anderen Gründen einen
Kitaplatz wünscht, muss erkennen können, ob die Aufnahmekriterien der Kindertagesstätten
eine realistische Aussicht auf einen Platz bieten können. Dazu ist es notwendig, die Aufnahme-
kriterien und ihre Gewichtung bei jeder einzelnen Einrichtung verständlich und deutlich zu erläu-
tern. Bisher sind diese Informationen nicht bei allen Einrichtungen hinterlegt. Zum Teil bestehen
sie auch lediglich aus einer kurzen Auflistung aus der nicht erkennbar ist, welche Kriterien Vor-
rang haben und für welche Altersgruppen welche Kriterien gelten sollen.
Ziel ist es insgesamt, eine Vergabepraxis zu entwickeln, die die Wünsche der Eltern soweit es
geht zu berücksichtigt. Die Teilnahme der Stadt Münster am Forschungsprojekt zur Analyse von
Verfahren bei der Vergabe von Betreuungsplätzen in Kitas ist daher zu begrüßen. Die Ergebnisse
des Projektes müssen im Anschluss schnell in ein verbessertes Verfahren münden.
Insgesamt muss jedoch die Stadt Münster vorrangig den Ausbau von Kindertagesbetreuungs-
plätzen mit Priorität voranbringen, um die Bedarfe der Eltern und Kinder zu decken.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Stadt Münster
Dr. Michael Jung Thomas Fastermann Doris Feldmann
Philipp Hagemann Marius Herwig Dr. Cornelia Jäger
Mathias Kersting Michael Kleyboldt Marianne Koch
Katharina Köhnke Thomas Kollmann Gaby Kubig-Stel tig
Hedwig Liekefedt Anne Schulze Wintzler Petra Seyf ferth
Ludger Steinmann Beate Vilhjalmsson Robert von Ol berg
Maria Winkel
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Bahnhofstraße 9
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0062/2017
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 12.09.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37