2913/2022
Verlängerung des Projektes "Guter Lebensabend NRW"
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 2913/2022 Freigabedatum 08.09.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Verlängerung des Projektes "Guter Lebensabend NRW" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beschließt unter dem Vorbehalt der Förderung aus Projektmitteln des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen eine Verlängerung der Teilnahme der Stadt Köln am Landespro- gramm „Guter Lebensabend NRW“ für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023 mit einem Ge- samtprojektvolumen in Höhe von 127.715,80 €. Die Finanzierung des zu leistenden kommunalen Eigenanteils in Höhe von 25.543,16 € im Haushaltsjahr 2023 erfolgt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 2023 aus dem Budget des Dezernates für Soziales, Gesundheit und Wohnen aus den im Teilergebnis- plan 0504, Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, Zeile 15, Transferaufwendungen, für das Haushaltsjahr 2023 hierfür veranschlagten Mitteln. Integrationsrat 20.09.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 22.09.2022 Gesundheitsausschuss 27.09.2022 Finanzausschuss 31.10.2022 Rat 10.11.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 25.543,16 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 102.172,64 € 80 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Das vormalige Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nord- rhein-Westfalen hat das Modellprojekt „Guter Lebensabend NRW“ ins Leben gerufen, um eine kultursensible Altenhilfe und –pflege für Senior*innen mit Einwanderungsgeschichte verstärkt zu etablieren. So sollten nachhaltige Lösungen für bestehende Zugangshindernisse zu den Regelangeboten der medizinischen Versorgung und insbesondere zu Angeboten der Altenhilfe und –pflege erarbeitet werden. Der Rat stimmte in seiner Sitzung am 23.03.2021 der Teilnahme der Stadt Köln am Landes- programm „Guter Lebensabend NRW“ für die Zeit vom 01.04.2021 bis 31.12.2022 zu und beauftragte die Verwaltung mit der Erarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes für die Stadt Köln. Die Steuerung des Projektes insgesamt oblag gemeinsam dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie dem Amt für Integration und Vielfalt. Hierzu haben die Ämter am 24.11.2020 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. 3 Projektbezogen wurde zudem ein kultursensibel agierendes Team (mit drei jeweils 0,5 Stellen) bei den ausgewählten externen Projektpartner*innen der Stadt Köln, dem Deutsch- Türkischen Verein Köln e.V., dem AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. und der Sozial- Betriebe-Köln gGmbH eingerichtet. Dieses war auf Basis der weitgehenden Erfahrungen im Handlungsfeld und der hervorragenden Vernetzung mit den relevanten Akteur*innen in der Stadt mit der inhaltlichen Projektarbeit betraut. Für eine weitergehende Beratung bei Projektdurchführung und insbesondere bei der Erstel- lung des Handlungskonzeptes wurde zudem ein Projektbeirat aus Akteur*innen der Stadt- gesellschaft mit besonderem Expert*innenwissen gegründet, der sich aktiv in die Projektar- beit eingebracht hat und mit dem die jeweiligen Arbeitsschritte und deren Ergebnisse detail- liert diskutiert und abgestimmt wurden. Das Modellprojekt „Guter Lebensabend NRW“ war in seinem gesamten Verlauf für alle teil- nehmenden Modellkommunen stark durch die Auswirkungen der Corona -Pandemie geprägt. Auch der Ukraine-Krieg hat viele Ressourcen in den Ämtern gebunden und so die Umset- zung des geplanten Projektvorhabens verzögert und erschwert. In Reaktion hierauf hat das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW am 20.05.2022 die Option einer Projektverlängerung vom 01.01.2023 -31.12.2023 mitgeteilt. Der erneute Förderaufruf wird durch die Verwaltung sowie die Kooperationspartner*innen als willkommene Möglichkeit und große Chance gesehen, die bereits entwickelten Ansätze zur interkulturellen Öffnung der Altenhilfe und –pflege auf Basis des erarbeiteten Handlungskon- zepts und dessen Erkenntnissen weiterzuführen. Auf diese Weise können die Strukturen der Regelversorgung in Köln bedarfsorientiert auf die demographische und interkulturelle Ent- wicklung unserer Stadtgesellschaft ausgerichtet und nachhaltig verstetigt werden. Nach Ab- schluss des Projektes sollen die Akteur*innen / Organisationen der Altenhilfe und –pflege in der Stadt Köln befähigt sein, den Prozess der interkulturellen Öffnung weiterhin aktiv zu ge- stalten und fortzuführen. Eine Antragstellung muss bis zum 15.11.2022 erfolgen, diese wird seitens der Verwaltung fristgerecht unter Vorbehalt des Ratsbeschlusses an das Ministerium gerichtet. Zur Umsetzung des Handlungskonzepts soll die Zusammenarbeit des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren und des Amtes für Integration und Vielfalt auf Basis einer erneuten Ko- operationsvereinbarung als Projektsteuerungsteam fortgesetzt werden. Zudem wurde die Bereitschaft der externen Projektpartner*innen, dem Deutsch-Türkischen Verein Köln e.V., dem AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. und der Sozial-Betriebe-Köln gGmbH sicherge- stellt, ihre Expertise auch während des Verlängerungszeitraumes einzubringen und die Zu- sammenarbeit mit der Stadt Köln fortzuführen. Auf Basis des bewährten Zusammenwirkens und der Bündelung der Erfahrungswerte wird eine zielorientierte und bestmögliche Fortfüh- rung des Projektes angestrebt. Auch der Projektbeirat hat sich einstimmig für die Projektver- längerung und seiner weiteren Beteiligung am Projekt ausgesprochen. Mit dem Projektbeirat wurde in der Sitzung am 11.08.2022 zudem auch die inhaltliche Aus- gestaltung des Verlängerungszeitraumes abgestimmt. Der Fokus einer Umsetzung des Handlungskonzeptes soll durch die Realisierung der folgenden Angebote und Aktivitäten auf den drei Säulen „Vernetzung und Empowerment“, „Fortbildungen“ sowie „Unterstützungsleis- tungen“ liegen.
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2913/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 08.09.2022
- Erstellt
- 02.09.2022 12:22