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0536/2021

Beantwortung der Anfrage von Frau Lange vom 21.01.21 zum EU-Projekt "GrowSmarter"

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 18.02.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 04.03.2021, TOP 8.2

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

6946 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/V/7 
 
Vorlagen-Nummer 18.03.2021 
 0536/2021 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 04.03.2021 
 
Beantwortung der Anfrage von Frau Lange vom 21.01.21 zum EU-Projekt "GrowSmarter" 
SE Frau Lange übermittelt folgende Anfragen per E-Mail: 
Ziel des EU-Projekts „GrowSmarter“ ist es, in einem umfassenden Vorgehen innovative und nachhal-
tige Lösungen für die Bereiche Energiemanagement, Transport und Mobilität zu finden. 
Welche zukunftsweisenden Lösungen im Rahmen der Gebäudesanierung wurden gefunden? 
Hier die Fragen im Einzelnen: 
1. Ist die Kombination von Fernwärme, PV, Wärmepumpe und Batteriespeicher so sinnvoll, das sie 
für Einzelhäuser und/oder Siedlungen empfohlen werden kann und auch finanziell günstig ist? 
2. Kann man anhand des Projektes Aussagen darüber treffen, wann es sinnvoll ist Heizwärme und 
Warmwasserversorgung zu kombinieren und wann nicht? 
3. Kann man anhand des Projektes Aussagen darüber treffen, wann eine Fassadendämmung ener-
getisch Sinn macht, so dass die Einsparung an CO2 beim Heizen größer ist, als der CO2-Aufwand 
bei Herstellung, Transport und Verarbeitung des Dämmmaterials? 
4. Welche Kombinationen von Energieerzeugung und/oder Speicherung sind sinnvoll? 
5. Wurden Modelle entwickelt, die so kosteneffizient sind, dass weder die Warmmiete der Mieter stei-
gen muss, noch der Vermieter die Kosten der Sanierung zu tragen hat? Oder anders ausgedrückt: 
Gibt es Modelle bei denen die Einsparung bei den Energiekosten, die Kosten der Sanierung de-
cken oder übersteigen? 
6. Gibt es Erfahrungen mit der Kombination von PV und Wasserstoff? 
7. Nutzen die Mieter die intelligenten Stromzähler um z.B. in den Zeiten die Waschmaschine laufen 
zu lass, wenn der Strom günstig ist? Und stellt dies nicht u.U. eine Lärmbelästigung für andere 
Mieter da? Gibt es hier Erfahrungen? 
8. Werden die Erkenntnisse, die durch das Projekt gewonnen wurden, wieder zu finden sein z.B. bei 
Bebauungsplänen, Bauvorschriften, Sanierungsempfehlungen usw.? 
In der Mitteilung der Stadt vom 20.08.2020 (1723/2020) heißt es: 
„Inzwischen wird vorrangig an einer Strategie zum klimaneutralen Köln gearbeitet. Der Rat der Stadt 
Köln hat im Sommer 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Frau Oberbürgermeisterin Reker hat die 
Erreichung der Klimaneutralität Kölns als wichtiges Ziel erklärt und zur Erreichung des Ziels den Um-
weltdezernenten beauftragt einen Klimarat einzurichten. Die Fortführung der Umsetzung des Maß-
nahmenprogramms „KölnKlimaAktiv 2022“ ist auf das Jahr 2021 und darüber hinaus verschoben.“ 
Ist das so zu verstehen, dass die Fortführung der Umsetzung des Maßnahmenprogramms „KölnKli-
maAktiv 2022“ jetzt erst mal auf Eis gelegt ist und zu einem noch nicht bestimmten späteren Zeitpunkt 
fortgeführt werden soll?

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Die Verwaltung antwortet hierzu: 
1) Alle Lösungen des EU-Projekts GrowSmarter sind im Detail sowohl in Bezug auf die Umsetzung 
als auch auf das Thema Finanzen evaluiert und erklärt (fact sheets) und zusammengefasst 
(recommendations from a european smart city project & final brochure), s. https://grow-
smarter.eu/home/  
Die Website der Stadt Köln zu diesem Projekt wird derzeit aktualisiert: 
https://www.stadt-koeln.de/artikel/62911/index.html 
Es handelt sich bei GrowSmarter um ein Forschungsprojekt. Bei Pilotprojekten dieser Art steht 
der finanzielle Nutzen nicht im Vordergrund. Vielmehr sollten wesentliche Erkenntnisse zur nach-
haltigen Energieversorgung in Quartieren gewonnen werden. Im Rahmen des EU-Projektes galt 
es den Primärenergiefaktor in der Stegerwaldsiedlung um bis zu 70 Prozent zu senken. Um dies 
zu erreichen, wurden Wärmepumpen installiert. Die Fernwärme sichert zusätzlich Verbrauchs-
spitzen ab. Fernwärme trägt in Ballungsgebieten ganz wesentlich dazu bei, den CO2-Ausstoß zu 
senken. Die RheinEnergie erzeugt ihre Fernwärme in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung, 
produziert neben Wärme also zusätzlich Strom. Die Anlagen des Unternehmens zählen zu den 
modernsten weltweit und erreichen eine Energieeffizienz von bis zu 86 Prozent.  
2) Es gibt in jedem Gebäude einen Heizwasserkreislauf und einen Warmwasserkreislauf. Eine 
kombinierte Nutzung findet nicht statt. 
3) Im Projekt wurde keine Life-Cycle-Analysis (Lebenszyklusanalyse) geplant. Dies war nicht Be-
standteil des Projektantrags und wurde während der Projektlaufzeit beibehalten. 
4) Es gibt viele sinnvolle Kombinationen. Eine pauschale Antwort lässt sich nicht treffen. Je nach 
Gebäude, örtlichen Gegebenheiten, bestehender Infrastruktur und Zielstellung der Kunden gibt 
es eine Vielzahl von sinnvollen Kombinationen aus Erzeugung und Speicherung.  
5) Nein, im Projekt sind keine solchen Modelle bekannt. 
6) Im Projekt GrowSmarter wurde nicht mit Wasserstoff gearbeitet. Generell verweisen jedoch aktu-
elle Studien (u.a. vom Wuppertal Institut) darauf, dass Wasserstoff eher in den Sektoren Industrie 
und Mobilität sinnvoll eingesetzt werden kann. https://www.wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/5169/ 
7) Zum Zeitpunkt des Projektes gab es noch keine zertifizierten SmartMeter, weshalb Abstand von 
der Umsetzung dieser Maßnahme genommen und keine Zähler eingebaut wurden. Es liegen den 
Projektbeteiligten daher keine Ergebnisse vor. 
8) Die Erkenntnisse sind zum großen Teil in das Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz in Köln 
„KölnKlimaAktiv 2022“ eingeflossen. 
https://www.stadt-koeln.de/artikel/68183/index.html 
In dem Programm sind 19 verschiedene Maßnahmen in folgenden sieben Handlungsfeldern ver-
ankert: 
 Klimaschutz allgemein 
 Stadtplanung/Stadtentwicklung 
 Energetische Sanierung 
 Stromeinsparung 
 Photovoltaik 
 Suffizienz 
 Mobilität. 
Mobilstationen wurden im Projekt GrowSmarter in Köln erstmals umgesetzt und getestet, im An-

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schluss mithilfe eines Masterplans auf das gesamte Stadtgebiet ausgerollt und werden derzeit 
nach und nach umgesetzt. Sie finden sich inzwischen auch in der Stadtplanung wieder. 
Bis Mitte 2021 soll die erste Ausbauphase der Ladesäuleninfrastruktur mit 200 Ladesäulen im 
Stadtgebiet abgeschlossen sein und die nächste Ausbauphase starten. 
Das Maßnahmenprogramm für den Klimaschutz in Köln „KölnKlimaAktiv 2022“ soll fortgeführt wer-
den, wird sich jedoch aller Voraussicht nach in die Struktur der Strategie einordnen. Im Moment wird 
die Arbeit an der Strategie priorisiert. Im Jahr 2021 soll mit der Umsetzung von Maßnahmen begon-
nen werden. 
Hierzu folgender Hinweis aus der Jahres-Pressekonferenz vom 28.01.2021: 
„…müssen Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft miteinander klären, was wir bis wann erreichen 
können und welche Lasten wir dafür aufbringen wollen. Denn eins ist klar: es bedarf mehr Anstren-
gungen - auch hinsichtlich des städtischen Haushalts. Das ist kein einfacher Prozess, aber ein not-
wendiger, um voran zu kommen.“ 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

04.03.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 8.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
0536/2021
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
18.02.2021
Erstellt
15.02.2021 08:25