1770/2019
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2017 für die Bühnen der Stadt Köln
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Anlage 7 - Ergebnisverwendungsvorschlag
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BÜHNEN KÖLN ’ > tAmM7Z BÜHNEN KÖLN OPER/ \KOLN SEE OO FRsın Jahresabschluss 2016/17 Anlage 7 Ergebnisverwendungsvorschlag der Betriebsleitung EEE Bühnen der Stadt Köln Anlage 7 VORSCHLAG ÜBER DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS FÜR DAS GESCHAFTSJAHR VOM 1.9.2016 BIS ZUM 31.8.2017 Die Bühnen haben im Wirtschaftsjahr 2016/17 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 623.696,02 EUR erwirtschaftet. Unter Einschluss eines Gewinnvortrags von 12.042.494,23 EUR ergibt sich damit zum 31.8.2017 ein Bilanzgewinn in Höhe von 11.418.798,21 EUR. Da der Rat im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2015/16 (Ratsbeschluss 3142/2018 vom 22.11.2018) bereits über einen Teilbetrag des Gewinnvortrags in Höhe von 9.635.554,36 EUR verfügt hat, schlägt die Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln vor, dass der verbleibende Bilanzgewinn (1.783.243,85 EUR) um eine anteilige Auflösung der bestehenden Sanierungsrücklage (605.822,46 EUR) zum Ausgleich des Sanierungsverlustes 2016/17 erhöht und wie folgt verwendet werden soll: EUR vorläufiger Bilanzgewinn 31.8.2017 1.783.243,85 Auflösung zweckgebundene Rücklage Sanierung 605.822,46 Vortrag auf neue Rechnung 2.389.066, 31 Die zweckgebundene Gewinnrücklage für die Sanierung entwickelt sich damit wie folgt: EUR Stand 31.8.2017 0,00 Zuführung gem. Ratsbeschluss 3142/2018 vom 22.11.2018 9.635.554,36 9.635.554,36 Auflösung 605.822,46 9.029.731,90 Das Eigenkapital der Bühnen zum 31.8.2017 stellt sich nach der Ergebnisverwendung wie folgt dar: EUR Gezeichnetes Kapital 50.000,00 Gewinnrücklagen andere (zweckgebundene) Gewinnrücklagen - Rücklage für Interimspielbetrieb 2016/17 ff. 1.274.000,00 - Rücklage für die Sanierung der Bühnen Köln 9.029.731,90 10.303.731,90 Bilanzgewinn 2.389.066, 31 12.742.798,21 Köln, den 11.06.2019 r )) Fa „ar Aot-ys Am — | inssobw R. er \ Dr. Birgit Meyer \ Stefan Bachmann Patrick Wasserbauer A Bernd Streitberger Intendantin der Oper Intendant des Schauspiels Geschäftsführender Direktor Technischer Betriebsleiter
Anlage 6 - Eigenkapitalentwicklung
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Jahresabschluss 2016/17
Anlage 6
Spartenbezogene
Eigenkapitalentwicklung
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Anlage 8 - Fragenkatalog § 53 HGrG
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BÜHNEN KÖLN SCHAU i NZ BÜHNEN KÖLN OPER/ \KÖLN se, Lam? Jahresabschluss 2016/17 Anlage 8 Fragenkatalog nach 8 53 HGrG DORNBACH D Seite 1 Bühnen der Stadt Köln, Köln IDW Prüfungsstandard: Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach 8 53 HGrG (IDW PS 720) Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen Verhältnisse Fragenkreis 1: Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie in- a) dividualisierte Offenlegung der Organbezüge Gibt es Geschäftsordnungen für die Organe und einen Geschäftsverteilungsplan für die Geschäftsleitung sowie ggf. für die Konzernleitung? Gibt es darüber hinaus schriftliche Weisungen des Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts- sowie ggf. für die Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese Regelungen den Bedürf- nissen des Unternehmens bzw. des Konzerns? Innerhalb der Betriebsleitung sind die Geschäftsverteilung und die Abgrenzung der Kom- petenzen und Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder durch die Dienstanweisung vom 18. Januar 2016 geregelt. Nach dieser Dienstanweisung setzt sich die Betriebsleitung der Bühnen der Stadt Köln aus vier Betriebsleitern/Betriebsleiterinnen zusammen: dem Geschäftsführenden Direk- tor/der Geschäftsführenden Direktorin, dem Intendanten/der Intendantin des Schauspiels, dem Intendanten/der Intendantin der Oper und dem Technischen Betriebsleiter/der Tech- nischen Betriebsleiterin. Die Betriebsleitung führt die Geschäfte der Bühnen der Stadt Köln gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Kon- flikte sind innerhalb der Betriebsleitung zu lösen; soweit das nicht zu einem einvernehmli- chen Ergebnis führt, ist der/die zuständige Beigeordnete einzuschalten, der/die letztend- lich entscheidet, wenn keine Konfliktlösung herbeigeführt werden kann. Unbeschadet der Gesamtverantwortung werden den Betriebsleitern Ressorts zugewiesen, für die sie zu- ständig sind. Dorneach 4) Seite 2 Zum Aufgabenbereich des Geschäftsführenden Direktors/der Geschäftsführenden Direk- torin gehören das Finanzwesen, das Personalwesen und die Verwaltung (Organisation, EDV etc.). Dienstvorgesetzter der Bediensteten der Einrichtung ist der Oberbürgermeister (8 6 der Betriebssatzung vom 27. August 2013 in der Änderungsfassung vom 11. April 2016, ver- öffentlicht im Amtsblatt der Stadt Köln vom 20. April 2016). Im Wirtschaftsjahr 2016/2017 setzte sich die Betriebsleitung der Bühnen aus dem Ge- schäftsführenden Direktor, Herrn Patrick Wasserbauer, der Opernintendantin, Frau Dr. Birgit Meyer, dem Schauspielintendanten, Herrn Stefan Bachmann, und dem Techni- schen Betriebsleiter, Herrn Bernd Streitberger, zusammen. Die Überwachungsorgane der Einrichtung sind der Rat der Stadt Köln und der Betriebs- ausschuss. Der Rat der Stadt Köln entscheidet über Angelegenheiten, die er nicht übertragen kann (8 41 Abs. 2 GO NRW). Dazu gehören u.a.: - die Wahl der Mitglieder der Ausschüsse und ihrer Vertreter, - der Erlass, die Änderung und die Aufhebung von Satzungen und ortsrechtlichen Be- stimmungen, - der Erlass eines Stellenplanes, - die Festsetzung privatrechtlicher Entgelte. Darüber hinaus entscheidet der Rat der Stadt Köln u.a. über folgende Angelegenheiten ($ 4 der Betriebssatzung): - Bestellung und Abberufung der Betriebsleiter, - Feststellung und Änderung des Wirtschaftsplanes, - Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Jahresgewinns oder die Behandlung eines Jahresverlustes und die Entlastung des Betriebsausschusses so- wie die Rückzahlung von Eigenkapital an die Stadt. DORNBACH D) Seite 3 Die übrigen Zuständigkeiten des Rates der Stadt Köln nimmt - bis auf die o.g. nicht über- tragbaren Aufgaben und die in der Betriebssatzung genannten Angelegenheiten - der Be- triebsausschuss wahr (8 41 Abs. 2 und 3 GO NRW i.V. mit der Zuständigkeitsordnung des Rates der Stadt Köln). Der Betriebsausschuss ist personenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln (8 5 Abs. 1 der Betriebssatzung). Der Betriebsausschuss bündelt alle den ei- genbetriebsähnlichen Betrieb betreffenden kaufmännischen, technischen und personel- len Angelegenheiten, die ansonsten nach der Zuständigkeitsordnung grundsätzlich auch anderen Fachausschüssen zur Entscheidung übertragen sind. Der Betriebsausschuss entscheidet in den Angelegenheiten, die ihm durch die GO NRW und die EigVO NRW übertragen sind, sowie in den ihm vom Rat der Stadt Köln ausdrück- lich übertragenen Angelegenheiten sowie gemäß der Betriebssatzung über - Erlass und Niederschlagung von Ansprüchen zwischen EUR 10.000 bis EUR 50.000, - Stundung von Ansprüchen zwischen EUR 20.000 bis EUR 50.000, - Bedarfsfeststellungen (außer Bauleistungen) bei Auftragswerten von mehr als EUR 125.000 bis EUR 1 Mio., - Zustimmung zu sonstigen Verträgen, wenn der Wert im Einzelfall den Betrag von EUR 125.000 übersteigt. Ausgenommen sind die Geschäfte der laufenden Betriebs- führung und Angelegenheiten, die nach der Gemeindeordnung NRW, der Eigenbe- triebsverordnung oder der Betriebssatzung der Zuständigkeit des Rates vorbehalten sind, - den Vorschlag eines Abschlussprüfers zur Vorlage an die Gemeindeprüfungsanstalt. Die Einbindung des Rates der Stadt Köln sowie des Betriebsausschusses in die Ent- scheidungsprozesse der Betriebsleitung vollzieht sich nach den gesetzlichen Grundlagen sowie den ergänzenden Regelungen (Gemeindeordnung NRW, Eigenbetriebsverordnung NRW, Hauptsatzung der Stadt Köln vom 10. Februar 2009 in der Fassung vom 15. März 2016 und Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln vom 12. Mai 2016 bzw. vom 27. Juli 2017). Die vorgenannten Regelungen sind sachgerecht und entsprechen den Bedürfnissen der Bühnen. b) c) d) Dorneach JO) Seite 4 Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden und wurden Niederschriften hierüber erstellt? Im Zeitraum vom 1. September 2016 bis zum 31. August 2017 fanden fünf Sitzungen des Betriebsausschusses und vier die Einrichtung betreffende Sitzungen des Rates der Stadt Köln statt. Es wurden zu allen Sitzungen des Betriebsausschusses und des Rates der Stadt Köln Niederschriften erstellt. Sitzungen der Betriebsleitung haben auskunftsgemäß stattgefunden. Niederschriften über die Sitzungen wurden nicht erstellt. In welchen Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. $ 125 Abs. 1 Satz 5 AktG sind die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig? Die Mitglieder der Betriebsleitung sind auskunftsgemäß in keinem weiteren Kontrollgremi- um tätig. Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftsleitung, Überwachungsorgan) indivi- dualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzernabschlusses aufgeteilt nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aus- gewiesen? Falls nein, wie wird dies begründet? Organe der Bühnen sind die Betriebsleitung und der Betriebsausschuss. Die gewährte Vergütung der Betriebsleitung wird im Anhang individualisiert ausgewiesen. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten keine Vergütung. DORNBACH D Seite 5 Fragenkreis 2: Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden Organisationsplan, aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und Zuständigkeiten/Weisungsbefugnis- se ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige Überprüfung? Mit der Überführung der Bühnen vom Regiebetrieb in eine eigenbetriebsähnliche Einrich- tung wurde die Organisation der Abteilungen neu gegliedert. Die Arbeitsbereiche und da- zugehörigen personellen Zuständigkeiten ergeben sich aus dem jährlichen Dienst- verteilungs- und Stellenplan. Im Dienstverteilungs- und Stellenplan sind sehr kurze Stel- lenbeschreibungen der Mitarbeiter vorhanden. Unterlagen zu Weisungsbefugnissen und Vollmachten der Mitarbeiter sind zentral dokumentiert. Eine regelmäßig stattfindende Überprüfung der Aufbauorganisation durch die Betriebslei- tung ergibt sich aus dem jährlich aufzustellenden Dienstverteilungs- und Stellenplan. Feststellung/Beanstandungen: Bezüglich der Ablauforganisation sind keine zentral verfügbaren Unterlagen vorhanden. Empfehlung: Wir empfehlen die Erstellung eines laufend zu aktualisierenden Organisationshandbuchs, aus dem sowohl die Aufbau- als auch die Ablauforganisation ersichtlich sein sollte. Bei der Aufnahme der Arbeitsabläufe sollten die jeweils verantwortlichen Mitarbeiter sowie die von der Intendanz vorgegebenen Kontrollen integriert werden. Ferner sollten die für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung zu beachtenden Richtlinien der Stadt Köln sowie die speziell für die Bühnen gültigen Geschäftsordnungen, Zuständigkeitsordnungen, Dienst- und Arbeitsanweisungen etc. zentral in diesem Organisationshandbuch gesam- melt werden. Das Organisationshandbuch sollte für alle Mitarbeiter online zur Einsicht be- reitgestellt werden. Nach Auskunft der Bühnen ist man aufgrund der Vielzahl an zusätzlichen Aufgaben aus dem Sanierungsprojekt bzw. dem Interim derzeit personell nicht in der Lage, Mitarbeiter- kapazitäten für die Erstellung bzw. Pflege eines Organisationshandbuchs zur Verfügung zu stellen. Mit Einzug in das sanierte Haus soll dieses Projekt jedoch zeitnah umgesetzt werden. b) d) DORNBACH D Seite 6 Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan verfahren wird? Derartige Anhaltspunkte haben wir bei unserer stichprobenartig durchgeführten Prüfung nicht festgestellt. Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen und doku- mentiert? Die Bühnen haben die von der Stadt Köln getroffenen Vorkehrungen zur Korruptionsprä- vention beachtet. Diese betreffen Hinweise zur Umsetzung des Korruptionsbekämpfungs- gesetzes (KorruptionsbG) vom 16. Dezember 2004 im Vergabewesen sowie Richtlinien zur Rotation von Mitarbeiter/-innen in korruptionsgefährdeten Bereichen und das Verbot der Annahme von Vergünstigungen. Im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wurden keine zusätzli- chen bzw. neuen Regeln eingeführt. Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird von der internen Revision, die unmittelbar an die Geschäftsführende Direktion angebunden ist, kontrolliert. Insbesondere die Überprüfung der Rotation wird durch die Interne Revision regelmäßig vorgenommen. Der Rechnungs- prüfungsausschuss erhält jährlich einen Bericht über die Ergebnisse der Prüfung. Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche Entscheidungs- prozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftragsabwicklung, Personalwesen, Kre- ditaufnahme und -gewährung)? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass diese nicht ein- gehalten werden? Grundsätzlich gelten die Regelungen zum Allgemeinen Dienstbetrieb und Geschäftsab- lauf innerhalb der Kölner Stadtverwaltung, die im Handbuch der Stadtverwaltung Köln vom 20. November 2001 bzw. den laufenden Aktualisierungen hierzu zusammengefasst worden sind. Darüber hinaus ergeben sich entsprechende Richtlinien aus der Zuständig- keitsordnung der Stadt Köln. Den Mitarbeitern stehen im Intranet der Stadt Köln (Internes - Bibliothek) die zu beachtenden Gesetze/Rechtsverordnungen, Dienstanweisungen/- vereinbarungen und städtischen Regelungen zur Verfügung. Die städtischen Regelungen umfassen u.a.: - Allgemeine Rahmenbedingungen für Sponsoringleistungen im Bereich der Stadtver- waltung vom 9. November 2010 bzw. den laufenden Aktualisierungen. e) DORNBACH D Seite 7 - Richtlinien der Stadt Köln für die Vergabe von Bauleistungen (VOB), von Lieferungen und Dienstleistungen (VOL), von freiberuflichen Leistungen an freiberuflich Tätige (VOF) und Dienstleistungskonzessionen von 31. Oktober 1995 in der aktualisierten Fassung 06/2010, Wertgrenzenkonzept der Stadt Köln vom 1. Januar 2014 sowie die Vergaberichtlinie TVgG Anhang 10 und 11 (Stand 2. Mai 2012) aufgrund des Tarif- treue- und Vergabegesetzes NRW, das am 1. Mai 2012 in Kraft getreten ist. Darüber hinaus hat der Rat der Stadt Köln speziell für die Bühnen folgende Richtlinie be- schlossen: - Geschäftsordnung über die Abgabe kostenloser bzw. ermäßigter Eintrittskarten bei den Bühnen der Stadt Köln vom 31. Januar 2002, geändert mit Beschluss des Rates der Stadt Köln vom 18. Juli 2013. Im Rahmen des jährlichen Wirtschaftsplanes beschließt der Rat der Stadt Köln über den Gesamtbetrag der Kredite zur Finanzierung der Ausgaben und ermächtigt gleichzeitig die Betriebsleitung, Kassenkredite bis zu einer bestimmten Höhe aufzunehmen, um die kurz- fristige Liquidität sicherzustellen. Die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditaufnah- me und zur Eingehung von Verpflichtungen wurde vom Rat der Stadt Köln am 28. Juni 2016, am 17. November 2016 und am 18. Mai 2017 beschlossen. Es haben sich im Rahmen der stichprobenhaft durchgeführten Prüfung keine Anhalts- punkte dafür ergeben, dass die vorstehend genannten Regelungen und Richtlinien nicht eingehalten wurden. Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z.B. Grundstücksverwal- tung, EDV)? Grundsätzlich werden Verträge, die die Bühnen der Stadt Köln betreffen, in Form eines Kopierexemplars geordnet abgelegt. Darüber hinaus werden die Verträge in excel- basierten Listen erfasst und fortlaufend aktualisiert. Die Aufgliederung der Verträge er- folgt nach Spielzeiten und Sparten bzw. Spielort; bei spielzeitübergreifenden Verträgen erfolgt die Aufgliederung alphabetisch bzw. nach Vertragspartnern. DORNBACH D Seite 8 Die Verwaltung dieser Verträge wird durch einen Mitarbeiter des Finanz- und Rechnungs- wesens wahrgenommen. Die Dokumentation und Aufbewahrung von originalen Mitarbeiterverträgen und Gagen- kräften erfolgt in der Personalabteilung der Bühnen. Die Dokumentation erfolgt ordnungsgemäß. Fragenkreis 3: Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Con- a) trolling Entspricht das Planungswesen auch im Hinblick auf Planungshorizont und Fortschrei- bung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge von Projekten den Bedürfnissen des Unternehmens? Das Planungswesen entspricht den Bedürfnissen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Werden Planabweichungen systematisch untersucht? Planabweichungen in den Wirtschaftsplänen werden regelmäßig unter Zuhilfenahme des SAP-Moduls Controlling untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden regelmä- ßig in den Erläuterungen zu dem jeweiligen Quartalsbericht dargestellt. Die Quartalsbe- richte sind nach dem Erfolgsplan gegliedert und zeigen die Abweichungen zum Wirt- schaftsplan auf. Abweichungen vom Budget werden überwacht. Darüber hinaus erhalten die Kostenstellenverantwortlichen vom Controlling monatliche Auswertungen, mittels de- rer sie über die Höhe der noch zur Verfügung stehenden Mittel informiert werden. Die Be- triebsleitung erhält monatlich Restmittelübersichten aus der Kosten- und Leistungsrech- nung, um einen Gesamtüberblick hinsichtlich der bereits verwendeten bzw. noch zur Ver- fügung stehenden Mittel zu erhalten. Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der Größe und den besonderen Anforderungen des Unternehmens? Das Rechnungswesen entspricht der Größe und den Anforderungen der Bühnen. d) e) Dor narch LI) Seite 9 Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u.a. eine laufende Liquiditäts- kontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet? Der Liquiditätsbedarf der Bühnen wird durch eine Finanzplanung sichergestellt. Eine lau- fende Liquiditätskontrolle und eine Kreditüberwachung sind dadurch gewährleistet. Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Regelungen nicht eingehalten worden sind? Das Finanzmanagement verfügt nicht über ein zentrales Cash-Management. Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeitnah in Rechnung gestellt werden? Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass ausstehende Forderungen zeit- nah und effektiv eingezogen werden? In Bezug auf den Verkauf von Eintrittskarten erfolgt eine Rechnungsstellung nur für den Bereich der Abonnements und Großkunden. Ansonsten erfolgen Barverkäufe oder Ver- käufe mit Bezahlung durch EC- bzw. Kreditkarte. Sofern eine Rechnungsstellung erfolgt, ist sichergestellt, dass diese vollständig und zeit- nah ist. Eine Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Zah- lung erfolgt ist. Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmens/Konzerns und umfasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung verfügt über ein Controlling, dessen Aufgabenbe- reiche sich über alle Teilbereiche der Bühnen erstrecken. So werden u.a. Restmittelüber- sichten, Besucherstatistiken, Produktionsabrechnungen für einzelne Kostenträger sowie Kostenstellenrechnungen erstellt. Ferner ist das Controlling mitverantwortlich für die Auf- stellung der Wirtschaftspläne sowie die Überwachung deren Einhaltung. Ab der Spielzeit 2015/2016 ist das Controlling der Personalkosten Bestandteil der regelmäßigen Berichte an die Geschäftsführung. DORNBACH D Seite 10 h) Ermöglichen das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder Überwachung der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine wesentliche Beteiligung besteht? Da die Bühnen keine Anteile an Tochter- und Beteiligungsunternehmen halten, findet die- se Frage keine Anwendung. Fragenkreis 4 Risikofrüherkennungssystem a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig erkannt werden können? Für Zwecke der Risikofrüherkennung haben die Bühnen ein Risiko-/Chancen- Management (RCM) eingerichtet. Es wird jährlich eine Risikoinventur mit Hilfe von definierten Fragenkatalogen und Check- listen durchgeführt, wobei alle Abteilungen der Bühnen bei der Risikoerfassung einbezo- gen werden. Dazu werden die Risikoverantwortlichen, i.d.R. die Abteilungsleiter bzw. de- ren Stellvertreter, schriftlich nach Risiken und Chancen und deren Entwicklung in ihren Bereichen befragt. Die Risikoverantwortlichen machen Angaben zur Auswirkung der Risi- ken in Euro, woraus sich die Einstufung in niedrig, moderat, wesentlich und gravierend ergibt, und zur Eintrittswahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch und sehr hoch). Aus diesen beiden Dimensionen ergibt sich eine 4x4 Risikomatrix (RiskMap), in die jedes Risiko ein- geordnet ist. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren insgesamt 71 Risiken und 5 Chancen, zum Stichtag 31. Dezember 2016 insgesamt 70 Risiken und 5 Chancen identifiziert und den verschiedenen Bereichen (Betriebsleitung, Produktion, Technik und Verwaltung) zugeord- net. Die Risiken sind weiterhin unterteilt in allgemeine externe, allgemeine interne, finanz- wirtschaftliche und leistungswirtschaftliche Risiken. Darüber hinaus definieren die Risiko- verantwortlichen Maßnahmen, die den Risiken entgegenwirken, sie ggf. verhindern bzw. vermindern. b) d) DORNBACH D) Seite 11 Durch die regelmäßige Risikoinventur werden bereits bestehende Risiken auf Aktualität geprüft und ggf. neue Risiken benannt bzw. die Feststellung getroffen, dass Risiken erle- digt sind. Die von den Risikoverantwortlichen gelieferten Informationen (Risikoidentifikati- on, -analyse, -bewertung und -steuerung) werden vom Risikomanager ausgewertet und ins RCM-System übernommen. Die Daten werden zu den Inventurstichtagen festge- schrieben, so dass die Entwicklung der Risiken hinsichtlich Bewertung und Trend (sin- kend, steigend, konstant) nachvollzogen werden kann. Bei der Art von Risiken, wie sie bei den Bühnen Köln bestehen, sind nach Auffassung der Betriebsleitung allerdings überwiegend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit entspre- chenden Schwellenwerten definierbar und deshalb nicht festgelegt. Außerhalb des RCM-Systems erhalten die Risikoverantwortlichen in ihrer Funktion als Abteilungsleiter regelmäßig weiterführende Informationen (Controlling, Statistiken, Aus- wertungen), die sie frühzeitig über Veränderungen und wichtige Ereignisse informieren. Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Zweck zu erfüllen? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht durchgeführt werden? Da für die Risiken bei den Bühnen Köln nach Auffassung der Betriebsleitung überwie- gend keine sinnvollen Frühwarnsignale mit entsprechenden Schwellenwerten definiert werden können, ist insoweit das RCM-System nicht als Frühwarnsystem angelegt. Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert? Die getroffenen Maßnahmen im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems sind ausrei- chend dokumentiert. Darüber hinaus gibt es in der Abteilung eine Inhalts- und Ablaufbe- schreibung des Risikofrüherkennungssystems. Werden die Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit dem aktuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäftsprozessen und Funktionen abge- stimmt und angepasst? Wir verweisen auf Frage b). DORNBACH ») Seite 12 Fragenkreis 5: Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate a) b) 6) d) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von Finanzinstru- menten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und Derivaten schriftlich festge- legt? Dazu gehört: ° Welche Produkte/Instrumente dürfen eingesetzt werden? ° Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/lnstrumente bis zu welchen Beträgen einge- setzt werden? ° Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in welchem Um- fang dürfen offene Posten entstehen? * Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z.B. ob bestimmte Strategien ausschließlich zulässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt werden dürfen (z.B. antizi- patives Hedging)? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung setzt keine Finanzinstrumente ein. Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimierung von Kreditkonditio- nen und zur Risikobegrenzung? Nicht anwendbar, siehe Fragenkreis 5 a). Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang entsprechendes Instru- mentarium zur Verfügung gestellt insbesondere in Bezug auf « Erfassung der Geschäfte « Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse ° Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung « Kontrolle der Geschäfte? Nicht anwendbar, siehe Fragenkreis 5 a). Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging) dienende Derivat- geschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der Risikoentwicklung gezogen? Nicht anwendbar, siehe Fragenkreis 5 a). DORNBACH ») Seite 13 Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen erlassen? Nicht anwendbar, siehe Fragenkreis 5 a). Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick auf die offe- nen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen geregelt? Nicht anwendbar, siehe Fragenkreis 5 a). Fragenkreis 6: Interne Revision a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Unternehmens/Konzerns entsprechende Interne Revi- sion/Konzernrevision? Besteht diese als eigenständige Stelle oder wird diese Funktion durch eine andere Stelle (ggf. welche?) wahrgenommen? Im Rahmen der Umwandlung der Bühnen der Stadt Köln in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung wurde eine Planstelle eingerichtet, die neben weiteren Aufgaben auch die In- nenrevision übernimmt. Seit 2006 ist die Innenrevision mit zusätzlich fünf Wochenstun- den für das Gürzenich-Orchester Köln tätig. Der Tätigkeitsbereich der internen Revision ist in der "Dienstanweisung Innenrevision" vom 24. November 2009 festgelegt, die am 27. Januar 2015 aktualisiert wurde. Aufgrund des Interim und der damit verbundenen Anforderungen unterstützt die mit der internen Revision beauftragte Mitarbeiterin die Geschäftsführung bei der Abwicklung der daraus resultierenden zusätzlichen Aufgaben. Daher können wesentliche Tätigkeitsfelder bzw. Prüfungen der internen Revision derzeit nicht durchgeführt werden. Weitere Prüfungen werden durch das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln durchge- führt. b) c) d) DORNBACH D Seite 14 Wie ist die Anbindung der Internen Revision/Konzernrevision im Unternehmen/Konzern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von Interessenkonflikten? Die interne Revision der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ist unmittelbar an die Ge- schäftsführende Direktion angebunden. Die Gefahr von Interessenkonflikten besteht nicht, da die interne Revision weisungsunab- hängig ist und außerhalb des operativen Dienstgefüges angesiedelt ist. Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte der Internen Revision/Konzern- revision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob wesentlich miteinander unvereinbare Funktionen (z.B. Trennung von Anweisung und Vollzug) organisatorisch getrennt sind? Wann hat die Interne Revision das letzte Mal über Korruptionsprävention berichtet? Lie- gen hierüber schriftliche Revisionsberichte vor? Die mit der internen Revision beauftragte Mitarbeiterin war im Berichtsjahr in folgenden Bereichen schwerpunktmäßig tätig, wobei es sich überwiegend nicht um Revisionstätig- keiten handelte: - Vergabewesen, - Umsetzung der Sonderregelung für Auftragsvergaben bis EUR 20.000 der Bühnen der Stadt Köln bis zur Beendigung der Interimsbespielung, - Intensive Unterstützung bei Vergaben und Ausschreibungen, Abschluss von Rah- menverträgen und Einzelvergaben, insbesondere für die Geschäftsführung, - Regelungen und Dienstanweisungen allgemein - Aktualisierung der Arbeitsanweisung und Uhnterschriftsregelung für die Bedarfs- prüfung, - Allgemeine Geschäftsbedingungen der Bühnen der Stadt Köln, - Umsetzung der Rotationsrichtlinien der Stadt Köln, - Datenschutz. Hat die Interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer abge- stimmt? Eine Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte der internen Revision mit dem Abschluss- prüfer erfolgte nicht. ©) DORNBACH D) Seite 15 Hat die Interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt und um welche handelt es sich? Die interne Revision hat im Rahmen ihrer in 2016/2017 durchgeführten Tätigkeiten keine bemerkenswerten Mängel bei der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgedeckt. Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der Internen Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die Interne Revision/Konzernrevi- sion die Umsetzung ihrer Empfehlungen? Seit Aufnahme der Tätigkeit der internen Revision veranlasst die Betriebsleitung die Um- setzung der Empfehlungen der internen Revision, u.a. durch Dienstanweisungen. Die in- terne Revision prüft die Einhaltung der Dienstanweisungen bei Bedarf bzw. auf Anwei- sung in zeitlichem Abstand. Fragenkreis 7: Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit Gesetz, a) b) Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Be- schlüssen des Überwachungsorgans Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zustimmung des Überwachungs- organs zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht eingeholt worden ist? Im Rahmen unserer stichprobenhaften Überprüfung zustimmungspflichtiger Rechtsge- schäfte und Maßnahmen haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherigen Zustimmungen des Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht eingeholt worden sind. Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwa- chungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt? Im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wurden keine Kredite an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwachungsorgans gewährt. c) d) DORNBACH D Seite 16 Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger Maßnahmen ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte Maßnahmen vorgenommen worden sind (z.B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)? Eine solche Vorgehensweise haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt. Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht mit Ge- setz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwachungsorgans übereinstimmen? Im Rahmen der Prüfung wurde festgestellt, dass die Ausgabe von Abonnementsauswei- sen gegen Rechnung ohne vorherige Bezahlung nicht den Allgemeinen Geschäftsbedin- gungen der Spielzeit 2016/2017 entspricht, wonach die Ausgabe der Abonnementsaus- weise erst nach Zahlung des Rechnungsbetrages erfolgt. Diese Vorgehensweise wurde auskunftsgemäß inzwischen abgestellt. Wie im Lagebericht auf S. 20 dargestellt, ist die Zahl der im Wirtschaftsjahr 2016/2017 durchschnittlich Beschäftigten um fünf höher als im beschlossenen Wirtschaftsplan. Ansonsten haben sich bei unserer Prüfung keine weiteren Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Abwicklung der Geschäfte im Wirtschaftsjahr 2016/2017 nicht im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften, der Betriebssatzung sowie den Beschlüssen des Rates der Stadt Köln und des Betriebsausschusses steht. Dornanch 4) Seite 17 Fragenkreis 8: Durchführung von Investitionen a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanzanlagen, immate- rielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor Realisierung auf Rentabili- tät/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken geprüft? Vor Realisierung findet bei geplanten Investitionen auf der Grundlage der Richtlinie für die Bedarfsprüfung vor der Vergabe von Lieferungen und Leistungen der Stadt Köln eine Wirtschaftlichkeitsprüfung statt. Die Investitionen in die Gebäude und in die Betriebsvorrichtungen der Bühnen der Stadt Köln erfolgen auskunftsgemäß grundsätzlich aufgrund einer Gesamtkonzeption der bauli- chen Erhaltung einschließlich der brandschutz- und sicherheitstechnischen Erneuerun- gen. Bei der konkreten Umsetzung von Maßnahmen werden Wirtschaftlichkeitsbetrach- tungen vorgenommen. Bei dem Projekt "Sanierung der Bühnen" sind Rentabilitätsgesichtspunkte nicht relevant, da es sich bei den Bühnen um einen Zuschussbetrieb handelt. Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungsaspekte sowie Risiken werden bei der Planung dieses Großprojektes be- rücksichtigt. Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebungen zur Preisermittlung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die Angemessenheit des Preises zu ermögli- chen (z.B. bei Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken oder Beteiligungen)? Für Fremdleistungen wird der Preis grundsätzlich über die vorgeschriebenen Verfahren nach der VOB, VOL und der VOF ermittelt. Ab einem Nettoauftragswert von EUR 50.000 (VOL) bzw. EUR 100.000 (VOB) erfolgen grundsätzlich öffentliche Ausschreibungen zen- tral durch das Vergabeamt der Stadt Köln. Darüber hinaus besteht eine Sonderregelung mit dem Vergabeamt und dem Rechnungs- prüfungsamt der Stadt Köln, dass die Bühnen bei Auftragsvergaben nach VOL bis zu ei- nem Auftragswert von EUR 50.000 Leistungen freihändig vergeben können. Ab einem Auftragswert von EUR 10.000 besteht jedoch die Pflicht zur Vorlage beim Vergabeamt und beim Rechnungsprüfungsamt über eine spezielle Plattform der Stadt Köln. c) d) DORNBACH D "Seite 18 Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von Investitionen laufend über- wacht und Abweichungen untersucht? Die Durchführung der Investitionen wird überwacht. Für das Sanierungsprojekt war im Berichtsjahr ein externer Kostensteuerer beauftragt. Die Kosteneinhaltung für Investitionen im Interim wird durch einen Mitarbeiter der Bühnen überwacht. Dieser muss der Betriebsleitung regelmäßig Bericht erstatten. Für den ge- samten Bereich Interim wird seit dem Wirtschaftsjahr 2013/2014 in einem Interim- Controllingbericht an den Betriebsausschuss berichtet. Die übrigen Investitionen sind vom Volumen her von untergeordneter Bedeutung; dafür sind den Abteilungsleitern Budgets zugewiesen, deren Einhaltung monatlich anhand der Restmittelübersichten überwacht wird. Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen ergeben? Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen? Wesentliche Überschreitungen haben sich nicht ergeben. Zu den Überschreitungen betreffend die Sanierung des Opernhauses verweisen wir auf Seite 34 ff. des Lageberichts. Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder vergleichbare Verträge nach Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden? Es haben sich im Rahmen unserer Prüfung keine Anhaltspunkte ergeben, die auf die In- anspruchnahme von alternativen Finanzierungsarten hinweisen. DORNBACH D Seite 19 Fragenkreis 9: Vergaberegelungen a) b) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen (z.B. VOB, VOL, VOF, EU-Regelungen) ergeben? Für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung gilt die Kölner Vergabeordnung vom 1. Sep- tember 2016. Sie hat die "Richtlinien der Stadt Köln für die Vergabe von Bauleistungen, Lieferungen und Dienstleistungen" ersetzt. Darüber hinaus existiert bei der Stadt Köln die selbstständige Verwaltungseinheit "Zentrales Vergabeamt". Ein Prüfungsrecht obliegt dem Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln. Die Sonderregelung für freihändige Vergaben nach VOL zwischen dem Vergabeamt der Stadt Köln und den Bühnen der Stadt Köln mit Genehmigung durch das Rechnungsprü- fungsamt der Stadt Köln wurde im Januar 2017 aktualisiert. Danach können Vergaben mit einem geschätzten Auftragsvolumen bis unter EUR 10.000 freihändig erfolgen. Ver- gaben mit einem Auftragswert ab EUR 10.000 bis EUR 50.000 sind an das Vergabeamt und an das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln zur Prüfung zu übersenden. Alle Ver- gaben ab EUR 5.000 werden in einem speziellen Sharepoint-System der Stadtverwaltung Köln, der sogenannten elektronischen Vergabeassistenz, eingestellt, so dass diese vom Vergabeamt und Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln eingesehen werden können. Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen haben sich bei unserer Prüfung nicht ergeben. Wir weisen darauf hin, dass die Überprüfung der Vergaben im Rahmen einer Abschluss- prüfung angesichts der umfangreichen Auftragsvergaben nur begrenzt und in Stichpro- ben durchführbar ist und eine abschließende rechtliche Beurteilung von uns nicht durch- geführt wurde. Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, Konkurrenzange- bote (z.B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen) eingeholt? Für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, werden entsprechende Vergleichsangebote eingeholt. DORNBACH D Seite 20 Fragenkreis 10: Berichterstattung an das Überwachungsorgan a) ©) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet? Gemäß 8 20 der Eigenbetriebsverordnung i.V. mit $ 17 der Betriebssatzung hat die Be- triebsleitung die Oberbürgermeisterin und den Betriebsausschuss vierteljährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögens- planes schriftlich unterrichtet. Der Betriebsausschuss hat den jährlichen Wirtschaftsplan für 2016/2017 erhalten, der dem Rat der Stadt Köln anschließend zur Zustimmung vorgelegt und von diesem be- schlossen wurde. Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des Unter- nehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/Konzernbereiche? Der Wirtschaftsplan und die Quartalsberichte vermitteln einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage der Bühnen. Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge angemessen und zeitnah unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder nicht ordnungsge- mäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare Fehldispositionen oder wesentli- che Unterlassungen vor und wurde hierüber berichtet? Gemäß 86 Abs. 2 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung den Oberbürgermeister über alle wichtigen Angelegenheiten rechtzeitig zu unterrichten und ihm auf Verlangen die zur Wahrnehmung seiner Aufgabe notwendigen Auskünfte zu erteilen. Besonders risikoreiche Geschäftsvorfälle bzw. erkennbare Fehldispositionen und Unter- lassungen und damit berichtspflichtige Sachverhalte lagen im Wirtschaftsjahr 2016/2017 nicht vor. Über den Stand und den Fortgang des Sanierungsprojektes hat die Betriebsleitung regel- mäßig berichtet. d) e) DORNBACH DI) seite 21 Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überwachungsorgan auf dessen besonderen Wunsch berichtet (8 90 Abs. 3 AktG)? Die Betriebsleitung hat auf besonderen Wunsch des Überwachungsorgans insbesondere über den Stand des Sanierungsprojektes und dessen Kostenentwicklung berichtet. Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstattung (z.B. nach $ 90 AktG oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen ausreichend war? Dafür haben sich keine Anhaltspunkte ergeben. Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener Selbstbehalt vereinbart? Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem Überwachungsorgan er- örtert? Eine D&O-Versicherung (Vermögenschadenhaftpflichtversicherung) wurde für die Be- triebsleitung und den Betriebsausschuss nicht abgeschlossen. Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwachungs- organs gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem Überwachungsorgan offen gelegt worden? Es lagen keine nachweislichen Erkenntnisse über bestehende Interessenkonflikte vor, die dem Überwachungsorgan hätten offengelegt werden müssen. Fragenkreis 11: Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven a) Besteht in wesentlichem Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen? Es besteht kein offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen. DORNBACH D Seite 22 b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig? c) Auffallend hohe oder niedrige Bestände sind nicht erkennbar. Der passivierte Sonder- posten ist der bilanzielle Gegenposten zum im Rahmen der Ausgliederung von der Stadt Köln in eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung übernommenen Anlagevermögen. Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im Vergleich zu den bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte der Vermögensge- genstände wesentlich beeinflusst wird? Es haben sich keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, dass gegenüber den Bilanzwer- ten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte vorliegen, die Einfluss auf die Ver- mögenslage haben könnten. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die bühnenspezifi- schen Gebäude und technischen Einrichtungen zu einer anderen Nutzung nicht geeignet sind und es sich außerdem um einen Zuschussbetrieb handelt, so dass positive Ertrags- werte zur Ermittlung von marktorientierten Verkehrswerten nicht gegeben sein dürften. Fragenkreis 12: Finanzierung a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungsquellen zu- sammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden wesentlichen Investitions- verpflichtungen finanziert werden? Das Kapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 338.722, davon entfällt auf interne Finan- zierungsquellen ein Betrag von insgesamt TEUR 35.900 (=10,6 %). Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Eigenkapital (TEUR 12.743) und Sonderposten für Investitionszu- schüsse (TEUR 23.157). Das Fremdkapital beläuft sich unter Einschluss des Rechnungs- abgrenzungspostens auf insgesamt TEUR 302.822 (=89,4 %). Die Finanzierung der am Abschlussstichtag bestehenden wesentlichen Investitionsver- pflichtungen ist durch die Ermächtigung der Betriebsleitung zur Kreditaufnahme und zur Eingehung von Verpflichtungen durch die Beschlüsse des Rates der Stadt Köln gesi- chert. b) c) DORNBACH D) seite 23 Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich der Kredit- aufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften? Die Bühnen sind weder Mutterunternehmen noch liegt ein Konzernverhältnis vor. In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich Garantien der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die damit ver- bundenen Verpflichtungen und Auflagen des Mittelgebers nicht beachtet wurden? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist in die Haushaltsplanung der Stadt Köln einge- bunden und erhielt im Wirtschaftsjahr 2016/2017 planmäßig vorgesehene Zuschüsse von insgesamt TEUR 66.827 (Vorjahr: TEUR 74.389). Das Land Nordrhein-Westfalen hat für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 einen Personalkostenzuschuss in Höhe von TEUR 1.525 (Vorjahr: TEUR 1.507) gewährt. Es haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die damit verbundenen Verpflichtun- gen und Auflagen der Mittelgeber nicht beachtet wurden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Zuschüsse als EU-rechtlich unzulässige Beihilfen beurteilt werden. Nach der Darstellung im Lagebericht sieht die Betriebsleitung zum ge- genwärtigen Zeitpunkt jedoch kein bilanziell zu berücksichtigendes Risiko. Fragenkreis 13: Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen Eigenkapital- ausstattung? Es besteht ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.743. Unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermö- gen ergibt sich ein betriebswirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 35.900, das wir für an- gemessen halten. b) DORNBACH D Seite 24 Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagenbildung) mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar? Gemäß 8 2 Abs. 3 der Betriebssatzung darf die Stadt Köln keine Zuwendungen - und da- mit auch keine Ausschüttungen - aus Mitteln der Einrichtung erhalten. Die jeweiligen Jah- resergebnisse werden entweder auf neue Rechnung vorgetragen oder den Rücklagen zugeführt. Fragenkreis 14: Rentabilität/Wirtschaftlichkeit a) b) c) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzerns nach Segmenten/Kon- zernunternehmen zusammen? Das Spartenergebnis für das Segment Oper beläuft sich auf TEUR 592, für das Segment Schauspiel auf TEUR -1.236 und für das Segment Tanz auf TEUR 21. Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt? Das Jahresergebnis ist negativ davon geprägt, dass die für November 2015 geplante Wiedereröffnung der Bühnen am Offenbachplatz nicht stattfinden konnte. Der Spielbe- trieb musste deshalb in Interims-Spielstätten durchgeführt werden. Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere Leistungsbe- ziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den Gesellschaftern eindeutig zu unangemessenen Konditionen vorgenommen werden? Im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 17. Dezember 2001 zwischen den Bühnen und dem Gürzenich-Orchester Köln ist geregelt, dass jede der beiden Einrichtun- gen eine angemessene Kostenerstattung für die vereinbarten Tätigkeiten (Verwaltungstä- tigkeiten und Opernbespielung) zu leisten hat. Die Ermittlung der angemessenen Kosten erfolgt grundsätzlich durch die Kostenträgerrechnung der Einrichtungen. Auf eine Abrech- nung der von den Bühnen für das Orchester erbrachten Verwaltungstätigkeiten wird auf- grund der geringen Ergebnisauswirkung bisher verzichtet. DORNBACH DI) Seite 25 Die Forderungen an die Stadt Köln in Höhe von TEUR 5.665 aus der Ausgliederung zum 1. September 2000 werden nicht verzinst. Nach $ 10 Abs. 2 EigVO NRW sind Darlehen im Verhältnis zwischen Eigenbetrieb und Gemeinde jedoch angemessen zu vergüten. d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet? Die Frage ist bei den Bühnen nicht relevant. Fragenkreis 15: Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeu- tung waren, und was waren die Ursachen der Verluste? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung mit ihrer spezifischen Dienstleistung ist grundsätz- lich nur durch Zuwendungen finanzierbar. Verlustbringende Geschäfte, die außerhalb der ordentlichen Geschäftstätigkeit liegen, sind im Wirtschaftsjahr 2016/2017 nicht eingetre- ten. b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu begrenzen, und um welche Maßnahmen handelt es sich? Siehe zu Frage a). Fragenkreis 16: Ursachen des Jahresverlustes und Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage a) Was sind die Ursachen des Jahresverlustes? Die Personalaufwendungen sind überproportional gestiegen. Im Übrigen verweisen wir auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prüfungsbericht. DORNBACH D Seite 26 Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die Ertragslage des Unternehmens zu verbessern? Die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen hängt maßgeblich von der Auslastung in der Interimszeit und der Bezuschussung ab. In Abstimmung mit der Kämmerei bemüht sich die Betriebsleitung nachdrücklich um eine erfolgreiche Umsetzung folgender Punkte: - konsequentes Controlling der künstlerischen Sparten, um Budgetüberschreitungen möglichst zu vermeiden, - vollständiger Ausgleich der in Planergebnissen der Folgejahre enthaltenen laufenden Kosten der Interimsunterbringung durch die Stadt Köln, - Ausgleich der Tariflohnsteigerungen durch die Stadt Köln, - Ausgleich weiterer Liquiditätsabflüsse im Zusammenhang mit zusätzlichen Planungs- kosten und zusätzlichen Baukosten bis zur Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen durch die Stadt Köln, - Vereinbarung gesonderter Kreditfinanzierungen zur Abdeckung des im Zusammen- hang mit der Sanierung geplanten Investitionsvolumens.
Anlage 2 - Gewinn- und Verlustrechnung
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BÜHNEN KÖLN SCHAU r nZ BÜHNEN KÖLN OPER/ \KÖLN SPIEL tanz ii Il] Ei Jahresabschluss 2016/17 Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung vum DUB ji Di 10. 11. 12. 13. 14. 15. 17. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 Gewinn- und Verlustrechnung für 2016/2017 Umsatzerlöse Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe b) Aufwendungen für bezogene Leistungen Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon Erträge aus der Ver- änderung der Abzinsung: EUR 33.920,00 (Vorjahr: EUR 155.677,00) Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon Aufwendungen aus der Ver- änderung der Abzinsung: EUR 407.104,00 (Vorjahr: EUR 399.612,00) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuern Jahresfehlbetrag /-überschuss Gewinnvortrag . Zuführung zweckgebundene Rücklagen Bilanzgewinn 2016/2017 2.704.475,28 14.235.693,58 34.886.030,09 9.228.979,36 2018/2016 EUR EUR 5.432.268,26 3.370.783,23 908.300,00 83.000,00 1.569.900,00 479.000,00 70.801.980,80 78.114.207,52 2.480.424,06 12.880.701,77 16.940.168,86 15.361.125,83 32.144.238,46 8.927.942,06 44.115.009,45 41.072.180,52 3.696.118,67 3.364.840,30 14.154.473,60 12.582.463,47 35.881,72 156.426,01 446.797,80 405.505,59 9.843,00 ___ 13.413,44 -614.080,60 9.403.887,61 9.615,42 ____66.544,65 -623.696,02 9.337.342,96 12.042.494,23 3.979.151,27 0.00 _-1.274.000,00 11.418.798.21 _12.042.494,23
Anlage 3 - Anhang
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BÜHNEN KÖLN 5 SAU LANTZ BÜHNEN KÖLN OPER/ \KOLN SP OO REN Jahresabschluss 2016/17 Anlage 3 Anhang Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2016 BIS 31. AUGUST 2017 ANHANG Der Jahresabschluss der Bühnen der Stadt Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 - 31.8.2017 wurde nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der 88 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 8.7.2016 mit Wirkung ab 16.7.2016, sowie in sinngemäßer Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von $ 263 HGB und der ergän- zenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung ein. Darüber hinaus wurden erstmals die Neuregelungen im HGB des Bilanz- richtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG, vom 17.7.2015) angewendet. Soweit sich durch die Anwendung des BilRUG Änderungen im Ausweis einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge entsprechend angepasst. I. _ BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränder- ten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses (8 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt. Im Jahresabschluss zum 31.8.2017 wurden die zum 1.9.2000 auf die Bühnen übertragenen Anlagegüter zu fortgeführten Zeitwerten und die in den Folgejahren angeschafften Anlagegüter zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger Abschreibungstabellen geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlagegüter beträgt 2 bis 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebsbauten und Grundstückseinrichtungen beträgt 4 bis 40 Jahre, der Maschinen und maschinellen Anlagen 1,67 bis 50 Jahre und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils !/s gewinnmindernd aufgelöst wird. In die Herstellungskosten der Anlagen im Bau werden die auf den Herstellungszeitraum entfallenden Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung verwendet wurde, einbezogen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 4 Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Bilanzposten „geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau“ enthält im Wesentlichen die zu Herstellungskosten bewerteten Baukosten einschließlich der aktivierten Bauzeitzinsen im Zusammenhang mit der Sanierung der Oper und des Schauspielhauses. Auch ein Teilbe- trag der für das ursprünglich geplante Projekt (Sanierung der Oper und Neubau des Schauspielhauses) zuvor verauslagten Wettbewerbs- und Planungskosten ist mit seinen Herstellungskosten in dem Anlage- posten Anlagen im Bau enthalten. Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Einstandspreisen angesetzt. Die als unfer- tige Leistungen ausgewiesenen Schauspiel- und Musiktheaterproduktionen bzw. Neuinszenierungen, für die bereits Kosten vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden analog 8 255 Abs. 2 Satz 2 HGB die den Produktionen direkt zurechenbaren Sachkosten sowie Personalkosten für die Mitarbeiter der Produktionskostenstellen, die Gastkünstler, den Opernchor und das eigene Sängerensemble in die Herstellungskosten eingerechnet. In die Herstellungskosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen des für die Produktionen eingesetzten Anlagevermögens einbezogen. Die zum 31.8.2017 ausgewiesenen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen wurden für erkennbare Einzelrisiken angemessene Wertberichtigun- gen aktivisch abgesetzt. Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt. Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse bzw. zweckgebundene Spenden zur Beschaffung von Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezu- schussten Anlagegüter entspricht. Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und den Bühnen haben die Bühnen für Beamte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000 noch aktiv waren, werden die Bühnen mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf sie entfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellungen gebil- det. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß $ 22 Abs. 3 EigVO NRW nach 8 36 Abs. 1 der Gemeindehaushaltsverordnung NRW (GemHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfußes von 5 % und unter Anwendung der neuen Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze wurden durch versicherungsmathema- tische Gutachten belegt. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5 Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwen- digen Erfüllungsbetrags analog 8 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellungen für Dienstjubiläen und Altersteilzeitverpflichtungen, Rückbaukosten sowie Entschädigungszahlungen) wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjah- re verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen erfolgte die Bewertung entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszins- fußes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wertansätze der Beihilfe-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch versicherungs- mathematische Gutachten belegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2016/2017 ist dem nachfol- genden Anlagennachweis zu entnehmen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6 Anschaffungs- und Herstellungskosten | aaa | 31.8.2016 * Zugang Abgang Umbuchung 31,8.2017 [ER | EUR | EUR | EUR | EUR | 676.402,80| 27.824,39 1.491,11 707.616,58 Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 43.538.197,86| 5.399,64 h 43.575.809,79 Maschinen und maschinelle Anlagen 6.627.613,18) 562.053,51 ä a 8.047.329,19 Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.307.629,61 1.409.955,00) . 5 20.588.186,98 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Posten des Anlagevermögens Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 264.990.224,02| _36.272.841,76| 334.463.664,67| _38.250.249,91| _1.358.114,08 335.140.067,47| _38.278.074,30| 1.359.605.1)] ____0,00l _372.058.536,58 ‚Abschreibungen 31.8.2016 Zugang Abgang Umbuchung 31.8.2017 608.299,80 46.846,89 EHER 653.655,58 17.571.085,86| 1.197.787,93 18,768.873,79 3,480.768,18) 761.434,01 A 4.219.591,19 13.134.376,61 1.690.049,84 . 14.616.949,98 Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten Maschinen und maschinelle Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.131.768,34) 0,00 0 10.131.768,34 44.317.998,99 3.649.271,78 230.087,47 47.137.183,30) | 0,001 44.926.298,79|__3.696.118,67| _231.578,58)| 20,00] _48.390.838,88 Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte | Restbuchwerte Durch- Durch- 31.8.2017 31.8.2016 schnittlicher schnittlicher Abschr.satz ? | Restbuchwert ? | ER | ER | % | % Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 53.961,00) 68.103,00 Sachanlagen Grundstücke mit Betriebsbauten 24.806.936,00| Maschinen und maschinelle Anlagen 3.827.738,00) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.971.237,00) geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 289.007.825,70| _254.858.455,68 323.613.736,71 323.667.697,7\ 1 Bezüglich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die am 1.9.2000 von der Stadt übernommenen Anlagegüter (mit Ausnahme der Grundstücke) mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 aufgelaufenen Abschreibungen (unterstellter Zeitwert) in den Anlagennachweis aufgenommen wurden. 2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2017. 3 Restbuchwerte am 31.8.2017 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2017. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7 Die Zugänge (einschließlich Umbuchungen) bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfallen auf eine neue Domain und die zugehörige Homepage der Sparte Tanz (TEUR 8), 20 SAP-Volllizenzen (TEUR 22) sowie diverse Anwendersoftware (TEUR 2). Die Anlagenzugänge und Umbuchungen im Bereich der Maschinen und maschinellen Anlagen betreffen die Herrichtung der zeitlich befristeten Spiel- stätte Neues Haus am Offenbachplatz (TEUR 730), Herstellungskosten der Obermaschinerie im Depot (TEUR 417), die Einrichtung der Probebühne für das Schauspiel im Carlswerk (TEUR 175) sowie diverse Gebäudeeinrichtungen in den Interimspielstätten (TEUR 143). Im Bereich der Betriebs- und Geschäfts- ausstattung bezieht sich der Zugang (einschließlich der Umbuchungen) ebenfalls auf Anschaffungen im Rahmen der eigenen Immobilien bzw. der angemieteten Interimspielstätten und entfällt auf folgende Anlagegruppen: 31.8.2017 TEUR Beleuchtungsanlagen 'Tonanlagen Werkstatteinrichtungen Fuhrpark Instrumente sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung Hardware Kommunikationsanlagen Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt ent- wickelt: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 8 Anschaffungs-/ außerplanm. Buchwert Umbuchung / Zugang Stand Herstellungs- Abschreibg. 1.9.2016 Abgang 31.8.2017 kosten in Vorjahren [EUR | EUR | EUR | Eur | [| EUR | 1.097.280,28 oo 2.234.984,20 1.097.280,28 -159.480,28 1.297.184,20 geleistete Anzahlungen Anlagen im Bau Sanierung Oper / Neubau Schauspielhaus (verworfene Variante) 10.361.268,34| 10.131.768,34 229.500,00 0,00 Sanierung Oper / Schauspielhaus 253.103.111,48) -1.004.803,40 -32.212,29 -175.346,00 Orchesterprobesaal Probebühne Carlswerk Werkstatt / Produktions- zentrum Oskar-Jäger-Str. Neue Bühnenwerkstätten Umbau Depot Umbau Depot wg. Verlängerung Interim Umbau Staatenhaus wg. Verlängerung Interim Außenspielstätte Offenbachplatz Podest Cäcilia Wolkenburg Domain / Homepage Tanz Software Archivierung Modulerweiterungen SAP 124.182,72) 34.975.657,56 0 36.272.841,76] 289.007.825,70 ! 0,00 263.892.943,74| 10.131.768,34 I] 26&00022402|_10.13176034 0] -1.963.991,46 251858.5560| .2.123.71,74 2. Vorräte Der Aktivposten Vorräte setzt sich wie folgt zusammen: 31.08.2017 Material für Produktionen Programmhefte, Plakate, Werbemittel Betriebsstoffe Büromaterial Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Angearbeitete Produktionen Musiktheater Angearbeitete Produktionen Schauspiel Angearbeitete Produktionen Tanztheater Unfertige Leistungen Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 9 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen folgende Posten: Forderungen Abonnementkunden / Cardkunden 433 Forderungen Vorverkaufsstellen 26 übrige -1 458 -155 303 ./. Einzelwertberichtigungen Die Forderungen gegen die Stadt Köln enthalten zum einen die auf den 31.8.2017 fortgeschriebene Rest- forderung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 (TEUR 4.376) einschließlich des Anspruchs auf Ausgleich der bis zum 1.9.2002 aufgelaufenen Verluste (TEUR 1.289). Die Stadt hat einen Ausgleich dieses Gesamtbetrages von TEUR 5.665 ohne Zinsverluste frühestens ab dem Haushaltsjahr 2011 zugesagt. Bis zur Aufstellung dieses Anhangs wurden insoweit noch keine Zah- lungen von der Stadt geleistet. Des Weiteren umfasst der Bilanzposten laufende Verrechnungen zwischen den Bühnen und verschiedenen städtischen Dienststellen: Restforderung aus der Ausgliederung zum 1.9.2000 Stand 1.9.2016 Tilgung 2016/2017 Stand 31.8.2017 31.8.2017 TEUR [| __TEUR | 5.665 3.641 2 3.643 laufende Forderungen gegen Kämmerei Amt für Soziales und Senioren abzüglich laufende Verbindlichkeiten gegenüber Amt für Denkmalschutz Personalamt Amt für Schulentwicklung Gebäudewirtschaft Amt für Informationsverarbeitung Berufsfeuerwehr Liegenschaftsamt Zentrale Dienste Bauaufsicht Rechts- und Versicherungsamt Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 10 Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: 31.8.2017 anteiliger Landeszuschuss Vorschüsse/Arbeitgeberdarlehen sowie sonstige Forderungen gegen Mitarbeiter debitorische Kreditoren Forderungen Scheckkartenzahler Forderungen aus Projektzuschüssen Guthaben aus Nebenkostenabrechnungen gezahlte Kautionen übrige 4. Liquide Mittel Am Bilanzstichtag 31.8.2017 verfügten die Bühnen über folgende liquide Mittel: 31.8.2017 Hauptkasse im Umlauf befindliches Geld Handkasse Wechselgeld Sparkasse KölnBonn Konten mit Zins-/Saldenkompensation laufendes Konto 1 laufendes Konto 2 laufendes Konto 3 abzgl.: laufendes Ausgabenkonto Sanierung laufendes Ausgabenkonto Orchesterprobenzentrum sonstige Konten laufendes Konto 4 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 11 5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten Folgende für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2017 als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt: 31.8.2017 Abgaben, Gebühren, Beiträge 65 Beamtenbezüge 67 Mieten 138 übrige 90 I 1 0 6. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals der Bühnen stellte sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt dar: Saldovortrag Jahres- Stand 31.8.2016 ergebnis 31.8.2017 2016/2017 Vom Rat der Stadt Köln laut Satzung zur Verfügung ge- stelltes Stammkapital 50 50 Gewinnrücklagen - andere Gewinnrücklagen - 1.274 1.274 Bilanzgewinn 12.042 11.419) a nl nm 7. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt: Saldovortrag Abgang Stand 31.8.2016 | 2016/2017 | 2016/2017 | 2016/2017 | 31.8.2017 TEUR Sonderposten für Investitionszu- schüsse der Stadt Köln aus Übertragung des Anlage- vermögens zum 1.9.2000 23.318 0 1.078 22.240 für die Anschaffung von sonstigem Anlagevermögen 924 25 32 917 Tal lo ul zu Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 12 8. Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt: Inanspruch- Auf- / Ab- Stand nahme Auflösung Zuführung zinsung Stand 31.8.2016 | 2016/2017 | 2016/2017 | 2016/2017 | 2016/2017 | 31.8.2017 TEUR TEUR Pensionsrückstellungen Aktive ; 71 Ausgeschiedene Versorgungsempfänger Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Personalverpflichtungen Prozessrisiken Kosten Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses ausstehende Leistungs- abrechnungen Entschädigungen übrige I | nm] zul Hol as ru mama Zum 31.8.2017 bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüber 16 Aktiven, 12 Ausgeschiedenen und 15 Versorgungsempfängern. 9. _Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten bzw. Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2017 ergeben sich aus folgender Übersicht: davon mit einer Restlaufzeit Gesant- bis zu mehr mehr davon betrag einemJahr als 1 Jahr als 5 Jahre besichert | EUR | EUR Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 77.088.756,84| 37.922.090,18| 39.166.666,66] 29.847.222,18 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.652.210,77 1.963.738,13 200.209.915,30 286.914.621,04 Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben Sonstige Verbindlichkeiten 209.915,30] 200.000.000,00| 183.783.783,77 47.747.954,38| 239.166.666,66| 213.631.005,95 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 13 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen — nach Saldierung der zins- und saldenkom- pensationsfähigen Bankverbindlichkeiten mit den Bankguthaben (vgl. Abschn. II.4) - Termingeldaufnah- men in Höhe von TEUR 27.250 (zu Zinssätzen von 0,90 % und Laufzeiten bis zum 15.9.2017, 30.9.2017 bzw. 2.10.2017), Tagesgelder in Höhe von TEUR 4.300, einen Liquiditätskredit in Höhe von TEUR 5.500 (zum Zinssatz von -0,100% und einer Laufzeit bis zum 15.9.2017), zwei langfristige Darlehen (TEUR 40.000) sowie Zinsverpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 39. Die beiden vereinbar- ten Darlehen beziehen sich auf die langfristigen Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bühnensanierung. Das Darlehen der Europäischen Investitionsbank (Darlehenssumme TEUR 30.000) hat - bei drei tilgungsfreien Jahren - eine Laufzeit bis Mai 2039 bei einem Festzins in Höhe von 0,864 % p.a. über die gesamte Laufzeit. Das Darlehen der NRW.BANK (Darlehenssumme TEUR 10.000) hat - bei einem tilgungsfreien Jahr - eine Laufzeit bis Oktober 2026 bei einem Festzins in Höhe von 0,160 % p.a. über die gesamte Laufzeit Die Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebs- leitung im Wirtschaftsplan 2016/2017 zur Kreditaufnahme im Rahmen der Sanierung erteilt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Bauleistungen im Zusammenhang mit der Sanierung. Strittige Leistungsverpflichtungen sind in unverän- derter Höhe von TEUR 627 in diesem Posten enthalten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben handelt es sich um Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung gegenüber dem Gürzenich-Orchester Köln. Bühnen der Stadt Köln, Köln Die Sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten: Schuldscheindarlehen HUK-Coburg Krankenversicherung AG (30.6.2016) HALLESCHE Krankenversicherung AG (5.7.2016) HALLESCHE Krankenversicherung AG (12.10.2016) ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.(30.6.2016) ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G.(12.10.2016) AXA Krankenversicherung AG (30.9.2016) AXA Lebensversicherung AG (30.9.2016) AXA Lebensversicherung AG (30.9.2016) Deutsche Ärzteversicherung AG (30.9.2016) Pro bAV Pensionskasse AG (30.9.2016) Pro bAV Pensionskasse AG (30.9.2016) 31.8.2017 noch nicht eingelöste Ticketgutscheine Verbindlichkeiten gegenüber Gagenkräften und Mitarbeitern Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern übrige I | oa davon aus Steuern 6 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 12 47 09 Seite 14 Die von dem ursprünglichen Darlehensgeber an verschiedene Versicherungen abgetretenen Schuld- scheindarlehen betreffen ebenfalls die langfristigen Finanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bühnensanierung und weisen folgende Konditionen auf: HUK-COBURG-Krankenversicherung AG ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. HALLESCHE Krankenversicherung a.G. Pro bAV Pensionskasse AG Deutsche Ärzteversicherung AG AXA Krankenversicherung AG AXA Lebensversicherung AG 200.000 p.a. freiheit Darlehensgeber Pens ee Auch diese Kreditaufnahmen bewegen sich im Rahmen der Ermächtigung, die der Betriebsleitung im Wirtschaftsplan 2016/2017 zur Kreditaufnahme im Rahmen der Sanierung erteilt wurde. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 15 10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für bestimmte Zeiträume vorvereinnahmte Erträge abgegrenzt: 31.8.2017 Erträge aus Kartenverkäufen / Abonnements für die Spielzeit 2017/2018 ausgegebene und noch nicht eingelöste Umtauschscheine / Gutscheine Projektzuschüsse Bezirksregierung Köln für September bis Dezember 2017 Landeszuschuss - Anteil September bis Dezember 2017 übrige III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgrund der gesetzlichen Neudefinition des $ 277 Abs. 1 HGB waren die Umsatzerlöse und zugehörigen Materialaufwendungen des Geschäftsjahres 2016/2017 mit dem Vergleichswert der Vorperiode inhaltlich nicht mehr vergleichbar. Dementsprechend wurden die Gewinn- und Verlustrechnungsposten Umsatz- erlöse, sonstige betriebliche Erträge, Materialaufwendungen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen des Vorjahres wie folgt angepasst: sen u. Verkst 2015/2016 Umglie- 2015/2016 ungs| rechnungsposten ohne BiRUG BETEN mit BIIRUG Umsatzerlöse sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 16 Die Umsatzerlöse setzen sich danach wie folgt zusammen: I Pe Erlöse Kartenverkauf aus Eigenveranstaltungen Einzelverkauf Abonnements Theatercard Besucherorganisationen Gastspiele von auswärts auf Beteiligung Erlösberichtigungen 4.309 Erlöse Kartenverkauf aus Fremdveran- staltungen, Gastspielen, Co-Produktionen 83 sonstige Erlöse Spielbetrieb sonstige Erlöse Den Erlösen aus Kartenverkäufen im Rahmen von Eigenveranstaltungen liegen im Vergleich zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde: 2016/2017 Veran- Besu- Veran- Besu- Veran- Besu- stal- cher stal- cher stal- cher tungen tungen Oper Staatenhaus Excelsior - Er TrEEr +14.121 +#2:537 -2.246 en Schauspiel Depot 1 Depot 2 Grotte Außenspielstätte am Offenbachpl. 619 +57 +22 55 = 3.173 11 4.707 69 er BE BY a BEP Er EFF en ze sonstige Veranst./Abgrenzung penis Veneto Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 17 Die Kartenpreise für die Oper bzw. das Schauspiel fielen in 2016/2017 im Vergleich zum Vorjahr unver- ändert aus: 2016/2017 | _ ___ Veränderung |] Preis- | Preis- | Preis- | Preis- a = en Preis- | Preis- | Preis- | Preis- | Preis- BIS AR gruppe u’. BI a gruppe u ir ya BURR gruppe | gruppe II II II IV a an en ed nel. mE = a zul sel ae] a] am Platzgruppe 7 ? u 12100 12,00) 12,00] 12,00 Er 12,00 12, nu +0, 00 +0,00 +0,00 ei Preis- | Preis- | Preis- . ae gruppe BE EEE 81,00| 93,00] 125,00 81,00) 93,00] 125,00 +0, o| +000 12,00] 15,00] 16,00 12,00] 15,00] 16,00 +0, m +0,00 +0, 00 2016/2017 | __ Vvonahr |] Veränderung Preis- | Preis- | Preis- Preis- | Preis- | Preis- Preis- | Preis- | Preis- m Eur gruppe app w gruppe gruppe | gruppe | gruppe II II I u II eur eun eur] Platzgruppe 1! 27,00| 32,00] 39,00 27,00| 32,00| 39,00 Platzgruppe 5 ? 10,00| 12,00] 15,00 10,00) 12,00| 15,00 +0,00| +0,00] +0,00 * Teuerste Platzgruppe ? Preiswerteste Platzgruppe Platzgruppe 1 * Platzgruppe 7 ? Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen erfasst die erfolgswirksame Veränderung des Bilanzpostens „Unfertige Leistungen“ zu den beiden Bilanzstichtagen. Im Rahmen des Postens Andere aktivierte Eigenleistungen werden die Kosten bühneneigener Mitarbeiter erfolgswirksam abgegrenzt, soweit diese auf Leistungen im Zusammenhang mit den Herstellungsmaß- nahmen der Sanierung entfallen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 18 Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten: Erträge Kartenverkäufe zur Weiterleitung an gemeinnützige Organisationen Zuschüsse, Kostenerstattungen, Spenden Betriebskostenzuschuss Stadt Köln laufender Zuschuss Vereinnahmung noch nicht verbrauchte Zuschussmittel Sanierung 2015/2016 Vereinnahmung noch nicht verbrauchte Zuschussmittel Sanierung 2014/2015 Wertausgleich Freikarten Landeszuschuss NRW Personalkostenzuschüsse Investitionskostenzuschüsse sonstige Kosten- / Projektzuschüsse Kostenerstattungen Erträge aus Anlagenabgängen Erträge aus der Auflösung von Einzelwert- berichtigungen auf Forderungen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten für nicht eingelöste Gutscheine Erträge Versicherungsentschädigungen Erträge abzugsfähige Vorsteuer übrige erung TEUR_ | TEUR | % | 108 77. +31 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 19 Der Materialaufwand entfällt auf folgende Posten: Material für Bühnenproduktionen Orchester- / Notenmaterial Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Betriebskostenerstattung an das Gürzenich-Orchester Köln bezogene Leistungen selbständiger Künstler Kosten Gastspiele / Co-Produktionen Tantiemen und GEMA-Gebühren Transportkosten Betriebskostenerstattung Berufsfeuerwehr Einsatz Zeitarbeitnehmer 838 übrige 704 Aufwendungen für ame bezogene Leistungen 14.236 12.88 Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Bezüge Angestellte, Lohnempfänger, Künstler Grundbezüge Beamte Gagen Gäste / Statisten Sonderzahlungen / Urlaubsgeld Veränderung Rückstellung Altersteilzeit sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge Abfindungen Löhne und Gehälter ‚Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs- kasse / Bayerischen Versorgungskammer Versorgungsbezüge Veränderung der Pensionsrückstellung Beihilfen Veränderung der Rückstellung für Beihilfen sonstige soziale Abgaben Soziale Abgaben und Aufwendungen für weh Altersversorgung und für Unterstützung 9.229 8.928 +301 N asnsl anoral 43.083 davon für Altersversorgung 2.462 2.302 Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagever- mögens und Sachanlagen ist dem Anlagennachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt IL1.). Bühnen der Stadt Köln, Köln Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: Gebäudebewirtschaftung Abgangsverluste Anlagevermögen Zuführung zum Sonderposten mit Rücklagenanteil Forderungsverluste Verwaltungsaufwendungen Verwaltungskostenerstattungen Stadt Mieten (Interimspielstätten) Entschädigungen (Interimspielstätte Staatenhaus) sonstige Mieten und Pachten Personalnebenkosten Kostenbeteiligung Köln-Ticket (Umweltab- gabe, Veranstaltungsgebühr, Mietgebühr) Versicherungen Jahresabschluss / Abschlussprüfung städtische IT-Struktur EDV-Fremdleistungen Telekommunikation Finanzierung Sanierung übrige Verwaltungsaufwendungen Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Spenden an gemeinnützige Organisationen aus Kartenverkäufen Kostenvorlagen Gürzenich-Orchester 173 übrige 60 I | sausal 1282| +1,57 Seite 20 Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten im Wesentlichen die Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 34) und aus Geldmarktkonten (TEUR 2). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen Zinsen für Kreditierungen auf den Girokonten sowie Termin- und Tagegeld- konten und sonstige kurzfristige Fremdmittel (TEUR 39) sowie den Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pensionsrückstellungen TEUR 237, Rückstellungen für Dienstjubiläen TEUR 4, für Beihilfeverpflichtungen TEUR 152 sowie für Altersteilzeit TEUR 14). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben: 2016/2017 UR Vorjahr TE Mi w Ir m I S lo Is w lo lo © Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer laufendes Jahr jahre Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fu E) ja > IWw |. w vn Kraftfahrzeugsteuer Umsatzsteuer Vorjahre Sonstige Steuern 63 56 | NS (e) fi un s EN Veränderung Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 21 Im Rahmen der von den Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 gemäß 8 23 Abs.2 EigVO NRW auf- gestellten Spartenrechnung verteilt sich das erwirtschaftete Jahresergebnis 2016/2017 der Bühnen auf die Sparten Oper, Schauspiel, Tanz und Service wie folgt: 1.9.2016- 31.8.2017 | ER | ur | EUR |] EUR |] EUR | Oper Schauspiel Tanz Service Sparten . Umsatzerlöse 3.698.420,18| 1.408.107,27 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 591.930,00 316.370,00 . Andere aktivierte Eigenleistungen . Sonstige betriebliche Erträge 43.537.204,81| _24.010.082,79 47.827.554,99| _25.734.560,06 . Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.681.059,69 956.234,53 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen R 1.310.644,72 1.361.041,18| 16.940.168,86 . Personalaufwand a) Löhne und Gehälter .166. R 11.404.735,02| 34.886.030,09 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und für Unter- stützung 3.182.245,89 2.357.800,76 3 3.674.208,99 9.228.979,36 17.432.270,16| 11.524.604,32 h ‚078. 44.115.009,45 „ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 539.006,67 854.820,29 2.301.755,00) 3.696.118,67 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.075.207,23 3.497.061,44 £ 6.536.327,27| _14.154.473,60 13.929.612,01| 6.578.656,51 21.030,01) -20.722.620,05 -193.321,52 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.290,00 6.550,00) 0,00 4.041,72 35.881,72 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00 0,00 446.797,80 446.797,80 a Geschäftstätigkeit 13.954.902,01| _6.585.206,51 21.030,01) -21.165.376,13 -604.237,60 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 . Sonstige Steuern 0,00 Jahresüberschuss 13.954.902,01| 6.585.206,51 21.030,01| -21.184.834,55 Umlage Sparte Servicebereich -13.363.393,63| _ -7.821.440,92 0,00] 21.184.,834,55 591.508,38] -1.236.234,41 21.030,01 0900| . Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.042.494,23 . Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 ._Bilanzgewinn 11.418.798,21 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 22 IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Organe Die Organe der Bühnen bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung. Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß 8 5 Abs. 1 der Betriebssatzung perso- nenidentisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt zusammen: Dr. Eva Bürgermeister, Stadtverordnete - Vorsitzende - Brigitta von Bülow, Stadtverordnete - 1. Stellvertreterin - Dr. Ralph Elster, Stadtverordneter - 2, Stellvertreter - Elfi Scho-Antwerpes, Stadtverordnete Karl-Heinz Walter, Stadtverordneter Katharina Welcker, Stadtverordnete Horst Theken, Stadtverordneter Thomas Welter, Stadtverordneter Gisela Stahlhofen, Stadtverordnete Dr. Ulrich Wackerhagen, Sachkundiger Bürger Peter Sörries, Sachkundiger Bürger Prof. Klaus Schäfer, Sachkundiger Bürger Karin Reinhardt, Sachkundige Bürgerin Die Betriebsleitung setzte sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt zusammen: Patrick Wasserbauer Geschäftsführender Direktor Dr. Birgit Meyer Intendantin der Oper Stefan Bachmann Intendant des Schauspiels Bernd Streitberger Technischer Betriebsleiter Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 23 Für die aktiven Mitglieder der Betriebsleitung wurden von den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2016/2017 fol- gende Bezüge aufgewendet: Aktive Mitglieder der Betriebsleitung: Stefan Bachmann Dr. Birgit Meyer Patrick Wasserbauer Bernd Streitberger Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet. 2. Arbeitnehmer Die Anzahl der Beschäftigten der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2016/2017 entwickelte sich wie folgt: Jahres 30.11.2016 | 28.02.2017 | 31.05.2017 | 31.08.2017 | durch- schnitt Mitarbeiter nach TVÖD nr 409,25 künstlerische Angestellte an Ze su 305,75 Beamte 15 15 15,50 18 Auszubildende 730,50 17,50 1 Die Bühnen sind Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor- gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die Aufgabe, den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterblie- benenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wird von der ZVK ab 2007 ein Zusatzbeitrag von 3,2 % erhoben. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2016/2017 rd. TEUR 30.332 (i.V. TEUR 28.021). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 24 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Bühnen, die sich zum einen auf am Bilanzstichtag verein- barte Mietverpflichtungen beziehen, werden in den folgenden beiden Spielzeiten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe von rd. TEUR 9.435 führen. Darin sind die Miet- und Nebenkostenaufwendungen im Zusammen- hang mit den Interimspielstätten in Höhe von TEUR 7.255 enthalten. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus dem Investitionsvorhaben Sanierung der Bühnen am Offenbach- platz in Höhe der am Bilanzstichtag vergebenen Aufträge. Für die Gesamtinvestitionen bis zur Fertigstel- lung des Projekts wurde bis zum Bilanzstichtag 31.8.2017 vom Rat der Stadt Köln ein Budget in Höhe von 404 Mio. EUR bewilligt. Es wird aber (Stand September 2018) davon ausgegangen, dass die Sanierung insgesamt (Baukosten inklusive Baunebenkosten) zwischen 545 und 570 Mio. EUR zuzüglich der Bauzeit- zinsen kosten wird. Von diesen sind bis zum Stichtag im Bau befindliche Anlagen mit Herstellungskosten von rd. 285,6 Mio. EUR - vgl. Abschnitt II.1 - bilanziell erfasst. 4. Abschlussprüferhonorare Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 wurden Honorare in Höhe von TEUR 30,0 aufwandswirksam gebucht. 5. _ Ergebniverwendungsvorschlag Die Betriebsleitung der Bühnen schlägt vor, den Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres vom 1.9.2016 bis zum 31.8.2017 in Höhe von EUR 11.418.798,21 durch Vortrag auf neue Rechnung zu verwenden. V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES WIRTSCHAFTS- JAHRES Im Bereich der Sanierung wurden die Verzögerungen bei den Baumaßnahmen im Rahmen eines vom Rat der Stadt Köln beauftragten Gutachtens durch eine überregional tätige Anwaltskanzlei untersucht, das zum Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 vorgelegt wurde. Die vom Rechnungsprüfungsausschuss auf- geworfenen Fragen zum Gutachten wurden beantwortet und in verschiedenen Ausschüssen beraten. Einige der aus dem Gutachten abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden aktuell im Projekt bereits umgesetzt, insbesondere das Prinzip "Erst planen, dann bauen". Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 25 Die Neuplanung begann mit der erweiterten Leistungsphase 3 am 7.12.2017. Im Rahmen dieser Planun- gen gilt es zu berücksichtigen, dass die Gebäude bereits stehen und große Teile der bereits eingebauten Technik auch erhalten bleiben sollen. Für die Ermittlung möglicher vorgezogener Maßnahmen (z.B. Rück- bau) haben die Bühnen ihre planerischen Ressourcen nochmals aufgestockt. Auch wenn dadurch zunächst die Kosten steigen, wird dies als wichtige Investition eingeschätzt, die sich im späteren Projekt- verlauf z.B. durch Zeitersparnis rentieren wird. Seit dem Sommer 2018 nehmen die Bauherren auch aktiv an den Sitzungen der Planer-Arbeitskreise teil, um die Beteiligten durch schnelle und kurze Entschei- dungswege bereits an dieser Stelle zu unterstützen. Dennoch musste man im Juli 2018 eine Verlängerung der Entwurfsplanung und die Überprüfung der Zeit-/Kosten-Prognose um drei Monate bis Mitte 2019 akzeptieren, ohne dass sich dadurch die Projektdauer insgesamt verlängern soll. Aktuell schreitet der Planungsprozess so voran, wie es im angepassten Planungsterminplan vorgesehen ist. Mit der Fertigstellung der Bühnentechnik durch Oper und Schauspiel wurde bereits begonnen. Die für die Inbetriebnahme notwendigen Abnahmen durch die Sachverständigen werden bis Mitte 2019 dauern. Wesentliche Fortschritte konnten bei den Firmengesprächen erzielt werden. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Anhangs waren 84 % im kritischen Bereich der Haustechnik abgeschlossen. Mit vielen Firmen konnte man sich auf eine Fortführung der Zusammenarbeit einigen. Die durch die beiderseits erfolgten Kündigungen notwendigen Neuausschreibungen können alle im dafür vorgesehenen Zeitfenster stattfin- den. Durch eine Novellierung des Vergaberechts besteht zudem die Möglichkeit, im Vorfeld im Rahmen von Marktsondierungsgesprächen wichtige Aspekte für die späteren Ausschreibungen zu konkretisieren. Aktuell gibt es Gespräche zu den Gewerken Feuerlöschanlagen, Starkstrom, Kälte und Raumluft. Die Schlüsselübergabe an Oper und Schauspiel ist unverändert für das 4. Quartal 2022 vorgesehen. Da sich das Interim nach aktuellem Stand bis in die Spielzeit 2022/23 verlängern wird, wird derzeit eine Berechnung der Kosten des Interims für die Spielzeiten 2019/20 bis 2022/23 erarbeitet. Eine entspre- chende Beschlussvorlage wird den Gremien kurzfristig vorgelegt werden. In Bezug auf die Bühnenwerkstätten wurden die auf der Basis einer Machbarkeitsstudie mit geschätzten Gesamtkosten von 18,5 Mio. EUR zur Konkretisierung des Bauvorhabens auf dem WDR-Gelände in Bocklemünd notwendigen Planungsmittel in Höhe von 700.000 EUR vom Rat der Stadt Köln nicht freige- ben. Stattdessen wurden die Bühnen mit der Prüfung alternativer Standorte beauftragt, die entsprechen- den Ergebnisse (22 Standorte) lagen den Gremien im September 2017 vor. Der Rat hat sich für keine der favorisierten Standortalternativen entschieden und am 19.12.2017 beschlossen, dass für den Neubau von Bühnenwerkstätten eine Markterkundung für ein Investorenmodell (Mietmodell) erfolgen soll, die zwi- schenzeitlich erfolgreich stattgefunden hat. Mit einer Beschlussvorlage für die Gremien hinsichtlich des „Mietmodells“ ist zeitnah zu rechnen. Bühnen der Stadt Köln, Köln . Seite 26 Seit dem Frühjahr 2014 liegt die vom Betriebsausschuss der Bühnen beauftragte Wirtschaftlichkeits- und Organisationsuntersuchung vor, die von der Unternehmensberatung actori aus München durchgeführt wurde. Konkret war die Unternehmensberatungsgesellschaft beauftragt, die Auswirkungen der Sanierung sowie verschiedene strukturelle Fragestellungen zu untersuchen. Die Umsetzung der Ergebnisse der Organisationsuntersuchung verschiebt sich durch die Verlängerung des Interims. Allein durch den Zeitab- lauf und die damit verbundenen Änderungen, aber auch durch die aktuelle konkrete Struktur der Finan- zierung der Sanierungsmaßnahmen kann das Gutachten in der Eröffnungsspielzeit 2022/2023 nicht mehr unverändert umgesetzt werden. Die Betriebsleitung der Bühnen wird daher dem Betriebsausschuss Büh- nen empfehlen, eine Überarbeitung der Wirtschaftlichkeits- und Organisationsuntersuchung zu beschlie- ßen. In der Zwischenzeit wird in der Mittelfristigen Erfolgs- und Finanzplanung für die Spielzeit 2022/23 eine Erhöhung des Budgets von 2,5 Mio. € im Service berücksichtigt. Dieser Betrag wird konkretisiert, sobald das Ergebnis der überarbeiteten Studie vorliegt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Wirtschaftsjahres 2016/2017, aber vor Verfassung dieses Anhangs eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen. Köln, den 28. September 2018 id Streitberger Patrick Wasserbauer Dr. Birgit Meyer 'er Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor Intendantin der Oper Intandant des Schauspiels Techrfi \ v
Anlage 1 - Bilanz
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BÜHNEN KÖLN SCHAU “ = 5 NZ BUHNEN KÖLN OPER/ \KöLN so LAD? IND En Jahresabschluss 2016/17 Anlage | Bilanz va Sm cr Lz2 LBR'SOE ZEIS0E0LL BL'ZzzEOSESZ €5'T80°205°59 01'E80'286 LE'ZLL ZIEL SE'LP6'L9L’SZL oo'8Le z1371 00'825 0687 00'086°9€ [4 2:22727 Bı'890°zp7’pZ 19 69° LE2 BEE rEyAgEE ELZSZBZZT HO'LzgPLE'982 DE'SI6 602 002 EL'BEL’EIG"L AL'OLE'ZSIL v8'952'880'21 ov'ELo'szi Hl DOPsZORE oo'oog’ge o0'esg’eLg'r ETEOSISLEZ EZ'HEH'IIE'EL [74:1:70472040 BAAR rEBEZ BL FL 00'000’vz2'L 00'000’P22'1 00'000°05 00'000°05 8n3 una ozRlE 11028 LE eRIsseg ‚,a1os So’LoP’6zS 16 99E09€ 071227870 00'8zg’E69y1 IEEFZLOIT Er 65g’ger £0'9,8°592°8 15'YLV'996°6 56590 766, SOSSE ET veizvzlis9 Zzgl 912 EZ'LOS'IST 06'L0E’EOE N3ISOISONNZNIUSRVSONNNHOSE 3 N 00'zEr’9LE'E 00'Er 0er wayayyanpuigsay oBnsuog p Or 206° ROOPDOBT uagayaquaßız segnuabab uayreyyanpugaı € 00’zsE'veE 'veorose uaBUN]SIS] pun uaßunJaJa17 sne uayrayyaıpumga\ "Z varmnsunpauy egnuaßab uayrayyanpumgaa "1 N3LI3XHINONIEU3A 'Q BI'BgL’ELZ/OGT OL'LE9 Lg EZE 89'599’SP 1'062 DLIEZELGEZE usbunjajsyony abnsuog '€ BITSH BT IST 02'528 700682 uaßunjaysyonuanaıs "Z uauoısuag any uabunasyony_"L on'eszer.g O0'2Ez LES N39NNTIALSIINI 'O 00'SPR’IrL°E 00'BEL'2z8°€ NEBPTNENEBYAINZ 00'Z11°296'52 00'9E6’908°F2 NZ 3SSNHISNZSNOLLILSIANI UN NILSOIYIANOS '8 00'E01’89 00'L96'E5 uumaßzueng "Ill usbepyanuumsg ‘Il teudeywweis °| WLIIWIN393 v un3 un3 9OzB LE 2102 81€ Ch LeZ BP SOE IITEITZZ BEE Z1o2 jsnbny Te umz zueng UIOY 'UIOY IPEIS Jep uauyng N3LSOISONNZNAU9RVSONNNHOSY 9 uarNsumpasy Iaq uageying "puejsaquassey Il] apupjsusßeßsusßgunay aßnsuos '£ URN IPEIS ap uabab uaßunsapıo4 "Z uaßunsıa7 pun usßunsajar] sne veßunsapıog °L apur)suaßaßsusßgusan ablsuos pun uaBunsapyog "Il uaßungsia7 söugyun 'Z eyayssqauag pun -SJIH "-Uoy "L SRuoA "| N399WY3AINVINN '8 neg wı vaßejuy pun vaßunjyezuy rajsıajag "p Bunpejssnesyryosag pun -sqamag "€ uaßejuy ajjauypsew pun uaulpseyy "Z vaynegsgamag ww ayomspung "| usßejeyses || uayaı pun uajyoay uayojos e USZUaZI] BIMOS ayayy, un ajyaay ayaıluyp pun aJyaauzınyag ayaıqlaemab “UaUOISSEZUOy ausquoma yoablug "| SpurjsusßaßsusßguueN ajauapeww NI9ONYSNFOVINV 'v eaIıaV
Anlage 4 - Lagebericht
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BÜHNEN KÖLN SCHAU " R a NZ BÜHNEN KÖLN OPER/ \KÖLN si, Lam? Jahresabschluss 2016/17 Anlage 4 Lagebericht Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 1 LAGEBERICHT FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2016 BIS 31. AUGUST 2017 I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DER BÜHNEN IM WIRTSCHAFTSJAHR 2016/2017 1. Die wirtschaftliche und kulturpolitische Situation der Bühnen in der Bundesrepublik Deutschland in der Spielzeit 2016/2017 Wie bereits in den Vorjahren haben auch in der Spielzeit 2016/2017 die finanziellen Verhältnisse der öffentlichen Haushalte einen hohen Konsolidierungsdruck auf die deutschen Bühnen bewirkt. Als per- sonalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und dadurch begrenzten kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotentialen sind die öffentlichen Theater und Orchester hier- von in besonderem Maße betroffen. Wegen des notwendigen Finanzbedarfs der Kultureinrichtungen stehen deshalb gerade die Fragen der Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen unverändert im Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit. Die Auswertung der Spielzeitdaten! zeigt für 2016/2017 erneut relativ stabile Verhältnisse: So sind die Besucherzahlen der öffentlich getragenen Theater einschließlich der Gastspiele mit rd. 20,5 Mio. Zuschauern leicht gesunken. Während die Zahl der Vorstellungen leicht um 2,2 % auf 65.794 zurück- ging, blieben die Einnahmen nach einer Steigerung von 3 % im Vorjahr stabil bei rd. 551 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das prozentuale Einspielergebnis von 17,8 % leicht gesunken. Dagegen erhöhten sich die öffentlichen Zuschüsse an die Theater und Orchester von rd. 2,5 Mrd. Euro um rd. 3,7 % auf rd. 2,6 Mrd. Euro. Die Zahl der fest angestellten Theatermitarbeiter - befristet und unbe- fristet - stieg im gleichen Zeitraum leicht von 39.505 auf 39.692. Infolgedessen bleibt der hohe Konsolidierungsdruck auf alle Kultureinrichtungen in Deutschland unverändert bestehen, Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Kultureinrichtungen werden von Politik und Öffentlichkeit weiterhin kritisch hinterfragt. Zugleich werden von der Politik, den Kulturverbänden und den Kultureinrichtungen selbst immer wieder neue Überlegungen angestellt, wie man durch inhaltliche und perspektivische Konzepte, Organisationsmodelle und Rechtsformgestaltungen die Ein- nahme- und die Kostensituation der Theater verbessern kann. Bei diesen im Wesentlichen auf die ökonomische Effizienz ausgerichteten Überlegungen sollte das übergeordnete Ziel der Theater und Orchester, nicht gewinnorientiert zu arbeiten, sondern eine Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen, nicht aus den Augen verloren werden. * Quelle: Theaterstatistik 2016/2017 des Deutschen Bühnenvereins, Heft 52 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 2 2. Derrechtliche Rahmen der Bühnen in der Spielzeit 2016/2017 Gegenstand der seit dem 1.9.2000 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung geführten Bühnen der Stadt Köln ist der Betrieb eines Drei-Sparten-Theaters zur Pflege und Förderung kultureller Aufgaben. Der Einrichtungszweck umfasst dabei insbesondere die Aufführung von Bühnenwerken aller Gattungen im Musik-, Tanz- und Sprechtheater. Für die künstlerische und wirtschaftliche Führung ist aktuell eine aus vier Personen bestehende Betriebsleitung gesamtverantwortlich. Der Rat der Stadt Köln und der Betriebsausschuss (personenidentisch mit dem Ausschuss für Kunst und Kultur der Stadt Köln) ent- scheiden in allen Angelegenheiten der Bühnen, die ihnen durch die GO NRW, die EigVO NRW, die Hauptsatzung der Stadt Köln und die Betriebssatzung der Bühnen vorbehalten sind. Das Wirtschafts- jahr verläuft spielzeitkonform vom 1. September bis zum 31. August. 3. Die künstlerische Bilanz der Bühnen in der Spielzeit 2016/2017 Als wesentlicher Bestandteil der Kulturstadt Köln gehören die Bühnen der Stadt Köln zu den national bedeutendsten wie international renommierten Spielstätten des Sprech- und Musiktheaters. Im Sinne des qualitativen Anspruchs, welcher der Größe und Bedeutung der Stadt Köln gerecht werden soll, gehören beim Sprechtheater die Klassikerpflege ebenso wie die Präsentation moderner Gegenwartsdramatik und die Realisierung unterschiedlichster Regie- und Ausstattungsstile zu den traditionellen Aufgaben. Nationale und internationale Gastspiele sollen das Programm des Sprech- theaters komplettieren. Die Oper Köln soll den führenden internationalen Opernhäusern zugerechnet werden. Sie ist Mitglied der internationalen Opernkonferenz, zu der folgende Opernhäuser gehören: Bayerische Staatsoper, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatsoper Wien, Opernhaus Zürich, Staatsoper Dresden, Oper Frankfurt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg, Oper Leipzig und Staatstheater Stuttgart sowie die assoziierten Mitglieder Opera National de Paris, Royal Opera House Covent Garden London und Teatro alla Scala Mailand. Diese Institutionen sind geprägt von international renommierten Dirigenten, Regisseuren sowie Sän- gerinnen und Sängern. In diesem Umfeld ist die Oper Köln bereits seit einigen Jahren neben der Komischen Oper Berlin ein Mitglied mit einem der geringsten Betriebskostenzuschüsse. Seit der Auflösung der Tanzcompany pretty ugly tanz köln mit Ende der Spielzeit 2008/2009 wird der Tanz an den Bühnen Köln durch Gastspiele in den Spielplänen von Oper und Schauspiel vertreten. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 3 Nach der gescheiterten Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus am Offenbachplatz in 2015 war die Spielzeit 2016/2017 der Bühnen der Stadt Köln - bei einer unverändert angespannten städ- tischen Haushaltslage und den weiterlaufenden Sanierungsmaßnahmen - erneut geprägt von der Fort- führung des Interimspielbetriebs des Musiktheaters (Staatenhaus, Außenspielstätten), der Kinderoper und des Sprechtheaters (Depot 1, Depot 2, Grotte, „Außenspielstätte am Offenbachplatz“). Folgende Inszenierungen konnten in 2016/2017 realisiert werden: Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA, lungen Gastspiel(GS Depot 1 Depot 2 Ansichten eines Clowns Depot 2 Arsen und Spitzenhäubchen Depot 1 Casablanca Offenbachplatz Cyrano de Bergerac Depot 1 Der gute Mensch von Sezuan Depot 2 Der Menschenfeind Depot 2 Die Lücke Depot 2 Die Opferung von Gorge Mastromas Depot 2 Ein Volksfeind Depot 1 Faust I Depot 1 Faust II Depot 2 Faust I+HII Depot 2 Furcht und Ekel Grotte Geächtet Offenbachplatz Geschichten aus dem Wiener Wald Depot 1 Glaubenskämpfer Depot 1 Groß und Klein Depot 1 Hamlet Depot 1 Hedda Depot 1 IfIcan Grotte Istanbul Depot 2 Iwanow Depot 1 Jemand wie ich Depot 2 Karnickel Offenbachplatz Kleines Offenbachplatz Lehman Brothers Depot 1 Magic Afternoon Grotte Robinson Crusoe Depot 2 Inszenierungen des Sprechtheaters Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 4 Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA Gastspiel(GS Übertrag: Offenbachplatz Offenbachplatz Tod eines Handlungsreisenden Depot 1 Victor oder Die Kinder an der Macht Depot 2 Wir über uns- Geschichten aus dem Kollektiv Depot 2 Wir wollen Plankton sein \ Depot 1 Zehn Milliarden - ohne mich Depot 2 Der Revisor Depot i Five Easy Pieces Depot 1 Sorry Depot 2 Diverse Einzelveranstaltungen Die Spielzeit 2016/17 war die vierte unter der Intendanz von Stefan Bachmann. Da sich das Schau- spielhaus am Offenbachplatz noch in der Renovierung befand, wurde weiterhin das rechtsrheinisch gelegene Depot auf dem Gelände des Carlswerkes in Köln Mülheim bespielt. Zunächst als Interims- spielstätte für zwei Jahre gedacht, ist es gelungen, einen lebhaften Ort des Austausches zu schaffen, der in den Stadtteil hineinwirkt und gleichzeitig überregional wahrgenommen wird. Der Carlsgarten, ein Urban-Gardening-Projekt des Schauspiel Köln trug zu einer Belebung des Areals genauso bei wie zahlreiche Initiativen und Projekte des Schauspiel Köln, die sich inhaltlich mit Themen des Stadtteils beschäftigten. Hier sei insbesondere das großangelegte Stadtprojekt DIE STADT VON DER ANDEREN SEITE SEHEN genannt, das im Juni 2017 mit einem fünftägigen Festival ein vielstimmiges und buntes Finale erlebte. Auch wenn das Publikum gerne und in großer Zahl zu Theaterbesuchen nach Köln Mülheim kommt und die Spielstätte inzwischen ein etablierter Ort in Kölns Kulturleben ist, war es der Leitung und auch den Mitarbeitern enorm wichtig, auch auf der anderen Rheinseite Präsenz zu zeigen. Aus der Enttäu- schung, nicht in ein neu renoviertes Theater zurückziehen zu können, erwuchs im Betrieb und unter den Künstlern eine produktive und kraftvolle Stimmung, aus der der Entschluss Stefan Bachmanns entstand, den weit fortgeschrittenen Neubau, die zukünftige kleine Spielstätte am Schauspiel Köln, vor ihrer endgültigen Fertigstellung zu bespielen. In der mit Augenzwinkern betitelten AUSSEN- SPIELSTÄTTE AM OFFENBACHPLATZ entstand im Laufe einer Spielzeit ein neuer und aufregender Ort für junges Theater, für Konzerte und Diskussionen. Die außergewöhnliche Konzeption bestand darin, dass vier junge Regisseure/-innen - alle ehemalige Regieassistenten am Schauspiel Köln - für das Programm verantwortlich zeichneten: Andrea Imler, Charlotte Sprenger, Pınar Karabulut und Matthias Köhler. So entstand ein vielstimmiger, kontroverser und herausfordernder Spielplan, der nicht nur das junge Publikum ansprach. Der Schwerpunkt der Spielstätte lag deutlich auf Gegenwartsthematiken. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 5 Während auf der Bühne durchweg Uraufführungen zu sehen waren, war das Foyer Spielort von kurz- fristig geprobten und performativen Formaten. Autoren stellten neue Texte vor, Musiker gaben Kon- zerte, Schauspieler präsentierten Performances: Das Haus wurde rasch vom Geheimtipp zu einem belebten Ort des Zusammentreffens von Künstlern und Akteuren verschiedenster Richtungen. Die Eröffnung der Spielzeit 2016/17 gelang mit einer erfolgreichen Inszenierung von „Hamlet“ in der Regie von Stefan Bachmann. Die formale und starke Ästhetik der Inszenierung ließ das bekannteste Stück Shakespeares in einem unkonventionellen Gewand erscheinen. Peter Miklusz, seit Spielzeitbe- ginn neu im Ensemble, gelang in der Titelrolle ein gelungenes Debüt am Schauspiel Köln. Auch das restliche Ensemble konnte das Publikum und die Presse für sich begeistern. So schrieb der Kölner Stadtanzeiger von einer „großartigen“ Hamlet-Inszenierung, die „unbequeme Wahrheiten“ enthülle. Bei Nachtkritik hieß es: „Wie hier eins ins andere greift, unerbittlich, man begreift: das ist brillant kon- struiert, man muss es aber auch kongenial spielen können (...) Das Ensemble hat insgesamt beste- chendes Format und spielt immer wieder groß auf.“ Nach der erfolgreichen Eröffnung folgte einen Tag später die Inszenierung von Hausregisseur Rafael Sanchez im Depot 2, der mit „Die Opferung des Gorge Mastromas“ von Dennis Kelly ein zeitgenössisches Stück auf die Bühne brachte. Seine zweite Arbeit am Schauspiel Köln in dieser Spielzeit war die vielbeachtete Inszenierung von Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“., Weitere zentrale Inszenierungen der Spielzeit waren „Faust 1“ und „Faust 2" in der Regie des Haus- regisseurs Moritz Sostmann. Wie es für seine Regiearbeit vorherrschend ist, brachte er auf der Bühne wieder Puppen und Schauspieler zusammen. Die daraus oft erstaunlichen Begegnungen ermöglichten auch hier ganz neue Perspektiven auf Goethes Opus Magnum. Neben großen Werken der Dramenliteratur („Hamlet“, „Iwanow“, „Faust‘) und modernen Klassikern („Gross und Klein“, „Tod eines Handlungsreisenden“, „Ansichten eines Clowns“) gab es noch zwei weitere inhaltliche und ästhetische Schwerpunkte: die projektbezogene Auseinandersetzung mit aktu- ellen Themen und Stoffen (so geschehen in „Istanbul“ in der Regie von Nuran David Calis) und eine hohe Zahl an Uraufführungen („Jemand wie Ich“ von Charlotte Roos, „Karnickel“ von Dirk Laucke, „Mohamed Achour erzählt Casablanca“ von Sanchez/petschinka, „Wir wollen Plankton sein“ von Julian Pörksen und „Sprengkörperballade" von Magdalena Schrefel). Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 6 David Nuran Calis Projekt über die politische Situation der Türkei am Beispiel der Stadt Istanbul, das im Mai 2017 Premiere feierte, wurde zu einem bedrückenden und intensiven Erlebnis. Wie schon bei seinen früheren Arbeiten am Schauspiel Köln versammelte er ganz unterschiedliche Akteure auf der Bühne: Neben Schauspielern aus dem Ensemble kamen auch Bewohner der Keupstraße zu Wort. Besonders eindrücklich waren der Auftritt und die Erzählungen des Schriftstellers Dogan Akhanlı, der von seinen traumatischen Erlebnissen in türkischen Haftanstalten berichtete. Wie brisant seine Beschreibungen und hellsichtigen Analysen waren, wurde spätestens im Sommer 2017 in aller Deutlichkeit bewusst, als er während eines Spanienaufenthaltes im Auftrag der Türkei inhaftiert wurde. Die langjährige „Feindschaft"“ zwischen den Städten Köln und Düsseldorf ist legendär. In der Spielzeit 2016/17 wurde versucht, sie - zumindest auf der Theater-Ebene - durch einen Austausch von Insze- nierungen zu durchbrechen. In Köln war „Der Revisor“ von Gogol in der Inszenierung von Linus Tunström zu sehen; im Gegenzug reiste Stefan Bachmanns Inszenierung „Geschichten aus dem Wiener Wald“ rheinabwärts nach Düsseldorf. Der künstlerische Austausch war für alle Beteiligten und nicht zuletzt fürs Publikum sehr bereichernd. In der Spielzeit 2016/17 fand das über zwei Jahre konzipierte Projekt „Die Stadt von der anderen Seite sehen“ seinen feierlichen Abschluss: Unter der Mülheimer Brücke entstand im Juni für fünf Tage ein Festivalzentrum. Verschiedenste Akteure aus der Stadtgesellschaft, Architekten, Künstler, Stadtplaner, Wissenschaftler und Bewohner kamen zusammen, um über ihre Stadt der Zukunft zu diskutieren und zu phantasieren. Ein besonderes Highlight war die Uraufführung der Oper „Die Trompeten von Jericho“ der Theatergruppe „subbotnik“. Vom Festivalzentrum ging es in die Stadt: Das Künstlerkollek- tiv LABOR FOU baute eine „Raumfähre“, die zwischen den beiden Rheinufern pendelte, die Künstler Markus Ambach und Kay von Keitz gründeten eine Mülheimer Wunderkammer, und zahlreiche insze- nierte Stadtspaziergänge luden dazu ein, die Stadt mit ganz neuen Augen zu betrachten. Das Festival „Britney X“, das von den Kuratoren der Spielstätte am Offenbachplatz konzipiert wurde, stellte Inhalte und Ästhetiken in den Vordergrund, die am Schauspiel Köln bisher wenig repräsentiert waren: Es ging um das Spannungsfeld von Geschlecht und Identität, soziale Zuschreibungen und Gegenentwürfe zum binär geprägten Blick auf die Geschlechter. An drei Tagen hintereinander ver- wandelte sich die Spielstätte am Offenbachplatz bis spät in die Nächte hinein in einen Ort des intensi- ven Austausches von gelebten Erfahrungen und unterschiedlichen Sichtweisen. Insbesondere die Diversität des Publikums und der eingeladenen Gäste machte die besondere Atmosphäre aus. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 7 Die Nachwuchsförderung hat am Schauspiel Köln einen hohen Stellenwert. Davon zeugt Stefan Bachmanns Entscheidung, die Gestaltung des neuen Spielorts am Offenbachplatz in die Hände von vier jungen Kuratoren zu legen. Aber auch die Förderung junger Schauspieler war in der Spielzeit 2016/2017 wieder ein elementarer Bestandteil: Die Kooperation mit der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ wurde fortgesetzt, und acht Studenten kamen ans Schauspiel Köln, um hier ihre beiden letzten Ausbildungsjahre zu absolvieren. Daraus wurden zwei Absolventen ins Festengagement übernommen. Neui (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Titel Wieder- Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA lungen Gastspiel(GS Inszenierungen des Musiktheaters Adam Schaf hat Angst Offenbachplatz Buenvenuto Cellini Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Das Lied der Frauen vom Fluss Staatenhaus Das schlaue Füchslein Staatenhaus Der Vogelhändler Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus La voix humaine/ Herzog Blaubart Staatenhaus Le Nozze di Figaro Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Kinderoper Kinderoper Kinderoper Hoffmanns Erzählungen für Kinder Kinderoper Circus Colonia Staatenhaus Kalakuta Republik Staatenhaus Karneval einmal klassisch Staatenhaus Othello Staatenhaus Kinderoper / Staatenhaus obebkvwrueußoekumawnsonkau Diverse Einzelveranstaltungen Die Spielzeit 2016/17, die zweite Spielzeit mit dem Staatenhaus als Interim-Hauptspielstätte, begann mit zwei konzertanten Aufführungen der Oper „Catone in Utica“ von Antonio Vivaldi. Zu der Starbeset- zung gehörten die international gefragten Gesangsolisten Vivica Genaux, Richard Croft und Margarita Gritskova. Es dirigierte Gianluca Capuano. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 8 Ein künstlerisches Herzensanliegen von Generalmusikdirektor Frangois-Xavier Roth war die erste sze- nische Premiere der Saison, der poetisch beeindruckende Doppelabend mit den beiden Opern von Maurice Ravel, „L’'heure espagnole“/ „L’enfant et les sortileges“, in Saal 2, sensibel und poetisch in Szene gesetzt von der jungen französischen Regisseurin Beatrice Lachaussee. An ein schlimmes Kapitel deutscher Geschichte, das nicht vergessen werden darf, erinnerte die Premi- ere der Kammeroper „Weiße Rose“ von Udo Zimmermann in Saal 3. Claudia Rohrbach und Wolfgang Stefan Schwaiger hinterließen in den Rollen der Geschwister Sophie und Hans Scholl einen nachhalti- gen Eindruck — auch beim jungen Publikum. Dieses wurde durch die Aufführung mit dem mutigen Einsatz der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ konfrontiert und bekam damit ein Anschauungsbeispiel über den Wert der Demokratie und freien Meinungsäußerung geliefert. Zu einem triumphalen Erfolg geriet Ende Oktober in Saal 1 die Premiere der späten Verdi-Oper „Falstaff“, die unter der Regie von Dietrich Hilsdorf zu einem verblüffenden Tableau im Sinne eines großen Shakespeare-Welttheaters geriet. Der italienische Star-Bassbariton Lucio Gallo führte in der Titelrolle ein bis in die letzte Nebenrolle kongenial besetztes Ensemble an. Dirigent Will Humburg sorg- te für die italienische musikalische Schwingung. Die Vorstellungen waren innerhalb kurzer Zeit ausver- kauft, der Bedarf für eine baldige Wiederaufnahme war schnell erkannt. Als Kölner Erstaufführung gab es im Dezember 2016 in Saal 1 die Comic Operetta „Candide“ von Leonard Bernstein zu erleben. In der Inszenierung des bekannten Tänzers und Choreographen Adam Cooper, berühmt durch den Film „Billy Elliot“, wurde diese Koproduktion mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München zu einer künstlerisch hochwertigen satirisch-spritzigen Hommage an den Philo- sophen Voltaire, auf dessen gleichnamigem Bildungsroman dieses ganz eigene Musiktheaterstück basiert - mit dem kritisch hinterfragten Leitsatz im Hinterkopf, dass wir angeblich in der „besten aller möglichen Welten“ leben. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 9 Operette ist ein Gebiet, dem sich die Oper Köln — gerade auch in Hinsicht auf ein älteres Publikum — gerne annimmt. So standen im Dezember und Januar unter der künstlerischen Leitung von Eike Ecker drei halbszenische Aufführungen der Zeller-Operette „Der Vogelhändler“ in Saal 1 auf dem Spielplan. Die Moderne hat an der Oper Köln von jeher eine feste Position: Mit der deutschen Erstaufführung von Johannes Maria Stauds Oper „Die Antilope“, nach einem Text des bekannten Lyrikers Durs Grünbein, wurde ein phantastisch-irrwitziger Blick in die Innenwelten der Menschen inmitten unseres beschleunigten, von Medien und Business bestimmten Lebens geworfen. Dabei führte die musikalische Ausdeutung in die Zwischenbereiche von Realität und Phantasie. Im Zentrum: Der Aussteiger Victor, eindringlich verkörpert von Ensemble-Bariton Miljenko Turk, dessen geheimnisvolle nächtliche Begeg- nung mit einer Skulptur, in höchsten Tönen traumsicher gesungen von Koloratursopranistin Emily Hindrichs, zu einem besonderen Höhepunkt des Abends geriet. Als Erinnerung an die Eröffnung des Opernhauses am Offenbachplatz vor 50 Jahren kam es zu einer Feierstunde sowie zu zwei konzertanten Aufführungen von Carl Maria von Webers „Oberon“ — jener Oper, mit der 1957 das Riphahn-Opernhaus eröffnet worden war. Es dirigierte Christoph Poppen, als Erzähler trat der aus Film und Fernsehen bekannte August Zirner in Erscheinung, in der anspruchsvol- len Partie der Rezia berührte die österreichische Sopranistin Kristiane Kaiser. Der April und Mai 2017 führte in den kulturellen Kreisen der Stadt Köln zu einer wahren „Turandot"- Euphorie. Die Premiere von Giacomo Puccinis Oper, bei der Claude Schnitzler das Gürzenich-Orchester dirigierte, und die viel gefragte US-amerikanische Regisseurin Lydia Steyer die szenische Seite verant- wortete, wurde zu einem fulminanten Erfolg. Die Riege erstklassiger Gesangssolisten wurde angeführt von der Bayreuth-erprobten Catherine Foster als Prinzessin Turandot und dem brasilianisch-deutsch- österreichischen Tenor Martin Muehle als elektrisierendem Calaf. Alle Vorstellungen waren zu 100% ausverkauft. Mit der lang erwarteten Premiere von „Cantos de sirena — Das Lied der Frauen vom Fluss“, einer deut- schen Erstaufführung nach einer Idee und realisiert von Carlus Padrissa (La fura dels baus) und seinem Team, verband sich ein eindrucksvoller Abend, der von Musikstücken des Barock über die Romantik bis in die Moderne führte. Verbindendes Thema dieses philosophisch untermauerten Abends bildete die Suche der „faustischen“ Hauptfigur Fausta (mit samtweicher Stimme: die kolumbianische Mezzosopranistin Adriana Bastidas-Gamboa) nach dem Sinn des Lebens. Der britische Dirigent Howard Arman dirigierte das Gürzenich-Orchester Köln, es wirkten Gesangssolisten und Tänzer mit — eine Attraktion eigener Art bildeten die eindrucksvollen (pneumatischen) ‚Musikmaschinen', die der Büh- nenbildner Roland Olbeter entwickelt hatte. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 10 Mai und Juni 2017 standen wesentlich im Zeichen der Mozart-Neuproduktion „Le nozze di Figaro“, bei der Generalmusikdirektor Frangois-Xavier Roth - nach dem „Don Giovanni“ des Vorjahrs - mit dem Gürzenich-Orchester Köln einen weiteren musikalischen Glanzpunkt setzte. Die französische Regis- seurin Emmanuelle Bastet inszenierte, das Ensemble erwies sich als bis in die letzte Rolle hinein glän- zend besetzt — allen voran der vom Kölner Publikum seit Langem verehrte Star-Bariton Bo Skovhus als Graf Almaviva. Mit seiner klassisch-genauen Deutung von Ludwig van Beethovens „Fidelio“ sorgte Alt-Intendant Michael Hampe anhand dieser berühmten und schwer zu realisierenden ‚Freiheitsoper für ein bezwin- gendes Lehrbeispiel meisterlich-präzisen Regie-Handwerks. Bei dieser Neuproduktion, die im Juni und Juli 2017 auf dem Spielplan stand, dirigierte Alexander Rumpf, der renommierte Professor der Kölner Musikhochschule, das Gürzenich-Orchester Köln, in der Titelrolle der Fidelio-Leonore beeindruckte - wie schon zwei Jahre zuvor als Arabella - mit blühender Stimme die britische Sopranistin Emma Bell, In der „Außenspielstätte am Offenbachplatz“ kam es im Juni 2017 unter der Regie von Eike Ecker zu der viel beachteten Erstaufführung von Georg Kreislers „Adam Schaf hat Angst“ - mit dem vor Spiel- temperament sprühenden Ensemble-Tenor Martin Koch in der Titelpartie. Mit dem musikalischen Abend „Fremd unter Fremden“ boten Ensemblemitglied Dalia Schaechter und Kollegen an mehreren Terminen eine begeistert aufgenommene Reflektion darüber, was es bedeutet, fern von der Heimat ein neues Leben zu leben und sich gleichzeitig an seine Wurzeln zu erinnern. Für diesen Abend waren viele Menschen interviewt und um ein Lied gebeten worden - die Gespräche waren als Film-Einspielungen zu sehen, die Lieder führten durch die verschiedensten Kulturen. Ein Abend, wie aus der Mitte der Gesellschaft, thematisch so zwingend, wie man es sich nur wünschen kann. Bei der „Langen Nacht der Theater“, am 1.10.2016, kam es mit einer eigens auf den Spielplan gesetzten Neuproduktion von Arnold Schönbergs Monodrama „Pierrot lunaire“ zu einem allseits aner- kannten nächtlichen künstlerischen Höhenflug. Bereichert wurde das Repertoire außerdem mit der Wiederaufnahme erfolgreicher Produktionen, allesamt mit international vergleichsfähigen Sänger- Besetzungen: So gab es ein Wiedersehen/Wiederhören mit Hector Berlioz' „Benvenuto Cellini“, mit Leos Janaceks „Das schlaue Füchslein“, mit Michael Hampes beliebter und ‚vorweihnachtszeit- kompatibler" „La Boheme“, mit dem höchst eindrucksvollen Doppelabend von Poulencs „La voix humaine“ und Bartöks „Herzog Blaubarts Burg“, mit Donizettis „Lucia di Lammermoor“ und Franz Schrekers aufwändig-phantastischer Oper „Die Gezeichneten“, Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 11 Die Sparte Kinderoper etablierte sich weiterhin mit vorbildhaften Produktionen im wandlungsfähigen Saal 3 des Staatenhauses. So kam hier — unter besonderer Beachtung der Öffentlichkeit — die Jazz- Oper „Die Heinzelmännchen zu Köln“ von Ingfried Hoffmann - eine Auftragsproduktion der Oper Köln - in der Regie von Brigitta Gillessen zur Uraufführung. Als weitere Premiere der Saison gab es eine Kinderopern-Fassung von Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, unter der musikalischen Leitung von Rainer Mühlbach und unter der Regie von Kai-Anne Schuhmacher, die für ihre szenische Deutung höchst beeindruckend auf ein Nebeneinander von lebenden Darstellern und Puppen setzte. Wiederaufnahmen der Kinderoper waren Henry Purcells „King Arthur“, Carl Orffs „Die Kluge“ und die mobile Produktion „Irgendwie anders". Als erfreuliches Resume darf man festhalten, dass es 2016/2017 gelungen ist, in dieser zweiten Saison im Staatenhaus das Vertrauen des Publikums in diese Spielstätte zu konsolidieren, was sich auch im deutlichen Anstieg der Besucherzahlen und entsprechender Auslastung widerspiegelt. Neuinsz. (N)/ Anzahl der Eigenprod.(EP)/ Spielstätte Vorstel- Koprod.(KP)/ aufn. (WA lungen Gastspiel(GS Wieder- Inszenierungen des Tanzes Depot i Depot 2 Depot 1 Depot 1 Depot 1 Depot 2 Staatenhaus Staatenhaus Staatenhaus Depot 1 Ballet of Difference/Richard Siegal Dance on / Rabin Mrou& Les ballets C de la B/ Alain Plate L-E-V/Sharon Eyal & Gai Behar Peeping Tom Rosas - Verklärte Nacht Sao Paulo Companhia de Danca Tanzgala: Zeitsprünge Tao Dance Theatre Vertigo Dance Co! pan! Keen Mit der Spielzeit 2016/2017 war der Tanz mit drei sehr unterschiedlichen Gastspielen in den Spielstät- ten des Staatenhauses präsent. Der junge chinesische Choreograf Tao Ye eröffnete mit seiner Kom- panie »TAO« in einer sehr avantgardistischen und minimalistischen Sprache die Tanzsaison. Die brasi- lianische Kompanie »Säo Paulo Companhia de Danga« des Kanadiers Edouard Lock präsentierte sich mit einer deutschen Erstaufführung, einer Neuinterpretation von Vivaldis »Vier Jahreszeiten«, vor zweimal fast ausverkauftem Haus in atemberaubender Höchstgeschwindigkeit auf Spitze. Neue Räume erforderten andere Formate: Im Mai 2017 fand im Staatenhaus die erste Tanzgala vor ausverkauftem Haus statt. Neun Solisten aus unterschiedlichen Kompanien zeigten ihr Können in ausgewählten Pas de Deux und Soli von der Klassik über die Neoklassik bis hin zum zeitgenössischen Tanz, was von Publikum und Presse sehr goutiert wurde. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 12 In den Spielstätten des Schauspiels war der Tanz nicht weniger international vertreten. Zwei hoch- energetische Kompanien aus Tel Aviv, »Vertigo« und »L-E-V«, haben das Publikum vor ausverkauftem Haus zu „Standing Ovations“ hingerissen. Ohne die belgischen Nachbarn wäre die zeitgenössische Tanzszene um einiges ärmer: »Peeping Tom«, die in Köln schon seit Jahren eine große Fangemeinde haben, zeigten den 2. Teil ihrer Trilogie »Vader Moeder Kind«. Ihre theatrale Sprache ist eine wunderbare Inspiration und Bereicherung für die Anhänger des Tanztheaters und zieht Zuschauer aus ganz Nordrhein-Westfalen an. Der Belgier Alain Platel und seine Kompanie »Les ballets C de la B« präsentierten ihr Mahler-Projekt »nicht schla- fen«. Nach der Premiere auf der Ruhrtriennale zeigten sie ihr Können dreimal vor ausverkauftem Haus. »Atemberaubend sind die Korrespondenzen zwischen Tanz und Musik in dieser Choreografie eines kontrollierten Ausnahmezustands(...)« urteilte die Nachtkritik. »Schamlos romantisch« nennt Anne Teresa De Keersmaeker, die dritte im Bunde aus der belgischen Choreografen Gilde, ihren Pas de Deux, mit dem sie im Depot 2 mit drei Tänzern ihrer Kompanie »Rosas«, vertreten war. Zu der Komposition »Verklärte Nacht« von Arnold Schönberg übersetzt sie das gleichnamige Gedicht von Richard Dehmel in ihre ganz persönliche Tanzsprache. Ebenfalls im Depot 2 zu sehen war das in Deutschland neugegründete Ensemble »Dance On«, das ausschließlich mit Tänzern über 40 Jahren arbeitet. Rabih Mroug, ein in Berlin lebender Künstler, kre- ierte mit ihnen zusammen das Stück »Water between three hands«. Den Abschluss der Tanzsaison bildete eine Koproduktion mit Richard Siegal und seiner neugegründe- ten Kompanie „Ballet of Difference“. Die Verschiedenheit ist hier Programm: die Kompanie vereint eine Reihe herausragender Tänzer aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen, die auf völlig unterschied- liche Art und Weise tänzerisch geprägt sind. Der Abend setzte sich aus drei Balletten zusammen, die beeinflusst waren von der interdisziplinären Auslotung neuer Formen des zeitgenössischen Tanzes. Durchweg waren alle Tanzabende sehr gut besucht, zum größten Teil von einem jungen aufgeweck- ten Publikum, Begleitet wurden die Vorstellungen von Einführungen, Künstlergesprächen und Work- Shops in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz und der Freien Szene. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 13 4. Die wirtschaftliche Lage der Bühnen im Geschäftsjahr 2016/2017 a) Leistungsdaten Die von den Bühnen in der Spielzeit 2016/2017 realisierten Inszenierungen erbrachten folgende Leis- tungsdaten: Veran- staltung. Aus- Erlöse Spielstätte am lastung Kartenverk. Standort Staatenhaus Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltungen Kinderoper Eigenproduktionen Außenspielstätte am Offenbachpl. Eigenproduktionen Außenspielstätte am Offenbachpl. Eigenproduktionen Einzelveranstaltung Depot 1 Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltung Depot 2 Eigenproduktionen Gastspiele Einzelveranstaltungen Grotte Eigenproduktionen sonstige Orte Einzelveranstaltungen 1 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze Bühnen der Stadt Köln, Köln Spielstätte Summe Musiktheater Summe Sprechtheater Staatenhaus Gastspiele Depot 1 Gastspiele Depot 2 Gastspiele Abgrenzungen Theatercard Theaterpädagogik Projektarbeit mit Schülern Schülerworkshops Lehrerfortbildungen Projektarbeit mit Lehrern Kooperationen Führungen Schultheaterwoche sonstige Aktivitäten Summe Theaterpädagogik Summe Theater gesamt Seite 14 Veran- staltung. Besu- Besu- Aus- Erlöse cher cher lastung | Kartenverk. max. Is | 130.24| 101,502] 72,00) t 3.173 TEUR 2 ermittelt als Durchschnitt der dem Publikum für die einzelnen Vorstellungen maximal angebotenen Plätze 2 Veranstaltungen der Theaterpädagogik ohne Einnahmen Der Datenvergleich (ohne Theaterpädagogik) der Spielzeit 2016/2017 mit dem Vorjahr zeigt, dass sich die Zahl der Veranstaltungen (im Vorjahr 531) im Verlauf der Spielzeit 2016/2017 insgesamt um 168 bzw. 31,64 % auf 699 erhöht hat. Dies ist im Wesentlichen auf den im Vorjahr verspäteten Veranstal- tungsstart infolge des ausgebliebenen Rückumzugs an den Offenbachplatz zurückzuführen sowie den Umstand, dass mit dem Staatenhaus im Bereich der Oper zunächst eine neue Interimspielstätte einge- richtet und etabliert werden musste. Vor diesem Hintergrund entfällt die Veränderung der Gesamtzahl an Veranstaltungen mit einem Anstieg um 59 Veranstaltungen auf das Musiktheater, ein Anstieg um 107 Veranstaltungen auf das Sprechtheater sowie einem Zuwachs um 2 Veranstaltungen auf die Spar- te Tanz. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 15 Im Rahmen der verschiedenen Interimspielstätten stieg die Zahl der von den Bühnen insgesamt im Durchschnitt je Veranstaltung angebotenen Plätze gegenüber dem Vorjahr von 368 auf 395 um 27 bzw. 7,3 %. Bei einem deutlichen Anstieg der Besucherzahl um insgesamt 62.853 (41,4 %) ver- schlechterte sich die Auslastung gegenüber der Spielzeit 2015/2016 geringfügig um 0,2 %-Punkte. Die Analyse zeigt, dass die Besucherentwicklung in den einzelnen Sparten infolge der Akzeptanz und Bespielbarkeit der Interimspielstätten positiv ausfiel. So lag die Besucherzahl im Musiktheater um 40.398 bzw. 63,1 % über der Besucherzahl des Vorjahres. Dieser Anstieg entfiel mit 9.314 Besuchern (13,7 %) auf Eigenproduktionen, insbesondere aber auch mit 30.416 auf Gastspiele infolge des im Vorjahr ausgefallenen Gastspiels des Kölner Männergesangvereins Cäcilia Wolkenburg. Bei den sonsti- gen Veranstaltungen im Bereich des Musiktheaters hat sich die Zahl der Besucher mit 1.324 mehr als verdoppelt (146,6%). Die Auslastungsquote verbesserte sich im Musiktheater um 3,4 % auf 82,3 %. Das Schauspiel verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Besucherzuwachs um 22.629 bzw. 28,7 %, der Tanz einen Rückgang um 174 bzw. 2,0 %. Im Schauspiel entfiel der Zuwachs an Besuchern mit 19.502 (26,4 %) auf Eigenproduktionen, mit 282 (9,1 %) auf Gastspiele sowie mit 2.845 (147,3 %) auf Einzelveranstaltungen. Die Auslastungsquote im Schauspiel verminderte sich dabei insgesamt um 3,1 % auf 72,9 %. In der Sparte Tanz wurde in 2016/2017 eine Auslastungsquote von 88,2 % (im Vorjahr 87,5 % erreicht. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher erhöhte sich in der Spielzeit 2016/2017 bei unveränderten Kartenpreisen im Musiktheater und im Sprechtheater von EUR 17,61 im Vorjahr auf EUR 20,07 (14,0 %). Der durchschnittliche Betriebskostenzuschuss der Stadt je Besucher für den Spielbetrieb und das Interim lag mit EUR 311,21 um EUR 115,14 bzw. 27,0 % unter dem Wert der Spielzeit 2015/2016 (EUR 426,35). Bei diesem rechnerischen Durchschnittswert ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr der mit der baulichen Sondersituation und dem verzögerten weiteren Interimspielbetrieb in den Ersatzspielstätten verbundene Besucherrückgang nicht die typische Zuschusssituation widerge- spiegelt hat. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 16 b) Ertragslage: Periodenvergleich / Budgetvergleich Infolge des fortgeführten Betriebs der Interimspielstätten wird die Ertragslage der Bühnen auch im Wirtschaftsjahr 2016/2017 unverändert aufgeteilt in Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Spielbetrieb sowie Erträge und Aufwendungen, die durch den Betrieb der Interimspielstätten bzw. weitere Sanierungsmaßnahmen veranlasst wurden. Periodenvergleich Gegenüber dem Vorjahr, welches infolge der Bezuschussung des zunächst wieder für den Offenbach- platz geplanten Spielbetriebs einen Jahresüberschuss von TEUR 9.337 erwirtschaftete, schlossen die Bühnen die Spielzeit 2016/2017 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 623 ab. Die Analyse dieses Ergebnisses zeigt, dass sich der Fehlbetrag unter betriebswirtschaftlichen Kriterien im Rahmen des Spielbetriebs zunächst aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 555 (im Vorjahr mit TEUR -95), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 948 (im Vorjahr TEUR -699), einem negativen Finanzergebnis von TEUR 445 (im Vorjahr TEUR -405) sowie einem positiven neutralen Ergebnis von TEUR 402 (im Vorjahr TEUR +98) zusammensetzt. Insgesamt trägt der Spielbetrieb so mit einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR 436 (im Vorjahr TEUR -1.101) zum Jah- resergebnis der Bühnen bei. Daneben weisen der Betrieb der Interimspielstätten für die Spielzeit 2016/2017 einen Überschuss in Höhe von TEUR 418 (im Vorjahr Überschuss TEUR 802) und der Bereich der Sanierung einen Fehlbetrag in Höhe von 605 (im Vorjahr TEUR +9.636) aus. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 17 Ertragslage Ertragslage Abweichung Wj. 2016/2017 Wj. 2015/2016 TUR % | TEUR % Spielbetrieb Erlöse Kartenverkauf Eigenveranstaltungen Kartenverkauf Eigenveranstaltungen (kalk.) Kartenverkauf Fremdveranstaltungen sonstige Bereiche Spielbetrieb übrige Erlöse übrige Erlöse (kalk.) Bestandsveränderung unfertige Produktionen andere aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge (ohne Betriebskostenzuschüsse) Eigenleistung sonstige betriebliche Erträge Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) Landeszuschuss NRW betriebliche Erträge Material-/Leistungsaufwand Personalaufwand Kosten Gebäudebewirtschaftung Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit übrige betriebliche Aufwendungen el | u Betriebsergebnis BEE" BP BER Ber Investitionszuschüsse Erträge Auflösung Sonderposten für Investitionszuschüsse Erträge aus Anlageabgängen planmäßige Abschreibungen Verluste aus Anlageabgängen Aufwendungen Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse Investitionsergebnis Finanzergebnis Neutrales Ergebnis = Ergebnis Spielbetrieb ! Ohne Gebäudeversicherungen, enthalten in den Verwaltungsaufwendungen Bühnen der Stadt Köln, Köln Ertragslage Wj. 2016/2017 = Ergebnis Spielbetrieb Betrieb Interimspielstätten Einnahmeverluste Oper (kalk.) Einnahmeverluste Schauspiel (kalk.) Einnahmeverluste Service (kalk.) Mitfinanzierung Depot aus Schauspieletat Erträge aus Untervermietung Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) Zinserträge Sonstige Erträge betriebliche Erträge Material-/ Leistungsaufwand Personalkosteneinsparungen planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten Kosten Gebäudebewirtschaftung (ersparte) Kosten Gebäudebewirtschaftung Mieten und Pachten sonstige Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Zinsaufwendungen betriebliche Aufwendungen = Ergebnis Betrieb Interimspielstätten Sanierung Betriebskostenzuschuss Stadt Köln (anteilig) betriebliche Erträge Material-/ Leistungsaufwand planmäßige Abschreibungen auf Investitionen Interimspielstätten Verwaltungsaufwendungen Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Zinsaufwendungen betriebliche Aufwendungen = Ergebnis Sanierung Jahresfehlbetrag / -überschuss Gewinnvortrag Einstellungen in Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Seite 18 Ertragslage Abweichung Wj. 2015/2016 %o a a 0 -229 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 19 Im Rahmen des Periodenvergleichs zeigt eine Analyse des Betriebsergebnisses zunächst, dass die betrieblichen Erträge im Spielbetrieb um insgesamt TEUR 5.464 bzw. 8,4 % über dem Vorjahreswert lagen. Für die Oper sind dabei kalkulatorische Mehrerlöse in Höhe von TEUR 3.496, für das Schauspiel TEUR 500 und für den Service TEUR 323 in die Umsätze des Spielbetriebs eingerechnet worden, so dass der Interimspielbetrieb per Saldo mit TEUR 4.319 belastet wurde. Die Bestandsveränderung bei den zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Produktionen trugen mit TEUR +825, die aktivierten Eigenleistungen im Bereich der Sanierung mit TEUR +1.091 und die übrigen Erträge mit TEUR +3.250 zur Veränderung der betrieblichen Erträge bei. Der für den Spielbetrieb 2016/2017 bestimmte Anteil des städtischen Betriebskostenzuschusses fiel um TEUR 280 (+0,5 %), der Landeszuschuss um TEUR 18 (+1,2 %) höher aus als im Vorjahr. Zugleich mit dem Anstieg der betrieblichen Erträge erhöhten sich die betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2015/2016 unterproportional um TEUR 4.814 bzw. 7,4%. Das Betriebsergebnis fiel infolgedessen mit TEUR 555 positiv aus und verbesserte sich im Periodenver- gleich um TEUR 650 gegenüber dem Vorjahr. Die in den verschiedenen betrieblichen Aufwandsbereichen eingetretenen Kostensteigerungen entfie- len vor allem auf die Bereiche Material- und Leistungsbezüge (TEUR +1.188 bzw. +8,1 %), den Per- sonalaufwand (TEUR +3.067 bzw. +7,4%) sowie die Kosten der Gebäudebewirtschaftung (TEUR +282 bzw. +6,7 %). Die Kostensteigerungen im Bereich der Material- und Leistungsbezüge entfielen mit TEUR 49 (+2,4 %) auf die Materialkosten der Bühnenproduktionen, mit TEUR 979 (+199,4 %) auf Gastspiele und Koproduktionen, mit TEUR 38 (+0,5 %) auf die Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester und mit TEUR 673 (+40,3 %) auf verschiedene sonstige bezogenene Leistungen (Tantiemen und GEMA-Gebühren, Transportkosten, Einsatz von Zeitarbeitnehmern, Kos- tenerstattung Berufsfeuerwehr u.a.), während bei den selbständigen Gagenkräften TEUR 551 bzw. 16,2 % eingespart wurden. Mit rd. 63,2 % (im Vorjahr 63,8 %) bezogen auf die Summe der betrieblichen Erträge der Bühnen im Spielbetrieb bilden die laufenden Personalkosten unverändert den größten Aufwandsposten. Im Wirt- schaftsjahr 2016/2017 setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 20 20173 2017? | Vorjahr TEUR Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge soziale Abgaben Aufwendungen für Altersversorgung 2.462 Aufwendungen für Unterstützung 343 Personalkosten der festangestellten Mitarbeiter 41.059 Gagenkräfte (einschließlich Sozialabgaben‘ 3.306 Die Personalstatistik weist für die festangestellten Mitarbeiter für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 fol- gende Daten aus: Jahres- |Zum Vergleich 30.11.16| 28.02.17 | 31.05.17 | 31.08.17 | durch- | internes Budget schnitt 2016/2017 Besetzte Stellen Beschäftigte nach TVÖD künstlerische Angestellte Beamte Auszubildende I | 66828 682,70| 682255] 0615| | zum Vergleich Vorjahr 637,86)| (643,84) (654,85)| (664,71)| (65032) 2020DODo | Beschäftigte Beschäftigte nach TVÖD künstlerische Angestellte Beamte Auszubildende I | al al 75 751] 748,00 743,00 zum Vergleich Vorjahr 719,25 741,00 Die Personalkosten insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+7,4 %). Hierbei erhöhten sich die Kosten der festangestellten Mitarbeiter mit einem Zuwachs von TEUR 2.896 bzw. 7,6 % bei einem um 4,0 % gestiegenen Mitarbeiterbestand, die Kosten für Gagenkräfte stiegen in der gleichen Zeit um TEUR 171 bzw. 5,5 % ! Im Personalaufwand 2016/2017 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 44.115) wurden die Personalkos- ten des Spielbetriebs um kalkulatorische Kosteneinsparungen in Höhe von TEUR 250 im Bereich des Interim- spielbetriebs erhöht. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 21 Im Bereich der Gebäudebewirtschaftung entfielen die Kostensteigerungen vor allem auf höhere Instandhaltungskosten (TEUR +259 bzw. 128,2 %). Die kalkulatorischen Kosten der Gebäudebewirt- schaftung umfassten in 2016/2017 TEUR 2.871 (im Vorjahr TEUR 2.766) als Gegenposten zu den kalkulierten Kosteneinsparungen in den Interimspielstätten. Das Investitionsergebnis ist - da der passive Sonderposten entsprechend den Abschreibungen auf die in den Vorjahren bezuschussten bzw. von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinu- ierlich ertragswirksam aufgelöst wird - vor allem mit den Abschreibungsbeträgen auf nicht bezu- schusste Anlageinvestitionen belastet. Den im Spielbetrieb aufgewendeten Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 40 (ohne Zinsen für Inte- riminvestitionen) standen im Rahmen des Finanzergebnisses Zinserträge von TEUR 2 gegenüber. Dar- über hinaus wurde das Finanzergebnis in 2016/2017 in Höhe von TEUR 407 (im Vorjahr TEUR 401) mit dem Aufzinsungsaufwand aus langfristigen Personalrückstellungen entsprechend den aktuellen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften belastet. Das in 2016/2017 positiv ausgefallene neutrale Ergebnis in Höhe von TEUR 402 (i.V. TEUR +98) wur- de im Bereich der neutralen Erträge (TEUR 544) vor allem von Erträgen aus der Auflösung von Rück- stellungen und Verbindlichkeiten (rd. TEUR 494) beeinflusst. Diesen standen neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 142 gegenüber, die sich aus Forderungsrisiken (TEUR 92), Steueraufwendungen für Vorjahre (TEUR 6) sowie sonstigen außerordentlichen Aufwendungen (TEUR 43) zusammensetz- ten. Das Jahresergebnis des Betriebs der Interimspielstätten wurde erneut maßgeblich von den Mietauf- wendungen für die Spielstätten bzw. der abgegrenzten Entschädigungszahlung für das Staatenhaus (einschließlich Betriebskosten) in Höhe von insgesamt TEUR 5.631 (TEUR +367 bzw. 7,0 %) geprägt. Diese entfallen auf die Oper bzw. Kinderoper mit TEUR 1.973 (im Vorjahr TEUR 2.418), auf das Schauspiel mit TEUR 2.405 (im Vorjahr TEUR 2.067) und auf den Servicebereich mit TEUR 1.253 (im Vorjahr TEUR 779). Kostenanstiege waren darüber hinaus vor allem in den Bereichen Materialaufwand (TEUR +397 bzw. 63,6 %) und Bewirtschaftung der Interimspielstätten (TEUR +455 bzw. 54,1 %) zu verzeichnen. Im Rahmen der Materialaufwendungen entfielen die Kostenerhöhungen vor allem auf zusätzliche Materialkosten im Interspielbetrieb der Oper (TEUR +127 bzw. 39,1 %) sowie Mehrkosten für Personalbeschaffung und Transporte im Bereich des Service (TEUR +247 bzw. 66,7 %). Die Kos- tenzuwächse im Bereich der Gebäudebewirtschaftung fielen im Wesentlichen bei der baulichen Unter- haltung (Oper TEUR +193 bzw. 113,6 %; Schauspiel TEUR +119 bzw. 80,3 %) sowie den erstmaligen Kosten der Gebäudereinigung im Staatenhaus (TEUR +228) an. Den Mehrkosten der Gebäudebewirt- schaftung standen dabei um TEUR 105 (+3,8%) höhere kalkulatorische Kosteneinsparungen im Spielbetrieb gegenüber. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 22 Der im städtischen Betriebskostenzuschuss enthaltene Anteil für den Interimspielbetrieb in Höhe von TEUR 10.404 (im Vorjahr TEUR 8.234) konnte - zusammen mit den Abzinsungserträgen (TEUR 34; im Vorjahr TEUR 156) und den übrigen Erträgen von TEUR 73 (im Vorjahr TEUR 41) - unter Berücksichti- gung der kalkulierten Einnahmeverluste für die Oper (TEUR 3.496, im Vorjahr TEUR 2.166), das Schauspiel (TEUR 500, im Vorjahr TEUR 600) und den Service (TEUR 323, im Vorjahr TEUR 270) zur Erzielung eines Überschusses von TEUR 418 (im Vorjahr TEUR +802) in diesem Bereich führen. Im Bereich der Sanierung stellte der Rat laufende Zuschussmittel in Höhe von TEUR 640 zum Aus- gleich der sanierungsbedingten Kosten (Abschreibungen TEUR 912, Verwaltungskosten TEUR 317 und sonstigen Kosten TEUR 16) zur Verfügung. Damit ergab sich in diesem Betriebsbereich ein Defizit in Höhe von TEUR 605 (im Vorjahr Überschuss in Höhe von TEUR 9.636 infolge von Überzahlungen auf- grund des nicht realisierten Rückumzugs an den Offenbachplatz). Mit dem Jahresfehlbetrag von TEUR 623 weisen die Bühnen unter Einschluss des Gewinnvortrags (TEUR 12.042) zum 31.8.2017 damit einen Bilanzgewinn von TEUR 11.419 (zum 31.8.2016 Bilanzge- winn in Höhe von TEUR 12.042) aus. Von diesem soll im Rahmen der noch ausstehenden Ergebnis- verwendung für das Geschäftsjahr 2015/2016 ein Betrag in Höhe von TEUR 9.635 einer zweckgebun- den Rücklage für die Sanierung zugeführt werden. Budgetvergleich Eine spartenbezogene Analyse des Ergebnisses 2016/2017 in Form eines Soll-Ist-Vergleichs mit dem vom Rat der Stadt Köln am 26.6.2016 beschlossenen Wirtschaftsplan 2016/2017 sowie dem Ratsbe- schluss vom gleichen Tag zur Fortführung des Interimspielbetriebs zeigt das nachfolgende Ergebnis. Dabei wird auch der Tanz wieder als gesonderte Sparte ausgewiesen. Seite 23 qargsqjaıds sjugeBisuspeds SIAIaS SIugsbJaUSHeqS abejum gaupqıards siugaßız = sıugqaßug sajeajnan qaßıazueug sIugab1asuor}sBAur siugaßıasqaunag 8 988°7+ 8S9'T+ bpb [4TA072 4 Pe | 0BE'EZ [222737 EL DIEENILEIN EN] (] 0] Pue] 'yasnzuaJsoysqannag E07 abe Syaıganyag abnsuos ET Bungsiauadıg T4 1aıds ywesag | aolnıas -neyas usgeßuonuejg absuos ZTOZ/9TOT 6 abıan I6E- aeayyaınuayg ’Bungiam L- UaBUNpuUamynesbunygemian () ÖunyeypspImagapnegag uajsoy 62- Puemynejeuosiad lBbb- puemynesbunsia] /-jeLlajeW 00b (Que) uIgy YPEIS "yasnzuajsoysqalnag 07: S6T 56: f] (assnyasnzuajsoysgannag auyo) abe Byrgarnaq abnsuos 02S°T 0 uabungsta]LabI3 ayalnnye 3uapue 0 0 "PinpoAd abıyiajun Buniapueuanspuejsag ze () (ex) garnaqiaıds aypıaıag abnsuos TE gauagıaıds ayaıarag Sbnsuos 0 Ce) neyyanuayey gr ‚neysanuapey ENTE gasajsids Bunysyamqy 2r02/9T0z ueldsyeysyum Sbejsbeng ujoy ’UJEY IPEIS Jap uauyng Seite 24 8bL- o 0 0 0 0 0 0 0 0 Tz anal Sunpiamgy usgeDioAueId SDASUoS 2102/9707 ueldsyepsyum 9Er- unal Imueno | unal anal [ones | zum | abejsbenyıg anal HSJUL gennag stugablsuspeds DISS sIugsbISUSHeds Sbejluun WHSJUL gelag stugabıg = uaßunpuamyny aypıqauag uaBUNPUamynesSUI AARAU yg “Bungiam uaßUnpuUamynesBunygemiaA abNsUos uayupeg pun uayaıy "pspImagapnegag uajsoy (auedsıa) BunyeyasyImagapnpgag uaysoy vayggsjaidswnagur uauonnsan u] ne uaßungiaayasqy Sblgewuejd uaßun.edsuls- / UaIsoxjeuosJad puemynesdungsi27 /-jeualeW EN EENDINEIHEN) bey Jlennau abeag ayagarnag a6nsuos abg.yasul (Que) uygy JpaıS "yasnzuagsoysgeineg Bungstwsaaajun sne abpıug (ey) DOOS snKarawyeuulg (ey) [aIdsneyas aysnyanswyeuug (ey) do Asnnanawyeuun: uspelsjaldswiiajuf galj3g Gomsgjaıds sugeBrauspieds ujoy ’UIOY IPeIS Jap uauyng Seite 25 JwesaB uauyng sjugaB.auapeds BunJajues siugobiauspeds eds sbejw; BunAalues sıugaßıg = er 4: a | Pepe I 0+ 0+ SlnuaS En] Ps zueL ıado |ywesag zuel | -neıps usgeBionuejd 3bsuos Bunypramgy 2707/9Toz ueldsyeypspum AIOS STug | er LIE- zI6- 1 | | aBunpuamyny aydıqalgaq uaßunpuawynesulz uaßunpuamynesßungjemuan Bunsalues uauonnsan -uf ne uaßungiauydsqy abıgewueld puemynesbungsis7 /-ehayen ENTE ENPILEINEN N n © + aaa CHL-] CHE] + 0+ 0+ 0+ abenıg Bbsuos NWsbunJBLeS ayyaneiqian Jyalu yprajßsneuagsoy Japuaynej Upy IPEIS "yPsnzuagsoysgqalnag Bunsaues zn S = 8 wuaJur qalag siugaßisuspeds qanaqıı Pr | K *_f 0+ 0+ 0+ 0+ 1138: ne anal anal anal anal zwesag | somıas | zueı E7 Be [S] + [57 © a + IS sıugaßuauspeds 0 | Pre 0 | BEE — 10 0 0 0 a — BE | ser | 1r0z/9ToZ abejsbeung u9y ’UIOy IPEIS Jap uauyng Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 26 Die von den Bühnen in 2016/2017 im Spielbetrieb erwirtschafteten betrieblichen Erträge lagen um TEUR 2.886 bzw. 4,3 % über den geplanten Ansätzen. Dies ist im Wesentlichen auf die Bestandsverän- derung unfertiger Leistungen (TEUR +1.290) sowie andere aktivierte Eigenleistungen (TEUR +908) zurückzuführen. Auch die Erlöse aus dem Spielbetrieb lagen um TEUR 552 bzw. 6,0 % über Plan. Ins- gesamt entfiel der Anstieg der betrieblichen Erträge mit TEUR 1.277 auf die Oper, mit TEUR 5 auf den Tanz und mit TEUR 1.658 auf den Service, während die Erträge im Bereich des Schauspiels um TEUR 54 unter den budgetierten Erträgen lagen. Da die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze um TEUR 2.686 bzw. 4,0 % überschritten haben, fällt das von den Bühnen in 2016/2017 erwirtschaftete Betriebsergebnis mit TEUR 555 insgesamt um TEUR 200 bzw. rd. 56,3 % besser aus, als dies in der Planung (TEUR +355) vorgesehen war. Die Kos- tensteigerungen sind dabei vor allem auf den Material- und Leistungsbezug (TEUR +1.957), den Per- sonalaufwand (TEUR +248), die Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (TEUR +344) sowie verschiedene sonstige Aufwendungen (TEUR +203) zurückzuführen. Die Kostensteigerungen bei den Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen entfielen mit TEUR 256 auf die reinen Materialkosten für Bühnenproduktionen, mit TEUR 136 auf die Opernbespielung durch das Gürzenich-Orchester, mit TEUR 1.273 auf die gegenüber der Planung deutlich ausgeweiteten Gast- spiele und mit TEUR 1.083 auf sonstige bezogene Leistungen (Feuersicherheitswachen, Tantiemen und GEMA-Gebühren, Unterhaltung von Musikinstrumenten etc.). Spartenbezogen entfielen die betrieb- lichen Mehrkosten mit TEUR 1.082 auf die Oper und mit TEUR 2.260 auf den Service, während beim Schauspiel TEUR 639 und beim Tanz TEUR 17 gegenüber den Budgetansätzen eingespart werden konnten. Die von den einzelnen Sparten erwirtschafteten Betriebsergebnisse lagen damit per saldo um TEUR 195 (Oper), TEUR 585 (Schauspiel) und TEUR 22 (Tanz) über dem jeweils geplanten Betriebs- ergebnis, während der Service das budgetierte Defizit um TEUR 602 (vor Umlage auf die Sparten) überschritten hat. Das geplante Investitionsergebnis von TEUR -718 wurde um TEUR 230 bzw. 32,0 % verfehlt. Hier fielen im Wesentlichen TEUR 232 höhere planmäßige Abschreibungen ins Gewicht. Während das Finanzergebnis mit TEUR -445 in etwa erwartungsgemäß ausfiel, war der Bereich des neutralen Ergebnisses wie in jedem Jahr mangels Planbarkeit nur mit einem minimalen Überschuss (TEUR 47) in den Wirtschaftsplan eingeflossen. Die.Ergebnisabweichung um TEUR +355 entspricht damit im Wesentlichen dem tatsächlich im Geschäftsjahr 2016/2017 realisierten neutralen Ergebnis (TEUR 402); zu dessen Zusammensetzung wird auf Abschnitt 4.b) „Periodenvergleich“, verwiesen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 27 Nach Umlage des Zwischenergebnisses für den Service entsprechend dem im Wirtschaftsplan vorge- sehenen Umlageschlüssel von 63,08 % (Oper), 36,92 % (Schauspiel) und 0,00 % (Tanz) weisen die drei Sparten für den Spielbetrieb 2016/2017 für die Oper ein Defizit in Höhe von TEUR 8, für das Schauspiel ein Defizit von TEUR 449 und für den Tanz einen Überschuss von TEUR 21 aus. Die Oper hat sich damit um TEUR 77, das Schauspiel um TEUR 214 und die Sparte Tanz um TEUR 21 gegenüber dem budgetierten Spartenergebnis verbessert. Insgesamt haben die Bühnen damit mit ihrem Betriebs- ergebnis von TEUR -436 ihr Planungsdefizit von TEUR -748 um TEUR 312 unterschritten. Im Bereich der Interimspielstätten wurden die geplanten Erträge um TEUR 1.367 bzw. 28,3 % über- schritten, im Wesentlichen als Folge der Vereinnahmung eines die ursprüngliche Planung um TEUR 1.630 übersteigenden Betriebskostenzuschussanteils. Dieser soll nach Abstimmung mit der Kämmerei zunächst bei den Bühnen verbleiben und mit künftigen Zuschussbeträgen im Bereich des Interims verrechnet werden. Die budgetierten Kostenansätze für das Interim wurden im gleichen Zeit- raum um TEUR 949 bzw. 19,7 % überschritten. Hier waren vor allem die gegenüber dem Budget deut- lich höheren Kosten für die Bewirtschaftung der Interimspielstätten und Nebengebäude (TEUR +1.012) auffällig, die sich maßgeblich auf die Oper mit TEUR 681 und das Schauspiel mit TEUR 332 verteilten. Kostensteigerungen waren nicht zuletzt auch bei den Material- und Leistungskosten (TEUR +363 bzw. +55,2 %) und den planmäßigen Abschreibungen (TEUR 180 bzw. +32,9 %) zu verzeichnen. Dagegen konnten deutliche Einsparungen bei den Mieten (TEUR -686 bzw. -10,9 %) und hier insbesondere bei den Betriebskosten für die Opernspielstätte Staatenhaus realisiert werden. Letztlich lag das Ergebnis im Interimspielbetrieb um rd. TEUR 418 über dem ausgeglichenen Planansatz und entfiel dabei auf die Oper mit TEUR +982 und das Schauspiel mit TEUR -564. Im Bereich der laufenden Kostenbelastungen im Zusammenhang mit der Sanierung des Offenbach- platzes wurden den Bühnen im Rahmen des Betriebskostenzuschusses 2016/2017 insgesamt TEUR 640 zum Ausgleich der Abschreibungen zugewiesen. Da die im Geschäftsjahr 2016/2017 tatsächlich ange- fallenen sanierungsbedingten Kosten höher ausfielen (die planmäßige Abschreibungen um TEUR 272, die Verwaltungsaufwendungen um TEUR 317 und die Zinsaufwendungen um TEUR 16), fiel das Sanie- rungsergebnis mit TEUR 605 defizitär aus. Bei der Gesamtbetrachtung der Ergebnisbestandteile des Spielbetriebs sowie des Ergebnisses aus dem Betrieb der Interimspielstätten und der Sanierung haben die Bühnen damit - nach Umlage der Einzel- ergebnisse des Servicebereichs auf Oper und Schauspiel - spartenbezogen in 2016/2017 ein Defizit in Höhe von TEUR 1.236 im Schauspiel sowie Überschüsse von TEUR 592 in der Oper und TEUR 21 im Tanz erwirtschaftet. In Summe entspricht dies dem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag der Bühnen in Höhe von TEUR 623. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 28 c) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Bühnen stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt dar: 31.08.2017 31.08.2016 TEUR TEUR % Vermögen Anlagevermögen 323.668] 95,6| 290.214] 95,0| +33.454 Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 5.665 17 5.665 19 +0 ae RAR 2532 oo Vermögenswerte 329.333] 97,2] 295.879 +33.454 Vorräte 4.290 1,3 3.376 1,1 Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände 4.302 1,3 3.101 1,0 Flüssige Mittel / kurzfristige Wertpapiere 437 0, 2.602 0,9 1 Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 9.029 2,2 9.0 Rechnungsabgrenzungsposten Vermögen insgesamt 338.722| 100,0] _305.487| 100,0] +33.235 50 0,0 50 0,0 0 1.274 0,4 1.274 0,4 +0 11.419 3,4 12.042 3,9 623 Eigenkapital Sonderposten Investitionszuschüsse | 23.158] 68 24.22] 79] _ -1.084] Sonderposten [| 23.158] 68] 24.242] 7,5] _-1.084] Pensionsrückstellungen sonstige Rückstellungen Bankverbindlichkeiten sonstige Verbindlichkeiten Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 2 Rückstellungen 5.239 1,5 3.565 32 +1.674 Bankverbindlichkeiten 37.922] 11,2) 145.762| 47,7| -107.840 übrige Verbindlichkeiten 9.826 2,9 12.741 42 2.915 Kurzfristiges Fremdkapital 52.987 162.068 Rechnungsabgrenzungsposten 1.779 1.708| 06] __ +76l Kapital insgesamt 338.722] 100,0] 305.487] 100,0 33.235 Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2017 eine Eigenkapitalquote! von 10,6 % (zum 31.8.2016 12,3 %), einen Verschuldungsgrad? von 88,9 % (zum 31.8.2016 87,1 %) sowie einen Anlagedeckungsgrad? von 11,1 % (zum 31.8.2016 13 %). Diese Bilanzstruktur stellt sich allerdings nur dann ein, wenn der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zu Analysezwecken dem Eigen- kapital zugerechnet wird. Bei isolierter Betrachtung des Eigenkapitals weisen die Bühnen unter Berück- sichtigung des Jahresfehlbetrags 2016/2017 ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.743 (im Vorjahr TEUR +13.366) aus. Die Investitionsquote* lag im Wirtschaftsjahr 2016/2017 bei 13,2 % (im Vorjahr 20,7 %). 1 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Vermögen 2 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Vermögen a Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen * Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum Bilanzstichtag des Vorjahres Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 29 Änderungen im Bestand der wichtigsten technischen Anlagen der Bühnen waren im Wirtschaftsjahr 2016/2017 - nicht zuletzt aufgrund der laufenden Sanierungsmaßnahmen von Oper und Schauspiel- haus - nicht zu verzeichnen. Die in der Spielzeit 2016/2017 in den Interimspielstätten genutzten Anlagen und Geräte waren im Wesentlichen einsatzbereit und verfügbar. An Mitteln _des städtischen Haushalts standen den Bühnen im Wirtschaftsjahr 2016/2017 über den Ergebnisplan zunächst TEUR 66.827 zur Verfügung. Diese städtischen Mittel wurden in voller Höhe als Zuschuss zum Ausgleich des geplanten Betriebsverlustes im Spielbetrieb (TEUR 55.783), im Betrieb der Interimspielstätten (TEUR 10.404) sowie zur Sanierung (TEUR 640) verwendet. Der im Bereich des Interims überzahlte Zuschussmehrbetrag (TEUR 1.630) wurde in Abstimmung mit der Kämmerei zunächst von den Bühnen vereinnahmt (siehe oben, Abschnitt 4b „Budgetvergleich“). Der Vergleich der liquiden Mittelbestände an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2016 und 31.8.2017 ergibt insgesamt eine Verminderung des Finanzmittelfonds um TEUR 2.165, die aus folgenden Quellen resultiert: Jahresfehlbetrag / -überschuss planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen (+) Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten für Investitionszuschüsse (+) Buchgewinne (-)/Buchverluste (+) aus dem Verkauf von Anlagevermögen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (-) Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderung der Stadt Köln aus Ausgliederung Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Leistungsforderungen und der sonstigen Aktiva Zunahme (+) / Abnahme (-) der Leistungsverbindlichkeiten und der sonstigen Passiva Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (+) Auszahungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) Erhaltene Zinsen (+) 22 0 -37.176 -50.425 2 1 37.152 -50.424 Cashflow aus Investitionstätigkeit Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (+) Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (-) Gezahlte Zinsen (-) 40 -6 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 36.287 48.256 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.165 -1.607 Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 30 5. Vorläufige Prüfungsfeststellungen nach 8 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen der Vorjahresprüfung (1.9.2015 — 31.8.2016) Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH hat auf der Grundlage des Auftrags der Betriebsleitung der Bühnen vom 1.3.2017 mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein- Westfalen den Jahresabschluss der Bühnen unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 1.9.2015 bis 31.8.2016 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste nach 5 106 Abs. 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des 853 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Berichterstattung über wirtschaftlich bedeutsame Sachverhalte. Im Zeitpunkt der Verfassung dieses Lageberichts war die Prüfung abgeschlossen und ein Bestätigungsvermerk zum 29.6.2018 erteilt. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte in Vorjahren zu Feststellungen in Form einer von den Prüfern ausgesprochenen Empfehlung zur Erstellung eines Organisationshand- buches. Diese konnte aufgrund der Vielzahl der zusätzlichen Aufgaben aus dem Sanierungsprojekt Offenbachplatz und dem Interim personalbedingt auch im Wirtschaftsjahr 2016/2017 noch nicht umgesetzt werden. II. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER BÜHNEN / RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG 1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen Unter Einschluss des im Geschäftsjahr 2016/2017 erwirtschafteten Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 623 weisen die Bühnen zum 31.8.2017 einen Bilanzgewinn von TEUR 11.419 und damit ein posi- tives Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.743 aus. In Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen stellte der Rat in seiner Sitzung am 4.4.2017 gemäß 8 4 der Betriebssatzung in Verbindung mit 8 4 der Eigenbetriebsverordnung den Wirt- schaftsplan der Bühnen für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 mit folgenden Eckdaten fest: Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 31 wi. 17/18 ] wi. 17/718] wj. 17/18 ] wi. 17/18 ] wi. 17/18 gesamt davon davon davon davon Oper Schauspiel Tanz Service | TEUR | TeuR | TEuUR | | TEUR | Spielbetrieb der Bühnen Umsatzerlöse 190 sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) 0 Materialaufwendungen -531 Personalaufwendungen 0 „6| were -400 o sonstige betriebliche Aufwendungen geplantes Betriebsergebnis Erträge aus der Auflösung Sonderposten Invstitionszuschüsse planmäßige Abschreibungen geplantes Investitionsergebnis geplantes Finanzergebnis geplantes neutrales Ergebnis Umlage Spartenergebnis = Planergebnis Spielbetrieb Bühnen (vor BKZ) 7.183] _ -35.804 0.870 Betrieb Interimspielstätten Umsatzerlöse sonstige betr. Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt ) Materialaufwendungen Personalaufwendungen Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen geplantes Betriebsergebnis geplantes Finanzergebnis Umlage Spartenergebnis = Planergebnis Interimspielbetrieb Bühnen (vor BKZ) Planergebnis Sanierungsmaßnahmen (vor BKZ = Planergebnis Bühnen (vor BKZ) darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungmaßn. 7 Die für 2017/2018 kalkulierte Überdeckung soll zum Ausgleich vorangegangener Mittelvorgriffe der abgelaufenen Spielzeiten herangezogen werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 32 Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das zwischenzeitlich abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2017/2018 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen im Bereich des Spiel- betriebs im Vergleich zur internen Ergebnisplanung positiv. Das für dieses Wirtschaftsjahr bis zum Ablauf des dritten Quartals geplante Periodenergebnis vor Berücksichtigung des Betriebskosten- zuschusses (TEUR -41.458) wurde unterschritten und liegt bei TEUR -40.546 (ohne Berücksichtigung von Abgrenzungsbuchungen). Das vorläufige Betriebsergebnis liegt dabei — vor allem infolge der plan- überschreitenden Erlöse für das Gastspiel der Cäcilia Wolkenburg - um rd. TEUR 879 bzw. 2,2 % über Plan. Zusammen mit dem Investitionsergebnis, dem Finanzergebnis und dem neutrales Ergebnis liegt das kumulierte Ergebnis für das dritte Quartal 2017/2018 um rd. TEUR 912 bzw. 2,2 % über den budgetierten Ansätzen. Gemäß dem vom Rat in seiner Sitzung vom 7.6.2018 für die Spielzeit 2018/2019 festgestellten Wirt- schaftsplan haben die Bühnen für dieses Jahr wie folgt geplant: Wwij. 18/19 | Wj. 18/19) Wj. 18/19 | wj. 18/19 | wj. 18/19 gesamt davon davon davon davon Oper _|Schauspiell Tanz Service Planergebnis Spielbetrieb TEUR | TEUR | TEUR TEUR vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -59.471 Umlage Spartenergebnis & 100 hi = Planergebnis Spielbetrieb Bühnen vor Betriebskostenzuschusj]_ -59.471| -36.898] -21.874 | soo Planergebnis Interimspielstätten vor Spartenumlage und Betriebskostenzuschuss -9,710 -7.982 -3,347 Umlage Spartenergebnis 1 1.021 597 = Planergebnis Interimspielstätten vor Betriebskostenzuschusg__-9.711 -6.961 x 0 = Planergebnis Sanierungsmaßnahmen vor Betriebskostenzusc| _ -6.173 BER = Planergebnis Bühnen vor Betriebskostenzuschuss 0 -500 darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Spielbetrieb darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Interimspielst. darauf Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für Sanierungsmaßn. 5 R ö EBEN a lo vH ı | 8 w m ao D SS ma lo IE 8 oo n_|w Jo jo o © jo & 400 0 [ 0 0 [e} 6.173 52 = Fehlbetrag 2018/2019 vor Verwendung Gewinnrücklagen Auflösung zweckgebundene Sanierungsrücklage = Fehlbetrag 2018/2019 Der gemäß Wirtschaftsplan 2018/2019 verbleibende Fehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen m © © werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 33 Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisplanungen hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Büh- nen damit maßgeblich von den konkreten Ertragssituationen in der laufenden Spielzeit 2018/2019 und den Folgejahren sowie der weiteren Bezuschussung durch die Stadt in diesen Jahren ab. Bei einem unverändert hohen Anteil der Personalkosten am Gesamtkostenvolumen der Bühnen wird von einem Mittelbedarf in einer Größenordnung auszugehen sein, wie er sich in den Wirtschaftsplänen 2017/2018 und 2018/2019 der Bühnen für diese beiden Wirtschaftsjahre und die Folgejahre niedergeschlagen hat. Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen werden dabei folgende Faktoren sein: e Erfolgreiche Fortsetzung des neustrukturierten Bauablaufs im Rahmen des Sanierungsprojekts der Bühnen am Offenbachplatz und Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen in dem geplan- ten Zeitrahmen; e Fortsetzung der bereits realisierten langfristigen Finanzierungsvereinbarungen zu den Investiti- onen im Bereich der Sanierung im Rahmen der vom Rat erteilten Kreditermächtigungen; e ständige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Bühnen unter Beachtung der Ermächti- gungen zur Kreditaufnahme; e vollständiger Ausgleich der für die Folgejahre bis zur Wiedereröffnung der Bühnen anfallenden Zusatzkosten für den fortzusetzenden Interimspielbetrieb; e Klärung des neuen Standorts der Bühnenwerkstätten und zügige Realisierung eines entspre- chenden Nutzungskonzepts; e finanzwirtschaftliche Deckung der geplanten Mittelvorgriffe durch kontrollierte Kosteneinspa- rungen der Sparten Oper und Schauspiel in den Folgespielzeiten. In Abstimmung mit dem Betriebsausschuss und der Kämmerei bemüht sich die Betriebsleitung im Zeit- punkt der Abfassung dieses Lageberichts unverändert um eine erfolgreiche Umsetzung dieser Punkte. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 34 2. Entwicklung des Sanierungsprojekts Offenbachplatz und des Interimspielbetriebs Generalsanierung Infolge der Notwendigkeit einer Sanierung der Gebäude am Offenbachplatz hatte der Rat der Stadt Köln am 1.3.2011 die Ergebnisse seiner diversen Prüfaufträge zur Kenntnis genommen und festge- stellt, dass die Variante 6.0 der Machbarkeitsstudie einschließlich Kinderoper sowie Sanierung der Opernterrassen mit Studiobühne mit geschätzten und zugleich limitierten Bruttogesamtbaukosten von 253 Mio. EUR die Planungsgrundlage bildet. Nachdem der Rat die Bühnen mit Beschluss vom 14.7.2011 mit der Planung, Ausschreibung und Durchführung der sogenannten vorgezogenen Maß- nahmen innerhalb des Projekts und der Genehmigungsplanung für die Hauptmaßnahme beauftragt - hatte, erteilte er am 24.11.2011 den Baubeschluss und beauftragte die Bühnen auf der Grundlage der Entwurfsplanung mit der Ausführung des Projekts „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz" ein- schließlich Kinderoper und Sanierung der Opernterrassen mit Kleinem Haus (Baubeschluss). Dabei sollten die limitierten Bruttobaukosten von EUR 253.000.000 für die Gesamtmaßnahme nicht über- schritten werden. Aufgrund von gegenüber der Planung deutlich umfangreicheren statischen Ertüchtigungen und Beton- sanierungen, Problemen beim Spezialtiefbau, verlängerten Gerüststandzeiten, einer deutlichen Steige- rung des Baupreisindex sowie bereits eingeleiteter Beschleunigungsmaßnahmen, musste der Rat am 12.5.2015 zunächst zur Kenntnis nehmen, dass sich das Sanierungsprojekt am Offenbachplatz voraus- sichtlich um ca. 10 % auf rund 278 Mio. EUR (ohne Bauzeitzinsen) gegenüber dem ursprünglichen Baubeschluss verteuern würde. Der Rat bewilligte daraufhin die Sanierung in diesem verteuerten Um- fang. Im Juli 2015 zeigte sich, dass eine Vielzahl an offenen Planungsthemen im Bereich der Haus- technik zu Störungen und Ausführungskollisionen führte, die auch die Fertigstellung der restlichen Planungs- und Fachplanungsbereiche behinderten. Bei der Bauausführung der technischen Gewerke wurde sichtbar, dass insbesondere hinsichtlich der Koordination der Planungen zu den einzelnen Anla- gengruppen untereinander Mängel in Form von Schnittstellenkollisionen bestanden. Des Weiteren musste davon ausgegangen werden, dass die Defizite der Haustechnikplanung auch in die Werkstatt- und Montageplanung der ausführenden Unternehmen für den Bereich der Technischen Ausrüstung übertragen und in Teilen bereits mangelhaft ausgeführt worden waren, so dass ggf. Umbauten im Rohbau und der Abbruch neu gebauter Bereiche nötig werden könnten. Außerdem mussten Abwei- chungen der Bauausführung von der genehmigten Planung sowie der Ausführungsplanung festgestellt werden. Daher mussten Bühnenleitung und Verwaltung am 23.7.2015 bekanntgeben, dass die Wieder- eröffnung im November 2015 nicht stattfinden konnte. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 35 Am 10.9.2015 beschloss der Rat, dass die Bühnen zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit auf der Baustelle Verpflichtungen eingehen durften, die das genehmigte Budget auf 287,8 Mio. EUR erhöh- ten. Die Fertigstellung der Baumaßnahme sollte unter Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel zur Durch- setzung möglicher Schadensforderungen erfolgen. Die Bühnen Köln wurden außerdem verpflichtet, einen vorgelegten 11-Punkte-Plan detailliert auszuarbeiten, ggf. anzupassen und umzusetzen. . Nachdem das mit der Errichtung der Schlüsselgewerke Strom und Kältetechnik beauftragte Unterneh- men insolvent wurde und sich die Bühnen auch von dem zunächst beauftragten Fachplaner getrennt hatten, wurden die Planungs- und Bauleitungsleistungen der Technischen Ausrüstung von einem neu- en Planungsbüro fortgeführt. In Ausführung des 11-Punkte-Plans wurde das gesamte Sanierungspro- jekt neu strukturiert und es wurden auf Seiten des Bauherrn, der Projektleitung und der Projektsteue- rung Verstärkungen eingesetzt. Zur Unterstützung des Projektmanagements wurden Sachverständige mit der Feststellung von Leistungsständen und der Qualitätsverfolgung und baubetrieblichen Unter- stützung während der Bauzeit beauftragt. Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses vom 15.3.2016 wurde die Stelle eines Technischen Betriebsleiters als 4. Mitglied der Betriebsleitung der Bühnen geschaffen. Dieser wurde zum 1.5.2016 angestellt und bestellt und hat die vollumfängliche Wahrneh- mung der Bauherrenaufgabe (Planung, Steuerung und Kontrolle der Sanierungsmaßnahme) übernom- men. Er legt seither in detaillierten Monatsberichten weiterführende, konkretisierende Aussagen zu Kosten und Terminen, zur Beauftragung der neuen Planer und Bauleiter und zu den Ergebnissen der anstehenden Vertragsverhandlungen mit allen Projektbeteiligten vor. Des Weiteren ist er zusammen mit dem Projektsteuerungsbüro mit einer Neuaufstellung der Planungs- und Objektüberwa- chungsteams der Technischen Ausrüstung, der intensiven Mängelerfassung und Mängelbehebung sowie dem Aufbau eines Qualitätsmanagements befasst. Nachdem der Rat in der Sitzung vom 15.3.2016 die Aufstockung des Baubudgets auf zunächst EUR 347,8 Mio. zur Wiederherstellung eines geordneten Bauablaufs beschlossen hatte, behielt er sich vor, die Budgetfreigabe für künftig einzugehende Verpflichtungen im Rahmen etwa erforderlicher Steuerungsmaßnahmen aufzuheben (Rückholrecht). Mit Ratsbeschluss vom 17.11.2016 wurde das Budget nochmals auf EUR 404 Mio. aufgestockt. Der Rat nahm zur Kenntnis, dass sich die Geltendma- chung von Ansprüchen gegen Baubeteiligte insbesondere wegen mangelhafter Leistungen und Ver- zugs, die Inanspruchnahme der Baurisikoversicherung und die im Rahmen der Projektfinanzierung günstige Zinsentwicklung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Bühnen auswirken. Ansprüche gegen Baubeteiligte wegen mangelhafter Leistungen etc. sollen durchgesetzt und Nachbesserungsan- sprüche mit dem Ziel der Mängelbeseitigung realisiert werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 36 Die Sanierung ist möglich und machbar, erfordert aber eine umfassende Neuplanung der Haustechnik. Ein erheblicher Rückbau in diesem Bereich ist wahrscheinlich. So lässt sich die Projektprognose zu- sammenfassen, die die Bühnen am 3.7.2017 auf einer Pressekonferenz vorgestellt haben. Dabei wurde eine Schlüsselübergabe zu den dann fertiggestellten Gebäuden im 4. Quartal 2022 und Gesamtkosten in Höhe von 545 Mio. Euro bzw. 570 Mio. Euro (einschließlich aller zu diesem Zeitpunkt bekannten Risiken) in Aussicht gestellt. Nach Abschluss dieser Prognose erfolgte der Übergang zur vertieften Grundlagenermittlung. Das Ergebnis dieser Zustandsfeststellungen und ein 3D-Laserscan von Opern- haus und Schauspielhaus, in dem alle verbauten Komponenten der Haustechnik genau dokumentiert sind, bilden seitdem das datentechnische Rückgrat der Neuplanung Weiterhin auf positive Resonanz stößt die provisorische Spielstätte „Kleines Haus“ in den ehemaligen Opernterrassen als „Außenspielstätte am Offenbachplatz“. Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Sanierung nach dem Bilanzstichtag 31.8.2017 wird auf den Anhang, Abschnitt V verwiesen. Interimspielstätten Nachdem der Rat in seiner Sitzung am 17.9.2015 die Nutzung und Herrichtung des Staatenhauses als Hauptspielstätte der Oper beschlossen hatte, wurde die Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur Finanzierung der Interimskosten zunächst auf die Spielzeiten 2015/2016 und 2016/2017 mit einem Budget von insgesamt 18,1 Mio. EUR begrenzt. In dieser Summe sind die Kosten für das Interim von Oper (Staatenhaus), Schauspiel (Depot) und Bühnenservice enthalten. Auftretende Mehraufwendun- gen sollten von den Bühnen im Rahmen der Wirtschaftsplanung kompensiert werden, da eine weitere Erhöhung des Betriebskostenzuschusses ausgeschlossen wurde. Die Interimszeit der Oper im Staaten- haus sollte dabei zunächst ebenfalls bis zum 31.8.2017 so kurz wie möglich gehalten werden, Vor dem Hintergrund der veränderten Situation der Sanierung hat der Rat in seiner Sitzung am 28.6.2016 einer weiteren Verlängerung des Bühneninterims bis zum 31.8.2019 zugestimmt. Für das Depot ließ der Rat eine Mietvertragsverlängerung bis zum 31.12.2022 zu, für das Staatenhaus eine Anschlussnutzung seitens der Oper und Kinderoper für die Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019. Der Rat nahm darüber hinaus zur Kenntnis, dass der Anteil des weiteren Interimspielbetriebs am Betriebs- kostenzuschuss der Bühnen in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 insgesamt EUR 16,45 Mio. beträgt. Für sog. Nachlaufkosten der längeren Anmietung des Depots und verschiedener übergreifen- der Bereiche über den 31.8.2019 hinaus wurde ein weiterer Zuschussbedarf von EUR 8,71 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022 eingeplant. Für ggf. erforderliche Ausgleichszahlungen an den ursprünglich vorge- sehenen und späteren Nutzer des Staatenhauses hat der Rat auf die Verfügbarkeit von Zuschussmit- teln gemäß Beschluss vom 22.10.2015 verwiesen. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 37 Mit Vereinbarung vom 30.6.2016 wurde die Anmietung des Depots nunmehr bis zum 31.12.2022 mit zweimaliger Verlängerungsoption für jeweils zwei Jahre geregelt. Die angestrebte Absicht zur Verein- barung eines langfristigen Anschlussmietverhältnisses bleibt davon unberührt. Die verlängerte Nutzung des Staatenhauses als Interimspielstätte der Oper wurde durch Zustimmung des ursprünglich vorgese- henen und späteren Nutzers ebenfalls für Spielzeiten nach dem 31.8.2017 vereinbart. Wegen Vorgängen von besonderer Bedeutung im Bereich der Interimspielstätten nach dem Bilanzstich- tag 31.8.2017 wird auf den Anhang, Abschnitt V, verwiesen. 3. Investitionsplanung Im Rahmen der kurzfristigen Investitionsplanung waren für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 bzw. sind für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 von den Bühnen folgende Investitionen vorgesehen: Wirtschaftsplan | Wirtschaftsplan 2017/2018 2018/2019 Technische Anlagen und Maschinen (Beleuchtung, Tonanlagen, Bühnentechnik) 600 600 EDV-Software / Hardware 50 60 Sanierung Offenbachplatz 46.480 10.000 47.130 10.660 Die Finanzierung der Investitionsvorhaben soll in Höhe von TEUR 650 bzw. TEUR 660 über Auf- wandsgegenwerte aus planmäßigen Abschreibungen sowie in Höhe von TEUR 46.480 (Wirtschaftsjahr 2017/2018) bzw. TEUR 10.000 (Wirtschaftsjahr 2018/2019) über Kreditaufnahmen abgedeckt werden. Bühnen der Stadt Köln, Köln Seite 38 4. Sonstige Entwicklungen Im Rahmen des von den Bühnen gemäß 8 10 Abs. 1 EigVO NRW vorgehaltenen Risikofrüherkennungs- systems (RCM-System) liegt ein auf die speziellen Belange der Bühnen zugeschnittenes Handbuch zum Risiko-/Chancenmanagement vor, die Verantwortlichen und deren Aufgaben zur Erfassung und Kom- munikation der Risiken und Chancen sind bestimmt. Letztmals zum 31.12.2017 wurde eine nach exter- nen, leistungswirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und internen Risiken differenzierte Risikoinventur mit qualitativer Bewertung durchgeführt und abgeschlossen. Für die einzelnen Risiken wurden - sofern möglich - Frühindikatoren sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung definiert. Aktu- elle Werte, die es erlauben, Frühwarnsignale abzugeben, sind in den laufend erstellten Auswertungen enthalten, die den Risiken zugeordnet sind. Die Pflege des Risiko-/ Chancenmangementsystems sowie die Auswertung der Risikoinventur erfolgten mittels eines Excel-Tools. Die bereits laufend erzeugten Auswertungen, wie z.B. Produktionsberichte, Kostenstellenberichte, Finanz- und Liquiditätsberichte, können mit dem aktuellen Risikobericht zu einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen ausgebaut werden. Mit der Einrichtung eines solchen Informationssystems soll dann sichergestellt sein, dass mög- liche Risiken und Chancen an die jeweiligen Entscheidungsträger der Bühnen rechtzeitig kommuniziert werden, um wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen frühzeitig ent- gegenwirken zu können. Köln, den 28. September 2018 AL 2 ıd’Streitberger Patrick Wasserbauer nischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor er| Stefan Bachmann Intendantin der T r In Io des Schauspiels Te
Beschlussvorlage Rat
11364 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VII/46
Vorlagen-Nummer
1770/2019
Freigabedatum
07.04.2020
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.08.2017 für die Bühnen der Stadt Köln
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Hinweis:
Kann die Beschlussvorlage am 14. Mai 2020 nicht im Rat behandelt werden, wird der Beratungsgang
entsprechend angepasst.
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Köln stellt gem. § 4c der Betriebssatzung der Bühnen der Stadt Köln in Ver-
bindung mit § 26 Abs. 1 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Eig-
VO NRW) den Jahresabschluss zum 31.08.2017 sowie den Lagebericht für das Wirtschafts-
jahr vom 01.09.2016 bis 31.08.2017, der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
vom 25.01.2019 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH versehen ist, fest.
2. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 haben die Bühnen einen Jahresfe hlbetrag in Höhe von
623.696,02 € erwirtschaftet. Unter Einschluss eines Gewinnvortrags von 12.042.494,23 €
ergibt sich damit zum 31.08.2017 ein Bilanzgewinn in Höhe von 11.418.798,21 €. Da der Rat
im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2015/16 (Ratsbeschluss 3142/2018 vom
22.11.2018) bereits über einen Teilbetrag des Gewinnvortrags in Höhe von 9.635.554,36 €
verfügt hat, soll der verbleibende Bilanzgewinn (1.783.243,85 €) um eine anteilige Auflösung
der bestehenden Sanierungsrücklage (605.822,46 €) zum Ausgleich des Sanierungsverlustes
2016/17 erhöht und wie folgt verwendet werden:
verbleibender Bilanzgewinn 31.08.2017 1.783.243,85 €
Auflösung zweckgebundene Rücklage Sanierung
605.822,46 €
Vortrag auf neue Rechnung
2.389.066,31 €
Damit stellt sich das Eigenkapital der Bühnen nach Ergebnisverwendung wie folgt dar:
Gezeichnetes Kapital
50.000,00 €
Gewinnrücklagen (zweckgebunden)
Spielbetrieb
0,00 €
Interim
1.274.000,00 €
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 28.04.2020
Finanzausschuss 11.05.2020
Rat 14.05.2020
2
Sanierung
9.029.731,90 €
10.303.731,90 €
Gewinnvortrag
2.389.066,31 €
Eigenkapital 31.08.2017
12.742.798,21 €
3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt.
4. Dem Betriebsausschuss wird (gem. § 4 EigVO NRW) Entlastung erteilt.
3
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung
MANAGEMENT SUMMARY ZUM JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT 2016/17 DER
BÜHNEN:
I. Übersicht
Das Wirtschaftsjahr 2016/17 endet mit einem Jahresfehlbetrag von 623,7 T€, der sich aus den bü h-
nenbetrieblichen Bereichen wie folgt ableitet:
Spielbetrieb
-435,9 T€
Interim
+418,0 T€
Sanierung
-605,8 T€
Jahresfehlbetrag 2016/17 -623,7 T€
Unter Einschluss der Ergebnisverwendung entwickeln sich Eigenkapital und zweckgebundene Ge-
winnrücklagen der Bühnen im Wirtschaftsjahr 2016/17 wie folgt:
Ergebnisver- Jahres- Ergebnisver- Stand
Vortrag wendung fehlbetrag wendung 31.08.2017
2015/16 2016/17 2016/17
Gezeichnetes Kapital 50,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 50,0 T€
Gewinnrücklagen
Spielbetrieb
0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€
Interim
1.274,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 0,0 T€ 1.274,0 T€
Sanierung 0,0 T€ 9.635,6 T€ 0,0 T€ -605,8 T€ 9.029,8 T€
1.274,0 T€ 9.635,6 T€ 0,0 T€ -605,8 T€ 10.303,8 T€
Bilanzgewinn 12.042,5 T€ -9.635,6 T€ -623,7 T€ 605,8 T€ 2.389,0 T€
Eigenkapital
13.366,5 T€ 0,0 T€ -623,7 T€ 0,0 T€ 12.742,8 T€
II. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
Die Bücher sind ordnungsgemäß geführt.
Die Buchungen sind ordnungsgemäß belegt und sachlich richtig.
Das eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist angemessen.
Es erfolgten keine Beanstandungen.
2. Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde richtig und vollständig aus den Büchern entwickelt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind ordnungsgemäß nachgewiesen.
Das handelsrechtliche Gliederungsschema für die Bilanz und die GuV (Gesamtkostenverfah-
ren) wurde unverändert angewandt.
Die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden beachtet.
Die Angaben im Anhang sind vollständig und zutreffend.
4
Nach der Erklärung der Betriebsleitung und den Feststellungen der Prüfung sind sämtliche Ak-
tiva und Passiva erfasst; die Rückstellungen sind nach den bei Bilanzaufstellung vorliegenden
Erkenntnissen ausreichend bemessen.
3. Der Lagebericht
Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften.
Die Darstellung im Lagebericht ist zutreffend.
Er steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt.
4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
Die allgemeinen Grundsätze über die Bewertung und die Wertansätze der Vermögensgegen-
stände und Schulden wurden beachtet.
Über sachverhaltsgestaltende Maßnahmen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstel-
lung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, ist nicht zu berichten.
5. Gesamtaussage des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss 2016/17 der Bühnen vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen ent-
sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einrichtung.
III. Feststellungen gemäß § 53 HGrG
Im Fragenkatalog zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und der wirtschaftlichen
Verhältnisse nach § 53 HGrG wird im Fragenkreis 2 a) von den Wirtschaftsprüfern beanstandet, dass
bei den Bühnen bezüglich der Ablauforganisation keine zentral verfügbaren Unterlagen vorhanden
sind.
Dieser Beanstandung tragen die Bühnen damit Rechnung, dass im Rahmen der Verwaltungsreform
#wirfürdiestadt ein spartenübergreifend besetztes Team aktuell damit befasst ist, ein bühneninternes
Intranet zu erstellen. Kern dieses Intranets wird der Zugang aller Mitarbeiter*innen zu sämtlichen Re-
gelungen (Satzung, Dienstanweisungen, Formulare, Organisationsverfügungen, Strukturen, Prozesse
etc.) sein.
IV. Erläuterungen zu den Teilbereichen
Bezogen auf die bühnenbetrieblichen Teilbereiche Spielbetrieb, Interim und Sanierung stellt sich das
Jahresergebnis 2016/17 gegenüber dem Wirtschaftsplan 2016/17 wie folgt dar:
Wirtschafts- Jahresergebnis Abweichung
plan 2016/17 2016/17
Spielbetrieb
Betriebsergebnis -55.428,1 T€ -55.228,0 T€ 200,1 T€
Investitionsergebnis -718,2 T€ -948,7 T€ -230,5 T€
Finanzergebnis -432,3 T€ -444,8 T€ -12,5 T€
Neutrales Ergebnis 47,5 T€ 402,6 T€ 355,1 T€
-56.531,1 T€ -56.218,9 T€ 312,2 T€
Interim
Betriebsergebnis -10.344,9 T€ -10.020,3 T€ 324,6 T€
Finanzergebnis -59,5 T€ 33,9 T€ 93,4 T€
-10.404,4 T€ -9.986,4 T€ 418,0 T€
Sanierung
-640,0 T€ -1.245,8 T€ -605,8 T€
Ergebnis Bühnen vor BKZ -67.575,5 T€ -67.451,1 T€ 124,4 T€
5
Betriebskostenzuschuss
Spielbetrieb 55.783,0 T€ 55.783,0 T€ 0,0 T€
Interim
10.404,4 T€ 10.404,4 T€ 0,0 T€
Sanierung
640,0 T€ 640,0 T€ 0,0 T€
66.827,4 T€ 66.827,4 T€ 0,0 T€
Jahresergebnis 2016/17 -748,1 T€ -623,7 T€ 124,4 T€
Die Betriebsleitung macht zur Entwicklung der einzelnen Teilbereiche folgende Angaben:
1. Teilbereich Spielbetrieb in der Spielzeit 2016/17
Aus dem Spielbetrieb der Bühnen insgesamt resultiert ein Ergebnis in Höhe von -435,9 T€.
Die Oper konnte bei den Erlösen aus Kartenverkäufen u.a. aufgrund des Gastspiels der Cäcilia Wol-
kenburg im Verhältnis zum Vorjahr ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. Dieser Umsatzsteigerung
steht durch das Gastspielhonorar jedoch auch ein deutlicher Zuwachs bei den Materialkosten gegen-
über. Auch wenn das Spartenergebnis der Oper mit -8 T€ noch leicht negativ ist, so zeigt sich, dass
das Staatenhaus als Spielstätte beim Publikum immer mehr Zuspruch findet und die Oper mit ihren
Produktionen zu überzeugen vermag.
Die Auslastung der Oper für diese Spielzeit lag bei 82,27 %
Das Schauspiel hatte in 2016/17 in Bezug auf die Produktionen und die Vorstellungsanzahl einen
sehr engagierten Spielplan und dementsprechend einen Fehlbetrag eingeplant. Dabei gelang es dem
Schauspiel in Summe unter dem Planergebnis zu bleiben und den Spielbetrieb mit einem Fehlbetrag
in Höhe von 449 T€ zu beenden. Obwohl das Schauspiel einen Besucherzuwachs von 22.629 ve r-
zeichnen konnte verschlechterte sich die Auslastung um 3,1 % auf 72,9 %.
Ferner eröffnete das Schauspiel in der Spielzeit 2016/17 mit dem kleinen Haus die mit Augenzwi n-
kern betitelte AUSSENSPIELSTÄTTE AM OFFENBACHPLATZ und schaffte damit eine neue Spiel-
stätte im Herzen der Stadt mit dem Schwerpunkt auf Gegenwartsthematiken.
Der Tanz knüpft auch in der Spielzeit 2016/17 an die durchweg positive Entwicklung der vorangegan-
genen Spielzeiten an und schließt mit einem positiven Spartenergebnis in Höhe von 21 T€.
2. Teilbereich Interim in der Spielzeit 2016/17
Mit Vorlage Nr. 2092/2016 beschloss der Rat der Stadt Köln das Interim III der Bühnen bis einschl.
der Spielzeit 2018/19. Durch diesen Beschluss gewannen die Bühnen Planungssicherheit und konn-
ten Spielpläne speziell für die Gegebenheiten der Interimsspielstätten entwickeln.
In den Berechnungen zu Interim III wurde aufgrund antizipierter Einsparungen eine Kürzung des Inte-
rimsbudgets für die Spielzeit 2016/17, das im Wirtschaftsplan mit 10.404 T€ angesetzt worden war,
um 1.630 T€ vorgegeben. Der Interimszuschuss wurde zunächs t in voller Höhe an die Bühnen aus-
bezahlt und vereinnahmt. Die Einsparungen konnten aufgrund erhöhter Kosten der Gebäudebewirt-
schaftungen in Staatenhaus und Depot jedoch nur in Höhe von 418 T€ erbracht werden. Der Diff e-
renzbetrag (1.212 T€) wird mit den Interimszuschüssen für die Folgespielzeiten verrechnet, so dass
der bisher beschlossene Gesamtbetrag (113,5 Mio. €) nicht überschritten wird.
3. Teilbereich Sanierung in der Spielzeit 2016/17
Im Bereich der Sanierung weisen die Bühnen einen Fehlbetrag in Höhe von 605,8 T€ aus, der auf
höhere Abschreibungsbeträge sowie Kosten der Finanzierungsmittelbeschaffung zurückzuführen ist.
Dieser Fehlbetrag wird durch die Inanspruchnahme der zweckgebundenen Sanierungsrücklage in
gleicher Höhe ausgeglichen.
6
V. Eigenkapitalentwicklung zum 31.08.2017
Eine detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus der Anlage 6.
VI. Ausblick auf das Ergebnis der Spielzeit 2017/18
Auf einen Ausblick für das Ergebnis der Spielzeit 2017/18 wird an dieser Stelle verzichtet, da der Jah-
resabschluss für die Spielzeit 2017/18, Vorlage-Nr. 3615/2019, in terminlich identischer Beratungsfol-
ge auf den Tagesordnungen der jeweiligen Gremien steht.
VII. Fazit
Dem großen Engagement aller Beteiligten und dem wachsenden Interesse der Zuschauer u.a. an den
neuen Spielstätten ist es zu verdanken, dass die Bühnen die Spielzeit 2016/17 um rd. 124 T€ besser
abgeschlossen haben als es der Wirtschaftsplan vorsah.
Im Interimspielbetrieb stellen sich die Planungen als solide und zutreffend dar, so dass weiterhin von
der Einhaltung der zur Verfügung gestellten Budgets ausgegangen wird.
Im Bereich der Sanierung werden die Bühnen weiterhin die Fehlbeträge aus Zinsen und Abschre i-
bungen durch die Auflösung der zweckgebundenen Rücklage (Stand per 31.08.2017: rd. 9.030 T€)
ausgleichen.
Anlagen
Anlage 5 - Bestätigungsvermerk
3424 Zeichen
BÜHNEN KÖLN e SCHAU TANZ BÜHNEN KÖLN OPER / \KOLN SPIEL ram Jahresabschluss 2016/17 Anlage 5 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers DORNBACH D Seite 1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An die Bühnen der Stadt Köln, Köln: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Ver- lustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bühnen der Stadt Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2016 bis 31. August 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen han- delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vor- schriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchge- führten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbezie- hung der Buchführung und über den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund- sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prü- fung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver- mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir- ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. DORNBACH D Seite 2 Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo- genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch- führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzli- chen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresab- schlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prü- fung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Er- kenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beach- tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Koblenz, 25. Januar 2019 DORNBACH GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft WIRTSCHAFTS- | PRÜFUNGS- £ Fa okelmann Dr. Müller N Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1770/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 07.04.2020
- Erstellt
- 20.05.2019 09:47