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2021/0007

Bericht des Runden Tisches Wald und Bürger*innenbefragung zum Stadtwald Darmstadt

Magistratsvorlage 06.01.2021

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
07.01.2021 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I IV 
V 56 67 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0007 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
24 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 555010 
Kostenstelle: 067-030-1100 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 555011 Sachkonto: div. Sachkonten 
 
Betreff: Bericht des Runden Tisches Wald und Bürger*innenbefragung zum Stadtwald 
Darmstadt 
 
Vorlage vom: 06.01.2021 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Abschlussbericht des 
Runden Tisches Wald zum Stadtwald Darmstadt zur Kenntnis.  
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen das Leitbild und stimmen 
den vorgeschlagenen Leitlinien und Handlungsempfehlungen des Abschlussberichtes zu.  
3. Maßnahmen von besonderer finanzieller Bedeutung werden in gesonderten Magistratsvorlagen 
beschlossen. 
4. Das vorliegende Leitbild und die Leitlinien und Handlungsempfehlungen sollen Grundlage der  
nächsten Forsteinrichtung für 2023 – 2033 werden. 
5. Die Bürger*innenbefragung zum Darmstädter Stadtwald wird zur Kenntnis genommen

- 3 - 
 
Anlagen: Bericht Runder Tisch Wald 2020-01-05 
BürgerInnenumfrage Stadtwald 2020 - Abschlussbericht 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.01.2021 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.01.2021  
 
Darmstadt wurde und wird „die Stadt im Walde“ genannt, da noch im 19. Jahrhundert die 
Siedlungsfläche fast vollständig von Wald umschlossen war . Heute ist nahezu die Hälfte der 
Fläche der Stadt mit 5.752 Hektar Wald bestockt, die größten Flächenanteile sind 
Staatswald, der Stadtwald der Wissenschaftsstadt Darmstadt umfasst eine Fläche von ca. 
2000 Hektar und ist geteilt in den „Westwald“ ( 57 % des Stadtwaldes) westlich des 
Siedlungskörpers und den „Ostwald “ (43 %) im Osten.  
 
Der Stadtwald erbringt integrale Waldfunktionen, die Teil der unverzichtbaren 
Ökosystemdienstleistungen sind. Hierzu zählen Boden -, Schadstoff-, Klima-, Lärm- und 
Wasserschutzfunktionen aber auch Umweltbildungs - und Erholungsfunktion für die 
Bevölkerung sowie Naturschutzfunktionen. Den Stadtwald zeichnet hierbei besonders aus, 
dass die meisten Bestände gleich mehrfache Ö kosystemdienstleistungen auf den  jeweiligen 
Flächen erbringen.  
 
Durch den Klimawandel, Zerschneidungen, Schädlinge un d andere Kalamitäten ist der 
Stadtwald – wie nahezu alle Waldgebiete in Hessen, Deutschland und Mitteleuropa – teilweise 
stark geschädigt. Gerade die heißen und extrem trockenen Sommer in 2018, 2019 und 2020 
haben zu großen Schäden im Stadtwald – vor allem im Westwald – geführt.  
Dies ist zum Beispiel an Blattverfärbungen, vorzeitigem Blattfall, Dürrästen, abplatzenden 
Baumrinden, Astbruch bis hin zum Absterben ganzer Bäume oder Baumgruppen für alle 
Bürger*innen erkennbar. Auf die Frage: „Wie schätzen Sie d en Zustand/die Gesundheit des 
Darmstädter Stadtwaldes insgesamt ein?“ antworteten 75 % der in der Bürger*innen-
Umfrage 2020 Befragten, dass sie seine Existenz als gefährdet oder eher gefährdet 
einschätzen. Diese Einschätzung ist nach dem vorliegenden Waldz ustandsbericht 
(Magistratsvorlage 2021/0005) zutreffend, in welchem der Waldzustand als 
besorgniserregend eingeschätzt wird  (s.u.). 
 
Hierfür ist in erster Linie die Klimakrise ursächlich. Messdaten des letzten 10-Jahres-
Zeitraums (2010-2019) aus Darmstadt zeigen, dass im Sommerhalbjahr (April -September) 
tendenziell weniger Niederschläge fielen und zugleich signifikant höhere Temperaturen (und 
damit Wasserverdunstung) zu verzeichnen waren (vgl. Kapitel 1.3.1 des Berichtes des 
Runden Tisches Wald). Die Schere zwischen beiden Klimafaktoren geht immer weiter 
auseinander. Dies führt in der für Bäume entscheidenden Vegetationszeit zu einem 
zunehmenden Wasserdefizit in den Böden und damit zu Dürrestress im Waldökosystem.  
 
Gleichzeitig bedeutet den Stadtwald zu sch ützen, zu sanieren und zu erhalten aber auch die 
Erhaltung der für die Bevölkerung der Wissenschaftsstadt Darmstadt so wichtigen 
Ökosystemdienstleistungen. Aus diesem Grund wollen der Magistrat und die Darmstädter 
Stadtverordnetenversammlung Wege finden, d en gesamten Stadtwald als komplexes 
Ökosystem für die gegenwärtige und zukünftige Bevölkerung zu stabilisieren und zu erhalten.   
 
Hierzu hat die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung am 29.08.2019 die Errichtung 
eines Runden Tisches Wald beschlossen (MV-2019/0198). Dieses Gremium, welches aus 
Vertretungen von Naturschutzverbänden, Umweltbildung, der Wissenschaft, der Politik und 
der Fachverwaltung besetzt ist und externe Referent *innen hinzuziehen kann, hatte sich unter 
dem Vorsitz von Frau Stadträtin Akdeniz am 17.10.2019 konstituiert und in der gemeinsam 
erarbeiteten Geschäftsordnung (MV -2019/0360) als Ziel die Erstellung des hier vorgelegten 
Berichts gesetzt, welcher dann dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung bzw. der

- 5 - 
Bürgerschaft der Stadt Darmstadt zur Verfügung gestellt werden soll, um politische und 
Verwaltungsentscheidungen vorzubereiten und zu unterstützen. 
Neben der Entwicklung eines Leitbildes für den Stadtwald soll ten auch Vorschläge erarbeitet 
werden, wie ausgehend vom heutigen Zus tand dieses Leitbild verwirklicht werden kann. 
Dabei sollen Empfehlungen zum Waldmanagement gegeben werden, aber auch zur Erhaltung 
des Waldes und zur Reduktion von externen Stressfaktoren.  
Den Sitzungen des Runden Tisches Wald ging eine öffentliche Auftaktveranstaltung am 
23.09.2019 voraus. Parallel zur Arbeit des Runden Tisches wurde vom Grünflächenamt in 
Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt sowie dem Amt für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung eine Bürger*innenbefragung zum Stadtwald Darmstadt durchgeführt. Im 
Januar 2020 wurden insgesamt 5.000 Fragebögen an repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen 
und Bürger der Stadt Darmstadt versandt. Von den 5.000 versendeten Fragebögen wurden 
1.094 zurückgesendet, was einem Rücklauf von 22 % entspricht. Der Abschlussbericht der  
Bürger*innenbefragung Darmstädter Stadtwald 2020 ist in Anlage 2 beigefügt. 
 
In insgesamt 11 Sitzungen mit zahlreichen Fachvorträgen u.a. externer Referent*innen zu den 
Themen Waldzustand, naturnahe Waldbewirtschaftung, Biodiversität, Wasser, Jagd, externe 
Stressoren, Naturverjüngung, u.v.m. wurde über 14 Monate lang gemeinsam mit ca. 25-30 
Teilnehmenden intensiv geprüft welche Konzepte sich im Stadtwald umsetzen lassen, welche 
Randbedingungen zu beachten sind und wie Prioritäten zu setzen sind.  
 
Mit der vorliegenden Magistratsvorlage wird der "Bericht des Runden Tisches Wald zum 
Stadtwald Darmstadt" dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung und der Öffentlichkeit 
vorgelegt. Der Bericht beinhaltet eine Zustandsbeschreibung des Stadtwaldes Darmstadt, ein 
Leitbild sowie Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die künftige Behandlung des 
Stadtwaldes Darmstadt.  
 
Das Leitbild, das im Runden Tisch Wald unter Beteiligung von Zivilgesellschaft, Politik, 
Verwaltung und Wissenschaft erstellt wurde, ist Grundkonsens für alle Beteiligten und 
gemeinsame Basis im Umgang mit dem Stadtwald und soll nach Beschlussfassung die 
Grundlage für ein breit fundiertes, abgestimmtes Vorgehen in den kommenden Jahren sein.  
 
Aus diesem Grund wurde der vorliegende Abschlussbericht in den Sitzungen am 29. 
September sowie am 6. und 25. November 2020 ausführlich diskutiert und abgestimmt. 
Hierbei wurde jede Kernaussage diskutiert und abgestimmt, eingebrachte Änderungs- oder 
Ergänzungsanträge wurden vorgestellt und zur Abstimmung gestellt sowie die demokratischen 
Abstimmungsergebnisse transparent dokumentiert. 
 
Nach Überzeugung des Runden Tisches Wald könnte die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit 
dem vorliegenden Leitbild vorbildhaft auch für andere Waldbesitzer*innen sein. Insbesondere 
könne das Modell auch für den großen Flächenanteil des auf dem Gebiet der Stadt Darmstadt 
stehenden Staatswalds Vorbildcharakter erzeugen, um ein einheitliches Waldökosystem-
Management des gesamten „Darmstädter Waldes“ zu erzielen. 
 
Die Ergebnisse des Berichts des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt, insbesondere das 
Leitbild sowie die Leitlinien und Handlungsempfehlungen, die Erkenntnisse aus dem 
Waldzustandsbericht 2020 sowie die Ergebnisse der Bürger*innenbefragung Darmstädter 
Stadtwald 2020 sollen nach Beschlussfassung in die Planung der gesetzlich vorgeschriebenen 
nächsten Forsteinrichtung (= 10 jährige Betriebsplanung) für die Planungsperiode 2023 - 2033

- 6 - 
einfließen. Dafür müssen die notwendigen organisatorischen, personellen und finanziellen 
Mittel bereitgestellt werden.

In zwei weiteren den Stadtwald der Wissenschaftsstadt Darmstadt betreffenden Vorlagen 
werden die aktuellen Bestrebungen zu Bannwaldausweisung (MV2020/0086) zur Erhaltung 
und Stärkung der Waldbereiche gerade im Westen der Wissenschaftsstadt Darmstadt  – 
welche durch die sich aktuell dramatisch verschärfende Klimakrise besonders betr offen sind 
– und die Waldzustandserhebung (MV2021/0005) behandelt. 
 
 
Darmstadt, 06.01.2021 
 
 
Dezernat I Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
 
Jochen Partsch André Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister Kämmerer  Stadträtin

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Punkt 6: Bericht des Runden Tisches Wald und Bürger*innenbefragung zum Stadtwald 
Darmstadt 
 (V-Nr. 2021/0007) 
 
Aufgrund der Abwesenheit des Magistrats wird die Vorlage aus dem Ausschuss für 
Umweltschutz und Nachhaltigkeit an den Haupt- und Finanzausschuss am 
20.05.2021 zur fachlichen Beratung verwiesen.

2021/0007

9663 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.01.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0007 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 555010 
Kostenstelle:  067-030-1100 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  555011 Sachkonto: div. Sachkonten  
 
Betreff: Bericht des Runden Tisches Wald und Bürger*innenbefragung zum Stadtwald 
Darmstadt 
 
Vorlage vom: 06.01.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen den Abschlussbericht des 
Runden Tisches Wald zum Stadtwald Darmstadt zur Kenntnis.  
2. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung beschließen das Leitbild und stimmen 
den vorgeschlagenen Leitli nien und Handlungsempfehlungen des Abschlussberichtes zu.  
3. Maßnahmen von besonderer finanzieller Bedeutung werden in gesonderten Magistratsvorlagen 
beschlossen. 
4. Das vorliegende Leitbild und die Leitlinien und Handlungsempfehlungen sollen Grundlage der  
nächsten Forsteinrichtung für 2023 – 2033 werden. 
5. Die Bürger*innenbefragung zum Darmstädter Stadtwald wird zur Kenntnis genommen  
 
Anlagen: Bericht Runder Tisch Wald 2020 -01-05 
BürgerInnenumfrage Stadtwald 2020 - Abschlussbericht

- 2 - 
Datenschutzrelevante  Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

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Begründung zur Magistratsvorlage vom  06.01.2021  
 
Darmstadt wurde und wird „die Stadt im Walde“  genannt, da noch im 19. Jahrhundert die 
Siedlungsfläche fast vollständig von Wald umschlossen war . Heute ist nahezu die Hälfte der 
Fläche der Stadt mit 5.752 Hektar  Wald bestockt, die größten Flächenanteile sind Staatswald, 
der Stadtwald der Wissenschafts stadt Darmstadt umfasst eine Fläche von ca. 2000 Hektar 
und ist geteilt in den „Westwald“ ( 57 % des Stadtwaldes)  westlich des Siedlungskörpers und 
den „Ostwald“ (43 %) im Osten.  
 
Der Stadtwald erbringt integrale Waldfunktionen, die Teil der unverzichtbare n 
Ökosystemdienstleistungen sind. Hierzu zählen Boden -, Schadstoff-, Klima-, Lärm- und 
Wasserschutzfunktionen aber auch Umweltbildungs - und Erholungsfunktion für die 
Bevölkerung sowie Naturschutzfunktionen. Den Stadtwald zeichnet hierbei besonders aus, 
dass die meisten Bestände gleich mehrfache Ö kosystemdienstleistungen auf den  jeweiligen 
Flächen erbringen.  
 
Durch den Klimawandel, Zerschneidungen, Schädlinge und andere Kalamitäten ist der 
Stadtwald – wie nahezu alle Waldgebiete in Hessen, Deutschland und M itteleuropa – teilweise 
stark geschädigt. Gerade die heißen und extrem trockenen Sommer in 2018, 2019 und 2020 
haben zu großen Schäden im Stadtwald – vor allem im Westwald – geführt.  
Dies ist zum Beispiel an Blattverfärbungen, vorzeitigem Blattfall, Dürrä sten, abplatzenden 
Baumrinden, Astbruch bis hin zum Absterben ganzer Bäume oder Baumgruppen für alle 
Bürger*innen erkennbar. Auf die Frage: „Wie schätzen Sie den Zustand/die Gesundheit des 
Darmstädter Stadtwaldes insgesamt ein?“ antworteten 75 % der in der Bürger*innen-Umfrage 
2020 Befragten, dass sie seine Existenz als gefährdet oder eher gefährdet einschätzen.  Diese 
Einschätzung ist nach dem vorliegenden Waldzustandsbericht ( Magistratsvorlage 2021/0005)  
zutreffend, in welchem der Waldzustand als b esorgniserregend eingeschätzt wird  (s.u.). 
 
Hierfür ist in erster Linie  die Klimakrise  ursächlich. Messdaten des letzten 10 -Jahres-
Zeitraums (2010 -2019) aus Darmstadt zeigen, dass im Sommerhalbjahr (April -September) 
tendenziell weniger Niederschläge fielen und zug leich signifikant höhere Temperaturen (und 
damit Wasserverdunstung) zu verzeichnen waren (vgl. Kapitel 1.3.1 des Berichtes des Runden 
Tisches Wald). Die Schere zwischen beiden Klimafaktoren geht immer weiter auseinander. 
Dies führt in der für Bäume entsche idenden Vegetationszeit zu einem zunehmenden 
Wasserdefizit in den Böden und damit zu Dürrestress im Waldökosystem.  
 
Gleichzeitig bedeutet den Stadtwald zu schützen, zu sanieren und zu erhalten aber auch die 
Erhaltung der für die Bevölkerung der Wissenscha ftsstadt Darmstadt so wichtigen 
Ökosystemdienstleistungen. Aus diesem Grund wollen der Magistrat und die Darmstädter 
Stadtverordnetenversammlung Wege finden, den gesamten Stadtwald als komplexes 
Ökosystem für die gegenwärtige und zukünftige Bevölkerung zu stabilisieren und zu erhalten.   
 
Hierzu hat die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung am 29.08.2019 die Errichtung eines 
Runden Tisches Wald beschlossen (MV-2019/0198). Dieses Gremium, welches aus 
Vertretungen von Naturschutzverbänden, Umweltbildung, der Wissenschaft, der Politik und der 
Fachverwaltung besetzt ist und externe Referent *innen hinzuziehen kann,  hatte sich unter dem 
Vorsitz von Frau Stadträtin Akdeniz am 17.10.2019 konstituiert und in der gemeinsam 
erarbeiteten Geschäftsordnung (MV -2019/0360) als Ziel die Erstellung des hier vorgelegten 
Berichts gesetzt, welcher dann dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung bzw. der 
Bürgerschaft der Stadt Darmstadt zur Verfügung gestellt werden soll, um politische und 
Verwaltungsentscheidungen vorzubereiten und zu unterstützen.

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Neben der Entwicklung eines Leitbildes für den Stadtwald soll ten auch Vorschläge erarbeitet 
werden, wie ausgehend vom heutigen Zustand dieses Leitbild verwirklicht werden kann. Dabei 
sollen Empfehlungen zum Waldmanagement  gegeben werden, aber auch zur Erhaltung des 
Waldes und zur Reduktion von externen Stressfaktoren.  
Den Sitzungen des Runden Tisches Wald ging eine öffentliche Auftaktveranstaltung am 
23.09.2019 voraus. Parallel zur Arbeit des Runden Tisches wurde vom Grünflächenamt in 
Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt sowie dem Amt für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung eine Bürger*innenbefragung zum Stadtwald Darmstadt durchgeführt. Im 
Januar 2020 wurden insgesamt 5.000 Fragebögen an repräsentativ ausgewählte Bürge rinnen 
und Bürger der Stadt Darmstadt versandt. Von den 5.000 versendeten Fragebögen wurden 
1.094 zurückgesendet, was einem Rücklauf von 22 % entspricht. Der Abschlussbericht der  
Bürger*innenbefragung Darmstädter Stadtwald 2020 ist in Anlage 2 beigefügt. 
 
In insgesamt 11 Sitzungen mit zahlreichen Fachvorträgen u.a. externer Referent*innen zu den 
Themen Waldzustand, naturnahe Waldbewirtschaftung, Biodiversität, Wasser, Jagd, externe 
Stressoren, Naturverjüngung, u.v.m. wurde über 14 Monate lang gemeinsam mit  ca. 25-30 
Teilnehmenden intensiv geprüft welche Konzepte sich im Stadtwald umsetzen lassen, welche 
Randbedingungen zu beachten sind und wie Prioritäten zu setzen sind.  
 
Mit der vorliegenden Magistratsvorlage wird der "Bericht des Runden Tisches Wald zum 
Stadtwald Darmstadt" dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung und der Öffentlichkeit 
vorgelegt. Der Bericht beinhaltet eine Zustandsbeschreibung des Stadtwaldes Darmstadt, ein 
Leitbild sowie Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die künftige Behandlung des 
Stadtwaldes Darmstadt.  
 
Das Leitbild, das im Runden Tisch Wald unter Beteiligung von Zivilgesellschaft, Politik, 
Verwaltung und Wissenschaft erstellt wurde, ist Grundkonsens für alle Beteiligten und 
gemeinsame Basis im Umgang mit dem Stadtwald und soll nach Beschlussfassung die 
Grundlage für ein breit fundiertes, abgestimmtes Vorgehen in den kommenden Jahren sein.  
 
Aus diesem Grund wurde der vorliegende Abschlussbericht in den Sitzungen am 29. September 
sowie am 6. und 25. November 2020 ausführlich diskutiert und abgestimmt. Hierbei wurde jede 
Kernaussage diskutiert und abgestimmt, eingebrachte Änderungs- oder Ergänzungsanträge 
wurden vorgestellt und zur Abstimmung gestellt sowie die demokratischen 
Abstimmungsergebnisse transparent dokumentiert. 
 
Nach Überzeugung des Runden Tisches Wald könnte die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem 
vorliegenden Leitbild vorbildhaft auch für andere Waldbesitzer*innen sein. Insbesondere könne 
das Modell auch für den großen Flächenanteil des auf dem Gebiet der Stadt Darmstadt 
stehenden Staatswalds Vorbildcharakter erzeugen, um ein einheitliches Waldökosystem -
Management des gesamten „Darmstädter Waldes“ zu erzielen. 
 
Die Ergebnisse des Berichts des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt, insbesondere das 
Leitbild sowie die Leitlinien und Handlungsempfehlungen, die Erkenntnisse aus dem 
Waldzustandsbericht 2020 sowie die Ergebnisse der Bürger*innenbefragung Darmstädter 
Stadtwald 2020 sollen nach Beschlussfassung in die Planung der gesetzlich vorgeschriebenen 
nächsten Forsteinrichtung (= 10 jährige Betriebsplanung) für die Planungsperiode 2023 - 2033 
einfließen. Dafür müssen die notwendigen organisatorischen, personellen und finanziellen Mittel 
bereitgestellt werden.

- 5 - 
In zwei weiteren den Stadtwald der Wissenschaftsstadt Darmstadt betreffenden Vorlagen werden 
die aktuellen Bestrebungen zu Bannwaldausweisung (MV2020/0086) zur Erhaltung und 
Stärkung der Waldbereiche gerade im Westen der Wissenschaftsstadt Darmstadt  – welche 
durch die sich aktuell dramatisch verschärfende Klimakrise besonders betroffen sind  – und die 
Waldzustandserhebung (MV2021/0005) behandelt. 
 
 
Darmstadt, 06.01.2021 
 
 
Dezernat I Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
 
Jochen Partsch André Schellenberg  Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister Kämmerer  Stadträtin

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84368 Zeichen

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 1 
 
 
 
 
 
Bericht des Runden Tisches 
zum  
Stadtwald Darmstadt 
 
Bestandsaufnahme – Leitbild – Leitlinien & Handlungsempfehlungen

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 2 
  
PRÄAMBEL 4 
1 UNSER STADTWALD – EINE BESTANDAUFNAHME 7 
1.1 Die natürlichen Waldgesellschaften 7 
1.2 Waldgeschichte 8 
1.3 Heutiger Zustand des Stadtwaldes 9 
1.3.1 Baumschäden 9 
1.3.2 Flächenumfang und Zerschneidungen 11 
1.3.3 Baumartenzusammensetzung 11 
1.3.4 Baumalter und Waldphasen 12 
1.3.5 Holzvorrat 12 
1.3.6 Baumverjüngung, Rehwilddichte und Pflanzungen 13 
1.3.7 Biologische Vielfalt 13 
1.3.8 Schadstoffe 14 
1.3.9 Waldinnenklima 14 
1.3.10 Waldböden 14 
1.3.11 Grundwasser 15 
2 LEITBILD FÜR UNSEREN STADTWALD 17 
2.1 Der Stadtwald bleibt in seinem gegenwärtigen Flächenumfang dauerhaft erhalten.  17 
2.2 Der Stadtwald besteht aus biologisch vielfältigen und funktionsfähigen, naturnahen Waldökosystemen. 18 
2.3 Der Stadtwald ist stabil und anpassungsfähig. 18 
2.4 Der Stadtwald erbringt heute und künftig für die Menschen unverzichtbare Ökosystemdienstleistungen  18 
3 LEITLINIEN UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 20 
Leitlinie 1: Die Baumartenzusammensetzung soll den natürlichen Waldgesellschaften entsprechen.  20 
Leitlinie 2: Die natürliche Verjüngung des Waldes soll gefördert werden. 22 
Leitlinie 3: Im Stadtwald sollen eine hohe Vielfalt an naturnahen Strukturen, ein ho her Holzvorrat und natürliche 
Waldentwicklungsprozesse gefördert werden. 23 
Leitlinie 4: Die biologische Vielfalt wird gefördert und die Vernetzung von Waldlebens- sowie Landschaftsräumen 
verbessert.  25 
Leitlinie 5: Der Bodenschutz soll stärker berücksichtigt werden. 26 
Leitlinie 6: Das Waldinnenklima soll geschützt werden. 27 
Leitlinie 7: Erfahrenes forstliches Fachpersonal soll das ganzheitlichen Waldökosystem -Management systematisch 
umsetzen.  28 
Leitlinie 8: Die reguläre Holznutzung soll zunächst ausgesetzt werden. 28 
Leitlinie 9: Erholungsnutzung & Umweltbildung sollen gefördert werden. 29 
Leitlinie 10: Umsetzung und Begleitung 30

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 3 
4 WICHTIGE RAHMENBEDINGUNGEN 32 
Handlungsfeld 1: Der Stadtwald soll in seinem Flächenumfang vollumfänglich erhalten werden.  32 
Handlungsfeld 2: Beitrag zum Stopp der globalen Klimaerwärmung leisten. 33 
Handlungsfeld 3: Luftschadstoffe reduzieren. 33 
Handlungsfeld 4: Sorgsamer Umgang mit Wasser. 34 
5 FAZIT 35 
GLOSSAR 36 
ANLAGE 39 
 
 
 
 
 
 
Hinweis für Leser/innen: 
Wörter, die mit einem * gekennzeichnet sind, werden im Glossar ab Seite 36 kurz definiert.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 4 
Präambel 
Ohne die vielfältigen Wirkungen des Menschen wäre das Stadtgebiet von Darmstadt nahezu 
gänzlich von Wald bedeckt. Noch im 19. Jahrhundert war die Siedlungsfläche fast vollständig vom 
Wald umschlossen. Man nannte Darmstadt daher „die Stadt im Walde“. Heute ist noch knapp die 
Hälfte der Fläche der Stadt mit 5.752 ha Wald bestockt. Der Wald ist vornehmlich in öffentlicher 
Hand. Von der Gesamtwaldfläche entfallen 63 % auf das Land Hessen (in Abb. 1 hellgrün darge-
stellt), 36 % auf die Wissenschaftsstadt Darmstadt (in Abb. 1 dunkelgrün dargestellt, im Folgen-
den Stadtwald genannt) und nur ca. 1 % befinden sich in Privatbesitz.  
Das größte Waldareal (57 % des Stadtwaldes) erstreckt sich als „Westwald“ etwa westlich der B3; 
einen weiteren Waldkomplex (43 %) bildet der „Ostwald“: 
 
Abbildung 1: Waldflächen im Eigentum der Stadt Darmstadt = Stadtwald Darmstadt  
(Eine detaillierte Stadtwaldkarte ( Forstwirtschaftskarte Stadtwald Darmstadt (2013) findet sich im Anhang, S. 40)

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 5 
Diese außergewöhnlich großen Waldungen sind ein Naturkapital von unermesslichem Wert für 
die Menschen unserer Stadt. Die Darmstädter Bevölkerung hat sich einer Befragung dazu be-
kannt, den Stadtwald intensiv als Bewegungsraum zu nutzen. Die Bandbreite reicht vom ent-
spannten Spazierengehen über sportliche individuelle und Gruppen-Trainingsprozesse bis hin zu 
Wegenutzung durch Reiter*innen und Radfahrer*innen mit unterschiedlichen Interessen.  
Nahezu der gesamte Wald (97 %) erbringt besondere Schutzfunktionen, die Teil der sogenannten 
Ökosystemdienstleistungen* sind. Während im Westwald Schadstoff-, Klima-, Lärm- und Wasser-
schutzfunktionen dominieren, hat der Ostwald vorrangig Bedeutung für Erholung und Natur-
schutz. Die meisten Bestände erbringen gleich mehrfache Ökosystemdienstleistungen* (im Mittel 
4,3 Funktionen pro ha); das zeichnet unseren Stadtwald aus. Damit erweist er sich als ein Schatz, 
den es zu bewahren gilt – daraus resultiert aber auch eine große Verantwortung.  
Diese ist uns in den letzten Jahren in aller Deutlichkeit vor Augen geführt worden, denn zuneh-
mend mehr Bäume sind geschädigt, was man zum Beispiel an Blattverfärbungen, vorzeitigem 
Blattfall, Dürrästen, abplatzenden Baumrinden, Astbruch bis hin zum Absterben des ganzen Bau-
mes erkennen kann. Diese schon lange auftretenden Baumschäden haben inzwischen ein teilwei-
se flächiges Ausmaß angenommen, vornehmlich im Westwald. Aber auch im Ostwald haben die 
Schäden drastisch zugenommen. Auf die Frage: „Wie schätzen Sie den Zustand/die Gesundheit 
des Darmstädter Stadtwaldes insgesamt ein?“ antworteten 75 % der in einer Bürger*innen-
Umfrage 2020 Befragten, dass sie seine Existenz als gefährdet oder eher gefährdet einschätzen. 
Diese dramatische Situation erschreckt und beunruhigt Bürgerschaft, Stadtpolitik und -
verwaltung, Forstleute und Naturschutzverbände gleichermaßen. 
Im Juni 2018 wurde durch Vertreter des BUND und weiterer Naturschutzverbände und Bürgerini-
tiativen im Rahmen der Bürger*innensprechstunde des Umweltausschusses1 der Wissenschafts-
stadt Darmstadt, der sich unter anderem mit dem Wirtschaftsplan des Stadtwaldes Darmstadt für 
das Forstwirtschaftsjahr 2018 beschäftigte, ein Moratorium für die weitere Waldbewirtschaftung 
und die Nutzung von Holz aus dem Stadtwald vorgeschlagen.  
Dieses Moratorium beinhaltet ab 2019 einen generellen Verzicht auf Nutzung gesunder Bäume 
im Stadtwald Darmstadt. Ausschließlich Bäume, welche aus Gründen der Verkehrssicherung ge-
fällt werden mussten, wurden zur weiteren Nutzung zugelassen. Darüberhinausgehende not-
wendige größere Pflegemaßnahmen wurden vom Forstamt Darmstadt in Abstimmung mit dem 
Umweltdezernat und Stadträtin umgesetzt. 
                                                      
1 https://darmstadt.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=ni_2018-UmweltA-
128&suchbegriffe=&select_koerperschaft=&select_gremium=&datum_von=2018 -06-01&datum_bis=2018-12-
09&entry=60&sort=&kriterium=si

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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In den sich anschließenden Überlegungen wurde deutlich, dass die Einrichtung eines Runden Ti-
sches Wald zielführend ist, welcher mit Magistrats- und Stadtverordnetenbeschluss im August 
2019 etabliert wurde (MV-2019/0198) und dessen Ziel die Erstellung des hier vorgelegten Be-
richts war. 
Die Mitglieder des Runden Tisches teilen die Besorgnis um den Stadtwald und kommen zu dem 
Ergebnis, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um alles Mögliche und Sinnvolle zur Erhal-
tung des so wertvollen Waldes zu tun. Auch wenn dies eine teilweise Abkehr von bisher Gewohn-
tem bedeutet und erhebliche Anstrengungen verlangt.  
In der Öffentlichkeit wurde sogar schon vom „toten Stadtwald“ gesprochen. Vor solchen vor-
schnellen Urteilen muss eindringlich gewarnt werden. Aus Baumschäden, auch wenn sie massiv 
auftreten, kann man nicht auf den Zustand des Gesamtsystems Wald schließen. Ein Wald ist erst 
dann tot, wenn eine langfristige Regeneration ausgeschlossen ist. Das lehren uns viele Beispiele, 
wie z.B. ausgedehnte Flächen mit toten Fichten nach Borkenkäferschäden im Nationalpark Baye-
rischer Wald, die inzwischen von vitalen Jungwäldern besiedelt werden. Allerdings: solche Rege-
nerationsprozesse brauchen in Wäldern Jahrzehnte oder länger – Zeitspannen, die die Geduld der 
Menschen auf die Probe stellen.  
Es geht aber nicht nur um Baumschäden. Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume, näm-
lich ein Ökosystem*, das aus vielen Arten von Lebewesen besteht, aber auch unbelebte Bestand-
teile wie Waldinnenklima und Böden einschließt. Diese Bestandteile müssen alle unseren Schutz 
genießen. Sie wirken zusammen und hängen voneinander ab. Nur wenn das gesamte Ökosystem 
funktionsfähig und stabil ist, können Baumschäden vermieden und Ökosystemdienstleistungen* 
erbracht werden. Im Vordergrund des Handelns müssen deshalb Maßnahmen stehen, die das 
Ökosystem Wald insgesamt stärken.  
Nur wer die Vergangenheit und Gegenwart kennt, kann die Zukunft gestalten. Deshalb gilt es zu-
nächst, sich den derzeitigen Zustand und seine Entwicklung anzuschauen (vgl. Kap 1.2 und Kap. 
1.3). Man muss sich aber auch klar darüber werden, wie die Zukunft aussehen soll und welche 
Prioritäten gesetzt werden (vgl. Kap. 2, S. 17). Erst dann lassen sich folgerichtige Handlungsemp-
fehlungen ableiten (vgl. Kap. 3, S. 20).

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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1 Unser Stadtwald – eine Bestandaufnahme 
1.1 Die natürlichen Waldgesellschaften  
Wie sähe unser Wald aus, wenn es kein Einwirken des Menschen gäbe? Dieser „natürliche Zu-
stand“ ist eine wichtige Bezugsgröße bei der Einschätzung des aktuellen Zustands. Darmstadt 
liegt in einer naturräumlich vielgestaltigen Umgebung, die viele ganz unterschiedliche Lebens-
räume hervorbringt. Es gibt also nicht den natürlichen Wald, sondern je nach Standort eine Viel-
zahl verschiedener natürlicher Waldgesellschaften. Sie bestehen aus einer Mischung vieler 
Baumarten, die in unserem Gebiet heimisch sind.  
Im Westen der Stadt (etwa westlich der B3) herrschen Böden aus Terrassen- und Flugsanden vor. 
Diese haben von Natur aus ein sehr geringes Wasserspeichervermögen und sind überdies nähr-
stoffarm. In Kombination mit dem trocken-warmen Klima unserer Region handelt es sich um aus-
gesprochene Trockenstandorte, die von Natur aus das Wachsen von Bäumen erschweren. Hier 
bestehen die natürlichen Waldgesellschaften überwiegend aus wärmeliebenden Eichen-Misch-
wäldern (vor allem aus Stiel-, aber auch Traubeneiche). Auch die Waldkiefer kommt hier von Na-
tur aus vor und kann auf den trockensten Standorten, wie etwa Dünenkuppen, sogar zur Vorherr-
schaft gelangen. Wenn die Standorte hingegen etwas mehr Bodenfeuchte haben, treten die 
Hainbuche und seltener die Rotbuche mit hinzu.  
Ganz anders ist das natürliche Waldbild im Osten der Stadt: Auf den von Silikatgesteinen gepräg-
ten, vorwiegend lehmigen Böden ist die wasserhaltende Kraft höher und auch die Niederschläge 
nehmen am Odenwaldrand zu; im nördlichen Bereich des Ostwaldes steht hingegen das soge-
nannte „Rotliegende“ als Sperrschicht an, was insbesondere der Buche bei Trockenheit Probleme 
bereitet. Daher sind hier Rotbuchen-Mischwälder anzutreffen, an denen sich je nach Standort vor 
allem Eichen und Hainbuchen beteiligen. In geringerem Maße bereichern viele weitere Baumar-
ten die natürliche Artenzusammensetzung. In Geländemulden, Bachauen und auf stau- oder 
grundwasserbeeinflussten Böden sind Stieleichen-Hainbuchen-Wälder verbreitet. Bei noch höhe-
rer Bodenfeuchtigkeit gehen diese in Auen-, Bruch- und Sumpfwälder über, in denen sich u.a. 
Esche und Schwarzerle finden.  
Ähnlich wie ein einzelner Organismus durchlaufen auch Waldbestände Phasen des Heranwach-
sens, Alterns, Zerfallens und Verjüngens. Rotbuchen können 300 Jahre und Eichen bis 1.000 Jahre 
alt werden, sterben dann aber irgendwann einen natürlichen Alterstod, fallen Schädlingen oder 
Naturkatastrophen wie Stürmen zum Opfer. Zu einem intakten Wald gehören daher unbedingt 
auch abgestorbene Bäume, vielfältiges Totholz und Lichtungen. Hier finden dann auch Pionier-
baumarten wie Birke, Zitterpappel und Salweide ihren Platz. So entsteht auf der Gesamtfläche

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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eines natürlichen Waldes eine hohe strukturelle Vielfalt mit abwechslungsreichen Waldbildern. In 
der Gesamtheit dieser Waldentwicklungsphasen finden dann außer den Bäumen sehr viele wei-
tere Lebewesen eine natürliche Heimstatt und bilden zusammen die biologische Vielfalt. 
Die beschriebenen Waldgesellschaften kennzeichnen unseren Stadtwald vor Beginn des Klima-
wandels. Sie verändern sich in dem Maße wie Temperaturen, Dürreperioden, Stürme und allge-
mein Extremwetterlagen zunehmen. Welche Waldgesellschaften sich unter diesen Bedingungen 
ohne Einwirken des Menschen genau einstellen würden, ist schwer zu bestimmen und zu prog-
nostizieren. So werden z.B. Eichen künftig klimabedingt gegenüber Rotbuchen begünstigt. Im 
Westwald werden die ohnehin schon trockenen Standorte noch ungünstiger für Waldbäume. 
Allgemein lässt sich ein zunehmendes Auftreten sowohl von Zerfalls- wie auch Pionierphasen 
erwarten.  
 
1.2 Waldgeschichte  
Der Mensch hat in unserem Gebiet schon seit der Jungsteinzeit Wälder gerodet und die verblie-
benen Waldreste stark geprägt. Im Mittelalter waren große Flächen ihres natürlichen Waldklei-
des beraubt und die Restflächen durch Waldweide und andere Nutzungsformen stark beeinträch-
tigt. Landschaftsökologisch blieb das nicht ohne Folgen. Sandverwehungen bis in das Gebiet der 
Stadt sind dokumentiert. Auch wurde insbesondere nach der Gründung der Landgrafschaft Hes-
sen-Darmstadt 1576 der Wald im Nordosten von Darmstadt als barockes Jagdrevier genutzt. Da-
bei wurden die Wildbestände so hochgehalten, dass im Wald nur noch wenige alte „Hutebäume“ 
überlebten, während die Verjüngung ausblieb. Das schachbrettartig angelegte Wegesystem mit 
seinen „Schneisen“ ist ein Relikt dieser Zeit. Die beginnende nachhaltige Forstwirtschaft im 19. 
Jahrhunderts schuf durch systematische Aufforstungsprogramme neue Wälder. Die Bestände 
wurden teilweise durch Kahlschlagwirtschaft bewirtschaftet; beeinflusst durch die Forstästhetik 
wurde diese im 20. Jahrhundert aber stark eingeschränkt und der Wald im Schutz von „Überhäl-
tern“ (d. h. einzelnen, auf der Fläche verbleibenden sehr großen Bäumen) verjüngt. 
Im Westwald wurde bei Wiederaufforstungen auf vielen Flächen die Waldkiefer verwendet, auch 
im Bereich der natürlichen Eichen-Mischwaldgesellschaften. Als zusätzliche Baumarten wurden 
im Unterstand besonders Rotbuche und Bergahorn gepflanzt. Der erhöhten Brandgefahr der Kie-
fernforste wollte man durch Anpflanzung von nordamerikanischen Roteichen begegnen. Noch bis 
ins 20. Jahrhundert wurden den Waldökosystemen durch Streunutzung und Waldweide Nährstof-
fe entzogen und natürliche Waldarten zurückgedrängt. Infolge dieser naturfernen Bewirtschaf-
tung wurde schon Mitte des letzten Jahrhunderts vor erhöhter Krankheitsanfälligkeit der Kiefern 
gewarnt und Bodenverschlechterung befürchtet. Im Unterwuchs stellten sich schon damals 
schwer bekämpfbare Vergrasungen ein.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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Im Vergleich dazu sind die Wälder des Ostwaldes in der Baumartenzusammensetzung aus Rotbu-
chen und Eichen deutlich naturnäher geblieben. Nutzungen wie Waldweide und Streurechen hat 
es sicher auch hier gegeben. Vor allem viele große, alte Eichen in den heutigen Beständen bezeu-
gen frühere Wirtschaftsformen mit Auflichtungen sowie die Verjüngung mit der Überhälterwirt-
schaft. 
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu erheblichen Waldrodungen für Truppenübungs-
plätze, Kasernen, Industrieansiedlungen, Bahnlinien, Autobahnen, Straßen, Energietrassen und 
Waldsiedlungen. Der Landschaftsplan 2003 der Wissenschaftsstadt Darmstadt belegt, dass allein 
von 1945 bis 1995 192 ha der städtischen Waldflächen verschiedenen Zwecken zum Opfer fielen. 
In einzelnen Gebieten haben Grundwasserabsenkungen früherer Jahrzehnte den Wald geschädigt 
(vgl. Kap. 1.3.11, S. 15). 
 
 
1.3 Heutiger Zustand des Stadtwaldes 
Bei der Frage „Wie ist der Zustand des Stadtwaldes?“ denken viele Menschen zuerst an die oben 
erwähnten, erschreckenden Baumschäden. Zweifellos ist der Zustand der Bäume für einen Wald 
von grundlegender Bedeutung. Für eine umfassende Zustandsbeschreibung sind aber weitere 
Kennzeichen wichtig.  
1.3.1 Baumschäden 
Auf die besorgniserregende Schadsituation der Bäume wurde schon oben hingewiesen. Ein Gut-
achten, das vom Runden Tisch angeregt und von der Stadt umgehend beauftragt wurde, wird 
diese ab 2020 jährlich erfassen. Es ergänzt die seit 1986 vom Forstamt im Rahmen der regelmäßi-
gen Waldzustandserhebung erstellten Waldschadensberichte, insbesondere auch durch seine 
höhere Stichprobendichte. 
Baumschäden wie in unserem Stadtwald sind kein lokales Problem. Sie treten seit den 1970er 
Jahren deutschlandweit auf und machten als „Waldsterben“ Schlagzeilen. Die Wälder des Rhein-
Main-Gebietes wiesen dabei seit Beginn der Waldzustandserhebungen 1984 hessenweit über-
durchschnittliche Schäden auf. Überregional zeigt die wissenschaftliche Forschung komplexe Ur-
sachengefüge auf, in welchen Luftschadstoffe eine wichtige Rolle spielen.  
Seit dem Trockensommer 2018 erreichen die Schäden im Stadtwald wie in ganz Deutschland ei-
nen neuen Höchststand. Daran ist der Klimawandel eindeutig wesentlich beteiligt. Messdaten des 
letzten 10-Jahres-Zeitraums (2010-2019) aus Darmstadt zeigen, dass im Sommerhalbjahr (April-
September) tendenziell weniger Niederschläge fielen und zugleich signifikant höhere Temperatu-
ren (und damit Wasserverdunstung) zu verzeichnen waren (vgl. Abbildung 2). Die Schere zwi-
schen beiden Klimafaktoren geht immer weiter auseinander. Dies führt in der für Bäume ent-

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 10 
scheidenden Vegetationszeit zu einem zunehmenden Wasserdefizit in den Böden und damit zu 
Dürrestress im Waldökosystem. Klimamodelle sagen eine Verstärkung dieses Trends voraus.  
 
Abbildung 2: Verlauf der Niederschlagssumme (blau) und mittleren Temperatur (°C) im Sommerhalbjahr (April – September) von 
2010 – 2020 in Darmstadt (162 m NN) nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes. Der Trend für die Temperaturzunahme ist 
statistisch signifikant; besonders extrem war der Sommer 2018. (erstellt von: Christian Storm, Patrick Voos) 
Diese klimatischen Extremfaktoren wirken nicht nur direkt auf Bäume ein, sondern begünstigen 
indirekt eine steigende Zahl an Krankheitserregern oder Schädlingen. Hier sei beispielhaft der 
Maikäfer genannt, dessen Larven besonders in Pflanzungen im Westwald erhebliche Schäden 
verursachen; zunehmend spielen aber auch andere Insekten und Pilze eine Rolle.  
Eindeutig ist aber auch festzustellen, dass der Klimawandel nicht die alleinige Ursache für die 
Baumschäden ist. So haben vielfältige Vorbelastungen insbesondere im Westwald, dazu beige-
tragen, dass der Klimawandel auf geschwächte Ökosysteme trifft.  
Eine fundierte Ursache-Wirkungs-Analyse stellt eine große Herausforderung dar, die einer wis-
senschaftlichen Bearbeitung bedarf. Die Aufgabe des Runden Tisches war es nicht, eine solche 
Forschungsarbeit zu leisten, sondern die aktuell verfügbaren (lokalen und überregionalen) Er-
kenntnisse zu sichten und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen zu geben, was durchaus mög-
lich ist, da die Schäden überregional auftreten.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 11 
 
1.3.2 Flächenumfang und Zerschneidungen 
Der Stadtwald Darmstadts umfasst heute eine Fläche von etwa 1973 ha. Dass diese Fläche kleiner 
und zerstückelter ist als noch vor 150 Jahren, ergibt sich aus der Waldgeschichte (vgl. Kap. 1.2,  
S. 8). Die verbliebenen Gebiete sind überdies durch linienförmige Trassen vielfach zerschnitten. 
Dazu gehören nicht nur Autobahnen, Straßen und Eisenbahnlinien, sondern auch Stromtrassen, 
Gasleitungen, Forstwirtschaftswege und das in Darmstadt „überaus dichte Wegenetz“ (vgl. Forst-
einrichtung* aus dem Jahr 2013). Über 8 % des Stadtwaldes bestehen aus Nebenflächen, wie z. B. 
Wegen.  
Diese Zerstückelungen und Zerschneidungen: 
 stören das waldtypische Innenklima, teilweise bis 100 m weit in die Bestände hinein, 
 führen durch Randeffekte zu erhöhten Einträgen an Luftschadstoffen und Sonnenbrand* 
an Bäumen, 
 sind Einfallstore für die Ausbreitung walduntypischer oder gebietsfremder Arten (z. B. 
Götterbaum), 
 sind Ausbreitungsbarrieren für waldtypische Arten,  
 vermindern den Wurzelraum der angrenzend stehenden Bäume und erhöhen so den Dür-
restress, 
 erschweren eine effektive Jagd, 
 führen zu Verkehrssicherungsmaßnahmen im angrenzenden Bestand, d.h. das Waldgefü-
ge wird weiter gestört.  
Insgesamt führen diese Gefügestörungen durch Zerschneidungen zu einer starken Destabilisie-
rung der Wälder. 
 
1.3.3 Baumartenzusammensetzung 
Bedingt durch Standortsbedingungen und Waldgeschichte unterscheiden sich im Stadtwald die 
aktuellen Baumartenzusammensetzungen in den beiden Waldgebieten: Nach den Daten der letz-
ten Forsteinrichtung* dominiert im Westwald die Waldkiefer 55 % die Bestände, im Ostwald sind 
hingegen die Baumartengruppen Buche (38 %) und Eiche (34 %) prägend.  
Im Stadtwald sind darüber hinaus zahlreiche weitere heimische Baumarten vorzufinden; in vielen 
Beständen weicht die Artenzusammensetzung aber von der natürlichen Waldgesellschaft ab. Ins-
gesamt ist die Baumartenzusammensetzung im Westwald als überwiegend naturfern, im Ostwald 
als weitgehend naturnah zu bezeichnen. Da viele standortgemäße heimische Baumarten deutlich

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 12 
zu selten vorkommen und darüber hinaus selektiv vom Rehwild verbissen werden, ist die Anpas-
sungsfähigkeit des Waldes an Stressfaktoren und besonders den Klimawandel beträchtlich ge-
schmälert.  
Außerdem kommen nicht-heimische (gebietsfremde) Baumarten (insbesondere Arten wie Spät-
blühende Traubenkirsche, Götterbaum und Robinie) inzwischen an vielen Stellen im Stadtwald 
vor. Sie erreichen teilweise ein Ausmaß, das die biologische Vielfalt zu gefährden droht und be-
reits jetzt ein Hemmnis für die Verjüngung der heimischen Baumarten darstellt. 
 
1.3.4 Baumalter und Waldphasen 
Insgesamt ist der überwiegende Teil des Stadtwalds sehr jung; es gibt kaum Bestände mit über 
140-jährigen Bäumen. Die Altersphasen sind also im Vergleich zu einem natürlichen Wald stark 
unterrepräsentiert. Dies ist zum einen eine Folge von Sturmwürfen: 1990 führte der Orkan 
Wiebke zu großen Sturmschäden. Zum Zweiten lassen die Schäden viele Bäume vorzeitig abster-
ben. Hinzu kommt, dass noch bis zum Moratorium 2018 (vgl. Präambel, S. 5) alte Bäume geerntet 
wurden, unter anderem auch um die Verjüngung von Waldbeständen einzuleiten.  
Leider sind zur Altersverteilung der Einzelbäume keine genauen Zahlen verfügbar, da bislang dazu 
keine Daten erfasst wurden. Der Mangel an Altbäumen ist jedoch offenkundig und höchst be-
denklich, da diese eine unschätzbar wichtige ökologische Funktion einnehmen.  
 
1.3.5 Holzvorrat 
Der Holzvorrat ist das Holzvolumen der lebenden Bäume, das auf einer Fläche vorhanden ist. Er 
ist eine wichtige Maßzahl um zu erfassen, wie dicht bestockt ein Wald ist. Es ist für ein intaktes 
Waldökosystem von entscheidender Bedeutung, einen angemessenen Holzvorrat aufzuweisen, 
weil nur dann viele waldtypische Ökosystemfunktionen bereitgestellt werden können, wie bei-
spielweise Kohlenstoffspeicherung. Außerdem kann ein dichter Wald den Klimawandel besser 
abpuffern (vgl. Kap. 1.3.9, S. 14). 
Die letzte Forsteinrichtung* 2013 hat einen Holzvorrat von 235 Vfm*/ha im Ostwald festgestellt. 
Dies sind nur etwa 70 % des sogenannten Normalvorrates von 320 Vfm/ha (Holzvorrat bei voll-
ständig geschlossenem Kronendach, gleichmäßigem Altersaufbau und gegebener forstlicher Nut-
zung, die festlegt, in welchem Alter die Bäume gefällt werden). Dies zeigt, dass im Ostwald ein 
erhebliches Defizit im Volumen lebender Bäume besteht, selbst wenn man den gegenwärtigen 
Zustand mit einer Kennzahl für genutzte Wälder vergleicht. Bei forstwirtschaftlich ungenutzten

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 13 
Buchennaturwäldern in Deutschland kann der Vorrat bei bis zu 700 bis 1000 Vfm/ha liegen. Auch 
wenn standörtlich bedingt der Wert im Ostwald niedriger angesetzt werden muss, wird deutlich, 
dass 235 Vfm/ha einen recht niedrigen Vorrat bedeuten. Ursächlich sind wiederum die in Kap. 
1.3.4 genannten Faktoren. 
Im Vergleich dazu war der Westwald bereits 2013 mit 154 Vfm/ha geradezu dramatisch „ausge-
dünnt“ (Normalvorrat wird hier wegen der ungünstigeren Wuchsbedingungen mit 214 Vfm/ha 
angegeben). Bedingt durch die jüngsten Baumschäden ist der aktuelle Wert noch deutlich niedri-
ger anzusetzen. Hier liegen Substanzverluste vor, die nicht nur als naturfern zu kennzeichnen 
sind, sondern auch einen stark destabilisierenden Faktor darstellen. 
 
1.3.6 Baumverjüngung, Rehwilddichte und Pflanzungen 
Entscheidend für ein intaktes Waldökosystem ist seine Fähigkeit, Baumjungwuchs aus eigener 
Kraft hervorzubringen („Naturverjüngung“). Im Stadtwald ist diese entscheidend geschwächt. 
Hauptursache sind zu hohe Rehwilddichten. Dazu liegen leider keine genauen Daten vor. In der 
jüngsten Forsteinrichtung* von 2013 wird jedoch betont, dass Wildverbiss die natürliche Baumar-
tenvielfalt einschränkt und das Ziel gefährdet, Mischbestände aufzubauen. Besonders die – im 
Klimawandel sehr wichtigen – Eichen, aber auch seltene Mischbaumarten leiden darunter. Bei 
Pflanzungen werden deshalb im Stadtwald kostenaufwändige Zäunungen oder Einzelschutzmaß-
nahmen durchgeführt. In den vergangenen Jahren wurden viele Pflanzungen angelegt, die aus 
vielfältigen Gründen nur teilweise erfolgreich waren.  
 
1.3.7  Biologische Vielfalt 
Es liegen einige Daten zum Vorkommen geschützter Arten und zur biologischen Vielfalt aus 
Schutzgebieten vor, die bereits zehn bis zwanzig Jahre alt sind. Darüber hinaus existieren floristi-
sche Kartierungen, die für einige Arten im Wald deutliche Rückgänge festgestellt haben, welche 
u. a. auf das Einbringen oder Vordringen von gebietsfremden Baumarten und vermehrte Stick-
stoffeinträge zurückgeführt werden könnten. Von besonderer Bedeutung für die Artenvielfalt 
sind im Wald kleinflächig vorkommende Sonderstandorte, wie sumpfige oder zeitweise überflu-
tete Gebiete einerseits und trockene Dünenzüge und Flugsandstandorte andererseits, denn dort 
kommen eine Reihe seltener und bedrohter Arten vor. Insgesamt besteht aber auch zur Einschät-
zung der biologischen Vielfalt ein eklatanter Mangel an direkten Erfassungsdaten. 
Indirekt kann man auch ohne direkte Erfassungsdaten den Zustand der waldtypischen biologi-
schen Vielfalt beispielsweise aus dem Reichtum an alten Bäumen, einer langen natürlichen Wald-

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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kontinuität und einem geringen Zerschneidungsgrad erschließen. In diesen Punkten schneidet 
der Stadtwald, wie oben ausgeführt, eher schlecht ab. Ein weiterer wichtiger Indikator insbeson-
dere für Pilze, Käfer sowie höhlenbrütende Vögel und Fledermäuse ist die Menge und die Vielfalt 
an Totholz. Die letzte Forsteinrichtung* nennt hier äußerst geringe Werte. Durch die zuletzt zu-
nehmend beobachtbaren Baumschäden dürfte sich dieser Wert allerdings verbessert haben. Dies 
macht deutlich, dass Baumschäden nicht einseitig als negativ für den Gesamtzustand des Ökosys-
tems bewertet werden dürfen. 
 
1.3.8 Schadstoffe 
Seit Beginn der Industrialisierung stehen die Wälder unter dem starken Einfluss vieler Luftschad-
stoffe wie Säurebildner, Ozon und vor allem Stickstoff-Verbindungen, die zu erheblichen Nähr-
stoffungleichgewichten in den Böden führen. Während sich die Situation bei den Säurebildnern 
verbessert hat, sind die Einträge an Stickstoff nach wie vor viel zu hoch und führen zu einer De-
stabilisierung des Waldes. Dies lässt sich aus überregionalen Studien schließen; konkrete Mess-
werte aus dem Stadtwald liegen nicht vor. 
 
1.3.9 Waldinnenklima 
Charakteristisch für Waldökosysteme in den mittleren Waldentwicklungsphasen ist, dass sie 
durch die Beschirmung mit Bäumen ein eigenes Waldinnenklima ausbilden. Dieses ist durch ver-
ringerte Sonneneinstrahlung und Temperaturextreme, erhöhte Luftfeuchtigkeit und verringerte 
Windgeschwindigkeit gekennzeichnet. Es schützt den Wald bis zu einem gewissen Grad vor dem 
Klimawandel und ist deshalb außerordentlich wichtig. Auflichtungen und Baumschäden stören 
das Waldinnenklima in den jüngeren und mittleren Waldphasen teilweise erheblich.  
 
1.3.10 Waldböden 
Zu einem naturnahen Wald-Ökosystem gehören nicht zuletzt intakte Böden. Aktuelle Bodenda-
ten aus dem Stadtwald, insbesondere zur Bodenchemie, sind derzeit nicht verfügbar. Aufgrund 
verschiedener Einwirkungen kann man aber davon ausgehen, dass mehr oder weniger große Be-
einträchtigungen vorliegen, besonders durch erhöhte Schadstoffeinträge, Nadelbaumanbau (Kie-
fer im Westwald) und Bodenverdichtungen infolge der Befahrung mit schweren Forstmaschinen. 
Die Störungen des Waldinnenklimas (vgl. Punkt 1.3.9) führen zwangsläufig auch zu verstärktem 
Humusabbau und erhöhten Stickstoff-Freisetzungen. Möglicherweise bestehen Gräben oder 
Drainagen in Wäldern, die zu einem erhöhten Wasserabfluss führen. Alles bis hierher Genannte 
wirkt ausgesprochen destabilisierend auf die Wälder.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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1.3.11 Grundwasser  
In Bereichen des nördlichen Westwaldes (Täubcheshöhle, nördlich des Waldfriedhofs) gab es zur 
Mitte des letzten Jahrhunderts hohe Grundwasserstände (vgl. Abb. 3, S. 16). „Noch zu Beginn der 
sechziger Jahre waren die hier stockenden äußerst wertvollen Waldbestände mit Flurabständen 
von 1 - 5 m an das Grundwasser angeschlossen. Durch den Bau von Entnahmebrunnen, Galerien 
und massiver Grundwasserförderung … kam es zu einer Absenkung des Grundwassers auf 5-7 m 
teilweise sogar auf 7-10 m unter Flur. Die Waldbestände verloren jeglichen Grundwasseran-
schluss, was mittlerweile zu einem flächenhaften Absterben früher intakter Waldbereiche geführt 
hat.“ (Landschaftsplan 2004).  
Dieser Sachverhalt ist nicht auf die Gebiete südlich des Waldfriedhofs (Darmstädter und Eber-
städter Tanne) übertragbar und damit nicht auf den größten Teil des Darmstädter Westwaldes. 
Wie die Karte zeigt, waren hier die Grundwasserstände bereits 1957 mindestens 7,5 m unter Flur. 
Sie konnten daher nicht zur Wasserversorgung der Wälder beitragen. Dies ergibt sich aus boden-
kundlichem Wissen über den Grenzflurabstand*. Dieser beträgt in den vorliegenden Flugsandbö-
den 2,5 - 3 m und geht selbst in Schluffböden nicht über 4 m hinaus. Selbst wenn man annimmt, 
dass Bodenwasser bis 5 m Tiefe für Baumwurzeln erreichbar ist, können die auch in diesem Teil 
des Stadtwaldes zweifellos bestehenden Grundwasserabsenkungen nicht in Zusammenhang mit 
den Baumschäden stehen.  
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Stadtwald nicht nur aufgrund der eklatanten Baum-
schäden, sondern auch in Hinsicht auf weitere Aspekte als teilweise naturfern, belastet, beein-
trächtigt und geschädigt zu bezeichnen ist. Dies ist nicht nur an und für sich beklagenswert, son-
dern führt auch dazu, dass der Wald zusätzlichen Belastungen nicht gewachsen ist. Er weist nicht 
die erforderliche Stabilität auf. Dies ist in Zeiten des Klimawandels geradezu fatal. Diese Defizite 
weisen aber auch den Weg, wenn es um Maßnahmen geht, die Baumschäden künftig zu mindern 
und Regenerationsprozesse in Gang zu setzen (vgl. Kap. 3, ab S. 20). 
 
Am Ende der intensiven Beratungen stimmen Frau Deutschler (UWIGA) und Herr Krone (Die Linke) als 
einzige Mitglieder des Runden Tischers dafür, den folgenden Satz mit aufzunehmen. Er bildet damit eine 
absolute Minderheitenmeinung ab: „Zusätzlich wurden auch die Wasserentnahmen durch Wasserwerke 
Darmstadt und Pfungstadt der Hessenwasser GmbH & Co. KG so exzessiv gesteigert, dass sich inzwischen 
schwerste Waldschäden auch in die Darmstädter und die Eberstädter Tanne flächig ausgebreitet haben.“

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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Abbildung 3: Karte Grundwasserflurabstand (Abstand der Grundwasseroberfläche zur Geländeoberfläche) im April 1957 © HLNUG 
(https://www.hlnug.de/themen/wasser/grundwasser/grundwasserkarten/grundwasserkarten-hessische-rheinebene-
hessisches-ried/niedriggrundwasser-untere-grenzgrundwasserstaende-.flurabstand.html)

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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2 Leitbild für unseren Stadtwald 
 
Es gilt das Ökosystem Wald in unserem Stadtwald in seinem Flächenumfang zu erhalten, in seiner 
Qualität nachhaltig zu verbessern und wo notwendig zu sanieren bzw. zu stabilisieren. Der Runde 
Tisch Wald schlägt daher vier Kriterien vor, die zusammen das Leitbild bilden.  
 
2.1 Der Stadtwald bleibt in seinem gegenwärtigen Flächenumfang dauerhaft erhalten. 
Grundbedingung für die Umsetzung des Leitbildes und unbedingte Voraussetzung für alles Weite-
re ist die Sicherung der Flächen, auf denen heute Waldökosysteme vorkommen, gegen Nut-
zungsänderungen, insbesondere Rodungen. Der Darmstädter Stadtwald ist grundsätzlich im Sinne 
des Leitbildes als unersetzliches Naturkapital zu behandeln und nicht als Flächenreserve für wei-
tere Inanspruchnahme. Dies gilt auch für kleinere Flächeninanspruchnahmen, da sich solche in 
der Summe über viele Jahre letztlich zu einem irreparablen Verlust summieren können. Dieser 
kann auch durch Ersatzaufforstungen kaum ausgeglichen werden, da sich diese nur sehr langsam 
zu neuen Waldökosystemen mit ihren vielfältigen Funktionen und Leistungen entwickeln und 
außerdem zur Aufforstung geeignete Flächen im dichtbesiedelten Darmstädter Raum kaum zur 
Verfügung stehen. 
Bereits in der Vergangenheit wurden die Waldökosysteme besonders im Westwald durch vielfa-
che Zerschneidungen und Verkleinerungen stark destabilisiert – dies ist einer der Hauptgründe 
für den jetzigen, vom Leitbild stark abweichenden Zustand (vgl. Kap. 1.2, S. 8 und Kap. 1.3.2, 11). 
Jede weitere Flächenverkleinerung, Zerschneidung oder Fragmentierung könnte – gerade in der 
sich verschärfenden Klimakrise – unkontrollierbare Waldauflösungsprozesse nach sich ziehen.  
Auch Pionier- und Zerfallsphasen erfüllen mannigfache Ökosystemdienstleistungen und sind ent-
sprechend wertvoll. Daher muss klar sein, dass gemäß dem hier vorliegenden Leitbild jedes 
Waldökosystem erhaltenswert ist und vor Eingriffen und Nutzungsänderungen bewahrt werden 
soll, unabhängig davon, welche Waldentwicklungsphase es repräsentiert. 
Gleichzeitig ist es - gerade im Kontext der essentiellen Bekämpfung des globalen Klimawandels 
(vgl. Handlungsfeld 2, S. 33) – dennoch notwendig hier Abwägungen und Einzelfallentscheidungen 
zu treffen. Dies gilt insbesondere bei Fragen überregionaler Bedeutung bspw. in der nachhaltigen 
Mobilität zur Erreichung der ökologischen Verkehrswende, zu deren Gelingen auch die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt ihren Beitrag leisten will und muss. Bei diesen notwendigen Abwägungs-
entscheidungen soll der Erhaltung der Waldflächen, die Minimierung des Eingriffs sowie insbe-
sondere der Vermeidung weiterer Zerschneidungen gegenüber anderen Abwägungskriterien eine 
herausgehobene Bedeutung beigemessen werden.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 18 
2.2 Der Stadtwald besteht aus biologisch vielfältigen und funktionsfähigen, naturna-
hen Waldökosystemen.  
Biologische Vielfalt (Biodiversität) besteht aus Artenvielfalt, genetischer und phänotypischer* 
Vielfalt und der Vielfalt an Lebensräumen. Biologische Vielfalt ist angesichts des rasant fortschrei-
tenden Verlusts als Wert an sich anzustreben, aber auch als unverzichtbare Voraussetzung zur 
Erreichung der anderen Ziele. 
Die Funktionsfähigkeit der Waldökosysteme beinhaltet insbesondere die Fähigkeit zur Produkti-
on (und damit auch Kohlendioxidbindung), zum Stoffabbau, zu Nährstoffkreisläufen, zu einem 
waldtypischen Wasserhaushalt, zur Schaffung eines typischen Waldinnenklimas, zur Bodenbil-
dung und -erhaltung und zur natürlichen Verjüngung der Waldbäume. 
Naturnähe besteht in einem hohen Grad an Übereinstimmung mit einem natürlichen Waldöko-
system, das sich im selben Lebensraum ohne Eingriffe des Menschen bilden würde. Dies gilt nicht 
nur für die Lebewesen, sondern auch für das Waldinnenklima und die Waldböden. Naturnähe 
schließt weder gewisse menschliche Einflüsse zur Nutzung von Ökosystemdienstleistungen aus, 
noch ein gezieltes Management, das gerade zur Erzielung höherer Naturnähe in einem gestörten 
System erforderlich sein kann. Naturnähe ist ebenso ein Ziel wie auch ein Mittel zur Erreichung 
der anderen Ziele.  
 
2.3 Der Stadtwald ist stabil und anpassungsfähig. 
Stabilität zeigt sich in der Fähigkeit eines Ökosystems, trotz der Einwirkung von Stressfaktoren 
unverändert weiter zu bestehen (Resistenz) oder zumindest nach einer zeitweisen Veränderung 
wieder zum ursprünglichen Zustand zurückzukehren (Resilienz). Diese Eigenschaften sind beson-
ders wichtig im Klimawandel oder unter Einwirkung äußerer Stressfaktoren wie von Luftschad-
stoffen. Gleichzeitig ist aber auch Anpassungsfähigkeit gefordert, denn sofern sich die Klimaver-
hältnisse stark verändern, muss sich notwendig auch die natürliche Waldgesellschaft daran an-
passen (vgl. Kap. 1.1, S. 7).  
 
 
2.4 Der Stadtwald erbringt heute und künftig für die Menschen unverzichtbare Öko-
systemdienstleistungen 
Wälder erfüllen für uns Menschen vielfältige Funktion, die sich als Ökosystemdienstleistungen* 
beschreiben lassen. Diese sind gerade in einem Stadtwald besonders wichtig und sollen auch für 
zukünftige Generationen erbracht werden können. Gleichwohl darf die Nutzung einzelner Funk-
tionen nicht das Ziel der Erhaltung des Waldes mit den vorgenannten Eigenschaften gefährden.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 19 
Bei Zielkonflikten schlägt der Runde Tisch Wald eine Priorisierung in folgender Reihenfolge vor:  
Priorität 1: Lokale Schutzfunktionen 
 Schutz und Regulation der Umwelt 
 Regulation des Wasserhaushalts, Grundwasserbildung und Sicherung der Trink-
wasserversorgung 
 Klimaschutz (lokal), z. B. durch Frischluftbildung, Windschutz und Regulation des 
Klimas in angrenzenden Siedlungsgebieten 
 Boden- und Erosionsschutz (z. B. gegen Flugsandbewegungen) 
 Schutz der biologischen Vielfalt 
 Förderung der Biodiversität, z. B. durch Arten- und Biotopschutz, Bewahrung ge-
netischer Vielfalt 
 Schutz vor anthropogenen Schadfaktoren 
 Luftreinigung (Immissionsschutz) 
 Lärmschutz 
 Schutz des Landschaftsbildes 
Priorität 2: Soziale und kulturelle Funktionen 
 Angebot eines vielfältigen Erholungsraumes 
 Beitrag zur physischen und psychischen Gesundheit der Menschen 
 Beitrag zur Naturerfahrung und zum gesunden Heranwachsen von Kin-
dern/Jugendlichen 
 Beitrag als Natur- und Kulturerbe und Identifikationsobjekt (Heimat) 
 Bildungsfunktion und Arbeitsstätte 
 Funktion für die wissenschaftliche Forschung 
Priorität 3: Beitrag zu nationalen und globalen Zielen 
 Abmilderung des Klimawandels durch CO2-Bindung 
 Erhaltung der regionalen und überregionalen Biodiversität

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 20 
3 Leitlinien und Handlungsempfehlungen 
Wie die Bestandsaufnahme (vgl. Kap. 1, S. 7) gezeigt hat, ist der derzeitige Zustand unseres 
Stadtwaldes in vielen Punkten nicht in Übereinstimmung mit dem Leitbild (vgl. Kap. 2, S. 17). 
Teilweise müssen gravierende Zielabweichungen festgestellt werden, ja das Ausmaß der Baum-
schäden gefährdet unseren Wald sogar fundamental. Es ergibt sich deshalb dringender Hand-
lungsbedarf, der hier in Form von Leitlinien konkretisiert wird. 
Unser Einfluss auf die Rahmenbedingungen und Stressfaktoren (vgl. S. 18), die den Wald von au-
ßen beeinträchtigen, ist sehr begrenzt (vgl. S. 32). Deshalb ist es umso wichtiger, alles Mögliche 
zu tun, um die Wälder von innen heraus zu stärken und zu stabilisieren. Dazu ist es erforderlich, 
neue Wege einzuschlagen. Wir gehen davon aus, dass eine umfassend definierte Naturnähe2 der 
Schlüssel für die Erhaltung, Stabilisierung und Wertsteigerung des Waldes im Sinne des Leitbildes 
ist. Deshalb schlagen wir vor, im Stadtwald Darmstadt das vorhandene Waldökosystem-
Management im ganzheitlichen Sinne weiterzuentwickeln und mit neuen Akzenten zu versehen. 
Dieses kann dazu beitragen, dass sich der Stadtwald aus eigenen Kräften regenerieren und stabi-
lisieren kann. Ganzheitlich bedeutet hierbei, dass es nicht nur um die Frage geht, welche Bäume 
gepflanzt oder entnommen werden, sondern darum, alle Bestandteile und Prozesse im Ökosys-
tem einzubeziehen. Diese Umstellung von einer herkömmlichen Waldbewirtschaftung zu einem 
ganzheitlichen Waldökosystem-Management erfordert eine grundlegend neue Sichtweise.  
Der Runde Tisch Wald schlägt zehn Leitlinien mit entsprechenden Handlungsempfehlungen vor: 
 
Leitlinie 1: Die Baumartenzusammensetzung soll den natürlichen Waldgesellschaften 
entsprechen. 
 
Laubwälder (zum Beispiel aus Buche oder Eiche) haben einen anderen Charakter als Nadelwälder 
(zum Beispiel aus Kiefer, Fichte oder Douglasie). Wir gehen davon aus, dass eine naturnahe 
Baumartenzusammensetzung den Zielen des Leitbildes am besten dient. So kann beispielsweise 
die künstliche Anpflanzung von Nadelbäumen an Standorten, die von Natur aus mit Laubbäumen 
bewachsen wären, durch die versauernd wirkende Nadelstreu, erhöhte Wasserverdunstung und 
verstärkte Einträge von Stickstoff und Säuren die Böden zusätzlich belasten und die im Klima-
wandel wichtigen Wasservorräte vermindern. Eine naturnahe Baumartenzusammensetzung führt 
zu baumartenreichen Wäldern, die anders als Monokulturen weniger anfällig für Schädlinge sind 
                                                      
2 Im folgenden Text bezieht sich der Begriff „Naturnähe“ immer auf die allgemeine Definition nach Kap. 2.2. Die 
Bedeutung wird in den folgenden Leitlinien konkretisiert. Er geht über bereits vorhandene Konzepte wie „naturnaher 
Waldbau“ oder „naturgemäße Forstwirtschaft“ hinaus.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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und den Wald gegen den Klimawandel und andere Stressfaktoren stärken. Für die heimischen 
Baumarten (vgl. auch Kap. 1.1, S. 7) ist nach derzeitigem Wissensstand anzunehmen, dass sie zu-
mindest unter den prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels existieren können, wenn die 
Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden. In Bereichen des Stadtwaldes, in denen sich 
durch die natürlichen Regenerationsprozesse keine klimawandeltolerante Baumartenzusammen-
setzung etabliert, ist das aktive Einbringen von gebietsfremden Baumarten zu erwägen. Hierbei 
ist das Prinzip der vorausschauenden Anpassung an den Klimawandel zu berücksichtigen.  
Das Einbringen von weiteren Baumarten führt hierbei einerseits zu einer Risikostreuung, ist aber 
auch mit ökologischen Risiken verbunden. Derartige Maßnahmen sollten nur nach einer sorgfälti-
gen interdisziplinären Abwägung von Nutzen und Risiken vorgenommen werden. Besonders 
nachteilig kann das Einbringen von Baumarten sein, die aus anderen Erdteilen stammen, denn 
diese vermehren sich teilweise unkontrolliert und können heimische Arten verdrängen, wie das 
Beispiel der Spätblühenden Traubenkirsche in Bereichen des Westwaldes zeigt.  
 
Handlungsempfehlungen: 
 Baumarten, die nicht Bestandteil der natürlichen Waldgesellschaften des Darmstäter Stadt-
walds sind, werden in der Regel nicht eingebracht. Umgekehrt werden Arten, die sich durch 
natürliche Prozesse einstellen, belassen. Dazu gehören auch Pionierbaumarten wie Salweide, 
Birke und Zitterpappel. 
 Das Einbringen von Herkünften (sog. Provenienzen) heimischer Baumarten aus anderen Ge-
bieten (z. B. Rotbuche aus Polen) ist zu prüfen. Dies ist jedoch aktuell nur auf modellhaften 
Flächen durchführbar, da das forstliche Saat- und Pflanzgutgesetz dem in seiner derzeitigen 
Form entgegensteht. 
 Das Einbringen von Baumarten, die zwar in (Mittel-)Europa heimisch, aber nicht regionalty-
pisch sind (z.B. Esskastanie, Flaumeiche, Zerreiche) kann nach dem Prinzip der vorausschau-
enden Anpassung nach einer ausführlichen Abwägung der Chancen und Risiken eine Ergän-
zung der heimischen Baumarten darstellen. 
 Vom Einbringen von Baumarten aus anderen Erdteilen ist im Stadtwald Darmstadt grundsätz-
lich abzusehen.  
 Dort, wo bereits heute Baumarten vorkommen, die nicht den genannten Kriterien entspre-
chen, sind diese – wo möglich und sinnvoll – zurückzudrängen. Nötig ist das vor allem dann, 
wenn die unkontrollierte weitere Ausbreitung dieser Arten die erwünschten Baumarten des 
naturnahen Waldes beeinträchtigt (vgl. auch Kap. 1.1, S. 7).

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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Leitlinie 2: Die natürliche Verjüngung des Waldes soll gefördert werden. 
 
Das heißt, dass der „Wald-Nachwuchs“ möglichst nicht durch die Pflanzung von jungen Bäumen 
aus Baumschulen im Stadtwald eingebracht wird, sondern auf natürliche Weise aus den Samen 
des vorhandenen Baumbestandes entsteht. Wichtig ist, dass sich alle Baumarten, die erwünscht 
sind (vgl. Leitlinie 1, S. 20), auf natürlichem Wege in ausreichendem Maß verjüngen können. Dies 
stellt sicher, dass die jungen Bäume an den lokalen Standort angepasst und zugleich genetisch 
vielfältig sind. Dadurch erhöht sich die Stabilität des Waldes auch unter den Bedingungen des 
Klimawandels.  
Der Stadtwald ist durch die zu hohe Rehwild-Dichte weit von einer Erfüllung dieser Zielvorstellung 
entfernt (vgl. Kapitel 1.3.6, S. 13). Durch den Verbiss der Knospen und Blätter der jungen Bäume 
werden diese nicht nur geschädigt und im Heranwachsen behindert, sondern oft sogar völlig ver-
nichtet. Diese Problematik ist besonders im Westwald relevant, da dort die anderen Stressfakto-
ren bereits zu hohen Ausfällen führen. 
Wildbiologische Untersuchungen zeigen überdies, dass das Rehwild einzelne Baumarten bevor-
zugt verbeißt, dazu gehören insbesondere seltene heimische Baumarten wie Elsbeere oder Eibe. 
Aber auch die Knospen wichtiger bestandbildender Baumarten, wie z.B. der Eichen, werden im 
Winter und frühen Frühjahr gerne gefressen. Diese Arten können gerade auch für die Klimawan-
delanpassung und damit Zukunftsfähigkeit des Waldes entscheidend sein. Es ist daher von höchs-
ter Dringlichkeit, die derzeit zu hohe Rehwild-Dichte im Stadtwald zu reduzieren. Durch ein effizi-
entes Wildtiermanagement muss künftig sichergestellt werden, dass die Rehwildpopulation den 
Bedingungen eines naturnahen Waldes entspricht.  
 
Handlungsempfehlungen: 
 Die Naturverjüngung aller erwünschten Baumarten (vgl. Leitlinie 1, S. 20) wird zugelassen.  
 Die Verjüngung des Waldes ist durch angepasste Schalenwildbestände zu sichern, daher sind 
effektive und gut organisierte Jagkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Diese müssen das 
Ziel einer naturnahen, stabilen und vielfältigen Waldentwicklung sicherstellen. Solange dies 
nicht der Fall ist, müssen Jungbäume vor Verbiss geschützt werden.  
 Weitere Weiserflächen werden angelegt, um den Wildverbiss systematisch zu erfassen und 
zu beurteilen. Die Ergebnisse derartiger Erhebungen sollen zur Steuerung des Abschusses 
durch die Untere Jagdbehörde herangezogen werden. 
 Sofern für die Erreichung einer naturnahen Baumartenzusammensetzung die natürliche Ver-
jüngung nicht ausreicht, wird diese vorzugsweise durch Saat (auch durch die sog. „Häher-
saat“* durch den Eichelhäher; nur wo nötig durch Pflanzung) ergänzt.  
 Die Gewinnung und Pflanzung von heimischen Wildlingen* stellt eine wichtige ergänzende 
Strategie zur Förderung der Naturnähe dar.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 23 
 Zur Förderung der Naturverjüngung kann es erforderlich sein, konkurrierende Pflanzen zu-
rückzudrängen. Dies betrifft insbesondere unerwünschte Baumarten (vgl. Leitlinie 1, S. 20), 
aber auch einen zu dichten Unterwuchs aus Kräutern, Gräsern oder Brombeeren. Hier soll 
kontrollierte, fachgerechte Beweidung z.B. mit Eseln oder Schafen als neuartige Methode er-
probt werden. Auch leichte, handgeführte Technik zum Entfernen der Pflanzen kann einge-
setzt werden.  
 
Leitlinie 3: Im Stadtwald sollen eine hohe Vielfalt an naturnahen Strukturen, ein hoher 
Holzvorrat und natürliche Waldentwicklungsprozesse gefördert werden. 
 
Zu einem naturnahen Wald gehört, dass er vielfältige Strukturen aufweist. Dazu müssen alle 
Waldentwicklungsphasen in ausreichenden Anteilen vertreten sein (vgl. Kap. 1.3.4., S. 12). Dies 
sichert nicht nur die Stabilität des gesamten Waldökosystems, sondern bietet auch vielen Tier- 
und Pflanzenarten eine Heimat und erhöht den Erlebnis- und Erholungswert. Im Stadtwald sind 
nach der Bestandsaufnahme (vgl. Kapitel 1.3.4) vor allem die Altersphasen mit dicken, alten Bäu-
men stark unterrepräsentiert. Wie neue Forschungen zeigen, sind aber alte Bäume besonders 
wichtig für das Gesamtsystem, wirken sie doch durch vielfältige Prozesse stabilisierend, fördern 
die biologische Vielfalt und tragen in hohem Maße zur Kohlenstoffbindung bei. Deren Anteil muss 
daher vordringlich in den nächsten Jahrzehnten erhöht werden. 
Strukturell sehr wichtig ist außerdem Totholz. Dieses kommt in naturnahen Wäldern in vielfälti-
ger Weise vor: als stehender, abgestorbener Baum, als umgestürzter Stamm am Waldboden, als 
vermodernde und zerfallende Äste und Zweige. Die verschiedenen Stadien werden von vielen 
Tier- und Pflanzenarten, vor allem auch von Pilzen, als Nahrungsquelle und Wohnstätte genutzt, 
darunter sind viele bedrohte Arten. Totholz kann auch Wasser speichern wie ein Schwamm und 
so die Luftfeuchtigkeit sowie den Wasserrückhalt im Wald erhöhen – dies ist wichtig um die le-
benden Bäume in Dürrephasen zu schützen. Die letzten Reste des Totholzes werden zu Humus im 
Waldboden. Dieser erhöht die Wasserspeicherung und bindet Kohlenstoff – ein vielfach unter-
schätzter Beitrag gegen den Klimawandel. Im Gegensatz zur manchmal geäußerten Meinung zei-
gen tote Bäume also keineswegs einen „toten Wald“ an, sondern sind ein wichtiger Bestandteil 
eines lebendigen Waldökosystems.  
Ein naturnaher Wald ist nicht nur durch seine Bestandteile (wie Bäume, Tiere, Böden) gekenn-
zeichnet, sondern auch durch natürliche Prozesse, die ablaufen, ohne dass der Mensch eingreift. 
Der Darmstädter Stadtwald wurde über Jahrhunderte von Menschen geprägt und verändert. Ein 
naturnaher Stadtwald lässt sich daher nicht von heute auf morgen „herstellen“, sondern ist das 
Ergebnis einer langwährenden Entwicklung, weitgehend ohne Zutun des Menschen. Es gilt der 
Leitsatz „Natur Natur sein lassen“. Auch künftig wird der Mensch aber eine Rolle spielen, etwa 
um Erholungsnutzung zu ermöglichen, Maßnahmen der „vorausschauenden Klimaanpassung“

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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durchzuführen, die Stabilität des Waldökosystems zu erhöhen, (vgl. Leitlinie 1, S. 20) oder die 
Wirkungen von Stressfaktoren zu mindern. Wichtig ist jedoch, dass auf einem Teil der Waldfläche 
natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Solche Referenzflächen dienen dem Beobachten 
und Lernen, um zu verstehen, wie sich das Ökosystem natürlich entwickelt.  
Daraus lassen sich dann Empfehlungen für Maßnahmen auf den übrigen Flächen ableiten. Zu-
gleich bieten diese Flächen einen Ort, an dem sich Lebewesen ungestört entwickeln können. Sie 
unterstützen insbesondere auch die natürliche Anpassung und Evolution von Waldökosystemen.  
 
Handlungsempfehlungen: 
 Alle Waldentwicklungsphasen werden zugelassen und wertgeschätzt, auch die Alters-, Zu-
sammenbruchs- und Verjüngungsstadien gehören phasenweise zu einem naturnahen Wald. 
 Ältere Bäume (über 120 Jahre) werden nicht gefällt (sofern dies nicht aus Gründen der Ver-
kehrssicherung zwingend nötig ist), bis ein Zielwert für den Anteil von Altbäumen im Stadt-
wald erreicht ist (vgl. Leitlinie 8, S. 28). 
 Für die Bestandspflege sind Konzepte notwendig, welche die Ziele dieses Leitbildes in kon-
krete forstliche Maßnahmen umsetzen und nach dem Minimumprinzip durchgeführt wer-
den: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Grundsätzlich ist jede Maßnahme im Wald auf 
ihre Notwendigkeit hin zu prüfen und zu begründen. Ein Verzicht auf Sommereinschläge so-
wie die Nutzung alter Buchen- und Eichenbestände ist zu prüfen. 
 Angestrebt werden soll, den Holzvorrat dauerhaft auf mindestens 70 bis 80 % des natürli-
chen Vorrats entsprechender Standorte anzuheben. Die nachhaltige Anhebung des Holzvor-
rates soll bei allen waldbaulichen Entscheidungen eine wichtige Zielsetzung sein. 
 Totholz (abgestorbene oder aus Verkehrssicherungsgründen gefällte Bäume) wird im Stadt-
wald nicht entfernt, sondern in den Beständen belassen, bis ein festzulegender Zielwert er-
reicht ist. 
• Im Darmstädter Stadtwald sollen künftig 10 % der Fläche als Referenzflächen ausgewiesen 
werden; eine Mindestgröße soll festgelegt werden, angestrebt wird eine Mindestgröße von 
20 ha. Diese sollen sich ohne menschlichen Einfluss natürlich entwickeln. Diese „stillgelegten 
Flächen“ werden rechtlich dauerhaft gesichert und stehen der Forschung zur Verfügung. 
• Bereits heute gibt es, insbesondere im Westwald, viele Flächen mit hohen akuten Baum-
schäden bis hin zu flächigen Zerfallsphasen. Diese können auch künftig immer wieder ent-
stehen, z. B. bei Stürmen. Konventionell werden diese geräumt (Entfernung von Schad- und 
Totholz, gegebenenfalls Bodenbearbeitung und Neubepflanzung). Hier wird künftig natürli-
chen Prozessen Raum gegeben (Sukzession), die von selbst früher oder später zu einer Ver-
jüngungsphase führen. Dieser Prozess kann, wo erforderlich, durch unterstützende, kleintei-
lig abgestimmte Maßnahmen gefördert werden (vgl. Leitlinie 2, S. 22).

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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Leitlinie 4: Die biologische Vielfalt wird gefördert und die Vernetzung von Waldlebens- 
sowie Landschaftsräumen verbessert. 
 
Biologische Vielfalt (Biodiversität) umfasst drei Ebenen: 
1. Der Darmstädter Stadtwald soll Lebensraum für eine natürliche Vielfalt von Lebewesen sein, 
denn zu einem naturnahen Waldökosystem gehören nicht nur die Bäume, sondern eine unüber-
sehbare Zahl an Arten – Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen. Wichtig ist aber nicht eine 
möglichst große Zahl an Arten, sondern das Vorkommen von solchen, die für den Naturraum, das 
Ökosystem Wald und den jeweiligen Standort typisch sind. Diese Artenvielfalt ist nicht nur ein 
Wert an sich, sondern für die Stabilität der Waldökosysteme entscheidend; sie erhöht auch die 
Anpassungsmöglichkeit an sich verändernde Klimabedingungen. Dazu müssen Lebewesen und 
Arten allerdings auch wandern können. Dies erfordert eine Vernetzung von Wäldern mit ausrei-
chenden Korridoren für den Austausch.  
2. Zur biologischen Vielfalt gehört auch die Vielzahl an genetischen Typen unterhalb der Artebe-
ne. Auch diese bildet eine wichtige Grundlage für die Anpassung von Ökosystemen. Ganz beson-
ders wichtig ist eine hohe Vielfalt an lokal angepassten, genetischen Typen der Baumarten.  
3. Schließlich muss auch die Vielfalt an standortangepassten Waldökosystemen einbezogen wer-
den, also die ganze Palette an natürlichen Waldgesellschaften. Kleinflächig gehören auch Ökosys-
teme von Sonderstandorten im Waldbereich dazu (z. B. Sandrasen auf Dünen im Westwald oder 
Sumpfflächen im Ostwald). 
 
Handlungsempfehlungen: 
 Störungen von Tieren während der sensiblen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeiten sind von allen 
Waldnutzern, insbesondere auch von Waldbesuchern, zu vermeiden. Forstliche Maßnahmen, 
insbesondere Fällungen, Läuterungen und Durchforstungen, sind – mit Ausnahme von Ver-
kehrssicherungsmaßnahmen und Kulturpflege – nur außerhalb der Brut- und Setzzeiten zu-
lässig bzw. werden auf ein absolut notwendiges Maß beschränkt.  
 Fakultative Habitatbäume werden unabhängig von der bereits vorhandenen Anzahl in den 
Wäldern erhalten. 
 Es gibt keinen Einsatz von Pestiziden, gemäß Nr. 19 des Maßnahmenprogramms „25 Schritte 
zur biologischen Vielfalt“ (2013). Wo nötig und sinnvoll ist der Einsatz von biologischen Be-
kämpfungsmethoden zulässig. 
 Die Mahd von Wegrändern soll auf ein Mindestmaß reduziert werden.  
 Lebensräume für besondere Arten (z.B. Rote Liste-Arten) sollen auch außerhalb gesetzlich 
definierter Schutzgebiete erhalten und gepflegt werden, um einen bestmöglichen Arten-
schutz zu ermöglichen.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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Der Erfolg der Maßnahmen und die Entwicklung der Flora und Fauna sind regelmäßig zu er-
heben, um rechtzeitig zielgerichtete Maßnahmen zum Schutz ergreifen zu können. 
 Die Anlage von kleinen Senken in feuchteren Gebieten des Ostwaldes und in Teilen des Eber-
städter Waldes, in denen sich – auch temporär – Wasser sammelt, kann Amphibien die Mög-
lichkeit zur Entwicklung geben und soll gefördert werden.  
 In Waldgebieten, deren Baumbestand überwiegend aus jungen Bäumen besteht, sind künst-
liche, sichere Nistmöglichkeiten für Fledermäuse, Singvögel und Eulen anzubieten, um den 
Mangel an Baumhöhlen auszugleichen. 
 Waldökosysteme sollen über größere Räume hinweg vernetzt werden. Dazu wird ein Bio-
topverbundkonzept erstellt. Fragmentierungen von Wäldern werden wo möglich zumindest 
punktuell überbrückt. 
 
Leitlinie 5: Der Bodenschutz soll stärker berücksichtigt werden. 
 
Natürliche Böden bilden das stabile Fundament des Stadtwalds. Zu einem naturnahen Wald ge-
hören vom Menschen nicht beeinträchtigte Böden, die von waldtypischen Bodenlebewesen 
durchsetzt sind. Der Boden mit seinen Poren und dem Humus dient den Bäumen nicht nur zur 
Verankerung, sondern liefert auch Nährstoffe und speichert das Wasser nach Regenfällen, so 
dass Trockenperioden überbrückt werden können. Wurzelpilze (Mykorrhiza) im Waldboden ge-
hen eine enge Partnerschaft mit den Bäumen ein und unterstützen diese bei der Wasser- und 
Nährstoffaufnahme ganz entscheidend.  
Die Befahrung mit Maschinen zerstört das Porengefüge des Bodens, führt zu einer Verminderung 
des Wasserspeichervermögens und schädigt die empfindliche Mykorrhiza. Entwässerung durch 
Grabensysteme entzieht dem Wald das nötige Wasser. Der Eintrag an Schadstoffen beeinträch-
tigt die Bodenlebewesen und selbst die Zufuhr des Nährstoffs Stickstoff über die Luft bringt im 
Übermaß die natürlichen Verhältnisse aus dem Gleichgewicht. Die negativen Folgen des Anbaus 
standortfremder Nadelbäume wurden bereits erwähnt (vgl. auch Kap. 1.3.10, S. 14). All diese Fak-
toren wirken destabilisierend auf die Waldökosysteme und sind daher auf ein Minimum zu redu-
zieren. 
Handlungsempfehlungen: 
 Verzicht auf den Einsatz schwerer Forstmaschinen (besonders Forwarder, Harvester) außer-
halb der Forstwirtschaftswege. Da bis zur Erreichung der Zielwerte von Altbäumen, Holzvor-
rat und Totholz auf die Entnahme von Bäumen aus dem Stadtwald ohnehin verzichtet wird 
(vgl. Leitlinie 3, S. 23 und Leitlinie 8, S. 28), erübrigt sich deren Einsatz auf absehbare Zeit.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 27 
 In Ausnahmefällen, wenn die Entnahme aus dem Bestand zwingend erforderlich ist (Ver-
kehrssicherung) und es z. B. aus Arbeitsschutzgründen nicht anders möglich ist, kann der Ein-
satz im Einzelfall zugelassen werden, wenn das Arbeiten von Forstwirtschaftswegen aus (z. B. 
mit Fällbagger, Seilzugkran) unmöglich ist. Auch dann sind möglichst bodenschonende Ver-
fahren und Zeitpunkte zu wählen.  
 Wenn nach Stabilisierung der Wälder künftig wieder Holznutzung möglich ist (vgl. Leitlinie 8, 
S. 28), ist ein Konzept für die Bodenschonung (Rückegassen bzw. Rückeverfahren, Befahrun-
gen) zu entwickeln. Befahrungen außerhalb eines festgelegten, weitmaschigen Erschlie-
ßungssystems sind nicht zuzulassen. Alternativen zum Maschineneinsatz – wie das Rücken 
mit Pferden oder Seilwinden – sind wo immer möglich zu bevorzugen. Auf die Anlage von 
weiteren Holzlagerplätzen und LKW-fähigen Forstwegen ist zu verzichten.  
 Entwässerungseinrichtungen im Wald, sofern vorhanden, die Wasser aus dem Ökosystem 
transportieren (Gräben), werden verschlossen. Die Entwässerung von Forstwirtschaftswegen 
erfolgt in den Waldbestand.  
 Die Umsetzung der Waldökosystem-Managementmaßnahmen und andere menschliche Ein-
griffe dürfen den Landschaftswasserhaushalt nicht stören. 
 
Leitlinie 6: Das Waldinnenklima soll geschützt werden. 
 
Ein wichtiges Kennzeichen naturnaher Wälder ist das typische Waldinnenklima: Durch eine ge-
schlossene Baumschicht und naturnahe Waldränder sind die Temperaturen im Wald ausgegli-
chen, die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Windgeschwindigkeit vermindert. Im Hochsommer 
kann man die angenehme Kühle im Wald bei einem Spaziergang unmittelbar erfahren. Ein stabi-
les Innenklima kommt auch den Bäumen unmittelbar zugute und stärkt das Ökosystem gegen die 
Folgen des Klimawandels. 
 
Handlungsempfehlungen: 
 Verzicht auf Kronendachöffnungen in den Beständen. Auch bei notwenigen Baumfällungen 
sollen keine Lücken entstehen, die größer als eine Baumlänge sind. 
 Förderung der Verjüngung. Auch Pionierbaumarten wie Pappeln und Birken und sogar Sträu-
cher können einen Beitrag zum Aufbau eines waldtypischen Klimas leisten und den Boden 
beschatten und werden daher nicht entfernt. 
 Aufbau von naturnah strukturierten Waldrändern im Stadtwald. Zusätzlich wird empfohlen, 
private Grundstückseigentümer*innen bei Neuanlage bzw. Förderung von artenreichen, na-
turnahen Waldrändern zu unterstützen. 
 Die Notwendigkeit aller Wege im umfassenden Wegenetz (vgl. Kap. 1.3.2, S. 11) ist zu über-
prüfen und ggf. der Rückbau bestehender Wege vorzunehmen.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
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Leitlinie 7: Erfahrenes forstliches Fachpersonal soll das ganzheitliche Waldökosystem-
Management systematisch umsetzen. 
 
Erfahrenes und gut ausgebildetes Fachpersonal ist der Schlüssel für eine effektive Maßnahmen-
planung und einer am Leitbild orientierten Maßnahmenumsetzung, Pflege und Entwicklung der 
Waldbestände hin zu einem naturnahen Stadtwald. Die gesetzlichen Vorgaben des Arbeitsschut-
zes für alle im Wald Beschäftigten sind selbstverständlich zu beachten. 
Handlungsempfehlungen:  
 Die Reviergrößen sind an die Anforderungen eines ganzheitlichen Waldökosystemmanage-
ments anzupassen. 
 Waldarbeiten werden vorrangig mit eigenem, geschulten und ortskundigen Personal oder 
von erfahrenen, bekannten und mit den Anforderungen eines ganzheitlichen Waldökosys-
tem-Management vertrauten Dienstleistern durchgeführt. 
 Die Anzahl der Forstwirte soll im Abgleich der hier vorgeschlagenen Maßnahmen erhöht bzw. 
anpasst werden. 
 Eine wertschätzende Personalführung und -entwicklung wird sichergestellt, damit das quali-
fizierte Personal die Ziele des Leitbilds aktiv unterstützt. 
 
 
Leitlinie 8: Die Holznutzung soll zunächst ausgesetzt werden. 
 
Solange die im Rahmen des ganzheitlichen Waldökosystem-Managements angestrebten Ziele 
noch nicht erreicht sind (vgl. Kap. 2.2 und 2.3, S. 18 und Leitlinie 3, S. 23), wird der aktuelle Ver-
zicht auf die Holznutzung fortgeführt und regelhaft auf die Nutzung von Schadholz und Holz aus 
Verkehrssicherungsmaßnahmen ausgedehnt. Dieses Nutzungsmoratorium der Wissenschafts-
stadt Darmstadt ist im Rahmen der Forsteinrichtung* regelmäßig, d.h. alle 10 Jahre, zu über- 
prüfen (vgl. S. 5). 
Die reguläre Nutzung des wertvollen natürlichen Rohstoffs Holz kann wieder aufgenommen wer-
den, wenn der Biomassevorrat im Wald das gewünschte Zielniveau erreicht hat, der Anteil von 
waldstabilisierenden Altbäumen und Altersphasen das angestrebte Zielniveau erreicht hat und 
ausreichend vitale Bäume für die Naturverjüngung vorhanden sind. Die Nutzung von Schadholz 
und Holz aus Verkehrssicherungsmaßnahmen setzt voraus, dass die Funktionen von Totholz im 
Waldökosystem ausreichend erbracht werden, insbesondere für die Biologische Vielfalt (vgl. Leit-
linie 4, S. 25), Humusbildung und Nährstoffrückführung (vgl. Leitlinie 5, S. 26) und Wasserbindung 
(vgl. Leitlinie 6, S. 27).

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 29 
Handlungsempfehlung für etwaige Holznutzung 
 Die Holzernte soll boden- und bestandsschonend durchgeführt werden, die Auswirkungen 
auf das waldtypische Mikroklima sind so gering wie möglich zu halten. 
 Das genutzte Holz soll aus Klimaschutzgründen in langfristige stoffliche Nutzungen gehen, 
um möglichst lange Kohlendioxid zu binden.  
 Die Holznutzung soll grundsätzlich in einem tragbaren Verhältnis von Aufwand und Ertrag 
stehen. 
 Sollten die Voraussetzungen für eine reguläre Holznutzung wieder erfüllt sein, soll eine Zer-
tifizierung gemäß den Naturland-Kriterien geprüft werden. 
 
Leitlinie 9: Erholungsnutzung & Umweltbildung sollen gefördert werden. 
 
Die Verwirklichung dieses Leitbildes wird nur gelingen, wenn die Beziehung der Menschen zu 
ihrem Stadtwald erhalten bleibt und weiter gestärkt wird. Wie die Bürger*innenumfrage zum 
Stadtwald in 2020 gezeigt hat, verbinden Bürgerinnen und Bürger mit dem Stadtwald Erholung 
und Entspannung und halten sich dort oft und gerne auf. Sie sorgen sich um ihren Wald und wol-
len gut über den Wald informiert werden. 
Die Erschließung des Stadtwaldes mit Spielplätzen, Waldlehr- und Erlebnispfaden, die Kennzeich-
nung alter liebenswerter Bäume, Abteilungsschilder mit Flurnamen oder Wegebezeichnungen, 
auch Schneisensterne und spannende Sichtbeziehungen/-achsen machen den Stadtwald zu ei-
nem attraktive Erholungsort in unmittelbarer Nähe zur Stadt und ihren Menschen. 
Für die Erholung und den Sport sollen die Bürger/innen die bestehenden Waldwege nutzen. Ein 
Ausbau des Wegenetzes wird aus Gründen einer naturnahen Waldentwicklung nicht verfolgt. 
Vielmehr ist ein stellenweiser Rückbau – dort wo möglich – zu prüfen (vgl. Leitlinie 6). Eine erho-
lungsorientierte Besucherlenkung fördert nicht nur den Naturgenuss, sondern trägt aber auch 
zum Naturschutz bei.  
Die Benutzung des Waldes geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für 
waldtypische Gefahren. Verkehrssicherungsmaßnahmen werden auf ein absolutes rechtliches 
Minimum beschränkt.  
 
Handlungsempfehlungen 
 Moderne Angebote der Waldpädagogik für alle Generationen, begleitet von einer regelmäßi-
gen Öffentlichkeitsarbeit, sollen das Informationsbedürfnis der Stadtbevölkerung erfüllen 
und dazu beitragen, das Wissen rund um den Wald zu stärken und die Wertschätzung des 
Stadtwalds zu fördern.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 30 
 Ein Konzept zur Umweltbildung, mit z.B. Lehrpfaden und Infotafeln soll den Bürger*innen die 
Funktionen des Stadtwaldes, aber auch seine Entwicklung (Vergangenheit und Zukunft) nä-
herbringen und erklären. Dabei sollen bestehende Angebote (Bioversum, HessenForst, Na-
turfreunde etc.) eingebunden werden. 
 Die bewegungsinduzierte Stadtwaldnutzung im Besonderen auch mit sport- und trainings-
spezifischen Zielsetzungen soll gemeinsam mit forstlichen wie auch sportlichen Organisatio-
nen und Vereinen koordiniert werden, da der Stadtwald ein wichtiger, nicht normierter 
Sport- und Bewegungsraum für alle Menschen aller Altersgruppen ist und eine Funktion als 
Ausgleichs- und Dialogfläche für den urbanen Raum Darmstadts erfüllt. 
 Die Erhöhung des Totholzanteils verändert die gewohnten Waldbilder; hier braucht es spezi-
fische Aufklärungsarbeit, um die Akzeptanz der Maßnahme in der Bevölkerung zu erhalten 
bzw. zu gewinnen. 
 Forstwirt*innen und Förster*innen stehen den Menschen für Fragen rund um den Stadtwald 
und dessen Entwicklung hin zu einem naturnahen Wald zur Verfügung.  
 Über die naturbedingten Gefahren beim Aufenthalt im Wald und ihre Eigenverantwortung 
sollen die Waldbesucher*innen aufgeklärt werden. 
 
 
Leitlinie 10: Umsetzung und Begleitung 
 
Zur Erreichung des Leitbildes sind flankierende Maßnahmen erforderlich, ohne die die vorge-
schlagen Leitlinien 1 bis 9 nicht konkretisiert, umgesetzt und fortentwickelt werden können. 
Nicht alle Maßnahmen des Waldökosystem-Managements lassen sich in ihren Wirkungen im Vo-
raus beurteilen; dies gilt umso mehr bei sich fortlaufend ändernden Klimabedingungen. 
Handlungsempfehlungen: 
 Die regelmäßige Erhebung von Grundlagen-Daten (Monitoring) ist erforderlich, um den Zu-
stand der Waldökosysteme und ihrer Standortbedingungen umfassend zu erfassen und ge-
messen am Leitbild zu bewerten. Die Bestandsaufnahme (vgl. Kap. 1., S. 7-16) hat gezeigt, 
dass hier noch erhebliche Kenntnislücken bestehen.   
 Es soll ein Expertengremium eingerichtet werden, welches die Verantwortlichen bei der Er-
arbeitung konkreter Maßnahmen des Waldökosystem-Managements unterstützt und berät.  
 Es wird empfohlen, dass bei Unsicherheiten verschiedene Vorgehensweisen experimentell 
erprobt werden. Diese Versuche sollten nach wissenschaftlichen Standards geplant, begleitet 
und ausgewertet werden. Als Beispiel seien die bereits erwähnten Experimente zur Bewei-
dung genannt (vgl. S. 23).

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 31 
 Die Darmstädter Erfahrungen und Erkenntnisse sollen in der wissenschaftlichen und forstli-
chen Fachöffentlichkeit veröffentlicht und ein interdisziplinärer Austausch angestoßen wer-
den. 
 Der Runde Tisch Wald soll verstetigt werden, um die Umsetzung des ganzheitlichen 
Waldökosystem-Managements zu begleiten und um den Magistrat und die Stadtverordne-
tenversammlung bei Zielkonflikten zu beraten. Den Mitgliedern dieses Gremiums obliegt es, 
die sie entsendenden Institutionen, Verbände oder Fraktionen regelmäßig zu informieren.  
 Mit der Entwicklung und Einrichtung eines GIS-basierten stadtwaldspezifischen Qualitätsma-
nagementsystems sollen die Umsetzung aller Maßnahmen und deren Effekte regelmäßig ge-
prüft werden, so dass – wo notwendig – eine zeitnahe Anpassung von Maßnahmen möglich 
ist.  
 Die Öffentlichkeit soll regelmäßig über ihren Stadtwald und alle vorgenannten Aktivitäten 
informiert werden.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 32 
4 Wichtige Rahmenbedingungen  
 
Der Zustand des Stadtwaldes wird durch unterschiedliche äußere Rahmenbedingungen negativ 
beeinflusst. Diese können durch das ganzheitlichen Waldökosystem-Management allein nicht 
beeinflusst oder verändert werden, sondern müssen durch ein globales, nationales, regionales, 
aber auch lokales Engagement verändert werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und ihre 
Bürger*innen können hier Einfluss nehmen, um positive Effekte für den Stadtwald herbeizufüh-
ren. Dazu gehören insbesondere vier Handlungsfelder: 
 
Handlungsfeld 1: Der Stadtwald soll in seinem Flächenumfang vollumfänglich erhalten 
werden. 
Zerschneidungen, Zerstückelungen und Verkleinerungen des Darmstädter Stadtwaldes beein-
trächtigen seine Funktionen als stabiles Waldökosystem erheblich, bringen die Stabilität der 
Waldbestände in Gefahr und können zu Waldauflösungen führen (vgl. Kap. 2.1, S. 17). Auf die 
Rodung von bestehenden Waldflächen ist deshalb gemäß des Leitbildes zu verzichten.  
Es ist wichtig und richtig, alle Flächen des Stadtwaldes zu erhalten und den Waldbestand zu stabi-
lisieren. Daher wird die Bestrebung des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausdrück-
lich unterstützt, dass zeitnah eine Ausweisung möglichst großer Teile des Westwaldes zum 
Bannwald durch das Regierungspräsidium Darmstadt vorgenommen wird. Es wird außerdem be-
grüßt, dass die Stadtverordnetenversammlung im Zuge des Masterplanprozesses durch einen 
Grundsatzbeschluss abgesichert hat, dass keine neuen Wohn- und Gewerbegebiete auf Flächen 
des Stadtwaldes entstehen sollen. 
Grundsätzlich ist der Bahnverkehr eine weniger klimaschädliche Alternative zum motorisierten 
Individualverkehr. Sein Ausbau ist daher im Prinzip - gerade auch für den langfristigen Wald-
schutz - zu befürworten. Dennoch sollte bei jeder konkreten Planung Rücksicht auf bestehende 
Wälder genommen werden. Dies gilt in besonderem Maße für den Darmstädter Westwald mit 
seinen überragenden Schutzfunktionen und vielfachen Vorbelastungen. So plant derzeit z.B. die 
DB Netz AG eine ICE-Neubaustrecke. Aus Gründen des Waldschutzes empfiehlt der Runde Tisch 
eine Trassenvariante, die zu keinen Waldrodungen im Stadtwald Darmstadt führt oder diese zu-
mindest absolut minimiert. Er unterstützt deshalb die Forderung des Magistrats, die ICE-Trasse in 
einem bergmännischen Tunnel zu führen.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 33 
Handlungsfeld 2: Beitrag zum Stopp der globalen Klimaerwärmung leisten. 
Die Ökosysteme im Stadtwald haben sich über lange Zeiträume an die klimatischen Bedingungen 
in der Region angepasst. Der schnell voranschreitende Anstieg der Jahresdurchschnittstempera-
tur erzeugt Stress bei den Bäumen, aber auch bei allen anderen Tier- und Pflanzenarten. Dadurch 
verschieben sich Prozesse und Interaktionen im Ökosystem Wald, was sich negativ auf die Wider-
standsfähigkeit auswirken kann. Auch die inzwischen gehäuft auftretenden Wetterextreme – wie 
Hitze, Dürre, Starkregen, Hagel und Sturm – führen zu Schäden im Stadtwald.  
Die klimaschutzrelevanten Beschlüsse des Magistrats bzw. der Stadtverordnetenversammlung in 
2019 und 2020, dienen daher nicht nur dem globalen Klimaschutz, sondern sind auch ein wichti-
ger Beitrag zum Schutz des Stadtwaldes. Diese Beschlüsse sind in eine Klimaschutz-Strategie ein-
gebettet und verfolgen das ambitionierte Ziel, die Wissenschaftsstadt Darmstadt bis 2035 – da 
wo der Magistrat Handlungsoptionen und Einfluss hat – klimaneutral zu machen, die Klimarele-
vanz zukünftiger Projekte und Entscheidungen zu bewerten sowie die Öffentlichkeit für den Kli-
maschutz zu sensibilisieren.   
Aus Sicht des Waldschutzes sind diese Maßnahmen zu begrüßen und konsequent umzusetzen. 
Aber auch alle anderen Akteure und Menschen in der Stadt sind aufgerufen, sich entschieden für 
den Klimaschutz einzusetzen und in ihrem Bereich alles Mögliche zu tun, um Treibhausgasemissi-
onen drastisch zu reduzieren. 
 
Handlungsfeld 3: Luftschadstoffe reduzieren. 
Seit langem ist bekannt, wie sehr Luftverunreinigungen Bäume schädigen und damit Wälder de-
stabilisieren können. Gerade Schadstoffe, die aus der näheren Umgebung kommen, haben eine 
größere negative Wirkung auf den Darmstädter Stadtwald. Dafür sind zahlreiche Verursacher 
verantwortlich: Verkehr, Wohngebäudeheizungen, Industrie und auch die Landwirtschaft. 
Mit dem in 2018 erstellten und verabschiedeten Green City-Plan, der Radstrategie inklusive des 
sog. „4x4 Programms“ und zahlreichen weiteren Investitionen in ÖPNV, Infrastruktur und nach-
haltige urbane Mobilität sowie weiteren Maßnahmen zur Stärkung des Umweltverbundes hat die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits wichtige Schritte zur Verbesserung der Luftqualität im 
Stadtgebiet eingeleitet – diese helfen auch dem Wald. Die bereits heute deutlich erkennbaren 
positiven Auswirkungen auf die Belastungen mit Schadstoffen wie mit bspw. Stickstoffdioxid 
(starker Rückgang im Siedlungsbereich) zeigen, dass die ergriffenen Maßnahmen Wirkung entfal-
ten. Dazu gehört auch, die Bevölkerung über die Auswirkungen von Luftschadstoffen zu informie-
ren und individuelle Vermeidungsstrategien aufzuzeigen. Auch die Landwirtschaft ist mit einzu-
beziehen, um z.B. den Eintrag von schädlichen Stickstoffverbindungen in Luft und Wasser zu mi-
nimieren.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 34 
Gleichzeitig liegen zahlreiche Ursachen für Immissionsbelastungen nicht im direkten Einflussbe-
reich der Wissenschaftsstadt Darmstadt – so zum Beispiel die Emissionen des motorisierten Ver-
kehrs auf Bundesstraßen und Autobahnen, welche teilweise direkt durch sensible Bereiche des 
Stadtwaldes führen. Ein Tempolimit auf Bundesstraßen und Autobahnen würde dem Darmstäd-
ter Stadtwald, aber auch anderen stadtnahen Wäldern, helfen. Es wird angeregt, hier gesetzliche 
Änderungen voranzubringen. Bis dahin ist jede*r Autofahrer*in aufgefordert, das Tempo zum 
Schutz des Waldes zu reduzieren. 
 
Handlungsfeld 4: Sorgsamer Umgang mit Wasser. 
Eingriffe in den Grundwasserkörper sind in Waldbereichen, in welchen eine Grundwasserversor-
gung des Waldes besteht, unbedingt zu unterlassen. Da wo notwendig und möglich ist der natur-
raumtypische Wasserhaushalt wiederherzustellen. Außerdem sollten Fließgewässer renaturiert 
und die Versickerung von Regenwasser bzw. das Regenwassermanagement gefördert werden. 
Insbesondere an waldnahen Grundstücken sollte die Regenentwässerung nur über den Boden  
(Sickerschächte/-flächen oder ähnliches) und nicht über die Kanalisation durchgeführt werden, 
damit das Wasser der Vegetation zur Verfügung stehen kann. Langfristig sollte durch getrennte 
Wasserleitungsnetze (Trink- und Brauchwasser bzw. Ab- und Regenwasser) im Stadtgebiet die 
Regenwassernutzung bzw. eine schonendere Verwendung von Trink- und Brauchwasser erfolgen.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 35 
5 Fazit 
Das Leitbild, das im Runden Tisch Wald unter Beteiligung von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung 
und Wissenschaft erstellt wurde, ist Grundkonsens für alle Beteiligten und gemeinsame Basis im 
Umgang mit dem Stadtwald und bildet so die Grundlage für ein breit fundiertes, abgestimmtes 
Vorgehen in den kommenden Jahren.  
Der Runde Tisch ist überzeugt, dass mit diesem Bericht die Grundlage geschaffen ist, politische 
Entscheidungen einzuleiten, die den Stadtwald nicht nur erhalten und stabilisieren, sondern im 
Sinne des Leitbildes weiterentwickeln.  
Dafür müssen die notwendigen organisatorischen, personellen und finanziellen Mittel bereitge-
stellt werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt könnte hier vorbildhaft auch für andere Wald-
besitzer sein. Es wäre wünschenswert, wenn in der regionalen und bundesweiten Diskussion 
künftig das hier beschriebene DARMSTÄDTER MODELL zu einer festen Größe wird. Insbesondere kann 
das Modell auch für den großen Flächenanteil des auf dem Gebiet der Stadt Darmstadt stehen-
den Staatswalds Vorbildcharakter erzeugen, um ein einheitliches Waldökosystem-Management 
des gesamten „Darmstädter Waldes“ zu erzielen.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 36 
GLOSSAR 
Forsteinrichtung 
Die Forsteinrichtung dient in der Forstwirtschaft als Betriebsplanung. Sie beinhaltet die Erfassung 
des Waldzustandes, die mittelfristige Planung und die damit verbundene Kontrolle der Nachhal-
tigkeit im Betrieb. In Hessen schreibt das Waldgesetz vor: „Die Waldbesitzerinnen und Waldbesit-
zer von Wald mit einer Forstbetriebsfläche ab 100 Hektar haben ihre Ziele der Waldbewirtschaf-
tung in Betriebsplänen festzulegen. Die Betriebspläne sind in der Regel für zehn Jahre aufzustel-
len. Dabei bleibt die Wahl der Betriebsform, die Festlegung zur Holzproduktion und ihrer Nach-
haltsbestimmungsgrößen der Waldbesitzerin und dem Waldbesitzer überlassen, soweit hierdurch 
die Erfüllung der Grundpflichten nicht gefährdet wird.“ Die letzte Forsteinrichtung im Stadtwald 
fand 2013 statt. 
Grenzflurabstand 
„Für viele praktische Fragen, z. B. die Beurteilung der Auswirkungen von Grundwasserabsenkun-
gen, ist es wichtig die Tiefenlage des Grundwasser zu kennen, bis zu der noch eine für das Pflan-
zenwachstum wirksame Menge Wasser kapillar in den effektiven Wurzelraum aufsteigt bzw. von 
der ab keine wirksame Nachlieferung mehr erfolgt. Diese Tiefenlage wird Grenzflurabstand ge-
nannt.“ (Bodenkundliche Kartieranleitung). Er ergibt sich aus der Addition der zwei Größen „ka-
pillare Steighöhe“ und „effektive Durchwurzelungstiefe“: 
1. kapillare Steighöhe: Durch Kapillareffekte saugt ein porendurchsetzter Boden vom Grundwas-
serspiegel Wasser an. Je feiner die Poren sind, desto höher ist diese Saugspannung und damit die 
Steighöhe. In einem schwach schluffigen Sandboden liegt sie (wegen der vorherrschenden 
Grobporen) bei ca. 1,6 m. 
2. effektive Durchwurzelungstiefe: Auch diese ist abhängig von der Bodenart und beträgt in ei-
nem schwach schluffigen Sandboden mittlerer Dichte für Laubbäume 1,1 m.  
 
Für typische Flugsandböden im Darmstädter Stadtwald ergibt sich demnach ein Grenzflurabstand 
von 2,7 m.  
Hähersaat 
Die heimischen Eichen (Stiel-, Traubeneiche) verjüngen sich vielfach nicht oder nur in einem zu 
geringen Umfang. Eine Methode, die natürliche Verjüngung der Eiche zu fördern, ist die soge-
nannte „Hähersaat“. Dabei macht man sich das Verhalten des Eichelhähers zunutze, im Herbst 
Eicheln und andere Baumfrüchte zu sammeln und sie als Wintervorrat im Boden zu verstecken. 
Dabei wird nur ein Teil der Eicheln von den Eichelhähern wiedergefunden; die übrigen Früchte 
keimen im nächsten Jahr und fördern so die natürliche Verjüngung des Waldes. Dieser mit „Hä-
hersaat“ bezeichnete Prozess der Naturverjüngung kann durch ein künstliches Eichelangebot un-
terstützt werden. Hierzu werden dem Eichelhäher auf „Hähertischen“ Eicheln angeboten, die von 
ihm in den angrenzenden Wald „gepflanzt“ werden.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 37 
Ökosystem  
Ein Ökosystem besteht aus einer Lebensgemeinschaft (Biozönose aus Pflanzen, Tieren, Pilzen und 
Mikroorganismen) und einem Lebensraum (= Biotop oder Standort, d.h. Boden, Klima, Relief, 
Gestein). Lebensgemeinschaft und Lebensraum wirken in vielfältigen Wechselbeziehungen aufei-
nander ein und schaffen einen besonderen Ökosystemcharakter. Im Wald sind charakteristische 
Kennzeichen ein Reichtum an Schichten (z. B. Baum-, Strauch- und Krautschicht), ein spezielles, 
ausgeglichenes Waldinnenklima und ein belebter, humusreicher Waldboden. Neben den beson-
deren Strukturen sind es die damit verknüpften Funktionen, die ein Ökosystem kennzeichnen. 
Charakteristisch für natürliche Waldökosysteme ist, dass sie Waldentwicklungsphasen durchlau-
fen: vom Jungwuchs über eine Reifephase zu Alters- und schließlich Zerfallsphasen. Alle diese 
Phasen gehören zu einem Waldökosystem dazu und sind miteinander verbunden, d. h. nach dem 
Zerfall setzt wieder eine Verjüngung ein.  
Ökosystemdienstleistungen 
Funktionen, die Ökosysteme zum Wohle des Menschen erbringen. Dazu gehört die Bereitstellung 
von Ressourcen, regulierende Funktionen (z. B. des Klimas, der Wasserqualität), unterstützende 
Dienstleistungen (z. B. Bodenbildung, Erhaltung der biologischen Vielfalt) und kulturelle Funktio-
nen (z. B. Erholung, Bildung).  
phänotypisch  
Mit phänotypisch wird in der Genetik die Menge aller Merkmale eines Organismus bezeichnet. 
Der Phänotyp bzw. das Erscheinungsbild bezieht sich nicht nur auf morphologische, sondern auch 
auf physiologische Eigenschaften und wird durch das Zusammenwirken von Erbanlagen und Um-
weltfaktoren bestimmt. 
Sonnenbrand 
Bäume müssen sich wie alle Lebewesen gegen hohe Temperaturen und übermäßige UV-
Strahlung schützen. Als Schutzschirm fungiert bei den Bäumen deren Rinde. Wenn bislang im 
Waldverband stehende, beschattete Bäume durch Windwurf, Schadereignisse oder forstliche 
Maßnahmen freigestellt werden und Schatten fehlt, kann es bei sehr hohen Temperaturen und 
starker Sonneneinstrahlung zu einem Absterben von Teilen des Baumstammes kommen – die 
Bäume erleiden Sonnenbrand. Im Gefolge eines solchen Sonnenbrands tritt oft Pilzfäule auf. Hö-
here Sommertemperaturen und Trockenstress als Folgen des Klimawandels begünstigen das Auf-
treten von Sonnenbrand.

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 38 
Wildlinge 
Von Wildlingen spricht man, wenn aus Naturverjüngung stammende junge Bäume ausgegraben 
und an einer anderen geeigneten Stelle im Wald, an der die jeweilige Baumart noch nicht oder 
nur in geringem Umfang vorkommt, wieder eingepflanzt werden. Wildlinge können eine kosten-
günstige Alternative zu Baumschulpflanzen darstellen. Sofern sie im eigenen Wald zur Eigenver-
wendung gewonnen werden, unterliegen sie im Gegensatz zu Baumschulpflanzen nicht dem 
Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG).

Bericht des Runden Tisches zum Stadtwald Darmstadt 
   
Seite 39 
ANLAGE Forstwirtschaftskarte Stadtwald Darmstadt (2013)  
Dargestellt sind die Abteilungen des Stadtwaldes mit ihren Nummern und farblich den Baumarten und dem 
Alter der Hauptbestockung.

anlage 2

63304 Zeichen

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG 
„DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
 
ABSCHLUSSBERICHT 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER 
HOCHSCHULE DARMSTADT 
 
DARMSTADT, 31.08.2020

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER | HOCHSCHULE DARMSTADT 1 
 
 
INHALT 
 
Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................... 2 
Zusammenfassung ..................................................................................................................... 3 
 
 Aufbau des Berichts ........................................................................................................... 4 
 Auftrag und Vorgehen ....................................................................................................... 4 
 Stichprobendesign und Ausschöpfung .............................................................................. 5 
 Beschreibung der Stichprobe............................................................................................. 6 
TEIL 1: DESKRIPTIVE DARSTELLUNG UND ANALYSE VON ZUSAMMENHÄNGEN 
 Deskriptive Darstelllung der der Antworten zu einzelnen Fragen .................................... 9 
5.1 Allgemeines zum Darmstädter Stadtwald.................................................................. 9 
5.2 Nutzung des Darmstädter Stadtwaldes ................................................................... 10 
5.3 Zustand des Darmstädter Stadtwaldes .................................................................... 11 
 Analyse von Zusammenhängen ....................................................................................... 14 
6.1 Allgemeines zum Darmstädter Stadtwald................................................................ 14 
6.2 Nutzung des Darmstädter Stadtwaldes ................................................................... 16 
6.3 Zustand des Darmstädter Stadtwaldes .................................................................... 19 
TEIL 2: ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 
 Ausgewählte themenbezogene Ergebnisse ..................................................................... 24 
7.1 Darmstädter Stadtwald – ein beliebtes Freizeitziel ................................................. 24 
7.2 Vielfältige Gründe, den Darmstädter Stadtwald aufzusuchen ................................ 25 
7.3 Bedeutung des Darmstädter Stadtwaldes als Naherholungsraum .......................... 25 
7.4 Mehr Informationen über den Darmstädter Stadtwald sind gewünscht ................ 26 
7.5 Sorgen um den Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes ...................... 26 
7.6 Pflege des Waldes als wichtige forstwirtschaftliche Aufgabe ................................. 27 
7.7 Auf den Punkt gebracht ........................................................................................... 28 
 
Anhang Fragebogen

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER | HOCHSCHULE DARMSTADT 2 
 
 
 
 
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 
 
Abbildung 1: Wohndauer in Darmstadt ................................................................................ 7 
Abbildung 2: Gewünschte Informationen zum Darmstädter Stadtwald .............................. 9 
Abbildung 3: Gewöhnliche Aufenthaltsdauer im Darmstädter Stadtwald ......................... 10 
Abbildung 4: Zweck des Waldbesuchs ................................................................................ 10 
Abbildung 5: Störung durch andere Nutzer*innen ............................................................. 11 
Abbildung 6: Einschätzung des Gesundheitszustandes des Darmstädter Stadtwaldes ..... 12 
Abbildung 7: Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Zustandes des Darmstädter 
Stadtwaldes ................................................................................................... 13 
Abbildung 8: Wichtigste Aufgaben von Förster*innen ....................................................... 13 
Abbildung 9: Informiertheit über wichtige Aspekte des Darmstädter Stadtwaldes nach 
Altersgruppen ................................................................................................ 14 
Abbildung 10: Gewünschte Informationen ........................................................................... 15 
Abbildung 11: Störung durch andere Nutzer*innen nach Alter ........................................... 17 
Abbildung 12: Häufigkeit der Aufenthalte in den Sommer- und Wintermonaten nach 
Vorhandensein von Kindern .......................................................................... 18 
Abbildung 13: Besuche der verschiedenen Waldgebiete nach Stadtteil .............................. 20 
Abbildung 14: Einschätzung des Gesundheitszustandes des Darmstädter Stadtwaldes nach 
Stadtteilen ..................................................................................................... 21 
Abbildung 15: Pflegegrad des Waldes zur Erfüllung seiner Aufgaben nach Alter ................ 22

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER | HOCHSCHULE DARMSTADT 3 
 
ZUSAMMENFASSUNG 
Der Darmstädter Stadtwald ist ein beliebtes, wohnortnahes Freizeitziel und wird von allen 
Bevölkerungsgruppen häufig und regelmäßig für verschiedene Aktivitäten auf gesucht. 
Während ihres Aufenthalts kommen sich die verschiedenen Nutzer*innengruppen wenig in 
die Quere –  die meisten fühlen sich nicht durch andere Nutzer*innen gestört. Der 
Darmstädter Stadtwald scheint mit der Attraktivität der vielfältigen anderen Freizeitangebote 
durchaus mithalten zu können. 
Zwar kommen die Befragten aus unterschiedlichen Gründen in den Stadtwald, jedoch sucht 
ein Großteil der Besucher*innen Erholung und Entspannung. Es zeigt sich, dass die Befragten 
die Zusammenhänge rund um den Darmstädter Stadtwald verstehen möchten und vor allem 
über Maßnahmen, die auf ihn Einfluss nehmen könnten, informiert sein wollen. Das große 
Interesse daran lässt auf eine besondere Verbundenheit der Befragten mit „ihrem“ Wald 
schließen und drückt die Wertschätzung des Waldes durch die Befragten aus. 
Über den Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes machen sich die meisten 
Befragten große Sorgen und ein Großteil der Befragten sieht ihn in seiner Existenz gefährdet. 
In erster Linie verursachen nach Meinung der Befragten Klimaveränderungen diesen als 
relativ schlecht eingeschätzten Zustand des Waldes. Dementsprechend erhoffen sie sich 
durch mehr Umwelt - und Naturschutzmaßnahmen eine Verbesserung des allgemeinen 
Gesundheitszustandes und schätzen hierfür auch forstwirtschaftliche Maßnahmen als 
hilfreich ein. 
Die befragten Darmstädter*innen kommen gerne in „ihren“ Stadtwald, verbinden besondere 
Orte und Erlebnisse mit ihm und sind an seiner Gesunderhaltung besonders interessiert. Für 
sie hat der Darmstädter Stadtwald in erster Linie eine Erholungsfunktion, die es zu erhalten 
gilt. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die beiden Vorstellungen Natur und Erholung 
gegenüber anderen Faktoren wie beispielsweise Schutz oder Nutzung deutlich dominieren. 
Wald ist für die meisten Befragten der Inbegriff von Natur, an eher wirtschaftliche 
Nutzungsaspekte denken die wenigsten Befragten.

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER | HOCHSCHULE DARMSTADT 4 
 
 AUFBAU DES BERICHTS 
Nachdem in Kapitel 2 der Hintergrund und das Vorgehen der Untersuchung dargestellt wurde, 
folgt in K apitel 3  ein Überblick über das Stichprobendesign und die Ausschöpfungsquote . 
Daran anschließend erfolgt in Kapitel 4 eine allgemeine Beschreibung der Stichprobe. 
Die Ergebnisse der Untersuchung werden in zwei Teilen präsentiert: 
Im ersten Teil werden i n Kapitel 5 zunächst die Antworten der Befragten auf die einzelnen 
Fragen der Bürger*innenbefragung Darmstädter Stadtwald beschreibend dargestellt. Hierfür 
werden sämtliche Fragen ausgewertet und die Erg ebnisse dargestellt.  Die Darstellung 
beschränkt sich dabei auf eine reine Beschreibung der Verteilungen und es wird konsequent 
und absichtlich auf Interpretationen verz ichtet. Zur besseren Übersicht sind die Fragen 
innerhalb dieses deskriptiven Berichts thematisch gruppiert und entsprechen nicht immer der 
Reihenfolge im Fragebogen. 
Darauf aufbauend werden in Kapitel 6 Analysen von Zusammenhängen  vorgestellt. Es wird 
hierbei differenziert nach Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Haushalte mit Kindern, 
Erwerbstätigkeit und Wohndauer. Beziehen sich die Fragen auf bestimmte räumliche Gebiete 
des Darmstädter Stadtwaldes, erfolgt auch eine Auswertung nach Stadtteilen. Es werden die 
Aspekte dargestellt, die nennenswerte Unterschiede oder auffällige Gemeinsamkeiten 
vorweisen. Auch in diesem Teil ist die Auswertung thematisch gruppiert und entspricht der 
Reihenfolge des deskriptiven Teils und nicht immer der Reihenfolge im Fragebogen. 
Im zweiten Teil werden i m abschließenden Kapitel 7 ausgewählte themenbezogene 
Erkenntnisse dargestellt. Hierfür werden die zentralen Erkenntnisse der vorangegangenen 
Auswertungen zusammengefasst und ihr Bedeutungsgehalt herausgearbeitet. Die einzelnen 
Fragen werden dabei zu verschiedenen Themengebieten zusammengefasst und 
kommentiert. Hierbei handelt es sich um eine erste Annäherung an die jeweiligen Aspekte. 
 VORGEHEN DER UNTERSUCHUNG 
2019 erteilte das Grünflächenamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt den Auftrag, eine 
Bürger*innenbefragung zur Einstellung der Darmstädter Bürger*innen zum Thema 
Darmstädter Stadtwald durchzuführen. Mit dieser Befragung sollen fundierte Grundlagen 
über Einstellungen und Ansichten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Darmstadt zum 
Darmstädter Stadtwald und zur Forstwirtschaft erarbeitet werden. Neben der Erfassung der 
Einstellungen zum Darmstädter Stadtwald und dessen Nutzung durch die Bevölkerung sollten 
die Einschätzung der Bevölkerung zum allgemeinen Zustand des Darmstädter Stadtwaldes 
und zu den zu ergreifenden Maßnahmen zu seinem Schutz erfasst werden. 
Prof. Dr. Yvonne Haffner von der Hochschule Darmstadt wurde d ie Verantwortung für die 
Ausgestaltung des Fragebogens und die Auswertung  der Erhebung übertragen. Die

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER | HOCHSCHULE DARMSTADT 5 
 
Datenerhebung wurde vom Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt durchgeführt. 
Der in dieser Befragung verwendete schriftliche Fragebogen (siehe Anhang) wurde in enger 
Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt der Stadt Darmstadt und einem Vertreter von 
HessenForst, Forstamt Darmstadt konzipiert und gestaltet. Der gemeinsam erarbeitete  
Fragebogen enthält – neben Fragen zur Sozialstatistik – Fragen zu folgenden drei Bereichen: 
1. Allgemeine Fragen zum Darmstädter Stadtwald 
2. Fragen zur Nutzung des Darmstädter Stadtwaldes 
3. Fragen zum Zustand des Darmstädter Stadtwaldes 
Nachdem im Herbst 2019  zwei Pretests durchgeführt wurden, erfolgte im Januar 2020 die 
schriftliche Befragung. 
Eine deskriptive Auswertung der Antworten zu den einzelnen Fragen wurde dem 
Auftraggeber bereits in einem ersten Zwischenbericht im Mai 2020 vorgelegt, eine Analyse 
von Zusammenhängen erfolgte mit einem zweiten Zwischenbericht im Juli  2020 und mit 
Vorlage dieses Abschlussberichts  und der Zusammenfassung der Ergebnisse  ist der Auftrag 
abgeschlossen. 
 STICHPROBENDESIGN UND AUSSCHÖPFUNG 
Grundgesamtheit der Befragung ist die Bevölkerung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ab 18 
Jahren. Es wurden 5.000 Fragebögen an repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger 
verschickt. Die Altersstruktur, die Geschlechterverteilung und die Verteilung über die 
Stadtteile waren der repräsentativen Auswahl zugrunde gelegt. 
Von den 5.000 versendeten Fragebögen wurden  1.094 Bögen zurückgesendet, was einem 
Rücklauf von 22 % entspricht. Die Rücklaufquote verteilt sich auf die einzelnen Stadtteile wie 
folgt:

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
PROF. DR. YVONNE HAFFNER | HOCHSCHULE DARMSTADT 6 
 
Stadtteil Versendete 
Fragebögen 
Rücklauf 
Fragebögen 
Rücklaufquote 
DA-Arheilgen 537 100 19 % 
DA-Bessungen 455 130 29 % 
DA-Eberstadt 657 174 27 % 
DA-Kranichstein 371 74 20 % 
DA-Mitte 702 131 19 % 
DA-Nord 1031 220 21 % 
DA-Ost 466 112 24 % 
DA-West 574 119 21 % 
DA-Wixhausen 207 34 16 % 
Gesamt 5.000 1.094 22 % 
Tablle 1: Rücklauf der Fragebögen nach Stadtteilen 
Betrachtet man den Rücklauf nach Stadtteilen gibt es lediglich geringe Abweichungen. Die 
Stadtteile Eberstadt und Bessungen sind etwas stärker vertreten, der Stadtteil Wixhausen 
etwas geringer. 
  BESCHREIBUNG DER STICHPROBE 
Über ein Drittel der Befragten is t 46 bis 65 Jahre alt, fast ein weiteres Drittel ist zwischen 26 
und 45 Jahre alt, etwa ein Fünftel ist über 65 Jahre alt und 9 % sind jünger als 26 Jahre. 
Knapp über die Hälfte der Befragten ist weiblich, knapp unter der Hälfte männlich und ca. 1% 
hat den Personenstand divers. 
Bei einem Viertel der Befragten lebt im Haushalt mindestens ein Kind unter 18 Jahren. 
Zwei Drittel der Befragten sind erwerbstätig. 
88 % der Befragten sind in Deutschland geboren, 12 % sind nicht in Deutschland geboren und 
bei 19 % der Befragten ist wenigstens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren. 
Die Mehrheit der Befragten lebt seit mehr als 20 Jahren in Darmstadt, 14  % seit 11 bis 20 
Jahren, 10 % seit 6 bis 10 Jahren, 15 % seit 1 bis 5 Jahren und 2 % kürzer als 1 Jahr (Abbildung 
1).

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Abbildung 1: Wohndauer in Darmstadt 
 
 n = 1.065  
2%
15%
10%
14%
60%
unter 1 Jahr 1-5 Jahre 6-10 Jahre
11-20 Jahre über 20 Jahre

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TEIL 1: DESKRIPTIVE DARSTELLUNG UND ANALYSE VON 
ZUSAMMENHÄNGEN

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 DESKRIPTIVE DARSTELLUNG DER ANTWORTEN ZU EINZELNEN FRAGEN 
5.1 ALLGEMEINES ZUM DARMSTÄDTER STADTWALD 
Assoziationen zum Begriff ‚Stadtwald‘ 
Wenn die befragten Darmstädter Bürger*innen das Wort ‚ Stadtwald‘ hören, assoziieren sie 
dies mehrheitlich mit Erholung und Entspannung . Aber auch der (schlechte) Zustand des 
Waldes und Wald als Lebens- bzw. Naturraum wird häufig genannt. Auffällig ist, dass häufig 
auch konkrete Orte (Fasanerie, Waldkunstpfad, Oberwaldhaus etc.) genannt werden. 
 
Lediglich 8  % der Befragten fühlen sich über alle Aspekte des Darmstädter Stadtwaldes 
informiert, immerhin 49 % teilweise und 43 % fühlen sich nicht ausreichend informiert. 82 % 
der Befragten möchten daher mehr über den Darmstädter Stadtwald erfahren (Abbildung 2): 
Jeder*r Zweite möchte Informationen zu aktuellen Maßnahmen, aber auch Informationen zu 
Flora, Fauna und ökologischen Zusammenhängen werden häufig gewünscht. Immerhin jede*r 
Dritte wünscht Informationen zu wirtschaftlichen Nutzungsaspekten und zur Freizeitnutzung. 
Abbildung 2: Gewünschte Informationen zum Darmstädter Stadtwald 
 
 n = 1.091 
Fast alle Befragten nennen Aspekte der Erholungs-  und/oder Schutzfunktion des Waldes als 
wichtigste Aufgabe des Darmstädter Stadtwaldes. Diese Aufgabe kann nach Meinung der 
meisten Befragten (80 %) eine Kombination aus gepflegtem/bewirtschaftetem Wald und sich 
selbst überlassenem Wald am besten erfüllen. Nur 14 % sind der Meinung, dass diese Aufgabe 
durch einen sich selbst bzw. der Natur überlassenen Wald am besten erfüllt werden kann und 
lediglich 6 % denken, dass ein gepflegter und bewirtschafteter Wald hierzu am besten in der 
Lage ist. 
44%
43%
43%
36%
14%
32%
31%
54%
5%
Bäume
Fauna/Tiere
Ökologische Zusammenhänge
Flora/Pflanzen
Verhaltensregeln im Wald
Wirtschaftliche Nutzungsaspekte
Freizeitnutzung
Aktuelle Maßnahmen
Anderes

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5.2 NUTZUNG DES DARMSTÄDTER STADTWALDES 
Jede*r fünfte Befragte*r ist in den Sommermonaten fast täglich im Wald, fast die Hälfte ein - 
bis zweimal pro Woche, ein Viertel ein- bis zweimal im Monat und 4 % sind seltener als einmal 
im Monat und lediglich 8 % der Befragten sind nie im Wald. In den Wintermonaten sind die 
Befragten etwas seltener im Wald: Nur 10  % sind täglich, jeweils 30  % ein- bis zweimal pro 
Woche bzw. pro Monat im Wald, 21 % sind seltener als einmal pro Monat und 9 % sind in den 
Wintermonaten nie im Wald. Über die  Hälfte der Befragten kommt üblicherweise zu Fuß  in 
den Darmstädter Stadtwald, ein Viertel mit dem Fahrrad bzw. Pedelec , 14 % mit dem Auto  
und 5  % mit dem ÖPNV. Die Aufenthaltsdauer im Wald (Abbildung 3) ist relativ hoch: Die 
meisten Befragten halten sich zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden im Wald auf, 
nur 4 % kürzer als eine halbe Stunde und immerhin 12 % bleiben über zwei Stunden im Wald. 
Abbildung 3: Gewöhnliche Aufenthaltsdauer im Darmstädter Stadtwald 
 
 n = 1.030 
Zweck der Aufenthalte im Darmstädter Stadtwald (Abbildung 4) ist für die meisten Befragten 
das Spazierengehen (80 %). Erholung und Entspannung suchen zwei Drittel der Befragten und 
fast die Hälfte kommt zum Fahrradfahren. Jede*r Dritte kommt zum Walken oder Joggen und 
jede*r Vierte zum Wandern. 
Abbildung 4: Zweck des Waldbesuchs 
 
 n = 1.091 
4%
37%
47%
10%
1%
kürzer als 1/2 Stunde
1/2 bis 1 Stunde
1 bis 2 Stunden
2 bis 3 Stunden
länger als 3 Stunden
80%
25%
43%
9%
36%
1%
64%
2%
12%
10%
5%
5%
Spazierengehen
Wandern
Fahrradfahren
Mountainbiken
Walken/Joggen
Reiten
Erholung/Entspannung
Geocaching
Hund ausführen
Sammeln (Pilze, Holz etc.)
Arbeits-/Besorgungsweg
Anderes

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Während ihres Aufenthaltes fühlt sich nur eine Minderheit (5  %) von anderen Nutzer*innen 
gestört. Die überwiegende Mehrheit (65  %) fühl t sich nicht gestört  und teilweise gestört  
fühlen sich 30  % der Befragten. Am häufigsten fühlen sich die Befragten durch Fahrräder, 
Autos, Hunde oder Lärm gestört (Abbildung 5). 
Abbildung 5: Störung durch andere Nutzer*innen 
 
 n = 1.091 
Im Großen und Ganzen beurteilen die Befragten die Ausstattung des Darmstädter 
Stadtwaldes als gut. Am zufriedensten sind die Befragten mit den Wander - und Radwegen: 
92 % beurteilen die Wanderwege und 81  % die Radwege als gut oder eher gut. Die 
Ausschilderung sowohl der Wander- als auch der Radwege wird etwas weniger gut beurteilt: 
Hier empfinden 71  % die Ausschilderung der Wanderwege  und 69 % die Ausschilderung der 
Radwege als gut oder eher gut. Die Ausstattung des Darmstädter Stadtwaldes mit Bänken 
wird lediglich von der Hälfte der Befragten als gut oder eher gut beurteilt und die Ausstattung 
mit Schutzhütten beurteilen 60 % der Befragten sogar als schlecht oder eher schlecht. Den 
Befragten fehlen u.a. Mülleimer, Bänke, Wegweiser und spezielle  Wege (Rundwege, 
Trimmdich- oder Lehrpfade etc.). Parkplätze  scheinen ausreichend vorhanden: Hier 
empfinden drei Viertel der Befragten die Ausstattung als gut bzw. eher gut. 
5.3 ZUSTAND DES DARMSTÄDTER STADTWALDES 
Der Darmstädter Stadtwald unterteilt sich in einen Ost- und einen Westwald. Drei Viertel der 
Befragten können diese beiden Gebiete voneinander unterscheiden. Von diesen besuchen 
58 % eher den Ostwald, 28  % eher den Westwald und 15 % beide Gebiete gleichhäufig. Die 
Befragten, die Ost- und Westwald unterscheiden können, wurden nach ihrer Einschätzung des 
Gesundheitszustandes dieser beiden Gebiete befragt. Hier ist ein deutlicher Unterschied 
festzustellen: 56  % der Befragten schätzen den Gesundheitszustand des Ostwaldes als gut 
(6 %) oder eher gut (50 %) ein, 85 % der Befragten hingegen schätzen den Gesundheitszustand 
des Westwaldes als schlecht (48 %) oder eher schlecht (37 %) ein. Der Gesundheitszustand des 
gesamten Darmstädter Stadtwaldes wurde von den Befragten als tendenziell schlecht 
18%
20%
3%
2%
18%
3%
5%
13%
10%
Autos
Fahrräder
Sporttreibende
Spaziergänger*innen
Hunde
Pferde
Waldarbeiten
Lärm
Anderes

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eingeschätzt (Abbildung 6): 14 % schätzen den Gesundheitszustand als schlecht, 60 % als eher 
schlecht, 24 % als eher gut und lediglich 3 % als gut ein. 
Abbildung 6: Einschätzung des Gesundheitszustandes des Darmstädter Stadtwaldes 
 
 n = 756 
Dementsprechend sehen 15 % der Befragten den Darmstädter Stadtwald in seiner Existenz  
gefährdet, 60 % sehen ihn eher gefährdet, 21 % sehen ihn eher nicht gefährdet und lediglich 
5 % sehen den Darmstädter Stadtwald in seiner Existenz nicht gefährdet. 
Beeinträchtigt wird dieser relativ schlecht eingeschätzte Zustand des Waldes nach Meinung 
der Befragten in erster Linie durch Klimaveränderungen (81 %). Aber auch die Beeinträchti -
gung durch Schädlinge  (51 %), die Umweltverschmutzung (48 %) und die 
Grundwasserentnahme (48 %) beeinträchtigen den Zustand des Darmstädter Stadtwaldes. 
Eingriffe durch Baumaßnahmen (34 %) und Maßnahmen der Forstwirtschaft (16 %) spielen im 
Vergleich hierzu eine eher weniger wichtige Rolle und Freizeitaktivitäten  (5 %) und die Jagd  
(2 %) verursachen nach Meinung der Befragten eher wenig  den schlechten Zustand des 
Darmstädter Stadtwaldes. 
Der allgemeine Zustand des Darmstädter Stadtwaldes kann dementsprechend nach Meinung 
von drei Viertel der Befragten durch mehr Umweltschutz  (Maßnahmen gegen 
Klimaveränderungen etc.) und nach Meinung von zwei Drittel der Befragten durch mehr 
Naturschutz (Nistmöglichkeiten etc.) verbessert werden. Fast die Hälfte der Befragten 
erwartet durch mehr forstliche Maßnahmen (Pflanzung, Pflege, Holzernte etc. ) einen 
positiven Effekt auf den allgemeinen Z ustand des Waldes;  nur wenige Befragte erwarten 
durch weniger bzw. keine forstlichen Maßnahme n (15 %) oder eine Einschränkung der 
Freizeitnutzung (5 %) eine Verbesserung des allgemeinen Zustandes (Abbildung 7). 
3%
24%
60%
14%
gut eher gut eher schlecht schlecht

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Abbildung 7: Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Zustandes des Darmstädter 
Stadtwaldes 
 
 n = 1.094 
Über drei Viertel der Befragten empfinden Pflegearbeiten  als eine der wichtigsten Arbeiten 
von Förster*innen. Knapp über die Hälfte zählt hierzu auch Ordnung halten bzw. schaffen und 
für fast die Hälfte gehört  informieren und aufklären dazu. Für immerhin jede*n fünfte 
Befragte*n zählt auch die Holzernte zu den wichtigen Aufgaben der Förster*innen (Abbildung 
8). 
Abbildung 8: Wichtigste Aufgaben von Förster*innen 
 
 n = 1.094 
Fast die Hälfte der Befragten (41  %) kann nicht beurteilen, ob die geerntete Men ge Holz  
angemessen ist. Lediglich 2 % sind der Meinung, dass die Menge zu gering ist, 28 % empfinden 
sie als zu groß und 29 % halten die Menge für angemessen. 
  
73%
5%
44%
15%
64%
11%
mehr Umweltschutz
Einschränkung der Freizeitnutzung
mehr forstliche Maßnahmen
weniger/keine forstlichen Maßnahmen
mehr Naturschutz
Anderes
52%
46%
82%
19%
12%
8%
Ordnung halten/schaffen
Informieren/aufklären
Pflegearbeiten
Holzernte
Kontrolle der Besucher*innen
Anderes

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 ANALYSE VON ZUSAMMENHÄNGEN 
6.1 ALLGEMEINES ZUM DARMSTÄDTER STADTWALD 
Die Auswertungen im deskriptiven Teil zeigen,  dass sich nur wenige Darmstädter Bür-
ger*innen über alle Aspekte des Darmstädter Stadtwaldes informiert fühlen (8  %). Die 
Mehrheit fühlt sich nur teilweise (49 %) bzw. nicht ausreichend (43 %) informiert.  
Betrachtet man verschiedene Altersgruppen , fällt auf , dass es vor allem jüngere Personen  
sind, die sich nicht ausreichend  über die wichtigsten Aspekte des Darmstädter Stadtwaldes 
informiert fühlen (Abbildung 9). 
Abbildung 9: Informiertheit über wichtige Aspekte des Darmstädter Stadtwaldes nach 
Altersgruppen 
 
  n = 1.026 
Es sind auch jüngere Personen, die etwas über die Freizeitnutzung des Waldes erfahren 
möchten: 15 % der unter 26-Jährigen aber nur 8 % der über 65-Jährigen sind an diesem Thema 
besonders interessiert.  Das von den Befragten am häufigsten genannte Thema „Aktuelle 
Maßnahmen“ hat für alle Altersgruppen die gleiche Bedeutung. 
Obgleich sich beide Geschlechter  im Prinzip gleich über die wichtigsten Aspekte des 
Darmstädter Stadtwaldes informiert fühlen, wünschen sich mehr Frauen (84  %) als Männer 
(78 %) mehr Informationen. Bei der Frage nach den gewünschten Themen unterscheiden sich 
10% 6% 9% 9%
25%
41%
53%
65%
65%
53%
39%
27%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
unter 26 Jahren 26 - 45 Jahre 46 - 65 Jahre über 65 Jahre
ja teilweise nein

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Frauen und Männer dann aber im Prinzip nicht. Männer haben eine leichte Tendenz, eher 
Informationen über Nutzungsaspekte zu erhalten, Frauen hingegen über ökologische Zusam-
menhänge. 
 
Personen, die nicht in Deutschland geboren sind , fühlen sich etwas schlechter über den 
Darmstädter Stadtwald informiert (47 %) als in Deutschland Geborene (43  %). Sie wünschen 
sich häufiger Informationen zu Verhaltensregeln im Wald und seltener Informationen über 
aktuelle Maßnahmen als dies in Deutschland Geborene tun.  An Informationen über aktuelle 
Maßnahmen sind in Deutschland Geborene etwas häufiger interessiert als Personen, die nicht 
in Deutschland geboren sind (Abbildung 10). 
Abbildung 10: Gewünschte Informationen 
 
 n = 3.129 
Fast die Hälfte der Personen mit Kindern (49 %) fühlen sich schlechter über alle wesentlichen 
Aspekte des Stadt waldes informiert. 89  % von ihnen möchten mehr darüber erfahren, bei 
Personen ohne Kinder sind dies lediglich 80  %. Die Themen, über die beide Gruppen mehr 
erfahren möchten, unterscheiden sich indes nicht. 
Erwerbstätige (47 %) fühlen sich schlechter über den Stadtwald informiert als Nicht -
Erwerbstätige (35 %) und möchten auch mehr über den Stadtwald erfahren (85  % vs. 76 %). 
Welche Informationen sie dabei wünschen unterscheidet sich jedoch nicht von den Nicht -
Erwerbstätigen. 
0%
2%
4%
6%
8%
10%
12%
14%
16%
18%
20%
In Deutschland Geborene nicht in Deutschland Geborene

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Auch die Wohndauer hat einen Einfluss darauf, ob sich die Befragten über den Darmstädter 
Stadtwald informiert fühlen: Personen, die erst kurz in Darmstadt leben fühlen sich mit 57  % 
(Wohndauer unter 1 Jahr) bzw. 63 % (Wohndauer 1-5 Jahre) besonders schlecht über den 
Darmstädter Stadtwald informiert, bei den Menschen, die über 20 Jahre in Darmstadt leben, 
sind es nur 34 %. 
6.2 NUTZUNG DES DARMSTÄDTER STADTWALDES 
Im deskriptiven Teil des Berichts wurde bereits gezeigt, dass die Darmstädter*innen den 
Stadtwald relativ häufig nutzen, in den Somm ermonaten jedoch mehr als in den Wintermo -
naten. Die meisten Befragten halten sich zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden im 
Wald auf und über die Hälfte der Befragten kommt üblicherweise zu Fuß in den Wald. Die 
meisten Befragten kommen zum Spaziere ngehen, suchen Erholung und Entspannung oder 
kommen zum Fahrradfahren und immerhin noch jede*r Dritte kommt zum Joggen oder 
Walken. 
 
Zwar nutzen alle Altersgruppen den Darmstädter Stadtwald in den Sommermonaten häufiger 
als in den Wintermonaten, j e älter die Personen  aber sind, desto häufiger halten sie sich im 
Wald auf. In der Gruppe ab 65 Jahren nimmt der Anteil derer, die nie in den Stadtwald gehen, 
im Vergleich zu den jüngeren Altersgruppen allerdings wieder zu.  Auch nimmt die Dauer des 
Aufenthaltes mit dem Alter zu: Je älter die Personen werden, desto länger halten sie sich im 
Stadtwald auf. Länger als 3 Stunden halten sich dann aber alle Altersgruppen (außer der 
jüngsten) gleich häufig auf.  In allen Altersgruppen kommen die meisten Personen zu Fuß in 
den Wald. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil derer, die mit dem Auto kommen und 
der Anteil derer, die mit dem Fahrrad kommen nimmt ab. Je jünger die Personen sind, desto 
seltener fühlen sie sich durch andere Nutzer*innen gestört  (Abbildung 11). Allerdings fühlen 
sie sich stärker durch Autos, Waldarbeiten und Lärm gestört als ältere Personen, dafür 
seltener durch Fahrräder und Hunde. Personen ab 65 Jahren kommen häufiger als die anderen 
Altersgruppen zum Spazierengehen, Wandern oder Erholen in den Darms tädter Stadtwald, 
jüngere Personen dagegen häufiger zum Mountainbiken, Walken, Joggen und Geocaching 
oder nutzen den Wald als Arbeits- bzw. Besorgungsweg.

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Abbildung 11: Störung durch andere Nutzer*innen nach Alter 
 
 n = 993 
Frauen gehen tendenziell häufiger in den Wald als Männer. In den Wintermonaten unterschei-
det sich der Anteil von Männern und Frauen, die nicht  in den Wald gehen, jedoch nicht. Die 
Aufenthaltsdauer unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern praktisch nicht, allerdings 
ist der Anteil an Männern, die lediglich zu kurzen Aufenthalten von unter einer halben Stunde 
in den Wald kommen (5  %), geringfügig höher als der Anteil an Frauen (3  %). Männer (33 %) 
kommen häufiger als Frauen (22 %) mit dem Fahrrad in den Wald; Frauen hingegen kommen 
häufiger als Männer zu Fuß (56  % vs. 51 %) oder mit dem Auto (16  % vs. 12  %) in den Wald 
und doppelt so häufig wie Männer mit dem ÖPNV  (6 % vs. 3 %). Männer und Frauen fühlen 
sich gleich selten durch andere Nutzer*innen im Wald gestört. Unterschiede sind jedoch in 
den Gründen der Störung festzustellen: Frauen fühlen sich häufiger als Männer durch Fahrrä-
der (26 % vs. 20 %) gestört, Männer hingegen häufiger als Frauen durch Hunde (23 % vs. 18 %). 
Auch beim Zweck des Besuches sind Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzustellen: 
Männer gehen (etwas) häufiger als Frauen zur sportlichen Betätigung in den Wald, also 
Fahrradfahren (16 % vs. 14 %), Mountainbiken (5 % vs. 2 %) oder Walken bzw. Joggen (14  % 
vs. 11  %); Frauen hingege n etwas häufiger zum Erholen/Entspannen (23  % vs. 21  %) und 
Spazierengehen (28 vs. 26 %). 
Personen, die nicht in Deutschland geboren sind, halten sich in den Sommermonaten 
seltener im Wald auf und in den Wintermonaten deutlich seltener als in Deutsc hland 
Geborene. Insgesamt halten sie sich jedoch tendenziell länger im Darmstädter Stadtwald auf. 
Personen, die nicht in Deutschland geboren sind, kommen häufiger zu Fuß (57 % vs. 53 %) und 
2% 4% 6% 5%
12%
28%
34% 37%
86%
69%
61% 59%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
unter 26 Jahren 26 - 45 Jahre 46 - 65 Jahre über 65 Jahre
ja teilweise nein

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deutlich häufiger mit dem ÖPNV (10 % vs. 4 %) in den Wald als in Deutschland Geborene. Sie 
fühlen sich seltener durch andere Nutzer*innen gestört (75  % vs. 64  %) und diejenigen, die 
sich durch andere Nutzer*innen gestört fühlen, tun dies häufiger als in Deutschland Geborene 
durch Autos (25  % vs. 20 %). Menschen, die nicht in De utschland geboren sind, kommen 
häufiger als in Deutschland Geborene zum Spazierengehen (31 % vs. 27 %) in den Wald, dafür 
seltener zum Walken oder Joggen (8 % vs. 13 %). 
Personen mit Kindern sind sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten häufiger  
und tendenziell länger im Wald (Abbildung 12). 
Abbildung 12: Häufigkeit der Aufenthalte in den Sommer- und Wintermonaten nach 
Vorhandensein von Kindern 
 
 n = 1.037 
Zwar wandern sie etwas seltener als Personen ohne Kinder, die anderen Aufenthalts zwecke 
unterscheiden sich aber praktisch nicht. Sie kommen häufiger als Personen ohne Kinder zu 
Fuß in den Wald (56 % vs. 53 %), diese kommen dafür häufiger als Personen mit Kindern mit 
dem Fahrrad in den Wald (28 % vs. 25 %). Personen mit Kindern fühlen sich etwas seltener als 
Personen ohne Kinder durch andere Nutzer*innen gestört  (68 % vs. 64  %). Sie fühlen sich 
praktisch gar nicht durch Spaziergänger*innen und Sporttreibende gestört, dafür aber stärker 
von Hunden als Personen ohne Kinder (26 % vs. 19 %). 
Erwerbstätige sind in den Sommermonaten deutlich häufiger und in den Wintermonaten 
etwas häufiger im Stadtwald als Nicht-Erwerbstätige. Nicht-Erwerbstätig besuchen den Wald 
eher zum Spazierengehen (30 % vs. 26 %), Wandern (10 % vs. 8 %) und zur Erholung (24 % vs. 
72%
63%
47%
38%
26%
33%
47%
52%
2% 5% 6% 10%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
mit Kinder (Sommer) ohne Kinder (Sommer) mit Kinder (Winter) ohne Kinder (Winter)
häufig selten nie

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21 %), Erwerbstätige hingegen eher zum Sporttreiben  (Mountainbiken: 4  % vs. 1  %, 
Walken/Joggen: 13 % vs. 10 %). Bei der Dauer des Aufenthalts ist im Prinzip kein Unterschied 
festzustellen. Erwerbstätige kommen etwas häufiger als Nicht-Erwerbstätige mit dem Fahrrad 
in den Wald (29 % vs. 23 %); Nicht-Erwerbstätige etwas häufiger mit dem ÖPNV (7 % vs. 4 %) 
oder dem Auto (16  % vs. 13  %). Erwerbstätige fühlen sich minimal seltener durch andere 
Nutzer*innen gestört. Nicht -Erwerbstätige dabei eher von Fahrrädern (33  % vs. 17  %) und 
Sporttreibende (4 % vs. 2 %), Erwerbstätige eher durch Autos (22 % vs. 15 %) und Lärm (16 % 
vs. 10 %) 
Auch in diesem Feld hat die Wohndauer wenig Einfluss. Auch hier unterscheiden sich lediglich 
die Personen, die kürzer als 1 Jahr in Darmstadt leben von allen anderen Gruppen: Sie gehen 
seltener und wenn kürzer in den Wald, kommen seltener als andere zu Fuß  (43 %), dafür 
häufiger als andere mit dem Auto (14  %) oder dem ÖPNV (7  %) und fühlen sich nicht von 
anderen Nutzer*innen gestört (94 %). 
6.3 ZUSTAND DES DARMSTÄDTER STADTWALDES 
Den Darmstädter Ost - und Westwald können drei Viertel der Befragten voneinander 
unterscheiden. Dies gelingt den Befragten umso besser, je älter sie sind und je länger sie in 
Darmstadt leben. Personen, die nicht in Deutschl and geboren sind, haben ebenfalls größere 
Schwierigkeiten, diese beiden Gebiete zu unterscheiden: 75 % der in Deutschland Geborenen 
und nur 58 % der nicht in Deutschland Geborenen können Ost- und Westwald unterscheiden. 
Der Ostwald (58  %) wird häufiger als  der Westwald (28  %) besucht. Lediglich 15  % der 
Befragten besuchen beide Gebiete gleichermaßen. 
Welches Gebiet von den Befragten besucht wird, hängt ganz wesentlich davon ab, in welchem 
Stadtteil sie leben: Lediglich Personen aus Eberstadt und Darmstadt West besuchen häufiger 
den Westwald als den Ostwald ; Personen aus allen anderen Stadtteilen besuchen eher den 
Ostwald als den Westwald (Abbildung 13).

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Abbildung 13: Besuche der verschiedenen Waldgebiete nach Stadtteil 
 
 n = 754 
Das Vermeiden des Westwaldes hängt außerdem mit der Beurteilung des Gesundheitszustan-
des der beiden Gebiete zusammen: 56 % der Befragten schätzen den Gesundheitszustand des 
Ostwaldes als gut  oder eher gut ein, lediglich 15  % der Befragten schätzen den 
Gesundheitszustand des Westwaldes als gut oder eher gut ein. 
Umgekehrt wird die Einschätzung des Gesundheitszustandes des Darmstädter Stadtwaldes 
davon beeinflusst, welches Waldgebiet die Befrag ten überwiegend besuchen. 25  % der 
Personen, die eher den Ostwald besuchen, schätzen den Gesundheitszustand des 
Darmstädter Stadtwaldes als gut oder eher gut ein, unter den Personen, die eher den 
Westwald besuchen, sind es ledigli ch 17  %, die den Gesundhei tszustand des Darmstädter 
Stadtwaldes als gut oder eher gut einschätzen. Dies schlägt sich auch in der Auswertung nach 
Stadtteilen nieder: Mit Ausnahme der Befragten aus dem Stadtteil Kranichstein, schätzen ein 
Drittel der Befragten aus den Stadtteilen, die häufiger den Ost- als den Westwald besuchen, 
den Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes als gut bzw . eher gut ein (Abbildung 
14). 
86% 86%
73% 72% 68% 66%
55%
32%
20%
3% 10%
18% 16%
5% 18%
30%
44% 64%
10% 4% 9% 12%
26%
16% 15%
25%
16%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Ich besuche eher den Ostwald Ich besuche eher den Westwald Ich besuche beide Gebiete gleich häufig

BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ – 2020 
 
ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
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Abbildung 14: Einschätzung des Gesundheitszustandes des Darmstädter Stadtwaldes nach 
Stadtteilen 
 
 n = 745 
Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass Personen mit steigendem Alter  den Gesund-
heitszustand des Darmstädter Stadtwaldes schlechter einschätzen und ihn auch eher in seiner 
Existenz gefährdet sehen als junge Personen. 
Für die Verbesserung des allgemeinen Zustandes des Waldes setzen jüngere Personen eher 
auf Maßnahmen des Umwelt - und Naturschutzes, ält ere Personen eher auf 
forstwirtschaftliche Maßnahmen. So sind auch jüngere Menschen eher der Meinung, dass ein 
sich selbst bzw. d er Natur überlassener Wald die an ihn gestellten Aufgaben am besten 
erfüllen kann: 22 % der unter 26-Jährigen und nur 8 % der über 65-Jährigen (Abbildung 15). 
38% 35% 35% 32% 30% 23% 18% 17% 15%
63% 65% 65% 68% 70% 77% 82% 83% 85%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
gut/eher gut eher schlecht/schlecht

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ABSCHLUSSBERICHT ZUR BÜRGER*INNENBEFRAGUNG „DARMSTÄDTER STADTWALD“ 
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Abbildung 15: Pflegegrad des Waldes zur Erfüllung seiner Aufgaben nach Alter  
  n = 1.025 
Frauen schätzen den Gesundheitszustand des Ost- und Westwaldes (und des Gesamtwaldes) 
tendenziell schlechter ein und sehen ihn in seiner Existenz eher gefährdet. Bei den Gründen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung des Waldes untersc heiden sich Frauen und Männer 
hingegen fast nicht. Zur Verbesserung des allgemeinen Zustands des Waldes sind für beide 
Geschlechter Maßnahmen gegen Klimaveränderungen und mehr Naturschutz die Mittel der 
Wahl, wobei Frauen hierzu etwas stärker präferieren. 
Personen, die nicht in Deutschland geboren sind, schätzen den Gesundheitszustand des Ost- 
und Westwaldes weniger schlecht ein, als in Deutschland Geborene. Auch sind sie seltener 
der Meinung, dass der Darmstädter Stadtwald in seiner Existenz gefährdet ist.  Ein deutlicher 
Unterschied ist bei der Einschätzung der Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Zu -
standes des Waldes festzustellen: Deutlich mehr Menschen, die nicht in Deutschland geboren 
sind, sind der Meinung, dass mehr forst wirtschaftliche Maßnahm en zur Verbesserung 
beitragen können (29% vs. 20 %). 
Das Vorhandensein von Kindern, Erwerbstätigkeit und Wohndauer haben keinen 
nennenswerten Einfluss auf die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Darmstädter 
Stadtwaldes. Auch unterscheiden sie sich in der Einschätzung der Maßnahmen zur 
Verbesserung des Gesundheitszustandes im Prinzip nicht. 
 
  
2% 4% 6% 12%
76%
80% 82%
80%
22% 16% 13% 8%
0%
20%
40%
60%
80%
100%
120%
unter 26 Jahren 26 - 45 Jahre 46 - 65 Jahre über 65 Jahre
ein gepflegter und bewirtschafteter Walf eine Kombination aus beidem ein sich selbst bzw. der Natur überlassener Wald

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TEIL 2: ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

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 AUSGEWÄHLTE THEMENBEZOGENE ERGEBNISSE 
7.1 DARMSTÄDTER STADTWALD – EIN BELIEBTES FREIZEITZIEL 
Der Darmstädter Stadtwald ist ein beliebtes Freizeitziel für die Darmstädter Bürger*innen –  
und zwar rund um das Jahr. Im Sommer nutzen über 90  % der Befragten den Stadtwald für 
verschiedene Aktivitäten, in den Wintermonaten sind es nur etwas weniger. Fast 90 % der 
Befragten suchen den Stadtwald im Sommer regelmäßig auf, d.h. mindestens ein- bis zweimal 
pro Monat, und sogar in den Wintermonaten wird er von 70 % der Befragten regelmäßig auf-
gesucht. Bei ihren Besuchen verbringen die Befragten dann auch relativ viel Zeit im Darmstäd-
ter Stadtwald: Fast 60 % der Befragten halten sich länger als eine Stunde im Wald auf und 
lediglich 4 % der Befragten kommen nur zu einem kurzen Aufenthalt von unter einer halben 
Stunde. 
Die meisten Befragten haben eindeutige Präferenzen, welchen Teil des Darmstädter 
Stadtwaldes sie aufsuchen: Der Darmstädter Ostwald wird deutlich häufiger als der Westwald 
aufgesucht und nur ein kleiner Teil der Befragten besucht beide Gebiete gleichermaßen. 
Welches Gebiet von den Befragten auf gesucht wird, hängt ganz wesentlich davon ab, in 
welchem Stadtteil sie leben. Lediglich die Befragten aus Eberstadt und Darmstadt West 
besuchen häufiger den West - als den Ostwald, Personen aus allen anderen Stadtteilen 
besuchen eher den Ostwald. Die Nähe zum Wohnort scheint ein wichtiges Kriterium bei der 
Wahl des Waldgebietes zu sein: Etwa die Hälfte der Befragten kommt üblicherweise zu Fuß 
und ein Viertel mit dem Fahrrad bzw. Pedelec in den Darmstädter Stadtwald.  Hieraus kann 
geschlossen werden, dass die Nähe zum Wald und die gute Erreichbarkeit gute Gründe für die 
häufigen Besuche sind. Dies drückt sich auch in den Assozi ationen der Befragten zum Wort 
Stadtwald aus – „Darmstadt, die Stadt im Grünen “, „von überall gut erreichbar“,  „Stadt im 
Wald“ usw. Seine Bedeutung als Naherholungsgebiet wird von vielen Befragten betont und 
offensichtlich auch als solches wahrgenommen. 
Zwar wird der Darmstädter Stadtwald von allen Bevölkerungsgruppen regelmäßig und häufig 
aufgesucht, aber v or allem für Menschen mit Kindern ist der Darmstädter Stadtwald ein 
beliebtes Ausflugsziel: Sie kommen sowohl in den Sommer-  als auch den Wintermonaten 
häufiger und tendenziell länger in den Wald als Personen ohne Kinder. Aber auch für ältere 
Menschen ist der Darmstädter Stadtwald ein Ort, der ihren Wünschen gerecht wird: Sie 
kommen häufiger als jüngere Menschen zum Spazierengehen, Wandern und Erholen und 
kommen dafür auch häufiger und länger in den Darmstädter Stadtwald.  Der Darmstädter 
Stadtwald scheint mit der Attraktivität der vielfältigen anderen Freizeitangebote durchaus 
mithalten zu können.

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7.2 VIELFÄLTIGE GRÜNDE, DEN DARMSTÄDTER STADTWALD AUFZUSUCHEN 
Die Gründe, den Darmstädter Stadtwald aufzusuchen, sind vielfältig: Die meisten Befragten 
kommen zum Spazierengehen und suchen Erholung und Entspannung. Aber auch sportliche 
Aktivitäten im Wald sind häufig genannte Aufenthaltsgründe  – hauptsächlich bei jüngeren 
Befragten: Eine nennenswerte Anzahl von Befragten sucht den Da rmstädter Stadtwald zum 
Fahrradfahren, Walken, Joggen oder Wandern auf. 
Interessant ist, dass sich die verschiedenen Nutzer*innengruppen im Wald kaum in die Quere 
kommen. Nur eine Minderheit der Befragten fühlt sich durch  andere Nutzer*innen gestört, 
die überwiegende Mehrheit fühlt sich während ihres Aufenthaltes nicht durch andere gestört. 
Wenn sich die Befragten gestört fühlen, dann am ehesten durch Fahrräder, Autos, Hunde oder 
Lärm. Hunde werden vor allem durch Personen mit Kindern als störend empfunden:  Hier ist 
es immerhin ein Viertel der Befragten, die sich durch Hunde in ihren Aktivitäten gestört 
fühlen. 
Wenig überraschend ist der hierbei festzustellende Alterseffekt: Je jünger die Befragten sind, 
desto seltener fühlen sie sich durch andere Waldnutzer*innen gestört. Allerdings –  und das 
überrascht dann doch – fühlen sie sich stärker als ältere Befragte durch Lärm, Waldarbeiten 
und Autos gestört. Ein Indiz dafür, dass es vor allem jüngere Menschen sind, die die Ruhe im 
Stadtwald und damit einen bewussten Gegenpol zum üblichen städtischen Leben suchen. 
Um den verschiedenen Aktivitäten nachgehen zu können, ist die Infrastruktur im Darmstädter 
Stadtwald aus Sicht der Befragten durchaus angemessen und im Großen und Ganzen sind sie 
damit auch zufrieden. Die vorhandenen Wander - und Radwege werden von fast allen 
Befragten als gut oder eher gut empfunden, lediglich die Ausschilderung könnte etwas besser 
sein. Unzufriedener sind die Befragten mit der Ausstattung an Bänken und Schutzhütten. Zwei 
von drei Befragten sind damit eher unzufrieden ; mehr Bänke, Mülleimer und Wegweiser 
stehen daher auch ganz oben auf der Wunschliste.  
7.3 BEDEUTUNG DES DARMSTÄDTER STADTWALDES ALS NAHERHOLUNGSRAUM 
Die besondere Bedeutung des Darmstädter Stadtwaldes zur Erholung und Entspannung wird 
nicht nur durch die mehrheitliche Asso ziation der Befragten zum Wort Stadtwald deutlich, 
sondern auch durch die Art und Weise der Nutzung. Zwar kommen die Befragten aus 
unterschiedlichen Gründen in den Stadtwald , jedoch sucht ein Großte il der Besucher*innen 
Erholung und Entspannung  oder sie gehen eher entspannenden Tätigkeiten, wie 
beispielsweise Spazierengehen, nach. Fast alle Befragten nennen außerdem Aspekte der 
Erholungsfunktion des Waldes als wichtigste Aufgabe des Darmstädter Stadt waldes. Diese 
Aufgabe kann nach Meinung der großen Mehrheit der Befragten eine Kombination aus 
gepflegtem bzw. bewirtschaftetem Wald und einem sich selbst überlassenem Wald am besten 
erfüllen. Obgleich die Befragten den Stadtwald mehrheitlich mit Natur assoziieren, ist nur ein

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kleiner Teil (14 %) der Meinung, dass ein sich selbst bzw. der Natur überlassener Wald die an 
ihn gestellten Aufgaben am besten erfüllen kann. 
Beim Thema Wald haben die Befragten in erster Linie eine eher romantisch geprägte Vorstel-
lung und schwärmerische Waldbegeisterung, die sich in den Begrifflichkeiten „Grün“, „Ruhe“, 
„Bäume“, „Tiere“, „frische Luft“ usw. ausdrücken und in erster Linie der Erholung und Ent -
spannung dienen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die beiden Vorst ellungen Natur 
und Erholung gegenüber anderen Faktoren wie beispielsweise Schutz oder Nutzung deutlich 
dominieren. Wald ist für die meisten Befragten der Inbegriff von Natur, a n eher 
wirtschaftliche Nutzungsaspekte denken die wenigsten Befragten. 
7.4 MEHR INFORMATIONEN ÜBER DEN DARMSTÄDTER STADTWALD SIND GEWÜNSCHT 
Ein Großteil der Befragten fühlt sich nicht ausreichend über alle Aspekte des Darmstädter 
Stadtwaldes informiert und über 80 % möchten daher mehr über den Darmstädter Stadtwald 
erfahren. Es sind vor allem die jüngeren Altersgruppen, die sich nicht ausreichend informiert 
fühlen: Zwei Drittel der unter 26-Jährigen aber nur ein Drittel der über 65-Jährigen haben das 
Gefühl, dass sie nicht über die wichtigsten Aspekte informiert sind.  Es werden hauptsächlich 
Informationen zu aktuellen Maßnahmen gewünscht, aber auch Informationen zu Flora, Fauna 
und ökologischen Zusammenhängen. Mehr Informationen über die Freizeitnutzung des 
Waldes möchten hauptsächlich jüngere Personen erhalten, Ältere haben hieran wenig 
Interesse. Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, wünschen sich im Vergleich zu in 
Deutschland Geborenen seltener Informationen zu aktuellen Maßnahmen, dafür aber 
häufiger Informationen zu Verhaltensregeln im Wald.  Zwar wurde nicht nach den Gründen 
gefragt, warum bestimmte Informationen gewünscht werden, aber der Wunsch nach 
Informationen zu Verhaltensregeln im Wald durch Menschen, die nicht in Deutschland 
geboren wurden, deutet darauf hin, dass diese eher Befürchtungen haben, sich im 
Darmstädter Stadtwald nicht angemessen zu verhalten. In Deutschland Geborene haben eher 
einen selbstverständlichen Zugang zum Wald und n utzen diesen offenbar auch 
selbstbewusster. 
Es zeigt sich, dass die Befragten die Zusammenhänge rund um den Darmstädter Sta dtwald 
verstehen möchten und vor allem über Maßnahmen, die auf ihn Einfluss nehmen könnten, 
informiert sein wollen. Das große Interesse daran lässt auf eine besondere Verbundenheit der 
Befragten mit „ihrem“ Wald schließen  und drückt die Wertschätzung des Darmstädter 
Stadtwaldes durch die Befragten aus. 
7.5 SORGEN UM DEN GESUNDHEITSZUSTAND DES DARMSTÄDTER STADTWALDES 
Der Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes wird von den Befragten als tendenziell 
schlecht eingeschätzt, wobei dies ganz wesentlich davon abhängt, ob die Befragten eher den 
Ost- oder den Westwald besuchen. Da der Gesundheitszustand des Ostwaldes deutlich besser 
eingeschätzt wird, als der Zustand des Westwaldes, wirkt sich dies auch auf die Einschätzung

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des Gesundheitszustandes des gesamten Da rmstädter Stadtwaldes aus. Personen, die eher 
den Ostwald besuchen schätzen den Gesundheitszustand des gesamten Darmstädter Stadt -
waldes deutlich besser ein, als Personen, die eher den Westwald besuchen.  Insgesamt 
schätzen drei Viertel der Befragten den Gesundheitszustand als (eher) schlecht ein. 
So ist es auch wenig überraschend, dass drei Viertel der Befragten den Darmstädter Stadtwald 
in seiner Existenz als (eher) gefährdet ansehen.  Auch hier ist ein deutlicher Unterschied 
zwischen den Besucher*innen der verschiedenen Waldgebiete festzustellen: Es sind vor allem 
Befragte, die eher den Westwald aufsuchen, die den Darmstädter Stadtwald in seiner Existenz 
gefährdet sehen. 
Beeinträchtigt wird dieser relativ schlecht eingeschätzte Zustand des Waldes nach Meinu ng 
der Befragten in erster Linie durch Klimaveränderungen. Aber auch Schädlinge, 
Umweltverschmutzung und Grundwasserentnahme beeinträchtigen nach Meinung der 
Befragten den Zustand des Darmstädter Stadtwaldes. Eingriffe durch Baumaßnahmen und 
Forstwirtschaft spielen im Vergleich hierzu eine eher weniger wichtige Rolle und 
Freizeitaktivitäten oder die Jagd verursachen nach Meinung der Befragten so gut wie gar nicht 
den schlechten Zustand des Darmstädter Stadtwaldes. 
Dementsprechend sind die Befragten der Meinung, dass der allgemeine Zustand des 
Darmstädter Stadtwaldes am ehesten durch mehr Umwelt - und Naturschutzmaßnahmen 
verbessert werden  kann. Aber auch  mehr forstwirtschaftliche Maßnahmen werden als 
hilfreich ein geschätzt und nur e in kleiner Teil der Befragten erhofft sich durch weniger 
forstwirtschaftliche Maßnahmen eine Verbesserung des allgemeinen Zustands des Waldes. Es 
zeigt sich auch hier, dass die Befragten eine Unterstützung des Walds durch gezielte 
forstwirtschaftliche Maßn ahmen befürworten und wenig darauf vertrauen, dass der Wald 
sich durch eigene Kraft regeneriert. 
Trotz der großen Besorgnis um den Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes, 
werden grundsätzlich positive Aspekte genannt: „ Lebensraum“, „Artenvielfalt“, „Ruhe“, 
„Luftreinhaltung“ usw., deren Gefährdung unmittelbar die Erholung der Waldnutzer*innen 
beeinträchtigen und die große Sorge um den Gesundheitszustand des Waldes plausibel 
werden lassen. 
7.6 PFLEGE DES WALDES ALS WICHTIGE FORSTWIRTSCHAFTLICHE AUFGABE 
Pflegearbeiten werden von über drei Viertel der Befragten als eine der wichtigsten Aufgaben 
von Förster*innen angesehen. Vor dem Hintergrund der großen Sorge um den 
Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes nehmen vor allem die 
forstwirtschaftlichen Pflegemaßnahmen eine wichtige Rolle zum Schutz des Waldes ein. Es ist 
nicht der sich selbst bzw. der Natur überlassene Wald, der seine Existenz sichert, sondern – 
neben allgemeinen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen – vor allem die Pflegemaßnahmen 
durch Först er*innen, die zu seiner Gesunderhaltung beitragen. Zwar wurde nicht danach

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gefragt, was diese Pflegemaßnahmen beinhalten, aber Ordnung halten bzw. schaffen wird 
von der Hälfte der Befragten als weitere wichtige Aufgabe von Förster*innen angesehen. Es 
ist d aher davon auszugehen, dass ein aufgeräumter, ordentlicher Wald in den Augen der 
Befragten eher die an ihn gestellten Anforderungen erfüllen kann und dies dabei gleichzeitig 
zu seiner Gesunderhaltung beitragen kann. 
Aufklärungsarbeit und Information der Be völkerung gehört nach Meinung der Befragten 
ebenfalls zu den wichtigen Aufgaben der Förster*innen. Berücksichtigt man das relativ große 
Informationsbedürfnis zu aktuellen Maßnahmen, Flora, Fauna und ökologischen 
Zusammenhängen, kann daraus geschlossen werden, dass die Befragten die Förster*innen als 
hierfür zuständige und wahrscheinlich geeignete Personen ansehen. 
Wirtschaftliche Aspekte spielen auch hier eine eher untergeordnete Rolle. Nur ein Fünftel der 
Befragten sieht die Holzernte als eine wichtige Auf gabe der Förster*innen. Dass sich die 
wenigsten Befragten mit diesem wirtschaftlichen Aspekt der forstwirtschaftlichen 
Maßnahmen auseinandersetzen, zeigt sich auch darin, dass fast die Hälfte der Befragten nicht 
beurteilen kann, ob die geerntete Holzmenge angemessen ist. Auch hier wird wieder deutlich, 
dass die Nutzfunktion des Waldes den beiden anderen Funktionen klar untergeordnet ist. 
7.7 AUF DEN PUNKT GEBRACHT 
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Befragten den Darmstädter Stadtwald 
schätzen, ü ber ihn informiert sein wollen und ihn gerne und häufig für verschiedene 
Aktivitäten aufsuchen. Hierbei ist der Darmstädter Stadtwald ein Ort der Erholung und 
Entspannung, den es zu erhalten gilt. Neben Klima -, Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen 
vertrauen die Befragten hierbei auf forstwirtschaftliche Maßnahmen, die dabei helfen sollen, 
den schlechten Gesundheitszustand des Darmstädter Stadtwaldes zu überwinden.

ANHANG FRAGEBOGEN

MUSTER
MUSTER
F2265U0P1PL0V0 13.11.2019, Seite 1/4
EvaSys Bürger*innenbefragung "Darmstädter Stadtwald"
Bitte so markieren: Bitte verwenden Sie einen Kugelschreiber oder nicht zu starken Filzstift. Dieser Fragebogen wird maschinell erfasst.
Korrektur: Bitte beachten Sie im Interesse einer optimalen Datenerfassung die links gegebenen Hinweise beim Ausfüllen.
1. ALLGEMEINES ZUM DARMSTÄDTER STADTWALD
Zu Beginn möchten wir gerne etwas über Ihre allgemeine Einstellung zum Darmstädter Stadtwald erfahren.
1.1 Wenn Sie das Wort „Darmstädter Stadtwald“ hören, was fällt Ihnen spontan dazu ein?
1.2 Fühlen Sie sich über alle wichtigen Aspekte
des Darmstädter Stadtwaldes informiert?
ja teilweise nein
1.3 Möchten Sie gerne mehr über den
Darmstädter Stadtwald erfahren?
ja nein
Falls Sie keine weiteren Informationen wünschen, gehen Sie bitte weiter zu Frage 1.6
1.4 Über welche Themen möchten Sie mehr erfahren?
(Mehrfachnennung möglich)
Bäume Fauna/Tiere Ökologische Zusammenhänge
Flora/Pflanzen Verhaltensregeln im Wald Wirtschaftliche Nutzungsaspekte
Freizeitnutzung Aktuelle Maßnahmen Anderes:
1.5 Wenn Sie "Anderes" angekreuzt haben, hier bitte erläutern:
1.6 Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Aufgabe des Darmstädter Stadtwaldes?
1.7 Welcher Wald kann Ihrer Meinung nach die an ihn gestellten Aufgaben am besten erfüllen?
Ein gepflegter und
bewirtschafteter Wald
Eine Kombination aus
gepflegtem/bewirtschaftetem u.
sich selbst überlassenem Wald
Ein sich selbst bzw. der Natur
überlassener Wald
2. NUTZUNG DES DARMSTÄDTER STADTWALDES
In diesem Teil geht es um Ihre konkrete Nutzung des Darmstädter Stadtwaldes. Die Fragen beziehen sich
auf Ihren Aufenthalt im Darmstädter Stadtwald.
2.1 Wenn Sie an Ihre Freizeit denken (keine
Arbeits- und Besorgungswege), wie häufig
nutzen Sie in den Sommermonaten den
Darmstädter Stadtwald?
fast täglich 1-/2-mal pro
Woche
1-/2-mal pro
Monat
seltener als 1-
mal pro Monat
nie
2.2 Wenn Sie an Ihre Freizeit denken (keine
Arbeits- und Besorgungswege), wie häufig
nutzen Sie in den Wintermonaten den
Darmstädter Stadtwald?
fast täglich 1-/2-mal pro
Woche
1-/2-mal pro
Monat
seltener als 1-
mal pro Monat
nie
Bitte so markieren: Bitte verwenden Sie einen Kugelschreiber oder nicht zu starken Filzstift. Dieser Fragebogen wird maschinell erfasst.
Korrektur: Bitte beachten Sie im Interesse einer optimalen Datenerfassung die links gegebenen Hinweise beim Ausfüllen.
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MUSTER
MUSTER
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EvaSys Bürger*innenbefragung "Darmstädter Stadtwald"
2. NUTZUNG DES DARMSTÄDTER STADTWALDES   [Fortsetzung]
2.3 Wie lange halten Sie sich gewöhnlich im
Darmstädter Stadtwald auf?
kürzer als ½
Stunde
½ bis 1 Stunde 1 bis 2 Stunden
2 bis 3 Stunden länger als 3
Stunden
2.4 Wie kommen Sie üblicherweise in den
Darmstädter Stadtwald?
Zu Fuß Mit dem
Fahrrad/Pedelec
Mit dem ÖPNV
Mit dem Auto Sonstiges
Wie beurteilen Sie die Ausstattung des Darmstädter Stadtwaldes mit folgenden Einrichtungen?
gut
eher gut
eher schlecht
schlecht
kann ich nicht beurteilen
2.5 Bänke
2.6 Parkplätze
2.7 Wanderwege
2.8 Ausschilderung Wanderwege
2.9 Radwege
2.10 Ausschilderung Radwege
2.11 Schutzhütten
2.12 Was fehlt Ihnen?
2.13 Zu welchem Zweck gehen Sie hauptsächlich in den Darmstädter Stadtwald?
(Mehrfachnennung möglich)
Spazierengehen Wandern Fahrradfahren
Mountainbiken Walken/Joggen Reiten
Erholung/Entspannung Geocaching Hund ausführen
Sammeln (Pilze, Holz etc.) Arbeits-/Besorgungsweg Anderes:
2.14 Wenn Sie "Anderes" angekreuzt haben, hier bitte erläutern:
2.15 Fühlen Sie sich während Ihres
Aufenthaltes im Darmstädter Stadtwald
von anderen Nutzer*innen gestört?
ja teilweise nein
2.16 Wodurch fühlen Sie sich besonders gestört?
(Mehrfachnennung möglich)
Autos Fahrräder Sporttreibende
Spaziergänger*innen Hunde Pferde
Waldarbeiten Lärm Anderes:
2.17 Wenn Sie "Anderes" angekreuzt haben, hier bitte erläutern:
F2265U1748397234P2PL0V0 15.01.2020, Seite 2/4

MUSTER
MUSTER
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EvaSys Bürger*innenbefragung "Darmstädter Stadtwald"
3. ZUSTAND DES DARMSTÄDTER STADTWALDES
Nun möchten wir etwas über Ihre Meinung zum Zustand des Darmstädter Stadtwaldes erfahren.
3.1 Im Darmstädter Stadtwald gibt es einen
Ost- und einen Westwald. Können Sie die
beiden Gebiete unterscheiden?
Ja, ich kann Ost-
und Westwald
unterscheiden
Nein, ich kann
Ost- und
Westwald nicht
unterscheiden
Falls Sie die beiden Gebiete nicht unterscheiden können, gehen Sie bitte weiter zu Frage 3.5
3.2 Besuchen Sie eher den Ostwald oder den
Westwald?
Ich besuche eher
den Ostwald
Ich besuche eher
den Westwald
Ich besuche
beide Gebiete
gleich häufig
gut
eher gut
eher schlecht
schlecht
kann ich nicht beurteilen
3.3 Wie schätzen Sie den Zustand/die
Gesundheit des Darmstädter
Ostwaldes ein?
3.4 Wie schätzen Sie den Zustand/die
Gesundheit des Darmstädter
Westwaldes ein?
3.5 Wie schätzen Sie den Zustand/die
Gesundheit des Darmstädter
Stadtwaldes insgesamt ein?
sehr gefährdet
gefährdet
wenig gefährdetnicht gefährdet
kann ich nicht beurteilen
3.6 Sehen Sie den Darmstädter Stadtwald
in seiner Existenz gefährdet?
3.7 Was beeinträchtigt Ihrer Meinung nach den allgemeinen Zustand des Darmstädter Stadtwaldes besonders stark?
(Mehrfachnennung möglich)
Freizeitaktivitäten Schädlinge (Käfer, Pilze,Viren
ect.)
Eingriffe durch Baumaßnahmen
(Straße, Schienen)
Umweltverschmutzung Forstwirtschaft (Waldpflege,
Holzernte etc.)
Jagd
Grundwasserentnahme Klimaveränderungen (Stürme,
Trockenheit etc.)
Anderes:
3.8 Wenn Sie "Anderes" angekreuzt haben, hier bitte erläutern:
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MUSTER
MUSTER
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EvaSys Bürger*innenbefragung "Darmstädter Stadtwald"
3. ZUSTAND DES DARMSTÄDTER STADTWALDES   [Fortsetzung]
3.9 Welche Arbeiten von Förster*innen finden Sie persönlich am wichtigsten
(Mehrfachnennung möglich)
Ordnung halten/schaffen Informieren/aufklären Pflegearbeiten
Holzernte Kontrolle d. Besucher*innen Anderes:
3.10 Wenn Sie "Anderes" angekreuzt haben, hier bitte erläutern:
3.11
Was sollte Ihrer Meinung nach für eine Verbesserung des allgemeinen Zustandes des Darmstädter
Stadtwaldes getan werden?
(Mehrfachnennung möglich)
Mehr Umweltschutz (Maßnahmen
gegen Klimaveränderung etc.)
Einschränkung der
Freizeitnutzung
Mehr forstliche Maßnahmen
(Pflanzung, Pflege, Holzernte
etc.)
Weniger/keine forstlichen
Maßnahmen
Mehr Naturschutz
(Nistmöglichkeiten etc.)
Anderes:
3.12 Wenn Sie "Anderes" angekreuzt haben, hier bitte erläutern:
3.13 Der Darmstädter Stadtwald liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz z.B. zum Bau von Möbeln, Dachstühlen
etc. Aktuell wird etwa die Hälfte der nachhaltig möglichen Nutzungsmenge geerntet. Ist das Ihrer Meinung nach
In Ordnung zu viel zu wenig
kann ich nicht beurteilen
3.14 Möchten Sie uns noch etwas über den Darmstädter Stadtwald mitteilen, das bisher noch nicht berücksichtigt wurde?
4. FRAGEN ZUR PERSON
Zum Schluss stellen wir Ihnen noch einige allgemeine Fragen zu Ihrer Person, um differenzierte
Auswertungen vornehmen zu können. Es ist daher wichtig, dass Sie auch diese Fragen beantworten.
4.1 Wie alt sind Sie? 25 und jünger 26 - 45 46 - 65
über 65
4.2 Welches Geschlecht haben Sie? männlich weiblich divers
4.3 Sind Sie in Deutschland geboren? ja nein
4.4 Sind Ihre beiden Elternteile in Deutschland
geboren?
ja nein
4.5 Leben in Ihrem Haushalt Kinder unter 18
Jahren?
ja nein
4.6 Sind Sie derzeit erwerbstätig? ja nein
4.7 Seit wann wohnen Sie in Darmstadt? unter 1 Jahr 1-5 Jahre 6-10 Jahre
11-20 Jahre über 20 Jahre
Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Teilnahme an dieser Befragung und wünschen Ihnen
zukünftig eine angenehme Zeit im Darmstädter Stadtwald!
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Beratungsverlauf (4)

TOP 10
TOP 24
TOP 6
TOP 9

Details

Vorlagen-Nr.
2021/0007
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.01.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00