Mandari Insight

2020/0210

Einführung und Erprobung eines On-Demand Shuttle-Systems als Ergänzung des bestehenden ÖPNV-Angebots

Magistratsvorlage 21.07.2020

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18479 Zeichen

Anhang zur Magistratsvorlage 
Datum: 28.7.2020  
 
 
 
1 
 
Inhalt 
 
Ziele des Projekts  ............................................................................................................................... 2 
ÖDA  ........................................................................................................................................................ 3 
Finanzierung  ........................................................................................................................................ 3 
Wie funktioniert das Angebot?  ....................................................................................................... 5 
Bediengebiet und Tarif  ...................................................................................................................... 6 
Green City Plan Darmstadt  .............................................................................................................. 8 
Einbindung in ein städtisches Verkehrskonzept  ....................................................................... 8 
Projektkontext: Digitalisierung und autonomes Fahren  .......................................................... 8 
Umsetzungskonzept  .......................................................................................................................... 9 
OnDeMo FRM  ..................................................................................................................................... 10

Anhang zur Magistratsvorlage 
Datum: 28.7.2020  
 
 
 
2 
 
Ziele des Projekts 
Das Projekt „On Demand Shuttle“ (ODS) Darmstadt bei nhaltet die Einführung eines neuen 
und bedarfsabhängigen Mobilitätsservice als Ergänzu ng und Erweiterung des klassischen 
Bus- und Straßenbahnverkehrs. Und das im gesamten S tadtgebiet von früh morgens bis 
spät in die Nacht. Dabei soll das ODS Darmstadt als  „digitales 
Sammelbeförderungsangebot“ oder auch „digitaler Schwarm-ÖPNV“ eine neue, hochgradig 
flexible Angebotskategorie neben dem klassischen ÖP NV etablieren. Ziel ist es, hierdurch 
eine echte Alternative zum eigenen Auto zu bieten, um somit neue Fahrgastgruppen für den 
Umweltverbund zu gewinnen und die Verkehrswende vor anzutreiben. In Bezug auf Umfang 
und verkehrliche Wirkpotentiale des in Darmstadt ge planten ODS aber auch die zur 
Verfügung stehenden Fördermittel hat das Projekt Referenzcharakter für ganz Deutschland. 
Das von der HEAG mobilo geplante und bereit zu stel lende ODS ist ein wesentlicher 
Baustein des auf dem Verkehrsgipfel im Dezember 201 9 von Stadt und Landkreis 
verabschiedeten Handlungskonzepts. Mit diesem zusätzlichen ÖPNV-Verkehrsangebot kann 
es der Wissenschaftsstadt Darmstadt gelingen, die d urch die Corona-Krise ins Stocken 
geratene Verkehrswende neu zu beleben und ein stark es verkehrspolitisches Signal mit 
bundesweiter Wirkung und hohem Innovationsgrad zu s enden. Auch im Landkreis ist durch 
die DADINA die Einführung eines On Demand Angebots geplant. 
Mit dem On Demand Shuttle-Service kann die Wissensc haftsstadt Darmstadt über ihr 
betrautes Verkehrsunternehmen HEAG mobilo   
 …neue Kundengruppen für den Umstieg vom motorisier ten Individualverkehr auf den 
(elektrisch betriebenen) Shuttle gewinnen. 
 …durch Pooling von bisher individuellen Fahrten da s Verkehrsaufkommen in der 
Wissenschaftsstadt reduzieren. 
 …das Leistungsportfolio des ÖPNV erweitern, um lan gfristig wettbewerbsfähig und 
attraktiv zu bleiben.  
 …bisher schlecht erschlossene Gebiete besser anbin den. 
 …Lösungsansätze für die letzte Meile entwickeln un d 
 …ggf. ganz neue P+R-Konzepte etablieren.  
Damit wird der ÖPNV insgesamt auf ein neues Niveau gehoben mit vielfältigen 
Wechselwirkungen zum klassischen ÖPNV mit Bus und Bahn. 
Als eine der wirksamsten Maßnahmen des Green-City-P lans Darmstadt trägt das ODS 
Darmstadt auch zu einer nachhaltigen Stadtentwicklu ng bei. Durch den elektrischen Antrieb 
und den Rückgang des motorisierten Individualverkeh rs können die Emissionen von NO 2, 
CO 2, Feinstäuben und Lärm gesenkt werden. Das erhöht d ie Attraktivität, die Luftqualität 
sowie die Aufenthalts- und Lebensqualität in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

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Datum: 28.7.2020  
 
 
 
3 
 
ÖDA 
Der am 03.12.2019 in Kraft getretene öffentliche Di enstleistungsauftrag (ÖDA) zwischen der 
Stadt Darmstadt und der HEAG mobilo als internem Be treiber beinhaltet als gesondert 
benannte Einzelpflicht der HEAG mobilo GmbH die Ent wicklung integrierter 
Mobilitätsangebote unter ausdrücklicher Nennung und  damit Einbeziehung in den ÖDA das 
Konzept zur Einführung eines appgesteuerten E-Shutt leverkehrs (§ 2 Abs. 1 Nr. 5 lit. c) 
ÖDA). Die Überführung in den Regelbetrieb bedarf ei nes Fortschreibungsaktes seitens der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt gemäß § 4 Abs. 4 ÖDA. Die Betriebsaufnahme des ODS 
bedarf einer Weisung gemäß § 4 Abs. 4 Nr. 2 ÖDA, welche aufgrund der Sonderstellung des 
Projektes als Option im ÖDA alleine durch die Stadt  aufgrund Stimmrechtsvollmacht in 
Vertretung der Gesellschafterin HEAG Holding AG erf olgen kann. Die Weisung ist eine 
Weisung im Rahmen des Vollzugs des ÖDA und bedarf k eines Beschlusses der 
Gesellschafterversammlung der HEAG mobilo GmbH, da die Einführung des Regelbetriebs 
dieses Verkehrsangebotes in dem ÖDA bereits als Option vorgesehen ist, § 4 Abs. 3. 
Finanzierung 
Nach aktuellsten Kalkulationen  mit angepassten Fahrzeugauslaufprofilen und unter 
Berücksichtigung der Angebotspreise werden die Gesamtkosten bei rund 23 Mio. €  liegen 
für die gesamte Projektlaufzeit (2021 bis 2024). Im  wahrscheinlichsten Szenario wird die 
Förderung für das Projekt (u.a. Betriebskosten, Fah rzeuge) bei rund 10 Mio. € liegen. Die 
Erträge liegen bei rund 8,5 Mio. €.  
Die größte Unsicherheit in dieser Kalkulation beste ht bei den Erträgen, die im Mittel knapp 
30% der Finanzierung (siehe Darstellung) ausmachen.  Da bisher kaum Erfahrungen zur 
Nachfrage vorliegen sind die Erträge schwer abzusch ätzen. Schwankungen von plus/minus 
25% sind daher durchaus möglich. Hinzu kommt, dass die Nachfrage erfahrungsgemäß erst 
mit der Zeit wächst. Gerade am 
Projektanfang ist daher mit höheren 
Defiziten zu rechnen.

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Datum: 28.7.2020  
 
 
 
4 
 
 
Damit verteilt sich der Zuschuss, unter Berücksicht igung der o.g. Schwankungsfaktoren, wie 
folgt über die Projektlaufzeit: 
 
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Land Hessen über den 
RMV fördern das Projekt mit bis zu 10 Mio. Euro. Di e Förderkulisse ist in ihrer Höhe und 
Struktur außergewöhnlich und schafft für die Wissenschaftsstadt eine einmalige Gelegenheit. 
Die Förderquote liegt in der aktuellen Kalkulation bei rund 40% der Gesamtkosten. Damit ist 
das Darmstädter ODS-Projekt das am besten durch Dri ttmittel finanzierte ODS-Projekt 
in ganz Deutschland .

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Datum: 28.7.2020  
 
 
 
5 
 
Wie funktioniert das Angebot? 
Fahrten werden beim ODS „on demand“, also auf Wunsch und bei Bedarf gebucht und nach 
Möglichkeit gebündelt („Ride-Pooling“, „Ride-Sharin g“). Unabhängig von Linienverkehren 
oder Taktplänen kann somit ein attraktives Angebot entstehen, das das traditionelle 
Beförderungsangebot der HEGA mobilo ergänzt. 
Kunden können das ODS-Angebot vor allem per App anf ragen, buchen, bezahlen und 
bewerten. Um auch diejenigen Menschen zu erreichen,  die kein Smartphone besitzen, wird 
auch eine analoge Buchungsmöglichkeit geschaffen. D ie nachfolgende Grafik zeigt einen 
möglichen Fahrtverlauf:

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Datum: 28.7.2020  
 
 
 
6 
 
Bediengebiet und Tarif 
Das ODS Darmstadt wird als umfassender Service aufg ebaut, der das gesamte Stadtgebiet 
abdeckt. 1 Er ergänzt das bestehende ÖPNV-Angebot in der Wiss enschaftsstadt. Für den 
Service stehen in der Endphase maximal 50 Fahrzeuge  zur Verfügung. Der Betrieb im 
Stadtgebiet Darmstadt soll am 1. April 2021 aufgeno mmen werden, ein erster Nutzer-Test 
findet bereits im März 2021 statt. Die Stadtteile E berstadt, Kranichstein, Arheilgen und 
Wixhausen sollen in einer zweiten Phase im Juli 202 1in das Bediengebiet eingeschlossen 
werden. 
 
 
Der Shuttle-Service wird wochentags sowie an Sonn-und Feiertagen in den Zeiten von 4 Uhr 
bis 1 Uhr angeboten. An Freitagen und Samstagen ver kehrt der Service ganztägig, d.h. ist 
rund um die Uhr buchbar. Durch diese Ausweitung der  Servicezeiten stellt das Angebot eine 
relevante Ergänzung des Linienbetriebes der HEAG mo bilo vor allem in den Randzeiten 
(Abend- und Nachtstunden) dar. Somit wird es möglic h ohne eigenes Auto auch Fahrten zu 
Nachtstunden im erweiterten ÖPNV zu absolvieren, di e bisher nicht angeboten werden 
konnten. 
                                                           
1 Die Anfahrt des Luisenplatzes ist hiervon ausgenommen. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung 
dieses Verkehrsknotenpunktes ist eine entsprechende Genehmigung seitens des 
Regierungspräsidiums nahezu ausgeschlossen.

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Die HEAG mobilo wird dem Fahrgast mit dem ODS zunäc hst zwei Produktkategorien 
anbieten, die durch einen neuartigen und mit dem RM V abgestimmten ODS-Tarif abgebildet 
werden: 
1. ODS-Shuttle als Zubringer zu Knotenpunkten des ÖPNV. Dieses Angebot wird in den 
bestehenden ÖPNV-Tarif integriert, auf den ein Zuschlag erhoben wird. 
2. A nach B-Beförderung als Premiumprodukt . In diesem Fall wird ein an den RMVsmart 
Tarif angelehnter Tarif erhoben, der aus einer Grun dgebühr, einem Komfortzuschlag und 
einem Betrag pro Entfernungskilometer besteht. 
 
Der Tarif für den ODS-Service setzt sich wie folgt zusammen: 
Grundpreis  Grundpreis RMV -
Kunden  
Zuschlag*  Flexibler   
Km-Preis  
2,00 € 1,20 € 2,00 € 0,35 € 
 
 
Derzeit ist ein pauschaler Rabatt für Mitfahrer von 50 Prozent angedacht. Dieser greift, wenn 
mehrere Menschen gemeinsam ein Shuttle buchen. Kind er fahren generell mit einem 
pauschalen Rabatt von 40 Prozent. 
Hierzu ist die HEAG mobilo noch im Austausch mit de m RMV, es kann noch zu 
Anpassungen im Tarif kommen. Die Grundsystematik steht wie oben dargestellt fest. 
Die nachfolgende Grafik verdeutlicht beispielhaft w ie sich das On Demand Angebot 
bezüglich Wegezeit und Preis in das vorhandene Mobi litätsangebot einreiht. Hier ist die 
Relation Eberstadt-Wartehalle bis Böllenfalltor dargestellt: 
 
*entfällt für RMV-Kunden bei Fahrten bis 1,0 km Luftlinie, da diese als reine ÖPNV-Zubringerverkehre betrachtet werden 
können.

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Das Angebot ist preislich zwischen dem Taxi-Angebot  und öffentlichem Verkehr angesiedelt 
und zielt aufgrund des Komforts auf eine Substituti on des MIV-Verkehrs und einer 
Verlagerung dieser Verkehre auf den ÖPNV. 
Green City Plan Darmstadt 
Mit dem Beschluss des Green City Plans Darmstadt (G CP DA) am 30.08.2018 haben sich 
alle Akteure in der Wissenschaftsstadt Darmstadt au f das Ziel verständigt, im Jahr 2030 
einen Modal Split Anteil des Umweltverbundes von 75  Prozent zu erreichen (V-1 im GCP 
DA). Der ÖPNV-Anteil am Modal Split soll dabei von derzeit etwa 17,2 Prozent (Erhebung 
2015) auf 25 Prozent steigen. Dies entspricht einer  Zunahme von nahezu 50 Prozent 
gegenüber dem Status Quo in den nächsten Jahren (siehe GCP DA, S. 28). 
Mit dem ODS Darmstadt will die HEAG mobilo einen Se rvice ins Leben rufen, der Komfort 
und Geschwindigkeit des Individualverkehrs zu attra ktiven Preisen anbietet. So sollen neue 
Fahrgastgruppen für den erweiterten ÖPNV gewonnen w erden. Über ein Pooling von 
Fahrtwünschen wird zudem der Besetzungsgrad von Fah rzeugen erhöht, der beim MIV 
aktuell bei nur rund 1,3 Personen pro Fahrzeug lieg t. Dies ermöglicht eine Reduktion des 
Verkehrsaufkommens in Darmstadt. Das Projekt leiste t damit einen essenziellen Beitrag zur 
Umsetzung der GCP-Maßnahmen aus dem Teilbereich „Ve rnetzung“. Konkret sind dies vor 
allem die Maßnahmen V-2-1 und V-2-5. Es ist gleichz eitig der Einstieg in den 
„Schwarmbetrieb“ der insbesondere mit der Verfügbar keit von autonomen Flotten zu 
erwarten ist. 
Einbindung in ein städtisches Verkehrskonzept  
Um die o.g. Modal-Split-Anteile zu erreichen, sind neben der Schaffung alternativer 
Verkehrsangebote wie Car-Sharing, Bike-Sharing und On-Demand-Shuttles, flankierende 
regulative Maßnahmen zwingend nötig eingebettet in ein städtisches Verkehrskonzept. So 
kann die nachhaltige Stärkung des Umweltverbundes g elingen. Maßnahmen wie eine 
Citymaut oder eine restriktive Parkraumbewirtschaft ung sind geeignet, den Individualverkehr 
zu verteuern und darüber die Attraktivität des ÖPNV  weiter zu erhöhen. Dadurch kann es 
gelingen, dass nicht nur Personen, die bislang den klassischen ÖPNV genutzt haben oder zu 
Fuß gegangen sind, auf günstige Ride-Pooling-Dienst e umsteigen. Auch den Autofahrern, 
die nicht aufs Fahrrad oder den klassischen ÖPNV um steigen wollen oder können, wird so 
eine wirklich attraktive Alternative geboten. Dies wird die politische Durchsetzbarkeit von 
Restriktionen erhöhen. 
Projektkontext: Digitalisierung und autonomes Fahren 
Die Digitalisierung revolutioniert in vielen Bereic hen des Mobilitätsmarktes tradierte Abläufe, 
Funktionen und Rollenverständnisse fundamental. So wird durch digitale Technologien 
autonomes Fahren, das Vernetzen von Fahrzeugen sowi e Sharing und Pooling von 
Verkehrsmitteln und Fahrten möglich. Das erlaubt ra dikal auf den Kundennutzen 
ausgerichtete Angebots- und Servicekonzepte und wir kt sich unmittelbar auf das Angebot 
der Öffentlichen Verkehrsunternehmen aus.

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Datum: 28.7.2020  
 
 
 
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Für die HEAG mobilo entstehen dadurch am Markt ganz  neue Herausforderungen. Die reine 
Fokussierung auf das traditionelle „Kerngeschäft“ B us und Bahn wird künftig nicht mehr 
ausreichen, um im Markt zu bestehen. Neue Mobilität sservices sind dabei von hoher 
Bedeutung. Die HEAG mobilo will die Digitalisierung  nutzen, um mit einer eigenen Strategie 
den ÖPNV und den Umweltverbund weiter zu stärken.  
Die mit den digitalen Technologien verbundenen Gesc häftsmodelle und sinkende 
Markteintrittsbarrieren locken jedoch private Anbie ter wie z.B. „uber“ in den Markt. Dabei 
entwickeln sich insbesondere Pooling-Konzepte zu at traktiven und günstigen Alternativen zu 
Bus und Bahn. Sie führen zunehmend dazu, dass die G renze zwischen privater und 
öffentlicher Mobilität verschwimmt. Die neuen Anbie ter können zu einem Anstieg des 
motorisierten Individualverkehrs führen, wenn priva te Angebote die des Umweltverbundes 
„kannibalisieren“. Das passiert dann, wenn Personen, die bislang den ÖPNV genutzt haben 
oder zu Fuß gegangen sind, nun auf günstige private  Taxi- und Ride-Pooling-Dienste 
umsteigen. Dies wirkt einer nachhaltigen Mobilität entgegen. Außerdem ist davon 
auszugehen, dass private Mobilitätsanbieter vornehm lich lukrative Strecken mit vielen 
Nachfragern bedienen. Die Bedeutung Öffentlicher Mo bilität als Daseinsvorsorge und deren 
Wirtschaftlichkeit kann dadurch ausgehöhlt werden. 
Die HEAG mobilo will mit dem On Demand Shuttle-Proj ekt diesen neuen Markt früh 
besetzen, um die notwendige Steuerung solcher Verke hre durch die Aufgabenträger zu 
gewährleisten. Das Projekt ist als volldigitales An gebot und eingebettet in das 
Verbundprojekt OnDeMo FRM mit dem Ziel einer Mobili tätsplattform „RMVplus“ der 
entscheidende Baustein für „Mobility-as-a-service“.  
Umsetzungskonzept 
Das Angebot wird von einem OD-erfahrenen Auftragneh mer vorgehalten, den die HEAG 
mobilo in einem Vergabeverfahren auswählt. Als Subu nternehmer stellt er die Software und 
Applikationen (Kunden-App, Fahrer-App, Dispositions software) für den Dienst bereit, passt 
den Service auf die ortspezifischen Anforderungen d er HEAG mobilo an und verantwortet 
den Betrieb.  
Maßgeblich für den Betrieb ist die Bedienung der Na chfrage der Kunden bei gleichzeitiger 
Gewährleistung einer hohen Auslastung der Fahrzeuge . Die Vorgaben der Bestellung 
garantieren ein hochflexibles Konzept und Anpassung sfähigkeit auf zeitliche/räumliche 
Schwankungen der Nachfrage bei einem gleichzeitig h öchstmöglichen effizienten und 
optimierten Betrieb.  
Diesen anspruchsvollen Spagat hat bisher keines der  Pilotprojekte in der Bundesrepublik 
geschafft. Ein derart integriertes Konzept wurde bi sher nur von MOIA in Hamburg und dem 
BerlKönig in Berlin praktiziert, dort aber nur auf Ertragschancen ausgerichtet und ohne 
direkte Einflussnahme der Aufgabenträger. Mit dem i nnovativen und einzigartigen 
Darmstädter Konzept übernimmt die HEAG mobilo eine Vorreiterrolle für öffentlich 
gesteuerte On Demand-Mobilität als gemeinwirtschaft licher Verkehr in Deutschland. Der 
Erfolg des Projekts misst sich hier nicht an den Er tragschancen, sondern an der 
Nachfrageentwicklung und der damit einhergehenden E ntlastung der städtischen 
Infrastruktur vom MIV sowie den beschriebenen Umweltaspekten. 
Mit der bauverein AG und der entega AG ist die HEAG  mobilo in engem Kontakt. Die 
Schwesterunternehmen planen, in einem gemeinschaftlichen Projekt den Betriebshof mit der

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Datum: 28.7.2020  
 
 
 
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notwendigen Ladeinfrastruktur für das ODS-System im  Parkhaus in der Bad Nauheimer 
Straße einzurichten.  
OnDeMo FRM  
Das ODS Darmstadt ist Teil des Verbundvorhabens OnD eMo-FRM. In diesem 
deutschlandweit einmaligen Projekt soll mit Hilfe v on On Demand-Verkehren in 
unterschiedlichen Ausprägungen für wesentliche Teil e des Rhein-Main-Gebiets ein 
gemeinschaftlicher Ansatz verfolgt werden. Auf diese Weise soll der Zugang zum ÖPNV und 
das Angebot des ÖPNV in der Metropolregion Frankfur tRheinMain deutlich verbessert und 
gleichzeitig ein entscheidender Beitrag zur NO 2-Reduktion geleistet werden. 
Das Projekt ODS Darmstadt nimmt dabei – schon durch seine Größe – eine besondere Rolle 
ein. Dadurch und durch einen zeitlichen Vorsprung d es Projekts (OnDeMo FRM wurde erst 
2019 als Förderprojekt beim BMVI eingereicht) nimmt  Darmstadt zudem in vielen Bereichen 
eine Vorreiterfunktion ein.  
Eine besonders intensive Verzahnung ist mit dem kün ftigen ODS-Service des Landkreises 
Darmstadt-Dieburg geplant. Dabei sollen insbesondere Synergieeffekte in der Erstellung und 
Konzeption eines solchen Services genutzt werden. A ußerdem ist die Entwicklung 
gemeinsamer Angebotskonzepte bspw. für Pendlerinnen  und Pendler denkbar und wird 
angestrebt.

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Punkt 3: Einführung und Erprobung eines On-Demand Shuttle-Systems als Ergänzung des 
bestehenden ÖPNV-Angebots 
 (V-Nr. 2020/0210) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der 
Vorlage zuzustimmen.

2020/0210

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
06.08.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0210 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 547010 
Kostenstelle:  068-002-10000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5470-11 Sachkonto: 7125000 
 
Betreff: Einführung und Erprobung eines On -Demand Shuttle -Systems als Ergänzung des 
bestehenden ÖPNV -Angebots 
 
Vorlage vom: 21.07.2020 
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt der Einführung eines auf den Zeitraum 2021 -2024 befristeten 
Regelbetriebs des On -Demand-Shuttle-Service (ODS) in Darmstadt zu.  
2. Die zusätzlichen Bestellkosten für die Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von ca. 1,9  
Mio. Euro (inklusive gegengerechneter zu erwartender Fahrgeldeinnahmen und 
Fördermittel) für das Jahr 2021, in Höhe von 1,4 Mio. Euro für das Jahr 2022, in Höhe 
von 0,6 Mio. Euro für das Jahr 2023 sowie in  Höhe 0,5 Mio. Euro für das Jahr 2024 
werden in de n entsprechenden Haushaltsplänen der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
bereitgestellt.  
3. Der Betrieb soll im April 2021 aufgenommen und ab Juli 2021 bis Dezember 2024 das 
gesamte Stadtgebiet abdecken.  
 
Anlagen: Projektbeschreibung von Seiten der HEAG mobilo (Stand 28.07.2020)

- 2 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30. Juli 2020 
 
 
Anlass und institutionelle Einbettung : 
 
In dem am 30.08.2018 mit Magistratsvorlage 2018/0236 beschlossenen Green City Plan  
Darmstadt (GCP DA) wurde als eine der wichtigsten und wirkungsvollsten Maßnahmen zur 
Schadstoffreduzierung der Ausbau des ÖPNV als grundlegendes Ziel (Maßnahmen V -1 und V-
2) festgehalten . Dabei wurde nicht nur die Ausweitung des klassischen ÖPNV in Form v on 
Bahn- und Omnibusverkehren, sondern auch dessen Weiterentwicklung durch die Einführung 
von neuen, bedarfsorientierten Mobilitätsangeboten vorgesehen. Der On -Demand-Shuttle-
Service (ODS) stellt ein solches bedarfsorientiertes Mobilitätsangebot, welches w esentlicher 
Bestandteil der Maßnahmen V -2-1 und V-2-5 ist. Nach einer im Rahmen des GCP DA 
erfolgten positiven Bewertung der Potentiale dieser Angebotsform zur Emissionsminderung 
einerseits und zur Stärkung der ÖPNV -Nachfragebasis andererseits hat die HEAG  mobilo 
einen Förderantrag im BMVI 1-Sonderprogramm  „Digitalisierung kommunaler  
Verkehrssysteme“ für die Etablierung eines ODS in Ergänzung des Bestehenden ÖPNV 
gestellt und eine entsprechende Bewilligung erhalten. Der Fördermittelgeber BMVI gewährt 
eine Zuwendung für die Konzeption und Umsetzung des ODS, einschließlich der 
Fahrzeugbeschaffung sowie für den Z eitraum eines Jahres auch der Betriebskosten 
(sogenannte Anschubfinanzierung).  In den ersten zwölf Betriebsmonaten, von April 2021 bis 
März 2022, wird das BMVI 25 Prozent der Betriebskosten finanzieren, für weitere 25 Prozent 
gibt es Finanzierungszusagen v on Seiten des Land Hessen bzw. der RMV GmbH. Zwecks 
einer längerfristigen Erprobung der neuen Angebotsform kann aufgrund der bestehenden 
Förderlandschaft ein ausgedehnteres Zeitfenster von insgesamt 45 Monaten vorgesehen 
werden, in denen der befristete Reg elbetrieb des Shuttleverkehrs zur Entfaltung kommen 
kann.  
 
Die über die ersten zwölf Monate hinausgehende Betriebsphase soll durch das Land Hessen 
bzw. die RMV GmbH im Rahmen des Verbundantrags des RMV zum Sofortprogramm 
„Saubere Luft 2017 -2020“ des BMVI gefördert werden, indem die Hälfte der Betriebskosten 
finanziert werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt  hat entsprechende Zuwendungen für 
die Jahre 2022, 2023 und 2024 beantragt, für die Gewährung derer eine grundsätzliche 
Zustimmung von Seiten des HMWEV W2 bzw. des RMV GmbH gegeben worden ist.  
 
Die Einführung des Regelbetriebs eines app -gestützen Shuttleverkehrs ist als Option 
Bestandteil des am 03.12.2019 in Kraft getretene n öffentlichen Dienstleistungsauftrags 
(ÖDA) zwischen der Wissenschaftss tadt Darmstadt und der HEAG mobilo als internem 
Betreiber (§ 4 Abs. 3 ÖDA).  Diese Option soll jetzt ausgeübt werden. Der ÖDA hat bereits  als 
gesondert benannte Einzelpflicht der HEAG mobilo GmbH die Entwicklung integrierter 
Mobilitätsangebote unter ausdrücklicher Ne nnung und damit Einbeziehung in den ÖDA des 
Konzepts zur Einführung eines app -gesteuerten elektrischen Shuttleverkehrs (§ 2 Abs. 1 Nr. 
5 lit. c) ÖDA) beinhaltet. Die Betriebsaufnahme  des ODS bedarf einer Weisung gemäß § 4 
Abs. 4 Nr. 2 ÖDA , welche aufgrund der Sonderstellung des Projektes als Option im ÖDA 
alleine durch die Stadt aufgrund Stimmrechtsvollmacht in Vertretung der Gesellschafterin 
HEAG Holding AG  erfolgen kann.   
 
 
                                                
1 BMVI: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur  
2 HMWEVW: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

- 4 - 
Angebotskonzept : 
 
Der On-Demand-Shuttle-Service stellt eine neue, flexible  Form des öffentlichen 
Personennahverkehrs , bei welcher Fahrten „on demand“, also auf Wunsch , kurzfristig und 
unabhängig von starren Fahrplänen  gebucht werden können. Fahrgäste  werden die 
Möglichkeit haben, den Shuttle -Service für eine Wunschstrecke zwisch en zwei aus einer 
vorgegebenen großen Menge an virtuellen und physischen Haltepunkten, welche nach einem 
Fußweg von maximal 300 Metern erreichbar sein werden, digital per App oder analog, z. B. 
per Telefonanruf, zu bestellen. Der digitale Kommunikationskan al wird über die 
Buchungsoption hinaus ebenfalls erlauben, den Service zu b ezahlen und zu bewerten, so 
dass er als der hauptsächlich zu nutzende vorgesehen ist. Die digitale Verarbeitung von 
individuellen Fahrtanfragen soll für die in Echtzeit erfolgende P rüfung von 
Bündelungsmöglichkeiten gleichartiger Beförderungswünsche sorgen, so dass auf einer 
gebuchten Fahrt mit einem der einzusetzenden elektrischen Kleinbusse gegebenenfalls 
weitere Kunden mit ähnlichen Routen mitbedient werden können. Dieser angestre bte 
Sammeleffekt, sogenanntes „Ride-Pooling“, würde zu einer besseren Fahrzeugauslastung im 
Vergleich zum Taxi - oder MI-Verkehr und somit zu einem geringeren Pkw -Aufkommen in der 
Stadt beitragen.  
 
Der ODS soll integraler Bestandteil des Darmstädter ÖPNV -Systems werden, innerhalb 
dessen er den klassischen Omnibus- und Straßenbahn linienverkehr räumlich und zeitlich 
ergänzen und erweitern wird . Der Service soll  das gesamte Stadtgebiet abdeck en und täglich 
von 4 Uhr bis 1 Uhr, a n Freitagen und Samstagen sogar rund um die Uhr , verfügbar sein . 
Das öffentliche Mobilitätsangebot wird so insbesondere  in den Tagesrandzeiten ausgebaut. 
Durch die Definition zahlreicher Standorte im Straßennetz, an welchen ein Zustieg in oder 
Ausstieg aus den Shuttle -Kleinbussen möglich  sein soll, wird zudem die ÖPNV -
Feinerschließung des Stadtgebiets verbessert und somit insgesamt der Umweltverbund als 
Alternative zum eigenen Auto gestärkt.  
 
Bei der Preisbestimmung  für eine gebuchte Fahrt  soll ein spezieller, mit dem RMV noch 
endgültig abzustimmender ODS -Tarif Anwendung finden. Dieser sieht vor, dass für 
Zubringerverkehre zu bestehenden Haltestellen des Linienverkehrs der Preis für einen 
Einzelfahrschein zuzüglich eines Zuschlags zu entrichten i st. Für weitere Punkt -zu-Punkt-
Fahrten wird ein an den RMVsmart -Tarif angelehnter Preis erhoben, der aus einer 
Grundgebühr, einem Komfortzuschlag u nd einem Betrag pro Entfernungskilo meter besteht . 
Inhaber von RMV-Zeitkarten sollen Preisermäßigungen beim Nu tzen des ODS erhalten. 
 
Kosten: 
 
Die Gesamtkosten für die Einführung und Erprobung des ODS im Zeitraum von März 2021 
bis Dezember 2024, für welchen eine Förderung beantragt worden ist, betragen laut  der 
HEAG mobilo rund 23 Mio. Euro. Die von der HEAG mobil o angegebene Fördersumme  soll 
bei knapp 10 Mio. Euro liegen, während die durch den knapp vierjährigen Betrieb generierten 
Erträge von der HEAG mobilo auf  ca. 8,5 Mio. Euro geschätzt werden. Somit würde für die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  ein Zuschussbedar f von ca. 4,4 Mio. Euro verbleiben, welcher 
sich auf den oben genannten Betriebszeitraum wie folgt verteilt – 1,9 Mio. Euro für das Jahr 
2021, 1,4 Mio. Euro für das Jahr 2022, 0,6 Mio. Euro für das Jahr 2023 sowie 0,5 Mio. Euro 
für das Jahr 2024. Die HEAG mobilo geht von einer über die Zeit wachsenden Nachfrage 
nach ODS-Fahrten aus, so dass sich die Wirtschaftlichkeit des Betriebs erhöhe und dadurch 
der Zuschussbedarf geringer werde. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass das 
Nachfrageverhalten  kaum zuverlässig zu prognostizieren sei und dementsprechend die

- 5 - 
Erträge um 25 % von den angegebenen Größen schwanken könnten. Da es sich allerdings um 
ein gemeinwirtschaftliche s Verkehrsangebot handelt, wird der Nachfrageentwicklung eine 
größere Bedeutung  als den Ertragschancen beigemessen.  Durch die vertraglich definierte 
Beteiligung des ODS -Betreibers am Ertragsrisiko und seine vertragliche Verpflichtung zur 
Einhaltung strategisch gewählter Qualitätsstandards (Bedienquote und Fahrzeugauslastung) 
soll das Risiko aktiv gemanagt werden. Die Bindung des ODS -Betreibers an die vorgegebenen 
Qualitätsstandards stellt sicher, dass bei geringerer Nachfrage das Angebot reduziert wird 
und damit auch die Gesamtkosten sinken. Die Nachfrage entwicklung und mit ihr potent iell 
einhergehende verkehrliche Effekte  sollen durch eine wissenschaftliche  Begleitstudie 
untersucht werden, die Kosten für welche in der Gesamtsumme von rund 23 Millionen 
enthalten sind . Über das Ergebnis der Studie wird den zuständigen Gremien zwecks 
Entscheidung über die Fortführung oder die Einstellung des auf den Zeitraum 2021 -2024 
befristeten Regelbetriebs berichtet werden.  
 
 
Umsetzung: 
 
Der befristete, der Erprobung dienende Regelb etrieb im Kerngebiet Darmstadts soll am 1. 
April 2021 aufgenommen werd en, ein erster Nutzer -Test soll bereits im März 2021 
stattfinden. Die Stadtteile Eberstadt, Kranichstein, Arheilgen und Wixhausen sollen ab Juli 
2021 ebenfalls bedient werden . Für den stadtweiten Betrieb sollen bis zu  50 
batterieelektrische Fahrzeuge  eingesetzt werden. 
 
Das ODS-Angebot soll von einem erfahrenen Auftragnehmer vorgehalten  werden, den die 
HEAG mobilo in einem Vergabeverfahren vor dem Betriebsstart ausgewählt haben wird. Als 
Subunternehmer stellt er die erforderliche Hintergrunds oftware sowie die Applikationen 
(Kunden-App, Fahrer-App, Dispositionssoftware) für den Dienst bereit, passt den Service auf 
die ortspezifischen Anforderungen der HEAG mobilo an  und verantwortet den Betrieb. D ie 
Vorgaben an den Auftragnehmer sollen  die betriebliche Anpassungsfähigkeit auf zeitliche  und 
räumliche Schwankungen der Nachfrage bei eine r gleichzeitig höchstmöglichen 
Wirtschaftlichkeit sicherstellen.   
 
Parallel zum ODS -Aufbau in Darmstadt beteiligt sich die HEAG mobilo, neben der DADINA, 
an einem Verbundprojekt unter der Konsortialleitung des RMV, im Rahmen dessen 
einheitliche Standards für On-Demand Mobilitätsangebote im Rhein-Main-Gebiet erarbeitet 
werden. Dadurch soll die Basis für eine Verzahnung mit dem künftigen ODS  des Landkreises 
Darmstadt-Dieburg ermöglicht werden, so dass perspektivisch Stadtgrenzen überschreitende 
flexible Angebote entwickelt werden können.  
 
 
 
Dezernat I     Dezernat IV 
      i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch     Jochen Partsch  
Oberbürgermeister     Oberbürgermeister

anlage 5

415 Zeichen

Punkt 17: Einführung und Erprobung eines On-Demand Shuttle-Systems als Ergänzung des 
bestehenden ÖPNV-Angebots 
 (V-Nr. 2020/0210) 
 
Stadtv. Opitz (Bü90/Die Grünen) verlässt unter Hinweis auf § 25 HGO den 
Sitzungsraum und nimmt weder an der Beratung noch an der Beschlussfassung 
teil. 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Gegenstimmen: SPD und Die Linke.  
Stimmenthaltung: AfD und Stadtv. Sigmund (fraktionslos)

anlage 3

11954 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle: 
06.08.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 68 
IV 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0210 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
215 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 547010 
Kostenstelle: 068-002-10000 Investitionsnummer:        
Kostenträger: 5470-11 Sachkonto: 7125000 
 
Betreff: Einführung und Erprobung eines On -Demand Shuttle-Systems als Ergänzung des 
bestehenden ÖPNV-Angebots 
 
Vorlage vom: 21.07.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat stimmt der Einführung eines auf den Zeitraum 2021 -2024 befristeten 
Regelbetriebs des On -Demand-Shuttle-Service (ODS) in Darmstadt zu.  
2. Die zusätzlichen Bestellkosten für die Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von ca. 1,9  
Mio. Euro (inklusive gegengerechneter zu erwartender Fahrgeldeinnahmen und 
Fördermittel) für das Jahr 2021, in Höhe von 1,4 Mio. Euro für das Jahr 2022, in Höhe 
von 0,6 Mio. Euro für das Jahr 2023 sowie in  Höhe 0,5 Mio. Euro für das Jahr 2024 
werden in den entsprechenden Haushaltsplänen der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
bereitgestellt. 
3. Der Betrieb soll im April 2021 aufgenommen und ab Juli 2021 bis Dezember 2024 das 
gesamte Stadtgebiet abdecken.

- 3 - 
Anlagen: Projektbeschreibung von Seiten der HEAG mobilo  (Stand 28.07.2020)  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 12.08.2020 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 30. Juli 2020  
 
 
Anlass und institutionelle Einbettung : 
 
In dem am 30.08.2018 mit Magistratsvorlage 2018/0236 beschlossenen Green City Plan  
Darmstadt (GCP DA) wurde als eine der wichtigsten und wirkungsvollsten Maßnahmen zur 
Schadstoffreduzierung der Ausbau des ÖPNV als grundlegendes Ziel (Maßnahmen V -1 und V-
2) festgehalten. Dabei wurde nicht nur die Ausweitung des klassischen ÖPNV in Form von 
Bahn- und Omnibusverkehren, sondern auch dessen Weiterentwicklung durch die Einführ ung 
von neuen, bedarfsorientierten Mobilitätsangeboten vorgesehen. Der On -Demand-Shuttle-
Service (ODS) stellt ein solches bedarfsorientiertes Mobilitätsangebot, welches wesentlicher 
Bestandteil der Maßnahmen V -2-1 und V-2-5 ist. Nach einer im Rahmen des GC P DA 
erfolgten positiven Bewertung der Potentiale dieser Angebotsform zur Emissionsminderung 
einerseits und zur Stärkung der ÖPNV -Nachfragebasis andererseits hat die HEAG mobilo 
einen Förderantrag im BMVI 1-Sonderprogramm „Digitalisierung kommunaler  
Verkehrssysteme“ für die Etablierung eines ODS in Ergänzung des Bestehenden ÖPNV 
gestellt und eine entsprechende Bewilligung erhalten. Der Fördermittelgeber BMVI gewährt 
eine Zuwendung für die Konzeption und Umsetzung des ODS, einschließlich der 
Fahrzeugbeschaffung sowie für den Zeitraum eines Jahres auch der Betriebskosten 
(sogenannte Anschubfinanzierung).  In den ersten zwölf Betriebsmonaten, von April 2021 bis 
März 2022, wird das BMVI 25 Prozent der Betriebskosten finanzieren, für weitere 25 Prozent 
gibt es Finanzierungszusagen von Seiten des Land Hessen bzw. der RMV GmbH. Zwecks 
einer längerfristigen Erprobung der neuen Angebotsform kann aufgrund der bestehenden 
Förderlandschaft ein ausgedehnteres Zeitfenster von insgesamt 45 Monaten vorgesehen 
werden, in denen der befristete Regelbetrieb des Shuttleverkehrs zur Entfaltung kommen 
kann.  
 
Die über die ersten zwölf Monate hinausgehende Betriebsphase soll durch das Land Hessen 
bzw. die RMV GmbH im Rahmen des Verbundantrags des RMV zum Sofortprogramm 
„Saubere Luft 2017-2020“ des BMVI gefördert werden, indem die Hälfte der Betriebskosten 
finanziert werden. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt  hat entsprechende Zuwendungen für 
die Jahre 2022, 2023 und 2024 beantragt, für die Gewährung derer eine grundsätzliche 
Zustimmung von Seiten des HMWEVW 2 bzw. des RMV GmbH gegeben worden ist.  
 
Die Einführung des Regelbetriebs eines app -gestützen Shuttleverkehrs ist als Option 
Bestandteil des am 03.12.2019 in Kraft getretene n öffentlichen Dienstleistungsauftrags 
(ÖDA) zwischen der Wissen schaftsstadt Darmstadt und der HEAG mobilo als internem 
Betreiber (§ 4 Abs. 3 ÖDA). Diese Option soll jetzt ausgeübt werden. Der ÖDA hat bereits  als 
gesondert benannte Einzelpflicht der HEAG mobilo GmbH die Entwicklung integrierter 
Mobilitätsangebote unter  ausdrücklicher Nennung und damit Einbeziehung in den ÖDA des 
Konzepts zur Einführung eines app -gesteuerten elektrischen Shuttleverkehrs (§ 2 Abs. 1 Nr. 
5 lit. c) ÖDA) beinhaltet. Die Betriebsaufnahme des ODS bedarf einer Weisung gemäß § 4 
Abs. 4 Nr. 2 ÖDA, welche aufgrund der Sonderstellung des Projektes als Option im ÖDA 
alleine durch die Stadt aufgrund Stimmrechtsvollmacht in Vertretung der Gesellschafterin 
HEAG Holding AG erfolgen kann.  
 
                                                 
1 BMVI: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur  
2 HMWEVW: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

- 5 - 
 
Angebotskonzept: 
 
Der On-Demand-Shuttle-Service stellt eine neue , flexible Form des öffentlichen 
Personennahverkehrs , bei welcher Fahrten „on demand“, also auf Wunsch , kurzfristig und 
unabhängig von starren Fahrplänen  gebucht werden können. Fahrgäste  werden die 
Möglichkeit haben, den Shuttle -Service für eine Wunschstre cke zwischen zwei aus einer 
vorgegebenen großen Menge an virtuellen und physischen Haltepunkten, welche nach einem 
Fußweg von maximal 300 Metern erreichbar sein werden, digital per App oder analog, z. B. 
per Telefonanruf, zu bestellen. Der digitale Kommuni kationskanal wird über die 
Buchungsoption hinaus ebenfalls erlauben, den Service zu b ezahlen und zu bewerten, so 
dass er als der hauptsächlich zu nutzende vorgesehen ist. Die digitale Verarbeitung von 
individuellen Fahrtanfragen soll für die in Echtzeit er folgende Prüfung von 
Bündelungsmöglichkeiten gleichartiger Beförderungswünsche sorgen, so dass auf einer 
gebuchten Fahrt mit einem der einzusetzenden elektrischen Kleinbusse gegebenenfalls 
weitere Kunden mit ähnlichen Routen mitbedient werden können. Diese r angestrebte 
Sammeleffekt, sogenanntes „Ride-Pooling“, würde zu einer besseren Fahrzeugauslastung im 
Vergleich zum Taxi - oder MI-Verkehr und somit zu einem geringeren Pkw -Aufkommen in der 
Stadt beitragen.  
 
Der ODS soll integraler Bestandteil des Darmstäd ter ÖPNV-Systems werden, innerhalb 
dessen er den klassischen Omnibus- und Straßenbahnlinienverkehr räumlich und zeitlich 
ergänzen und erweitern wird . Der Service soll das gesamte Stadtgebiet abdeck en und täglich 
von 4 Uhr bis 1 Uhr, a n Freitagen und Samstagen sogar rund um die Uhr, verfügbar sein. 
Das öffentliche Mobilitätsangebot wird so insbesondere  in den Tagesrandzeiten ausgebaut. 
Durch die Definition zahlreicher Standorte im Straßennetz, an welchen ein Zustieg in oder 
Ausstieg aus den Shuttle-Kleinbussen möglich sein soll, wird zudem die ÖPNV -
Feinerschließung des Stadtgebiets verbessert und somit insgesamt der Umweltverbund als 
Alternative zum eigenen Auto gestärkt.  
 
Bei der Preisbestimmung  für eine gebuchte Fahrt soll ein spezieller, mit dem RMV noch 
endgültig abzustimmender ODS -Tarif Anwendung finden. Dieser sieht vor, dass für 
Zubringerverkehre zu bestehenden Haltestellen des Linienverkehrs der Preis für einen 
Einzelfahrschein zuzüglich eines Zuschlags zu entrichten ist. Für wei tere Punkt-zu-Punkt-
Fahrten wird ein an den RMVsmart -Tarif angelehnter Preis erhoben, der aus einer 
Grundgebühr, einem Komfortzuschlag u nd einem Betrag pro Entfernungskilo meter besteht. 
Inhaber von RMV-Zeitkarten sollen Preisermäßigungen beim Nutzen des  ODS erhalten. 
 
Kosten: 
 
Die Gesamtkosten für die Einführung und Erprobung des ODS im Zeitraum von März 2021 
bis Dezember 2024, für welchen eine Förderung beantragt worden ist, betragen laut  der 
HEAG mobilo rund 23 Mio. Euro. Die von der HEAG mobilo angegeben e Fördersumme soll 
bei knapp 10 Mio. Euro liegen, während die durch den knapp vierjährigen Betrieb generierten 
Erträge von der HEAG mobilo auf  ca. 8,5 Mio. Euro geschätzt werden. Somit würde für die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  ein Zuschussbedarf von ca. 4,4 Mio. Euro verbleiben, welcher 
sich auf den oben genannten Betriebszeitraum wie folgt verteilt – 1,9 Mio. Euro für das Jahr 
2021, 1,4 Mio. Euro für das Jahr 2022, 0,6 Mio. Euro für das Jahr 2023 sowie 0,5 Mio. Euro 
für das Jahr 2024. Die HEAG mobilo geht von einer über die Zeit wachsenden Nachfrage 
nach ODS-Fahrten aus, so dass sich die Wirtschaftlichkeit des Betriebs erhöhe und dadurch

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der Zuschussbedarf geringer werde. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass das 
Nachfrageverhalten kaum zuverlässig zu prognostizieren sei und dementsprechend die 
Erträge um 25 % von den angegebenen Größen schwanken könnten. Da es sich allerdings um 
ein gemeinwirtschaftliche s Verkehrsangebot handelt, wird der Nachfrageentwicklung eine  
größere Bedeutung als den Ertragschancen beigemessen.  Durch die vertraglich definierte 
Beteiligung des ODS -Betreibers am Ertragsrisiko und seine vertragliche Verpflichtung zur 
Einhaltung strategisch gewählter Qualitätsstandards (Bedienquote und Fahrzeugau slastung) 
soll das Risiko aktiv gemanagt werden. Die Bindung des ODS -Betreibers an die vorgegebenen 
Qualitätsstandards stellt sicher, dass bei geringerer Nachfrage das Angebot reduziert wird 
und damit auch die Gesamtkosten sinken. Die Nachfrageentwicklung und mit ihr potentiell 
einhergehende verkehrliche Effekte  sollen durch eine wissenschaftliche Begleitstudie 
untersucht werden, die Kosten für welche in der Gesamtsumme von rund 23 Millionen 
enthalten sind. Über das Ergebnis der Studie wird den zuständigen Gremien zwecks 
Entscheidung über die Fortführung oder die Einstellung des auf den Zeitraum 2021 -2024 
befristeten Regelbetriebs berichtet werden.  
 
 
Umsetzung: 
 
Der befristete, der Erprobung dienende Regelb etrieb im Kerngebiet Darmstadts soll am 1. 
April 2021 aufgenommen werden, ein erster Nutzer -Test soll bereits im März 2021 
stattfinden. Die Stadtteile Eberstadt, Kranichstein, Arheilgen und Wixhausen sollen ab Juli 
2021 ebenfalls bedient werden . Für den stadtweiten Betrieb sollen bis zu  50 
batterieelektrische Fahrzeuge  eingesetzt werden . 
 
Das ODS-Angebot soll von einem erfahrenen Auftragnehmer vorgehalten  werden, den die 
HEAG mobilo in einem Vergabeverfahren vor dem Betriebsstart ausgewählt haben wird. Als 
Subunternehmer stellt er die erforderliche Hintergrunds oftware sowie die Applikationen 
(Kunden-App, Fahrer-App, Dispositionssoftware) für den Dienst bereit, passt den Service auf 
die ortspezifischen Anforderungen der HEAG mobilo an  und verantwortet den Betrieb. D ie 
Vorgaben an den Auftragnehmer sollen die betriebliche Anpassungsfähigkeit auf zeitliche  und 
räumliche Schwankungen der Nachfrage bei eine r gleichzeitig höchstmöglichen 
Wirtschaftlichkeit sicherstellen.   
 
Parallel zum ODS-Aufbau in Darmstadt beteiligt sich die HEAG mobilo, ne ben der DADINA, 
an einem Verbundprojekt unter der Konsortialleitung des RMV, im Rahmen dessen 
einheitliche Standards für On-Demand Mobilitätsangebote im Rhein-Main-Gebiet erarbeitet 
werden. Dadurch soll die Basis für eine Verzahnung mit dem künftigen ODS  des Landkreises 
Darmstadt-Dieburg ermöglicht werden, so dass perspektivisch Stadtgrenzen überschreitende 
flexible Angebote entwickelt werden können.  
 
 
 
Dezernat I     Dezernat IV 
      i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch    Jochen Partsch 
Oberbürgermeister    Oberbürgermeister

Beratungsverlauf (4)

TOP 17
TOP 3
TOP 3
TOP 215

Orte (1)

  • Bad Nauheimer Straße

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Details

Vorlagen-Nr.
2020/0210
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.07.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00