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RAT/312/2025

Anfrage der Ratsfrau Lehmann: Rechtsextreme und rassistische Vorfälle an städtischen Schulen und Bildungseinrichtungen

Anfrage Die Linke 30.09.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 09.10.2025, TOP 4.10

Anfrage

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Anfrage

3497 Zeichen

RAT/312/2025 
 
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich  
Düsseldorf, 30.09.2025 
An den  
Oberbürgermeister 
Herrn Dr. Stephan Keller 
 
Anfrage des Ratsmitglieds Sigrid Lehmann zur Sitzung des Rates am 
09.10.2025 
 
Betrifft: 
Anfrage der Ratsfrau Lehmann: Rechtsextreme und rassistische Vorfälle an 
städtischen Schulen und Bildungseinrichtungen 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
 
zur Sitzung des Rates am 09. Oktober 2025 stelle ich folgende Anfrage: 
 
Die Schule und andere Bildungseinrichtungen dienen nicht allein der 
Wissensvermittlung. Sie sollen Orte der Aufklärung und Prävention sein, an 
denen unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen und das Miteinander und 
den Umgang mit Konflikten lernen. Bedauerlicherweise machen physische und 
auch psychische Gewalt als gesamtgesellschaftliche Phänomene nicht vor den 
Toren der Schulen und Bildungseinrichtungen Halt. Ein wachsendes Problem 
stellen in diesem Zusammenhang laut Polizeilicher Kriminalstatistik der 
Rechtsextremismus und damit in Verbindung stehende Vorfälle dar.  
Nach der Statistik gab es in NRW im vergangenen Jahr 452 Vorfälle, im Jahr 
2023 waren es 277 an Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten. Aus 
den vergangenen Kriminalstatistiken geht hervor, dass seit mehreren Jahren die 
Anzahl der registrierten rechtsextremen Vorfälle an Bildungseinrichtungen 
zunimmt. Diese Entwicklung ist bedauerlicherweise bundesweit zu erkennen.  
 
Nicht alle Betroffenen melden solche Vorfälle, so dass von einer höheren 
Dunkelziffer auszugehen ist. Die Folgen sind oftmals Angst, Hilflosigkeit und 
Verunsicherung bei betroffenen Schüler:innen, Lehrenden und Eltern.  
 
Die Ursachen von rechter Gewalt zu bekämpfen, bedeutet auch, das Eindringen 
von rechtem Gedankengut in Lebensräume von Kindern und Jugendlichen 
anzugehen. Dies kann nach Ansicht der Linken nur erreicht werden, wenn 
Lehrende beispielsweise durch entsprechende Handlungskonzepte gut 
vorbereitet und wenn Eltern einbezogen werden. Unterstützung durch die 
Schulen ist wichtig, wenn Betroffenen sollten diese Fälle von Rechtsextremismus 
oder menschenverachtendem Verhalten öffentlich machen.

Seite 2 
Rebecca Siersch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 
Bochum sagte in einem Interview vom 17.09.2025 mit dem WDR: „Was mich 
besonders beschäftigt sind nicht diese ganz krassen Fälle, sondern die 
Alltäglichkeit.  Viele Schüler:innen berichten fast alltäglich von rassistischen 
Vorfällen und Beleidigungen, die ihnen passiert sind. An uns werden vermehrt 
Fälle herangetragen.“  
 
Maßnahmen gegen rechte Gewalt setzen voraus, dass wir die Situation an 
städtischen Bildungseinrichtungen und Schulen in Düsseldorf besser einschätzen 
können. Deshalb bitten wir um eine genaue Auflistung der Vorkommnisse in 
Düsseldorf. 
 
 
Ich frage an: 
 
1. Wie viele rechtsextreme/rassistische Vorfälle gab es an 
städtischen Schulen und in städtischen Bildungseinrichtungen in 
den vergangenen fünf Jahren? (Bitte auflisten nach Stadtteilen, 
Schulformen und Art der Vorfälle.) 
 
2. Wie arbeiten Schulen und andere Bildungseinrichtungen in 
städtischer Trägerschaft rechtsextreme/rassistische Vorfälle 
pädagogisch auf? (Hier sind städtische 
Unterstützungsmaßnahmen von besonderem Interesse.) 
 
3. Welche Präventionsmaßnahmen wurden nach Kenntnis der 
Stadtverwaltung bisher ergriffen? (Bitte einzeln auflisten nach 
Schule und Maßnahme.) 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Sigrid Lehmann      
 
 
 
 
f.d.R. Sönke Voigt

Beratungsverlauf (1)

09.10.2025 Rat
TOP 4.10 - Entscheidung

Beschluss: schriftlich beantwortet

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
RAT/312/2025
Typ
Anfrage Die Linke
Datum
30.09.2025
Erstellt
30.09.2025 08:40