2025/0028
Grunderneuerung der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße und Landwehrstraße
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2025/0028
12463 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
16.01.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Mobilitäts- und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0028
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6901
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Grunderneuerung der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße und Landwehrstraße
Vorlage vom: 10.01.2025
Beschlussvorschlag :
1. Der Bericht zur Kostenerhöhung bei der Fertigstellung des Bau projektes
„Grunderneuerung der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße und Landwehrstraße“
wird zur Kenntnis genommen.
2. Der Magistrat beschließt die Bereitstellung der zusätzlich benötigten Mittel gemäß
datenschutzrelevanter Anlage. Diese können aus Deckungsmitteln nicht benötigter
Haushaltsmittel der Investitionsnummer 08066 -6501 - Haltestellenausbau für
Niederflurfahrzeuge, Straßenbahnhaltestellen -, Kostenstelle 066 -190-1000 sowie in der
Investitionsnummer 15066 -6165 - Verkehrserschließung Konversion West -, Kostenstelle
066-040-1000, bereitgestellt werden.
Anlagen: Anlage 1 Herstellungskosten
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.01.2025
Ausgangslage
Mit Beschluss der Magistratsvorlage 2021/0245 durch die Stadtverordnetenversammlung am
30.09.2021 wurde einem Ausbau des gesamten Querschnitts samt beidseitiger Geh - und
Radwege zugestimmt. Zuvor waren lediglich der Austausch der Gleise und die Wiederherstellung
der Verkehrsfläche zwischen den bestehenden Borda nlagen vorgesehen. Die erforderlichen
Baunebenleistungen wurden kurzfristig beauftragt und die Bauleistungen in verschiedenen
Ausschreibungen und Losen vergeben.
Aufgrund der sehr engen Zeitschiene und der nur beschränkten Verfügbarkeit von
Schienenersatzverkehr war ursprünglich vorgesehen, die ersten Gleisarbeiten zusammen mit
den damit verbundenen städtischen Vorab -Straßenbaumaßnahmen von April bis Ende der
Sommerferien 2022 über den Jahresvertrag der HEAG mobilo abzuwickeln, was sich aber als
nicht umsetzbar herausstellte. Der Jahresvertragspartner der HEAG mobilo hat einen Abruf über
den Jahresvertrag aufgrund des Umfangs der Arbeiten abgelehnt. Aus der daraufhin
veranlassten öffentlichen Ausschreibung resultierte eine deutlich höhere Auftragssumme als
ursprünglich auf Basis des gültigen Jahresvertrags kalkuliert. Aufgrund der parallellaufenden
Ausschreibung für den Kanalbau mit einem äußerst wirtschaftlichen Submissionsergebnis und
des nur beschränkt verfügbaren Schienenersatzverkehrs wurde in Abstimmun g mit dem damals
zuständigen Dezernenten entschieden, den Zuschlag für die Gleisarbeiten und die ersten
parallel erforderlichen Tiefbauarbeiten an dasselbe Bauunternehmen zu vergeben.
Die bauliche Umsetzung der städtischen Hauptbaumaßnahme „Grunderneueru ng Frankfurter
Straße zwischen Landwehrstraße und Kahlertstraße, Los 8 – Pflaster-, Asphalt- und
Tiefbauarbeiten für Geh - und Radwege“ wurde gemeinsam mit HEAG mobilo nach Abschluss der
Kanalerneuerung am 24.04.2023 begonnen und am 15.12.2023 beendet. Die HEAG mobilo hat
in eigener Regie alle Gleisbauarbeiten begleitet, die Stadt die Straßenbauarbeiten in enger
Abstimmung mit der HEAG mobilo durchgeführt. Für die Ausführung beider Gewerke wurde im
Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung erneut dasselbe baua usführende Unternehmen
beauftragt.
In der datenschutzrelevanten Anlage 5 - Kostenberechnung Straßenbau zur Magistratsvorlage
2021/0245 wurden für den Straßenbau Gesamtkosten gemäß der damals vorliegenden
Kostenberechnung in Höhe von rund 855.000 € ausgewi esen. Es zeigte sich bei der Umsetzung
des Vorhabens, dass die Kosten teilweise erheblich überschritten wurden. Die
Gegenüberstellung der geplanten Kosten aus 2021 und den tatsächlichen Kosten ist in der
Anlage 1 Herstellungskosten (datenschutzrelevant) en thalten.
Die hier vorgelegten Mehrkosten resultieren daher vor allem aus der Grundsatzentscheidung die
Baumaßnahme von einer reinen Gleisbaumaßnahme auf eine grundhafte Erneuerung zu
erweitern. Hinzu kommt die deutliche Vergrößerung des Baubereichs wie unten beschrieben.
Diese Grundsatzentscheidungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, in dem das Projekt bereits sehr
weit fortgeschritten war und daher zum Zeitpunkt der Vergabe der Straßenbauleistung diverse
erforderliche Leistungen noch nicht g eplant oder in die Leistungsbeschreibung aufgenommen
worden waren. Trotzdem war die Entscheidung, das Projekt von einer Gleis - und
Kanalbaumaßnahme auf eine grundhafte Erneuerung zu erweitern und auch den Baubereich zu
erweitern richtig, da der Eingriff du rch Gleis- und Kanalbau bereits so umfangreich war, dass
eine davon losgelöste grundhafte Erneuerung unwirtschaftlicher gewesen wäre als diese wie hier
in das Projekt zu integrieren.
- 4 -
Begründung der Mehrkosten
Durch teilweise deutlich höhere Submissionserg ebnisse beim Gleis - und Straßenbau,
Forderungen durch den Denkmalschutz bei der Materialauswahl, zusätzliche erforderliche
Bauphasen, zusätzliche Aufwendungen hinsichtlich des zweiten Rettungswegs infolge von
Vorgaben durch die Feuerwehr (beispielweise die Forderung nach einem verstärkten Ausbau der
Gehwege sowie der notwendigen Bereitstellung eines Treppenturms zur Sicherung des 2.
Rettungsweges), Anpassungen des Bauablaufs sowie unvorhergesehene Aufwendungen für die
Müllentsorgung während der Bautätigkeit en führten zu deutlich höheren Gesamtkosten.
Die Abstimmungen mit der Feuerwehr wurden erst finalisiert, nachdem der politische Beschluss
zur grundhaften Erneuerung der Frankfurter Straße getroffen wurde. Die Forderungen der
Feuerwehr waren zum Zeitpunkt d es Ausschreibungsverfahrens also noch nicht vollständig
bekannt und konnten daher auch nicht in der Leistungsbeschreibung berücksichtigt werden.
Ein großer Kostensteigerungsfaktor stellen die ausgeführten Bauarbeiten der ARGE Gleise
Frankfurter Straße für den Auftrag „Grunderneuerung Gleise Frankfurter Str. DA“ ( siehe Anlage
1) dar, die von der HEAG mobilo beauftragt und mit der Stadt Darmstadt verrechnet werden.
Diese Bauarbeiten fanden außerhalb des eigentlichen Bauabschnittes von „Los 8“ zwischen der
Landwehrstraße und der Kahlertstraße statt und zwar im Bereich der Einmündung
Landwehrstraße, am Willy -Brand-Platz sowie in der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße/
Schlossgartenstraße und Pallaswiesenstraße. Die HEAG mobilo hat dort Bauweichen ein - und
wieder ausgebaut. Die beiden Bauweichen dienten dazu, den Zeitraum für den
Schienenersatzverkehr zeitlich auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und somit die
Belastungen der Bevölkerungen in den nördlichen Stadtteilen zu minimieren. Die Stadt hat die
nebenliegende Fahrbahn ertüchtigt. Die damalige Amtsleitung des Mobilitäts - und Tiefbauamtes
hat nach Rücksprache mit dem damaligen Baudezernat für die Bauarbeiten die Freigabe erteilt.
Bei diesen im Auftrag der HEAG mobilo ausgeführten Arbeiten handelt es s ich um
Mehrleistungen, die über das städtische Baufeld am Bauanfang und Bauende hinausreichen und
in der alten Magistratsvorlage nicht berücksichtigt wurden.
Bei der Umsetzung des Projektes „Los 8“ ergaben sich Mehrkosten durch notwendige
Veränderung des B auablaufes während der laufenden Baumaßnahme und zusätzlicher
Leistungen. Die Nachtragsangebote 1 bis 10 wurden bereits beauftragt und wurden
vollständigkeitshalber nachstehend aufgeführt.
Nachtragsangebot 1 - Leistungsminderung durch Dritte im Baufeld
Aufgrund der Arbeiten von Drittgewerken (e -netz, Telekom) mussten die Leistungsansätze von
Leistungspositionen gemindert werden. Die Arbeiten erfolgten hierdurch in kleinen
Bauabschnitten und nicht in zusammenhängenden Bereichen.
Nachtragsangebot 2 - Zusätzliche und geänderte Leistungen Entwässerungsrinne
Das geplante Entwässerungskonzept auf der Westseite wurde durch ein neues ersetzt.
Nachtragsangebot 3 - Beschleunigungsanordnung
Der Auftraggeber hat eine Beschleunigungsanordnung erlassen, auf die ein Ver gütungsanspruch
besteht. Der reguläre Straßenbahnbetrieb nach den Sommerferien 2023 wurde damit
sichergestellt.
Nachtragsangebot 4 - Zusätzliche und geänderte Pflasterarbeiten
Das Verlegekonzept der Pflasterflächen wurde während der Bauausführung geändert . Anstatt
des geplanten Diagonalverbandes kam ein um 45° gedrehter Ellenbogenverband zum Einsatz.
Die Pflasterbettung und Fugenfüllung wurde unter Einbeziehung eines Sachverständigen
geändert, um so mindestens den gleichen Versiegelungsgrad der Oberflächen befestigung wie
vorher zu erreichen.
- 5 -
Die entsprechenden Bedenken von den Anliegern auf der Ostseite wurden damit berücksichtigt.
Die Anlieger befürchteten, dass es zu Eindringen von Feuchtigkeit der Hauswände und damit zu
Nässeschäden in den Kellerräumen kommen könnte.
Nachtragsangebot 5 - Zusätzliche und geänderte Asphaltarbeiten
Aufgrund des Zustandes der Hausfassaden auf der Ostseite mussten Entlastungsschnitte in der
Asphaltbefestigung ausgeführt werden. Die zum Einsatz gekommenen Mischgutarten der
Asphaltschichten wurden gemäß der Belastungsklasse angepasst.
Nachtragsangebot 6 - Einbau neuer Schachtabdeckungen
Mit dem Nachtrag wurden zusätzliche und geänderte Teilleistungen an den städtischen
Schachtabdeckungen beauftragt. Für die Teilleistung besta nd keine Preisvereinbarung.
Nachtragsangebot 7 - Kugelstrahlen des Radweges
Mit Nachbehandlung des Radweges soll eine Aufhellung der Asphaltoberfläche des Radweges
erreicht werden. Die Radwegfläche soll sich damit von der Fahrbahn farblich unterscheiden.
Nachtragsangebot 8 - Entwässerungseinrichtung Herrngarteneingang
Die komplette Platzentwässerung war nicht Bestandteil der beauftragten Leistungen.
Nachtragsangebot 9 - Zusätzliches Arbeiten im Bereich der Telekomschächte
Die Bestandskabel schächte der Telekom müssten im Bestand angepasst werden. Diese Arbeit
war nicht Bestandteil der Leistungsbeschreibung.
Nachtragsangebot 10 - Abschnittsweises Bauen unter Bahnbetrieb
Die Vorgaben der HEAG mobilo GmbH, der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des SiGeKo zum
Bauen unter Straßenbahnbetrieb fanden Niederschlag in einem neuen Bauablaufkonzept beim
Ausbau des westlichen Radweges sowie der Lücke in der Fahrbahn zwischen dem Radweg und
der Bahnanlage.
Die Mehrkosten bei der Abrechnung nach dem beauf tragten Hauptleistungsverzeichnis
begründen sich aus den Mehrmengen beim Ausbau der Übergangsbereiche zum Bestand am
Bauanfang und -ende.
Finanzierung, Förderung und Abrechnung von Anliegerbeiträgen
Die noch erforderlichen Haushaltsmittel gemäß Anlage 1 können aus Deckungsmitteln nicht
benötigter Haushaltsmittel der Investitionsnummer 08066-6501 - Haltestellenausbau für
Niederflurfahrzeuge, Straßenbahnhaltestellen -, Kostenstelle 066-190-1000 sowie der INV-Nr.
15066-6165 - Verkehrserschließung Konversion West -, Kostenstelle 066-040-1000 auf der
Investitionsnummer 08066 -6901 - DAVIA BismarckOst/WillyBrandt/MathPlatz/FrankfSüd -,
Kostenstelle 066 -100-1000, bereitgestellt werden.
Die Maßnahme ist förderfähig. Es liegt ein Zuw endungsbescheid vom Land Hessen über
274.800 € vor. Die voraussichtlich zur Abrechnung kommenden Anliegerbeiträge belaufen sich
auf ca. 763.750 €.
Dezernat IV Dezernat VI
André Schellenberg Paul Georg Wandrey
Stadtkämmerer Stadtrat
anlage 3
246 Zeichen
Punkt 19: Grunderneuerung der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße und Landwehrstraße (V-Nr. 2025/0028) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Die Linke.
anlage 2
339 Zeichen
Punkt 9: Grunderneuerung der Frankfurter Straße zwischen Kahlertstraße und Landwehrstraße (V-Nr. 2025/0028) Der Ausschuss für Mobilität, Bürgerservice, Ordnungswesen, Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: Uffbasse-Fraktion, AfD-Fraktion
Beratungsverlauf (4)
Orte (5)
- Frankfurter Straße
- Landwehrstraße
- Kahlertstraße
- Schloßgartenstraße
- Pallaswiesenstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2025/0028
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.01.2025
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00