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3628/2019

Sachstand Fördermaßnahme "Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung"

Mitteilung Ausschuss 23.10.2019

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Nächste Beratung: Verkehrsausschuss, Sitzung am 02.12.2019, TOP 7.2.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

8763 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/61/1 
61/0 Müll Sa 
Vorlagen-Nummer  23.10.2019 
 3628/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtentwicklungsausschuss 31.10.2019 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 
Verkehrsausschuss 02.12.2019 
 
Sachstand Fördermaßnahme "Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung" 
Mitteilungstext: 
 
Mit Unterstützungsbeschluss (3434/2018) vom 22.11.2018 zur Teilnahme am Förderaufruf 2018/2019 
des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat zur "Förderung von Investitionen in nationa-
le Projekte des Städtebaus" hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, dem zweistufigen Projektaufruf 
des Bundesministeriums zu folgen und sich mit der "Via Culturalis und die Quartiere der Domumge-
bung" für den Förderzeitraum 2019 bis 2023 zu bewerben. 
 
Gleichzeitig wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Projektvorschläge für die Maßnahmen Neu-
gestaltung Gürzenichstraße sowie Neugestaltung Tunnel Johannisstraße als Maßnahmenbausteine 
der Via Culturalis vorzubereiten und beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat einzu-
reichen. Es wurden förderfähige Kosten von 5.100.000,00 € für die Gürzenichstraße und 
5.500.000,00 € für den Tunnel Johannisstraße angemeldet. Die Förderquote des Bundes beläuft sich 
auf 66,67 %. Für die eingereichte Projektskizze wurde am 05.04.2019 eine Förderempfehlung über 
rund 7,07 Mio. EUR ausgesprochen. Damit wurde dem gewünschten Fördervolumen vollumfänglich 
entsprochen.  
 
Im Rahmen der Abstimmungsgespräche mit dem Fördergeber haben sich Anpassungen der zur För-
derung beantragten Maßnahmenbausteine sowie der Höhe der Kosten ergeben, die im Folgenden 
erläutert werden. 
 
 
Maßnahmenbausteine der Fördermaßnahme „Via Culturalis und die Quartiere der Domumge-
bung“ 
 
Tunnel Johannisstraße 
Nach zwischenzeitlich vorliegenden Informationen der Deutschen Bahn werden in den nächsten Jah-
ren die Brückenbauwerke am Hauptbahnhof grundlegend saniert bzw. erneuert werden müssen. Aus 
diesem Grund können die Planungen zur „Neugestaltung Tunnel Johannisstraße“ auf Grundlage der 
Planungen von Ute Piroeth Architektur aktuell nicht weiterverfolgt werden. Die geplante Maßnahme 
muss auf unbestimmte Zeit, bis zur Fertigstellung der Brückenbauwerke, verschoben werden und 
kann nicht weiter Bestandteil der Fördermaßnahme der Via Culturalis sein.

2 
 
Die insgesamt acht unterschiedlichen Stahltragwerke, welche die Johannisstraße überspannen, wei-
sen erhebliche Korrosionsschäden auf. Ein derzeit durch die DB veranlasstes Gutachten soll den ge-
nauen Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten, bzw. einer Erneuerung des Tragwerks klären. 
Für die Planungsphase wird von der DB AG einen Zeitraum bis 2025 angenommen, an den sich die 
Bauphase mit ca. 3 - 4 Jahren anschließen wird.  
Es ist beabsichtigt, die Planungen nach Abschluss der Arbeiten der DB AG im Sinne der Entwurfsidee 
weiter zu verfolgen, bzw. wieder aufzunehmen.  
 
Das Dezernat VI - Stadtbau im Quartier/Domumfeld wurde zwischenzeitlich mit der Aufgabe betraut, 
mögliche und sinnvolle Maßnahmen zusammenzustellen, die geeignet sind, für den Übergangszeit-
raum den Zustand dieser wichtigen öffentlichen Wegeachse temporär und kurzfristig zu verbessern. 
 
 
Freitreppe zu St. Maria im Kapitol (Neugestaltung Pipinstraße) 
Als Ersatz für den Wegfall der Maßnahme „Neugestaltung des Tunnels Johannisstraße“ wird die 
Maßnahme „Neugestaltung Freitreppe St. Maria im Kapitol“ zur Förderung beantragt.  
 
Die Gestaltung dieses südlichen Auftakts der Via Culturalis“ ist ein wichtiger Baustein, um den Be-
reich der Via Culturalis räumlich zu fassen und einen angemessenen Gegenpol zum nördlichen Auf-
takt, der hohen Domkirche, zu bilden. Derzeit präsentiert sich der Zugang zur Kirche St. Maria im Ka-
pitol mit einer Spundwand als Ausgleich des Höhenunterschiedes aus städtebaulicher wie auch ge-
stalterischer Sicht als unattraktiver nicht einladender Stadtraum zur Pipinstraße. Die räumliche 
Trennwirkung der Wand soll durch die Neugestaltung einer Freitreppe auf der gesamten Länge über-
wunden werden. Hier soll ein freundlicher und zum Verweilen einladender Ort entstehen, welcher 
zum einen die Blickbeziehungen über die Via Culturalis bis hin zur Hohen Domkirche hervorhebt, und 
zum anderen die Zugänglichkeit von St. Maria im Kapitol wesentlich verbessert. Ein qualitativ hoch-
wertiger öffentlicher Stadtraum soll entstehen, der gleichzeitig als verbindendes Element die Via Cul-
turalis noch deutlicher im Stadtraum sichtbar macht. 
 
Nach derzeitiger Kostenermittlung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die Maßnahme 
„Neugestaltung Freitreppe Sankt Maria im Kapitol“ auf rund 1.980.000,- Mio. € (brutto) 
 
Neugestaltung Gürzenichstraße 
Die Gürzenichstraße stellt als Vorbild den ersten Teilabschnitt dar, in dem die Planungsgrundsätze 
der Via Culturalis angewandt werden. Durch den Neubau des Gürzenich Quartiers im Süden und dem 
historischen Gürzenich im Norden ist der Bereich räumlich gefasst. Er stellt gleichzeitig eine histori-
sche Verbindung von der Heumarkt der Altstadt (Historischer Kern mit Heumarkt und Rheinufer) zur 
stark frequentierten Fußgängerzone Schildergasse (bzw. Hohe Straße) dar. 
 
Das Projekt konnte bereits mit Hilfe von Bundeszuwendungen von 2016 -2018 bis zur Leistungspha-
se 3 gem. HOAI (Entwurfsplanung und Kostenberechnung dem. DIN 276) qualifiziert werden. Zu 
Gunsten der Rad- und Fußwegeflächen sind die Flächen für den Kraftfahrzeugverkehr auf den not-
wendigen Erhalt der Funktionalität reduziert worden. Somit wird der KFZ-Verkehr zwar nicht ausge-
schlossen, aber reduziert. Die ersten notwendigen Gutachten liegen vor, die Bestimmung der Materi-
al- und Verlegeart ist abgeschlossen und die denkmalpflegerischen Aspekte sind in der Planung be-
rücksichtigt. Die archäologische Untersuchung erfolgt während der Bauausführung. Ziel der Planung 
ist es, die Gestaltung der Via Culturalis in diesem Bereich erkennbar und gestalterisch den Zusam-
menhang sichtbar werden zu lassen, um eine Systematik im öffentlichen Stadtraum nachvollziehbar 
bzw. erlebbar zu machen. 
 
Nach derzeitiger Kostenermittlung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die Maßnahme 
Gürzenichstraße auf rund 5,9 Mio. € (brutto). 
 
Konzeptionelle Maßnahme 
Auch im Förderzeitraum 2019-2023 ist vorgesehen, neben den zur Förderung eingereichten bauli-
chen Maßnahmen, eine konzeptionelle Maßnahme als Bestandteil der Gesamtfördermaßnahme zu

3 
 
beantragen, um die mit dem „Handbuch zur Via Culturalis verbundenen Zielstellungen weiter zu ver-
folgen und damit zu verstetigen.  
Das Gestaltungskonzept soll hierbei im Rahmen der Baumaßnahmen Neugestaltung Gürzenich-
straße und Freitreppe St. Maria im Kapitol die entsprechende Qualifizierung und Qualitätssicherung 
erfahren. 
 
Zur kontinuierlichen Implementierung des Kommunikationskonzepts in den kommenden Jahren 
sollen die im Handbuch erprobten Instrumente weiter ausgebaut werden.  
 
Die Konzeptionelle Maßnahme bildet somit eine räumliche wie inhaltliche „Klammer“, die die Wahr-
nehmung der Via Culturalis in der Öffentlichkeit als Gesamtraum verbessern soll, und die Anrainer 
und Akteure weiterhin in die Entwicklungen dieses Stadtraums einbinden soll.  
 
Nach derzeitiger Kostenermittlung belaufen sich die förderfähigen Gesamtkosten für die konzeptionel-
le Maßnahme auf rund 450.000,- € (brutto). 
 
Gesamtfördermaßnahme „Via Culturalis und die Quartiere der Domumgebung“ 
In dem Koordinierungsgespräch mit dem Fördergeber am 03.09.2019 wurden die aktuellen Entwick-
lungen besprochen. Es konnte Einvernehmen erzielt werden, dass die „Neugestaltung Tunnel Johan-
nisstraße“ ohne eine Gefährdung der kompletten Förderung aus dem Projekt herausgenommen wer-
den kann. Es wurde zudem die Möglichkeit eröffnet, als Ersatzmaßnahme die Neugestaltung der Frei-
treppe zu St. Maria im Kapitol (Neugestaltung der Pipinstraße) als südlichen Eingang zur Via Cultura-
lis in den Förderantrag mit aufzunehmen. Darüber soll, als übergeordnete und konzeptionelle Maß-
stabsebene, die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer Verstetigung des Handbuchs zur Via 
Culturalis als zusätzlicher Baustein in das Gesamtpaket der Förderung aufgenommen werden. 
 
Die Unterlagen für die baufachliche Prüfung wurden bereits an den Fördergeber übersandt. Der for-
male Förderantrag liegt dem Fördergeber im Entwurf vor. Der formale Bewilligungsbescheid wird En-
de dieses Jahres erlassen. Es wurden bereits alle Kommunen mit einer Förderempfehlung für den 
15.10.2019 nach Berlin ins Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat eingeladen, wo die 
Via Culturalis zusammen mit anderen Projekten als Premium Projekt ausgezeichnet wurde.  
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (3)

31.10.2019 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 17.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.11.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 9.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.12.2019 Verkehrsausschuss
TOP 7.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Gürzenichstraße
  • Johannisstraße
  • Pipinstraße
  • Hohe Straße
  • Schildergasse
  • Heumarkt

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Details

Aktenzeichen
3628/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
23.10.2019
Erstellt
17.10.2019 10:05