Mandari Insight

A-R/0022/2018

Verkehrsforum – den ÖPNV von morgen heute vorbereiten

Antrag an den Rat 06.03.2018

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.03.2018, TOP 29.12

a-r-0022-2018-Verkehrsforum Entwicklung ÖPNV

· application/pdf

Ansehen

a-r-0022-2018-Verkehrsforum Entwicklung ÖPNV

5297 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. : A-R/0022/2018  
 
 
 
 
 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL CDU 
Ratsfraktion Münster Ratsfraktion Münster 
 
 
 
Antrag 
 
 Münster, 6. März 2018 
 
 
Verkehrsforum – den ÖPNV von morgen heute vorberei-
ten  
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Münster, dem 
ZVM, dem NWL, der Fachhochschule und Universität ein an die Politik und Öffentlichkeit 
gerichtetes Verkehrsforum über Zukunftsszenarien der ÖPNV-Mobilität in Münsterland zu 
veranstalten. 
 
Unter Beteiligung von renommierten Experten der Branche (beispielsweise Vertreter des 
Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen VDV) sind folgende Themen ein Bestandteil 
des Forums: 
 
- zukünftige Trends der Verkehrsentwicklung 
- Innovative Verkehrsmittel: autonomes Fahren, On-Demand-ÖPNV 
- Optimierung der ÖPNV-Infrastruktur 
- Handlungsstrategien für Stadtwerke-Unternehmen (unter Beteiligung von Trägern 
von Modellprojekten). 
 
 
 
Begründung 
 
Der Bereich Mobilität befindet sich im Wandel. Gepaart mit den Herausforderungen der 
Nachhaltigkeit und neuen Möglichkeiten der technischen Entwicklung des digitalen Zeitalters 
eröffnen sich komplett neue Potentiale zur Neudefinierung des öffentlichen Mobilitätsange- 
bots. Daraus ergeben sich wichtige Zielsetzungen und Weichenstellungen für den Ausbau 
der Infrastruktur und deren Finanzierung, um den Bedürfnissen in der Zukunft gerecht zu 
werden. 
 
Allen voran muss die Mobilität im Kontext der Zukunftstrends neu definiert werden. Zu be- 
rücksichtigen sind neuartige Verkehrsformen hinsichtlich des möglichen Einsatzes in Müns- 
ter und Münsterland, mit denen die Mobilität in der wachsenden Stadt auch zukünftig ge- 
währleistet bzw. verbessert werden kann. Bei dem Forum soll es um Erfahrungen und Visio- 
nen im Hinblick auf den Standort Münster gehen. Schon heute müssen die Weichen für den 
Verkehr von morgen gestellt werden. Dafür bedarf es fachlich begleiteter und breit angeleg- 
ter Diskussionen über richtige Strategien hinsichtlich der Neugestaltung des öffentlichen

Personennahverkehrs in einer wachsenden Stadt wie Münster. Einige Kommunen wie bei- 
spielsweise Düsseldorf oder Siegen haben bereits ein ähnliches Verkehrsforum durchge- 
führt.  
 
Studien des Deutschen Verkehrsforums (DVF) zeigen, wie selbstverständlich gerade die 
jüngere Generation mit Hilfe des Smartphones schon multimodal unterwegs ist. Wenn heute 
von der Zukunft der Mobilität die Rede ist, dann geht es nicht länger nur um räumliche Fort- 
bewegung, um Verkehrsmittelnutzung, um neue Antriebsformen und Fahrzeug-Features. Die 
moderne Mobilität wird gleichzeitig mit den Begriffen wie Klimaschutz, Standortpolitik, neue 
Energieinfrastrukturen und postfossile Mobilitätskonzepte in Verbindung gebracht. Vernetzte 
Städte, Car-to-Car-Kommunikation oder intelligente Transportsysteme sind die Stichworte. 
 
Über den Einsatz von innovativen Formen der Verkehrsmittel liegen bereits erste Erfahrun- 
gen vor. Ein Vorreiter für solche Innovationen ist Duisburg, das ein On-Demand-Angebot - 
eingebettet in den bestehenden ÖPNV - einführt. Das Berliner Technologie-Unternehmen 
door2door führt gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) deutsch- 
landweit erstmals bedarfsgerechte Zusatzangebote ein. Teil dieser Lösung sind nachfrage- 
orientierte Kleinbusse, die von der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) eingesetzt 
werden. Die Kleinbusse sind eine Ergänzung zum Fahrplanangebot und folgen keinem stati- 
schen Fahrplan, sondern fahren auf Basis der Echtzeit-Nachfrage der Bürger und werden 
bequem via App bestellt. Ebenfalls geht die bayerische Stadt Freyung diesen Weg und setzt 
das On-Demand-Angebot ein. 
 
Auch zum Autonomen Fahren besteht international und in Deutschland eine Reihe an For- 
schungsprojekten. Autonome Fahrzeuge könnten insbesondere im Stadtverkehr für viel Ent- 
lastung sorgen. So könnte etwa der ruhende Individualverkehr in Innenstädten durch einen 
„smarten ÖPNV“ verringert werden. Besonders im Hinblick auf wachsende Städte und eine 
zunehmende Siedlungsdichte könnte das autonome Fahren eine wichtige Rolle spielen. 
Kleinteilige Shuttle-Dienste könnten bereits bestehende ÖPNV-Netze ergänzen. Die Steige- 
rung des ÖPNV durch innovative Angebote und deren Vernetzung sowie das Vordenken der 
Infrastruktur für autonome Systeme können wichtige zukunftsorientierte Botschaften werden. 
 
Mobilität eröffnet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsoptionen und hat so 
maßgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität. Erreichbarkeit und Zugänglichkeit sind wichti- 
ge Voraussetzungen für eine attraktive, lebenswerte und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt.  
Innovative Informations- und Bezahltechniken vereinfachen die Gestaltung eigener Mobilität. 
Münster wächst - und damit auch die Verkehrsnachfrage. Die angestrebte nachhaltige Ge- 
staltung des öffentlichen Verkehres erfordert deshalb zukunftsweisende Strategien und ge- 
meinsame Anstrengungen mehrerer Akteure. In einem gemeinsamen Fachgespräch soll 
ausgelotet werden, welche Trends die Entwicklung bestimmen und zu Handlungsstrategien 
für Münster passen, die die ÖPNV-Struktur nachhaltig optimieren können. 
 
 
 
 
gez. Stefan Weber  gez. Otto Reiners  
und Fraktion und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

14.03.2018 Rat
TOP 29.12 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0022/2018
Typ
Antrag an den Rat
Datum
06.03.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37