2013/0431
Nutzungskonzept Stadtgärtnereigelände
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2013/0431
24153 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
11.12.2013
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Grünflächenamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2013/0431
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 551010
Kostenstelle: 067-021-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5510-11 Sachkonto:
Betreff: Nutzungskonzept Stadtgärtnereigelände
Vorlage vom: 09.12.2013
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den Sachstandsbericht zur Nachnutzung des Stadtgärtnereigeländes zur
Kenntnis.
Anlagen: Anlage 1 Fläche Stadtgärtnerei
Anlage 2 Aktuelle Nutzungen der Stadtgärtnerei
Anlage 3 Standortanalyse IDA
Anlage 4 Konzept CDU
Anlage 5 Konzept BUND
Anlage 6 Konzept Aumühle
Anlage 7 Bessunger Bürgergarten
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Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 9. Dez. 2013
Bericht:
Der Magistrat hat am 18.7.2012 (MV Vorlagen-Nr. 2012/0219) beschlossen, die Stadtgärtne-
rei zum 1.1.2015 aus wirtschaftlichen Erwägungen zu schließen. Das Grünflächenamt und das
Stadtplanungsamt wurden gemeinsam beauftragt, ein Nutzungskonzept für die Nachnutzung
des Stadtgärtnereigeländes zu entwickeln und zu gegebener Zeit zur Beschlussfassung vorzu-
legen.
Um diesem Auftrag nachzukommen wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus den Ämtern
Grünflächenamt, Stadtplanungsamt, Kulturamt (Abt. Denkmalpflege), IDA sowie Straßenver-
kehrs- und Tiefbauamt eingerichtet, die sich in den vergangenen Monaten in mehreren Sitzun-
gen mit der Erarbeitung von Kriterien und Rahmenbedingungen für die Nachnutzung des
Stadtgärtnereigeländes beschäftigt hat. Dabei wurde nicht nur das Stadtgärtnereigelände be-
trachtet, sondern die Gesamtanlage Orangeriegarten in den Blick genommen.
1. Rahmenbedingungen
1.1.Historische Entwicklung des Orangeriegartens:
Der Orangeriegarten wurde 1719 nach dem Vorbild französischer Gartenanlagen vom Architek-
ten Louis Remy de la Fosse erbaut. Anregungen zur Gestaltung holte sich Landgraf Ernst Lud-
wig in Kassels Orangerie sowie im Garten von Schloss Herrenhausen bei Hannover. Der West-
flügel und das anschließende Gewächshaus wurden 1719 bis 1721 errichtet. Die gärtnerischen
Arbeiten übernahm der kurpfälzische Hofgärtner Johann Kaspar Ehret aus Heidelberg.
Geplant war eine Gartenanlage im französischen Barock, in drei Terrassen nach Süden anstei-
gend mit zwei schmalen Seitengärten zur Aufnahme der Orangerie und der zweiflügeligen O-
rangerieanlage am Nordende. Ein vorgelegter Ehrenhof sollte seitlich durch Gewächshäuser
begrenzt werden.
Im heute erhaltenen Teil des Gartens sind noch die ausgewogenen Raumverhältnisse der frü-
hen barocken Komposition zu erkennen. Der gestalterische Rahmen der Anlage ist noch im
Wegenetz und in der Platzierung der Fontänen und Bäume erhalten.
1.2. Aktuelle Nutzung
Das Betriebsgelände der Stadtgärtnerei
umfasst eine Fläche von insgesamt 17.291 qm, die
sich über das Kübelüberwinterungshaus bis in den östlichen Seitenstreifen erstreckt. Auf dem
Betriebsgelände der Stadtgärtnerei stehen folgende bauliche Anlagen: Sozialgebäude mit Bü-
ros, Aufenthalts-, Umkleide-, Werkstatt- und Sanitärräumen und integrierter Fahrzeughalle,
Carport, Heizzentrale, Lagerschuppen, Gewächshäuser für die Anzucht von Pflanzen und die
Überwinterung kleiner Kübelpflanzen, Frühbeetkästen, Überwinterungshalle für die großen
historischen Kübelpflanzen, sowie Materiallager mit Schüttgutboxen ( siehe Anlage 1 - Fläche
Stadtgärtnerei).
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Auf dem Betriebsgelände ist neben dem Personal der Stadtgärtnerei auch eine Revierkolonne
(Revier 3) untergebracht, die die Grünflächen des gesamten Darmstädter Südens betreut und
pflegt. Das Personal der Stadtgärtnerei ist nicht nur für die An- und Aufzucht der Beet- und
Balkonpflanzen in der Gärtnerei zuständig, sondern pflegt auch den Orangeriegarten. Das vor-
handene Sozialgebäude am Nordende der Stadtgärtnerei wird sowohl vom Personal der Stadt-
gärtnerei wie auch von der Revierkolonne gemeinschaftlich genutzt. Insgesamt sind dort der-
zeit 12 Personen untergebracht.
Die baulichen Anlagen präsentieren sich heute in einem schlechten Gesamtzustand. Notwendi-
ge Investitionen in der Stadtgärtnerei (energetische Sanierung der Gebäude, moderne Produk-
tionsanlagen mit automatischer Bewässerung, Schattierung und Lüftung, ergonomischen Ar-
beitsplätzen, besserer logistische Abwicklung der Arbeitsabläufe, Wasseraufbereitung, etc.)
sind über viele Jahre ausgeblieben, weil die Mittel hierfür nicht zur Verfügung standen. Statt-
dessen wurde nur das Notwendigste repariert, um wenigstens den Produktionsbetrieb am Lau-
fen halten zu können. Diese schlechten Rahmenbedingungen haben letztendlich zu der Ent-
scheidung geführt, aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Stadtgärtnerei als Produktionsbe-
trieb zu schließen.
Der östliche Seitenstreifen
entlang der Klappacher Straße ist derzeit an seinem südlichen En-
de von sportlichen Nutzungen (2 Ballspielflächen) geprägt. Vor einigen Jahren wurde daran
angrenzend eine Rasenspielfläche hergerichtet, um ein weiteres Angebot zum Ballspielen zu
schaffen. Die Rasenspielfläche ist mit einem einfachen Drahtzaungeflecht von der restlichen
Betriebsfläche der Stadtgärtnerei abgegrenzt. In der Zwischenzeit nutzt die Bessunger Grund-
schule angrenzend an diese Rasenfläche ein kleines Stück inmitten der brachliegenden Rest-
flächen als Schulgartenfläche (siehe Anlage 2 - Aktuelle Nutzungen).
Von Seiten des Grünflächenamtes wird angrenzend an den Lesegarten ein Teilbereich noch
immer als Aufzuchtfläche für Bäume und Sträucher genutzt. Die dazwischen liegende Restflä-
che ist derzeit Brachland.
Der westlich an den Barockgarten angrenzende Seitenstreifen
ist baulich überprägt worden.
Die derzeit vorhandenen Nutzungen (Verkehrsschulgarten, Pausenhofflächen und Sportanlagen
der Schule) genießen Bestandsschutz und stehen nicht zur Disposition.
Das Areal nördlich der Stadtgärtnerei
, unter dem Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts
ein unterirdisches Regenrückhaltebecken errichtet wurde, wird heute bei guten Wetterbedin-
gungen als Behelfsparkplatz genutzt, um bei großen Veranstaltungen den Parkdruck aufzufan-
gen oder aber Fahrzeuge der Schausteller der Bessunger Kerb unterzubringen. Außerdem fin-
det dort jeden Freitag auch der Bessunger Bauernmarkt statt. Bei schlechtem Wetter bereitet
der Standort Probleme, weil ein entsprechend fester Untergrund fehlt. Der Boden über dem
Regenrückhaltebecken wurde damals nur mit Erde überdeckt und mit Rasen eingesät.
Erschließung/Parken:
Die Hauptzufahrt befindet sich im Norden an der Jahnstraße. Hier erreicht man über die Oran-
gerieallee einen Parkplatz sowie das Orangeriegebäude mit angrenzendem Restaurant. Der
eigentliche Orangeriegarten südlich des Orangeriegebäudes ist nur für Fußgänger und Radfah-
rer zugänglich.
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Das Betriebsgelände Stadtgärtnerei ist durch eine eigene Zufahrt von der Klappacher Straße
erschlossen. Die vor einigen Jahren errichtete Lagerfläche mit Schüttgutboxen des Grünfläche-
namtes im nordöstlichen Bereich des Betriebsgeländes ist über eine gesonderte Zufahrt über
das Regenrückhaltebecken erreichbar.
Nördlich des Orangeriegebäudes befindet sich ein ausgewiesener Parkplatz, der auch als Ver-
anstaltungsfläche für die Bessunger Kerb genutzt wird. Darüber hinaus wird vor dem Orange-
riegebäude geparkt, obwohl Parken aus denkmalpflegerischer Sicht hier nicht erwünscht ist.
1.3. Anforderungen des Grünflächenamtes an die zukünftige Nutzung
Der Orangeriegarten soll auch weiterhin in der bisherigen Intensität zweimal im Jahr mit Blu-
men bepflanzt sowie fachgerecht durch das Grünflächenamt gepflegt werden. Dies beinhaltet
auch weiterhin die Pflege und Überwinterung der historischen Kübelpflanzen in der Überwinte-
rungshalle. Darüber hinaus besteht ein Bedarf von ca. 100 qm Nutzfläche, um auch die kleinen
Kübelpflanzen zu überwintern, die bislang in den Produktionsgewächshäusern untergebracht
werden.
Für die Pflege des Orangeriegartens werden zukünftig dauerhaft mehrere Mitarbeiter/innen
benötigt.
Auf dem Gelände der Stadtgärtnerei muss weiterhin eine Anzuchtfläche für Bäume und Sträu-
cher in der Größenordnung von ca. 200 - 250 qm erhalten bleiben.
Bei der Überlegung, wie das Stadtgärtnereigelände zukünftig genutzt werden kann, war zu-
nächst die Frage zu klären, welche Flächen bzw. Gebäude vom Grünflächenamt weiterhin benö-
tigt werden und welche Flächen zukünftig überhaupt zur Disposition stehen. Das Grünfläche-
namt hat deshalb den Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) beauftragt, eine
Standortanalyse unter Berücksichtigung der notwendigen Infrastruktur für die Mitarbei-
ter/innen der Grünflächenpflege durchzuführen. Hierbei wurden die Standortoptionen Zentral-
lager Pallaswiesenstraße und die Minigolfanlage im Prinz-Emil-Garten betrachtet.
Die Standortanalyse hat folgendes Ergebnis erbracht:
Der Gesamtflächenbedarf von Revier 3 und Kolonne Orangerie beträgt ca. 515 qm. Dieser Flä-
chenbedarf kann weder im Zentrallager Pallaswiesenstraße noch auf der Minigolfanlage im
Prinz-Emil-Garten ohne umfassende investive bauliche Maßnahmen nachgewiesen werden.
Die wirtschaftlich günstigste Variante (Variante 3) zur Unterbringung von Beschäftigten, Ma-
schinen, Fahrzeugen und Materialien besteht in der Errichtung eines Neubaus auf dem Be-
triebsgelände der Stadtgärtnerei sowie in einer Teilnutzung an der Nordostecke des bestehen-
den Sozialgebäudes. Diese Variante hat zudem den Vorteil, dass das verbleibende Areal nicht
„zerstückelt“ wird, sondern weitgehend kompakt sinnvollen anderen Nutzungen zugeführt
werden kann. Sollte es nicht möglich sein, die Nordostecke des Unterkunftsgebäudes zu nut-
zen, dann müsste auch dafür Ersatz an anderer Stelle des Stadtgärtnereigeländes geschaffen
werden.
Die ursprüngliche Idee, den Neubau südlich des Lesegartens zu errichten, wurde aus städte-
baulicher und denkmalschutzrechtlicher Sicht verworfen. Möglich erscheint dagegen ein Neu-
bau nördlich des Kinderspielplatzes bzw. westlich der Gewächshäuser.
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Die vollständige Standortanalyse ist der Magistratsvorlage als Anlage 3
- Standortanalyse -
beigefügt.
1.4. Anforderungen aus Sicht der Verkehrsplanung
Die LKW-Zufahrt zum Orangeriegelände soll zukünftig von der Klappacher Straße aus erfolgen.
Um dies zu ermöglichen und gleichzeitig zu verhindern, dass die Grünflächen rechts und links
der neuen Zufahrt beparkt werden, müssen hier noch Poller eingebaut werden.
Von Seiten der Verkehrsplanung wurde außerdem Bedarf an einem Zweirichtungsradweg durch
den Orangeriegarten in Nord-Süd-Richtung angemeldet.
Der in Ost-West-Richtung querende Fuß- und Radweg, der die Haltestelle an der Bessunger
Straße mit dem Seekatzweg verbindet, wurde in den Schülerradroutenplaner aufgenommen.
1.5. Planungsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen an eine zukünftige Nutzung
Es liegen folgende Fluchtlinienpläne vor:
Der Fluchtlinienplan Nr. 1 aus dem Jahr 1952 setzt eine Straßenfluchtlinie parallel zur Klappa-
cher Straße fest, die eine Verbreiterung der Klappacher Straße im Bereich der Orangerie er-
möglichen sollte (Querschnitt 18.50 m). Diese Planung wird nicht mehr verfolgt.
Der Fluchtlinienplan Nr. 82 aus dem Jahr 1951 setzt eine Straßenfluchtlinie entlang der Jahn-
straße fest, die eine Verbreiterung der Jahnstraße ermöglichen sollte (Querschnitt 12.50m)
und bezeichnet den Bereich südlich der Mauer als „Von der Bebauung ausgeschlossen“. Auch
die Verbreiterung der Jahnstraße wird nicht mehr verfolgt.
Planungsrechtliche Anforderungen
:
Auf dem bestehenden Gelände der Stadtgärtnerei befinden sich genehmigte Anlagen wie z.B.
Gewächshäuser (BN-1959-824). Diese Anlagen genießen baurechtlich Bestandsschutz.
Neue Bauvorhaben innerhalb des Geländes der Stadtgärtnerei, die der Nutzung der Stadtgärt-
nerei dienen, sind auf Grund der Vorprägung durch die bestandsgeschützten Anlagen prinzi-
piell planungsrechtlich genehmigungsfähig. Die Vorhaben sind im Einzelfall mit städtebauli-
chen Belangen und dem Denkmalschutz abzustimmen.
Für alle anderen Bauvorhaben wie z.B. Verkaufsstätten, Gastronomie, Veranstaltungs- und
Schulungsräume sowie neue Erschließungs- und Parkierungsanlagen muss Planungsrecht
durch Aufstellung eines Bebauungsplans geschaffen werden.
Im Rahmen der Aufstellung sind alle relevanten Belange abzuprüfen. Dabei ist die enge Nach-
barschaft zu den umgebenden Wohngebieten insbesondere hinsichtlich möglicher Immissions-
belastungen auf Grund des erzeugten Autoverkehrs und der Lärmbelastung aus den geplanten
Veranstaltungen bzw. der Gastronomie zu berücksichtigen.
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Eine direkte Nachbarschaft von Nutzungen, die mit der angrenzenden Wohnnutzung nicht ver-
einbar sind, kann durch Aufstellung eines Bebauungsplanes nicht ermöglicht werden. Ebenso
sind bei der Aufstellung eines Bebauungsplans alle weiteren Fachbelange, - hier insbesondere
der Denkmalschutz - zu berücksichtigen.
Freiflächennutzungen wie z.B. Barfußpfad, Gemüse-, Obst- und Kräutergarten, naturpädogi-
scher Lehrpfad, Lesegarten etc. sind keine baulichen Anlagen. Sie bedürfen keiner Baugeneh-
migung und brauchen daher auch keine planungsrechtlichen Grundlage für eine Genehmigung.
.
1.6. Denkmalschutzrechtliche Situation und Anforderungen an eine zukünftige Nutzung:
Der Orangeriegarten mitsamt umlaufender Einfriedungsmauer ist Sachgesamtheit Kultur-
denkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) und steht aus
künstlerischen, geschichtlichen und städtebaulichen Gründen unter Denkmalschutz. Das Oran-
geriegebäude selbst, ein langgestreckter Bau mit Mansarddach und flachen, schmalen Eckrisa-
liten und das sich westlich anschließende ehemalige Gewächshaus (heute Restaurant Orange-
rie) in zurückhaltenden klassizistischen Formen, ebenfalls von De la Fosse, sind Kulturdenkmä-
ler gemäß § 2 Abs. 1 HDSchG.
Weiterhin steht die schmückende Toranlage am Nordeingang der Orangerie (zurzeit nicht ein-
gebaut) unter Denkmalschutz. Diese wurde 1748 am Palais am Markt errichtet und 1850 an
der Orangerie aufgestellt. Das sich im östlichen Gartenteil auf der Höhe der Seekatzstraße be-
findliche Gewächshaus aus den fünfziger Jahren mit filigraner Stahl-Glas-Fassade nach Süden
ist ebenfalls Kulturdenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 HDSchG und steht somit unter Denkmal-
schutz.
Wesentlicher Aspekt der heute noch erhaltenen Raumverhältnisse ist die Achsenordnung der
Gartenanlage. Um eine Störung und somit den Verlust der historischen Raumstrukturen zu
verhindern, ist diese Achsenordnung unbedingt einzuhalten.
Es handelt sich bei der Orangerie um eine Gartenanlage, umschlossen von einer steinernen
Mauer, die den Garten definiert. Das Zentrum des Gartens liegt innerhalb der Ummauerung.
Diese Ummauerung umschließt die Fläche und bestimmt diese als Gartenfläche. Es handelt
sich daher grundsätzlich um keine bebaubare Fläche.
Eine Bebauung südlich der Höhe Seekatzstraße kann nicht in Aussicht gestellt werden. Die
historischen Zusammenhänge nördlich des Orangeriegebäudes fehlen bereits heute. Eine Neu-
strukturierung im nördlichen Bereich, nördlich der Höhe Seekatzstraße, ist daher weniger be-
lastend und denkbar.
Alle Maßnahmen, die die Orangerie betreffen, insbesondere Gebäude- und Gartenanlagen sowie
die Einfriedungsmauer mit Toranlagen, usw. bedürfen einer denkmalrechtlichen Genehmigung
nach § 16 Abs. 1 und 2 HDSchG und sind mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen.
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Das Überwinterungshaus aus den fünfziger Jahren im östlichen Teil der Anlage wirkt als Pen-
dant zur gegenüberliegenden Westseite. Der Denkmalwert des Gebäudes wird wesentlich ge-
prägt durch seine Solitärwirkung und die Glas-Stahl-Fassade nach Süden. Ein Anbau an das
Gebäude kann aus Sicht der Denkmalpflege nicht in Aussicht gestellt werden.
Die Denkmalpflege empfiehlt die Erarbeitung einer gartenhistorischen Untersuchung für den
Orangeriegarten. Diese Untersuchung ist als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage aus
denkmalpflegerischer Sicht für den allgemeinen zukünftigen Umgang mit der Gartenanlage
notwendig. Sie dient der langfristigen Sicherung der Grundstruktur der Anlage, erarbeitet die
Rahmenbedingungen für neuzeitliche Nutzungen und die Möglichkeiten ihrer Integration in den
Garten. Auch Vorschläge zum denkmalgerechten Umgang mit der Anlage im Sinne eines Pfle-
gekonzeptes können in einer solchen Untersuchung erarbeitet werden.
Parallel zu den Nutzungsüberlegungen für das Gelände der Stadtgärtnerei wurde vom Grünflä-
chenamt ein Auftrag an ein Landschaftsplanungsbüro erteilt, historische Unterlagen zum O-
rangeriegarten zu sichten und zusammen zu tragen.
2. Ideen zur Nachnutzung des Stadtgärtnereigeländes aus Sicht der Bürgerschaft
Parallel zur Erarbeitung des Nutzungskonzeptes in der Stadtverwaltung wurden von Interes-
senten aus der Bürgerschaft Ideen zur Nachnutzung des Geländes entwickelt. Es hat sich im
laufenden Prozess gezeigt, dass ein reges Interesse aus der Bürgerschaft vor allem auch an
einer bürgerschaftlichen Nachnutzung des Areals besteht. So haben auf Einladung der CDU-
Bessungen und des BUND bereits Veranstaltungen stattgefunden, um Ideen vorzustellen und
Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit an Nachnutzungskonzepten einzuladen.
Darüber hinaus gibt es weitere Interessenten, die derzeit Vorschläge entwickeln, von denen
bislang jedoch noch keine Konzeptbeschreibung eingereicht wurde. Die Ideen reichen von ei-
nem Theaterforum bis hin zu energetischen Pilotprojekten und Versuchsanlagen unter Beibe-
haltung des Betriebs der Stadtgärtnerei. Zwischenzeitlich liegen die folgenden vier Konzepte
vor, deren Langfassung als Anlage (Anlage 4 - 7) beigefügt sind:
1. Die Behindertengärtnerei Aumühle in Wixhausen möchte die Gewächshäuser in einen
Verkaufsmarkt mit Pflanzen, Erden, Zubehör, Deko-Artikel, Floristik, einem Erlebniscafe
Gärtnerei für Menschen mit und ohne Behinderungen und einem Kunstprojekt Garten-
galerie umnutzen. Hierzu werden das Sozialgebäude und die Gewächshäuser allesamt
benötigt, eines der Gewächshäuser soll zu einem Cafe umgenutzt werden.
Kommentar der Verwaltung:
Die Umsetzung des Konzeptes hätte zur Folge, dass für das Grünflächenamt an anderer Stelle
im Betriebsgelände Gebäude für die Unterbringung von Maschinen, Fahrzeugen, Personal und
Material geschaffen werden müsste. Die Gewächshäuser blieben als gärtnerische Einrichtungen
erhalten. Synergieeffekte könnten sich dadurch ergeben, dass die Gärtnerei Aumühle den Be-
darf an Pflanzen für das Grünflächenamt produziert. Es würde sich um eine gewerbliche Ein-
richtung mit sozialer Bindung handelt. Ein Großteil des freiwerdenden Areals wäre mit der Wei-
ternutzung der Gewächshäuser belegt. An der Nutzung der Gartenflächen im östlichen Seiten-
streifen hat die Aumühle kein Interesse. Die erforderlichen Investitionen würden durch die
Gärtnerei Aumühle erfolgen. Voraussetzung wäre Planungssicherheit durch Pachtverträge.
- 9 -
2. Vom BUND wurde ein Konzept mit dem Slogan „Naturerlebnis, Kreativität und Erho-
lung für Jung und Alt“ eingereicht. Auf dem freiwerdenden Areal sollen ökologische, so-
ziale und (natur-) pädagogische Aspekte miteinander verbunden werden, z.B. in Form
eines Erlebnis-, Spiel- und Wildbereiches, Lehrgarten, Feuerstelle mit Gartenküche,
Kreativraum, Veranstaltungsraum, Bereich für sportliche Aktivitäten und freien Bewe-
gungsflächen.
Kommentar der Verwaltung:
Das Konzept geht davon aus, dass der Erhalt der Gewächshäuser aufgrund des baulichen Zu-
standes fragwürdig ist. Zwischen einem Trägerverein Bessunger Naturgarten und der Stadt
würde ein Pachtvertrag geschlossen werden. Der Trägerverein würde Nutzungsverträge mit
kommerziellen und nicht kommerziellen Nutzern aushandeln. Ein Förderverein soll Fördermit-
tel einwerben und wirkt als Bindeglied in die Bessunger Bevölkerung. Das Konzept ist offen für
vielfältigste Nutzungen. Es gibt noch keine konkreten Aussagen zur Finanzierung. Die Stadt soll
Mitglied im Trägerverein sein.
3. Das Konzept „Bessunger Bürgergarten“ von Herrn Dieter Krellmann und Herrn Joachim
Böttcher sieht ein beispielhaftes Stoffstrommanagement vor, das die Gewächshäuser
auch weiterhin zur Nutzung beibehält. Vorgesehen sind Bio-Gemüseanbau und –
verkauf, Terra Preta Herstellung, Wärme- und Stromgewinnung, Hofladen mit Gastro-
nomie, Kindergarten, Aquakultur, Hühnerhaltung, Pflanzenzucht, Erlebnisbereiche,
Mehrgenerationen- und Wellnessgarten.
Kommentar der Verwaltung:
Das Konzept beinhaltet stark gewerblich aber auch gemeinwohlorientierte Nutzungen. Bei der
Hühnerhaltung und der Herstellung von Terra Preta können Geruchs- und Lärmimmissionen
nicht ausgeschlossen werden. Diese müssten in entsprechenden Gutachten genauer untersucht
werden. Die Gewächshäuser würden bei diesem Konzept erhalten werden. Das Konzept vereint
viele bürgerschaftliche Nutzungen, die zum Teil auch in anderen Konzepten enthalten sind.
Planungsrechtlich wird das Vorhaben kritisch beurteilt.
4. Von Dr. Benno Quade liegt ein Konzeptentwurf zu einem Bessunger Bürger/innengarten
vor, der das Gelände in 4 Themenbereiche gliedert: Intergenerationengarten und Kul-
turgarten, Kindergarten und Gartenküche, Begegnungsarten: Mach-, Sei- und Miteinan-
dergarten („Sub-Kulturen“) und Lehr- und Lerngarten und Pachtnutzgarten.
Kommentar der Verwaltung:
Das Konzept von Dr. Benno Quade wurde in einer öffentlichen Veranstaltung Anfang dieses
Jahres vorgestellt und soll einen Impuls für eine Bürgerversammlung liefern. Dr. Quade
schlägt vor, den Bürgerinnen und Bürgern die Initiative für die Gestaltung des Geländes zu
überlassen Die Inhalte dieses Konzeptes finden sich zum Teil auch in den anderen Konzepten
in konkreterer Form wieder.
3. Planungsrechtliche Bewertung der vorliegenden Konzepte
Für eine qualifizierte planungsrechtliche Stellungnahme ist der Detaillierungsgrad der vorlie-
genden Konzepte nicht ausreichend. Alle Konzepte enthalten Nutzungen, die einer baurechtli-
chen Genehmigung bedürfen. Dazu ist die planungsrechtliche Grundlage durch die Aufstellung
eines Bebauungsplans zu schaffen. Im Rahmen der Aufstellung sind alle relevanten Belange
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abzuprüfen. Dazu gehören insbesondere die Immissionsbelastungen auf Grund des erzeugten
Autoverkehrs, der geplanten Veranstaltungen, der Gastronomie, der Tierhaltung und weiterer
Vorhaben. Zu welchen Einschränkungen ein solches Bebauungsplanverfahren kommt, lässt
sich im Vorfeld nicht festlegen, da es ein offenes Beteiligungsverfahren ist und Beschlüsse
durch die städtischen Gremien gefasst werden müssen.
Vorsorglich lässt sich darauf hinweisen, dass für Nutzungen, die der Festsetzung eines Gewer-
begebietes oder eines Dorfgebietes bedürfen, voraussichtlich kein Planungsrecht geschaffen
werden kann, weil die auftretenden Konflikte planerisch nicht bewältigt werden können.
4. Weitere Vorgehensweise:
Die Verwaltung wird ein Strukturkonzept mit verschiedenen Nutzungsoptionen entwickeln, das
als Grundlage für eine Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern im Frühjahr 2014 dient.
Das notwendige Bauleitplanverfahren wird vorbereitet.
Aufgestellt:
Darmstadt, 9.12.2013
67-0 F Nst. 2900 Anlagen
Dezernat III Dezernat IV
Brigitte Lindscheid André Schellenberg
Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 2
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2
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15
9
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11
5
6
7 14 13
3 Rasenspielfläche
4 Schulgarten der
Bessunger Grundschule
5 Anzuchtfläche für
Sträucher u. Bäume
Grünflächenamt
2 Ballspielfeld
1 Ballspielfeld 1 Ballspielfeld
15 Regenrückhaltebecken
6 Lesegarten
7 Überwinterungshalle
8 Gewächshäuser,
Frühbeetkästen
9 Sozialgebäude
13 Orangeriegebäude
10 Lagerfläche Material,
Schüttgüter
11 Anzuchtflächen
12 Heizzentrale
14 Kinderspielplatz
Aktuelle Nutzungen der Stadtgärtnerei; Anlage 2
anlage 5
26397 Zeichen
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hrowc^pprkd=Die Stadtgärtnerei in der Orangerie in Bessungen wird derzeit von der Stadt Darmstadt betrieben und soll nach Stadtverordnetenbeschluss bis 2015 aufgegeben werden. Einige Flächen werden aber weiterhin vom Grünflächenamt benötigt. Die Ausgangslage und die derzeit erkennbaren Rahmenbedingungen sind in Kapitel 1 beschrieben. Das Grünflächenamt koordiniert die Konzeption der zukünftigen Nutzung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsverband Darmstadt legt hiermit einen Vorschlag für die weitere Nutzung vor. Das organisatorische Konzept sieht vor, dass ein übergreifender Trägerverein gegründet wird, in dem verschiedene Nutzerinteressen sowie die finanziellen Aspekte koordiniert und gebündelt werden können. Weitere Details zur Organisation finden sich in Kapitel 2. Der BUND ist bereit, bis zur Gründung des Trägervereins als Ansprechpartner für die Stadt zu fungieren und entsprechende Verantwortung zu übernehmen. Damit entsprechende Vorbereitungen zügig vorangetrieben werden können, strebt der BUND für 2014 einen entsprechenden Vorvertrag / eine beiderseitige Absichtserklärung
2
über einen langfristigen Pachtvertrag mit der Stadt Darmstadt an, der entsprechende Planungssicherheit bieten soll. Details der möglichen künftigen Nutzung und die Anordnung der unterschiedlichen Bereiche sind in Kapitel 3 beschrieben. Das Jahr 2014 kann dann genutzt werden, die angelaufene Einbindung von weiteren ehrenamtlichen und kommerziellen Partnern voranzutreiben und verbindlich zu gestalten. Ohne vertragliche Grundlage mit der Stadt ist eine solche verbindliche Gestaltung derzeit nicht möglich. Weiterhin muss der zeitliche Ablauf bedacht werden. So wird es einige Bereiche geben, die schneller zu realisieren sind und andere, die zunächst als Provisorien genutzt werden müssen. Andere Aspekte werden sich erst mittelfristig realisieren lassen. In Kapitel 4 gehen wir auf diese Aspekte des zeitlichen Ablaufes ein und versuchen dort, die einzelnen Schritte zu skizzieren. Im Oktober 2013 ist eine öffentliche Veranstaltung vorgesehen, bei der die vom BUND veranlassten studentischen Entwürfe für die Gestaltung der Flächen der Stadtgärtnerei vorgestellt werden sollen. Diese Veranstaltung soll auch dazu dienen, das Beteiligungs-Konzept des BUND bekannt zu machen.
3
hçåòÉéí=Ñüê=ÇáÉ=kìíòìåÖ==ÇÉê=pí~ÇíÖ®êíåÉêÉá=áå=ÇÉê=lê~åÖÉêáÉ=Ó=k~íìêÉêäÉÄåáëI=hêÉ~íáîáí®í=ìåÇ=bêÜçäìåÖ=Ñüê=gìåÖ=ìåÇ=^äí===NK=o^ejbk_bafkdrkdbk= Q=NKNK=aÉêòÉáíáÖÉê=_Éëí~åÇ=ÇÉê=pí~ÇíÖ®êíåÉêÉá= T=NKOK=wìâüåÑíáÖÉ=kìíòìåÖëïüåëÅÜÉ=ÇÉë=dêüåÑ®ÅÜÉå~ãíÉëW= U=NKPK=^åÇÉêÉ=ÄÉëíÉÜÉåÇÉ=kìíòìåÖë~åëéêüÅÜÉ= U=NKQK=aÉåâã~äëÅÜìíò= V=OK=lod^kfp^qlofp`ebp=hlkwbmq= NN=PK=krqwrkdphlkwbmq=abp=_rka= NR=PKNK=hêáíÉêáÉå=Ñüê=ÉáåÉ=òìâüåÑíáÖÉ=kìíòìåÖ=ÇìêÅÜ=_üêÖÉêáååÉå=ìåÇ=_üêÖÉê=NR=PKOK=råëÉê=sçêÜ~ÄÉåW=ÖÉåÉê~íáçåÉåîÉêÄáåÇÉåÇÉë=k~íìêÉêäÉÄåáë=áå=ÇÉê=pí~Çí=NR=PKPK=fÇÉÉå=òìê=sÉêïáêâäáÅÜìåÖ=ÇÉê=sáëáçå= NS=PKQK=cìåâíáçåëëÅÜÉã~= NT=PKRK=_üêÖÉêÄÉíÉáäáÖìåÖ=ìåÇ=dÉëí~äíìåÖëîçêëÅÜä®ÖÉ= NV=PKSK=eáåíÉêÖêìåÇ= OM=QK=tbfqbob=slodbebkptbfpb= ON=^kpmob`em^oqkbo= OO==
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NK=o~ÜãÉåÄÉÇáåÖìåÖÉå= Der BUND Darmstadt hatte zum Thema Orangerie bereits im Jahr 2012 eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt. Die BUND-Arbeitsgruppe erfasste in enger Abstimmung mit dem Vorstand unter anderem die Bestandssituation, führte Gespräche mit interessierten Gruppen und Personen, betreute die studentischen Entwürfe zur Gestaltung der Gärtnereiflächen und entwickelte Ideen zur künftigen Nutzung des Geländes. Abbildung 1 zeigt einen Lageplan der Orangerie in Bessungen. Die Grenzen der Orangerie sind rot umrandet. Gelb umrandet dargestellt sind die Flächen und Gebäude, die derzeit vom Grünflächenamt als Stadtgärtnerei genutzt werden. Insgesamt umfasst das Gelände der Stadtgärtnerei eine Fläche von ca. 1,5 Hektar. Abbildung 2 zeigt den gleichen Ausschnitt als Luftbild.
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Abbildung 1: Lageplan Orangerie
6
Abbildung 2: Luftbild Orangerie
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NKNK=aÉêòÉáíáÖÉê=_Éëí~åÇ=ÇÉê=pí~ÇíÖ®êíåÉêÉá=Im Folgenden werden die bestehenden Gebäude und Nutzflächen kurz beschrieben. Die angegebenen Ziffern in Klammern beziehen sich auf die Abbildungen 1 und 2 und verorten die aufgeführten Elemente. Die Stadtgärtnerei verfügt im Nord-Osten über eine direkte Zufahrt von der Klappacher Straße (1), von der Klappacher Straße besteht eine Zufahrt (2) zu dem Vorplatz der Stadtgärtnerei. Das Gelände kann aber auch von Norden über das Tor an der Jahnstraße aus Richtung Orangerieallee (3) erreicht werden. Der Zugangsbereich zur Stadtgärtnerei (4), unter dem sich auch ein unterirdisches Niederschlagsrückhaltebecken (5) befindet, wird gelegentlich für den Wochenmarkt oder bei der Bessunger Kerb benutzt. Ansonsten erfolgt in diesem Bereich, außer Anlieferung / Parken der Gärtnereimitarbeiter, derzeit keine Nutzung. Südlich anschließend verfügt die Stadtgärtnerei über ein eingeschossiges Betriebsgebäude (6) mit Pausenräumen, Sanitärräumen sowie Lager und Fahrzeug-Schuppen. Die Bausubstanz befindet sich in einem schlechten Zustand. Welche Teile des Betriebsgebäudes sanierungsfähig sind, muss eine detaillierte Prüfung zeigen. In der Tendenz wird davon ausgegangen, dass ein Neubau eines Ständerleichtbaues langfristig die wirtschaftlichere Alternative darstellt. Südlich anschließend befinden sich vier Gewächshäuser, von denen vor allem die mittleren (8) in einem sehr schlechten Zustand sind und nicht wirtschaftlich erhalten werden können. Aber auch das nördliche (7) und das südliche (9) Gewächshaus entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und ein wirtschaftlicher Betrieb in der vorliegenden Form (Isolierung / Lüftung / Pflanztische / Automatisierungsgrad) ist zweifelhaft. Die Gewächshäuser werden derzeit überwiegend zur Pflanzenproduktion und zum Teil zur Überwinterung / Lagerung von Kübelpflanzen verwendet. Westlich der Gewächshäuser befinden sich verschiedene offene Schuppen (10) und ein Heizungsgebäude für die Gewächshäuser (11) sowie eine größere Anzuchtfläche (12) aber auch versiegelte Flächen z.B. zur Kompostierung oder Zwischenlagerung. Die dort befindlichen Gebäude sind ebenfalls durchweg in einem schlechten baulichen Zustand. Südlich der Gewächshäuser verläuft ein (öffentlicher) Verbindungsweg (Fuß / Fahrrad) von der Klappacher Straße (13) in der Verlängerung der Seekatzstraße. Daran anschließend befindet sich das Überwinterungshaus für die großen Kübelpflanzen (14) sowie der Zugangsbereich zum Überwinterungshaus vom Orangeriegarten aus, der sogenannte „Lesegarten“ (15). Im Sommer werden das Überwinterungshaus und der Lesegarten auch für Aufführungen der Neuen Bühne genutzt.
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Weiter südlich befinden sich ein kleines Arboretum, eine „kleine Baumschule“ (16) sowie eine ungenutzte Grünfläche (17). In der Verlängerung befindet sich eine für Kindersport gedachte Freifläche (18), die durch einen Zaun vom Gärtnereigelände abgetrennt und öffentlich zugänglich ist. Über diese Flächen hinausgehend sind auf dem Plan noch die Sportfläche (19) im Südosten und der Parkplatz (20) im Nordwesten mit Nummern gekennzeichnet. NKOK=wìâüåÑíáÖÉ=kìíòìåÖëïüåëÅÜÉ=ÇÉë=dêüåÑ®ÅÜÉå~ãíÉëW=Das Grünflächenamt wird die Gärtnerei in 2015 aufgeben, benötigt aber weiterhin das (denkmalgeschützte) Überwinterungshaus für die großen Kübelpflanzen (14). Weiterhin wird der östliche Teil des bestehenden Betriebsgebäudes (6) mit Schuppen und Pausen- / Sanitärraum als Stützpunkt für die Arbeiten des Grünflächenamtes außerhalb des Orangeriegartens benötigt. Darüber hinaus ist beabsichtigt, für die Mitarbeiter des Orangeriegartens ein neues Gebäude mit Geräteschuppen und Sozialräumen südlich des Lesegartens zu errichten. Ergänzend werden etwa 100 m2 Überwinterungsflächen für kleinere Kübelpflanzen und weitere Lagerfläche in der gleichen Größenordnung benötigt. Insgesamt ist die beabsichtigte zukünftige Nutzung des Grünflächenamtes über das gesamte Gelände verteilt. Dadurch wird es schwierig, zusammenhängende Funktionsräume für die künftige Nutzung sinnvoll zu entwickeln. NKPK=^åÇÉêÉ=ÄÉëíÉÜÉåÇÉ=kìíòìåÖë~åëéêüÅÜÉ=Die Flächen werden auch für weitere Aktivitäten im Interesse Bessungens genutzt, sodass diese in die Konzeptentwicklung mit einfliessen und beachtet werden. Dazu gehören zum einen öffentliche Parkplätze (20), die Flächen für die jährliche Bessunger Kerb auf dem nördlichen Eingangsweg (3) sowie die Flächen für den Wochenmarkt auf dem Zugangsweg der Stadtgärtnerei (4) und weitere Flächen anderer Festveranstaltungen. Nach unseren Informationen ist das Grünflächenamt bestrebt hier eine neue Sortierung herzustellen, sodass das historische Zugangstor und die historische Allee weniger beansprucht werden. Entsprechend den vorliegenden studentischen Planungen erscheint es durchaus realisierbar, die derzeit vorhandenen Parkplätze (20) auf den Flächen über dem Rückhaltebecken (5) zu platzieren und hier eine Bündelung / Mischnutzung der Parkplatzflächen auch für andere Nutzungen (Wochenmarkt / Kerb / etc) zu erreichen und dabei gleichzeitig die Zufahrt durch das denkmalgeschützte Tor (3) zu unterbinden. Auch die Andienung zum Restaurant in der Orangerie könnte dann über diesen, von der Klappacher Straße erschlossenen Parkplatz erfolgen.
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Die derzeitigen Parkplätze können zumindest teilweise für den Schulgarten der Bessunger Grundschule genutzt werden. Diese ersten Überlegungen zeigen, dass ein entsprechend breit aufgestelltes Beteiligungsverfahren notwendig ist, um die bestehenden Nutzungswünsche optimal zu bündeln und eine entsprechend in der Bürgerschaft akzeptierte langfristige Konzeption zu entwickeln. NKQK=aÉåâã~äëÅÜìíò=Abbildung 3 zeigt einen Ausschnitt aus der Denkmaltopographie1 für die Stadt Darmstadt, 1994. Demnach ist der Orangeriegarten in Bessungen inklusive der Flächen der Stadtgärtnerei als Kulturdenkmal nach Hessischem Denkmalschutzgesetz eingetragen. Die Gebäude der barocken Orangerie aus dem 18. Jahrhundert sind zudem ebenso wie das östliche Überwinterungshaus für die Kübelpflanzen und die Mauer rund um die Orangerie als Einzel-Bauwerke und ebenfalls als Kulturdenkmäler ausgewiesen. Im Gegensatz dazu sind die Einzelgebäude der Stadtgärtnerei wie Betriebsgebäude, Schuppen und die Gewächshäuser nicht als Kulturdenkmäler ausgewiesen. Einem Abriss dieser Einzelbauwerke der Stadtgärtnerei dürften daher keine Denkmalschutzaspekte entgegenstehen. Bei Neubauten oder Eingriffen in die umrandende Mauer ist der Denkmalschutz zu berücksichtigen.
1 Denkmaltopographie für die BRD, Kulturdenkmäler in Hessen, Stadt Darmstadt, 1994.
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Abbildung 3: Ausschnitt Denkmaltopographie
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OK=lêÖ~åáë~íçêáëÅÜÉë=hçåòÉéí== Die Bessunger Bürgerschaft und ihre Vereine und Einrichtungen sind sehr an der künftigen Entwicklung der Flächen der Stadtgärtnerei interessiert. Das haben die bisherigen Begehungen und Veranstaltungen deutlich gezeigt. Offensichtlich gibt es eine Vielzahl von Initiativen und Einzelpersonen, die jeweils bestimmte Einzelaspekte betonen. Die meisten dieser nicht-kommerziellen Aktivitäten bürgerschaftlichen Engagements sind allerdings derzeit nicht in der Lage, ein umfassendes Nutzungskonzept für die freiwerdenden Gesamtflächen abzugeben. Mehr kommerziell orientierte Nutzungs-Interessenten, die die Flächen im Wesentlichen als Verkaufs- und/oder Gastronomie-Flächen nutzen möchten, würden eine Einbindung dieses bürgerschaftlichen Engagements erschweren oder sogar verhindern. Auch der BUND hat Interesse daran, Teilflächen für Vereinsaktivitäten Bessungens als öffentlich zugänglichen, innerstädtischen Naturraum und als Naturerlebnis- und Erholungsstätte zu gestalten und dabei das Wissen um den Naturschutz, die Artenvielfalt und das Mikroklima in der Stadt zu fördern. Gleichzeitig sieht der BUND die Notwendigkeit, diese gemeinnützigen Aktivitäten mit kommerziellen Aktivitäten zu verknüpfen, um insgesamt eine auch finanziell tragfähige Konzeption zu erzielen. Die folgende Tabelle zeigt einen allerersten Überblick über die Spannbreite möglicher Aktivitäten und entsprechender möglicher Partner, die in einem möglichst breit angelegten Konzept zu koordinieren wären. Aktivitäten Mögliche Träger Verkaufsflächen für (Bio-) Pflanzen (ggf. saisonal, je nach Anfall / Bedarf) • Fa. Ahornblatt • Gartenzentrale Appel • Appels Wilde Samen GmbH • Aumühle / Inklusion Verkaufsflächen für Bioprodukte aus der Region (ggf. saisonale Produkte, kein „Vollsortiment“)
• Domäne Oberfeld • Eichwaldhof (Familie Förster) • Aumühle / Inklusion Café • Aumühle / Inklusion • Kooperative Garten-Café-Bessungen
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Aktivitäten Mögliche Träger Vereinsräume und Indoor-Angebote der Vereine & ggf. Mischnutzung der Café-Räume für Abendveranstaltungen der Vereine / Mitglieder im Trägerverein
• BUND • NABU • Förderverein • Kulturinitiative Outdoor-Angebote der Vereine auf den Naturerlebnisflächen / Schulgarten / Lesegarten etc. • Bessunger Grundschule • Kirchengemeinde • BUND • NABU • Kulturinitiative • Weitere Vereine / Initiativen Wochenmarkt / Flohmarkt / Büchermarkt / Pflanzmarkt und andere Marktvarianten; Kerb und andere Feste • Marktmeister der Stadt Darmstadt2 • Marktbeschicker Workshops, Vorträge, Seminare, Bildungswochen • BUND • Vereine • Schulen Diese Aktivitäten müssen mit den Wünschen der Stadt (Flächen, die weiterhin vom Grünflächenamt genutzt werden sollen, Umgestaltung der Zufahrt zur Orangerie und der Parkierungsflächen) sowie bestehenden bürgerschaftlichen Nutzungen (z.B. Kerb) und den neuen bürgerschaftlichen Nutzungen (z.B. Lehrgarten-Nutzung) abgestimmt werden. Wir schlagen hierfür die Gründung eines Trägervereins vor, der einerseits gegenüber der Stadt als Pächter auftritt und andererseits die Nutzungsverträge mit den kommerziellen und nicht-kommerziellen Nutzern aushandelt. Um den Trägerverein handlungsfähig zu halten, soll er im Wesentlichen aus Repräsentanten von Nutzern und Förderern der Flächen zusammengesetzt sein. Parallel zum Trägerverein soll ein Förderverein entstehen, der sich um persönliche Fördermitglieder bemüht und so einerseits die Einbindung in Bessungen verbessert und andererseits auch Fördermittel für notwendige Investitionen einwerben kann. Nun ist es typischerweise so, dass sich ein solcher Trägerverein nur aus gegebenem Anlass konstituiert und nicht „auf Verdacht“. Daher ist der BUND interessiert und bereit, die ersten Schritte in den Gesprächen mit der Stadt stellvertretend zu übernehmen und, sobald erste Planungssicherheit vorhanden ist (z.B. über einen Vorvertrag), die Gründung 2 Im Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte
13
des Trägervereins in die Wege zu leiten (Durchführung der Gründungsversammlungen sowie Satzungsentwürfe für Träger und Förderverein).
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Organisationsschema (Abbildung 4)
pí~Çí=a~êãëí~ÇíW=
qê®ÖÉêîÉêÉáå==_ÉëëìåÖÉê=k~íìêÖ~êíÉå=lêÖ~åJjáíÖäáÉÇÉêW=• sÉêíêÉíÉêfå=_ÉëëìåÖÉê=dêìåÇëÅÜìäÉ==• péêÉÅÜÉêfå=_rka=• péêÉÅÜÉêfå=cöêÇÉêîÉêÉáå=_ÉëëìåÖÉê=pí~ÇíÖ~êíÉå=• sÉêíêÉíÉêfå=e~ìéíëéçåëçêEÉåF=• sÉêíêÉíÉêfå=pí~Çí=a~êãëí~Çí=• sÉêíêÉíÉêfå=hìäíìêáåáí~íáîÉ=• sÉêíêÉíÉêfå=`~ѨJ_ÉíêÉáÄÉê=EòK_K=^ìãüÜäÉF=• sÉêíêÉíÉêfå=kÉìÉ=_üÜåÉ=• ÁK=• ÁK=
m~ÅÜíîÉêíê~Ö=
kìíòìåÖëîÉêíê®ÖÉ=`~ѨJ_ÉíêÉáÄÉê=
cöêÇÉêîÉêÉáå==_ÉëëìåÖÉê=k~íìêÖ~êíÉå=EmÉêëöåäáÅÜÉJjáíÖäáÉÇÉêF=q®íáÖâÉáíÉåW=• báåÄáåÇìåÖ=áå=_ÉëëìåÖÉå==• tÉêÄÉå=îçå=cöêÇÉêãáíÖäáÉÇÉêå=• báÖÉåÉ=sÉê~åëí~äíìåÖÉå==• _ÉíÉáäáÖìåÖ=~å=sÉê~åëí~äíìåÖÉå=EhÉêÄI=cêüÜäáåÖëÉêï~ÅÜÉåI=tÉáÜå~ÅÜíëã~êâíI=ÁF=• cöêÇÉêìåÖ=îçå=mêçàÉâíÉå=• cöêÇÉêìåÖ=îçå=fåîÉëíáíáçåÉå=• Á=
kìíòÉêfå=sÉêâ~ìÑëÑä®ÅÜÉå=
qê®ÖÉêfå=háåÇÉêéêçàÉâí=
_ÉëëìåÖÉê=dêìåÇëÅÜìäÉ=_rka=
qê®ÖÉêfå=hìäíìêéêçàÉâí=Á=
15
PK=kìíòìåÖëâçåòÉéí=ÇÉë=_rka= Der BUND OV Darmstadt hat sich in den vergangenen Monaten intensiv damit beschäftigt, wie das Gelände der Stadtgärtnerei in der Orangerie zukünftig für die BürgerInnen der Stadt genutzt werden könnte und hat hierzu eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die in enger Abstimmung mit dem Vorstand entsprechende Konzepte entwickelte. Für die gestalterische Umsetzung hat der BUND den Studiengang Landschaftsarchitektur der Hochschule Geisenheim University (betreuende Professorin Dr. Grit Hottenträger) herangezogen. Die Studiengruppe hat die Kriterien für eine zukünftige Nutzung in sechs verschiedene Gestaltungsentwürfe eingearbeitet. Diese entworfenenen Pläne sollen als Grundlage für eine öffentliche Diskussion und Bürgerbeteiligung im Herbst 2013 in Bessungen dienen.
PKNK=hêáíÉêáÉå=Ñüê=ÉáåÉ=òìâüåÑíáÖÉ=kìíòìåÖ=========ÇìêÅÜ=_üêÖÉêáååÉå=ìåÇ=_üêÖÉê=Folgende Kriterien legen wir für eine zukünftige Nutzung des Stadtgärtnereigeländes zugrunde: öffentlich zugänglicher innerstädtischer Naturraum Naturerlebnis- und Erholungsstätte Lern- und Begegnungsort Förderung der Artenvielfalt (Biodiversität) und des Mikroklimas in der Stadt Aufenthalt und Bewirtung (Café) PKOK=råëÉê=sçêÜ~ÄÉåW=ÖÉåÉê~íáçåÉåîÉêÄáåÇÉåÇÉë=========k~íìêÉêäÉÄåáë=áå=ÇÉê=pí~Çí=Unsere Vision ist die Schaffung eines generationenverbindenden, frei zugänglichen, naturnahen Lern-, Erholungs- und Begegnungsortes rund um das Thema (Stadt-) Natur & Mensch. Dieser Ort soll ökologische, soziale und (natur-) pädagogische Aspekte miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, ein bewusstes Erleben von Natur in der Stadt zu ermöglichen, das Miteinander der Generationen sowie deren Austausch zu fördern und gleichzeitig einen sinnvollen Umgang mit der Natur nahe zu bringen.
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PKPK=fÇÉÉå=òìê=sÉêïáêâäáÅÜìåÖ=ÇÉê=sáëáçå=Für das Naturerlebnis und das kreative und soziale Miteinander sind folgende „Aktiv-und-Element-Stationen“ auf dem zur Verfügung stehenden Gelände vorstellbar: (Die römischen Ziffern geben die Zuordnung zu den Funktions-Bereichen an.) Nutzung der Grün-/Freiflächen: ein Erlebnis- und Spielbereich, u.a. mit Barfußpfad zur Förderung der Sinneserfahrung und –wahrnehmung (V) ein „Wildnis“-Bereich für naturpädagogische Aktivitäten mit Lehrpfad beispielsweise zu Insekten (Hautflügler, Schmetterlinge) und Biotopen für Eidechsen, ein Teich zum Käschern (IV) freie Bewegungsflächen zum Spazierengehen und Spielen (IV) eine Feuerstelle mit Gartenküche zum Gemüse, Salate, Marmelade einzukochen oder Fruchtsirup herzustellen (V) ein Gemüse-, Obst- und Kräutergarten, speziell auch als Lehrgarten (I) Hochbeete für barrierefreies Gärtnern (I) Spalierobst an den Mauern Platz für besondere Veranstaltungen (z.B. Kindertheater, Erlebnistage, Freilichtkino) (III) Bereich für Märkte (II) ein Lesebereich (XIII) ein Bereich für sportliche Aktivitäten (Aufwertung der bisherigen sportaffinen Flächen) u.a. mit einem Seniorenparcours (XIV) Ruhe-, Rückzugs- und Aufenthaltsbereich eine Werkstatt für Arbeiten mit Holz und anderen Materialien (X) ein Kreativraum zum Malen, Filzen, Töpfern, evtl. in Workshopform (X) Parkplätze (II), Kerb und Wochenmarkt auf anderer Fläche als bisher (II, III) Auch die Gebäude werden neu konzipiert. In den Gebäuden und Gewächshäusern (Neubauten): Café mit Frei-Terrasse (VI, VIII) Verkaufsfläche für Pflanzen und Gehölze, regionale Produkte (IX) Gebäude / Raum als Werkstatt und Kreativitätsraum (X) für Arbeiten mit Holz und anderen Materialien
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zum Malen, Filzen, Töpfern, Gärtnern evtl. in Workshopform für Vorträge, DIA-Vorträge für Spezialwochen, z.B. feste und temporäre Ausstellungen für Bildungswochen, Seminare für Vermietung für Vereinsaktivitäten, bürgerschaftliches Engagement für Seniorenangebote für BUND-Aktivitäten ggf. eine Teilzeithausmeisterwohnung (Schutz vor Vandalismus)
PKQK=cìåâíáçåëëÅÜÉã~=Die Nutzungsmöglichkeiten könnte man in folgende Bereiche gliedern: I. Lehrgarten (Kräuter, Gemüse, Obst, auch Hochbeete) II. Parkflächen, evtl. Flächen für die Kerb und Wochen- u.a. Märkte III. Übergangsbereich, Flächen für Kerb und Märkte, Veranstaltungen IV. Wild- und naturpädagogischer Bereich, freie Bewegungsflächen V. Erlebnis- und Spielbereich, u.a. mit Barfußpfad VI. Café VII. Gebäude Gartenamt (Fuhrpark) VIII. Freiterrasse IX. Verkaufsfläche X. BUND Aktivitätshaus XI. Sanitärhaus Gartenamt XII. Überwinterungshaus XIII. Lesegarten, Musik, Theater, Ruhe XIV. Sport-Bereich mit Fitnessparcours mit Baumanlage XV. Musik- und Kulturbereich, evtl. mit Amphitheater XVI. Sport-Bereich, Bolzplatz Diese Bereiche könnten folgendermaßen beispielhaft angeordnet sein:
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Abbildung 5: Mögliches Funktionsschema
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PKRK=_üêÖÉêÄÉíÉáäáÖìåÖ=ìåÇ=dÉëí~äíìåÖëîçêëÅÜä®ÖÉ=Zur konkreteren Gestaltung und Nutzung ist uns die Einbindung und Beteiligung der örtlichen Bevölkerung, Kitas, Kindergärten, Schulen, Vereine und Seniorenheime wichtig und teilweise schon im Gange: Auf Vorschlag des BUND hat sich im Sommersemester eine Gruppe von Studierenden der Hochschule Geisenheim University mit der Gestaltung des Geländes der Stadtgärtnerei beschäftigt. Dabei sind sechs differenzierte, anschauliche, ansprechende, aufschlussreiche Gestaltungspläne entstanden. Eine Ausstellung der fertigen Semesterarbeiten ist im Herbst 2013 geplant. Dafür sind die Räume in der Orangerie vorgesehen. Der BUND freut sich, auf Basis der Ideen mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Beispielsweise ist vorstellbar, dass die Bessunger Grundschule im Trägerverein mitwirkt und Flächen für pädagogische Arbeit nutzt. Vorallem im Sommer ist ein Unterricht im Freien denkbar. Auch das Seniorenheim ist als aktiver Teil des Trägervereins vorstellbar. In einer Radioumfrage durch Radio Darmstadt, die in der Bessunger Bürgerschaft stattfand, wurden verschiedene Interessen bekundet, die den BUND-Vorstellungen entsprechen.
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PKSK=eáåíÉêÖêìåÇ=Ó=a~êìã=ëçää=~ìë=ÇÉê=pí~ÇíÖ®êåíÉêÉá=Éáå=bäÉãÉåíÉÖ~êíÉå=ïÉêÇÉå= Ó=k~íìêÉêäÉÄåáëI=hêÉ~íáîáí®í=ìåÇ=bêÜçäìåÖ=Ñüê=gìåÖ=ìåÇ=^äí= „Menschen brauchen Elementares” (frei nach Alexander Mitscherlich) Hintergrund ist die Bedeutung des Naturerlebnisses als menschliches Grundbedürfnis. Durch das Projekt soll die gesunde emotionale, kognitive und soziale Entwicklung von Kindern gefördert und bei Älteren erhalten werden, sowie die Kreativität, die Fantasie und der Ausbau motorischer Fähigkeiten angeregt werden. Auch für die Älteren soll das Projekt ein Gewinn an Lebensqualität sein: Dazu gehören Aspekte der Naherholung, Begegnung und Bewegung; weiterhin das Erleben von sozialer Wirksamkeit, Verantwortung und Eingebundensein sowie Wertschätzung. Aufgrund von eng voneinander abgegrenzten Lebensräumen und oft weit verteilten Generationen der Familien ist ein Kontakt untereinander im natürlichen Umfeld selten und schwierig geworden. Durch das Konzept einer generationenübergreifenden und -verbindenden Freizeitgestaltung in einem gemeinsamen Erlebnisraum in der Stadt-Natur bleibt das wertvolle Wissen der älteren Generation durch die Weitergabe an die jüngere Generation erhalten. Es entsteht Erfahrungsraum für Austausch zwischen den Generationen zum Gewinn neuer Perspektiven gegenseitigen Respekts, Anerkennung und Lebendigkeit. Durch die Beteiligung der Aumühle als Cafébetreiber und ihre Verkaufsfläche wird auch die integrative Teilhabe für Menschen mit Behinderung gefördert. Durch eine artenreiche, einheimische Pflanzenauswahl zur Gestaltung der Flächen und durch die Entstehung verschiedener Biotope werden zudem die biologische Vielfalt sowie das gesunde Mikroklima in der Stadt gefördert.
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QK=tÉáíÉêÉ=sçêÖÉÜÉåëïÉáëÉ=Aus der Sicht des BUND sind die folgenden Schritte notwendig: a) Signal der Stadt Darmstadt, dass sie bereit ist, mit einem entsprechend aufgestellten Trägerverein über einen Pachtvertrag für die Flächen der ehemaligen Stadtgärtnerei zu verhandeln. b) Gründung des Trägervereines und des Fördervereins; Vorvertrag zwischen Stadt Darmstadt und Trägerverein / Reservierung für Pachtvertrag. c) Durchführung von mindestens zwei Beteiligungs-Workshops über die zukünftige Nutzung und kontinuierliche Erweiterung der eingebundenen Initiativen / Vereine. d) Entwicklung eines entsprechend hinterlegten wirtschaftlichen Rahmenkonzeptes e) Pachtvertrag zwischen Stadt Darmstadt und Trägerverein f) Detaillierter Zeit- und Wirtschaftsplan des Trägers unter Berücksichtigung der folgenden Gesichtspunkte: i. Abriss der bestehenden Aufenthalts- und Sanitärräume ii. Abriss der bestehenden Gewächshäuser / Heizungstrakt3 iii. Neubau von Café, Werk- und Gruppenräumen mit ggf. gemeinsamem Sanitärtrakt iv. Umgestaltung der Außenflächen v. Verlegung / Herstellung der Parkplätze vi. Umbau bestehender Parkplätze zu Lehrgarten und Grünfläche Angesichts der erforderlichen Bearbeitungsschritte - wie die Abstimmung des Raumkonzeptes, die Entwurfsplanung, die Feinplanung der Finanzierung und Nutzerverträge, die Genehmigungs- und Ausführungsplanung, der Bauzeit - gehen wir derzeit von einer Zeitspanne für den Neubau von Café, Werk- und Gruppenräumen mit (je nach Abstimmung gemeinsamen) Sanitärtrakt von nicht unter drei Jahren (ab dem Zeitpunkt eines Vorvertrages) aus. Diese Zeit würde auch ausreichen, die Realisierung der „Umplatzierung“ der Parkplätze durch die Stadt vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund halten wir auch die Realisierung von Interim-Lösungen für sinnvoll und möglich. So wäre z.B. ein Abriss der Gewächshäuser und der Heizzentrale schnell zu realisieren und durch die Errichtung von temporären Leichtbauten / Containern für Sanitärräume könnten bereits einige der beabsichtigten Nutzungen durchgeführt und sichtbar werden.
3 Achtung: Mögliches Kostenrisiko Asbestbelastung prüfen.
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Der BUND steht bereit, bei der Gestaltung der Satzungen und der Besetzung der Vorstände für die zu gründenden Vereine und bei den ersten Verhandlungen mit der Stadt entsprechende Verantwortung zu übernehmen. Im weiteren Verlauf beabsichtigt der BUND sowohl mit einem sichtbaren Angebot im Außenbereich und auch mit seinen Werk- und Aufenthaltsräumen, (Mit-)Nutzer der Flächen zu werden und hierfür auch Aufwendungen an Zeit und finanziellen Mittel zu mobilisieren. Über unsere finanziellen Möglichkeiten sowie unseren Zugang zu Fördermitteln und Sponsoren geben wir Ihnen gerne in einem vertraulichen Gespräch entsprechenden Einblick.
^åëéêÉÅÜé~êíåÉê=Niko Martin, orangerie.darmstadt@bund.net BUND-Telefon: 06151 37931 Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Landesverband Hessen e.V., Ortsverband Darmstadt Lauteschlägerstraße 24 D-64289 Darmstadt www.bund-darmstadt.de
anlage 3
26286 Zeichen
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 1 -
STADTGÄRTNEREI |
Standortanalyse | Kostenschätzung
Dezernat III
Immobilienmanagement Darmstadt
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 2 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Inhalt: Seite
Aufgabenstellung | Bestandssituation 3
Standorte 5
Varianten Umstrukturierung | städtebauliche Betrachtung 8
Variante 1: Zentralisierung im “Zentrallager” Pallaswiesenstraße 87
Variante 2: Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallaswiesen-
straße 87, Unterbringung Kolonne Orangerie im Orangeriegarten
Variante 3: Umstrukturierung im Orangeriegarten (Revier 3 und Kolonne
Orangerie)
Variante 4: Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallaswiesen-
straße 87, Unterbringung – Unterbringung Kolonne Orangerie
im Prinz-Emil-Garten (Minigolfanlage)
Variante 5: Unterbringung des “Revier 3” und der Kolonne Orangerie auf
dem Gelände des Prinz-Emil-Gartens (Minigolfanlage)
Variante 6: Sanierung vorhandenes Unterkunftsgebäude Orangerie
Resumeé 13
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 3 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Aufgabenstellung | Bestandssituation
Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt (IDA) wurde vom Grünflächenamt der Stadt
Darmstadt beauftragt, eine Standortanalyse unter Berücksichtigung der notwendigen Infrastruktur
für die Mitarbeiter des Aufgabengebietes der Grünflächenunterhaltung der Stadt Darmstadt als
Folge der Schließung der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt durchzuführen.
Insbesondere ist im Rahmen der Analyse die Möglichkeit der Unterbringung im derzeit vorhande-
nen Zentrallager des Grünflächenamtes in der Pallaswiesenstraße 87 zu beurteilen.
Neben der Beurteilung der vorhandenen Bausubstanz und Nutzung der Bestandsgebäude, oder
gegebenenfalls neu zu errichtender Gebäude, ist auch der Aspekt der Zeitressource im Hinblick auf
Wegezeiten der einzelnen Grünpflegekolonnen zu berücksichtigen. Hinzu kommt die Logistik im
Bereich Pflanzenanlieferung und Lagerung für die entsprechende Grünpflege im Stadtgebiet. Die
verschiedenen Standortvarianten sind aufzuzeigen und zu bewerten als Entscheidungsgrundlage für
den Magistrat der Stadt Darmstadt.
Das vom Grünflächenamt betriebene Gelände der Stadtgärtnerei ist direkt an den Orangeriepark im
Stadtteil Bessungen angegliedert und hat eine Fläche von ca. 1,5 Hektar. Auf dem Gelände befin-
den sich momentan u. a. mehrere Gewächshäuser, Wirtschaftsgebäude und Beetflächen. Das Ü-
berwinterungshaus sowie der angrenzende Lesegarten sollen erhalten bleiben. Über ein zukünftiges
Nutzungskonzept der verbleibenden Gärtnereifläche ab 2015 ist bisher nicht entschieden. Die Stu-
die befasst sich daher nur am Rande mit der zukünftigen Nutzung der Fläche, die nicht zur Bewirt-
schaftung des Orangeriegartens und des sogenannten Revier 3 (Grünflächen Stadtgebiet Süd/West)
benötigt werden.
Derzeit befinden sich folgende Gebäude im Bereich der Stadtgärtnerrei Orangerie:
- Unterkunftsgebäude (ca. 250m²): - Büro Gärtnerei
- Umkleide Herren und Damen mit
entsprechenden Sanitärräumen
- Aufenthaltsraum
- Werkstatt
- Büro Revier 3
- Garage Revier 3
- Carport (ca. 50m²): - Transporter
- Lagerschuppen (ca. 200m²) - Revier 3
- Gärtnerei
- Gewächshausanlage (ca. 1.725m²) - 3 Gewächshäuser
Gesamtfläche Bebauung ca. 2.225 m²
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 4 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Aufgabenstellung | Bestandssituation
Im Zentrallager des Grünflächenamtes stehen derzeit folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:
- Verwaltungsgebäude - Büroräume (Baumpflege, Rasen pflege,
Lagerverwaltung, Ausbildung
- Garage mit Sozialtrakt - Garage Revier 1
- Zementlager
- Umkleide Damen und Herren mit
enstprechenden Sanitärräumen (Erdgeschoss)
- Umkleide Herren (Obergeschoss)
- Büro (Obergeschoss).
- Sanitärcontainer - Damen und Herren
- Zementlager
- Lager- und Werkstattgebäude - Lager Grünflächenunterhaltung (Kellergeschoss)
- Lager Baumpflege (Kellergeschoss)
- Vorrat Kleinwerkzeug (Kellergeschoss)
- Lager Ausbildung (Kellergeschoss)
- Lagerhalle (Erdgeschoss)
- Holzlager (Erdgeschoss)
- Lager – Bänke (Erdgeschoss)
- Schreinerei (Erdgeschoss)
- Schlosserei/Rasenpflege
- Lager Spielplatzkolonne
- Aufenthaltsraum inkl. Nebenräume
(Obergeschoss)
- Leerstand (nicht ausgebaut, Obergeschoss)
Neben den Standorten Pallaswiesenstraße, Orangeriegarten, sind auch im Auftrag des Grün-
flächenamtes die Fläche der Minigolfanlage im Bereich des Prinz-Emil-Gartens als Alternative zu
betrachten.
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 5 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Standorte
Im Stadtgebiet Darmstadt kommen nach derzeitiger Sachlage folgende Flächen als Standort für
den Stützpunkt Grünflächenpflege in Frage:
Standort 1: Zentrallager, Pallaswiesenstr. 87
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 6 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Standorte
Standort 2: Orangeriegarten, Bessunger Str. 44a
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 7 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Standorte
Standort 3: Minigolfanlage – Prinz-Emil-Garten, Niederstr
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 8 -
STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Städtebauliche Betrachtung
Zur Unterbringung der notwendigen Maschienen, Materialien und MitarbeiterInnen werden folgende
Varianten untersucht:
Variante 1 : Zentralisierung im “Zentrallager” Pallaswiesenstraße 87
Variante 2 : Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallaswiesenstraße 87, Unterbringung
Kolonne Orangerie im Orangeriegarten
Variante 3 : Umstrukturierung im Orangeriegarten (Revier 3 und Kolonne Orangerie)
Variante 4 : Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallaswiesenstraße 87, Unterbringung
Kolonne Orangerie im Prinz-Emil-Garten (Minigolfanlage)
Variante 5 : Unterbringung des “Revier 3” und der Kolonne Orangerie auf dem Gelände des
Prinz-Emil-Gartens (Minigolfanlage)
Variante 6: Sanierung vorhandenes Unterkunftsgebäude Orangerie
Für alle Varianten wird folgender, zukünftig benötigter Flächenbedarf angenommen.
Revier-3: Personal min. 4 Pers - max. 8 Pers.
Garage 50,00 m²
Carport 50,00 m²
Sanitär und Nebenräume 30,00 m²
Büro und Nebenräume 30,00 m²
Personalräume 75,00 m²
Gesamtfläche Revier-3 mind. 235,00 m²
Kolonne Orangerie Personal min. 3 Pers. - max. 6 Pers.
Garage 60,00 m²
Zwichenlager Pflanzen 45,00 m²
Überwinterung 100,00 m²
Büro und Personalräume 75,00 m²
Gesamtfläche mind. 280,00 m²
Flächenbedarf Revier-3 und Kolonne Orangerie ca. 515,00 m²
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Städtebauliche Betrachtung
Variante 1: Zentralisierung im “Zentrallager” Pallaswiesenstraße 87
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 260.0 00,00 € brutto
Zuzüglich Brandschutzmaßnahmen Pallaswiesenstr. ca. 200.000,00 € brutto
Das derzeitige Zentrallager erfüllt bereits zum heutigen Tag seine entsprechende Funktion als
zentrale Anlaufstelle der Grünpflegekolonnen Darmstadts. Die vorhandene bauliche Substanz ist
sanierungsbedürftig. Die Grundstücksfläche liegt hier bei rund 8.190m². Bei einer wirklichen
Zentralisierung ist die mindest notwendige Fläche von 515 m² (Baukosten ca. 260.000,00 €) nicht
durch eine interne Umstrukturierung der vorhanden Flächen zu erzielen. Um die enstprechenden
Flächen bereitzustellen, müssten die Nutzungen, wie zum Beispiel Lager für Wahleinrichtungen,
Lager Kassen- und Steueramt, Lager Amt für Denkmalpflege, Lager Standesamt usw., aufgegeben
bzw. an andere Standorte verlegt werden. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht als realistisch
einzustufen, da keine Ersatzflächen zur Lagerung vorhanden sind.
Die Erweiterung der Sozialräume könnte im Obergeschoss des Lager- und Werkstattgebäudes
erfolgen.
Generell ist es notwendig, die Flucht und Rettungswegsituation im Gebäudebestand zu verbessern.
Dies ist unabhängig von der hier thematisierten Aufgabenstellung zeitnah umzusetzen. Die
erforderlichen Mittel in Höhe von 200.000,00 € wurden im Rahmen des Wirtschaftsplans 2014
durch das Immobilienmanagement Darmstadt angemeldet.
Organisatorisch sind bei einer wirklichen Zentralisierung die deutlich erhöhten Wegzeiten der
Mitarbeiter zu berücksichtigen. Diese fallen insbesondere durch die längere Wegebeziehung zur
Lagerfläche und Personalräumen aus dem Stadtgebiet an.
Variante 2 : Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallaswiesenstraße 87, Unterbringung
Kolonne Orangerie im Orangeriegarten
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 230.0 00,00 € brutto
Die Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager hat zur Folge,dass neben den unter Variante 1
aufgeführten Brandschutzmaßnahmen (200.000,00 €) auch der Ausbau der Sozialräume im
Obergeschoss des Lager- und Werkstattgebäudes erfolgen müsste. Hier sind Kosten in Höhe von
rund 45.000,00 € zu erwarten. Die vorhandenen Sanitärcontainer sollten um ein weiteres Modul
ergänzt werden (ca. 45.000,00 €). Die notwendige Lagerfläche von rund 100 m² ist auf dem
vorhandenen Gelände bereitzustellen. Dies erfordert eine entsprechende Umstrukturierung der
vorhandenen Freiflächen.
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Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Städtebauliche Betrachtung
Für die Kolonne Orangerie ist es notwendig, im Orangeriegarten Personalräume, Garagen für
Geräte, ein Zwischenlager für Pflanzen weiterhin zur Verfügung zu stellen. Dies bedarf einer
entsprechenden Umstrukturierung im Bereich der Orangerie (siehe Variante 3).
Die zu erwartenden Kosten liegen hier bei ca. 140.000,00 €.
Organisatorisch sind bei einer teilweisen Zentralisierung (hier Revier 3) die deutlich erhöhten
Wegzeiten der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Diese fallen insbesondere durch die längere
Wegebeziehung zur Lagerfläche und Personalräumen aus dem Stadtgebiet an. Durch die
notwendige Umstrukturierung kann die vorhandene Fläche der Stadtgärtnerei einer anderen
Nutzung zugeführt werden.
Variante 3 : Umstrukturierung im Orangeriegarten (Revier 3 und Kolonne Orangerie)
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 160. 000,00 € brutto
Durch Umstrukturierungen auf dem Orangeriegelände ist es möglich, sowohl die derzeit
vorhandenen Konzepte der Nachnutzung der Stadtgärtnerei, als auch die für die Pflege
notwendigen Gebäude und Flächen zur Verfügung zu stellen.
Zur Umsetzung der Variante wurde die Erschließung der Orangerie für den Lieferverkehr analysiert.
Im Rahmen der Untersuchung wurde eine Zufahrt über die Verlängerung der Seekatzstraße in
Erwägung gezogen. Diese Variante wurde jedoch von Seiten des Stadtplanungsamtes und des
Denkmalschutzamtes ausgeschlossen. Neben diesen übergeordneten Aspekten enstehen durch eine
Erschließung in der Verlängerung der Seekatzsstraße entsprechende Kosten, die bei einem
Festhalten an der vorhandenen Erschließung des Geländes entfallen. In der Variante 3 können Teile
des Lagergebäudes (Lager Garage, Büro und WC-Räume) weiterhin für das Revier 3 genutzt werden.
Der Sanierungsbedarf liegt hier bei rund 35.000,00 €. Diese Nutzung führt zu keiner
Beeinträchtigung der Fläche der Stadtgärtnerei für einen Nachnutzer.
Das vorhandene Gewächshaus neben dem Fußweg Eingang Klappacher Straße/Seekatzstraße kann
zur Überwinterung und als Pflanzenzwischenlager (ca. 15.000,00 €) genutzt werden. Gegenüber
(Richtung Orangeiriegebäude) kann ebenfalls eine Freifläche von rund 170 m² als Lagerfläche
bereitgestellt werden. (ca. 10.000,00,-€) Hierzu ist es notwendig, diesen Bereich teilweise zu
umzäunen. Alternativ kann die Überwinterung (100m²) zwischen Orangeriemauer und der
vorhandenen Überwinterungshalle geschaffen werden (ca. 15.000,00 €). Hier bedarf es jedoch der
Zustimmung durch den Denkmalschutz und des Stadtplanungsamtes.
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Städtebauliche Betrachtung
Die zuvor beschriebenen Lagerflächen stehen sowohl für das Revier 3 als auch für die Kolonne
Orangerie zur Verfügung.
Neben den Lagerflächen ist es notwendig, ein Personalgebäude für die Kolonne Orangerie zu
errichten. Dieses Gebäude beinhaltet Sanitär-, Umkleide-, Pausen- und Büroräume und wird hinter
dem Lesegarten angeordnet (ehemaliger Pflanzbereich Stadtgärtnerei). So erhält das
Personalgebäude einen betriebswirtschaftlich optimierten Standort (zentral im Garten), tritt jedoch
zugleich optisch vom eigentlichen Orangeriegarten aus nicht in Erscheinung. (ca. 100.000,00 €).
Variante 4 : Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallaswiesenstraße 87, Unterbringung
Kolonne Orangerie im Prinz-Emil-Garten (Minigolfanlage)
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 285.0 00,00 € brutto
Die Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager hat zur Folge,dass neben den unter Variante 1
aufgeführten Brandschutzmaßnahmen (200.000,00 €) auch der Ausbau der Sozialräume im
Obergeschoss des Lager- und Werkstattgebäudes erfolgen müsste. Hier sind Kosten in Höhe von
rund 45.000,00 € zu erwarten. Die vorhandenen Sanitärcontainer sollten um ein weiteres Modul
ergänzt werden (ca. 45.000,00 €). Die notwendige Lagerfläche von rund 100 m² ist auf dem
vorhandenen Gelände bereitzustellen.Dies erfordert eine entsprechende Umstrukturierung der
vorhandenen Freiflächen.
Die Unterbringung der Kolonne Orangerie auf dem Grundstück der Minigolfanlage, Niederstr, ist im
Hinblick der möglichen Grundstückbebauung denkbar. Eine Erschliesung über die Niederstraße für
den Anlieferverkehr ist bereits vorhanden. Das vorhanden Gebäude und die Spielflächen der
Minigolfanlage sind zurückzubauen (ca. 20.000,00 €). Als Unterkunftsgebäude ist ein
entsprechender Neubau zu errichten (ca. 140.000,00 €). Die Kosten liegen hier aufgrund der
Hanglage etwas höher als bei einem Neubau der Variante 3 (Orangerie)
Aus logistichen Gründen ist es hier notwendig die Überwinterung im Orangeriegarten
beizubehalten. Somit sind hier Kosten in Höhe von ca. 15.000,00 € zu erwarten. Für Lagerflächen
und entsprechende Garagen sind zusätzlich rund 35.000,00 auf dem Grundstück in der Niederstr.
zu investieren. Zur Umsetzung der Maßnahme wird es notwendig in teilbereichen Bäume zu fällen.
Die genaue Anzahl kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht festgelegt werden.
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Städtebauliche Betrachtung
Variante 5 : Unterbringung des “Revier 3” und der Kolonne Orangerie auf dem Gelände des
Prinz-Emil-Gartens (Minigolfanlage)
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 375.0 00,00 € brutto
Die Unterbringung des “Revier 3” und der Kolonne Orangerie auf dem Grundstück der
Minigolfanlage, Niederstr, ist im Hinblick der möglichen Grundstückbebauung denkbar. Eine
Erschliesung über die Niederstraße für den Anlieferverkehr ist bereits vorhanden. Das vorhanden
Gebäude und die Spielflächen der Minigolfanlage sind zurückzubauen (ca. 20.000,00 €). Als
Unterkunftsgebäude ist ein entsprechender Neubau für beide Einheiten zu errichten (ca.
250.000,00 €). Neben den Personalräumen sind entsprechende Lagerflächen für beide Kolonnen
bereitszustellen (ca. 60.000,- €). Die Freiflächen sind als Lagerflächen herzurichten (ca. 30.000,- €).
Entsprechend der Variante 4 sind aus logistichen Gründen die Überwinterung im Orangeriegarten
beizubehalten. Somit sind hier Kosten in Höhe von ca. 15.000,00 € zu erwarten. Zur Umsetzung
der Maßnahme wird es notwendig in teilbereichen Bäume zu fällen.Die genaue Anzahl kann zum
jetzigen Zeitpunkt nicht festgelegt werden.
Variante 6: Sanierung vorhandenes Unterkunftsgebäude Orangerie
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 395.0 00,00 € brutto
Bei einer Sanierung des vorhandenen Unterkunftsgebäudes im Orangeriegarten als
Personalgebäude ist mit einen Investitionsbedarf von 320.000,- € zu rechnen. Um das eigentliche
Gärtnereigelände jedpoch entsprechend vermarkten zu können wird es notwendig die vorhanden
Lagergebäude entsprechend neu auf dem Gelände unterzubringen. (ca. 60.000,- €). Die zusätzliche
Überwinterungshalle ist entprechend der Variante 3 mit 15.000,- € zu berücksichtige.
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Resumeé
Bei allen baulichen Maßnahmen der untersuchten Varianten werden die zum heutigen Zeitpunkt
geltenden energetischen Vorgaben erreicht. Bei den Sanierungsmaßnahmen wird eine energetische
Sanierung um ca. 20 % über den heutigen Anforderung (EnEv-20%) als Kostengrundlage angesetzt.
Die Personalgebäude als Neubau haben einen EnEv Standart von –40%. Von einem
Passivhausstandart wurde abgesehen..
Städtebauliche/Betriebswirtschftliche Bewertung der Varianten 1-6: (Rangfolge Absteigend)
1.Variante 3: Umstrukturierung im Orangeriegarten (Revier 3 und Kolonne Orangerie)
Begründung:
Städtebaulich bietet diese Variante ein zukünftige Nutzung des ehemaligen
Gärtnereigeländes im Einklang mit der notwendigen Infrastruktur zur
Unterhaltung des Orangeriegartens.
Eine Nutzung der vorhandenen ehemaligen Gärtnereifläche wie z.B. im
Konzept der “Mission Leben / Aumühle verbindet hier die Nutzung des Parks
und der Parkpflege. Die vorhandenen Baukörper können zum großteils
sinnvoll umgenutzt werden und somit wird die derzeitige Erscheinung des
Orangerigeländes nicht verändert.
Betriebswirtschftlich ist diese Variante die günstigste, da die Wegezeiten für
die entsprechenden Kolonnen minimeirt sind.
2.Variante 6: Sanierung vorhandenes Unterkunftsgebäude Orangerie
Begründung:
Städtebaulich bietet auch diese Variante ein zukünftige Nutzung des
ehemaligen Gärtnereigeländes im Einklang mit der notwendigen Infrastruktur
zur Unterhaltung des Orangeriegartens.
Eine Nutzung der vorhandenen ehemaligen Gärtnereifläche wie z.B. im
Konzept der “Mission Leben / Aumühle verbindet hier die Nutzung des Parks
und der Parkpflege. Die Fremdnutzung wird jedoch stärlker eingeschränkt da
das vorhanden Gebäude nicht teilweise einer Fremdnutzung zur Verfügung
gestellt werden kann.
Betriebswirtschaftlich ist diese Variante entsprechend der Variante 3
einzustufen.
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Resumeé
3.Variante 5: Unterbringung des “Revier 3” und der Kolonne Orangerie auf dem Gelände
des Prinz-Emil-Gartens (Minigolfanlage)
Begründung:
Städtebaulich bietet diese Variante ein zukünftige Nutzung des ehemaligen
Gärtnereigeländes ohne Einschränkungen. Birgt jedoch zugleich die Gefahr
der innerstädtichen Verdichtung
Eine Bebauung des Minigolfgeländes hat zudem einen Eingriff in einen
weiteren Stadtpark zur Folge.
Betriebswirtschftlich ist diese Variante etwas unwirtschaftlicher gegenüber
der Variante 3 einzustufen, da die Wegezeiten für die entsprechenden
Kolonnen hier geringfügig länger sind. Insbesondere die Lagerung für die
Bepflanzung des Orangeriegartens in dem nahegelegenen Prinz-Emil Garten
führt hier zu höhren Wegezeiten.
4.Variante 2: Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallswiesenstraße 87,
Unterbringung Kolonne Orangerie im Orangeriegarten
Begründung:
Städtebaulich bietet diese Variante ein zukünftige Nutzung des ehemaligen
Gärtnereigeländes im Einklang mit der notwendigen Infrastruktur zur
Unterhaltung des Orangeriegartens.
Eine Nutzung der vorhandenen ehemaligen Gärtnereifläche wie z.B. im
Konzept der “Mission Leben / Aumühle verbindet hier die Nutzung des Parks
und der Parkpflege. Die vorhandenen Baukörper können zum großteils
sinnvoll umgenutzt werden und somit wird die derzeitige Erscheinung des
Orangerigeländes nicht verändert. Das Gelände der Pallaswiesenstraße wird
weiter verdichtet.
Betriebswirtschftlich ist diese Variante unwirtschaftlicher Einzustufen, da
die Wegezeiten für die Kolonne “Revier 3” deutlich höher liegen.
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Resumeé
5.Variante 4: Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallswiesenstraße 87,
Unterbringung Kolonne Orangerie auf dem Gelände des Prinz-Emil-Gartens
(Minigolfanlage)
Begründung:
Städtebaulich bietet diese Variante ein zukünftige Nutzung des ehemaligen
Gärtnereigeländes ohne Einschränkungen. Birgt jedoch zugleich die Gefahr
der innerstädtichen Verdichtung
Eine Bebauung des Minigolfgeländes hat zudem einen Eingriff in einen
weiteren Stadtpark zur Folge.
Betriebswirtschftlich ist diese Variante unwirtschaftlicher Einzustufen, da
die Wegezeiten für die entsprechenden Kolonne Orangerie geringfügig länger
sind., jedoch für die Kolonne “Revier 3” deutlich höher liegen.
6.Variante 1: Zentralisierung im “Zentrallager” Pallaswiesenstraße
Begründung:
Städtebaulich bietet diese Variante ein zukünftige Nutzung des ehemaligen
Gärtnereigeländes ohne Einschränkungen. Birgt jedoch zugleich die Gefahr
der innerstädtichen Verdichtung. Das Gelände der Pallaswiesenstraße wird
weiter verdichtet.
Betriebswirtschftlich ist diese Variante am unwirtschaftlichsten Einzustufen,
da die Wegezeiten für die entsprechenden Kolonne Orangerie und Kolonne
“Revier 3” erheblich höher liegen.
Es ergibt sich somit folgende Rangfolge:
Rang 1: Variante 3
Rang 2: Variante 6
Rang 3: Variante 5
Rang 4: Variante 2
Rang 5: Variante 4
Rang 6, Varinate 1
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Resumeé
Investive Bewertung | Baukosten der Varianten 1-6: (Rangfolge Absteigend)
Bei allen Varianten sind die notwendigen Investitionskosten von 200.000,- € für die Verbesserung
des Brandschutzes und der Fluchtwegesituation im Zentrallager an der Pallaswiesenstraße mit
berücksichtigt.
1.Variante 3: Umstrukturierung im Orangeriegarten (Revier 3 und Kolonne Orangerie)
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 160.000,00 €
(Brandschutzmaßnahmen Pallaswiesenstr. ca. 200.000,00 €)
2.Variante 2: Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallswiesenstraße 87,
Unterbringung Kolonne Orangerie im Orangeriegarten
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 230.000,00 €
3.Variante 1: Zentralisierung im “Zentrallager” Pallaswiesenstraße
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 260.000,00 €
4.Variante 4: Unterbringung des “Revier 3” im Zentrallager Pallswiesenstraße 87,
Unterbringung Kolonne Orangerie auf dem Gelände des Prinz-Emil-Gartens
(Minigolfanlage)
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 285.000,00 €
3.Variante 5: Unterbringung des “Revier 3” und der Kolonne Orangerie auf dem Gelände
des Prinz-Emil-Gartens (Minigolfanlage)
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 375.000,00 €
2.Variante 6: Sanierung vorhandenes Unterkunftsgebäude Orangerie
Gesamtinvestitionsbedarf Stadtgärtnerei ca. 395.000,00 €
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STADTGÄRTNEREI - Standortanalyse
Varianten Umstrukturierung / Resumeé
Es ergibt sich somit folgende investive Rangfolge:
Rang 1: Variante 3
Rang 2: Variante 2
Rang 3: Variante 1
Rang 4: Variante 4
Rang 5: Variante 5
Rang 6, Varinate 6
Empfehlung:
Es wird von Seiten des Immobilienmanagement empfohlen die Variante 3 mit einer
Investitionssumme von insgesamt 160.000,- €, Umstrukturierung im Orangeriegarten (Revier 3 und
Kolonne Orangerie) dem Magistrat der Stadt Darmstadt zur Umsetzung vorzulegen. Die Varianten 2
und 5 kommen als Alternativen in Frage.
Bei einer Umsetzung der Variante 3 ist die endgültige Position der Überwinterungshalle mit dem
Denkmalschutz und dem Stadtplanungsmat abschließend zu klären.
Aufgestellt, 11.07.2013
i.A.
Bernd Neis
Architket
Fachbereichsleitung|i.V. Techn. Betriebsleiter
anlage 6
9862 Zeichen
Konzept für die Übernahme der Stadtgärtnerei Darmstadt 01/2013 2Konzept Stadtgärtnerei Objekt 01/2013 3Konzept Stadtgärtnerei Bisherige Nutzung <Stützpunkt für Anlagenpflege der Stadt Darmstadt <Produktion von Pflanzen für die Liegenschaften der Stadt Darmstadt <Produktion von Schnittblumen für die Stadt Darmstadt. 01/2013 4Konzept Stadtgärtnerei Konzept für eine Nutzung Gärtnerei<Verkaufsgärtnerei als Abteilung (Zweitwerkstatt) der WfbM oVerkauf von Beet-und Balkonpflanzen, StaudenoVerkauf von Zubehör für den PflanzenbedarfoVerkauf „alles rund um die Pflanze“oBeratung rund um die PflanzeoFloristik 01/2013 5Konzept Stadtgärtnerei Gärtnerei<Die langjährige Erfahrung aus dem Arbeitsbereich WfbM Gärtnerei werden um ein neues Absatzgebiet erweitert.<Kern ist hier wieder die hohe Dienstleistungstiefe des bewährten Gärtnereikonzeptes Aumühle mit oBeratung, auch durch Menschen mit BehinderungoServiceleistungen und um die Ware wie verpacken, Transport zum Auto und Hilfe beim laden, Transport von Waren auf den Friedhof, sowie Kundenfreundlichkeit rundum. 01/2013 6Konzept Stadtgärtnerei Gärtnerei<Das Konzept „kaufen wo es wächst“soll hier nicht umgesetzt werden.<Angebot: Pflanzen-Eigenproduktion aus der Gärtnerei Aumühle Wixhausen-Eigenproduktion aus Gärtnerei selbst (kleinem Ausmaß)-Zukauf von qualitativ hochwertiger Ware, die das Sortiment ergänzt und abrundet je nach Saison<Angebot: Erden -Verschiedene Sorten an Erden, die zur angebotenen Ware passen.-Abgabe von Kleinstgebinden, für innerstädtischen Bedarf (Balkon) 01/2013 7Konzept Stadtgärtnerei Gärtnerei<Angebot: Zubehör-Töpfe, Übertöpfe, Pflanzhilfen, etc.-Dünger, Pflanzenschutz <Angebot: Deko-Artikel<Floristik:-Schnittblumen, Sträuße, Kränze und Gestecke 01/2013 8Konzept Stadtgärtnerei Konzept für eine Nutzung Café <ErlebniscaféGärtnereials Integrationsprojekt parallel zur WfbM oCafé„Pflanzenwelt“(Arbeitstitel)-Bediencafémit Service oCaféim Gewächshaus -Selbstbedienung über Café„Pflanzenwelt“in den Verkaufsflächen der Gärtnerei. Eingestreute Tische, Stühle und Bänke laden zum verweilen unter und bei den Pflanzen ein. 01/2013 9Konzept Stadtgärtnerei CaféBeschreibungDas Ziel ist es, einen Ort der Begegnung und Austausches für Menschen mit Behinderung und ohne aus Darmstadt /Bessungenzu schaffen. Das geplante Caféist integriert in die Gewächshäuser, in welchem Pflanzen aus der Gärtnerei ausgestellt werden und somit dem Besucher ein interessantes und ausgefallenes Ambiente bieten. Es soll ein Erlebnis für alle Sinne geboten werden.Es existiert zurzeit kein vergleichbares Angebot in Darmstadt 01/2013 10Konzept Stadtgärtnerei CaféBeschreibungPrimäre Aufgabe der Integrationsabteilung besteht darin, dass sozialversicherungspflichtige Arbeits-und Qualifizierungsplätze für fünf schwerbehinderte Menschen angeboten werden. Menschen mit Behinderung soll eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und am Arbeitsleben sowie ein möglichst selbstbestimmtes Leben am Gemeinwesen ermöglicht werden. Die Aufgaben für die Menschen mit Behinderung in der Integrationsabteilung wären der Service im Caféin Form von Bedienung, Abrechnung, Zubereitung von den Kalt-und Heißgetränken sowie Speisen 01/2013 11Konzept Stadtgärtnerei CaféBeschreibung <Ca. 40 Plätze (großzügige Nutzung)<Angebot umfast kalte und heiße Getränken, Kuchen sowie kleine Speisen<Öffnungszeiten: 6 Tage Dienstag bis Sonntag ( 10:00 bis 19:00)<Ca. 2,5 Mitarbeiterstellen ohne Behinderung <Ca. 5 Mitarbeiterstellen mit Behinderung 01/2013 12Konzept Stadtgärtnerei Vergleichbare Café<Ca‘fioredas außergewöhnliche Ambientewww.Cafiore.de<Café„Die Orangerie“www.werners-gartenreich.de/category/gartencafe<Café„Orchidee“www.netzer.de<„Alte Gärtnerei Oesterreich“www.garten-oesterreich.de<Glashaus-Das-Blumen-Cafewww.glashaus-das-blumen-cafe.de 01/2013 13Konzept Stadtgärtnerei Kunstprojekt „Gartengalerie“<Ort an dem Menschen mit und ohne Behinderung künstlerisch tätig sein können in ansprechendem Ambiente mit Raum und Fläche diese zu präsentieren <Schaffung eines Ortes zur soziokulturellen Interaktion<Einbettung des Cafés, der Gärtnerei und der Freifläche in das Schaffungskonzept und das Präsentationskonzept des Kunstprojektes<Nutzung der Liegenschaft für Ausstellungen, Seminare und Lesungen 01/2013 14Konzept Stadtgärtnerei Kunstprojekt „Gartengalerie“<Umsetzungsschritte der Soziokulturellenarbeit oErster Schritt: Schaffung einer Kunstwerkstatt als Teil der WfbM-Vergleiche Kunsthaus KAT 18 in KölnAtelier hpcaim Augustinum MünchenKünstlerhaus LyddaBodelschwinghsche Stiftung Bethel oZweiter Schritt: Öffnung des Angebotes für interessierte Dritte oDritter Schritt: Öffnung der Räumlichkeiten für eine Nutzung über das eigene Kunst schaffen hinaus 01/2013 15Konzept Stadtgärtnerei Flächennutzung Weg soll ausgebaut werden als Hauptzufahrt zur Orangerie Umgestaltung der Schütten und der Hinterfläche zum Parkplatz. Hier könnte auch der BessungerWochenmarkt stattfinden. Umbau und Renovierung des „Verwaltungsgebäudes“zur Küche für Caféund Schaffung von Atelieräumen für Kunstprojekt. Anbau eines Überganges von der Küche in das Cafégewächshaus. Gewächshäuser und Freiflächen hinter diesen als Fläche für Gartenmarkt. Fläche unten ist die Nutzung noch offen, möglich für Gartenmarkt aber auch im Sommer „Freilandcaféim Blumenfeld“mit Versorgungsinsel, „Kunstgarten“ Schließung der jetzigen Hauptzugänge 01/2013 16Konzept Stadtgärtnerei Einbindung im Quartier<Caféals Begegnungsstätte<Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen in der Nähe (Schulgarten, Experimentierfeld Garten) -Ev. Kindertagestätte, Kita auf dem LUO Campus, -Edith-Stein-Schule, Lichtenberg-Gymnasium, Herderschule <Es soll ein Ort der selbstverständlichen und alltäglichen Begegnung, und des Umganges von Menschen mit und ohne Behinderung entstehen. 01/2013 17Konzept Stadtgärtnerei Einbindung im Quartier<Cafésoll als Begegnungsstätte gesehen und betrieben werden. oNatürlicher Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung (siehe CaféBeschreibung) oAngebote für Vereine und sonstige Veranstaltungen oAbbau von Berührungsängsten und Vorurteilen durch ein natürliches Miteinander 01/2013 18Konzept Stadtgärtnerei Einbindung im Quartier<Der Gartenfachmarkt/ Gärtnerei und Kunstprojekt soll Angebote konzipieren zur Zusammenarbeit in Kindergärten und Schulen im Umfeld (Schulgarten, Experimentierfeld Garten, Kunstwerkstatt) oAngebot gemäßhessischem Bildungsplan für Kitas-Natur mit allen Sinnen im Lauf Jahreszeiten erleben und begreifen-Arbeiten mit unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen und MateriealienoExperimentelles Lernen in Biologie -Mikroskopie-Botanik, 01/2013 19Konzept Stadtgärtnerei Einbindung im Quartier oAusbau der bestehenden Kooperation mit Lichtenbergschule „soziales Praktikum“oSchaffung eines „offen“Angebotes für Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in der Kunstwerkstatt <Alle Angebote immer im Zusammenspiel von Wissensvermittlung und Inklusion durch Teilhabe und Teilnahme, durch soziale Interaktion 01/2013 20Konzept Stadtgärtnerei Einbindung im Quartier<Es soll ein Ort der selbstverständlichen und alltäglichen Begegnung, und des Umganges von Menschen mit und ohne Behinderung entstehen. oIm Sinne der UN Menschenrechtskonvention und des Inklusionsgedanken entstehen Arbeitsplätze mitten in der Stadt / mitten in der Gesellschaft.oTeilhabe von Menschen mit BehinderungoBeitrag zur Öffnung der WfbM Aumühle auf den allgemeinen ArbeitsmarktoWeiteres Projekt in Darmstadt im Zuge von Inklusion 01/2013 21Konzept Stadtgärtnerei Risiken<Wirtschaftlichkeit ist nicht gebenoUmbaukostenoRenovierungskostenoBrandschutz oMiete <Laufender BetrieboCaféwird nicht von Kunden angenommen-Ansatz ist Alleinstellungsmerkmal in DamstadtoGärtnerei wird nicht von Kunden angenommen-Nutzung von Kooperation zur Absatzsteigerung, Kernkompetenz Gärtnerei Aumühle 01/2013 22Konzept Stadtgärtnerei MarkteinschätzungGartenfachmarkt (Suchrubrik) In der näheren Umgebung gibt es nur einen Eintrag oWelter Blumen und Pflanzen,GartencenterSüdliche Ringstraße 206, 63225 Langen 01/2013 23Konzept Stadtgärtnerei MarkteinschätzungGartencenter (Suchrubrik) In der näheren Umgebung einige Mitbewerber, diese bestehen aber weitestgehend aus der Gartenabteilung von Baumärkten mit Ausnahme von B Heinrich GünedlerGmbH Helfmannstraße 51, (Großandlung)F Gartencenter Kranichstein GmbHDaimlerweg 8, E Falscher Eintrag im Verzeichniss 01/2013 24Konzept Stadtgärtnerei MarkteinschätzungGärtnerei (Suchrubrik) In der näheren Umgebung gibt es mehrere Einträge, die meisten sind aber Garten-und Landschaftsbaubetriebe mit Ausnahme von:A Parkgärtnerei Im LossKlappacherStraße 122, H Hornstein Kurt OHGHeidelberger Straße 62, Es fehlt Gärtnerei am alten FriedhofBlumen Haus ChrysanthemAm Alten Friedhof 8 01/2013 25Konzept Stadtgärtnerei MarkteinschätzungFloristik (Suchrubrik) In der näheren Umgebung gibt es nur vier EintragungenB Blumenhaus ChrysanthemAm Alten Friedhof 8C Petra KalbfussBessungerStraße 54,E Meisterflorist am Prinz-Emilgarten BrittaBoeckinge.K.Heidelberger Straße 62D fleurin Schulstraße 10 Schulstraße 10 (Innenstadt) 01/2013 26Konzept Stadtgärtnerei MarkteinschätzungCafé(Suchrubrik) In der näheren Umgebung gibt es zwei Cafés, einen EintragA Linie 3Ludwigshöhstraße1B GodotBessungerStraße 2, Die anderen Einträge beziehen sich auf Steh-Cafés in Bäckereien oder es ist ein italienisches Eis –Café 01/2013 27Konzept Stadtgärtnerei MarkteinschätzungFriedhof In unmittelbarer Umgebung liegt der BessungerFriedhof, dieser wird noch belegt. Dieser stellt einen potenziellen Absatzmarkt für die Gärtnerei dar, sowohl im Bereich Pflanzen als auch im Bereich Floristik. Bei Beerdigungen könnte ein fußläufig erreichbares Caféein Ort für den Leichenschmaus sein. Aus beiden Bereichen könnten hier positive Absatzzahlen resultieren.
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7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot 7.600 m² rot umrandeter umrandeter umrandeter umrandeter umrandeter umrandeter umrandeter umrandeter umrandeter Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner 640 m² grüner Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 9.691 m² rot umrandeter Bereich 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01 6652.08.01
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Bessunger BürgerInnengarten Ein Konzeptentwurf Dr, Benno Quade (Vorstandsmitglied der CDU Bessungen) Vorbemerkungen Die Fläche der Stadtgärtnerei in der Orangerie bietet sich auch nach einer Stilllegung der Stadtgärtnerei zur vielfältigen „Gartennutzung“ an: hier können neben a) einem Kindergarten b) ein Lehr- und Lerngarten (für Darmstädter Kindergarten- und Schulkinder) sowie c) ein intergenerationeller Begegnungs - und Aufenthaltsgarten entstehen. Das Areal wäre damit nicht nur gut genutzt, sondern auch noch ein städtebauliches Leuchtturmprojekt, das einer Vielzahl sozio- ökonomischer Herausforderungen begegnet: "= Kinder, Jugendliche und Rentner verfügen in einer Großstadt nur selten über eigene Gartenflächen (auch die Schrebergartenflächen schrumpfen in Darmstadt); " Kinder- und Jugendliche stehen nicht wirklich im Lebensmittelgewinnungsprozess und bereiten immer seltener selbst nachhafte Mahlzeiten zu; Fast- und Junkfood gefährdet die Gesundheit von Kindern- und Jugendlichen; “ viele Formen der Selbstgewinnung und Selbtshaltbarmachung von Früchten sind schon in Vergessenheit geraten bzw. drohen bei vielen - auch und gerade bildungsnahen Familien - in Vergessenheit zu geraten: der intergenerationelle und internationale Wissensaustausch; " in der Stadt fehlt vielen Menschen der unmittelbare Kontakt mit der Natur; "= das Verständnis der Generationen schwindet, wenn kein intergenerationeller Austausch stattfindet. Deshalb schlagen wir vor, den Bürgerinnen Bessungen die Initiative für die Gestaltung des Geländes zu überlassen und von einer „fremdbestimmten“ Gestaltung oder gar Bebauung bis auf Weiteres Abstand zu nehmen. Das hier im Folgenden dargestellte Nutzungskonzept ist eine bloße Idee, die als Impuls für eine BürgerInnenversammlung gedacht ist. Gleichwöhl ist dieser Konzeptentwurf eine schöne Illustration der Nutzungsmöglichkeiten, die das BürgerInneninteresse aller Generationen im wahrsten Sinne des Wortes in den Mittelpunkt der Stadtpolitik (hier ist Politik im Sinne des öffentlichen Diskurses zu verstehen) zu rücken. Dass dieses Konzept von zwei Vorstandsmitgliedern der CDU Bessungen entworfen worden ist, ist eher Zufall als politisches Kalkül; aber die CDU Bessungen setzt sich intensiv dafür ein, dass Bürgerinitiative - und auch hier kann man es wieder beim Wort nehmen - Früchte trägt. Das Gelände Das Gelände ist nach groben Schätzungen 1.100 m2 groß und verfügt damit über ausreichend Fläche für eine mannigfaltige Nutzung. Die bestehende Bebauung (Gewächshäuser und Baracken) sind in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand, sprich jede Umnutzung bedeutet einen Investitionsbedarf, der ein nachhaltig angelegtes und finanziell abgesichertes Konzept voraussetzt. Die finanzielle Tragfähigkeit‘ der nachfolgenden Konzeptidee ist noch nicht abschließend evaluiert. Dies wird jedoch in den kommenden Wochen parallel zum politischen Diskurs erfolgen, so dass bereits bei der angedachten Bürginnenversammlung nach den Sommerferien auch über die Finanzierung eines solchen Vorhabens Thema sein kann: jedenfalls hat Darmstadt gleich einen doppelten „Heimvorteil“, weil mit der Schader-Stiftung eine Einrichtung vor Ort ist, die städtebauliche Leuchtturmprojekte gerade im intergenerationellen Bereich fördert, die Software AG-Stiftung ganzheitliche Begegnungs- und Lernprojekte fördert. Wer lässt sich da nicht gern anstiften! Vielleicht finden sich auch der/die ein oder andere Bürgern, die von der Idee begeistert ist und den BürgerInnengarten fördern möchte. Intergenerationen- garten und Kulturgarten nt ! Quelle: google Maps; maps.google.de Der inklusive Kindergarten in freier Trägerschaft In einen BürgerInnengarten im Stadtteil Bessungen gehört selbstverständlich ein Kindergarten. Das Gelände und seine wunderschöne eingefriedete Lage laden dazu ein. Auch besteht in Darmstadt Bedarf an Betreuungsplätzen im U3 und Ü3 Bereich. Zum Glück haben sich in Bessungen eine Reihe unterschiedlicher freier Kindergartenträger angesiedelt; ihnen sollte ebenso wie anderen freien Trägern in einer Ideen- und Konzeptausschreibung Gelegenheit gegeben werden, sich mit ihrem Bessunger KinderGARTEN zu bewerben. Baulich ließe sich der Kindergarten hervorragend im zweiten Quadranten auf dem Grundstück verwirklichen. (siehe die Skizze oben). Dass dieser Kindergarten selbstverständlich inklusiv arbeiten wird, erweitert das Miteinander im Bessunger BürgerInnengarten. Der Intergenerationengarten Wo ein Kindergarten willkommen ist, ist selbstverständlich auch ein intergenerationeller Garten richtig am Platze. Ältere Menschen unseres Stadtteils freuen sich an der Orangerie und ihren Blumen, finden aber keinen Ort, an dem sie selbst Hand anlegen und Verantwortung für ein kleines (Hoch-)Beet übernehmen können. Und wie schön ist es erst, wenn die Gestaltung und Pflege eines solchen Gartenstücks gemeinsam mit anderen Menschen aus der eignen oder anderen Generation(en) gelingt. Hier werden nicht nur Pflanzen, sondern auch Verständnis und Miteinander wachsen. Über das gemeinsame Tun kommt man ins Gespräch und die Freude am gemeinsamen Hegen und Pflegen, vielleicht auch am Nochschönermachenwollen wird die im Intergenerationengarten verbrachte Zeit ‚sinnvoll machen, Das gilt gerade dann, wenn die Tätigkeit hier gewinnbringend für alle ist. (Betreuung, Verteilung körperlich anstrengender Tätigkeiten etc.) Der Begegnungsgarten Der Intergenerationengarten ist Teil des Begegnungsgartens; doch der Begegnungsgarten ist noch mehr; er soll zu einem Ort werden, an dem BessungerInnen, Bessunger Vereine und auch Darmstädter Bürger aus den angrenzenden Stadtteilen zusammenkommen und Zeit miteinander verbringen, aber auch Ihre Arbeit/ Tätigkeit präsentieren können. Wenn dieser Begegnungsgarten auch noch eine feste Behausung besitzt, werden ein Sonntagskaffee ebenso möglich wie ein kleiner Bürgergartenladen, in denen die Gartenerzeugnisse verkauft und getauscht werden können. Aber auch am Abend kann der Bessunger BürgerInnengarten ein Begegnungsgarten für Jugendliche werden, die hier am Wochenende ganz legal und unter Aufsicht von Sozialarbeitern beim Lagerfeuer zusammensitzen und die Sommerabende genießen können. Da könnte es schon sein, dass es mehr Spaß macht, ein Würstchen oder ein Stockbrot in das Lagerfeuer zu halten als die Bierflasche im Brunnen zersplittern zu sehen. Und wenn Jugendliche dann auch noch zeigen dürfen, was sie können, entsteht echt gute „SubKultur“! Der Lehr- und Lerngarten Kinder lernen am besten aus eigener Erfahrung... Und immer weniger Kinder wachsen mit einem eigenen bzw. elterlichen Nutzgarten auf. Das geht soweit, dass Kinder und Jugendliche bestimmte Gemüse- und Obstsorten gar nicht mehr benennen können und auch ein Bewusstsein für gesunde Ernährung fehlt. Viele Kinder und Jugendliche haben den unmittelbaren Kontakt zum Nahrungsmittel und seiner Zubereitung verloren. Dabei ist gesunde Ernährung keineswegs langweilig, sondern kann einen jungen Menschen sogar begeistern. Wie viel besser schmecken Tomaten von Stöcken, die man selbst gepflanzt hat und was macht man am besten aus einem Kürbis. Wie wird Honig gewonnen und was haben Bienenköniginnen mit Völkern zu tun? Wo können im BürgerInnengarten ganze Völker stehen? Das alles können Kindergarten- und Schulkinder der Bessunger Kindergärten und Schulen (aller Alterstufen) im Bessunger Lehr- und Lerngarten lernen. Dafür sollen die besten Landwirtschafts- und Erlebnispädagogen gewonnen werden, die Darmstadt hat. Dann wird es den in unmittelbarer Nähe gelegenen Schulen leicht fallen, ihren Schülern auch ein Gartenpraktikum oder eine Garten-AG anzubieten, was heute andere Schulen, z.B. die Waldorfschule in Eberstadt, mit großem Erfolg unternehmen, Der Pachtnutzgarten Was die Kindergarten- und Schulkinder im Lehr- und Lerngarten erlernen sollen sie ‚natürlich auch mit Ihren Eltern und Geschwistern teilen können. Und das geht am besten im Pachtnutzgarten. Hier soll es darum gehen, ein eigenen kleinen Feldabschnitt zu bestellen und dann Kartoffeln, Möhren etc, ernten zu können. Ein Gartenerlebnis für die ganze Familie bei dem man Nachbarn und Bekannte trifft und Freundschaften schließen kann. Und auch von hier ist der Bezug zum Intergenerationengarten und zum Lehr- und Lerngarten angelegt, denn wer weiß, wie man Kürbisse am besten einmacht oder wo kann man Kind seine nächsten Ferien verbringen? Die Antworten können lauten: Oma Krause aus dem Generationengarten und im Feriengarten! Der Mach-, Sei- und Miteinanderort Ein Mach-, Sei- ‚und Miteinanderort soll er werden, der Bessunger BürgerInnengarten, an dem bürgerschaftliches Engagement echte Früchte trägt. Moderne Vereinsstrukturen, die auf Zugang und nicht nur auf Mitgliedschaft angelegt sind, können heute erfolgreich sein und aus einem ersten unverbindlichen Kontakt wirkliche Interessensgemeinschaften formen. Ein solcher Ort fehlt in Bessungen noch. Zu was bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Landwirtschaft führen kann, bestaunen viele Bessunger beim Sonntagskaffee auf dem Hofgut Oberfeld. Die urbane Komplettierung eines fruchtbaren Impulses könnte der Bessunger BürgerInnengarten werden! Sub-Kultur(en) Im Herzen der Stadt einen öffentlichen Ort für kleine Konzerte und Darbietungen zu haben, ist ein Schatz! Diesen könnten die Bessunger BügerInnen mit dem BürgerInnengarten zu Tage fördern; er wäre dann mehr als ein deplatzierter Musikpavillion und könnte mit einem anspruchsvollen und bunten Sommerprogramm einen sehr lebendigen Ort schaffen, an dem so manches gedeiht.
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Konzeption von Dieter Krellmann und Joachim Böttcher Pallaswiesenstraße 27, 64293 Darmstadt, Tel. 06151/79094-20, Mob. 0179-1365544 Der Bessunger Bürgergarten Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Ende 2014 wird der Betrieb der Darmstädter Stadtgärtnerei eingestellt. Dieses Exposé ist ein ökologischer, ökonomischer, sozialer und ethischer Brücken- schlag. Er bietet den bisher vorgelegten unterschiedlichen Nutzungsvorschläge ein gemeinsames und gemeinnütziges Dach. Auf dem Gelände entstehen ineinandergreifende und sich sinnvoll ergänzende Teil- projekte. Die Struktur der ursprünglichen historischen Anlage geht in die Gestaltung ein und wird mit neuem Leben gefüllt. Als ein von Bürgern, regionalen Institutionen und Firmen finanzierter und genutzter Lehr-, Lern-, und Lebensgarten trägt sich der Bürgergarten ökonomisch selbst. Das entstehende neue agro-urbane Zentrum stellt durch die einzigartige Verbindung von Ökologie, Technik und sozialer Zielsetzung ein richtungsweisendes Leuchtturm- projekt dar . Wir möchten Sie bitten, dieses Konzept mit in die Planung zu nehmen. Dieter Krellmann (Sprecher der Initiative) Seite 1 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Der Bessunger Bürgergarten Ende 2014 wird der Betrieb der Darmstädter Stadtgärtnerei (16000m 2) eingestellt. Die jetzige Heizanlage ist veraltet und ineffizient und verursacht für die Gewächshäuser Kosten in Höhe von 45.000 Euro im Jahr . Es wird deshalb überlegt, die alten intakten Gewächshäuser nach der Stilllegung abzureißen. Aus den vielfachen Interessen und Ideen zeigt sich der Wunsch, den frei werdenden Raum für die Bürgerinnen und Bürger zu öffnen und mit städtischem Leben (Kinder- garten, Natur&Technik Erlebnispfad, Biergarten, usw.) zu füllen. Unser Ziel ist ein ökologischer, ökonomischer und sozialer Brückenschlag, der die unterschiedlich angedachten Nutzungsvorschläge unter ein gemeinsames Dach stellt. Auf dem Gelände entsteht ein Stadtteilprojekt, welches auf die Bedürfnisse der Bürger eingeht. Die Historie des Geländes wird in der Planung aufgenommen, zum Teil wieder herstellt oder neu interpretiert. Es wird ein Generationen übergreifendes agro-urbanes Zentrum etabliert werden, welches Treffpunkt, Markt, Bildungsstätte, Kulturraum und Naturerlebnis kombiniert. Im Gesamtentwurf bleiben die vorhandenen Gewächshäuser erhalten! Die Flächen und Gebäude werden auf Ihre Qualität hin untersucht und ein neuer Flächennutzungsplan erarbeitet. Die Bürger werden an der Planung direkt beteiligt und umfassend informiert. Das Projekt wird mit einem beispielhaften Stoffstrommanagement unter Einbeziehung wegweisender Ökotechnologien angelegt. Der Bürgergarten ist für alle frei zugänglich. Ähnlich der „Essbaren Stadt Andernach” rechnen wir mit einer hohen Imagewirkung für die Stadt Darmstadt. Der Bessunger Bürgergarten steht inhaltlich im Zusammenhang mit dem möglichen Zuzug von tausenden Menschen in das frei gewordene Wohngebiet im Süden Bessun- gens (Konversionsflächen); Die neuen Bürger könnten das Projekt als Einkaufs-, Kultur- und Kommunikationszentrum nutzen. Die meisten Umwelt-Projekte funktionieren nur mit einer Finanzierung von außen. Wir haben ein Projekt entwickelt, welches sich ökonomisch selbst tragen soll. Stand Bürgermeinung Ziel Unser Vorschlag Stadtgärtnerei in der Orangerie Orangerie Lageplan Bio-Gemüseanbau und Verkauf Terra Preta Herstellung Wärme- und StromGewinnung Hof laden mit Gastronomie Kindergarten Aquakultur Hühnerkultur Integrative Bewirtschaftung natur&Technik-erlebnisweg Allgemein Zugänglich Bürger eG (Genossenschaft) Gemeinnützig Seite 2 ProjektPartner Der Träger des Gesamtprojekt ist eine zu gründende Genossenschaft - Bessunger Bürger- garten e.G.. In der Genossenschaft werden mehrere institutionelle Träger und engagierte Bürger unter einem Dach vereint: z. B. Umweltverbände, Kirchen, Stiftungen, Vereine und Bürger und weitere interessierte Institutionen. Das Planungsteam setzt sich aus Experten und Plaungsbüros aus den unterschiedlichen Fachbereichen zusammen, arbeitet interdisziplinär und bindet interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie städtische Gremien in alle Planungsphasen mit ein. areal Beteiligungsgesellschaft mbH Planung durch die Palaterra GmbH & Co.KG Planung und Realisierung Herbernergy GmbH Joachim Eble Architektur - Tübingen und andere Michael Bode-Böckenhauer (Centralstation, Vinocentral) Ubuntu e.V. - Haus der Künste (optional), Bessunger Kinderwerkstadt e.V. Wesentlich GmbH - Heike Boomgaarden (Initiatorin der „Essbaren Stadt Andernach”), Deutsche Gartenbau Gesellschaft 1822.e.V. und andere Von der Genossenschaft werden ausgebildete Fachleute für die jeweiligen Projekt- bereiche angestellt (Gärtnerei und Landwirtschaft, Palaterra-Anlage, Energiezentrale, Hühnerparadies, biologische Aquakultur). Darüber hinaus werden Auszubildendem Arbeitslose, Menschen mit Handycap, z.B.: Aumühle, Nieder-Ramstädter Diakonie (Inklusion) und alle interessierten Bürger generationenübergreifend als Helfer und Mit- arbeiter in das Projekt integriert. Bistum Mainz (Unterstützer der Machbarkeitsstudie), weitere Sponsorengelder, Stiftungen, Fördermittel, Genossenschaftsanteile, Darlehen (GLS-Bank, Triodos Bank) sowie laufende Einnahmen aus den Teil-Projekten. Exposé des Bessunger Bürgergartens Trägermodell Planungsteam Koordination Planungsteam und Technische Planung Terra Preta-Anlage EnergieZentrale Städtebauliche Planung Gastro-Beratung/Planung Kindergarten Kommunikation, Mediale Planung und Marketing Betrieb und Bewirtschaftung Finanzierung Seite 3 Exposé des Bessunger Bürgergartens Teile des Ganzen Eine mit regionalen Biomassen betriebene Wirbelschichtanlage erzeugt Wärme, Strom und Pflanzenkohle (wird für die Palaterra-Produktion benötigt). Mit der Wärme werden Gewächshäuser, Kindergarten, Verkaufsräume, Restauration und Wirtschaftshäuser beheizt. Der Stromanteil wird als erneuerbare regionale Energie ins Netz eingespeisst und er- wirtschaftet über das EEG einen Teil der zukünftigen Erträge. Die Pflanzenkohle wird für die Palaterra®-Produktion verwendet. Überschüssige Wärme z.B. im Sommer wird von einer ökologischen Aquakultur (Fischzucht) verwendet. Abb. der Anlage und Infor- mationen über das Wirbelschichtverfahren im Anhang 2. Es wird eine kleine Palaterra-Anlage zur Herstellung von Terra Preta-ähnlichen Substra- ten auf das Gelände aufgebaut, die die anfallenden regionalen Biomassen der Orangerie und teilweise der Darmstädter Parks und Grünflächen zu hochwertiger Terra Preta (Palaterra ®) verarbeitet. Diese wird im Bürgergarten verwendet und verkauft und ist Teil des Finanzierungskonzeptes. Bisher entstehen hohe Entsorgungskosten der Biomassen in Darmstadts Kompostie- rungsanlagen, in denen mit erheblichem technischen und energetischen Aufwand aus elementarem Kohlenstoff (der in den Boden zurückgebracht werden sollte) klimaschä- digendes CO 2 und Methan entsteht. Bei der Produktion von 1 t Palaterra werden 1,8 t CO2 fest im Boden gebunden und den Pflanzen beim Wachstum zugänglich gemacht! Die herausragenden Eigenschaften der Terra Preta werden in verschiedenen Forschungs- projekten u.a. des BMBF erforscht und nachgewiesen. Das auf dem Gelände anfallende Wasser und optional das „gewerbliche Abwasser” werden separat gereinigt und wieder verwendet. Die Palaterra®-Produktion kann direkt an die Energiezentrale angedockt werden. Benötigt werden Fahrmieten mit betonierten Böden und Wänden, welche z.B. in ein neues Gewächshaus integriert werden (Flächenbedarf ca. 100 m²). Es werden 5 Mieten für jeweils ca. 30 m³ Nutzvolumen benötigt. Damit können pro Jahr ca. 2.000 m³ Palaterra ®2 (Humussubstrat) hergestellt werden. Diese Menge entspricht auch genau dem Verhältnis zu der in Eigenproduktion gewonnenen Pflanzenkohle. Die Pflanzen- nährstoffe aus der ökologischen Aquakultur und der ökologischen Hühnerzucht sowie bestimmte Erntereste werden nach einer Vorbehandlung zur organischen Aufdüngung in die Substrate eingebracht. Somit sind die Stoffstromkreisläufe auf hervorragende Weise geschlossen. Abb. der Palaterra-Anlage und Informationen zu Terra Preta und Palaterra im Anhang 1. Energiezentrale (Wärme, Strom, Pflanzenkohle) Terra Preta Bessunger Stadtgarten Orangerie Nahwärme Nahwärmeversorung der Gewächshäuser und der geplanten Projekthäuser Seite 4 Exposé des Bessunger Bürgergartens Teile des Ganzen Der Anbau von biologisch erzeugtem Gemüse, Kräuter, Obst- und Beeren soll auf den Freiflächen sowie teilweise im Gewächshaus erfolgen. Die Böden werden mit Pala- terra®-Substrat nachhaltig angereichert und verbessert. Bei der Bewirtschaftung werden ökologische Kreisläufe gefördert und die Bodenfruchtbarkeit der Nutzflächen z.B. durch aktiven Humusaufbau gefördert. Gleichzeitig werden der Natur viele Nischen und Rückzugsräume geschaffen bzw. erhalten und eine Vielfalt an einheimischen Wildpflanzen und Tieren zur Steigerung der Biodiversität gefördert. Im Rahmen der Bewirtschaftung werden innovative Verfahren im Sinne einer urbanen ökologisch nachhaltig organisierten Garten- und Landwirtschaft erprobt und gefördert z.B. Hochbeetkulturen, Permakulturen, Agroforstkulturen (Kombination von Gehölzen und Gartenbau) und Kombination von Hühnerparadies und Gemüseanbau. Jungpflanzen werden teilweise selbst vermehrt und aufgezogen, wofür ein Teil der Ge- wächshäuser vorgesehen ist. Im Winter können in Teilen der Gewächshäuser Feldsalat, Spinat, Kräuter usw. angebaut werden, um auch in dieser Jahreszeit frische Produkte vor der Haustüre anbieten zu können. Die hochwertigen Produkte, wie frisches Ge- müse, Kräuter, Beeren und Obst werden vor Ort aufbereitet und in der Markthalle den Bürgern verkauft. Es entteht eine kleine Markthalle zum Direktvertrieb der Eigenerzeugnisse (frisches Obst und Gemüse, Fisch, Eier, Honig,...) und weitere regional erzeugte Produkte. Weiterhin kann eine Biokiste und ein Picknikkorb angeboten werden. In der Markthalle wird eine Gastronomie (Cafeteria) entstehen, die die eigenen Pro- dukte anbietet und als kommunikatives Zentrum fungiert. Auf dem Gelände wird ein Kindergarten (s. Anhang - Konzept Ubuntu e.V.- optional) errichtet. Optional: Eine Verkehrsschule des Bessunger Kinderwerkstadt e.V. ergänzt den Kinder- garten. Ein Natur&Technik-Erlebnisweg ergänzt das theoretische Bildungsangebot dieses hoch innovativen Leuchtturmprojektes auf praktisch-erlebbare Weise. Biologischer Gemüse, Kräuter, Obst- und Beerenanbau Markt & Gastonomie Kindergarten Natur/Technik-Erlebnisweg Obst- und Gemüseanbau Kindergarten, Hofladen und Natur/Technik-Erlebnisweg Seite 5 Exposé des Bessunger Bürgergartens Teile des Ganzen Die ökologische (Binnen)-Aquakultur steht als ethisch und ökologisches Pandon zu Massenfischzuchtanlagen, welche heute einen erheblichen Anteil des weltweiten Fisch- bedarfs decken. Die Massenfischzuchtanlagen befinden sich häufig an den Küstenlagen der Weltmeere und sorgen hier über Nährstoff- und Medikamenteneinträge für erheb- liche Schädigungen des ozeanischen Ökosystems. Die Speisefische aus diesen Anlagen haben in der Regel sehr weite Transportwege hinter sich, bevor sie im Laden bzw. beim Verbraucher ankommen. Die ökologische Binnenaquakultur stößt aufgrund dieser Probleme auf wachsendes Interesse bei den Fischliebhabern (Verbrauchern). Gezüchtet werden vorzugsweise einheimische Edelspeisefische, wie Zander, Barsch, Wels und Aal. Die Zucht findet in Becken statt, welche von der Innengestaltung sowie Wasserqualität und Temperatur sowie Sonneneinstrahlung optimal auf die Lebensbedürfnisse der Fische eingestellt werden. Die Becken werden in einen Teilbereich der bestehenden Gewächs- häuser integriert (Flächenbedarf ca. 180 m²). Das Wasser wird über biologische Filter- anlagen gereinigt und wieder in den Kreislauf zurückgeführt. Die Ausscheidungen der Fische (Fischgülle) werden dabei gezielt abgesondert und zur Nährstoffanreicherung in die Palaterra ®-Substrate eingebracht. Damit ist ein weitgehender regionaler Kreislauf mit vielen Synergien hergestellt (gesunde Lebensmittel, Überschusswärmenutzung und Nährstoffnutzung aus der Wasseraufbereitung). Die Speisefische werden in einem Verarbeitungsraum vor Ort zum Verkauf vorbereitet. Der Verkauf findet in der angegliederten Markthalle statt. Außerdem können die Darmstädter Bürger können in zwei der Gewächshäusern Ihre Kübelpflanzen über-wintern und pflegen lassen. Entweder ist diese Möglichkeit ein Teil der „Verzinsung” der Genossenschaftler, oder die Flächen und Serviceleistungen sind gegen Berechnung buchbar . Die Pflanzen-Schätze können bei Bedarf von Zuhause abgeholt werden und werden den Winter über gepflegt. Im Bessunger Bürgergarten werden Bienenvölker angesiedelt, die neben der Besteu- bung der Blüten mit der Honigproduktion zur Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes beitragen. Ökologische Aquakultur Überwinterung für Kübelpflanzen der Darmstädter Bürger Bienen Nahwärmeversorung der Gewächshäuser und der geplanten Projekthäuser Seite 6 Exposé des Bessunger Bürgergartens Teile des Ganzen Das vorgeschlagene nachhaltige Konzept zur Herstellung von kleinen regionalen Stoffstromkreisläufen wird durch ein ökologisches „Hühnerparadies“ optimal ergänzt. Die Hühner erhalten eine innovative „Unterkunft“ die den natürlichen Ansprüchen eines „glücklichen Huhnes“ entspricht. Es werden alte, robuste Rassen bevorzugt. Die Hühnerhaltung wird in einem Teil des Gewächshauses (ca. 180 m²) sowie auf einer Freilandfläche (ca. 1.600 m²) integriert. Das Gewächshaus wird teilweise mit Innenein- bauten für Ruhestätten und Gelege ausgestattet. Der andere Teil des Gewächshauses steht den Hühnern zum Scharren zur Verfügung. Der Boden wird mit Palaterra ®- Substraten anstelle von Stroh o.ä. ausgestreut. Dadurch werden Gerüche unterbunden und die Pflanzennährstoffe des Hühnerkots effektiv ins Substrat eingelagert. Das auf diese Weise mit Nährstoffen angereicherte Terra Preta-Einstreu kann anschließend optimal in den Außenanlagen zur Bodenverbesserung verwendet werden. Die Hühner- freilauffläche wird mit einer wechselnden Gemüseproduktion kombiniert. Die Fläche wird in Felder unterteilt, welche mit geeigneten Zäunen abgetrennt werden. Die Hühner kommen turnusmäßig nach abgeschlossener Gemüseernte auf das entsprechende Feld und können nun die Erntereste usw. beweiden und die Böden „bearbeiten und düngen“. Die Gartenböden im Hühnerauslauf werden mit Palaterra-Substrat angerei- chert, wodurch die im Kot enthaltenen Pflanzennährstoffe optimal im boden gespeichert werden und den Pflanzen nach Bedarf zur Verfügung stehen. Neben den Ernteresten bekommen die Hühner hochwertiges Körnerfutter, welches größtenteils aus eigener Produktion des Bürgergartens erzeugt werden soll. Die Anzahl der Hühner wird sich an den Anforderungen einer ökologischen, naturgerechten Haltung orientieren. Der Schwerpunkt des Hühnerparadieses liegt neben der geschlossenen Kreislaufwirt- schaft in der Versorgung der Bürger mit hochwertigen Bioeiern zur Ergänzung der Produktpaletteangebaut, wobei die Böden mit Terra Preta nachhaltig angereichert und verbessert werden. Theater- und Musik-Bühne, „grünes Klassenzimmer“, naturbelassene Flächen, unter- schiedliche Ökosysteme (Teich, Steingärten,...), Biodiversitätsprojekt, Insektenhotels, pädagogische Konzepte zur Bildung, Mehrgenerationenprojekt, usw. Das Potenzial einer Stadt wie Darmstadt, werden über Kreativität und Mitgestaltung im weiteren Projektverlauf viele neue und besondere Ideen und Ansätze hinzufügen. Hühnerparadies Ergänzende Ideen (optional) Nahwärmeversorung der Gewächshäuser und der geplanten Projekthäuser Seite 7 Exposé des Bessunger Bürgergartens Das Stoffstrom- management „Regionales Stoffstrommanagement wird als ganzheitliches, alle Potenziale einer Region optimierendes Konzept verstanden. Regionales Stoffstrommanagement aktiviert die eigenen, in der Region vorkommenden Potenziale für die langfristige, nachhaltige Ent- wicklung der Region. Ziel von regionalem Stoffstrommanagement ist eine optimale, nachhaltige Nutzung der endogenen Entwicklungspotenziale. Hierbei besitzt jede Region qualitativ und quantitativ unterschiedliche Optionen, die jeweils zu anderen Umsetzungsstrategien führen.” Quelle: Heck/Bemmann: Praxishandbuch Stoffstrommanagement Im Bessunger Bürgergarten werden ausschließlich sich in idealer Weise ergänzende Teile eingesetzt. Was ist Stoffstrommanagement Stoffstrommanagement und Synergien zwischen den Projektteilen GEWäcHSHäuSEr STäDTIScHE GEBäuDE FrEIlAND OBST/GEMÜSE/BIENEN BÜrGErANGEBOTE vErKAuF vON OBST, GEMÜSE, PAlATErrA, STAuDEN, FIScHE, HONIG, EIEr, MArMElADE, ... cAFETErIA, KINDErGArTEN, BIlDuNG, NATurErlEBNIS KulTur, vErANSTAlTuNGEN, PFlANZENÜBErWINTEruNG, SOZIAlES ZENTruM uND TrEFFPuNKT,... Wärme Stromeinspeisung Nährstoffe Grünschnitt/Biomasse Palaterra Bewässerung Wertschöpfung Pflanzenkohle PAlATErrA - PrODuKTION ENErGIE- ZENTrAlE STrOMNETZ - EINSPEISuNG KOMMuNAlEr GrÜNScHNITT HÜHNEr AquAKulTur OBST, GEMÜSE uND ANZucHT PFlANZEN- ÜBErWINTEruNG Seite 8 Bürger Genossenschaft Weiteres vorgehen Wirtschaftlichkeitsberechnung Terra Preta Wachstumsvergleich im Prinz Georg-Garten in Darmstadt Palaterra®-Produktion auf dem Hengstbacherhof in Rheinland-Pfalz Die Finanzierung Der Bessunger Bürgergarten wird über eine Genossenschaft als Dachorganisation betrieben und finanziert. Unter der e.G. sind alle Unteraktivitäten als Teilbereiche als „Profitcenter“ organisiert. Gemeinnützige Bereiche und Aktivitäten werden von der Genossenschaft und den profitablen Geschäftsbereichen mit getragen. Die Investitionen für Sanierungs- und Baumaßnahmen, sowie für die Anschaffung der technischen Ausrüstung usw. in Höhe von rund 3.000.000 € werden über Genossen- schaftseinlagen, öffentliche Förderungen, Sponsoring und Darlehen aufgebracht. Ein erheblicher Teil dieses Betrages steht als Eigenkapital zur Verfügung. Der für die Ge- samtfinanzierung erforderliche Darlehensanteil wird über die Genossenschaftsbanken GLS-Gemeinschaftsbank und Triodos-Bank als langfristiges Darlehen finanziert. Die Erträge aus Wärme-, Strom-, Pflanzenkohleproduktion, Palaterra-Verkauf, Ver- kauf von frischen Lebensmitteln, Gastronomie und Bildungsangebote bilden die wirtschaftliche Basis für das Gesamtprojekt. Verkauft werden die selbst produzierten Produkte wie Gemüse, Pflanzen und Jungpflanzen, Bioeier, Fisch und weitere Lebens- mittel, aber auch Palaterra-Substrate. Themennahe Seminare, Workshops und Ver- mietungen von Räumen werden organisiert und angeboten (bspw.: wie lege ich einen Permakulturgarten an – Flächen können für Feste und kleine Veranstaltungen gemietet werden - Hochzeit im Gewächshaus, Kleinkunst, Ferienspiele für neue Musik, etc.). Die Finanzierung läuft über eine Genossenschaft, wodurch für „Kleininvestoren“ viel- fältige Möglichkeiten der Verzinsung ihrer „Geldanlage” entstehen: Dividenden, Zinsen, „Naturalzinsen“ in Form von Lebensmittel, Palaterra-Substrat, Pflanzen, oder die Möglichkeit der Überwinterung von Kübelpflanzen. Mit den laufenden Projekteinnahmen werden Löhne, Material- und Betriebskosten und Kapitaldienst getragen. Der Erlös wird zum Teil in Form von Dividenden ausgeschüttet und zum Teil für Rücklagen und Investitionen aufgebracht. Der 1. Schritt zur weiteren Projektrealisierung ist die Ausarbeitung einer Machbar- keitsstudie durch das Planungskonsortium, in welcher die skizzierte Planung detail- liert wird und eine umfassendere Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt wird. Diese gilt als Basis für die weitere Projektumsetzung. Für die Machbarkeitsstudie konnte mit dem Bistum Mainz bereits ein Sponsor gewonnen werden, sodass einem kurzfristigen Projektstart nichts im Wege stehen würde. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung können Sie im Anhang ab Seite 19 entnehmen. Exposé des Bessunger Bürgergartens Seite 9 Gestaltung (Vorschlag) Flächenaufteilung NordGarten Ökonomie, Ökologie, Soziales Bisherige und weiterhin genutzte Gebäude Südgarten Kultur, Treffpunkt, lernen, Erfahren Der Bessunger Bürgergarten Im Rahmen des Projektes wird der Bessunger Bürgergarten in einen Nord und Süd- garten aufgeteilt. Dies folgt den aktuellen Gegebenheiten, aber auch dem historischen Vorbild. Die Unterteilung sortiert die Bereiche: Cafeteria, Verkauf- und Lagerräume, wie auch des Kindergartens (soziale Durch- dringung) Wertschöpfung (Palaterra-Anlage, Energieproduktion, Unterkünfte der Mitarbeiter der Stadt, ...). Der Nordgarten war historisch z.T. auch mit Wirtschaftsräumen bebaut. Der heutige Hauptweg war schon damals angelegt. Der Nordgarten beherbergt auch in Zukunft die vorhandenen Gewächshäusern und die Unterkünfte und Betriebsräume des Städtischen Grüns. Die Betriebsräume werden von der Stadt verwaltet (der Verbleib im Bessunger Bürgergarten spart der Stadt einen Umzug in neue teure Räumlichkeiten - ca. 250.000 Euro). In das Gebäude der jetzigen Energieversorung wird die Energiezentrale eingebaut. Die Pflanzenüberwinterung verbleibt im bisherigen Gewächshaus (Theatergebäude) Mehrgenerationengarten, Nutzgärten, Obstbäume, Kinder-Gärten, Blumenwiese, Experimentierfelder, Naturerlebnis, Bienen, Insektenhotels, Naturschule, Wellness- garten, (weitere Ideen werden gerne aufgenommen). In der neuen Gestaltung des Südgartens wird die Stuktur und Form der ursprünglichen Wege und damit die Aufteilung der Flächen wieder sichtbargemacht und komplettiert damit das historische Ensemble der Orangerie. Formal gibt es Bezüge in der Flächen- aufteilung zum Prinz Georgs Garten in Darmstadt - Die Beete im oberen Teil behalten die gleiche Fläche, werden aber teilweise umstrukturiert (Hochbeete, Trockenbeete, klassische Gemüsebeete, Permakulturbeete, Lernbeete, usw.). Im unteren Bereich des Südgartens entsteht ein gestalteter Naturerlebnisraum mit erfühlbarer Natur . Ein Pflanzen-Labyrinth deutet den Erlebnisbereich an. Der Südgarten kann für kulturelle Aktivitäten genutzt werden. Ausgangspunkt ist das Gebäude der Planzenüberwinterung,das die neue Bühne in den Sommermonaten als Theater verwendet. Ein weiterer Verbindungspunkt ist die kleine Veranstaltungsbühne in der Orangerie. Historischen Vorbild von 1874 Nord- garten Süd- garten Seite 10 Öko- AquAkultur HüHner- PArAdies HüHner- PArAdies und Gemüse- GArten Gemüse- JunGPflAnzen- AnzucHt Blumen- JunGPflAnzen- AnzucHt VerBinder üBerwinterunG küBelPflAnzen üBerwinterunG küBelPflAnzen enerGiezentrAle PAlAterrA-AnlAGe mArktHAlle HoflAden mit cAfeteriA AufBereitunG und lAGerunG leBensmittel VerwAltunG kinderGArten GemüseAnBAu (AucH winter) freiGelände Gemüse, oBst und erleBnis- PfAd unterkünfte und BetrieBsräume städtiscHes Grün 1 2 3 4 ökologische Aquakultur im Gewächshaus mit Wärme- nutzung, Nährstoffrecycling und Palaterra-Produktion (gezüchtet werden z.B. einheimische Edelfische, wie Zander, Hecht und Aal), Motto „frischer Fisch auf den Bessunger Tisch“ Hühnerparadies: ökologische Hühneranlage mit Freilauf sowie auf dem Palaterra-Boden im Winter im Gewächshaus; Die Anlage mit dem Freilauf wird derart organisiert, dass die Hühner auf wechselnden Flächen nach der Gemüseernte laufen und scharren können (Restverwertung und gleichzeitige Düngung durch Hühnerkot - gute Beetaufbereitung, der Palaterra- haltige Boden sorgt für eine optimale Umsetzung und Einlagerung der Nährstoffe aus dem Hühnerkot). Die Bessunger werden täglich mit frischen Hühnereiern aus dem Hühnerparadies versorgt (ggf. Hühnerpatenschaf- ten möglich) Überwinterungsquartier für Kübelpflanzen (für Bürger) Gemüsejungpflanzenanzucht (Verkauf von Jungpflanzen und Anzucht von hochwertigem Gemüse zum Verkauf) 4 5 6 7 8 9 10 Gemüsejungpflanzenanzucht (Verkauf von Jungpflanzen und Anzucht von hochwertigem Gemüse zum Verkauf) Verbinder Anzucht Blumen, Zierpflanzen, Stauden (Verkauf an Stadt und Bürger) Gemüseanbau (Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen und Feldsalat (Winter) Palaterra-Produktionsanlage: ca. 300 m 3 PT4/Jahr plus ca. 1.650 m3 PT2/Jahr zum Verkauf an Bürger und Stadt sowie zur Eigennutzung im Bürgergarten. Technik- und Energiezentrale: Einspeisung des Stroms gemäß EEG, Eigennutzung der Wärme für Gewächshäu- ser, Aquakultur, Palaterra-Produktion und Gebäudehei- zung. Herstellung von ca. Pflanzenkohle Halle zur Aufbereitung und Lagerung der Lebensmit- tel (Fischverarbeitung, Gemüseputzen, Eier lagern, Kühlhaus...) 11 12 13 14 15 16 17 Markthalle: Verkauf der Frischeprodukte (Lebensmittel), Gemüsepflanzen, Stauden usw. und der Palaterra- Produkte. Außerdem Events, wie Kochkurse, Schulungen usw. Cafeteria Verwaltungsräume für den Bürgergarten bzw. Betreiber- organisationen z.B. eG Annahmestation für Grünschnitt im kleineren Maßstab Räumlichkeiten für Kindergarten (Ubuntu) Freigelände für Obst- und Beerenanbau, Stauden usw. Hühnerparadies/Gemüsegarten im Freiland stAndorte im südteil: Bienen-Oase, Erlebniswege, Wellnessgarten, etc Anlage vom Semizentralen mehrgenerations Schulgarten für alle Schulen und das Altersheim in Umfeld 3 3 1 2 5 4 6 7 8 9 10 11 12 13 15 14 16 17 Entwurf des Nordgartens Seite 11 Verteilungs- und Gestaltungsentwurf Nordgarten und Südgarten nordGArten südGArten erleBnis- BereicH mehrgenerationengarten nutzgärten obstbäume kinder-Gärten Blumenwiese experimentierfelder ... naturerlebnis Bienen insektenhotels naturschule wellnessgarten wassergarten ... Seite 12 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Der Bessunger Bürgergarten Terra Preta – Palaterra Energiegewinnung – Wirbelschichtanlage Kindergartenkonzept – Haus der Zukunft Wirtschaftlichkeitsberechnung Anhang Seite 13 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Der Bessunger Bürgergarten Vor mehr als 1000 Jahren wurde der fruchtbarste Boden der Welt „ Terra Preta” (Schwarze Erde) aus organischen „Abfällen” und Holzkohle von der Indio-Hochkultur des Amazonasgebietes hergestellt. Vor ca. 500 Jahren geriet die Produktionsmethode in Vergessenheit. Der ansonsten karge Regenwaldboden blieb bis heute mit Terra Preta-Flächen durchzogen auf denen Bauern noch immer gute Ernten erzielen. Pflanzen in Terra Preta sind optimal nährstoff- und wasserversorgt, werden kräftig, bilden viele Blüten und Früchte, sind gegen Schädlinge widerstandsfähiger und reifen früher . Das Bodenleben ist aktiv, führt zu einem deutlichen Humusaufbau und wirkt schwachen Böden (Wüstenbildung) entgegen. Zudem ist Terra Preta durch Kohlenstoff- einbindung ein effektiver Klimaschutz. Es ist der Palaterra ® gelungen, die einstige Herstellungsmethode zu identifizieren und in moderne, technische Maßstäbe zu übertragen. Seit 2010 produzieren wir in der weltweit ersten Anlage in Rheinland-Pfalz Palaterra®-Substrate, die die Eigenschaften der ursprünglichen Terra Preta besitzen. Die Schlüssel-Technologie der Palaterra®-Herstellung ist ein Baukasten mit außer- ordentlichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorteilen. In der Situation des Stadtgartens in der Orangerie kann das System auf die Gegebenheiten angepasst werden und erzielt dadurch die maximale Wirtschaftlichkeit. Zudem wird durch die Herstellung von Terra Preta über 2,7 Tonnen CO2 langfristig im Boden eingelagert. Die Qualität der Terra Preta wird in verschiedenen Forschungsprojekten des BMBF untersucht und bewiesen. Gerne präsentiert die Firma Palaterra das Produkt, die Idee und die bisherigen Aktivitäten der Anwendung von Terra Preta in diversen Bereichen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.palaterra.eu, www.areal-gmbh.de, www.das-gold-der-erde oder direkt bei Joachim Böttcher, Hofstr . 5, 67822 Hengstbacherhof, Tel.: 06362-9221-0 Gerne senden wir Ihnen eingehende Informationen oder gestalten einen gemeinsamen Workshop zum Thema in Darmstadt Herkunft der Terra Preta Eigenschaften der Terra Preta Wiederentdeckung der Terra Preta Aussicht Weitere Informationen Anhang 1 Terra Preta Biokohle- Wärme- Strom- herStellung Schema der Demonstrationsanlage auf dem Hengstbacherhof (Rheinland-Pfalz) Seite 14 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Terra Preta – Nachhaltiges Gärtnern mit dem „Gold der Erde” Innovation aus Tradition Der Bessunger Bürgergarten Wer Joachim Böttchers Garten auf dem Hengstbacherhof (Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz) besucht, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Der erste Eindruck ist das satte Grün gesunder Pflanzen. Beim genauen Hinschauen erst erkennt man die Qualität und Größe von Radieschen. Salat und Lauch sehen aus wie aus dem Bilder- buch und Erdbeeren wachsen so üppig, dass es eine wahre Freude ist. „Es gibt ein Geheimnis, weshalb sich Gemüse, Obst und Kräuter hier so wohl fühlen“, verrät der Pflanzen- und Bodenexperte. „Es ist die von uns hergestellte Terra Preta“ und fügt die Geschichte der „Wundererde” gleich hinzu: „Vor mehr als 1000 Jahren wurde der fruchtbarste Boden der Welt ‘Terra Preta’ (port.: Schwarze Erde) aus orga- nischen ‘Abfällen’ und Holzkohle von der Indio-Hochkultur im Amazonasgebiet Brasili- ens hergestellt. Vor ca. 500 Jahren geriet das Wissen um die Produktionsmethode mit dem Eindringen der Europäer in Vergessenheit. Der ansonsten karge Regenwaldboden aber blieb bis heute mit Terra Preta-Flächen durchzogen auf denen Bauern stetig gute Ernten erzielen. Die Pflanzen in unserem Terra Preta-Garten sind optimal nähr- stoff- und wasserversorgt, werden kräftig, bilden viele Blüten und Früchte, sind gegen Schädlinge widerstandsfähiger und reifen früher .” Archäologen und Bodenkundler versuchten seit der Entdeckung in den 1980er Jahren hinter das Geheimnis der zum Teil meterdicken Terra Preta-Schichten zu kommen, die sich auf etwa 10% des Amazonasgebietes ausdehnen. Die brasilianische Regierung hat den Wert dieser Terra Preta erkannt und den Export verboten. Einer kleinen Gruppe um Joachim Böttcher ist es nun gelungen, die einstige Herstel- lungsmethode zu identifizieren und in moderne, technische Maßstäbe zu übertragen. Auf dem Hengstbacherhof produziert die Firma Palaterra seit 2010 in der weltweit ersten Anlage Terra Preta, die die Eigenschaften der ursprünglichen Terra Preta besitzt. Die Nährstoffe werden durch Fermentation stabil gebunden und ein Anteil an Biokohle führt zur speziellen, ausgewogenen Population von Mikroorganismen und Bodenpilzen. Unter dem Credo „Wir machen Boden gut” zeigt Palaterra bereits in hunderten Gärten, im Erwerbsgartenbau, der Landwirtschaft, im Weinbau, bei Urban Farming-Projekten und in öffentlichen Parks und Gärten ihre bleibende Qualität. 2011 wurde Palaterra im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ als „besonders innovativ” ausgezeichnet. Infotext Palaterra Terra Preta-Anwendung und Wachstumserfolge Seite 15 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Möglichkeiten der schwarzen Erde Nachhaltigkeit wird beim Gärtnern immer wichtiger Der Bessunger Bürgergarten Das Kultursubstrat Palaterra®1 findet Einsatz bei Balkon- und Topfpflanzen, Palaterra®2 kann als Bodenaktivator ganzjährig bei Neuanpflanzungen von Gemüse, Gartenblumen und Gehölzen angewendet werden, ist aber auch zur Unterhaltspflege von Beetflächen bestens geeignet. „Aufgrund der positiven Eigenschaften könnte das auch für Hobby- gärtner und den Freizeitgartenbau interessant sein“, erklärt Werner Ollig, Leiter der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Seit 7 Jahren steht er den rund 900.000 Hobbygärtnern in Rheinland-Pfalz zur Seite. Die mit Palaterra angereicherten Böden, ob von Zimmer-, Balkon- oder Gartenpflanzen, halten über viele Jahre die Nährstoffe und bauen schnell Humus auf. Dadurch können sie Wasser sehr lange speichern und gleichzeitig wird für eine gute Bodendurchlüftung gesorgt. Beide Eigenschaften bestimmen maßgeblich die Qualität und Produktivität von Böden und Kultursubstraten. „Aufgrund ihrer regionalen Herkunft und den positiven Eigenschaften ist Palaterra eine langsam fließende Nährstoff- quelle“ , so Gartenexperte Ollig. Das macht den bei Kleingärtnern beliebten Mineraldün- ger überflüssig . Gärtner lieben Obst und Gemüse aus eigenem Anbau und verzichten dabei nicht nur aus Qualitätsgründen auf Chemie. Nachhaltigkeit spielt eine immer wichtigere Rolle. Gerade hier überzeugt die schwarze Erde vom Hengstbacherhof: Ressourcenschonend aus regionalen organischen Reststoffen (z.B. Grünschnitt) hergestellt, ohne lange Transportwege und ganz wichtig: ohne klimaschädlichem Torf! „Durch den Einsatz von Palaterra kann der Hobbygärtner aktiv zum Klimaschutz beitragen. Der aufgebaute Humus und die Biokohle speichern CO2 im Boden und macht es den Pflanzen zugäng- lich“, so Böttcher weiter . Terra Preta liegt bei umweltbewussten Hobbygärtnern voll im Trend, sie schont die Umwelt, versorgt Böden optimal mit Nährstoffen, bildet Humus und steigert den Ertrag. Palaterra wird im Webshop wie auch direkt ab Werk angebo- ten. Informationen finden Sie auch unter www.palaterra.eu, www.das-gold-der-erde. de oder www.facebook.com/golddererde. Palaterra GmbH & Co. KG, Joachim Böttcher, Hofstrasse 5, D-67822 Hengstbacherhof Telefon 06362 - 9221-19 (-10), j.boettcher@palaterra.eu · Internet: www.palaterra.eu Infotext Palaterra Stadtgarten mit Terra Preta in der Arheilger Straße in Darmstadt Seite 16 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Der Bessunger Bürgergarten Informationen zur Wirbelschichttechnologie erhalten Sie bei Palaterra oder Herbenergy GmbH, Uwe Asch - Am Bach 3, 02906 Hohendubrau, Tel. 35876/80309, Fax. 035876/42309uwe.asch@herbenergy.de und uwe.asch@herbenergy.de Informationen Anhang 2 Wirbelschichtanlage Schema einer Wirbelschichtanlage Seite 17 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 ubuntu – Das Dorf Die Architektur des ubuntu-Dorfes Der Bessunger Bürgergarten Auszug aus dem Kindergartenkonzept: Wie ein echtes Dorf besteht auch Ubuntu aus verschiedenen Häusern, einem Dorfplatz und besitzt eine eigene Infrastruktur . Es gibt das Haus der Bildung, das Haus der Künste und das Haus der Materialien. Zwischen den Häusern liegt der Platz der Be- gegnung als Zentrum. Einige Bereiche werden nur von bestimmten Gruppen genutzt, während andere Bereiche öffentlich sind. So kann man Ubuntu auf ganz verschiedenen Ebenen und in unterschiedlicher Intensität erleben. Sei es der Besucher, der einen Kaffee auf dem Platz der Begegnung genießen möchte oder das Kind, welches täglich in das Haus der Bildung kommt. Ubuntu ist eine Gemeinschaft und öffnet sich nach außen. Ubuntu soll einen festen Platz im städtischen Leben haben. Kinder können lernen, dass sie Teil einer Stadt und einer größeren Gemeinschaft sind und jeder kann Teil dieser Lerngemeinschaft sein. Die Art und Weise unserer Arbeit, unserer Philosophie und unserer Grundprinzipien erfordern eine gestalterische und architektonische Umsetzung, die sich sowohl in der inneren als auch in der äußeren Form widerspiegelt. Daher wollen wir gerne ein neues Gebäude bauen.Unser Entwurf macht deutlich, wie ein solches Gebäude aussehen könnte und welche Aspekte uns wichtig sind. Einerseits sind es unsere pädagogischen Grundprinzipien und anderseits ist es Nachhaltigkeit und Ökologie, die die Architek- tur des Gebäudes bestimmen. Die Wiederverwertung von Wegwerf-Materialien als Baumaterialien, eine energieeffiziente Bauweise, ökologische Inneneinrichtung und Gartenanbau und das „Haus der Materialien“ sind für uns daher zentral. Wir organisieren regelmäßig Themenabende, um die Gestaltung des zukünftigen Dorfes zu vertiefen. Jeder Interessierte ist hier willkommen und kann aktiv am Neubau mit- planen und -gestalten. ubuntu e.V. Mollerstr .28 , 64289 Darmstadt, Tel: 06151 9716070, www.ubuntu-dorf.de Infotext Ubuntu e.V Haus der Zukunft Kindergarten Raumaufteilung des Hauses der Zukunft Seite 18 Exposé zur Zukunft der Stadtgärtnerei in der Orangerie Darmstadt 2014 Finanzierung Wirtschaftlichkeitsberechnung Investitionskosten Betriebseinnahmen Betriebswirtschaftliche Übersicht Seite 19 Spalte1 Spalte2 Spalte3 Spalte4 Spalte5 Spalte6 Spalte7 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Bessunger Bürgergarten Investitionskostenschätzung Pos. Teilbereich Beschreibung Einheit Menge Einzelkosten/m² Gesamtkosten 1 Ökologische Aquakultur Im Gewächshaus integrierte moderne Aquakulturanlage, bestehend aus Aufzuchtbecken, Mastbecken, Wasserrecyclingsystem für Süßwasser-‐Warmfische (Zander, Wels, Barsch oder Aal) inkl. Verarbeitungszubehör m² 180 700,00 € 126.000,00 € 2 Hühnerparadies Im Gewächshaus und Freiland integrierte artgerechte, ökologische Hühnerzuchtanlage (Schwerpunkt Eierproduktion); im Gewächshaus werden Ruhebereiche und Scharrbereiche eingerichtet, im Freiland unterschiedliche Parzellen für die wechselnde Beweidung eingezäunt. pauschal 1 35.000,00 € 35.000,00 € 3 Gewächshäuser sanieren Sanierung und technische Umrüstung der Gewächshäuser für zukünftige Nutzung (Überwinterungsquartier für Kübelpflanzen, Gemüsejungpflanzenzucht, Anbau von Stauden, Blumen und Zierpflanzen, Anbau von Gemüse) m² 1600 75,00 € 120.000,00 € 4 Palaterra-‐Produktion Errichtung einer Palaterra-‐Produktionsanlage inkl. Fahrmieten, Gewächshaushalle, Wasserrecyclingsanlage, Mischplatz und Geräten (ca. 250 m³ Initialsubstrat, ca. 2.000 m³ Fertigsubstrat) m² 200 1.500,00 € 300.000,00 € 5 Technik-‐ und Energiezentrale Errichtung einer Energiezentrale im bestehenden Kesselhaus sowie einem Leichthallenanbau, bestehend aus Wirbelschichtvergaseranlage (100 kw elektr./ 135 Kw Wärme/ ca. 75 t Pflanzenkohle pro Jahr), Brennstoffbunker für holzartige Biomassen, Gasreinigungsanlage, Blockheizkraftwerk, zusätzlicher Gaskessel für Winterbetrieb usw.), Flächenbedarf ca. 150 m² pauschal 1 400.000,00 € 400.000,00 € 6 Räumlichkeiten zur Aufbereitung und Lagerung der selbstproduzierten Lebensmittel (Frischgemüse, Beeren und Obst, Frischfisch, Hühnereier usw. Errichtung von Räumlichkeiten mit Verarbeitungsräumen, Lager-‐ und Kühlräumen; Integrierung in neuen Gebäudekomplex sinnvoll (Flächenbedarf ca. 150 m²) m² 150 1.500,00 € 225.000,00 € 7 Räumlichkeiten für Frische-‐Markt, Cafeteria, Bildungs-‐ und Verwaltungsräume und Kindergarten Geplant ist ein baubiologisch und energetisch hochwertiges Multifunktionsgebäude, welches architektonisch und städteplanerisch in das historisch gewachsene Umfeld der Orangerie integriert wird. Hier sollen alle aufgeführten Nutzungsereiche intelligent und funktional eingegliedert werden. (Flächenbedarf ca. 500 m²) m² 600 2.500,00 € 1.500.000,00 € 8 Inneneinrichtung und technische Ausstattung der Räumlichkeiten Inneneinrichtung und technische Ausstattung der Räumlichkeiten für Frische-‐Markt, Cafeteria, Bildungs-‐ und Verwaltungsräume m² 500 250,00 € 125.000,00 € 9 Umgestaltung des Freigeländes Umgestaltungsmaßnahmen im Freigelände für Gemüse-‐, Beeren-‐ und Obstproduktion, Lehr-‐ und Schulgärten, "grünes Klassenzimmer", Natur-‐ und Gartenlehrpfad, Wege, Wasserflächen, Verkehrssicherungsmaßnahmen, Beschilderung usw. m² 15000 15,00 € 225.000,00 € Summe Bauleistungen, Einrichtungen und technische Ausstattung 3.056.000,00 € 10 Kosten für Projektentwicklung usw. Kosten für Projektentwicklung, Planung, Genehmigung, Antragskosten (Architekten-‐ und Ingenieurleistungen usw.) pauschal 1 305.600,00 € 305.600,00 € Gesamtinvestitionen für Bauleistungen, Einrichtungen und technische Ausrüstung 3.361.600,00 € Finanzierungskonzept Zuschüsse auf Investitionen aus Wirtschaftsförderungsprogrammen der EU (ERP), EFF (Europäischer Fischereifonds), Land Hessen usw. Zuschusshöhe aus verschiedenen Fördertöpfen ca. 25 % der förderfähigen Investitionen 25% 840.400,00 € -‐840.400,00 € Zuschüsse von projektunterstützenden Unternehmen, Stiftungen, institutionellen Einrichtungen usw. Erwartete Zuschusshöhe ca. 15 % der Investitionen 15% 504.240,00 € -‐504.240,00 € Abgabe von Genossenschaftsanteilen zur Eigenkapitalbeschaffung an Institutionelle Träger, Vereine, Unternehmen und Bürger Erwartete Abgabe von Genossenschaftsanteilen ca. 50 % der Investitionen 50% 1.680.800,00 € -‐1.680.800,00 € Verbleibender Finanzierungsbedarf für Investitionen 336.160,00 € Betriebsmittelrahmen für Aufbau-‐ und Startphase 100.000,00 € Benötigtes Fremdkapital 436.160,00 € Finanzierung des Fremdkapitalbedarfes Finanzierung über langfristige, zinsgüstige Darlehen (Zinsförderung durch Innovationsprogramm der Landwirtschaftliche Rentenbank wird angestrebt; Fremdkapital über ethisch-‐ökologische Genossenschaftsbanken GLS-‐Bank und Triodosbank) Zinsen pro Jahr Angenommener Zinssatz 1,5 % 1,50% 6.542,40 € Tilgung pro Jahr Laufzeit 20 Jahre 20 21.808,00 € Kapitaldienst pro Jahr 28.350,40 € Wirtschaftlichkeitsberechnung des Bessunger Bürgergartens Seite 20 Spalte1Spalte2 Spalte3 Spalte4 Spalte5 Spalte6 Spalte7 Spalte8 Spalte9 Spalte10 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Bessunger Bürgergarten Betriebseinnahmen-‐ und Kostenschätzung Pos. Teilbereich Beschreibung Einnahmen/a Personalkosten/a Materialkoste n/a Betriebskosten (Energie, Wärme, Wasser usw.)/a Sonstige Kosten Ertrag 1 Ökologische Aquakultur Ertrag an Süßwasserfisch ca. 20.000 Kg/Jahr, davon ca. 10.000 kg Fischfilets (davon 5.000kg Filets a' 15€ und 5.000 kg Räucherware a' 25€) 200.000,00 € 45.000,00 € 30.000,00 € 12.500,00 € 12.500,00 € 100.000,00 € 2 Hühnerparadies Ertrag an Verkauf von Hühnereiern und weiteren Produkten 35.000,00 € 9.000,00 € 5.000,00 € 1000 1000 19.000,00 € 3 Überwinterungsangebote im Gewächshaus Überwinterung von Kübelpflanzen inkl. Abhol-‐ , Bring-‐ und Pflegeservice im Gewächshaus, ca. 250 m² 20.000,00 € 5.000,00 € 1.000,00 € 500 500 13.000,00 € 4 Gemüseanzucht im Gewächshaus Gemüsejungpflanzen werden saisonal auf ca. 250 m² im Gewächshaus angezogen (ca. 300000 Pflanzen); ca. 50% dienen der eigenen Gemüseproduktion und ca. 50% werden verkauft. 35.000,00 € 12.000,00 € 3.000,00 € 1000 1000 18.000,00 € 5 Anzucht von Stauden und Beet-‐ und Balkonüpflanzen im Gewächshaus Stauden und Beet-‐ und Balkonpflanzen werden saisonal zum Verkauf auf ca. 250 m² im Gewächshaus angezogen (ca. 8000 Pflanzen). 20.000,00 € 9.000,00 € 3.000,00 € 1000 1000 6.000,00 € 6 Gemüseanbau im Gewächshaus Im Winter werden auf ca. 400 m² Gewächsfläche (Kalthaus) Feldsalat, Spinat usw. für den Verkauf angebaut. In der wärmeren Jahreszeit werden im Gewächshaus Edelgemüse, wie Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika usw. auf ca. 650 m² für den Verkauf angebaut. 50.000,00 € 18.000,00 € 3.000,00 € 1000 1000 27.000,00 € 7 Gemüseanbau im Freiland Im Freiland werden auf ca. 4000 m² Gemüse für den Direktverkauf angebaut 100.000,00 € 60.000,00 € 5.000,00 € 1000 500 33.500,00 € 8 Beeren-‐ und Obstanbau im Freiland Im Freiland werden auf ca. 2500 m² Beeren-‐ und Obst für den Verkauf 75.000,00 € 40.000,00 € 3.000,00 € 1000 500 30.500,00 € 9 Palaterra-‐Produktion Die Palaterra-‐Produktion wird mit ca. 1.650 m³ Palaterra-‐Fertigsubstrat pro Jahr angesetzt. Davon werden ca. 90% an Gärtnereien, Garten-‐ und Landschaftsbau und Bürger verkauft (Durchschnittl. VK-‐Preis 150 €/m³). Der Rest wird zur Eigenproduktion verwendet. Außerdem werden ca. 80 m³ Initialsubstrat an Kompostierungsanlagen usw. verkauft (VK-‐Preis 650 €/m³) 274.750,00 € 50.000,00 € 50.000,00 € 5000 2000 167.750,00 € 10 Technik-‐ und Energiezentrale In der Energiezentrale werden in ca. 5000 Betriebsstunden/ Jahr ca. 500.000 kWh Strom produziert (Ertrag gem. EEG ca. 0,17 € = ca. 85.000 €). Außerdem werden ganzjährig ca. 1.000.000 kWh zuzügl. saisonal ca. 900.000 kWh Wärme = 1.900.000 kWh Wärme /Jahr produziert (Ertrag für Wärmeabgabe in die Funktionsbereiche usw. ca. 0,03 € = 57.000 €). Außerdem werden ca. 75 t Pflanzenkohle an die Palaterra-‐Produktion verkauft (75 T a' 250 € = 18.750 €). 160.750,00 € 50.000,00 € 35.000,00 € 4000 1500 70250 11 Veredelung und Lagerung eigener und weiterer regionaler Erzeuger Veredelung und Lagerung von selbst produzierten Produkten (Fisch, Eier, Gemüse, Beeren, Obst, Honig usw.); Einnahmen aus 25.000,00 € 80.000,00 € 15.000,00 € 5000 1500 -‐76500 12 Verkaufsbereiche und Gastronomie Einnahmen aus Verpachtung von Verkaufsflächen und Cafeteria, Personal-‐ und sonstige Kosten Verkauf usw. 30.000,00 € 100.000,00 € 20.000,00 € 5000 1500 -‐96500 13 Weiterbildungseinrichtunge n, Kindergarten usw. Einnahmen aus Bildungsangeboten, Vermietung von Veranstaltungsräumen und Kindergarten 65.000,00 € 40.000,00 € 1.500,00 € 2000 1000 20500 14 Verwaltung, Gebäudepflege usw. Kosten für Verwaltung, Gebäudepflege, Marketing, Telefon, Beratung usw. 80.000,00 € 500 50000 -‐130500 Summe 1.090.500,00 € 598.000,00 € 174.500,00 € 40.500,00 € 75.500,00 € 202.000,00 € Betriebseinnahmen/Kostenschätzung des Bessunger Bürgergartens Seite 21 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Bessunger Bürgergarten Betriebswirtschaftliche Übersicht Einnahmen Nettosumme Geschätzte Einnahmen aus allen Betriebsbereichen inkl. Vermietung pro Jahr 1.090.500,00 € Summe Einnahmen 1.090.500,00 € Ausgaben/ Kosten Geschätze Personalkosten aus allen Bereichen pro Jahr 598.000,00 € Geschätzte Material-‐ und Sachkosten aus allen Bereichen pro Jahr 174.500,00 € Geschätzte Betriebskosten aus allen Bereichen pro Jahr 40.500,00 € Geschätzte sonstige Kosten aus allen Bereichen pro Jahr 75.500,00 € Voraussichtlicher Kapitaldienst pro Jahr 28.350,40 € Voraussichtliche Abschreibung 21.808,00 € Summe Ausgaben/ Kosten 938.658,40 € Vorläufiges Betriebsergebnis 151.841,60 € Ausschüttung an Genossenschaftsanteile (angenommene Dividende 50% vom Jahresergebnis). Alternativ zur monetären Ausschüttung wird den Genossen eine Natural-‐ Dividende angeboten, was zur Verringerung der Ausschüttungssumme und zur Erhöhung der Einnahmen führt. 75.920,80 € Vorläufiges Ergebnis nach Ausschüttung Dividende 75.920,80 € Betriebswirtschaftliche Übersicht des Bessunger Bürgergartens Seite 22
Beratungsverlauf (5)
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0431
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 09.12.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00