2014/0092
Kassenkredite Erhöhung des Sockelbetrages für eine langfristige Zinssicherung
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2014/0092
3685 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Finanzverwaltung
Abteilung: Kämmerei OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2014/0092
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 612010
Kostenstelle: 910-020-1000 Investitionsnummer: –
Kostenträger: 6120-11 Sachkonto: 7710100
Betreff: Kassenkredite
Erhöhung des Sockelbetrages für eine langfristige Zinssicherung
Vorlage vom: 04.03.2014
Beschlussvorschlag :
Der mit Magistr atsbeschluss-Nr. 845 vom 20.12.2006 (MV - Vorlage-Nr. 2006/0787) festgelegte
Sockelbetrag für langfristige Kassenkredite wird von 150 Mio. € auf 200 Mio. € erhöht. Über den
Zeitpunkt der Aufnahme sowie über die Höhe und die Zinsbindung der einzelnen Kassenk redite
entscheidet der Kassenverwalter im Einvernehmen mit dem Stadtkämmerer.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.03.2014
Mit Magistratsbeschluss -Nr. 845 vom 20.12.2006 (MV - Vorlage-Nr. 2006/0787) wurde
entschieden, einen Teil der Kassenkredite (150 Mio. €) langfristig zinszusichern, da die
Zinssätze im kurzfristigen B ereich seit Dezember 2005 stetig angestiegen waren (von 2,4 %
auf 3,5 %) und der Trend weiterhin nach oben zeigte. Dieser Aufwärtstrend hielt bis Herbst
2008 an, so dass die kurzfristigen Zinssätze in der Spitze bei über 5,0 % lagen.
In Folge der Finanzkr ise kam es zu einem steilen Abfall der Zinskurve mit einer
langanhaltenden Niedrigzinsphase. Aufgrund dieser Entwicklung wurde der Bestand der
langfristigen Kassenkredite vorübergehend auf 135 Mio. € gesenkt.
Derzeit besteht zwar immer noch die Niedrigzinsphase, doch bei beständiger
Konjunkturerholung ist von schnell steigenden Zinssätzen auszugehen. Hinzu kommt, dass
der Anbieterkreis für Kredite kleiner wird, da Banken sich entweder gänzlich aus dem
Bereich der Kommunalfinanzierung zurückziehen oder die Kreditvergabe von der Finanzlage
der Kommune abhängig machen.
Zum Zeitpunkt des oben genannten Magistratsbeschlusses wurde davon ausgegangen, dass
der Kassenkreditbetrag in den Folgejahren dauerha ft über 200 Mio. € liegen würde.
Inzwischen sind die Kassenkredite auf über 300 Mio. € angestiegen. Trotz intensiver
Konsolidierung ist nur mit einem langsamen Rückgang der Kassenkredite zu rechnen.
Um sich sowohl das niedrige Zinsniveau wie auch die benötigte Liquidität langfristig zu
sichern, ist es daher geboten, den Betrag der Kassenkredite, für die eine längere
Zinsbindung vereinbart werden kann, auf 200 Mio. € zu erhöhen.
Kassenkredite dürfen aktuell mit einer Zinsbindung von maximal 10 Jahren abgeschlossen
werden. Sollte die zulässige Laufzeit für Kassenkredite von Seiten des Landes oder der
Aufsichtsbehörde erhöht werden, können auch längere Zinsvereinbarungen getroffen werden.
Über die konkrete Aufnahme der einzelnen Kassenkredite entscheidet der Kassenverwalter im
Einvernehmen mit dem Stadtkämmerer. Bei der Entscheidung bezüglich Zeitpunkt, Höhe und
Zinsbindung sind insbesondere die Liquiditätsplanung und die Geldmarktsituation zu
berücksichtigen.
Darmstadt, 04.03.2014
Der Dezernent IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0092
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 04.03.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00