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V/0699/2013

Skulptur Projekte Ausstellung 2017

Vorlagen 10.09.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.11.2013, TOP 19

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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V/0699/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernat IV 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Skulptur Projekte Ausstellung 2017 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.10.2013 Kulturausschuss Vorberatung 
13.11.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
13.11.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Stadt Münster in 2017 wieder als Kooperationspartnerin des LWL an 
den „Skulptur Projekten“ teilnimmt. Die Skulptur Projekte sollen  in dem gleichen Rahmen wie 2007, d.h. o r-
ganisatorisch und finanziell (mit einem Gesamtbudget von rund 6.5 Mio. Euro) stattfinden.  
 
Die Verwaltung wird beauftragt, unter der Federführung von Dezernat IV: 
 
- die Verhandlungen mit dem LWL aufzunehmen und entsprechende Verträge vorzubereiten  
- dem Rat bis Ende 2014 über das Konzept und Berufung des Kurators/Kuratorin  
- sowie den Finanzierungsplan zu berichten. 
 
Die notwendigen Mittel von 1.5 Mio. Euro sin d im Entwurf des Haushaltsplanes 2014 und der  mittelfristigen 
Finanzplanung bis 2017 eingestellt. 
 
 
Begründung: 
 
In der ersten Jahreshälfte des Jahres 2014 soll und muss ein Kurator/in für die Skulptur Projekte Ausstellung 
2017 benannt werden, um eine ents prechende Vorbereitung des künstlerischen Konzepts und dessen U m-
setzung bis 2017 sowie die Organisation der Ausstellung zu gewährleisten. Die Benennung kann nur erfo l-
gen, wenn bis dahin klar ist, dass die Stadt Münster und der LWL wieder als Kooperationspa rtner und Träger 
der Veranstaltung auftreten. 
 
1. Bedeutung der Skulptur Projekte Ausstellung für die Stadt Münster 
 
Die Qualität ihrer Institutionen und Einrichtungen zusammen mit der besonders fundierten und kritischen 
Beschäftigung der Stadt mit zeitgen össischer bildender Kunst, hat wesentlich zum R enommee Münsters als 
international anerkanntem, Kulturstandort beigetragen. Insbesondere durch die innovative Ausstellungsreihe 
der  „Skulptur Projekte“, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus stattfindet, hat  sich Münster weltweit zu 
einem Referenzort für die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum auf höchstem N i-
veau entwickelt. Neben der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig gelten die „Skulptur Projekte“ 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0699/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Hanke 
Ruf: 
492 70 40 
E-Mail: 
Hanke@stadt-muenster.de  
Datum: 
06.09.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

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V/0699/2013 
als eine der internationa l bedeutendsten Ausstellungen für Gegenwartskunst. Trotz des zunehmenden A n-
gebotes an international profilierten Ausstellungen und Ereignissen, die sich mit Tendenzen der Gege n-
wartskunst beschäftigen, ist das Interesse des Fachpublikums wie des kunstintere ssierten Publikums über 
die Jahre hinweg  gestiegen. So wurden bei der vierten Auflage der „Skulptur Projekte“ im Jahr 2007 bereits 
575.000 Besucher gezählt; 1997 waren es noch 500.000. 
 
Auch seitens der Münsteraner Bevölkerung hat sich die anfängliche Ske psis gegenüber der Gegenwart s-
kunst im öffentlichen Raum – respektive bei der Skulpturenausstellung 1977  - in eine hohe Akzeptanz g e-
wandelt. Längst werden die Projekte im Außenraum von der breiten Bevölkerung mit hohem, wohlwollenden 
Interesse und intellektueller Neugier verfolgt und diskutiert. Kaum ein Ereignis hat während der vergangenen 
40 Jahre die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dazu bewegt, sich mit der Identität und dem Selbstverstän d-
nis ihrer Stadt intensiver auseinanderzusetzen. Gerade die unmitte lbare und mitunter auch unfreiwillige Ko n-
frontation mit dem zunächst häufig Unbekannten und Überraschendem provoziert anregende und wichtige 
Debatten und Reflektionen in dem Schnittfeld Kunst, Öffentlichkeit und städtischem Leben sraum. 
 
Die Stadt Münster a ls ein urbaner, ständig in Veränderung begriffener Lebensraum ist zugleich Ort und G e-
genstand der „Skulptur Projekte“, formulierte Prof. Dr. Klaus Bußmann, u. a. Kurator und Initiator des Projek-
tes,  1987 weitsichtig in seinem Katalogbeitrag. Die Skulpture nausstellungen haben mittlerweile durch ihre 
unterschiedlichen kuratorischen Fragestellungen und differenzierten Auseinandersetzungen mit urbanen 
Strukturen, ihren Funktionen, Verdichtungen und Verschränkungen sowie mit der veränderten Auffassung 
von Öffentlichkeit im Medienzeitalter Kunstgeschichte geschrieben. 
 
Die zu den „Skulpturprojekten“ eingeladenen Künstlerinnen und Künstler, deren Kunstproduktionen stets die 
aktuellsten und überzeugendsten Tendenzen der bildenden Kunst  widerspiegelten, haben mit i hren Inter-
ventionen im öffentlichen Bereich, ihren Umgestaltungen von Räumen und räumlichen Funktionalitäten s o-
wie ihren Eingriffen in gesellschaftliche Prozesse und Verhaltensformen die Stadt als differenzierten Leben s-
raum immer wieder auf überraschende W eise neu e rlebbar und verstehbar gemacht. Diese Kunstprojekte 
als visuelle Gegenbilder zur geläufigen Stadtanmutung haben das Selbstverständnis der Stadt geprägt und 
Münster urbaner, offener, kritischer und internationaler gemacht. 
 
Auch in den Jahren zwis chen den „Skulptur Projekten“ ist das kulturelle Erbe dieser Ausstellung in der Stadt 
stets spürbar: In Münster befindet sich eine der international bedeutendsten Sammlungen von Kunst im u r-
banen Außenraum, eine im Stadtgebiet integrierte Sammlung, die die Wahrnehmung der Stadt entscheidend 
prägt. Etwa 65 Kunstobjekte verteilen sich im innerstädtischen Raum, seinen Randgebieten und weniger 
prägnanten Bereichen des aktuellen Stadtzusammenhangs. Auch die Skulpturen, die außerhalb der Ausste l-
lung aufgestellt wurden, fügen sich in das Konzept der „Skulptur Projekte“ ein.  
 
Durch Münsters langjährige Auseinandersetzung mit den „Skulptur Projekten“ und infolgedessen mit ihrem 
öffentlichen Raum hat sich ein kritisches Bewusstsein auch in der Politik und Verwaltung e ntwickelt, das weit 
über die Dauer der Ausstellung zum Tragen kommt. Dieses Bewusstsein zeigt sich in der häufig behuts a-
men und kritischen Auseinandersetzung mit der städtischen Identität und Öffentlichkeit. Die erarbeiteten 
Kriterien, die auf die Qualität smaßstäbe der „Skulptur Projekte“ zurückzuführen sind, haben die Diskussion 
über die Entwicklung des öffentlichen Bereichs für Münster immer wieder positiv beeinflusst.  
 
Die Thematisierung von Kunst im öffentlichen Raum bzw. des noch erweiterten Kontextes von Kunst und 
Öffentlichkeit gehört zu Münsters bedeutsamsten und zugleich jüngsten kulturhistorischen  Erbe. Die kult u-
rellen Institutionen der Stadt, wie das LWL -Museum für Kunst und Kultur, die Kunstakademie, der Westfäl i-
sche Kunstverein, die städtische Kunsthalle am Industriehafen und gleichermaßen auch die freien Träger 
haben dieses Potenzial erkannt und sich immer wieder mit anspruchsvollen Projekten, die sich auf das 
Themenfeld „Kunst und Öffentlichkeit“ beziehen, zu Wort gemeldet. In diesem Jahr 2013  ist die Initiative 
„Münster. Kunst + Öffentlichkeit“ ins Leben gerufen worden, um diese kulturelle Kompetenz gemeinsam mit 
den Kulturträgern der Stadt zu stärken, erfolgreich zu kommunizieren und die kritischen Anregungen, die die 
„Skulpturprojekte“ hervorgebracht haben, auch über den 10 -Jahres-Rhythmus hinaus, dauerhaft präsent zu 
halten. 
 
Durch die internationale Bedeutung der „Skulptur Projekte“ und die damit verbundene positive Außendarste l-
lung der Stadt sowie die von Fachkreisen bestätigte kulturtouri stische Wertigkeit und Qualität haben sich die 
„Skulpturprojekte“ zu einem wichtigen Kultur -Marketing-Faktor der Stadt entwickelt. Münster wurde damit 
auch zum Pilotprojekt und Modellfall für Kunst im öffentlichen Raum mit Vorbildfunktion für andere Städte .

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V/0699/2013 
2. Organisationsstruktur  
 
Die Skulptur Projekte sind in 1977 aus der Arbeit des Westfälischen Landesmuseums unter dem Direktor 
Prof. Dr. Klaus Bußmann entstanden. Sie ist noch heute ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts des LWL 
Museums. Die Organi sation und Umsetzung der Ausstellung wird durch das Museum maßgeblich unte r-
stützt. Vor diesem Hintergrund soll die Struktur der Organisation beibehalten werden.  
 
Eine in der Vergangenheit immer wieder diskutierte Abkoppelung und Verselbständigung der Au sstellung 
würde eine neue, zusätzliche Organisationseinheit erfordern, die durch einen entspr echenden Overhead 
verstärkt werden müsste. Das schon heute relativ schmale Budget der Ausste llung in Höhe von 6.5 Mio. 
Euro, das bislang der künstlerischen Arbeit zu  Gute kommt, müsste entweder aufgestockt oder die Vera n-
staltung entsprechend kleiner aufgestellt werden. Eine Aufstockung des Budgets erscheint derzeit weder aus 
den kommunalen Haushalten (LWL und Stadt) noch über Sponsoringmittel realistisch. Eine Reduzie rung 
würde sich kaum mit dem Gesamtko nzept vereinbaren lassen. Die bisherige Organisation durch das LWL 
Museum hat sich bewährt und sollte auch für 2017 nicht in Frage gestellt werden.   
 
3. Finanzierung 
 
Die Stadt Münster hat sich in 2007 mit 1.5 Mio. Euro  an der Durchführung der Skulptur Projekte beteiligt. 
Auch für 2017 wird von dem Kooperationspartner LWL eine Finanzierungszusage in der gleichen Höhe e r-
wartet, andernfalls werden die Skulptur Projekte nicht stattfinden können.  
 
Die Mittel sind im Entwurf des Haushaltsplanes 2014 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2017 aufge-
nommen.  
 
4. Bestellung des Kurators/der Kuratorin 
 
Derzeit finden Gespräche mit dem LWL bezüglich der Findung bzw. Benennung des Kurators/ der Kuratorin 
für die Skulptur Projekte  Ausstellung 2017 statt. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Fes tsteht, dass die Frage 
in der 1. Jahreshälfte 2014 geklärt sein muss, da der Kurator/Kuratorin oder Kuratorenteam die Arbeit au f-
nehmen soll. 
 
Auch im Hinblick auf die bevorstehenden Gespräche mi t weiteren Kooperationspartnern wie dem Land 
NRW, der Kunststiftung NRW sowie den Kulturstiftungen der Provinzial Versicherung und der Sparkasse 
Münsterland-Ost etc. ist es erforderlich, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Signal zu setzen, dass die Skul p-
tur Projekte auch 2017 wieder stattfinden werden. 
 
 
 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (3)

01.10.2013 Kulturausschuss
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.11.2013 Hauptausschuss
TOP 12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.11.2013 Rat
TOP 19 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0699/2013
Typ
Vorlagen
Datum
10.09.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37