Mandari Insight

2026/0100

Veröffentlichung des Masterplans mit Standortuntersuchung "Informationszentrum Welterbe Mathildenhöhe" der ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH; interimistische Einstellung der Planungs- und Umsetzungsarbeiten sowie Einrichtung eines befristeten Moratoriums

Magistratsvorlage 17.08.2026

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8973 Zeichen

MASTERPLAN 
KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Standortuntersuchung Besucherzentrum
Bisherige Ergebnisse und Erkenntnisse
29. März 2017 |  Bürgerinformation

2
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
1  Aufgabenverständnis
2
  Standortuntersuchung Besucherzentrum 
3
  V
orzugsstandorte: Rahmenbedingungen und historische Bebauung
 
4
  Räumliche V
erteilung der geplanten Nutzungen
5
  Mögliche Bebauungsvarianten
6 
  W
eiteres Vorgehen
ABLAUF

3
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
AUFGABENVERSTÄNDNIS
Masterplan Mathildenhöhe
-  Darstellung aller angestrebten Maßnahmen innerhalb des Nominierungsgebietes, der
 
Pufferzone und der angrenzenden Bereiche 
-  Entscheidungsgrundlage und Orientierungshilfe für die künftige städtebauliche Entwicklung
 
der Künstlerkolonie
- 
 Definition von Zielvorgaben für nachfolgende formelle und informelle V
erfahren 
-
 Schwerpunkt: Ermittlung eines Standorts und der sich ergebenden Rahmenbedingungen 
für das Besucherzentrum

4
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
STANDORTUNTERSUCHUNG
orientiert an der Besucherführung

5
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Shuttlebus
H
Wegeführung Fußgänger / Mögliche Standorte
Osthang
Ernst-Ludwig-Haus
ehem. Haus Christiansen
Ostbahnhof
Neufert-Bau/Promenade
Nordhang
ANFORDERUNGEN BESUCHERZENTRUM

6
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VORZUGSSTANDORTE
Rahmenbedingungen
Historische Bebauung

7
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VORZUGSSTANDORTE

8
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VORZUGSSTANDORTE
Rahmenbedingungen
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Ein- / Ausfahrt 
Osthang
Nordhang
Abstandsflächen h_da 
auf eigenem Grundstück
Abstandsflächen h_da 
auf städtischem Grund Trafo Eingang/(Not)Ausgang

9
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VORZUGSSTANDORTE 
Historische Betrachtung | Ausstellung 1908
Gebäude für 
angewandte Kunst
Architekturgebäude 
Olbrichweg
Bauhausweg
Alexandraweg
Haus Christiansen
Friedhofskunst
Garten Prof. Müller
Lucasweg
Olbrichweg

10
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VORZUGSSTANDORTE 
Historische Betrachtung | Ausstellung 1914
Mietshausgruppe
Haus Christiansen
Garten vor Ateliergebäude Albin Müller
Vorgärten Mietshausgruppe
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Alexandraweg

11
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
 Ausstellung 1908
VORZUGSSTANDORTE

12
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
 Ausstellung 1914
VORZUGSSTANDORTE

13
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Ein- / Ausfahrt 
Osthang
Nordhang
Abstandsflächen/Restriktionen
VORZUGSSTANDORTE

14
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Ein- / Ausfahrt FH
Osthang
Nordhang
15m
Ermittlung Baufeld
VORZUGSSTANDORTE

15
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
15m
Ermittlung Baufeld
VORZUGSSTANDORTE

16
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
mögliche weitere Bebauung
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
15m
Ermittlung Baufeld
VORZUGSSTANDORTE

17
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
NUTZUNGSVERTEILUNG
Besucherzentrum (Ausstellung/Service/Gastronomie)
Kulturelle Nutzungen (insb. Ausstellungsflächen)
Ergänzende (kulturelle) Nutzungen/Insitute/Wohnen (Arrondierungsfläche)
ggf. weitere ergänzende Nutzungen (z.B. Hochschule, Gastronomie o.ä.)

18
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Besucherzentrum
* Kreuzungspunkt aus ver-
schiedenen wichtigen    
Wegeverbindungen
* Ausstellung/Gastro/Service
NUTZUNGSVERTEILUNG

19
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Kulturelle Nutzungen
* Ausstellungsflächen/          
Veranstaltungsraum/          
Museale Nutzung
* Ergänzend zum Besucher-
zentrum
NUTZUNGSVERTEILUNG
Flexible Aufteilung

20
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Arrondierungsfläche
* Ergänzende (kulturelle) Ein-
richtungen/Wohnen
* Ensemblebildung mit Haus 
Mathildenhöhe
* Einbeziehung Fiedlerweg 20
* Tiefgarage
NUTZUNGSVERTEILUNG
Flexible Aufteilung

21
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Ergänzende Nutzung
* Abschluss des Ensembles 
nach Norden durch Solitär
* Nutzung durch Hochschule, 
Museumpäd. Zentrum o.ä.
* Synergie aus den Nutzungen 
Hochzeitsturm/Ausstellung/
Hochschule
* Tiefgarage 
NUTZUNGSVERTEILUNG

22
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Spielfläche
Ergänzende Nutzung
kulturelle Nutzung
 Arrondierungsfläche
NUTZUNGSVERTEILUNG
Besucherzentrum

23
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTEN
Unterschiedliche Größen von Besucherzentrum, kultureller Nutzung und Arrondierungsfläche
Flexibel räumlich kombinierbar, je nach Flächenbedarf
RÄUMLICHE VARIANTEN

24
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 1:  "BESUCHERZENTRUM XL"

25
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 1

26
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 1
Hoetgerplatz
Albin-Müller-Hof
Forum 
Mathildenhöhe

27
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 1
Vernetzung
Spielplatz

28
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Besucherzentrum
* 
 Eingang von W
esten- und 
Osten 
* Ausstellung/Gastro/Service
* 2- bzw. 3-geschossig
* ca. 1.950 qm BGF  
VARIANTE 1

29
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Kulturelle Nutzung
* 
 Eingang von W
esten
* 2-geschossig
* ca. 2.100 qm BGF  
+ 1.000 qm UG
VARIANTE 1

30
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Arrondierungsfläche
*  
Institute/Büro/Verwaltung/
Wohnen
* ca. 3.100 qm Grundstücks- 
fläche
* ca. 1.850 qm BGF + 270 qm 
Bestand
* Tiefgarage mit ca. 35 Stp.
VARIANTE 1

31
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Ergänzende Nutzung
* 
 Eingang von Süden
* ca. 980 qm BGF
* Nutzung durch Hochschule, 
Museumpäd. Zentrum o.ä.
* T
iefgarage mit 23 Stellplät-
zen ( +7 )
VARIANTE 1

32
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 1

33
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 1

34
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Olbrichweg
Olbrichweg
Hochschule Darmstadt
Ausstellungsgebäude
Atelierhaus
169 m ü. NN
176 m ü. NN
177m ü. NN
167m ü. NN
Schnitt Lucasweg
VARIANTE 1
Schnitt Olbrichweg

35
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 2: "BESUCHERZENTRUM MEDIUM"

36
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 2
Hoetgerplatz
Albin-Müller-Hof
Forum 
Mathildenhöhe

37
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Spielplatz Vernetzung
VARIANTE 2

38
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 2
Besucherzentrum
* 
 Eingang von W
esten- und 
Osten 
* Ausstellung/Gastro/Service
* 2-geschossig
* ca. 1.200 qm BGF

39
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Kulturelle Nutzung
* Eingang von Westen
* Übergang/Verbindung zum 
Besucherzentrum möglich
* 2-geschossig
* ca. 1.800 qm + 900 qm UG 
VARIANTE 2

40
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Arrondierungsfläche
*  
Institute/Büro/Verwaltung/
Wohnen
* ca. 3.600 qm Grundstücks- 
fläche
* ca. 2.600 qm BGF + 270 qm 
Bestand
* Tiefgarage mit ca. 45 Stp.
VARIANTE 2

41
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Ergänzende Nutzung
* 
 Eingang von Süden
* ca. 980 qm BGF
* Nutzung durch Hochschule, 
Museumpäd. Zentrum o.ä.
* T
iefgarage mit 23 Stellplät-
zen ( +7 )
VARIANTE 2

42
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 2

43
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
VARIANTE 2

44
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
Schnitt Lucasweg
VARIANTE 2
Olbrichweg
Olbrichweg
Hochschule Darmstadt
Ausstellungsgebäude
Atelierhaus
169 m ü. NN
176 m ü. NN
177m ü. NN
167m ü. NN
Schnitt Olbrichweg

45
MASTERPLAN - KÜNSTLERKOLONIE MATHILDENHÖHE DARMSTADT
WEITERES VORGEHEN
*  weitere Klärung aller Rahmenbedingungen und Nutzungsvorstellung en
* 
 Durchführung eines Ideenwettbewerbs für Nord- und Osthang
* 
 Durchführung von Realisierungswettbewerben auf Basis konkreter Nutzungs-, Raum- und Funktions
-
konzepte

VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT!
ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH
Hessenallee 2
34130 Kassel
E-mail: info@anp-ks.de
Telefon: 0561/707 75-0
Fax: 0561/707 75-23

anlage 6

6898 Zeichen

Eigenbetrieb Kulturinstitute Darmstadt, den 27. Februar 2019
Betriebsleitung Frau Adier, ® 3339

An die
Mitglieder der Betriebskommission
des Eigenbetriebs Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Mit der Bitte um Beschlussfassung

Beschluss:

1. Die Betriebskommission nimmt das Wettbewerbsergebnis zur Kenntnis

2. Die Betriebskommission beschließt die weitere Planung für das Besucherzentrum bis
zur Entwurfsplanung einschl. Kostenermittlung auf Grundlage des
Wettbewerbsergebnisses.

3. Für die Entwurfsplanung werden Mittel in Höhe von bis zu 600.000 € bereitgestellt.

Begründung:

Wettbewerbs- und. Planungsaufgabe

Im Rahmen der konkretisierenden Vorbereitungen zum UNESCO-Weltkulturerbeantrag wurde
die Notwendigkeit erkannt, ein zentrales Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe zu
entwickeln. Als zentrales Informationszentrum zur geschichtlichen Bedeutung und Entwicklung
der Künstlerkolonie Mathildenhöhe soll dieses neue Besucherzentrum erste Anlaufstelle für
Besucher sein und Nutzungen wie einen zentralen Kassen-, Service- und Shopbereich sowie
Seminar- und Veranstaltungsräume beherbergen. Darüber hinaus soll ein gastronomisches
Angebot vorgesehen werden.

Im Zuge der Erarbeitung des Masterplans zur zukünftigen Entwicklung des Gesamtensembles
Mathildenhöhe wurden hierzu Flächenbedarfe entwickelt und mögliche Standortvarianten
untersucht. Als Ergebnis dieser Planungskonzepte soll das Besucherzentrum auf dem
städtischen Grundstück Olbrichweg / Ecke Bauhausweg östlich des Ausstellungsgebäudes mit
einer Gesamtnutzfläche von ca. 1.500 m? entstehen.

Im Rahmen des Förderprogramms des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ bietet sich
die Chance, innerhalb des Förderzeitraums bis Ende 2021, eine Realisierung eines solch
wichtigen Bausteins für die touristische Entwicklung der Mathildenhöhe zu realisieren und

damit auch das Bewusstsein der Stadtgeselischaft um die Bedeutung dieses besonderen
Kulturortes im weiteren Prozedere zur Anerkennung als UNSECO-Weltkulturerbe und darüber

hinaus zu bekräftigen.

Wettbewerbsdurchführung und Ergebnis

_ Gemäß Beschluss (Nr. 0160/2017) der Stadtverordnetenversammlung vom 13.06.2017 wurde
für den Neubau eines Besucherzentrums Mathildenhöhe die Durchführung eines \
(Realisierungswettbewerbs mit städtebaulichem Ideenteil für die weitere Entwicklung der
Grundstücke „Ost- und Nordhang“ entlang des Olbrichweges im Rahmen des
Förderprogramms des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ als „Bauvorbereitende
Maßnahme“ initiiert.
Der Planungswettbewerb wurde als europaweites nicht offenes einstufiges Verfahren mit
vorgeschaltetem Qualifizierungsverfahren nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW
2013) und gemäß Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge (VgV) vorbereitet und im Laufe
des Jahres 2018 durchgeführt. Teilnahmeberechtigt waren Arbeitsgemeinschaften aus
Architekten und Landschaftsarchitekten. Aus 65 Bewerberteams wurden 25
Arbeitsgemeinschaften ausgewählt, von denen 22 ihre Wettbewerbsbeiträge eingereicht haben.
Das Verfahren wurde in Abstimmung mit der Architekten-und Stadtplanerkammer Hessen
durchgeführt. Um die größtmögliche Objektivität in der Beurteilung zu erreichen, wurde eine
Jury aus Sach- und fachkundigen Preisrichter*innen gebildet, die gemeinsam mit
sachverständigen Berater*innen ohne Stimmrecht die anonym eingereichten Arbeiten auf
Qualität im Hinblick auf die Aufgabenstellung beurteilte, Die Kriterien für die Beurteilung der
Wettbewerbsbeiträge durch das Preisgericht waren:

«e  städtebauliches Konzept

e architektonische Qualität j

« Freiraumqualität (insbesondere Umgang mit Baumbestand und Grünvernetzung)
«  innenräumliche Qualität

« Funktionalität

e Angemessenheit der Mittel und

« Materialien

« energetische Aspekte

«  Wirtschaftlichkeit

Als Wettbewerbssumme wurde entsprechend den Regeln einen Gesamtbetrag in Höhe von
75.000-€ (zzgl. 19% MwSt.) zur Verfügung gestellt. Die Wettbewerbssumme wurde wie folgt in

Preise und Anerkennungen aufgeteilt:

* Preis 25.000 €
* Preis 20.000 €
« Anerkennung 15.000 €
«e Anerkennung 15.000 €

Das Preisgericht unter Vorsitz von Herrn Prof. Arno Lederer aus Stuttgart tagte am 22. + 23.
November 2018 im Designhaus auf der Mathildenhöhe. Es hat folgende Entscheidung getroffen

und die Realisierung des preisgekrönten Entwurfs empfohlen:

" Preis: Marte.Marte Architekten ZT GmbH, A-Feldkirch mit WES GmbH
Landschaftsarchitektur, Hamburg

» Preis: Architekt Max Dudler, Berlin mit Landschaftsarchitekt Planorama, Berlin

" Anerkennung: Kramm & Strigl, Architekten und Stadtplaner, Darmstadt mit Freiraum
Rabsilber + Heckmann, Wiesbaden

"* Anerkennung: Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin mit Atelier Loidl
Landschaftsarchitekten, Berlin

Die Wettbewerbsbeiträge wurden im Designhaus für die Dauer von einer Woche öffentlich
ausgestellt.

In dem gemäß Vergabeverordnung (VgV) obligatorischen Verhandlungsgespräch mit dem

1. Preisträger am 04.02.2019 konnte die Arbeitsgemeinschaft Marte.Marte Architekten mit
WES Landschaftsarchitekten ihre Leistungsfähigkeit nachweisen und wurde zur Beauftragung

empfohlen.

Die Vergabe der Planungsleistungen Tragswerksplanung / Bauphysik sowie für die Technische
Gebäudeausrüstung wurde ebenfalls im Rahmen eines VgV-Verfahrens durchgeführt.

Zur Beauftragung wurden empfohlen:
Tragwerksplanung und Bauphysik: WETZEL & von SEHT Ingenieurbüro für Bauwesen, Hamburg

Technische Gebäudeausrüstung: IGB Katzschmann, Mannheim

Zuständigkeiten

Die Baumaßnahme wird durch den Eigenbetrieb Kulturinstitute realisiert.

Die Projektsteuerung erfolgt durch die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH.

Das erforderliche Nutzungs- und Betriebskonzept wird durch den Eigenbetrieb Kulturinstitute
in Zusammenarbeit mit dem Institut Mathildenhöhe und der Darmstadt Marketing GmbH

entwickelt.

Zeitplan

Der grobe Rahmenterminplan sieht für den weiteren Projektablauf folgende Meilensteine vor:

" Entwurfsplanung bis 08 / 2019
" Beschluss Betriebskommission bis 09 / 2019
zur weiteren Planung und Realisierung
(auf Grundlage der Entwurfsplanung mit verbindlicher Kostenberechnung)
« Beschluss Magistrat / Stadtverordnetenversammlung bis 10 / 2019
zur weiteren Planung und Realisierung
(auf Grundlage der Entwurfsplanung mit verbindlicher Kostenberechnung)

" Erteilung der Baugenehmigung bis 02 / 2020
"» Baubeginn 04 / 2020
«  Baufertigstellung -Zieltermin- 31.12. 2021

(gemäß Förderprogramm NPS)

Wichtige Voraussetzung für die fristgerechte Realisierung der Baumaßnahme ist die Schaffung
von Planungsrecht durch den rechtskräftigen Abschluss des Bauleitplanverfahrens für das
Gebiet 032 „Mathildenhöhe Nordost“ unter Federführung des Stadtplanungsamtes bis zum
Frühjahr 2020. Hierzu ist der Satzungsbeschluss bis Ende 2019 herbeizuführen.

Anlage
Dokumentation Wettbewerbsergebnisse
;

{
Land
Na < u.

Prof. Dr. Ludger Hünnekens Baum
1. Betriebsleiter Kaufmännischer Betriebsleiter

2026/0100

51988 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.08.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat VI 
 
Amt: Dezernat I 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0100 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Veröffentlichung des Masterplans mit Standortuntersuchung "Informationszentrum 
Welterbe Mathildenhöhe" der ANP Architektur - und Planungsgesellschaft mbH; 
interimistische Einstellung der Planungs - und Umsetzungsarbeiten sowie Einrichtung 
eines befristeten Moratoriums  
 
Vorlage vom: 17.08.2026  
 
 
Kenntnisnahme:  
 
1. Das Gutachten „Masterplan mit Standortuntersuchung Informationszentrum Welterbe 
Mathildenhöhe“ der ANP Architektur - und Planungsgesellschaft mbH wird veröffentlicht 
und als Grundlage für die weitere politische und fachliche Beratung  zur Kenntnis 
genommen. 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die weitere Debatte über die Welterbevermittlung 
und über einen möglichen Neubau eines Informationszentrums auf einer transparenten, 
fachlich belastbaren und konzeptionell konsolidierten Grundlage  neu zu führen ist. Aus 
den UNESCO-Anforderungen folgt keine pauschale Verpflichtung zum Bau eines 
bestimmten Besucher - oder Informationszentrums.

- 2 - 
Maßgeblich sind die qualitätsgesicherte Vermittlung des außergewöhnlichen universellen 
Werts, geeignete Bild ungs- und Informationsangebote, Schutzbewusstsein, 
Besuchslenkung sowie ein tragfähiges Management der Welterbestätte.  
3. Die laufenden Planungs - und Umsetzungsarbeiten für den Neubau eines 
Informationszentrums werden mit sofortiger Wirkung interimistisch ein gestellt. Zugleich 
wird ein zeitlich befristetes Moratorium eingerichtet. Es dient der Neubewertung des 
Gesamtvorhabens vor dem Hintergrund erheblicher Kostensteigerungen, veränderter 
strategischer Prioritäten, offener konzeptioneller Grundlagen und des Er fordernisses einer 
risikominimierenden Gesamtsteuerung.  
 
 
Anlagen: 1. Gutachten 
2. Präsentation Bürgerveranstaltung  
3. Beschluss Neubau EB Kulturinstitute  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.08.2026  
 
1. Anlass der Vorlage  
 
Die vorliegende Magistratsvorlage dient dazu, die bisherige Entscheidungsgrundlage für den 
Neubau eines Informationszentrums auf der Mathildenhöhe transparent zu machen und 
fachlich neu zu bewerten.  
 
Im Zuge verwaltungsinterner Recherchen wurde festgestellt, dass der innerhalb von wenigen 
Monaten (Dezembe r 2016 bis Ende Januar 2017)  erarbeitete Masterplan einschließlich 
Standortuntersuchung bis 2025 nicht als abgeschlossene und nachvollziehbare 
Gesamtdokumentation vorlag. Dies machte eine vertiefte Aufarbeitung der vorhandenen 
Unterlagen, Präsentationen, B eschlüsse, fachlichen Hinweise und verwaltungsinternen 
Erkenntnisse erforderlich.  
 
Die Vorlage fasst den derzeit nachvollziehbaren Erkenntnisstand zusammen. Aufgrund 
lückenhafter und teilweise nicht abschließend dokumentierter Akten kann sie keinen 
Anspruch auf vollständige Rekonstruktion aller Einzelaspekte erheben. Ziel ist vielmehr, die 
bisherige Projektentwicklung so weit aufzuarbeiten, dass die anstehende Debatte auf einer 
belastbareren Grundlage geführt werden kann.  
 
2. Ziel der Vorlage  
 
Ziel der Vorlage ist es, die bisherige Entwicklung des Projekts nachvollziehbar darzustellen, 
fachliche Anforderungen von politischen und planerischen Setzungen zu trennen, die 
wesentlichen Risiken und offenen Fragen zu benennen, und die Grundlage für eine 
Neubewertung des Vorhabens „Neubau eines Informationszentrums“ zu schaffen. 
 
Die Vorlage zielt nicht darauf ab, ein Informationszentrum grundsätzlich auszuschließen. Sie 
soll vielmehr klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine bauliche Lösung fachlich 
erforderlich, organisatorisch tragfähig und wirtschaftlich vertretbar ist.  
 
3. Zentrale Bewertung  
 
Die zentrale Erkenntnis lautet: Die UNESCO verlangt nicht den Bau eines 
Informationszentrums. Sie verlangt eine qualitätsvolle Vermittlung des außergewöhnliche n 
universellen Werts der Welterbestätte, geeignete Bildungs - und Informationsangebote, 
Schutzbewusstsein sowie ein tragfähiges Management.  
 
Ein Informationszentrum kann dafür ein sinnvoller Baustein sein. Es ist jedoch kein 
Selbstzweck und ersetzt weder ei n belastbares Vermittlungskonzept noch eine tragfähige 
Organisations- und Betriebsstruktur.  
 
Die vorliegenden Unterlagen deuten darauf hin, dass das Projekt in seiner bisherigen 
Entwicklung zu früh baulich konkretisiert wurde, ohne dass die konzeptionellen , 
organisatorischen, wirtschaftlichen und gesamtstädtischen Voraussetzungen zuvor in ihrer 
Gesamtheit belastbar geklärt waren.  
 
Die weitere Entscheidung sollte deshalb nicht aus der Logik eines bereits weit 
fortgeschrittenen Bauprojekts fortgeschrieben wer den. Sie sollte vielmehr vom fachlichen 
Auftrag der Welterbevermittlung her neu entwickelt werden.

- 4 - 
 
4. Fachlicher Rahmen  
 
4.1 Anforderungen aus der Welterbekonvention  
 
Nach der Welterbekonvention kommt der Vermittlung des Welterbes eine ebenso hohe 
Bedeutung zu wie dessen Schutz und Erhalt. Welterbestätten sollen nicht nur bewahrt, 
sondern auch erklärt, erschlossen und in die Gesellschaft hinein vermittelt werden. In Artikel 
27 der Welterbekonvention 1 wird hervorgehoben, dass die Vertragsstaaten die Würdig ung 
und Achtung des Kultur - und Naturerbes durch Erziehungs - und Informationsprogramme 
stärken und die Öffentlichkeit über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen umfassend 
unterrichten sollen.  
 
Daraus ergeben sich insbesondere folgende Anforderungen:  
 
Vermittlung des außergewöhnlichen universellen Werts der Stätte,  Bildungs- und 
Informationsangebote für unterschiedliche Zielgruppen,  Aufklärung über Gefährdungen und 
Schutzbedarfe, Förderung von öffentlichem Bewusstsein und Identifikation,  sowie ein 
tragfähiges Management der Welterbestätte.  
 
Instrumente können sein:  
 
1. Welterbestätten als Lernorte : Welterbevermittlung  soll die Stätte als Lernort 
erfahrbar machen. Sie erschließt historische und gesellschaftliche Bedeutung, 
Baugeschichte, Architektur, Nachhaltigkeitsbezüge sowie die Rolle von 
interkulturellem Austausch und grenzüberschreitender Zusammenarbeit. 
Entscheidend ist dabei eine Vielfalt formeller und informeller Bildungsangebote für 
unterschiedliche Zielgruppen — von jungen Menschen über internationale Gäste bis 
zur Stadtgesellschaft.  
 
2. Der UNESCO-Welterbetag: Der seit 2005 jährlich am ersten Sonntag im Juni 
begangene UNESCO -Welterbetag macht Welterbe öffentlich sichtbar, bezieht 
insbesondere die lokale Bevölkerung ein und fördert Begegnung, Beteiligung und 
interkulturellen Austausch. Er zeigt, dass Welterbevermittlung nicht nur dauerhaft in 
Gebäuden, sondern auch  durch wiederkehrende, stadtgesellschaftlich wirksame 
Formate geleistet werden kann.  
 
3. Informations- und Besucherzentren : Informations- und Besucherzentren können Orte 
der Begegnung, Vermittlung und Erfahrung des Menschheitserbes sein. Sie 
ermöglichen grund legende Informationen zur Welterbestätte, insbesondere zu ihrem 
außergewöhnlichen universellen Wert, zur Welterbekonvention, zu UNESCO -Zielen und 
zum Netzwerk der Welterbestätten. Zugleich können sie Raum für Austausch, 
Workshops, Konferenzen, barrierefrei e Vermittlung und geschützten Zugang zu 
sensiblen Stätten bieten.  
 
 
 
 
 
 
1 Welterbevermittlung und Bildung - Deutsche UNESCO-Kommission

- 5 - 
4.2 Schlussfolgerung für die Projektbewertung  
 
Aus diesen Anforderungen folgt nicht automatisch die Notwendigkeit eines Neubaus. Ein 
Informations- oder Besucherzentrum kann ein geeignetes Instrument der 
Welterbevermittlung sein. Es ist aber nur dann fachlich sinnvoll, wenn es Teil eines 
schlüssigen Ges amtsystems ist.  
 
Welterbevermittlung darf nicht auf Beschilderung, Führungen oder ein einzelnes Gebäude 
reduziert werden. Sie muss Menschen mit dem Ort verbinden, seinen Wert verständlich 
machen, seine Verletzlichkeit erklären und seine Bedeutung für Stadt , Region und 
Öffentlichkeit sichtbar machen.  
 
Die fachliche Anforderung besteht daher nicht in der Errichtung eines bestimmten Gebäudes, 
sondern in der Entwicklung eines integrierten Vermittlungssystems.  
 
5. Wesentliche Defizite der bisherigen Projektentwi cklung 
 
Die Aufarbeitung der Aktenlage zeigt, dass zentrale Entscheidungen über Standort, Bau, 
Kommunikation und Kosten vorangetrieben wurden, bevor die inhaltlichen, organisatorischen 
und wirtschaftlichen Grundlagen hinreichend geklärt waren.  
 
5.1 Fehlendes Vermittlungskonzept  
 
Bis heute liegt kein belastbares Vermittlungskonzept vor, aus dem sich nachvollziehbar 
ableiten lässt,  welche Zielgruppen erreicht werden sollen,  welche Inhalte und Erzählweisen 
vermittelt werden sollen,  welche analogen, digitalen oder audiovisuellen Formate erforderlich 
sind, welche Räume tatsächlich gebraucht werden,  welcher Personalbedarf entsteht  und 
welche Betriebsstruktur dafür notwendig ist.  Ohne ein solches Konzept bleibt unklar, welche 
Funktionen ein Informationsz entrum überhaupt erfüllen soll und ob diese zwingend in einem 
Neubau gebündelt werden müssen.  
 
 
5.2 Kosten- und Folgekostenrisiken  
 
Die bisher bekannte Kostenentwicklung zeigt eine erhebliche Ausweitung des Vorhabens. Aus 
einer frühen Kostengröße von rund 6,1 beziehungsweise 6,2 Mio. Euro ist inzwischen eine 
Baukostengröße von rund 21 Mio. Euro geworden.  Diese Summe beinhalten Mittel aus einer 
avisierten Spende der M erck Family Foundation , anlässlich des 350. Firmenjubiläums an die 
Stadt Darmstadt in Höhe v on 3,5 Millionen sowie Fördermittel des Bundes für die 
Mathildenhöhe im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ in Höhe von 
ca. 4,3 Millionen Euro.  
 
Hinzu kommen weitere, bislang nicht abschließend belastbar hergeleitete Bedarfe, 
insbesondere für Ausstellung und inhaltliche Vermittlung, Barrierefreiheit, technische 
Ausstattung, Betrieb, Personal sowie Pflege und Unterhaltung.  
 
Entscheidend ist dabei nicht nur die bereits sichtbare Kostensteigerung. Schwerer wiegt, 
dass die Gesamtkosten des  Vorhabens weiterhin nicht verlässlich abschätzbar sind, weil 
wesentliche Grundlagen noch nicht geklärt sind.

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Diese Unsicherheit fällt besonders ins Gewicht, da auf der Mathildenhöhe zugleich erhebliche 
Sanierungsbedarfe bestehen, die ebenfalls mit hoher Priorität finanziert werden müssen.  
 
 
Maßnahme Geschätzter Finanzbedarf  
Oberhessisches Haus  3.000.000 € 
Mauer Süd Platanenhain  900.000 € 
Mauer Ost Platanenhain  350.000 € 
Albin-Müller-Becken 420.000 € 
Bacchusbrunnen  700.000 € 
Gesamtsanierung Ernst -Ludwig-Haus ca. 9.000.000 € 2 
Brandtechnische Ertüchtigung Hochzeitsturm  1.200.000 € 
Endsumme 15.570.000 € 
 
5.3 Vergleich der Informationszentren in  Darmstadt, Mainz und Bamberg  
 
Die Kostenentwicklung von ursprünglich rund 6 Mio. Euro auf inzwischen rund 21 Mio. Euro 
überschreitet den Rahmen vergleichbarer Welterbe -Besucherzentren in erheblichem Maße.  
 
Während Mainz  bis Ende September 2026  ein Informationszentrum mit rund 5 Mio. E uro 
realisiert und Bamberg ein solches Zentrum für rund 9 Mio  Euro fertiggestellt hat  (Ende 
2019), ist Darmstadt mit 21 Mio. Euro in einer Größenordnung, die nur bei außergewöhnlich 
gut belegten Mehranforderungen vertretbar wäre.  
 
Solange diese nicht belas tbar nachgewiesen sind, ist aus Gründen der 
Haushaltsverantwortung, der Verhältnismäßigkeit und des Vorrangs substanzerhaltender 
Maßnahmen eine deutliche Reduktion des Vorhabens geboten . 
 
5.4 Standortkorrektur und planerische Unsicherheit  
 
Die frühe Standortfestlegung musste nach der Welterbeentscheidung im Jahr 2021 korrigiert 
werden. Damit zeigte sich, dass eine wesentliche planerische Grundlage des Vorhabens nicht 
dauerhaft tragfähig war.  
 
Dies ist nicht nur eine Frage des Ortes, sondern ein Hinweis auf ein grundsätzliches 
Strukturproblem: Die bauliche Konkretisierung erfolgte, bevor alle denkmalpflegerischen, 
landschaftlichen, funktionalen und welterbebezogenen Voraussetzungen belastbar 
zusammengeführt waren.  
 
 
  
 
2 Die Grundlagenunterschuchung liegt noch nicht vor. Erste Schätzung anhand vergleichbarer 
Gebäude.

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5.5 Zersplitterte Steuerung  
 
Die Entwicklung des Projekts war über lange Zeit von verschiedenen Einzelzuständigkeiten, 
Teilprojekten und nebeneinanderlaufenden Fachlogiken geprägt. Eine zusammenhängende 
Gesamtsteuerung nicht erkennbar. 
 
Gerade bei einer urbanen Welterbestätte reicht e s jedoch nicht aus, Bau, Vermittlung, 
Kommunikation, Mobilität, Tourismus, Freiraum, Denkmalschutz und Betrieb getrennt 
voneinander zu betrachten. Erforderlich ist eine integrierte Gesamtlogik, die alle diese 
Aspekte aufeinander bezieht.  
 
6. Bisheriger Pro jektverlauf in Kurzform  
 
6.1 Die Jahre 2016 bis zur Erlangung des Welterbetitels  
 
6.1.1 Das Tourismuskonzept  
 
Ausgangspunkt der frühen Planung für den Bau eines Informationszentrums waren 
touristische und  infrastrukturelle Defizite auf der Mathildenhöhe , wie sie das 
Tourismuskonzept Mathildenhöhe Darmstadt (Siehe Anlage, Stand 25.11.2016) 
identifizierte.  
 
Dort heißt es:  Mit Erreichen des Welterbestatus ist ein Besucherzentrum einzurichten. Dies 
ist sowohl den Anforderungen des Welterbekomitees wie auch den zu erwartenden höheren  
Frequenzen geschuldet (S. 47 f.).  
 
Zusätzlich zu den klassischen Concierge - und Servicefunktionen ergänzen eine Infolounge  als 
Komfort- und Vermittlungszone, ein Shop mit eigenem Merchandising-Sortiment, eine  
Gastronomie, eine orientierende Ausstellung mit einem Modell der Mathildenhöhe, ein  
Veranstaltungsbereich  für ca. 400 Personen , ein Sanitärbereich sowie das Back office  mit 
Sozialräumen das Angebot. 
 
Um den Flächenbedarf des B esucherzentrums berechnen zu können bedarf es einer  
Schätzung der Besucherzahlen. Da darüber keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen,  musste 
von einer Schätzung ausgegangen werden, die auf Erfahrungswerten beruht.  In einem 
detaillierten Planungsprozess fü r ein Besucherzentrum ist dies zu spezifizieren. Die  Anzahl 
der Besucher wurde auf 120.000 geschätzt  (S. 48.). Daraus ergibt sich überschlägig ein 
Flächenbedarf von insgesamt rund 1.500 -1.600 m². 
 
Das Besucherzentrum sollte östlich des Ausstellungsgebäudes  auf einer der identifizierten  
Entwicklungsflächen – „wilder“ Parkplatz, Osthang - errichtet werden  (S. 49.). Die dafür 
notwendigen Flächen reichen vorbehaltlich einer detaillierten Prüfung und Planung aus.  Da 
das Besucherzentrum in dieser Lage auch die rä umlich-funktionalen Schwächen in  der 
Zuwegung und Annäherung von Osten und Norden an das Kernareal der  Mathildenhöhe 
beheben. Dazu gehörten insbesondere fehlende barrierefreie Sanitäranlagen, fehlende oder 
unzureichende Foyerflächen für größere Besuchergru ppen, eine unzureichende 
Ankunftssituation, fehlender Wetterschutz, fehlende Gepäckaufbewahrung sowie nur 
eingeschränkt barrierefrei erreichbare Angebote.

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6.1.2 Masterplan mit Standort Untersuchung  
 
Am 19.12.2016 beauftragte Oberbürgermeister Jochen Partsch das Büro ANP Architektur - 
und Planungsgesellschaft mbH mit der Erstellung des Masterplans Künstlerkolonie 
Mathildenhöhe Darmstadt im Rahmen des Nominierungsverfahrens zum Weltkulturerbe.  
 
Die Beauftragung erfolgte auf Basis einer durch den damaligen Kulturreferenten Prof. Dr. 
Hünnekens geleiteten freihändigen Vergabe, bei der mehrere Firmen angefragt wurden.  
 
Der Auftrag umfasste folgende Leistungen:  
 
 
Pos. Leistung Aufwand Betrag 
netto 
D.1 Bestandsaufnahme und städtebauliche Analyse Nominierungsgebiet und 
Pufferzone; Pläne 1:1000 / Texterfassung,  
2,5 TAW 10.000,00 € 
D.2 Städtebauliche Vertiefung Entwicklungsbereich Ost- und Nordhang; (Potenziale, 
Ziele, Konflikte etc. im Bestand) 
2,5 TAW 10.000,00 € 
D.3 Entwicklung von drei städtebaulichen Szenarien für den Entwicklungsbereich Ost- 
und Nordhang; (Pläne 1:1000 / Texterfassung) 
4,5 TAW 18.000,00 € 
D.4 Zusammenführung der Ergebnisse in einer Dokumentation 1,5 TAW 6.000,00 € 
Gesamtsumme netto 44.000,00 € 
zuzüglich 6 % Nebenkosten 2.640,00 € 
Zwischensumme 46.640,00 € 
19 % Mehrwertsteuer 8.861,60 € 
Gesamtsumme brutto 55.501,60 
€ 
 
Darauf aufbauend begann die Erarbeitung eines Masterplans einschließlich einer 
Standortuntersuchung, in deren Rahmen sowohl verschiedene Neubau -Standorte als auch die 
Umnutzung bestehender Gebäude als Informationszentrum geprüft wurden. Untersucht 
wurden mehrere Standort - und Nutzungsvarianten, darunter dezentrale Lösungen, 
bestehende Gebäude, der Osthang, der Bereich Ernst -Ludwig-Brunnen sowie das Ernst -
Ludwig-Haus.

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Welches Raum- und Funktionsprogramm der Untersuchung zugrunde lag findet sich auf 
folgender Darstellung sowie der Dokumentation des Masterplan auf S. 9).  
 
Die Studie wurde fachlich von der Unteren Denkmalschutzbehörde begleitet und vom 
damaligen Eigenbetrieb Kulturinstitute finanziert.  
 
Bereits in der Advisory -Board3-Sitzung am 01.02.2017 wurden die Ergebnisse vorgestellt.  
 
Festgehalten wurde unter anderem, dass das Ausstellungsgebäude und das Ernst -Ludwig-
Haus bereits für Ausstellungen genutzt werden.  
 
Der Ernst-Ludwig-Brunnen als eingetragenes Kulturdenkmal in seinem Zustand der 
Nachkriegszeit zu erhalten ist.  
 
Die Künstlerhäuser durch den Eigenbetrieb Kulturinstitute genutzt werden und eine 
dezentrale Lösung voraussichtlich den Betrieb von zwei Informationspunkten mit 
entsprechendem zusätzlichem Personalaufwand erfordern würde.  
 
 
3 Bei dem Advisory-Board handelt es sich um ein Beratergremium, dass den Welterbeprozess proaktiv begleitet hat. 
Den Empfehlungen der UNESCO folgend wurde seitens der Stadt Darmstadt für die Dauer des 
Bewerbungsverfahrens um die Anerkennung der Mathildenhöhe als Welt erbe ein Advisory  
Board ins Leben gerufen. Diesem Beraterkreis gehören seitdem international anerkannte  
Experten/Innen (Architekten, Denkmalpfleger, Kunst - und Bauhistoriker) aus dem  
deutschsprachigen Raum an. In neun Workshops und vielen Diskussionen v or Ort wurden aus  
diesem Kreis Empfehlungen gegeben und konkrete Beiträge geleistet, die mit dazu  
beigetragen haben, dass die Bewerbung in 2021 zum Erfolg geführt werden konnte.  
Nach abermaliger Empfehlung der UNESCO wurden die Mitglieder des Advisory B oards  
von Oberbürgermeister Jochen Partsch eingeladen, der neuerlichen  
Welterbestätte Mathildenhöhe Darmstadt bei ihrer Entwicklung weiterhin beratend zur Seite  
zu stehen (Vgl. MV-Nr. 2022/0091).

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Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass keines der Künstlerhäuser hinsichtlich Größe, 
Grundriss und Infrastruktur dem benötigten Raumprogramm für ein Informationszentrum 
entsprach.  
 
Das Advisory Board empfahl  daher, die Variante C „Osthang“ weiterzuverfolgen , da diese 
Standorte über das größte Entwicklungspotential verfügen  würden. 
 
Der Masterplan, der zum damaligen Zeitpunkt nicht für die Öffentlichkeit, sondern für die 
Diskussion im Welterbebeirat angefertigt wurde, wurde zurückgestellt, da die Ergebnisse i n 
die weiteren Planungen eingeflossen seien. Die vertraglich vorgesehene Zusammenführung 
der Ergebnisse in eine vollständige Dokumentation wurde nicht durchgeführt, die hierfür 
vereinbarten 6.000 Euro wurden nicht beglichen.  
 
Der Öffentlichkeit wurden die  Ergebnisse in einer Bürgerveranstaltung am 29.03.2017 
vorgestellt (Präsentation siehe Anhang) .  
 
6.1.3 Realisierungswettbewerb für den Neubau eines Informationszentrums  
 
Gemäß Beschluss Nr. 0160/2017 der Stadtverordnetenversammlung vom 13.06.2017 wurde 
anschließend die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs für den Neubau des 
Informationszentrums initiiert.  
 
Für den Wettbewerb waren Haushaltsmittel in Höhe von 75.000  Euro vorgesehen. Im Juli 
2018 folgte die Auslobung eines nicht offenen Architekturwettbewerbs für das 
Besucherzentrum und die städtebauliche Entwicklung des Osthangs.  Der 
Architekturwettbewerb wurde im November 2018 erfolgreich durchgeführt und prämiert. Der 
Entwurf des österreichischen Büros Marte.Marte Architekten ZT GmbH (in Zusammenarbeit 
mit WES Landschaftsarchitektur) ging als Sieger hervor.  
 
Am 27.02. 2019 wurde dem Eigenbetrieb  Kulturinstitute durch die damalige Betriebsleitung 
eine Beschlussfassun g zum Neubau des Besucherzentrums Mathildenhöhe vorgelegt (Siehe 
Anhang). 
 
Der Beschluss lautete:  
 
1. Die Betriebskommission nimmt das Wettbewerbsergebnis zur Kenntnis.  
 
2. Die Betriebskommission beschließt die weitere Planung für das Besucherzentrum bis 
zur Entwurfsplanung einschließlich Kostenermittlungen auf Grundlage des 
Wettbewerbsergebnisses.  
 
Die Begründung lautete wie folgt:  
 
„Im Rahmen der konkretisierenden Vorbereitungen zum UNESCO -Weltkulturerbeantrages  
wurde die Notwendigkeit erkannt, ein zentrales Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe zu 
entwickeln. Als zentrales Informationszentrum zur geschichtlichen Bedeutung und 
Entwicklung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe soll dieses neue Besucherzentrum erste 
Anlaufstelle für Besucher sein und Nutzungen wie einen zentralen Kassen -, Service- und 
Shopbereich sowie Seminar - und Veranstaltungsräume beherbergen. Darüber hinaus soll es 
mit einem gastronomischen Angebot versehen werden. Im Zuge der Erarbeitung des 
Masterplans zur zukünftigen Entwicklung des Gesamtensembles Mathildenhöhe wurden

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hierzu Flächenbedarfe entwickelt und mögliche Standortvarianten untersucht. Als Ergebnis 
dieser Planungskonzepte soll das Besucherzentrum auf dem städtischen Grundstück 
Olbrichweg/ Ecke Bauhausweg östlich des Ausstellungsgebäudes mit einer Gesamt 
Nutzfläche von ca. 1.500 m²  entstehen sowie  einer Etatisierung von 6,2 Mio. Euro im 
Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Kulturinstitute, einer zweckgebundenen Schenkung von 
3,5 Mio. Euro sowi e zusätzlichen Planungsmitteln von 600.000 Euro . Im Rahmen des 
Förderprogramms des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ soll das Projekt bis 2021 
realisiert werden. “  
 
Der Baubeginn war für 04/2020 geplant , die Baufertigstellung für den 31.12.2021.  
 
Die Zuständigkeit wurde wie folgt festgelegt: Die Baumaßnahme wird durch den EB 
Kulturinstitute realisiert. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Darmstädter 
Stadtentwicklungs GmbH (DSE). Das erforderliche Nutzungs - und Betriebskonzept wird 
durch den EB K ulturinstitute in Zusammenarbeit mit dem Institut Mathildenhöhe und der 
Darmstadt Marketing GmbH entwickelt.  
 
6.1.4 Schaffung des Planungsrechtes  
 
Wichtige Voraussetzung für die fristgerechte Realisierung der Baumaßnahme war die 
Schaffung von Planungsrecht durch den rechtskräftigen Abschluss des Bauleitplanverfahrens 
für das Gebiet O 32 „Mathildenhöhe Nordost“ unter Federführung des Stadtplanungsamtes 
bis zum Frühjahr 2020. Hierzu sollte ein Satzungsbeschluss bis Ende 2019 herbeigeführt 
werden. 
 
Am 16.10.2020 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Magistratsvorlage 
2020/0305 „Bebauungsplan 0 32 – Mathildenhöhe Ost – Satzungsbeschluss“.  Dies wurde 
erstellt und unterzeichnet von der damaligen Stadtplanungsdezernentin Dr. Barbara Boczek 
und der Umweltdezernentin Babara Akdeniz.  
 
In der Begründung dieser Magistratsvorlage wurde nun ausgeführt, ein „wichtiger Baustein“ 
für die Erlangung des Welterbetitels sei ein „von der UNESCO verlangtes Besucherzentrum“ 
für die Mathildenhöhe, für das der Be bauungsplan O 32 die rechtlichen Voraussetzungen 
schaffe. Diese Formulierung ist fachlich problematisch, weil sie eine politische und 
planerische Entscheidung als externen Sachzwang erscheinen ließ.  
 
 
6.2 Entscheidung der UNESCO und Standortkorrektur  
 
Am 24.07.2021 erfolgte die Aufnahme der Mathildenhöhe in die Liste der UNESCO -
Welterbestätten .  
 
Dieser Titel war allerdings mit der Auflage verbunden , das geplante Informationszentrum an 
einem alternativen Standort außerhalb der Kernzone des Welterbeensembles  zu verorten.  
 
Der im rechtskräftigen Bebauungsplan 0 32 – Mathildenhöhe Ost – festgelegte Standort des 
Informationszentrums l ag größtenteils innerhalb der Kernzone der Welterbestätte 
Mathildenhöhe.  
 
In diesem Bereich sind keine Neubauten zulässig .

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Die UNESCO verknüpfte der Erlangung des Welterbetitels an folgende Bedingungen:  
 
• Das zukünftige Gebäude und damit das Baufenster müssen verschoben werden.  
 
• Weiterhin forderte die UNESCO eine deutliche Reduktion der Bauflächen zugunsten 
des Freiraums.  
 
• Weiter verhängte Gestaltungsvorschriften und Höhenbeschränkungen sollten eine 
denkmalgerechte Einbettung in die sensible Umgebung sicherstellen.   
 
Man muss also festhalten, dass bei einer planmäßigen Fertigstellung am zunächst 
vorgesehenen Standort die Integrität der Welterbestätte und damit der Welterbestatus hätte 
gefährdet werden können.  
 
6.3 Neukonzeption der Planungen  2021 bis 2023  
 
Das Architekturbüro Mart e.Marte wurde mit der weiteren Bearbeitung von Konzeptstudien 
und Vorentwurfsplanungen für den neuen Standort in der Pufferzone am „Osthang“ 
beauftragt.  
 
Bis zu diesem Zeitpunkt hat te das Projekt ca. 460.000 Euro gekostet. 
 
Nach der Neukonzeption fanden a m 31.03.2022 ein Welterbeworkshop mit Welterbebeirat 
und ICOMOS Deutschland sowie am 09.05.2023 eine Bürgerinformationsveranstaltung statt.  
 
Am 06.06.2023  unterzeichnete der damalige Oberbürgermeister Jochen Partsch einen Letter 
of Intent mit der Wissensc haftsstadt Darmstadt Marketing GmbH in dem noch einmal betont 
wurde, dass der wesentlichen Funktion des Bildungs - und Vermittlungskonzeptes der 
Einrichtung eines neuen Besucherinformationszentrums zukommt . 
 
In dieser Absichtserklärung ist weiter festgehalt en, dass das Informationszentrum durch den 
Eigenbetrieb Kulturinstitute, im Operativen durch das Welterbebüro, das Institut 
Mathildenhöhe und die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH betrieben werden 
sollte.   
 
Die auf dieser Basis erstellten Unterlagen der überarbeiteten Konzeptplanung wurden zur 
Abstimmung Ende 2023 schließlich an das UNESCO -World Heritage Center in Paris 
versendet und von dort positiv geprüft und beschieden.  
 
Ursprünglich geplant war ein Informationszentrum mit einer Gesamt Nutzfläche von ca. 
1.500 m² mit einem Kostenrahmen  von 6,2 Mio Euro. 
 
Obwohl das Zentrum gegenüber der ersten Planung  auf Wunsch von ICOMOS  räumlich 
reduziert wurde, beläuft sich die Größenordnung nach acht Jahren, Standortkorrektur und 
nahezu vollständige r Umplanung heute auf rund 21 Mio. Euro . Damit liegen die aktuellen 
Kosten bei ca. 350 Prozent des ursprünglichen Ansatzes.

- 13 - 
 
6.4 Öffentliche Kritik an dem Bau eines Informationszentrums  
 
Mit dem Beginn der vorbereitenden Arbeiten am Osthang und dem Ende der temporären 
kulturellen Nutzung durch den OHA e.V. wurde in der Öffentlichkeit u.a.  die Frage nach der 
Veröffentlichung der Dokumentation des Masterplans aufgeworfen. U.a. lag eine 
entsprechende Anfrage nach der Informationsfreiheitssatzung vor.  
 
Das Dezernat I war mit einer Weitergabe der Studie einverstanden, wur de aber im August 
2025 seitens Dezernat III darüber informiert, dass die Studie zwar 2017 weitestgehend 
abgeschlossen war, aber nie finalisiert wurde.  
 
Die Summe in Höhe von 6.000 Euro f ür die Leistung D.4 „Zusammenführung der Ergebnisse 
in einer Dokumentation“ wurde durch die Stadt 2017 aus unbekannten Gründen nicht 
beglichen. 
 
Deshalb stimmte das Büro ANP einer Veröffentlichung im Jahr 2025 zunächst nicht zu.  
 
Das Dezernat I beauftragt e daraufhin das Kulturamt, die Mittel bereitzustellen und die offene 
Summe zu begleichen und beim zuständigen Denkmalschutzamt die finalisierte 
Dokumentation anzufordern. Die Dokumentation liegt nunmehr vor und wird veröffentlicht.  
 
6.5 Verschlechterte Ha ushaltslage und politischer Versuch einer weiteren baulichen 
Reduktion 
 
Aufgrund der Tatsache, dass sich die Haushaltslage der Stadt im Vergleich ab 2023 deutlich 
verschlechtert hat, bat das Dezernat I die DSE in Zusammenarbeit mit dem Welterbebüro, 
Einsparpotenziale zu prüfen, die Kernanforderungen des Informationszentrums erneut zu 
betrachten und Möglichkeiten einer Reduktion von Umfang und Kosten darzustellen.  
 
Im Rahmen des 15. Welterbeworkshops am 10. 09. 2025 wurde der Welterbebeirat 4 auf 
Grundlage dieser Prüfung gebeten, erneut über das Informationszentrum zu beraten und 
unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Haushaltslage weitere Einsparmöglichkeiten 
zu prüfen, insbesondere durch eine Reduktion von Dimension und Kosten.  
 
Der Welterbebeirat plädierte in dieser Sitzung für die Beibehaltung des übermittelten 
Entwurfs, auch weil die Planungen bereits durch die Verlagerung aus der Kernzone 
überarbeitet werden mussten.  
 
6.6 Das fehlende Vermittlungskonzept  
 
Mit der Haushaltsanmeld ung für das Jahr 2027 wurde das Dezernat I schließlich in Kenntnis 
gesetzt, dass bisher kein  Vermittlungskonzept erstellt worden sei. „Dafür fehle es – gerade 
im Institut Mathildenhöhe – an der notwendigen pädagogischen Expertise.“ 5 
 
Zugleich wurde im Zuge der Recherche mitgeteilt, dass der Teil „Bildung“ im Rahmen des 
Welterbeantrags extern vergeben und extern erarbeitet worden war  (E-Mail vom 23.0 7. 2026 
von der Darmstadt Marketing GmbH ). Die darin enthaltenen wesentlichen und fachlich 
richtigen Punkte sind zwar in den Welterbeantrag eingeflossen; sie wurden jedoch nicht in ein 
 
4 Beim Welterbebeirat handelt es sich um den Nachfolger d es Advisory-Bord (vgl. Fußnote 3).  
5 Begründung zur Haushaltsanmeldung 2027.

- 14 - 
eigenständiges, dauerhaft umsetzbares Vermittlungskonzept überführt. Eine solche 
Umsetzung konnte in der Verwaltung offenba r auch deshalb nicht realisiert werden, weil 
hierfür qualifiziertes pädagogisches und vermittlungsfachliches Personal fehlte.  
 
Für die Haushalte ab 2027 wurden folgende Mittelbedarfe angemeldet:  
 
Jahr/Zeitraum Maßnahme/Zweck Betrag 
2027 Vermittlungskonzept; Erstellung durch externe Firma 60.000,- € 
2027 Informationszentrum: Gewährleistung der Barrierefreiheit der 
Dauerausstellung; interaktive Stationen 300.000,- € 
2027 gesamt Benötigte Mittel nach Schätzung  360.000,- € 
2028 Vermittlungskonzept; Erstellung durch externe Firma und Umsetzung 75.000,- € 
2028 Einbau der interaktiven Stationen 350.000,- € 
2028 Einrichtung der Dauerausstellung 150.000,- € 
2028 gesamt Vorgesehene Mittel 575.000,- € 
ab 2029 ff. jährlicher Mittelbedarf 350.000,- € 
jährlich 
 
 
6.6 Fazit 
 
Der gesamte Verlauf macht die  Unplausibilität der bisherigen Projektentwicklung besonders 
deutlich. 
 
Der Baukörper wurde geplant lange bevor geklärt war, welche Funktionen für die 
Welterbevermittlung tatsächlich erforderlich, finanzierbar und gesamtstädtisch sinnvoll sind .  
Zentrale Grundlagen wie ein belastbares Vermittlungskonzept, ein gesichertes 
Betriebsmodell und eine nachvollziehbare Herleitung von Raum - und Funktionsbedarf fehlen. 
 
Zu den Baukosten von inzwischen rund 21 Mio. Euro treten weitere Mittelbedarfe hinzu: Für 
2027 werden 360.000 Euro angesetzt, davon 60.000 Euro für die externe Erstellung  des 
Vermittlungskonzepts und 300.000 Euro für Barrierefreiheit der Dauerausstellung sowie 
interaktive Stationen. Für 2028 sind weitere 575.000 Euro vorgesehen; ab 2029 werden 
jährlich 350.000 Euro veranschlagt. Damit geht es um dauerhafte konzeptionelle, mediale, 
personelle und betriebliche Verpflichtungen.  
 
Wesentliche Grundlage für den Masterplan scheint das Tourismuskonzept gewesen zu sein, 
dessen wesentliche Annahmen, aber nie in der notwendigen Tiefe hinterfragt wurden, wie 
zum Beispiel: 
 
• Warum es eines so großen Veranstaltungssaales bedarf, wenn das Darmstadtium als 
moderne Veranstaltungslocation fußläufig erreichbar ist.  
 
• Warum benötigt man eine eigene Gastronomie, wenn sich das Café Mathildenhöhe 
und weitere gastronomische Angebote in unmittelbar er Nähe befindet.

- 15 - 
• Warum benötigt man einen weitere Merchandising -Shop, wenn der Museums -Shop 
bereits in unmittelbarer Nähe vorhanden ist.  
 
Auf Basis des Masterplans, der - nach vorliegender Aktenlage - innerhalb weniger Wochen  
beauftragt und erstellt wur de, ist im Anschluss ein Realisierungswettbewerb initiiert  und 
Haushaltsmittel in Höhe von 75.000 Euro bereitgestellt  worden. 
 
Damit wurde der architektonisch-räumlicher Klärungsprozess weiter vorangetrieben , obwohl 
ein zentrales Vermittlungskonzept , das tatsächlich von UNESCO gefordert wird, immer noch 
nicht vorlag.  
 
Ein Architekturwettbewerb setzt voraus, dass die funktionalen, inhaltlichen und räumlichen 
Anforderungen eines Vorhabens hinreichend geklärt sind. Im vorliegenden Fall betrifft dies 
insbesondere die Fragen, welche Inhalte vermittelt und welche Zielgruppen erreicht werden 
sollen, welche analogen, digitalen und audiovisuellen Formate erforderlich sind und welche 
Raumtypen sich daraus ableiten. Wenn ein solcher Wettbewerb stattfindet, ohne dass ei n 
belastbares Vermittlungskonzept vorliegt, wird die bauliche Lösung der inhaltlichen Klärung 
zeitlich vorangestellt.  
 
Dies belegt u.a. die im Jahr 2021 von der UNESCO geforderte Standortkorrektur. Auch die 
Darstellung, die UNESCO schreibe den Bau eines  Besucherzentrums vor, vermischte 
fachliche Anforderungen mit einer politischen Standort - und Bauentscheidung. Dadurch 
entstand der Eindruck einer Alternativlosigkeit .   
 
Angesichts der schwierigen Haushaltslage ist es politisch nicht vertretbar ein  auf inzwischen 
rund 21 Mio. Euro angewachsenes Bauprojekt  in dieser Form weiterzuführen , auch wenn die 
nun bereits produzierten Kosten sich auf ca. 4 Millionen Euro belaufen.  
 
7. Kommunikation, Gesamtstadtbezug und Organisation  
 
7.1 Organisation und Zuständigkeiten  
 
Bei der Organisation der Wiedereröffnung der Ausstellungshallen auf der Mathildenhöhe 
wurde die HEAG Holding durch das Dezernat I Ende 2023 beauftragt, eine Funktionsanalyse 
der Welterbestruktur durchzuführen. Dabei wurden allein 28 Einzelprojekte rund um die 
Welterbestätte in verschiedenen Ämtern und Eigenbetrieben  identifiziert .

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Übersicht über die Welterbezone und die Zuständigkeiten auf der Mathildenhöhe  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das grundsätzliche Strukturproblem  wird bereits daran deutlich, dass Kompetenzen und 
Verantwortlichkeiten für die Welterbestätte auf mehrere Verwaltungseinheiten verteilt sind. 
Dazu gehören neben dem Welterbebüro und dem Institut Mathildenhöhe  etwa das Kulturamt, 
das Grünflächenamt, das Mobilit äts- und Tiefbauamt , das Stadtplanungsamt  sowie weitere 
fachlich zuständige Stellen.  Dazu kommen noch städtische Unternehmen wie Darmstadt 
Marketing, IDA und die DSE.  
 
Die aktuelle Aufteilung der Zuständigkeiten führt in der Praxis jedoch zu einer horizon talen 
und vertikalen Fragmentierung, die eine wirtschaftliche und koordinierte Bewirtschaftung des 
Areals massiv erschwert. Anstatt einen logischen Gesamtbereich zu definieren, wurden 
Kompetenzen teilweise meterweise oder nach einzelnen Gewerken getrennt, was zu unklaren 
Schnittstellen und einem erheblichen administrativen Abstimmungsaufwand führt.  
 
Besonders deutlich wird diese prozessuale Ineffizienz bei der Aufteilung baulicher 
Gesamtobjekte, wie das Beispiel der Heinrich -Jobst-Treppe zeigt. Hier unterli egt die 
eigentliche Treppenkonstruktion dem Mobilitäts - und Tiefbauamt, während die unmittelbar 
darauf errichteten Pergolen in den Aufgabenbereich des Kulturamts fallen. Eine solche 
künstliche Trennung eines zusammenhängenden Ensembles verzögert notwendige  
Instandhaltungsmaßnahmen. Ähnlich verhält es sich beim Albin -Müller-Becken, das dem 
Kulturamt zugeordnet ist, von IDA technisch betreut werden (im Auftrag des Kulturamtes), 
die DSE ist wiederum für die Grundsanierung des Beckens zuständig, das Grünflächenamt 
betreut die direkt angrenzenden Grünflächen , was einen permanenten und zeitraubenden 
Abstimmungsbedarf zwischen den Dienststellen erzwingt.  
 
Auch bei den Brunnenanlagen wurde ein komplexes D reiecksverhältnis geschaffen, da die 
Brunnen formal dem Kulturamt unterstehen, die operative Umsetzung der Pflege, des 
Bauunterhalts und der Brunnenmeistertätigkeiten jedoch vertraglich an den Dienstleister IDA 
ausgelagert ist. Das Kulturamt muss somit als  rein administrative Stelle technische 
Fachaufgaben steuern und finanzieren. Zusätzlich zu diesen Gewerke spezifischen 
Überschneidungen führt die geografische Kleinteiligkeit zu regulatorischen Grauzonen. Beim 
Ernst-Ludwig-Brunnen waren der Brunnen selbst,  die Mauer und die Sandsteinplatten dem 
Kulturamt zugeordnet, während die davorliegende Mosaikfläche in keiner Zuständigkeit lag.

- 17 - 
 
Zusammenfassend zeigt die detaillierte Betrachtung, dass die aktuellen Zuständigkeiten zu 
einer dysfunktionalen Aufsplitter ung des Welterbe -Geländes geführt hat. Die Nahtstellen 
zwischen den Zuständigkeiten  des Kulturamts und den vom Grünflächenamt in Eigenleistung 
bewirtschafteten Wegen provozieren Reibungsverluste bei Reinigung und 
Schadensbeseitigung. So beauftragt das Kult uramt den EAD für den Winterdienst, das 
Grünflächenamt übernimmt diesen selbst. Dieses System der Kompetenz -Fragmente ist für 
ein weltweit repräsentatives Kulturdenkmal prozessual nicht zielführend und bedarf einer 
grundlegenden strukturellen Überarbeitung . 
 
Gerade daran zeigt sich die besondere Herausforderung im Umgang mit einer 
Welterbestätte: Schutz, Pflege, Erschließung, Wegeführung, Mobilität, Vermittlung, 
Veranstaltungsorganisation, Kommunikation und städtische Einbettung greifen unmittelbar 
ineinander. Wenn diese Aufgaben in unterschiedlichen Ämtern und Zuständigkeitsbereichen 
verortet sind, braucht es umso mehr eine verbindliche und wirksame Gesamtsteuerung, 
damit aus nebeneinanderstehenden Fachzuständigkeiten ein kohärentes Management 
entsteht. Eine solche Steuerung ist auch deshalb erforderlich, weil Welterbevermittlung nur 
dann dauerhaft trägt, wenn sie nicht in einzelnen Projekten, Zuständigkeiten oder 
Anlassformaten aufgeht, sondern als gemeinsame Aufgabe der Stadt verstanden wird. Aus 
fachlicher Aktivität muss eine erkennbare gemeinsame Beziehung zur Mathildenhöhe 
entstehen. 
 
Die Vielzahl der Einzelprojekte belegt eine späte Bündelung statt einer von Beginn an 
tragfähigen Gesamtsteuerung .  
 
Das Moratorium ist daher auch organisatorisch zu nutzen : Es soll klären, welche rechtlichen, 
personellen und finanziellen Voraussetzungen eine integrierte Steuerung braucht, welche 
Zuständigkeiten gebündelt werden müssen und wie Entscheidungen künftig nachvollziehbar, 
effizient und gesamtstädtisch wirksam vorb ereitet werden.  
 
7.2 Kommunikation  
 
Dieselbe strukturelle Schieflage zeigte sich auch im Bereich Kommunikation und Marketing. 
Für eine Welterbestätte genügt es nicht, einzelne sichtbare Produkte wie Logo, Marke, 
Kampagne oder Werbemittel zu entwickeln. Kom munikation ist Teil der Vermittlung selbst: 
Sie muss Orientierung schaffen, Besucherinnen und Besucher lenken, den Schutz der Stätte 
unterstützen, Zielgruppen differenziert ansprechen und die Mathildenhöhe in ein 
gesamtstädtisches Narrativ einbetten.  
 
Die Mathildenhöhe darf dabei nicht als isolierter Solitär behandelt werden. Sie ist das 
internationale Aushängeschild Darmstadts, kann ihre kulturelle, touristische und 
wirtschaftliche Strahlkraft aber nur entfalten, wenn sie mit Innenstadt, Kulturinstitutione n, 
Wissenschaft, Schulen, Tourismus, Handel, Hotellerie und Stadtmarketing 
zusammengedacht wird.  
 
Nach der vorliegenden Aktenlage wurde jedoch zunächst eine Agentur beauftragt, ein Logo 
beziehungsweise eine visuelle Markenidentität zu entwickeln, ohne dass  zuvor ein tragfähiges 
Kommunikationskonzept vorlag. Einer visuellen Markenentwicklung hätte eine belastbare 
Kommunikationsstrategie vorausgehen müssen. Zu klären gewesen wären insbesondere 
Zielgruppen, Kernbotschaften, Tonalität, Leitsystem, Kommunikation skanäle, 
Vermittlungstiefe, Zuständigkeiten, Monitoring und messbare Erfolgskriterien.

- 18 - 
 
Primär zu bemängeln ist auch hier die fehlende erkennbare Gesamtarchitektur: 
unzureichendes Monitoring, fehlende Evaluierung, unklare Rollen der beteiligten Akteure un d 
eine nicht ausreichend verbindliche Steuerung der Abstimmungskreise. Hinzu kamen offene 
konzeptionelle Grundlagen für Besucherinformation, Veranstaltungslogik, 
Produktentwicklung und die systematische Nutzung von Synergien zwischen Stadt, 
Welterbestätte,  Kultur, Wissenschaft, Tourismus, Handel, Hotellerie und Stadtmarketing.  
 
Damit fehlte vor allem die verbindende Klammer zwischen Welterbe und Alltag, zwischen 
Denkmal und Stadtgesellschaft sowie zwischen kultureller Bedeutung und öffentlicher Nähe. 
Gerade diese Klammer ist erforderlich, damit aus einem international ausgezeichneten Ort 
ein gemeinsam getragener Ort wird.  
 
Vor diesem Hintergrund erhält die im Jahr 2024 konzipierte und realisierte Kampagne „DA 
staunst Du“ besonderes Gewicht. Sie war erk ennbar auch der Versuch, die zuvor fehlende 
kommunikative Klammer nachträglich herzustellen und die Defizite der vorgelagerten 
Marken- und Projektentwicklung kommunikativ zu heilen. Zugleich hat sie dazu beigetragen, 
dem Welterbe eine gesamtstädtische Erzä hlung zu geben, relevante Akteure einzubinden und 
die Mathildenhöhe stärker mit der der Stadt, dem Kulturangebot und dem touristischen 
Standortprofil zu verbinden.  
 
Die Kampagne kann jedoch nur dann dauerhaft tragen, wenn sie nicht als nachträgliche 
Korrektur einzelner Defizite verstanden wird, sondern in eine verbindliche Vermittlungs -, 
Kommunikations - und Steuerungsstruktur überführt wird. Genau hier setzt das Moratorium 
an: Es soll die bisherige Trennung von Bauprojekt, Vermittlung, Kommunikation und 
gesamtstädtischer Einbindung überwinden und die künftige Kommunikation aus einem 
integrierten Welterbe - und Betriebskonzept ableiten.  
 
8. Begründung des Moratoriums  
 
Vor dem Hintergrund der vorliegenden Erkenntnisse ist ein Moratorium fachlich, 
organisatorisch und wirtschaftlich begründet.  
 
Es ist fachlich begründet, weil ein belastbares Vermittlungskonzept fehlt und wesentliche 
Anforderungen an Inhalte, Zielgruppen, Formate und Funktionen bislang nicht systematisch 
hergeleitet wurden.  
 
Es ist organisatorisch begründet, weil die Steuerung der Welterbestätte fragmentiert ist und 
die bisherigen Zuständigkeiten keine hinreichend klare Gesamtverantwortung erkennen 
lassen. 
 
Es ist wirtschaftlich begründet, weil die Investitions - und Folgekosten weiterh in nicht 
belastbar abschätzbar sind und zugleich erhebliche Sanierungsbedarfe mit hoher Priorität 
bestehen. 
 
Das Moratorium ist daher nicht als Rückzug aus der Verantwortung zu verstehen, sondern als 
bewusste Unterbrechung, um die Entscheidung wieder vom e igentlichen Auftrag des 
Welterbes her zu entwickeln: Schutz und Vermittlung, Zugänglichkeit und Betrieb, 
Stadtbezug und Finanzierbarkeit müssen in einem tragfähigen Gesamtsystem 
zusammengeführt werden.

- 19 - 
9. Weiteres Vorgehen  
 
Die weitere Debatte soll bewuss t neu eröffnet werden. Zu klären ist nicht in erster Linie, wie 
ein bereits geplantes Gebäude begründet werden kann, sondern welche Form der 
Welterbevermittlung fachlich erforderlich, wirtschaftlich vertretbar und für Darmstadt 
langfristig sinnvoll ist.  
 
Vor einer abschließenden Entscheidung sollte ein integriertes Fachkonzept mindestens 
folgende Fragen beantworten:  
 
1. Welche Anforderungen ergeben sich tatsächlich aus Welterbekonvention, 
Managementauftrag und außergewöhnlichem universellen Wert der Mathildenh öhe? 
 
2. Welche Zielgruppen, Inhalte und Vermittlungsformate sind erforderlich, um die 
bauliche, künstlerische, historische und ideelle Bedeutung der Mathildenhöhe 
angemessen zu erschließen?  
 
3. Welche Funktionen müssen zwingend vor Ort erfüllt werden, und welche können 
digital, dezentral, temporär oder in Kooperation mit bestehenden Kultur -, Bildungs- 
und Tourismuseinrichtungen organisiert werden?  
 
4. Welche Raum-, Personal-, Sach-, Investitions- und Folgekosten ergeben sich daraus 
insgesamt, und welche Lösung  ist unter fachlichen, denkmalpflegerischen, 
finanziellen und gesamtstädtischen Gesichtspunkten am tragfähigsten?  
 
Erst auf dieser Grundlage kann belastbar entschieden werden, ob und in welcher Form ein 
Neubau erforderlich ist oder ob ein mehrgliedriges Sy stem aus zentralen, dezentralen, 
digitalen, mobilen und kooperativen Bausteinen die bessere Lösung darstellt.  
 
Dies gilt ausdrücklich auch für den Osthang. Dessen weitere Entwicklung soll nicht 
aufgegeben, sondern auf eine fachlich, denkmalpflegerisch, lan dschaftlich, wirtschaftlich und 
organisatorisch tragfähige Grundlage gestellt werden.

- 20 - 
 
10. Schlussfolgerung  
 
Die Neubewertung richtet sich nicht grundsätzlich gegen ein Informationszentrum.  
 
Sie zeigt jedoch, dass die bisherige Projektentwicklung wesent liche Fragen zu früh baulich 
beantwortet hat, bevor die fachlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen 
ausreichend geklärt waren.  
 
Die UNESCO verlangt eine qualitätsvolle Welterbevermittlung - nicht zwingend einen Neubau. 
Deshalb muss die we itere Entscheidung wieder vom eigentlichen Auftrag der Welterbestätte 
hergedacht werden.  
 
Erst wenn Vermittlungskonzept, Organisationsstruktur, Funktionen, Kosten, Finanzierbarkeit 
und gesamtstädtischer Nutzen nachvollziehbar zusammengeführt sind, liegt ei ne 
Entscheidungsgrundlage vor, die der Bedeutung der Mathildenhöhe und der Verantwortung 
der Stadt gerecht wird.  
 
 
Dezernat I    Dezernat VI  
 
 
 
Hanno Benz    Paul Georg Wandrey  
Oberbürgermeister    Stadtrat

- 21 - 
 
Chronologie zur Entwicklung der Welterbebewerbung, der Planungen und 
des Informationszentrums Mathildenhöhe  
 
Die nachfolgende Chronologie dokumentiert die wesentlichen Stationen von Gremienarbeit, 
Bürgerinformation, Workshops, Antragstellung, Planungs - und Bebauungsplanverfahren 
sowie der späteren Standortkorrektur. Sie dient der transparenten Einordnung der 
Entscheidungsgrundlagen und macht sichtbar, wann fachliche, politische, planerische und 
kommunikative Schritte erfolgt sind . 
 
 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
Chronologie bis zur Aufnahme in die Welterbeliste 
September 2016 – 4. Welterbe-
Workshop; Erarbeitung eines 
Tourismuskonzepts durch 
projekt2508 im Auftrag von 
Darmstadt Marketing. 
  4. Welterbe-Workshop 
Mathildenhöhe. 
19.12.2016 – Beauftragung des 
Büros ANP Architektur- und 
Planungsgesellschaft mbH mit der 
Erstellung des Masterplans 
Künstlerkolonie Mathildenhöhe 
Darmstadt im Rahmen des 
Nominierungsverfahrens. 
    
01.02.2017 – Advisory Board-
Sitzung; Bewertung der 
Standortvarianten und Empfehlung, 
die Variante C „Osthang“ 
weiterzuverfolgen. 
    
Februar/ März 2017 – Erarbeitung 
und Vorstellung des Masterplans mit 
Standortuntersuchung; geprüft 
wurden dezentrale Lösungen, 
bestehende Gebäude, Osthang, 
Ernst-Ludwig-Brunnen und Ernst-
Ludwig-Haus. 
29.03.2017 – Bürgerveranstaltung 
zur Vorstellung der Ergebnisse. 
Vorstellung bei lokalen Vertretern 
des Advisory Boards. 
13.06.2017 – Beschluss Nr. 
0160/2017 der 
Stadtverordnetenversammlung; 
Initiierung eines 
Realisierungswettbewerbs für den 
Neubau des Besucherzentrums. 
Vorgesehene Haushaltsmittel: 75.000 
Euro. 
    
Juli 2018 – Auslobung eines nicht 
offenen Architekturwettbewerbs für 
das Besucherzentrum und die 
städtebauliche Entwicklung des 
Osthangs.

- 22 - 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
November 2018 – Durchführung und 
Prämierung des 
Architekturwettbewerbs; 
Siegerentwurf von Marte.Marte 
Architekten in Zusammenarbeit mit 
WES Landschaftsarchitektur. 
    
27.02.2019 – Beschlussfassung zum 
Neubau des Besucherzentrums 
Mathildenhöhe; Gesamt-Nutzfläche 
ca. 1.500 m², Etatisierung mit 6,2 
Mio. Euro, davon 3,5 Mio. Euro 
zweckgebundene Schenkung, 
zusätzlich 600.000 Euro 
Planungsmittel. 
    
2019/2020 – Planung der 
Realisierung im Rahmen des 
Bundesprogramms „Nationale 
Projekte des Städtebaus“; Baubeginn 
vorgesehen für April 2020, 
Fertigstellung für den 31.12.2021. 
    
16.10.2020 – Beschluss der 
Stadtverordnetenversammlung zur 
Magistratsvorlage 2020/0305 
„Bebauungsplan O 32 – 
Mathildenhöhe Ost – 
Satzungsbeschluss“; in der 
Begründung wurde das 
Besucherzentrum als von der 
UNESCO verlangter Baustein 
dargestellt. 
    
24.07.2021 – Aufnahme der 
Mathildenhöhe Darmstadt in die 
UNESCO-Welterbeliste; zugleich 
Erwartung, das geplante 
Besucherzentrum an einem 
alternativen Standort außerhalb der 
Kernzone zu verorten. 
    
Chronologie nach der Aufnahme in die Welterbeliste / Neukonzeption und Bebauungsplanverfahren 
    31.03.2022 – Welterbeworkshop 
mit dem Welterbebeirat und 
ICOMOS Deutschland mit einer 
finalen Entscheidung zur 
Neukonzeption. (Hinweis: Bis 
heute haben 15 
„Welterbeworkshops 
Mathildenhöhe“ stattgefunden) 
  09.05.2023 – 
Bürgerinformationsveranstaltung zur 
Vorstellung der Neukonzeption

- 23 - 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
05.06.2023 – Magistratsvorlage 
2023/0197 „Bebauungsplan O 32.1. 
– Besucherzentrum Mathildenhöhe – 
(Aufstellungsbeschluss) 
    
12.07.2023 – Beschlussfassung 
durch die 
Stadtverordnetenversammlung für 
den Aufstellungsbeschluss zum 
Bebauungsplanverfahren 032.1 
    
  17.07.2023 – 25.08.2023 – 
Beteiligung der Öffentlichkeit sowie 
der Behörden und sonstiger Träger 
öffentlicher Belange 
  
  Dezember 2023 – Unterlagen der 
überarbeiteten Konzeptplanung 
wurden zur Abstimmung an das 
UNESCO-World Heritage Center in 
Paris versendet. 
  
26.06.2024 – Magistratsvorlage 
2024/0180 „Bebauungsplan O 32.1 
– Informationszentrum 
Mathildenhöhe – 
(Offenlagebeschluss) 
    
19.09.2024 – Beschluss zur 
Offenlage und der Änderung des 
Aufstellungsbeschlusses durch die 
Stadtverordnetenversammlung 
    
  30.09.2024 – 30.10.2024 – Offenlage 
Bebauungsplan 0 32.1. 
  
08.01.2025 – Magistratsvorlage 
2024/0371 „Bebauungsplan 0 32.1 
– Informationszentrum 
Mathildenhöhe – 
(Satzungsbeschluss) 
    
20.02.2025 – Beschlussfassung 
durch die 
Stadtverordnetenversammlung 
    
  10. bis 11. September 2025 15. 
Welterbeworkshop 
„Mathildenhöhe Darmstadt“ des 
Welterbebeirats u.a. 
Informationszentrum 
Planungsstand / Reaktion auf 
Komitee-Entscheidung und 
Neubetrachtung 
Kernanforderungen des

- 24 - 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
Informationszentrums / 
Einsparungsmöglichkeiten 
02.06.2025 – Magistratsvorlage 
2025/0180 „Neubau 
Informationszentrum UNESCO-
Welterbestätte Mathildenhöhe und 
Durchführung eines 
Planungswettbewerbes zur 
Gestaltung der Freianlagen

anlage 7

45697 Zeichen

DARMSTADT - MATHILDENHÖHE
Standortuntersuchung und Wettbewerb Besucherzentrum

1. ANLASS UND ZIEL 7
2. ANALYSE 8
2.1 Lage im Stadtgebiet  8
2.2 Historischer Zugang zur Mathildenhöhe 9
2.3 Freiraumstruktur 10
2.4 Verkehrliche Erschließung der Mathildenhöhe 11
2.5 Planungsrecht 12
3. RAUM- UND FUNKTIONSPROGRAMM 15
3.1 Raum- und Funktionsprogramm 16
4. STANDORTUNTERSUCHUNG FÜR DAS  BESUCHERZENTRUM 19
4.1 Grundsätzliche Standortüberlegungen 20
4.2 Standortwahl 22
4.3 Standortauswahl 36
5. VERTIEFENDE STANDORTUNTERSUCHUNG 37
6. STÄDTEBAULICHE MASSENSTUDIE 47
7. PROZESS 53
8. ANLAGEN 55
Projektkoordination
Auftragnehmer
Auftraggeber
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
vertreten durch den Magistrat 
Luisenplatz 5 A, 64283 Darmstadt 
www.darmstadt.de
ARCHITEKTUR- UND PLANUNGSGESELLSCHAFT mbH
Harald Pimper
Dipl.-Ing. Architekt BDA Städtebauarchitekt
Martin Schmittdiel
Dipl.-Ing. Architekt BDA
Ulrich Walberg 
Dipl.-Ing. Architekt BDA Stadtplaner SRL-
Hessenallee 2
D-34130 Kassel
Tel. +49 (0)561 707 75-0
Fax +49 (0)561 707 75-23
eMail: info@anp-ks.de
www.anp-ks.de
Bearbeitung ANP
Marcel Lit in, M.Sc. Stadtplanung 
Ulrike Maier, Dipl.-Ing. Stadtplanerin, Bauassessorin 
Martin Schmittdiel, Dipl.-Ing. Architekt BDA
Wilm Quaß
Stand: 03. Januar 2019
Endredaktion: Mai 2025
Dipl.-Ing. Christoph Beck, Untere Denkmalschutzbehörde 
Wissenschaftsstadt Darmstadt
INHALTSVERZEICHNIS

4
Besucherzentrum Mathildenhöhe4
 5
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Neufert-Bau (ehem. Ledigenwohnheim)
Erich-Ollenhauer-Promenade
Dieburger Straße
Pützerstraße
Hochzeitsturm
Nordhang
Osthang
Ausstellungshalle
Hochschule Darmstadt
Olbrichweg
Lucasweg
Platanenhain
Alexandraweg
Erbacher Straße
Ostbahnhof
Löwentor
Seitersweg
Fiedlerweg
Alice-Hospital
Erich-Ollenhauer-Promenade
Merckstraße
Haus Olbrich
Haus Deiters
Glückert Haus
Künstlerhäuser
Dreihäusergruppe
Bauhausweg
Russische Kapelle
Oberhessisches Haus
Ateliergebäude
Haus Mathildenhöhe
ehem. Haus Christiansen
Ernst-Ludwig-Haus
Künstlerkolonie der Mathildenhöhe (Quelle Stadt Darmstadt, ANP)
untersuchte Standorte

6
Besucherzentrum Mathildenhöhe6
 7
Besucherzentrum Mathildenhöhe
zentrum erstellt, um den Flächenbedarf für die Bearbeitung 
der Aufgabe überschlägig einschätzen zu können.
Im vierten Teil erfolgt die Darstellung denkbarer Standorte. 
Zur Gewinnung eines Verständnisses über die Lage und die 
fußläufigen Erschließungswege innerhalb der Künstlerkolo-
nie wurde das Mobilitätskonzept vom Büro Stete Planung 
herangezogen. Die sich aus der künftigen Wegeführung ab-
leitenden Standortalternativen werden vergleichend gegen-
übergestellt und bewertet. 
Ergebnis der Standortanalyse ist, dass sich aufgrund der 
Lage, der Erschließung und der Anbindung an das geplante 
Shuttlebussystem besonders der Ost- und Nordhang für ein 
Besucherzentrum eignen. Diese beiden Standorte werden 
im fünften Teil vertiefend untersucht, insbesondere in Be -
zug auf ihre aufgabenspezifische Leistungsfähigkeit und die 
aus den jeweiligen Bebauungen der Ausstellungen 1908 und 
1914 abgeleiteten Baufluchten und Höhenentwicklungen 
(Bindungsplan)
Im sechsten Teil wurden die ausgewählten Vertiefungsräu -
me auf der Basis des o.g. Bindungsplans - abgeleitet aus 
der Historie und dem gegenwärtigen Restriktionen des Ortes 
- konzeptionell untersucht und mit den Anforderungen des 
Raumprogramms gespiegelt. Die hieraus abgeleiteten Volu-
mina wurden in eine städtebauliche Massenstudie mit drei 
Szenarien überführt. Im Sinne einer Machbarkeitsuntersu-
chung wurden in Absprache mit dem Auftraggeber aus die-
sen Szenarien zwei Varianten abgeleitet und vergleichend 
gegenübergestellt. Diese wurden im März 2017 im Rahmen 
einer Bürgerinformationsveranstaltung öffentlich vorgestellt 
und mit insgesamt positiver Resonanz diskutiert. 
Im Sommer 2018 wurde auf der Grundlage der Ergebnisse 
dieser Untersuchung und des Bürgerdialogs ein Architek -
tenwettbewerb zur Realisierung des Besucherzentrums 
ausgelobt, der im Novermber 2018 entschieden wurde. Das 
Ergebnis des Wettbewerbs ist im siebten Teil der Studie 
nachrichtlich erwähnt und ist separat dokumentiert. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigt, für die 
Künstlerkolonie Mathildenhöhe die Anerkennung als UN -
ESCO-Welterbestätte zu erreichen. Ein wichtiger Schritt da-
für vollzog sich im Jahr 2014, als die Künstlerkolonie in die 
Tentativliste der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen 
wurde. Gegenwärtig ist geplant, die Bewerbung im Jahr 
2019 bei der UNESCO einzureichen.
Im Rahmen der Nominierung ist von jeder Welterbestät -
te ein sogenannter Managementplan zu erstellen. Teil des 
Managementplans ist u.a. auch der sogenannte Masterplan. 
Dieser stellt im Wesentlichen die angestrebten Maßnahmen 
innerhalb des Nominierungsgebietes, der Pufferzone und 
den angrenzenden Bereichen dar. Ziel ist es, eine Entschei -
dungsgrundlage und Orientierungshilfe für die städtebauli -
che Zukunftsentwicklung der Künstlerkolonie Mathildenhö-
he aufzuzeigen. Darüber hinaus soll der Masterplan wichtige 
Zielvorgaben für weitere informelle und formelle Planungen, 
weitere einzuleitende Verfahren und den anschließenden 
Beteiligungsprozess darstellen können. Deshalb ist es in 
diesem Zusammenhang wichtig, nicht nur die städtebauli -
chen Konsequenzen, sondern auch die verkehrlichen, frei-
raumplanerischen und touristischen Wirkungen aufzuzeigen. 
Wichtige Grundlagen stellen dabei die bereits vorliegenden 
Fachbeiträge, u. a. das Mobilitäts-, Tourismus- und Nut -
zungskonzept sowie das Parkpflegewerk dar.  
Das nachfolgende Dokument skizziert als mit den Gremien 
abgestimmter Fachbeitrag „Standortuntersuchung Besu-
cherzentrum“ den Prozess der Standortfindung und liefert 
erste konzeptionelle Ansätze für eine mögliche stadträum -
liche Ausprägung, ohne jedoch den Anspruch einer Archi -
tekturstudie zu erheben. Verstanden als Grundlagenwerk für 
weitere vertiefende Untersuchungen, gliedert es sich in fünf 
Teilbereiche auf. Aufbauend auf eine kurze historische Be -
trachtung der Mathildenhöhe, erfolgt im zweiten Schritt die 
aufgabenspezifische Analyse des Plangebietes. 
Im dritten Schritt wurde anhand vergleichbarer Projekte ein 
erstes grobes Raumprogramm für das geplante Besucher -
1. ANLASS UND ZIEL

8
Besucherzentrum Mathildenhöhe8
 9
Besucherzentrum Mathildenhöhe
2. ANALYSE 
2.2 Historischer Zugang zur Mathildenhöhe
Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe wurde im Jahr 1899 ge-
gründet, um die damals als rückständig geltende Industrie 
mit kreativen Ideen zu stärken und neu zu positionieren. Bis 
Mitte des ersten Weltkrieges erfuhr das dortige Kunstgewer-
be und die Möbelindustrie einen deutlichen Aufschwung, 
der sich in baulichen Aktivitäten und diversen Ausstellungen 
in den Jahren 1901 bis 1914 wiederspiegelte. Jedoch nahm 
mit dem Ende des Krieges und der einsetzenden öffentlichen 
Kritik aus Architektenkreisen an den sogenannten „undog-
matisch entworfenen Künstlerhäusern“, die Relevanz des 
Ortes immer stärker ab. Erst mit der „Wiederentdeckung“ 
des Jugendstils in den 1950er Jahren wurden die Werke 
der Künstlerkolonie bewusster wahrgenommen. Gleichzeitig 
entstand seinerzeit unter Mitwirkung interessierter Bürger 
eine neue Künstlerkolonie im nahgelegenen Umfeld. Ihnen 
oblag das Ziel, einen „Beitrag zur Überwindung der Nöte der 
geistig und künstlerisch Schaffenden“ zu leisten und damit 
unmittelbar an die Tradition der Künstlerkolonie anzuknüp -
fen. Im Zuge dessen wurden eine Vielzahl an Häuser und 
Bungalows errichtet. Diese konnten teilweise von Schrift -
stellern, Musikern, Bildhauern und andere Kulturschaffen-
den zu vergünstigter Miete bewohnt und zur Arbeit genutzt 
werden. Ein weiteres wichtiges Momentum für die stadtge-
sellschaftliche Wende im Bewusstsein für den Ort stellte die 
Ausstellung zu den Werken der Künstlerkolonie „Ein Doku -
ment Deutscher Kunst 1901 - 1976“ von Bernd Krimmel dar 
(vgl. Wissenschaftsstadt Darmstadt o.J.). Ferner bildet die 
Künstlerkolonie Mathildenhöhe mit hren vielen Häusern, der 
Gartenanlage sowie den Kunstwerken ein kultur- und archi -
tekturhistorisch bedeutsames Ensemble. Es steht sinnbild-
lich für die Entwicklung der Künste und Architektur auf dem 
Weg in die Moderne des 20. Jahrhunderts. Vor allem der 
Jugendstil verkörpert die Besonderheit der Mathildenhöhe 
(vgl. Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2012).  
Ob die Mathildenhöhe einen weiteren historischen Entwick-
lungsschritt gehen wird, die Anerkennung als UNESCO-Wel-
terbe, entscheidet sich im Sommer 2020 bei der Tagung des 
Welterbekommitees in Paris.
Blick auf die Künstlerkolonie (Quelle: Stadt Darmstadt)Verortung der Künstlekolonie in der Stadt Darmstadt (Quelle: Open Street map, ohne Maßstab)
B 26
B 3
B 449
A 5
A 67
A 5
Darmstadt
Griesheim
Weiterstadt
Arheiligen
Erzhausen
Wixhausen
Messel
Gräfen-
hausenSchäppen-
hausen
Worfelden
Braunshardt
Roßdorf
Ostbahnhof
Plangebiet
Hauptbahnhof
Darmstadt Süd
Schloss 
Museum
2.1 Lage im Stadtgebiet 
Das Plangebiet der Mathildenhöhe befindet sich in zentraler 
Lage der Stadt Darmstadt und grenzt im Osten an das Are -
al des Ostbahnhofs sowie im Westen an die Stiftstraße an. 
Aufgrund der Nähe zum Ostbahnhof (ca. 5min) ist die Künst-
lerkolonie an das überregionale Schienennetz gut angebun-
den. Ebenfalls ist das Plangebiet über die Bundesstraßen 
(B26 / B 3 und B 449) gut erschlossen. Die B26 tangiert das 
Plangebiet südlich.

11
Besucherzentrum Mathildenhöhe10
Besucherzentrum Mathildenhöhe
2.4 Verkehrliche Erschließung der Mathildenhöhe
Die Erschließung der Mathildenhöhe wird sowohl über die 
Hauptverkehrswege als auch über die Fußwege organi-
siert. Aus nördlicher Richtung erfolgt die Erschließung über 
den Lucasweg. Von Osten ist die Mathildenhöhe über den 
Olbrichweg angebunden. Dieser wird durch erste zeitge -
schichtliche Gebäude begleitet, der unmittelbare „Zutritt“ 
erfolgt zwischen Ernst-Ludwig-Haus und Ausstellungsge -
bäude. Untergeordnet ist die Mathildenhöhe auch über den 
Süden (Eugen-Bracht Weg) angebunden. Hier befindet sich 
die Bushaltestelle „Woog“. Die wichtigste Erschließung 
erfolgt von Westen her als fußläufige Verbindung über die 
Erich-Ollenhauer-Promenade vom Darmstädter Schloss aus. 
Am „Darmstadtium“ befindet sich eine zentrale Bushalte-
stelle „Kongresszentrum“. Der „Zutritt“ zur Mathildenhöhe 
erfolgt über den Nikolaiweg durch die Grünanlage und wird 
durch den „Neufert-Bau“ (ehem. Ledigenwohnheim) betont. 
Pufferzone
Schuttlebus
Olbrichweg
Eugen Bracht Weg
Erich-Ollenhauer Promenade
Nikolaiweg
In Bezug zum Shuttlebus / ÖPNV ist der Standort sowohl 
über die Bushaltestellen „Mathildenhöhe“ im Norden als 
auch über die „Elisabethenstift/Woog“ Haltestelle im Sü -
den. angebunden. Ebenfalls befindet sich im Südosten der 
Ostbahnhof, der in fünfminütiger Entfernung erreichbar ist. 
Damit ist der Standort ebenfalls gut an das überregionale 
Fernverkehrnetz angebunden.  
Gemäß des Mobilitätskonzepts des Büros Stete ist vorgese-
hen, dass Reisebusse zukünftig ausschließlich am Ostbahn -
hof halten und hier der Umstieg in einen Shuttle-Bus möglich 
ist bzw. die Gäste die Mathildenhöhe auch zu Fuß erreichen. 
Die in der Abbildung hervorgehobenen gelben Punkte mar -
kieren die Haltestellen des Shuttlebusses.  
Der ruhende Verkehr wird über die Tiefgaragen und Park -
häuser organisiert. Diese sind besonders in unmittelbarer 
Nähe zum Kongresszentrum Darmstadtium zu finden. Zudem 
befinden sich an der Shutellbushaltestelle (Jugendstilbad) 
ebenfalls Parkplätze. 
2.3 Freiraumstruktur
Zu einem großen Anteil besteht der Freiraum im Plangebiet 
aus nicht versiegelten Flächen. Hierbei hebt sich besonders 
der Platanenhain hervor, der zur Ausstellung 1914 angelegt 
wurde und bis heute erhalten ist. Darüber hinaus finden sich in-
nerhalb des Plangebietes unterschiedliche Sitzmöglichkeiten 
sowie wegebegleitende Grünraumstrukturen. Das Wasserbe-
cken an der Jüdisch Orthodoxen Kirche markiert ein weitere 
Freiraumqualität, die sich im Zentrum des Gebietes befindet. 
Darüber hinaus ist der Osthang von einer wild gewachsenen 
Gehölzstruktur bestimmt, die teils von der Hochschule für 
Projekte genutzt wird.
Plantanen-Hain
Wasserbecken
Begrünter Freiraum
Begrünter Freiraum
Osthang
Lucasweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Nikolaiweg
Bauhausweg
Alexanderweg
Erbacherstraße
Freiraumstruktur ohne Maßstab (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP) Erschließung der Mathildenhöhe, ohne Maßstab (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Plantanenhain (Quelle: Künstlerkolonie Mathildenhöhe.de)

13
Besucherzentrum Mathildenhöhe12
Besucherzentrum Mathildenhöhe
2.5 Planungsrecht
Flächennutzungsplan
Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt 
Darmstadt aus dem Jahr 2006 werden die Flächen des Plan-
gebietes in drei Nutzungsgebiete eingeteilt. Der östliche 
Bereich wird als Gemeindebedarfsfläche (Rot) dargestellt. 
Der Osthang wird in diesen Zusammenhang für kulturelle 
Einrichtung bestimmt. Westlich der Gemeinbedarfsfläche 
sind die Freiflächen der Mathildenhöhe mit dem Planta-
nenhain und den angrenzenden Parkflächen als Grünfläche 
dargestellt. Sie sind auch als überörtliche Grünverbindung 
markiert. Südlich der Grünflächen schließen sich die Wohn-
bauflächen mit der Villenbebauung des Südhangs an.
Auszug aus dem FNP der Stadt Darmstadt (Stand:2005, Quelle:Stadt Darmstadt)
Auszug aus der Legende des FNP der Stadt Darmstadt (Stand:2005, Quelle: Stadt 
Darmstadt)
Lage der Bebaungspläne zum Plangebiet (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Bebauungspläne
Im rechtskräftigen Bebauungsplan O 13 - Mathildenhöhe Ost 
- der Stadt Darmstadt aus dem Jahr 1974 wurde für den Teil-
bereich des Plangebiets nördlich des Olbrichweg (Osthang) 
folgende Festsetzungen für die Art der baulichen Nutzung 
getroffen. 
• Baugrundstücke für den Gemeindebedarf (Fachhoch-
schule)
• Baugrundstücke für besondere baulichen Anlagen, die 
privatwirtschaftlichen Zwecke dienen (Hotel)
Die dem Bebauungsplan zugrunde liegende Planung für ein 
Hotel wurde nicht realisiert. 
Im Weiteren liegt für den südlichen Bereich der rechtskräfti-
ge Bebauungsplan O 17 Mathildenhöhe Süd -  aus dem Jahr 
2015 vor (siehe untere Abbildung). Die bauliche Nutzung 
wurde als „allgemeines Wohngebiet“ festgesetzt. Südlich 
der Jüdisch Orthodoxen Kirche wurde der Freiraum als „öf -
fentliche Grünflächen“ festgesetzt, die über öffentliche Fuß-
wege erschlossen wird und in die Künstlerkolonie führt. Die 
öffentliche Straßenverkehrsflächen gehen in Richtung der 
Künstlerkolonie in verkehrsberuhigte Bereiche (gelb gestri -
chelte Linie) über.
Auszug aus dem Bebauungsplan O 27
Auszug aus dem Bebauungsplan O 13 - Mathildenhöhe Ost - 
(Quelle.Stadt Darmstadt)
Für den weiteren Bereich im Plangebiet zwischen Platanen- 
hain und Russisch-Orthodoxen Kirche liegt der rechtskräftige 
Fluchtlinienplan Nr. 161 von 1954 vor.
           B-Plan O 27
- Mathildenhöhe Süd -
         B-Plan O13
- Mathildenhöhe Ost -

14
Besucherzentrum Mathildenhöhe14
 15
Besucherzentrum Mathildenhöhe
3. RAUM- UND FUNKTIONSPROGRAMM

17
Besucherzentrum Mathildenhöhe16
Besucherzentrum Mathildenhöhe
3. Raum- und Funktionsprogramm
Anhand der zukünftigen Aufgaben des Besucherzentrums 
lassen sich die spezifischen Standortanforderungen ablei-
ten.
Das Besucherzentrum soll folgende Aufgaben übernehmen 
(siehe ebenfalls untere Abbildung):
• Information über das UNESCO-Weltkulturerbe (ergän-
zend zum Ausstellungkonzept des Museum Mathilden-
höhe)
• (Erste) Anlaufstelle für Besucher der Mathildenhöhe
• Gastronomisches Angebot
• Shop/Kasse (Souvenirs)
• Service (Toiletten/Garderobe/Schließfächer)
• Treffpunkt für Führungen
• Ergänzend: Veranstaltungsflächen/Kultur
Daraus ergeben sich folgende Standortanforderungen:
• Lage an den „Zugängen“ zur Mathildenhöhe oder an 
zentraler Stelle
• Interessante Aus- und Einblicke / hohe Aufenthaltsqua-
lität, zentrale Lage
• Lage an den „Zugängen“ bzw. an zentraler Stelle
• Lage an den „Zugängen“ bzw. an „Startpunkten“ von 
Führungen
• Synergien zu vorhandenen Kulturnutzungen/Angeboten 
nutzen
Ausstellungs- und Informationsbereich 200 m²
unmittelbare Anbindung an Halle / Lounge
Verwaltung 60 m²
Büro
Sozialraum
Erste Hilfe
WC
Lage oberhalb/unterhalb
Eingangsebene möglich
Seminarraum
teilbar 100 m²
unmittelbare Anbindung
an Halle / Lounge
Synergien / Überlagerung möglich
--> Flächenreduktion
Synergien / Überlagerung möglich
--> Flächenreduktion
Halle / Lounge 100-200 m²
Technik 50 m²
konzeptabhängig
von außen nicht sichtbar
Lage oberhalb/unterhalb
Eingangsebene möglich
Bistro, 50 Sitzplätze
Gastraum, Nebenräume, Küche 200 m²
Anbindung an Halle / Lounge
Lage oberhalb/unterhalb Eingangsebene möglich
WC öffentlich 60 m²
nahe Eingang,
Anbindung an Halle / Lounge
Lage oberhalb/unterhalb
Eingangsebene möglich
BESUCHERINFRASTRUKTURggf. Auslagerung in andere Gebäude möglich | eigenständiger Betrieb?
ggf. Auslagerung in andere Gebäude möglich
Garderobe /
Schließfächer 50 m²
nahe Eingang,
Anbindung an Halle / 
Lounge
Lage oberhalb/unterhalb
Eingangsebene möglich
BESUCHERZENTRUM
Windf.
10 m²
Eingang
Ausstellungs- und Informationsbereich 2.000-5.000 m²
Verbindung mit Besucherzentrum möglich
ERGÄNZENDE KULTURELLE EINRICHTUNGEN
Synergien / Überlagerung möglich
--> Flächenreduktion
  |  M 1 : 200 
 Schulung Martin
TB 500 I  Stand :  17.02.2017
Funktionsschema Besucherzentrum (Quelle: ANP)
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Raumprogramm Besucherzentrum (Quelle: ANP)

18
Besucherzentrum Mathildenhöhe18
 19
Besucherzentrum Mathildenhöhe
4. STANDORTUNTERSUCHUNG FÜR DAS 
 BESUCHERZENTRUM

21
Besucherzentrum Mathildenhöhe20
Besucherzentrum Mathildenhöhe
zweipolige Lösung
einpolige Lösung
4.1 Grundsätzliche Standortüberlegung
Ausgehend von der Analyse des Standortes und den beiden 
Hauptzugängen von Westen und Osten sind zwei grundsätz-
liche Standortlösungen denkbar:
Die Errichtung eines Besucherzentrums an zentraler Stelle 
oder die Errichtung von zwei Besucherzentren an den jeweili-
gen Zugangsbereichen (zweipolige Lösung). Bei der Betrach-
tung von anderen Welterbestätten in Deutschland dominiert 
vor allem das zentrale Besucherzentrum (z.B. Regensburg, 
Hildesheim). Zweipolige Lösungen wurden hingegen in Kas-
sel (Bergpark) und Potsdam (Park Sanssouci) gewählt. 
Aus der Diskussion dieser beiden grundsätzlichen Überle -
gungen lassen sich folgende Vor- und Nachteile ableiten:
Zentrales Besucherzentrum
• eine zentrale, eindeutig zugeordnete Anlaufstelle
• Bündelung von Personal und Kosten
Zwei Besucherzentren an den beiden Zugängen
• Empfang der Gäste an beiden Zugängen möglich 
• dezentrale Lage von Service-Einrichtungen (Toiletten/
Gastronomie)
• „doppelter“ Personaleinsatz / höhere Erstellungs- und 
Betriebskosten
Die Abwägung der Vor- und Nachteile führte zur Entschei -
dung für ein zentrales Besucherzentrum.
Quelle: Stadt Darmstadt, ANPQuelle: Stadt Darmstadt, ANP

23
Besucherzentrum Mathildenhöhe22
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Nordhang
Osthang
Ernst-Ludwig-Haus
ehem. Haus Christiansen
Ostbahnhof
Neufert-Bau/Promenade
1
2
3
4
5
6
4.2 Standortwahl
Aufbauend auf den Überlegungen zu den Standortanforde -
rungen wurden sechs mögliche Standorte für das Besucher-
zentrum identifiziert. Die Analyse der Standorte erfolgt hin-
sichtlich folgender Aspekte:
• Historischer Bezug
• Standort/Erschließung
• Grundfläche/Geschossigkeit
• Eigentumssituation 
• aktuelle Nutzung
Anschließend mündete dies in einer Bewertung des jeweili-
gen Standorts. Die Abbdilungen geben einen Überblick über 
die untersuchten Standorte für das Besucherzentrum:
          Künstelhäuser Ausschluss
Im Vorfeld wurden auch die historischen, in städtischem 
Besitz befindlichen Künstlerhäuser (Großes Haus Glückert, 
Haus Olbrich und Haus Deiters) auf ihre mögliche Eignung 
für ein Besucherzentrum untersucht. 
In Bezug auf das geforderte Raumprogramm, die notwendi -
ge Barrierefreiheit und die besonderen Anforderungen des 
Denkmalschutzes im Hinblick auf die Welterbestätte wurden 
die Künstlerhäuser wegen fehlender Eignung jedoch ausge -
schlossen. 
Auch sollen die bestehenden kulturellen Nutzungen in den 
Häusern erhalten werden (Dt. Akademie für Sprache und 
Dichtung).
Die sechs Standorte im Überblick
Standort 1 / Ernst Ludwig Haus (Quelle:ANP)
Standort 3 / Nordhang / Parkierungsfläche (Quelle:ANP)
Standort 5 / Neufert Bau - Promenade / Wohnraum (Quelle:ANP)
 Standort 6 / Osthang / Bushaltestelle & Parkflächen (Quelle:ANP)
Standort 4 / Osthang /Freifläche / Temporäre Nutzungen (Quelle:ANP)
Standort 2 / ehem. Haus Chrisiansen / Freifläche (Quelle:ANP)
Verortung potentieller Standorte (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)

25
Besucherzentrum Mathildenhöhe24
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Standort 1  |  Umnutzung Ernst-Ludwig-Haus
Das Museum Künstlerkolonie befindet sich am Kreuzungs-
punkt Bauhausweg, Olbrichweg sowie Mathildenhöhweg 
und am zentralen Zugang zur Mathildenhöhe
Historischer Bezug:
Das Ernst-Ludwig-Haus wurde 1900-1901 als Ateliergebäu -
de von J. M. Olbrich konzipiert und umfasst ursprünglich 
acht Atelierräume sowie einen Festsaal im Erdgeschoss 
ergänzt durch Büro- und Nebenräume im Kellergeschoss. 
1904 wurde ein Anbau mit Bildhauerateliers und Apsis an 
der Nordfassade ergänzt.
Standort/Erschließung
Das Bestandsgebäude befindet sich am süd-östlichen Zu-
gang zur Mathildenhöhe. Das Gebäude ist barrierefrei er -
reichbar, jedoch im Inneren nur im Erdgeschoss barrierefrei 
erschlossen.
Standort 1: Umnutzung Museum Mathildenhöhe (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Grundfläche/Geschossfläche:
Das Gebäude verfügt über eine Grundfläche von ca. 850 m² 
und ca. 1.700 m² Geschossfläche, davon die Hälfe im Keller-
geschoss.
Eigentumssituation:
Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt Darmstadt.
Aktuelle Nutzung:
Das Gebäude wird durch das Museum Künstlerkolo-
nie genutzt. Neben einer Dauerausstellung zur Ge -
schichte der Mathildenhöhe im Erdgeschoss gibt es 
in den Räumlichkeiten im Kellergeschoss (Bildhau -
erateliers) Flächen für wechselnde Aussstellungen.  
Das Museum wird durch den Museumsshop im eingeschos-
sigen Anbau ergänzt.
Bewertungsübersicht
Umnutzung zum Besucherzentrum erfordert Umsied-
lung des Muesums Künstlerkolonie
Der Standort befindet sich am zentralen Zugang zur 
Mathildenhöhe
Erweiterungsmöglichkeiten sind nicht gegeben
kleinzellige Raumstruktur ist für Besucherzentrum 
wenig geeignet
+
-
Eingang Museum Künstlerkolonie (Quelle: ANP) Verortung (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Ernst-Ludwig-Haus, Nordfassade 1901 (aus Rahmenkonzeption)
Ernst-Ludwig-Haus, Südfassade (www.open-iba.de)
Ausschnitt aus dem Lageplan 1901 (aus Rahmenkonzeption)
-
-

27
Besucherzentrum Mathildenhöhe26
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Standort 2  |  Ehem. Haus Christiansen
Das ehem. Haus Christiansen befindet sich südlich des Mu-
seum „Künstlerkolonie“ und grenzt am Alexandraweg an. 
Historischer Bezug:
Das Haus Christiansen war Teil der ersten Ausstellung 1901 
und wurde als Pendant zum Haus Olbrich westlich der Trep-
penanlage zum Ernst-Ludwig-Haus errichtet. Es wurde im 2. 
Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. 
Standort/Erschließung:
Der Standort des ehem. Haus Christiansen befindet sich am 
Alexandraweg. 
Grundfläche/Geschossfläche:  
Das Haus Christiansen umfasste eine Grundfläche von ca. 
270 m² und ca. 670 m² Geschossfläche. 
Standort 2: Ehem. Haus Christiansen (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Eigentumssituation:
Die heutige Grünfläche befindet sich im Eigentum der Stadt 
Darmstadt.
Aktuelle Nutzung:
Der ehemalige Standort ist seit 1959 mit dem Ernst-Lud -
wig-Brunnen belegt. Den vom Bildhauer Karl Hartung gestal-
teten Brunnen erwarb die Stadt Darmstadt auf der Weltaus-
stellung 1958 in Büssel.
Sonstiges:
Eine Bebauung des Standorts wurde im Zusammenhang mit 
dem geplanten Neubau des „Museum Sander“ diskutiert. 
Hierfür wurde 2010 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt.  
Das Projekt wurde zwischenzeitlich aufgegeben.
Bewertungsübersicht
Topographie (ca. 4 m Höhenunterschied)
Lage nicht an einem der Hauptzugänge
Wiederherstellung der historischen Situation möglich
Ernst-Ludwig-Brunnen müsste versetzt werden
Wegfall von Grün- und Freiflächen
Flächenverfügbarkeit gegeben
Beschränktes Flächenangebot / nur unterirdische 
Entwicklungsmöglichkeit
ggf. unterirdischer Anschluss an Ernst-Ludwig-Haus 
möglich
-
Ehem. Baufeld „Haus Christiansen“ (Quelle: ANP) Verortung (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Wettbewerb Neubau Museum Sander Mathildenhöhe, 1. Preis, Schulz + Schulz 
Architekten GmbH, Leipzig (Quelle: www.wettbewerbe-aktuell.de) Haus Christiansen (Quelle: www.mathildenhoehe.eu)
+
+
-
-
-
+
-

29
Besucherzentrum Mathildenhöhe28
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Standort 3  |  Nordhang
Beim sog. „Nordhang“ handelt es sich um die Platzfläche 
zwischen Lucasweg und Hochschule Darmstadt.
Historischer Bezug:
Der Nordhang wurde für die Ausstellung 1908 als 
Ausstellungsbereich für „Friedhofskunst“ genutzt . 
Für die Ausstellung 1914 erfolgte eine Bebauung mit der 
„Mietshausgruppe“.
Standort/Erschließung:
Die Platzfläche befindet sich am nördlichen Zugang zur Mat-
hildenhöhe (Lucasweg) in unmittelbarer Nähe zum Ausstel-
lungsgebäude und zum Hochzeitsturm.
Grundfläche/Geschossfläche:
Die zur Verfügung stehende Fläche umfasst 990 m². 
Standort 3: Nordhang (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Eigentumssituation: 
Die Platzfläche befindet sich im Eigentum der Stadt 
Darmstadt.
Aktuelle Nutzung:
Die nicht befestigte Platzfläche wird aktuell als öffentlicher 
Parkplatz genutzt. Hauptnutzer sind dabei Angehörige der FH 
und Besucher der Mathildenhöhe. Die Platzfläche bietet heu-
te Platz für ca. 60 PKW.
Bewertungsübersicht
Topographie (ca. 2 m Höhenunterschied)
Lage am nördlichen Zugang zur Mathildenhöhe
Wegfall von Parkplätzen für die Hochschule und/
oder Besucher der Mathildenhöhe
Flächenverfügbarkeit ist gegeben
Begrenztes Flächenangebot
ungünstige Lage vom Ostbahnhof her kommend 
(geplante Aufwertung der Ost-Anbindung)
+
-
-
Blick auf die als Parkplatz genutzte Freifläche von Osten (Quelle: ANP) Verortung (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Ausschnitt aus dem Ausstellungskonzept 1914 (Quelle: Stadt Darmstadt) Mietshausgruppe, Blick von Süden (www.bildindex.de)
+
-
-
Mietshausgruppe, Blick auf den Lucasweg (www.kulturfonds-frm.de)

31
Besucherzentrum Mathildenhöhe30
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Standort 4  |  Osthang
Beim sogenannten „Osthang“ handelt es sich um die Grün-
fläche zwischen Olbrichweg, Hochschule und Fiedlerweg.
Historischer Bezug:
Gegenüber dem Ausstellungsgebäude wurde für die Ausstel-
lung 1908  ein „Gebäude für angewandte Kunst“ gebaut, west-
lich davon wurde der „Garten Prof. Albin Müller“ errichtet.  
Für die Ausstellung 1914 erfolgte eine Bebauung mit der 
„Mietshausgruppe“ von Albin Müller. Die Gebäude wurden 
im Krieg zerstört, lediglich das Atelierhaus blieb erhalten 
und ist heute Teil der Hochschule Darmstadt, Fachbereich 
Gestaltung. 
Standort/Erschließung:  
Die Grünfläche befindet sich am westlichen Zugang zur 
Mathildenhöhe (Olbrichweg), teilweise in unmittelbarer 
Nähe zum Ausstellungsgebäude sowie zum Museum Mat -
hildenhöhe.
Standort 4: Osthang (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Grundfläche/Geschossfläche:
Die zur Verfügung stehende Fläche umfasst etwa 6.900 m². 
Eigentumssituation:
Die Grünfläche befindet sich im Eigentum der Stadt 
Darmstadt.
Aktuelle Nutzung:
Die mit Bäume bestehende Grünfläche wird im westlichen 
Bereich von der Hochschule Darmstadt genutzt (u.a. Zufahrt 
Kellergeschoss, Trafo). Östlich anschließend findet sich die 
temporäre Nutzung „Osthang Project“ (studentisches Pro-
jekt).
Sonstiges::
Im Süd-Osten (Olbrichweg/Fiedlerweg) befindet sich das 
Haus Mathildenhöhe, ein 1936 von Marck Müller (Sohn von 
Albin Müller) erbautes Mehrfamilienwohnhaus.
Rahmenbedingungen:
Topographie (ca. 6 m Höhenunterschied zwischen 
Fiedlerstraße und Olbrichweg)
Lage am östlichen Zugang zur Mathildenhöhe, 
Anbindung an die überregionale Erschließung am 
Ostbahnhof
Teilweiser Verlust von Grün- und Freiflächen.
Flächengröße und -verfügbarkeit
Überschneidung mit Andienung der Hochschule
Einbindung des Ateliergartens in die städtebauliche 
Entwicklung und die Besucherführung
+
-
-
Blick auf den Osthang / „Osthang Project“ (Quelle: ANP)
 Verortung (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
+
+
Ausschnitt aus dem Ausstellungsplan 1908 (Quelle: ???)
-
Blick auf den Olbrichweg mit der Kunstgewerbehalle (Quelle: Stadt Darmstadt)
Modell der Ausstellung 1908, Blick auf die Kunstgewerbehalle (Quelle: ANP)
Mietshausgruppe (Foto: www.kunstundfilm.de)

33
Besucherzentrum Mathildenhöhe32
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Standort 5  |  Neufert-Bau / Promenade
Von der Darmstädter Innenstadt aus erreicht man die Mathil-
denhöhe von Westen über die Erich-Ollenhauer-Promenade, 
an der sich auch das „Ledigenwohnheim“  von Ernst Neufert 
(erbaut 1952-55) befindet. 
Historischer Bezug:
Die heutige Erich-Ollenhauer-Promenade wurde nach einem 
Wettbewerb ab 1962 als neue Verbindung zur Mathildenhö-
he von der Stadt her ausgebaut. Bereits vorher wurden dafür 
entsprechende Flächen freigehalten und Durchgänge ge-
schaffen, die ehemaligen Grundstücke nördlich des Nikolai-
wegs wurden nicht wieder als Baugrundstücke vorgesehen.
Mit dem Ledigenwohnheim, dass als eines von 11 „Meis -
terbauten“ 1951 im Rahmen der Ausstellung „Mensch und 
Raum“, die sich auf die 1. Ausstellung 1901 berief, konzipiert 
wurde, befindet sich ein wichtiges bauhistorisches Zeugnis 
am der Fußgängerverbindung zur Mathildenhöhe.
Standort 5: Neufert-Bau / Erich-Ollenhauer-Promenade (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Standort/Erschließung:
Die Erich-Ollenhauer-Promenade ist fußläufige Verbindung 
zwischen Innenstadt und Mathildenhöhe.
Eigentumssituation:
Die Verkehrs- und öffentlichen Freiflächen befinden sich im  
Eigentum der Stadt Darmstadt. Das Ledigenwohnheim befin-
det sich überwiegend in Privateigentum.
Aktuelle Nutzung:
Das ehem. Ledigenwohnheim beinhaltet Wohnungen ver -
schiedener Größen sowie Gewerbeflächen, darunter ein 
Restaurant.
Sonstiges:
Im Rahmen des Parkplegewerkes ist eine Neugestaltung der 
Erich-Ollenauer-Promenade geplant.
Mathildenhöhe
Innenstadt
Bewertungsübersicht
Wichtige Fußwegeverbindung zur Mathildenhöhe und 
Sichtachse, erlaubt keine großen baulichen Eingriffe
Kein mittelbarer Bezug zum „Herzstück“ der Mathil-
denhöhe
Begrenzte Flächenverfügbarkeit, kein unmittelbarer 
Zugriff auf Neufert-Bau
-
-
Verortung (Quelle: ANP) Verortung (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Erich-Ollenhauer-Promenade westlich der Pfützerstraße (Quelle: ANP)
-

35
Besucherzentrum Mathildenhöhe34
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Standort 6  |  Ostbahnhof
Der Ostbahnhof wird zukünftig ein wichtiger „Ankunftsort“ 
für Besucher der Mathildenhöhe (ÖPNV, Busreisen) sein, 
die von dort aus zu Fuß oder mittels Shuttle zum eigentli -
chen Gelände der Mathildenhöhe ihren Besuch starten.  
Der Standort umfasst neben dem eigentlichen Verkehrsflä-
chen westlich des Bahnhofs auch die nördlich angrenzenden 
Kleingartenflächen an den Bahngleisen .
Historischer Bezug:
Das Areal des Ostbahnhofs weist keine historischen Bezüge 
zur Mathildenhöhe auf.
Standort/Erschließung:
Der Ostbahnhof als Umsteigepunkt zwischen regiona-
lem Schienenverkehr und örtlichen Buslinien ist wichti -
ger „Ankunftsort“ für Besucher. Gäste der Mathildenhö -
he können diese in ca. 10 Minuten fußläufig erreichen. 
Die Flächen rund um den Ostbahnhof sind über die Erbacher 
Straße und die Landgraf-Georg-Straße angebunden.
Standort 6: Ostbahnhof (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Grundfläche/Geschossfläche:     
Das Areal des Ostbahnhofs umfasst ca. .7.500m². 
Eigentumssituation:
Die Verkehrs- und Kleingartenflächen befinden sich im Ei-
gentum der Stadt Darmstadt.
Aktuelle Nutzung:
Das Areal westlich des Ostbahnhofs wird als Verkehrsfläche 
genutzt, die Kleingärten befinden sich in privater Nutzung.
Im Bereich der Parkplatzflächen befindet sich eine Bunker -
anlage.
Sonstiges:
Eine Neuordnung der Verkehrsflächen ist geplant, aktuell 
wird ein Wettbewerb vorbereitet.
Bewertungsübersicht
Keine unmittelbare Verbindung zum Areal der Mathil-
denhöhe / große Entfernung
Lage an einem wichtigen Ankunftsort (Regionalbahn / 
Bus)
Flächenverfügbarkeit gegeben
Ausreichendes Flächenangebot mit Entwicklungsmög-
lichkeit
ggf. Aufgabe der Kleingartenflächen erforderlich
Verlust von Grün- und Freiflächen im Zuge der geplan-
ten Aufwertung der Ostanbindung
-
Verkehrsfläche Ostbahnhof, Blick von Norden (Quelle: ANP) Verortung (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
+
+
+
-
-

36
Besucherzentrum Mathildenhöhe36
 37
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Gebäude durch das Museum Künsterkolonie belegt. Bei ei -
ner Verlagerung würden sich keine besonderen Vorteile er -
geben.
Die Standortalternative ehem. Haus Christiansen (2) wird 
aufgrund funktionaler Mängel, einem nicht hinreichendem 
Raumangebot und denkmalpflegerischer Gründe (Verlust der 
denkmalgeschützten Brunnenanlage und Grünanlage) ver -
worfen.
Somit verbleiben die beiden Standorte Nord- und Osthang 
(3), (4), die grundsätzlich als geeignet angesehen werden. 
Nachfolgend werden die spezifischen Parameter der beiden 
Flächen näher betrachtet.
4.3 Standortauswahl
Ausgehend von den untersuchten Standorten wurden in Ab-
stimmung mit der Stadt Darmstadt die beiden Standorte Ost-
bahnhof (6) und Neufert-Bau / Promenade (5) ausgeschieden, 
da sie nur bei einer zweipoligen Lösung (vgl. Grundsätzliche 
Standortüberlegungen) überzeugen könnten.
Der Standort Ernst-Ludwig-Haus (1) ist ebenfalls ausgeschie-
den, da das Gebäude aufgrund seiner Größe nur bedingt für 
ein Besucherzentrum geeignet wäre. Darüber hinaus ist das 
Thema Standort 1 
Ernst-Ludwig-Haus
Standort            2 
Ehem. Haus 
Christiansen
Standort 3 
Nordhang
Standort 4 
Osthang
Standort             5  
Neufert-Bau 
Promenade
Standort 6 
Ostbahnhof
Lage Ist das zentrale Gebäude 
der ersten Ausstellung 
1901 („Tempel der 
Arbeit“)
Liegt an der 
ehem. Gar-
tenachse im 
Zentrum des 
Ursprungsen-
sembles
Liegt am nördli-
chen Zugang zur 
Mathildenhöhe
Liegt am östlichen 
Zugang zur Mat-
hildenhöh
Kein unmittel-
barer Bezug zur 
Mathildenhöhe
Keine unmittelbare 
Verbindung zum 
Areal der Mathil-
denhöhe
Nutzung Museum Künstlerkolonie Grün- und 
Freifläche mit 
Brunnenanlage
Ruhender Verkehr Temporäre 
Bespielung des 
Freiraumes durch 
die Hochschule
Wohnraum 
Gastronomie
Verkehrsfläche und 
Kleingärten
Eigentümer Stadt Darmstadt Stadt Darmstadt Stadt Darmstadt Stadt Darmstadt Überwiegend 
Privateigentum
Stadt Darmstadt
Bedenken Keine Erweiterungsmög-
lichkeiten
Wegfall der Grün 
und Freiflächen
Begrenztes Flä-
chenangebot
Überschneidung 
mit Andienung der 
Hochschule
Begrenzte 
Flächenverfüg-
barkeit, kein 
unmittelbarer 
Zugriff auf Neu-
fert Bau
Große Entfernung 
sowie Entfall 
von potentiellen 
Freiflächen (jetzt 
Kleingärten)
Verortung der Vertiefungsräume (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
5. VERTIEFENDE STANDORTUNTERSUCHUNG 
NORD- UND OSTHANG

39
Besucherzentrum Mathildenhöhe38
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Luftbild mit Vorzugsstandorten (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Historische Betrachtung der identifizierten Standorte
Die beiden verbliebenen Standorte wurden im Hinblick auf 
die Ausstellungen der Mathildenhöhe im Wesentlichen von 
zwei Zeitschichten berührt.
Zum einen durch die Ausstellung von 1908, als Gegenüber 
dem Ausstellungsgebäude u.a. das Ausstellungsgebäude 
für angewandte Kunst errichtet wurde und zum anderen die 
Ausstellung von 1914, als dieses durch die Mietshausgruppe 
ersetzt worden ist.
Das am Nordhang errichtete Gebäude für Zwecke der Fried-
hofkunst wurde ebenfalls durch die Miethausgruppen er-
setzt.

41
Besucherzentrum Mathildenhöhe40
Besucherzentrum Mathildenhöhe
ZEITSCHICHT 1: AUSSTELLUNG 1908 ZEITSCHICHT 2: AUSSTELLUNG 1914
Gebäude für 
angewandte Kunst
Architekturgebäude 
Olbrichweg
Bauhausweg
Alexandraweg
Haus Christiansen
Friedhofskunst
Garten Prof. Müller
Lucasweg
Olbrichweg
Mietshausgruppe
Haus Christiansen
Garten vor Ateliergebäude Albin Müller
Vorgärten Mietshausgruppe
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Quelle: Stadt Darmstadt, ANP Quelle: Stadt Darmstadt, ANP

43
Besucherzentrum Mathildenhöhe42
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Ein- / Ausfahrt 
Osthang
Nordhang
Abstandsflächen h_da 
auf eigenem Grundstück
Abstandsflächen h_da 
auf städtischem Grund Trafo Eingang/(Not)Ausgang
Abstandsflächen und sonstige Restriktionen (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Überlagerung Bebauung 1908, Bebauung 1914 sowie heutige Restriktionen mit Ableitung möglicher Baufluchten
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
Ein- / Ausfahrt FH
Osthang
Nordhang
15m
Norhang: Schnitt Lucasweg (Nordhang) mit Ableitung der Gebäudehöhe
Osthang: Schnitt Olbrichweg (Osthang) mit Ableitung der Gebäudehöhe
BETRACHTUNG ABSTANDSFLÄCHEN BAUFLUCHTEN + HÖHEN

45
Besucherzentrum Mathildenhöhe44
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Lucasweg
Olbrichweg
mögliche weitere Bebauung
Bauhausweg
Olbrichweg
Olbrichweg
Alexandraweg
15m
Ableitung von Baufeldern, Baufluchten und Wegeverbindungen (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
In der Überlegung der Standortwahl für das Besucherzent -
rum sprachen sowohl das begrenzte Raumangebot als auch 
die eingeschränkten Entwicklungsmöglichkeiten gegen die 
Wahl des Nordhangs, so dass dieser als ungeeinget bewer-
tet wurde. Im Gegensatz dazu birgt der Osthang große Po -
tenziale. Er bietet ausreichend Platz für ein Besucherzentrum 
sowie eine optimale Anbindung an den überregionalen Ver -
kehr und ÖPNV (Nähe Ostbahnhof). Zudem liegt er an zentra-
ler Stelle innerhalb der Mathildenhöhe. Neben der Nutzung 
als Ausstellungsraum wird ebenfalls Gastronomie und eine 
Informationshalle angestrebt. Darüber hinaus ist angedacht, 
östlich des Besucherzentrums weitere kulturelle Nutzungen 
anzusiedeln. Damit nimmt der Ansatz auf die gegenwärtige 
Situation Bezug, denn Teilbereiche der Grünfläche am Ost-
hang werden von der Hochschule genutzt. Zu nennen sei das 
„Osthang Project“ (studentisches Projekt). Die so genannte 
Arrondierungsfläche kann je nach Anforderung flexibel mit 
weiteren Einrichtungen kultureller Art oder zur Schaffung 
von Wohnraum dienen.
Aufbauend auf der konzeptionellen Flächenaufteilung wurde 
die Wegeverknüpfung zwischen Olbrichweg und Hoetger -
weg vorgenommen. 
Abschließend fasst die untere Abbildung die Leitideen des 
Konzeptes zusammen. 
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Flexible Aufteilung
Flexible Aufteilung
Besucherzentrum
Ergänzende Nutzung
Kulturelle Nutzung Arrondierungs/f_läche
Spiel/f_läche
Lucasweg
Olbrichweg
Bauhausweg
Olbrichweg
Besucherzentrum
_Kreuzungspunkt aus verschiedenen wichtigen 
Wegeverbindungen
_ Ausstellung/Gastro/Service
Arrondierungsfläche
_ Ergänzende (kulturelle) Einrichtunen/Wohnen
_Ensemblebildung mit Haus Mathildenhöhe
_ Tiefgarage
Erweiterte Nutzung
_ Abschluss des Ensemlbes nach Norden 
durch Solitär
_ Nutzung durch Hochschule, Museumpäd. 
Zentrum o.ä.
_ Synergien aus den Nutzungen Hochzeit-
stum/Ausstellung/Hochschule
_Tiefgarage
Kulturelle Nutzung
_ Ausstellungsflächen / Veranstaltungsraum/ 
Museale Nutzung
 Ergänzend zum Besucherzentrum
Flexible Aufteilung
Flexible Aufteilung
Besucherzentrum
Ergänzende Nutzung
Kulturelle Nutzung Arrondierungs/f_läche
Spiel/f_läche
Nutzungsverteilung Schritt 1 (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)
Nutzungsverteilung Schritt 2 (Quelle: Stadt Darmstadt,  ANP)
Nutzungsverteilung Schritt 3 (Quelle: Stadt Darmstadt, ANP)  
VORZUGSSTANDORT OSTHANG

47
Besucherzentrum Mathildenhöhe
Die neue städtebauliche Struktur führt zu einer engmaschi -
gen Vernetzung untereinander und mit den umgebenden 
Straßen und Wegen (Lucasweg, Hoetgerweg, Fiedlerweg, 
Olbrichweg). Ferner obliegt den Varianten die Grundhaltung, 
das Plateau des Besucherzentrums als teppichartigen und 
autofreien Stadtraum zu begreifen, dessen durchgehende 
Oberflächengestaltung trotz teilweise enger Straßenflucht-
Großzügigkeit vermitteln kann. Die Gebäudehöhe variiert 
zwischen zwei bis drei Geschossen. Im Weiteren werden 
durch die zwei Tiefgaragen der ruhende Verkehr abgewi-
ckelt, die sich bei der Arrondierungsfläche (35 Stp.) und am 
Nordhang (23 Stp.) befinden.
Leitideen der räumlichen Varianten
Die nachfolgenden räumlichen Varianten zeigen die aus den 
Voruntersuchungen abgeleitete flächen- und höhenmäßig 
städtebaulich vertretbare maximale Ausnutzung. Somit sind 
die Varianten als Massenmodelle zu verstehen. Eine we -
sentliche Stärke in den Varianten liegt in der Herausbildung 
kleiner Plätze, die in Abhängigkeit von ihrer Lage differen-
zierte Funktionen aufweisen. Die Arbeitstitel für die neu ent-
stehenden Orte sind.
• Bernhard-Hoetger-Platz im Norden aufgrund des An-
schlusses an den Hoetgerweg, universitäre Nutzungen, 
Hochzeitsfeiern etc. möglich
• Forum Mathildenhöhe im Süden des Plateaus am Kreu-
zungspunkt; Zentraler Treffpunkt
• Albinmüller-Hof als ruhiger Rückzugsort, von dem aus 
sowohl das neue Besucherzentrum, der wiederbelebte 
Albinmüller-Garten als auch die kulturellen Einrichtun-
gen bzw. Museen erschlossen werden können. 
6. STÄDTEBAULICHE MASSENSTUDIE

48
Besucherzentrum Mathildenhöhe48
 49
Besucherzentrum Mathildenhöhe
VARIANTE 1: „BESUCHERZENTRUM XL“ 
Hoetgerplatz
Albin-Müller-Hof
Forum Mathildenhöhe
Lageplan Variante 1
Olbrichweg
Olbrichweg
Fiedlerweg
Hochschule Darmstadt
Ausstellungsgebäude
Hochzeitsturm
Russ. Kapelle
Atelierhaus
169 m ü. NN
176 m ü. NN
Schnitt Olbrichweg Variante 1
Perspektive Variante 1
Nutzungsverteilung Variante 1
Besucherzentrum
* Ausstellung/Gastro/Service
* 2- bzw . 3-geschossig
* ca. 1.950 qm BGF
Kulturelle Nutzung
* 2-geschossig
* ca. 2.100 qm BGF + 1.000 qm UG
Arrondierung
*  Institute/Büro/Verwaltung/Wohnen
* ca. 3.100 qm Grundstücksfläche
* ca. 1.850 qm BGF + 270 qm Bestand
* T iefgarage mit ca. 35 Stp.
Ergänzende Nutzung
* ca. 980 qm BGF
* Nutzung durch Hochschule, Museumspäd. Zentrum o.ä.
* Tiefgarage mit 23 Stellplätzen ( +7 )

50
Besucherzentrum Mathildenhöhe50
 51
Besucherzentrum Mathildenhöhe
VARIANTE 2: „BESUCHERZENTRUM MEDIUM“ 
Hoetgerplatz
Albin-Müller-Hof
Forum Mathildenhöhe
Lageplan Variante 2
Olbrichweg
Olbrichweg
Fiedlerweg
Hochschule Darmstadt
Ausstellungsgebäude
Hochzeitsturm
Russ. Kapelle
Atelierhaus
169 m ü. NN
176 m ü. NN
Schnitt Olbrichweg Variante 2
Perspektive Variante 2
Nutzungsverteilung Variante 2
Besucherzentrum
* Ausstellung/Gastro/Service
* 2-geschossig
* ca. 1.200 qm BGF
Kulturelle Nutzung
* 2-geschossig
* ca. 1.800 qm BGF + 900 qm UG
Arrondierung
*  Institute/Büro/Verwaltung/Wohnen
* ca. 3.600 qm Grundstücksfläche
* ca. 2.600 qm BGF + 270 qm Bestand
* T iefgarage mit ca. 45 Stp.
Ergänzende Nutzung
* ca. 980 qm BGF
* Nutzung durch Hochschule, Museumspäd. Zentrum o.ä.
* Tiefgarage mit 23 Stellplätzen ( +7 )

52
Besucherzentrum Mathildenhöhe52
 53
Besucherzentrum Mathildenhöhe
7. PROZESS
Die Errichtung eines Besucherzentrums wurde im Rahmen der Bewerbung im Managementplan (Management Plan) festge -
schrieben und ist mit Eintragung der „Mathildenhöhe Darmstadt“ in die Liste der Welterbestätten Teil der vertraglichen Bindung 
gegenüber dem Welterbekomitee. Hinsichtlich der Umsetzung des Managementplans steht sie gegenüber dem UNESCO-Wel-
terbekomitee und seinem Beratergremium in der Berichtspflicht, die Welterbeverträglichkeit und Umsetzung der Vorhaben des 
Managementplans sind entsprechend sicherzustellen und nachzuweisen.
Die hier dokumentierte Herleitung und Auswahl des Osthangs als Standort für das Besucherzentrum bildet als Teil des Master-
planprozesses die Grundlage für die politische Entscheidung der Standortauswahl. Der Architektenwettbewerb für das Besu -
cherzentrum baut ebenfalls auf den hier gewonnenen Erkenntnissen auf. 
2017 wurden der Bürgerschaft die Inhalte der Standortstudie erläutert - der Prozess umfasst eine stetige Anpassung der Pla -
nung im Zuge der Klärung aller Rahmenbedingungen und Nutzungsvorstellungen, insbesondere der folgenden Aspekte:
• Lage des geplanten Besucherzentrums in Bezug auf die Welterbestätte wie auch zu anderen relevanten Rahmenbedingungen 
(Erreichbarkeit des Standortes [ÖPNV], Lenkung Besuchendenverkehr, Touristinformation),
• Abwägung zentrales Informationszentrum versus mehrere Einheiten,
• Eigenständiges Informationszentrum versus Integration in bestehende Einrichtungen.
Im Vergleich der alternativen Standorte zeigte sich deutlich, dass eine nachhaltige und im vollen Umfang den Anforderungen 
entsprechende Umsetzung nur auf dem Areal des Osthangs darstellbar ist. 
Alle Ergebnisse der Studie sind in den Managementplan und in die Leistungsbeschreibung zum Wettbewerb übernommen 
sowie der Öffentlichkeit präsentiert und zugänglich gemacht worden. Der Standort am Osthang wurde zudem per städtischem 
Beschluss der Wissenschaftsstadt Darmstadt legitimiert.

54
Besucherzentrum Mathildenhöhe54
 55
Besucherzentrum Mathildenhöhe
8. ANLAGEN
- Präsentation Bürgerbeteiligung
- Plakate Bürgerbeteiligung
- Dokumentation Bürgerbeteiligung

anlage 9

52099 Zeichen

- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.08.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat VI 
 
Amt: Dezernat I  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 41 45 
VI 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0100 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
266 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Veröffentlichung des Masterplans mit Standortuntersuchung "Informationszentrum 
Welterbe Mathildenhöhe" der ANP Architektur - und Planungsgesellschaft mbH; 
interimistische Einstellung der Planungs - und Umsetzungsarbeiten sowie Einrichtung 
eines befristeten Moratoriums  
 
Vorlage vom: 17.08.2026  
 
 
Kenntnisnahme:  
 
1. Das Gutachten „Masterplan mit Standortuntersuchung Informationszentrum Welterbe 
Mathildenhöhe“ der ANP Architektur - und Planungsgesellschaft mbH wird veröffentlicht 
und als Grundlage für die weitere politische und fachliche Beratung zur Ken ntnis 
genommen. 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die weitere Debatte über die Welterbevermittlung 
und über einen möglichen Neubau eines Informationszentrums auf einer transparenten, 
fachlich belastbaren und konzeptionell konsolidierten Grundlage neu zu führen ist. Aus

- 3 - 
den UNESCO-Anforderungen folgt keine pauschale Verpflichtung zum Bau eines 
bestimmten Besucher - oder Informationszentrums.  
Maßgeblich sind die qualitätsgesicherte Vermittlung des außergewöhnlichen universellen 
Werts, geeignete Bildungs - und Informationsangebote, Schutzbewusstsein, 
Besuchslenkung sowie ein tragfähiges Management der Welterbestätte.  
3. Die laufenden Planungs - und Umsetzungsarbeiten für den Neubau eines 
Informationszentrums werden mit sofortiger Wirkung interimistisch eingestellt . Zugleich 
wird ein zeitlich befristetes Moratorium eingerichtet. Es dient der Neubewertung des 
Gesamtvorhabens vor dem Hintergrund erheblicher Kostensteigerungen, veränderter 
strategischer Prioritäten, offener konzeptioneller Grundlagen und des Erforderni sses einer 
risikominimierenden Gesamtsteuerung.  
 
 
Anlagen: 1. Gutachten 
2. Präsentation Bürgerveranstaltung  
3. Beschluss Neubau EB Kulturinstitute  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 19.08.2026 
 
Der Magistrat nimmt von der Vorlage Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.08.2026  
 
1. Anlass der Vorlage  
 
Die vorliegende Magistratsvorlage dient dazu, die bisherige Entscheidungsgrundlage für den 
Neubau eines Informationszentrums auf der Mathildenhöhe transparent zu machen und 
fachlich neu zu bewerten.  
 
Im Zuge verwaltungsinterner Recherchen wurde festgestellt, dass der innerhalb von wenigen 
Monaten (Dezember 2016 bis  Ende Januar 2017)  erarbeitete Masterplan einschließlich 
Standortuntersuchung bis 2025 nicht als abgeschlossene und nachvollziehbare 
Gesamtdokumentation vorlag. Dies machte eine vertiefte Aufarbeitung der vorhandenen 
Unterlagen, Präsentationen, Beschlüsse,  fachlichen Hinweise und verwaltungsinternen 
Erkenntnisse erforderlich.  
 
Die Vorlage fasst den derzeit nachvollziehbaren Erkenntnisstand zusammen. Aufgrund 
lückenhafter und teilweise nicht abschließend dokumentierter Akten kann sie keinen 
Anspruch auf vollständige Rekonstruktion aller Einzelaspekte erheben. Ziel ist vielmehr, die 
bisherige Projektentwicklung so weit aufzuarbeiten, dass die anstehende Debatte auf einer 
belastbareren Grundlage geführt werden kann.  
 
2. Ziel der Vorlage  
 
Ziel der Vorlage is t es, die bisherige Entwicklung des Projekts nachvollziehbar darzustellen, 
fachliche Anforderungen von politischen und planerischen Setzungen zu trennen, die 
wesentlichen Risiken und offenen Fragen zu benennen, und die Grundlage für eine 
Neubewertung des V orhabens „Neubau eines Informationszentrums“ zu schaffen. 
 
Die Vorlage zielt nicht darauf ab, ein Informationszentrum grundsätzlich auszuschließen. Sie 
soll vielmehr klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine bauliche Lösung fachlich 
erforderlich, o rganisatorisch tragfähig und wirtschaftlich vertretbar ist.  
 
3. Zentrale Bewertung  
 
Die zentrale Erkenntnis lautet: Die UNESCO verlangt nicht den Bau eines 
Informationszentrums. Sie verlangt eine qualitätsvolle Vermittlung des außergewöhnlichen 
universellen Werts der Welterbestätte, geeignete Bildungs - und Informationsangebote, 
Schutzbewusstsein sowie ein tragfähiges Management.  
 
Ein Informationszentrum kann dafür ein sinnvoller Baustein sein. Es ist jedoch kein 
Selbstzweck und ersetzt weder ein belastbares  Vermittlungskonzept noch eine tragfähige 
Organisations- und Betriebsstruktur.  
 
Die vorliegenden Unterlagen deuten darauf hin, dass das Projekt in seiner bisherigen 
Entwicklung zu früh baulich konkretisiert wurde, ohne dass die konzeptionellen, 
organisatorischen, wirtschaftlichen und gesamtstädtischen Voraussetzungen zuvor in ihrer 
Gesamtheit belastbar geklärt waren.

- 5 - 
Die weitere Entscheidung sollte deshalb nicht aus der Logik eines bereits weit 
fortgeschrittenen Bauprojekts fortgeschrieben werden. Sie soll te vielmehr vom fachlichen 
Auftrag der Welterbevermittlung her neu entwickelt werden.  
 
4. Fachlicher Rahmen  
 
4.1 Anforderungen aus der Welterbekonvention  
 
Nach der Welterbekonvention kommt der Vermittlung des Welterbes eine ebenso hohe 
Bedeutung zu wie des sen Schutz und Erhalt. Welterbestätten sollen nicht nur bewahrt, 
sondern auch erklärt, erschlossen und in die Gesellschaft hinein vermittelt werden. In Artikel 
27 der Welterbekonvention 1 wird hervorgehoben, dass die Vertragsstaaten die Würdigung 
und Achtung des Kultur- und Naturerbes durch Erziehungs - und Informationsprogramme 
stärken und die Öffentlichkeit über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen umfassend 
unterrichten sollen.  
 
Daraus ergeben sich insbesondere folgende Anforderungen:  
 
Vermittlung des außerge wöhnlichen universellen Werts der Stätte,  Bildungs- und 
Informationsangebote für unterschiedliche Zielgruppen,  Aufklärung über Gefährdungen und 
Schutzbedarfe, Förderung von öffentlichem Bewusstsein und Identifikation,  sowie ein 
tragfähiges Management der W elterbestätte. 
 
Instrumente können sein:  
 
1. Welterbestätten als Lernorte : Welterbevermittlung soll die Stätte als Lernort 
erfahrbar machen. Sie erschließt historische und gesellschaftliche Bedeutung, 
Baugeschichte, Architektur, Nachhaltigkeitsbezüge sowie die Rolle von 
interkulturellem Austausch und grenzüberschreitender Zusamm enarbeit. 
Entscheidend ist dabei eine Vielfalt formeller und informeller Bildungsangebote für 
unterschiedliche Zielgruppen — von jungen Menschen über internationale Gäste bis 
zur Stadtgesellschaft.  
 
2. Der UNESCO-Welterbetag: Der seit 2005 jährlich am ersten Sonntag im Juni 
begangene UNESCO -Welterbetag macht Welterbe öffentlich sichtbar, bezieht 
insbesondere die lokale Bevölkerung ein und fördert Begegnung, Beteiligung und 
interkulturellen Austausch. Er zeigt, dass Welterbevermittlung nicht nur dauerhaft in 
Gebäuden, sondern auch durch wiederkehrende, stadtgesellschaftlich wirksame 
Formate geleistet werden kann.  
 
3. Informations- und Besucherzentren : Informations- und Besucherzentren können Orte 
der Begegnung, Vermittlung und Erfahrung des Menschheitserbes sein. S ie 
ermöglichen grundlegende Informationen zur Welterbestätte, insbesondere zu ihrem 
außergewöhnlichen universellen Wert, zur Welterbekonvention, zu UNESCO -Zielen und 
zum Netzwerk der Welterbestätten. Zugleich können sie Raum für Austausch, 
Workshops, Konfe renzen, barrierefreie Vermittlung und geschützten Zugang zu 
sensiblen Stätten bieten.  
 
 
1 Welterbevermittlung und Bildung - Deutsche UNESCO-Kommission

- 6 - 
 
 
 
 
4.2 Schlussfolgerung für die Projektbewertung  
 
Aus diesen Anforderungen folgt nicht automatisch die Notwendigkeit eines Neubaus. Ein 
Informations- oder Besucherzentrum kann ein geeignetes Instrument der 
Welterbevermittlung sein. Es ist aber nur dann fachlich sinnvoll, wenn es Teil eines 
schlüssigen Gesamtsystems ist.  
 
Welterbevermittlung darf nicht auf Beschilderung, Führungen oder ein einzelnes Gebäude 
reduziert werden. Sie muss Menschen mit dem Ort verbinden, seinen Wert verständlich 
machen, seine Verletzlichkeit erklären und seine Bedeutung für Stadt, Region und 
Öffentlichkeit sichtbar machen.  
 
Die fachliche Anforderung besteht daher nicht in der Errich tung eines bestimmten Gebäudes, 
sondern in der Entwicklung eines integrierten Vermittlungssystems.  
 
5. Wesentliche Defizite der bisherigen Projektentwicklung  
 
Die Aufarbeitung der Aktenlage zeigt, dass zentrale Entscheidungen über Standort, Bau, 
Kommunikation und Kosten vorangetrieben wurden, bevor die inhaltlichen, organisatorischen 
und wirtschaftlichen Grundlagen hinreichend geklärt waren.  
 
5.1 Fehlendes Vermittlungskonzept  
 
Bis heute liegt kein belastbares Vermittlungskonzept vor, aus dem sich nachvollziehbar 
ableiten lässt,  welche Zielgruppen erreicht werden sollen,  welche Inhalte und Erzählweisen 
vermittelt werden sollen,  welche analogen, digitalen oder audiovisuellen Formate erforderlich 
sind, welche Räume tatsächlich gebraucht werden,  welcher Personalbedarf entsteht  und 
welche Betriebsstruktur dafür notwendig ist.  Ohne ein solches Konzept bleibt unklar, welche 
Funktionen ein Informationszentrum überhaupt erfüllen soll und ob diese zwingend in einem 
Neubau gebündelt werden müssen.  
 
 
5.2 Kosten- und Folgekostenrisiken  
 
Die bisher bekannte Kostenentwicklung zeigt eine erhebliche Ausweitung des Vorhabens. Aus 
einer frühen Kostengröße von rund 6,1 beziehungsweise 6,2 Mio. Euro ist inzwischen eine 
Baukostengröße von rund 21 Mio. Euro geworden.  Diese Summe beinhalten Mittel aus einer 
avisierten Spende der M erck Family Foundation , anlässlich des 350. Firmenjubiläums an die 
Stadt Darmstadt in Höhe von 3,5 Millionen sowie Fördermittel des Bundes für die 
Mathildenhöhe im Rahmen des Programms „Nationale Pr ojekte des Städtebaus“ in Höhe von 
ca. 4,3 Millionen Euro.  
 
Hinzu kommen weitere, bislang nicht abschließend belastbar hergeleitete Bedarfe, 
insbesondere für Ausstellung und inhaltliche Vermittlung, Barrierefreiheit, technische 
Ausstattung, Betrieb, Perso nal sowie Pflege und Unterhaltung.

- 7 - 
Entscheidend ist dabei nicht nur die bereits sichtbare Kostensteigerung. Schwerer wiegt, 
dass die Gesamtkosten des Vorhabens weiterhin nicht verlässlich abschätzbar sind, weil 
wesentliche Grundlagen noch nicht geklärt si nd. 
 
Diese Unsicherheit fällt besonders ins Gewicht, da auf der Mathildenhöhe zugleich erhebliche 
Sanierungsbedarfe bestehen, die ebenfalls mit hoher Priorität finanziert werden müssen.  
 
 
Maßnahme Geschätzter Finanzbedarf  
Oberhessisches Haus  3.000.000 € 
Mauer Süd Platanenhain  900.000 € 
Mauer Ost Platanenhain  350.000 € 
Albin-Müller-Becken 420.000 € 
Bacchusbrunnen  700.000 € 
Gesamtsanierung Ernst -Ludwig-Haus ca. 9.000.000 € 2 
Brandtechnische Ertüchtigung Hochzeitsturm  1.200.000 € 
Endsumme 15.570.000 € 
 
5.3 Vergleich der Informationszentren in  Darmstadt, Mainz und Bamberg  
 
Die Kostenentwicklung von ursprünglich rund 6 Mio. Euro auf inzwischen rund 21 Mio. Euro 
überschreitet den Rahmen vergleichbarer Welterbe -Besucherzentren in erheblichem Maße.  
 
Während Mainz  bis Ende September 2026  ein Informationszentrum mit rund 5 Mio. E uro 
realisiert und Bamberg ein solches Zentrum für rund 9 Mio  Euro fertiggestellt hat  (Ende 
2019), ist Darmstadt mit 21 Mio. Euro in einer Größenordnung, die nur bei außergewöhnlich 
gut belegten Mehranforderungen vertretbar wäre.  
 
Solange diese nicht belas tbar nachgewiesen sind, ist aus Gründen der 
Haushaltsverantwortung, der Verhältnismäßigkeit und des Vorrangs substanzerhaltender 
Maßnahmen eine deutliche Reduktion des Vorhabens geboten . 
 
5.4 Standortkorrektur und planerische Unsicherheit  
 
Die frühe Standortfestlegung musste nach der Welterbeentscheidung im Jahr 2021 korrigiert 
werden. Damit zeigte sich, dass eine wesentliche planerische Grundlage des Vorhabens nicht 
dauerhaft tragfähig war.  
 
Dies ist nicht nur eine Frage des Ortes, sondern ein Hinweis auf ein grundsätzliches 
Strukturproblem: Die bauliche Konkretisierung erfolgte, bevor alle denkmalpflegerischen, 
landschaftlichen, funktionalen und welterbebezogenen Voraussetzungen belastbar 
zusammengeführt waren.  
 
2 Die Grundlagenunterschuchung liegt noch nicht vor. Erste Schätzung anhand vergleichbarer 
Gebäude.

- 8 -

- 9 - 
 
5.5 Zersplitterte Steuerung  
 
Die Entwicklung des Projekts war über lange Zeit von verschiedenen Einzelzuständigkeiten, 
Teilprojekten und nebeneinanderlaufenden Fachlogiken geprägt. Eine zusammenhängende 
Gesamtsteuerung nicht erkennbar. 
 
Gerade bei einer urbanen Welterbestätte reicht e s jedoch nicht aus, Bau, Vermittlung, 
Kommunikation, Mobilität, Tourismus, Freiraum, Denkmalschutz und Betrieb getrennt 
voneinander zu betrachten. Erforderlich ist eine integrierte Gesamtlogik, die alle diese 
Aspekte aufeinander bezieht.  
 
6. Bisheriger Pro jektverlauf in Kurzform  
 
6.1 Die Jahre 2016 bis zur Erlangung des Welterbetitels  
 
6.1.1 Das Tourismuskonzept  
 
Ausgangspunkt der frühen Planung für den Bau eines Informationszentrums waren 
touristische und  infrastrukturelle Defizite auf der Mathildenhöhe , wie sie das 
Tourismuskonzept Mathildenhöhe Darmstadt (Siehe Anlage, Stand 25.11.2016) 
identifizierte.  
 
Dort heißt es:  Mit Erreichen des Welterbestatus ist ein Besucherzentrum einzurichten. Dies 
ist sowohl den Anforderungen des Welterbekomitees wie auch den zu erwartenden höheren  
Frequenzen geschuldet (S. 47 f.).  
 
Zusätzlich zu den klassischen Concierge - und Servicefunktionen ergänzen eine Infolounge  als 
Komfort- und Vermittlungszone, ein Shop mit eigenem Merchandising-Sortiment, eine  
Gastronomie, eine orientierende Ausstellung mit einem Modell der Mathildenhöhe, ein  
Veranstaltungsbereich  für ca. 400 Personen , ein Sanitärbereich sowie das Back office  mit 
Sozialräumen das Angebot. 
 
Um den Flächenbedarf des B esucherzentrums berechnen zu können bedarf es einer  
Schätzung der Besucherzahlen. Da darüber keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen,  musste 
von einer Schätzung ausgegangen werden, die auf Erfahrungswerten beruht.  In einem 
detaillierten Planungsprozess fü r ein Besucherzentrum ist dies zu spezifizieren. Die  Anzahl 
der Besucher wurde auf 120.000 geschätzt  (S. 48.). Daraus ergibt sich überschlägig ein 
Flächenbedarf von insgesamt rund 1.500 -1.600 m². 
 
Das Besucherzentrum sollte östlich des Ausstellungsgebäudes  auf einer der identifizierten  
Entwicklungsflächen – „wilder“ Parkplatz, Osthang - errichtet werden  (S. 49.). Die dafür 
notwendigen Flächen reichen vorbehaltlich einer detaillierten Prüfung und Planung aus.  Da 
das Besucherzentrum in dieser Lage auch die rä umlich-funktionalen Schwächen in  der 
Zuwegung und Annäherung von Osten und Norden an das Kernareal der  Mathildenhöhe 
beheben. Dazu gehörten insbesondere fehlende barrierefreie Sanitäranlagen, fehlende oder 
unzureichende Foyerflächen für größere Besuchergru ppen, eine unzureichende 
Ankunftssituation, fehlender Wetterschutz, fehlende Gepäckaufbewahrung sowie nur 
eingeschränkt barrierefrei erreichbare Angebote.

- 10 - 
 
6.1.2 Masterplan mit Standort Untersuchung  
 
Am 19.12.2016 beauftragte Oberbürgermeister Jochen Partsch das Büro ANP Architektur - 
und Planungsgesellschaft mbH mit der Erstellung des Masterplans Künstlerkolonie 
Mathildenhöhe Darmstadt im Rahmen des Nominierungsverfahrens zum Weltkulturerbe.  
 
Die Beauftragung erfolgte auf Basis einer durch den damaligen Kulturreferenten Prof. Dr. 
Hünnekens geleiteten freihändigen Vergabe, bei der mehrere Firmen angefragt wurden.  
 
Der Auftrag umfasste folgende Leistungen:  
 
 
Pos. Leistung Aufwand Betrag 
netto 
D.1 Bestandsaufnahme und städtebauliche Analyse Nominierungsgebiet und 
Pufferzone; Pläne 1:1000 / Texterfassung,  
2,5 TAW 10.000,00 € 
D.2 Städtebauliche Vertiefung Entwicklungsbereich Ost- und Nordhang; (Potenziale, 
Ziele, Konflikte etc. im Bestand) 
2,5 TAW 10.000,00 € 
D.3 Entwicklung von drei städtebaulichen Szenarien für den Entwicklungsbereich Ost- 
und Nordhang; (Pläne 1:1000 / Texterfassung) 
4,5 TAW 18.000,00 € 
D.4 Zusammenführung der Ergebnisse in einer Dokumentation 1,5 TAW 6.000,00 € 
Gesamtsumme netto 44.000,00 € 
zuzüglich 6 % Nebenkosten 2.640,00 € 
Zwischensumme 46.640,00 € 
19 % Mehrwertsteuer 8.861,60 € 
Gesamtsumme brutto 55.501,60 
€ 
 
Darauf aufbauend begann die Erarbeitung eines Masterplans einschließlich einer 
Standortuntersuchung, in deren Rahmen sowohl verschiedene Neubau -Standorte als auch die 
Umnutzung bestehender Gebäude als Informationszentrum geprüft wurden. Untersucht 
wurden mehrere Standort - und Nutzungsvarianten, darunter dezentrale Lösungen, 
bestehende Gebäude, der Osthang, der Bereich Ernst -Ludwig-Brunnen sowie das Ernst -
Ludwig-Haus.

- 11 - 
Welches Raum- und Funktionsprogramm der Untersuchung zugrunde lag findet sich auf 
folgender Darstellung sowie der Dokumentation des Masterplan auf S. 9).  
 
Die Studie wurde fachlich von der Unteren Denkmalschutzbehörde begleitet und vom 
damaligen Eigenbetrieb Kulturinstitute finanziert.  
 
Bereits in der Advisory -Board3-Sitzung am 01.02.2017 wurden die Ergebnisse vorgestellt.  
 
Festgehalten wurde unter anderem, dass das Ausstellungsgebäude und das Ernst -Ludwig-
Haus bereits für Ausstellungen genutzt werden.  
 
Der Ernst-Ludwig-Brunnen als eingetragenes Kulturdenkmal in seinem Zustand der 
Nachkriegszeit zu erhalten ist.  
 
Die Künstlerhäuser durch den Eigenbetrieb Kulturinstitute genutzt werden und eine 
dezentrale Lösung voraussichtlich den Betrieb von zwei Informationspunkten mit 
entsprechendem zusätzlichem Personalaufwand erfordern würde.  
 
 
3 Bei dem Advisory-Board handelt es sich um ein Beratergremium, dass den Welterbeprozess proaktiv begleitet hat. 
Den Empfehlungen der UNESCO folgend wurde seite ns der Stadt Darmstadt für die Dauer des 
Bewerbungsverfahrens um die Anerkennung der Mathildenhöhe als Welterbe ein Advisory  
Board ins Leben gerufen. Diesem Beraterkreis gehören seitdem international anerkannte  
Experten/Innen (Architekten, Denkmalpfleger , Kunst- und Bauhistoriker) aus dem  
deutschsprachigen Raum an. In neun Workshops und vielen Diskussionen vor Ort wurden aus  
diesem Kreis Empfehlungen gegeben und konkrete Beiträge geleistet, die mit dazu  
beigetragen haben, dass die Bewerbung in 2021 zum  Erfolg geführt werden konnte.  
Nach abermaliger Empfehlung der UNESCO wurden die Mitglieder des Advisory Boards  
von Oberbürgermeister Jochen Partsch eingeladen, der neuerlichen  
Welterbestätte Mathildenhöhe Darmstadt bei ihrer Entwicklung weiterhin berat end zur Seite  
zu stehen (Vgl. MV-Nr. 2022/0091).

- 12 - 
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass keines der Künstlerhäuser hinsichtlich Größe, 
Grundriss und Infrastruktur dem benötigten Raumprogramm für ein Informationszentrum 
entsprach.  
 
Das Advisory Board empfahl  daher, die Variante C „Osthang“ weiterzuverfolgen , da diese 
Standorte über das größte Entwicklungspotential verfügen  würden. 
 
Der Masterplan, der zum damaligen Zeitpunkt nicht für die Öffentlichkeit, sondern für die 
Diskussion im Welterbebeirat angefertigt wurde, wurde zurückgestellt, da die Ergebnisse i n 
die weiteren Planungen eingeflossen seien. Die vertraglich vorgesehene Zusammenführung 
der Ergebnisse in eine vollständige Dokumentation wurde nicht durchgeführt, die hierfür 
vereinbarten 6.000 Euro wurden nicht beglichen.  
 
Der Öffentlichkeit wurden die  Ergebnisse in einer Bürgerveranstaltung am 29.03.2017 
vorgestellt (Präsentation siehe Anhang) .  
 
6.1.3 Realisierungswettbewerb für den Neubau eines Informationszentrums  
 
Gemäß Beschluss Nr. 0160/2017 der Stadtverordnetenversammlung vom 13.06.2017 wurde 
anschließend die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs für den Neubau des 
Informationszentrums initiiert.  
 
Für den Wettbewerb waren Haushaltsmittel in Höhe von 75.000  Euro vorgesehen. Im Juli 
2018 folgte die Auslobung eines nicht offenen Architekturwettbewerbs für das 
Besucherzentrum und die städtebauliche Entwicklung des Osthangs.  Der 
Architekturwettbewerb wurde im November 2018 erfolgreich durchgeführt und prämiert. Der 
Entwurf des österreichischen Büros Marte.Marte Architekten ZT GmbH (in Zusammenarbeit 
mit WES Landschaftsarchitektur) ging als Sieger hervor.  
 
Am 27.02. 2019 wurde dem Eigenbetrieb  Kulturinstitute durch die damalige Betriebsleitung 
eine Beschlussfassun g zum Neubau des Besucherzentrums Mathildenhöhe vorgelegt (Siehe 
Anhang). 
 
Der Beschluss lautete:  
 
1. Die Betriebskommission nimmt das Wettbewerbsergebnis zur Kenntnis.  
 
2. Die Betriebskommission beschließt die weitere Planung für das Besucherzentrum bis 
zur Entwurfsplanung einschließlich Kostenermittlungen auf Grundlage des 
Wettbewerbsergebnisses.  
 
Die Begründung lautete wie folgt:  
 
„Im Rahmen der konkretisierenden Vorbereitungen zum UNESCO -Weltkulturerbeantrages 
wurde die Notwendigkeit erkannt, ein zentrales Besucherzentrum auf der Mathildenhöhe zu 
entwickeln. Als zentrales Informationszentrum zur geschichtlichen Bedeutung und 
Entwicklung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe soll dieses neue Besucherzentrum erste 
Anlaufstelle für Besucher sein und Nutzu ngen wie einen zentralen Kassen -, Service- und 
Shopbereich sowie Seminar - und Veranstaltungsräume beherbergen. Darüber hinaus soll es 
mit einem gastronomischen Angebot versehen werden. Im Zuge der Erarbeitung des

- 13 - 
Masterplans zur zukünftigen Entwicklung des  Gesamtensembles Mathildenhöhe wurden 
hierzu Flächenbedarfe entwickelt und mögliche Standortvarianten untersucht. Als Ergebnis 
dieser Planungskonzepte soll das Besucherzentrum auf dem städtischen Grundstück 
Olbrichweg/ Ecke Bauhausweg östlich des Ausstellu ngsgebäudes mit einer Gesamt 
Nutzfläche von ca. 1.500 m²  entstehen sowie  einer Etatisierung von 6,2 Mio. Euro im 
Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Kulturinstitute, einer zweckgebundenen Schenkung von 
3,5 Mio. Euro sowie zusätzlichen Planungsmitteln von 600 .000 Euro. Im Rahmen des 
Förderprogramms des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ soll das Projekt bis 2021 
realisiert werden. “  
 
Der Baubeginn war für 04/2020 geplant , die Baufertigstellung für den 31.12.2021.  
 
Die Zuständigkeit wurde wie folgt fest gelegt: Die Baumaßnahme wird durch den EB 
Kulturinstitute realisiert. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Darmstädter 
Stadtentwicklungs GmbH (DSE). Das erforderliche Nutzungs - und Betriebskonzept wird 
durch den EB Kulturinstitute in Zusammenarbeit mit d em Institut Mathildenhöhe und der 
Darmstadt Marketing GmbH entwickelt.  
 
6.1.4 Schaffung des Planungsrechtes  
 
Wichtige Voraussetzung für die fristgerechte Realisierung der Baumaßnahme war die 
Schaffung von Planungsrecht durch den rechtskräftigen Abschluss des Bauleitplanverfahrens 
für das Gebiet O 32 „Mathildenhöhe Nordost“ unter Federführung des Stadtplanungsamtes 
bis zum Frühjahr 2020. Hierzu sollte ein Satzungsbeschluss bis Ende 2019 herbeigeführt 
werden. 
 
Am 16.10.2020 beschlos s die Stadtverordnetenversammlung die Magistratsvorlage 
2020/0305 „Bebauungsplan 0 32 – Mathildenhöhe Ost – Satzungsbeschluss“.  Dies wurde 
erstellt und unterzeichnet von der damaligen Stadtplanungsdezernentin Dr. Barbara Boczek 
und der Umweltdezernentin Ba bara Akdeniz.  
 
In der Begründung dieser Magistratsvorlage wurde nun ausgeführt, ein „wichtiger Baustein“ 
für die Erlangung des Welterbetitels sei ein „von der UNESCO verlangtes Besucherzentrum“ 
für die Mathildenhöhe, für das der Bebauungsplan O 32 die rec htlichen Voraussetzungen 
schaffe. Diese Formulierung ist fachlich problematisch, weil sie eine politische und 
planerische Entscheidung als externen Sachzwang erscheinen ließ.  
 
 
6.2 Entscheidung der UNESCO und Standortkorrektur  
 
Am 24.07.2021 erfolgte die A ufnahme der Mathildenhöhe in die Liste der UNESCO -
Welterbestätten .  
 
Dieser Titel war allerdings mit der Auflage verbunden , das geplante Informationszentrum an 
einem alternativen Standort außerhalb der Kernzone des Welterbeensembles zu verorten.  
 
Der im rechtskräftigen Bebauungsplan 0 32 – Mathildenhöhe Ost – festgelegte Standort des 
Informationszentrums l ag größtenteils innerhalb der Kernzone der Welterbestätte 
Mathildenhöhe.

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In diesem Bereich sind keine Neubauten zulässig . 
 
Die UNESCO verknüpfte der Erlangung des Welterbetitels an folgende Bedingungen:  
 
• Das zukünftige Gebäude und damit das Baufenster müssen verschoben werden.  
 
• Weiterhin forderte die UNESCO eine deutliche Reduktion der Bauflächen zugunsten 
des Freiraums.  
 
• Weiter verhängte Gestaltungsvorschriften und Höhenbeschränkungen sollten eine 
denkmalgerechte Einbettung in die sensible Umgebung sicherstellen.   
 
Man muss also festhalten, dass bei einer planmäßigen Fertigstellung am zunächst 
vorgesehenen Standort die Integrität der Welterbestätte und damit der Welterbestatus hätte 
gefährdet werden können.  
 
6.3 Neukonzeption der Planungen  2021 bis 2023  
 
Das Architekturbüro Mart e.Marte wurde mit der weiteren Bearbeitung von Konzeptstudien 
und Vorentwurfsplanungen für den neuen Standort in der Pufferzone am „Osthang“ 
beauftragt.  
 
Bis zu diesem Zeitpunkt hat te das Projekt ca. 460.000 Euro gekostet. 
 
Nach der Neukonzeption fanden a m 31.03.2022 ein Welterbeworkshop mit Welterbebeirat 
und ICOMOS Deutschland sowie am 09.05.2023 eine Bürgerinformationsveranstaltung statt.  
 
Am 06.06.2023  unterzeichnete der damalige Oberbürgermeister Jochen Partsch einen Letter 
of Intent mit der Wissensc haftsstadt Darmstadt Marketing GmbH in dem noch einmal betont 
wurde, dass der wesentlichen Funktion des Bildungs - und Vermittlungskonzeptes der 
Einrichtung eines neuen Besucherinformationszentrums zukommt . 
 
In dieser Absichtserklärung ist weiter festgehalt en, dass das Informationszentrum durch den 
Eigenbetrieb Kulturinstitute, im Operativen durch das Welterbebüro, das Institut 
Mathildenhöhe und die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH betrieben werden 
sollte.   
 
Die auf dieser Basis erstellten Unterlagen der überarbeiteten Konzeptplanung wurden zur 
Abstimmung Ende 2023 schließlich an das UNESCO -World Heritage Center in Paris 
versendet und von dort positiv geprüft und beschieden.  
 
Ursprünglich geplant war ein Informationszentrum mit einer Gesamt Nutzfläche von ca. 
1.500 m² mit einem Kostenrahmen  von 6,2 Mio Euro. 
 
Obwohl das Zentrum gegenüber der ersten Planung  auf Wunsch von ICOMOS  räumlich 
reduziert wurde, beläuft sich die Größenordnung nach acht Jahren, Standortkorrektur und 
nahezu vollständige r Umplanung heute auf rund 21 Mio. Euro . Damit liegen die aktuellen 
Kosten bei ca. 350 Prozent des ursprünglichen Ansatzes.

- 15 - 
 
6.4 Öffentliche Kritik an dem Bau eines Informationszentrums  
 
Mit dem Beginn der vorbereitenden Arbeiten am Osthang und dem Ende der temporären 
kulturellen Nutzung durch den OHA e.V. wurde in der Öffentlichkeit u.a.  die Frage nach der 
Veröffentlichung der Dokumentation des Masterplans aufgeworfen. U.a. lag eine 
entsprechende Anfrage nach der Informationsfreiheitssatzung vor.  
 
Das Dezernat I war mit einer Weitergabe der Studie einverstanden, wur de aber im August 
2025 seitens Dezernat III darüber informiert, dass die Studie zwar 2017 weitestgehend 
abgeschlossen war, aber nie finalisiert wurde.  
 
Die Summe in Höhe von 6.000 Euro f ür die Leistung D.4 „Zusammenführung der Ergebnisse 
in einer Dokumentation“ wurde durch die Stadt 2017 aus unbekannten Gründen nicht 
beglichen. 
 
Deshalb stimmte das Büro ANP einer Veröffentlichung im Jahr 2025 zunächst nicht zu.  
 
Das Dezernat I beauftragt e daraufhin das Kulturamt, die Mittel bereitzustellen und die offene 
Summe zu begleichen und beim zuständigen Denkmalschutzamt die finalisierte 
Dokumentation anzufordern. Die Dokumentation liegt nunmehr vor und wird veröffentlicht.  
 
6.5 Verschlechterte Ha ushaltslage und politischer Versuch einer weiteren baulichen 
Reduktion 
 
Aufgrund der Tatsache, dass sich die Haushaltslage der Stadt im Vergleich ab 2023 deutlich 
verschlechtert hat, bat das Dezernat I die DSE in Zusammenarbeit mit dem Welterbebüro, 
Einsparpotenziale zu prüfen, die Kernanforderungen des Informationszentrums erneut zu 
betrachten und Möglichkeiten einer Reduktion von Umfang und Kosten darzustellen.  
 
Im Rahmen des 15. Welterbeworkshops am 10. 09. 2025 wurde der Welterbebeirat 4 auf 
Grundlage dieser Prüfung gebeten, erneut über das Informationszentrum zu beraten und 
unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Haushaltslage weitere Einsparmöglichkeiten 
zu prüfen, insbesondere durch eine Reduktion von  Dimension und Kosten.  
 
Der Welterbebeirat plädierte in dieser Sitzung für die Beibehaltung des übermittelten 
Entwurfs, auch weil die Planungen bereits durch die Verlagerung aus der Kernzone 
überarbeitet werden mussten.  
 
6.6 Das fehlende Vermittlungskonze pt 
 
Mit der Haushaltsanmeldung für das Jahr 2027 wurde das Dezernat I schließlich in Kenntnis 
gesetzt, dass bisher kein  Vermittlungskonzept erstellt worden sei. „Dafür fehle es – gerade 
im Institut Mathildenhöhe – an der notwendigen pädagogischen Expertise .“ 5 
 
Zugleich wurde im Zuge der Recherche mitgeteilt, dass der Teil „Bildung“ im Rahmen des 
Welterbeantrags extern vergeben und extern erarbeitet worden war  (E-Mail vom 23.0 7. 2026 
 
4 Beim Welterbebeirat handelt es sich um den Nachfolger des Advisory -Bord (vgl. Fußnote 3).  
5 Begründung zur Haushaltsanmeldung 2027.

- 16 - 
von der Darmstadt Marketing GmbH ). Die darin enthaltenen wesentlichen und fachlich 
richtigen Punkte sind zwar in den Welterbeantrag eingeflossen; sie wurden jedoch nicht in ein 
eigenständiges, dauerhaft umsetzbares Vermittlungskonzept überführt. Eine solche 
Umsetzung konnte in der Verwaltung offenba r auch deshalb nicht realisiert werden, weil 
hierfür qualifiziertes pädagogisches und vermittlungsfachliches Personal fehlte.  
 
Für die Haushalte ab 2027 wurden folgende Mittelbedarfe angemeldet:  
 
Jahr/Zeitraum Maßnahme/Zweck Betrag 
2027 Vermittlungskonzept; Erstellung durch externe Firma 60.000,- € 
2027 Informationszentrum: Gewährleistung der Barrierefreiheit der 
Dauerausstellung; interaktive Stationen 300.000,- € 
2027 gesamt Benötigte Mittel nach Schätzung  360.000,- € 
2028 Vermittlungskonzept; Erstellung durch externe Firma und Umsetzung 75.000,- € 
2028 Einbau der interaktiven Stationen 350.000,- € 
2028 Einrichtung der Dauerausstellung 150.000,- € 
2028 gesamt Vorgesehene Mittel 575.000,- € 
ab 2029 ff. jährlicher Mittelbedarf 350.000,- € 
jährlich 
 
 
6.6 Fazit 
 
Der gesamte Verlauf macht die  Unplausibilität der bisherigen Projektentwicklung besonders 
deutlich. 
 
Der Baukörper wurde geplant lange bevor geklärt war, welche Funktionen für die 
Welterbevermittlung tatsächlich erforderlich, finanzierbar und gesamtstädtisch sinnvoll sind .  
Zentrale Grundlagen wie ein belastbares Vermittlungskonzept, ein gesichertes 
Betriebsmodell und eine nachvollziehbare Herleitung von Raum - und Funktionsbedarf fehlen. 
 
Zu den Baukosten von inzwischen rund 21 Mio. Euro treten weitere Mittelbedarfe hinzu: Für 
2027 werden 360.000 Euro angesetzt, davon 60.000 Euro für die externe Erstellung  des 
Vermittlungskonzepts und 300.000 Euro für Barrierefreiheit der Dauerausstellung sowie 
interaktive Stationen. Für 2028 sind weitere 575.000 Euro vorgesehen; ab 2029 werden 
jährlich 350.000 Euro veranschlagt. Damit geht es um dauerhafte konzeptionelle, mediale, 
personelle und betriebliche Verpflichtungen.  
 
Wesentliche Grundlage für den Masterplan scheint das Tourismuskonzept gewesen zu sein, 
dessen wesentliche Annahmen, aber nie in der notwendigen Tiefe hinterfragt wurden, wie 
zum Beispiel: 
 
• Warum es eines so großen Veranstaltungssaales bedarf, wenn das Darmstadtium als 
moderne Veranstaltungslocation fußläufig erreichbar ist.

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• Warum benötigt man eine eigene Gastronomie, wenn sich das Café Mathildenhöhe 
und weitere gastronomische Angebote in unmittelbar er Nähe befindet.  
 
• Warum benötigt man einen weitere Merchandising -Shop, wenn der Museums -Shop 
bereits in unmittelbarer Nähe vorhanden ist.  
 
Auf Basis des Masterplans, der - nach vorliegender Aktenlage - innerhalb weniger Wochen  
beauftragt und erstellt wur de, ist im Anschluss ein Realisierungswettbewerb initiiert  und 
Haushaltsmittel in Höhe von 75.000 Euro bereitgestellt  worden. 
 
Damit wurde der architektonisch-räumlicher Klärungsprozess weiter vorangetrieben , obwohl 
ein zentrales Vermittlungskonzept , das tatsächlich von UNESCO gefordert wird, immer noch 
nicht vorlag.  
 
Ein Architekturwettbewerb setzt voraus, dass die funktionalen, inhaltlichen und räumlichen 
Anforderungen eines Vorhabens hinreichend geklärt sind. Im vorliegenden Fall betrifft dies 
insbesondere die Fragen, welche Inhalte vermittelt und welche Zielgruppen erreicht werden 
sollen, welche analogen, digitalen und audiovisuellen Formate erforderlich sind und welche 
Raumtypen sich daraus ableiten. Wenn ein solcher Wettbewerb stattfindet, ohne dass ei n 
belastbares Vermittlungskonzept vorliegt, wird die bauliche Lösung der inhaltlichen Klärung 
zeitlich vorangestellt.  
 
Dies belegt u.a. die im Jahr 2021 von der UNESCO geforderte Standortkorrektur. Auch die 
Darstellung, die UNESCO schreibe den Bau eines  Besucherzentrums vor, vermischte 
fachliche Anforderungen mit einer politischen Standort - und Bauentscheidung. Dadurch 
entstand der Eindruck einer Alternativlosigkeit .   
 
Angesichts der schwierigen Haushaltslage ist es politisch nicht vertretbar ein  auf inzwischen 
rund 21 Mio. Euro angewachsenes Bauprojekt  in dieser Form weiterzuführen , auch wenn die 
nun bereits produzierten Kosten sich auf ca. 4 Millionen Euro belaufen.  
 
7. Kommunikation, Gesamtstadtbezug und Organisation  
 
7.1 Organisation und Zuständigkeiten  
 
Bei der Organisation der Wiedereröffnung der Ausstellungshallen auf der Mathildenhöhe 
wurde die HEAG Holding durch das Dezernat I Ende 2023 beauftragt, eine Funktionsanalyse 
der Welterbestruktur durchzuführen. Dabei wurden allein 28 Einzelprojekte rund um die 
Welterbestätte in verschiedenen Ämtern und Eigenbetrieben  identifiziert .

- 18 -

- 19 - 
 
Übersicht über die Welterbezone und die Zuständigkeiten auf der Mathildenhöhe  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das grundsätzliche Strukturproblem  wird bereits daran deutlich, dass Kompetenzen und 
Verantwortlichkeiten für die Welterbestätte auf mehrere Verwaltungseinheiten verteilt sind. 
Dazu gehören neben dem Welterbebüro und dem Institut Mathildenhöhe  etwa das Kulturamt, 
das Grünflächenamt, das Mobilit äts- und Tiefbauamt , das Stadtplanungsamt  sowie weitere 
fachlich zuständige Stellen.  Dazu kommen noch städtische Unternehmen wie Darmstadt 
Marketing, IDA und die DSE.  
 
Die aktuelle Aufteilung der Zuständigkeiten führt in der Praxis jedoch zu einer horizon talen 
und vertikalen Fragmentierung, die eine wirtschaftliche und koordinierte Bewirtschaftung des 
Areals massiv erschwert. Anstatt einen logischen Gesamtbereich zu definieren, wurden 
Kompetenzen teilweise meterweise oder nach einzelnen Gewerken getrennt, was zu unklaren 
Schnittstellen und einem erheblichen administrativen Abstimmungsaufwand führt.  
 
Besonders deutlich wird diese prozessuale Ineffizienz bei der Aufteilung baulicher 
Gesamtobjekte, wie das Beispiel der Heinrich -Jobst-Treppe zeigt. Hier unterli egt die 
eigentliche Treppenkonstruktion dem Mobilitäts - und Tiefbauamt, während die unmittelbar 
darauf errichteten Pergolen in den Aufgabenbereich des Kulturamts fallen. Eine solche 
künstliche Trennung eines zusammenhängenden Ensembles verzögert notwendige  
Instandhaltungsmaßnahmen. Ähnlich verhält es sich beim Albin -Müller-Becken, das dem 
Kulturamt zugeordnet ist, von IDA technisch betreut werden (im Auftrag des Kulturamtes), 
die DSE ist wiederum für die Grundsanierung des Beckens zuständig, das Grünflächenamt 
betreut die direkt angrenzenden Grünflächen , was einen permanenten und zeitraubenden 
Abstimmungsbedarf zwischen den Dienststellen erzwingt.  
 
Auch bei den Brunnenanlagen wurde ein komplexes D reiecksverhältnis geschaffen, da die 
Brunnen formal dem Kulturamt unterstehen, die operative Umsetzung der Pflege, des 
Bauunterhalts und der Brunnenmeistertätigkeiten jedoch vertraglich an den Dienstleister IDA 
ausgelagert ist. Das Kulturamt muss somit als  rein administrative Stelle technische 
Fachaufgaben steuern und finanzieren. Zusätzlich zu diesen Gewerke spezifischen 
Überschneidungen führt die geografische Kleinteiligkeit zu regulatorischen Grauzonen. Beim

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Ernst-Ludwig-Brunnen waren der Brunnen selbst,  die Mauer und die Sandsteinplatten dem 
Kulturamt zugeordnet, während die davorliegende Mosaikfläche in keiner Zuständigkeit lag.   
 
Zusammenfassend zeigt die detaillierte Betrachtung, dass die aktuellen Zuständigkeiten zu 
einer dysfunktionalen Aufsplitter ung des Welterbe -Geländes geführt hat. Die Nahtstellen 
zwischen den Zuständigkeiten  des Kulturamts und den vom Grünflächenamt in Eigenleistung 
bewirtschafteten Wegen provozieren Reibungsverluste bei Reinigung und 
Schadensbeseitigung. So beauftragt das Kult uramt den EAD für den Winterdienst, das 
Grünflächenamt übernimmt diesen selbst. Dieses System der Kompetenz -Fragmente ist für 
ein weltweit repräsentatives Kulturdenkmal prozessual nicht zielführend und bedarf einer 
grundlegenden strukturellen Überarbeitung . 
 
Gerade daran zeigt sich die besondere Herausforderung im Umgang mit einer 
Welterbestätte: Schutz, Pflege, Erschließung, Wegeführung, Mobilität, Vermittlung, 
Veranstaltungsorganisation, Kommunikation und städtische Einbettung greifen unmittelbar 
ineinander. Wenn diese Aufgaben in unterschiedlichen Ämtern und Zuständigkeitsbereichen 
verortet sind, braucht es umso mehr eine verbindliche und wirksame Gesamtsteuerung, 
damit aus nebeneinanderstehenden Fachzuständigkeiten ein kohärentes Management 
entsteht. Eine solche Steuerung ist auch deshalb erforderlich, weil Welterbevermittlung nur 
dann dauerhaft trägt, wenn sie nicht in einzelnen Projekten, Zuständigkeiten oder 
Anlassformaten aufgeht, sondern als gemeinsame Aufgabe der Stadt verstanden wird. Aus 
fachlicher Aktivität muss eine erkennbare gemeinsame Beziehung zur Mathildenhöhe 
entstehen. 
 
Die Vielzahl der Einzelprojekte belegt eine späte Bündelung statt einer von Beginn an 
tragfähigen Gesamtsteuerung .  
 
Das Moratorium ist daher auch organisatorisch zu nutzen : Es soll klären, welche rechtlichen, 
personellen und finanziellen Voraussetzungen eine integrierte Steuerung braucht, welche 
Zuständigkeiten gebündelt werden müssen und wie Entscheidungen künftig nachvollziehbar, 
effizient und gesamtstädtisch wirksam vorb ereitet werden.  
 
7.2 Kommunikation  
 
Dieselbe strukturelle Schieflage zeigte sich auch im Bereich Kommunikation und Marketing. 
Für eine Welterbestätte genügt es nicht, einzelne sichtbare Produkte wie Logo, Marke, 
Kampagne oder Werbemittel zu entwickeln. Kom munikation ist Teil der Vermittlung selbst: 
Sie muss Orientierung schaffen, Besucherinnen und Besucher lenken, den Schutz der Stätte 
unterstützen, Zielgruppen differenziert ansprechen und die Mathildenhöhe in ein 
gesamtstädtisches Narrativ einbetten.  
 
Die Mathildenhöhe darf dabei nicht als isolierter Solitär behandelt werden. Sie ist das 
internationale Aushängeschild Darmstadts, kann ihre kulturelle, touristische und 
wirtschaftliche Strahlkraft aber nur entfalten, wenn sie mit Innenstadt, Kulturinstitutione n, 
Wissenschaft, Schulen, Tourismus, Handel, Hotellerie und Stadtmarketing zusammengedacht 
wird. 
 
Nach der vorliegenden Aktenlage wurde jedoch zunächst eine Agentur beauftragt, ein Logo 
beziehungsweise eine visuelle Markenidentität zu entwickeln, ohne dass  zuvor ein tragfähiges 
Kommunikationskonzept vorlag. Einer visuellen Markenentwicklung hätte eine belastbare

- 21 - 
Kommunikationsstrategie vorausgehen müssen. Zu klären gewesen wären insbesondere 
Zielgruppen, Kernbotschaften, Tonalität, Leitsystem, Kommunikation skanäle, 
Vermittlungstiefe, Zuständigkeiten, Monitoring und messbare Erfolgskriterien.  
 
Primär zu bemängeln ist auch hier die fehlende erkennbare Gesamtarchitektur: 
unzureichendes Monitoring, fehlende Evaluierung, unklare Rollen der beteiligten Akteure un d 
eine nicht ausreichend verbindliche Steuerung der Abstimmungskreise. Hinzu kamen offene 
konzeptionelle Grundlagen für Besucherinformation, Veranstaltungslogik, 
Produktentwicklung und die systematische Nutzung von Synergien zwischen Stadt, 
Welterbestätte,  Kultur, Wissenschaft, Tourismus, Handel, Hotellerie und Stadtmarketing.  
 
Damit fehlte vor allem die verbindende Klammer zwischen Welterbe und Alltag, zwischen 
Denkmal und Stadtgesellschaft sowie zwischen kultureller Bedeutung und öffentlicher Nähe. 
Gerade diese Klammer ist erforderlich, damit aus einem international ausgezeichneten Ort 
ein gemeinsam getragener Ort wird.  
 
Vor diesem Hintergrund erhält die im Jahr 2024 konzipierte und realisierte Kampagne „DA 
staunst Du“ besonderes Gewicht. Sie war erk ennbar auch der Versuch, die zuvor fehlende 
kommunikative Klammer nachträglich herzustellen und die Defizite der vorgelagerten 
Marken- und Projektentwicklung kommunikativ zu heilen. Zugleich hat sie dazu beigetragen, 
dem Welterbe eine gesamtstädtische Erzä hlung zu geben, relevante Akteure einzubinden und 
die Mathildenhöhe stärker mit der der Stadt, dem Kulturangebot und dem touristischen 
Standortprofil zu verbinden.  
 
Die Kampagne kann jedoch nur dann dauerhaft tragen, wenn sie nicht als nachträgliche 
Korrektur einzelner Defizite verstanden wird, sondern in eine verbindliche Vermittlungs -, 
Kommunikations - und Steuerungsstruktur überführt wird. Genau hier setzt das Moratorium 
an: Es soll die bisherige Trennung von Bauprojekt, Vermittlung, Kommunikation und 
gesamtstädtischer Einbindung überwinden und die künftige Kommunikation aus einem 
integrierten Welterbe - und Betriebskonzept ableiten.  
 
8. Begründung des Moratoriums  
 
Vor dem Hintergrund der vorliegenden Erkenntnisse ist ein Moratorium fachlich, 
organisatorisch und wirtschaftlich begründet.  
 
Es ist fachlich begründet, weil ein belastbares Vermittlungskonzept fehlt und wesentliche 
Anforderungen an Inhalte, Zielgruppen, Formate und Funktionen bislang nicht systematisch 
hergeleitet wurden.  
 
Es ist organisatorisch begründet, weil die Steuerung der Welterbestätte fragmentiert ist und 
die bisherigen Zuständigkeiten keine hinreichend klare Gesamtverantwortung erkennen 
lassen. 
 
Es ist wirtschaftlich begründet, weil die Investitions - und Folgekosten weiterh in nicht 
belastbar abschätzbar sind und zugleich erhebliche Sanierungsbedarfe mit hoher Priorität 
bestehen. 
 
Das Moratorium ist daher nicht als Rückzug aus der Verantwortung zu verstehen, sondern als 
bewusste Unterbrechung, um die Entscheidung wieder vom e igentlichen Auftrag des

- 22 - 
Welterbes her zu entwickeln: Schutz und Vermittlung, Zugänglichkeit und Betrieb, 
Stadtbezug und Finanzierbarkeit müssen in einem tragfähigen Gesamtsystem 
zusammengeführt werden.  
 
9. Weiteres Vorgehen  
 
Die weitere Debatte soll bewuss t neu eröffnet werden. Zu klären ist nicht in erster Linie, wie 
ein bereits geplantes Gebäude begründet werden kann, sondern welche Form der 
Welterbevermittlung fachlich erforderlich, wirtschaftlich vertretbar und für Darmstadt 
langfristig sinnvoll ist.  
 
Vor einer abschließenden Entscheidung sollte ein integriertes Fachkonzept mindestens 
folgende Fragen beantworten:  
 
1. Welche Anforderungen ergeben sich tatsächlich aus Welterbekonvention, 
Managementauftrag und außergewöhnlichem universellen Wert der Mathildenh öhe? 
 
2. Welche Zielgruppen, Inhalte und Vermittlungsformate sind erforderlich, um die 
bauliche, künstlerische, historische und ideelle Bedeutung der Mathildenhöhe 
angemessen zu erschließen?  
 
3. Welche Funktionen müssen zwingend vor Ort erfüllt werden, und welche können 
digital, dezentral, temporär oder in Kooperation mit bestehenden Kultur -, Bildungs- 
und Tourismuseinrichtungen organisiert werden?  
 
4. Welche Raum-, Personal-, Sach-, Investitions- und Folgekosten ergeben sich daraus 
insgesamt, und welche Lösung  ist unter fachlichen, denkmalpflegerischen, 
finanziellen und gesamtstädtischen Gesichtspunkten am tragfähigsten?  
 
Erst auf dieser Grundlage kann belastbar entschieden werden, ob und in welcher Form ein 
Neubau erforderlich ist oder ob ein mehrgliedriges Sy stem aus zentralen, dezentralen, 
digitalen, mobilen und kooperativen Bausteinen die bessere Lösung darstellt.  
 
Dies gilt ausdrücklich auch für den Osthang. Dessen weitere Entwicklung soll nicht 
aufgegeben, sondern auf eine fachlich, denkmalpflegerisch, lan dschaftlich, wirtschaftlich und 
organisatorisch tragfähige Grundlage gestellt werden.

- 23 - 
 
10. Schlussfolgerung  
 
Die Neubewertung richtet sich nicht grundsätzlich gegen ein Informationszentrum.  
 
Sie zeigt jedoch, dass die bisherige Projektentwicklung wesent liche Fragen zu früh baulich 
beantwortet hat, bevor die fachlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen 
ausreichend geklärt waren.  
 
Die UNESCO verlangt eine qualitätsvolle Welterbevermittlung - nicht zwingend einen Neubau. 
Deshalb muss die we itere Entscheidung wieder vom eigentlichen Auftrag der Welterbestätte 
hergedacht werden.  
 
Erst wenn Vermittlungskonzept, Organisationsstruktur, Funktionen, Kosten, Finanzierbarkeit 
und gesamtstädtischer Nutzen nachvollziehbar zusammengeführt sind, liegt ei ne 
Entscheidungsgrundlage vor, die der Bedeutung der Mathildenhöhe und der Verantwortung 
der Stadt gerecht wird.  
 
 
Dezernat I    Dezernat VI  
 
 
 
Hanno Benz    Paul Georg Wandrey  
Oberbürgermeister    Stadtrat

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Chronologie zur Entwicklung der Welterbebewerbung, der Planungen und 
des Informationszentrums Mathildenhöhe  
 
Die nachfolgende Chronologie dokumentiert die wesentlichen Stationen von Gremienarbeit, 
Bürgerinformation, Workshops, Antragstellung, Planungs - und Bebauungsplanverfahren 
sowie der späteren Standortkorrektur. Sie dient der transparenten Einordnung der 
Entscheidungsgrundlagen und macht sichtbar, wann fachliche, politische, planerische und 
kommunikative Schritte erfolgt sind . 
 
 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
Chronologie bis zur Aufnahme in die Welterbeliste 
September 2016 – 4. Welterbe-
Workshop; Erarbeitung eines 
Tourismuskonzepts durch 
projekt2508 im Auftrag von 
Darmstadt Marketing. 
  4. Welterbe-Workshop 
Mathildenhöhe. 
19.12.2016 – Beauftragung des 
Büros ANP Architektur- und 
Planungsgesellschaft mbH mit der 
Erstellung des Masterplans 
Künstlerkolonie Mathildenhöhe 
Darmstadt im Rahmen des 
Nominierungsverfahrens. 
    
01.02.2017 – Advisory Board-
Sitzung; Bewertung der 
Standortvarianten und Empfehlung, 
die Variante C „Osthang“ 
weiterzuverfolgen. 
    
Februar/ März 2017 – Erarbeitung 
und Vorstellung des Masterplans mit 
Standortuntersuchung; geprüft 
wurden dezentrale Lösungen, 
bestehende Gebäude, Osthang, 
Ernst-Ludwig-Brunnen und Ernst-
Ludwig-Haus. 
29.03.2017 – Bürgerveranstaltung 
zur Vorstellung der Ergebnisse. 
Vorstellung bei lokalen Vertretern 
des Advisory Boards. 
13.06.2017 – Beschluss Nr. 
0160/2017 der 
Stadtverordnetenversammlung; 
Initiierung eines 
Realisierungswettbewerbs für den 
Neubau des Besucherzentrums. 
Vorgesehene Haushaltsmittel: 75.000 
Euro. 
    
Juli 2018 – Auslobung eines nicht 
offenen Architekturwettbewerbs für 
das Besucherzentrum und die

- 25 - 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
städtebauliche Entwicklung des 
Osthangs. 
November 2018 – Durchführung und 
Prämierung des 
Architekturwettbewerbs; 
Siegerentwurf von Marte.Marte 
Architekten in Zusammenarbeit mit 
WES Landschaftsarchitektur. 
    
27.02.2019 – Beschlussfassung zum 
Neubau des Besucherzentrums 
Mathildenhöhe; Gesamt-Nutzfläche 
ca. 1.500 m², Etatisierung mit 6,2 
Mio. Euro, davon 3,5 Mio. Euro 
zweckgebundene Schenkung, 
zusätzlich 600.000 Euro 
Planungsmittel. 
    
2019/2020 – Planung der 
Realisierung im Rahmen des 
Bundesprogramms „Nationale 
Projekte des Städtebaus“; Baubeginn 
vorgesehen für April 2020, 
Fertigstellung für den 31.12.2021. 
    
16.10.2020 – Beschluss der 
Stadtverordnetenversammlung zur 
Magistratsvorlage 2020/0305 
„Bebauungsplan O 32 – 
Mathildenhöhe Ost – 
Satzungsbeschluss“; in der 
Begründung wurde das 
Besucherzentrum als von der 
UNESCO verlangter Baustein 
dargestellt. 
    
24.07.2021 – Aufnahme der 
Mathildenhöhe Darmstadt in die 
UNESCO-Welterbeliste; zugleich 
Erwartung, das geplante 
Besucherzentrum an einem 
alternativen Standort außerhalb der 
Kernzone zu verorten. 
    
Chronologie nach der Aufnahme in die Welterbeliste / Neukonzeption und Bebauungsplanverfahren 
    31.03.2022 – Welterbeworkshop 
mit dem Welterbebeirat und 
ICOMOS Deutschland mit einer 
finalen Entscheidung zur 
Neukonzeption. (Hinweis: Bis 
heute haben 15

- 26 - 
Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
„Welterbeworkshops 
Mathildenhöhe“ stattgefunden) 
  09.05.2023 – 
Bürgerinformationsveranstaltung zur 
Vorstellung der Neukonzeption 
  
05.06.2023 – Magistratsvorlage 
2023/0197 „Bebauungsplan O 32.1. 
– Besucherzentrum Mathildenhöhe – 
(Aufstellungsbeschluss) 
    
12.07.2023 – Beschlussfassung 
durch die 
Stadtverordnetenversammlung für 
den Aufstellungsbeschluss zum 
Bebauungsplanverfahren 032.1 
    
  17.07.2023 – 25.08.2023 – 
Beteiligung der Öffentlichkeit sowie 
der Behörden und sonstiger Träger 
öffentlicher Belange 
  
  Dezember 2023 – Unterlagen der 
überarbeiteten Konzeptplanung 
wurden zur Abstimmung an das 
UNESCO-World Heritage Center in 
Paris versendet. 
  
26.06.2024 – Magistratsvorlage 
2024/0180 „Bebauungsplan O 32.1 
– Informationszentrum 
Mathildenhöhe – 
(Offenlagebeschluss) 
    
19.09.2024 – Beschluss zur 
Offenlage und der Änderung des 
Aufstellungsbeschlusses durch die 
Stadtverordnetenversammlung 
    
  30.09.2024 – 30.10.2024 – Offenlage 
Bebauungsplan 0 32.1. 
  
08.01.2025 – Magistratsvorlage 
2024/0371 „Bebauungsplan 0 32.1 
– Informationszentrum 
Mathildenhöhe – 
(Satzungsbeschluss) 
    
20.02.2025 – Beschlussfassung 
durch die 
Stadtverordnetenversammlung 
    
  10. bis 11. September 2025 15. 
Welterbeworkshop

Gremienarbeit / Arbeiten am 
Antrag 
Bürgerinformationsveranstaltungen 
/ Foren / Öffentlichkeitsarbeit 
Workshops 
„Mathildenhöhe Darmstadt“ des 
Welterbebeirats u.a. 
Informationszentrum 
Planungsstand / Reaktion auf 
Komitee-Entscheidung und 
Neubetrachtung 
Kernanforderungen des 
Informationszentrums / 
Einsparungsmöglichkeiten 
02.06.2025 – Magistratsvorlage 
2025/0180 „Neubau 
Informationszentrum UNESCO-
Welterbestätte Mathildenhöhe und 
Durchführung eines 
Planungswettbewerbes zur 
Gestaltung der Freianlagen

Beratungsverlauf (2)

TOP 22
TOP 266

Orte (19)

  • Pützerstraße
  • Stiftstraße
  • Landgraf-Georg-Straße
  • Olbrichweg 10
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  • Hoetgerweg
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  • Dieburger Straße
  • Erbacher Straße
  • Merckstraße
  • Seitersweg

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Details

Vorlagen-Nr.
2026/0100
Typ
Magistratsvorlage
Datum
17.08.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00