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AN/0652/2025

Änderungsantrag zu AN/0252/2025 „Vom toten Pferd absteigen - JETZT?“

Die Linke. Änderungsantrag nach § 13 15.05.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 15.05.2025

Linke Änderungsantrag nach § 13

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Linke Änderungsantrag nach § 13

4244 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
Frau 
 Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker  
 
Vorsitzende  
des Ausschusses  
Klima, Umwelt und Grün  
Frau Denise Abé 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 15.05.2025 
AN/0652/2025 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 15.05.2025 
 
Änderungsantrag zu AN/0252/2025 „Vom toten Pferd absteigen - JETZT?„ 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, 
 
Die Linke Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, den anhängenden Änderungsantrag 
auf die  
Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün am 
15.05.2025  
zu setzen 
 
Beschluss: 
 
Der vorliegende Antrag AN/0252/2025 „Vom toten Pferd absteigen - JETZT?“ wird durch 
folgende Beschlüsse ersetzt: 
 
1. Die Fachverwaltung organisiert ein öffentliches Fachsymposium zum Thema Pferde 
im Karneval. Daran beteiligt werden: 
a. Vertreter*innen des organisierten Karnevals 
b. Tierschutzinitiativen (NTK) 
c. Brauchtumsexpert*innen 
d. Tierwohlexpertinnen 
e. Fachausschuss Klima, Umwelt und Grün 
f. Öffentlichkeit in geeigneter Form

Hierbei soll die Sachlage objektiv und nachvollziehbar geprüft werden. 
 
2. Sollte es am Ende des Verfahrens zu keiner Einigung zwischen den 
zivilgesellschaftlichen Gruppen oder gar einer Selbstverpflichtung kommen, wird die 
Verwaltung für den Fachausschuss und den Rat der Stadt Köln eine geeignete 
Beschlussvorlage erstellen und einbringen. 
 
 
 
Begründung  
Seit Februar 2024 hat der AK Umwelt der Linken erneut begonnen, das Thema zu 
diskutieren. Im Mai und im Oktober wurden Gespräche jeweils mit Vertreter*innen des 
Festkomitees Kölner Karneval sowie des Netzwerkes für Tiere Köln (NTK) geführt. 
Das Festkomitee Kölner Karneval hat seit 2018 nicht unbeträchtliche Maßnahmen zur 
Wahrung des Tierschutzes im Rosenmontagszug ergriffen. Der Anlass war, dass es 
2018 am Appellhofplatz zu einem Unfall mit einer Pferdekutsche mit fünf Verletzten kam, 
als Pferde durchgingen. Im Zug werden mittlerweile jeweils nur noch rund 250 Pferde 
eingesetzt. Zuvor waren es bis zu 500. 
Die Landesregierung NRW hat 2020 (überarbeitet 2022) Leitlinien erlassen, die den 
Einsatz von Pferden im Karneval ermöglichen und regulieren sollen. Das Festkomitee 
versichert, sie würden eingehalten. Das NTK hält diese Leitlinien wegen vieler Soll-
Bestimmungen für nicht ausreichend. Die jeweiligen Argumente sind gemeinschaftlich zu 
prüfen und abzuwägen. 
Das NTK ist ein Bündnis aus elf verschiedenen Tierschutzverbänden und -vereinen. Es 
beobachtet den Rosenmontagszug und erstellt Berichte, denen zufolge häufig gegen die 
Leitlinien verstoßen wird: Pferde werden entgegen den Bestimmungen in unmittelbarer 
Nähe von Musikkapellen eingesetzt, die Pausenzeiten (30 Minuten nach je vier Stunden 
Einsatz) werden nicht eingehalten und die maximale Einsatzzeit wird überschritten. 
Weiter kritisiert das NTK, dass ein größerer Teil der Pferde zudem bei Pferdeverleihern 
aus anderen Regionen Deutschlands angemietet, am Tag vor dem Zug angeliefert und 
oft sofort danach wieder abtransportiert würden. Zwischen Reiter*innen und Pferden 
könne sich aufgrund der kurzen Zeitspanne, in der sie miteinander arbeiten, keine 
Beziehung entwickeln. Eine solche "Vertrautheit" zwischen Reiter*in und Pferd fordern 
aber die NRW-Leitlinien aufgrund der starken Stresssituation beim Zug. Sie fordern auch 
ein angemessenes Gewichtsverhältnis zwischen Reiter*in und Pferd. Das Gewicht 
werde jedoch nur nach Augenschein geprüft, nicht durch Wiegen. 
Der Aspekt der Sicherheit für Publikum und Beteiligte des Rosenmontagszuges, der zu 
Argumenten des Tierschutzes hinzukommt, hatte den Festausschuss Bonner Karneval 
nach Jahren der Diskussion 2021 bewogen, in Zukunft auf Pferde im Rosenmontagszug 
zu verzichten. Auch in Bonn war es 2017 zu einem Unfall gekommen. 
 
gez. gez. 
Michael Weisenstein Uschi Röhrig 
Fraktionsgeschäftsführer Umweltpolitische Sprecherin

Beratungsverlauf (1)

15.05.2025 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Appellhofplatz

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Details

Aktenzeichen
AN/0652/2025
Typ
Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
Datum
15.05.2025
Erstellt
15.05.2025 10:24