2019/0090
Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung
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2019/0090
13694 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
13.03.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Dezernat II
Amt: Dezernat I
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0090
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 231010
Kostenstelle: 040-022-1170
Investitionsnummer:
19040-0529 (TP0)
19040-5001 (TP1)
19040-5002 (TP2)
Kostenträger: 2310-11 Sachkonto:
Betreff: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung
Vorlage vom: 12.03.2019
Beschlussvorschlag :
1. Analyse und Bewertung des Projektes durch die DSE nach Übergabe von IDA werden zur
Kenntnis genommen.
2. Der Berücksichtigung der neu bewerteten Vergabe - und Ausführungsrisiken werden zur
Kenntnis genommen.
3. Der Betrachtung als Gesamtprojekt (inkl. Ausstattung) mit den drei Teilprojekten
„Übergeordnete Maßnahmen“ (TP0), „Neubau Mensa/Mediath ek“ (TP1) und „Sanierung
Berufsschulzentrum“ (TP2) und der damit einhergehenden Neuordnung der
Investitionsnummern wird zugestimmt
4. Die sich hieraus ergebende Erhöhung der Investitionsmittel für das Gesamtprojekt von
115.420.000,00 Mio. € auf gerundet 126.7 30.000,00 € wird zugestimmt.
- 2 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.03.2019
Beschlusslage zum Zeitpunkt der Projektübergabe an die DSE (01.09.2018) :
Mit Beschluss der Magistratsvorlage Nr. 2018/0197 vom 30.08.2018 wurden für die
Sanierung und Erweiterung des Berufsschulzentrums Nord auf Grundlage der damals vom
Büro wulf Architekten erstellten und von Arcadis geprüften Kostenberechnung Investitions-
mittel BAU in Höhe von 105.000.000,00 € genehmigt. Diese Mittel beinhalt eten einen
pauschalen Risikozuschlag von 12,8 % für Unvorhergesehe nes in Höhe von 13.520.000,00 €.
Des Weiteren wurden im Haushalt Mittel für die Bürgerpark Medienversorgung in Höhe von
1.320.000 € bereit gestellt, die ebenfalls dem TP0 zuzuordnen sind und deshalb nun in die
Gesamtbetrachtung einfließen.
Die Gesamtsumme wurde innerhalb der Teilprojekte wie folgt zusammengesetzt:
TP0 - Übergeordnete Leistungen 7,50 Mio. €
TP1 Neubau Mensa / Mediathe k 16,30 Mio. €
TP2 Sanierung Berufsschulzentrum 81,20 Mio. €
Summe 105.00 Mio €
Bürgerpark Medienversorgung 1,32 Mio €
Gesamtprojektsumme Investiv Bau 106,32 Mio. €
Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung Schulamt 9.10 Mio. €
Gesamtprojektsumme inkl. Ausstattung 115,42 Mio €
Im Wirtschaftsplan IDA standen 2018 folgende Mittel zur Verfügung:
HHR 2016 1.700.000 € TP0/Sanierung
Ansatz 2017 5.000.000 € TP0/Sanierung
3.000.000 € Mensa
Ansatz 2018 31.200.000 € TP0/Sanierung
150.000 € TPO
7.500.000 € Mensa
Zwischensumme 2016/2018 48.550.000 € brutto
Im Kernhaushalt vorgesehen ab 2019:
Ansatz 2019 36.970.000 € Sanierung
3.000.000 € Mensa
500.000 € TPO
Ansatz 2020ff 10.130.000 € Sanierung
670.000 € TPO
Zwischensumme 2019/2020ff 49.100.000 € brutto
Summe 99.920.000 € brutto
Ansatz 2020 6.400.000 € brutto Reserve
Gesamtsumme 106.320.000,- € brutto
- 4 -
Projektsachstand (Stand Februar 2019) zur aktuellen Vorlage
Neubewertung d es Projektverlaufs und der Kostensituation:
Aktuell sind rund 15,5 Mio. € brutto in den gesamten Maßnahmen verausgabt. Für den Zeit -
raum bis zum Ende des Jahres 2019 wird ein Mittelabfluss von weiteren 20 Mio. € erwartet.
Damit befindet sich das Projekt innerhalb des prognostizierten Rahmens für 2019.
Die Planungen für die Mittelbereitstellungen 2020 ff werden im Zuge der jeweiligen Haus -
haltsanmeldungen berücksichtigt. Durch die Umstellung auf eine Mittelabflussplanung kann
das notwendige Kreditvolumen entsprechend auf den Bauablauf angepasst werden.
Im Zuge der weiteren Planung wurde jedoch deutlich, dass eine Neubewertung der Kosten -
prognose einschlie ßlich des Gesamtkostenrisikos bis zur Fertigstellung vorgenommen
werden muss.
Zum Zeitpunkt des Projektübergangs von IDA an die DSE liefen die Abbrucharbeiten der
Zwischenbauten, die Schadstoffsanierungen im 1. Bauabschnitt Ost sowie Infrastruktur -
arbeiten mit ca. 6 Monaten im Verzug. Die Schadstoffsanierung gestaltete sich wesentlich
aufwändiger, als von den Planern in Bezug auf Kosten und Zeit berechnet,
Gleichzeitig wurde bei der Vergabe des Auftrages an die Firmen für die Herstellung der
techn. Anlagen im Außenbereich (Infrastruktur und Baustelleneinrichtung, TP 0) ein Vergabe -
verlust gegenüber den Kostenberechnungen der Planer von rund 2,1 Mio. € ermittelt.
Die durch die DSE angestoßene Überprüfung der in der Magistratsvorlage -Nr. 2018/0197
ausgewiesenen Kosten hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der aktuellen Markt -
situation das Projekt zu den genannten Gesamtkosten in Höhe von 105 Mio. € nicht
realisierbar ist.
In Abstimmung mit Arcadis (Projektsteuerung) wurde die Kostensituation des Gesamtris ikos
in die einzelnen Gewerke aufgeschlüsselt. Ein Vergabe - und Ausführungsrisiko wurde für
sämtliche Gewerke einzeln ermittelt und kann in Zukunft auch einzeln gesteuert und verfolgt
werden. Weiter in der Kostenprognose zu erfassen ist der Marktindex bis zum Zeitpunkt der
Vergabe des letzten Gewerks. Diese detaillierte Aufschlüsselung wird der Vorlage aufgrund
der Transparenz für den Markt der Bieter nicht beigefügt, um hier eines der wesentlichen
Steuerungstools möglichen Bietern nicht zugänglich zu mache n und einer Wettbewerbs -
verzerrung vorzubeugen.
Vergaberisiko:
Im Projekt bewegt sich der Baupreisindex zwischen 1,4 % bis ca. 7 % als Zulage zur
Kostenberechnung . Der Marktindex bildet jedoch kein Vergaberisiko ab. In der (öffentlichen)
Bauvergabe exist iert derzeit ein eindeutiger Bietermarkt mit sehr wenigen Bietern und hohen
Angebotspreisen. Dies führt dazu, dass die einzelnen Gewerke nicht zu den berechneten
Kosten vergeben werden können. Je nach Gewerk ist das Risiko bei 9 bis 20 % als Zulage
einzustufen, Ausreißer bei den gelaufenen Vergaben liegen bei 50 % über dem bepreisten
Leistungsverzeichnis. Der Vergabeterminplan wurde in Folge gestrafft, um bei nicht
wirtschaftlichen Ausschreibungen ausreichend Zeit für eine zweite Marktbefragung schaffen
bzw. die Vergabeunterlagen/Verfahrensart ändern zu können. Das erhöhte Vergaberisiko ist
in die Kostenprognose eingearbeitet.
- 5 -
Ausführungsrisiko:
Das Ausführungsrisiko beziffert die zu erwartenden Kosten von Nachtragsbeauftragungen,
welche aus berechtigten und nicht abwehrbaren Mehraufwendungen bei der Ausführung von
Bauleistungen resultieren.
Bei den derzeit laufenden Arbeiten für das Projekt hat sich gezeigt, dass von einem
Ausführungsrisiko von 5 bis 18 % je nach Gewerk auszugehen ist. Das Ausführungsri siko ist
bei einer Sanierung aufgrund der nicht gänzlich bekannten Bausubstanz höher als bei einem
Neubau. Das Ausführungsrisiko wird nun wie das Vergaberisiko gewerkeweise gesteuert und
verfolgt.
Die ursprüngliche Risikovorsorge von 13.520.000 € (7,1 Mio. + 6,4 Mio.) wurde auf die
Teilprojekte aufgeteilt, aber nicht weiter aufgeschlüsselt und ist damit nicht aktiv steuerbar.
Die bisher eingefahrenen Vergabeverluste haben die Risikovorsorge unter Berücksichtigung
des Ausführungsrisikos aufgebraucht. Ein Ausgleich in diesem Ausmaß kann nur durch den
Verzicht auf den Neubau der Mensa kompensiert werden. Eine entsprechende Empfehlung
wurde im Dezember 2018 an die Dezernate I, II und IV von Seiten der DSE gegeben. Alle
beteiligten Dezernate sahen hier jedoch keine Möglichkeit, auf die Mensa, welche auch
übergeordnete Nutzungen für den Bürgerpark (Schulstandort/Sportstandort) aufnimmt, zu
verzichten. Folglich ist eine Budgeterhöhung unumgänglich.
Es werden derzeit Einsparpotentiale untersucht. Hier wird das H auptaugenmerk, neben
konstruktiven Veränderungen, auf Rückschlüsse aus dem 1. Bauabschnitt gelegt. Die
Optimierung des Bauablaufes und damit eine Verringerung des Ausführungsrisikos stehen an
erster Stelle. Es wird empfohlen, die Betrachtung einer zusätzli chen Schulnutzfläche zur
weiteren Optimierung des Schulbetriebes und des Bauablaufes durchzuführen. Aktuell
werden durch die externen Planer und die Schulgremien diese Möglichkeiten analysiert und
bewertet.
Oberstes Ziel ist hier, Stillstandzeiten und dam it verbundene Kosten zu vermeiden. Der
Verzug von Bauabschnitt 1 führt zu einem Verzug des gesamten Bauablaufs, der nicht
einholbar ist.
Teilprojekte :
Das Projekt Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung, besteht aus drei
Teilprojekten, dem Ne ubau der Mensa als TP 1, der Sanierung der drei Schulen als TP 2 und
dem TP 0 mit den übergeordneten Maßnahmen für beide Projekte und umliegenden Bauten.
Die aus der ursprünglichen Planung übergeordneten Teilleistungen, wie die Herstellung einer
Strom- und Löschwasserversorgung für den Bürgerpark, die angrenzenden Schulen und
Sportstätten, sind im Zuge der Projektbearbeitung verworfen worden. Das Teilprojekt 0 ist
derzeit ausschließlich für Leistungen des Berufsschulzentrums Nord verantwortlich. Von
Seiten des Immobilienmanagements als Betreiber der Schulen wurde von dem Planungs -
ansatz der übergeordneten Versorgung des Bürgerparks abgesehen. Die Wegeführung der
Versorgungsleitungen innerhalb des Bürgerparks hätten unwirtschaftliche Leitungslängen zur
Folge. Einzig die Stromversorgung der Christoph -Graupner-Schule konnte wirtschaftlich
abgebildet werden. Diese Planung wurde auf Wunsch von IDA weiter im Teilprojekt 0
bearbeitet. Die DSE empfiehlt die haushalterische Verlagerung von Kosten aus dem
Teilprojekt 0 in die eigentlichen Bauaufgaben. Die Herstellung der Außenanlage und die
technischen Infrastruktureinrichtungen, die weder im Gebäude des zu sanierenden
Komplexes, noch im Gebäude der neuen Mensa liegen, sind dem TP 0 zugeordnet. Hinzu
- 6 -
kommen die Leistun gen der externen Projektsteuerung Arcadis, die einen gesamthaften
Vertrag besitzt, und die Bereitstellung des Projekttraumes für alle Teilprojekte. Die DSE wird
hier in Zusammenarbeit mit der Kämmerei einen entsprechenden Schlüssel zur Aktivierung
dieser Leistungen erarbeiten.
Finanzierung Ausstattung :
Die Finanzierung der losen Möblierungen war außerhalb der Beschlusslage vom August 2018
mit einer Summe von 9.1 Mio € vorsorglich vorgesehen. Von Seiten des Schulamtes wurde
der Bedarf in Abstimmung mit den Nutzern nun auf 8.540.171,90 € abgestimmt. Diese
Kosten sind nun in die Gesamtinvestitionssumme von 126.728.739,57 € eingeflossen.
Finanzierung Gesamtmaßnahme:
Die Investition teilen sic h zukünftig wie folgt auf:
19040-0529 (TP0) Übergeordnete Maßnahmen 13.282.825,68 €
19040-5001 (TP1) Neubau Mensa 20.658.095,59 €
(Anteil Ausstattung KG 600 = 837.823,19 €)
19040-5002 (TP2) Sanierung BSZN 92.787.818,30 €
(Anteil Ausstattu ng KG 600 = 7.702.348 €)
Die Bereitstellung der entsprechenden Investitionsmittel werden entsprechend der Rundung
(Siehe Seite 7) umgesetzt.
Zeitplanung Gegenüberstellung Beschlusslage - Neubewertung
Projektstand Beschlusslage 2018
Sanierung 1. BA
Beginn 08/2018 06/2018
Beginn Demontage Fassade 04/2019 10/2018
(erheblicher Zeitverzug durch parallele Schadstoffsanierung und Rückbau)
Beginn Montage Fassade 05/2019
Voraussichtliche Baufertigstellung 1. BA 11/2019 10/2019
Inbetriebnahme 03/2020 12/2019
Übergabe 08/2020 12/2019
Sanierung 2. BA
Beginn 08/2020 01/2020
Inbetriebnahme 10/2021 04/2021
Übergabe 01/2022
- 7 -
Sanierung 3. BA
Beginn 01/2022 04/2021
Inbetriebnahme 04/2023 08/2022
Übergabe 08/2023
Neubau Mensa
Beginn Rohbauarbeiten 04/2019 01/2019
Voraussichtliche Baufertigstellung Mensa 11/2020 08/2020
Inbetriebnahme 02/2021 10/2020
Übergabe 03/2021 10/2020
Betrachtung Kostensituation Stand Februar 2019:
Magistratsbeschluss 8/2018 Magistratsbeschluss 3/2019
Kostenstand 07/2018 Kostenstand 02/2019
Gesamtprojekt 105.000.000,00 € 118.188.567,67 €
Zuzüglich Möblierung 9.100.000,00 € 8.540.171,90 €
Zuzüglich Bürgerpark 1.320.000,00 €
Medienversorgung
Summe 115.420.000,00 € 126.728.279,73 €
inkl. Möbel
TP 0
Übergreif. Maßnahmen 7.500.000,00 € 13.282.825,68 €
Bürgerpark Medienvers. 1.320.000,00 €
TP 1
Neubau Mensa 16.300.000,00 € 20.658.095,59 €
ohne Möbel inkl. Möbel
TP 2
Sanierung Schulen 81.200.000,00 € 92.787.818,30 €
ohne Möbel inkl. Möbel
Bereitstellung Investitionsmittel Beschlussgrundlage (gerundet)
TP 0
Übergreif. Maßnahmen 13.283.000,00 €
TP 1
Neubau Mensa 20.659.000,00 €
TP 2
Sanierung Schulen 92.788.000,00 €
Gesamtsumme Investiv 126.730.000,00 €
- 8 -
Die Vorlage wurde durch die DSE koordiniert und zusammengestellt.
Darmstadt, 12.03.2019
Der Dezernent I Der Dezernent II Der Dezernent IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 5
228 Zeichen
Punkt 13: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung (V-Nr. 2019/0090) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: SPD, AfD, FDP und UWIGA Stadtv. Dr. Uebe gibt folgende persönliche Erklärung zu Protokoll:
anlage 4
180 Zeichen
Punkt 12: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung (V-Nr. 2019/0090) Die Vorlage wird bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 11.04.2019 zurückgestellt.
anlage 3
219 Zeichen
Punkt 11: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung (V-Nr. 2019/0090) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, AfD und UWIGA
anlage 6
225 Zeichen
Punkt 1: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung (V-Nr. 2019/0090) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD, AfD, FDP und UWIGA
anlage 1
13681 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
13.03.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Dezernat II
Amt: Dezernat I
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 65
II 40
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0090
Magistratsbeschluss-Nr.
115
Internetfähig
Produkt-Nr.: 231010
Kostenstelle: 040-022-1170
Investitionsnummer:
19040-0529 (TP0)
19040-5001 (TP1)
19040-5002 (TP2)
Kostenträger: 2310-11 Sachkonto:
Betreff: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung
Vorlage vom: 12.03.2019
Beschlussvorschlag:
1. Analyse und Bewertung des Projektes durch die DSE nach Übergabe von IDA werden zur
Kenntnis genommen.
2. Der Berücksichtigung der neu bewerteten Vergabe - und Ausführungsrisiken werden zur
Kenntnis genommen.
3. Der Betrachtung als Gesamtprojekt (inkl. Ausstattung) mit den drei Teilprojekt en
„Übergeordnete Maßnahmen“ (TP0), „Neubau Mensa/Mediathek“ (TP1) und „Sanierung
Berufsschulzentrum“ (TP2) und der damit einhergehenden Neuordnung der
Investitionsnummern wird zugestimmt
- 3 -
4. Die sich hieraus ergebende Erhöhung der Investitionsmittel für das Gesamtprojekt von
115.420.000,00 Mio. € auf gerundet 126.730.000,00 € wird zugestimmt.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 20.03.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.03.2019
Beschlusslage zum Zeitpunkt der Projektübergabe an die DSE (01.09.2018):
Mit Beschluss der Magistratsvorlage Nr. 2018/0197 vom 30.08.2018 wurden für die
Sanierung und Erweiterung des Berufsschulzentrums Nord auf Grundlage der damals vom
Büro wulf Architekten erstellten und von Arcadis geprüften Kostenberechnung Investitions-
mittel BAU in Höhe von 105.000.000,00 € genehmigt. Diese Mittel bei nhalteten einen
pauschalen Risikozuschlag von 12,8 % für Unvorhergesehenes in Höhe von 13.520.000,00 €.
Des Weiteren wurden im Haushalt Mittel für die Bürgerpark Medienversorgung in Höhe von
1.320.000 € bereitgestellt, die ebenfalls dem TP0 zuzuordnen sind und deshalb nun in die
Gesamtbetrachtung einfließen.
Die Gesamtsumme wurde innerhalb der Teilprojekte wie folgt zusammengesetzt:
TP0 - Übergeordnete Leistungen 7,50 Mio. €
TP1 Neubau Mensa / Mediathek 16,30 Mio. €
TP2 Sanierung Berufsschulzentrum 81,20 Mio. €
Summe 105.00 Mio €
Bürgerpark Medienversorgung 1,32 Mio €
Gesamtprojektsumme Investiv Bau 106,32 Mio. €
Vorsorgliche Mittelanmeldung Ausstattung Schulamt 9.10 Mio. €
Gesamtprojektsumme inkl. Ausstattung 115,42 Mio €
Im Wirtschaftsplan IDA standen 2018 folgende Mittel zur Verfügung:
HHR 2016 1.700.000 € TP0/Sanierung
Ansatz 2017 5.000.000 € TP0/Sanierung
3.000.000 € Mensa
Ansatz 2018 31.200.000 € TP0/Sanierung
150.000 € TPO
7.500.000 € Mensa
Zwischensumme 2016/2018 48.550.000 € brutto
Im Kernhaushalt vorgesehen ab 2019:
Ansatz 2019 36.970.000 € Sanierung
3.000.000 € Mensa
500.000 € TPO
Ansatz 2020ff 10.130.000 € Sanierung
670.000 € TPO
Zwischensumme 2019/2020ff 49.100.000 € brutto
Summe 99.920.000 € brutto
Ansatz 2020 6.400.000 € brutto Reserve
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Gesamtsumme 106.320.000,- € brutto
Projektsachstand (Stand Februar 2019) zur aktuellen Vorlage
Neubewertung des Projektverlaufs und der Kostensituation:
Aktuell sind rund 15,5 Mio. € brutto in den gesamten Maßnahmen verausgabt. Für den Zeit -
raum bis zum Ende des Jahres 2019 wird ein Mittelabfluss von weiteren 20 Mio. € erwartet.
Damit befindet sich das Projekt innerhalb des prognostizierten Rahmens für 2019.
Die Planungen für die Mittelbereitstellungen 2020 ff werden im Zuge der jeweiligen Haus -
haltsanmeldungen berücksichtigt. Durch die Umstellung auf eine Mittelabflussplanung kann
das notwendige Kreditvolumen entsprechend auf den Bauablauf angepasst werden.
Im Zuge der weiteren Planung wurde jedoch deutlich, dass eine Neubewertung der Kosten -
prognose einschließlich des Gesamtkostenrisikos bis zur Fertigstellung vorgenommen
werden muss.
Zum Zeitpunkt des Projektübergangs von IDA an die DSE liefen die Abbrucharbeiten der
Zwischenbauten, die Schadstoffsanierungen im 1. Bauabschnitt Ost sowie Infrastruktur -
arbeiten mit ca. 6 Monaten im Verzug. Die Schadstoffsanierung gestaltete sich wesentlich
aufwändiger, als von den Planern in Bezug auf Kosten und Zeit berechnet,
Gleichzeitig wurde bei der Vergabe des Auftrages an die Firmen für die Herstellung der
techn. Anlagen im Außenbereich (Infrastruktur und Baustelleneinrichtung, TP 0) ein Vergabe -
verlust gegenüber den Kostenberechnungen der Planer von rund 2,1 Mio. € ermittelt.
Die durch die DSE angestoßene Überprüfung der in der Magistratsvorlage -Nr. 2018/0197
ausgewiesenen Kosten hat ergeben, dass unter Berücksichtigung der aktuellen Markt -
situation das Projekt zu den genannten Gesamtkosten in Höhe von 105 Mio. € nicht
realisierbar ist.
In Abstimmung mit Arcadis (Projektsteuerung) wurde die Kostensituation des Gesamtrisikos
in die einzelnen Gewerke aufgeschlüsselt. Ein Vergabe - und Ausführungsrisiko wurde für
sämtliche Gewerke einzeln ermittelt und kann in Zukunft auch einzeln gesteuert und verfolgt
werden. Weiter in der Kostenprognose zu erfassen ist der Marktindex bis zum Zeitpunkt der
Vergabe des letzten Gewerks. Diese detaillierte Aufschlüsselung wird der Vorlage aufgrund
der Transparenz für den Markt der Bieter nicht beigefügt, um hier eines der wesentlichen
Steuerungstools möglichen Bietern nicht zugänglich zu machen und einer Wettbewerbs -
verzerrung vorzubeugen.
Vergaberisiko:
Im Projekt bewegt sich der Baupreisindex zwischen 1,4 % bis ca. 7 % als Zulage zur
Kostenberechnung. Der Marktindex bildet jedoch kein Vergaberisiko ab. In der (öffentlichen)
Bauvergabe existiert derzeit ein eindeutiger Bietermarkt mit sehr wenigen Bietern und hohen
Angebotspreisen. Dies führt dazu, dass die einzelnen Gewerke nicht zu den berechneten
Kosten vergeben werden können. Je nach Gewerk ist das Risiko bei 9 bis 20 % als Zulage
einzustufen, Ausreißer bei den gelaufenen Vergaben liegen bei 50 % über dem bepreisten
Leistungsverzeichnis. Der Vergabeterminplan wurde in Folge gestrafft, um bei nicht
wirtschaftlichen Ausschreibungen ausreichend Zeit für eine zweite Marktbefragung schaffen
bzw. die Vergabeunterlagen/Verfahrensart ändern zu können. Das erhöhte Vergaberisiko ist
in die Kostenprognose eingearbeitet.
- 6 -
Ausführungsrisiko:
Das Ausführungsrisiko beziffert die zu erwartenden Kosten von Nachtragsbeauftragungen,
welche aus berechtigten und nicht abwehrbaren Mehraufwendungen bei der Ausführung von
Bauleistungen resultieren.
Bei den derzeit laufenden Arbeiten für das Projekt hat sich gezeigt, dass von einem
Ausführungsrisiko von 5 bis 18 % je nach Gewerk auszugehen ist. Das Ausführungsrisiko ist
bei einer Sanierung aufgrund der nicht gänzlich bekannten Bausubstanz höher a ls bei einem
Neubau. Das Ausführungsrisiko wird nun wie das Vergaberisiko gewerkeweise gesteuert und
verfolgt.
Die ursprüngliche Risikovorsorge von 13.520.000 € (7,1 Mio. + 6,4 Mio.) wurde auf die
Teilprojekte aufgeteilt, aber nicht weiter aufgeschlüssel t und ist damit nicht aktiv steuerbar.
Die bisher eingefahrenen Vergabeverluste haben die Risikovorsorge unter Berücksichtigung
des Ausführungsrisikos aufgebraucht. Ein Ausgleich in diesem Ausmaß kann nur durch den
Verzicht auf den Neubau der Mensa kompens iert werden. Eine entsprechende Empfehlung
wurde im Dezember 2018 an die Dezernate I, II und IV von Seiten der DSE gegeben. Alle
beteiligten Dezernate sahen hier jedoch keine Möglichkeit, auf die Mensa, welche auch
übergeordnete Nutzungen für den Bürgerpar k (Schulstandort/Sportstandort) aufnimmt, zu
verzichten. Folglich ist eine Budgeterhöhung unumgänglich.
Es werden derzeit Einsparpotentiale untersucht. Hier wird das Hauptaugenmerk, neben
konstruktiven Veränderungen, auf Rückschlüsse aus dem 1. Bauabschni tt gelegt. Die
Optimierung des Bauablaufes und damit eine Verringerung des Ausführungsrisikos stehen an
erster Stelle. Es wird empfohlen, die Betrachtung einer zusätzlichen Schulnutzfläche zur
weiteren Optimierung des Schulbetriebes und des Bauablaufes dur chzuführen. Aktuell
werden durch die externen Planer und die Schulgremien diese Möglichkeiten analysiert und
bewertet.
Oberstes Ziel ist hier, Stillstandzeiten und damit verbundene Kosten zu vermeiden. Der
Verzug von Bauabschnitt 1 führt zu einem Verzug d es gesamten Bauablaufs, der nicht
einholbar ist.
Teilprojekte:
Das Projekt Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung, besteht aus drei
Teilprojekten, dem Neubau der Mensa als TP 1, der Sanierung der drei Schulen als TP 2 und
dem TP 0 mit den übergeordneten Maßnahmen für beide Projekte und umliegenden Bauten.
Die aus der ursprünglichen Planung übergeordneten Teilleistungen, wie die Herstellung einer
Strom- und Löschwasserversorgung für den Bürgerpark, die angrenzenden Schulen und
Sportstätten, sind im Zuge der Projektbearbeitung verworfen worden. Das Teilproje kt 0 ist
derzeit ausschließlich für Leistungen des Berufsschulzentrums Nord verantwortlich. Von
Seiten des Immobilienmanagements als Betreiber der Schulen wurde von dem Planungs -
ansatz der übergeordneten Versorgung des Bürgerparks abgesehen. Die Wegeführun g der
Versorgungsleitungen innerhalb des Bürgerparks hätten unwirtschaftliche Leitungslängen zur
Folge. Einzig die Stromversorgung der Christoph -Graupner-Schule konnte wirtschaftlich
abgebildet werden. Diese Planung wurde auf Wunsch von IDA weiter im Teilp rojekt 0
bearbeitet. Die DSE empfiehlt die haushalterische Verlagerung von Kosten aus dem
Teilprojekt 0 in die eigentlichen Bauaufgaben. Die Herstellung der Außenanlage und die
technischen Infrastruktureinrichtungen, die weder im Gebäude des zu sanierenden
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Komplexes, noch im Gebäude der neuen Mensa liegen, sind dem TP 0 zugeordnet. Hinzu
kommen die Leistungen der externen Projektsteuerung Arcadis, die einen gesamthaften
Vertrag besitzt, und die Bereitstellung des Projekttraumes für alle Teilprojekte. Die DS E wird
hier in Zusammenarbeit mit der Kämmerei einen entsprechenden Schlüssel zur Aktivierung
dieser Leistungen erarbeiten.
Finanzierung Ausstattung:
Die Finanzierung der losen Möblierungen war außerhalb der Beschlusslage vom August 2018
mit einer Summe von 9.1 Mio € vorsorglich vorgesehen. Von Seiten des Schulamtes wurde
der Bedarf in Abstimmung mit den Nutzern nun auf 8.540.171,90 € abgestimmt. Diese
Kosten sind nun in die Gesamtinvestitionssumme von 126.728.739,57 € eingeflossen.
Finanzierung Gesamtmaßnahme:
Die Investition teilen sich zukünftig wie folgt auf:
19040-0529 (TP0) Übergeordnete Maßnahmen 13.282.825,68 €
19040-5001 (TP1) Neubau Mensa 20.658.095,59 €
(Anteil Ausstattung KG 600 = 837.823,19 €)
19040-5002 (TP2) Sanierung BSZN 92.787.818,30 €
(Anteil Ausstattung KG 600 = 7.702.348 €)
Die Bereitstellung der entsprechenden Investitionsmittel werden entsprechend der Rundung
(Siehe Seite 7) umgesetzt.
Zeitplanung Gegenüberstellung Beschlusslage - Neubewertung
Projektstand Beschlusslage 2018
Sanierung 1. BA
Beginn 08/2018 06/2018
Beginn Demontage Fassade 04/2019 10/2018
(erheblicher Zeitverzug durch parallele Schadstoffsanierung und Rückbau)
Beginn Montage Fassade 05/2019
Voraussichtliche Baufertigstellung 1. BA 11/2019 10/2019
Inbetriebnahme 03/2020 12/2019
Übergabe 08/2020 12/2019
Sanierung 2. BA
Beginn 08/2020 01/2020
Inbetriebnahme 10/2021 04/2021
Übergabe 01/2022
- 8 -
Sanierung 3. BA
Beginn 01/2022 04/2021
Inbetriebnahme 04/2023 08/2022
Übergabe 08/2023
Neubau Mensa
Beginn Rohbauarbeiten 04/2019 01/2019
Voraussichtliche Baufertigstellung Mensa 11/2020 08/2020
Inbetriebnahme 02/2021 10/2020
Übergabe 03/2021 10/2020
Betrachtung Kostensituation Stand Februar 2019:
Magistratsbeschluss 8/2018 Magistratsbeschluss 3/2019
Kostenstand 07/2018 Kostenstand 02/2019
Gesamtprojekt 105.000.000,00 € 118.188.567,67 €
Zuzüglich Möblierung 9.100.000,00 € 8.540.171,90 €
Zuzüglich Bürgerpark 1.320.000,00 €
Medienversorgung
Summe 115.420.000,00 € 126.728.279,73 €
inkl. Möbel
TP 0
Übergreif. Maßnahmen 7.500.000,00 € 13.282.825,68 €
Bürgerpark Medienvers. 1.320.000,00 €
TP 1
Neubau Mensa 16.300.000,00 € 20.658.095,59 €
ohne Möbel inkl. Möbel
TP 2
Sanierung Schulen 81.200.000,00 € 92.787.818,30 €
ohne Möbel inkl. Möbel
Bereitstellung Investitionsmittel Beschlussgrundlage (gerundet)
TP 0
Übergreif. Maßnahmen 13.283.000,00 €
TP 1
Neubau Mensa 20.659.000,00 €
TP 2
Sanierung Schulen 92.788.000,00 €
Gesamtsumme Investiv 126.730.000,00 €
Die Vorlage wurde durch die DSE koordiniert und zusammengestellt.
Darmstadt, 12.03.2019
Der Dezernent I Der Dezernent II Der Dezernent IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 2
213 Zeichen
Punkt 6: Berufsschulzentrum Nord, Sanierung und Erweiterung (V-Nr. 2019/0090) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Enthaltungen: Fraktionen SPD, FDP und UWIGA
Beratungsverlauf (5)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0090
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.03.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00