V/0514/2008
Stiftung Bürgerwaisenhaus - Aktiv für junge Leute (Antrag der Fraktionen der CDU und FDP vom 31.05.2008 in der Sitzung der Stiftungskommission vom 05.06.2008)
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Beschlussvorlage
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V/0514/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER V/Stift Betrifft Stiftung Bürgerwaisenhaus - Aktiv für junge Leute (Antrag der Fraktionen der CDU und FDP vom 31.05.2008 in der Sitzung der Stiftungskommission vom 05.06.2008) Beratungsfolge 18.06.2008 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: 1. Die Stiftung Bürgerwaisenhaus wird beauftragt, einen Preis „Jugend schafft Zukunft“ zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in der Kinder- und Jugendarbeit auszuloben. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, Förderrichtlinien zu entwickeln, auf deren Basis zu jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkten geeignete Stiftungsprojekte ausgewählt wer- den. 3. Die Stiftung Bürgerwaisenhaus wird beauftragt, unter Einbeziehung der Bezirksschülerver- tretung und des Jugendrates die geeigneten Projekte auszuwählen und der Stiftungskom- mission vorzuschlagen. 4. Hierfür werden über die jeweiligen Wirtschaftspläne der Stiftung Bürgerwaisenhaus in den Jahren 2009, 2010 und 2011 jeweils bis zu 40.000 Euro bereitgestellt. Kosten: Es wird zur Kenntnis genommen, das bei der Stiftung Bürgerwaisenhaus Kosten in einer Gesamthöhe von 120.000 € entstehen Mittelbereitstellung Wirtschaftsjahr 2009 Wirtschaftsjahr 2010 Wirtschaftsjahr 2011 Stiftung Bürgerwaisenhaus 40.000 € 40.000 € 40.000 € Begründung: Vorlagen-Nr.: V/0514/2008 Auskunft erteilt: Herr Claahsen Ruf: 492 59 03 E-Mail: Claahsen@stadt-muenster.de Datum: 06.06.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0514/2008 Der auf der Grundlage der Berichtsvorlage V/0327/2008 „Kinder und Jugendarbeit stärken – Stif- tung Bürgerwaisenhaus neu ausrichten“ (Antrag der Fraktionen der CDU und FDP vom 25.02.2008 – Anlage 1) in der Sitzung der Stiftungskommission am 05.06.2008 von den Fraktionen der CDU und der FDP gestellte Antrag „Stiftung Bürgerwaisenhaus – Aktiv für junge Leute“ vom 31.05.2008 (Anlage 2) wurde von der Stiftungskommission einstimmig bei 2 Enthaltungen beschlossen. Ergänzend zu den aus den Anlagen ersichtlichen Erläuterungen ist darauf hinzuweisen, dass die zu entwickelnden Förderrichtlinien unter Einbindung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fami- lien erarbeitet und vor Veröffentlichung der Stiftungskommission zur Beratung und Beschlussfas- sung vorgelegt werden. I. V. Thomas Paal Stadtrat Anlagen: 1. Öffentliche Berichtsvorlage V/0327/2008 vom 08.05.2008 2. Antrag der Fraktionen der CDU und der FDP „Stiftung Bürgerwaisenhaus – Aktiv für junge Leute“ vom 31.05.2008
2008 - CDU-FDP Stift - Brgerwaisenhaus
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RATSFRAKT ION 31.05.2008 Antrag Stiftung Bürgerwaisenhaus - Aktiv für junge Menschen Die Stiftungskommission empfiehlt dem Hauptausschuss zu beschließen: 1. Die Stiftung Bürgerwaisenhaus wird beauftragt, e inen Preis „Jugend schafft Zukunft“ zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in der Kinder- und Jugendarbeit auszuloben. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, Förderrichtlinie n zu entwickeln, auf deren Basis zu jährlich wechselnden thematischen Schwerpu nkten geeignete Stiftungsprojekte ausgewählt werden. 3. Die Stiftung Bürgerwaisenhaus wird beauftragt, u nter Einbeziehung der Bezirksschülervertretung und des Jugendrates die ge eigneten Projekte auszuwählen und der Stiftungskommission vorzuschlagen. 4. Hierfür werden über die jeweiligen Wirtschaftspl äne der Stiftung Bürgerwaisenhaus in den Jahren 2009, 2010 und 2011 jeweils bis zu 40.000 Euro bereitgestellt. Begründung: Die in der Vorlage V/0327/2008 dargelegten Perspekt iven der Weiterentwicklung der Stiftung Bürgerwaisenhaus auf der Basis des Antrags der Ratsfraktionen von CDU und FDP sollen aufgegriffen und unverzüglich zur Umsetzung gebracht werden. Die Verleihung des Preises „Jugend schafft Zukunft“ dient der Anerkennung ehrenamtlichen Engagements in der Kinder- und Jugen darbeit. Darüber hinaus soll er beispielhafte Projekte würdigen. Die Stiftung Bü rgerwaisenhaus übernimmt die konzeptionelle Ausgestaltung des Preises „Jugend sc hafft Zukunft“ und lobt den Preis aus. Dieser Preis soll ein Element des künftigen Stiftungshandelns sein. Neben diesem Ehrenamtspreis soll das Stiftungshande ln aber auch in Projekten sichtbar und wirksam werden. Die geförderten Projek te sollen jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkten zugeordnet werden, um au ch auf diese Weise dem Stiftungswirken Profil geben zu können. Als Schwerp unkte sind die in der Vorlage genannten Schwerpunkte wie zum Beispiel Stärkung de r Mitverantwortung / RATSFRAKT ION Eigenverantwortung bei Kindern und Jugendlichen, in terkulturelle Arbeit oder Dialog der Generationen sehr gut geeignet. In diesem Sinne sind Förderrichtlinien zu entwickeln, auf deren Basis der Stiftungskommission einzelne Projekte zur Realisierung vorgeschlagen werden. Die Stiftung Bür gerwaisenhaus soll sowohl die Bezirksschülervertretung als auch den Jugendrat in die Auswahl der Projektvorschläge einbeziehen. Zunächst soll für die kommenden drei Jahre ein Förd ervolumen von 40.000 Euro pro Jahr bereitgestellt werden. Aufgrund der Beratungskette ist eine Information de s Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie erst im Nachhinein möglich. Die Verwaltung wird gebeten den Ausschuss zu informieren uns ins weitere Verfahren einzubeziehen. Josef Rickfelder Hartmut Viehoff CDU-Fraktion FDP-Fraktion
Anlage 2 Berichtsvorlage
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V/0327/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER V/Stift Betrifft Kinder- und Jugendarbeit stärken - Stiftung Bürgerwaisenhaus neu ausrichten - gemeinsamer Antrag der Fraktionen der CDU und FDP vom 25.02.2008 Beratungsfolge 05.06.2008 Stiftungskommission Bericht Bericht: 1. Finanzielle Ausgangslage der Stiftung Bürgerwais enhaus 1.1 Konsolidierung der Stiftung Nach Jahren einer nur mäßigen Ertragslage sowie ein es ausgewiesenen Mittelvorgriffs von bis zu 400.000 Euro hat sich die wirtschaftliche Situat ion der Stiftung Bürgerwaisenhaus seit dem Jahr 2003 sukzessive wieder erholen können. Durch den Verkauf des 6.240 qm großen Grundstücks i m „Baublock Schulstrasse“ an die Stadt Münster, verfügt die Stiftung Bürgerwaisenhaus über ein Kapitalvermögen von rund 3,5 Mio. €, das sie ab 2009 wieder in die Lage versetzen wird, ihren Stiftungszweck als Kinder- und Jugend- stiftung intensiver zu erfüllen. 1.2 Mittelbereitstellung bis 2011 Der vorliegende Jahresabschluss 2007 weist als Mittelvorgriff noch einen Restbetrag in Höhe von rd. 25.000 Euro aus. Unter der Prämisse, dass im laufenden Geschäftsjahr 2008 neben dem Projekt „Verantwortung lernen“ mit 20.000 Euro keine weiteren Projektaktivitäten entfaltet werden und bei ansonsten un- veränderten Zahlen der Wirtschaftsplanung, wird die Stiftung Bürgerwaisenhaus mit dem diesjäh- rigen Jahresabschluss erstmals wieder einen Mittelvortrag ausweisen können. Ein Großteil des Stiftungskapitals wird seit Anfang 2007 auf der Basis eines Individuellen Vermö- gensverwaltungsauftrages durch die Sparkasse Münsterland Ost bewirtschaftet. Die Anlagerichtlinien gestatten für die Aufteilung der Vermögensanlage neben einem unbegrenz- ten Anteil an festverzinslichen Wertpapieren auch K apitalanlagen von jeweils bis zu 20 % in den Asset-Klassen „Aktien“ und „Zertifikate auf Indices“. Die Erträge (Dividenden) dieser beiden Anlageklassen sind nicht verbindlich kalkulierbar, so dass die Stiftungsverwaltung - dem kaufmännischen Vorsic htsprinzip folgend - für die nächsten drei Vorlagen-Nr.: V/0327/2008 Auskunft erteilt: Herr Claahsen Frau Westphal Ruf: 492 5903 492 5906 E-Mail: Claahsen@stadt-muenster.de Westphal@stadt-muenster.de Datum: 08.05.2008 Öffentliche Berichts vorlage 2 V/0327/2008 Jahre zunächst ein Budget von rd. 40.000 Euro p. a. für die Stiftungszweckerfüllung befürworten kann. 2. Stiftungszweckerfüllung 2.1 Leitgedanke der Kommunalen Stiftungen Die Kommunalen Stiftungen richten ihr Stiftungshand eln nach den Leitgedanken Innovation, Nachhaltigkeit und Subsidiarität aus. Zusätzliches Merkmal ist die Erkennbarkeit der Stiftungs- zweckverwirklichung. Das Kriterium gilt für das Han deln in eigenen Projekten und Programmen. Auch die Förderaktivitäten der Stiftungen dürfen si ch nicht in zu kleinteiligen Zuwendungen ver- lieren, damit das Stiftungshandeln erkennbar bleibt . Dabei sind fördernde als auch operative Stif- tungsaktivitäten im Rahmen der Stiftungszweckerfüllung gleichberechtigt nebeneinander möglich. 2.2 Handeln vor dem Hintergrund des historischen St iftungszwecks Erste Hinweise auf das Handlungsfeld „Prävention“ e nthielt die Berichtsvorlage 770/2003. Hier wurden als künftige Wirkungsfelder der Stiftung sch on Familienarbeit, Sprachförderung von Kin- dern, die Ernähungs- und Gesundheitsfürsorge sowie die Lebens- und Berufswegplanung junger Menschen genannt. Spezifiziert wurde das Handlungsfeld „Prävention fü r Kinder und Jugendliche“ in der Beschluss- vorlage V/0945/2006 „Neuausrichtung der Stiftung Bü rgerwaisenhaus“. Die Stiftung knüpft hier ausdrücklich an ihren historischen, schon im 16. Ja hrhundert formulierten Zweck der Versorgung von Waisenkindern und deren Vorbereitung auf ein se lbstständiges und eigenverantwortliches Leben an. 3. Anliegen des CDU / FDP-Antrages / Vorschläge zur Förderpraxis Der Antrag zielt im Wesentlichen darauf ab, nachhal tiges ehrenamtliches Engagement und inno- vative gemeinwesenorientierte Projekte in der Kinde r- und Jugendarbeit zu fördern. Der Aspekt der intergenerativen Arbeit soll darüber hinaus in einzelnen Projekten aufgegriffen werden. Die bisherigen Förderaktivitäten der Stiftung sollen insofern weiterentwickelt werden. Das Kooperationsprojekt „Verantwortung lernen“ hat unmittelbar die Förderung ehrenamtlichen Engagements und die Förderung gemeinwesenorientiert en Handelns von Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und in allen Schulstufen zum Ziel. Stellvertretend für die drei koope- rierenden Stiftungen wurde die Stiftung*Bürger für Münster für das Projekt „Verantwortung ler- nen“ mit dem 1. Preis beim Förderpreis 2008 der Akt iven Bürgerschaft, Berlin, mit einem Preis- geld in Höhe von 15.000 € ausgezeichnet. Die drei k ooperierenden Stiftungen, Stiftung Bürger- waisenhaus, Stiftung*Bürger für Münster und die Sti ftung Westfalen-Initiative übernehmen die konzeptionelle Ausgestaltung des Preises „Jugend sc hafft Zukunft“ in der 2. Hälfte des Jahres 2008. Die Auswahl geeigneter Stiftungsprojekte, zum Beisp iel Stärkung der Mitverantwortung / Eigen- verantwortung bei Kindern und Jugendlichen, interku lturelle Arbeit oder Dialog der Generationen, könnte im jährlichen Wechsel thematisch orientiert vorgenommen werden. Darüber hinaus wäre denkbar, hierzu Förderrichtlinien für antragstellen de Träger zu entwickeln, einen Förderbeirat unter Beteilung zum Beispiel des Jugendrates oder v on Schülervertretungen zu bilden, der der Stiftungskommission einzelne Projekte in Rahmen der bereitstehenden Mittel zur Realisierung vorschlägt. Projektvorschläge der Träger könnten bi s Ende 2008 der Stiftungskommission zur Realisierung im Jahr 2009 vorgelegt werden. I. V. gez. Thomas Paal Stadtrat
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungOrte (1)
- Schulstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0514/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.06.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37