Mandari Insight

2025/0093

Aktuelle Situation in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt und weiteres Vorgehen nach Anpassung des Moduls D ab 1. Mai 2025

Magistratsvorlage 18.03.2025

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Punkt 10: Aktuelle Situation in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt und weiteres 
Vorgehen nach Anpassung des Moduls D ab 1. Mai 2025 
 (V-Nr. 2025/0093) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: UFFBASSE und Stadtv. Pingel

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Punkt 6: Aktuelle Situation in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt und weiteres 
Vorgehen nach Anpassung des Moduls D ab 1. Mai 2025 
 (V-Nr. 2025/00963) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen.  
  
Stimmenthaltung: UFFBASSE

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Punkt 7: Aktuelle Situation in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt und weiteres 
Vorgehen nach Anpassung des Moduls D ab 1. Mai 2025 
 (V-Nr. 2025/0093) 
 
Der Ausschuss für Soziales empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der 
Vorlage zu-zustimmen. 
 
Stimmenthaltung: Fraktion UFFBASSE

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
26.03.2025 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
 
Amt: Jugendamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 10.1 
II 51 JHA 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0093 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
117 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Aktuelle Situation in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt und weiteres Vorgehen 
nach Anpassung des Moduls D ab 1. Mai 2025  
 
Vorlage vom: 18.03.2025  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der vorliegende Verfahrensvorschlag unter Gliederungspunkt 4. im Begründungstext zur 
Beendigung der befristeten Maßnahme der Reduktion des Modul D stadtweit wird 
beschlossen. 
 
2. Das Jugendamt wird beauftragt, die Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft über 
die vorhandenen Beratungs - und Unterstützungsr essourcen in den jeweiligen 
Sozialräumen und Möglichkeiten zum Ausbau der Kooperationen zu informieren.  
 
3. Das Amt für Interne Dienste wird beauftragt, die Beratung und Begleitung der 
Auszubildenden und der Berufseinsteiger*innen auszubauen.

- 3 - 
4. Die über das Programm „Starke Teams, starke Kitas“ befristet eingerichtete Stelle einer 
Verwaltungskraft im Jugendamt zur Entlastung der Leitungskräfte in Kitas städtischer 
Trägerschaft soll weiterhin für den Förderzeitraum fortgesetzt werden. Da die hessi sche 
Landesregierung beschlossen  hat, dass das Programm „Starke Teams, starke Kitas“ 
angepasst und fortgesetzt wird , wird das Jugendamt beauftragt, die notwendigen Anträge 
im Rahmen des Förderprogramms des Landes Hessen einzureichen.  
 
5. Die bestehenden ämte rübergreifenden Bemühungen zur Gewinnung und Haltung von 
Fachkräften für Kitas in städtischer Trägerschaft werden intensiviert.   
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 26.03.2025 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.03.2025  
 
In nahezu allen Kindertageseinrichtungen in Darmstadt wurde vom 1.11.2024 bis 
30.04.2025 das Betreuungsmodul D, das bis zu 50 Betreuungsstunden pro Woche vorsieht 
auf bis zu 45 Stunden pro Woche reduziert. Diese Maßnahme h atte zum Ziel, das Kita -
System zu stabilisieren und eine bessere Planbarkeit bei der Betreuung der Kinder zu 
ermöglichen.  
 
Hintergrund für die befristete Maßnahme war, dass es im Vorfeld immer wieder zu 
unterschiedlichen Einschränkungen im Kitabetrieb in Darmstadt kam, stadtweit und 
trägerübergreifend. Diese Einschränkungen zeigten sich durch kurzfristige Schließungen an 
einzelnen Tagen oder reduzierten Betreuungszeiten von unterschiedlicher Dauer.  
 
Die Maßnahme war das Ergebnis intensiver Gespräche in de r Kita-Trägerkonferenz . 
Vorangegangen war ein e zweimonatige Auswertung der Nutzung der Früh - und Spätdienste in 
den Monaten Mai und Juni 2024 in allen Kitas in Darmstadt. Die Auswertung hat deutlich 
gemacht, dass die Früh - und Spätdienste unterschiedlich s tark gebucht werden, in der Regel 
aber gering ausgelastet sind. Um den tatsächlichen Betreuungsbedarf der Familien besser 
abzudecken und den aktuellen Herausforderungen aufgrund des Fachkraftmangels zu 
begegnen, wurde die Maßnahme der Reduktion des Modul  D zur Erprobung eingeführt. 
Hintergrund war auch die nahende Winterzeit, in der von erhöhten Krankenständen 
ausgegangen werden kann.  
 
Die Öffnungszeiten der Kitas wurden während der Zeit der Reduktion des Moduls D unter 
Berücksichtigung der Bedarfe der Elte rnschaft, der Fachkräftesituation in den jeweiligen 
Teams und der somit vorhandenen Kapazitäten festgelegt. Die Elternbeiräte wurden an 
diesem Prozess beteiligt.  
 
Bereits mit der Einführung der zeitlich befristeten Maßnahme wurde angekündigt, dass die 
Maßnahme ausgewertet und ein Feedback aller Beteiligten eingeholt wird, um für die Zeit ab 
1. Mai 2025 weitere Entscheidungen treffen zu können.  
 
1. Hintergründe für die Maßnahme und zur aktuellen Situation:  
 
Die Platzzahlen in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt haben sich in den letzten 10 
Jahren stark erhöht, insbesondere im U3 -Bereich.  
Die Platzzahlen im Bereich der Kinder unter drei Jahren in Kitas  in städtischer Trägerschaft  
hat sich von 2015 bis 2024 von 236 Plätze auf 349 Plätze erhöht, was einer prozentualen 
Erhöhung von 47,88 % entspricht (hierbei ist die Kindertagespflege nicht berücksichtigt).  
Die Platzzahlen im Bereich der Kinder über 3 Jahren in Kitas in städtischer Trägerschaft hat 
sich von 2015 bis 2024 von 1.419 Plätze auf 1.846 Plätze erhöht. Dies entspricht einer 
prozentualen Erhöhung um 29,88%. Die Zahl der Kitas in städtischer Trägerschaft hat sich 
auf 31 erhöht. Zwei weitere Kitas in städtischer Trägerschaft sind in der Planung bzw. im 
Bau (Kita Ludwigshöhviertel Nord und Kita Havelstraße). Auch ist zu bemerken, dass die 
neuen Einrichtungen größer ausgerichtet sind als früher.  
 
Die Anzahl der pädagogischen Kräfte in den Kitas  in städtischer Trägerschaft  hat sich in den 
letzten zehn Ja hren um rund 75 % erhöht , bedingt durch den quantitativen Ausbau sowie 
durch die qualitative  Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen im SGB VIII, HKJGB und 
KiFöG.

- 5 - 
Im Jahr 2015 verfügten die Kitas in städtischer Trägerschaft über 269,65 Vollzeitäquiv alente 
(VZÄ) gemäß Stellenplan inklusive Personal für Einzelintegrationsmaßnahmen in Höhe von 
8,00 VZÄ. Die Zahl wuchs bis zum Jahr 2024 auf 478,79 VZÄ im Stellenplan in klusive 19,50 
VZÄ Personal für Einzelintegrationsmaßnahmen und 18,00 VZÄ Sprachfachkräf te, was einer 
durchschnittlichen Steigerung des Personalkörpers in den Kitas pro Jahr von ca. 6,585 % 
entspricht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um Stellen im Stellenplan handelt, 
nicht alle dieser Stellen sind real besetzt.  
 
Jenseits des Aus baus an Räumen, Plätzen und Personal hat sich die Situation der Kinder in 
Bezug auf die individuellen Unterstützungsbedarfe verändert, die Kitas als Bildungsorte sind 
gefordert, steigenden Bedarfen gerecht zu werden.  
Der Anteil an Kindern mit besonderen F örderbedarfen in der Kita steigt (Sprache, Kognition, 
Motorik, Sozial etc.), was direkte Auswirkungen auf die Anforderungen an die pädagogische 
Bildungsarbeit und die hierfür notwendigen quantitativen und qualitativen 
Personalressourcen hat. Die Kitas als Ort der frühkindlichen Bildung sind gefordert, die 
Anforderungen an alltagssprachliche Bildung, Inklusion, Teilhabe, Medienkompetenz, 
Startchancen in Schule und somit die Herstellung von Bildungsgerechtigkeit zu 
gewährleisten.  
Deutlich zeigt sich dies am Beispiel der steigenden Zahl der Kinder in Darmstadt, die einen 
Vorlaufkurs in der Schule besuchen. Diese Zahl hat im Schuljahr 2022/23 mit 471 Kindern in 
Darmstadt einen neuen Höchststand erreicht, sie lag im Schuljahr 2017/18 noch bei 347 
Kindern.1  
 
Der bundesweite Fachkraftmangel in der Kindertagesbetreuung stellt eine große 
Herausforderung für alle Träger dar.  
Im Verhältnis zum seitherigen Soll (410,41 VZÄ) sind bei den Kitas in städtischer 
Trägerschaft 54,41 VZÄ unbesetzt, was einem Delta von 13,26 % der Soll-Besetzung 
entspricht (Stichtag 14.03.2025). Mehr als jede 10. Stelle ist beim städtischen Träger 
unbesetzt. Die Gesamtzahl der unbesetzten Stellen in Kitas in städtischer Trägerschaft 
variiert und liegt im Durchschnitt zwischen 45 und 60 VZÄ.  
 
Die unbesetzten Stellen bringen Mehrbedarfe und Belastungssituationen für die bestehenden 
Teams. Die Erhebung zur psychischen Belastungssituation am Arbeitsplatz hat im Jahr 2021 
stattgefunden und für die Kitas in städtischer Trägerschaft ergeben, dass die  psychischen 
Belastungslagen signifikant erhöht sind. Entsprechende Maßnahmen wurden eingeleitet, 
lösen aber die grundsätzliche Belastungslage nicht auf.  
 
2. Fachkraftmangel in der Kindertagesbetreuung, kommunale Maßnahmen und 
Perspektiven:  
 
In Darmstadt sin d trägerübergreifend zahlreiche Fachkraftstellen vakant. Die Träger 
unternehmen erhebliche Anstrengungen, um den Erhalt der bestehenden Teams 
sicherzustellen, Überlastungen durch regelmäßige Überstunden zu vermeiden und die 
Arbeitsbelastung der Fachkräfte nicht weiter zu steigern.  
 
Bundesweite Erhebungen verdeutlichen, dass eine strukturelle Verbesserung der 
Arbeitsbedingungen in Kindertageseinrichtungen erforderlich ist, um eine langfristig stabile 
und verlässliche Betreuungsqualität zu gewährleisten. Aktu elle Studien weisen darauf hin, 
 
1 Quelle: Datenfortschreibung 2022 des 1. Bildungsberichts der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt

- 6 - 
dass derzeit bundesweit ein Defizit von etwa 125.000 Fachkräften im Bereich der 
frühkindlichen Bildung und Betreuung besteht. 2 
 
In der Stadtverwaltung Darmstadt wurde bereits eine Vielzahl an Maßnahmen zur 
Verbesserung der Personalsituation in den Kitas in städtischer Trägerschaft ergriffen. Zur 
Personalgewinnung erfolgt eine Dauerausschreibung über die verschiedenen Kanäle der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, außerdem wurde ein Akquise -Video produziert und in den 
sozialen Medien veröffentlicht sowie eine Fachkraftkampagne im Jahr 2023 mit dem Titel 
„Ihre Zukunft beginnt mit Dir.“ umgesetzt. Die Kampagne bestand aus Bannern auf dem 
Heinerfest, aus digitalen Bannern auf dem Schlossgrabenfest, Plakaten, Fahrgast -TV im 
öffentlichen Nahverkehr, Bus -Beklebung, Großflächenplakaten und Anzeigen.  
 
Zur nachhaltigen Personalentwicklung und -bindung stehen verschiedene kontinuierliche 
Maßnahmen zur Verfügung. Für Praxisanleitungen werden spezifische 
Fortbildungsprogramme angeboten, die eine gezielte Qualifizierung sicherstellen. Zudem gibt 
es ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten für die Teams, während die 
Unterstützung durch die Fachabteilung Kinderbetreuung weiter ausgebaut wurde.  
 
Die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft adressiert gezielt 
fachliche Bedarfe und bietet individuelle Beratung und Unterstützung an. Darüber hinaus hat 
die Entscheidung der Stadt, das Sprachkita -Programm nachhaltig zu verstetigen,  maßgeblich 
zur langfristigen Bindung von Fachkräften beigetragen. Dass die Landesregierung eine 
Verlängerung der Zuschüsse bis einschließlich 2026 zugesagt hat, ist positiv.  
 
Zur gezielten Unterstützung der Kitaleitungen in ihrer Führungsrolle und zur kon tinuierlichen 
Weiterqualifizierung im Bereich der Personalführung werden fortlaufend spezialisierte 
Angebote bereitgestellt. Seit 2021 besteht die Fortbildungsreihe „Leitungsqualifikation“, die 
auf einem eigens entwickelten Curriculum basiert und erfolgrei ch verstetigt wurde. 
Ergänzend wurde 2023 die „Führungswerkstatt“ etabliert, die speziell für Absolvent*innen 
der Leitungsqualifikation konzipiert ist. Beide Formate sind darauf ausgerichtet, 
Leitungsteams in ihrer professionellen Entwicklung und Führungsk ompetenz nachhaltig zu 
stärken. 
 
Zusätzlich steht den Kitaleitungen eine kontinuierliche Beratung und Unterstützung durch die 
Fachabteilung Kinderbetreuung insbesondere bei Fragen der Personalführung sowie die 
Personalstelle im Jugendamt zur Verfügung. Die se strukturierten Maßnahmen tragen 
maßgeblich zur Qualifizierung, Professionalisierung und langfristigen Stabilisierung der 
Leitungsstrukturen in den Kindertageseinrichtungen bei.  
 
Die Abteilung Kinderbetreuung hat ein Verfahren zum On - und Offboarding ent wickelt, 
aufbauend auf dem vorhandenen städtischen Rahmen. Dieser Prozess gibt 
Handlungssicherheit und Transparenz. Neue Kitaleitungen werden im Rahmen der 
Einarbeitung eng von der Abteilung Kinderbetreuung mit Gesprächsangeboten und 
Hospitationen begleite t. Jede Person, die aus einer Kita in städtischer Trägerschaft 
ausscheidet, erhält durch die Fachabteilung ein Gesprächsangebot.  
 
Eine Steigerung der Attraktivität der Ausbildung erfolgt für die städtischen Kitas durch eine 
engmaschigere Begleitung der Au szubildenden seit rund 1,5 Jahren. Außerdem existiert eine 
gute Kooperation mit allen Fachschulen, die kontinuierlich gepflegt wird. Die Fachabteilung 
 
2 Quelle: Kita Bericht 2024 des Paritätischen Gesamtverbandes

- 7 - 
wirkt an Fachbeiräten mit. Außerdem wurde ein dualer Studienplatz im Oktober 2024 neu 
eingerichtet. Die M öglichkeit des Quereinstiegs wird weiter ausgebaut. Die Bereitschaft zur 
Ausbildung ist in den Kitas in städtischer Trägerschaft, trotz der vorhandener 
Herausforderungen, weiter hoch. Für die praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA) stehen 
in 2025 insgesamt 37 Plätze zur Verfügung, davon sind derzeit 15 Plätze besetzt. Im August 
2025 werden weitere PivA -Plätze belegt.  
 
Parallel dazu werden Maßnahmen zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte intensiv 
vorangetrieben. Insbesondere die Übertragung nicht -pädagogischer Aufgaben auf 
entsprechend geschultes Personal wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Der 
zunehmende administrative Aufwand in den Kitas stellt eine Herausforderung dar, 
insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und  des Fachkräftemangels. 
Viele dieser Tätigkeiten werden von pädagogischen Mitarbeitenden übernommen, deren 
eigentliche Expertise im Bildungsbereich liegt oder von Kolleg*innen mit anderen beruflichen 
Hintergründen. Eine gezielte Entlastung durch administra tive Unterstützungskräfte ist daher 
essenziell, um die Fachkräfte auf ihre Kernaufgaben in der frühkindlichen Bildung zu 
fokussieren und langfristig die Qualität der Betreuung sicherzustellen.  
 
Insgesamt sind derzeit 5 Personen als Zusatzkräfte und 36 als Fachkräfte zur Mitarbeit in 
den Kitas in städtischer Trägerschaft beschäftigt.  
 
Die Bezahlung der Fachkräfte in Darmstädter Kitas erfolgt nach der EG S 8b , die Bezahlung 
der Leitungskräfte in den Kitas hängt von der Größe der Einrichtung ab.  
 
Aufgrund des bundesweiten Fachkraftmangels und trotz diverser Maßnahmen zur 
Personalgewinnung und -haltung, die eingeleitet wurden, gelingt es nicht, den 
Fachkraftmangel in Darmstadt wesentlich zu reduzieren.  
 
 
 
3. Feedback zur Maßnahme Reduktion Modul D:  
 
Aus den Rückme ldungen der Eltern von den teilnehmenden Trägern vom Februar 2025 wird 
deutlich, dass die Maßnahme für die Eltern als schwierig und eher negativ erlebt wird.  
 
Negativ wird insbesondere zurückgemeldet, dass der Stress und die Belastung auf Seiten der 
Familien gestiegen sei, dass keine Anpassung der Entgelte für das Modul D erfolgt seien, 
dass die Familien weniger flexibel die Betreuung nutzen könnten und dass som it die 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf schwieriger geworden sei.  
Die Eltern melden positiv zurück, dass sie eine Entlastung der Fachkräfte wahrnehmen 
würden, die Betreuung verlässlicher sei, die Kinder mehr Zeit mit der Familie verbringen 
würden und die Qualität der Betreuung durch mehr Personal in den Kitas verbessert sei.  
 
Die Rückmeldungen aus der Elternschaft machen deutlich, dass die negative Sicht auf die 
Maßnahme überwiegt und die Familien sich als hoch belastet und gestresst wahrnehmen.  
 
Aus den Rückmeldungen der Kitateams in den Kitas in städtischer Trägerschaft wird 
deutlich, dass die Maßnahme insgesamt positiv wahrgenommen wird und zu einer positiven 
Entwicklung geführt hat. Insbesondere konnte mit dem Konzept der Personaleinsatzplanung 
in den Kitas in städtischer Trägerschaft die Planung und Handlungsfähigkeit der

- 8 - 
Führungskräfte verbessert werden, sodass personelle Engpässe frühzeitiger und gezielter 
aufgefangen werden konnten.  
 
In der Zeit der Reduzierung kam es selten zu einer Unterschrei tung des 
Mindestpersonalbedarfs (§ 25b HKJGB). Dadurch war es den Fachkräften möglich, ihren 
originären Aufgaben nachzugehen, anstatt wiederholt kurzfristige Ausfälle kompensieren zu 
müssen. Dies trug zu einer Entlastung des Teams und einer höheren pädagog ischen Qualität 
in den Einrichtungen bei.  
 
Negative Rückmeldungen zur Maßnahme bezogen sich insbesondere auf die Überstunden, 
die aufgrund zu spät abholender Eltern gemacht werden mussten, dass keine Veränderung 
der Personalsituation eingetreten sei und au f den Unmut der Familien, mit dem die 
Kitateams konfrontiert werden.  
Häufig wurde positiv zurückgemeldet, dass die Teamsitzungen und Vorbereitungszeiten 
besser gewährleistet werden konnten, weniger Mehrarbeit und Überstunden angefallen seien, 
es mehr Planungssicherheit für die Eltern gegeben habe und es zu einer Entlastung der 
Mitarbeiten und mehr Zufriedenheit im Team gekommen sei.   
 
Die positiven Rückmeldungen zu der Maßnahme überwiegen bei den Kitateams deutlich.  
 
4. Weiteres Vorgehen ab 1. Mai 2025  
 
Eine Fortsetzung der befristeten Maßnahme der Reduktion des Modul D stadtweit ist, 
aufgrund der unterschiedlichen Wirkungen und Rückmeldungen, nicht vorgesehen. Vielmehr 
werden die Rückmeldungen der Eltern und Teams gehört und die Signale bestmöglich 
aufgegriffen.  
 
Aus den Rückmeldungen wurde deutlich, dass die Bildungsarbeit nur gering verbessert, aber 
die Fachkräfte gut entlastet werden konnten. Die Eltern benötigen verlässliche und möglichst 
flexible Betreuungsmöglichkeiten. Die Kürzung des Modul D hat kla re Vorteile für die 
Organisation der Kita und das Personal, aber sie bringt auch Herausforderungen für Kinder 
und berufstätige Eltern mit sich.  
 
Gleichzeitig bleibt der Fachkraftmangel als gravierendes strukturelles Problem für den 
Betrieb der Kitas besteh en, dieser wird durch die befristete Maßnahme nicht reduziert. 
Daher ist es notwendig, zum einen die gesellschaftspolitische Debatte für eine zukunftsfähige 
Kitalandschaft weiter zu führen und zu konkreten, nachhaltigen Unterstützungsmaßnahmen 
für den Kitabetrieb zu kommen, um diese wichtige soziale Infrastruktur für die Kinder 
aufrecht erhalten zu können. Zum anderen muss eine Auseinandersetzung mit den 
Veränderungen der Lebenswirklichkeiten von Familien erfolgen.  
 
Um das flexible Angebot in den Betreuung szeiten möglichst erhalten bzw. wiederherstellen 
zu können, soll ab dem 1. Mai 2025 zu den einrichtungsbezogenen Instrumenten bei 
Unterschreitung des Mindestpersonalbedarfs zurückgekehrt werden.  
 
Wenn z.B. aufgrund von Personalmangel eine längerfristige R eduzierung des 
Betreuungsumfangs in einer Kita erforderlich wird, ist es zwingend notwendig, die 
zuständigen Fachaufsichten sowohl in den Reduzierungsprozess als auch in die Rückkehr 
zum Normalbetrieb einzubeziehen.

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Ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist die Meldung gemäß § 47 SGB VIII. Dieser 
Paragraf verpflichtet Träger von Kindertageseinrichtungen, erhebliche Beeinträchtigungen 
des Betriebs oder Gefährdungen des Kindeswohls unverzüglich an die zuständige 
Aufsichtsbehörde zu melden. Eine so lche Meldung ist erforderlich, wenn der Personalmangel 
dazu führt, dass der Mindeststandard der Betreuung nicht mehr gewährleistet werden kann 
oder wenn die Einschränkungen wesentliche Auswirkungen auf die Betreuungssituation der 
Kinder haben. Die Aufgaben  des Trägers zur Abgabe einer Meldung gemäß § 47 SGB VIII 
besteht darin, die Fachaufsicht frühzeitig zu informieren, um gemeinsam Lösungen zur 
Sicherstellung der Betreuung zu erarbeiten. Außerdem muss eine Transparenz des Trägers 
gegenüber der Fachaufsicht  gewährleistet werden, sodass die Aufsichtsbehörde die 
Auswirkungen auf die Qualität der Betreuung einschätzen kann. Außerdem sollen präventive 
Maßnahmen ermöglicht werden, um einer weiteren Verschlechterung der 
Betreuungssituation entgegenzuwirken. Mit di eser Meldung wird auch die rechtliche 
Absicherung des Trägers gewährleistet, indem dokumentiert wird, dass Maßnahmen im 
Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen getroffen wurden.  
 
Die Fachaufsicht übernimmt in diesem Prozess eine entscheidende Rolle, in dem sie die 
Situation bewertet, Handlungsoptionen aufzeigt und bei der Umsetzung von Lösungen 
unterstützt. Ebenso ist sie in die Planung und Steuerung der Rückkehr zum Normalbetrieb 
einzubeziehen, um eine schrittweise und gut organisierte Wiederaufnahme de s regulären 
Betriebs sicherzustellen.  
 
Durch die Einhaltung dieser Meldepflicht und die enge Abstimmung mit der Fachaufsicht 
wird sichergestellt, dass die Qualität der Betreuung trotz temporärer Einschränkungen so 
weit wie möglich aufrechterhalten bleibt u nd sowohl pädagogische als auch rechtliche 
Standards gewahrt werden.  
 
In der Kommunikation ist es sehr wichtig, dass die Familien stets gut durch die 
Einrichtungsleitung informiert sind und es eine enge Abstimmung zwischen dem jeweiligen 
Elternbeirat und d er Kitaleitung gibt. Alle Träger sind eigenverantwortlich zuständig, ihre 
Kitaleitungen ggfs. entsprechend zu schulen und die entsprechenden Abläufe bei einer 
Unterschreitung des Mindestpersonalbedarfs dem Elternbeirat und nach außen zu 
kommunizieren.  
 
Um die positive strukturelle Veränderung für die Kitateams anlassbezogen nutzen zu können, 
wird die Maßnahme in einen trägerspezifischen „Werkzeugkoffer“ eingefügt. Der 
Werkzeugkoffer soll den Kitaträgern Möglichkeiten eröffnen, die bestehen, um bei hohen 
Belastungen in Kitas aufgrund von chronischen Personalausfällen in Kitas den Betrieb 
möglichst stabilisieren zu können. Dass die Maßnahme für die Kitateams positive 
Entlastungseffekte bringt, ist aufgrund der Rückmeldungen der Kitateams nachvollziehbar.  
 
Da die Auslastung der Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten zu Beginn und am Ende 
des Tages unterschiedlich stark erfolgt, ist es notwendig, einrichtungsbezogen zu prüfen, 
welche Öffnungszeiten je Standort und Sozialraum benötigt werden, um die Bedarfe nach 
Flexibilität der Eltern und Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich zu gewährleisten. 
Dies ist in Verbindung zu stellen mit der Frage einer effizienten Personalsteuerung.  
 
Parallel zu den einrichtungsbezogenen Maßnahmenplänen bei Unterschreit ungen des 
Mindestpersonalbedarfs sind die Aktivitäten zur Fachkraftakquise, Fachkraftbindung und die 
Weiterqualifizierung von Quereinsteiger*innen zu verstärken.

- 10 - 
Außerdem ist im Weiteren der Fokus auf die kurzfristigen und mittelfristigen 
Verbesserungsmö glichkeiten der Arbeitsbedingungen in den Kitas zu legen.  
Dies betrifft:  
• Den Erhalt und Ausbau der Stelle Verwaltungskraft Kitas zur Entlastung der Kita -
Leitungen von nicht pädagogischen Aufgaben.  
• Die Einführung digitaler Lösungen zur Optimierung der Ve rwaltungsprozesse der 
Kitas.  
• Die regelmäßige Information zu Möglichkeiten der Nutzung von Beratungs - und 
Unterstützungsressourcen im jeweiligen Sozialraum und der Aufbau neuer/engerer 
Kooperationen  
• Der Ausbau einer Beratung und Begleitung während und nach  der Ausbildung durch 
das Amt für Interne Dienste (beispielswiese durch Mentoring -Programm, strukturierte 
Karriereplanung, alternative Arbeitszeitmodelle etc.)  
 
Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels wird der größtmögliche Nutzen derzeit durch 
eine ausgewogene Lösung erzielt, die sowohl Entlastungen für die Kitateams schafft, als auch 
eine hohe Flexibilität in der Betreuung für Eltern gewährleistet. Entscheidend sind in diesem 
Zusammenhang die Fortführung und Intensivierung des Dialogs zwischen Eltern , 
Elternbeiräten, Kitateams und Trägern. Da sich der Fachkräftemangel voraussichtlich weiter 
verschärfen wird und die Anforderungen an die Betreuung konstant hoch bleiben, muss 
dieser Austausch sicherstellen, dass geeignete Maßnahmen zur Stabilisierung des  
Kitabetriebs identifiziert, konkretisiert und umgesetzt werden. Oberstes Ziel ist es, allen 
Kindern den Zugang zu frühkindlicher Bildung und Betreuung zu sichern.  
 
Das weitere Vorgehen wurde in Abstimmung mit dem Hauptelternbeirat (HEB) sowie der Kita -
Trägerkonferenz besprochen und als sinnvoll empfohlen.  
 
Um die Gesamtsituation der Kinderbetreuung in Darmstadt nachhaltig zu verbessern, ist ein 
umfassender Weiterentwicklungsprozess erforderlich. Dieser muss über Personalthemen 
hinausgehen und verstärkt die  Bedarfe von Eltern und Kindern sowie die spezifischen 
Anforderungen der Sozialräume in den Blick nehmen. Nur durch eine ganzheitliche Strategie 
lassen sich langfristige Lösungen für eine stabile und zukunftsfähige frühkindliche Bildungs - 
und Betreuungslan dschaft entwickeln. Dazu bedarf es dringend der finanziellen 
Unterstützung von Bund und Land.  
 
Die bestehenden ämterübergreifenden Bemühungen zur Gewinnung und Haltung von 
Fachkräften für Kitas in städtischer Trägerschaft werden intensiviert . Dies beinhaltet eine 
Vielzahl von Maßnahmen, unter anderem die Personalakquise  von ausländischen 
Fachkräften, die Präsentation der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf Ausbildungsmessen, die 
Vorstellung des Berufsbildes in Schulen im Rahmen von Berufsorienti erungstagen, Werbung 
auf Social Media durch Videos und Posts.  
 
In den politischen Gremien wird weiterhin zum Thema kontinuierlich informiert und beraten  
werden. 
 
Darmstadt, den 18.03.2025  
 
 
Dezernat I     Dezernat II

Hanno Benz     Barbara Akdeniz  
Oberbürgermeister     Bürgermeisterin

2025/0093

25840 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
26.03.2025 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
 
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0093 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Aktuelle Situation in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt und weiteres Vorgehen 
nach Anpassung des Moduls D ab 1. Mai 2025  
 
Vorlage vom: 18.03.2025  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der vorliegende Verfahrensvorschlag unter Gliederungspunkt 4. im Begründungstext zur 
Beendigung der befristeten Maßnahme der Reduktion des Modul D stadtweit wird 
beschlossen. 
 
2. Das Jugendamt wird beauftragt, die Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft über 
die vorhandenen Beratungs - und Unterstützungsr essourcen in den jeweiligen  
Sozialräumen und Möglichkeiten zum Ausbau der Kooperationen zu informieren.  
 
3. Das Amt für Interne Dienste w ird beauftragt, die Beratung und Begleitung der 
Auszubildenden und der Berufseinsteiger*innen auszubauen.

- 2 - 
4. Die über das Programm „Starke Teams, starke Kitas“ befristet eingerichtete  Stelle einer 
Verwaltungskraft im Jugendamt zur Entlastung der Leitungskräfte in Kitas städtischer 
Trägerschaft soll weiterhin für den Förderzeitraum fortgesetzt werden. Da die hessische  
Landesregierung beschlossen  hat, dass das Programm „Starke Teams, starke Kitas“ 
angepasst und fortgesetzt wird , wird das Jugendamt beauftragt, die notwendigen Anträge 
im Rahmen des Förderprogramms des Landes Hessen einzureichen.  
 
5. Die bestehenden ämterübe rgreifenden Bemühungen zur Gewinnung und Haltung von 
Fachkräften für Kitas in städtischer Trägerschaft werden intensiviert.   
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

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Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.03.2025 
 
In nahezu allen Kindertageseinrichtungen in Darmstadt wurde vom 1.11.2024 bis 
30.04.2025 das Betreuungsmodul D, das bis zu 50 Betreuungsstunden pro Woche vorsieht 
auf bis zu 45 Stunden pro Woche reduziert. Diese Maßnahme hatte zum Ziel, das Kita -
System zu stabilisie ren und eine bessere Planbarkeit bei der Betreuung der Kinder zu 
ermöglichen.  
 
Hintergrund für die befristete Maßnahme war, dass es im Vorfeld immer wieder zu 
unterschiedlichen Einschränkungen im Kitabetrieb in Darmstadt kam, stadtweit und 
trägerübergreif end. Diese Einschränkungen zeigten sich durch kurzfristige Schließungen an 
einzelnen Tagen oder reduzierten Betreuungszeiten von unterschiedlicher Dauer.  
 
Die Maßnahme war das Ergebnis intensiver Gespräche in der Kita -Trägerkonferenz . 
Vorangegangen war ei ne zweimonatige Auswertung der Nutzung der Früh - und Spätdienste in 
den Monaten Mai und Juni 2024 in allen Kitas in Darmstadt. Die Auswertung hat deutlich 
gemacht, dass die Früh - und Spätdienste unterschiedlich stark gebucht werden, in der Regel 
aber gering ausgelastet sind. Um den tatsächlichen Betreuungsbedarf der Familien besser 
abzudecken und den aktuellen Herausforderungen aufgrund des Fachkraftmangels zu 
begegnen, wurde die Maßnahme der Reduktion des Modul  D zur Erprobung eingeführt. 
Hintergrund war a uch die nahende Winterzeit, in der von erhöhten Krankenständen 
ausgegangen werden kann.  
 
Die Öffnungszeiten der Kitas wurden während der Zeit der Reduktion des Moduls D unter 
Berücksichtigung der Bedarfe der Elternschaft, der Fachkräftesituation in den jew eiligen 
Teams und der somit vorhandenen Kapazitäten festgelegt. Die Elternbeiräte wurden an 
diesem Prozess beteiligt.  
 
Bereits mit der Einführung der zeitlich befristeten Maßnahme wurde angekündigt, dass die 
Maßnahme ausgewertet und ein Feedback aller Bet eiligten eingeholt wird, um für die Zeit ab 
1. Mai 2025 weitere Entscheidungen treffen zu können.  
 
1. Hintergründe für die Maßnahme und zur aktuellen Situation:  
 
Die Platzzahlen in der Kindertagesbetreuung in Darmstadt haben sich in den letzten 10 
Jahren stark erhöht, insbesondere im U3 -Bereich.  
Die Platzzahlen im Bereich der Kinder unter drei Jahren in Kitas  in städtischer Trägerschaft  
hat sich von 2015 bis 2024 von 236 Plätze auf 349 Plätze erhöht, was einer prozentualen 
Erhöhung von 47,88 % entspricht (hierbei ist die Kindertagespflege nicht berücksichtigt).  
Die Platzzahlen im Bereich der Kinder über 3 Jahren in Kitas in städtischer Trägerschaft hat 
sich von 2015 bis 2024 von 1.419 Plätze auf 1.846 Plätze erhöht. Dies entspricht einer 
prozentualen Erhöhung um 29,88%. Die Zahl der Kitas in städtischer Trägerschaft hat sich 
auf 31 erhöht. Zwei weitere Kitas in städtischer Trägerschaft sind in der Planung bzw. im 
Bau (Kita Ludwigshöhviertel Nord und Kita Havelstraße). Auch ist zu bemerken, dass die 
neuen Einrichtungen größer ausgerichtet sind als früher.  
 
Die Anzahl der pädagogischen Kräfte in den Kitas  in städtischer Trägerschaft  hat sich in den 
letzten zehn Jahren um rund 75 % erhöht , bedingt durch den quantitativen Ausbau sowie 
durch die qualitative  Weiterentwicklung der gesetzlichen Grundlagen im SGB VIII, HKJGB 
und KiFöG.  
Im Jahr 2015 verfügten die Kitas in städtischer Träger schaft über 269,65 Vollzeitäquivalente 
(VZÄ) gemäß Stellenplan inklusive Personal für Einzelintegrationsmaßnahmen in Höhe von

- 4 - 
8,00 VZÄ. Die Zahl wuchs bis zum Jahr 2024 auf 478,79 VZÄ im Stellenplan in klusive 19,50 
VZÄ Personal für Einzelintegrationsmaßnah men und 18,00 VZÄ Sprachfachkräfte, was einer 
durchschnittlichen Steigerung des Personalkörpers in den Kitas pro Jahr von ca. 6,585 % 
entspricht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich um Stellen im Stellenplan handelt, 
nicht alle dieser Stellen sind  real besetzt.  
 
Jenseits des Ausbaus an Räumen, Plätzen und Personal hat sich die Situation der Kinder in 
Bezug auf die individuellen Unterstützungsbedarfe verändert, die Kitas als Bildungsorte sind 
gefordert, steigenden Bedarfen gerecht zu werden.  
Der Anteil an Kindern mit besonderen Förderbedarfen in der Kita steigt (Sprache, Kognition, 
Motorik, Sozial etc.), was direkte Auswirkungen auf die Anforderungen an die pädagogische 
Bildungsarbeit und die hierfür notwendigen quantitativen und qualitativen 
Personalressourcen hat. Die Kitas als Ort der frühkindlichen Bildung sind gefordert, die 
Anforderungen an alltagssprachliche Bildung, Inklusion, Teilhabe, Medienkompetenz, 
Startchancen in Schule und somit die Herstellung von Bildungsgerechtigkeit zu 
gewährleisten.  
Deutlich zeigt sich dies am Beispiel der steigenden Zahl der Kinder in Darmstadt, die einen 
Vorlaufkurs in der Schule besuchen. Diese Zahl hat im Schuljahr 2022/23 mit 471 Kindern in 
Darmstadt einen neuen Höchststand erreicht, sie lag im Schuljahr 2017 /18 noch bei 347 
Kindern.1  
 
Der bundesweite Fachkraftmangel in der Kindertagesbetreuung stellt eine große 
Herausforderung für alle Träger dar.  
Im Verhältnis zum seitherigen Soll (410,41 VZÄ) sind bei den Kitas in städtischer 
Trägerschaft 54,41 VZÄ unbes etzt, was einem Delta von 13,26 % der Soll -Besetzung 
entspricht (Stichtag 14.03.2025). Mehr als jede 10. Stelle ist beim städtischen Träger 
unbesetzt. Die Gesamtzahl der unbesetzten Stellen in Kitas in städtischer Trägerschaft 
variiert und liegt im Durchsc hnitt zwischen 45 und 60 VZÄ.  
 
Die unbesetzten Stellen bringen Mehrbedarfe und Belastungssituationen für die bestehenden 
Teams. Die Erhebung zur psychischen Belastungssituation am Arbeitsplatz hat im Jahr 2021 
stattgefunden und für die Kitas in städtischer Trägerschaft ergeben, dass die psychischen 
Belastungslagen signifikant erhöht sind. Entsprechende Maßnahmen wurden eingeleitet, 
lösen aber die grundsätzliche Belastungslage nicht auf.  
 
2. Fachkraftmangel in der Kindertagesbetreuung, kommunale Maßnahmen und 
Perspektiven:  
 
In Darmstadt sind trägerübergreifend zahlreiche Fachkraftstellen vakant. Die Träger 
unternehmen erhebliche Anstrengungen, um den Erhalt der bestehenden Teams 
sicherzustellen, Überlastungen durch regelmäßige Überstunden zu verme iden und die 
Arbeitsbelastung der Fachkräfte nicht weiter zu steigern.  
 
Bundesweite Erhebungen verdeutlichen, dass eine strukturelle Verbesserung der 
Arbeitsbedingungen in Kindertageseinrichtungen erforderlich ist, um eine langfristig stabile 
und verlässliche Betreuungsqualität zu gewährleisten. Aktuelle Studien weisen darauf hin, 
dass derzeit bundesweit ein Defizit von etwa 125.000 Fachkräften im Bereich der 
frühkindlichen Bildung und Betreuung besteht. 2 
 
1 Quelle: Datenfortschreibung 2022 des 1. Bildungsberichts der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
2 Quelle: Kita Bericht 2024 des Paritätischen Gesamtverbandes

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In der Stadtverwaltung Darmstadt  wurde bereits ein e Vielzahl an Maßnahmen zur 
Verbesserung der Personalsituation in den Kitas in städtischer Trägerschaft ergriffen. Zur 
Personalgewinnung erfolgt eine Dauerausschreibung über die verschiedenen Kanäle der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, außerdem wurde ein Akqu ise-Video produziert und in den 
sozialen Medien veröffentlicht sowie eine Fachkraftkampagne im Jahr 2023 mit dem Titel 
„Ihre Zukunft beginnt mit Dir.“ umgesetzt. Die Kampagne bestand aus Bannern auf dem 
Heinerfest, aus digitalen Bannern auf dem Schlossgrab enfest, Plakaten, Fahrgast -TV im 
öffentlichen Nahverkehr, Bus -Beklebung, Großflächenplakaten und Anzeigen.  
 
Zur nachhaltigen Personalentwicklung und -bindung stehen verschiedene kontinuierliche 
Maßnahmen zur Verfügung. Für Praxisanleitungen werden spezifische 
Fortbildungsprogramme angeboten, die eine gezielte Qualifizierung sicherstellen. Zudem gibt 
es ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten für die Teams, während die 
Unterstützung durch die Fachabteilung Kinderbetre uung weiter ausgebaut wurde.  
 
Die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft adressiert gezielt 
fachliche Bedarfe und bietet individuelle Beratung und Unterstützung an. Darüber hinaus hat 
die Entscheidung der Stadt, das Sprachkit a-Programm nachhaltig zu verstetigen, maßgeblich 
zur langfristigen Bindung von Fachkräften beigetragen.  Dass die Landesregierung eine 
Verlängerung der Zuschüsse bis einschließlich 2026 zugesagt hat, ist positiv.  
 
Zur gezielten Unterstützung der Kitaleitung en in ihrer Führungsrolle und zur kontinuierlichen 
Weiterqualifizierung im Bereich der Personalführung werden fortlaufend spezialisierte 
Angebote bereitgestellt. Seit 2021 besteht die Fortbildungsreihe „Leitungsqualifikation“, die 
auf einem eigens entwicke lten Curriculum basiert und erfolgreich verstetigt wurde. 
Ergänzend wurde 2023 die „Führungswerkstatt“ etabliert, die speziell für Absolvent*innen 
der Leitungsqualifikation konzipiert ist. Beide Formate sind darauf ausgerichtet, 
Leitungsteams in ihrer prof essionellen Entwicklung und Führungskompetenz nachhaltig zu 
stärken. 
 
Zusätzlich steht den Kitaleitungen eine kontinuierliche Beratung und Unterstützung durch die 
Fachabteilung Kinderbetreuung insbesondere bei Fragen der Personalführung sowie die 
Personalstelle im Jugendamt zur Verfügung. Diese strukturierten Maßnahmen tragen 
maßgeblich zur Qualifizierung, Professionalisierung und langfristigen Stabilisierung der 
Leitungsstrukturen in den Kindertageseinrichtungen bei.  
 
Die Abteilung Kinderbetreuung hat ein Verfahren zum On - und Offboarding entwickelt, 
aufbauend auf dem vorhandenen städtischen Rahmen. Dieser Prozess gibt 
Handlungssicherheit und Transparenz. Neue Kitaleitungen werden im Rahmen der 
Einarbeitung eng von der Abteilung Kinderbetreuung mit Gespräch sangeboten und 
Hospitationen begleitet. Jede Person, die aus einer Kita in städtischer Trägerschaft 
ausscheidet, erhält durch die Fachabteilung ein Gesprächsangebot.  
 
Eine Steigerung der Attraktivität der Ausbildung erfolgt für die städtischen Kitas durch  eine 
engmaschigere Begleitung der Auszubildenden seit rund 1,5 Jahren. Außerdem existiert eine 
gute Kooperation mit allen Fachschulen, die kontinuierlich gepflegt wird. Die Fachabteilung 
wirkt an Fachbeiräten mit. Außerdem wurde ein dualer Studienplatz im  Oktober 2024 neu 
eingerichtet. Die Möglichkeit des Quereinstiegs wird weiter ausgebaut. Die Bereitschaft zur 
Ausbildung ist in den Kitas  in städtischer Trägerschaft , trotz der vorhandene r 
Herausforderungen , weiter hoch. Für die praxisintegrierte vergütete  Ausbildung (PivA) stehen

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in 2025 insgesamt 37 Plätze zur Verfügung , davon sind derzeit 15 Plätze besetzt. Im August 
2025 werden weitere PivA -Plätze belegt.  
 
Parallel dazu werden Maßnahmen zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte intensiv 
vorangetrieben. Insbesondere die Übertragung nicht -pädagogischer Aufgaben auf 
entsprechend geschultes Personal wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Der 
zunehmende administrative Aufwand in den Kitas stellt eine Herausforderung dar, 
insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels. 
Viele dieser Tätigkeiten werden von pädagogischen Mitarbeitenden übernommen, deren 
eigentliche Expertise im Bildungsbereich liegt oder von Kolleg*innen mit anderen beruflichen 
Hintergründen. Eine gezielte Entlastung durch administrative Unterstützungskräfte ist daher 
essenziell, um die Fachkräfte auf ihre Kernaufgaben in der frühkindlichen Bildung zu 
fokussieren und langfristig die Qualität der Betreuung sicherzustellen.  
 
Insgesamt sind derzeit 5 Personen als Zusatzkräfte und 36 als Fachkräfte zur Mitarbeit  in 
den Kitas in städtischer Trägerschaft beschäftigt .  
 
Die Bezahlung der Fachkräfte in Darmstädter Kitas erfolgt nach der EG S 8b , die Bezahlung 
der Leitungskräfte in den Kitas hän gt von der Größe der Einrichtung ab.  
 
Aufgrund des bundesweiten Fachkraftmangels und trotz diverser Maßnahmen zur 
Personalgewinnung und -haltung, die eingeleitet wurden, gelingt es nicht, den 
Fachkraftmangel in Darmstadt wesentlich zu reduzieren.  
 
 
 
3. Feedback zur Maßnahme Reduktion Modul D:  
 
Aus den Rückmeldungen der Eltern von den teilnehmenden Trägern vom Februar 2025 wird 
deutlich, dass die Maßnahme für die Eltern als schwierig und eher negativ erlebt wird.  
 
Negativ wird insbesondere zurückgemeldet, dass der Stress und die Belastung auf Seiten der 
Familien gestiegen sei, dass keine Anpassung der Entgelte für das Modul D erfolgt seien, 
dass die Familien weniger flexibel die Betreuung nutzen könnten und dass som it die 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf schwieriger geworden sei.  
Die Eltern melden positiv zurück, dass sie eine Entlastung der Fachkräfte wahrnehmen 
würden, die Betreuung verlässlicher sei, die Kinder mehr Zeit mit der Familie verbringen 
würden und die Qualität der Betreuung durch mehr Personal in den Kitas verbessert sei.  
 
Die Rückmeldungen aus der Elternschaft machen deutlich, dass die negative Sicht auf die 
Maßnahme überwiegt und die Familien sich als hoch belastet und gestresst wahrnehmen.  
 
Aus den Rückmeldungen der Kitateams in den Kitas in städtischer Trägerschaft wird 
deutlich, dass die Maßnahme insgesamt positiv wahrgenommen wird und zu einer positiven 
Entwicklung geführt hat. Insbesondere konnte mit dem Konzept der Personaleinsatzplanung  
in den Kitas in städtischer Trägerschaft die Planung und Handlungsfähigkeit der 
Führungskräfte verbessert werden, sodass personelle Engpässe frühzeitiger und gezielter 
aufgefangen werden konnten.  
 
In der Zeit der Reduzierung kam es selten zu einer Untersc hreitung des 
Mindestpersonalbedarfs (§ 25b HKJGB). Dadurch war es den Fachkräften möglich, ihren 
originären Aufgaben nachzugehen, anstatt wiederholt kurzfristige Ausfälle kompensieren zu

- 7 - 
müssen. Dies trug zu einer Entlastung des Teams und einer höheren päd agogischen Qualität 
in den Einrichtungen bei.  
 
Negative Rückmeldungen zur Maßnahme bezogen sich insbesondere auf die Überstunden, 
die aufgrund zu spät abholender Eltern gemacht werden mussten, dass keine Veränderung 
der Personalsituation eingetreten sei un d auf den Unmut der Familien, mit dem die 
Kitateams konfrontiert werden.  
Häufig wurde positiv zurückgemeldet, dass die Teamsitzungen und Vorbereitungszeiten 
besser gewährleistet werden konnten, weniger Mehrarbeit und Überstunden angefallen seien, 
es mehr Planungssicherheit für die Eltern gegeben habe und es zu einer Entlastung der 
Mitarbeiten und mehr Zufriedenheit im Team gekommen sei.   
 
Die positiven Rückmeldungen zu der Maßnahme überwiegen bei den Kitateams deutlich.  
 
4. Weiteres Vorgehen ab 1. Mai 2025  
 
Eine Fortsetzung der befristeten Maßnahme der Reduktion des Modul D stadtweit ist, 
aufgrund der unterschiedlichen Wirkungen und Rückmeldungen, nicht vorgesehen. Vielmehr 
werden die Rückmeldungen der Eltern und Teams gehört und die Signale bestmöglich 
aufgegriffen.  
 
Aus den Rückmeldungen wurde deutlich, dass die Bildungsarbeit nur gering verbessert, aber 
die Fachkräfte gut entlastet werden konnten. Die Eltern benötigen verlässliche und möglichst 
flexible Betreuungsmöglichkeiten. Die Kürzung des Modul D hat  klare Vorteile für die 
Organisation der Kita und das Personal, aber sie bringt auch Herausforderungen für Kinder 
und berufstätige Eltern mit sich.  
 
Gleichzeitig bleibt der Fachkraftmangel als gravierendes strukturelles Problem für den 
Betrieb der Kitas be stehen, dieser wird durch die befristete Maßnahme nicht reduziert. 
Daher ist es notwendig, zum einen die gesellschaftspolitische Debatte für eine zukunftsfähige 
Kitalandschaft weiter zu führen und zu konkreten, nachhaltigen Unterstützungsmaßnahmen 
für den Kitabetrieb zu kommen, um diese wichtige soziale Infrastruktur für die Kinder 
aufrecht erhalten zu können. Zum anderen muss eine Auseinandersetzung mit den 
Veränderungen der Lebenswirklichkeiten von Familien erfolgen.  
 
Um das flexible Angebot in den Betre uungszeiten möglichst erhalten bzw. wiederherstellen 
zu können, soll ab dem 1. Mai 2025 zu den einrichtungsbezogenen Instrumenten bei 
Unterschreitung des Mindestpersonalbedarfs zurückgekehrt werden.  
 
Wenn z.B. aufgrund von Personalmangel eine längerfristi ge Reduzierung des 
Betreuungsumfangs in einer Kita erforderlich wird, ist es zwingend notwendig, die 
zuständigen Fachaufsichten sowohl in den Reduzierungsprozess als auch in die Rückkehr 
zum Normalbetrieb einzubeziehen.  
 
Ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist die Meldung gemäß § 47 SGB VIII. Dieser 
Paragraf verpflichtet Träger von Kindertageseinrichtungen, erhebliche Beeinträchtigungen 
des Betriebs oder Gefährdungen des Kindeswohls unverzüglich an die zuständige 
Aufsichtsbehörde zu melden. Eine solche Meldung ist erforderlich, wenn der Personalmangel 
dazu führt, dass der Mindeststandard der Betreuung nicht mehr gewährleistet werden kann 
oder wenn die Einschränkungen wesentliche Auswirkungen auf die Betreuungssituati on der 
Kinder haben. Die Aufgaben des Trägers zur Abgabe einer Meldung gemäß § 47 SGB VIII 
besteht darin, die Fachaufsicht frühzeitig zu informieren, um gemeinsam Lösungen zur

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Sicherstellung der Betreuung zu erarbeiten. Außerdem muss eine Transparenz des T rägers 
gegenüber der Fachaufsicht gewährleistet werden, sodass die Aufsichtsbehörde die 
Auswirkungen auf die Qualität der Betreuung einschätzen kann. Außerdem sollen präventive 
Maßnahmen ermöglicht werden, um einer weiteren Verschlechterung der 
Betreuungssituation entgegenzuwirken. Mit dieser Meldung wird auch die rechtliche 
Absicherung des Trägers gewährleistet, indem dokumentiert wird, dass Maßnahmen im 
Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen getroffen wurden.  
 
Die Fachaufsicht übernimmt in diesem Pro zess eine entscheidende Rolle, indem sie die 
Situation bewertet, Handlungsoptionen aufzeigt und bei der Umsetzung von Lösungen 
unterstützt. Ebenso ist sie in die Planung und Steuerung der Rückkehr zum Normalbetrieb 
einzubeziehen, um eine schrittweise und g ut organisierte Wiederaufnahme des regulären 
Betriebs sicherzustellen.  
 
Durch die Einhaltung dieser Meldepflicht und die enge Abstimmung mit der Fachaufsicht 
wird sichergestellt, dass die Qualität der Betreuung trotz temporärer Einschränkungen so 
weit wie möglich aufrechterhalten bleibt und sowohl pädagogische als auch rechtliche 
Standards gewahrt werden.  
 
In der Kommunikation ist es sehr wichtig, dass die Familien stets gut durch die 
Einrichtungsleitung informiert sind und es eine enge Abstimmung zwischen dem jeweiligen 
Elternbeirat und der Kitaleitung gibt. Alle Träger sind eigenverantwortlich zuständig, ihre 
Kitaleitungen ggfs. entsprechend zu schulen und die entsprechenden Abläufe bei einer 
Unterschreitung des Mindestpersonalbedarfs dem Elternbeirat und nach außen zu 
kommunizieren.  
 
Um die positive strukturelle Veränderung für die Kitateams anlassbezogen nutzen zu können, 
wird die Maßnahme in einen trägerspezifischen „Werkzeugkoffer“ eingefügt. Der 
Werkzeugkoffer soll den Kitaträgern Möglichkeiten eröffn en, die bestehen, um bei hohen 
Belastungen in Kitas aufgrund von chronischen Personalausfällen in Kitas den Betrieb 
möglichst stabilisieren zu können. Dass die Maßnahme für die Kitateams positive 
Entlastungseffekte bringt, ist aufgrund der Rückmeldungen de r Kitateams nachvollziehbar.  
 
Da die Auslastung der Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten zu Beginn und am Ende 
des Tages unterschiedlich stark erfolgt, ist es notwendig, einrichtungsbezogen zu prüfen, 
welche Öffnungszeiten je Standort und Sozialraum  benötigt werden, um die Bedarfe nach 
Flexibilität der Eltern und Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich zu gewährleisten. 
Dies ist in Verbindung zu stellen mit der Frage einer effizienten Personalsteuerung.  
 
Parallel zu den einrichtungsbezogenen  Maßnahmenplänen bei Unterschreitungen des 
Mindestpersonalbedarfs sind die Aktivitäten zur Fachkraftakquise, Fachkraftbindung und die 
Weiterqualifizierung von Quereinsteiger*innen zu verstärken.  
 
Außerdem ist im Weiteren der Fokus auf die kurzfristigen un d mittelfristigen 
Verbesserungsmöglichkeiten der Arbeitsbedingungen in den Kitas zu legen.  
Dies betrifft:  
• Den Erhalt und Ausbau der Stelle Verwaltungskraft Kitas zur Entlastung der Kita -
Leitungen von nicht pädagogischen Aufgaben.  
• Die Einführung digitale r Lösungen zur Optimierung der Verwaltungsprozesse der 
Kitas.

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• Die regelmäßige Information zu Möglichkeiten der Nutzung von Beratungs- und 
Unterstützungsressourcen im jeweiligen Sozialraum und der Aufbau neuer/engerer 
Kooperationen  
• Der Ausbau einer Beratun g und Begleitung während und nach der Ausbildung durch 
das Amt für Interne Dienste  (beispielswiese durch Mentoring-Programm, strukturierte 
Karriereplanung, alternative Arbeitszeitmodelle etc.)  
 
Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels wird der größtmög liche Nutzen derzeit durch 
eine ausgewogene Lösung erzielt, die sowohl Entlastungen für die Kitateams schafft, als auch 
eine hohe Flexibilität in der Betreuung für Eltern gewährleistet. Entscheidend sind in diesem 
Zusammenhang die Fortführung und Intensivi erung des Dialogs zwischen Eltern, 
Elternbeiräten, Kitateams und Trägern. Da sich der Fachkräftemangel voraussichtlich weiter 
verschärfen wird und die Anforderungen an die Betreuung konstant hoch bleiben, muss 
dieser Austausch sicherstellen, dass geeignete  Maßnahmen zur Stabilisierung des 
Kitabetriebs identifiziert, konkretisiert und umgesetzt werden. Oberstes Ziel ist es, allen 
Kindern den Zugang zu frühkindlicher Bildung und Betreuung zu sichern.  
 
Das weitere Vorgehen wurde in Abstimmung mit dem Hauptelte rnbeirat (HEB) sowie der Kita -
Trägerkonferenz besprochen und als sinnvoll empfohlen . 
 
Um die Gesamtsituation der Kinderbetreuung in Darmstadt nachhaltig zu verbessern, ist ein 
umfassender Weiterentwicklungsprozess erforderlich. Dieser muss über Personalthe men 
hinausgehen und verstärkt die Bedarfe von Eltern und Kindern sowie die spezifischen 
Anforderungen der Sozialräume in den Blick nehmen. Nur durch eine ganzheitliche Strategie 
lassen sich langfristige Lösungen für eine stabile und zukunftsfähige frühkind liche Bildungs - 
und Betreuungslandschaft entwickeln.  Dazu bedarf es dringend der finanziellen 
Unterstützung von Bund und Land.  
 
Die bestehenden ämterübergreifenden Bemühungen zur Gewinnung und Haltung von 
Fachkräften für Kitas in städtischer Trägerschaft werden intensiviert . Dies beinhaltet eine 
Vielzahl von Maßnahmen, unter anderem die Personalakquise  von ausländischen 
Fachkräften, die Präsentation der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf Ausbildungsmessen, die 
Vorstellung des Berufsbildes in Sch ulen im Rahmen von Berufsorientierungstagen, Werbung 
auf Social Media durch Videos und Posts.  
 
In den politischen Gremien wird weiterhin zum Thema kontinuierlich informiert und beraten  
werden. 
 
Darmstadt, den 18.03.2025  
 
 
Dezernat I     Dezernat II 
 
 
 
Hanno Benz     Barbara Akdeniz  
Oberbürgermeister     Bürgermeisterin

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Orte (1)

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Details

Vorlagen-Nr.
2025/0093
Typ
Magistratsvorlage
Datum
18.03.2025
Erstellt
29.09.2026 00:00