Mandari Insight

A-R/0030/2021

Biodiversität fördern – Vertrauen pflanzen – gemeinsam

Antrag an den Rat 06.04.2021

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 19.05.2021, TOP 2.24.20

a-r-0030-2021-CDU-Biodiversität

· application/pdf

Ansehen

a-r-0030-2021-CDU-Biodiversität

3600 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0030/2021 
 
 
 
 
 
RATSANTRAG  
 
 
Biodiversität fördern – Vertrauen pflanzen – gemeinsam 
wachsen 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
1.  Die Fachverwaltung prüft zusammen mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft 
Projekte zur Steigerung der Biodiversität in der Landwirtschaft. 
2. Die Fachverwaltung berichtet über mögliche Projekte spätestens im September im 
zuständigen Fachausschuss. 
 
 
Begründung: 
Das Umweltbundesamt definiert: Die Biologische Vielfalt, der Schutz und die nachhaltige 
Nutzung der Natur sind für uns alle elementar. Daneben sind aber auch Umweltschutz-
aspekte von Bedeutung: Stoffkreisläufe, klares Wasser und saubere Luft, die Produktion  
von Nahrungsmitteln, die Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen, die 
menschliche Erholung in der Natur, all dies beruht auf der biologischen Vielfalt. Für unser 
Überleben müssen wir also die biologische Vielfalt nutzen und sie gleichzeitig schützen. 
Die biologische Vielfalt dauerhaft zu erhalten und im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit zu 
nutzen, kann nur gelingen, wenn alle Akteure in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft dieses 
Thema zu ihrer eigenen Sache machen. Die Bundesregierung hat deshalb 2007 eine 
Strategie zur biologischen Vielfalt verabschiedet, die alle Sektoren in die Pflicht nimmt – so 
auch den Umweltschutz, denn viele Ursachen für den weltweiten Verlust der biologischen 
Vielfalt stehen im engen Zusammenhang mit den Arbeitsfeldern des klassischen 
Umweltschutzes. 
Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Landwirtschaft. Die der Stiftung 
Westfälische Kulturlandschaft wurde von landwirtschaftlichen Organisationen gegründet, um 
gemeinsam mit Landwirten und Naturschützern neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung 
der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen. Partner der Initiative ist u.a. die 
Westfälische-Wilhelms-Universität. 
Die Stiftung Westf. Kulturlandschaft setzt sich intensiv für das Thema Biodiversität in der 
Landwirtschaft ein. Dazu stellt sie u.a. für die Anlage von Blühstreifen Saatgut zur 
Verfügung. Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten 
spielen für den Erhalt der Artenvielfalt von Wildpflanzen, aber auch bei der Bestäubung von 
Kulturpflanzen, wie Obst oder Raps, eine wichtige Rolle. Pollen und Nektar stehen im 
Blühstreifen auch nach der Obst- oder Rapstracht zur Verfügung.

Mit Blühstreifen auf Ackerflächen werden für Insekten aber auch für Feldhase & Co. 
zusätzliche Nahrungs- und Rückzugsorte in der Landschaft geschaffen. Damit wird  
aktiver Artenschutz betrieben und das Landschaftsbild aufgewertet.  
Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft hat durch die Projekte „Lepos“, „Hegebeauftrag-
ter“ oder das „Weland Projekt“ im Kreis Warendorf, in dem Bereich Biodiversität bereits 
bedeutende Erfolge zu verzeichnen.  
Die CDU-Fraktion möchte diese Initiative aufgreifen und die zahlreichen weiteren Akteure 
zusammenführen, damit am Ende etwas zusammenwächst: Nur zusammen bekommen wir 
mehr Wildblumenparzellen im Ackerbau, Wild Bee Banks in Spargel- und Erdbeerfeldern 
oder Kiebitzprojekte erfolgreich für die Zukunft gepflanzt.  
Diese Initiative soll auch dazu beitragen, bisher weniger ökologisch engagierte Landwirte an 
den Naturschutz heranzuführen. Das Projekt soll sich als wichtige Ergänzung der 
Bemühungen des NABU zum Schutz der heimischen Flora und Fauna verstehen. Nur 
zusammen meistern wir die Herausforderungen des Klimawandels und setzten uns gegen 
das Artensterben ein.  
 
Münster, 26.03.2021 
gez. Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

19.05.2021 Hauptausschuss
TOP 2.24.20 (Entsch. § 60 Abs. 2 GO NRW, epidemische Lage) Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0030/2021
Typ
Antrag an den Rat
Datum
06.04.2021
Erstellt
06.04.2021 13:03